Individualisierte Therapie-planung mithilfe des Gewichts-mappings bei Anorexia nervosa
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Psychotherapeut
Übersichten
Psychotherapeut Kathrin Peters1,2 · Elisabeth Rauh1
https://doi.org/10.1007/s00278-021-00495-5 1
Schön Klinik, Bad Staffelstein, Deutschland
Angenommen: 12. Januar 2021 2
Pathopsychologie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg, Deutschland
© Der/die Autor(en) 2021
Individualisierte Therapie-
planung mithilfe des Gewichts-
mappings bei Anorexia nervosa
Die Therapie der Anorexia nervosa sie eine der schwerwiegendsten mit ei- der individualisierten Therapieplanung
ist bislang oft nur mäßig und häufig ner standardisierten Mortalitätsrate von vorzustellen und anhand der Technik
nicht überdauernd wirksam. In den 5,5–5,9 (Arcelus et al. 2011; Fichter und des Gewichtsmappings (Giesemann und
S3-Leitlinien und Manualen finden Quadflieg 2016), was bedeutet, dass die Rauh 2013; Rauh 2012) zu erläutern.
sich üblicherweise Empfehlungen, Sterblichkeit mehr als 5-mal so hoch ist, Diese Technik nutzt standardisiert erho-
dass im Bereich des Untergewichts wenn eine Person an Anorexie leidet bene individuelle Gewichtsmarker und
Zunahmen um 0,5–1,0 kg/Woche im gegenüber einer nichterkrankten Person deren Visualisierung und stellt so ei-
stationären und 0,2–0,5 kg/Woche ihrer Referenzgruppe. Betroffene kom- ne anschauliche Orientierungshilfe dar,
im ambulanten Setting angestrebt men oft mit einer hohen Ambivalenz in die Therapeut und Patientin durch die
werden sollten. Allerdings existieren die Behandlung in dem Sinne, dass sie Behandlung dieses komplexen Störungs-
bislang wenige Handlungsemp- z. B. weniger unter Auswirkungen der bildes navigieren kann. Durch die Ana-
fehlungen, wie dies konkret und Essstörung wie Schwäche oder Isolati- lyse anamnestischer Muster im Lifechart
nachhaltig unterstützt werden kann on leiden wollen oder ihren Selbstwert sowie prospektiv-antizipierter Entwick-
– nach der Erfahrung der Autorinnen verbessern möchten, aber nur bedingt lungen im Gewichtsmapping lassen sich
„die relevanten Fragen“. Die indivi- eine Veränderung des Essverhaltens Informationen ableiten, die für die Be-
dualisierte Therapieplanung mithilfe und des Körpergewichts wünschen. Oft handlungsplanung und -durchführung
des Gewichtsmappings hat sich da- gelingt eine Erhöhung der Körpersub- relevant sein können. Dieses Instrument
zu als erfolgversprechend erwiesen, stanz nur im stationären Setting, doch der Diagnostik und Therapie wurde im
da sie nicht nur den Zeitverlauf, son- zeigen sich hier hohe Drop-out-Raten Rahmen der Arbeit der Autorinnen auf
dern auch den Schwierigkeitsgrad (d. h. nichteinvernehmliche, vorzeitige einer Spezialstation für Essstörungen in
des Bewältigungsprozesses antizi- Beendigungen der Therapie durch Be- der Schön Klinik Bad Staffelstein in den
piert und die Patientin im Erwerb von troffene oder Behandler) von z. B. etwa letzten 15 Jahren entwickelt sowie fort-
aktiven Bewältigungskompetenzen 40 % unter den Volljährigen in einer laufend weiterentwickelt und hat sich
unterstützen kann. Multicenterstudie (Roux et al. 2016). der klinischen Evidenz nach bewährt
Zudem ist es nicht selten, dass unter (unter kontinuierlicher Evaluation im
Behandlungsproblem und Ziel häuslichen Bedingungen eine erneu- Rahmen des Qualitätsmanagements).
des Gewichtsmappings te Abnahme erfolgt. Die Rückfallraten Zudem erfolgte eine Datenanalyse an-
– häufig verbunden mit der Notwen- hand von 225 erwachsenen Frauen im
Die Anorexia nervosa zählt mit einer digkeit stationärer Wiederaufnahmen – Alter von 18 bis 55 Jahren (Mittelwert
Punktprävalenz von 0,3–2,8 % inner- liegen systematischen Reviews zufolge [M] = 26,3 Jahre, Standardabweichung
halb der Risikogruppe junger Frauen im Bereich von 9–52 % (meist aber über [SD] ± 8,4 Jahre), die sich zwischen 2016
zu den seltenen psychischen Erkran- 25 %; Khalsa et al. 2017), mit einer me- und 2019 für mindestens 21 Tage auf-
kungen, wenn partielle Erscheinungs- taanalytisch geschätzten mittleren Rate grund einer Anorexia nervosa (92 %)
formen nicht eingeschlossen werden von 31 % (Berends et al. 2018). Hierbei oder einer atypischen Anorexia nervosa
(Galmiche et al. 2019; Hoek 2006; Hoek gilt das erste Jahr nach Entlassung als das (8 %) in akutstationärer Behandlung im
und van Hoeken 2003). Zugleich ist vulnerabelste. Damit verbunden ist oft Zentrum für Verhaltenstherapeutische
eine schwere und persistierende Form Medizin (ZVM) befanden (BMI bei Auf-
DereinfacherenLesbarkeit halberwirdimvorlie- der Anorexia nervosa (Wonderlich et al. nahme: M = 15,4 kg/m2, SD ± 2,1 kg/m2).
