Mein Kind darf kein Gluten - Kurzinfo für die Kantine - Schär
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Liebes Küchenteam! Mein Kind darf kein Gluten essen! Kennen Sie Gluten-Unverträglichkeit? Kinder und Erwachsene, die davon betroffen sind (mit Zöliakie/Glutensensitivität), müssen eine glutenfreie Diät einhalten. Zuhause ist das Zubereiten von gesunden und schmackhaften glutenfreien Gerichten für uns schon eine eingespielte Sache. Außer Haus sind wir hingegen auf Ihre gewissenhafte Mithilfe angewiesen, da die unvorsichtige Aufnahme von Gluten langfristig Folgen für die Gesundheit des Kindes hat. Anbei finden Sie die wichtigsten Kurzinformationen zum Thema Glutenfrei, mit einschlägigen Tipps und Hinweisen für den sicheren Umgang mit glutenfreier Ernährung. Herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen, diese Information genau zu lesen und zu beherzigen. Name Elternteil Name Kind Zöliakie – was ist das? Zöliakie ist eine dauerhafte Unverträglichkeit des Immunsystems gegenüber Glu- ten, einem Eiweiß, das in vielen Getreidesorten enthalten ist, z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel etc.. Rund 1% der Bevölkerung Deutschlands ist davon betroffen. Der Genuss von glutenhaltigen Lebensmitteln – auch nur in geringsten Mengen – führt bei Menschen mit entsprechender Veranlagung zu einer chronischen Entzündung und Rückbildung der Dünndarmzotten mit schädigenden Folgen für die Gesundheit. Es gibt neben der Zöliakie noch weitere Formen der Gluten-Unverträglichkeit, wie z.B. Weizenallergie und Glutensensitivität. Nur eine sorgfältig eingehaltene glutenfreie Ernährung lässt die Symptome der Gluten-Unverträglichkeit abklingen und ermöglicht dem Kind, beschwerdefrei zu leben. Gluten – wo steckt es drin? Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten enthalten ist. Es ist an sich geschmacklos, weist aber sehr vorteilhafte Backeigenschaften in Getreide- produkten auf, wie z.B. Brot, Pizza, Nudeln, Kuchen, Snacks. Gluten ist ein vortreff- liches Quell- und Bindemittel und daher auch als Zusatzstoff in vielen anderen Produkten versteckt (z.B. Bonbons, Schokolade, Naschereien, Suppen, Cremes, Backzutaten, Fertiggerichten). Aber mit Vorsicht und ein bisschen Übung kann eine gesunde glutenfreie Ernährung gut gewährleistet werden. Glutenfrei – wie erkennen? Glutenfreie Lebensmittel sind laut EU-Verordnung mit einer durchgestrichenen Ähre als „glutenfrei“ gekennzeichnet.
Glutenfrei essen – was ist erlaubt, was nicht?
Glutenfreie Ernährung bei Zöliakie erlaubt keine Ausnahmen und Experimente. Wenn Unsicherheit über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln
besteht, fragen Sie lieber bei mir nach oder lassen Sie die Zutat am besten weg. Hier ein kleiner Überblick:
Unbedenklich Riskant Verboten
glutenfrei Zutatenliste genau lesen! glutenhaltig
Getreide Mais, Reis, Hirse, Buch Fertigprodukte Weizen, Gerste, Roggen,
weizen, Quinoa, Amaranth, (z. B. Kartoffelpüree), Dinkel, Spelt, Triticale,
Johannisbrotkernmehl, Kartoffelchips, Puffreis Emmer, Kamut, Grünkern,
Tapioka, Maniok, Bulgur, Couscous
glutenfreier Hafer
Kartoffeln, Kastanien (Hafer wird von den meisten, Alle Teigwaren, Backwaren,
Achten Sie auf die Kontami aber nicht allen Zöliakie Flocken, Müsli usw., die
nationsgefahr bei Getreide betroffenen vertragen) aus diesen Getreidesorten
– zu bevorzugen sind hergestellt werden
Diätprodukte mit entspre
chender Kennzeichnung
Obst Alle Früchte und Nüsse Kandierte Früchte, Bemehltes Trockenobst
Smoothies
Gemüse Alle Gemüsesorten Gemüsefertiggerichte Gerichte mit Gemüse
und Hülsenfrüchte und glutenhaltigem
Getreide, paniertes
oder bemehltes Gemüse
