ÖFFENTLICHE MEINUNG IN LIECHTENSTEIN ZUR CORONA-PANDEMIE - AUSWERTUNG EINER UMFRAGE IM AUFTRAG DES LIECHTENSTEINER VATERLANDS
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Christian Frommelt ÖFFENTLICHE MEINUNG IN LIECHTENSTEIN ZUR CORONA-PANDEMIE AUSWERTUNG EINER UMFRAGE IM AUFTRAG DES LIECHTENSTEINER VATERLANDS
Christian Frommelt: Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie. Auswertung einer Umfrage im Auftrag des Liechtensteiner Vaterlands. Liechtenstein-Institut, Bendern, 2020. © Liechtenstein-Institut, Bendern, 2020 Liechtenstein-Institut St. Luziweg 2 9487 Bendern Tel. +423 / 373 30 22 info@liechtenstein-institut.li www.liechtenstein-institut.li
INHALTSVERZEICHNIS Einleitung ................................................................................................................................................. 4 Zusammenfassung................................................................................................................................... 4 Beurteilung der Regierungsarbeit ........................................................................................................... 6 Belastende Einschränkungen durch Corona-Pandemie .......................................................................... 8 Sorge über gesundheitliche Folgen der Corona-Pandemie................................................................... 11 Sorgen über wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie .................................................................. 12 Ausblick ................................................................................................................................................. 14 Internationale Kooperation und Solidarität .......................................................................................... 16 Mediennutzung ..................................................................................................................................... 17 Datenerhebung und Stichprobe ............................................................................................................ 19 Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 3
EINLEITUNG Die COVID-19-Pandemie – kurz Corona-Pandemie – hat auch in Liechtenstein zu gravierenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und einem Einbruch der Wirtschaft geführt. Während verschiedene Stakeholder sowie die liechtensteinischen Unternehmen bereits zur Corona-Pande- mie befragt wurden, fehlten bisher repräsentative Angaben darüber, wie die Bevölkerung Liech- tensteins die Corona-Pandemie wahrnimmt. Um dieser Frage nachzugehen, führten das Liechten- steiner Vaterland und das Liechtenstein-Institut eine offene Onlineumfrage durch. Die Umfrage startete am 8. Juni 2020 und endete am 18. Juni 2020. Sie wurde im Rahmen des Lie- Barometers durchgeführt und richtete sich an die Wohnbevölkerung Liechtensteins, wobei die Teilnahme allen interessierten Personen offenstand. Die Verbreitung des Links zur Umfrage er- folgte durch verschieden Gefässe des Vaduzer Medienhauses. So wurde die Umfrage unter ande- rem in der an alle Haushalte Liechtensteins versandten Grossauflage des Liechtensteiner Vater- lands vom 9. Juni 2020 angekündigt. Der Link zur Umfrage wurde über 1800-mal aufgerufen. Vor der Auswertung der Daten wurde jedoch eine Datenbereinigung im Hinblick auf Plausibilität, Voll- ständigkeit und andere Kriterien durchgeführt. Nach der Datenbereinigung verblieben 1626 Fälle im Datensatz. Für die Auswertung wurden die Ergebnisse nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Bildung gewichtet. ZUSAMMENFASSUNG Die grosse Mehrheit der Befragten bewertet das Krisenmanagement der Regierung als eher gut oder sehr gut (83 Prozent) und hält die wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen der Re- gierung für angemessen (61 Prozent). Von denjenigen Personen, welche das Krisenmanagement der Regierung als eher schlecht oder sehr schlecht beurteilen, sind 39 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Unterstützungsmassnahmen für die liechtensteinische Wirtschaft eher zu weit gehen und 36 Prozent, dass sie eher zu wenig weit gehen. 75 Prozent der Personen, welche das Krisenmanagement der Regierung als eher gut oder sehr gut beurteilen, erachten die Unterstüt- zungsmassnahmen grossmehrheitlich als angemessen. 