Budget 2021 - Einwohnergemeinde Sigriswil Gemeindeversammlung vom 30. November 2020
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Titelseite: Dorf Tschingel; Blick auf das Sigriswiler-Rothorn
Foto: Bernhard Egger, Gunten
Impressum Herausgeber Einwohnergemeinde Sigriswil
Inhalt / Text Bernhard Egger, Finanzverwalter
Druck Müller&Gempeler Druck GmbH, Gunten
Auflage 2'800 ExemplareSeite 1 von 35
Inhalt
0 Einleitung ..................................................................................................................... 3
1 Rechnungslegungsgrundsätze Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2 ...... 6
1.1 Allgemeines ............................................................................................................ 6
1.2 Abschreibungen ...................................................................................................... 6
1.2.1 Bestehendes Verwaltungsvermögen ................................................................ 6
1.2.2 Neues Verwaltungsvermögen .......................................................................... 6
1.2.3 Zusätzliche Abschreibungen (Art. 84 GV) ........................................................ 6
1.3 Investitionsrechnung / Aktivierungsgrenze ............................................................. 6
2 Grundlagen Budget 2021 ............................................................................................ 7
3 Ergebnisse ................................................................................................................... 7
3.1 Allgemeine Übersicht .............................................................................................. 7
3.2 Übersicht Gesamtergebnis Gemeinde .................................................................... 8
3.2.1 Erfolgsrechnung (inkl. Spezialfinanzierungen) ................................................. 8
3.2.2 Investitionsrechnung ........................................................................................ 9
3.2.3 Finanzierungsergebnis ..................................................................................... 9
3.3 Ergebnis allgemeiner Haushalt ............................................................................. 10
3.4 Ergebnis Spezialfinanzierung Feuerwehr ............................................................. 10
3.5 Ergebnis Spezialfinanzierung Abwasser ............................................................... 11
3.6 Ergebnis Spezialfinanzierung Abfall ..................................................................... 12
3.7 Ergebnis Spezialfinanzierung Forstwirtschaft ....................................................... 13
3.8 Ergebnis Spezialfinanzierung Nahwärmeverbund ................................................ 14
4 Erläuterungen Erfolgsrechnung .............................................................................. 15
4.1 Zusammenzug nach funktionaler Gliederung ....................................................... 15
4.1.1 Allgemeine Verwaltung .................................................................................. 15
4.1.2 Öffentliche Ordnung und Sicherheit ............................................................... 16
4.1.3 Bildung ........................................................................................................... 17
4.1.4 Kultur, Sport und Freizeit, Kirche ................................................................... 18
4.1.5 Gesundheit ..................................................................................................... 18
4.1.6 Soziale Sicherheit .......................................................................................... 18
4.1.7 Verkehr........................................................................................................... 19
4.1.8 Umweltschutz und Raumordnung .................................................................. 19
4.1.9 Volkswirtschaft ............................................................................................... 20
4.1.10 Finanzen und Steuern................................................................................. 20
4.2 Zusammenzug nach Sachgruppen ....................................................................... 22Seite 2 von 35
4.2.1 Entwicklung Personalaufwand ....................................................................... 23
4.2.2 Entwicklung Sachaufwand ............................................................................. 23
4.2.3 Entwicklung Steuerertrag ............................................................................... 24
5 Investitionsrechnung ................................................................................................ 25
5.1 Zusammenzug Investitionsrechnung nach funktionaler Gliederung...................... 25
5.2 Investitionen 2021................................................................................................. 25
5.3 Investitionsausblick 2022 – 2025 .......................................................................... 27
6 Eigenkapitalnachweis ............................................................................................... 29
6.1 Auswertung ........................................................................................................... 30
7 Produktedefinitionen ................................................................................................ 31
7.1 Feuerwehr ............................................................................................................ 31
7.2 Forstbetrieb .......................................................................................................... 32
8 Finanzplanung; Prognoseperiode 2020-2025 ......................................................... 33
9 Antrag des Gemeinderates ....................................................................................... 35Seite 3 von 35 Vorbericht Budget 2021 0 Einleitung Das Budget 2021 wurde in enger Zusammenarbeit mit den Ressorts nach den Grundsätzen des Rechnungswesens (Art. 61 bis 63 GV) sowie den gesetzlichen Vorgaben gemäss Rech- nungsmodell HRM2 erarbeitet und nach drei Lesungen finalisiert. Die Vorarbeiten standen unter dem Einfluss möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen aus den Massnahmen gegen die Pandemie CO- VID-19. Dafür wurde eine Risiko-Analyse erstellt. Die Auswertung der Risikomatrix zeigt unter Berücksichtigung der gemeindespezifischen Konstellationen geringe bis mittlere Auswirkungen. der im Jahr 2020 durchgeführten «Allgemeinen Neubewertung nicht landwirtschaftlicher Liegenschaften» mit Wirkung per 01.01.2021. Durch die Erhöhung der amtlichen Werte um durchschnittlich 31% kann mit Mehreinnahmen von CHF 510'000 gerechnet werden. einer Steueranlagesenkung zur (teilweisen) Kompensation der erwähnten Mehreinnah- men Senkung der Steueranlage Mit den guten bis sehr guten Rechnungsergebnissen in den Vorjahren konnte eine solide Eigenkapital- sowie Reservesituation geschaffen werden. Zusammen mit den zusätzlichen Einnahmen aus den Liegenschaftssteuern ist deshalb eine mit Augenmass angesetzte Steueranlagesenkung tragbar. Dabei sind die finanziellen Herausforderungen durch den gut gefüllten Investitionsplan wie auch der Aspekt gewisser Unsicherheiten bezüglich der CO- VID-19 Massnahmen, trotz sorgfältiger Risikoabschätzung, in sämtlichen Überlegungen zur Steueranlagesenkung eingeflossen. Die vorberatende Finanzkommission beantragte dem Gemeinderat nach sorgfältiger Ab- wägung der beeinflussenden Faktoren eine Anlagesenkung um 3-Steuerhunderstel von 1.72 auf 1.69. Der Gemeinderat gewichtet die gute und solide Ausgangslage mit einem (weiteren) prognostizierten Ertragsüberschuss in der Rechnung 2020 höher und beabsich- tigt, die Haushalte stärker zu entlasten, bzw. die Mehreinnahmen aus den Liegenschafts- steuern stärker zu kompensieren. Der Gemeinderat sieht die Steueranlage deshalb bei 1.66 und strebt somit eine Anlagesenkung um 6-Steuerhundertstel an. Ausgangslage/Auswirkungen: o Mehreinnahmen bei den Liegenschaftssteuern infolge Neubewertung CHF 510’000 o Mindereinnahmen bei einer Steueranlagesenkung auf 1.69 CHF 207’600 o Mindereinnahmen bei einer Steueranlagesenkung auf 1.66 CHF 415’200 o Ertragsüberschuss im steuerfinanzierten Haushalt mit 1.69 CHF 265’800 o Ertragsüberschuss im steuerfinanzierten Haushalt mit 1.66 CHF 54'700 Die Finanzkommission wie auch der Gemeinderat stimmen überein, dass eine Kompensa- tion der Mehreinnahmen bewusst nicht bei den Liegenschaftssteuern erfolgen soll (hoher Zweitwohnungsanteil), sondern besser allgemein wirksam beim Einkommen und Vermögen der in Sigriswil steuerzahlenden Haushalte anzusetzen ist. Der Antrag an die Gemeindeversammlung mittels vorliegender Botschaft und das zu Grunde liegenden Budget 2021 basiert auf einer Berechnung mit einer Steueranlage von 1.66.
