Das Heft zur Delegiertenversammlung 2021 - Der Zentralausschuss heisst Dich herzlich willkommen! - vpt-online.ch
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Das Heft zur
Delegiertenversammlung
2021
Gilbert René Roger Ueli Laurent
Der Zentralausschuss heisst Dich herzlich willkommen!ALLGEMEIN
Seite 2
Inhaltsverzeichnis DV-Heft
Allgemeines
• Zoom-Anleitung Seite 3-4
• Geschäftsordnung DV Seite 5
Vorwort
• Giorgio Tuti, Präsident SEV Seite 6
• Gilbert D’Alessandro, Zentralpräsident VPT Seite 7
Traktandenliste DV Seite 8
Unterlagen zum Traktandum 2
• Protokoll der DV 2019 Seite 9-27
Unterlagen zum Traktandum 4
• Jahresbericht VPT Seite 28-35
• Jahresbericht der Branche Bahn & Touristik Seite 36
• Jahresbericht der Branche Bus Seite 37
• Jahresbericht der Branche Schiff Seite 38
Unterlagen zum Traktandum 5
• Rechnung 2020 Seite 39-42
• Bericht der GPK Seite 43
• Rechnung 2019 Seite 44-46
• Bericht der GPK Seite 47
Unterlagen zum Traktandum 7
• Mitgliederwerbung Seite 48-77
Unterlagen zum Traktandum 8
• Änderung des VPT-Geschäftsreglements Seite 78-79
Unterlagen zum Traktandum 9
• Wahlen Seite 80
Unterlagen zum Traktandum 10
• Antrag ZV à Förderung der SEV-Jugendkommission Seite 81ALLGEMEIN
Seite 3
Bedienungsanleitung Zoom
1. Stell sicher, dass Du Internetzugang hast und klicke 15 Minuten vor dem ersten Termin auf
den Zoom-Einladungslink, den Du von uns zuvor per E-Mail erhalten hast.
2. Es öffnet sich anschließend im Browser ein Fenster. Sollest Du das erste Mal Zoom nutzen,
wirst Du aufgefordert, die Zoom-Software herunterzuladen und auszuführen. (Diese
Installation ist nur einmalig erforderlich und dauert in der Regel zwei Minuten.)
3. Nachdem die Verbindung steht, siehst du entweder oben oder unten am Bildschirm eine
Leiste mit Symbolen. Klicke auf «Teilnehmer» und gib bei deiner Person Vorname und
Name ein, falls nicht schon vorhanden.
drücke auf das Kamerasymbol, um die Kamera einzuschalten.
drücke auf das Mikrofonsymbol, um das Mikrofon einzuschalten.
vergewissere dich, dass die Lautsprecher am Computer eingeschaltet sind.
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Seite 4
Bedienungsanleitung Zoom
4. Wähle Deutsch oder Französisch unten auf dem Symbol «Dolmetscher»
5. Während dem Meeting:
• es spricht immer nur eine Person.
• stelle das Mikrofon ab, solange du nicht sprichst. Wenn alle das Mikrofon
eingeschaltet haben, kommt es zu Tonstörungen.
• wenn du etwas sagen möchtest, klicke auf die blaue Hand. Dann erteilt dir der
Tagespräsident das Wort.
• schalte jetzt das Mikrofon ein und nimm deine Hand zurück, bevor du mit Sprechen
beginnst. Das dauert einige Sekunden. So hat der Übersetzer genug Zeit.
6. Abstimmungen:
• Benütze «yes» oder «no»
• Bei Stimmenthaltung klickst du gar nichts.
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Seite 5
Geschäftsordnung für die Delegiertenversammlung
1. Für alle Abstimmungen und Wahlen gilt das Verfahren gemäss
Artikel 7 des Geschäftsreglements SEV.
2. Berechtigt zur Antragstellung und zur Teilnahme an der Diskussion
sind nur die offiziellen Delegierten.
3. Die Redezeit für Antragsteller und Diskussionsredner ist auf 10
Minuten beschränkt.
4. Wer das Wort wünscht, hat sich beim Vorsitzenden der
Delegiertenversammlung anzumelden. Kein Redner darf sich mehr
als zweimal zur gleichen Sache melden.
5. Zu den Ordnungs-, Rückkommens- oder Dringlichkeits-anträgen
darf nur ein Redner dafür oder dagegen sprechen.
6. Alle Anträge, ausgenommen Ordnungs- und Rückkommens-
anträge, müssen schriftlich eingereicht werden.
7. Ordnungsanträge werden sofort zur Abstimmung gebracht.
8. Dem Verlangen auf geheime Abstimmung muss Folge geleistet
werden, wenn es von mindestens einem Zehntel der anwesenden
Stimmberechtigten unterstützt wird.
9. Persönliche Bemerkungen sind nur am Schluss der Debatte zulässig.
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Seite 6
Seit etwas mehr als einem Jahr hat uns die Covid-19-Pandemie
fest im Griff. Ich kann mich gut daran erinnern, als der erste
Shutdown ausgerufen wurde. Nur ein paar Tage vorher war ich
mit den Kolleginnen und Kollegen an einer Medienkonferenz zur
Lancierung der SGB-Initiative für eine 13. AHV-Rente. Wir sam-
melten noch am selben Tag Unterschriften, ohne Masken, ohne
Sicherheitsabstand und auch ohne die Hände und Kugelschrei-
ber zu desinfizieren. Und plötzlich der Shutdown und die
Schutzkonzepte. Nichts war mehr so wie vorher und wir alle mussten uns an die neue Situation anpas-
sen. Das haben wir gemacht, denn die Unterschriften für unsere Initiative konnten wir sammeln. Das
ist ein guter Beweis dafür, dass die Gewerkschaften und so auch der SEV sehr rasch reagiert und die
Gewerkschaftsarbeit entsprechend angepasst haben. Aber es ging ja nicht nur um die Unterschriften-
sammlung.
Der SEV hat ab der ersten Minute des Shutdowns Prioritäten definiert, an denen er sich bei der Ge-
werkschaftsarbeit bei allen Unternehmen und in allen öV-Branchen orientiert. Es sind die folgenden:
1. Die Gesundheit des öV-Personals steht zuoberst und muss mit allen Mitteln geschützt werden.
Wenn die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden können, muss die Arbeit eingestellt
werden.
2. Die Arbeitsplätze müssen geschützt werden. Wir bekämpfen jeglichen Abbau von Arbeitsplät-
zen. Kündigungen wegen der Pandemie werden nicht akzeptiert.
3. Die Löhne müssen zu 100 % bezahlt werden. Auch wenn das Arbeitsvolumen zurückgegangen
ist und einige Arbeitnehmende auf Kurzarbeit gesetzt wurden, sollen die Löhne ohne Kürzung
ausbezahlt werden. Der Preis für die Pandemie darf nicht von den Arbeitnehmenden bezahlen
werden.
Heute können wir mit Stolz festhalten, dass wir es alle miteinander geschafft haben, energisch, kraftvoll
und mit guten Argumenten, diese Prioritäten umzusetzen und unsere Kolleginnen und Kollegen ent-
sprechend zu schützen.
Wir haben es auch geschafft - im Rahmen des Möglichen - «nahe» bei den Leuten zu sein: Gut er-
reichbar, um uns die vielen Fragen, die Ängste und Nöte unserer Kolleginnen und Kollegen nicht nur
anzuhören, sondern auch zu agieren und ihnen zu helfen.
Bei dieser wichtigen Arbeit haben alle mitgeholfen: Der SEV, die Unterverbände und die Sektionen. In
diesem Sinne bedanke ich mich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit, für das Engagement und
die Aktivitäten des VPT und der VPT-Sektionen. Ihr alle habt Top-Arbeit geleistet und das haben nicht
nur alle gesehen, sondern auch sehr geschätzt. Bravo VPT!
Wir haben die Pandemie noch nicht besiegt und es liegt weiterhin an uns allen, mit Disziplin und Ein-
haltung der Schutzmassnahmen dafür zu sorgen, dass wir möglichst bald aus dieser Situation raus-
kommen.
