STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS AN LAND IN DEUTSCHLAND - Halbjahr 2018 - Deutsche WindGuard
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1. Halbjahr
2018
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS
AN LAND IN DEUTSCHLAND
Im Auftrag von:
Deutsche WindGuard GmbH - Oldenburger Straße 65 - 26316 Varel
04451/95150 - info@windguard.de - www.windguard.de1. Halbjahr
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS
2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS AN LAND
In der vorliegenden Statistik wird der aktuelle Status des Ausbaus der Windenergie an Land in
Deutschland mit Stand vom 30. Juni 2018 analysiert. Im Folgenden werden neben der Entwicklung des
Ausbaus unter anderem die durchschnittliche Anlagenkonfiguration, die regionale Verteilung sowie die
Ergebnisse der im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten Ausschreibungsrunden für Windenergie an
Land betrachtet.
NETTO- UND BRUTTO-ZUBAU
In der ersten Jahreshälfte 2018 sind in Deutschland 497 Windenergieanlagen an Land (WEA) neu
errichtet worden. Dies entspricht einem Brutto-Zubau in Höhe von 1.626 MW. Verglichen mit der ersten
Jahreshälfte 2017 sank der Brutto-Leistungszubau um 29%. Der Zubau enthält 88 Repoweringanlagen,
die über eine Gesamtleistung von Tabelle 1: Status des Windenergieausbaus an Land (30.06.2018)
297 MW verfügen und zurück- Status des Windenergieausbaus an Leistung Anzahl
gebaute Altanlagen ersetzen. Der Land [MW] WEA
erfasste Rückbau im ersten Brutto-Zubau im ersten Halbjahr 2018 1.626,05 497
1. Halbjahr 2018
Halbjahr 2018 beläuft sich auf
Entwicklung
davon Repowering 296,50 88
101 WEA, die zusammen über eine
Abbau im ersten Halbjahr 2018 (inkl.
Leistung von 121 MW verfügten. Nachmeldungen) (unverbindlich)
120,69 101
Folglich ist für das erste Halbjahr Netto-Zubau im ersten Halbjahr 2018 1.505,36 396
2018 ein Netto-Zubau von
1.505 MW zu verzeichnen. Der
30.06.2018
Kumuliert
erfasste kumulierte Anlagen- Kumulierter WEA-Bestand
52.282,30 29.071
bestand zum 30. Juni 2018 steigt Status: 30.06.2018 (unverbindlich)
damit auf 29.071 WEA mit einer
Gesamtleistung von 52.282 MW. Die Daten zum Status des Windenergieausbaus an Land sind in
Tabelle 1 zusammengefasst. In Abbildung 1 werden die jährlich installierte, zurückgebaute und
kumulierte Leistung im Zeitverlauf dargestellt.
5.5 55
Kumulierte Leistung (Repowering)
Jährlich zu- / zurückgebaute Leistung [GW]
5.0 50
Kumulierte Leistung (Neuprojekte)
4.5 45
Jährlich installierte Leistung (Repowering)
Kumulierte Leistung [GW]
4.0 40
Jährlich installierte Leistung (Neuprojekte)
3.5 35
Jährlich zurückgebaute Leistung
3.0 30
2.5 25
2.0 20
1.5 15
1.0 10
0.5 5
0.0 0
-0.5 -5
Abbildung 1: Entwicklung der jährlich installierten, zurückgebauten und kumulierten Windenergieleistung [MW] an
Land in Deutschland inkl. Repowering und Abbau, Status 30.06.2018
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei
Branchenakteuren sowie weiteren Recherchen ermittelt.
Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
1
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer
Addition kann es daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS
2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
DURCHSCHNITTLICHE ANLAGENKONFIGURATION
Die im Halbjahresverlauf 2018 errichteten WEA verfügen über eine veränderte durchschnittliche
Anlagenkonfiguration im Vergleich zu den 2017 installierten Anlagen. Tabelle 2 gibt einen Überblick
über die durchschnittliche Konfiguration der im ersten Halbjahr 2018 errichteten WEA. Die
durchschnittliche Nennleistung der neu errichteten WEA liegt mit 3.272 kW erstmals über 3 MW und ist
verglichen mit dem Vorjahr um ca. 10% gestiegen. Die Werte des durchschnittlichen Rotordurchmessers
(+5%) sowie der durchschnittlichen Nabenhöhe (+7%) stiegen ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr. Der
durchschnittliche Rotordurchmesser vergrößerte sich von 113 m im Jahr 2017 auf 119 m im ersten
Tabelle 2: Durchschnittliche Anlagenkonfiguration der im ersten Halbjahr 2018. Die durch-
Halbjahr 2018 errichteten WEA, Status 30.06.2018 schnittliche Nabenhöhe erhöhte sich
Durchschnittliche Anlagenkonfiguration an Land
von 128 m auf 137 m. Die
durchschnittliche spezifische
Durchschnittliche Anlagenleistung 3.272 kW Flächenleistung, die das Verhältnis
1. Halbjahr 2018
von Anlagenleistung zu Rotorfläche
Durchschnittlicher Rotordurchmesser 119 m
widerspiegelt, sank im ersten
Durchschnittliche Nabenhöhe 137 m Halbjahr 2018 erneut (-3%) und
Durchschnittliche Flächenleistung 299 W/m²
liegt derzeit bei 299 W/m².
Abbildung 2 zeigt im Boxplot das
Spektrum der einzelnen Kennwerte der im ersten Halbjahr 2018 errichteten Anlagen. Die Nennleistung
der einzelnen WEA reicht von 0,8 bis 4,2 MW. Die meisten Anlagen (dargestellt durch die Quartile)
weisen jedoch eine Leistung von 3 bis 3,45 MW auf. Der Rotordurchmesser der im ersten Halbjahr
installierten Anlagen liegt bei mindestens 53 m, höchstens 141 m. Minimum und Maximum der
verwendeten Nabenhöhe liegt im ersten Halbjahr 2018 bei 59 m bzw. 164 m. Sowohl hinsichtlich des
Rotordurchmessers als auch der Nabenhöhe liegt die Konfiguration des Großteils der Anlagen im
oberen Bereich des Spektrums. Die spezifische Flächenleistung der in den ersten sechs Monaten des
Jahres installierten Anlagen liegt zwischen 196 und 598 W/m². Mehr als die Hälfte der Anlagen weist
dabei eine spezifische Flächenleistung zwischen 274 und 321 W/m² auf.
5 MW 250 m 750 W/m²
25% - 50%
50% - 75%
4 MW 200 m 600 W/m²
Ⱶ Minimum/Maximum
3 MW 150 m 450 W/m²
2 MW 100 m 300 W/m²
1 MW 50 m 150 W/m²
0 MW 0m 0 W/m²
Nennleistung Rotordurchmesser Nabenhöhe Spezifische
Flächenleistung
Abbildung 2: Spektrum (Minimum, Maximum, sowie Median und 25% und 75%-Quantile) der Kennwerte der im
1. Halbjahr 2018 installierten WEA, Status 30.06.2018
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
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2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
ABBAU UND REPOWERING
Die Stilllegung von Anlagen kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen. Hierzu gehören neben der
Erreichung der technischen Lebensdauer auch mangelnde wirtschaftliche Rentabilität oder großer Druck
im Hinblick auf die Flächenverfügbarkeit für Neuprojekte, die die Altanlagen im Rahmen eines
Repowerings ersetzen. Alle derzeit in Betrieb befindlichen WEA erhalten noch mindestens die
Grundvergütung, da auch vor dem Jahr 2000 installierte WEA mit Inkrafttreten des EEG 2000 einen
EEG-Vergütungsanspruch bis Ende 2020 zugesichert bekommen haben.
Im ersten Halbjahr 2018 wurde der Rückbau von 101 WEA mit einer Leistung von insgesamt 121 MW
erfasst. Die Nachmeldungen aus dem Vorjahr sowie die im Anlagenregister der BNetzA veröffentlichten
Stilllegungen wurden hierbei berücksichtigt. Die Identifizierung der in der Vergangenheit
zurückgebauten Windenergieanlagen unterliegt einer erhöhten Unsicherheit und bleibt trotz der
Erfassung von Nachmeldungen voraussichtlich unvollständig.
Ein Teil der Stilllegungen von Altanlagen erfolgte zum Zweck des Repowerings. Im ersten Halbjahr
2018 wurden 88 Repoweringanlagen mit einer Gesamtleistung von 297 MW identifiziert. Dies
entspricht einem Anteil von 18% am Brutto-Zubau. In Abbildung 3 wird die insgesamt zurückgebaute
Leistung, die Leistung der jährlich errichteten Repoweringanlagen sowie der Anteil der Repowering-
Leistung am jährlichen Brutto-Zubau im Zeitverlauf dargestellt. Es zeigt sich deutlich, dass der Anteil am
Brutto-Zubau aktuell wieder zunimmt, nachdem im Jahr 2015 die Repowering-Aktivitäten aufgrund der
Abschaffung des Repoweringbonus (EEG 2014) zunächst zurückgegangen waren.