Seite 4 von 35
Wie in den vergangenen Jahren sind Behörden und Verwaltung dafür besorgt und auch
dafür verantwortlich, dass die finanziellen Mittel sparsam und zugleich mit grösstem Nutzen
für die Öffentlichkeit eingesetzt werden.
Die Rechnungen (Funktion)
- Feuerwehr* (1500) - Nahwärmeverbund* (8791)
- Liegenschaft Mani (2175) - Schlachthaus (8901)
- Abwasserentsorgung* (7201) - Waschanlage (8902)
- Tierkörperbeseitigung (7300) - Abbau + Deponie Meiersmaad (8903)
- Abfallentsorgung* (7301) - Liegenschaften Finanzvermögen (9630)
- Forstwirtschaft* (820)
werden durch Gebühren, Betriebsbeiträge oder sonstige reglementierte Erlöse gedeckt und
werden ausgeglichen geführt (*= offiziell geführte Spezialfinanzierungen / Übrige = intern geführt)
Was sind die Hauptmerkmale des Budgets 2021?
Die Steueranlage soll von bisher 1.72 auf 1.66 gesenkt werden, was einen Minderertrag
von CHF 415'300 ausmacht. Der Ansatz für die Liegenschaftssteuer (1.5%o) bleibt ge-
genüber den Vorjahren unverändert.
Im Bereich der Spezialfinanzierung Abwasser wird der seit 2020 gewollte Eigenkapital-
abbau zu Gunsten der Reservebildung auf dem Wiederbeschaffungswert fortgesetzt.
Im Bereich der Spezialfinanzierung Abfall wurden im Jahr 2020 die Grund-, Container-
sowie die Grünabfuhrgebühren auf das Tarifminimum gesenkt. Die Ansätze bleiben im
Budget 2021 unverändert tief.
Der Gesamthaushalt schliesst mit einem Aufwandüberschuss von CHF 509’900 ab.
Der Allgemeine Haushalt schliess mit NULL ab, nachdem der eigentliche Ertragsüber-
schuss von CHF 54’700 als zusätzliche Abschreibungen zu budgetieren ist (siehe Pkt.
1.2.3). Damit erhöht sich die finanzpolitische Reserve (Bilanzkonto) und die Erfolgsrech-
nung schliesst mit einem Aufwand und Ertrag von je CHF 26'269’900 ausgeglichen ab.
Die Dienstleistungen der Gemeinde werden mindestens im bisherigen Rahmen erfüllt.
Planmässige Abschreibungen von insgesamt CHF 1.149 Mio. oder 4.4% des Gesamt-
aufwandes.
Produktegruppenbudgets nach NPM in den Bereichen Feuerwehr und Forstbetrieb.Seite 5 von 35
Das Ergebnis in der Übersicht
Ergebnis Konsolidiert
Gesamthaushalt
Steuerfinanziert CHF -509'900 Gebührenfinanziert
Ergebnis Ergebnis
Allgemeiner Haushalt Spezialfinanzierungen
CHF 0* CHF -509'900
Ergebnis Ergebnis
Feuerwehr Abwasserentsorgung
CHF +2'700 CHF -415'500
Ergebnis Ergebnis
Abfall Forstbetrieb
CHF -56'400 CHF +23'200
Ergebnis
Nahwärmeverbund
CHF -63'900
* nach Budgetierung des Überschusses von CHF 54’700 als zusätzliche AbschreibungenSeite 6 von 35
1 Rechnungslegungsgrundsätze Harmonisiertes Rechnungs-
legungsmodell 2
1.1 Allgemeines
Das Budget 2021 wurde nach dem Rechnungslegungsmodell HRM2, gemäss Art. 70
Gemeindegesetz (GG, [BSG 170.11]), erstellt.
1.2 Abschreibungen
1.2.1 Bestehendes Verwaltungsvermögen
(Übergangsbestimmung Art. T2-4 Abs. 1 GV)
Mit dem Wechsel zum HRM2 wurde das bestehende Verwaltungsvermögen per
1.1.2016 zu Buchwerten in die Bilanz übernommen. Mit dem Wegfall des Alters- und
Pflegeheims Schärmtanne (seit 1.1.2017 eine selbständige AG) beträgt das damals
bestandene Verwaltungsvermögen CHF 8'895'948
nach Eingang von anrechenbaren Veränderungen 2017-2019 noch CHF 8'823'689
und wird innert 12 Jahren
d. h. ab dem Rechnungsjahr 2016 bis und mit Rechnungs-
jahr 2027 linear abgeschrieben
Dies ergibt einen jährlichen Abschreibungssatz von 8.33%
oder CHF 735’100
1.2.2 Neues Verwaltungsvermögen
Auf neuem Verwaltungsvermögen werden die planmässigen Abschreibungen bei
Projektvollendung nach Anlagekategorien und Nutzungsdauer (Anhang 2 GV) be-
rechnet. Die Abschreibungen erfolgen linear, je nach Nutzungsdauer.
1.2.3 Zusätzliche Abschreibungen (Art. 84 GV)
Zusätzliche Abschreibungen betreffen nur den allgemeinen Haushalt und werden
vorgenommen, wenn im Rechnungsjahr
a) in der Erfolgsrechnung ein Ertragsüberschuss ausgewiesen wird und
b) die ordentlichen Abschreibungen kleiner als die Nettoinvestitionen sind.
Nur wenn beide Bedingungen zutreffen, sind zusätzliche Abschreibungen zu budge-
tieren. Im Budget 2021 sind beide Bedingungen erfüllt.
Nettoinvestitionen allgemeiner Haushalt CHF 1'450’000
Ordentliche Abschreibungen allgemeiner Haushalt CHF 1'026’700
Bedarf für zusätzliche Abschreibungen somit CHF 423’300
Prognostizierter Ertragsüberschuss CHF 54’700
Der prognostizierte Ertragsüberschuss muss somit vollumfänglich für zusätzliche Ab-
schreibungen (Konto 9900.3894.01) eingesetzt werden.
1.3 Investitionsrechnung / Aktivierungsgrenze
Der Gemeinderat belastet einzelne Investitionen bis zum Betrag von CHF 50'000
(maximale Aktivierungsgrenze gemäss Art. 79a GV für Einwohnergemeinden mit
1'000 bis 5'000 Einwohnerinnen und Einwohner) der Erfolgsrechnung. Er verfolgt da-
mit eine konstante Praxis.Seite 7 von 35
2 Grundlagen Budget 2021
Steueranlage: 1.66-fache der einfachen Steuer
Liegenschaftssteuer: 1.5 Promille des amtlichen Wertes
Gebühren und Ansätze 2021 in der Kompetenz des Gemeinderates
Abwasser
Verbrauchsgebühr pro m3 CHF 0.55
Grundgebühr pro Bewohnergleichwert CHF 55.00
Kehricht
Grundgebühr pro Bewohnergleichwert CHF 15.00
Feuerwehrersatzabgabe
Prozentsatz des Gemeindesteuerbetrags 18 %
Minimale Ersatzabgabe CHF 20.00
Maximale Ersatzabgabe CHF 450.00
Hundetaxe
Je Hund CHF 100.00
Die Steueranlage soll von 1.72 auf 1.66 gesenkt werden, die übrigen aufgeführten
Ansätze sind gegenüber dem Vorjahr 2020 unverändert.
