Kirchengemeinde Mittenwald - Evang.-Luth. Brief an die
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Barmherzigkeit reimt sich mit Warmherzigkeit Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist. So lautet die Jahreslosung für das Jahr 2021. Es ist ein Wort, das Jesus einmal einer Menschenmenge – und darunter war auch seine enge Jüngerschaft - gesagt hat. Es ist spannend, dass Jesus diese Worte nicht nur dem engeren Kreis seiner Jünger gesagt hat, nein diese Empfehlung gilt allen. „Seid barmherzig“ ist ein kategorischer Imperativ des Glaubens. Barmherzigkeit ist allerdings keine philosophische Spekulation oder Aussage, sondern eine ganz konkrete Handlung der Liebe. Was ist denn überhaupt Barmherzigkeit? Jesus erzählt ein Gleichnis (frei nach dem Evangelium nach Lukas 10, 25-37): Ein Mann war unterwegs. Plötzlich wurde er von Räubern überrascht. Sie nahmen alles weg, alles was er dabei hatte. Und als sei das alles nicht genug gewesen, haben sie ihn fast totgeschlagen. Der Mann lag da am Boden. Halbtot. Ausgeraubt und körperlich sehr verletzt. Ganz allein war er. Plötzlich tauchte ein Priester auf. Er war unterwegs. Als er den verletzten Mann am Boden sah, hat er ihn einfach ignoriert und ist weitergegangen. Ein sehr religiöser Mensch war auch auf diesem Weg unterwegs. Er sah diesen ausgeraubten und verletzten Mann am Boden liegen. Er hat weggeschaut und ist weitergegangen. Da kam ein Mann aus Samarien. Er sah diesen ausgeraubten und verletzten Mann am Boden. Er hat tiefes Mitgefühl mit ihm. Er hat sich in die Situation dieses Mannes hineinversetzt und konnte nicht wegschauen. Das ging nicht. Ein Gefühl der Solidarität und Empathie überkam ihn. Barmherzigkeit spürte er in seinem Inneren. Er musste etwas tun, handeln. Eine Art erste Hilfe leistete er mit den Mitteln, die er zur Verfügung hatte. Er goss Öl über die Wunden. Der Mann aus Samarien transportierte den verletzten Mann zu einer Herberge. Dort hat er im Voraus bezahlt, was zur Genesung des Mannes nötig war. Er wollte sicher gehen, dass dieser verletzte Mann schnell wieder gesund wird. Nicht zufällig ist diese Geschichte als „das Gleichnis vom barmherzigen Samariter“ in das kollektive Gedächtnis eingegangen. Diese Geschichte ist ein klares Beispiel, welche Konsequenzen die Forderung „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist“ haben kann. Barmherzigkeit leben war zum Beispiel von Anfang an das Ziel der diakonischen Anstalten in Bethel. Am Ende seines Lebens schrieb Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh als eine Art Testament: „Ich bitte herzlich, dass unsere Anstalten, das Gepräge der Armut und Niedrigkeit, aber auch der weiten Barmherzigkeit bewahrt bleibe. Nie soll das Geld Königin sein, sondern die Barmherzigkeit, und nicht feste Kapitalien, sondern der Glaube soll die Sicherheit des Bestehens sein und bleiben.“ (Jörg Erb, Die Wolke der Zeugen, 3. Band, Kassel 1969, S.512). Diese Worte finde ich sehr inspirierend für unser Handeln in Kirche und Gesellschaft. Es ist für mich ein Echo der Worte Jesu: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.“ Als ich in Göttingen studiert habe, hatte ich einen Kommilitonen und Freund aus Chile. Wir saßen gemeinsam in einem Seminar zum Neuen Testament. Mein chilenischer Kommilitone meldete sich zu Wort. Er sprach ein paar Gedanken über die „Warmherzigkeit Gottes“. Wir verstanden zunächst nicht genau, worum es ihm ging. Doch dann kamen wir drauf, dass er die „Barmherzigkeit Gottes“ meinte. Das verursachte ein freundliches Schmunzeln bei vielen. B und W werden im Spanischen (je nach regionaler Färbung) oft sehr ähnlich ausgesprochen. Für mich aber war es eine Erkenntnis: Barmherzigkeit hat eine inhaltliche Nähe zu Warmherzigkeit. Denn Barmherzigkeit hat durchaus mit Freundlichkeit, Herzlichkeit, Gefühlswärme zu tun. Die Jahreslosung könnte in diesem Sinne auch so lauten: „Seid warmherzig, wie euer Vater warmherzig ist.“ Ich wünsche uns allen in diesem Jahr viele barmherzige und warmherzige Momente! Herzl ichst, Ihr Pfarrer Josias Hegele
Karfreitag
Das Kreuz ist das Zeichen und sicherlich auch eine der
größten Herausforderungen unseres christlichen
Glaubens. Warum musste Jesus am Kreuz sterben?
Viele Theolog*innen haben sich mit dieser Frage im
Laufe der Jahrhunderte beschäftigt.
Die Deutung, die sich weitgehend in der westlichen
Kirche durchgesetzt hat, wurde von Anselm von
Canterbury (1033-1109) geprägt. Sie basiert auf der
sog. Satisfaktionslehre. Diese Lehre entstand auf dem
Hintergrund des griechisch-römischen
Rechtsverständnisses, dass Schuld entweder durch
eine Strafe abgegolten oder durch eine angemessene
Ersatzleistung gesühnt werden müsse. Auf der Basis
dieses Rechtsverständnisses wurde Jesu Tod am Kreuz
als Sühneleistung für die Schuld der Menschen
gedeutet. Der Dominikaner Thomas von Aquin (1225-
1274) nahm diese Deutung auf und durch ihn wurde sie
zur offiziellen Lehrmeinung der Kirche. Sie ist in vielen
Passionsliedern aus vergangenen Jahrhunderten zu finden.
