FLASHLIGHT MÖBEL-NEWS - Rückblick auf die Möbelbranche Ausgabe Dezember 20.12.2019 - Offizielles ...

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FLASHLIGHT MÖBEL-NEWS
Rückblick auf die Möbelbranche
Ausgabe Dezember – 20.12.2019

MÖBELINDUSTRIE
BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH: Insolvenz

Die Küchenmanufaktur aus Mönchweiler befand sich bereits seit einiger Zeit in finanzieller Schieflage.
Auch, weil die Strukturen und Prozesse des Unternehmens nicht mehr effizient genug seien.
Den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung bestätigte das Amtsgericht Villingen-Schwenningen am
29. November 2019. Dem zeyko-Geschäftsführer, Dr. Christian Hilz, wurde der Sanierungsexperte Thomas
Planer, Planer & Kollegen GmbH, zur Umsetzung einer Sanierung zur Seite gestellt. Der gesamte Betrieb
solle optimiert, Prozesse durchleuchtet und neu definiert werden.
Zur Sicherstellung der Betriebsfortführung und Finanzierung wurde eine Umwandlung des Insolvenzverfah-
rens in ein Regelverfahren erforderlich. Dem Antrag wurde am 12. Dezember 2019 vom Amtsgericht statt-
gegeben Es wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und RA Dr. Philipp Grub von der Kanzlei
Grub Brugger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens soll
auch im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung vollumfänglich fortgeführt werden. Die bisherigen
Ansprechpartner bei der BES zeyko Küchenmanufaktur GmbH sind weiterhin erreichbar.
Quelle: Möbelkultur, 2. Dezember 2019; der Küchenprofi, 13. Dezember 2019

Kleinhans stellt Insolvenzantrag

Der Fenster- und Möbelhersteller Kleinhans GmbH mit Sitz in Kehl hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das
Amtsgericht Offenburg bestellte RA Stefano Buck zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbe-
trieb soll sowohl in der Schreinerei als auch im Küchenstudio uneingeschränkt weitergeführt werden.
Hintergrund des Insolvenzantrags sei ein deutlicher Umsatzeinbruch im Geschäftsbereich Fensterbau. Die-
ser Rückgang führte zur drohenden Zahlungsunfähigkeit und in der Folge zum Insolvenzantrag. Der Insol-
venzverwalter prüft derzeit die Sanierungsmöglichkeiten.
Quelle: Schultze & Braun, 25. November 2019

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Flokk wird auch in den USA aktiv

Der europäische Bürostuhlhersteller Flokk übernimmt den US-amerikanischen Bürostuhlhersteller 9to5
Seating.
Die Flokk Gruppe hat sich von einem skandinavischen Unternehmen zu einem europäischen Anbieter ent-
wickelt, der auch in den USA aktiv ist. In den letzten Jahren erwarb Flokk die schwedischen Unternehmen
Malmstolen und Offecct sowie BMA (Benelux), Giroflex (Schweiz) und Profim (Polen). Durch die Über-
nahme von 9to5 will die Flokk Gruppe ihre Position auf dem US-amerikanischen Markt stärken und ihre
Wachstumsstrategie auf internationaler Ebene ausweiten.
Quelle: Flokk GmbH, Dezember 2019

Nobia investiert in Jönköping

Der schwedische Küchenmöbelhersteller Nobia will bis 2023 rund 189 Mio. EUR in ein neues Küchenmö-
bel-Werk in Jönköping/’Schweden investieren. Der bestehende Standort in Tidaholm/Schweden soll durch
das neue Werk ersetzt werden. Auch soll ein Teil der Produktion im Werk Ølgod/Dänemark nach Jönköping
verlagert werden. Die freiwerdenden Kapazitäten in Ølgod sollen dem Ausbau der Aktivitäten in Zentral-
europa dienen.
Das neue Werk in Jönköping soll außer einer Kapazitätserweiterung und Modernisierung der Produktion
auch zu einer signifikanten Reduzierung der Lieferzeiten sowie einer Verbesserung der Produktions- und
Logistikabläufe führen. Der Bau soll im 2. Quartal 2020 beginnen. Ab 2024 soll das Werk dann auf Volllast
laufen.
Nobia fertigt derzeit in 14 Werken in sieben europäischen Ländern. In Großbritannien werden fünf Produkti-
onsstätten betrieben, drei in Dänemark, zwei in Österreich und jeweils eine in Schweden, Norwegen, Finn-
land und den Niederlanden.
Quelle: EUWID, 4. Dezember 2019