Dieses schwierige Jahr hat uns aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, den Schutz der Gewerkschaft zu
haben. Ohne diesen Schutz hätte für das öV-Personal einiges anders ausgesehen. Viele Mitarbeitende,
die bis anhin nicht im SEV organisiert waren, haben es verstanden und sind dem SEV beigetreten. Und
diejenigen, die noch nicht Mitglied sind, müssen wir für den SEV werben. Nun geht es darum weiterzu-
machen, weiterzuarbeiten und weiterzukämpfen: alle zusammen, solidarisch, für unsere Mitglieder.
Vielen Dank und bravo VPT!
Giorgio Tuti, Präsident SEV
18. April 2021
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Seite 7
Das Personal des öffentlichen Dienstes hat seine Aufgaben
trotz COVID19 wahrgenommen
Liebe Kolleginnen und Kollegen Delegierte und Gäste
Zum Zeitpunkt, als ich diese Willkommensworte geschrieben habe, wusste
ich noch nicht, in welcher Form dieses Treffen stattfinden wird – persönlich
oder mittels Videokonferenz. Ich hoffe, Euch persönlich zu treffen zu
können, aber Zweifel sind erlaubt und unser Unterverband wird kein Risiko
eingehen, um die Gesundheit von uns allen zu gefährden, denn unsere
Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
Es ist immer eine Herausforderung, die erste Seite des DV-Drehbuchs zu schreiben. Kreativität
ist gefragt, um ein bereichsübergreifendes Thema für alle Branchen zu finden.
Diesmal gibt es keine Schwierigkeiten, das Thema passt, es ist die Covid-Krise aus der Sicht des
öffentlichen Verkehrs und des öffentlichen Dienstes.
Die öffentlichen Verkehrsbetriebe haben unter dieser Pandemie gelitten. Ja, es gab
Umsatzverluste. Das war unvermeidlich! Aber es dürfen nicht die Mitarbeitenden sein, die nun
die Rechnung dafür bezahlen müssen!!!!
Was wir bei dieser Pandemie festhalten müssen: DER ÖFFENTLICHE DIENST war präsent. SEIN
PERSONAL war präsent. Es sorgte für den reibungslosen Ablauf des öffentlichen Verkehrs.
Wenn also die Direktionen anlässlich von Verhandlungen kommen und sagen: "Es braucht
einen Effort wegen der Pandemie", müssen wir mit Überzeugung und klar antworten:
"WIR WAREN AN DER FRONT UND WIR HABEN DEN DIENST SICHERGESTELLT UND WIR
HABEN DIE NOTWENDIGEN ANSTRENGUNGEN ERBRACHT".
Dann ist es an der Zeit, sie an unser unerschütterliches und qualitativ hochwertiges
Engagement während dieser Pandemie zu erinnern.
Ich wünsche Euch eine Versammlung der Solidarität und der Forderungen.
D’Alessandro Gilbert
Zentralpräsident VPT
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Seite 8
Delegiertenversammlung VPT
Dienstag 23. Juni 2021, in Bern (UNIA-Zentrum Egghölzli)
10.15 Uhr Beginn der Versammlung / ca. 16.30 Uhr Ende
Traktandenliste
1. Wahl der Stimmenzähler
2. Protokoll der DV vom 3. Juni 2019 in Bern
3. Mandatsprüfung
4. Jahresberichte 2019-2020
5. Finanzgeschäfte
a. Jahresrechnung 2019-2020
b. Bericht und Anträge der GPK VPT
c. Festlegung des Mitglieder-Beitrages des Unterverbandes
6. Gewerkschaftliche Schwerpunkte
a. Referat von Christian Fankhauser (Vizepräsident SEV)
b. Referat der Branche Schifffahrt über die Konsequenzen des COVID19
7. Mitgliederbestand und Werbung
8. Änderungen Geschäftsreglement VPT
9. Wahlen im VPT (Amtsperiode 2021-2024)
10. Anträge an die DV
a. Unterstützung junger VPT-Mitglieder,
die sich in der SEV-Jugendkommission engagieren.
11. VPT-Tagungen 2021
12. Verschiedenes
Zentralpräsident 16c rte de l’union tel 026 436 35 81 gilbert.dalessandro@vpt-online.ch
Gilbert D’Alessandro 1723 Marly mobil 076 281 64 19 http://vpt-online.ch
zurück zum InhaltsverzeichnisTRAKTANDUM 2
Seite 9
Protokoll Datum: 3. Juni 2019 Ort: Bern, Egghölzli /
Delegiertenversammlung VPT Zeit: 09.45 bis 14.50 h UNIA - Zentrum
2019
Anwesend
ZA-Mitglieder:
Zentralpräsident Gilbert D’Alessandro GD
Vizepräsident Peter Bernet PB
Zentralkassier Roger Maurer RM
Zentralsekretär Christian Neff CN
Beisitzer René Schnegg RS
SEV Bern:
Barbara Spalinger Michael Buletti Christian Fankhauser
Stefan Marti Regula Pauli Markus Cadosch
Xenja Widmer Françoise Gehring Wolfram Siede
Patricia Alcaraz Felix Birchler Aroldo Cambi
Gäste:
Kurt Nussbaumer Alfred Affolter Elsbeth Wyss
Liman Sahitaj
Entschuldigt:
Martin Ritschard Patrick Clot Philippe Chambovey
Giorgio Tuti Enzo Verme Raffaele Caponi
Michel Ronzo Giuseppe Lardieri Ivan Buffat
Übersetzer:
Cornelia Sassara Patrick Rouvinez Wanda Suter
DV-Präsident: René Schnegg
Protokollführer: Christian Neff
Traktandenliste:
1. Wahl der Stimmenzähler
2. Protokoll der DV vom 23. Mai 2018 in Bern
3. Mandatsprüfung
4. Jahresbericht 2018
5. Anträge an den SEV-Kongress 2019
6. Finanzgeschäfte
• Jahresrechnung 2018
• Bericht und Anträge der Geschäftsprüfungskommission VPT
• Festlegung des Unterverbandsbeitrages
7. Gewerkschaftliche Schwerpunkte
• Referat von Barbara Spalinger (Vizepräsidentin VPT)
• Berichte aus den VPT-Sektionen SOB und Appenzellerland
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zurück zum InhaltsverzeichnisTRAKTANDUM 2
Seite 10
8. Mitgliederbestand und Werbung
9. Geschäftsreglement VPT
• Änderungen
10. Anträge für die Delegiertenversammlung
• Reform der VPT-Tagungen
11. VPT-Tagungen 2020
12. Verschiedenes
Einleitung
DV-Präsident René Schnegg eröffnet die Delegiertenversammlung im Egghölzli in Bern.
Er begrüsst die Delegierten der Sektionen, die Mitglieder des Zentralvorstands und der
GPK-VPT. Im Weiteren begrüsst er Vizepräsidentin Barbara Spalinger, weitere
Gewerkschaftssekretäre/innen, die alt-ZP Alfred Affolter und Kurt Nussbaumer, die
weiteren Gäste, die erfreuliche Anzahl Mitglieder aus den Gästesektionen und die
Übersetzer des heutigen Tages. Wegen Krankheit kann unser Vizepräsident VPT Martin
Ritschard nicht anwesend sein. SEV-Präsident G. Tuti, ZV-Mitglied Patrick Clot, Philppe
Chambovey von der GPK-VPT, sowie weitere 5 Mitglieder aus verschiedenen VPT-
Sektionen haben sich für die DV entschuldigt. Wegen des Festakts zum Jubiläum „100
Jahre SEV“ um 17 Uhr beginnt die DV schon um 09.45 Uhr und endet um 14.45 Uhr.
Eröffnungsworte von DV-Präsident René Schnegg
Geschätzter Präsident, geschätzte Gäste, geschätzte Delegierten RS
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Mit tiefer Dankbarkeit wende ich mich an Sie, liebe Mitglieder des Unterverbandes VPT.