30% Jährlich installierte Leistung 1,200
Anteil von Repowering-Leistung am jährlichen
(Repowering)
25% Jährlich zurückgebaute Leistung 1,000
Abbau und Zubau im Rahmen von
20% 800
Repowering-Vorhaben [MW]
Repowering-Anteil am jährlichen
Leistungszubau [%]
Leistungszubau [%]
15% 600
10% 400
5% 200
0% 0
-5% -200
-10% -400
-15% -600
Abbildung 3: Entwicklung der jährlich und anteilig im Rahmen von Repowering-Projekten installierten sowie
abgebauten Leistung, Status 30.06.2018
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
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2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
REGIONALE VERTEILUNG DES WINDENERGIEZUBAUS
Im ersten Halbjahr 2018 erreicht Niedersachsen, wie bereits im Vorjahr, den höchsten Brutto-Zubau im
Bundesländervergleich. Es wurden dort im Halbjahresverlauf 130 WEA mit einer Gesamtleistung von
465 MW errichtet. Damit entfallen 29% des Brutto-Zubaus auf das Küstenbundesland. Mit einem
deutlich kleineren Anteil von 16% am Gesamtzubau folgt Nordrhein-Westfalen auf dem zweiten Platz
mit einem Brutto-Zubau von 83 WEA bzw. 259 MW. Den dritten Platz belegt Brandenburg mit knapp
12% am Leistungszubau. Dort wurden 57 WEA mit einer Leistung von insgesamt 189 MW errichtet. In
Hessen wurden 52 WEA mit einer Leistung von 162 MW errichtet. Damit hat Hessen einen Anteil von
10% am Gesamtzubau und liegt auf dem vierten Platz. Auf dem fünften Platz folgt Rheinland-Pfalz mit
einem Anteil von gut 9% und einem Brutto-Zubau von 50 WEA und 153 MW. Der verbleibende Anteil
von etwa 24% (397 MW) am bundesweiten Windenergiezubau im ersten Halbjahr 2018 wird von den
übrigen Bundesländern getragen. Lediglich in Berlin wurden keine neuen Anlagenerrichtungen
verzeichnet. Im regionalen Vergleich des Brutto-Zubaus entfallen auf die Bundesländer im Norden
rund 38%, in der Mitte rund 45% und im Süden etwa 17%.
Tabelle 3: Windenergiezubau (brutto) im ersten Halbjahr 2018 in den Bundesländern, Status 30.06.2018
Brutto-Zubau im ersten Halbjahr 2018 Durchschnittliche Anlagenkonfiguration
Durch-
Durch- Durch-
Anteil am Durch- schnittliche
Brutto-Zubau schnittliche schnittlicher
Brutto-Zubau Brutto- schnittliche spezifische
Bundesland Leistung Anlagen- Rotordurch-
Anzahl WEA Leistungs- Nabenhöhe Flächen-
Rang
[MW] leistung messer
zubau [m] leistung
[kW] [m]
[W/m²]
1 Niedersachsen 465,25 130 28,6% 3.579 121 137 318
2 Nordrhein-Westfalen 258,65 83 15,9% 3.116 117 142 293
3 Brandenburg 188,95 57 11,6% 3.315 122 139 283
4 Hessen 162,40 52 10,0% 3.123 119 145 287
5 Rheinland-Pfalz 153,40 50 9,4% 3.068 118 145 283
6 Thüringen 112,35 33 6,9% 3.405 121 132 300
7 Mecklenburg-Vorpommern 72,20 22 4,4% 3.282 119 127 297
8 Baden-Württemberg 65,45 19 4,0% 3.445 124 147 286
9 Schleswig-Holstein 62,60 22 3,8% 2.845 104 96 343
10 Saarland 33,00 12 2,0% 2.750 114 137 271
11 Bayern 17,15 6 1,1% 2.858 121 145 254
12 Bremen 12,80 4 0,8% 3.200 113 104 319
13 Sachsen-Anhalt 8,20 3 0,5% 2.733 110 128 286
14 Sachsen 7,05 2 0,4% 3.525 128 111 274
15 Hamburg 6,60 2 0,4% 3.300 117 92 307
16 Berlin 0,00 0 0,0%
Deutschland 1.626,05 497 3.272 119 137 299
Im ersten Halbjahr 2018 wurden in Niedersachsen die WEA mit der durchschnittlich höchsten
Nennleistung (3.579 MW) errichtet. Die Anlagen mit der im Mittel geringsten Nennleistung (2.733 MW)
wurden in Sachsen-Anhalt installiert. Die durchschnittlich größten Rotordurchmesser (128 m) wurden in
Sachsen gewählt, die durchschnittlich kleinsten Durchmesser in Schleswig-Holstein (104 m). In Baden-
Württemberg verfügen die neu errichteten WEA über die größte durchschnittliche Nabenhöhe (147 m).