MÖBELHANDEL
Migros übergibt sechs Filialen an die XXXLutz-Gruppe

Bis September 2020 soll die Übergabe der sechs schweizerischen Interio-Standorte an die österreichische
XXXLutz-Gruppe erfolgen. XXXLutz will die Filialen in Dübendorf, Spreitenbach, Bern-Schönbühl, St. Gal-
len-Abtwil, Pratteln und Emmen mit der Marke Mömax fortführen, um diese auch in der Schweiz zu etablie-
ren. Für die übrigen Filialen verhandelt die Migros mit möglichen Nachmietern oder sucht nach anderweiti-
gen Lösungen. Unter dem Namen Interio werden zukünftig keine Möbelhäuser weitergeführt.
Bereits im Juni 2019 hatte die Migros-Gruppe entschieden, verstärkt in das strategisches Kerngeschäft so-
wie in den Online-Handel zu investieren und sich von den Interio-Filialen zu trennen. Migros will sich zu-
künftig auf die Entwicklung von Micasa konzentrieren.
Alle Interio-Filialen und der Online-Shop bleiben bis zur Übergabe geöffnet. Alle aufgegebenen Bestellun-
gen sollen ohne Ausnahme ausgeliefert werden.
Quelle: Migros, 29. November 2019

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Möbel Höffner will am 30. Juli 2020 in Paderborn neu eröffnen

Anfang 2020 beginnen die Bauarbeiten für das neue Höffner-Haus in Paderborn. Es soll 39.600 qm groß
werden und 60 Mio. EUR kosten. Vorbild für Innengestaltung und Sortiment soll das Einrichtungshaus von
Höffner in Hamm sein, wo am 28. November 2019 die Neueröffnung gefeiert wurde.
Im Januar 2020 soll mit der Akquise neuer Mitarbeiter begonnen werden. Nur 20 Mitarbeiter der ehemali-
gen Finke-Belegschaft konnten gehalten werden. Zur Eröffnung soll die Belegschaft 300 Mitarbeiter zählen.
Bezüglich des strittigen Werbepylon, der 52 Meter hoch sein soll, konnte zwischen Kurt Krieger und den
zuständigen Politikern noch keine Einigung erzielt werden.
Quelle: Westfalen-Blatt, 27. November 2019

Opti-Wohnwelt in Eisenach wird nicht geschlossen

Nachdem im September verlautbart wurde, dass Opti-Wohnwelt in Eisenach schließen wird, wurde nun
eine Einigung in letzter Minute erreicht. Vermieter und Opti-Wohnwelt einigten sich darauf, den Mietvertrag
für mindestens zehn Jahre zu verlängern, nachdem der interessierte Nachmieter entschieden hatte, dass
die Filialgröße nicht in seine Konzernstruktur passe.
Der laufende Abverkauf von Opti-Welt wurde zeitnah beendet. Da dieser Abverkauf für ein fast leeres Mö-
belhaus gesorgt hatte, nutzt das Unternehmen kurzfristig die Gelegenheit für einen Totalumbau der Ausstel-
lungsflächen.
Quelle: Möbelmarkt, 6. Dezember 2019

