Konfirmation - Gemeindebrief - Luth. Kirchengemeinde Obernbeck

 
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Konfirmation - Gemeindebrief - Luth. Kirchengemeinde Obernbeck
Ausgabe    9/2020

            Gemeindebrief
     Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Obernbeck
                            September 2020    70 Jahrgang

Wir feiern endlich

Konfirmation
                           www.kirchengemeinde-obernbeck.de
Konfirmation - Gemeindebrief - Luth. Kirchengemeinde Obernbeck
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VERKÜNDIGUNG                                                                                     Gemeindebrief

                   Inhaltsübersicht
                                                                                       Andacht
 VERKÜNDIGUNG
  Andacht............................................................. 386
  Einladung zu den Gottesdiensten ..................... 388
  Erntedank: Der reiche Kornbauer ..................... 389
  Wochensprüche im September 2020 ................ 390
  Monatsspruch September 2020 ....................... 391
  Die Zehn Gebote ............................................... 392

 GEMEINDEGRUPPEN
                                                                              Pfarrer Thomas Struckmeier
  Unsere Frauenkreise ......................................... 394
  Übungsstunden der Chöre ................................ 395               Coronavirmation?
  GMK - Guten-Morgen-Kaffee ............................ 396                 Koronafirmation!
 KINDER UND JUGEND                                                           Am Anfang haben wir noch
  Kleinkindergruppen im Gemeindehaus ............. 397                       geschmunzelt - Konfirmandin-
  Kinderseite ........................................................ 398
  Heiter und besinnlich ........................................ 399         nen und Konfirmanden, Eltern
                                                                             und Pastor. Im Februar war das
 AUS DER GEMEINDE
                                                                             Virus weit weg.
  Das Presbyterium informiert ............................. 400
  Nachrichten und Termine ................................. 402              Konfirmation wollten wir feiern.
  Konfirmation dreimal ........................................ 405
                                                                             Fröhlich und festlich. Volle
 AUS DEM LAND                                                                Kirche, volles Haus. Ein einmali-
  Die Corona-Warn-App....................................... 407             ger Tag. Wird schon gutgehen.
 AUS DER WELT                                                                Dann ist uns das Lachen ver-
  ‚Hagia Sophia‘ jetzt wieder Moschee ................ 409                   gangen. Lockdown. Alle Pläne
  Die Geschichte der Kartoffel ............................. 412
                                                                             geplatzt. Keine Konfirmation in
 FREUD UND LEID                                                              Obernbeck. Das gab's noch nie.
  Taufen, Trauungen und Ehejubiläen ................. 414                    Selbst in der Endphase des
  Geburtstage im September ............................... 415
  Wir nehmen Abschied ....................................... 416
                                                                             Zweiten Weltkriegs fiel die
                                                                             Konfirmation nicht aus. Aller-
 SONSTIGES
                                                                             dings war sie morgens um
  Der Duft von Erde ............................................. 418
  Infos in Kurzform … mehr gibt’s im ‚Netz‘ ......... 420
                                                                             sieben, dann waren die Bomber
  Pinnwand .......................................................... 422    noch weit genug weg, die ein
  Wir sind für Sie da – die Kontaktdaten.............. 423                   paar Stunden später über
  Impressum ........................................................ 424
                                                                             Obernbeck flogen.

