S3 Hormonelle Empfängnisverhütung - Leitlinienreport AWMF-Registernummer 015/015 Leitlinienklasse Stand August 2019 Version 1.0

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S3 Hormonelle Empfängnisverhütung - Leitlinienreport AWMF-Registernummer 015/015 Leitlinienklasse Stand August 2019 Version 1.0
Hormonelle Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

             AWMF-Registernummer
                     015/015
                 Leitlinienklasse
                       S3
                      Stand
                  August 2019
                     Version
                       1.0
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

                                                        2

     In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der
  Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
                     e.V. (AWMF)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

                                                                                                                                                       3

Inhaltsverzeichnis
I.    GELTUNGSBEREICH UND ZWECK..................................................................................................7
      BEGRÜNDUNG FÜR DIE AUSWAHL DES LEITLINIENTHEMAS ................................................................7
      ZIELORIENTIERUNG DER LEITLINIE .........................................................................................................7
      PATIENTEN/INNENZIELGRUPPE ...............................................................................................................7
      VERSORGUNGSBEREICH ............................................................................................................................8
      ANWENDERZIELGRUPPE / ADRESSATEN ................................................................................................8
II. ZUSAMMENSETZUNG DER LEITLINIENGRUPPE: BETEILIGUNG VON
INTERESSENSGRUPPEN........................................................................................................................... 10
      REPRÄSENTATIVITÄT DER LEITLINIENGRUPPE: BETEILIGTE BERUFSGRUPPEN ............................. 10
      REPRÄSENTATIVITÄT DER LEITLINIENGRUPPE: BETEILIGUNG VON PATIENTEN ........................... 11
III. METHODOLOGISCHE EXAKTHEIT ............................................................................................. 13
      RECHERCHE, AUSWAHL UND BEWERTUNG WISSENSCHAFTLICHER BELEGE (EVIDENZBASIERUNG)
              13
      FORMULIERUNG VON SCHLÜSSELFRAGEN .......................................................................................... 13
      VENÖSE THROMBOEMBOLISCHE EREIGNISSE ..................................................................................... 13
      1.      ERHÖHEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA DAS RISIKO EINER VTE?............................ 13
      2.      VTE UND GESTAGENTYP: HAT DER GESTAGENANTEIL IN KOMBINIERTEN
      HORMONELLEN KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DAS VENÖSE THROMBOEMBOLIERISIKO?
              13
      3.      RE-VTE: ERHÖHEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA DAS RISIKO FÜR EINE REZIDIV-
      VTE? 13
      4.      VTE-REZIDIVRISIKO UNTER KONTRAZEPTION UND ANTIKOAGULATION: ERHÖHEN
      HORMONELLE KONTRAZEPTIVA DAS RISIKO FÜR EINE REZIDIV-VTE TROTZ
      ANTIKOAGULATION? ............................................................................................................................. 13
      5.      VTE UND PRÄDISPONIERENDE FAKTOREN: ERHÖHEN PRÄDISPONIERENDE
      FAKTOREN / KOMORBIDITÄTEN DAS RISIKO FÜR EINE VENÖSE THROMBOEMBOLIE UNTER
      HORMONELLER KONTRAZEPTION? ...................................................................................................... 13
      6.      ATE UND PRÄDISPONIERENDE FAKTOREN: ERHÖHEN PRÄDISPONIERENDE FAKTOREN
      DAS RISIKO FÜR EINE ARTERIELLE THROMBOEMBOLIE UNTER HORMONELLER
      KONTRAZEPTION? .................................................................................................................................. 13
      7.      HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DAS
      SCHLAGANFALLRISIKO BEI FRAUEN MIT EINER MIGRÄNE MIT AURA?........................................... 13
      8.      ZUSATZNUTZEN: BENIGNE ERKRANKUNGEN: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA
      EINEN EINFLUSS BEI DER THERAPIE VON OVARIALZYSTEN? ........................................................... 13
      9.      STILLEN: NUTZEN UND RISIKO DER EINNAHME VON HORMONELLEN KONTRAZEPTIVA
      WÄHREND DER STILLPERIODE ? ............................................................................................................ 13
      10.     QUICKSTART: WELCHE NUTZEN UND RISIKEN BESTEHEN BEI BEGINN DER
      ANWENDUNG HORMONELLER KONTRAZEPTIVA AUßERHALB DER REGELBLUTUNG? .................. 13
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

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    ZUSATZNUTZEN ...................................................................................................................................... 14
    11.     HIRSUTISMUS: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF
    HIRSUTISMUS? ........................................................................................................................................ 14
    12.     GEWICHT: KOMMT ES UNTER DER EINNAHME VON HORMONELLER KONTRAZEPTION
    ZUM GEWICHTSANSTIEG? ...................................................................................................................... 14
    13.     + 14. DIABETES MELLITUS TYP I UND II: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA
    EINEN EINFLUSS AUF DAS KARDIOVASKULÄRE ERKRANKUNGSRISIKO BEI FRAUEN MIT DM TYP I
    ODER TYP II? .......................................................................................................................................... 14
    15.     ERHÖHEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA DAS RISIKO FÜR LEBERADENOME? .......... 14
    WIRKSAMKEIT ......................................................................................................................................... 14
    17.     WIRKSAMKEIT HORMONELLER KONTRAZEPTIVA UND BMI: WIRD DER PEARL-INDEX
    VON HORMONELLEN KONTRAZEPTIVA VON ÜBERGEWICHT/ADIPOSITAS BEEINFLUSST?.......... 14
    18.     WIRKSAMKEIT NOTFALLKONTRAZEPTION UND BMI: WIRD DER PEARL-INDEX VON
    DER HORMONELLEN NOTFALLKONTRAZEPTION VON ÜBERGEWICHT BEEINFLUSST?.................. 14
    19.     WIRKSAMKEIT POSTKOITALER KONTRAZEPTION: UNTERSCHEIDET SICH DIE
    WIRKSAMKEIT VON UPA ZU LNG? ..................................................................................................... 14
    20.     WIRKSAMKEIT POSTKOITALER KONTRAZEPTION: BEEINFLUSSEN HORMONELLE
    KONTRAZEPTIVA DIE WIRKSAMKEIT DER NOTFALLKONTRAZEPTION BEI FORTFÜHRUNG DER
    EIGENTLICHEN HORMONELLEN KONTRAZEPTION? ........................................................................... 14
    21.     DYSMENORRHOE: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE
    DYSMENORRHOE? .................................................................................................................................. 14
    22.     ZUSATZNUTZEN: HYPERMENORRHOE: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN
    NUTZEN BEI DER THERAPIE VON HYPERMENORRHOE? ................................................................... 14
    KNOCHEN / PSYCHE .............................................................................................................................. 14
    23.     WIRKSAMKEIT PMS: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DAS
    PRÄMENSTRUELLE SYNDROM? ............................................................................................................. 14
    24.     KNOCHENGESUNDHEIT: HABEN KOMBINIERTE ORALE KONTRAZEPTIVA (KOK) EINEN
    EINFLUSS AUF DIE FRAKTURRATE?...................................................................................................... 14
    25.     KNOCHENGESUNDHEIT: HAT DMPA EINEN EINFLUSS AUF DIE FRAKTURRATE? ........ 14
    26.     EINFLUSS VON HORMONELLER KONTRAZEPTIVA AUF DIE KNOCHENDICHTE,
    KNOCHENFRAKTUR UND KNOCHENMARKER BEI FRAUEN MIT ANOREXIA NERVOSA .................. 14
    27.     PSYCHE: ERHÖHEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA DAS DEPRESSIONSRISIKO / RISIKO
    FÜR DEPRESSIVE VERSTIMMUNG? ........................................................................................................ 15
    28.     PSYCHE: VERSCHLECHTERN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINE PRÄVALENTE
    DEPRESSION? .......................................................................................................................................... 15
    29.     PSYCHE: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE LIBIDO VON
    FRAUEN? .................................................................................................................................................. 15
    30.     BEEINFLUSST DER EINSATZ VON ANTIEPILEPTIKA, ANTIBIOTIKA, ANTIDEPRESSIVA DIE
    WIRKSAMKEIT VON HORMONELLER KONTRAZEPTION? ................................................................... 15
    ONKOLOGIE ............................................................................................................................................. 15
    31.     MAMMAKARZINOM: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE
    INZIDENZ DES MAMMAKARZINOMS (UNTER BERÜCKSICHTIGUNG: POSITIVE FAMILIENANAMNESE
    / BRCA MUTATION)? ........................................................................................................................... 15
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