3 Ergebnisse
3.1 Allgemeine Übersicht
Sach- Budget Budget Rechnung
gruppe 2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Jahresergebnis ER Gesamthaushalt* 90 -509'900 -326'400 1'911'682
Jahresergebnis ER Allgemeiner Haushalt* 900 0* 0* 1'725'008
Jahresergebnis gesetzliche Spezialfinanzierungen 901 -509'900 -326'400 186'674
Steuerertrag natürliche Personen 400 10'972'300 11'812'500 11'443'945
Steuerertrag juristische Personen 401 280'900 268'500 901'905
Liegenschaftssteuer 4021 2'300'000 1'700'000 1'687'828
Nettoinvestitionen 5 min.6 5'092'000 3'210'000 1'919'183
* nach Budgetierung des Überschusses von CHF 54’700 im Jahr 2021, bzw. CHF 542'500.00 im
Jahr 2020 für zusätzliche Abschreibungen (Konto 9900.3894.01)Seite 8 von 35
3.2 Übersicht Gesamtergebnis Gemeinde
3.2.1 Erfolgsrechnung (inkl. Spezialfinanzierungen)
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 25'173'000 25'025'500 24'700'524
Betrieblicher Ertrag 24'491'400 24'979'600 26'187'849
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit -681'600 -45'900 1'487'325
Finanzaufwand 376'300 298'200 471'204
Finanzertrag 560'700 558'300 578'217
Ergebnis aus Finanzierung 184'400 260'100 107'013
Operatives Ergebnis -497'200 214'200 1'594'338
Ausserordentlicher Aufwand 696'300 747'900 3'009'442
Ausserordentlicher Ertrag 683'600 207'300 3'326'787
Ausserordentliches Ergebnis -12'700 -540'600 317'345
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung -509'900 -326'400 1'911'682
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 2021 und 2020 nach Budgetierung des Überschusses für
zusätzliche Abschreibungen (Konto 9900.3894.01)
Der gestufte Erfolgsausweis zeigt zusammengefasst das operative Ergebnis, das
ausserordentliche Ergebnis und das Gesamtergebnis.
Das Ergebnis aus der Finanzierung beinhaltet einerseits die Aufwendungen für den
Zinsendienst und den Liegenschaftsaufwand für das Finanzvermögen, andererseits
die Zinserträge (flüssige Mittel, Verzugszinsen), Miet- und Pachtzinseinnahmen so-
wie den Gebührenertrag aus den Benutzungen von Liegenschaften.
Das operative Ergebnis zeigt das Resultat aus der betrieblichen Tätigkeit und das
Ergebnis aus der Finanzierung.
Als ausserordentlich gelten zum Beispiel die Einlagen und Entnahmen aus Spezi-
alfinanzierungen, die eine Vorfinanzierung bezwecken und ausschliesslich auf einer
kommunalen Rechtsgrundlage basieren (davon ausgenommen sind Einlagen in den
Werterhalt der Abwasserentsorgung). Die hohen Zahlen im Rechnungsjahr 2019 re-
sultieren aus Saldierungen von Konti und Neueinlagen infolge Umkontierungen.
Da die Spezialfinanzierungen Feuerwehr, Abwasser, Abfall, Forstbetrieb und Nah-
wärmeverbund nach HRM2 über die Sachgruppe Abschluss (9010/9011) abge-
schlossen und ausgeglichen werden, sind im Ergebnis über den Gesamthaushalt
auch die Ergebnisse dieser Spezialfinanzierungen enthalten.Seite 9 von 35
3.2.2 Investitionsrechnung
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Investitionsausgaben 5'567'000 3'534'000 2'178'744
Investitionseinnahmen 475'000 324'000 259'560
Ergebnis Investitionsrechnung 5'092'000 3'210'000 1'919'183
3.2.3 Finanzierungsergebnis
Selbstfinanzierung: SG
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 90 CHF -509'900
Abschreibungen Verwaltungsvermögen 33 CHF 1'148'900
Einlagen in Fonds und Spezialfinanzierungen 35 CHF 1'030'300
Entnahmen aus Fonds und Spezialfinanzierungen 45 CHF -75'900
Wertberichtigung Darlehen VV 364 CHF 0
Wertberichtigung Beteiligungen VV 365 CHF 0
Abschreibungen Investitionsbeiträge 366 CHF 8'300
Einlagen in das Eigenkapital 389 CHF 696'300
Entnahmen aus dem Eigenkapital 489 CHF -683'600
Selbstfinanzierung CHF 1'614'400
Nettoinvestitionen:
Ergebnis Investitionsrechnung 5-6 CHF 5'092'000
Finanzierungsergebnis CHF -3'477'600
+= Finanzierungsüberschuss / - = Finanzierungsfehlbetrag
Der Finanzierungsfehlbetrag ist einerseits durch die hohen Nettoinvestitionen mit ihren Fol-
gekosten, welche zu einem Anteil von 71.5% aus den Spezialfinanzierungen stammen, ge-
prägt. Andererseits beeinflusst der gewollte Eigenkapitalabbau in zwei Spezialfinanzierun-
gen (Abwasser und Abfall), wie auch der unter der Sachgruppe 389 als zusätzliche Ab-
schreibungen enthaltene Ertragsüberschuss aus dem steuerfinanzierten Haushalt, die Fi-
nanzierung negativ.Seite 10 von 35
3.3 Ergebnis allgemeiner Haushalt
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 19'156'800 19'158'000 19'183'649
Betrieblicher Ertrag 18'998'000 19'455'800 20'502'440
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit -158'800 297'800 1'318'791
Finanzaufwand 375'900 297'800 471'045
Finanzertrag 534'900 529'600 542'724
Ergebnis aus Finanzierung 159'000 231'800 71'679
Operatives Ergebnis 200 529'600 1'390'470
Ausserordentlicher Aufwand 679'000 733'800 2'992'248
Ausserordentlicher Ertrag 678'800 204'200 3'326'787
Ausserordentliches Ergebnis -200 -529'600 334'539
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 0 0 1'725'008
Der gestufte Erfolgsausweis über den allgemeinen Haushalt wird im Gegensatz zur
Erfolgsrechnung unter Ziff. 3.2.1 ohne die erwähnten Spezialfinanzierungen Feuer-
wehr, Abwasser, Abfall, Forstbetrieb und Nahwärmeverbund berechnet. In den
Budgetjahren 2021 und 2020 schliessen die Erfolgsrechnungen durch die vorge-
schriebenen zusätzlichen Abschreibungen von CHF 54’700 im 2021 bzw.
CHF 542'500 im 2020 ausgeglichen ab (siehe auch Pkt. 1.2.3).
3.4 Ergebnis Spezialfinanzierung Feuerwehr
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 329'800 338'200 305'109
Betrieblicher Ertrag 339'600 343'000 345'735
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 9'800 4'800 40'626
Finanzaufwand 300 300 83
Finanzertrag 200 600 95
Ergebnis aus Finanzierung -100 300 13
Operatives Ergebnis 9'700 5'100 40'639
Ausserordentlicher Aufwand 11'800 8'600 11'731
Ausserordentlicher Ertrag 4'800 3'100 0
Ausserordentliches Ergebnis -7'000 -5'500 -11'731
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 2'700 -400 28'909Seite 11 von 35
Das Budget des NPM-Betriebes «Feuerwehr» schliesst mit einem Ertragsüberschuss
von CHF 2’700.00 ausgeglichen ab. Der daraus resultierende Kostendeckungsgrad
beläuft sich auf 100.8% (Budget 2020: 99.9%). Das Ergebnis resultiert aus der be-
trieblichen Tätigkeit sowie dem Ergebnis aus der Finanzierung von zusammen
CHF 9'700 (operatives Ergebnis) sowie der Einlage und Entnahme aus der Werter-
haltung von minus CHF 7'000 (ausserordentliches Ergebnis).