16 Prozent dieser Personengruppe sind der Meinung, dass die Massnahmen eher zu wenig weit gehen, während die Massnahmen für 9 Prozent eher zu weit gehen. Bezüglich der persönlichen Betroffenheit durch die Corona-Krise gaben lediglich 11 Prozent an, dass die Krise sie in den vergangenen Monaten nicht belastet habe. Gefragt nach den konkreten Belastungen wurden vor allem Einschränkungen des Soziallebens und der persönlichen Freihei- ten wie z. B. der Verzicht auf Treffen mit Freunden (64 Prozent) oder Reiseeinschränkungen (33 Prozent) genannt. Demgegenüber gaben lediglich 19 Prozent der Befragten an, dass sie die finan- ziellen Folgen der Krise persönlich als belastend empfunden haben. Nur für 6 Prozent der Befrag- ten hatte die Krise belastende gesundheitliche Folgen. 13 Prozent der Befragten sehen im Coronavirus eine Gefahr für die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit anderer Personen im Haushalt und weitere 18 Prozent eher eine Gefahr. Das heisst, aktuell sorgt sich etwas weniger als ein Drittel der Bevölkerung um die gesundheitlichen Folgen Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 4
des Coronavirus. Auffällig ist, dass die Sorge bei der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen am höchsten liegt, obwohl bei dieser Altersgruppe das geringste gesundheitliche Risiko besteht. 39 Prozent der Befragten sind sehr oder eher besorgt darüber, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die eigene finanzielle Situation auswirken könnte. Diese Sorge ist besonders ausge- prägt bei Personen mit einem geringen Bildungsniveau und einem geringen Haushaltseinkom- men. Im Unterschied dazu hat die Höhe des Einkommens und der Ausbildung kaum einen Einfluss auf die Besorgnis über negative Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die liechtensteinische Wirtschaft. Allerdings ist die Bevölkerung Liechtensteins insgesamt deutlich besorgter über ne- gative Auswirkungen auf die liechtensteinische Wirtschaft als auf die eigene finanzielle Situ- ation. So geben 65 Prozent der Befragten an, sehr oder eher besorgt zu sein über negative Auswir- kungen auf die liechtensteinische Wirtschaft. Lediglich 10 Prozent der befragten Personen gehen davon aus, dass die Corona-Krise die liechten- steinische Wirtschaft nur mehr die nächsten Monate beschäftigen werde. Im Unterschied dazu glauben 33 Prozent, dass die Beeinträchtigungen sich noch länger als bis Sommer 2021 hinzie- hen werden. Insbesondere Personen der Altersgruppe 65+ ist dabei der Meinung, dass die Beein- trächtigungen noch lange spürbar sein werden, während die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen eher an eine rasche Erholung glaubt. Mit Blick auf die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen erwarten 69 Prozent der Befragten, dass in den nächsten 12 Monaten die Arbeitslosigkeit in Liechtenstein steigen wird. Im Unterschied dazu lässt sich kein eindeutiges Meinungsbild bezüg- lich der Zins- und Preisentwicklung feststellen. Obwohl eine grosse Mehrheit von 76 Prozent der Befragten anerkennt, dass globale Herausforde- rungen auch globale Kooperation benötigen, ist nur eine Minderheit bereit, Entwicklungsländer (44 Prozent) oder andere EWR-Staaten (27 Prozent) bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie finanziell zu unterstützen. Schliesslich zeigt die Umfrage, dass die Bevölkerung Liechtenstein die Medien in der Corona-Krise stärker nutzte und dabei vor allem öffentlich-rechtliche Informationsangebote sowie die Liechtensteiner Tageszeitungen nutzte. Die Umfrage gibt das Stimmungsbild in der liechtensteinischen Wohnbevölkerung im Juni 2020 wieder. Die Umfrage lässt keine Rückschlüsse zu, wie sich das Meinungsbild mit Fortgang der Krise ändern wird. Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 5
BEURTEILUNG DER REGIERUNGSARBEIT
Fragen
Wie beurteilen Sie insgesamt das Krisenmanagement der Regierung des Fürstentums Liechtenstein seit Be-
ginn der Corona-Pandemie?
Wie beurteilen Sie die Massnahmen der Regierung zur Unterstützung der liechtensteinischen Wirtschaft?
Ergebnisse
• Eine grosse Mehrheit von 83 Prozent bewertet das Krisenmanagement der Regierung als
«eher gut» oder «sehr gut». Nur 15 Prozent der befragten Personen sind mit dem Krisenma-
nagement der Regierung unzufrieden.
• Die mehrheitlich positive Bewertung des Krisenmanagements zeigt sich bei allen Alters- und
Bildungsgruppen sowie Geschlechtern.
• Auch die Unterstützungsmassnahmen für die liechtensteinische Wirtschaft stuft eine Mehr-
heit der Befragten als «angemessen» ein. Das Meinungsbild in Liechtenstein gleicht dabei
stark jenem aus der Schweiz.