Es gab aber auch eine andere Deutung des Kreuzesgeschehens. Die franziskanische Tradition, die
sich auf den Theologen Duns Scotus (1266-1308) berief, deutete das Kommen Jesu in die Welt und
sein Sterben nicht als das Sühnen der menschlichen Schuld, denn Gott braucht den Tod Jesus nicht,
um die Menschen zu lieben. Gottes Liebe war von Anbeginn der Schöpfung an unendlich. Am Kreuz
ging es nicht darum, Gottes Meinung über die Menschen zu ändern, so dass sie durch die
gesühnte Schuld wieder schuldenfrei und liebenswert sind, sondern es ging darum, die Meinung
der Menschen über Gott zu ändern. Die Menschen sollten endlich verstehen, dass Gott kein
gewalttätiger und rachsüchtiger Gott ist, der Opfer braucht, um gnädig zu sein und somit eine
Entschuldigung liefert, selbst Gewalt und Rache auszuüben. Gott ist vielmehr ein gewaltfreier und
liebender Gott, der nichts mehr möchte, als dass seine Geschöpfe ein glückliches und erfülltes Leben
in Freiheit, Liebe und Gemeinschaft mit ihm und untereinander leben. Das Kreuz zeigt uns das, was
wir nicht sehen wollen: Dass auch wir zum Leiden in der
Welt beitragen. Erst durch dieses Bewusstwerden können
wir anfangen, das zu ändern. Können wir uns neu auf
Gott ausrichten und uns im Denken, Fühlen und Handeln
von seiner Liebe leiten lassen. So kommen wir einem
erfüllten Leben in Gemeinschaft mit Gott und unter-
einander immer näher.
Ihre Pfarrerin Simone HegeleOstertermin
Ostern fällt jedes Jahr auf
ein anderes Datum, von
dem übrigens auch die
Zeitpunkte anderer
Feiertage abgeleitet
werden. Es geht stets um
den Sonntag nach dem
ersten Frühlingsvollmond.
So ist der erste mögliche
Termin für den
Ostersonntag der 22. März,
das letzte mögliche Datum der 25. April. Ein besonders früher Ostertermin wie am 23. März 2008 tritt
sehr selten auf. 1913 war das der Fall, das nächste Mal wird dies im Jahr 2160 sein. Auch ein
äußerst später Termin wie der 24. April 2011 ist rar: Erst 2038 wird Ostern am letztmöglichen Datum
gefeiert, nämlich am 25. April.
Stefan LotzDie 62. Aktion ist zu Ende gegangen. Zeit, einen kleinen Überblick zu geben.
Was wollen wir erreichen:
ein gerechteres und sicheres Leben für alle
Menschen in Würde; das bedeutet Armut
überwinden, Ernährung sichern, Gerechtigkeit
fördern! Doch Menschen können ihre
Lebensumstände nur dann aus eigener Kraft
verbessern, wenn sie Zugang zu Nahrung,
Wasser, Bildung und Gesundheit haben, wenn
ihre Rechte gewahrt sind und sie in Frieden
leben können.
Im Jahre 2019 unterstützte Brot für die Welt 1800 Projekte weltweit in 85 Ländern. Davon 242 Projekte
in Afrika, 202 in Asien und im Pazifik, 116 in Lateinamerika und 96 Projekte waren überregional weltweit.
An finanziellen Mitteln standen
- 64,4 Millionen Euro aus Sammlungen und Spenden
- 58,8 Millionen Euro aus kirchlichen Mitteln
-179,9 Millionen Euro staatliche Mittel aus dem Ministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Verfügung.
Davon gingen lediglich € 25,9 Millionen in die Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Das sind
8,4%, ein absolut geringer Wert im Vergleich zu vielen anderen Wohltätigkeitsvereinen, die 30% und
mehr abschöpfen.
Nun zu uns in Mittenwald. Unsere Kirchengemeinde ist von Beginn an dabei. Das heißt., auch wir haben
uns seit 62 Jahren diese wichtigen Themen zu Eigen gemacht. Eine nicht geringe Leistung.
2020 konnten wir noch rund € 8.000 an Brot für die Welt überweisen. Leider war es wegen Corona im
vergangenen Advent nicht möglich unseren Stand in der Bahnhofstraße zu betreiben.
Auch der ersatzweise eingerichtete Verkauf unserer Socken und Marmeladen etc. im evang.
Gemeindehaus und in der Lotto - Toto Annahmestelle Sigerist konnte diesen Ausfall nicht kompensieren.
Der Ausfall vieler Gottesdienste und die stark reduzierte Zahl der Gottesdienst Besucher taten ein
Übriges.
So kamen aus dem Warenverkauf rund € 1.600 und aus Spenden weitere €1.400, also € 3.000
zusammen.
Unter diesen Umständen ist das gar nicht schlecht.
An dieser Stelle also allen die mitgeholfen haben, sei es durch Stricken, Kochen, ihren Einkauf und ihre
Spende herzlichen Dank.
In der Hoffnung, dass es im Advent 2021 wieder normal zugeht, fordere ich alle unsere fleißigen
Helferinnen und Helfer auf weiterzumachen. Die Mühe lohnt sich.
