Faktenblätter zum deutschen Wohnungsmarkt 2022 - BMWSB

Die Seite wird erstellt Britta Grimm
 
WEITER LESEN
Faktenblätter
zum deutschen
Wohnungsmarkt
2022

Stand: September 2022   1
Themen

1. Bauvolumen und Kapazitätsauslastung

2. Wohnungsangebot

3. Wohnungsnachfrage

4. Mieten und Preise

5. Fördermaßnahmen

                                         3
Abbildungen

Abbildung 1:   Bauvolumen in Deutschland 2009              Abbildung 11: Veränderungen der Erst- und Wieder­
               und 2021                                6                 vermietungsmieten inserierter
                                                                         Wohnungen nach Kreistypen 2011
Abbildung 2:   Auslastungsgrad in Bauwirtschaft und                      bis 1. Halbjahr 2022                   26
               Baugewerbe 2014 bis 2022                8
                                                           Abbildung 12: Entwicklungen von Wohnungsmieten
Abbildung 3:   Baugenehmigungen, Baufertigstellungen                     und Verbraucherpreisindex 2015 bis
               und Bauüberhang 2005 bis 2021         10                  Juni 2022                              28
Abbildung 4:   Bautätigkeit von Wohnungen                  Abbildung 13: Preisindizes für Wohnimmobilien 2010
               nach Gebäudeart 2005 bis 2021          12                 bis 2021 und Bauland 2010 bis 2020     30
Abbildung 5:   Bautätigkeit von Wohnungen                  Abbildung 14: Veränderung der Baupreise für
               nach Gebäudeart 2021                   14                 Neubau von Wohngebäuden 2015
Abbildung 6:   Anteil von Mietwohnungen nach                             bis 2022                               32
               Eigentümern 2011                       16   Abbildung 15: Wohngeldhaushalte und -ausgaben
Abbildung 7:   Bevölkerungsentwicklung 2015 bis 2020 18                  2007 bis 2020                          34

Abbildung 8:   Bevölkerungsentwicklungen und               Abbildung 16: Bestand und Neubau gebundener
               Wanderungen 2000 bis 2020              20                 Mietwohnungen 2007 bis 2021            36

Abbildung 9:   Erst- und Wiedervermietungsmieten von       Abbildung 17: Mieterhaushalte mit günstigen
               inserierten Wohnungen 1. Halbjahr 2022 22                 Nettokaltmieten 2018                   38

Abbildung 10: Erst- und Wiedervermietungsmieten von
              inserierten Wohnungen nach Kreistypen
              2010 bis 1. Halbjahr 2022             24

4                                                                                                                5
1. Bauvolumen und Kapazitätsauslastung
Bauvolumen auf Rekordniveau –                                                               Nach Berechnungen des DIW Berlin weist der
Wohnungsbau dominiert                                                                       Wohnungsbau mit 58 Prozent den weitaus höchsten
                                                                                            Anteil am Bauvolumen im Jahr 2021 auf, gefolgt vom
Abbildung 1:              Bauvolumen in Deutschland 2009 und 2021                           Wirtschaftsbau und dem öffentlichen Bau. Aufgrund
                                                                                            des Aufschwungs am Wohnungsmarkt hat diese
                                                                                            ­Dominanz in den letzten Jahren zugenommen. Im
                                  63,1
                                Mrd. Euro                                                    Jahr 2009 betrug der Anteil 52,6 Prozent. Innerhalb
                                (13,3%)
                                                                                85,9         des Wohnungsbaus überwiegen mit rund 69 Prozent
Bauvolumen 2021                                                               Mrd. Euro
                                                276,4                          (31,1%)       Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Dabei
insgesamt                    135,3            Mrd. Euro
474,7 Mrd. Euro            Mrd. Euro           (58,2%)                                       handelt es sich um ­­Um- und Ausbaumaßnahmen
                            (28,5%)                                  190,4 Mrd. Euro
                                                                         (68,9%)             sowie Modernisierungen und Instandsetzungen an
                                                                                             vorhandenen Gebäuden. 31 Prozent der Wohnungs-
                                                                                             bauinvestitionen entfielen 2021 auf den Neubau von
                                                                           31,4 Mrd. Euro
                                    43,1
                                                                               (21,9%)       Wohnungen. Das sind 9 Prozentpunkte mehr als im
                                 Mrd. Euro
                                  (15,8%)
                                                                                             Jahr 2009.
Bauvolumen 2009
                                               143,4
insgesamt                        86,1        Mrd. Euro
272,6 Mrd. Euro                Mrd. Euro      (52,6%)                112,0 Mrd. Euro
                                (31,6)                                   (78,1%)

Baubereich                                 Segmente
      Wohnungsbau                              Neubauvolumen im Wohnungsbau
      Wirtschaftsbau                           Bauvolumen an bestehenden Gebäuden
      Öffentlicher Bau
Anmerkung: Werte in jeweiligen Preisen (nicht inflationsbereinigt)
Datenbasis: BBSR-Bauwirtschaftsbeobachtung,
DIW Bauvolumenrechnung                                               © BBSR Bonn 2022

6                                                                                                                                                  7
Auslastung der Bauwirtschaft weiterhin auf                                                    Der Auslastungsgrad in der Bauwirtschaft hat im Zeit-
hohem Niveau                                                                                  raum 2015 bis 2018 sowohl im Bauhaupt- als auch im
                                                                                              Ausbaugewerbe zugenommen. Im Bauhauptgewerbe
Abbildung 2:            Auslastungsgrad in Bauwirtschaft                                      lag das langjährige Mittel zwischen 2009 und 2013 bei
                        und Baugewerbe 2014 bis 2022                                          68 Prozent. 2018 bewegte sich der Auslastungsgrad auf
                                                                                              einem Höchststand von gut 80 Prozent.

Auslastungsgrad in %
                                                                                              Im zweiten Quartal 2022 ist die Kapazitätsauslastung
86
84                                                                                            im Baugewerbe auf 74 Prozent gesunken. Das gilt
82
                                                                                              sowohl für das Bauhaupt- als auch für das Ausbau-
80
78                                                                                            gewerbe. Die Kapazitätsauslastung liegt aber weiterhin
76
74
                                                                                              über dem Höchstwert während des Baubooms Mitte
72                                                                                            der 1990er-Jahre.
70
68
66
64
     Q1 Q2 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1 Q4 Q1 Q2 Q4 Q1             Q2

      2014       2015       2016       2017       2018       2019     2020     2021    2022
                                       Quartal/ Jahr

             Baugewerbe             Bauhauptgewerbe                 Ausbaugewerbe

Anmerkungen: Die Auslastungsgrade sind Ergebnisse aus Befragungen, die dreimal
jährlich (Jahresbeginn, Frühjahr, Herbst) durchgeführt werden. Für das Frühjahr 2020
liegen pandemiebedingt keine Daten vor.