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     32.      REZIDIV MAMMAKARZINOM: IST DAS MAMMAKARZINOM REZIDIVRISIKO UNTER
     HORMONELLER    KONTRAZEPTION ERHÖHT (UNTER BERÜCKSICHTIGUNG: POSITIVE
     FAMILIENANAMNESE, BRCA-MUTATION, HORMONREZEPTORSTATUS)? ..................................... 15
     33.      OVARIAL-CA: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE
     INZIDENZ DES OVARIALKARZINOMS (UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON BRCA 1/2
     MUTATIONSTRÄGER)? ........................................................................................................................... 15
     34.      CERVIX-CA: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE
     INZIDENZ DES ZERIVXKARZINOMS (PLATTENEPITHELKARZINOM)? ............................................... 15
     35.      ENDOMETRIUM-CA: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF DIE
     INZIDENZ DES ENDOMETRIUMKARZINOMS? ...................................................................................... 15
     36.      KOLONKARZINOM-CA: HABEN HORMONELLE KONTRAZEPTIVA EINEN EINFLUSS AUF
     DIE INZIDENZ DES KOLONKARZINOMS?.............................................................................................. 15
     VERWENDUNG EXISTIERENDER LEITLINIEN ZUM THEMA ................................................................. 15
     SYSTEMATISCHE LITERATURRECHERCHE NACH AGGREGIERTER EVIDENZ ................................... 17
     AUSWAHL DER EVIDENZ ........................................................................................................................ 18
     BEWERTUNG DER EVIDENZ.................................................................................................................... 19
     ERSTELLUNG VON EVIDENZTABELLEN ................................................................................................ 19
     FORMULIERUNG DER EMPFEHLUNGEN UND STRUKTURIERTE KONSENSFINDUNG ....................... 20
     FORMALE KONSENSFINDUNG: VERFAHREN UND DURCHFÜHRUNG ............................................... 21
     FORMULIERUNG DER EMPFEHLUNGEN UND VERGABE VON EVIDENZGRADEN UND/ODER
     EMPFEHLUNGSGRADEN .......................................................................................................................... 25
IV. EXTERNE BEGUTACHTUNG UND VERABSCHIEDUNG ....................................................... 27
     PILOTTESTUNG ....................................................................................................................................... 27
     EXTERNE BEGUTACHTUNG.................................................................................................................... 27
     VERABSCHIEDUNG DURCH DIE VORSTÄNDE DER HERAUSGEBENDEN
     FACHGESELLSCHAFTEN/ORGANISATIONEN ....................................................................................... 27
V. REDAKTIONELLE UNABHÄNGIGKEIT ....................................................................................... 28
     FINANZIERUNG DER LEITLINIE .............................................................................................................. 28
     DARLEGUNG VON UND UMGANG MIT POTENZIELLEN INTERESSENKONFLIKTEN ......................... 28
VI. VERBREITUNG UND IMPLEMENTIERUNG ............................................................................... 35
     KONZEPT ZUR VERBREITUNG UND IMPLEMENTIERUNG ................................................................... 35
     UNTERSTÜTZENDE MATERIALIEN FÜR DIE ANWENDUNG DER LEITLINIE ...................................... 35
     DISKUSSION MÖGLICHER ORGANISATORISCHER UND/ODER FINANZIELLER BARRIEREN
     GEGENÜBER DER ANWENDUNG DER LEITLINIENEMPFEHLUNGEN .................................................... 36
     MESSGRÖßEN FÜR DAS MONITORING: QUALITÄTSZIELE, QUALITÄTSINDIKATOREN ................. 36
VII. GÜLTIGKEITSDAUER UND AKTUALISIERUNGSVERFAHREN .......................................... 37
     DATUM DER LETZTEN INHALTLICHEN ÜBERARBEITUNG UND STATUS .......................................... 37
     AKTUALISIERUNGSVERFAHREN............................................................................................................. 37
VIII.       ABBILDUNGSVERZEICHNIS ......................... FEHLER! TEXTMARKE NICHT DEFINIERT.
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

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IX. TABELLENVERZEICHNIS ................................................................................................................. 58
X.    LITERATURVERZEICHNIS............................................................................................................... 60
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

G e lt u ngs b er e ic h u nd Z wec k
                                                                                              7

I.      Geltungsbereich und Zweck

Begründung für die Auswahl des Leitlinienthemas
In Deutschland leben 41,6 Millionen Frauen. Davon befinden sich etwa die Hälfte im sog.
Reproduktivem Alter, d.h. zwischen Menarche (12. Lebensjahr) und Menopause (51.
Lebensjahr). (Statistisches Bundesamt Stand 2011).

Das Recht aller Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit ist national und international
durch politische Organisationen (z.B. WHO, IPPF) festgeschrieben. Es umfasst das Recht zu
entscheiden, wann und wie viele Kinder Frauen und Paare bekommen. Ein wesentlicher Teil der
Umsetzung dieser Rechte ist somit der Zugang zu guter medizinischer Versorgung im Bereich
der Kontrazeption.

Sicherheit, Wirksamkeit, Verträglichkeit, Faktoren der Nutzung und Anwendung hormoneller
Kontrazeption sind Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte, es werden kontinuierlich
zahlreiche aktuelle Daten publiziert. Die Leitlinie trägt dem Rechnung und soll ÄrztInnen und
Angehörige andere Fachgruppen unterstützen, Frauen, auch in Problemsituationen, auf der Basis
des aktuellsten Wissens in Bezug auf hormonelle Kontrazeptiva zu beraten und versorgen.

Ziel dieser S3 Leitlinie ist daher die Schaffung einer evidenzbasierten Entscheidungshilfe für
ÄrztInnen für eine individuell geeignete, sichere und nebenwirkungsarme oder –freie Methode
der hormonellen Empfängnisverhütung bei Frauen. Im Anschluss ist ein zweiter Teil, zur nicht-
hormonellen Verhütung einschließlich intrauteriner Systeme, geplant.

Zielorientierung der Leitlinie
Ziel der Leitlinie ist es, eine evidenzbasierte Handlungsempfehlung für die Beratung von Frauen
mit Antikonzeptionswunsch zu schaffen und für die Verordnung von hormonellen Antikonzeptiva,
die für die Frau unter Berücksichtigung ihrer Lebensumstände und ihres Risikoprofils individuell
geeignet und die gut verträglich sind und deren Anwendung mit keinen oder geringen
gesundheitlichen Risiken verbunden sind.

Patienten/innenzielgruppe
Die Leitlinie richtet sich an Frauen im reproduktiven Alter (Menarche bis Menopause).
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

G e lt u ngs b er e ic h u nd Z wec k
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Versorgungsbereich
Die Leitlinie wurde für folgende Versorgungssektoren entwickelt:

        Am bu l an te V er s or g un g

        Pr im är - un d f ac h är zt l i c he Ve rs or g un g

Anwenderzielgruppe / Adressaten
Di es e L ei t l in i e r ic ht e t s ic h an f o l ge n de Pe rs on e nk reis e :

                  A ng i o lo g en

                  E pi l e pt o lo g en

                  Ex per t en f ür M i gr än e

                  Fr a ue n är zt e

                  Häm os t as eo l og e n

                  In ter n is t I nn e n

                  Ne ur o lo g en

                  O s te o l og e n

                  P äd i at er

                  P hl e b ol o ge n

W eiter A dr es s a t en s in d ( zu r I nf or m at io n) :

                  A n P at i en t in n en un d i h r p ers ön l ic hes Um f el d ( z. B. P ar tn er)

                  A l lg em ei nm ed i zi n er

                  Di e Ö f f en tl ic hk ei t zu r I nf orm at io n ü b er g ut e m edi zi n is c h e
                   V or g e he ns we is e

                  K oo p er a t io ns p ar t ne r d er Är zt es c h af t ( z. B . F a c hb er uf e im
                   G es un d he i ts wes e n , K os t e ntr äg er)

                  Pf l e gek r äf t e
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

G e lt u ngs b er e ic h u nd Z wec k
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T abe l l e 1: Ve r wen d et e A bk ür zu n g en

 Bf Ar M                         B un d es ins t it ut f ür Ar z ne im it te l un d M ed i zi n p rod uk te
 B MI                            B od y- M as s - I n dex
 BN F                            Br it is h N at i on a l Form u l ar y
 d                               T ag
 DM P A                          De p ot- M ed ox yp ro g es t ero n ac et et
 DM P A                          De p otm edr ox yp ro g es t ero n ac et at
 EE                              Et h i n yl es tra d i ol
 EK                              Ex per t enk o ns e ns
 FS RH                           Fac ul t y of F am il i y P l a nn i n g an d R ep ro d uc t i v e He a lt h C ar e
 G gf s .                        ge g eb e nf a l ls
 GV                              G es c hl ec hts v erk ehr
 IUD                             Intrauterine device
 KHK                             Kombinierte hormonale Kontrazeptiva
 KI                              Kontraindikation
 KOK                             Kombinierte hormonelle Kontrazeptiva
 KOK                             Kombinierte orale Kontrazeptiva
 LAE                             Lungenarterienembolie
 LNG                             Levonorgesterel
 LNG-IUD                         Levonorgestrel-intrauterine device
 MEC                             Medical eligibility criteria for contraceptive use
 NET-EN                          Norethisteronenantat
 OK                              orale Kontrazeptiva
 OR                              Odds Ratio
 POP                             Progesteron only pill
 RR                              Relatives Risiko
 TVT                             Tiefe Beinvenenthrombose
 UK                              United Kingdom
 UKMEC                           UK Medical Eligibility of contraceptive Use
 UPA                             Ulipristalacetat
 VTE                             Venöse Thromboembolie
 WHO                             World Health Organization
 Z.n.                            Zustand nach
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

 Zus am m ens e t zu n g d er L e it l i ni e ng ru p pe : B et e i l ig u ng vo n I nt er es s e n s gru p p en
                                                                                                                                  10

II.           Zusammensetzung der Leitliniengruppe:

              Beteiligung von Interessensgruppen

 Repräsentativität der Leitliniengruppe: Beteiligte Berufsgrup-
 pen
 T abe l l e 2: Ko or d in a tor en