                        Titelfoto: epd bild
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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.          Konfirmationswochenende      geprägt
Anfang September wollen wir feiern.         sein vom Geläut der Glocken um und
                                            im Gottesdienst. Wenn Sie's hören,
Das ist wichtig. Feiern ist etwas sehr
                                            denken Sie an die Konfirmation, an
Menschliches. Beim Feiern merken wir,
                                            junge Menschen auf dem Weg des
wie wir zusammengehören.
                                            Glaubens. Denken Sie auch an sich
Endlich geht wieder was! Bei vielen ist     selbst, wenn die Glocken läuten. Vor
zu spüren, wie sich nun die Energie         allem aber denken Sie daran, dass
entlädt. Da ist es unendlich schwer, auf    Konfirmation im Kern bedeutet, dass
Abstand zu bleiben.                         wir unter Gottes Segen zuversichtlich
Zur Konfirmation haben wir uns aufge-       und getröstet auch schwierige Zeiten
teilt. Wir feiern in drei Gruppen in drei   überstehen.
Gottesdiensten (siehe Seite 406).           Das nächste Fest kommt bestimmt.
Hoffentlich muss keiner draußen
                                            Bleiben Sie gesund, gesegnet, gut
bleiben, der mitfeiern will. Hoffentlich
                                            gesichert, wünscht
geht bis dahin alles gut! Nun ist die
Konfirmation ein Glaubensfest. Gefeiert     Ihr Pfarrer
wird, dass Gott nicht auf Abstand
                                            .
bleibt. Es geht um Sicherheit und um
festen Halt. Das steckt jedenfalls in
dem Fremdwort ‚Konfirmation‘. Das
wäre schön, wenn uns in dem gan-
zen Herumgeeiere und der Unsi-
cherheit und der offenen Zu-
kunft das Glaubensfest der
Konfirmation stärkt. Das
Menschliche und das Göttli-
che soll zusammenkom-
men, damit wir frei und
gelassen          durchatmen
können.
Zugegeben - wir werden uns
in der Christuskirche beschrän-
ken müssen. Gottvertrauen soll
nicht zur Ausrede für Leichtsinn
werden. Aber dafür wird das
                                                                          387
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VERKÜNDIGUNG                                                     Gemeindebrief

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten
            September 2020 – Sonnabend
11:00 Uhr   1. Gottesdienst mit Konfirmation der Konfirmandin-
            nen und Konfirmanden des Jahrgangs 2019/2020
            mit musikalischen Beiträgen (Struckmeier)
16:00 Uhr   2. Gottesdienst mit Konfirmation der Konfirmandinnen und
            Konfirmanden des Jahrgangs 2019/2020
            mit musikalischen Beiträgen (Struckmeier)

            September 2020 – 13. Sonntag nach Trinitatis
10:00 Uhr   3. Gottesdienst mit Konfirmation der Konfirmandinnen und
            Konfirmanden des Jahrgangs 2019/2020
            mit musikalischen Beiträgen (Struckmeier)

            September 2020 – 14. Sonntag nach Trinitatis
10:00 Uhr   Gottesdienst mi Taufe– (Struckmeier)

            September 2020 –15. Sonntag nach Trinitatis
10:00 Uhr   Gottesdienst – (Petz)

            September 2020 – 16. Sonntag nach Trinitatis
11:00 Uhr   Gottesdienst (Petz)

Gottesdienst-Vorankündigung
            Oktober 2020 – 17. Sonntag nach Trinitatis
11:00 Uhr   Familiengottesdienst zum Erntedankfest –
            Posaunenchor (Bürgers)
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Erntedank: Der reiche Kornbauer

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VERKÜNDIGUNG                                                           Gemeindebrief

Wochensprüche im September 2020
 13. Sonntag         Matthäus 25,40b
 nach Trinitatis     Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen
                     meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
 14. Sonntag         Psalm 103,2
 nach Trinitatis     Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir
                     Gutes getan hat.
 15. Sonntag         1. Petrus 5,7
 nach Trinitatis     Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

 16. Sonntag         2. Timotheus 1,10b
 nach Trinitatis     Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das
                     Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht
                     durch das Evangelium.

Unsere gottesdienstlichen Gaben im September sind bestimmt für
5./6. September    die Jugendarbeit
13. September      die Weltmission
20. September      die Beleuchtung in der Christuskirche
27. September      suchtkranke Menschen
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                                                       VERKÜNDIGUNG
                                                      Monatsspruch
                                                     September 2020

                                                   Ja, Gott war es,
                                                   der in Christus
                                                   die Welt mit sich
                                                   versöhnt hat..
                                    Foto: Lotz     2. Korinther 5,19