Ihr Hannes WolfEndlich ist es soweit: Konfirmation 2021 Der Konfi-Jahrgang 2019/20 kann nun endlich am Sonntag, den 16.05.2021 Konfirmation feiern. Unsere vier Konfirmand*innen konnten während der Vakanz am Konfi-Kurs in Garmisch- Partenkirchen teilnehmen. Hierzu ein kleiner Rückblick von Pfarrerin Irene Konrad aus Garmisch- Partenkirchen: „Konfirmandenunterricht früher, viele werden sich noch daran erinnern, war geprägt vom Auswendiglernen. Psalmen, Lieder, der ganze Kleine Katechismus von Martin Luther, die 10 Gebote und so vieles mehr, was man auf Zuruf vor versammelter Gemeinde aufsagen musste. Im Zeitalter von Google und Wikipedia ist das kaum noch vermittelbar. Wir haben uns sogar mal den Spaß gemacht, die Konfirmanden mit ihren Handys die Psalmen während des Gottesdienstes raussuchen zu lassen. Die Jugendlichen sind wirklich fix und finden sie alle und können sie vorlesen – Auf Zuruf! Heute ist es wichtig den Konfirmand*innen eine gute Gemeinschaft zu bieten. Sie sollen erleben, dass es gut tut, miteinander zu singen und zu beten, Gottesdienste zu feiern. Wir, als evangelische Gemeinde, geben ihnen Begleitung auf diesem holprigen Stück Weges des Erwachsenwerdens und bieten ihnen immer wieder Gelegenheiten, sich in einer neuen Gruppe auszuprobieren. Wenn wir auf dem Zeltlager auf Lindenbichel kurz vor den Sommerferien, dem Konfi-Camp, mit fast 400 Konfirmand*innen aus dem ganzen Dekanat gemeinsam ein riesiges Geländespiel machen, dann erleben sie ganz eindrücklich: „Wir sind ja richtig viele!“ „Ja, und jeder und jede darf kommen, so wie sie sind. Und es gibt keine Verlierer. Wir haben alle Spaß zusammen.“ Wenn wir dann in unserer Freizeit in Wessobrunn in verschiedenen Workshops das Abendmahl beleuchten und zum Abschluss einen Abendmahlsgottesdienst mit selbstgebackenem Brot feiern, dann erleben sie hautnah: Abendmahl ist mehr als nur ein frommes Ritual. Ich darf dabei sein, so wie ich bin, bin angenommen und erfahre mich als Teil des Ganzen – in Gemeinschaft verbunden mit Gott. Die Psalmen und Lieder haben sie im Religionsunterricht gelernt. Im Konfi-Kurs wollen wir den Konfirmand*innen Erfahrungen mitgeben. Erfahrungen die sie nicht auf Google und Wikipedia finden. Die sie aber stärken für ihren Weg, für ihren Aufbruch ins Leben.“ Wir sind froh, dass der Kurs bis zum Ausbruch der Pandemie fast abgeschlossen war. Besonders freuen wir uns, dass die zweite Freizeit in Wessobrunn im Februar 2020 noch geklappt hat. Nur die Konfirmation konnten wir nicht mehr feiern. Das holen wir jetzt nach. Und freuen uns auf den neuen Konfi-Kurs, der hoffentlich wie geplant stattfinden kann und die Konfis wieder viele Erfahrungen im Glauben und Leben jenseits ihres Handy- und PC-Bildschirms machen können. Pfarrer Josias Hegele, Pfarrerin Simone Hegele, Pfarrerin Irene Konrad
Neuer Konfikurs Der Konfikurs 2021/22 startet im Juni. Eingeladen sind alle Jugendlichen, die vor dem 15.09.2008 geboren sind. Die Anmeldung findet am Montag, den 07.06.2021 um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Mittenwald statt. Wir treffen uns ca. alle 14 Tage mittwochs von 16-18 Uhr. Einige Treffen sind gemeinsam mit unserer Nachbargemeinde in Garmisch-Partenkirchen geplant. Der Kurs beinhaltet auch das Konfi-Camp des Dekanats Weilheim auf der beliebten Insel Lindenbichl im Staffelsee (Libi) von 08.-11.07.2021, eine Jugendfreizeit im Rißbachhaus von 24.-26.09.2021 und eine Konfifreizeit in Wessobrunn von 11-13.02.2022 gemeinsam mit unserer Nachbargemeinde Garmisch-Partenkirchen und weitere spannenden Erlebnisse wie die Waldweihnacht auf der Kochelberg Alm. Für die Freizeiten, eine Bibel und weitere Kursmaterialien wird für den gesamten Kurs ein Beitrag von150 € erhoben. Für wen dieser Beitrag zu hoch ist, der kann von der Gemeinde unterstützt werden. Wir freuen uns auf Euch! Pfarrer Josias Hegele, Pfarrerin Simone Hegele, Pfarrerin Irene Konrad Save the date: 24.-26.9.2021 Jugendfreizeit in der Rißbachhütte Am Freitag, den 24.09 um 16 Uhr wollen wir uns gemeinsam auf den Weg zur Rißbachhütte machen um dort ein tolles Wochenende zu erleben. Die Rißbachhütte liegt in wunderschöner Umgebung, die zu spannenden Aktionen einlädt. Ein Lagerfeuer am Abend darf natürlich nicht fehlen. Am Sonntag beenden wir das Wochenende mit einem gemeinsam vorbereiteten Gottesdienst. Vorbereitet wird das Wochenende von Jugendlichen. Herzliche Einladung an alle zwischen 11 und 17 Jahren! Bringt gerne auch Freund*innen mit! Anmeldung im Pfarramt. Kosten 15 € für das ganze Wochenende. Als Konfi bist Du schon angemeldet. Die Freizeit ist im Konfibeitrag enthalten.
Weltgebetstag 2021
Die Idee des Weltgebetstags
Ein Gebet wandert über 24 Stunden lang um den Erdball …
… und verbindet Frauen in mehr als 150 Ländern der Welt miteinander!
Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen in der Bewegung
des Weltgebetstags. Gemeinsam beten und handeln sie dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf
der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So wurde der Weltgebetstag in den
letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen.
Auch in Mittenwald feierten wir trotz „Corona“ einen schönen Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche.
Leider musste diesmal das gemeinsame Essen ausfallen, deshalb hoffen wir, dass wir im Jahr 2022
wieder einen „normalen“ Gottesdienst feiern können.Familiengottesdienst im Grünen
In diesem Jahr wollen wir unseren
Gottesdienst am Himmelfahrtstag
(Donnerstag 13.05.21) um 10:00 Uhr im
Krausegarten (alter Kurpark) feiern.
Bei Regen findet der Gottesdienst in der
evang. Kirche statt.
Herzliche Einladung! Kommen Sie zahlreich und laden Sie auch noch Freunde ein,
Das Büchereiteam informiert
Wir würden uns über neue, bedarfsgerechte
Buchvorschläge für Erwachsene und
auch Kinder aus dem Kreis unserer Leser freuen!!!!!
Wie immer haben wir für Sie geöffnet:
Dienstag 16:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 16:00 – 18:00 Uhr
Sonntag 10:30 – 12:00 UhrKirchenmusik in Mittenwald
Die geplanten Termine können aufgrund der nicht absehbaren Einschränkungen durch die
Coronapandemie entfallen. Wann die Proben der verschiedenen Ensembles wieder beginnen
können war zum Termin der Drucklegung noch nicht bekannt.