Nach den Grundsätzen der wirkungsorientierten Verwaltungsführung (NPM) ist die
Feuerwehrrechnung als Produktegruppenbudget ausgestaltet. Bei Aufwendungen
von CHF 341’900 und Erträgen von CHF 344’600 wird der Gemeindeversammlung
somit ein Nettoertrag von CHF 2'700 unterbreitet. Die entsprechende Produktedefi-
nition ist auf Seite 31 dieser Broschüre abgedruckt.
Eckdaten per 31.12.2019:
Bestand Eigenkapital CHF 219'562
Bestand Eigenkapital per 31.12.2021 (Prognose) CHF 221'862
(Bestand per Ende 2019 +/- Ergebnisse aus den Budgets 2020 + 2021)
Bestand aktiviertes Verwaltungsvermögen CHF 473'067
Bestand Wertberichtigung CHF 91'841
Bestand Verwaltungsvermögen netto CHF 381'226
Bestand Werterhalt CHF 149'529
3.5 Ergebnis Spezialfinanzierung Abwasser
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 1'623'300 1'550'500 1'201'785
Betrieblicher Ertrag 1'207'800 1'286'600 1'231'408
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit -415'500 -263'900 29'623
Finanzaufwand 0 0 0
Finanzertrag 0 300 250
Ergebnis aus Finanzierung 0 300 250
Operatives Ergebnis -415'500 -263'600 29'873
Ausserordentlicher Aufwand 0 0 0
Ausserordentlicher Ertrag 0 0 0
Ausserordentliches Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung -415'500 -263'600 29'873
Die im Budget der Jahre 2021 und 2020 ausgewiesenen Aufwandüberschüsse sind
zwar augenfällig, jedoch beabsichtigt und zielführend. Der Bestand im Eigenkapital
ist gemäss Richtlinien zu hoch. Als Massstab gilt, dass die Reserven einen Drittel der
Einnahmen wiederspiegeln sollten; dies jedoch unter der Prämisse, dass sich die
Reservesituation im Wiederbeschaffungswert des Leitungsnetzes und Pumpstatio-
nen im Lot befindet – was nicht der Fall ist.Seite 12 von 35
Als Folge wird das Eigenkapital durch einen höheren Ansatz (von bisher 60% auf
70% ab 2020) für die Einlage in die Wiederbeschaffungsreserve gezielt abgebaut.
Das Ergebnis der Finanzplanung 2020-2025 zeigt auf, dass sich das Eigenkapital bis
zum Ende der Planungsperiode mehr als die Hälfte reduziert. Der Wiederbeschaf-
fungswert wird dafür auf CHF 6.5 Mio. aufgebaut. Dies entspricht einem Anteil von
7.8% am Wert des Leitungsnetzes und Pumpstationen. Als Richtwert gilt ein Anteil
von 25%. Der Kostendeckungsgrad für das Budgetjahr 2021 beläuft sich, wie begrün-
det, lediglich auf 74.4%.
Eckdaten per 31.12.2019:
Bestand Eigenkapital CHF 2'458'382
Bestand Eigenkapital per 31.12.2021 (Prognose) CHF 1'779’282
(Bestand per Ende 2019 +/- Ergebnisse aus den Budgets 2020 + 2021)
Bestand aktiviertes Verwaltungsvermögen CHF 2'402’754
Bestand Wertberichtigung CHF 92’199
Bestand Verwaltungsvermögen netto CHF 2'310’555
Bestand Werterhalt CHF 2'447’688
3.6 Ergebnis Spezialfinanzierung Abfall
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 594'300 587'400 504'421
Betrieblicher Ertrag 537'600 532'900 589'343
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit -56'700 -54'500 84'921
Finanzaufwand 0 0 0
Finanzertrag 300 300 250
Ergebnis aus Finanzierung 300 300 250
Operatives Ergebnis -56'400 -54'200 85'171
Ausserordentlicher Aufwand 0 0 0
Ausserordentlicher Ertrag 0 0 0
Ausserordentliches Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung -56'400 -54'200 85'171
Ebenso in dieser Spezialfinanzierung ist das Eigenkapital gut bemessen. In Analogie
zum Abwasser soll deshalb auch hier ein Abbau stattfinden. Diese Absicht wurde be-
reits mit dem Budget 2020 eingeläutet. Im Bereich Abfall sind bis jetzt keine Anlagen
vorhanden und folge dessen auch keine Wertberichtigung. Deshalb wird der Eigenka-
pitalabbau über eine Gebührensenkung bei den Containermarken und den Grundge-
bühren (Bewohnergleichwert) vorgenommen. Bei den Sack- und Sperrgutgebühren
sind wir an die AVAG-Verbundslösung gebunden und als einzelne Kommune diesbe-
züglich nicht handlungsfähig.Seite 13 von 35
Als Folge der bereits im Jahr 2020 realisierten Gebührenreduktion weist das Budget
ein beabsichtigtes Minus von CHF 56'400 (Vorjahresbudget CHF 54'200) aus. Gemäss
Finanzplanung 2020-2025 wird das Eigenkapital dadurch bis zum Ende der Planungs-
periode um rund die Hälfte reduziert.
Eckdaten per 31.12.2019:
Bestand Eigenkapital CHF 703'395
Bestand Eigenkapital per 31.12.2021 (Prognose) CHF 592’795
(Bestand per Ende 2019 +/- Ergebnisse aus den Budgets 2020 + 2021)
Bestand aktiviertes Verwaltungsvermögen CHF 0
Bestand Wertberichtigung CHF 0
Bestand Verwaltungsvermögen netto CHF 0
Bestand Werterhalt CHF 0
3.7 Ergebnis Spezialfinanzierung Forstwirtschaft
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 3'299'400 3'292'700 3'403'103
Betrieblicher Ertrag 3'302'800 3'259'300 3'405'984
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 3'400 -33'400 2'881
Finanzaufwand 0 0 13
Finanzertrag 25'300 27'500 34'885
Ergebnis aus Finanzierung 25'300 27'500 34'872
Operatives Ergebnis 28'700 -5'900 37'753
Ausserordentlicher Aufwand 5'500 5'500 5'464
Ausserordentlicher Ertrag 0 0 0
Ausserordentliches Ergebnis -5'500 -5'500 -5'464
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 23'200 -11'400 32'290
Das Produktegruppenbudget des Forstbetriebs rechnet für das Jahr 2021 mit ei-
nem Ertragsüberschuss von CHF 23’200. Daraus resultiert ein Kostendeckungsgrad
von 100.7% (Budget 2020: 99.65%). Die Holzpreise sind aufgrund der Erfahrungen
aus den Vorjahren eher vorsichtig budgetiert. Bei Aufwendungen von CHF 3'304’900
und Erträgen von CHF 3'328’100 wird der Gemeindeversammlung ein Nettoüber-
schuss von CHF 23’200 (Pauschalbudget) zur Genehmigung beantragt. Die entspre-
chende Produktedefinition ist auf Seite 32 dieser Broschüre abgedruckt.Seite 14 von 35
Eckdaten per 31.12.2019:
Bestand Eigenkapital CHF 2'546'423
Bestand Eigenkapital per 31.12.2021 (Prognose) CHF 2'558’223
(Bestand per Ende 2019 +/- Ergebnisse aus den Budgets 2020 + 2021)
Bestand aktiviertes Verwaltungsvermögen CHF 167’464
Bestand Wertberichtigung CHF 15'322
Bestand Verwaltungsvermögen netto CHF 152’142
Bestand Werterhalt CHF 72’461
3.8 Ergebnis Spezialfinanzierung Nahwärmeverbund
Budget Budget Rechnung
2021 2020 2019
CHF CHF CHF
Betrieblicher Aufwand 167'800 98'700 102'458
Betrieblicher Ertrag 104'000 102'000 112'940
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit -63'800 3'300 10'482
Finanzaufwand 100 100 64
Finanzertrag 0 0 13
Ergebnis aus Finanzierung -100 -100 -51
Operatives Ergebnis -63'900 3'200 10'431
Ausserordentlicher Aufwand 0 0 0
Ausserordentlicher Ertrag 0 0 0
Ausserordentliches Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung -63'900 3'200 10'431
Das Budget des Nahwärmeverbunds sieht einen im Verhältnis hohen Aufwandüber-
schuss von CHF 63’900 vor. Ausschlaggebend hierfür ist die im Investitionsplan auf
2021 eingestellte Erneuerung der Heizzentrale bzw. die Folgekosten daraus, sprich
Abschreibungen. Die aktuell in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie wird auch die
finanzielle Seite beleuchten. Sicher wird der notwendige Ersatz zur finanziellen Her-
ausforderung. Durch die Erweiterung des Leitungsnetzes sollen zusätzliche Einnah-
men generiert werden. Das spärlich vorhandene Eigenkapital reicht zur Deckung des
Defizites nicht aus, wodurch die Spezialfinanzierung gegenüber der Gemeinde eine
verzinsbare Schuld aufweisen wird.