      Au to r/ in                               AW M F - F ach ge s el ls ch aft

                                                Sc h we i zer is c h e G es e l ls c haf t f ür G yn äk o l og i e u nd G e -
      Pr of . Dr. m ed. Pe tr a S tu te         bur ts hi lf e ( SG G G ) ,
                                                De uts c h e M en o pa us e G es el ls c h af t

      Pr of . Dr. m ed. Lu d wi g               De uts c h e G es e l ls c haf t f ür G yn äk ol o g ie u nd G e bur ts h i lf e
      K ies e l                                 De uts c h e G es e lls c h af t f ür E n dok ri n ol o g ie

 Di e f o lg e n de n F ac h g e s e lls c h af te n / Ar be i ts g em ei ns c h af t en / O rg a n is a t io n en / V er ei n e
 ha b en In t er es s e an d er M i t wir k u ng be i de r Ers t e l lu n g d es L e it l i n ie nt ex tes un d der
 T ei ln a hm e a n d er K o ns e ns us k onf er e n z be k und et u nd V er tre t er f ür d i e Ko ns ens us -
 k onf ere n z b e na n nt :

 T abe l l e 3: R e pr äs e nt a ti v i tä t d er L ei t l in i e ngr u pp e : B et e i li g un g d er A n we nd er zi e l gr u pp e

      DG G G - Ar b e it sge m ein sc haf t ( AG )/
      AW M F/ Ni cht - AW M F - F ac hg es el l sch aft /
      O rg an is at ion/ V e r ein

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür A l l gem e inm ed i zi n un d Fam i l ie nm ed i zi n ( DE G AM)
      De uts c h e G es e lls c h af t f ür A n gi o l og i e - G es e l ls c haf t f ür G ef ä ßm ed i z i n e. V . ( DG A)

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür E p i le pt o l og i e e. V .

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür In n er e Me d i zi n e. V. ( DG I M)

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür K i nd er - u n d J u ge n dm ed i zi n e . V. (D G KJ )

      De uts c h e M i gr ä n e - u n d K opf s c hm er zg es e l ls c haf t (D M KG )

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür Ne ur o lo g i e ( DG N )

      De uts c h e G es e lls c h af t f ür P h le b o lo g ie ( DG P)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Zus am m ens e t zu n g d er L e it l i ni e ng ru p pe : B et e i l ig u ng vo n I nt er es s e n s gru p p en
                                                                                                                                    11

 DG G G - Ar b e it sge m ein sc haf t ( AG )/
 AW M F/ Ni cht - AW M F - F ac hg es el l sch aft /
 O rg an is at ion/ V e r ein
 De uts c h e G es e l ls c haf t f ür Ps yc hi a tr ie u nd Ps yc ho t her a p ie , Ps yc hos om at ik un d
 Ner v e nh e i lk un de e. V . ( DG P PN)
 De uts c h e G es e lls c h af t f ür Ps yc hos om at is c h e Fra u en h e i lk un de u n d G e bur ts h i lf e e . V.
 (DG PFG )
 De uts c h e G e s e lls c h af t f ür Re pr o duk t io ns m ed i zi n

 G es el ls c h af t f ür T hr o m bos e - u nd H äm os t as ef ors c hu n g (G T H)

Di e Mo d era t io n der L e it l i n ie wur d e v o n Dr . m ed. M o nik a N o th ac k er ( AW MF - Ins t i tu t f ür
Me d i zi n is c h es W is s ens m anag em en t) ü be rn o m m en.

Repräsentativität der Leitliniengruppe: Beteiligung von Pa -
tienten
Es wur de n k ei n e „ Pa t i en t in n en “ d ir ek t m it e i nb e zo g e n, da es e i n d irek tes M an d at f ür
be tr of f en e Fr au e n a uf gr u n d n ic h t ex is ti er e n der P a ti e nt e n ver e i ni g u ng e n o d er Äh n l ic hem
n ic h t g i bt . S t el l v er t r e t en d wur de n un te n s t e he n de O r g an is a ti o ne n m it e i n be zo g e n b e i
der Ers t e l lu n g d er L e it l in i e. D ar üb er h i n a us bes t eh t im Ra hm en d er 4 -W öc hig e n
öf f en tl ic h en Ko ns u lt at i ons p has e d i e M ög l ic hk e it d er K om m enti er un g .

T abe l l e 4: R e pr äs e nt a ti v i tä t d er L ei t l in i e ngr u pp e : B et e i li g un g d er P at i en t en zi e l gr u pp e

 AW M F/ Ni cht - AW M F - F ac hg es el l sch aft / O rg ani s ati on/ V e re in

 Ar be i ts g em ei ns c haf t G yn äk o l og is c he E nd os k op i e ( A G E ) e. V . de r D G G G

 Ar be i ts g em ei ns c haf t f ür G yn äk o l o g is c h e O n k olo g ie der D KG , A G O

 Ar be i ts g em ei ns c haf t K i nd er - u n d J ug e n dg yn äk ol o gi e e . V .
 Ar be i ts g em ei ns c haf t f ür Ur o g yn äk o lo g ie u n d p l as t is c he B ec k en b od e nr ek ons tr uk ti o n
 e. V . ( AG U B) d er DG G G

 Ar be i ts k reis Fr a ue n ge s un d he i t i n M e d i zi n , P s yc ho t her a p ie u n d G e s e lls c h af t e. V .

 B eruf s v er b a nd der D e uts c h en H äm os t as e o lo ge n ( BD DH)

 B eruf s v er b a nd f ür Fr a ue n är zt e ( B V F)

 B un d es ze n tr a l e f ü r ge s un d he i t lic h e A uf k lär u ng ( BZ g A)

 Dac h v erb a nd O s te o lo g i e ( D VO )

 De uts c h e G es e lls c h af t f ür F r a u en g es u n dh e it e. V . ( DG F)

 De uts c h e G es e lls c h af t f ür S ex ua lm ed i zi n , S e x ua l th er a pi e u n d S ex u a l wis s ens c h af t
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Zus am m ens e t zu n g d er L e it l i ni e ng ru p pe : B et e i l ig u ng vo n I nt er es s e n s gru p p en
                                                                                                                         12

 AW M F/ Ni cht - AW M F - F ac hg es el l sch aft / O rg ani s ati on/ V e re in

 De uts c h e M en o pa us e G es el ls c h af t e. V . ( D M G )

 K om m is s i on Q ua l it ä ts s ic her u ng ( Q S K)

 Na t io n al es N et z we r k Fr au e n u nd G es u n dh e it
 Pr o F am il i a D eu ts c h e G es e l ls c haf t f ür        F am il i en p l an u ng , Sex u a lp ä da g og ik    un d
 S ex u a l ber at u n g e. V .

 Ö s ter re ic h is c h e G es e l l s c haf t f ür G yn äk o lo g i e u n d G e bur ts h i lf e e. V . (O EG G G )

 Sc h we i zer is c h e G es e ll s c haf t f ür G yn äk o lo g i e u n d G e bur ts h i lf e ( SG G G )
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

  Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                               13

III.       Methodologische Exaktheit

  Recherche,                  Auswahl               und         Bewertung                  wissenschaftlicher
  Belege (Evidenzbasierung)

  Formulierung von Schlüsselfragen
  Zur B ea rb e it u ng d er v er s c hi e d en e n As p e k te d er T h em enk om pl ex e f orm ul ie rt e di e
  Le i t li n i enk o or d i n at i on zu B eg i n n des Er s te l l un gs pro ze s s es S c h lüs s e lf ra ge n . D i e
  auf ges te l l te n Sc h l üs s e lf r ag e n wu rd e n d urc h d i e ges am te L e it l i n i en gr up p e m eh rf ac h
  erg ä n zt , m od if i zi er t un d um s tr uk tu ri er t u nd le t zt e nd l ic h i n e i nem f orm al is i ert e n
  K ons e ns us V er f a hr en d ur c h d i e g es am te L e it l in i e ngr u pp e i n der v or l ie g en d en Fo rm
  f es tg e l eg t:

  V en ös e thr om bo em bo l is c he Er e i g nis s e

       1. Er hö h en hor m on e l l e K on tr a ze pt i v a d as R is ik o e in er VT E?

       2. VT E u nd G es ta g en t yp: Ha t der G es t ag e n an t ei l i n k om bi ni er te n h orm on e l le n
           K on tr a ze pt i v a e i ne n E i nf l us s a uf d as v e nös e T hrom bo em bo l i er is ik o?

       3. Re- VT E : Er h öh e n h or m one l le Ko nt ra ze p t i v a d as R is ik o f ür e i ne R e zi d i v - VT E ?

       4. VT E- Re zi d i v r is ik o un t er K o ntr a ze p t i on un d A nt ik oa g u la t io n: Er h öh en h orm one l l e
           K on tr a ze pt i v a d as R is i k o f ür ei n e R e zi d i v - VT E tr ot z A n t ik oa gu l at i o n?

       5. VT E         u nd        pr ä d is po n i ere n de       F ak tor e n:       Er h ö he n        pr äd is po n ie re n de
           Fak tor e n / K om or b id i t ät e n das R is ik o f ür e in e v e nös e T hrom b o em bo l ie u n ter
           horm o ne l l er K o ntr a ze p ti o n?