GOTT GEHT FRIEDFERTIG MIT UNS UM
Versöhnung – was ist das eigentlich?        Der Apostel Paulus staunt darüber,
Der Liederdichter Jürgen Werth reißt        dass der Schöpfer der Welt diesen
einen weiten Horizont auf: „Wie ein         ersten grundlegenden Schritt auf uns
Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer      Menschen zugegangen ist. Wir sind
in der Nacht, ein off’nes Tor in einer      nämlich nicht so, wie Gott uns gedacht
Mauer, für die Sonne aufgemacht, wie        hat. Deshalb gibt es Kriege und Klein-
ein Brief nach langem Schweigen, wie        kriege, leben wir oft unversöhnlich mit
ein unverhoffter Gruß, wie ein Blatt an     unseren Mitmenschen, ja manchmal
toten Zweigen, ein ‚Ich-mag-dich-trotz-     sogar mit uns selbst. Doch Gott geht
dem-Kuss‘. So ist Versöhnung. So muss       friedfertig mit uns um. Paulus hat
der wahre Friede sein. So ist Vergeben      erkannt, dass Jesus Christus, Gottes
und Verzeihn.“                              Sohn, der Brückenschlag Gottes zu uns
Wenn Streit war, wenn man sich              ist. Jesus geht uns Unversöhnlichen
verkracht hat und dicke Luft herrscht,      nach und sagt: „Mit Gott ist alles gut!
dann atmen beide Konfliktparteien auf,      Er hat euch vergeben.“ Versöhnung mit
wenn sie sich wieder versöhnt die Hand      Gott, das heißt: Ich stehe nicht mehr
reichen können. Kleine Kinder sagen         unter Anklage. Der Zöllner Zachäus
dazu, dass nun „wieder alles gut“ ist.      klettert vom Baum und der verlorene
Versöhnung – ja, schön wär‘s! Doch          Sohn kehrt heim zum Vater.
wer macht den ersten Schritt auf den
                                                                 REINHARD ELLSEL
anderen zu?
                                                                            391
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VERKÜNDIGUNG                                                      Gemeindebrief

DIE ZEHN GEBOTE
  9. GEBOT:
  DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN HAUS.

„My home is my castle“ – die eigenen     Aspekt: Zwei Häuser nebeneinander,
vier Wände sind für fast alle Menschen   eines renoviert, das andere nicht. Das
von großer Bedeutung. Deshalb wird       Foto versinnbildlicht eine Entwicklung
dem neunten Gebot wohl kaum              in vielen Großstädten: Dass Häuser in
jemand widersprechen. Zunächst.          „angesagten“ Wohnvierteln von den
Denn ich glaube, das neunte Gebot hat    Eigentümern „luxusrenoviert“ werden
heutzutage einen größeren Bedeu-         mit der Folge, dass die bisherigen
tungsrahmen. Das Foto zeigt einen        Mieter sich diese Wohnungen dann

                                                                Foto: Hans Brunner
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nicht mehr leisten können und aus          Menschen reagieren auf dieses
ihrer vertrauten Umgebung wegziehen        Missverhältnis und sind bereit,
müssen. Natürlich haben die Eigen-         Wohnungen oder Häuser zu tauschen.
tümer das Recht dazu, und Wohn-            Freiwillig, denn anders geht es nicht,
substanz muss erhalten werden; auch        weil das Privateigentum des Einzelnen
brauchen wir in unserem Land mehr          mit gutem Grund geschützt ist. Ein
private Investitionen im Wohnungs-         Rechtsgrundsatz, der dennoch in der
markt, und diese Investitionen müssen      letzten Zeit gelegentlich infrage
sich für die Geldgeber lohnen – ist es     gestellt wurde: Weil eine große Zahl
trotzdem moralisch gerechtfertigt?         von Flüchtlingen in das Land kommt,
Wohnraum ist für Ärmere und für            die zunächst Flüchtlingsunterkünfte
Familien oft nicht mehr erschwinglich.     und später Wohnraum benötigen,

„Du sollst nicht begehren deines           stellt mancher Politiker die Frage, ob es
Nächsten Haus“ – durch die                 nicht angemessen ist, zum Beispiel leer
zunehmende Vereinzelung in der             stehende Hallen zu beschlagnahmen.
Gesellschaft gibt es Singlehaushalte, in   Schön ist es, wenn Menschen freiwillig
denen Menschen 100 und mehr                mit ihren Möglichkeiten helfen und
Quadratmeter für sich alleine zur          Zwang nicht notwendig ist. Denn mit
Verfügung haben, und zugleich              Zwang haben die Zehn Gebote nichts
mehrköpfige Familien in zwei oder drei     zu tun; sie sind vielmehr eine Einladung
Zimmern leben müssen. Widerspricht         zu einem guten Leben.
das dem neunten Gebot? Immer mehr                                     Quelle: IMAGE

                                                                             393
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GEMEINDEGRUPPEN                                                     Gemeindebrief

