Die Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern
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Ausgabe 4/2019 Stadt Bern MAZ Die Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern Mögliche Gefahren Chance für die Neue Organisation am PC erkennen Stadtentwicklung nimmt Arbeit auf Kampagne für Viererfeld und Schutz und ICT-Sicherheit Mittelfeld Rettung Bern Seite 9 Seite 4 Seite 8
TRIBÜNE
Welches Büro-Znüni
gehört zu mir?
1
A
Markus Reinhardt, Tiefbauamt Sushi mit Kuchen
2
B
Nina Carpinelli, Generalsekretariat TVS Ovo-Müesli
3
C
Tarik Atik, Polizeiinspektorat Kernenbrötli mit Tee
1+ A 3+
C 2+ B Auflösung:GASTKOLUMNE EDITORIAL
Tonnenschweres und Flüchtiges Liebe Leserin, lieber Leser
Eine Gastkolumne sind diese Zeilen, eine Gastsäule. Eine Im Norden Berns – am Rande der Länggasse – steht Grosses
schöne Idee, eine stützende Säule. Und irgendwie hat an. Auf dem Viererfeld und dem Mittelfeld wird in den nächsten
diese Idee mit dem Lichtspiel zu tun. Weil das Lichtspiel Jahren eine neue Wohnsiedlung für 3000 Bewohnerinnen und
mit Gastschaft zu tun hat und mit Vorübergehendem und Bewohner gebaut. Ein völlig neues Stadtquartier entsteht auf
Bleibendem.
bisher unbebautem Boden. Bis zum Baustart und zum Bezug
Sonntags, beispielsweise. Im Oktober dieses Jahres hat
die Kinemathek Lichtspiel zum tausendsten Mal ein Sonn-
der ersten der rund 1150 neuen Wohnungen werden zwar noch
tagabend-Programm vorgeführt: Aus dem hauseigenen einige Jahre ins Land gehen. Wichtige Etappen des Grossbau-
Archiv wurden einmal mehr Filmwochenschauen und projekts konnten jedoch bereits erreicht werden. Zurzeit wird
Musikclips, Trailer und Dokumentarfilme, Werbungen und gerade der Masterplan erarbeitet. Weitere wichtige Etappen
Amateurfilme zu einer Abendveranstaltung zusammen stehen noch bevor. Im Hauptbeitrag erfahren Sie mehr
geklebt. Seit August 2000 geht das so. Beständig. Und seit über die Entstehung des neuen Berner Quartiers.
August 2000 wird jedes Programm wieder demontiert. Im kommenden Jahr werden Sie mit Bestimmtheit dem
Unsere Filmprogramme sind also auch flüchtig.
Schriftzug «Schutz und Rettung Bern» öfter mal begegnen.
Seit beinahe 20 Jahren trägt das Lichtspiel zum Film-
und Kinoleben der Stadt Bern bei. Zuerst am Güterbahn-
Zum Beispiel aufgestickt auf Uniformen. Oder auf beschrifteten
hof, seit 2012 in der früheren Strickwarenfabrik Ryff im Fahrzeugen, die an Ihnen vorbeifahren. Das hat folgende Be-
Berner Marzili. Hier, in diesen wunderbaren städtischen wandtnis: Per 1. Januar 2020 werden die beiden Abteilungen
Räumlichkeiten und in Nachbarschaft zahlreicher Film- Sanitätspolizei Bern sowie Feuerwehr, Zivilschutz und Quartier-
schaffender, werden Filme und schwere Gerätschaften vor amt unter dem Namen «Schutz und Rettung Bern» zusam-
dem Verfall gerettet. Hier werden an die 25’000 Filme ge- mengeführt. Wir haben auf Seite 8 erfragt, was Sie zu dieser
hütet und gezeigt. Hier werden alte Filmrollen digitalisiert, Fusion wissen müssen.
werden Maschinen repariert, wird Film- und Kinogeschich-
Bei den «Jungen Themen» stehen für einmal nicht die
te erzählt. Hier wird Kino gemacht.
Die Stadt Bern ist als Filmplatz und als Kinostandort span-
Lernenden selber im Fokus. In dieser Ausgabe kommen die
nend, sie trägt seit 20 Jahren unsere Neugierde und unsere städtischen Berufsbildenden zu Wort. Und das ist gut so,
Experimente mit. In Austausch mit anderen Kinos, mit denn sie verdienen es, für einmal im Rampenlicht zu stehen.
Museen, Archiven sowie Kinogängerinnen und Kinogän- Mit ihrem grossen Engagement sorgen sie dafür, dass die
gern besteht in Bern eine der weltweit aussergewöhnlichs- Lernenden während der Lehrzeit das nötige Fachwissen für
ten Kinomaterialsammlungen. Das ist bemerkenswert. den erfolgreichen Lehrabschluss erhalten. Zudem sind sie
Das neue Kinojahr beginnt im Lichtspiel Anfang Januar Ansprech- und Bezugsperson im Lern- und Arbeitsalltag.
2020 übrigens mit dem Lichtspiel-Sonntag Nummer 1011.
Auf Seite 14 stellen wir zwei Berufsbildende vor.
Irgendwie fast eine Schnapszahl.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Stefan Humbel,
Teil des vielköpfigen Lichtspiel-Teams Peter Brand, MAZ-Redaktor
Impressum MAZ: Die Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern; Herausgeber: Informationsdienst der Stadt Bern; Redaktion: Peter Brand, pbr (Informations-
dienst, L eitung); Marion Gygax (PRD); Katharina Rederer (BSS); Ueli Müller (TVS); Aron Oggier (FPI); Léa Zürcher (SUE); Gestaltung: Büro eigenart, Stefan Schaer, Bern, eigenartlayout.ch;
Druck: Ast & Fischer AG, Wabern; Auflage: 6700 Exemplare; Ausgaben: Februar, Mai, August und November; Redaktionsschluss: 31. Januar, 30. April, 31. Juli und 31. Oktober;
Redaktionsadresse: MAZ@bern.ch oder Peter Brand, Junkerngasse 49, Postfach, 3000 Bern 8, 031 321 62 28Seite 4 Thema MAZ 4/2019
VIERERFELD/MITTELFELD Grosse Chance
für die Stadtentwicklung
Es ist die grösste Arealent- einer Wohnsiedlung auf dem Vierer- tigten ein erstes Mal Stellung neh-
wicklung der letzten Jahre: feld. Das unbebaute, gut erschlossene men zur Planungsvorlage «Viererfeld
und zentrumsnahe Areal ist prädes zum Wohnen». Sie lehnten diese mit
Auf dem Viererfeld und dem
tiniert für ein solches Vorhaben und einer knappen Mehrheit von 52 Pro-
benachbarten Mittelfeld ent-
rückte schon früh als möglicher zent Nein-Stimmen ab. Erst zwölf
steht ein neues, vielfältiges Standort für neuen, dringend benö- Jahre später war die Zeit reif für eine
Stadtquartier mit Wohnraum tigten Wohnraum in den Fokus. Doch zweite Volksabstimmung. Diesmal
für 3000 Bewohnerinnen und die Realisierung dieses Wunsches gaben die Bernerinnen und Berner
Bewohner sowie 750 Arbeits- brauchte seine Zeit. Die ersten Woh- einer Überbauung des Viererfelds
plätzen. Zudem wird ein nungen im Viererfeld werden voraus- und des Mittelfelds ihren Segen. Sie
grosser Stadtteilpark reali- sichtlich 2027 bezogen. Die Vorlauf- nahmen die Vorlage für das Viererfeld
zeit für das Grossprojekt beträgt somit mit 53 Prozent Ja-Stimmen an, die
siert. Die MAZ zeichnet den
unter dem Strich ein gutes Vierteljahr- Vorlage für das benachbarte und we-
langen Weg des Grossprojekts hundert. sentlich kleinere Mittelfeld mit deren
unter der Gesamtleitung von 57 Prozent.