genden Beitrag für Therapeuten die maskuline
und für Patientinnen die feminine Bezeichnung 2020). Die Diagnosestellung erfolgte gemäß der
verwendet, obwohl selbstverständlich jeweils Das Ziel dieses Beitrags besteht da- 10. Auflage der Internationalen statis-
alle Geschlechter gemeint sind. her darin, eine ergänzende Methode tischen Klassifikation der Krankheiten
PsychotherapeutÜbersichten
Abb. 1 9 Lifechart, exem-
plarisch für eine fiktive Pa-
tientin (zur Orientierung
wurden bereits Setpoint-
Schätzung und ausgewähl-
te Body-Mass-Index[BMI]-
Linien ergänzt)
und verwandter Gesundheitsprobleme ripher. Im Fokus steht der individuell- hatte) und auf der x-Achse einem Le-
(ICD-10), wobei das Gewichtskriteri- longitudinale Verlauf des Gewichts als bensjahr (ab dem Alter von 12 Jahren
um ab einem BMI von 18,5 kg/m2 oder Indikator für ein regelmäßiges und aus- bis zum aktuellen Alter). Den so dar-
niedriger als erfüllt betrachtet wurde, reichendes, also selbstfürsorgliches Ess- gestellten Gewichtsverlauf über die Le-
in Anlehnung an die 5. Ausgabe des verhalten. In der Gewichtsanalyse wer- bensspanne beschriftet die Patientin mit
Diagnostic and Statistical Manual of den zwei Techniken unterschieden. Die- wesentlichen Informationen zu Biogra-
Mental Disorders (DSM-5) und die sich se werden in Kombination angewandt, fie, Krankheit und Therapie (. Abb. 1).
in Vorbereitung befindliche ICD-11. nämlich (a) die retrospektive Lifechart-
Als atypisch wurden Krankheitsbilder Erhebung und v. a. (b) das prospektive Auswertung der Befunde
klassifiziert, wenn trotz signifikanten Gewichtsmapping. Im Anschluss wird das Lifechart nach
Körpersubstanzverlustes (noch) kein störungsspezifischen sowie transdiagno-
Untergewicht bestand oder keine Ame- Arbeit mit dem retrospektiv- stischen Gesichtspunkten ausgewertet –
norrhoe vorlag, bei ansonsten typischem anamnestischen Lifechart wie im Folgenden erläutert und exem-
klinischem Erscheinungsbild. plarisch in . Tab. 1 dargestellt.
Anlegen der Lebensgewichtskurve Wie hoch ist der Körpersubstanzver-
Kurvenanalyse als Instrument Der Therapeut erhebt gemeinsam mit lust bzw. die Differenz zu dem Gewicht,
zu Diagnostik, Intervention und der Patientin die Lebensgewichtskurve, das sich vermutlich ihrer Veranlagung
Therapieplanung die von der Patientin auf Millimeterpa- gemäß einpendeln würde, wenn die
pier gezeichnet wird. Dabei entspricht Betroffene regelmäßig und ausreichend
Die Erhebung der Gewichtsdaten nutzt ein Zentimeterkästchen auf der y-Achse essen könnte? Letzteres kann als ihr
die normativ am BMI orientierte Eintei- einem Kilogramm (vom minimalen bis vermuteter Setpoint-Regulationsbereich
lung von Unter- vs. Normalgewicht, wie zum maximalen Gewicht, das die Betrof- des Körpergewichts verstanden werden.