  Art er i e ll e t hr om boem b o lis c h e Er e ig n is s e

       6. AT E u nd pr äd is p on i er en d e F ak tor en : Er hö h en pr ä dis p on i er en d e Fak tor e n d as
           Ris ik o f ür e in e ar te r i e l l e T hr om bo em bol i e u n ter h orm on e l ler K on tr a ze p t io n ?

       7. Ha b en hor m o ne l l e K o ntr a ze p t i va e in e n E i nf l us s a uf das Sc hl a ga nf a l lris ik o b e i
           Fra ue n m it e in er M i gr ä ne m it A ur a?

       8. Zus at zn u t ze n : Be n ig n e E r k rank un g en : H a b en h orm one l l e Ko nt ra ze p t i va e in e n
           E inf lus s be i d er T her a p ie vo n O var i a l z ys t e n ?

       9. St i l l en : N ut ze n u n d R is ik o d er E in n ahm e vo n horm o ne l l en K on tr a ze pt i v a wäh re n d
           der St i l l per i o de ?

       10 . Q u ic k s tar t : W elc he N ut ze n un d R is ik en b e s te h en b e i B e g in n d e r A n we n du n g
           horm o ne l l er K o ntr a ze p ti v a a uß er ha l b d er Re ge l b lu t un g ?
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                                14

Zus at zn u t ze n

    11 . Hirs u tis m us : H a be n h o r m one l le Ko n tra ze p t i v a e in e n E i nf l us s a uf H i rs ut is m us ?

    12 . G e wic ht : K om m t es u nt er d er E i n na hm e v on horm on e l l er K on tr a ze p ti o n zum
         G e wic hts a ns t i eg ?

    13 . + 1 4. D i ab e tes m el l it us T yp I u nd I I : H a b en h orm on e l le Ko n tra ze p t i va ei n en
         E inf lus s a uf d as k ar d i o v as k ul är e Erk rank u ngs ris ik o b e i Fr a ue n m it D M T yp I o d er
         T yp II ?

    15 . Er hö h en hor m on e l l e K on tr a ze pt i v a d as R is ik o f ür Le b era d en om e?

    16 . La n g ze i t z yk lus :    Gibt      es   U n ters c h i ed e     im   Nut ze n /R is ik o prof il      h orm on e l ler
         K on tr a ze pt i v a im L a ng ze i t z yk l us ?

W irk s am k eit

    17 . W irk s am k eit h or m on e l l er K on tr a ze pt i v a u n d B MI : W ird der Pe ar l - I n dex vo n
         horm o ne l l en Ko n tr a ze pt i v a v o n Üb er ge wi c h t /A d i pos i tas be e inf lus s t ?

    18 . W irk s am k eit     N otf a l lk o ntr a ze p t io n   un d     B MI : W ird      der   P e ar l - I n d ex   vo n   de r
         horm o ne l l en N o tf a llk o ntr a ze p t io n vo n Ü ber g e wic ht b e e inf lus s t ?

    19 . W irk s am k eit pos tk oi ta l er K on tr a ze p ti o n: U nt e rs c he i d et s ic h d i e W irk s am k eit v on
         UP A zu LNG ?

    20 . W irk s am k eit p os tk oi ta l er K on tr a ze pt i o n: B e e i nf l us s e n h orm on el l e K on tr a ze pt i v a
         d ie W irk s am k eit d er          No t f a l lk ont ra ze p t i on be i For tf ü hru n g de r e ig e nt l ic he n
         horm o ne l l en Ko n tr a ze pt i on ?

    21 . D ys m enor r h o e:       Ha b e n    h orm on e l le     K o ntr a ze p ti v a   e in e n   E inf l us s     a uf   die
         D ys m enor r h o e?

    22 . Zus at zn u t ze n : H yp er m en or r h oe : H ab e n h orm on e l le K on tr a ze p ti v a e i ne n N ut ze n
         be i d er T her a p ie vo n H yp er m en orr ho e ?

K noc h en / Ps yc h e

    23 . W irk s am k eit P M S: H ab e n h orm on e ll e K on tra ze p t i v a e i ne n E inf l us s a uf das
         präm e ns tr u el l e S yn d r o m ?

    24 . K noc h en g es u n dh e it :      Ha b en     k om bi n ier te     ora l e   Ko n tra ze p t i v a   (KO K)      ei n en
         E inf lus s auf d i e Fr ak tu r r at e ?

    25 . K noc h en g es u n dh e it : H at D M P A e in e n E i nf l us s a uf di e Fr ak turr at e?

    26 . E inf lus s v o n hor m on e l l er Ko ntr a ze p t i v a a uf d ie K n oc h e nd ic ht e, K noc h enf r ak tur
         un d K n oc he nm ar k er b e i Fr a ue n m it A no rex i a n er v os a
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                                             15

    27 . Ps yc he : Er h ö he n hor m one l le K on tr a ze pt i v a das De pr es s io ns r is ik o / R is ik o f ür
         de pr es s i ve Ve r s t im m ung ?

    28 . Ps yc he : V er s c h lec ht er n h or m one l l e K o ntr a ze pt i v a e in e pr ä v a le nt e De pr es s io n ?

    29 . Ps yc he : H ab e n h or m on e l le K o ntr a ze p ti v a e in e n E i nf l us s a uf d i e L i b id o vo n
         Fra ue n ?

    30 . B ee i nf l us s t d er E ins at z v o n A n ti e p i le pt ik a,               A nt i b io t ik a, An t id epr es s i v a d i e
         W irk s am k eit v on h or m on e l le r K on tr a ze pt i o n?

O nko log ie

    31 . Mam m ak ar zi n om :       H a be n     h orm on e l le          K on t ra ze p ti v a    ei n en    E i nf l us s   a uf        di e
         In zi d e n z      d es      M a m m ak ar zi nom s                (u nt er         B er üc k s ic h t ig u n g:          p os it i v e
         Fam il i e na n am nes e / B RC A M ut a ti o n) ?

    32 . Re zi d i v     M am m ak ar zi nom :          Is t      d as      Ma m m ak ar zi nom            R e zi d i vr is ik o       u nt er
         horm o ne l l er       Ko n tr a ze p t io n          er hö h t      (u nt er        B erüc k s ic ht i g u ng :      pos i t i ve
         Fam il i e na n am nes e , B RC A - Mu t at i on , H orm onre ze p t ors ta tus )?

    33 . O v ar ia l- C A: H a be n h or m one l le Ko n tra ze p t i v a e i ne n Ei nf l us s a uf d ie I n zi d e n z d es
         O v ar ia lk ar zi n om s ( u n t er B er üc k s ic h t ig u ng v on BR C A 1/ 2 M ut a t io n s trä g er)?

    34 . Cer v ix - C A: H a be n h or m one l le Ko n tra ze p t i v a e i ne n E inf lus s a uf d ie I n zi d e n z d es
         Zer i vx k ar zi n om s ( P l at t en e p it he lk ar zi n om )?

    35 . E nd om etr i um - CA:       H a be n    h orm on e l le          Ko nt ra ze p ti v a     e i n en   E inf l us s        a uf    die
         In zi d e n z d es E n dom et r i um k ar zi nom s ?

    36 . K ol o nk ar zi n om - CA : H ab e n horm on e l l e Ko n tra ze p t i v a ei n en Ei nf l us s a uf d i e
         In zi d e n z d es K o l onk ar zi n om s ?

Verwendung existierender Leitlinien zum Thema
Aufgrund der begrenzten Ressourcen der Leitliniengruppe wurde beschlossen, die zu erstellende S3-
Leitlinie so weit als möglich auf Basis einer Adaptation bestehender evidenzbasierter Leitlinien zu
erstellen, Es erfolgte deshalb zunächst eine Recherche nach geeigneten Quellleitlinien:

Suchlauf in http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed bzw. http://www.google.com
 Parameter                                        Eingabe
 Suchbegriff                                      Hormonal contraception/ medical eligibility
                                                  criteria for contraceptive use/Leitlinie
                                                  Kontrazeption
 Start                                            1.2.2014
 Sprache                                          English, German
 Publication status                               Published
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                   16

Folgende Leitlinien wurden identifiziert:
 Leitlinie                          Land         Erstellungsjahr
 Kontrazeption bei Frauen mit       D            2001
 Typ1-, 2- und 4-Diabetes                        (2004, 2010)
 (DGGG)
 Empfängnisverhütung (DGGG) D                    2004
 National Contraception Clinical RSA             2012
 Guidelines (Department of
 Health, Republic of South
 Africa)
 UK Medical Eligibility Criteria    UK           2006
 for Contraceptive Use (RCOG)                    (2009)

 Long-acting reversible                   UK     2005
 contraception (NICE)                            (2013)
 The FSRH statement in                    UK     02/2014
 response to the Combined Pill
 Communication from the
 Medicines and Healthcare
 products Regulatory Agency
 (MHRA) (FSRH)
 Venous Thromboembolism and               UK     2004
 Hormonal Contraception                          (2010)
 (RCOG)
 CM_Guidelines Section F –                AUS    2010
 Queensland Health
 U.S. Selected Practice                   U.S.   2013
 Recommendations for
 Contraceptive Use, 2013
 (CDC)
 Canadian Consensus                       CAN    2007
 Guideline on Continuous and
 Extended Hormonal
 Contraception, 2007
 Understanding and Using the              U.S.   2011
 U.S. Medical Eligibility Criteria
 for Contraceptive Use, 2010
 Medical Eligibility Criteria for                2000
 Contraceptive Use: A WHO                        (2010)
 Family Planning Cornerstone
 Gemeinsamen                              D      1985
 Bundesausschusses                               (2011)

 Faculty of Sexual &                      UK     2011
 Reproductive Healthcare                         (2012)
 Clinical Guidance
 (FSRH)
 Faculty of Sexual &                      UK     2011
 Reproductive Healthcare                         ( 2012)
 Clinical Guidance
 (FSRH)
 Faculty of Sexual &                      UK     2010
 Reproductive Healthcare
 Clinical Guidance
 (FSRH)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                       17

 Faculty of Sexual &                      UK                            2009
 Reproductive Healthcare
 Clinical Guidance
 (FSRH)
 Faculty of Sexual &                      UK                            2010
 Reproductive Healthcare
 Clinical Guidance
 (FSRH)
 Faculty of Sexual &                                                    2010
 Reproductive Healthcare                  UK
 Clinical Guidance
 (FSRH)
 American College of                      US                            2006
 Obstetricians and
 Gynecologists (ACOG).
 American College of                      US                            2010
 Obstetricians and
 Gynecologists (ACOG).