Eine durchschnittliche Nabenhöhe von unter 100 m wurde bei den Anlagen in Hamburg (92 m) und
Schleswig-Holstein (96 m) gewählt. Die Werte der durchschnittlichen spezifischen Flächenleistung liegen
zwischen 343 W/m² in Schleswig-Holstein und 254 W/m² in Bayern. In Tabelle 3 sind die detaillierten
Werte zum Brutto-Zubau sowie zur durchschnittlichen Anlagenkonfiguration nach Bundesländern
aufgelistet.
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
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REGIONALE VERTEILUNG DES KUMULIERTEN GESAMTBESTANDS
Die regionale Verteilung der Tabelle 4: Kumulierte Leistung und Anlagenanzahl in den Bundesländern,
kumulierten Leistung und der Status 30.06.2018
Anlagenanzahl wird in Kumulierte Kumulierte
Tabelle 4 dargestellt. Leistung [MW] Anzahl
Region / Bundesland
Aufgrund der unvollständigen Status: Status:
Erfassung des Rückbaus 31.12.2018 31.12.2017
unterliegen die kumulierten Niedersachsen 10.981 6.277
Zahlen einer erhöhten Schleswig-Holstein 6.894 3.653
Norden
Unsicherheit. Mecklenburg-Vorpommern 3.325 1.911
Der größte Anteil des Bremen 198 91
gesamten Leistungsbestands Hamburg 123 63
befindet sich mit etwa Brandenburg 6.983 3.791
11 GW in Niedersachsen. Nordrhein-Westfalen 5.703 3.708
Mit knapp 7 GW folgt Sachsen-Anhalt 5.121 2.861
Mitte
Brandenburg an zweiter und Hessen 2.144 1.141
Schleswig-Holstein mit Thüringen 1.573 863
6,9 GW an dritter Stelle. Sachsen 1.205 892
Auch in Nordrhein-Westfalen Berlin 12 5
und Sachsen-Anhalt wurde Rheinland-Pfalz 3.553 1.739
ein Leistungsbestand von
Süden
Bayern 2.510 1.159
jeweils deutlich über 5 GW Baden-Württemberg 1.507 719
erfasst. Die Küstenbundes-
Saarland 449 198
länder und die beiden
Stadtstaaten Bremen und 52.282 29.071
Hamburg vereinen mit etwa 21,5 GW zusammen 41% der in Deutschland vorhandenen Gesamtleistung.
Die Bundesländer der Mitte Deutschlands können mit 22,7 GW das größte Portfolio aufweisen
und stellen 43% der Gesamtleistung. Die südlichen
15%
Bundesländer haben mit etwa 8 GW bzw. 15% der
Kumulierte Gesamtleistung den geringsten Anteil. Die Verteilung
Leistung;
41% der kumulierten Leistung auf die drei Regionen ist in
17% Brutto-
Zubau;
Abbildung 4 im Außenkreis dargestellt, der
38% Innenkreis repräsentiert den Anteil nach Regionen im
45%
Zubau des ersten Halbjahrs 2018. Gegenüber dem
Vorjahr sank der Anteil an der kumulierten Leistung
43% im Norden, während in der Mitte und im Süden des
Landes eine leichte Steigerung des Anteils zu
verzeichnen ist.
Nord Mitte Süd
Abbildung 4: Verteilung der kumulierten
Gesamtleistung und des Brutto-Zubaus im ersten
Halbjahr 2018 auf die Regionen, Status 30.06.2018
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
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AUSSCHREIBUNGEN FÜR WINDENERGIE AN LAND IM ERSTEN HALBJAHR 2018
Im ersten Halbjahr 2018 wurde in zwei Ausschreibungsrunden Kapazität für WEA an Land vergeben.