sie in der ICD-10 und im DSM-5 zur fene seit dem Alter von 12 Jahren jemals Die Differenzwerte von aktuellem und
Diagnose herangezogen wird, nur pe- außerhalb von evtl. Schwangerschaften prämorbidem Gewicht sowie aktuel-
PsychotherapeutZusammenfassung · Abstract
lem Gewicht und vermutetem Setpoint- Psychotherapeut https://doi.org/10.1007/s00278-021-00495-5
Regulationsbereich zeigen das indivi- © Der/die Autor(en) 2021
duelle Spannungsfeld auf und ergänzen
die Schweregradbeurteilung anhand des K. Peters · E. Rauh
BMI. Beide Werte korrelieren hoch in Individualisierte Therapieplanung mithilfe des
der untersuchten Stichprobe (r = –0,80, Gewichtsmappings bei Anorexia nervosa
p < 0,001). Die Setpoint-Differenz weist
aber die höhere Korrelation auf, zur Zusammenfassung
Häufigkeit von Essstörungsgedanken Die Anorexia nervosa ist eine seltene, gehört dazu die prospektive Technik des
schwerwiegende Erkrankung, deren Gewichtsmappings, die in einem standardi-
(r = 0,42, p < 0,001), zu ihrem Erleben Therapie bislang oft nur mäßig wirksam ist. sierten Vorgehen die individuell relevanten
als quälend (r = 0,38, p < 0,001) und der Stagnierende Verläufe oder ein erhebliches Gewichtsmarker erfasst und visualisiert. Diese
subjektiven Beeinträchtigung der Le- Auf und Ab in der Gewichtsentwicklung diagnostischen Informationen können eine
bensqualität (r = 0,53, p < 0,001). Die zwischen stationären Behandlungen und personalisierte Therapieplanung unterstüt-
Zusammenhänge mit dem BMI fallen dem häuslichen Transfer sind verbreitet zen, die sowohl den Zeitverlauf als auch den
und können stationäre Aufnahmen bzw. Schwierigkeitsgrad des Bewältigungsprozes-
etwas schwächer aus (r zwischen –0,26 Wiederaufnahmen notwendig machen. ses antizipiert. Mithilfe der Techniken des
und –0,41, p < 0,001). Der Unterschied Im Folgenden werden daher Techniken Gewichtsmanagements kann die Expositi-
in den Korrelationskoeffizienten erreicht des Gewichtsmappings vorgestellt, die onsbehandlung zielgerichtet therapeutisch
ein Signifikanzniveau von p < 0,001, was eine individualisierte Therapieplanung angeleitet und begleitet werden. Dabei
auf den Mehrwert der Betrachtung der ermöglichen. Hierzu zählt zum einen die werden die Arbeit mit Intervallmodulen und
retrospektive Analyse des Lifecharts, in der die ihre Rolle für eine bewältigungsorientierte
Setpoint-Differenz hindeutet. Gewichtsentwicklung über die Lebenspanne Expositionsbehandlung diskutiert.
Die Längsschnittdarstellung kann zu- aufgezeigt wird und die damit Schweregrad
dem bei der Analyse von Dauer und der Essstörung, Krankheitsdauer und -verlauf Schlüsselwörter
Verlauf der Erkrankung und der Iden- sowie transdiagnostisch relevante Prozesse Essstörung · Körpergewicht · Exposition ·
tifikation von Mustern helfen (z. B. ei- veranschaulichen kann. Zum anderen Körpergewichtsverlauf · Intervalltherapie
nem gewichtsphobischen Deckelungsef-
fekt). Außerdem kann sie herangezogen
werden, um transdiagnostisch relevante
Individualized treatment planning with the help of weight
Probleme und damit verbundene poten-
mapping in anorexia nervosa
zielle therapeutische Ziele zu klären. Abstract
Anorexia nervosa is a rare and severe disease a standardized procedure to record and
Arbeit mit dem Gewichtsmapping with often only moderate treatment effects. visualize the individually relevant weight
Stagnating courses of disease or considerable markers. This diagnostic information can
fluctuations of weight between inpatient support personalized therapy planning that
Die retrospektive Lifechart-Analyse mit
treatment and transfer to home are common anticipates both the course over time and the
Schätzung des Setpoint-Regulationsbe- and can often necessitate hospitalization degree of difficulty of the coping process. With
reichs zeigt, wo die Patientin zu Behand- or rehospitalization. This article presents the help of weight management techniques,
lungsbeginn steht und wo sie bei Voll- weight mapping techniques that enable an exposure treatment can be therapeutically
remission vermutlich stehen würde. Als individualized treatment planning. These guided and accompanied. Furthermore,
include the retrospective analysis of the working with intermittent treatment modules
Nächstes stellt sich die Frage, wie der
life chart, in which weight development and the role of interval therapy in coping-
Weg dazwischen bewerkstelligt werden over the life span is shown and which can oriented exposure treatment are discussed.