Es folgte eine systematische Bewertung der identifizierten Leitlinien unter Anwendung des Deutschen
Instruments zur Leitlinienbewertung (DELBI, Fassung 2005/2006;AWMF, AZQ, 2005). Primäre
Bewertungskriterien waren die methodische Qualität der Leitlinie (Domäne 3) sowie die Adaptation der
Leitlinie (Domäne 8). Dabei wurde ein Domänenwert von ≤ 0.5 als „keine ausreichende“ Qualität definiert.
Von 21 zu bewertenden Leitlinien wurden 7 identifiziert, die als methodisch ausreichend eingeschätzt
wurden und als primäre Quellleitlinien verwendet wurden. Die identifizierten Leitlinien wurden im Verlauf
der Leitlinienerstellung auf ihre Aktualität überprüft. Aktualisierte Versionen nach entsprechender
Bewertung ggf. ebenfalls als Evidenzgrundlage herangezogen.

Tabelle 5: Ergebnisse der methodischen Leitlinienbewertung
 Ausgewählte Leitlinien
 Leitlinie                                     Delbi 3 (standardisierter Mittelwert)
 NGC>40                                        0.62

 NGC medical conditions                        0.64

 RCOG VTE 2010                                 0.79

 RCOG LARC 2013                                0.95
 FSRH 2010 young people                        0.57

 FSRH 2011 drug interaction                    0.74

 Canadian consensus guideline                  0.57

Systematische Literaturrecherche nach aggregierter Evidenz
Ergänzend zur Leitlinienadaptation wurde eine systematische Evidenzrecherche nach aggregierter
Evidenz durchgeführt. Diese erfolgte in Pubmed und in der Cochrane Library (zuletzt 02/2016).
Berücksichtigt wurden systematische Reviews und Meta-Analysen zur Komplettierung der
Bewertungsgrundlagen. Zur Bewertung der Evidenz wurden die Checklisten des Scottish Intercollegiate
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                          18

Guide Network (SIGN) bzw. A MeaSurement Tool to Assess systematic Reviews (AMSTAR) verwendet.
Die Recherchestrategie, deren Suchergebnisse sowie die Vorgehensweise bei der Bewertung sind
folgend dargestellt:

Suchlauf und Ergebnis in http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed

 Mesh terms                                                    -   contraception
                                                               -   contraception devices
                                                               -   contraceptives, oral, hormonal
                                                               -   contraceptive agents
                                                               -   emergency contraception
 Suchkriterien                                                 -   Meta-Analysen
                                                               -   Systematische Reviews
                                                               -   female
                                                               -   Zeitraum 1.1.2006-29.2.2016
                                                               -   Sprache: Englisch

Die Recherche ergab 677 Arbeiten, welche anhand ihres Titels und der Angaben im Abstract einer
Vorauswahl unterzogen wurden (Begrenzung auf das Themenfeld der „medikamentösen“ Kontrazeption).

Auswahl der Evidenz
In einem zweiten Schritt wurden die Qualitätsmerkmale geprüft. Hierzu wurden die Checklisten von A
MeaSurement Tool to Assess systematic Reviews (AMSTAR) herangezogen. Arbeiten, die sieben oder
mehr Beurteilungskriterien erreichten, wurden als Grundlage für die Leitlinienerstellung herangezogen.
Insgesamt wurden 21 Arbeiten identifiziert, welche die Kriterien erfüllten. Bei Cochrane Reviews wurde
auf eine AMSTAR Bewertung verzichtet, da diese nach einem standardisierten, methodisch hochwertigen
Vorgehen erstellt werden und von einem Erreichen des cut-off von mindestens 7/11 Punkten regelhaft
auszugehen war.

Tabelle 6: Ergebnisse der AMSTAR Bewertung der Reviews
 Ausgewählte Reviews
                                    Combined oral contraceptives: the risk of myocardial
 Roach et al., 2015                                                                            Cochrane
                                    infarction and ischemic stroke

 Collaborative   Group     Endometrial cancer and oral contraceptives: an individual
                          on
 Epidemiological Studies onparticipant meta-analysis of 27 276 women with            7/11
 Endometrial Cancer, 2015 endometrial cancer from 36 epidemiological studies.
                                    Interventions for hirsutism (excluding laser
 Van Zuuren et al., 2015            and photoepilation therapy alone)                          Cochrane

 Kirkham et al., 2014               Menstrual suppression in special circumstances             9/11
                                    Levonorgestrel-releasing intrauterine system versus medical
 Qui et al., 2014                   therapy for menorrhagia: a systematic review and meta-    9/11
                                    analysis.
 Yancey et al., 2014                Progestin-only contraceptives: effects on weight           Cochrane
 Grimes et al., 2014                Oral contraceptives for functional ovarian cysts           Cochrane
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                            19

 Ausgewählte Reviews
 De Bastos et al., 2014             Combined oral contraceptives: venous thrombosis              Cochrane
                                    Oral contraceptive use for the primary prevention of ovarian
 Havrilesky et al., 2013                                                                        8/11
                                    cancer
                                    Oral contraceptives and risk of ovarian cancer and breast
 Moorman et al., 2013               cancer among high-risk women: a systematic review and 9/11
                                    meta-analysis
                                    The effect of combined oral contraception on testosterone
 Zimmerman et al., 2014             levels in healthy women: a systematic review and meta-    9/11
                                    analysis.
                                    Oral contraceptive use and risk of breast, cervical,
 Gierisch et al., 2013                                                                        7/11
                                    colorectal, and endometrial cancers: a systematic review.
                                    Oral contraceptive pills as primary prevention for ovarian
 Havrilesky et al., 2013                                                                         7/11
                                    cancer: a systematic review and meta-analysis.
                                    Continuous use of oral contraceptives: an overview of
 Hee et al., 2013                                                                                7/11
                                    effects and side-effects.
                                    Oral contraceptive use and risk of breast cancer: a meta-
 Zhu et al., 2012                                                                                8/11
                                    analysis of prospective cohort studies.
                                    Patient understanding of oral contraceptive pill instructions
 Zapata et al., 2013                                                                              7/11
                                    related to missed pills: a systematic review.
                                    Screening women for oral contraception: can family history
 Grimes et al., 2012                                                                           7/11
                                    identify inherited thrombophilias?
                                    Initiation of progestogen-only injectables on different days of
 Kapp et al., 2013                  the menstrual cycle and its effect on contraceptive           7/11
                                    effectiveness and compliance: a systematic review.
                                    Female risk factors for subarachnoid hemorrhage: a
 Algra et al., 2012                                                                              8/11
                                    systematic review.
                                    Oral contraceptives containing drospirenone for
 Lopez et al., 2012                                                                              Cochrane
                                    premenstrual syndrome.
                                    Venous and pulmonary thromboembolism and combined
 Martinez et al., 2012              hormonal contraceptives. Systematic review and meta-         7/11
                                    analysis.

Bewertung der Evidenz
Es fand keine systematische Suche zu Primärstudien statt. Primärstudien wurden von den Experten zu
einzelnen Fragen beigesteuert. Die Prüfung der Qualität von Einzelstudien, die im Verlauf der
Leitlinienerstellung publiziert und als relevant zur Beantwortung einzelner PICO Fragen eingestuft
wurden, erfolgte anhand des Oxford Center for Evidence-based Medicine Klassifikationsschemas oder
anhand des SIGN-Bewertungsschemas (Scottish Intercollegiate Guidelines Network, March 2004).

Erstellung von Evidenztabellen
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                                   20

E v id e n zt a be l l en    wur de n        zu      de n      k l i ni s c h   am       rel e va n tes te n   e in g es c h ät zt e n
Sc hl üs s e lf r a ge n er s t el lt : d i e P ICO Fr a ge n 1, 2 , 1 7, 25 , 2 7, 31 . I n d i es e n s in d d i e
aus g e wä hl t en L e it l i ni e nq u e ll e n un d g gf R e vi e ws a uf g ef ü hrt . D i e Q ua l i tä t der R e v ie ws
i n Be zu g auf B i as ( s ys te m at is c he Ver ze rr u n g) wur d e en t we de r na c h SI G N o de r nac h
O x f ord b e wer te t.