Datenbasis: BBSR-Bauwirtschaftsbeobachtung, Berechnungen bis zum vierten
Quartal 2017 durch Kiel Economics im Rahmen des Zukunft-Bau-Projektes
„Kapazitätsauslastung im Baugewerbe“.
Berechnungen ab dem ersten Quartal 2018 durch BBSR.
                                                                         © BBSR Bonn 2022

8                                                                                                                                                      9
2. Wohnungsangebot
Baugenehmigungen und Bauüberhang erneut gestiegen                                  Die Wohnungsbautätigkeit ist seit dem Tiefpunkt im
                                                                                   Jahr 2009 deutlich gestiegen. Im Jahr 2021 wurden
Abbildung 3:         Baugenehmigungen, Baufertigstellungen                         rund 293.000 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht
                     und Bauüberhang 2005 bis 2021                                 einer Steigerung um gut 84 Prozent gegenüber 2009.
                                                                                   Im Vergleich zum Vorjahr sind die Baufertigstellungen
Baugenehmigungen, Baufertigstellungen und Bauüberhang 2005 bis 2021                in 2021 erstmals seit 2009 wieder gesunken. Die
Baugenehmigungen / Baufertigstellungen                           Bauüberhang in    Zahl der genehmigten Wohnungen ist 2021 dagegen
Wohnungen in 1.000                                            1.000 Wohnungen
                                                                                   erneut gestiegen – um 3,3 Prozent auf knapp 381.000
450                                                                        1.000
425                                                                        950     Wohnungen.
                                                                           900
400                                                                        850
375                                                                        800
                                                                           750
                                                                                   Da die Anzahl der Baugenehmigungen die der Fertig-
350
325
                                                                           700     stellungen seit 2009 übersteigt, gab es Ende 2021 rund
                                                                           650
300                                                                        600     847.000 Wohnungen, die genehmigt, aber noch nicht
                                                                           550
275
                                                                           500     fertiggestellt waren (Bauüberhänge). Der Rückgang der
250                                                                        450     Baufertigstellungen in Verbindung mit dem stark ange-
225                                                                        400
200                                                                        350     stiegenen Bauüberhang 2021 deutet darauf hin, dass im
                                                                           300
175                                                                        250     vergangenen Jahr Verzögerungen bei den Bauvorhaben
150                                                                        200
      05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
                                                                                   aufgetreten sind. Gründe dafür dürften die Baupreis-
                                     Jahr                                          steigerungen, Lieferengpässe sowie die hohe Auslastung
         Baugenehmigungen            Baufertigstellungen         Bauüberhang       des Baugewerbes sein.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,
Statistisches Bundesamt – Fachserie 5 Reihe 1
                                                               © BBSR Bonn 2022

10                                                                                                                                          11
Baufertigstellungen: Positiver Trend im                                                      Seit 2005 ist insgesamt ein deutlich positiver Trend bei
Geschosswohnungsbau                                                                          den Baufertigstellungen im Geschosswohnungsbau
                                                                                             zu verzeichnen, trotz des leichten Rückgangs in 2021.
Abbildung 4:              Bautätigkeit von Wohnungen nach                                    Die Baufertigstellungen von Wohnungen in neuen
                          Gebäudeart 2005 bis 2021                                           Mehrfamilienhäusern lagen 2021 bei rund 158.000.
Bautätigkeit von Wohnungen nach Gebäudeart 2005 bis 2021
                                                                                             Die Baufertigstellungen von Wohnungen in neuen
                                                                                             Ein- und Zweifamilienhäusern dagegen bei gut 98.000
Wohnungen
in 1.000                                                                                     Wohneinheiten.
180

160                                                                                          Der Anteil des Geschosswohnungsbaus an der gesamten
140                                                                                          Wohnungsneubautätigkeit in Wohngebäuden lag 2021 bei
120                                                                                          60 Prozent und hat sich damit im 10-Jahresvergleich bei
100                                                                                          den Gebäudearten umgekehrt – 2010 wurden noch gut 60
 80                                                                                          Prozent der neuen Wohnungen in Ein- und Zweifamilien-
 60                                                                                          häusern realisiert, Mitte der 2000er Jahre lag die Ein- und
 40                                                                                          Zweifamilienhausquote sogar bei 70 Prozent.
 20

  0
      05   06   07   08   09   10   11   12    13    14   15   16   17   18   19   20   21
                                              Jahr
           Ein- und Zweifamilienhäuser                    Mehrfamilienhäuser

Anmerkung: Mehrfamilienhäuser inkl. Wohnheime

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,
Statistisches Bundesamt – Fachserie 5 Reihe 1
                                                                         © BBSR Bonn 2022

12                                                                                                                                                      13
Bautätigkeit erfolgt dort, wo sie benötigt wird                                                                                                                                     Sowohl beim Eigenheim- als auch beim Geschoss-
                                                                                                                                                                                    wohnungsbau gibt es deutliche regionale Unterschiede.
Abbildung 5:                                     Bautätigkeit von Wohnungen                                                                                                         Schwerpunkte des Neubaus liegen in den Wachstums-
                                                 nach Gebäudeart 2021                                                                                                               städten, in Umlandkreisen und ländlichen Kreisen im
                                                                                                                                                                                    Süden, Westen und Nordwesten, in der Region Berlin
Ein- und Zweifamilienhäuser                                                                      Mehrfamilienhäuser
                                DK                                                                                           DK
                                                                                                                                                                                    sowie in touristisch attraktiven Räumen. In den großen
                                                                                                                                                                                    Städten überwiegt der Mehrfamilienhausbau, während
                                        Kiel                                                                                         Kiel

                                     Hamburg        Schwerin                                                                      Hamburg        Schwerin
                                                                                                                                                                                    im Umland der Großstädte sowie in den ländlichen
                             Bremen                                                                                       Bremen                                                    Regionen der Einfamilienhausbau dominiert. Der Anteil
                                                                                  PL                                                                                           PL

     NL
                                      Hannover
                                                                         Berlin
                                                                                                  NL
                                                                                                                                   Hannover
                                                                                                                                                                      Berlin
                                                                                                                                                                                    der Bautätigkeit in den Großstädten (Städte über 100
                                                              Potsdam                                                                                      Potsdam
                                                 Magdeburg                                                                                    Magdeburg
                                                                                                                                                                                    Tsd. Einwohner) an der gesamtdeutschen Bautätigkeit
          Düsseldorf

                                                 Erfurt
                                                                             Dresden
                                                                                                       Düsseldorf

                                                                                                                                              Erfurt
                                                                                                                                                                          Dresden   wuchs zwischen 2005 und 2021 von 20 auf 31 Prozent,
BE                                                                                          BE                                                                                      trotz limitierender Faktoren wie knappem Bauland und
                        Wiesbaden                               CZ                                                   Wiesbaden                               CZ

LU
                  Mainz
                                                                                            LU
                                                                                                               Mainz                                                                steigender Baulandpreise auf den angespannten städti-
          Saarbrücken                                                                                  Saarbrücken
                                                                                                                                                                                    schen Märkten.
             FR                 Stuttgart                                                                 FR                 Stuttgart