Karfreitag, 2. April
Freitag, 02.04. Predigtgottesdienst zur Todesstunde Jesu -
15 Uhr mit Pfarrer Josias Hilbert Hegele und
KMD Wilko Ossoba-Lochner
Sonntag, 16. Mai Konfirmationsgottesdienst mit
10 Uhr KMD Wilko Ossoba-Lochner
Pfingstsonntag, 23. Mai Besondere Musik mit
10 Uhr KMD Wilko Ossoba-Lochner
Weitere Termine mit kirchenmusikalischen Darbietungen entnehmen Sie bitte den Internetseiten
www.mittenwald-evangelisch.de, www.evangelische-termine.de und www.solideo.de sowie der
Tagespresse oder den Schaukästen an der Kirche.
Die Proben der folgenden musikalischen Gruppen finden nur statt, wenn dies von offizieller Seite und
vom Kirchenvorstand wieder zugelassen ist.
Der Posaunenchor Werdenfels unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Wilko Ossoba-Lochner
probt in vierzehntägigem Wechsel am Montag um 18 Uhr in Mittenwald bzw. in Partenkirchen.
Kontakt: Wilko Ossoba-Lochner Tel. 0171 - 5740750
Der David-Chor unter Leitung von Marcus Hiltl probt jeweils am Dienstag um 19.30 Uhr im
Gemeindehaus der Dreifaltigkeitskirche in Mittenwald.
Kontakt: Marcus Hiltl
Die gemeindeübergreifende Kantorei Werdenfels unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Wilko
Ossoba-Lochner probt jeweils montags um 20 Uhr im Gemeindehaus der Johanneskirche,
Hindenburgstr.39, 82467 Partenkirchen.
Kontakt: Wilko Ossoba-Lochner, mobil 0171 5740750
In allen drei Ensembles sind Neueinsteiger(innen) herzlich willkommen.Kindergottesdienste
Liebe Kinder! Wir freuen uns auf weitere Kindergottesdienste mit Euch und Euren Familien!
Herzliche Einladung dazu jeweils um 11 Uhr in unserer Kirche in Mittenwald am
18.04.2021
13.06.2021 zum Tauferinnerungsgottesdienst - Jedes Kind darf seine Taufkerze mitbringen.
18.07.2021
Wir laden auch über einen E-Mail-Verteiler zu den Kindergottesdiensten ein. Wer in diesen Verteiler
aufgenommen werde möchte, kann eine Mail an pfarramt.mittenwald@elkb.de schreiben.
Frühlings-Suchbild
Es gibt viel zu entdecken in der Natur. Jonas hat gleich seine Entdeckerausrüstung dabei und
untersucht die "Spuren" des Frühlings. Überall regt sich die Natur.
Welchen Weg muss Jonas wählen, um die Schlüsselblume zu finden?
Text/Illustration: Christian BadelSommerzeit – Urlaubspfarrerzeit
Vom 22.06. bis 12.07. begrüßen wir Pfr. i. R. Dr. Aribert Rothe
Liebe (Leserinnen und Leser (dieses Gemeindebriefes)!
Grüß Gott! In Mittenwald war ich schon zwei Mal als Urlauberpfarrer aktiv, deshalb kommen wir
gerne wieder. Meine Frau ist auch dabei. Sie pflückt zum
Beispiel die bunten Wiesenblumen für die Altäre im Freien. Die
Landschaft predigt mit! Wir freuen uns auf die Gemeinde, die
Sommergäste, die Berge und Seen.
In Leipzig war ich Gemeindepfarrer, in Erfurt Stadtjugend-,
später Hochschulpfarrer. Nach der Friedlichen Revolution
1989/90 konnten wir einiges aufbauen: meine Frau die
Evangelische Psychologische Lebensberatung und ich die
Evangelische Stadtakademie "Meister Eckhart" in Erfurt.
Inzwischen sind wir im tätigen Ruhestand. Ich bin unterwegs in
der Erwachsenenbildung, predige und publiziere. Wir haben
drei Töchterfamilien mit fünf Enkeln.
Vielleicht lernen wir uns kennen? Hoffen wir, dass wir uns dann ohne Maske begegnen können.
Ihr Pfr. i.R. Dr. Aribert Rothe
Zur Abendzeit (in der Zeit vom 25.06. bis 03.09.)
Besinnlicher Wochenausklang mit Wort und Musik.
Immer freitags um 19 Uhr können Sie in unserer
Abendandacht von der Hektik der Woche abschalten.
Kommen Sie doch mal vorbei.Unsere Gottesdienste im Grünen im Sommer 2021
Selbstverständlich sind auch unsere Gemeindeglieder herzlich zu den
Berggottesdiensten eingeladen. – Das Erlebnis, in freier Natur Gott zu loben, ist
nicht nur für Urlauber schön. Diese Gottesdienste werden meist von den
Urlauberpfarrern und Urlaubskantoren gestaltet.
Änderung bzw. kurzfristige Absagen sind möglich
Lautersee – Kapelle Maria Königin (1000m)
Mittwoch, 23.06. bis einschl. 01.09. jeweils um 11 Uhr
(evtl. auch mit dem Lauterseebus zu erreichen – bitte Aushang an den
Bushaltestellen beachten)
Kurzer, lebensnaher Gottesdienst mit wechselnden musikalischen
Begleitungen.
Buckelwiesen – Kapelle Maria Rast
Donnerstag, 24.06. bis einschl. 02.09. immer um 11 Uhr
Gottesdienst im Grünen auf den Buckelwiesen bei Krün. Findet bei jedem
Wetter statt. Sitzgelegenheiten sind vorhanden.
Kranzberg bei St. Anton
Freitag, 25.06. bis einschl. 03.09. um 11 Uhr
Der preisgünstige Sessellift bringt Sie in wenigen Minuten bequem auf den
Kranzberg. In der Nähe der Bergstation feiern wir mit Ihnen einen
Gottesdienst mit herrlicher Aussicht.
Die Gottesdienste im Grünen finden nur bei trockener Witterung statt.Ihr Büchereiteam informiert:
Bücherspenden können wir leider nur annehmen,
wenn es sich um Neuerscheinungen handelt.
Meist müssen wir alte, viel gelesene Bücher als Altpapier entsorgen.