T abe l l e 7: G r ad u i er u n g d er E v i de n z n ac h SI G N ( No v em ber 20 1 1)

 Lev e l      Be s ch re ibun g

              Q u al i ta t i v hoc h wer t ig e M et a an a l ys en , S ys t e m atis c h e Ü bers ic ht e n v on R CT s
 1++
              od er R CT s m it s ehr ge r i ng em R is ik o s ys t em atis c h er Fe h le r ( B i as )

              G ut dur c h gef ühr te Me t aa n a l ys e n, S ys t em at is c he Ü b ers ic h t en od er RCT s m it
 1+
              ger i n gem R is ik o s ys t e m atis c h er F eh l er (B i as )

              Me t aa n a l ys e n, S ys t e m atis c h e Ü bers ic ht e n o der R CT s m it ho h em Ris ik o
 1-
              s ys tem at is c her F e hl er ( B i as )

              Q u al i ta t i v h oc h we r t i g e s ys tem at is c h e Üb e rs ic ht en v on F a l l - Ko n tro l l- o d er
              K oh or te ns t u d ie n o d er
 2++          Q u al i ta t i v hoc h wer t ig e Fa l l - K on tro l l- o d er Ko hor t ens tu d i en m it s ehr g er in g em
              Ris ik o s ys t em atis c h er Fe hl er ( B ias ) od er V er ze rr un g ( C onf ou n d i n g) u n d ho h er
              W ahr s c he in l ic hk ei t, d a s s d i e B e zi e h un g urs ä c h lic h is t

              G ut dur c h gef ühr t e Fa l l - K on tro l l- S tu d i en od e r Ko h ort e ns t u di e n m it g er i ng em
 2+           Ris ik o s ys tem at is c h er Fe h l er ( B i as ) od er V er zer ru n g ( Co nf o u n d in g) u nd
              m oder at er W ahr s c he i n l ic hk e it , d as s d ie B e zi eh u ng urs äc h l ic h is t

              Fa l l- Ko nt r o l l- St u d ie n o der Ko h ort e ns t ud i e n m it h oh e n R is ik o s ys t em atis c h er
 2-           Fe hl er ( B i as ) o d er Ve r ze r r un g (C o nf o un d i ng) un d s ig n if ik a nt em R i s ik o, das s
              d ie Be zi e h u n g n ic h t ur s äc h l ic h is t

 3            Nic h t - a n a l yt is c he St u d i en , z. B . F al l b er ic h te , Fa l ls er i e n

 4            Ex per t enm e in u ng

Q u el l e: ht tp :/ /w ww .s ig n. ac . uk /p df /s ig n 50 . pd f

Formulierung                      der         Empfehlungen                         und          strukturierte               Kon -
sensfindung
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                        21

Formale Konsensfindung: Verfahren und Durchführung
Es wurden insgesamt vier Konsensuskonferenzen durchgeführt. Im Rahmen der Konferenzen wurden die
Empfehlungen diskutiert und verabschiedet. Das formale Konsensusfindungsverfahren wurde von Frau Dr.
med. Monika Nothacker, die über eine entsprechende Qualifikation von der AWMF verfügt, moderiert. Die
Konsensuskonferenz wurde in Form eines nominalen Gruppenprozesses durchgeführt. Zunächst erfolgte
eine Vorstellung der Empfehlungsvorschläge und Darlegung der Evidenzlage aus Sicht der vorbereitenden
Experten mit anschließender Diskussion. Es folgte die Möglichkeit zur inhaltlichen Nachfrage/Klarstellung.
Entsprechend der Tischvorlage wurden die Empfehlungsentwürfe von jedem Gruppenmitglied
kommentiert, abweichende Vorschläge notiert. Es folgten die Schritte, Vorherabstimmung und bei Bedarf,
falls kein Konsens erzielt werden konnte - Debattieren/Diskutieren sowie die endgültige Abstimmung.

T abe l l e 8: Ko ns ens us k onf er e n ze n

 Konsensuskonferenzen

 Ort, Datum                               Teilnehmer

                                          - Prof. Dr. med. L. Kiesel (zus. Mandatsträger Dt.
                                          Gesellschaft für Endokrinologie)
                                          - Prof. Dr. med. P. Stute (zus. Mandatsträger SGGG, Dt.
                                          Menopausegesellschaft)
                                          - Dr. med. M. Nothacker (stellv. Leiterin des AWMF-IMWI)
                                          - Prof. Dr. med. C. Tempfer in Vertretung für Prof. Dr. med. B.
                                          Toth (zus. Mandatsträger AG gynäkologische Onkologie
                                          AGO)
                                          - Prof. Dr. med. R. Bauersachs (Med. Klinik IV Klinikum
                                          Darmstadt)
                                          - Prof. Dr. med. K. Bühling (UKE Hamburg, zus.
                                          Mandatsträger Dt. Ges. für Frauengesundheit e.V.)
 Berlin, 14.10.2016
                                          - PD Dr. med. P. Oppelt (Uni Erlangen, zus. Mandatsträger
                                          AG Kinder- und Jugendgynäkologie)
                                          - PD Dr. med. S. Segerer (amedes Hamburg)
                                          - Dr. med. R. Fischer (Gesellschaft für Hämostase und
                                          Thromboseforschung)
                                          - Dr. H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e.V.)
                                          - PD Dr. T. Buchholz (Deutsche Gesellschaft für
                                          Reproduktionsmedizin)
                                          - Dr. med. K. König (Berufsverband der Frauenärzte)
                                          - H. Seyler (Arbeitskreis Frauengesundheit)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

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 Konsensuskonferenzen

                                          - Dr. I. Thonke (Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit)
                                          - Dr. med. C. Schumann (Deutsche Gesellschaft für
                                          Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe)
                                          - PD Dr. med. Jan Beyer-Westendorf (Deutsche Gesellschaft
                                          für Angiologie)
                                          - Prof. Dr. med. V. Hach-Wunderle (Deutsche Gesellschaft für
                                          Phlebologie)
                                          - PD Dr. med. G. Naumann (AG für Urogynäkologie und
                                          plastische Beckenbodenrekonstruktion, AGUB)
                                          - Dr. med. J. Pliefke (Deutsche Gesellschaft Pro Familia)
                                          - Dr. med. Cornelia Jaursch-Hancke (Deutsche Gesellschaft
                                          für Innere Medizin)
                                          - Prof. Dr. med. L. Kiesel (zus. Mandatsträger Dt.
                                          Gesellschaft für Endokrinologie)
                                          - Prof. Dr. med. P. Stute (zus. Mandatsträger SGGG, Dt.
                                          Menopausegesellschaft)
                                          - Dr. med. M. Nothacker (stellv. Leiterin des AWMF-IMWI)
                                          - Prof. Dr. med. B. Toth (Deutsche Gesellschaft für
                                          Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin)
                                          - Prof. Dr. med. R. Bauersachs (Med. Klinik IV Klinikum
                                          Darmstadt)
                                          - PD Dr. med. P. Oppelt (Uni Erlangen, zus. Mandatsträger
                                          AG Kinder- und Jugendgynäkologie)
                                          - PD Dr. med. S. Segerer (amedes Hamburg)
 Berlin, 27.01.2017
                                          - Univ.-Prof. Dr. med. J. Neulen
                                          - PD Dr. med. Heiko B. G. Franz (AG Medizinrecht der
                                          DGGG)
                                          - Dr. Julia Bartley (Deutsche Gesellschaft Pro Familia)
                                          - Dr. med. Günter Krämer (Deutsche Gesellschaft für
                                          Epileptologie)
                                          - Dr. med. K. König (Berufsverband der Frauenärzte)
                                          - H. Seyler (Arbeitskreis Frauengesundheit)
                                          - Dr. Jutta Schimmelpfennig (Deutsche Gesellschaft für
                                          Phlebologie) (Vertretung Prof Rach)
                                          - Dr. H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e. V.)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                      23

 Konsensuskonferenzen

                                          - PD Dr. Rimbach (AG Gynäkologische Endoskopie)
                                          - Dr. I. Thonke (Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit)
                                          - Prof. Dr. med. L. Kiesel (zus. Mandatsträger Dt.
                                          Gesellschaft für Endokrinologie)
                                          - Dr. med. M. Nothacker (stellv. Leiterin des AWMF-IMWI)
                                          - Prof. Dr. med. B. Toth (Deutsche Gesellschaft für
                                          medizinische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin)
                                          - Prof. Dr. med. K. Bühling (Mandatsträger Dt. Ges. für
                                          Frauengesundheit e.V.) ab 11 Uhr
                                          - PD Dr. med. S. Segerer (amedes Hamburg)
                                          - Prof. Dr.med. J. Neulen (RWTH Aachen)
                                          - Dr. med. C. Schumann (Deutsche Gesellschaft für
                                          Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe)
 Berlin, 28.01.2017
                                          - Dr. J. Bartley (Deutsche Gesellschaft Pro Familia)
                                          - Dr. med. G Krämer (Deutsche Gesellschaft für
                                          Epileptologie)
                                          - Dr. med. K. König (Berufsverband der Frauenärzte)
                                          - H. Seyler (Arbeitskreis Frauengesundheit)
                                          - Dr. H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e. V.)
                                          - PD Dr. med Rimbach (Arbeitsgemeinschaft gynäkologische
                                          Endoskopie)
                                          - Frau Dr. med H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e. V.)
                                          - Dr. med I. Thonke (Nationales Netzwerk Frauen und
                                          Gesundheit)
                                          - Prof. Dr. med. L. Kiesel (zus. Mandatsträger Dt.
                                          Gesellschaft für Endokrinologie)
                                          - Prof. Dr. med. P. Stute (zus. Mandatsträger SGGG, Dt.
                                          Menopausegesellschaft)
                                          - Dr. med. M. Nothacker (stellv. Leiterin des AWMF-IMWI)
                                          - Prof. Dr. med. R. Bauersachs (Med. Klinik IV Klinikum
                                          Darmstadt)
 Frankfurt, 21.04.2017                    - PD Dr. med. P. Oppelt (Uni Erlangen, zus. Mandatsträger
                                          AG Kinder- und Jugendgynäkologie)
                                          - Univ.-Prof. Dr. med. J. Neulen
                                          - Prof. Dr. med. Kai Bühling (DG für Frauengesundheit)
                                          - Dr. med. Günter Krämer (Deutsche Gesellschaft für
                                          Epileptologie)
                                          - Dr. med. K. König (Berufsverband der Frauenärzte)
                                          - H. Seyler (Arbeitskreis Frauengesundheit)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                         24