kann. In den S3-Leitlinien und Manua- thus illustrate the severity of the eating
len finden sich üblicherweise Empfeh- disorder, the duration and course of the Keywords
lungen, dass im Bereich des Unterge- disease as well as transdiagnostically relevant Eating disorder · Body weight · Intermittent
processes. Also presented is the prospective treatment · Body weight trajectory · Interval
wichts Zunahmen um 0,5–1,0 kg/Woche
technique of weight mapping, which applies treatment
im stationären und 0,2–0,5 kg/Woche im
ambulanten Setting angestrebt werden
sollten (Herpertz et al. 2019). Es fin-
den sich bislang wenige Handlungsemp- hierzu. Dabei werden meist schnell Span- im Gesamtkontext der Erkrankung und
fehlungen, wie dies konkret unterstützt nungsfelder klar, die therapeutisch aber ihrer Bewältigung. Hier entspricht ein
werden kann – nach der Erfahrung der zunächst ungelöst bleiben. Zentimeterkästchen einem Kilogramm
Autorinnen die relevante Frage. Hier eig- Körpergewicht, wobei die Skala vom
net sich als therapeutisches Werkzeug die Anlegen und Ausleuchten des niedrigsten bis zum höchsten Gewicht
Etablierung des Gewichtsmappings. Sei- Gewichtsmappings reicht und mit entsprechenden Linien
ne prospektive Ausleuchtung erfolgt un- Gemeinsam wird das Koordinatensys- bei Minimal- und Maximalgewicht ver-
ter Einbeziehung der individuellen Pa- tem auf der y- und der x-Achse aus- sehen wird (seit dem Jugendalter, außer-
tientensicht bezüglich der Gewichtsent- geleuchtet (. Abb. 2): Die y-Achse gibt halb von Schwangerschaften; s. Abschn.
wicklung und der zeitlichen Vorstellung räumliche Orientierung zur Verortung „Anlegen der Lebensgewichtskurve“).
PsychotherapeutÜbersichten
Tab. 1 Beispiel für Befundung und Therapieplanung anhand des in . Abb. 1 dargestellten Life- Die Daten zeigen, dass 95,1 % der Patien-
charts tinnen bei gezielter Exploration mindes-
Kriterium Beurteilung tens eine Phobiegrenze angeben. Häu-
Schwere der Er- Schwergradige Anorexia nervosa mit BMI 15,8 kg/m2 fungen ergeben sich bei den 5er- und
krankung 23 %ige Differenz zum vermuteten Setpoint-Bereich 10er-Wechseln, insbesondere bei 50 kg.
Verlauf Exazerbation mit 18 Jahren und rapider Abnahme Immerhin 50,2 % der Frauen in der unter-
Risikoadaptiertes Niveau nach stationärer Therapie mit gewichtsphobischem suchten Stichprobe geben 50 kg als eine
Deckelungseffekt bei 50 kg ihrer Phobiegrenzen an, sodass hier eine
Kontrolliertes Essverhalten bei mindestens 6 kg unter erwartetem Gewicht Art „magische Grenze“ der Anorexie zu
(noch limitiertes Problemverständnis bei der Patientin) liegen scheint.
Entgleisung auf bisheriges Minimalgewicht
Risiko eines beginnenden Abwärtstrends Wunschgewicht. Hierzu könnte gefragt
Maladaptiv be- Situationen von Einsamkeit und Zurückweisung werden: „Wenn Gewicht etwas wäre,
wältigte Anforde- Gewichtsphobie das wir uns aussuchen könnten, was
rungen würden Sie sich wünschen zu wiegen?“
Ziele und Metho- Krankheits- und Bewältigungsverständnis verbessern (Lifechart, Psychoeduka- Die Höhe des Wunschgewichts ist dia-
den tion) gnostisch und prognostisch interessant,
Selbstfürsorgliches Ernährungsmanagement (Essbegleitung, Mahlzeitenpläne, da ein niedrigeres Wunschgewicht u. a.