• Der Vergleich der Beurteilung der wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen der Regie-
rung und deren Krisenmanagement lässt keine eindeutigen Rückschlüsse darüber zu, weshalb
die Regierungsarbeit negativ beurteilt wird. So gehen für 39 Prozent der Befragten, welche
das Krisenmanagement als «sehr» oder «eher schlecht» beurteilt haben, die wirtschaftlichen
Unterstützungsmassnahmen der Regierung «etwas» oder «viel zu weit». Im Unterschied dazu
gehen für 36 Prozent der Befragten, welche das Krisenmanagement als «sehr» oder «eher
schlecht» beurteilt haben, die Unterstützungsmassnahmen «viel zu wenig» oder «etwas zu
wenig weit». 75 Prozent der Befragten, welche Krisenmanagement als «sehr» oder «eher gut»
beurteilt haben, erachten die Massnahmen als angemessen. Für 15 Prozent gehen sie etwas
zu wenig weit.
• Personen mit einem geringen Vertrauen haben das Krisenmanagement der Regierung prozen-
tual häufiger negativ bewertet als Personen mit einem hohen Regierungsvertrauen.
Abbildung 1: Beurteilung des Krisenmanagements der liechtensteinischen Regierung
2% sehr schlecht
4%
11% eher schlecht
34% eher gut
sehr gut
weiss nicht
49%
Anmerkung: Juni 2020: N=1626
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 6Abbildung 2: Beurteilung der wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen der Regierung im Vergleich zur
Schweiz
Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ...
80%
61% 59% Liechtenstein Schweiz
60%
40%
20% 14% 15%
10% 11% 7% 7%
3% 5% 3% 4%
0%
... gehen viel zu ... gehen etwas zu ... sind ... gehen etwas zu ... gehen viel zu weiss nicht
weit. weit. angemessen. wenig weit. wenig weit.
Anmerkung: Liechtenstein: Juli 2020: N=1626; Schweiz: Mai 2020, Tamedia-Umfrage durchgeführt durch Leewas
Abbildung 3: Beurteilung der wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen der Regierung nach Bewertung
des Krisenmanagements der Regierung
Personen mit negativer Beurteilung der Personen mit positiver Beurteilung der
Regierungsarbeit Regierungsarbeit
... gehen viel zu wenig ... gehen viel zu wenig
15% 1%
weit. weit.
... gehen etwas zu wenig ... gehen etwas zu wenig
21% 15%
weit. weit.
... sind angemessen. 25% ... sind angemessen. 75%
... gehen etwas zu weit. 17% ... gehen etwas zu weit. 8%
... gehen viel zu weit. 22% ... gehen viel zu weit. 1%
0% 10% 20% 30% 0% 20% 40% 60% 80%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Für 15 Prozent der Befragten, welche das Krisenmanagement der Regierung als
sehr/eher schlecht eingeschätzt haben, gehen die Massnahmen der Regierung zur Unterstützung der liechtensteini-
schen Wirtschaft viel zu wenig weit.
Abbildung 4: Beurteilung des Krisenmanagements der Regierung als «schlecht» oder «eher schlecht» nach
Vertrauen in die Regierung
100%
80%
58%
60%
38% 36%
40%
22%
20% 8% 4% 5%
0%
absolut kein 2 3 4 5 6 volles
Vertrauen Vertrauen
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. 58 Prozent der Personen, welche absolut kein Vertrauen in die Regierung haben, ha-
ben das Krisenmanagement der Regierung als sehr oder eher schlecht beurteilt.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 7BELASTENDE EINSCHRÄNKUNGEN DURCH CORONA-PANDEMIE
Frage
Wenn Sie auf die vergangenen Monate zurückschauen, welche Folgen der Krise waren für Sie persön-
lich am belastendsten? (Maximal 3 Antworten möglich)
Ergebnisse
• Nur 11 Prozent der befragten Personen gaben an, dass die Folgen der Corona-Pandemie sie in
den vorangegangenen Monaten nicht belasteten.
• Befragt nach den als am belastendsten empfundenen Folgen werden insbesondere der Ver-
zicht auf soziale Aktivitäten genannt. 64 Prozent der befragten Personen wählten dies als eine
von maximal drei möglichen Antwortmöglichkeiten. Am zweithäufigsten werden Reiseein-
schränkungen genannt, gefolgt vom Verzicht auf kulturelle und sportliche Anlässe. Im Unter-
schied dazu werden Einschränkungen wie das Arbeiten im Homeoffice oder gesundheitliche
Folgen nur von 10 Prozent oder weniger als eine belastende Folge der Corona-Krise genannt.