                                                          München                                                                                      München
                                                                        AT

                                                                                       100 km
                                                                                                                                                                     AT
                                                                                                                                                                                    Bundesweit lag der Durchschnitt der Fertigstellungs-
                           CH                                                                                           CH

                                                                                                                                                                                    zahlen im Geschosswohnungsbau 2021 bei 19
Fertiggestellte Wohnungen in neuen                                                               Häufigkeiten:                                                                      Wohnungen je 10.000 Einwohner. 12 Wohnungen je
Wohngebäuden je 10.000 Einwohner* 2021                                                           Ein- und Zweifamilienhäuser                      Mehrfamilienhäuser
                                                                                                                                                                                    10.000 Einwohner wurden in Ein- und Zweifamilien-
               bis unter 5                                  20 bis unter 25
            5 bis unter 10                                 25 bis unter 30                                                                                                          häusern realisiert.
          10 bis unter 15                                  30 bis unter 35
          15 bis unter 20                                  35 und mehr
                                                                                                 64 104 92 53 37 30 10 11                      61 75 81 59 41 32 23 29
*Bevölkerung: Stand 2020

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistik der Baufertigstellungen
und Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder                                                                           © BBSR Bonn 2022
Geometrische Grundlage: Kreise (generalisiert), 31.12.2020 © GeoBasis-DE/BKG                                                                   Bearbeitung: J. Nielsen

14                                                                                                                                                                                                                                           15
Eigentümerstruktur sehr vielfältig –                                                   Auf den deutschen Mietwohnungsmärkten wurden
Privatpersonen größte Vermietergruppe                                                  nach Angaben des Zensus im Jahr 2011 rund 23 Mio.
                                                                                       Wohnungen von verschiedenen Eigentümertypen
Abbildung 6:               Anteil von Mietwohnungen nach                               vermietet. Die mit Abstand größte Eigentümergruppe
                           Eigentümern 2011                                            stellen die privaten Kleinvermieter dar, die etwa zwei
                                                                                       Drittel aller Mietwohnungen vermieten. Daneben gibt es
                                                                                       unterschiedliche professionelle Anbieter, die insgesamt
                    1,4%                   Eigentümergruppen
                                                                                       etwa 7,9 Mio. Wohnungen vermieten. Die größten
     1,3%                                       Privatperson/en
                                                                                       gewerblichen Anbieter sind privatwirtschaftliche Unter-
             9,1%
                                                Gemeinschaft von                       nehmen, kommunale Wohnungsunternehmen und
                                                Wohnungseigentümern
     10,0%
                                                Privatwirt. Wohnungsunternehmen oder   Wohnungsgenossenschaften, die jeweils 2 bis 3 Mio.
                                                anderes privatwirt. Unternehmen
                               43,6%                                                   Wohnungen bewirtschaften.
                                                Kommune oder kommunales
     12,4%
                                                Wohnungsunternehmen
                                                Bund und Länder
                                                                                       Der Mietwohnungsmarkt unterscheidet sich regional
              22,3%
                                                Wohnungsgenossenschaft                 deutlich. Ostdeutschland sowie die Stadtstaaten sind
                                                Organisationen ohne Erwerbszweck       durch einen umfangreichen kommunalen und genossen-
                                                                                       schaftlichen Wohnungsbestand gekennzeichnet. In den
                                           N = 23 Mio. Mietwohnungen
                                                                                       westlichen Flächenländern zeichnet sich die Eigentümer­
                                                                                       struktur durch einen höheren Anteil privater Klein-
Anmerkungen: Inkl. der leer stehenden Wohnungen aller Eigentümergruppen;
inkl. der Ferien- und Freizeitwohnungen der professionellen Anbieter
                                                                                       vermieter aus. Privatwirtschaftliche Vermieter sind
                                                                                       insbesondere in den Großstädten stark vertreten.
Datenbasis: Eigene Darstellung auf Grundlage der Sonderauswertung der
Gebäude- und Wohnungszählung (Zensus 2011) durch das Stastistische Bundesamt

                                                                    © BBSR Bonn 2019

16                                                                                                                                           17
Bevölkerungsentwicklung 2015 bis 2020                                                                                                                                    Hannover
                                                                                                                                                                       Rostock
                                                            NL                                                                                                                                                                                    Potsdam
                                                                                                              DK                                                                                                        Magdeburg
                                                                                                                Hamburg                                Schwerin
                                                                                                                                          Bielefeld
        3. Wohnungsnachfrage                                                    Bremen
                                                                                                                                          Kiel

                                                                                                                                                                                        Rostock                                                                 Cottbus
                                                                      Essen                     Dortmund                                                                                                     PL              Halle/S.
        Vielfältige Wohnungsmärkte zwischenSchwerin                                                                                                                                          Berlin
                                                                                                                                                                                                                                                        Die Wohnungsmärkte zeigen sehr unterschiedliche
                                    Hamburg
                         Düsseldorf
        Wachstum
              NL    und Schrumpfung         Kassel
                                                                                                            Hannover

                                                                                                                                                 Magdeburg
                                                                                                                                                                                        Potsdam
                                                                                                                                                                                                                                        Leipzig         Entwicklungstrends. Wachsende Städte und Regionen
                                                                                                                                                                                                             Erfurt
                                                                                                                                                                                                                                                        erleben  seit Jahren durch hohe Binnen- und Außen-
                                                                                                 Bremen
                                                                             Köln
                                                                              Bielefeld                                                                                                                                                                  Dresden
                                                                                                                                                                                                                                               Chemnitz
                                                                                                                                                                                                                        PL
        Abbildung 7:            Essen              Dortmund
                                                                   Bevölkerungsentwicklung
                                                                      Bonn                 2015 bisBerlin
                                                                                                    2020                                             Halle/S.
                                                                                                                                                                                                             Cottbus                                    wanderungsgewinne eine schnell wachsende Nach-
                                 BE
                      Bevölkerungsentwicklung 2015 bis 2020
                                 Düsseldorf
                                         NL                                                Kassel
                                                                                                                          Hannover
                                                                                                                                                                      Leipzig                          Potsdam
                                                                                                                                                                                                                                                        frage nach Wohnraum und damit häufig verbundene
                                                                                          DK
                                                                                                                                                                  Magdeburg
                                    Köln
                                                                                              Bielefeld
                                                                                                                                   Erfurt

                                                                                                                                       Frankfurt/M.                                     Chemnitz
                                                                                                                                                                                                       Dresden                                          Immobilienpreis- und Mietensteigerungen. Diese
                                          Bonn                                               Wiesbaden                                                                                                                                      CZ
                                                                                                                                                                                                                                                        Wohnungsnachfrage wird durch die Verringerung der
                                                                                                   Kiel

                                                                                                                                             Rostock
                                                                                                                                                                                                                        Cottbus
              BE
                                               Essen                Dortmund                                Mainz                                                       Halle/S.
                                    LU          Düsseldorf
                                                Wiesbaden
                                                                              Frankfurt/M.
                                                                                                            Hamburg               Schwerin
                                                                                                                                                                                  CZ
                                                                                                                                                                                                                                                        durchschnittlichen Haushaltsgrößen der letzten Jahr-
                                                                                                               Kassel                                                                     Leipzig