Fünf neue Mitglieder von Begros

Braun Möbel-Center, die Einrichtungshäuser Ehrmann, Hardeck Möbel, Möbel Heinrich sowie Opti-Wohn-
welt Föst wechseln vom Einkaufsverband Union zum Einkaufsverband Begros. Begros wächst damit auf
insgesamt 17 Mitglieder.
Braun Möbel-Center betreibt zehn Einrichtungshäuser im Südwesten Deutschlands (neun in Baden-Würt-
temberg, eines im Saarland). Ehrmann betreibt Standorte in Landau, Herxheim, Reilingen, Frankenthal und
Rastatt. Ferner gehören noch Küchenhäuser in Landau und Bruchsal sowie drei SB-Bingo-Märkte in Neu-
stadt/Weinstraße, Germersheim und Landau dazu. Zum 01.01.2020 übernimmt Ehrmann darüber hinaus
das Möbelhaus Hölzmer in Trier. Hardeck Möbel unterhält vier Standorte in Bochum, Hilden, Senden und
Bramsche. Zu Möbel Heinrich gehören neben den drei Filialen in Bad Nenndorf, Hameln und Kirchlengern
auch vier SB-Filialen der Marke Mögrossa in Peine, Landesbergen, Stadthagen und Bad Nenndorf. Opti-
Wohnwelt Föst betreibt 17 Filialen in ganz Deutschland.
Quelle: Begros,5. Dezember 2019

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Einkaufsverband Union: weiteres Treffen in Jahr 2019 erforderlich

Zum Ende des Jahres 2019 scheidet die Tessner Gruppe mit Roller, Tejo/Schulenburg und SB Lagerkauf
aus dem Einkaufsverband Union aus. Gleiches gilt für die Küchenfachmärkte Meda. Hiermit wird sich der
Außenumsatz der Union bereits um die Hälfe reduzieren.
Über die Trennungsmodalitäten der darüber hinaus ausscheidenden Mitglieder, Hardeck, Braun, Opti-
Wohnwelt, Möbel Heinrich und Ehrmann, die ebenfalls zu Begros wechseln, wurde noch keine Einigung
erzielt. Die außerordentliche Gesellschafterversammlung der Union Einkaufs GmbH wurde am späten
Nachmittag des 6. Dezember 2019 ohne Ergebnis beendet. Ein weiteres Treffen ist noch in diesem Jahr
geplant.
Quelle: HartDran, 6. Dezember 2019

E-COMMERCE UND VERSANDHANDEL
Home24 ist weiterhin optimistisch

Home24 will bis zum Jahresende auf Basis des bereinigten Ebitda die Gewinnschwelle überschreiten und
ab dem kommenden Jahr profitabel sein. Jedoch stieg in den ersten neun Monaten 2019 der bereinigte
operative Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Mio. EUR auf 30,8 Mio. EUR. Der Umsatz
legte um 19% auf 262,5 Mio. EUR zu.
Quelle: e-tailment, 27. November 2019

DPJ expandiert nach Deutschland

Der schwedische Büroausstatter DPJ verkauft seit 20. November 2019 auch in Deutschland, jedoch vorerst
nur über das Internet. Dies sei ein erster Schritt, um sich auf dem deutschen Markt zu etablieren, wo ein
großes Potential für den Absatz gesehen wird.
Gegründet wurde DPJ 1995. Zu den Kunden gehören u. a. die Hotelgruppen Elite und Scandic Hotels, der
Musikstreamingdienst Spotify sowie United Spaces.
Quelle: Arcade, 26. November 2019

E-Commerce: Stärkster Auftakt zum Weihnachtsgeschäft seit 5 Jahren

In den ersten 9 Wochen des 4. Quartals lag der Onlinehandel in Deutschland 12 % über dem Vorjahreswert
und steuert auf ein Rekordwachstum zu. Bis zum Stichtag am 29.11.2019 erreichten die über Online-Ka-
näle erzielten Bestellungen 14,8 Mrd. EUR. Darin war das sogenannte Black Weekend, der Verkaufszeit-
raum vom "Black Friday" bis zum nachfolgenden "Cyber Monday", in diesem Jahr nur anteilig enthalten.
2018 lagen die Aktionstage eine Woche früher und flossen vollständig in den Vergleichszeitraum ein.
Es wird geschätzt, dass im Geschäftsjahr 2019 im Online-Handel ein Wachstum von mindestens 11 % er-
reicht wird und die Grenze von die 70 Mrd. EUR im E-Commerce erstmalig überschritten wird.
Besonders hohe Zuwächse konnten im Bereich Spielwaren erreicht werden (21,4 % in den ersten 9 Wo-
chen des 4. Quartals gegenüber dem Vorjahreszeitraum).
Quelle: bevh, 8. Dezember 2019
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MÖBELLOGISTIK
XXXLutz: Grundsteinlegung für Zentrallager Zurndorf