Unsere Frauenkreise
Programm im September
 Mittwoch,    19:30   ‚Frauen miteinander unterwegs‘
               Uhr
                      Neues aus der Löhner Lokalpolitik
                      mit Egon Schewe
 Dienstag,    20:00   ‚Tee nach 8‘
               Uhr
                      „Wie können wir Erste Hilfe leisten?“
                      Die ‚Johanniter‘ klären uns auf.
 Mittwoch,    17:00   ‚Gespräch am Abend‘
               Uhr
                      „Anekdoten aus der guten alten Zeit“ – Geschichten
                      zum Schmunzeln, vorgetragen von Hajo Lübben
              20:00   ‚Zeit für uns‘
               Uhr
                      Frau Bröenhorst berichtet über Afghanistan.
 Mittwoch,    19:30   ‚Frauen miteinander unterwegs‘
               Uhr
                      „Sorgen kann man teilen“
                      Petra Henning stellt die Telefonseelsorge vor.
Donnerstag,   20:00   ‚Get2gether ‘
               Uhr
                      Programm nach Absprache

 Dienstag,    20:00   ‚Tee nach 8‘
               Uhr
                      Ein Abend mit Pastor Bürgers

 Mittwoch,    17:00   ‚Gespräch am Abend‘
               Uhr
                      „Es tönen die Lieder“
                      Musikalischer Abend mit Annegret Blomeyer
              20:00   ‚Zeit für uns‘
               Uhr
                      Besichtigung der neuen Friedhofskapelle
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                                           GEMEINDEGRUPPEN
 Mittwoch,   19:30   ‚Frauen miteinander unterwegs‘
              Uhr
                     „Hospiz macht Schule“
                     mit Barbara Mengel vom Hospizkreis

             Übungsstunden der Chöre
               im Gemeindehaus Obernbeck

Montag
               15:45 – 16:30 Uhr    Blockflöten - Anfänger
               18:15 – 19:15 Uhr    Blockflötenensemble
               19:15 – 20:00 Uhr    Jugendchor II (14 - 17 Jahre),
               bis 21:00 Uhr        anschließend Kantorei
               20:00 – 21:45 Uhr    Kantorei

Dienstag
               18:00 – 19:30 Uhr    Gitarrenspielkreis

Mittwoch
              15:00 – 15:30 Uhr    Spatzenchor          (4 - 6 Jahre)
              15:30 – 16:15 Uhr    Kinderchor           (7 - 10 Jahre)
              16:15 – 17:00 Uhr    Jugendchor I         (11 - 13 Jahre)
              18:00 – 19:30 Uhr    Gitarrenspielkreis

Donnerstag
               19:30 – 21:30 Uhr    Posaunenchor (PoCo)

                                                                          395
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GEMEINDEGRUPPEN                                    Gemeindebrief

              GMK - Guten-Morgen-Kaffee
           Immer montags von 9:00 bis 11:00 Uhr
                    im Gemeindehaus
             an der Christuskirche Obernbeck
          Themen und Gäste im September 2020

                 7. September 2020
                 Pastor Uwe Petz
                 Corona
                 14. September 2020
                 Frau George
                 Die Bielefelder Bahnhofsmission
                 21. September 2020
                 Klaus Lobe
                 Gedächtnistraining
                 28. September 2020
                 Frau Esser
                 Die Herrnhuter Brüdergemeinde

            Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht,
            und die Mitglieder des Guten-Morgen-Kaffee
            sich wieder im Gemeindehaus treffen dürfen.
            Auf das gewohnte Frühstücksbuffet muss
            allerdings verzichtet werden, weil dabei eine
            verantwortungsbewusste Beachtung der
            geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nicht
            möglich wäre.
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 9/2020
                                           KINDER UND JUGEND
Kleinkindergruppen im Gemeindehaus
MONTAG – MITTWOCH – DONNERSTAG
Kirchenknirpse               Leitung             Kontakt
08:45 – 11:45 Uhr            Andrea Leding
                                                 Tel.: 0151 201 881 72
für Kinder 1 bis 3 Jahren    Heike Feichtinger

DIENSTAG
Spielgruppe Mutter-Kind      Leitung             Kontakt
10:00 – 12:00 Uhr            Sabrina Wagner      Tel.: 0176 214 651 20
für Kinder bis zu 3 Jahren

FREITAG
Spielgruppe Mutter-Kind      Leitung             Kontakt
10:00 – 12:00 Uhr            Sabrina Wagner      Tel.: 0176 214 651 20
für Kinder bis zu 3 Jahren
15:30 – 17:30 Uhr            Sabrina Wagner      Tel.: 0176 214 651 20
für Kinder ab 3 Jahren