• Aus den Ergebnissen lässt sich schliessen, dass in Liechtenstein bis anhin vor allem die sozia-
len Folgen belastend wirkten, während nur ein geringer Anteil der befragten Personen beruf-
lich, gesundheitlich oder wirtschaftlich belastende Folgen der Corona-Krise spürte.
• Der Vergleich nach Altersgruppen zeigt, dass die Belastung durch gesundheitliche Folgen bei
allen Altersgruppen ähnlich gering war. Vor allem die Altersgruppe 65+ nannte nur selten fi-
nanzielle Folgen als Belastung durch die Corona-Krise. Spannungen in der Familie empfanden
vor allem junge Personen als belastend – ebenso den Verzicht auf Restaurant- und Barbesu-
che. Im Unterschied dazu ist der Verzicht auf kulturelle und sportliche Anlässe vor allem für
die Gruppe 65+ belastend.
• Mit Blick auf das Geschlecht ist der Unterschied besonders gross in Bezug auf finanzielle Fol-
gen, den Verzicht auf Kultur- und Sportanlässe sowie Spannungen in der Beziehung oder der
Familie.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 8Abbildung 5: Belastungen durch die Corona-Pandemie
Verzicht auf soziale Aktivitäten 64%
Reiseeinschränkungen 33%
Verzicht auf kulturelle/ sportliche Anlässe 26%
Verzicht auf Bar- und Restaurantbesuche 19%
Finanzielle Folgen 19%
Kinderbetreuung/Schulunterricht selber zu stemmen 13%
Spannungen in Beziehung/Familie 11%
Erschwerte Arbeitsbedingungen aufgrund von Homeoffice 10%
Gesundheitliche Folgen 6%
Die Situation belastete mich nicht. 11%
0% 20% 40% 60% 80%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020; 64 Prozent nannten den Verzicht auf soziale Aktivitäten als eine der drei für sie per-
sönlich belastendsten Folgen der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten.
Abbildung 6: Belastung durch die Corona-Pandemie nach Geschlecht
100%
80% Frau Mann
66%
63%
60%
40% 32% 34%34%
23% 21% 22%
16% 17% 15%11% 14%
20%
7% 6% 10%9% 8%
0%
finanzielle Folgen
Beziehung/Familie
Arbeitsbedingungen
Verzicht soziale Aktivitäten
/Restaurantbesuche
gesundheitliche Folgen
Verzicht Kultur-/Sportanlässe
Kinderbetreuung/Unterricht
Reiseeinschränkungen
Spannungen
Verzicht Bar-
erschwerte
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Die Abbildung zeigt differenziert nach Geschlecht, wie viel Prozent der Befragten eine
der vorgeschlagenen Antwortmöglichkeiten als eine für sie persönlich belastende Folge der Corona-Krise wählten.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 9Abbildung 7: Belastungen durch die Corona-Pandemie nach Altersgruppen
Verzicht auf soziale gesundheitliche Folgen finanzielle Folgen
Aktivitäten
100% 100% 100%
76% 74%
80% 80% 80%
65%
61%
60% 53% 60% 60%
40% 40% 40% 26%
24% 21% 21%
20% 20% 7% 8% 9% 20%
3% 5% 5%
0% 0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Verzicht Bar- und Verzicht kulturelle Anlässe/ Arbeitsbedingungen
Restaurantbesuche Sportanlässe Homeoffice
100% 100% 100%
80% 80% 80%
60% 60% 60%
44%
40% 29% 27% 40% 29% 40%
20% 24%
19% 17% 15% 14%
20% 14% 10% 20% 20% 11% 8%
2%
0% 0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Kinderbetreuung/ Spannungen Familie Reiseeinschränkungen
Homeschooling
100% 100% 100%
80% 80% 80%
60% 60% 60%
39% 37%
40% 29% 40% 40% 33% 30%
25% 27%
18% 19%
20% 8% 6% 20% 9% 6% 7% 20%
5%
0% 0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Die Abbildung zeigt differenziert nach Alter, wie viel Prozent der Befragten eine der
vorgeschlagenen Antwortmöglichkeiten als eine für sie persönlich belastende Folge der Corona-Krise wählten.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 10SORGE ÜBER GESUNDHEITLICHE FOLGEN DER CORONA-PANDEMIE
Frage
Sehen Sie im Coronavirus eine Gefahr für Ihre Gesundheit bzw. die Gesundheit anderer Personen in
Ihrem Haushalt?