Zusammen wurden 1.313 MW bezuschlagt. Die Ausschreibungsrunde im Februar 2018, in der 709 MW
bezuschlagt wurden, war dabei 1,4-fach überzeichnet. In der Auschreibungsrunden im Mai 2018
wurden hingegen alle gültigen Gebote über insgesamt 604 MW bezuschlagt, da die Runde mit um
20% unterzeichnet war. In einer weiteren technologieübergreifenden Ausschreibungsrunde, in der
Windenergie an Land mit Photovoltaik konkurrierte, entfiel kein Zuschlag auf eine WEA. Die WEA die
im ersten Halbjahr 2018 bezuschlagt wurden, verfügen alle über eine Genehmigung nach Bundes-
Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und sollen demnach binnen 30 Monaten bis August bzw.
November 2020 realisiert werden.
REGIONALE VERTEILUNG DER ZUSCHLÄGE
Die Verteilung des Zuschlagsvolumens der beiden im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten
Ausschreibungsrunden auf die Bundesländer kann Abbildung 5 entnommen werden. Mit einer
bezuschlagten Leistung von 210 MW wurde niedersächsischen Projekten im ersten Halbjahr 2018 das
größte Volumen zugesprochen. Projekte aus Nordrhein-Westfalen erhielten Zuschläge für 201 MW, in
Brandenburg wurden 194 MW bezuschlagt und 174 MW entfielen im ersten Halbjahr 2018 auf
Rheinland-Pfalz. Projekten in neun weiteren Bundesländern lässt sich jeweils mindestens ein Zuschlag
zuordnen. Projekte aus Berlin, Hamburg und Saarland beteiligten sich nicht an den beiden
Ausschreibungsrunden.
160
Februar 18 Mai 18
154
140
140
Bezuschlagte Leistung [MW]
120
124
100
106
80
87
81
80
60
61
59
55
40
50
43
37
36
35
33
20
25
23
21
16
20
13
3
2
7
0
NI MV SH HB HH NW BB ST HE TH SN BE RP BW BY SL
Abbildung 5: RegionaleNord
Verteilung des Zuschlagsvolumens Mitte
im ersten Halbjahr 2018 auf dieSüd
Bundesländer
(Quelle: BNetzA)
Auf die Bundesländer im Norden entfallen aus den Ausschreibungsrunden im ersten Halbjahr 2018 somit
358 MW. Dies entspricht 27% der insgesamt bezuschlagten Leistung. Im Jahr 2017 wurden 41% der
Zuschlagsmenge an die Länder im Norden vergeben. Mit 700 MW entfallen 53% der Zuschlagsmenge
auf die Länder in der Mitte. Damit wird im Vergleich zum Vorjahr ein vergleichbarer Anteil (56%)
erreicht. Auf die südlichen Bundesländer entfallen 255 MW des Zuschlagsvolumens. Insbesondere die
Bundesländer im Süden konnten im ersten Halbjahr 2018 verglichen mit dem Vorjahr eine erhebliche
Steigerung des auf sie entfallenden Anteils der Zuschlagsmenge von 3% auf 19% erzielen.
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
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GEBOTSWERTE UND ZUSCHLAGSWERTE
In Abbildung 6 sind die Zuschlagswerte aller Ausschreibungsrunden für Windenergie an Land in
Deutschland jeweils in der gesamten Bandbreite sowie durch den mittleren mengengewichteten
Zuschlagswert dargestellt. In den Auschreibungsrunden des Jahres 2017 wurden vor allem
Bürgerenergieprojekte bezuschlagt, die ohne vorliegende BImSchG-Genehmigung bieten durften und
deren Zuschlagswerte nach dem Einheitspreisverfahren festgelegt wurden. Wenige Projekte mit
Zuschlag aus den Ausschreibungsrunden im Jahr 2017 sowie alle bezuschlagten Anlagen der Runden in
2018 haben eine Genehmigung und wurden nach dem Gebotspreisverfahren bezuschlagt. Dies spiegelt
sich in der größeren Bandbreiten der Zuschlagswerte in den beiden Runden 2018 wieder.