               LU
                                                      Mainz
                                                    Köln
                                                                                   Bremen
                                                                                                                                                    Erfurt
                                                                                                                                                                                                                  Dresden
                                                                                                                                                                                                                                                        zehnte noch verstärkt – 2018 waren 75 Prozent der Haus-
                                                                                                                                    Mannheim Berlin
                                                                                                                                                                               PL
                                                                                                                                                                                                       Chemnitz        Nürnberg
                                                        Bonn
                                                                       Saarbrücken Hannover
                                                                          Mannheim                                                            Nürnberg
                                                                                                                                                                                                                                                        halte in Deutschland Ein- oder Zweipersonen-Haushalte.
                                               NL                                                                                                           Potsdam
                       BE        Saarbrücken                                                                                   Magdeburg

                                                                                 Bielefeld

                                                                                             Frankfurt/M.                                                                                         CZ
                                                                                                                                                                                                                                                            Andere Städte und vielfach ländliche Regionen in
                                                               Wiesbaden                                                                                                      Cottbus
                                                    Essen          Dortmund                                                       Halle/S.
                                              FR
                                                    Düsseldorf          Mainz
                                                                                        FR
                                                                                         Stuttgart                                                             Stuttgart
                                                                                                                                                 Leipzig
                         LU
                                                                                                                                                                                                                                                            verschiedenen Teilräumen Deutschlands sind hingegen
                                                                                             Kassel
                                                                                                                      Erfurt
                                                      Köln                                                                                                              Dresden
                                                                                                        Ulm                                                 Chemnitz
                                                            Bonn
                                                                                                                                                                 NürnbergUlm
                                    BE
                                                Saarbrücken
                                                                                         Mannheim
                                                                                                                                                                                            AT
                                                                                                                                                                                                                                                            von Bevölkerungsverlusten geprägt. Dies führt zu
                                                                                Frankfurt/M.                                                            München
                                                                                                                                                       CZ

                                                                                                                                                                                                                                                            Wohnungsleerständen, steigenden einwohnerbezogenen
                                                               Wiesbaden
                                                 Freiburg i.Br.
                                                                     Mainz
                                     LU
                                                             FR                                               Stuttgart                                                                                   100 km              München                AT
                                                    Saarbrücken
                                                                                CH
                                                                                Mannheim
                                                                                              Freiburg i.Br.
                                                                                                                               Nürnberg
                                                                                                                                                                                                                                                            Kosten für die öffentliche Infrastruktur sowie zu einer
                                                                                                                         Ulm
                                                             FR                           Stuttgart                                                                                                                                                         Ausdünnung
                                                                                                                                                                                                                                                               100 km von Versorgungseinrichtungen.
Entwicklung der Bevölkerung von 2015 bis 2020 in %
                                                                                                      Ulm
                                                                                                                                  CH       München                                                         AT
                                                               Freiburg i.Br.
          bis unter -5                                        -1   bis unter 1                                             5 bis unter 7AT
                                                                                                                                                                                                                       100 km                               Aufgrund der Präsenz- und Reisebeschränkungen waren
                                                                                                                                    München

       -5 bis unter -3                                         1 bis unter 3
                                                               Freiburg i.Br.
                                                                                                                           7 und mehr      100 km
       -3 bis unter -1                                         3 bis unter     5CH                                         gemeindefreies Gebiet                                                    © BBSR Bonn 2021
                                                                                                                                                                                                                                                            im Jahr 2020 die internationalen Wanderungsgewinne
                                                                            CH

        Entwicklung der Bevölkerung von 2015 bis 2020 in %
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder
Geometrische Grundlage: VG5000 (Verbandsgemeinden), Stand 31.12.2020 © GeoBasis-DE/BKG
                        Entwicklung der Bevölkerung von 2015 bis 2020 in %
        Entwicklung der Bevölkerung von 2015 bis 2020 in %
Bearbeitung: J. Nielsen

                                bis unter -5                            -1 bis unter 1                           5 bis unter 7
                                                                                                                                                                                                                                                            vor allem in den Wachstumsräumen niedriger als in den
                   bis-3unter
                               bis unter -5
                             -5 bis unter -3
                                         1 bis unter 3      7-1    bis 5unter
                                                              und mehr               1       5 bis unter 7                                                                                                                                                  Vorjahren. Zusätzlich wandern bereits seit einigen Jahren
                         bis unter-5-1     -1unter
                                         3 bis   bis 5unter gemeindefreies
                                                             1               bis unter 7
                                                                           Gebiet                                                                                      © BBSR Bonn 2021

                -5-5   bis unter
                   bis unter     -3      -31 bis unter 31 bis unter       7 und mehr3        7 und mehr
                                                                                                                                                                                                                                                            mehr    Haushalte aus den teuren Städten ins Umland ab als
                      Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder
                      Geometrische Grundlage: VG5000 (Verbandsgemeinden), Stand 31.12.2020 © GeoBasis-DE/BKG
                      Bearbeitung: J. Nielsen

                -3-3   bis unter
                   bis unter     -1      -13 bis unter 53 bis unter                 5 Gebiet gemeindefreies
                                                                          gemeindefreies         © BBSR Bonn 2021
                                                                                                                  Gebiet                                                                                                                                    © BBSR Bonn 2021
        Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder
        Geometrische Grundlage: VG5000 (Verbandsgemeinden), Stand 31.12.2020 © GeoBasis-DE/BKG
        Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder
                                                                                                                                                                                                                                                            innerhalb Deutschlands zuziehen (vgl. Abbildung 8).
        Bearbeitung: J. Nielsen
        Geometrische Grundlage: VG5000 (Verbandsgemeinden), Stand 31.12.2020 © GeoBasis-DE/BKG
        Bearbeitung: J. Nielsen

        18                                                                                                                                                                                                                                                                                                          19
Die Bevölkerungsentwicklung stagniert pandemiebedingt                                               Nach Bevölkerungszuwächsen durch Wanderungs-
                                                                                                    gewinne in den 2010er Jahren, vor allem in kreisfreien
Abbildung 8:                      Bevölkerungsentwicklungen und                                     Städten und städtischen Kreisen, haben sich die
                                  Wanderungen 2000 bis 2020                                         Einwohnerzahlen in Deutschland 2020 pandemiebedingt
                                                                                                    bei 83,2 Mio. eingependelt. 2021 konnten sie wieder etwas
Bevölkerungsentwicklung                             Natürlicher Saldo                               anziehen und erreichten zum Jahresende 83,24 Mio.
     %                                              Saldo je 1.000 Einwohner
10                                                  1
                                                                                                    Die kreisfreien Großstädte haben in den letzten 20
 8