Am 29. November erfolgte die Grundsteinlegung für das Zentrallagerprojekt in Zurndorf, Österreich. Die
XXXLutz Gruppe holt mit dem Lager in Zurndorf einen Betrieb, der seit mehreren Jahren in der Slowakei
geführt wird, wieder nach Österreich zurück.
In das neue Zentrallager werden 60 Mio. EUR investiert. Nach Fertigstellung soll das Lager die zentrale
Warenversorgung für Mittel- und Südosteuropa übernehmen sowie zum Teil auch als E-Commerce-Lager
für die Onlineshops der XXXLutz Gruppe dienen. Insgesamt wird 110.000 qm Lagerfläche geschaffen.
Durch die Stapelfähigkeit im Lager ergibt sich eine Gesamtlagerfläche von 280.000 qm.
Auf dem Dach des Lagers wird eine 3.000 qm große Photovoltaik-Anlage installiert. Der erzeugte Strom
reicht für die Grundauslastung des gesamten Lagers aus.
Die Arbeiten des Fundamentaushub für die circa 600 Fertigbetonstützen schreitet zügig voran. Im Novem-
ber wurde mit dem Aufstellen der Stahlbetonfertigteile begonnen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten an Dach
und Fassade folgen.
Quelle: XXXLutz KG, 29. November 2019

STATISTIK
Entwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt 2008 – 2018

Im Jahr 2018 lebten in Deutschland 2,5 Mio. mehr Menschen als im Jahr 2012 (+3,1 %). Die Großstädte
verzeichneten besonders hohe Zuwächse, an der Spitze Leipzig (12,9 %), Frankfurt am Main (9,5 %) und
Berlin (8 %). Neben dem Geburtenüberschuss war der Zuzug aus dem Ausland für die Bevölkerungszu-
nahme und den resultierenden Mangel an Wohnraum in Städten ab 100.000 Einwohnern ursächlich.
Vor allem Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren zog es in die Metropolen. In den Jahren 2013 bis 2018
zogen 1,2 Mio. mehr Menschen in kreisfreie Großstädte als aus selbigen fort. Menschen ab dem 40igsten
Lebensjahr wanderten eher aus den Metropolen ab. Im Saldo zogen 120.000 mehr Menschen dieser Al-
tersgruppe aus Großstädten fort.
Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in den sieben größten Städten (Berlin, Hamburg, München,
Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) nahm zwischen 2010 und 2018 um 1,7 auf 39,2 qm ab.
Der Anteil der 1-Personen-Haushalte sank von 51 % auf 45 %. Der Anteil der 2-Personen-Haushalte stieg
von 30 % auf 32 % und der von 3 und mehr Personen bewohnten Wohnungen von 19 % auf 22 %. Die
durchschnittliche Wohnfläche pro Person blieb zwischen 2010 und 2018 jedoch bundesweit konstant bei
etwas mehr als 45 qm.
Die jährlich erteilten Baugenehmigungen verdoppelten sich seit 2009 fast, von etwa 178.000 auf rund
347.000 im Jahr 2018. Der Höchstwert von mehr als 375.000 erteilten Baugenehmigungen wurde 2015 er-
reicht. Seitdem ist die Zahl leicht rückläufig. Zwischen 2008 und 2018 hat sich die Zahl genehmigter, aber
nicht fertiggestellter Wohnungen allerdings bundesweit von rund 320.000 auf 693.000 mehr als verdoppelt.
Auch dies ist ein Grund des aktuellen Wohnungsmangels.
Quelle: Statistisches Bundesamt, 4. Dezember 2019

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Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis Oktober 2019 auf Vorjahresniveau