Immobilien Stadt Bern auf. Im zweiten Anlauf
Viele Bernerinnen und Berner begeg- Zwei Siegerprojekte
PETER BRAND
neten dem Bauprojekt anfänglich Damit war der Weg frei für die Ent-
Bauprojekte haben in der Regel eine skeptisch. Sie taten sich schwer mit wicklung des Areals. Im November
lange Vorlaufzeit. Beim Viererfeld ist der Idee, dass unbebautes Land 2017 stellte die Stadt ihre Areal- und
sie noch ein wenig ausgeprägter als und zahlreiche Schrebergärten einer Wohnstrategie zum Viererfeld/Mittel-
üblich, denn die Stadt liebäugelt be- Wohnsiedlung weichen sollten. Im feld vor. Diese definiert die Stoss
reits seit der Jahrtausendwende mit Mai 2004 konnten die Stimmberech- richtung der Arealentwicklung und
Urbane Wohnsiedlung mit grosszügigem Park: das neue Stadtquartier aus der Vogelperspektive.MAZ 4/2019 Thema Seite 5
Vielfältiger Wohnraum: Es entstehen rund 1150 neue Wohnungen für unterschiedliche Nutzungsansprüche. Bilder: zvg
formuliert die Planungsphilosophie. sich durch einen gekonnten Umgang wird ein höherer Anteil angestrebt.
Gleichzeitig war sie die Grundlage für mit unterschiedlichen Wohnungsty- Noch nicht entschieden ist, ob sich
das qualitätssichernde Verfahren. Die- pen und Nutzungsansprüchen aus. die Stadt an einer Wohnbaugenos-
ses fand als städtebaulicher Wettbe- Weitere sechs «Wohnideen» wurden senschaft beteiligt oder in eigener
werb mit zwei Projektteilen (gesucht prämiert. Regie ein Wohnbauprojekt realisiert.
wurden auch Entwürfe zum Stadtteil- Bevor gebaut werden kann, haben die
park und zu Wohnideen) zwischen Die weiteren Etappen Stimmberechtigten über die Abgabe
Januar und Dezember 2018 statt. Zum Die Ergebnisse des Wettbewerbs bil- des Baulandes im Baurecht sowie
Sieger des Teils «Städtebau» erkoren den nun das Gerüst für die nächsten über Investitionskredite für die Infra-
wurde das Projekt «VIF!» eines Pla- Planungsschritte. Im Frühling 2020 strukturanlagen, den Stadtteilpark
nungsteams aus Zürich und Meilen. wird der sogenannte Masterplan dem und die Schulinfrastruktur zu befin-
Prägendes Merkmal (siehe Bild links) Gemeinderat vorgelegt werden kön- den. Die Bauzeit, die in mehreren
sind zwei diagonale Siedlungsachsen, nen. Darin werden die Leitideen aus Etappen erfolgen wird, nimmt meh
die das Rückgrat des neuen Quartiers dem Wettbewerb konkretisiert und in rere Jahre in Anspruch. Die ersten der
bilden und eine gute Grundstruktur eine verbindliche und umsetzbare insgesamt rund 1150 neuen Wohnun-
für den Fuss- und Veloverkehr bieten. Form gebracht. Auf der Basis des Mas- gen sind frühestens Anfang 2027 be-
Das Projekt baut die Stadt mit Sorgfalt terplans erfolgt die Abgabe der Bau- zugsbereit. «Was lange währt, wird
weiter. felder im Baurecht. Auf dem Viererfeld endlich gut», heisst es doch so tref-
Das Siegerteam «Städtebau» ob- soll die Hälfte der Bauträgerschaften fend. Oder auf das Projekt bezogen:
siegte auch im Bereich «Stadtteilpark» gemeinnützig sein, auf dem Mittelfeld «Gut Viererfeld will Weile haben.»
und punktete dort mit seinem durch-
dachten Umgang mit Freiraum und
Landschaft. So integriert es zum Bei-
spiel den Kleinen Bremgartenwald
Geschichte des Grundstücks
als Teil des Erholungsangebots für Das Viererfeld gehörte ursprünglich der Burgergemeinde Bern. 1965 verkauften es die
das Quartier. Im Bereich «Wohnen» Burger dem Kanton Bern. Dieser plante auf dem Areal in der Inneren Enge vorerst eine
siegte das Projekt «Ensemble» eines Erweiterung der Universität. Aber es kam anders: Im Jahr 2000 erwarb der Kanton
Planungsteams aus Zürich und Aarau. einen Teil des Von-Roll-Areals und erweiterte in der Folge an diesem Standort die Uni-
Es zeigt anhand verschiedener Haus- versität. Das Viererfeld blieb weiterhin im Eigentum des Kantons. Im Juni 2016 geneh-
typen anschaulich, wie eine vielfäl- migten die Stimmberechtigten der Stadt Bern den Zonenplan und den Kredit für den
tige urbane Nachbarschaft aussehen Grundstückserwerb und die Arealentwicklung des Viererfelds. Ende 2018 setzte die
könnte (siehe Bild oben) und zeichnet Stadt Bern den neuen Zonenplan in Kraft. Gleichzeitig erwarb sie rund die Hälfte des
Grundstücks vom Kanton und übernahm von diesem den verbleibenden Teil unent-
geltlich im Baurecht. Das Mittelfeld befand sich seit jeher im Eigentum der Stadt.Seite 6 Aktuell MAZ 4/2019
JOB-ROTATION Ein neuer
Job auf Zeit
Christoph Imhof und Stefan
Schneiter haben für sechs
Wochen ihre Jobs getauscht.
Sie waren die Ersten, die
das Projekt «Job-Rotation»
in der Direktion Tiefbau,
Verkehr und Stadtgrün aus-
probiert haben. Weitere
sollen folgen.