Ihr habt euch große Verdienste verdient und euer Ideal leuchtet auch nach 100 Jahren
noch unverändert.
Nur diejenigen, die mit Ausdauer arbeiten und sich auf ein Ziel beharren, haben Erfolg!
Aber die Verfolgung des Erfolges ist eine Voraussetzung und gehört zum Respekt in der
heutigen Gesellschaft.
Performanz, Kameradschaft und Gerechtigkeit sind drei Aspekte, die wir immer verfolgt
haben. Sogar wenn einige behaupten, dass die Unterverbände und ihre Mitglieder die
«ewigen von gestern" sind und bald nur noch eine Tradition sein werden.
Diese kritischen Stimmen erhalten von mir folgende Antworten:
Destotrotz ist unsere Gewerkschaft gesund und kräftig und dies sogar nach über 100
Jahren. Selbstverständlich hat sie regelmässig interne Änderungen erlebt. Die
Gesellschaft von heute ist nicht mehr diejenige von gestern.
Die Meinungen und die Werte werden sich immer mehr und schnell verändern. Wir
hoffen aber, dass die Kooperation zwischen unseren Verantwortlichen und unseren
Mitgliedern verstärkt wird. Denn es ist nur mit Innovationen möglich, dass unsere Jungen
motiviert, inspiriert und überzeugt sein werden bezüglich den Sorgen und Problemen,
die uns bevorstehen.
Wer nach 100 Jahren immer noch so gesund und lebenskräftig ist wie unsere
Gewerkschaft, könnte mit einem guten Gewissen ein kleinen Stopp einlegen und sich mit
den Errungenschaften begnügen. Es ist unsere Pflicht, dieses Erbe nicht nur zu pflegen
aber auch, wo nötig, zusätzlich zu verbessern.
Ich bin persönlich der Meinung, dass die Gewerkschaft keine grossen Änderungen in
diesem 21. Jahrhundert vornehmen muss.
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Unsere Statuten geben uns eine gewisse Marge um zu manövrieren und Leitplanken sind
vorhanden.
Die Herausforderung besteht jetzt darin, dass wir in dieser Limite vorwärtsschauen und
neues kreieren mit Performanz, Kameradschaft, Gerechtigkeit und alle
Herausforderungen Schritt nach Schritt bewältigen.
Liebe Kameraden,
Ich bedanke mich ganz herzlich für das Vertrauen, das ihr uns während diesen vielen
Jahren schenkt.
Ich wünsche euch eine gute Delegiertenversammlung und einen schönen Tag.
Danke für die Aufmerksamkeit.
Im Andenken an die Verstorbenen des VPT bittet R. Schnegg die Versammlung, für eine RS
Schweigeminute sich zu erheben.
Die DV genehmigt die Traktandenliste. Die Branchenberichte für 2018 der Branchen Bahn
und Touristik, Bus, Schiff und Pensionierte sind in allen drei Sprachen im DV-Heft
aufgeführt. Stimmberechtigt sind nur die Delegierten mit den gelben Stimmkarten.
René bittet die Anwesenden, die Handys auf „stumm“ zu schalten, und bilaterale
Gespräche während der Sitzung zu unterlassen.
Der Festakt zum Jubiläum „100 Jahre SEV“ beginnt um 17 Uhr. Türöffnung ist um 16.30
Uhr. Das Programm für den Festakt ist auf den Tischen aufgelegt. Danach findet der
Apéro mit dem Stehlunch statt.
Auch Zentralpräsident Gilbert D‘Alessandro begrüsst alle Anwesenden zur DV. Er dankt GD
RS
René Schnegg für die Führung der DV und sein Engagement im VPT.
Grussworte von Christian Fankhauser vom Regionalsekretariat Lausanne zur DV-VPT
Ich habe das Privileg, einige Worte an euch zu richten und damit die konstruktiven CF
Diskussionen anzuregen, die wir an der anstehenden Delegiertenversammlung führen
werden.
Einmal im Jahr treffen sich die VPT-Delegierten in Bern, um einerseits die Stossrichtung
unseres Unterverbands festzulegen und andererseits die Parolen für den Kongress zu
fassen, der am 4. Juni stattfinden wird.
Wir befinden uns in einem besonderen Jahr, in dem wir das 100-jährige Jubiläum unserer
Gewerkschaft feiern dürfen.
Es steht mir nicht zu, an dieser Stelle über die Geschichte unserer Gewerkschaft zu
referieren, aber auf jeden Fall können wir stolz sein auf unsere Vergangenheit und mit
Entschlossenheit sowie Enthusiasmus in die Zukunft blicken.
Genau, ihr habt richtig gelesen: mit Enthusiasmus!!! Als Gewerkschafter/innen haben wir
die grossartige Möglichkeit, zusammenzukommen und gemeinsam für unsere
Arbeitsbedingungen und Lebensqualität zu kämpfen. Als Gewerkschafter/innen sind wir
auch immer Hoffnungsträger/innen.
Trotzdem dürfen wir nicht der Naivität verfallen. Bei meiner Arbeit mit zahlreichen VPT-
Sektionen spürte ich in den letzten Jahren deutlich, welche Auswirkungen die
Prekarisierung der sozialen Verhältnisse haben kann. Diese Situation erfordert eine klare
und engagierte Haltung. In der gewerkschaftlichen Arbeit dürfen wir nicht nachgeben,
wir müssen Widerstand leisten und konstruktive Vorschläge aufgrund unserer eigenen
Bedürfnisse hervorbringen.
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Die Veränderungen in der Arbeitswelt, die unter anderem durch die Digitalisierung
vorangetrieben werden, zwingen uns, unser gewerkschaftliches Engagement neu zu
denken. Inmitten des technologischen Fortschrittes ist es immer der Mensch, dem
unsere Hauptsorge gelten muss. Zum Schluss erlaube ich mir, Mark Twain zu zitieren:
«Sie wussten nicht, dass es unmöglich war, deshalb haben sie es getan.»
Eine gute Versammlung wünsche ich euch!
Begrüssungsworte im DV-Heft von ZP Gilbert D’Alessandro
Diese Versammlung ist besonders, denn sie steht im Zeichen des 100-jährigen Bestehens GD
des SEV. Unsere Dachgewerkschaft SEV ist 100 Jahre alt! Ein respektables, ehrwürdiges
Alter dieses Gewerkschaftsgebäudes. Vergangenheit und Gegenwart sind
bedeutungsvoll, geprägt vom täglichen Kampf für das Personal des öffentlichen Verkehrs.
Aber nicht nur das: SEV und VPT engagieren sich auch stark in den regionalen und
nationalen Gremien.
Das Gebäude besteht aus 7 Pfeilern, und zwar den Unterverbänden. Wir sind einer dieser
Pfeiler. Und zwar ein wichtiger, denn mit unseren 10'000 Mitgliedern sind wir ein
Hauptelement des SEV.
Dieser Pfeiler VPT bildet:
- Die Lokomotive der Solidarität im SEV und in den gewerkschaftlichen Gremien der
Schweiz.
- Das Schiff, das sicher durch die Stürme steuert; die Stürme sind allgegenwärtig, und
weitere werden folgen.
- Den Bus, der alle sozialen Schichten der Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer des
öffentlichen Verkehrs und auch darüber hinaus zusammenführt. Denn zusammen sind
wir stark.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir müssen den SEV und den VPT in die Zukunft führen.
Eine solidarische, soziale, fordernde und demokratische Zukunft.
- Solidarisch, denn es ist Zeit, dass wir erkennen, welche Kraft dieses Wort hat. Lassen
wir uns nicht auseinanderdividieren! Die Solidarität hat keine Farbe, sie ist universell! Sie
ist die Summe von uns allen, ohne jede Unterscheidung!
- Sozial, denn es ist Zeit, dass die Wirtschaft sich in den Dienst der Schwächsten stellt. Es
ist Zeit für einen Wechsel, damit das System dem Interesse der Arbeiterklasse dient.