Ergebnisse
• Die Sorge um eine Ansteckung durch das Coronavirus scheint in der liechtensteinischen Be-
völkerung relativ gering zu sein. Auf die Frage, ob die befragten Personen im Coronavirus eine
Gefahr für ihre Gesundheit bzw. die Gesundheit anderer Personen in ihrem Haushalt sehen,
wählten lediglich 12 Prozent die Antwortmöglichkeit «ja». Weitere 18 Prozent antworteten
mit «eher ja».
• Der Vergleich nach Altersgruppen zeigt, dass der Anteil der Personen, welche mit «ja» oder
«eher ja» antworteten und damit im Coronavirus eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit
sehen, mit 46 Prozent in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen am höchsten liegt. Im Ver-
gleich dazu wählten bei der Altersgruppe 65+ nur 27 Prozent diese Antwortmöglichkeiten.
Abbildung 8: Sorge über Folgen der Corona-Pandemie für eigene Gesundheit
Gefahr für Gesundheit
1% 13%
eher Gefahr für Gesundheit
36% eher keine Gefahr für Gesundheit
18%
keine Gefahr für Gesundheit
weiss nicht
32%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020
Abbildung 9: Sorge über Folgen der Corona-Pandemie für eigene Gesundheit nach Alter und Bildung
100%
Maturität/ Studium 38%
75%
Fachausbildung 30%
50% 46%
29% 32% berufliche Grundausbildung 28%
28% 27%
25%
obligatorische Schule 34%
0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 0% 25% 50% 75% 100%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Die Abbildung zeigt, wie viel Prozent der Befragten der jeweiligen Alters- oder Bil-
dungsgruppe über die Auswirkungen der Corona-Krise eher besorgt oder sehr besorgt sind.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 11SORGEN ÜBER WIRTSCHAFTLICHE FOLGEN DER CORONA-PANDEMIE
Fragen
Wie besorgt sind Sie, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf Ihre eigene finanzielle Situation oder
diejenige anderer Personen in Ihrem Haushalt auswirken wird?
Wie besorgt sind Sie hinsichtlich der Folgen der Corona-Pandemie für die liechtensteinische Wirt-
schaft?
Ergebnisse
• 13 Prozent der befragten Personen sind «sehr besorgt» und weitere 26 Prozent «eher be-
sorgt» darüber, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die finanzielle Situation des eige-
nen Haushalts auswirken wird. Damit liegt der Anteil derjenigen, die besorgt sind um die Ent-
wicklung der eigenen finanziellen Situation deutlich höher, als der Anteil derjenigen, welche
mit Blick auf die vergangenen Monate finanzielle Folgen der Corona-Pandemie als belastend
empfunden haben.
• Noch deutlich höher ist die Sorge über die Folgen der Corona-Pandemie auf die liechtenstei-
nische Wirtschaft. Insgesamt 65 Prozent der Befragten zeigen sich hier eher oder sehr besorgt.
• Die Sorge über die eigene finanzielle Situation ist bei der Altersgruppe 65+ am geringsten.
Hier wählten lediglich 30 Prozent die Antwortmöglichkeiten «eher besorgt» oder «sehr be-
sorgt» im Vergleich zu 46 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Im Unterschied
dazu ist die Altersgruppe 65+ am stärksten besorgt um die Folgen der Corona-Pandemie für
die liechtensteinische Wirtschaft.
• Die Sorge über die eigene finanzielle Situation ist besonders hoch bei Personen mit einem tie-
fen Bildungsniveau und tiefem Einkommen. So zeigen sich 51 Prozent der Personen mit keiner
Ausbildung oder der obligatorischen Schule als höchstem Bildungsabschluss sowie 67 Prozent
mit einem Haushaltseinkommen von weniger als CHF 3'000 pro Monat eher oder sehr besorgt
über die Folgen der Corona-Pandemie im Vergleich zu 33 Prozent der Personen mit einer Ma-
turität oder einem Studium als höchstem Bildungsabschluss bzw. 26 Prozent mit einem Haus-
haltseinkommen über CHF 13'000 pro Monat.