MIRJAM MESSERLI
Der erste Arbeitstag in der neuen Stel-
le begann für Christoph Imhof und
Stefan Schneiter mit einer Überra-
schung: Imhof und Schneiter kennen
sich privat, haben aber nicht viel Kon-
takt. Beide dachten, sie würden nun
am neuen Ort auf den anderen treffen
und sechs Wochen zusammenarbei- Job-Tausch macht Spass. Stefan Schneiter (hinten) und Christoph Imhof
ten. «Als Stefu am Montagmorgen haben es als Erste ausprobiert. Bild: pbr
nicht bei Stadtgrün aufgetaucht ist,
habe ich realisiert: Es sind wir zwei, die gung + Recycling kennenlernen konn- Christoph Imhof hat «Job-Rotation» so
unsere Jobs tauschen», erzählt Chris- te. Schneiter fand seinen Einsatz denn gut gefallen, dass er gerne auch noch
toph Imhof. «Job-Rotation» nennt sich auch «erstaunlich vielseitig». Vorher mit jemandem vom TAB tauschen
das Projekt, das in der Direktion Tief- habe er gedacht, bei ERB könne man würde. Gesucht ist nur noch der
bau, Verkehr und Stadtgrün lanciert einfach als Belader arbeiten. Auch Tauschpartner.
worden ist, und an dem sich die drei
Ämter Entsorgung + Recycling (ERB),
Stadtgrün (SGB) sowie das Tiefbauamt
«Ich wollte das schon immer mal ausprobieren»
(TAB) beteiligen. Christoph Imhof, seit
12 Jahren Belader bei ERB, und Stefan Warum wollten Sie Ihren Job mit jemandem tauschen?
Schneiter, seit 27 Jahren Mähfahrer bei Imhof: Ich wollte Abwechslung in meinem Berufsalltag und mal etwas Neues sehen.
SGB, sind die Ersten, die den Job- Schneiter: Schon als Schulbub habe ich in meinem Dorf auf dem Ghüderauto mit
Tausch gewagt haben. Das Fazit fällt geholfen. Ich wollte das schon immer mal beruflich ausprobieren.
bei beiden positiv aus: «Eine super Er-
Was hat Ihnen am anderen Job am besten gefallen?
fahrung», sagt Imhof, und Schneiter
Imhof: Das Team war sehr nett. Ich habe viel Neues gelernt – zum Beispiel ein paar
hat es als Belader so gut gefallen, dass
lateinische Pflanzennamen.
er sich einen definitiven Wechsel vor-
Schneiter: Ich habe alle Bereiche von Entsorgung + Recycling kennengelernt – aber
stellen könnte.
ganz klar am besten gefallen hat mir die Zeit als Belader.
Den Horizont erweitern Was hat Ihnen am anderen Job weniger gut gefallen?
Mit «Job-Rotation» wolle man langjäh- Imhof: Die Arbeit mit dem Fadenmäher! Mit diesem Gerät erwischt man auch herun-
rigen Mitarbeitenden die Möglichkeit tergefallene Äpfel oder Hundehaufen im Gras. Und das spickt dann überall herum …
bieten, ihren beruflichen Horizont zu Schneiter: Die Grünabfuhr war nicht meine liebste Tätigkeit. Weil dort auch Essens
erweitern, sagt Patrick Gehrig, Einsatz- reste drin sind, riecht es ziemlich eklig. Von dem Geruch wurde mir fast etwas schlecht.
leiter bei ERB und dort verantwortlich
Was hat Sie am anderen Job überrascht?
für das Projekt. Er hat für Stefan Schnei
Imhof: Dass ich nach der Arbeit viel weniger müde war als sonst. Ich hatte noch richtig
ter ein Programm zusammengestellt,
Energie, obwohl ich ja auch körperlich gearbeitet habe.
damit dieser alle Bereiche von Entsor-
Schneiter: Bei mir wars das Gegenteil. Ich war jeweils völlig k.o. Die Arbeit als Belader
ist körperlich wirklich sehr anstrengend. Ich war jeweils um 20 Uhr im Bett.MAZ 4/2019 Aktuell Seite 7
«KOOPERATION BERN» Sechs Gemeinden
prüfen Fusion
Die Gemeinden der Agglome- sonders stark mit Bern verwoben ist. Januar 2020 vorliegen, nach einer Ver-
ration sind längst zusammen- 2018 hat das Gemeindeparlament nehmlassung im Frühjahr und einem
von Ostermundigen den Auftrag zu politischen Prozess im Herbst werden
gewachsen. Nun hat die Stadt
Fusionsabklärungen gegeben. In der gegen Ende 2020 die Legislativorgane
Bern gemeinsam mit Bolligen,
Folge haben Bern und Ostermundi- der Gemeinden Grundsatzentscheide
Bremgarten, Frauenkappelen, gen auch die anderen Gemeinden der fällen, ob ab 2021 Fusionsverhandlun-
Kehrsatz und Ostermundigen Agglomeration dazu eingeladen, sich gen aufgenommen werden sollen
eine Studie in Auftrag gege- an den Abklärungen zu beteiligen. oder nicht.
ben, die klären soll, ob man Bolligen, Bremgarten, Frauenkappe-
len und Kehrsatz haben sich ange- Ehrgeiziger Fahrplan
sich auch politisch zusam-
menschliessen will. schlossen und gemeinsam wurde das Die sechs Gemeinden haben sich für
Projekt «Kooperation Bern» gestartet. das Projekt einen ehrgeizigen Fahr-
ANDREAS LÜTHI plan gegeben, der die Beteiligten
In unserem Alltag spielen die Gemein- Studie untersucht Szenarien stark fordert. Ziel ist es, eine allfällige
degrenzen rund um Bern kaum mehr Gemeindefusionen geschehen nicht Fusion in der kommenden Legislatur
eine Rolle. Ganz selbstverständlich über Nacht. Erst einmal muss abge- bis 2025 unter Dach und Fach zu brin-
bewegen wir uns in der ganzen klärt werden, ob Zusammenschlüsse gen. In Bern sind bereits jetzt ver-
Agglomeration, wohnen zum Beispiel
in Bolligen oder Kehrsatz, arbeiten in
Bern, gehen nach Ostermundigen ins
Freilichttheater, spielen in Bremgarten
Tennis und am Sonntag führt uns die
Velotour durch Frauenkappelen. Ähn-
lich verhalten sich Unternehmen. Sie
fällen Standortentscheide über Ge-
meindegrenzen hinweg und sind in
der ganzen Region tätig. Geht es aller-
dings um den Papierkram, um Regle-
mente, Bewilligungen und Behörden-
gänge, gibt es auf kleinem Raum eine
Vielzahl von Ansprechpartnern. Pri-
vatpersonen spüren die Kleinräumig-
keit der Gemeindelandschaft auch an
der Urne, wo sie nur über Geschäfte
ihres Wohnorts entscheiden können,
auch wenn die Vorlagen in den Nach-
bargemeinden sie vielleicht ebenso
betreffen. Blick über Stadt und Agglomeration Bern:
Ist die Zeit reif für weitere Fusionen? Bild: Bern Welcome
Anstoss aus Ostermundigen
Die Agglomeration Bern hat sich stark überhaupt sinnvoll sind. Zu diesem schiedene Abteilungen der Stadtver-
entwickelt, die Gemeindegrenzen Zweck haben die sechs Gemeinden waltung mit dem Projekt beschäftigt.