 Konsensuskonferenzen

                                          - Dr. H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e. V.)
                                          - PD Dr. Rimbach (AG Gynäkologische Endoskopie)
                                          - PD Dr. med. Beyer-Westendorf (Deutsche Gesellschaft für
                                          Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.)
                                          - Dr. med Roland Fischer (Gesellschaft für Hämostase und
                                          Thromboseforschung)
                                          - PD Dr. med. Stefanie Förderreuther (Deutsche Migräne und
                                          Kopfschmerzgesellschaft)
                                          - Prof. Dr. med. Viola Hach-Wunderle (Deutsche Gesellschaft
                                          für Phlebologie)
                                          - Prof. Dr. med Peymann Hadji (Dachverband Osteologie)
                                          - Dr. med Cornelia Jaursch-Hancke (Deutsche Gesellschaft
                                          für Innere Medizin)
                                          - Dr. med. Jutta Pliefke (Deutsche Gesellschaft Pro Familia)
                                          - Eckhard Schroll (Bundeszentrale für gesundheitliche
                                          Aufklärung)
                                          - Dr. Claudia Schumann (DG für Psychosomatische
                                          Frauenheilkunde und Geburtshilfe)
                                          - Prof. Dr. med Ludwig Wildt
                                          - Prof. Dr. med. P. Stute (zus. Mandatsträger SGGG, Dt.
                                          Menopausegesellschaft)
                                          - Dr. med. M. Nothacker (stellv. Leiterin des AWMF-IMWI)
                                          - Prof. Dr. med. R. Bauersachs (Med. Klinik IV Klinikum
                                          Darmstadt)
                                          - Univ.-Prof. Dr. med. J. Neulen (Steuergruppe)
                                          - PD Dr. med. Sabine Segerer
 Frankfurt, 03.08.2017                    - Dr. med. Günter Krämer (Deutsche Gesellschaft für
                                          Epileptologie)
                                          - Dr. med. K. König (Berufsverband der Frauenärzte)
                                          - Dr. H. Rott (BDDH, Berufsverband der Deutschen
                                          Hämostaseologen e. V.)
                                          - PD Dr. med. Stefanie Förderreuther (Deutsche Migräne und
                                          Kopfschmerzgesellschaft)
                                          - Dr. med Cornelia Jaursch-Hancke (Deutsche Gesellschaft
                                          für Innere Medizin)
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                          25

 Konsensuskonferenzen

                                              - Eckhard Schroll (Bundeszentrale für gesundheitliche
                                              Aufklärung)
                                              - Dr. Claudia Schumann (DG für Psychosomatische
                                              Frauenheilkunde und Geburtshilfe)
                                              - PD Dr. med. Rainer Zotz (Düsseldorf, Hämostaseologie, AG
                                              Bauersachs DGA)
                                              - Prof. Dr. med Ludwig Wildt
                                              - PD Dr. med. Gert Naumann (AG für Urogynäkologie und
                                              plastische Beckenbodenrekostruktion e.V. (AGUB)

T abe l l e 9: E in te i l u ng z ur Zus t im m ung d er K o ns e ns us b i l du n g

 S ymb ol ik       Kon se ns us st är k e                       P roz entu al e Üb e re in s timm ung

 +++               St ar k er K o ns e ns                       Zus t im m ung v o n > 9 5 % der T e il n e hm er

 ++                K ons e ns                                   Zus t im m ung v o n > 7 5 - 95 % d er T e i l ne hm er

 +                 Me hr h ei t l ic h e Zus t im m un g        Zus t im m ung v o n > 5 0 - 75 % d er T e i l ne hm er

 -                 K ei n Ko ns ens                             Zus t im m ung v o n < 5 0 % der T e il n e hm er

Formulierung der Empfehlungen und Vergabe von Evidenz -
graden und/oder Empfehlungsgraden
Di es er s ym b ol is c h e E m pf ehl u ngs gr ad un te rs c he i d et s ic h in dre i Ab s tuf u n ge n m it j e we i ls
un t ers c h i e dl ic h en St är k en d er s pr ac hl ic h en A us dr uc k s we is e. D i es e der ze i t al l g em ei n
an g e wa nd te G r a d ui er u ng wi r d au ßer v o n d er AW MF a uc h v o n d er B un d es är zt ek am m er
un d i hr e n Na t io n al e n V er s or g u ngs l e it l in i e n ( NV L) b e n u t zt .

T abe l l e 1 0: G r a d u ier u ng v on Em pf eh lu n g en

 S ymb ol ik       Be s ch re ibun g d e r V e rbi ndl i ch ke it                           Au s dr uc k

 A                 St ar k e Em pf e hl u ng                                                S ol l / So l l n ic ht
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Me t ho d o lo g is c h e Ex ak th e it
                                                                                                                                 26

 S ymb ol ik       Be s ch re ibun g d e r V e rbi ndl i ch ke it                             Au s dr uc k

 B                 E inf ac h e Em pf e h lu n g                                              S ol l te / S ol l te nic h t

 0                 O f f ene Em pf eh lu n g m i t ger i n ger V erb i nd l ic hk e it        K an n / K a nn nic h t

Di e o b en a uf g ef ü hr t e E in t ei l u ng v on „ Empf e hlung en “ en ts p ric h t n eb e n d er B e wert u n g
der E v i de n z a uc h d er k lin is c h en R e l e va n z d er zu G r un d e l i eg e n de n S tu d i en un d ihr e n
n ic h t i n d er G r ad u i e r un g der E v id e n z a u f gef ü hrt e n Fak to re n, wi e d i e W ahl d es
P at i en te nk o l lek t i vs , I nt e nt i on - t o- tr e at o d e r O u tc om e - A na l ys e n, är zt l ic h es b z w.
et h is c h es H an d e ln ge ge n üb er d em P at i e nt e n, lä n ders p e zif is c he A n wen d b ark ei t us w.
Dem ge g en ü be r k a nn e i ne s tar k e , m ä ß i ge b z w. s c h wac h e E v i de n zs tärk e en ts pr ec h en d
zu e in er s t ar k en , e inf a c he n b z w. of f e ne Em pf eh l u ng e n f ü hr en .

Expertenkonsens
E in     Ex p er te nk ons e n s       ( E K)      wur de       d an n      g etr of f en ,    we nn        f ür    s p e zi e l l e
Em pf eh l un g en / St a tem en ts k ei n e wi s s e ns c h af t lic h e E v i d en z g ef u nd e n werd e n k on nt e .
Der E K is t g le ic h be d e ut e nd m i t d e n B egr if f l i c hk ei te n a us an d ere n Le i t li n i en wi e „G oo d
Cl i n ic a l Pr ac t ic e“    ( G CP )      o der       „k l i nis c h er Ko ns ens us pu nk t“   (K K P) .     Die
Em pf eh l un gs s tär k e gr ad u i er t s ic h g l e ic h er m aßen wi e ber e its im Ka p it e l T a be l l e 1 0:
G ra du i er un g v on Em pf eh lu n g e n b es c hr i e be n o h n e d i e B en ut zu n g d er a uf g e ze i gt e n
S ym b o l ik , s o n de r n r e i n s em ant is c h („s o l l“ /„ s o ll nic h t“ b zw. „s o l lt e“/„s o l lt e n ic ht“ o d er
„k ann“ /„k an n n ic ht“ ) .
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

  Ex t er n e B eg ut ac ht u ng un d V er a bs c h i e du n g
                                                                                                                                        27

IV.          Externe Begutachtung und Verabschiedung

  Pilottestung
  Nac h A bs c h lus s der in ter n en Be g ut ac ht u ng d er L e it l in i e nd ok um ent e k on nt e d i e L ei t l in i e
  im Ra hm en ei n er 4 - wöc h ig e n K o ns u l ta t io ns p h as e ( 0 2/ 20 1 9 – 03 / 20 1 9) d urc h d ie
  Fac höf f e nt l ic hk ei t k o m m enti er t wer d en . H i er zu wur d e e in e K o n s u lt at i ons f as s u n g d er
  Le i t li n i e a uf der W ebs it e d er AW MF e in ges t el l t u n d ü ber m e hre re V ert e i ler un d
  Ne ws le tt er d er be te i l i g te n O r g a n is a t io n en zu r Kom m ent ier u ng de r K ons u lt a ti o ns f as s un g
  auf ger uf e n. Z ei t gl e ic h wur d en d i e f orm a le Z u s tim m ung b zw. S te l l un gn a hm en d er an d er
  Le i t li n i e d ir e k t b et e i li g te n O r g a nis a t io n en e i n ge h o lt .