Bitte keine Bücherkisten ohne Rücksprache mit dem Büchereiteam abstellen!
Danke für Ihr Verständnis!Besondere.. Termine
Vorankündigung: Advents-Familienfreizeit 2021
Wir wollen gerne die Tradition der beliebten
Familienfreizeit wieder aufgreifen und hoffen sehr, dass
es möglich sein wird,
das 2. Adventswochenende von 03. bis 05.12.2021
gemeinsam in Steingaden zu verbringen.
Nähere Informationen erhalten Sie im kommenden
Gemeindebrief.
Ökumenische Gottesdienste
Kreuzweg der Kolpingfamilie am Kalvarienberg, am Montag,
den 29.03.2021 um 19 Uhr. Treffpunkt an der ersten Station
(nähe Gröblalm)
Maigottesdienst am Donnerstag,
den 06.05.2021 um 19 Uhr in der
Evang. Kirche in Mittenwald"Glaube und Zivilcourage –
Sophie Scholl und die
Weiße Rose"
(anlässlich ihres 100. Geburtstages)
Vortrag von Dr. Aribert Rothe (Erfurt) am 1. Juli 2021 um 20.00
Uhr in der Ev. Kirche in Mittenwald
Sophie Scholl wäre am 9. Mai 100 Jahre alt geworden. Sie
war aber mit 21 Jahren am 22. Februar 1943, gemeinsam mit
ihrem Bruder Hans und Christoph Probst als Mitglieder der
studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose hingerichtet
worden. Der Volksgerichtshof hatte "für Recht“ erkannt: „Die
Angeklagten haben im Kriege in Flugblättern zur Sabotage
der Rüstung und zum Sturz der nationalsozialistischen
Lebensform unseres Volkes aufgerufen, defaitistische
Gedanken propagiert und den Führer aufs Gemeinste
beschimpft
und dadurch den Feind begünstigt und unsere Wehrkraft
zersetzt. Sie werden deshalb mit dem Tode bestraft. Ihre
Bürgerehre haben sie für immer verwirkt." Ihre Schwester
Inge Scholl hat berichtet: "Meinen Eltern war es wie durch ein Wunder gelungen, ihre Kinder noch
einmal zu besuchen. [...] Sie wussten noch nicht, dass es endgültig die letzte Stunde ihrer Kinder
war. [...] Noch einmal sagte die Mutter, um irgendeinen Halt anzudeuten: 'Gelt, Sophie: Jesus.' Ernst,
fest und fast befehlend gab Sophie zurück: "Ja, aber du auch." Dann ging sie - frei, furchtlos,
gelassen. Mit einem unaufhörlichen Lächeln im Gesicht."
Meditative Wanderung
An der frischen Luft in der Natur Gottes Spuren entdecken
Am Samstag, den 17.07. laden Simone Hegele und Stefanie Ehrlich zu
einer meditativen Wanderung ein.
Wir werden uns um 9 Uhr treffen, um zu einer leichten Wanderung von
max. drei Stunden aufzubrechen. Auf dem Weg wird es immer wieder
kurze spirituelle Impulse geben.
Der Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Anmeldung bitte bis Freitag,
16.07. 12 Uhr im Pfarramt.Gottesdiensttermine
April 2021
Do, 1.4. 19 Uhr Abendmahlsgottesdienst am Gründonnerstag
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche Pfarrer Josias Hilbert Hegele
Fr, 2.4. 10 Uhr Beichtgottesdienst mit Abendmahl am Karfreitag
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche Pfarrerin Simone Hilbert Hegele
So, 4.4. 5:30 Uhr Auferstehungsgottesdienst
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche Pfarrerin Simone Hilbert Hegele
So, 4.4. 10 Uhr Osterfestgottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche Pfarrer Josias Hilbert Hegele
Mo, 5.4. 10 Uhr Osterfestgottesdienst mit Abendmahl und besonderer Musik
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche Prädikant Lutz Wangert
So, 11.4. 10 Uhr Gottesdienst
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskirchePrädikant Lutz Wangert
So, 18.4. 10 Uhr Predigtgottesdienst
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche
So, 18.4. 11 Uhr Kindergottesdienst
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche
So, 25.4. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche
So, 25.4. 18 Uhr Evang. Gottesdienst
Katholische Kirche St. Sebastian, Krün
Mai 2021
So, 2.5. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und ♫ KMD Wilko Ossoba-Lochner
Do, 6.5. 19 Uhr Ökum. Gottesdienst
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ Pfarrerin Simone Hilbert Hegele und ♫
KMD Ricarda Brose
So, 9.5. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und ♫ Markus Funk
Do, 13.5. 10 Uhr Familiengottesdienst Christi Himmelfahrt
Kurpark am Burgberg "Krausegarten"Pfarrerin Simone Hilbert Hegele
Sa, 15.5. 18 Uhr Beichtgottesdienst der Konfirmanden
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und ♫ KMD Wilko Ossoba-Lochner
So, 16.5. 09 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ Prädikant Lutz Wangert und ♫
KMD Wilko Ossoba-Lochner
So, 16.5. 11 Uhr Konfirmation
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskirchePfarrerin Irene Konrad
So, 23.5. 10 Uhr Gottesdienst Pfingsten : mit besonderer Kirchenmusik Evang.-Luth.