Von Januar bis Oktober 2019 wurde in Deutschland der Bau von 289.700 Wohnungen genehmigt. Dies wa-
ren fast genauso viele Baugenehmigungen wie in den ersten zehn Monaten des Vorjahres. Mehr geneh-
migte Wohnungen im Zeitraum von Januar bis Oktober eines Jahres gab es seit der Jahrtausendwende nur
im Jahr 2016 mit über 300.000 genehmigten Wohnungen. Die Genehmigungen gelten für neue Gebäude
und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Oktober 2019 rund 249.300 Wohnungen
genehmigt. Dies waren 1,2 % bzw. 3.000 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bau-
genehmigungen für Einfamilienhäuser stieg um 1,4 %. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilien-
häuser sank um 0,2 % und die für Mehrfamilienhäuser um 0,9 %.
Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauakti-
vität. Allerdings nimmt seit einigen Jahren die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen bzw. noch
nicht abgeschlossen wurden, zu.
Quelle: Statistisches Bundesamt, 16. Dezember 2019

Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg im September um 7,1 %

Im September 2019 waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe um 7,1 % höher als im September des Vor-
jahres. In den ersten neun Monaten 2019 stieg der kumulierte Umsatz im Bauhauptgewerbe um 6,6 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Dabei verbuchten alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes Umsatzzuwächse. Im Hochbau stiegen
die Umsätze im September 2019 gegenüber September 2018 um 6,5 % und im Tiefbau um 5,2 %. Beson-
ders stark stiegen die Umsätze im Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit 14,4 % sowie für „Sonstige spe-
zialisierte Tätigkeiten a.n.g.“ (z. B. Schornstein-, Feuerungs- und Industrieofenbau) mit 10,9 %. Der ge-
ringste Umsatzzuwachs war im Wirtschaftszweig „Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken“ mit +2,3 %
festzustellen.
Quelle: Statistisches Bundesamt, 10. Dezember 2019

2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als in den ersten 9 Monaten 2018

Von Januar bis September 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 14.381 Unternehmensinsolvenzen.
Dies waren 2,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es mit
2.475 Fällen im Handel (Januar bis September 2018: 2.525). Unternehmen des Baugewerbes stellten
2.386 Insolvenzanträge (Januar bis September 2018: 2.555). Im Gastgewerbe wurden 1.688 (Januar bis
September 2018: 1.714) und im Bereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und techni-
schen Dienstleistungen 1.520 (Januar bis September 2018: 1.503) Insolvenzanträge eingereicht.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den beantragten Unternehmensinsolvenzen werden
für den Zeitraum Januar bis September 2019 auf rund 15,5 Mrd. EUR beziffert. Im entsprechenden Vorjah-
reszeitraum lagen sie bei rund 17,6 Mrd. EUR.
Im September 2019 wurden 1.507 Insolvenzen von Unternehmen (+1,1 % gegenüber September 2018)
gemeldet.
Quelle: Statistisches Bundesamt, 11. Dezember 2019

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Wie viel die Deutschen für die Einrichtung ausgeben

Insgesamt gaben die Deutschen im Jahr 2018 1.427 Euro pro Wohneinheit für Einrichtungsgegenstände
aus und lagen damit in der EU an der Spitze. Die meisten Umsätze entfielen auf Küche, Wohn- und Ess-
zimmer sowie Schlafzimmer. Generell ist eine Wende hin zu kleinteiligen Möbeln, besonders im Wohnzim-
mer, zu beobachten. Schrankwände sind out, kleine Ergänzungen, Raumteiler etc. sind dagegen gefragt.
Der zweitgrößte Ausgabenblock entfiel auf „Consumer Electronics“ (TV, Video und HiFi). Für diese Pro-
dukte wurde ein knappes Drittel der Ausgaben getätigt. Hier spielte jedoch der Preisverfall eine große
Rolle. Der im Vergleichszeitraum 2010/18 stattgefundene TV-Formatwandel, der mit höheren Ausgaben
verbunden war, ist in Richtung Ersatzbedarf zu niedrigeren Preisen umgeschwenkt.
Die Bereiche Glas, Porzellan, Keramik und Hausrat, Gardinen/Deko-Stoffen und Leuchten/Lampen konnten
allesamt zulegen.
Quelle: IFH Köln, 27. November 2019