 6
                                                    0                                               Jahren 1,9 Mio. Einwohner (+8,4 Prozent) dazugewonnen,
 4                                                 -1                                               womit die Wohnungsnachfrage stark gestiegen ist. Außer
 2
                                                   -2                                               2020 konnten die hohen Außenwanderungsgewinne*
 0

-2                                                 -3                                               die zunehmenden Binnenwanderungsverluste** über-
-4
                                                   -4
                                                                                                    kompensieren. Das Umland und die ländlichen Kreise
-6

-8                                                 -5
                                                                                                    zeigten in den letzten Jahren Binnen- und Außenwande­
  2000          2005       2010      2015   2020    2000       2005       2010       2015    2020
                                                                                                    rungsgewinne. Die Überschüsse bei den Binnenwande­
Binnenwanderungssaldo                              Außenwanderungssaldo                             rungen haben im Jahr 2020 besonders in den ländlichen
Saldo je 1.000 Einwohner                           Saldo je 1.000 Einwohner
16                                                 16
                                                                                                    Kreisen nochmal zugelegt. Die Rückgänge der Außen-
12                                                 12                                               wanderungen in allen Kreistypen und der Binnenwande­
                                                    8
                                                                                                    rungen in den Großstädten im Jahr 2020 sind auf die
 8
                                                                                                    pandemiebedingten Mobilitäts-, Präsenz- und Betriebs­
 4                                                  4
                                                                                                    beschränkungen zurückzuführen.
 0                                                  0
                                                                                                    Im Jahr 2020 bestand bundesweit ein Außenwanderungs-
-4                                                 -4                                               saldo von 220 Tsd. Personen. 2021 hat sich der Außen-
     2000       2005       2010      2015   2020    2000       2005       2010       2015    2020
                                                                                                    wanderungssaldo auf 329 Tsd. Personen erhöht (1,32 Mio.
            Kreisfreie Großstädte           Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen               Zuzüge, 994 Tsd. Fortzüge) und damit wieder das Niveau
            Städtische Kreise               Dünn besiedelte ländliche Kreise
                                                                                                    von 2019 erreicht. Im Jahr 2022 zeigt sich eine Steigerung
Datenbasis: Bevölkerungsfortschreibung und Wanderungsstatistik                                      kriegsbedingter Zuwanderungen von Flüchtenden.
des Bundes und der Länder, laufende Raumbeobachtung des BBSR                     © BBSR Bonn 2022
                                                                                                    *
                                                                                                         Außenwanderungen: Wanderungen über Staatsgrenzen
                                                                                                    **
                                                                                                         Binnenwanderungen: Wanderungen über Gemeindegrenzen
20                                                                                                       innerhalb Deutschlands.                               21
4. Mieten und Preise
Die Wohnungsmieten spannen sich regional weit auf                                                                                        Die durchschnittlichen Angebotsmieten für Wohnungen
                                                                                                                                         streuen ähnlich wie die Immobilienpreise sehr stark
Abbildung 9:                                      Erst- und
                                                  Erst- und Wiedervermietungsmieten
                                                            Wiedervermietungsmieten von
                                                                                     von                                                 in den Teilräumen Deutschlands. Diese Unterschiede
                                                  inserierten Wohnungen 1.
                                                  inserierten Wohnungen 1. Halbjahr
                                                                           Halbjahr 2022
                                                                                    2022                                                 spiegeln die lokale und regionale Vielfalt der Wohnungs-
                                                                                                                                         nachfrage durch Binnen- und Außenwanderungen, die
                                    DK
                                                                                                                                         wirtschaftliche Situation, die Infrastrukturausstattung
                                                  Kiel
                                                                                                                                         und die Anbindung an Arbeitsmarkt- und Ausbildungs-
                                            Hamburg               Schwerin
                                                                                                       Angebotsmieten von                zentren wider.
                                                                                                       Wohnungen bei Erst- und
                                   Bremen
                                                                                                       Wiedervermietung in
                                                                                                 PL
                                                                                                       mittlerer/guter Wohnlage          Die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungs-
                                                                                                       2022 Hj. 1 in € je m² nettokalt
                                                                                        Berlin
                                              Hannover
     NL

                                                           Magdeburg
                                                                             Potsdam

                                                                                                                  bis unter 5,50
                                                                                                                                         mieten inserierter Wohnungen variierten im 1. Halbjahr
                                                                                                           5,50   bis unter 6,50         2022 zwischen 5,00 Euro je Quadratmeter im Vogt-
          Düsseldorf
                                                                                                           6,50   bis unter 7,50
                                                         Erfurt
                                                                                             Dresden

                                                                                                           7,50   bis unter 8,50         landkreis und 19,30 Euro je Quadratmeter nettokalt in
BE                                                                                                         8,50   bis unter 9,50         der Stadt München. Die prosperierenden Groß- und
                          Wiesbaden                                             CZ
                                                                                                           9,50   bis unter 10,50
LU
                  Mainz                                                                                   10,50   bis unter 11,50        Universitätsstädte heben sich deutlich von ihrem Umland
                                                                                                          11,50   und mehr
          Saarbrücken                                                                                                                    ab. Von den Metropolregionen München, Stuttgart und
             FR                       Stuttgart
                                                                                                       100 km                            Rhein-Main werden die hohen Mieten weit in die eben-
                                                                    München
                                                                                       AT
                                                                                                                                         falls wirtschaftlich starken Umlandkreise getragen. In
                                                                                                                   © BBSR Bonn 2022
                              CH
                                                                                                                                         anderen Regionen wie Düsseldorf/Köln/Bonn oder Berlin
                                                                                                                                         reichen die hohen Mieten nur in das engere Umland. Dort
                                                                                                                                         schließen sich ländliche Räume mit deutlich niedrigeren
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen
mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis                                                                 Erst- und Wiedervermietungsmieten an. Bundesweit
gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten
von Immobilienplattformen und Zeitungen.                                                                                                 lagen die Angebotsmieten im 1. Halbjahr 2022 im Mittel
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen                                                          bei 9,64 Euro je Quadratmeter nettokalt.
Geometrische Grundlage: Kreise (generalisiert), 31.12.2019 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung: N. Brack, A. Schürt

22                                                                                                                                                                                              23
Die größten Städte sind deutlich teurer als kleinere                                                                     Die größten deutschen Städte mit mindestens 500.000
Städte und Landkreise                                                                                                    Einwohnern heben sich bei den Mietenniveaus deut-
                                                                                                                         lich von den weiteren Großstädten und den städtischen
Abbildung 10: Erst- und Wiedervermietungsmieten von                                                                      Kreisen ab. Die Erst- und Wiedervermietungsmieten
              inserierten Wohnungen nach Kreistypen                                                                      lagen im 1. Halbjahr 2022 in den 14 größten Städten
              2010 bis 1. Halbjahr 2022                                                                                  im Durchschnitt bei 12,25 Euro je Quadratmeter. Dabei
                                                                                                                         handelt es sich vor allem um wachsende Großstädte mit
Angebotsmiete nettokalt in € je m²
                                                                                                                         Wanderungsgewinnen und Wohnungsengpässen. Die
13