Lebensmittelexposition) mit stärkerer Symptomatik, geringerer
Bewältigung der Gewichtsphobie (Mapping, Exposition) Symptomverbesserung sowie höherem
Ausdifferenzierung des auf Figur und Leistung fixierten Selbstkonzepts (Kör- Risiko eines Drop-outs assoziiert ist
perbild, Selbstwertaffirmation)
(Boyd et al. 2018; Huas et al. 2011;
Aufbau von Selbstmitgefühl („Self-compassion“-Techniken) Rienecke und Ebeling 2019), v. a. in
Diagnostik und ggf. Erhöhung sozialer Kompetenzen (Rollenspiel, Stationsge- Stichproben von Erwachsenen. In der
meinschaft, Transfererprobung)
untersuchten Stichprobe geben 83,1 %
Intervallplan (3 stationäre Module bei optimalem Verlauf), Sicherstellung der Frauen mit Anorexia nervosa auf
einer poststationären ambulanten Therapie
Nachfrage ein Wunschgewicht an. Bei
BMI Body-Mass-Index
zwei Dritteln davon beträgt dieses zum
Zeitpunkt der Aufnahme zwischen 44 kg
Dazwischen werden BMI-Linien zur mitzubringen. Im Anschluss werden die und 57 kg (M = 50,5 kg; SD ± 6,3 kg), was
Orientierung eingetragen: Es wird emp- im Folgenden beschriebenen individuel- im Mittel einem BMI von 18,2 kg/m2 mit
fohlen, alle ganzen BMI-Werte zwischen len Gewichtsmarker exploriert sowie in einem BMI-Range zwischen 15,9 kg/m2
dem aktuellen Gewicht und vorerst Form beschrifteter Linien eingetragen. (schweres Untergewicht) und 19,8 kg/m2
mindestens einem BMI von 19 kg/m2 („mitteleuropäisches Schönheitsideal“)
zu kennzeichnen, ggf. verbunden mit Hormongrenze. Bei welchem Gewicht entspricht. In einer vergleichbaren Al-
einer Aufklärung über Auswirkungen eine sekundäre Amenorrhoe eingetreten tersgruppe von Frauen in der Allge-
der Erkrankung, wie z. B. auf die Fahr- ist, liefert Informationen zur Schwere- meinbevölkerung beträgt laut Gesund-
tauglichkeit oder Arbeitsfähigkeit. Die gradbeurteilung bzw. zum Grad der kör- heitsberichterstattung des Bundes der
x-Achse schafft zeitliche Orientierung. perlichen Restitution im Therapieverlauf. mittlere BMI 23 kg/m2 (Statistisches
Hier steht ein Zentimeterkästchen für Bundesamt 2018). Statistisch gesehen
einen Tag, und die Beschriftung erfolgt Phobiegrenzen. Die Aktivierung der Ge- ist nur bei wenigen Menschen mit ge-
mit dem jeweiligen Datum, begonnen wichtsphobie, gezügeltes Essen und es- sundem Essverhalten ein Gewicht im
ab dem ersten Wiegetag im Rahmen der sensbezogene Sorgen sind signifikant po- BMI-Bereich um 18 kg/m2 zu erwar-
Therapie. Im stationären Kontext erfolgt sitiv assoziiert (Calugi et al. 2018). Die ten. Das Wunschgewicht ist also meist
das Wiegen durch die Klinikmitarbei- Frage nach Gewichtszahlen, die in beson- deutlich niedriger als das tatsächlich
tenden, im ambulanten Setting könnte derem Maße Angst auslösen, hilft daher zu erwartende Gewicht und daher nur
das tägliche Wiegen im Selbstmanage- bei der Einschätzung der Expositions- durch dysfunktionale Maßnahmen der
ment erfolgen, mit einem zusätzlichen schwierigkeit in unterschiedlichen Be- Gewichtsmanipulation zu erreichen, wie
Monitoring durch Hausarzt oder Psy- wältigungsphasen und damit auch des z. B. Restriktion, Erbrechen oder über-
chotherapeut, z. B. einmal wöchentlich. Abbruchrisikos sowie der Notwendigkeit mäßige Bewegung. Hier kann exploriert
Exemplarisch wird das an dem Tag ge- intensivierter Vorbereitung und Beglei- werden, ob die Patientin bereits die
messene Gewicht gemeinsam mit einem tung der Exposition. Nun kann einge- Erfahrung gemacht hat, ein Wunsch-
Kreuz im Koordinatensystem markiert schätzt werden, wann es überhaupt zu gewicht nicht langfristig „halten“ zu
und die Patientin gebeten, dies künftig einer Bewältigung der Gewichtsphobie können, ohne dauerhaft kontrolliert zu
eigenständig einzutragen und die Ge- kommen und die entsprechende Bewäl- essen, und welche Folgen dies hatte. So
wichtskurve zu jeder Therapieeinheit tigungserfahrung gemacht werden kann. können Methoden des geleiteten Entde-
Psychotherapeutckens zur Verbesserung des Krankheits-
und Bewältigungsverständnisses sowie
zum Aufbau von Änderungsmotivation
genutzt werden.
Setpoint-Regulationsbereich des Kör-
pergewichts. Gemeinsam mit der Pati-
entin wird eine Einschätzung hergeleitet,
wo sie bei regelmäßigem und ausreichen-
dem, also selbstfürsorglichem Essverhal-
ten, ein Einpendeln ihres Körpergewichts
vermuten würde. Dieser Schätzwert wird
mit einem Range ±2 kg ebenfalls im Ge-
wichtsmapping gekennzeichnet, sodass
die in vielen Manualen beschriebene
Psychoedukation zum Prinzip der Set-
point-Regulation (Jacobi et al. 2016;
Sipos und Schweiger 2016; Wunderer
2019) um eine personalisierte Einschät-
zung ergänzt wird. Auch hier kann ein
Spannungsfeld zum Wunschgewicht auf-
gezeigt werden, ohne dass es aufgelöst
werden soll. Dabei kann verdeutlicht
werden, dass sich der Leidensdruck der
Erkrankung in zwei Richtungen – also
bidirektional – entfalten kann (. Abb. 3):
Abb. 2 8 Gewichtsmapping, exemplarisch ausgeleuchtet und gestaltet Einerseits nach unten in Form somati-
scher Beschwerden, diverser Einschrän-
kungen oder Druck aus dem Kontext,
andererseits nach oben in Form psycho-
pathologischer Beschwerden wie einer
steigenden Gewichtsphobie. Zugleich
kann exploriert werden, welche nega-
tiven Erwartungen mit einer gesunden
Gewichtsregulation verknüpft werden
(z. B. Angst vor Ablehnung).