  Externe Begutachtung
  Ins g es am t g i ng e n Im R a hm en der öf f en t l i c he n K ons u lt at i o n 2 5 K om m ent are v o n 2
  P ers o n en o d er O r g a n is a t io n en e i n. D ie K om m ent are wur de n zu näc hs t vo n d er
  Le i t li n i enk o or d i n at i on    g es ic ht et       und       h i ns ic h t lic h   ihr er   in h a lt l ic h e n   R el e v an z
  k las s if i zi er t. Ans c h l ie ß en d wu r d e n i n Z us am m en ar b ei t m it d e n j e we i l i ge n K a pi t el a ut or en
  un d de n Le i tl i n i enk o o r d in at or e n Em pf e h lu n ge n zum Um ga ng m it de n Kom m ent are n
  ers t e l lt . A bs c hl i eß e nd wur d en    d ie K om m ent are             un d                     d ie en ts pr ec h en d en
  Ä nd er un gs v or s c hl ä ge der ze n tr a le n Le i tl i n ie nk oo rd i na t io n                 i n ps e u do n ym is i er te r
  s c hr if tl ic h er F or m m it der g es am ten L e it l i n ie ngr u p pe a b ges t im m t i n Form e i nes D E L PH I -
  V erf a hre ns . I nh a lt l ic h e Kom m entar e u nd d i e d ar a us res u lt i er en d en Ä n der u n ge n m it
  B egr ü nd u ng g gf . a uc h b e i Be i b eh a lt u ng des urs pr ün g l ic h e n T ex t e nt wurf s k ön n en
  T abe l l e 1 2 en tn om m en wer de n. D as L a yo u t b etr ef f en d e u n d o rt ho gr a ph is c he s o wi e
  s yn t ak tis c h e K om m ent ar e wur d en e i n ge ar be i te t u nd s in d h i er n ic h t ge l is te t.

  Verabschiedung durch die Vorstände der herausgebenden
  Fachgesellschaften/Organisationen
  Di e G ü lt i gk ei t d ies er L ei t l in i e wur d e dur c h di e V ors t ä n de / Ve ran t wor t lic h en d er
  be t ei l i gt e n F ac hg es e l l s c haf t e n/ Ar b ei ts gem e i ns c h af t en /O r g an is at i o ne n /V er e in e , s o wi e
  durc h de n Vor s ta n d d er DG G G u nd der DG G G - L e it l in i e nk om m is s i on s o wi e d er SG G G
  un d O EG G G im Au g us t 2 0 19 b es t ä t ig t un d d am it i n s e i n em ges am ten I nh a lt g e ne hm ig t.
  Di es e L ei t l in i e b es it zt e i ne G ü lt i gk ei ts d a ue r vo n 0 1. 0 9. 2 01 9 b is 0 1. 0 9. 2 02 4 . Di es e
  Da u er is t auf gr u n d d er i n ha l t lic h en Z us am m enh ä ng e g es c hä t zt .
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

 Re d ak ti on e l le U n ab h ä ng i gk ei t
                                                                                                                                28

V.        Redaktionelle Unabhängigkeit

 Finanzierung der Leitlinie
 Das DG G G Le i t li n i en pr ogr am m unt er s t üt zt e f i na n zi e l l d as L e it l i ni e n proj ek t m it 1 8, 0 00 € .
 Da zu ge h ört e n R e is e k os te ner s ta tt u n ge n, L it er at urr ec herc h en , di e Mo d era t io n v o n
 K ons e ns us k o nf er en ze n     d ur c h   e in e       ex t er ne     u n ab h ä n g i ge     M et h od ik er i n ,
 K ons e ns us k o nf er en ze n us w. D i e Ko or d in at o ren d er Le i t li n i e u n d d ie AG - L e it er war e n
 ehr e n am tlic h t ät i g. D i e Er s t e l l un g d er L e it l i n ie Em pf än gn is v er hü t un g erf o l gt e i n
 r ed ak ti o n el l er U na b hä ng i gk ei t.

 Darlegung von und Umgang mit potenziellen Interessenkon-
 flikten
 Nac h d en V or g a be n d es AW MF - Reg e l werk s ( Vers i o n 1. 0) is t f ür d ie Ers t e l lu n g d ies er
 Le i t li n i e e in e Int e re s s en konf li kt er k lä run g n öt i g.

 A l le M it g l i ed er l eg te n wä hr en d des L e it l i ni e npr o ze s s es e i ne s c hr i f tl ic h e Erk l äru n g zu
 e ve n tu e l l bes t eh e nd e n I nt er es s e nk onf l ik ten v or.

 Ei nho lung v on Int e re ss en kon f l ikt e rk l är un gen

 V on a l l en L e it l i ni e ng r u pp e nm it gl i e der n i nk lus i v e d er L e it l i ni e nk oor d i na tor e n wur d en zu
 B eg i n n des Le i t li n i en p r oj ek tes In ter es s e nk onf l ik terk l äru n ge n e i n g eh o lt . H ie rb e i wu rd e
 d ie V or la g e d er A W MF „ Er k l är u n g ü b er I nt er es s e nk o nf l ik te“ ( St a nd : 8 .2 . 20 1 0)
 v er we nd e t. D i es e wu r de n v om f ed erf ü hre n d en L ei t l in i en a ut or en z ur V er öf f en t lic h u ng
 zu s am m eng ef as s t u n d b ef i n de t s ic h im v o l le n Um f ang t ab e l lar is c h im M et ho d en re p or t .

 Umg ang m it mög li ch en Int e re s se nk onfl i kt en

 Der Um g an g m it a l le n po t en zi e l l e n I nt er es s e nk onf l ik te n g es ta l te t s i c h i n B e zu g auf d i e
 r ed ak ti o n el l e U na b hä n g igk e it d ur c h f ol g en d e v or h er f es t ge l eg t e M a ßn ahm en :

          A bs t im m un ge n     zu d en j e we i li g e n Em pf e h lu n ge n wur de n s o wo h l i n                      der
           G es am tgr u p pe      d er St im m berec ht i gt en a l s a uc h u n ter A us s c h lus s                        d er
           St im m ber ec ht i gt en m it CO I d urc h g ef ü hrt u n d s e p ara t d ok um ent ie rt .

 Di e A n ga b en in d e n CO I - Er k l är un g en wur d en le d ig l ic h A d v is or y - bo ar d T ä ti gk e it im
 B ere ic h d er K on tr a ze p ti o n od er d i e M it g l ie d s c haf t in e i n em wis s e ns c h af t l ic h e n B e ira t
 f ür K o ntr a ze p t i va a ls r e l e va nt e I nt eres s e n k onf l ik te e in g es t uf t u nd d i e be tr ef f en de n
 Le i t li n i en gr up p enm i tg l i ed er e nt h i e lt en s ic h b e i der A bs t im m ung .

 Im Fo lg e nd e n s i nd d i e In ter es s e nerk l är un ge n a ls t ab e l la ris c h e Zus am m enf as s u ng
 dar g es t e l lt s o wi e di e Er ge b n is s e d er I nt er es s enk o nf l ik tb e wer tu n g un d Ma ßn a hm en, d i e
 nac h D is k us s i on d er S ac h v er h al t e vo n de r d e r LL- G ru p pe b es c h l o s s en u n d im R ahm en
 der K ons e ns us k o nf er e n z um ges et zt wur d en :
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Re d ak ti on e l le U n ab h ä ng i gk ei t
                                                                                                                                                         29

T abe l l e 1 1: Zus am m enf as s u ng a l l er I nt eres s enk o nf l ik te

                                                     Honorare
                                                     f. Vor-                                                                   Politi-
                                                                               Eigentü-
                                        Berater-     trags- u.                                                    Mitglied-    sche,
                                                                               merinte-    Besitz
                                        bzw.         Schu-        Finanziel-                                      schaft       wissen-
                                                                               resse an    von Ge-     Persön-
                                        Gutachter    lungstä-     le Zuwen-                                       Fachge-      schaftli-
                                                                               Arznei-     schäfts-    liche                               Gegenwärtiger und frühere
                                        tätigkeit    tigkeiten,   dungen                                          sellschaf-   che oder
                                                                               mitteln/    anteilen,   Beziehun                            Arbeitgeber (
Empfängnisverhütung – Leitlinienreport

Re d ak ti on e l le U n ab h ä ng i gk ei t
                                                                                                                                                     30

                                               Honorare
                                               f. Vor-                                                                   Politi-
                                                                         Eigentü-
                                  Berater-     trags- u.                                                    Mitglied-    sche,
                                                                         merinte-    Besitz
                                  bzw.         Schu-        Finanziel-                                      schaft       wissen-
                                                                         resse an    von Ge-     Persön-
                                  Gutachter    lungstä-     le Zuwen-                                       Fachge-      schaftli-
                                                                         Arznei-     schäfts-    liche                               Gegenwärtiger und frühere
                                  tätigkeit    tigkeiten,   dungen                                          sellschaf-   che oder
                                                                         mitteln/    anteilen,   Beziehun                            Arbeitgeber (
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