Dreifaltigkeitskirche AΩ NN und ♫ KMD Wilko Ossoba-LochnerSo, 23.5. 18 Uhr Evang. Gottesdienst Pfingsten Katholische Kirche St. Sebastian, Krün
Mo, 24.5. 10 Uhr Gottesdienst am Pfingstmontag
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und ♫ KMD Ricarda Brose
So, 30.5. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ Prädikant Lutz Wangert und ♫ Petra
Hoffmann
Juni 2021
So, 6.6. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ Prädikant
Lutz Wangert und ♫ KMD Wilko Ossoba-Lochner
So, 13.6. 10 Uhr Gottesdienst Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und ♫ Markus Funk
So, 13.6. 11 Uhr Kindergottesdienst Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche
So, 20.6. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und
♫ KMD Ricarda Brose
Mi, 23.6. 11 Uhr Berggottesdienst Kurprediger Kapelle Maria Königin am Lautersee
Do, 24.6. 11 Uhr Berggottesdienst wechselnde musikalische Begleitung
Kapelle Maria Rast / Buckelwiesen
Fr, 25.6. 11 Uhr Berggottesdienst St.Anton am Kranzberg
Fr, 25.6. 19 Uhr Zur Abendzeit - Ermutigungen für den Alltag Ortspfarrer, Kurkantor und
Kurpfarrer Dreifaltigkeitskirche Mittenwald
So, 27.6. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Evang.-Luth. DreifaltigkeitskircheAΩ NN und
♫ Markus Funk
So, 27.6. 18 Uhr Evang. Gottesdienst Katholische Kirche St. Sebastian, Krün
Mi, 30.6. 11 Uhr Berggottesdienst Kurprediger Kapelle Maria Königin am Lautersee
Juli 2021
Do, 1.7. 11 Uhr Berggottesdienst wechselnde musikalische Begleitung
Kapelle Maria Rast / Buckelwiesen
Fr, 2.7. 11 Uhr Berggottesdienst St.Anton am Kranzberg
Fr, 2.7. 19 Uhr Zur Abendzeit - Ermutigungen für den Alltag Ortspfarrer, Kurkantor und
Kurpfarrer Dreifaltigkeitskirche Mittenwald
So, 4.7. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche
Mi, 7.7. 11 Uhr Berggottesdienst Kurprediger Kapelle Maria Königin am Lautersee
Do, 8.7. 11 Uhr Berggottesdienst wechselnde musikalische Begleitung
Kapelle Maria Rast / Buckelwiesen
Fr, 9.7. 11 Uhr Berggottesdienst St.Anton am Kranzberg
Fr, 9.7. 19 Uhr Zur Abendzeit - Ermutigungen für den Alltag Ortspfarrer, Kurkantor und
Kurpfarrer Dreifaltigkeitskirche Mittenwald
Sa, 10.7. 14 Uhr Gottesdienst im Freien Kurprediger Kurpark am Burgberg "Krausegarten"
So, 11.7. 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Mi, 14.7. 11 Uhr Berggottesdienst Kurprediger Kapelle Maria Königin am Lautersee
Do, 15.7. 11 Uhr Berggottesdienst wechselnde musikalische Begleitung
Kapelle Maria Rast / BuckelwiesenDas Gebot der Nächstenliebe
Das ist regelrecht Anarchie. Die Apostel lehnen es rundweg ab, geltende Gesetze zu befolgen und
berufen sich dabei auf Gott. Dieser Gott (der Juden) ist ihr Herr, ihm allein gehorchen sie, er ist für
sie alleinige Autorität – Anarchie gegen Menschengesetze. Anarchie – wirklich? Bis heute berufen
sich Menschen darauf, Anordnungen zu missachten, sie gehorchen Menschen nicht, jedenfalls nicht
allen, nur denen, die ihrer Meinung sind. Und dabei halten sie sich für Querdenker, meinen, damit
Menschen aus ihrer Unterdrückung zu befreien.
Trotz Androhung von Strafen wollten sich die Apostel nicht mundtot machen lassen. Wer denkt,
jeglicher Widerstand gegen von Menschen gemachte Gesetze sei damit gerechtfertigt, der ist auf
dem Holzweg. Petrus sagt: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Überall dort, wo
Gottes Gebote übergangen werden, nicht mit den Taten übereinstimmen, da sollen Christen ihre
Stimme erheben.
Wenn wir uns am Gebot der Nächstenliebe orientieren, müssen wir auch handeln. Da passen dann
keine Allmachtsfantasien, krude Verschwörungstheorien oder Rücksichtslosigkeit zum Gebot der
Nächstenliebe. In vielen Ländern, auch in Deutschland, orientieren sich Gesetze an christlichen
Werten. Dass sich dabei auch unchristliche und machtpolitische Ideologien eingeschlichen haben,
wissen wir nur zu gut. Deshalb – die Würde des Menschen ist unantastbar. Oder eben: Man muss
Gott mehr gehorchen als den Menschen, frau übrigens auch.
Carmen JägerDie Kolumne „Personen unserer Gemeinde im Interview“
Ich darf sie, liebe Leser, in dieser Ausgabe des Gemeindebriefes, mit Herrn Georg Neuner, der „Hackl
Schorsch“ in Mittenwald, bekannt machen. Er ist ein wahres Urgestein Mittenwalds und fast jeder kennt ihn
nicht nur als den stellvertretenden Schulleiter der Instrumentenbauschule am Ort, sondern gilt auch als
umgänglicher und humorvoller Mitmensch. Als Mitglied des Lions Club zeigt sich unter anderem, dass er sich
neben sozialen Zielen auch für Toleranz, Humanität, Bildung und Klimaschutz einsetzt. Herr Neuner ist
gebürtiger Mittenwalder und hat, bis auf einige Stationen seines beruflichen Schaffens, Mittenwald nicht
verlassen. Einige seiner Stationen sollen zumindest nun Erwähnung finden, wie Stuttgart, Berlin, München
und sogar ein halbes Jahr Aufenthalt in Chicago. Im innersten und von ganzem Herzen her, ist er aber immer
Mittenwalder geblieben. Vielleicht liegt es auch an seinen Hobbys, die ihn immer wieder nach Mittenwald
gezogen haben. Die Familie Neuner die seit dem 17. Jahrhundert ansässig ist, lebte von je her von der
Landwirtschaft und die Affinität zu den Tieren hat auch den „Hackl Schorsch“ sein Leben lang begleitet. Einen
halben Zoo kann er sein Eigen nennen. Pferde, Kälber, Ziegen um nur einige zu nennen, bereiten ihm wahre
Freude. Während der Faschingszeit blüht er richtig auf, denn die Fasnacht, die seit vielen Generationen ganz
traditionell mit vielen Fasnacht-Brauchtümern gefeiert wird, ist sein zweites Hobby. Er schnitzt die Larven und
begibt sich auch mal als Maschkera mit seiner selbstgeschnitzten Larve unter die Bevölkerung und Touristen,
um den Winter auszutreiben und um für ein lustiges und geselliges Miteinander zu sorgen. Ich möchte ihm
persönlich heute die Gelegenheit geben noch ein bisschen mehr von sich zu verraten!