Gewichtsmanagement und
Anwendung der Mapping-Technik
in der Therapie
Zur Moderation der Erhöhung der Kraft-
und Energiereserven wird ein „Trichter“
eingezeichnet, solange ein Untergewicht
besteht (in der Regel bis BMI 18,5 kg/m2).
Dabeiwähltdie Patientinzwischeneinem
moderaten (500–1000 g/Woche) und ei-
nem forcierten Vorgehen (700–1500 g/
Woche), d. h., die Patientin entscheidet,
welches Vorgehen sie sich zutraut. Im ent-
sprechenden Steigungswinkel werden Li-
nien eingetragen, und die Patientin wird
gebeten, den Bereich dazwischen farbig
zu unterlegen: Ziel ist es, sich in die-
Abb. 3 8 Bidirektionales Störungsmodell: Spannungsfeld der Anorexia nervosa sem Bereich zu bewegen. Die Begrenzung
nach unten und oben ist essenziell, um
einerseits ein Voranschreiten zu fordern
PsychotherapeutÜbersichten
werden: Die Variante von 200–500 g/
Woche scheint womöglich kurzfristig
attraktiver, geht aber auch mit einer
Verdoppelung bis Vervierfachung der
Behandlungsdauer einher. Damit über-
spannt sie nicht nur das Kontingent
an Therapiestunden oder Behandlungs-
wochen, sondern widerspricht oft auch
den langfristigen Plänen der Patientin.
Die Wahl bedarf somit zumindest einer
transparenten Abwägung und ggf. der
Indikationsstellung für eine stationäre
Behandlung, wenn die erhofften Erfolge
im Gewichtsmapping trotz des Bemü-
hens der Patientin unter ambulanten
Bedingungen ausbleiben.
Ableitung einer Intervalllogik
Wird die Anorexia nervosa als eine
Erkrankung verstanden, die nicht bei
einem BMI 18,5 kg/m2 endet, sondern
bei der das selbstinduziert-erniedrig-
te Körpergewicht eine Resultante der
Gewichtsphobie und eines wenig selbst-
fürsorglichen Essverhaltens darstellt,
nimmt zwar ihre somatische Komplexi-
tät im Verlauf ab, ihre psychopathologi-
Abb. 4 8 Gewichtsmapping, Verlauf der Intervallbehandlung mit einem Wechsel aus stationärer The-
sche Komplexität dagegen oftmals sogar
rapie (im Zentrum für Verhaltenstherapeutische Medizin [ZVM] und Nummerierung des Aufenthalts;
Markierung als Intervallmodul [Int.-Modul] bei regulärer Einhaltung), Intervallvereinbarungen (IV) bei zu (z. B. Ängste oder Scham, aversives
Entlassung und Transfererprobungen, exemplarisch für die fiktive Patientin aus . Abb. 1 und 2 Körpergefühl, ggf. sogar Suizidgedanken
oder Flashbacks), wie bereits in . Abb. 3
dargestellt. Damit ließe sich erklären,
und andererseits zu verdeutlichen, dass es ter (die Patientin befindet sich also auf warum Behandlungen oftmals Verbesse-
nicht um ein „Mästen“ geht und die Angst dem „Bewältigungsweg“), reicht hierfür rungen auf Gewichtsebene erzielen, ohne
vor zu schneller Zunahme ernst genom- ein kurzer Blick, und es können ande- dass eine Besserung in der Psychopatho-
men wird. Wird diese im Verlauf verbali- re Therapiethemen bearbeitet werden. logie vorliegt (Fennig et al. 2017; Murray
siert, kann die Patientin einen eigenstän- Zeigt das Mapping eine Abweichung et al. 2018, 2019). In dieser Konstellation
digen Realitätscheck über das Gewichts- oder komplexe Anforderungen (wie könnte auch das Risiko eines erneu-
mapping erlernen, womit Rückversiche- gravierende Phobiegrenzen) an, kann ten Gewichtsverlusts begründet liegen,
rungsverhalten beim Therapeuten redu- spezifische Unterstützung angeboten wenn eine Patientin nicht lernt, ihr Ess-
ziert werden kann. Da Krankheitsgefühl werden (ähnlich, wie man es von einer verhalten von den einzukalkulierenden
sowie Hunger- und Sättigungserleben bei Autonavigation erwarten würde, um ans Essstörungsgedanken und -gefühlen zu
Betroffenen von Anorexia nervosa maß- Ziel zu gelangen). entkoppeln. Oft benennen Patientinnen
geblich gestört sind (Herpertz et al. 2008; Die prospektive Ausleuchtung auf auch Angst, mit ihren Problemen allein-
Kaye et al. 2020; Klastrup et al. 2020) der Zeitachse kann der Patientin zu- gelassen zu werden, wenn ihnen diese
fungieren Kurve und Trichter als Ersatz- dem helfen besser einzuschätzen, wie nicht mehr angesehen werden. Während