12
                                                                                                                         Erst- und Wiedervermietungsmieten erreichten in den
11                                                                                                                       weiteren Großstädten und in den städtischen Kreisen im
10                                                                                                                       Schnitt gut 9 bzw. 9,25 Euro je Quadratmeter und waren
 9                                                                                                                       damit deutlich günstiger als die Metropolen. In den länd-
 8                                                                                                                       lichen Kreisen lagen die Erst- und Wiedervermietungs-
 7
                                                                                                                         mieten im Mittel bei knapp 7,50 Euro je Quadratmeter.
 6

 5

 4
                                                                                                                         Die dargestellten Erst- und Wiedervermietungen bilden
  1. Hj.    1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.    1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.   nur einen kleinen Teil des gesamten Mietwohnungs-
  2010      2011     2012     2013     2014     2015     2016     2017     2020     2019      2020     2021     2022
                                                         Halbjahr                                                        marktes ab. Wohnungen vor allem größerer Unter-
Differenzierte siedlungsstrukturelle Kreistypen                                                                          nehmen werden zum Teil auch über andere Vertriebswege
           große kreisfreie Großstädte                                ländliche Kreise mit
                                                                      Verdichtungsansätzen
                                                                                                                         angeboten. Die Bestandsmieten bei laufenden Mietver-
           kleine und mittlere kreisfreie
           Großstädte
                                                                      dünn besiedelte ländliche Kreise                   trägen haben sich in den letzten Jahren deutlich weniger
           städtische Kreise                                          Deutschland                                        erhöht (vgl. Abbildung 12).
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten bei Erst- und Wiedervermietung
unmöblierter Wohnungen mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlerer Wohnungsausstattung,
mittlerer bis guter Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten
von Immobilienplattformen und Zeitungen. Große kreisfreie Großstädte: min. 500 Tsd. Einwohner
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,
IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen                                                         © BBSR Bonn 2022

24                                                                                                                                                                               25
Mietendynamik verringert sich in den größten Städten;                                                        Mieten inserierter Wohnungen sind bei Erst- und
Steigerungen in weiteren boomenden Städten und                                                               Wiedervermietung deutschlandweit im 1. Halbjahr 2022
Landkreisen                                                                                                  gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf
                                                                                                             9,64 Euro pro Quadratmeter nettokalt gestiegen. Damit
Abbildung 11: Veränderungen der Erst- und Wiederver-                                                         hat sich die Steigerungsrate im Vergleich zum 1. Halb-
              mietungsmieten inserierter Wohnungen                                                           jahr 2021 (+2,3 Prozent) leicht erhöht, lag aber unter dem
              nach Kreistypen 2011 bis 1. Halbjahr 2022                                                      Zuwachs von 3,8 Prozent im 2. Halbjahr 2021. In den
Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %
                                                                                                             großen kreisfreien Großstädten waren die Steigerungs-
9
                                                                                                             raten im 1. Halbjahr 2022 mit 2,2 Prozent wie auch schon
8
                                                                                                             in den Vorjahren vergleichsweise niedrig. In den kleinen
7

6
                                                                                                             und mittleren kreisfreien Großstädten lag der Durschnitt
5                                                                                                            bei knapp 3 Prozent. Die höchsten Zuwächse der Erst-
4                                                                                                            und Wiedervermietungsmieten waren in den ländlichen
3
                                                                                                             Kreisen mit Verdichtungsansätzen (+4,2 Prozent) und in
2

1
                                                                                                             den dünn besiedelten ländlichen Kreisen (+5 Prozent)
0                                                                                                            zu beobachten; ausgehend von einem vergleichsweise
1. Hj.
2011
         1. Hj.
         2012
                  1. Hj.   1. Hj.   1. Hj.
                                    2015
                                             1. Hj.   1. Hj.    1. Hj.
                                                                2018
                                                                         1. Hj.   1. Hj.
                                                                                  2020
                                                                                           1. Hj.
                                                                                           2021
                                                                                                    1. Hj.
                                                                                                    2022
                                                                                                             niedrigen Mietenniveau (1. Halbjahr 2021: 7,03 Euro je
                  2013     2014              2016     2017               2019
                                               Halbjahr                                                      Quadratmeter).
Differenzierte siedlungsstrukturelle Kreistypen
         große kreisfreie Großstädte                           ländliche Kreise mit
                                                               Verdichtungsansätzen
         kleine und mittlere kreisfreie                        dünn besiedelte ländliche Kreise
         Großstädte
         städtische Kreise                                     Deutschland

Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten bei Erst- und Wiedervermietung
unmöblierter Wohnungen mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlerer Wohnungsausstattung,
mittlerer bis guter Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten
von Immobilienplattformen und Zeitungen. Große kreisfreie Großstädte: min. 500 Tsd. Einwohner
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,
IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen                                              © BBSR Bonn 2022

26                                                                                                                                                                   27
Bestandsmieten steigen stetig und moderat                                               Die Nettokaltmieten nach Verbraucherpreisindex, welche
                                                                                        sich vor allem auf Bestandsmieten beziehen, haben
Abbildung 12: Entwicklungen von Wohnungsmieten und
Abbildung 12: Verbraucherpreisindex
              Entwicklungen von Wohnungsmieten      und                                 im Durchschnitt der letzten vier Jahre um 1,4 Prozent
                                    2015 bis Juni 2022
              Verbraucherpreisindex 2015 bis Juni 2022                                  zugelegt – etwas unter dem Niveau der allgemeinen
                                                                                        Preisentwicklung. Die Unterschiede zwischen den sied-
Index 2015 = 100
                                                                                        lungsstrukturellen Kreistypen sind dabei marginal. In den
118                                                                                     kreisfreien Großstädten stiegen die Nettokaltmieten im
116                                                                                     Durchschnitt der letzten vier Jahre um 1,5 Prozent, in den
114                                                                                     dünnbesiedelten ländlichen Kreisen um 1,3 Prozent.
112
                                                                                        Im Jahr 2021 blieb die Entwicklung der Nettokaltmieten
110
                                                                                        mit einer Steigerung von 1,3 Prozent leicht unter dem
108
                                                                                        Niveau der Vorjahre.
106