Abbildung 10: Sorge über eigene finanzielle Situation sowie wirtschaftliche Lage in Liechtenstein
eigene finanzielle Situation Lie-Wirtschaft
sehr besorgt
13% 16%
20% 2% 4% 4%
eher besorgt
eher nicht besorgt 28%
26%
überhaupt nicht besorgt
39% weiss nicht 49%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 12Abbildung 11: Sorge über Folgen der Corona-Krise für die eigene finanzielle Situation sowie für die
liechtensteinische Wirtschaft im Vergleich nach Alter, Haushaltseinkommen und Bildung
Sorge über finanzielle Situation Sorge über liechtensteinische Wirtschaft
nach Alter nach Alter
100% 100%
80% 80% 71% 75%
65%
57% 61%
60% 60%
46% 42% 43%
37%
40% 30% 40%
20% 20%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Sorge über finanzielle Situation Sorge über liechtensteinische Wirtschaft
nach Haushaltseinkommen nach Haushaltseinkommen
100% 100%
74% 70%
80% 67% 80% 65% 67% 65%
59% 63% 62%
60% 60%
41%
40% 31% 31% 26% 40%
17%
20% 20%
0% 0%
< 3'000 3'000 5'000 7'000 9'000 11'000 Über < 3'000 3'000 5'000 7'000 9'000 11'000 Über
CHF bis bis bis bis bis 13'000 CHF bis bis bis bis bis 13'000
5'000 7'000 9'000 11'000 13'000 CHF 5'000 7'000 9'000 11'000 13'000 CHF
CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF
Sorge über finanzielle Situation Sorge über liechtensteinische Wirtschaft
nach Bildung nach Bildung
Maturität/ Studium 33% Maturität/ Studium 59%
Fachausbildung 34% Fachausbildung 67%
berufliche Grundausbildung 39% berufliche Grundausbildung 68%
obligatorische Schule 51% obligatorische Schule 76%
0% 25% 50% 75% 100% 0% 25% 50% 75% 100%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Die Abbildung zeigt, wie viel Prozent der Befragten der jeweiligen Alters-, Bildungs-
oder Einkommensgruppe über die Auswirkungen der Corona-Krise eher besorgt oder sehr besorgt sind.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 13AUSBLICK
Fragen
Wie lange wird Ihrer Meinung nach die Corona-Krise die liechtensteinische Wirtschaft beeinträchti-
gen?
Wie sehen Sie die Beschäftigungssituation in den nächsten 12 Monaten? Wie wird sich Ihrer Meinung
nach in den nächsten 12 Monaten das allgemeine Preisniveau entwickeln? Wie werden sich Ihrer Mei-
nung nach in den nächsten 12 Monaten die Zinssätze für allgemeine Kredite entwickeln?
Ergebnisse
• Lediglich 10 Prozent der befragten Personen gehen davon aus, dass die Corona-Krise die liech-
tensteinische Wirtschaft nur mehr die nächsten Monate beschäftigen wird. Im Unterschied
dazu gehen 33 Prozent davon aus, dass die Beeinträchtigungen sich noch länger bis als Som-
mer 2021 hinziehen werden.
• Eine grosse Mehrheit von 69 Prozent der befragten Personen geht davon aus, dass sich die
Beschäftigungssituation in den nächsten 12 Monaten negativ entwickeln wird und die Arbeits-
losigkeit steigen wird. Demgegenüber ist die Bevölkerung Liechtensteins hinsichtlich der Aus-
wirkungen der Corona-Pandemie auf das Preisniveau in der Erwartung steigender oder kon-
stanter Preise gespalten. Mit Blick auf die Zinsen geht die Mehrheit davon aus, dass sich in den
nächsten 12 Monaten keine Veränderungen ergeben werden.
Abbildung 12: Einschätzung zur Dauer der Beeinträchtigung der liechtensteinischen Wirtschaft
100%
75%
50%
30% 33%
24%
25%
10%
4%
0%
Die nächsten Monate Noch das ganze Jahr Bis Sommer 2021 Länger als Sommer weiss nicht
2020 2021
Anmerkung: 2020: N=1626, Juni 2020.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 14Abbildung 13: Einschätzung zur Dauer der Beeinträchtigung der liechtensteinischen Wirtschaft nach
Altersgruppen
100%
20%
33% 29%
80% 42% 38%
30%
60%
26%
26% 44%
30%
40% 20%
26%
20% 29%
29% 22% 25%
16%
6% 8%
0% 2%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Die nächsten Monate Noch das ganze Jahr 2020 Bis Sommer 2021 Länger als Sommer 2021
Anmerkung: 2020: N=1626, Juni 2020.