Herr Neuner, sie sind ihr Leben lang dem Ort Mittenwald verbunden gewesen. Was fasziniert sie so sehr an
diesem Ort?
Salopp gesagt: Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Ihr Arbeitsleben war und ist geprägt durch die Instrumentenbauschule. Was gehört zu den täglichen Aufgaben
eines stellvertretenden Schulleiters?
Unterrichten, Sitzungen mit den Schülervertretern, den verschiedenen Fachbereichen, mit den Fachbereichs-
leitern und mit dem Schulleitungsteam. Verwaltungsaufgaben, Gespräche mit übergeordneten Behörden, der
Innung, Organisieren von Prüfungen. Außerdem bin ich für das Instrumentenlager und das Lagerhaus
zuständig.
Was macht Ihnen an Ihrem Beruf Freude?
Vor allem das feine Handwerk und der Kontakt zu immer neuen interessanten jungen Menschen.
Was finden Sie nicht so gut an ihrem Beruf?
Das wir von Dokumentationspflichten, Statistiken und anderen Vorgaben aus München derart überrollt
werden, dass dadurch der handwerkliche Teil immer mehr ins Hintertreffen gerät!
Welche Eigenschaften benötigt ein Lehrmeister?
Gute Nerven, Fantasie, Geduld und Spaß am Unterrichten.
Die Musik spielt bei ihnen eine maßgebliche Rolle. Haben sie selbst gelernt
ein Musikinstrument zu beherrschen?
In meiner Schulzeit habe ich das Geigenspielen erlernt. Übrigens bei einem
evangelischen Pastor und ich möchte mich heute noch für seine Geduld und
seinen Einsatz bedanken. In der Zwischenzeit genieße ich es viel mehr
meinen Schülern zuzuhören und bin mir sicher, dies ist bei weitem der
größere Genuss.Können sie sich an das beste Konzert oder Festival erinnern, das sie erlebt haben?
Ein Weihnachtskonzert in unserer Schule, bei dem alle Fachbereiche (Geigenbau, Zupfinstrumentenbau,
Holzblas- und Blechblasinstrumentenbau) in den verschiedensten Musikrichtungen zu hören waren.
Welche Musik hören sie am liebsten?
Eher leichte klassische Musik und echte Volksmusik
Was war das Lustigste, das sie jemals in der Schule erlebt haben?
Ein Erststreich bei dem die neuen Schüler getürkte Mittenwalder Fachausdrücke lernen mussten, da
dies für den Unterricht an einer so traditionellen Schule die Grundvoraussetzung wäre.
Wer war die verrückteste Person, der ihnen begegnet ist? I
Ich kann mich nicht auf eine Person festlegen, da unsere Berufe solche Typen anzieht wie das Licht die
Motten.
Für welche Dinge haben sie sich schon als Kind begeistert und haben diese
Begeisterung bis heute erhalten?
Arbeiten mit Holz.
Sind sie eher ein Gefühls- oder ein Kopfmensch?
Eher ein Kopfmensch.
Denken sie viel über die Vergangenheit nach?
Im Zusammenhang mit der Historie des Mittenwalder Geigenbaus und meiner Familiengeschichte, ansonsten
eher nicht.
Glauben sie, dass das Leben früher besser war oder jetzt besser ist?
Das Leben ist einfacher geworden, jedoch gab es sicher auch früher „gute Zeiten“.
Auf was für Veränderung hoffen sie in der Zukunft?
Auf ein baldiges Ende der augenblicklichen Krise, weniger Papierkrieg, ansonsten soll es so bleiben wie es ist.
Wer sind Vorbilder von ihnen?
Meine alten Lehrmeister (auch nach der Schulzeit)
Was denken sie, ist der Schlüssel zum Glücklich sein?
Mit dem zufrieden sein, was man hat!
Welche drei Dinge sind ihnen aktuell am wichtigsten im Leben?
Die Familie, meine Tiere und die Schule.
Für welche Dinge im Leben können sie sich begeistern, so dass sie das Essen und Trinken vergessen?
Maschkera gehen!
Sind sie ein Familienmensch?
JaWas ist ihr Lieblingszitat?
Des hom ma oim schoa so gmacht!
Gab es ein Ereignis, das ihre Weltanschauung verändert hat?
Meine Wanderjahre als Geigenbauer.
Über welches Kompliment in deinem Leben hast du dich am meisten gefreut?
Das wir sehr anständige Kinder haben!
Was ist ihr persönlicher Herzenswunsch für die Welt, gerade jetzt in diesen Pandemiezeiten?
Die Sahara mieten, damit sich die Politiker die Köpfe einschlagen können und die Menschen ihren Frieden
haben.
Welches Verhältnis haben sie zu Gott?
Ich glaube an das Gute im Menschen.
Wie sieht ein perfektes Osterfest für Sie aus?
Hoffentlich bald die Ostereiersuche mit zukünftigen Enkelkindern!
Wie stehen sie zur Ökumene in unserem Ort?
Ich finde ein gutes Verhältnis der beiden Kirchengemeinden sehr wichtig!
Wie viel Zeit verwenden sie für ihre Hobbys?
Wenn ich meinen Beruf auch als Hobby bezeichnen darf einen Großteil des Tages.
Wenn alle Tiere reden könnten, welches Tier, denken sie, wäre am nervigsten?
Die Laufenten, da sie den ganzen Tag schnattern.
Welches ist das beste Buch, das sie gelesen haben?
„Die Macht der Drei“ von Hans Dominik (gelesen im letzten
Jahrtausend).
Sind sie ein glücklicher Mensch?
Ja!
Mit welchen drei Worten würden sie sich beschreiben?
Zufrieden, heimatverbunden, tierlieb.
Herr Neuner, herzlichen Dank, dass sie uns einen Einblick in ihr Leben gewährt haben. Wir wünschen ihnen
und ihrer gesamten Familie weiterhin alles erdenklich Gute und die nötige Gesundheit in naher und ferner
Zukunft, sodass Sie auch ihren Leidenschaften und Hobbys nachgehen können, neben der Ausübung ihres
interessanten Berufes.