                                                                   397
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KINDER UND JUGEND            Gemeindebrief

               Kinderseite
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 9/2020
                                                          KINDER UND JUGEND
Heiter   und
 Gemeinsam    besinnlich
           weniger einsam
Dass Lasten leichter werden, wenn sie geteilt werden, ist eine
Binsenweisheit. Der ‚Flaschenzug‘ macht dieses Prinzip sehr
anschaulich. Vermutlich war er eine Erfindung des genialen
Mathematikers Archimedes (287-212 v. Chr.). Um eine schwere       VOM ALTEN FRITZ
Last zu heben, wird nicht einfach ein Seil benutzt, sondern das
Seil über ein System verschiedener Rollen geführt. Je mehr        Vom Alten Fritz,
Rollen, desto geringer die Last, könnte man in etwa sagen.        dem Preußenkönig,
So sollen die Menschen schon bei den antiken Bauten der Römer     weiß man zwar viel,
mithilfe von Flaschenzügen Lasten bis zu sieben Tonnen            doch viel zu wenig.
bewegt haben. Auch heute noch wird das Prinzip der Rollen
                                                                  So ist es zum Beispiel
(‚Flaschen‘) bei allen Kränen eingesetzt.
                                                                  nicht bekannt,
Keiner muss alles allein können. Keiner muss alles Schwere
                                                                  dass die Bratkartoffeln
allein tragen. Zu zweit ist schon besser als allein. In einer
Gemeinschaft, in einer Gruppe, in einer Familie kann man          er erfand!
gemeinsam Schweres tragen und bewegen.                            Drum heißen sie auch -
                                                                  das ist kein Witz -
Neukirchner Kalender 2018                                         ‚Pommes Fritz!‘
                                                                  Heinz Erhardt

                                                                                      399
400

AUS DER GEMEINDE                                                    Gemeindebrief

Das Presbyterium informiert
             Presbyteriumssitzung
             Das Presbyterium trifft sich am Dienstag, dem 8. September 2020,
             wie gewohnt um 18:30 Uhr im Gemeindehaus zu seiner Sitzung.

Aktuelles zur Corona-Krise
Gottesdienste in geschlossenen Räumen
Bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen sind die nachstehend
genannten Hygiene- und Abstandsregelungen zu beachten:

•   Beim Kommen und Gehen muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.
    Während des Gottesdienstes kann er abgenommen werden.
•   Es stehen in der Kirche maximal 70 Sitzplätze zur Verfügung.
•   Für die Rückverfolgbarkeit im Falle einer evtl. Infektion sind
    - zugewiesene Plätze einzunehmen und
    - Name und Anschrift anzugeben.
•   Besondere liturgische Abläufe, z.B. Abendmahl, sind in der bekannten Form
    nicht möglich.
•   Gemeindegesang ist nicht möglich.
•   Die Beteiligung kleiner Bläser- und
    Chorensembles ist möglich, wenn ein
    Mindestabstand von drei Metern
    eingehalten wird.
•   Der ‚Stehkaffee‘ am Ende des
    Gottesdienstes wird zurzeit nicht
    angeboten.
Freiluft-Gottesdienste
•   Die Sitzplätze können frei gewählt
    werden.
•   Gemeindegesang ist bei Einhaltung
    eines Mindestabstandes von drei
    Metern möglich.
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    9/2020
                                                 AUS DER GEMEINDE
Weitere Regelungen zur Corona-Krise
•      Veranstaltungen und Gruppentreffen in
       geschlossenen Räumen sind unter
       Beachtung der Hygieneregeln wieder
       möglich. Der jeweils genutzte Veranstal-
       tungsraum muss so groß sein, dass für alle
       teilnehmenden Personen die Einhaltung der
       geltenden Abstandsregelungen gewähr-
       leistet werden kann.
•      Die Gruppenleitungen stellen sicher, dass für jede Veranstaltung eine
       Anwesenheitsliste geführt wird, um im Ernstfall die Infektionswege
       nachverfolgen zu können. Bei größeren Gruppen, z.B. beim Guten-Morgen-
       Kaffee, sind die Listen tischweise zu führen.
•      Wegen der erhöhten Infektionsgefahr beim Singen gelten für die Probenarbeit
       der musikalischen Gruppen strengere Anforderungen, insbesondere ein
       größerer Sicherheitsabstand (drei Meter) und regelmäßige Pausen zwecks
       Durchlüftung des Probenraumes.
•      Ob, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen sich die Mutter-
       Kind-Spielgruppen im Gemeindehaus im September wieder treffen, war bei
       Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
•      Das Gemeindebüro ist auch weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen.
       Nutzen Sie bitte Telefon und Internet.
•      Besuche bei Geburtstagen oder Jubiläen werden unter Einhaltung der Corona-
       Schutzregeln durchgeführt.
•      Bei Beerdigungen gibt es eine Trauerfeier für eine kleine Trauergruppe bei
       Einhaltung der Hygienevorschriften und der Mindestabstände.
       Beerdigungskaffeetrinken im Gemeindehaus werden zurzeit nicht angeboten,
       wir verweisen dazu auf die lokale Gastronomie.
•      Konfirmandenunterricht findet seit Juni wieder wie gewohnt statt.
•      Die Pfarrer sind telefonisch oder über Internet zu erreichen.
•      Die Kirche ist täglich geöffnet.