Mit dem hohen Wettbewerbsdruck und den langen Realisierungszeiträumen in den 2017er
Auschreibungsrunden sanken die Zuschlagswerte deutlich ab. In der Februarrunde 2018 stiegen die
mittleren mengengewichteten Zuschlagswerte durch die BImSchG-Genehmigungspflicht und die dadurch
verkürzten Umsetzungsfristen wieder deutlich auf 4,73 ct/kWh. Ein weiterer Anstieg auf 5,73 ct/kWh
im Mittel resultierte aus dem fehlenden Wettbewerb (Unterzeichnung) der Runde im Mai 2018.
7
5.73 ct/kWh
durchschnittlicher Zuschlagswert
5.71 ct/kWh
6
Bandbreite und gewichteter
5
3.82 ct/kWh
4.73 ct/kWh
4
4.28 ct/kWh
(ct/kWh)
3
2
1
0
Mai 17 Aug 17 Nov 17 Feb 18 Mai 18
1. Runde 2. Runde 3. Runde 4. Runde 5. Runde
hauptsächlich BEG-Projekte ohne Genehmigung nur genehmigte Projekte
Abbildung 6: Zuschlagswerte aller Ausschreibungsrunden für Windenergie an Land in Deutschland
(Quelle: BNetzA)
AUSSCHREIBUNGEN FÜR WINDENERGIE AN LAND IM ZWEITEN HALBJAHR 2018 - AUSBLICK
Im weiteren Verlauf des Jahres 2018 werden noch zwei Ausschreibungsrunden für die Windenergie an
Land durchgeführt, in denen jeweils eine Kapazität von etwa 670 MW vergeben werden soll. Dies
entspricht dem gesetzlich vorgesehenen Volumen abzüglich der Leistung der im Vorjahr in Betrieb
gegangenen Pilotanlagen. Die beiden Ausschreibungsrunden, die im August und November stattfinden
werden, sind dabei nur für Projekte zugänglich, für die bereits eine BImSchG-Genehmigung erteilt
wurde. Laut BNetzA sind Genehmigungen in Höhe von 1.288 MW gemeldet, die für die dritte Runde
2018 qualifiziert sind. Dies beinhaltet noch nicht bezuschlagte Anlagen, die auf eine Teilnahme am
Übergangssystem verzichtet haben oder dem Anlagenregister im Hinblick auf die Qualifikation für das
Übergangssystem zu spät gemeldet wurden sowie WEA, die 2017 und 2018 genehmigt, der BNetzA
gemeldet und noch nicht bezuschlagt oder einem Zuschlag zugeordnet wurden.
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
UMSETZUNGSSTAND DER KAPAZITÄTEN IM ÜBERGANGSSYSTEM UND MIT GENEHMIGUNG
Mit der Einführung des EEG 2017 wird der geförderte Windenergieausbau durch festgelegte
Kapazitäten begrenzt. Gefördert werden einerseits WEA im Übergangssystem. Dies sind WEA, die bis
zum 31. Dezember 2016 eine Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz erhalten haben und
dem Anlagenregister der BNetzA rechtzeitig gemeldet wurden. Können die WEA bis Ende 2018 in
Betrieb genommen werden, erhalten sie eine Vergütung nach der alten Systematik und müssen nicht am
Ausschreibungssystem teilnehmen. Gemäß dem Anlagenregister mit Stand Mai 2018 fallen etwa 9 GW
unter das Übergangssystem, von denen Ende Mai bereits 6,6 GW in Betrieb sind. Weitere Anlagen mit
etwa 0,5 GW haben freiwillig auf den Anspruch auf Vergütung nach dem Übergangsystem verzichtet.
Somit verbleiben etwa 1,9 GW mit Anspruch auf Übergangsvergütung, die bis Ende Dezember 2018 in
Betrieb genommen werden müssen, um den Anspruch zu erhalten. Von den freiwilligen Verzichtern
konnten sich bisher etwa 0,2 GW einen Förderungsanspruch in der Ausschreibung sichern. Rund 0,3 GW
der vor 2017 genehmigten Anlagen haben damit bis Mai 2018 keinen Zuschlag erhalten und somit
keinen Anspruch auf Förderung nach EEG.
Alle Anlagen, die ab 2017 genehmigt wurden, müssen an der Ausschreibung teilnehmen, um einen
Vergütungsanspruch zu erhalten. Gemäß Anlagenregister wurden im Jahr 2017 Genehmigungen für
1,4 GW erteilt. Bis Ende Mai 2018 erhielten weitere 0,5 GW eine Genehmigung nach BImSchG. In den
bisherigen Auschreibungsrunden wurden dabei für 0,9 GW der 2017 genehmigten und für 0,4 GW
der 2018 (Jan – Mai) genehmigten WEA bereits Zuschläge erteilt.