- Fordernd, weil die Löhne endlich angehoben werden müssen. Die Arbeitszeiten müssen
gesenkt werden. Die Automatisierung und die Digitalisierung müssen im Dienst der
Beschäftigten stehen!!! Diese Produktivitätssteigerung gehört uns.
- Demokratisch, weil wir Debatten und Diskussionen anstossen. Seien wir mutig mit
unsern Idealen und folgen ihnen mit Stolz!
Kurz: Ich wünsche euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste, eine gelungene
Versammlung voll Solidarität, Forderungen und Demokratie.
Eröffnungsansprache von ZP Gilbert D’Alessandro
Wir sind heute hier über 130 Mitglieder. Diese Zahl ist seit mehreren Jahren konstant. GD
Das unterstreicht das Interesse, das wir alle miteinander daran haben, die Anliegen der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsunternehmen zu vertreten.
Ich will mich kurz halten, damit wir Zeit für die gewerkschaftlichen Themen haben, denn
wir haben wichtige Diskussionen und Entscheide vor uns. Ein, zwei Worte seien mir aber
erlaubt…
Besonders ist natürlich, dass wir dieses Jahr das SEV-Jubiläum feiern.
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Seite 13
Ja, 100 Jahre …ein ehrwürdiges Alter … Ich nutze die Gelegenheit, unsern ältesten
Kollegen für alles zu danken, was sie für den SEV getan haben. Ihr Kampf für eine bessere
Lebensqualität hat den SEV an die Spitze des Einsatzes für die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs geführt.
Dieses Jubiläumsjahr muss aber:
Ein Jahr der Erneuerung sein, eine Wiedergeburt des SEV. Deshalb muss die Jugend im
Mittelpunkt stehen.
Die Jugend muss eine Quelle der Dynamik und neuer Stärke sein. Denn der Nachwuchs
muss sich der Digitalisierung in der Welt des Verkehrs stellen.
Sie müssen mit unserer Unterstützung darauf achten, dass die Digitalisierung nicht zum
Totengräber der Arbeitsplätze wird.
Gewinne aus der Digitalisierung müssen dem Personal zugutekommen.
Ich denke, dass wir gegenüber den Unternehmen auf drei Gleisen fahren müssen:
1. Die Grund- und Weiterbildung deutlich ausbauen, zusammen mit einer laufenden
Fortbildung.
2. Eine Bedürfnisabklärung durchführen hinsichtlich der neuen Anforderungen an
unsere verschiedenen Berufe.
3. Den digitalen Umbau ins Zentrum der beruflichen Planung stellen und Übergänge
zwischen den Berufen ermöglichen.
Es ist klar, dass auch auf politischer Ebene Schritte nötig sind, die gut überwacht werden
müssen.
Dies auf fünf Achsen:
1. Den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs einen rechtlichen und finanziellen
Rahmen als Ausgangslage schaffen.
2. Finanzielle Beihilfen zur Wiedereingliederung in die Unternehmen oder andere
Bereiche bieten.
3. Dem Personal als Absicherung einen rechtlichen Schutz bieten.
4. Die Digitalisierung solcherart umsetzen, dass daraus eine Verbesserung der
Lebensqualität hervorgeht.
5. Verhindern, dass Kündigungen ausgesprochen werden. Eine Stelle, die durch die
Digitalisierung verloren geht, muss zwingend durch eine andere ersetzt werden.
Die Jugend muss also in unserer Organisation und in unseren Führungsgremien einen
wichtigen Platz einnehmen. Ich will keine Alibi-Jungen. Wir wollen aktive, präsente und
fordernde Junge.
Sie sollen Verantwortung übernehmen, denn die Zukunft unserer Gewerkschaft hängt
davon ab, dass wir den Jungen eine Zukunft aufzeigen können.
Aber wir müssen ihnen Platz innerhalb des SEV geben, damit sie einen Rahmen finden, in
dem sie ihre Ideale entwickeln können.
Wir brauchen die Jungen, um schmerzhafte Rückschritte in schwierige, um nicht zu sagen
dunkle Zeiten zu vermeiden.
Es lebe der hundertjährige SEV
Es lebe Jahr eins der Erneuerung, es lebe die Jugend!
Danke für eure AUFMERKSAMKEIT.
Zusätzliche Informationen
Gilbert ruft die Teilnehmer an der DV auf, möglichst zahlreich am Frauenstreik vom GD
14.6.2019 teilzunehmen. Auch die Männer sind herzlich willkommen. Der SEV hat ein
Armband herstellen lassen, dass aus Solidarität gegenüber den Frauen getragen werden
kann.
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Seite 14
Die Notfallkarte des SEV („Anwalt der 1. Stunde“) steht nun zur Verfügung. Beigefügt GD
zur Karte ist ein Bestellformular, um noch mehr Karten anzufordern. In der ersten
Ausgabe des „SEV-Kontakts“ 2019 wurde die Notfallkarte näher vorgestellt.
Der SEV hat die bestellten Notfallkarten an die DV mitgenommen und übergibt sie dort GD
den Sektionen in einer Schachtel. Gilbert weist die Delegierten darauf hin, dass die Karten
auch nach der DV weiter beim SEV bestellt werden können.
1. Wahl der Stimmenzähler
Als Stimmenzähler/innen werden vorgeschlagen und gewählt: RS
CN
• Daniel Wollenmann, VPT Sihltal
• Heinz Auelmann, VPT Appenzellerland
2. Protokoll der DV vom 23. Mai 2018
Das Protokoll der DV vom 23.5.2018 wird unter Applaus bei zwei Enthaltungen für den CN
Verfasser genehmigt. Der Vorsitzende dankt dem Sekretär Ch. Neff für seine Arbeit. Der PR
Dank gilt auch den Übersetzern des Protokolls in französischer und italienischer Sprache.
3. Mandatsprüfung
Die durch die GPK durchgeführte Mandatsprüfung ergibt folgendes Ergebnis: RF
Stimmberechtigte Delegierte: 61
Zentralvorstand: 5
Zentralausschuss: 5
Geschäftsprüfungskommission VPT: 2
Verbandssekretariat: 12
Gäste: 4
Gästesektionen: 25
Übersetzer: 3
Total Anwesende 117
4. Jahresbericht 2018
Vizepräsident Peter Bernet liest den Jahresbericht des ZP Gilbert D’Alessandro vor und PB
stellt ihn zur Diskussion. René Schnegg lässt darüber abstimmen. Die DV genehmigt unter GD
Applaus den Jahresbericht 2018 einstimmig.
5. Anträge an den SEV-Kongress 2019
Wahl eines neuen Vizepräsidenten im SEV
Gilbert orientiert die Delegierten über die Wahl eines neuen Vizepräsidenten im SEV. Als GD
Kandidaten stellten sich die beiden SEV-Sekretäre Christian Fankhauser und Philippe
Hadorn zur Verfügung.
An der Sitzung vom 15.3.2019 beschloss der SEV-Vorstand einstimmig, SEV-Sekretär CF
Christian Fankhauser für das Amt des Vizepräsidenten zu unterstützen. Er vertritt GD
kompetent und sachlich gewerkschaftliche Anliegen und spricht sowohl Deutsch als auch
Französisch. Philippe Hadorn hat danach seine Kandidatur zurückgezogen.
SEV-Sekretär Ch. Fankhauser stellt sich der DV kurz vor. Er ist verheiratet und hat zwei CF
erwachsene Kinder. Er hat Sozialpolitik studiert und nachher lange Zeit bei der
Gewerkschaft UNIA gearbeitet. Seit 15 Jahren ist er Gewerkschaftssekretär beim SEV.
Er hat mitgeholfen, das Regionalsekretariat in Lausanne aufzubauen. Für die Branche Bus
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zurück zum InhaltsverzeichnisTRAKTANDUM 2
Seite 15
im VPT ist er der Branchenverantwortliche des SEV. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen,
Gewerkschaftspolitik für alle zu machen und sich für bessere Anstellungsbedingungen in
den KTU-Unternehmen einzusetzen.