blieben lange unangetastet. Genau des Projekts eine Studie in Auftrag ge- Sollte es zu Fusionsverhandlungen
hundert Jahre ist es her seit der letz- geben, die Vor- und Nachteile sowie und zu einer Fusion kommen, wird
ten Fusion, als Bümpliz 1919 zu einem Auswirkungen verschiedener Fusions- das Projekt wohl in den meisten Ver-
Stadtteil von Bern wurde. Nun, just im szenarien untersucht. Unter die Lupe waltungsbereichen auf die eine oder
Jubiläumsjahr, liegt das Thema Fusion genommen werden Bereiche wie andere Art Thema werden.
wieder auf dem Tisch. Der Anstoss Raumplanung, Schule, Soziales, Ein-
dazu kam aus Ostermundigen, das wohnerdienste, Finanzen, Personal Fragen und Anregungen zum Projekt:
siedlungs- und verkehrstechnisch be- und vieles mehr. Die Studie wird Ende kooperation@bern.chSeite 8 Nachgefragt MAZ 4/2019
SCHUTZ UND RETTUNG BERN «Die Abläufe
werden optimiert»
Die beiden Abteilungen Abläufen im Hintergrund profitiert die
Sanitätspolizei Bern sowie Bevölkerung ebenfalls – auch wenn
diese nicht direkt sichtbar sind –,
Feuerwehr, Zivilschutz und
denn sie wird weiterhin auf hochpro-
Quartieramt (FZQ) werden
fessionelle Einsatzkräfte treffen. An-
per 1. Januar 2020 unter dem sonsten bleiben die typischerweise
Namen Schutz und Rettung roten Feuerwehrfahrzeuge rot und
Bern zusammengeführt. die Rettungswagen der Sanitätspoli-
Geleitet wird die neue zei leuchten weiterhin gelb.
Organisation von Simon
Zumstein, dem bisherigen Was bedeutet der Zusammen-
schluss für die rund 300 betroffenen
Abteilungsleiter FZQ.
Mitarbeitenden – kommt es zu
PETER BRAND Entlassungen?
Zumstein: Unsere Mitarbeitenden
Herr Zumstein, was ist der Grund profitieren direkt von den gestrafften
für die anstehende Fusion? Prozessen und den schlankeren
Zumstein: Die beiden städtischen Strukturen. Für die meisten von ihnen
Abteilungen arbeiten seit jeher eng ändert sich aber in ihrer Anstellung
zusammen, eine Fusion ist seit Jahren nichts Grundlegendes: Die Feuer-
ein Thema. Ihr standen jedoch ver- wehrangehörigen schienen nicht
schiedenste politische, aber auch or- plötzlich gebrochene Glieder. Und
ganisationseigene Interessen im Weg, umgekehrt löschen die Angehörigen
welche diesen Schritt verhinderten. der Sanitätspolizei weiterhin keine
Nun hat sich insbesondere die politi- Brände. Es gibt aber Anpassungen
sche Lage verändert und macht die bei einzelnen Jobprofilen, weil sich
Fusion nicht nur möglich, sondern Aufgaben erweitert oder geändert
dringend notwendig. haben. Dies ist insbesondere bei
«Die Bevölkerung wird weiterhin auf leitenden Funktionen der Fall. Zu Ent
Welche Vorteile bringt hochprofessionelle Einsatzkräfte treffen»: lassungen hingegen wird es nicht
der Zusammenschluss? Simon Zumstein. Bild: pbr kommen.
Zumstein: Die Abläufe werden opti-
miert, die Strukturen vereinfacht. mannes wird sich grundsätzlich Verschiedene, über Jahre gewach
Gleichzeitig können beispielsweise nichts ändern. Aufgaben, Kompeten- sene Betriebskulturen zusammen
bei der Beschaffung, der Führung zen und Verantwortung bleiben bei zubringen, ist eine Herausforderung.
oder in der Administration Synergien der ausrückenden Frau- respektive Wie fördern Sie das gemeinsame
genutzt werden. Dies wirkt sich direkt Mannschaft. Aber es wird künftig bei- Verständnis?
auf die Effizienz der neuen Organisa spielsweise nur noch eine Autowerk- Zumstein: Wir sind uns der unter-
tion aus und stellt sicher, dass die statt, ein Sekretariat, eine Logistikstel- schiedlichen Betriebskulturen durch-
Stadt Bern auch künftig bestens für le oder eine Abteilungsleitung geben. aus bewusst. Mit verschiedenen
die Herausforderungen in Sachen Massnahmen wie gemeinsamen Ver-
Schutz und Rettung gewappnet ist. Und was werden die Bernerinnen anstaltungen, Arbeitsgruppen oder
und Berner von der neuen Kommunikationskanälen, dem Schaf-
Was bedeutet die Fusion für Organisation merken? fen gemeinsamer Werte oder eines
die betrieblichen Abläufe – wie Zumstein: Ihnen wird in erster Linie einheitlichen visuellen Auftritts wol-
unabhängig bleiben Feuerwehr auffallen, dass unsere Uniformen, Fahr- len wir das Gemeinsame betonen
und Sanitätspolizei im Alltag zeuge und Gebäude mit «Schutz und und fördern. Dabei wissen wir, dass
beispielsweise? Rettung Bern» angeschrieben sind. das Etablieren einer gemeinsamen
Zumstein: Am Beruf der Rettungs So heisst die neue Organisation ab Unternehmenskultur seine Zeit
sanitäterin oder des Berufsfeuerwehr- 1. Januar 2020. Von den optimierten braucht.MAZ 4/2019 Nachgefragt Seite 9
ICT-SICHERHEIT «Die Gefahren
sind vielfältig»
Im Rahmen einer Kampagne mit den heutigen technischen Mitteln
sollen die Stadtmitarbeiten- lernen und sich der Risiken bewusst
sind. Sie sollen auch die Sicherheits-
den punkto Sicherheit auf
massnahmen kennen, die sie selbst
ihrem PC geschult werden.
ergreifen können. Seit April 2014 wer-
Was genau ist geplant? Im den bereits die neu eintretenden Mit-
Gespräch mit Martin Müller, arbeitenden geschult. Die Rückmel-
ICT- Sicherheitsbeauftragter dungen aus diesen Kursen sind sehr
der Stadtverwaltung Bern. positiv. Die Schulungen für Mitarbei-
tende, die vor April 2014 in die Stadt-
PETER BRAND
verwaltung eingetreten sind, werden
Herr Müller, im Rahmen der geplanten über das ganze nächste Jahr verteilt.
ICT-Sicherheitskampagne durch- Die Betreffenden können frei aus rund
laufen die Stadtmitarbeitenden eine 75 Terminen wählen.