Eckdaten per 31.12.2019:
Bestand Eigenkapital CHF 35’985
Bestand Eigenkapital (Schuld) per 31.12.2021 (Prognose) CHF -24’715
(Bestand per Ende 2019 +/- Ergebnisse aus den Budgets 2020 + 2021)
Bestand aktiviertes Verwaltungsvermögen CHF 215’995
Bestand Wertberichtigung CHF 63’564
Bestand Verwaltungsvermögen netto CHF 152’431
Bestand Werterhalt CHF 0Seite 15 von 35
4 Erläuterungen Erfolgsrechnung
4.1 Zusammenzug nach funktionaler Gliederung
Erfolgsrechnung Budget 2021 Budget 2020 Rechnung 2019
Konto Funktionale Gliederung Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag
Total 26'269'900 26'269'900 26'074'800 26'074'800 30'125'141 30'125'141
0 Allgemeine Verwaltung 2'874'300 557'900 2'833'400 602'600 2'660'559 422'576
Netto Aufwand 2'316'400 2'230'800 2'237'983
1 Öffentliche Ordnung und Si- 952'700 710'600 925'000 718'600 931'335 751'937
cherheit, Verteidigung
Netto Aufwand 242'100 206'400 179'398
2 Bildung 3'533'000 353'200 3'494'300 398'100 3'360'612 251'005
Netto Aufwand 3'179'800 3'096'200 3'109'607
Kultur, Sport und Freizeit, 705'600 76'700 743'400 82'000 626'318 75'274
3 Kirche
Netto Aufwand 628'900 661'400 551'044
4 Gesundheit 18'800 22'800 16'635 0
Netto Aufwand 18'800 22'800 16'635
5 Soziale Sicherheit 6'047'200 1'782'000 6'088'800 2'113'100 5'346'703 1'472'570
Netto Aufwand 4'265'200 3'975'700 3'874'133
6 Verkehr und Nachrichten- 3'299'100 737'500 3'289'300 747'000 2'993'573 724'139
übermittlung
Netto Aufwand 2'561'600 2'542'300 2'269'434
7 Umweltschutz und Raumord- 3'130'800 2'405'000 3'051'900 2'310'200 2'729'914 2'091'704
nung
Netto Aufwand 725'800 741'700 638'211
8 Volkswirtschaft 3'674'800 3'800'400 3'587'100 3'702'600 3'992'804 4'138'099
Netto Ertrag 125'600 115'500 145'295
9 Finanzen und Steuern 2'033'600 15'846'600 2'038'800 15'400'600 7'466'686 20'197'837
Netto Ertrag 13'813'000 13'361'800 12'731'150
Die nachfolgenden Feststellungen zu den Funktionen sind auf wesentliche Punkte im
Budget 2021 beschränkt.
4.1.1 Allgemeine Verwaltung
Die Kostensituation bei der Legislative hängt insbesondere mit der Anzahl kommu-
naler-, kantonaler- und eidgenössischer Wahlen und Abstimmungen zusammen. Im
Vorjahresbudget waren die Gemeindewahlen enthalten, weshalb der Nettoaufwand
im Budget 2021 um 23.2% tiefer ausfällt.Seite 16 von 35
Bei der Exekutive liegt der Nettoaufwand mit CHF 298'600 um 14.9% höher als im
Vorjahresbudget. Das von der Gemeindeversammlung verabschiedete und per
01.01.2021 revidierte Entschädigungs- und Spesenreglement beinhaltet höhere An-
sätze. Zudem wurde die Sitzungskadenz leicht erhöht sowie die in verschiedenen
Bereichen eingesetzten Arbeitsgruppen berücksichtigt.
Der Nettoaufwand Allgemeine Dienste liegt mit CHF 1'795’300 um 4.9% über dem
Budget 2020. Die Besoldungen basieren auf den aktuellen Einreihungen und dem
voraussichtlichen Personalbestand (Beschäftigungsgrad) per 1.1.2021 sowie Neuan-
stellungen gemäss dem der Gemeindeversammlung beantragtem Stellenetat. Die
Sozial- und Versicherungskosten sind entsprechend angepasst. Im IT-Bereich sind
verschiedene Aktualisierungen notwendig, welche sich einerseits bei der Beschaf-
fung sowie andererseits bei den wiederkehrenden Lizenzgebühren auswirken. Dafür
entfallen die planmässigen Abschreibungen für die IT-Anlage; diese ist nach fünf Jah-
ren (inkl. 2020) abgeschrieben.
Die Betriebskosten für das Verwaltungsgebäude Kreuzstrasse 1 in Sigriswil wer-
den weiterhin auf Sparflamme budgetiert, obwohl sich der Unterhaltsbedarf jährlich
steigert. Der Nettoaufwand von CHF 85’100 ist zwar um 2.2% höher angesetzt als im
Vorjahr, liegt jedoch 4.7% unter demjenigen des Rechnungsjahres 2019.
Nach verschiedenem Unterhaltsbedarf bei den Dorflokalen in den beiden Vorjahren
liegt der Nettoaufwand mit CHF 57'900 im Budget 2021 deutlich tiefer auf «norma-
lem» Niveau.
4.1.2 Öffentliche Ordnung und Sicherheit
Bei der Polizei fielen im Vorjahresbudget infolge eines Praxiswechsel (neue Gesetz-
gebung) bei den Interventionskosten 2 Jahresentschädigungen zusammen. Im
Budget 2021 fällt deshalb der Nettoaufwand im Vergleich deutlich tiefer aus. Im All-
gemeinen Rechtswesen mussten die Honorarkosten für juristische Berater deutlich
erhöht werden. Rechtsstreitigkeiten, insbesondere im baupolizeilichen Bereich, neh-
men leider stetig zu.
Beim Vermessungswerk beschränken sich die jährlichen Kosten weiterhin auf des-
sen ordentliche Nachführung.