Gilbert empfiehlt den Delegierten, Christian Fankhauser beim Kongress als neuen GD
Vizepräsidenten des SEV zu wählen. CF
Wahl des Präsidiums des SEV-Vorstands
Für das Präsidium des SEV-Vorstands empfiehlt der SEV-Vorstand, Danilo Tonina vom GD
Unterverband RPV als Präsidenten und Peter Käppler, ZP des Unterverbandes AS, als
Vizepräsidenten des SEV-Vorstandes zu wählen.
Die Delegierten nehmen die Vorschläge zur Kenntnis und sind damit einverstanden, diese RS
beiden Kollegen zu wählen.
Stand der Kongressanträge des VPT
K15.012 (Führerausweisentzug bei Buschauffeuren/eusen): Gemäss Geschäfts- GD
reglement soll dieser Antrag am Kongress automatisch abgeschrieben werden. Im PB
Parlament ist zum Anliegen des Antrags eine Motion von Edith Graf-Litscher eingereicht
worden, die jedoch voraussichtlich erst an der Sommersession 2019 behandelt wird. Der
VPT möchte den Antrag deshalb ausnahmsweise pendent lassen. Der SEV-Vorstand
empfiehlt dem Kongress 2019, den Antrag pendent zu belassen.
K17.002: (Bildung einer nationalen Meldestelle für Aggressionen und Übergriffe in den GD
Transportunternehmungen): Der Antrag wurde bei der jährlichen Besprechung mit dem
VöV thematisiert. Eine Rückmeldung seitens des VöV steht noch aus. Der SEV wird am
Thema dran bleiben.
Kongressantrag K17.003 (Verankerung der Charta gegen die Gewalt im öffentlichen GD
Verkehr in den Gesamtarbeitsverträgen): Leider ist dieses Anliegen in den FAV der
Stadtbus Chur und SBB/SBB-Cargo noch nicht aufgenommen worden. Es ist Aufgabe des
SEV, dass die jeweiligen Gewerkschaftssekretär/innen bei Neuverhandlungen von GAV
dieses Anliegen einbringen werden.
Gilbert orientiert die Delegierten über die weiteren Anträge des VPT an den SEV- GD
Kongress. Der ZV hat die beiden Anträge der VPT-Sektion VZO, K19.002 und K19.003 RS
besprochen und empfiehlt sie der DV und dem Kongress zur Ablehnung.
Cornelia Glatz von der VPT-Sektion VZO erklärt den Delegierten, dass die Sektion diese CG
beiden Anträge zurückzieht. Die DV nimmt dies zur Kenntnis.
Antrag 3 der VPT-Sektion VZO, K19.009
Rechtlich verbindlicher Leitfaden zur Durchführung von Atemalkoholkontrollen in GD
Unternehmen des öffentlichen Verkehrs.
Der SEV wird beauftragt, bei den zuständigen Stellen (BAV, VöV, Eidgenössischer GD
Datenschutzbeauftragter, etc.) die Erstellung eines rechtlich verbindlichen Leitfadens zur
Durchführung von Atemalkoholkontrollen in öV-Unternehmen einzufordern.
Heute herrscht grosse Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Zulässigkeit von GD
unangemeldeten Atemalkoholkontrollen bzw. den Rahmenbedingungen, unter denen
eine solche Stichkontrolle durchgeführt werden muss.
Es ist klar, dass eine solche Praxis klar reglementiert und kontrolliert werden muss. Der GD
ZV und SEV-Vorstand unterstützen diesen Antrag einstimmig. Ein in der öV-Branche
erarbeiteter und rechtlicher verbindlicher Leitfaden für Atemalkoholkontrollen würde
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zurück zum InhaltsverzeichnisTRAKTANDUM 2
Seite 16
Sicherheit und Klarheit schaffen und einen Standard garantieren, auf den sich die
Mitarbeitenden in den Betrieben berufen können.
Die DV nimmt den Antrag zur Kenntnis und empfiehlt dem Kongress, ihn anzunehmen. RS
Gilbert orientiert die Delegierten über weitere Anträge aus anderen Unterverbänden GD
und Sektionen an den SEV-Kongress.
Antrag K19.005: SEV-Applikation für iOS- und Android-Geräte GD
Der ZV des Unterverbandes AS stellt den Antrag, dass für die SEV-Mitglieder eine
Applikation (APP) für iOS und Android-Geräte vom SEV für die personalisierte
Zweiwegkommunikation entwickelt wird.
Mit einer Applikation kann die Verbindung zum Mitglied verbessert und die
Kommunikation vom SEV zum Mitglied und vom Mitglied zum SEV intensiviert werden.
Sie ergänzt die bestehenden Kommunikationskanäle und ist ein wichtiger Schritt in
Richtung Zukunft, den sich der SEV zum 100-Jahr-Jubiläum leisten kann und muss. Die
Applikation ist ein wichtiges Argument in der Mitgliederwerbung und Mitgliederbindung.
Administrative Verfahren können vereinfacht und somit Kosten gespart werden.
Der SEV-Vorstand beantragt, den Antrag anzunehmen. Erfahrungsgemäss ist es im GD
Hinblick auf das Vorgehen sinnvoll, zuerst eine fundierte Bedürfnisanalyse der
verschiedenen Anspruchsgruppen durchzuführen und erst dann über die Wahl des
geeigneten Mittels zu entscheiden – auch aus einer Kosten-Nutzen-Perspektive.
Diese Analyse müsste natürlich vertieft werden: Genaue Definition der GD
Anspruchsgruppen, genaue Definition und Priorisierung der jeweiligen Bedürfnisse.
Man muss zuerst die Kompetenzen der Kommunikation prüfen, schauen, was am Laufen GD
ist und welches die besten Möglichkeiten sind. Apps sind eine Mode, die UNIA hat sie RS
nicht eingeführt. Der SEV ist kleiner und hat gute Strukturen.
Der Präsident der VPT-Sektion STI Ueli Müller befürwortet den Antrag. Der Antrag bildet UM
die Grundlage für einfache Lösungen bei der Entwicklung von Apps. Sie sind wichtig für
die digitale Arbeit des SEV in der Zukunft.
Der VPT ist daran, seine Homepage zu überarbeiten und neu zu gestalten. Der ZA GD
möchte den Internetauftritt mit dem SEV und anderen Unterverbänden koordinieren und RF
zusammenlegen. Deshalb ist es wichtig, diesen Prozess zuerst abzuwarten.
Die Delegierten schliessen sich diesen Argumenten an und empfehlen dem Kongress, RS
den Antrag zur Prüfung entgegen zu nehmen.
Antrag K19.007: Dienstleistungen SEV; Vergünstigungen beim Kauf eines Autos
Als Beitrag zur Mitgliederwerbung setzt sich der SEV dafür ein, seinen Mitgliedern GD
Vergünstigungen beim Kauf eines neuen Autos zu ermöglichen. Im öffentlichen Verkehr
zu arbeiten bedeutet nicht, dass man kein Auto braucht: wer in Touren arbeitet, weiss
das bestens. Dem Beispiel der Gewerkschaften VPOD und Garanto folgend, soll der SEV
mit einem Flottenrabatt seinen Mitgliedern eine neue Leistung anbieten, die bestimmt
gewürdigt würde.
Der SEV-Vorstand beantragt, den Antrag abzulehnen. 1. Bemühungen für die GD
Aushandlung von Flottenrabatten für den Autokauf erachtet der SEV aufgrund der
Branchen, in welchen er organisiert ist, als widersprüchlich und fragwürdig. 2. Der SEV
erachtet die Erlangung eines Flottenrabatts zudem nicht als echten Anreiz, um Mitglied
im SEV zu werden.
Die DV schliesst sich der Argumentation des SEV-Vorstandes an und beantragt dem RS
Kongress, den Antrag abzulehnen. Der SEV muss sich auf die Anliegen konzentrieren,
die einen Bezug zum öffentlichen Verkehr haben.