Schulung. Warum ist das nötig?
Müller: Die Digitalisierung bietet viele Auch die Vorgesetzten werden
Chancen. Sie revolutioniert heute und geschult. Was lernen sie?
in Zukunft unser Leben. Doch wo Müller: 2020 werden vier Kader-Events
Chancen sind, lauern meist auch durchgeführt, die sich an sämtliche
Gefahren. In der heutigen «Cyber- Mitarbeitenden der Kaderstufen 1 bis
Welt» sind uns nicht immer alle Akteu- 4 richten. An diesen Anlässen geht es
re wohlgesinnt. Entsprechend drohen darum, die Verantwortlichkeiten auf-
im Arbeitsalltag Gefahren aus dem zuzeigen, die die Vorgesetzten für die
Netz. Um diese zu erkennen und rich- Daten ihrer Mitarbeitenden und dieje-
tig darauf zu reagieren, ist die Schu- nigen der Bevölkerung haben. Weiter
lung der städtischen Mitarbeitenden wollen wir mit einer Demo aufzeigen,
sehr wichtig. wie einfach Personen und Systeme
heute gehackt werden können.
Konkret: Welche Gefahren «Die Mitarbeitenden sollen die Risiken
aus dem Netz drohen? erkennen und richtig darauf reagieren Der Lernerfolg der Teilnehmenden
Müller: Die Gefahren sind vielfältig können»: Martin Müller. Bild: pbr soll im Nachhinein überprüft werden.
und meist nicht auf den ersten Blick zu Was erwartet da die Mitarbeitenden?
erkennen. Es wird beispielsweise ver- einen virenverseuchten E-Mail-Anhang Müller: Sie können mit einem E-Lear-
sucht, über gefälschte E-Mails, Web- öffnen. Ein gewisses Mass an Misstrau- ning ihren eigenen Wissensstand
seiten oder Anrufe an vertrauliche In- en und gesundem Menschenverstand überprüfen. Bereits durch die Teilnah-
formationen zu gelangen oder über im Alltag ist daher hilfreich. Deshalb me sind alle Mitarbeitenden Gewin-
verseuchte Anhänge in unsere Syste- auch der Slogan unserer Kampagne: nerinnen und Gewinner, denn sie er-
me einzudringen und so die Verwal- «Bisch dr sicher?!». Er soll zum Mitden- halten ein Gadget für den Alltag. Zum
tung lahmzulegen oder Daten zu ken und kritischen Hinterfragen des Schluss der Kampagne findet zudem
stehlen. Solche Angriffe lassen sich Benutzerverhaltens anregen. Ziel ist es eine Verlosung für alle Teilnehmen-
ohne grossen Aufwand oder vertiefte letztlich, gemeinsam unsere Daten den mit tollen Preisen statt.
Kenntnisse ausführen und werden oft und diejenigen der Bevölkerung zu
ermöglicht, weil die Sicherheitsvorga- schützen und das Vertrauen in die Ver-
ben nicht eingehalten werden. waltung zu wahren.
Was können die Benutzerinnen Was lernen die Mitarbeitenden in
und Benutzer denn Unsach- den Schulungen? Und in welchem Links
gemässes tun? Zeitraum spielen sie sich ab? Internet:
Müller: Sie können beispielsweise ein Müller: Für uns ist es zentral, dass die Intranet: https://intranetbern.bgov.ch/
schwaches Passwort verwenden oder Mitarbeitenden den sicheren Umgang informatik/it-sicherheitSeite 10 Personalnachrichten MAZ 4/2019
PERSONAL 77 Eintritte, 26 Jubiläen,
21 Pensionierungen
August Oktober
Dean Addo Petra Scheidegger Bettina Loosli Trendeline Berisha
Eintritte
SUE, Polizeiinspektorat SUE, Polizeiinspektorat SUE, Erwachsenen- BSS, Alters- und
Jenny Aebi Rita Schüpbach und Kindesschutz Pflegeheim Kühlewil
BSS, Familie & Quartier BSS, Schulamt Ursula Lottaz Lilian Bigler
Stadt Bern Tamara Schwager FPI, Finanzinspektorat BSS, Familie & Quartier
Angélique Ambühl-Erni BSS, Familie & Quartier Sandra Mani-Michel Stadt Bern
BSS, Schulamt Stadt Bern BSS, Alters- und Anja Jost
Marcel Bächer Javier Suarez Pflegeheim Kühlewil SUE, Polizeiinspektorat
PRD, Direktions- TVS, Tiefbauamt Matthieu Minder Michael Jost
stabsdienste Soraya Waibel FPI, Rebgut Neuenstadt BSS, Alters- und
Yves Baumgartner FPI, Immobilien Stadt Bern Cyrille Müller Pflegeheim Kühlewil
TVS, Tiefbauamt BSS, Direktions- Sandra Mauron
Adrian Castrischer September stabsdienste TVS, Stadtgrün
TVS, Verkehrsplanung Anita Beyeler Schenja Niederhauser Anna Iléa Mayer
Nicole Sylvie Cochard TVS, Direktions- FPI, Informatikdienste BSS, Familie & Quartier
FPI, Immobilien Stadt Bern stabsdienste Svenja Annika Niggeler Stadt Bern
Joel Costa Florian Broch TVS, Stadtgrün Lukas Richner
FPI, Logistik Bern TVS, Geoinformation Eliane Pillichody BSS, Sozialamt
Ricardo Espinoza Rios Sina Burri Ombudsstelle Corina Rieder
FPI, Immobilien Stadt Bern BSS, Sozialamt Manuel Reitze BSS, Familie & Quartier
Bettina Feddern Nina Christen BSS, Familie & Quartier Stadt Bern
SUE, Erwachsenen- TVS, Entsorgung Stadt Bern Mario-Enrico Rosato
und Kindesschutz und Recycling Thomas Rolli TVS, Entsorgung
Luca Fübringer Katja Eggenschwiler TVS, Stadtgrün und Recycling
BSS, Familie & Quartier TVS, Entsorgung Fabian Salvisberg Sangavi Sivaguru
Stadt Bern und Recycling BSS, Sportamt SUE, Erwachsenen-
Daniela Ingold Nils Enderli Karin Schlup und Kindesschutz
FPI, Logistik Bern Ombudsstelle BSS, Schulamt Kirill Steffen
Ariane Joye Werner Grossen Barbara TVS, Entsorgung
BSS, Schulamt TVS, Entsorgung Schmitt Schneider und Recycling
Fabian Keller und Recycling BSS, Familie & Quartier Thomas Sterchi
FPI, Immobilien Stadt Bern Fatmir Halimaji Stadt Bern TVS, Stadtgrün
Kerstin Kommer BSS, Direktions- Dixit Sushila Anja Stocker
BSS, Schulzahn- stabsdienste SUE, Direktions- SUE, Erwachsenen-