Achtung!
Die in diesem Gemeindebrief abgedruckten Informationen geben den
Stand von Anfang August wieder. Da wir uns nach wie vor in einer
                                                                           401
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AUS DER GEMEINDE                                                  Gemeindebrief

Pandemiesituation befinden,       können       sich   jederzeit   kurzfristige
Änderungen ergeben.
Achten Sie deshalb auf die aktuellen Meldungen in Rundfunk, Fernsehen,
in der Tagespresse und auf der Internetseite unserer Kirchengemeinde
unter www.kirchengemeinde-obernbeck.de.
            Folgende Spenden haben wir im Juli erhalten
           Beleuchtung in der Christuskirche            50 €
           Jugendarbeit                                 50 €
           Kinderhospiz Bethel                          20 €
           Kirchenmusikalische Arbeit                   2000 €
           Kita Regenbogenhaus                          50 €
           Konfirmandenarbeit                           50 €
           Löhner Tafel                                 50 €
           Wo am Nötigsten                              100 € + 20 €
            Im Rahmen der diesjährigen Diakonie-Sommersammlung gingen bis
            zum 26 Juli 2020 insgesamt 2.345,00 € an Spenden ein.
            Wir sagen DANKE!
            Der Vater im Himmel segne die Geber*innen und die Verwendung der
            Gaben.                                Friedel Röttger, Kirchmeister

Nachrichten und Termine
            Konfirmation 2020
            Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie muss-
            ten wir die ursprünglich für den 26. April 2020 vorgesehene Konfir-
            mation leider verschieben.
            Wir wollen sie nun im September in drei Gottesdiensten feiern, und
            zwar
                 1. am Samstag, 5. September um 11:00 Uhr,
                 2. am Samstag, 5. September um 16:00 Uhr und
                 3. am Sonntag, 6. September um 10:00 Uhr.
            Nähere Informationen dazu, welche Mädchen und Jungen in
            welchem Gottesdienst konfirmiert werden, finden Sie ab Seite 405.
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Friedhofsbegehung für Interessierte
Am Samstag, dem 19. September 2020, findet um 15:00 Uhr
erneut eine Führung auf unserem Eggefriedhof statt.
Als Gast begrüßen wir Gartenbaumeister Roland Prüße.
Treffpunkt ist am Springbrunnen.
Erntedanksammlung 2020
Die diesjährige Erntedanksammlung wird wegen der Corona-
Pandemie nicht in Form der gewohnten Haustürsammlung durch
die Konfirmandinnen und Konfirmanden stattfinden.
Wir bitten Sie, stattdessen für Ihre Spende den eingehefteten
Überweisungsträger zu verwenden.
Angekündigte Ausstellungseröffnung
Die ursprünglich bereits für Mai 2020 angekündigte Eröffnung der
neuen Ausstellung „Helle Köpfe – Traumgeschöpfe“ in der Galerie
an der Christuskirche mit Werken des Künstlers Robert Heijkoop
sollte eigentlich am 18. September nachgeholt werden. Sie muss
nun aber erneut wegen der vorherrschenden Situation auf unbe-
stimmte Zeit verschoben werden.
Töpferkreis
Wegen der geltenden Einschränkungen im Rahmen der Corona-
Pandemie verlängert der Töpferkreis seine Sommerpause zunächst
bis Ende September. Ob es danach wieder losgehen kann, vermag
im Moment niemand zu sagen. Wir hoffen aber, dass wir
baldmöglichst wieder alle, die mit Ton arbeiten möchten, ganz
herzlich willkommen heißen können.
                                 Sonja Gerkensmeier und Ruth Blümel

Corona-Warn-App
Alle, die ein aktuelles Smartphone besitzen und bislang vielleicht
noch unentschlossen waren, möchten wir hiermit ermutigen, die
Corona-Warn-App zu installieren. Sie helfen damit, die Ausbreitung
des Virus einzudämmen und schützen damit sich und andere.
Nähere Informationen finden Sie auf Seite 407.