Abbildung 14: Einschätzung zur Entwicklung wirtschaftlicher Kennzahlen
Arbeitslosigkeit Preise Zinsen
... wird sinken 5% ... werden ... werden
6% 8%
sinken sinken
… bleibt gleich 23% … bleiben … bleiben
40% 51%
gleich gleich
… wird steigen 69% ... werden ... werden
46% 22%
steigen steigen
weiss nicht 3% weiss nicht 8% weiss nicht 20%
0% 50% 100% 0% 50% 100%
0% 50% 100%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 15INTERNATIONALE KOOPERATION UND SOLIDARITÄT
Frage
Sagen Sie uns bitte, ob Sie den folgenden Aussagen zustimmen oder nicht zustimmen.
a) Globale Herausforderungen wie die Corona-Pandemie erfordern auch globale Kooperation.
b) Liechtenstein sollte Entwicklungsländer finanziell bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der
Corona-Pandemie unterstützen.
c) Liechtenstein sollte andere EWR-Staaten finanziell bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der
Corona-Pandemie unterstützen.
Ergebnisse
• Eine grosse Mehrheit von 74 Prozent der befragten Personen ist der Meinung, dass die
Corona-Pandemie eine globale Zusammenarbeit erfordert.
• Lediglich 27 Prozent der befragten Personen ist der Meinung, dass Liechtenstein andere EWR-
Staaten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise unterstützen sollte.
Mit Blick auf die Entwicklungsländer sind dies immerhin 46 Prozent.
Abbildung 15: Einstellung zur internationalen Kooperation und internationalen Solidarität
Liechtenstein sollte andere EWR-Staaten finanziell bei der
Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona- 5% 22% 37% 30% 7%
Pandemie unterstützen.
Liechtenstein sollte Entwicklungsländer finanziell bei der
Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona- 16% 28% 28% 21% 7%
Pandemie unterstützen.
Globale Herausforderungen wie die Corona-Pandemie
35% 39% 15% 5%6%
erfordern auch globale Kooperation.
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Stimme vollkommen zu Stimme eher zu Stimme eher nicht zu
Stimme überhaupt nicht zu Weiss nicht / k. A.
Anmerkung: N=1626, Juni 2020.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 16MEDIENNUTZUNG
Fragen
Aus welchen Quellen beziehen Sie Informationen zur Corona-Pandemie?
Haben Sie diese Medienquellen in der Corona-Krise intensiver genutzt als sonst?
Ergebnisse
• 61 Prozent der befragten Personen gaben an, während der Corona-Krise die ihnen zur Verfü-
gung stehenden Medienquellen intensiver genutzt zu haben als sonst.
• Am häufigsten nutzten die befragten Personen das Liechtensteiner Vaterland, um Informatio-
nen zur Corona-Pandemie zu erhalten. Da die Umfrage durch das Liechtensteiner Vaterland
durchgeführt wurde, ist dieser hohe Wert mit Vorsicht zu geniessen. Allerdings wurde auch
das Liechtensteiner Volksblatt oft genutzt. Dies unterstreicht die hohe Bedeutung der beiden
Landeszeitungen als Informationsquelle während der Corona-Pandemie.
• Weiters kommt dem ausländischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine grosse Bedeutung
zu. Im Unterschied dazu wurden private Fernsehsender im In- und Ausland kaum zur Infor-
mationsgewinnung genutzt. Auch soziale Medien spielten eine eher untergeordnete Rolle.
• Insbesondere Personen der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen gaben an, die Medien wäh-
rend der Corona-Pandemie häufiger genutzt zu haben.
• Für die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen spielen persönliche Gespräche als Informations-
quelle eine besonders wichtige Rolle. Die Nutzung sozialer Medien ist bei der Altersgruppe
der 50- bis 64-Jährigen sowie insbesondere der Altersgruppe 65+ unterdurchschnittlich. Al-
lerdings nutzen diese Personen überdurchschnittlich oft das öffentlich-rechtliche Fernsehen
als Informationsquelle.