medizinischer Dienst Thorsten Hauk stabsdienste und Kindesschutz
Diem My Le TVS, Tiefbauamt Maria Anna Teora Eva Tschannen
BSS, Familie & Quartier Andrea Hauswirth FPI, Immobilien Stadt Bern FPI, Finanzinspektorat
Stadt Bern BSS, Schulamt Jasmin Thoenen Rebecca Weber
Elvidona Lena Sabrina Hayoz SUE, Erwachsenen- BSS, Familie & Quartier
BSS, Familie & Quartier Ratssekretariat und Kindesschutz Stadt Bern
Stadt Bern Muriel Hügli Nebiya Vaveendran Manuela Willi
Marcial Lüscher PRD, Gleichstellung BSS, Alters- und PRD, Direktions-
FPI, Immobilien Stadt Bern Dora Käser Pflegeheim Kühlewil stabsdienste
Michaela Mauron SUE, Erwachsenen- Ann Lea Vogel
BSS, Sozialamt und Kindesschutz BSS, Gesundheitsdienst
Carsten Moritz Isabelle Keller Anna Wälti
SUE, Polizeiinspektorat Stadtkanzlei TVS, Stadtgrün
Sabrina Nydegger Stefan Kumli Hans Peter Wüthrich
SUE, Polizeiinspektorat FPI, Informatikdienste FPI, Immobilien Stadt BernMAZ 4/2019 Personalnachrichten Seite 11
Ulrich Guggisberg
FPI, Logistik Bern
August 25 Jahre
Therese Beljean Stefan Jungi (ohne Bild)
Jubiläen 25 Jahre
Pensionierungen
Weitere Jubiläen
BSS, Schulamt TVS, Tiefbauamt Lorenz Werner
Hans Brünisholz TVS, Entsorgung
TVS, Tiefbauamt und Recycling
Martin Burkhardt
PRD, Hochbau Stadt Bern 30 Jahre
Ursula Pfenninger Cornelia Bieri
TVS, Stadtgrün Jürg Leibundgut FPI, Personalamt
Helena Rüegg FPI, Logistik Bern Paul Burkhard
BSS, Schulamt BSS, Alters- und
Hans-Ulrich Sommer Pflegeheim Kühlewil
SUE, Feuerwehr Charlotte Klein
Zivilschutz Quartieramt TVS, Verkehrsplanung
Stefanie Sterchi Heinz Leu Ursula Nydegger
BSS, Schulamt BSS, Familie & Quartier BSS, Alters- und
Daniel Wüthrich Stadt Bern Pflegeheim Kühlewil
FPI, Immobilien Stadt Bern Jeanette Piller
BSS, Alters- und
September Pflegeheim Kühlewil
Liliane Aebischer Johanna Rösti
BSS, Alters- und Versicherungsamt Hansueli Räz FPI, Immobilien Stadt Bern
Madeleine Baumann BSS, Direktions- Karin Ryff
BSS, Alters- und stabsdienste TVS, Stadtgrün
Pflegeheim Kühlewil Thomas Schatzmann
Fritz Bucher TVS, Tiefbauamt
BSS, Schulamt Michael Scheurer
Walter Glauser FPI, Immobilien Stadt Bern
TVS, Stadtgrün Emil Ruprecht Markus Schneider
Katharina Schlegel Meyer BSS, Familie & Quartier TVS, Tiefbauamt
BSS, Schulzahnmedizinischer Dienst Stadt Bern Anton Weber
Maria Walther BSS, Alters- und
PRD, Direktionsstabsdienste Pflegeheim Kühlewil
Marianne Windler
Oktober BSS, Familie & Quartier
Peter Berger Stadt Bern
SUE, Sanitätspolizei Stefan Schärer Adrian Wyss
Brigitte Bürge TVS, Tiefbauamt TVS, Stadtgrün
BSS, Sportamt
Slobodanka Dangubic 35 Jahre
BSS, Alters- und Ralf Haldemann
Pflegeheim Kühlewil TVS, Tiefbauamt
Jesus Garcia Peter Leuenberger
TVS, Tiefbauamt Markus Schmidlin TVS, Entsorgung
Heinz Küpfer FPI, Steuerverwaltung und Recycling
TVS, Tiefbauamt
Therese Perrottet 40 Jahre
BSS, Schulamt Peter Berger
Theres Wägli SUE, Sanitätspolizei
FPI, Personalamt
Susanna Seiler
BSS, SozialamtSeite 12 Zurückgeblickt MAZ 4/2019
ZURÜCKGEBLICKT «Spannend und
herausfordernd»
Ende Jahr geht Irène Seither ist im Bereich Schule Ihr schönster Erfolg?
Hänsenberger in Pension. einiges gegangen. Welches sind Hänsenberger: Ich bin stolz und
in Ihren Augen die wichtigsten dankbar, dass wir mit vereinten
Sie leitete 14 Jahre die
Veränderungen? Kräften aus einer Krise heraus die
Geschicke des Schulamts
Hänsenberger: Wir bauten pionier- Schulraumplanung aufbauen konn-
der Stadt Bern. Die MAZ haft und konsequent die Tagesschu- ten. Wir verbesserten sie Stück für
traf sie zum Abschluss- len aus. Das war vor allem das Ver- Stück und brachten sie dank verschie-
interview. dienst der damaligen Gemeinderätin dener Instrumente und dem starken
Edith Olibet. Ich stiess erst in der End- Willen zur Zusammenarbeit auf einen
PETER BRAND
phase dieses Geschäfts dazu. Bereits guten Boden und erreichten Konti
Frau Hänsenberger, Ende Jahr nuität und politische Akzeptanz. Dass
gehen Sie in den Ruhestand. wir hier auf gutem Weg sind, freut
Mit welchen Gefühlen verlassen mich besonders.
Sie die Stadtverwaltung?
Hänsenberger: Ich gehe einerseits Das zäheste Geschäft,
erfüllt, denn ich konnte vieles errei- das Sie umtrieb?
chen und mitgestalten. Andererseits Hänsenberger: Das war die Organi-
gehe ich ein wenig angespannt. Ich sation und Führung der Volksschule.
gab mich sehr ein und engagierte Welches ist die richtige Führung? Wie
mich für meine Arbeit. Die Verpflich- viele Schulkommissionen braucht
tungen und Kontakte werden jetzt es? Welche Instrumente der Zusam-
wegfallen. Keine Ahnung, wie das menarbeit sind sinnvoll und zielfüh-
sein wird. Ich habe Respekt und bin rend? Das sind wirklich herausfor-
gespannt, was kommt. dernde Fragen. Diesbezüglich konn-
ten wir uns als Ganzes wenig bewe-
Sie waren 14 Jahre im Amt. gen. Da das Schulamt gegenüber den
Wie würden Sie diese Zeit mit Schulen keine Weisungsbefugnis hat
einem Wort charakterisieren? und immer wieder Zuständigkeits
Hänsenberger: Mit fallen drei Stich- fragen die Diskussionen beherrsch-
worte dazu ein: spannend, abwechs- ten, brauchte es jeweils viel Überzeu-
lungsreich, herausfordernd. Meine gungskraft, Geduld und Hartnäckig-
Stelle war alles gleichzeitig. keit, um uns gemeinsam weiterzu-
entwickeln.