system für die Anpassung adäquater Por- lange die Krankheitsbewältigung dauern eine ambulante Therapie häufig nicht
tionsgrößen und Schutzmaßnahmen. würde. Außerdem ermöglicht sie die ausreicht, ist eine andauernde Hospi-
Erfahrungsgemäß bewährt es sich, Antizipation kritischer Therapiephasen talisierung ebenfalls nicht sinnvoll. Die
jede Therapieeinheit oder Fallbespre- und eine entsprechende Behandlungs- logische Schlussfolgerung stellt die Ein-
chung mit dem individualisierten Ge- planung (z. B. für welche Abschnitte führung von Intervallmodulen in die
wichtsmapping zu starten, ähnlich der ambulante oder stationäre Maßnah- Behandlungsstrategie dar, wie sie auch
Arbeit mit einer Landkarte oder einem men gewählt werden sollten) oder kann in den S3-Leitlinien erwähnt werden
anderen Navigationssystem. Liegt der bei der Diskussion des Steigungsgra- (allerdings dort nur bis zu einem BMI
Gewichtsverlauf überwiegend im Trich- des des Gewichtstrichters herangezogen von 18,5 kg/m2; Herpertz et al. 2019).
PsychotherapeutEine konzeptuelle Umsetzung stellt im Diskussion krankung, Verlauf und Prognose im
Rahmen der individualisierten Thera- Längsschnitt abzulesen sind.
pie mithilfe des Gewichtsmappings die Eine Herausforderung bei dem darge- 4 Mit dem individualisierten Gewichts-
Entwicklung eines Zweijahresplans mit stellten Vorgehen besteht darin, der Pa- mapping gewinnen Therapeut und
der Patientin unter Einbeziehung ihrer tientin zu verdeutlichen, dass es bei den Patientin einen Überblick über die
Bezugspersonen und ambulanten Be- Mapping-Techniken nicht primär um das Erkrankung und sehen den aktuellen
handler dar, in dem der Wechsel aus Gewicht geht, sondern die Gewichtsent- Gewichtsverlauf in Relation zum Set-
stationärer Expositionstherapie und am- wicklung für den Aufbau von Kraft- und point-Regulationsbereich, zu Phobie-
bulanten Transferphasen geplant wird Energiereserven steht und als Resultante grenzen und zu dem Wunschgewicht.
(Rauh und Ewald 2016). Die konkrete von Selbstfürsorge betrachtet wird. Zu- Das Spannungsfeld der Erkrankung
Ausgestaltung erfolgt unter Berücksich- dem handelt es sich bei den anamnesti- kann so sichtbar gemacht werden.
tigung der individuellen Phobiegrenzen, schen Gewichtsdaten meist um Schätz- Auch die zeitliche Perspektive auf den
Bewältigungskompetenzen und Kon- werte, die Unschärfen, Lücken oder Feh- Bewältigungsprozess wird dadurch
textbedingungen. Entsprechend werden ler enthalten können, teils ohne dass dies eröffnet.
die Dauer einer Erprobungsphase und von der Patientin intendiert ist, teils aber 4 Die Trichtertechnik mit ihrer Limitie-
die Häufigkeit eines E-Mail-Kontakts auch aus Scham oder Angst. Hier erwei- rung nach oben und unten kann bei
während der Erprobung bereits zum sen sich die Erhebung von Fremdana- der Erhöhung der Kraft- und Ener-
Ende der stationären Therapie geplant mnesen und auch die Sichtung von Vor- giereserven in einem angemessenen
und in einer Intervallvereinbarung zwi- befunden als wertvoll. Die engmaschi- Bewältigungsrhythmus helfen.
schen Patientin und Behandlungsteam ge Kooperation mit der Patientin sowie 4 Es sollten Intervallmodule in der
festgehalten, über die stets auch eine aus- auch ihrem Bezugssystem aus Angehö- Therapie einer Anorexia nervosa er-
gewählte Bezugsperson und der ambu- rigen und niedergelassenen Behandlern wogen werden. Der Unterschied zur
lante Behandler informiert werden. Diese ist daher sowohl für die Diagnostik als verschlechterungsbedingten Wieder-
Vereinbarung beinhaltet standardmäßig auch für die Therapie mit Intervallmodu- aufnahme liegt in seiner vorwärts
auch eine Schweigepflichtsentbindung, len unerlässlich. gerichteten und planvoll auf den
sodass sich das Netzwerk bei Bedarf Die erste Evaluation der Intervall- individuellen Bewältigungsprozess
(z. B. Kontaktabbruch durch Patientin, strategie weist auf ihre Effektivität hin, abgestimmten Strategie.