Stimmung der Konsumenten trübt sich zu Jahresende ein

Im Dezember 2019 hat sich die Stimmung der Konsumenten eingetrübt, dass HDE-Konsumbarometer no-
tiert mit 99,33 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des Jahres. Die negative Entwicklung wird
vor allem mit sinkenden Einkommenserwartungen begründet. Diese läge zwar im langfristigen Vergleich
noch immer auf relativ hohem Niveau, der Trend der Einkommenserwartungen sei allerdings rückläufig.
Einen leichten Anstieg gibt es im Dezember bei der Anschaffungsneigung, was nach einem im Jahresver-
gleich schwachen Zuwachs im November als positives Zeichen für das Weihnachtsgeschäft gewertet wird.
Die etwas verbesserte gesamtwirtschaftliche Situation, die sich nicht zuletzt in einem Wirtschaftswachstum
von 0,1 % im 4. Quartal 2019 niederschlug, drückt sich auch in einer Stabilisierung der Konjunkturerwartun-
gen der Befragten aus.
Quelle: HDE-Konsumbarometer, Dezember 2019

Möbelindustrie: Umsätze im September 2019

Die Umsätze der deutschen Möbelindustrie verzeichneten im September 2019 im Vergleich zum Vorjah-
resmonat ein Plus von 6,7 %. Die Auslandserlöse stiegen um 9,4 % und die Inlandserlöse um 5,4 %. Im
September 2018 war im Vergleich zum September 2017 noch ein Minus von 5 % zu verzeichnen. Die Aus-
landsumsätze sanken damals um 3,6% und die Inlandsumsätze um 5,6 %.
Wirft man einen Blick auf den Zeitraum Januar bis September 2019 im Vergleich zum Vorjahr, so ist eine
Abnahme der Umsätze der deutschen Möbelindustrie um 0,2 % festzustellen. Die „sonstigen Möbel“ (z. B.
Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile) zeigten mit -3,4 %
ebenso wie die Matratzen mit -2,1 % einen Rückgang auf. Die Umsätze der Polstermöbel waren unverän-
dert. Ein Plus konnten Küchenmöbel (3,1 %) sowie Büromöbel (0,9 %) verzeichnen.
Quelle: VDM, Möbelindustrie – Wirtschaftliche Auswertung 12/2019

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Auftragsentwicklung: deutsche Möbelindustrie einschließlich Produktion im Ausland

Die Auftragseingänge der deutschen Küchenmöbelindustrie zeigten im September 2019 zweitstellige Zu-
wächse, die insbesondere auf die Terminierung der Betriebsferien und die Anzahl der Arbeitstage zurückzu-
führen waren. Jedoch konnte auch in den ersten drei Quartalen 2019 ein bemerkenswerter Anstieg der Auf-
tragseingänge um 4,8 % verzeichnet werden (Inland: +4,3 % Ausland: +5,4 %). Der Volumenzuwachs fiel
im Inlandsgeschäft um 3,1 % geringer aus als der Zuwachs der Auftragswerte. Im Auslandsgeschäft war
dies umgekehrt (Volumenzuwachst 7,2 %). Es bestehe im Inland unverändert ein Trend zu höherwertigen
Küchen, während im Ausland verstärkt auch preisliche Kaufanreize gesetzt würden.
Die Auftragsentwicklung der deutschen Wohnmöbelindustrie entwickelte sich im September 2019 ebenfalls
positiv mit einer Zunahme von 2,8 %. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 stiegen die Auftrags-
werte um 3,9 % (Inland: +3,1 %, Ausland: +5,7 %).
Auch in der Polstermöbelindustrie zeigte sich im September 2019 eine positive Auftragsentwicklung. In den
ersten drei Quartalen 2019 war der Zuwachs mit 3,9 % höher als im Vorjahr. Dabei fiel die Entwicklung im
Inland mit +4,4 % besser aus als im Ausland mit +2,7 %.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Auftragsstatistiken auch die Auftragsentwicklung bei Unternehmen mit
ausschließlicher oder teilweiser Produktion im Ausland erfasst. Daher weicht die Auftragsstatistik erheblich
von der nur die Produktion in Deutschland erfassenden Umsatzstatistik ab.
Quelle: VDM, Möbelindustrie – Wirtschaftliche Auswertung 12/2019