Die Kosten im Zusammenhang mit dem Kinder- und Erwachsenenschutz (KESB)
dürften unter dem Besoldungsbeitrag des Kantons liegen. Es wird mit einem Über-
schuss von CHF 26'900 gerechnet.
Die Feuerwehrrechnung (Funktion 1500) wird unter Ziff. 3.4 kommentiert.
Die Funktion Zivilschutz weist einen deutlich höheren Aufwandüberschuss gegen-
über den Vorjahren aus. Er begründet sich mit der «periodischen Schutzraumkon-
trolle», welche im Jahr 2021 durchzuführen ist. Im Budget für den zivilen Gemein-
deführungsstab sind die im revidierten Entschädigungs- und Spesenreglement auf-
geführten höheren Ansätze ab 2021 berücksichtigt.Seite 17 von 35
4.1.3 Bildung
Der Nettoaufwand in dieser Funktion von CHF 3'179’800 liegt mit CHF 83’600 oder
2.7% über der Prognose des Jahres 2020. Primar- und Kindergartenlehrkräfte erhal-
ten ab August 2020 vom Kanton höhere Löhne. Entsprechend höher fällt der Ge-
meindeanteil aus. Die von der Gemeindeversammlung genehmigten Stellenprozente
für die Schulleitung sind im 2021 für ein ganzes Jahr enthalten; im Vorjahresbudget
waren es 5 Monate (Beginn neues Schuljahr ab August).
Der budgetierte Aufwand für den Kindergarten liegt 1.44% unter dem Vorjahres-
budget und mit 14.9% sogar deutlich unter der Rechnung 2019. Die Position «Schul-
gelder an andere Gemeinden» unterliegt starken Schwankungen (tiefere Prognose
als in den Vorjahren) und der «Beitrag an Kanton Lehrerbesoldung» liegt aufgrund
tieferer Schülerzahlen und trotz der Besoldungserhöhung unter den Vorjahresprog-
nosen.
Die Primarstufe ist netto mit CHF 930’800 budgetiert (Vorjahr = CHF 858’100, Rech-
nung 2019 = CHF 859'073.37). Bei einigen Konti im Sachaufwand sind im Vergleich
zu Vorjahren tiefere Ansätze budgetiert. Jedoch musste der Gemeindeanteil an die
Lehrkraftgehälter, wie eingangs erläutert, gegenüber dem Vorjahr um CHF 113'000
erhöht werden. Die bisher im Konto «Schulmaterial und Lehrmittel» enthalten Kosten
für das Werkmaterial wurden im Budget 2021 in einem neuen Konto ausgegliedert.
Die Budgetprognose für die zentrale Oberstufe liegt mit 1% unter dem Vorjahres-
budget und sogar mit 4.6% unter dem Rechnungsergebnis 2019. Die Abschreibun-
gen für die Informatik fallen weg; die Anlage gilt ab 2020 als abgeschrieben.
Der für die Schulliegenschaften prognostizierte Nettoaufwand ist im Trend der Vor-
jahre erneut leicht tiefer budgetiert. Der geplante Liegenschaftsunterhalt im Betrag
von CHF 150‘000.00 wird zu zwei Drittel durch eine Entnahme aus dem Werterhalt
gedeckt.
Die Rechnung der Liegenschaft Mani (Spezialfinanzierung zu Gunsten der Schulen)
ist ausgeglichen und belastet das steuerfinanzierte Budget mit einem Aufwand und
Ertrag von je CHF 56‘700 nicht.
Im Bereich der Tagesbetreuung liegt die Prognose 2021 deutlich unter den Vorjah-
reswerten. Seit Einführung der Tagesschule im Schuljahr 2018 konnten Erfahrungen
und Werte gesammelt werden, welche eine exaktere Budgetierung ermöglichen.
Die Schülertransporte sind neu organisiert. Das eingesetzte Personal ist seit August
2020 von der Gemeinde angestellt und die Fahrzeuge werden vom bisherigen Trans-
porteur in einem ersten Schritt gemietet. Ab 2021 sollen die drei Fahrzeuge im Zwei-
jahresrhythmus durch Neu- oder Occasionsanschaffungen durch die Gemeinde ge-
kauft werden. Die Rückerstattung in Form des Kantonsbeitrages wurde eher vorsich-
tig budgetiert, es fehlen noch die Erfahrungswerte.Seite 18 von 35
4.1.4 Kultur, Sport und Freizeit, Kirche
In dieser Funktion sind die Budgetbeträge für das Gemeindegewölbe, die Gemein-
debibliothek, für Konzerte und Theater, die übrige Kultur, für Massenmedien (Anten-
nen- und Kabelanlage), den Sport, das «Bedli» Gunten, die Bootsanlagen, die Anla-
gen und Wanderwege sowie die übrige Freizeitgestaltung enthalten. Über die ge-
samte Funktion ist ein Nettoaufwand von CHF 628'900 (Vorjahr = CHF 661’400) bud-
getiert. Der Wert liegt 4.9% unter der Vorjahresprognose und begründet sich mit tiefer
veranschlagten Kosten im Sachaufwand.
4.1.5 Gesundheit
Der budgetierte Nettoaufwand beläuft sich auf CHF 18’800 (Vorjahresbudget
CHF 22’800) Mit dieser Summe werden Beiträge an Institutionen der ambulanten
Krankenpflege, der Rettungsdienste und der Krankheitsbekämpfung finanziert sowie
der Unterhalt von Defibrillatoren sichergestellt. Der grösste Anteil mit CHF 11’000 ist
für den Schulgesundheitsdienst budgetiert.
4.1.6 Soziale Sicherheit
Die berechneten Kosten für die Zweigstelle der Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung AHV belaufen sich netto auf CHF 113’100 und liegen damit leicht über dem
Vorjahresbudget (CHF 111’000).
Die Werte für die im Lastenausgleich zu erstattenden Kostenanteile beruhen auf Pa-
rameter, welche der Kanton mit aktuellen FILAG-Berechnungsmodellen zur Verfü-
gung stellt. So resultiert im Bereich der Ergänzungsleistung EL ein gestiegener Be-
trag von CHF 1'144’600 (Vorjahr = CHF 1'126’800). Seit Einführung von HRM2 im
Jahr 2016 liegt der Beitrag um 11.7% höher. Hingegen liegt die Prognose für den
Anteil an die Familienzulagen mit CHF 24’300 unter dem Vorjahresbudget.
Die Alimentenbevorschussung liegt netto bei einem Aufwand von CHF 19'700 und
damit deutlich unter dem Vorjahresbudget (CHF 23’000). Die Wiedereinbringung der
Vorschüsse wird zunehmend problematischer. Die Rückerstattungsquote liegt ge-
rade noch bei 50%. Die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe von netto CHF 670’000
wird aufgrund der aktualisierten Fall-Analyse deutlich tiefer als noch im Vorjahres-
budget (CHF 890’000) prognostiziert. Die Nettoausgaben im Rechnungsjahr 2019
lagen bei rund CHF 424'000.
Die Nettokosten für die Sozialbehörden und das Sekretariat belaufen sich auf
CHF 458’200 (Vorjahr = CHF 467’500). In den Lohn-, Sozial- und Versicherungskos-
ten ist der Aufwand für die geplante Schulsozialarbeit enthalten.