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Bei den übrigen Anträgen empfiehlt Gilbert den Delegierten, die Empfehlung des SEV- GD
Vorstands zu beachten und in diesem Sinne abzustimmen.
Der Präsident der VPT-Sektion STI Ueli Müller stellt der DV die Resolution seiner UM
Sektion vor und erläutert die Beweggründe für die Resolution. Das GA-FVP ist kein
Geschenk. Es ist in Tat und Wahrheit eine Lohnnebenleistung, die versteuert werden
muss. Es wirkt sich steuermässig aber nicht nur auf den Arbeitsweg aus. Denn ganz egal,
ob der Angestellte das GA-FVP für den Arbeitsweg braucht und egal wie viel oder wenig
er das GA in der Freizeit benützt; er versteuert (Fr. 1‘158 im Kanton Bern) mehr
Einkommen an den Kanton und Bund. Also führt das GA-FVP zu mehr Steuereinnahmen.
RESOLUTION zum Schutz des FVP UM
A) Angesichts der Berichte der Sonntagspresse vom 10. März 2019 über die laufende
Untersuchung des Bundesamtes für Verkehr (BAV)
B) Hinsichtlich der Behauptung, die Branche des öffentlichen Verkehrs mache ihren
Mitarbeitenden mit der vergünstigten Abgabe des FVP-GA ein Geschenk von 380
Millionen Franken. Dies führe eventuell zu Einnahmeausfällen im regionalen
subventionierten Personenverkehr.
fordert die Sektion VPT STI
1) dass der SEV die BAV-Untersuchung unterstützend begleitet.
2) dass der SEV
a. das BAV informiert, dass für die Angestellten des öffentlichen Verkehrs der FVP eine
Lohnnebenleistung darstellt, welche zu Steuereinnahmen der Kantone führt.
b. auf die Notwendigkeit der dienstlichen Fahrten hinweist, wonach die private
Benützung relativiert wird.
c. um Gleichstellung des öV-Personals bittet im Vergleich mit gängigen Vergünstigungen
in anderen Branchen.
3) dass der SEV alles in seiner Macht Stehende unternimmt, die Fahrvergünstigung für
Personal (FVP) zu erhalten.
Die Delegierten diskutieren über die Resolution. Der SEV wird sich um die Sache auch GD
ohne Resolution kümmern. Im Frühling hatte der SEV einen Austausch mit dem BAV
wegen des GAV-FVP. In Sachen FVP ist der Einflussbereich des SEV gering, da die
kantonale Steuerkonferenz über den FVP und deren Versteuerung entscheidet.
Die DV nimmt bei einer Enthaltung die Resolution an zu Handen des SEV-Kongresses. RS
Der Präsident der VPT-Sektion TPG Vincent Leggiero stellt der DV die Resolution seiner VL
Sektion vor.
Für würdige Renten VL
Bei ihrer Einführung wurde die zweite Säule als Sozialversicherung präsentiert, die auf
einer Umverteilung zwischen den Generationen basiert. Doch heute wird sie durch
Kapitalisierung finanziert. Das Gesetz verlangt, dass das Vermögen für
Börsenspekulationen und Immobilien investiert wird.
Während die Krankenkassenprämien immer teurer werden, steht die Frage nach der
Finanzierung der Renten im Zentrum aller Angriffe auf den Preis der Arbeit. Wenn wir
uns nicht bemühen, die Renten zu verteidigen, werden die Arbeiter/innen mit einer noch
nie dagewesenen Verschlechterung der Sozialbedingungen konfrontiert.
Die Beiträge der Angestellten werden zweckentfremdet: Sie werden nicht wie
ursprünglich vorgesehen als soziale Absicherung verwendet, sondern über Spekulationen
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zu einer Zerstörungsmaschine gemacht, die den Renten sowie den Arbeits- und
Anstellungsbedingungen schadet, und dies auch in anderen Ländern.
Die Einschränkung von Investitionen in Immobilien kehrt dem Bedarf nach
gemeinnützigem Wohnraum den Rücken zu und verstärkt stattdessen Unterdeckungen
und Spekulationen. Unsere Beiträge sollten dazu genutzt werden, die Probleme auf dem
Wohnungsmarkt zu lösen, besonders für die Jungen, und zwar durch die Freigabe von
Immobilieninvestitionen. Mithilfe von sozialen Investitionen sollten unsere Beiträge dem
Bedarf an Krippenplätzen für die Kinder von arbeitenden Frauen oder dem Zugang zu
Pflege zugutekommen, indem man Kliniken, Spitäler, etc. eröffnet.
Wir müssen dem Beispiel der Arbeitergemeinschaft folgen, die es ermöglicht hat,
weitgehend darauf zu reagieren.
Begründung VL
Das heutige Rentensystem in der Schweiz basiert auf drei Säulen: der AHV
(Umlageverfahren), der 2. Säule (kollektive Kapitalisierung) und der 3. Säule
(individuelle Kapitalisierung).
Die AHV ist seit dem 2. Weltkrieg eine grosse Errungenschaft der Gewerkschaften.
Diese Sozialversicherung basiert auf Umverteilung und Solidarität; sie wird paritätisch
durch die Löhne finanziert und ist von den Arbeitsplätzen abhängig. Dies ist eines der
Hauptargumente für die Umsetzung der Lohngleichheit.
Vorschlag
Als sofortige Massnahmen zur Eindämmung von Rentensenkungen muss der Kongress
mithilfe des SGB und der Mobilisierung seiner Mitglieder dafür sorgen, dass:
1. die Einschränkung von Immobilieninvestitionen angepasst wird.
• Die Anpassung dieser Einschränkung geht mit der Verpflichtung der
Vertreter einher, ihre Mandanten zu konsultieren. Die Pensionskassen
müssen in die Kontrolle der Versicherten zurückkehren.
2. das Gesetz über die Deckungspflicht von 2014 ausser Kraft gesetzt wird.
• Der Aufwand ist zu gross, weil er sich auf eine kurze Dauer konzentriert.
Schlussfolgerung: VL
Wenn es darum geht, die Gesetzgebung der zweiten Säule zu ändern, müssen wir mit
grossem Widerstand durch die Arbeitgeberschaft rechnen, besonders der Banken und
ihren Vertretern, die kein Vermögen von fast einer Million Milliarden verlieren wollen.
Aus diesem Grund fordern wir vom SGB, dass er sich für die Verteidigung der Löhne
ausspricht, auf denen die Renten basieren, und dass er sich gemeinsam mit den
Gewerkschaften im Kampf um würdige Renten engagiert, die einzig auf der AHV basieren.
Das Ziel soll sein, die 2. Säule in die AHV zu integrieren.
Bei zwei Enthaltungen nimmt die DV die Resolution zu Handen des SEV-Kongresses an. RS
6. Finanzgeschäfte
• Jahresrechnung 2018
• Bericht und Anträge der Geschäftsprüfungskommission VPT
• Festlegung des Unterverbandsbeitrages
Jahresrechnung 2018 RM
Zentralkassier Roger Maurer präsentiert der DV die Jahresrechnung 2018.
Allgemeines
Die Jahresrechnung 2018 brauchte mehr als andere Jahre viel Aufmerksamkeit, war sie
doch begleitet von zahlreichen Turbulenzen. Sie schloss mit einem Plus von Fr. 1‘579.90.
Die Bilanzsumme lag am 31.12.2018 bei Fr. 481'180.52, der Fremdkapitalanteil beträgt
dabei nur Fr. 16'891.- was rund 3,5% entspricht.
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Der Buchwert der Wertschriften liegt bei Fr. 387‘374.-- gegenüber von Fr. 403'319.- im
Vorjahr.
Erfolgsrechnung – Aufwand RM
Organe VPT
Bei den Organen des VPT war der VPT sehr gut auf Budgetkurs. Die grössere Abweichung
hier resultiert beim Zentralvorstand, wo Roger rund Fr. 1‘800.- zu viel budgetiert hat. Die
ZV-Sitzungen in Bönigen und Davos waren leicht günstiger.