Sie traten Ihre Stelle als Leiterin
Schulamt 2006 an. Welche Themen Was war Ihnen bei Ihrer Arbeit
beschäftigten Sie damals? besonders wichtig?
Hänsenberger: Ich trat mein Amt an, Hänsenberger: Mein Ziel war stets,
als gerade die Stadtratsdebatte zur miteinander tragfähige Lösungen zu
Organisation der Volksschule der Verlässt die Stadtverwaltung Ende Jahr: erarbeiten. Ich wollte nicht verharren
Stadt Bern bevorstand. Das Schul- Irène Hänsenberger. Bild: pbr in irgendwelchen Positionen, son-
reglement wurde in der Folge totalre- dern vielmehr vorwärtsgehen und
vidiert, was einen grossen Umbau 2008 gab es flächendeckend Tages- anstehende Probleme und Heraus-
mit sich brachte. So wurden beispiels- schulen in der Stadt Bern. In den letz- forderungen lösen. Es ging mir dar-
weise die Schulkommissionen von 18 ten Jahren rückten dann immer mehr um, Antworten auf offene Fragen zu
auf deren 6 reduziert. Weiter wurde die Ganztagesschulen in den Fokus. finden – dies wenn immer möglich
intensiv darüber diskutiert, ob es wei- Die Erarbeitung des Integrationskon- unter Einbezug der Betroffenen. Es
terhin eine Kommission für Klein zepts war ebenfalls eine wichtige braucht meiner Meinung nach im
klassen und Spezialunterricht geben Arbeit. Daraus resultierte die schritt- Schulbereich Lösungen, hinter denen
sollte. Das war eine sehr emotionale weise Umsetzung einer integrativen auch die Basis steht. Ist ihre Energie
Diskussion. Schule. da, ist vieles möglich. MAZ 4/2019 Gut zu wissen Seite 13
BERNETZ Die entscheidende
Vernetzung
«Bernetz» ist ein Netzwerk-
programm für qualifizierte
Migrantinnen und Migranten,
die auf Stellensuche sind.
Sie werden mit Berufsleuten
aus unterschiedlichen Bran-
chen und Fachbereichen
vernetzt. Ein Beispiel, wie
das ablaufen und wohin
es führen kann.
KATHARINA REDERER
Sie lacht viel und ihr Lachen ist anste-
ckend. Sie strahlt viel Lebensfreude
aus und sie hat immer gute Laune.
Erika Bernasconi ist 38 Jahre alt und
arbeitet seit 2017 im Sekretariat des
Generalsekretariats der BSS. Sie ist Hat vom Netzwerkprogramm profitiert: Erika Bernasconi. Bild: pbr
Mexikanerin und hat mit ihrem Mann
und ihren beiden Kindern, Anna und und persönlichen Auftritt geschult samen meinte: «Ruf trotzdem an, frag
Carlo, bis vor sechs Jahren in Oaxaca und können sich ein berufliches Netz- nach.» Und siehe da: Sie konnte ihre
in Mexiko gelebt. Bernasconi, die eine werk aufbauen. Eine ihrer Vernetzerin- Bewerbung nachträglich einreichen,
Ausbildung in Marketing und Event- nen war eine Kommunikationsfach- sich vorstellen und hat mit ihren Qua-
management hat, hat sich in der frau, die sie über die Schweizer Ar- lifikationen überzeugt und wurde an-
Schweiz nach einer Arbeit umge- beitswelt informierte, aber auch Klar- gestellt. Sie war von Beginn weg und
schaut: «Ich ging überall hin und habe text sprach: «Ich möchte dich sehr er- ist es auch heute: eine Bereicherung
mit allen gesprochen», sagt sie. Mit muntern, noch eine Ausbildung in der im GS-Team.
ihrer Qualifikation und ihrer offenen Schweiz nachzuholen.»
Art war sie bei der Organisation von Ehrliches Feedback
Veranstaltungen aller Art sehr gefragt: Freie Stelle in der Verwaltung Erika Bernasconi sagt rückblickend:
«Aber ich war immer die Freiwillige.» Susanne Rebsamen, die damalige «Es war nicht ganz einfach zu hören,
Sie suchte aber eine bezahlte Arbeit. KI-Projektleiterin, machte Erika Bernas- dass meine Ausbildungen aus Mexiko
coni nach Beendigung des «Bernetz»- in der Schweiz wenig Gewicht ha-
Inserat im Anzeiger Programms auf eine freie Stelle im ben.» Doch es komme darauf an, was
Im Anzeiger für die Stadt Bern ist sie Sekretariat des BSS-Generalsekreta man aus einem solchen Feedback
auf ein Inserat des Kompetenzzent- riats aufmerksam. Bernasconi war be- mache. Sie hat es zu einer Festanstel-
rums Integration (KI) für das Pilotpro- eindruckt ob dem langen Anforde- lung und zu einem nachträglichen
jekt «Bernetz» gestossen. Gefragt wa- rungskatalog und hatte sich das nicht KV-Abschluss geführt. Derzeit ist sie in
ren «qualifizierte Migrantinnen und zugetraut. Schliesslich war die Bewer- einem Qualifikationsverfahren für Per-
Migranten, die in der Schweiz in ihrem bungsfrist abgelaufen. Susanne Reb- sonen aus dem KV-Bereich.
Berufsfeld noch nicht Fuss fassen
konnten». Das hat Erika Bernasconi
verunsichert, sie fühlte sich nicht ge-
nügend «qualifiziert». Dennoch rief sie
Einstiegspraktikum in der Verwaltung
im KI an, wo das Team ihren Lebens- Das «Bernetz»-Programm geht im Februar 2020 in die fünfte Runde. Ab sofort können
lauf prüfte und sie ins Projekt auf- sich Interessierte dafür bewerben: www.bern.ch/bernetz. Der Schwerpunkteplan
nahm. Die Teilnehmenden werden Integration 2019–2021 sieht die Förderung der personellen Diversität vor. Dienststellen
unter anderem in ihrem schriftlichen können daher neu für die Schaffung von Praktikumsstellen für erwachsene Migrantin-
nen und Migranten oder für Sprachförderung Gelder beantragen. Informationen sind
beim Kompetenzzentrum Integration erhältlich.Seite 14 Junge Themen MAZ 4/2019
BERUFSBILDENDE An vorderster
Ausbildungsfront
Sie tragen massgeblich dazu bei, dass
die Lernenden der Stadtverwaltung Bern
Sonja Hirschi, Wir
ihre Lernziele erreichen und zu guten tschaftsamt
Berufsleuten heranreifen: die städtischen Ich bin se
it mehreren Jahren
in der Ausbildung
Berufsbildenden. Die MAZ lässt zwei Bei der Stadt Bern von Lernenden tät
begleite ich seit vie ig.
und Kaufmänner au r Jahren angehend
von ihnen zu Wort kommen. f ihrem Weg in die e Ka uf fraue n
wieder aufs Neue, Berufswelt. Ich merk
wie gut mir diese zu e immer
PETER BRAND Ich finde die Arbeit sätzliche Verantwor
mit jungen Mensch tung tut.