Zunahme der Möbelexporte bis September 2019

Von Januar bis September 2019 nahmen die Möbelexporte um 2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
zu. Stark legten Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel (5,5 %) sowie sonstige Möbel (5,1 %) zu. Leicht stie-
gen die sonstigen Sitzmöbel (1,9 %) und die Küchenmöbel (0,9 %). Leichte Abnahmen waren für Matratzen
(-0,4 %), Polstermöbel (-2,1 %) sowie Büromöbel (-2,6 %) zu verzeichnen. Stärkere Abnahmen traten für
Ladenmöbel (-11,4 %) ein.
Die wichtigsten Exportmärkte waren in den ersten drei Quartalen 2019 Frankreich, die Schweiz, Österreich
sowie die Niederlande. Für Frankreich ergab sich ein Wachstum von 6,5 % und für die Schweiz von 5,8 %.
Für Österreich war eine Abnahme um 0,2 % und für die Niederlande um 0,6 % festzustellen.
Besonders hohe Wachstumsraten, wenn auch auf geringerem Gesamtniveau, waren für die Exporte nach
Finnland (38,7 %), Russland (20,7 %), Belgien (14,2 %), in die USA (15,4 %) und nach Polen (3,8 %) zu
verzeichnen. Deutliche Rückgänge ergaben sich für Exporte nach Großbritannien (-3,6 %), Tschechien
(-5,6 %) und Spanien (-1,7 %).
Quelle: VDM, Möbelindustrie – Wirtschaftliche Auswertung 12/2019

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Leichte Zunahmen der Möbelimporte bis September 2019

Die Möbelimporte stiegen im Zeitraum Januar bis September 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht um
0,2 %. Erheblich zugenommen haben Importe von Büromöbel (7,8 %), Wohn-, Ess- und Schlafzimmermö-
beln (6,8 %) sowie sonstigen Möbeln (5 %). Leicht legten Matratzen mit 0,4 % zu, während für Polstermö-
bel eine Abnahme von 0,1 % zu verzeichnen waren. Stärker sanken die Importe sonstiger Sitzmöbel
(-5,3 %), von Küchenmöbeln (-7 %) und Ladenmöbeln (-9,6 %).
Wichtigste Importländer waren in den ersten drei Quartalen Polen, China, Tschechien und Italien. Polen
verzeichnete eine Zunahme von 1,2 % und China von 12,7 %. Tschechien büßte 13,1 % und Italien 3,7 %
ein. Die meisten weiteren Länder schnitten im Vorjahresvergleich ebenfalls schlechter ab. Der größte Im-
portrückgang war für Österreich (-12,7 %) zu verzeichnen.
Quelle: VDM, Möbelindustrie – Wirtschaftliche Auswertung 12/2019

Geschäftsklima in der Möbelindustrie

Das Geschäftsklima in der Möbelindustrie verbesserte sich im November 2019 von -14 Punkten im Oktober
auf -4 Punkte. Bei den Küchenmöbeln war ein Anstieg -50 Punkten auf +9 Punkte zu verzeichnen. Bei
Wohnmöbeln war ein Zuwachs von -9 Punkten auf -3 Punkte feststellbar, während sich die Polstermöbel
leicht von +8 Punkten auf +9 Punkte verbesserten.
Die Beurteilung der Geschäftslage verbesserte sich von einem Punkt im Oktober auf +17 Punkte im No-
vember. Bei den Geschäftserwartungen war ein Anstieg im Vergleich zum Vormonat von -28 Punkten auf
-22 Punkte zu verzeichnen.
Quelle: VDM, Möbelindustrie – Wirtschaftliche Auswertung 12/2019

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