Personalkosten
Bei den Sozialleistungen hatte Roger eine fällige Nachzahlung budgetiert, die er im Jahre
2018 hätte leisten sollen. Diese Rechnung ist aber bisher nicht bei ihm eingetroffen.
Branchen
Die Branchen gingen sehr haushälterisch mit ihrem Budget um. Grössere Plus-
Differenzen ergaben sich bei der Branche Bahn und der Branche Pensionierte.
VPT-Tagungen
Bei diesem relativ schwierig abzuschätzenden Budgetposten landet der VPT fast auf dem
Punkt (Fr. 24.- Differenz Minus).
Beiträge an Organisationen
Hier gab der VPT doppelt so viel aus wie vorgesehen (Fr. 2‘000.- statt Fr. 1‘000.--).
Anlässlich des ZV in Davos hat der ZV Fr. 1‘000 für das Hilfsprojekt in Afrika von Frau
Rouvinez bewilligt.
Werbung
Die Werbeausgaben waren 2018 ziemlich weit unter dem Budget (rund Fr. 8‘000.-).
Es haben weniger Sektionen von der Werbeaktion des VPT Gebrauch gemacht.
Verwaltungskosten
Bei dieser Kontogruppe hat der VPT beim Konto Büromaterial und Drucksachen Fr.
1‘535.- weniger benötigt als budgetiert. Hier sind für den grossen Drucker (bei Martin
Ritschard) keine Toner- und Revisionskosten angefallen.
Beim Konto VPT-Homepage hat Roger bereits eine Teilrechnung über rund Fr. 7‘500.-
für die Umgestaltung und Anpassung der Homepage des VPT bezahlt. Die eigentlichen
Arbeiten werden aber erst in diesem Jahr abgeschlossen. Diese Vorauszahlung und die
Belastung in der Jahresrechnung 2018 kam dem VPT sehr gelegen, so dass Roger für 2019
hier nicht den vollen Betrag von über Fr. 13‘000.-- budgetieren musste.
Erfolgsrechnung – Ertrag RM
Die Mitgliederbeiträge haben gemäss der allgemeinen Entwicklung auch beim VPT einen
weiteren Rückschlag erlitten. Sie sind mit Fr. 220'776.- auf einem leider sehr tiefen
Niveau und schliessen mit Fr. 4'223.- unter Budget. Der ZA hofft, dass sich diese Situation
bald wieder ins Positive ändert.
Die Zinserträge blieben relativ stabil mit einem Ertrag von etwas über Fr. 9‘000.-, was
aber leicht unter Budget ist.
Damit resultiert ein positives Jahresergebnis der Rechnung 2018 von Fr. 1‘579.90.-.
Bilanz RM
Beim Konto der Post-Finance (Arbeitskonto des VPT) ist per Ende 2018 bedeutend mehr
Liquidität als im Vorjahr (rund + Fr. 30‘000.-) Damit wollte Roger dem jeweiligen
Liquiditätsengpass anfangs des Folgejahres entgegenwirken. Dafür hat er die Liquidität
bei der Bank Cler etwas heruntergefahren.
Die Verrechnungssteuer aus dem Jahre 2017 wurde bis Ende 2018 noch nicht
zurückerstattet. Deshalb die knapp Fr. 4‘000.- auf diesem Konto.
Bei den Transitorischen Aktiven (Fr. 12‘200.-) hat Roger eine Rechnungsabgrenzung
vornehmen müssen. Dies war eine Vorauszahlung für einen im Jahre 2019 fälligen Betrag.
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Bei den Kreditoren (Fr. 4‘505.-) ist bereits eine Auszahlung des SEV für die
Betreuungsbeiträge der Pensionierten enthalten. Diese zahlt Roger jeweils alle zwei Jahre
aus.
Die Bilanzsumme ist im Jahre 2018 mit Fr. 481'180.52 fast gleich wie im Vorjahr.
Wertschriftenverzeichnis RM
Anlässlich der Revision im Winter 2018 mit der GPK und Aroldo Cambi hat sich Roger
entschlossen, in unserem Wertschriftenportefeuille wiederum einige Änderungen
vorzunehmen.
Dazu kam der unausweichliche Verkauf der Aktien der Bank Cler und gleichzeitig auch
eines Obligationen-Fonds, der sich nicht wirklich gut entwickelt hatte. Das frei
gewordene Geld (Buchwert > Fr. 100‘000) hat Roger vorwiegend in indexierte Fonds (SMI
/ SPI, Obligationen und Aktien) reinvestiert und so ist der VPT wieder sehr gut aufgestellt.
Die Börsenbaisse Ende Jahr 2018 liess mit dem fast neuen Portefeuille die stillen
Reserven bis auf unter Fr. 20‘000.- fallen. Entsprechend der erfreulichen
Gegenbewegung der Börse im ersten Quartal 2019 sind es nun wieder über Fr. 40‘000.-
Per 31.12.2018 verfügt der VPT über Obligationen im Werte von Fr. 139‘396.97, Aktien
von Fr. 103‘152.75 und strukturierte Produkte von Fr. 144‘824.40.
Mit der Anlagestrategie, die Roger zusammen mit der Bank Cler festgelegt hat, fährt der
VPT nach wie vor richtig. Auch sind die Inputs anlässlich der Revisionstage von Aroldo
Cambi sehr willkommen und eine gute Ergänzung zur Strategie.
Bericht und Anträge der GPK-VPT RF
Raffaele Ferrari verliest den Bericht der GPK VPT. Die Rechnung sei geprüft und als in
Ordnung befunden worden. Sie wurde von Roger Maurer tadellos und gemäss den
gesetzlichen Bestimmungen und den Reglementen des SEV geführt. Neben Raffaele
Ferrari, Kilian Trachsel und Philippe Chambovey war vom SEV Aroldo Cambi an der
Prüfung vom 14.2.2019 beteiligt. R. Ferrari verdankt die Arbeit des Kassiers Roger Maurer
und des gesamten Zentralausschusses. Er beantragt die VPT-Rechnung 2018 zu
genehmigen unter gleichzeitiger Entlastung des ganzen ZA.
Die DV genehmigt bei zwei Enthaltungen die Jahresrechnung 2018 vom VPT. René RS
Schnegg dankt dem Kassier Roger Maurer für die grosse Arbeit.
Festlegung des Unterverbandsbeitrages RM
Der Beitrag pro Monat an den VPT beträgt für die Aktiven Fr. 2.20 und die pensionierten
Mitglieder Fr. 1.10. Die DV spricht sich für die Beibehaltung dieser Beiträge aus.
7. Gewerkschaftliche Schwerpunkte
• Referat von Barbara Spalinger (Vizepräsidentin SEV)
• Berichte aus den VPT-Sektionen SOB und Appenzellerland
Frauenstreik 2019 BS
Der Frauenstreik wurde am letzten Frauenkongress des Schweizerischen
Gewerkschaftsbundes im Januar 2018 lanciert, aufgrund eines Antrags der Gewerkschaft
VPOD, der von den Delegierten einstimmig angenommen wurde. Eine nationale
Koordinationsstelle ist seit Monaten aktiv, um die Ideen zusammenzuführen. Ein erstes
Ergebnis ist das «Manifest für den feministischen Streik/Frauen*streik am 14. Juni
2019». Das programmatische Manifest führt in 19 Punkten die Gründe aus, weshalb die
Frauen zu Hause wie am Arbeitsplatz in verschiedenen Formen und zu verschiedenen
Zeiten streiken werden.
Der SEV hat ein Armband herstellen lassen, dass aus Solidarität gegenüber den Frauen BS
getragen werden kann. An diversen Bahnhöfen in der Schweiz werden vom SEV Flyer
verteilt. Der SEV schreibt an alle Unternehmen im öffentlichen Verkehr, um sie für den
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Frauenstreik zu sensibilisieren, damit die weiblichen Angestellten für diesen wichtigen
Tag auch frei bekommen. B. Spalinger bittet die Anwesenden, die Armbänder schon vor
dem Streik zu tragen, damit es sichtbar wird, dass am 14.6.2019 gestreikt werden wird.