Der Lastenausgleich Sozialhilfe basiert auf der Abrechnung der Sozialhilfeaufwen-
dungen. Dabei wird der Gesamtaufwand im Kanton Bern zu Lasten der Gemeinden
halbiert und unter diesen gemäss ihren individuellen Eingaben verteilt. Auf der ande-
ren Seite leistet der Kanton an die Gemeinde einen Beitrag an die tatsächlich ent-
standenen Fallkosten. Gemäss Prognose macht der Nettoanteil für Sigriswil
CHF 1'803’700 (Vorjahr CHF 1'293'000) aus und erfährt dadurch eine happige Zu-
nahme von 39.5%. Die letzte definitive Abrechnung aus dem Jahr 2019 belief sich
auf CHF 1'699'964.Seite 19 von 35
4.1.7 Verkehr
Im Bereich Gemeindestrassennetz sieht das Budget 2021 ein Nettoaufwand von
CHF 1’807’500 vor. Im Vorjahr wurden die Kosten mit CHF 1'820'700 leicht höher
veranschlagt. Im Sachaufwand sind verschiedene Minderaufwendung feststellbar.
Trotzdem liegt das Budget im Vergleich zum Rechnungsjahr 2019 mit CHF 1'670'828
deutlich höher (+8.2%). Die Schwankungen entstehen durch Einzelprojekte, die un-
regelmässig nach Bedarf realisiert werden und unter der Aktivierungsgrenze von
CHF 50'000 liegen. Im Jahr 2021 ist die Sanierung der Brücke im Rehloch budgetiert.
Die Grönstrasse wird künftig durch die Abschreibung der investierten Aufwendun-
gen für den Steinschlagschutz zusätzlich belastet. Der Nettoaufwand liegt als Folge
mit CHF 60'500 gegenüber dem Vorjahr mit CHF 38'100 deutlich höher. Es sind zu-
dem, infolge vermehrtem Unterhalt, höhere Personalkosten (Verrechnung von Lohn-
leistungen) zu erwarten. Die Gemeinde Beatenberg übernimmt einen Anteil von 20%
an die Nettokosten.
Ebenso die Öffentliche Beleuchtung wird künftig durch Abschreibungen zusätzlich
belastet. Die Gesamtsanierung soll 2021 abgeschlossen sein. Im Gegenzug sollte
durch die Sanierung/Modernisierung der Sachaufwand geringer ausfallen.
Der Gemeindeanteil Öffentlicher Verkehr steigt gemäss der kantonalen Prognose
durch das stetig ausgebaute Angebot im Kanton weiter an. Die Prognose beträgt
CHF 525’300. Im Vorjahresbudget sind CHF 520'800 notiert, die Rechnung 2019
weist einen Anteil von CHF 475'598 aus.
4.1.8 Umweltschutz und Raumordnung
Die Budgets der Abwasserentsorgung, Tierkörperbeseitigung und Abfallentsorgung
sind ausgeglichen.
Die Ergebnisse der Abwasserentsorgung und der Abfallentsorgung werden sepa-
rat und detailliert unter Ziff. 3.5 resp. Ziff. 3.6 dargestellt und kommentiert.
Die Nettokosten der Tierkörperbeseitigung in der Höhe von CHF 4’600 (Vorjahr =
CHF 5’100) werden der ordentlichen Abfallrechnung belastet. Die Prognose für die
Gewässerverbauungen sieht ein Nettoaufwand von CHF 290'400 (Vorjahr
CHF 308'300) vor. Im Bereich des Friedhofs und Bestattung liegt der budgetierte
Nettoaufwand mit CHF 168’300 über dem Vorjahresbudget mit CHF 150'900; es sind
Neuanlagen vorgesehen.
Für die Instandhaltung und Reinigung der insgesamt 17 Öffentlichen Toilettenan-
lagen liegt der Nettoaufwand von CHF 91’000 marginal unter der Vorjahresprognose
mit CHF 93’000. Dies macht einen Anteil von CHF 5’353 pro WC-Anlage. Trotz dem
leicht tieferen Nettoaufwand wurde die Reinigungs- und Desinfektionskadenz infolge
COVID-19 erhöht.
Der Aufwand für den Unterhalt der Hundetoiletten ist durch die Taxe der 330 (Stand
August 2020) in der Gemeinde gehaltenen Hunde gedeckt. Der budgetierte De-
ckungsgrad beträgt 122.2% (Vorjahresbudget = 126.9%, Rechnung 2019 = 134.3%).Seite 20 von 35
Für die Raumordnung ist ein Nettoaufwand von CHF 134'200 (Vorjahr CHF 148'600)
eingestellt. Die Einnahmen von Mehrwertabschöpfungen gestalten sich hierbei er-
folgsneutral; sie müssen im Umfang der Einnahmen in die zweckgebundene Rück-
stellung eingelegt werden.
4.1.9 Volkswirtschaft
Der Bereich Landwirtschaft zeigt sich mit einem Nettoaufwand von CHF 36'300
leicht über dem Vorjahresbudget (CHF 37’500). Unter dieser Funktion enthalten sind
die Verwaltung, Vollzug und Kontrolle sowie die Produktionsverbesserungen für
Pflanzen und Vieh.
Das Ergebnis des Forstbetriebes wird detailliert unter Ziff. 3.7 dargestellt und kom-
mentiert.
Unter der Funktion Tourismus ist die Umsetzung des Signalisationkonzepts, die Ge-
meindebeiträge an das Ortsmarketing, die Beiträge an Vereine und Verbände, sowie
der verrechnete Personalaufwand enthalten. Netto sind dafür CHF 71’900 vorgese-
hen (Vorjahresbudget = CHF 72’000).
Die Funktion Nahwärmeverbund Sigriswil wird detailliert unter Ziff. 3.8 dargestellt
und kommentiert.
Unter sonstige gewerbliche Betriebe sind das Schlachthaus, die Waschanlage Raft
sowie die Abschreibungen betreffend Abbau + Deponie Meiersmaad budgetiert. Alle
drei Bereiche werden als «interne» Spezialfinanzierung jeweils ausgeglichen und ha-
ben somit keine direkte Auswirkung auf das Budgetergebnis des steuerfinanzierten
Haushalts. Beim Schlachthaus wird mit einem Aufwandüberschuss von CHF 2’300
gerechnet. Die Waschanlage rechnet mit einem Ertragsüberschuss von CHF 4’200.