Milchprodukte Milch, Naturjoghurt, Sahne Cremes und Puddings, Joghurt mit Malz,
fertige Milchshakes, glutenhaltigem
Frischkäse wie Ricotta,
Fertiggerichte mit Milch Getreide oder Keksen
Mascarpone, Mozzarella
oder Käse, Schmelzkäse
Parmesan
Fleisch, Fisch Alle Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichte Fisch oder Fleisch paniert,
und Ei Fischsorten, Ei und Fertigsoßen mit bemehlt oder mit
Fleisch oder Fisch glutenhaltigen Soßen,
Bratheringe, Bratrollmöpse
Fette, Gewürze, Pflanzenöle, Butter, Fertigsoßen, Sojasoßen, Sauce Béchamel
Soßen und Margarine, Schmalz, Gewürzzubereitungen,
Backzutaten Essig, reine Gewürze, Brühwürfel, Backzutaten,
Salz, Pfeffer z. B. Backpulver
Süßigkeiten und Honig, Zucker Schokolade, Bonbons, Schokolade mit
Süßungsmittel Kakao, Eis, Kaugummi glutenhaltigen Cerealien
Getränke Erfrischungsgetränke Fertigmischungen für Bier, gersten- oder
wie Cola und Limonaden, Frappé, Kakao, malzhaltiger Kaffeeersatz,
Bohnenkaffee, Tee, Säfte mit Zusatzstoffen haferhaltige Getränke
reine Fruchtsäfte und
Nektar, Sekt, Prosecco,
Wein, klare Schnäpse
Bitte beachten Sie, dass diese Listen keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben und informieren Sie sich bei der Zöliakiegesellschaft Ihres Landes.Foto: Archiv Schär & shutterstock Glutenfrei gesund leben – wie geht das? Kinder mit einer Gluten-Unverträglichkeit folgen zwar anderen, eben glutenfreien, Ernährungsgewohnheiten, sie sind aber nicht krank und möchten sich auch nicht „anders“ oder „besonders“ fühlen. Schär bietet eine große Auswahl an schmackhaften, glutenfreien Broten, Backwaren, Cerealien, Snacks bis hin zu Naschereien und Tiefkühlgerichten, die eine gesunde, ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung unter- stützen und somit zu glutenfreier Lebensqualität beitragen. Ausreichend Abwechslung, viel Obst, Gemüse und Bewegung fördern auch bei Kindern, deren glutenfreie Ernährung gewissenhaft garantiert wird, ein gesundes Wachstum. Glutenfrei kochen – worauf achten? Für die Zubereitung von glutenfreien Mahlzeiten und Backwaren ist es wichtig, einige strickte Hygienevorschriften einzuhalten, z.B. die Trennung von glutenhaltigen und glutenfreien Produkten, gründliches Waschen der Hände, Küchengeräte und Ablageflächen vor dem Verarbeiten von glutenfreien Speisen, keine Verwendung von Frittieröl, das schon für glutenhaltige Speisen verwendet wurde, kein gleichzeitiges Backen von glutenfreien und glutenhaltigen Produkten bei Umluft. Versehentlich Gluten essen – was passiert dann? Wenn Kinder und Erwachsene mit Zöliakie trotzdem Gluten essen, kön- nen sie sehr krank werden und z.B. Bauchweh, Übelkeit, Durchfall, Ap- petit- und Lustlosigkeit, Kopfweh, Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen bekommen, die große Schäden im Körper anrichten. Im Darm, wo das Essen verdaut wird, zerstört das Gluten die Darmzotten und stört damit die korrekte Nährstoffaufnahme aus dem Essen. Wieder gutmachen – was ist zu tun? Es gibt keine Medizin gegen Zöliakie. Das einzige was hilft ist, keine glutenhaltigen Lebensmittel zu essen. Das bedeutet, alle, die für das Kind Essen zubereiten oder zur Verfügung stellen, müssen genau wissen, wo überall Gluten enthalten ist und wo nicht. Bei Einhaltung der gluten- freien Diät kann das Kind ganz normal leben, wie andere Kinder auch. Als Elternteil stehe ich gerne für Fragen zur Verfügung und bespreche mit Ihnen die Speisepläne. Mehr Hintergrundinfos über Gluten-Unverträglichkeit: www.gluten-unvertraeglichkeit-erkennen.de Mehr hilfreiche Infos für die glutenfreie Küche: www.drschaer-foodservice.com
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