Abbildung 16: Mediennutzung
Liechtensteiner Vaterland 70%
Ausländisches öffentlich-rechtliches Fernsehen / 66%
Intensivere Mediennutzung
Radio (z. B. SRF, ORF)
Persönliche Gespräche mit Freunden und Familie 44% 1%
Liechtensteiner Volksblatt 42%
Radio Liechtenstein 37% ja
Überregionale Zeitungen (z. B. NZZ, Tages-Anzeiger) 35%
39% nein
Facebook und weitere soziale Medien 33%
(z. B. Instagram, Twitter)
weiss
Ausländisches privates Fernsehen / Radio 22% 61%
nicht
(z. B. RTL, Sat1)
1FLTV 15%
Sonstiges 9%
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Da die Verbreitung des Links zur Umfrage über die Kanäle des Liechtensteiner Vater-
lands erfolgte, ist es wahrscheinlich, dass Nutzer des Vaterlands in der Umfrage überrepräsentiert sind.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 17Abbildung 17: Mediennutzung und Bezug von Informationen nach Altersgruppen
Intensivere Mediennutzung Persönliche Gespräche
100% 100%
80% 70% 64% 80%
60% 64% 62%
60% 47% 60% 43% 46% 41%
33%
40% 40%
20% 20%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Soziale Medien öffentlich-rechtliches Fernehen
100% 100%
73% 74%
80% 80% 64%
53% 54%
60% 43% 60%
40% 37%
40% 30% 24% 40%
20% 20%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Liechtensteiner Vaterland Liechtensteiner Volksblatt
100% 100%
75% 72% 77%
80% 63% 65% 80%
60% 60% 50% 47% 46% 42%
40% 40% 31%
20% 20%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
privates Fernsehen überregionale Zeitungen
100% 100%
80% 80%
60% 60%
33% 34% 36% 33% 39%
40% 22% 28% 26% 40%
18% 15%
20% 20%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Radio L 1FLTV
100% 100%
80% 80%
60% 50% 60%
33% 32% 36% 38%
40% 40% 27%
15% 14%
20% 20% 5% 7%
0% 0%
18-24 25-34 35-49 50-64 65+ 18-24 25-34 35-49 50-64 65+
Anmerkung: N=1626, Juni 2020. Da die Verbreitung des Links zur Umfrage über die Kanäle des Liechtensteiner Vater-
lands erfolgte, ist es wahrscheinlich, dass Nutzer des Vaterlands in der Umfrage überrepräsentiert sind.
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 18DATENERHEBUNG UND STICHPROBE
Nach der Datenbereinigung verblieben 1626 Fälle im Datensatz. Für die Auswertung wurden die
Ergebnisse nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Bildung gewichtet.
Durch die Gewichtung wird eine hohe Repräsentativität für die liechtensteinische Bevölkerung
erzielt. Ein Stichprobenfehler, wie er im Falle von Umfragen basierend auf Zufallsstichproben be-
rechnet wird, lässt sich bei einer offenen Onlineumfrage nicht direkt berechnen. Erfahrungswerte
aus Vergleichen der unterschiedlichen Erhebungsmethoden zeigen jedoch, dass die Aussagekraft
hinsichtlich der öffentlichen Meinung der gewichteten Ergebnisse einer offenen Umfrage mit den-
jenigen einer auf einer Zufallsstichprobe basierenden Umfrage vergleichbar ist. Für die aktuelle
Befragung wird für die gesamte Stichprobe ein Stichprobenfehler von +/− 2.4 Prozentpunkten
angenommen (für 50%-Anteil und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit). Bei Subanalysen kann
sich der Fehlerbereich entsprechend der geringeren Fallzahl erhöhen.
Tabelle 1: Umfrageteilnehmer*innen nach soziodemografischen Merkmalen
Merkmal Anzahl Umfrageteilnahme
Geschlecht
Frau 786
Mann 840
Alter
18–24 Jahre 178
25–34 Jahre 311
35–49 Jahre 524
50–64 Jahre 445
65+ Jahre 168
Bildung
obligatorische Schule 66
berufliche Grundausbildung 466
Fachausbildung 503
Maturität/Studium 591
Haushaltseinkommen
< 3’000 CHF 79
3’000 bis 5’000 CHF 251
5’000 bis 7’000 CHF 276
7’000 bis 9’000 CHF 280
9’000 bis 11’000 CHF 188
11’000 bis 13’000 CHF 123
Über 13’000 CHF 164
Tabelle 2: Ausgewählte statistische Stichprobenfehler nach Stichprobengrösse und Basisverteilung
Vertrauensintervall (95%) in Prozent für verschiedene Antwortanteile
Stichprobengrösse
70% 50% 20%
2000 ±2.0% ±2.2% ±1.8%
1000 ±2.8% ±3.1% ±2.5%
500 ±4.0% ±4.4% ±3.5%
100 ±9.0% ±9.8% ±7.8%
Öffentliche Meinung in Liechtenstein zur Corona-Pandemie 19Sie können auch lesen