Die Sektionen können das Armband in gewünschter Anzahl beim SEV bestellen.
Digitalisierung
Die Digitalisierung im öffentlichen Verkehr schreitet weiter voran. Die Berufsbilder BS
ändern schnell, die Angestellten müssen sich den neuen Herausforderungen stellen. Der
SEV vertritt die Auffassung, dass die Angestellten im öV ein Recht auf Nichterreichbarkeit
haben sollen. Er wird sich bei kommenden Verhandlungen dafür einsetzen.
Sozialpartnerschaft in einzelnen öV-Unternehmen
Bei der SZU werden die Berufsbilder neu beurteilt und eingereiht. Dafür muss das BS
Lohnsystem angepasst werden. Die Gespräche darüber gestalten sich sehr schwierig. Der
SEV wird sich für die einzelnen betroffenen Mitglieder einsetzen.
30 Personen haben an der Personalversammlung der VPT-Sektion Junfraubahnen vom BS
20.3.2019 teilgenommen. Die Versammlung fordert vom Unternehmen, den SEV wieder
als Sozialpartner anzuerkennen und Gespräche über einen FAV aufzunehmen. Schon
lange warten die Mitarbeitenden des Unternehmens auf einen FAV, der bei einem
Verkehrsunternehmen dieser Grösse selbstverständlich sein sollte. Neben dem FAV war
auch die Sozialpartnerschaft ein wichtiges Thema an dieser Versammlung.
Die Versammlung fordert vom Direktor des Unternehmens Urs Kessler, dass der SEV als BS
Sozialpartner anerkannt wird. Sie verlangt von der Unternehmensleitung, mit dem SEV
ernsthafte Gespräche über FAV-Verhandlungen aufzunehmen, damit die
Anstellungsbedingungen endlich in einem FAV geregelt werden können. Die Sektion will
vom Direktor endlich angehört werden. Bisher hat der Direktor nur mit der
Personalkommission des Unternehmens Verhandlungen geführt.
Barbara weist darauf hin, dass die Mitglieder in den Sektionen die betreuenden SEV- BS
Sekretäre unterstützen müssen. In der Praxis zeigt sich, dass ein hoher
gewerkschaftlicher Organisationsgrad entscheidend für gute Verhandlungsergebnisse
ist.
Neuer Betreuer im SEV für den KTU-Bereich
Falls Christian Fankhauser zum neuen Vizepräsidenten im SEV gewählt werden wird, BS
wird er im SEV das Dossier KTU-Unternehmen von B. Spalinger übernehmen. Sie selber
wird in Zukunft für den SBB-Bereich zuständig sein.
Berichte aus der VPT-Sektion Appenzellerland
Vizepräsident Roland Huber von der Sektion Appenzellerland berichtet über den RH
gewerkschaftlichen Kampf in seinem Unternehmen. Von der Herbstversammlung der
Sektion erhielt die Verhandlungsdelegation einstimmig die Vorgabe, eine generelle
Lohnmassnahme von 1,5% und eine individuelle Lohnmassnahme von 0,5% über das
Lohnsystem zu beantragen. Diese Forderungen wurden aufgrund der Tatsachen
ausgesprochen, da die letzte generelle Lohnmassnahme von 0,5% im Jahre 2012 gewährt
wurde. Da in der 1. Verhandlungsrunde keine Einigung gefunden wurde, hat die FAV-
Konferenz einem Kompromissvorschlag von 1% generell und 0,5% individuell, abermals
einstimmig, zugestimmt. Erfreulicherweise zeigte sich die Geschäftsleitung bereit,
unsere Forderungen beim Verwaltungsrat zu vertreten.
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Man einigte sich auf 0,8% generell, damit die Erhöhung der Lohnsumme bei einem RH
mittleren Lohnband die psychologische Grenze von 50.- Franken erreichen soll. Der
Verwaltungsrat entschied zu unserer Verwunderung aber auf Lohnmassnahmen von
1%, ausschliesslich individuell. Somit gingen alle langjährigen Mitarbeiter an der
Lohnbandgrenze erneut leer aus, von einer Kompensation der Produktivitätssteigerung,
die ohne das Personal gar nicht erbracht werden kann, keine Rede mehr.
Die Lohnverhandlungen bei den Appenzeller Bahnen waren damit gescheitert. Der RH
Verwaltungsrat der Bahn will weder an der Gesamthöhe der Lohnsummenausweitung
eine Verbesserung vornehmen noch etwas von einer generellen Lohnerhöhung wissen.
Er stellt nur ein vages, unverbindliches Versprechen für eine allfällige Prämie im 2019 in
Aussicht (Fr. 200.-bis maximal 400.- einmalig, weit unter den vereinbarten Fr. 50.-
monatlich).
Der Vorstand und die Verhandlungsdelegation hat seine Forderung bereits mehrfach RH
angepasst, um eine Einigung zu ermöglichen. Somit ist gemäss FAV keine Einigung bei
den Verhandlungen zustande gekommen und die Friedenspflicht ist damit aufgehoben.
SEV-Sekretär Felix Birchler hat die Medien und den SEV darüber informiert. Eine
Verteilaktion von Flyern darüber an die Reisenden der Bahn hat bereits stattgefunden.
Anlässlich der HV der Sektion vom 17.5.2019 hat der Vorstand der Geschäftsleitung RH
schriftlich mitgeteilt, dass die Sektion eine erneute Nullrunde in den generellen
Lohnmassnahmen in keinem Falle ohne weiteres hinnehmen wird. Am 14.6.2019 findet
die Aktionärsversammlung der Appenzellerbahnen statt. Von Seiten des SEV wird es zu
einer Wortmeldung kommen, um die Aktionäre auf die für uns unhaltbaren Zustände
aufmerksam zu machen. Am 21.6.2019 trifft sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung
zu einer Sozialpartnersitzung.
Derselbe Weg soll auch bei der Sektion FWB angewandt werden, wo die CN
Lohnverhandlungen gegenüber den Appenzeller Bahnen ebenfalls gescheitert sind. Auch
bei dieser Sektion ist der bereuende Sekretär Felix Birchler.
Zusammen mit SEV-Sekretär Felix Birchler arbeitete der ZA eine Resolution aus zur CN
Unterstützung der Sektionen Appenzellerland und FWB bei ihrem Kampf für
angemessene Lohnerhöhungen.
Berichte aus der VPT-Sektion SOB
Der Präsident der VPT-Sektion SOB Bruno Gamper berichtet über den BG
gewerkschaftlichen Kampf in seinem Unternehmen. Auch bei der SOB ist es letztmals im
Jahr 2012 zu einer generellen Lohnerhöhung gekommen. Mit den steigenden
Krankenkassenprämien, Mieten und der Teuerung von 0,9% ist die Stimmung beim
Personal nun gekippt. B. Gamper führt aus, wie sich die Löhne bei der SOB in den letzten
Jahren entwickelt haben.
Die letzten GAV- und Lohnverhandlungen konnten eigentlich niemanden so richtig BG
befriedigen. Die SOB hat einen gültigen GAV, bei dem jedes Jahr Anpassungen und auch
Änderungen vorgenommen werden. So war im vergangenen Herbst die erste
Verhandlungsrunde verlorene Zeit, da die Verhandlungsdelegation der SOB schlicht
weg nicht vorbereitet war.
So sollten die Verschlechterungen bei der Pausenregelung im AZG von unserer Seite BG
einfach geschluckt werden. Dies ungeachtet der Tatsache, dass die Angestellten im
gültigen GAV in einigen Punkten besser gestellt sind, als es das Gesetz verlangt. Auf das
Angebot der Sektion mit einem Gesamtpaket wurde nicht eingegangen. Die Sektion
wäre zu Anpassungen bereit gewesen, wenn im Gegenzug für die Kolleginnen und
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