Seiten profitieren vo en überaus spanne
n der Zusammenarb nd. Beide
eit: Ich vermittle de
n Lernen-
den mein Fachwisse
n, sie animieren
mich, die Dinge im
mer wieder neu zu
sehen und im Kopf
jung zu bleiben.
Meine Hauptaufga
be ist die Vermittlun
des kaufmännischen g
Wissens und die
Erreichung der gem
einsam definier ten
Lernziele. Ich bin Co
ach für Fragen in
der Ausbildung – un
d manchmal auch
für Fragen, die das
Leben stellt. Ich
begleite die Lernen
den eng. Zurzeit ist
Stefan Bachofner be
i mir. Wir arbeiten
Pult an Pult im gleich
en Büro und
organisieren uns se
hr unkompliziert.
Tauchen Fragen au
f, klären wir sie
spontan und direk
t über den Tisch
hinweg.
ilien Stadt Bern
Adrian Fiechter, Immob Gastro- rst in der
Jahren Lernende aus – zue
Ich bilde bereits seit zehn altung. Als Leiter
Jahren bei der Stadtverw
nomie und nun seit drei de bin ich zustän-
Schulstandorts Schosshal
Betrieb und Technik des terhalt mit
bilde Fachleute Betriebsun
dig für zehn Anlagen und iert Ch ristoph Flühmann
aus. Zurzeit abs olv
Fachrichtung Hausdienst das Vermitteln
. Meine Hauptaufgabe ist
seine Ausbildung bei mir End e der Lehre über die
die Lernenden am
des Fachwissens, sodass aus bin ich Ansprech-
fügen. Darüber hin
nötigen Kompetenzen ver jed en Morgen.
Ich sehe die Lernenden
und Bezugsperson für sie. dig en wir ge-
nden Arbeiten. Oft erle
Wir organisieren die anfalle egs . Ich freue
l sind sie alleine unterw
meinsam etwas, manchma und ich meinen
Menschen entwickeln
mich, wenn sich die jungen ebe n, ist eine
Sein Fachwissen weiterzug
Teil dazu beitragen kann. , n fühlt
ma
ngsarbeit ist motivierend
schöne Sache. Die Ausbildu
bleibt fit.
sich am Puls der Zeit undMAZ 4/2019 Fragebogen Seite 15
MAZ-FRAGEBOGEN Nadja Bischoff
Wovon haben Sie als Kind
geträumt?
Von vielem. Etwas davon, das sich
letztlich erfüllt hat: Ich bin tatsächlich
erwachsen geworden …
Wann und warum sind Sie
das letzte Mal rot geworden? Ihr Lieblingsbuch?
Rot steht mir nicht wirklich. Darum Im Moment vor allem
lasse ich das mit dem «Rot-Werden» Nadja Bischoff, geboren in Aarberg, Schellen-Ursli und Flurina …
lieber bleiben. aufgewachsen in Worben,
seit 1. Mai 2018 Ratssekretärin Buch oder Tolino?
Sie können eine Zeitreise der Stadt Bern. Ich mag schöne Bücher.
machen: Wohin geht es?
Zum Erfinder der Zeitmaschine. Mozart oder Miles Davis?
Dann könnte ich fortan reisen, Business oder Casual? Ganz klar Mozart und Co.
wohin ich möchte. Ganz klar Business.
Bei welchem Lied im Radio
Mit wem würden Sie gerne Was machen Sie auf singen Sie laut mir?
einen Tag tauschen? dem Arbeitsweg? Eigentlich bei jedem, das ich
Mit niemandem. Ich bin mit Ich sitze im Zug, trinke im halbwegs kenne.
meinem Leben ganz zufrieden. Speisewagen einen Espresso,
lese die Tagespresse und Welches Sportutensil
Das schönste Geburtstags beantworte erste E-Mails. haben Sie zuletzt gekauft?
geschenk, das man Ihnen Ein Paar Turnschuhe.
machen kann? Velo oder E-Bike?
Zeit, die ich mit mir lieben Ich bin ÖV-Nutzerin und Welches haben Sie
Menschen verbringen darf. Fussgängerin. zuletzt benutzt?
Mein Yoga-Outfit.
Ihr Lichtblick nach einem Was kochen Sie Ihren
tristen Arbeitstag? liebsten Gästen? Kino oder Netflix?
Die Freude auf spannende und Bei mir zu Hause kochen die Mich trifft man eher im
entspannte Abendstunden im Männer, ich besorge den Abwasch. Theater an.
Kreise meiner Familie und Freunde. Meine liebsten Gäste wissen
insbesondere den ersten Teil Was steht zuoberst auf
Morgensitzung oder dieser Aufgabenteilung sehr zu Ihrer Bucket List?
Abendtermin? schätzen … Vieles gleichzeitig – ständig
Beide Varianten haben ihre kommt Neues hinzu und
Vorzüge. Was setzen Sie Ihren anderes wird abgehakt.
liebsten Feinden vor?
Feinde habe ich keine. Sollte
ich welche kriegen, dann wohl
am besten eine Friedenspfeife.
Was gehört auf die Pommes?
Natürlich Moules.Ausgezeichnet
Der Umweltpreis 2019 der Stadt Bern
geht an das Projekt «_walk on the wild
side» der Fachstelle Natur und Ökologie
von Stadtgrün Bern. Fachstellenleiterin
Sabine Tschäppeler (siehe Bild) durfte
kürzlich die Auszeichnung und einen
Beitrag in die Teamkasse entgegen
nehmen. Im Zentrum des Projekts stand
die Frage, wie die Lebensqualität von
Aussenräumen verbessert werden kann.
Angegangen wurde dieses Thema mit
einer dreitägigen Wanderung durch
sechzehn städtische Wohnsiedlungen.
Daran nahmen sechzig Personen aus
Planung, Verwaltung, Politik und
Quartieren teil. Die Erkenntnisse des
«walks» sind in einem Buch festge
halten (www.bern.ch/walk).
Bild: pbr
Agenda
Bild: zvg
Orchideen treffen Keramik:
Unter diesem Titel findet vom 23. bis
26. Januar 2020 in der Elfenau die
traditionelle Orchideenausstellung statt
(www.orchideen-bern.ch). Die MAZ
verlost zehn Gratiseintritte unter den
Leserinnen und Lesern. Sind Sie an einem
Ticket interessiert? Dann senden Sie
eine E-Mail mit Ihren Koordinaten an
peter.brand@bern.ch. Einsendeschluss
ist der 18. Dezember 2019.Sie können auch lesen