104
                                                                                        Die Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen,
102                                                                                     die private Haushalte in Deutschland zu Konsumzwecken
100                                                                                     kaufen, ist hingegen deutlich volatiler (vgl. Verbraucher-
 98                                                                                     preisindex). Sie hat ab der zweiten Hälfte des Jahres 2020
   Jan Jul Jan Jul Jan Jul Jan Jul Jan Jul Jan Jul Jan Jul Jan Jun
  2015 2015 2016 2016 2017 2017 2018 2018 2019 2019 2020 2020 2021 2021 2022 2022
                                                                                        spürbar nachgelassen, unter anderem aufgrund der tempo-
                                          Monat/Jahr                                    rären Mehrwertsteuersenkung und niedrigerer Mineralöl-
Mietenindex                                                  Verbraucherpreisindex
                                                                                        preise. In den Jahren 2021 und 2022 zog sie jedoch wieder
Siedlungsstrukturelle Kreistypen                                                        deutlich an. 2021 begründet sich die Steigerung vor allem
       kreisfreie Großstädte                                                            in Lieferengpässen und starken Preissteigerungen bei
       städtische Kreise
                                                                                        verschiedenen Rohstoffen und bei der Energieerzeugung.
       ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen
       dünn besiedelte ländliche Kreise
                                                                                        Die wesentliche Ursache für den weiteren starken Anstieg
       Deutschland                                                                      im Jahr 2022 ist die Steigerung der Preise für alle Energie-
Datenbasis: Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex           © BBSR Bonn 2022   produkte infolge der Kriegs- und Krisensituation. Die
                                                                                        Preise für Energieprodukte lagen im Juni 2022 um 38
                                                                                        Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

28                                                                                                                                               29
Baulandengpässe in vielen Großstädten sorgen für                                             Die Preise für Bauland haben sich zwischen 2010 und
steigende Preise                                                                             2020 bundesweit nahezu verdoppelt. Das ist ein deutlich
                                                                                             stärkerer Anstieg als bei den Preisen für Wohnimmobilien
Abbildung 13: Preisindizes für Wohnimmobilien                                                selbst sowie bei den Erst- und Wiedervermietungsmieten.
                        20102010
Preisindizes für Wohnimmobilien bisbis2021    und
                                       2021 und      Bauland
                                                Bauland             2010 bis 2020
                                                        2010 bis 2020                        Der Preisanstieg spiegelt die Knappheit von Wohnbau­
                                                                                             land in vielen städtisch geprägten Regionen wider.
Index 2015 = 100
180                                                                                          Die Preise für neu erstellte Wohnimmobilien sind im
                                                                                             gleichen Zeitraum um rund 56 Prozent, für bestehende
160
                                                                                             Wohnimmobilien um rund 67 Prozent gestiegen.
140                                                                                          Im Jahr 2021 sind die Preise für neu erstellte Wohn-
                                                                                             immobilien um weitere gut 7 Prozent, für bestehende
120
                                                                                             Wohnimmobilien um weitere gut 12 Prozent gestiegen.
100

 80

 60
  2010   2011      2012   2013   2014    2015   2016   2017    2018   2019   2020     2021
                                             Jahr
       Preisindex für Bauland           Preisindex für neu erstellte Wohnimmobilien
       Häuserpreisindex                 Preisindex für bestehende Wohnimmobilien

Anmerkung: Aufgrund der Neukonzeption der Bodenmarktstatistiken durch die Statistischen
Ämter liegt der Baulandpreisindex derzeit nur bis zum Berichtsjahr 2020 vor.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt

                                                                      © BBSR Bonn 2022

30                                                                                                                                                  31
Baupreise seit 2021 stark gestiegen                                                              Die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden
                                                                                                 in konventioneller Bauweise sind seit Anfang 2021
Abbildung 14: Veränderung der Baupreise für den                                                  zunehmend gestiegen. Im Jahr 2021 hatten die Preise um
              Neubau von Wohngebäuden 2015 bis 2022                                              9 Prozent zugelegt. Im zweiten Quartal 2022 erreichte
Veränderung der Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden 2015 bis 2022                          die Steigerungsrate einen Wert von 17,6 Prozent gegen-
                                                                                                 über dem Vorjahreszeitraum. Das ist der höchste Anstieg
Veränderung zum Vorjahresquartal in %                                                            der Baupreise innerhalb einer Jahresperiode seit 1970.
24
                                                                                                 Wesentliche Faktoren für die Preissteigerungen sind
20
                                                                                                 die stark gestiegenen Preise für Baumaterialien, die
16
                                                                                                 auf Lieferengpässe, eine weltweit gestiegene Nachfrage
12
                                                                                                 sowie auf die Verteuerung von Rohstoffen und zuletzt
 8                                                                                               besonders der Energieträger zurückzuführen sind.
 4

 0   Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2   Die Preise für Rohbauarbeiten sind mit 18,6 Prozent
       2015        2016         2017         2018         2019            2020   2021    2022
-4                                                                                               etwas stärker gestiegen als die Preise für Ausbau- und für
                                              Quartal / Jahr
                                                                                                 Instandhaltungsarbeiten. Sehr deutlich haben sich dabei
Anmerkung: Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden einschl. Umsatzsteuer                      die Preise für Betonarbeiten (+23 Prozent) und Dach­
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,
Statistisches Bundesamt: Baupreisindex                                                           deckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+19 Prozent)
                                                            © BBSR Bonn 2022
                                                                                                 erhöht.

                                                                                                 Seit 2019 hatten sich die Baupreissteigerungen markt-
                                                                                                 seitig zunächst abgeschwächt. Im 2. Halbjahr 2020 kam
                                                                                                 die temporäre Mehrwertsteuersenkung als Entlastungs-
                                                                                                 faktor hinzu, so dass die Baupreise in dieser Zeit stabil
                                                                                                 blieben.

32                                                                                                                                                           33
5. Fördermaßnahmen
Wohngeld – Leistungsverbesserungen plus                                             Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete für einkommens-
Dynamisierung                                                                       schwächere Haushalte knapp oberhalb der Grundsiche­
                                                                                    rung und dient der wirtschaftlichen Sicherung ange­­messe­
Abbildung 15: Wohngeldhaushalte und -ausgaben                                       nen und familiengerechten Wohnens. Das Wohngeld
                                                                                    leistet einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der
              2007 bis 2020
                                                                                    Wohnkostenbelastung für diese Haushalte. Die Mehrheit
                                                                                    der Wohngeldbeziehenden sind Rentnerhaushalte und
Anzahl Haushalte                                                     Ausgaben       Familien (insb. Alleinerziehende). Mit der Wohngeldreform
in Mio.                                                              in Mrd. €      2020 wurden das Leistungsniveau und die Reichweite des
1,2                                                                           2,0
                                                                                    Wohngeldes gestärkt. Im Durchschnitt ist das Wohngeld
                                                                              1,8
1,0
                                                                                    der bestehenden Empfängerinnen und Empfängern um
                                                                              1,6   rund 30 Prozent gestiegen, zahlreiche zusätzliche Haus-
         Reform
0,8                                                              Reform
                                                                              1,4   halte sind erstmals oder erneut wohngeldberechtigt
                                             Reform
                                                                              1,2   geworden. Seit 2021 werden Wohngeldbeziehende mit
0,6                                                                           1,0   der Wohngeld-CO2-Komponente gezielt bei steigenden
                                                                              0,8   Heizkosten im Kontext der CO2-Bepreisung entlastet. Das
0,4
                                                                              0,6
                                                                                    Wohngeld wurde zum 1. Januar 2022 und wird zukünftig
                                                                                    alle zwei Jahre an die eingetretene allgemeine Miet- und
                                                                              0,4
0,2                                                                                 Einkommensentwicklung angepasst (sog. Dynamisierung
                                                                              0,2
                                                                                    des Wohngeldes). Dadurch bleibt die Entlastungswirkung
 0                                                                            0
      2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
                                                                                    des Wohngeldes erhalten. Ende 2020 bezogen rund 620.000
                                    Jahr                                            Haushalte Wohngeld – 1,5 Prozent aller Haushalte in
                  Empfängerhaushalte                    Ausgaben                    Deutschland. Die Ausgaben von Bund und Ländern für das
                                                                                    Wohngeld betrugen im Jahr 2021 rund 1,4 Milliarden Euro.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung,                                          Aufgrund der im Winter 2021/2022 stark gestiegenen
Statistisches Bundesamt: Wohngeldstatistik                  © BBSR Bonn 2022
                                                                                    Energiekosten werden Wohngeldhaushalte seit dem 1. Juni
                                                                                    2022 mit einem einmaligen Heizkostenzuschuss bei der
                                                                                    Zahlung ihrer Heizkosten entlastet. Zu Beginn 2023 wird es
                                                                                    eine große Wohngeldreform geben.
34                                                                                                                                          35
Bestand und Neubau gebundener Mietwohnungen 2007 bis 2021