4.1.10 Finanzen und Steuern
Unter dem Einfluss möglicher Auswirkungen infolge der Massnahmen gegen die
Pandemie COVID-19, gestaltete sich die Prognose für das Jahr 2021 entsprechend
schwierig. Die Hochrechnung der diesjährigen Ratenrechnungen, als wichtiges
Trend-Indiz, war nicht möglich, da die gewährten Fristverlängerungen zur Abgabe
der Steuererklärung ein verzerrtes Bild ergaben. Der Kanton gab heuer auch keine
Einschätzung der möglichen Steuerertragsentwicklung ab – was die Prognose zu-
sätzlich erschwert. Als wichtige Basis für eine Prognose ist die Antwort auf die Frage,
aus welchen Erwerbskategorien die Steuereinnahmen stammen? Wie Risikoanfällig
sind diese? Die Steuerstatistik zeigt folgende Zusammensetzung:
Risikomatrix
o Unselbständig Erwerbende 52.18% mittleres Risiko
o Selbständig Erwerbende 9.66% starkes Risiko
o Landwirte 1.82% geringes Risiko
o Rentnerschaft 36.34% kleines Risiko
Weitere wichtige Faktoren sind die Bevölkerungsentwicklung, die Bauintensität, mak-
roökonomische Parameter (gesamtwirtschaftliches Verhalten ganzer Sektoren), die
allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie deren Auswirkung auf die Löhne. Wich-
tig in diesem Zusammenhang war auch die erstellte Risikoanalyse unter Annahme
des «V-Szenarios» (starker Einbruch / rasche Erholung) Mittels diesem umfassenden
Zahlen- und Informationsmaterial wurde angestrebt, eine möglichst verlässliche
Steuereinnahmeprognose zu erstellen.Seite 21 von 35 Es sind 22 Subjekt bezogene Positionen (Steuerarten) bei den natürlichen- und juris- tischen Personen, welche mittels der Steueranlage multipliziert werden. Darin ist die Objekt bezogene Liegenschaftssteuer nicht enthalten. Die Gegenüberstellung des Totals aus den 22 Positionen zeigt folgenden Vergleich: Total der nach Steueranlage relevanten Positionen o Rechnungsjahr 2019 (tatsächlich geflossene Einnahmen) CHF 12'235’962 o Prognose Budget 2020 CHF 11'986’000 o Prognose Budget 2021 auf Steueranlage 1.72 CHF 11'557’100 o Differenz Budget 2020 zu Rechnung 2019 in % -2.05% o Differenz Budget 2021 zu Rechnung 2019 in % -5.55% Im langjährigen Vergleich beträgt das arithmetische Mittel für den Zuwachs bei den Steuerarten pro Jahr rund 2%. Im Budget 2021 ist auf der Basis 1.72 somit nicht ein Zuwachs gegenüber 2019 von 4% berechnet, sondern aufgrund der möglichen Aus- wirkungen von COVID-19 ein Minus von 5.55%. Zum Vergleich die Auswirkungen einer Steueranlagesenkung im Budget 2021: Prognose auf der Basis von 1.72 CHF 11'557’000 Prognose auf der Basis von 1.69 (Empfehlung Finanzkommission) CHF 11'355’000 Prognose auf der Basis von 1.66 (Antrag Gemeinderat) CHF 11'141’800 Die Sondersteuern (Grundstücksgewinnsteuer und Sonderveranlagungen) liegen mit budgetierten CHF 776’500 netto 19.8% über dem Vorjahresbudget, jedoch 5.9% unter dem Rechnungsergebnis 2019. Das Budgetieren dieses Bereichs ist sehr schwierig; es ist kaum vorhersehbar, welche Immobilien zu welchem Preis veräussert werden und/oder wieviel Kapital (z.B. berufliche Vorsorge, Säule 3a) bezogen wird. Die bereits erwähnte «Allgemeine Neubewertung» führt bei den Liegenschaftssteu- ern zu Mehreinnahmen. Nebst den seit 2019 realisierten Neubauten und wertver- mehrenden Um- und Anbauten kommt noch eine durchschnittliche Erhöhung der amtlichen Werte von 31.4% dazu. Die Prognose unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren beläuft sich auf CHF 2'300'000 (Budget 2020 CHF 1'700'000, Rechnung 2019 CHF 1'687'828). Ein Anteil dieser Mehreinnahmen aus der amtlichen Neube- wertung von CHF 510’000 soll zur Abfederung der Mindereinnahmen bei den Ein- kommens- und Vermögenssteuern dienen sowie mit einer Steueranlagesenkung den steuerzahlenden Haushalten zumindest teilweise zurückgegeben werden. Die Fi- nanzkommission empfiehlt eine Steueranlagesenkung auf 1.69, ausmachend CHF 207'600, der Gemeinderat beantragt eine höhere Entlastung und will dafür die Steueranlage auf 1.66 festlegen, was einem Betrag von CHF 415'200 entspricht. Die Prognose für den Finanzausgleich basiert auf Berechnungen durch den Kanton. Die Summe setzt sich aus den Teilbereichen «geografisch-topografische Lasten», «soziodemografische Lasten» und «Disparitätenabbau» zusammen. Im Vorjahres- budget sind es CHF 464’400, im Jahr 2021 sollen es CHF 461’800 (-0.6%) sein. Im Rechnungsjahr 2019 sind CHF 490'835 eingegangen. Der Gemeindeanteil am kan- tonalen Lastenausgleich "Neue Aufgabenteilung" liegt mit CHF 887’600 unter dem Vorjahresniveau (CHF 910’900). In der Rechnung 2019 wurden wir mit CHF 904’401 belastet.
Seite 22 von 35
Das Tiefzinsniveau hält weiter an. Im Zinsaufwand auf mittel- und langfristigen
Schulden basieren die Berechnungen auf einem effektiven durchschnittlichen
Schuldzinssatz von 1.14% (Vorjahr 1.37%). Die Aufnahme von neuem Fremdkapital
ist nicht vorgesehen; ausser den vereinbarten Amortisationen ist keine Rückzahlung
fällig. Die geplanten Investitionen 2021 können aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Die Liegenschaften des Finanzvermögens werden als interne «Spezialfinanzie-
rung» geführt. Diese schliesst nach Einlage des Ertragsüberschusses in den Rech-
nungsausgleich von CHF 103’100 (Vorjahr CHF 120’500) mit einem Aufwand und
Ertrag von je CHF 392’800 ausgeglichen ab. Mit den budgetierten Unterhaltskosten
von CHF 150’000 wird sichergestellt, dass das jeweilige wirtschaftliche Alter der Im-
mobilien im Sinne eines Kapitalschutzes auf einem verantwortbaren Niveau gehalten
werden kann. Aus den budgetierten Miet- und Pachtzinseinnahmen, welche infolge
der verkauften Objekte (ehemalige Schulhäuser Reust und Meiersmaad) leicht rück-
läufig sind, resultiert eine Bruttorendite von 5.1% auf dem anrechenbaren Finanzver-
mögen von CHF 5'055’400.
4.2 Zusammenzug nach Sachgruppen
Erfolgsrechnung Budget 2021 Budget 2020 Rechnung 2019
Konto Sachgruppengliederung ER Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag
3 AUFWAND 26'244'000 26'071'600 28'181'170.49
30 Personalaufwand 6'163'700 5'979'800 5'675'933.45
Sach- und übriger Betriebs-
31 5'704'000 5'992'300 5'330'945.58
aufwand
Abschreibungen Verwal-
33 1'148'900 1'046'200 964'577.25
tungsvermögen
34 Finanzaufwand 376'300 298'200 471'203.82
35 Einlagen in Fonds und Spe- 1'030'300 1'001'400 2'495'439.52
zialfinanzierungen
36 Transferaufwand 9'070'400 9'020'300 8'333'421.77
38 Ausserordentlicher Aufwand 696'300 747'900 3'009'442.40
39 Interne Verrechnungen 2'054'100 1'985'500 1'900'206.70
4 ERTRAG 25'734'100 25'745'200 30'092'852.86
40 Fiskalertrag 14'423'900 14'539'000 14'954'085.50
41 Regalien und Konzessionen 245'000 245'000 234'069.00
42 Entgelte 4'606'200 4'653'900 4'866'211.20
43 Verschiedene Erträge 55'000 65'000 0.00
44 Finanzertrag 560'700 558'300 578'216.86
45 Entnahme aus Fonds und 75'900 136'700 1'465'253.80
Spezialfinanzierungen
46 Transferertrag 3'029'700 3'354'500 2'768'022.85
48 Ausserordentlicher Ertrag 683'600 207'300 3'326'786.95
49 Interne Verrechnungen 2'054'100 1'985'500 1'900'206.70
9 ABSCHLUSS 3'200 329'600 3'200 329'600 1'943'970.37 32'288.00
90 Abschlusskonten 25'900 535'800 3'200 329'600 1'943'970.37 32'288.00
Total 26'269'900 26'269'900 26'074'800 26'074'800 30'125'140.86 30'125'140.86Sie können auch lesen