(Das Interview führte Prädikant Lutz Wangert, März 2021)Bei Gott bin ich unvergessen
Überall muss ich meinen Namen aufschreiben und hinterlegen. So ganz wohl ist mir nicht da-bei. Der
Missbrauch meiner Daten ist dadurch natürlich möglich. Auch Warn-Apps, wenn sie denn
funktionieren, zeichnen meinen Weg auf. Da ist es gut, wenn aufgeschrieben ist, wer wem wann
begegnet sein könnte.
Mag sein, dass wir mit geschriebenen Worten eine besondere Sicherheit verbinden. So nach dem
Motto: Was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen. Vielleicht glauben wir
uns mit einem Schrift-stück auf der sicheren Seite. Manchmal haben wir aber auch das ungute
Gefühl, mit unserem Namen, unserer Adresse geben wir zu viel von uns preis, verleihen anderen
Macht über unser Leben.
Die eben gerade berufenen und ausgesandten Jüngerinnen und Jünger berichten Jesus ganz
aufgeregt von ihren Erfolgen. Jesus warnt sie mit dem Hinweis, dass es immer zerstörerische Mächte
gibt, die Erfolge auch zunichtemachen können. Überschätzt euren Ein-fluss nicht. Jesus sagt:
Darüber hinaus freut euch nicht, dass die Geister und Mächte euch untergeordnet sind, aber freut
euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben stehen.
Wenn etwas festgeschrieben ist, sollte es unveränderbar sein. Meine Nähe zu Gott ist unverrückbar,
mein Name ist im Himmel g eschrieben. Menschliche Schrift verblasst, geht verloren, bei Gott bin
und bleibe ich unvergessen.
Carmen JägerMitarbeitende unserer Kirchengemeinde
Pfarrerin / Pfarrer Simone und Josias Hegele
Partenkirchner Str. 29, 82481 Mittenwald
Tel.: 08823/1259 Fax: 08823/94291
E-Mail: pfarramt.mittenwald@elkb.de
Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung (Freier Tag Samstag)
Unser Notruf-Seelsorge-Telefon: + 49 01 5 1/ 14 2 9 33 2 5
Pfarramtssekretärin Stefanie Ehrlich
Tel.: 08823/1259 Fax: 08823/94291
E-Mail: pfarramt.mittenwald@elkb.de
Homepage: www.mittenwald-evangelisch.de
Das Pfarramtsbüro ist für Parteienverkehr geöffnet:
Donnerstag, Freitag 10:30 – 12:00 Uhr
Militärpfarrer Markus Linde
Büro: +49 8823 937-3260 / Mobil: 0173-8797508 (in dringenden Fällen)
E-Mail: markus1linde@bundeswehr.org
Post: Evangelisches Militärpfarramt Mittenwald
Karwendel Kaserne Mittenwald, Am Hirtbichl 1
Prädikant und Bibelkreis Lutz Wangert, Schöttlkarstr. 10, Tel.: 0175/1899985 / E-Mail: lutzwangert@googlemail.com
Kirchenvorstand Rudi Achtner, Anita Fallenbacher (stellv. Vertrauensfrau), Militärpfarrer Markus Linde,
Wilko Ossoba-Lochner (Kirchenmusikdirektor), Helmut Römer, Markus Temme,
Jutta Teschner, Pfarrerin / Pfarrer Simone und Josias Hegele (Vorsitz), Lutz Wangert,
Hartmut Weinberg, Hannes Wolf (Vertrauensmann)
Kirchenpfleger Holger Ehrlich
Dekanatskantor / Posaunenchor Wilko Ossoba–Lochner KMD) Tel.: 08821/9678710
Leitung David-Chor Marcus Hiltl
Mesner / Kontaktperson Krün Rudi Achtner, Adalbert-Stifter-Str. 10 Tel.: 08825/2326
Kontaktperson Wallgau Regine Neumayr, Isarstr. 23, Wallgau Tel.: 08825/2345
Kontaktperson Elmau Gisela u. Christian Richardsen, Elmau 15, Klais Tel.: 08823/1536
Seniorenclub Susi Cames Tel.: 0170-8184083,
Petra Römer Tel.: 0173-4294265
Gymnastikgruppe Christa Fuchs (Ltg.)
Töpfern Veronika Zwerger Tel.: 0160/5623322
Büchereiteam B. Amberg, Steffi Boysen, A. Dierig, M. Knilling, T. Kremer, M. Scheuring, L. Schmidt,
C. Weinberg, Christa Wolf (Ltg.) / zu den Büchereizeiten erreichbar Tel.: 0 8 8 2 3 / 1 3 6 2
Öffnungszeiten Di, 16 – 18 Uhr / Do, 16 – 18 Uhr / So, 11 – 12 Uhr
Fahrdienst Sonntagsgottesdienste z.Zt. nicht besetzt Tel.:
Handy: 0152/22942911
Sozialpsychiatrischer Dienst der Herzogsägmühle, Geschäftsstelle Garmisch Tel.: 08821/76514
Bankverbindung Spendenkonto unserer Gemeinde
und Sammlung für das Diakonische Werk Bayern:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Mittenwald / Kreissparkasse Ga.-Pa.
IBAN DE34 7035 0000 0011 2490 42 BIC: BYLADEM1GAP
Bankverbindung Geschäftskonto der Evang.- Luth. Kirchengemeinde Mittenwald
Evang.-Luth. Pfarramt Mittenwald / Kreissparkasse Ga.-Pa.
IBAN: DE75 7035 0000 0011 2308 44 BIC: BYLADEM1GAP
Impressum Brief an die Evang.-Lutherische Kirchengemeinde Mittenwald
Evang.-Luth. Pfarramt Mittenwald, Partenkirchner Str. 29, 82481 Mittenwald
Tel.: 08823/1259 - Fax: 08823/94291
ViSdP Pfarrerin / Pfarrer Simone und Josias Hegele
Mitwirkende Anita Fallenbacher, Christa und Hannes Wolf, Regina Sieber,
Wilko Ossoba-Lochner, Lutz Wangert, Hartmut Weinberg
Redaktion und Layout: Anita Fallenbacher, Hartmut Weinberg, Pfarrerin / Pfarrer Simone und Josias Hegele,
Hannes Wolf; Druck: printGrafik KrünSie können auch lesen