Krise) austauschen könnte. Durch ei- sowohl hinsichtlich des Einpendelns des
ne solche feste Etappenplanung wird Körpergewichts im Bereich der Setpoint-
Korrespondenzadresse
der Bewältigungsprozess bedarfsgerecht Regulation als auch hinsichtlich der Re-
und vorwärtsgerichtet begleitet. Exem- duktion von Rehospitalisierung nach Kathrin Peters
plarisch zeigt . Abb. 4 einen solchen erfolgreichem Abschluss. Einschrän- Schön Klinik
Am Kurpark 11, 96231 Bad Staffelstein,
Intervallverlauf (mit den Etappenzie- kend bleibt zu vermerken, dass die
Deutschland
len: Überschreitung der Phobiegrenze, Veröffentlichung der Ergebnisse sich KatPeters@schoen-klinik.de
Annäherung an und Erreichen des ver- noch in der Vorbereitung befindet und
muteten Setpoint-Regulationsbereichs weitere Forschungsarbeiten mit einer Danksagung. Für ihre Unterstützung in der Kon-
sowie Absicherung). Dieser ist im Fall- Erweiterung des Follow-up-Zeitraums zeptumsetzung und der Datenerhebung danken wir
beispiel durch ein anorexietypisches nötig sein werden, um die nachhaltige allen Teammitgliedern.
Sägezahnprofil mit insgesamt positivem Wirksamkeit zu belegen. Funding. Open Access funding enabled and organi-
Aufwärtstrend gekennzeichnet, sodass zed by Projekt DEAL.
sich das Körpergewicht unter selbst- Fazit für die Praxis
fürsorglichem Essverhalten einpendelte
und parallel transdiagnostisch relevante 4 Die Anorexia nervosa stellt eine Einhaltung ethischer Richtlinien
Anforderungen bewältigt werden konn- schwerwiegende Erkrankung dar,
ten. Ungeplante Wiederaufnahmen nach zu deren Bewältigung es fundierte Interessenkonflikt. K. Peters und E. Rauh geben an,
akuter Verschlechterung, wie sie beim therapeutische Strategien erfordert. dass kein Interessenkonflikt besteht.
Standardvorgehen in bis zu 50 % der Fälle 4 Techniken des Gewichtsmappings
Alle beschriebenen Untersuchungen am Menschen
auftreten (s. Abschn. „Behandlungspro- können eine hilfreiche Ergänzung wurden im Einklang mit nationalem Recht sowie
blem und Ziel des Gewichtsmappings“) darstellen, indem sie den retro- gemäß der Deklaration von Helsinki von 1975 (in der
und die damit verbundene Chronifizie- spektiven und auch den prospektiv- aktuellen, überarbeiteten Fassung) durchgeführt.
Es liegt ein positives Votum des Ethikrats der Otto-
rung und Demoralisierung, sollen durch antizipierten Verlauf zu visualisieren Friedrich-Universität Bamberg vor.
ein solches Vorgehen reduziert und ei- helfen.
ne langfristige Stabilisierung angestrebt 4 Das anamnestische Lifechart kann Open Access. Dieser Artikel wird unter der Creative
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werden. ein diagnostisches Gesamtbild ver- veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung,
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chem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die
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ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsge- chother Psychosom Med Psychol 58:409–415. http://www.gbe-bund.de. Zugegriffen: 30. Aug.
mäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz https://doi.org/10.1055/s-2007-986215 2020
beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenom- Hoek HW (2006) Incidence, prevalence and mortality Wonderlich SA, Bulik CM, Schmidt U, Steiger H,
men wurden. of anorexia nervosa and other eating disorders. Hoek HW (2020) Severe and enduring anorexia
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Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges org/10.1097/01.yco.0000228759.95237.78 the current clinical reality. Int J Eat Disord
Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Hoek HW, van Hoeken D (2003) Review of the 53:1303–1312. https://doi.org/10.1002/eat.
Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbil- prevalence and incidence of eating disorders. 23283
dungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das be- Int J Eat Disord 34:383–396. https://doi.org/10. Wunderer E (2019) Therapie-Tools Essstörungen. Beltz,
treffende Material nicht unter der genannten Creative 1002/eat.10222 Weinheim
Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung Huas C, Godart N, Foulon C, Pham-Scottez A, Divac S,
nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für Fedorowicz V, Peyracque E, Dardennes R,
die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Ma- Falissard B, Rouillon F (2011) Predictors of
terials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers dropout from inpatient treatment for anorexia
einzuholen. nervosa: data from a large French sample.
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Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der 1016/j.psychres.2009.12.004
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