Trendwende beim Sozialmietwohnungsbestand                                                       Seit der Föderalismusreform 2006 liegt die alleinige
erforderlich                                                                                    Zuständigkeit für die soziale Wohnraumförderung
Abbildung 16: Bestand und Neubau gebundener                                                     bei den Ländern. Als Ausgleich für den damit einher-
              Mietwohnungen 2007 bis 2021                                                       gehenden Wegfall von Bundesfinanzhilfen leistete
                                                                                                der Bund mit den sogenannten Entflechtungsmitteln
Anzahl bestehender                                                                              jährliche Zahlungen an die Länder. Durch das Gesetz zur
Wohnungen in Mio.                       Bestand
2,5                                                                                             Anpassung der Entflechtungsmittel für 2019 konnten die
2,0                                                                                             Kompensationsmittel auf 1,5 Milliarden Euro, also auf
1,5
                                                                                                das Niveau von 2018, aufgestockt werden. Der Wegfall
                                                                                                der Entflechtungsmittel ab dem Jahr 2020 wurde bereits
1,0
                                                                                                im Kontext der Neuregelung der Bund-Länder-Finanz-
0,5
                                                                                                beziehungen kompensiert, u. a. durch zusätzliche Umsatz-
 0
 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021                     steueranteile zugunsten der Länder.
                                             Jahr
Anzahl neu bewilligter
Wohnungen in 1.000                        Neubau                                                Durch eine Grundgesetzänderung im Bereich des sozialen
30
                                                                                                Wohnungsbaus kann der Bund den Ländern ab 2020
25
                                                                                                wieder zweckgebundene Finanzhilfen für gesamtstaatlich
20                                                                                              bedeutsame Investitionen der Länder und Kommunen
15                                                                                              im Bereich des sozialen Wohnungsbaus gewähren. Für
10                                                                                              die Programmjahre 2020 bis 2022 stellt der Bund den
 5                                                                                              Ländern Bundesfinanzhilfen in Höhe von 1 Mrd. Euro
 0                                                                                              pro Jahr zur Verfügung. Für das Programmjahr 2022
      2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
                                             Jahr                                               zusätzlich 1 Mrd. Euro für den klimagerechten sozialen
Anmerkung: Die Zahlen der neu bewilligten Wohnungen ab dem Jahr 2020 sind mit den Zahlen        Wohnungsbau. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 sind
der Vorjahre nur eingeschränkt vergleichbar. Grund dafür sind andere Vorgaben bei dem Einsatz
der Bundesfinanzhilfen im Vergleich zu den Kompensationsmitteln.                                insgesamt 14,5 Mrd. Euro Bundesfinanzhilfen vorgesehen.
Datenbasis: Angaben der Länder                                               © BBSR Bonn 2022

36                                                                                                                                                    37
Hoher Anteil von Wohneinheiten mit günstigen Mieten                                                                       Der Sozialwohnungsbestand ist nur ein Teil des preis-
                                                                                                                          günstigen Mietwohnungsmarktes. Auch außerhalb
Abbildung 17: Mieterhaushalte mit günstigen                                                                               der Sozialwohnungsbestände gibt es preisgünstigen
              Nettokaltmieten 2018                                                                                        Wohnraum. Dabei handelt es sich sowohl um Sozial-
                                                                                                                          wohnungen, deren Bindung ausgelaufen ist, als auch
      Baden-Württemberg                           30,3                 18,0 48,3
                    Bayern                        31,4          13,0 44,4
                                                                                                                          um freifinanzierte Mietwohnungen.
                     Berlin                       30,7                   21,3 52,0
             Brandenburg                                                           61,7                15,8 77,5
                   Bremen                                36,6                  20,2 56,8
                                                                                                                          Rund 11,5 Mio. Haushalte (gut 60 Prozent des Miet-
                 Hamburg          10,4      13,2 23,6                                                                     wohnungsmarktes) in Deutschland bezahlten im
                   Hessen                            34,3            14,0 48,3
Mecklenburg-Vorpommern                                                            61,2                 16,7 77,9
                                                                                                                          Jahr 2018 eine Nettokaltmiete von unter 7 Euro je
            Niedersachsen                                                  54,6                 18,1 72,7                 Quadratmeter.
     Nordrhein-Westfalen                                         45,6                18,9 64,5
          Rheinland-Pfalz                                               51,2               17,7 68,9
                  Saarland                                                        60,2             15,8 76,0
                  Sachsen                                                                  68,5             16,5 85,0
           Sachsen-Anhalt                                                                       71,6         14,6 86,2
       Schleswig-Holstein                            34,1                  20,1 54,2
                Thüringen                                                                   70,5             16,1 86,6

     Kreisfreie Großstädte                        31,1                 17,3 48,4

         Städtische Kreise                                      44,2               18,1 62,3
      Ländliche Kreise mit
     Verdichtungsansätzen                                                          61,5                15,7 77,2
          Dünn besiedelte                                                                65,8            14,8 80,6
           ländliche Kreise
              Deutschland                                       43,2              17,1 60,3

                              0      10      20      30         40         50        60           70       80        90
                              Anteil von Mieterhaushalten mit Nettokaltmieten unter 7 € je m² 2018 in %

          Mietklassen:            unter 6 € je m²           6 bis unter 7 € je m²

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeoachtung,
Statistisches Bundesamt: Mikrozensus 2018,
Zusatzprogramm Wohnen                                                                      © BBSR Bonn 2020

38                                                                                                                                                                                39
Impressum

Herausgeber
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
10117 Berlin
E-Mail: presse@bmwsb.bund.de
Internet: www.bmwsb.bund.de

Gestaltung
Vagedes & Schmid GmbH, 22529 Hamburg

Druck
Tack Design GmbH, 10719 Berlin

Stand
September 2022

7. Auflage
500 Exemplare

40
www.bmwsb.bund.de
Sie können auch lesen