In Abbildung 7 ist der Umsetzungsstand der WEA im Übergangssystem sowie der Genehmigungen ab
2017 gemäß Anlagenregister (Stand Mai 18) dargestellt. Eine Verschiebung gegenüber den gemäß
Herstellerangaben bis zum Halbjahresende errichteten Anlagen ist aufgrund des Erfassungsstandes und
der Definition vorhanden. Einige Anlagen könnten zudem bereits einem der 2017 erteilten Zuschläge für
Windenergieanlagen ohne BImSchG-Genehmigung zugeordnet worden sein.
10
0.3 GW davon ohne Zuschlag im Ausschreibungssystem
9
0.2 GW davon mit Zuschlag im Ausschreibungssystem
8
1.9 GW davon mit Anspruch auf Übergangsvergütung
7
davon in Betrieb (bis Mai 18)
Leistung [GW]
6
5
4
6.6 GW
3
2
0.5 GW
1 0.1 GW
0.9 GW
0 0.4 GW
Genehmigung 2016 und davor Genehmigung 2017 Genehmigung 2018 (bis Mai 18)
Abbildung 7: Umsetzungsstand der Kapazitäten im Übergangssystem und der Kapazitäten mit Genehmigung bis
Mai 2018 (Datenbasis: Anlagenregister der BNetzA, Stand: Mai 2018)
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS
2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
HOCHRECHNUNG DER MONATLICHEN STROMERZEUGUNG AUS WINDENERGIE
Die vorläufige Hochrechnung der monatlichen Stromerzeugung aus Windenergie an Land, basierend
auf den Daten der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), ist in Abbildung 8 dargestellt. Neben der
monatlichen Einspeisung des ersten Halbjahres 2018 sind zum Vergleich die Vorjahreswerte dargestellt.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 speisten Windenergieanlagen an Land 45,9 TWh in das
deutsche Netz ein. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017, in dem 39,5 TWh eingespeist wurden,
stieg der Energieertrag damit um 16%. Ausschlaggebend hierfür ist neben dem insgesamt gestiegenen
Anlagenbestand der besonders erzeugungsstarke Januar 2018. Wie bereits im Dezember 2017, lag
die Stromerzeugung der WEA an Land im Januar 2018 bei deutlich über 12 TWh. Dies trägt dazu bei,
dass das erste Quartal des Jahres mit 28,0 TWh deutlich stärker als das zweite Quartal (ca.17,8 TWh)
war.
Gemäß BDEW entspricht die Stromerzeugung von WEA an Land im ersten Halbjahr 2018 einem Anteil
von 14,7% an der Bruttostromerzeugung in Deutschland. Dies entspricht einer Steigerung um 2,2%-
Punkte gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. (Quelle: BDEW)
20 100
2018 - Monatliche Erzeugung
2017 - Monatliche Erzeugung
18 90
2018 - Kumulierte Erzeugung
2017 - Kumulierte Erzeugung
16 80
14 70
Monatliche Erzeugung [TWh]
Kumulierte Erzeugung [TWh]
12 60
10 50
8 40
6 30
4 20
2 10
0 0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Abbildung 8: Hochrechnung der ÜNB zur Stromerzeugung aus Windenergieanlagen an Land für das erste
Halbjahr 2018 und das Vorjahr (Datenbasis: 50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW)
Die Daten ab dem Jahr 2012 wurden auf Basis von Abfragen bei Branchenakteuren sowie
weiteren Recherchen ermittelt. Datengrundlage 1992 – 2011: DEWI
Bei den Angaben handelt es sich teilweise um gerundete Werte. Bei ihrer Addition kann es
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daher zu geringen Abweichungen kommen.1. Halbjahr
STATUS DES WINDENERGIEAUSBAUS
2018 AN LAND IN DEUTSCHLAND
Datenerhebung, Recherche und Bearbeitung:
Deutsche WindGuard GmbH
Silke Lüers
Anna-Kathrin Wallasch
Dr.-Ing. Knud Rehfeldt
Merle Heyken
www.windguard.de
Deutsche WindGuard GmbH - Oldenburger Straße 65 - 26316 Varel
04451/95150 - info@windguard.de - www.windguard.deSie können auch lesen