                                                                      403
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AUS DER GEMEINDE                                                      Gemeindebrief

                Zukünftig keine Kalenderbestellungen mehr
                Seit vielen Jahren hatten die Gemeindemitglieder die Möglichkeit,
                Kalender über die Kirchengemeinde zu bestellen.
                Wir erinnern noch einmal daran, dass dieser Kalenderverkauf über
                die Rüstfrauen ab diesem Jahr eingestellt wird.
                Kalender werden zukünftig aber über einen Büchertisch erhältlich
                sein. Außerdem können Interessierte ihren Wunschkalender natür-
                lich über einen der örtlichen Buchhändler beziehen.
                Anmeldezeiten der Kitas
                Anmeldungen in unseren Kitas ‚Himmelsstürmer‘, ‚Arche‘ und ‚Re-
                genbogenhaus‘ für das Kindergartenjahr 2021/2022 sind in der Zeit
                vom 2. bis 13. November 2020 möglich.
                Taufelternabend
                Tauftermine und die Termine der Taufgespräche stimmen Sie bitte
                unmittelbar mit den Pfarrern ab.
                Neue Gemeindebriefe
Gemeindebrief
                Ab Mittwoch, dem 23. September 2020, 15:00 Uhr können die
  Oktober
   2020         Rüstfrauen die neuen Gemeindebriefe im Gemeindehaus abholen.

Vorankündigungen
                Neue Ausstellung in der Galerie an der Christuskirche
                Der Briefmarken- und Münzen-Sammler-Verein Löhne und Umge-
                bung e.V. zeigt in der Zeit von 31. Oktober bis zum 18. November
                2020 die Ausstellung „Stadtteil Löhne-Obernbeck in Ansichtskarten
                und Fotos“ in der Galerie an der Christuskirche. Nähere Informatio-
                nen dazu erhalten Sie im nächsten Gemeindebrief.
                Frauenfrühstück
                Das traditionell im November stattfindende Frauenfrühstück muss
                infolge der Corona-Pandemie leider entfallen, da bei der Größe der
                Veranstaltung eine Einhaltung der geltenden Hygiene- und Ab-
                standsregeln nicht gewährleistet werden kann.
405
 9/2020
                                               AUS DER GEMEINDE
Konfirmation dreimal
Am 5. und 6. September soll endlich die Konfirmation vom Frühjahr nachgeholt
werden.
Aufgrund der Coronavirussituation werden drei Gottesdienste stattfinden:
          Am Samstag, dem 5. September, um 11:00 Uhr und um 16:00 Uhr
               sowie am Sonntag, dem 6. September, um 10:00 Uhr.
Dabei gelten besondere Regeln und Schutzkonzepte. Die Konfirmandinnen,
Konfirmanden und Eltern sind informiert.
Wir hoffen, dass alle Konfirmationsgäste am Gottesdienst teilnehmen können.

Sollte sich die Situation verschärfen, müssten wir Beschränkungen aussprechen.
Bei der Gestaltung wollen wir „möglichst festlich“ und „möglichst sicher“
verbinden. Darum bringen Sie zum Gottesdienst neben Vorfreude und Neugier
bitte auch eine Prise Geduld und Flexibilität mit.
Besonders spannend wird sein, wie wir die Christuskirche zum Klingen bringen.
Dazu können wir aber bei Redaktionsschluss dieses Gemeindebriefes - Ende Juli -
noch nichts Genaueres sagen.
Was wir aber sagen können: Auch wenn manche liebgewordene Tradition in
diesem Jahr voraussichtlich entfallen muss, vom Vorabendgottesdienst über das
große Gruppenfoto, vom Elternchor bis zum Posaunenklang in aller Fülle:
Wir feiern unser Glaubensfest im Hier und Heute, so gut es geht und im Vertrauen
darauf, dass der Segen Gottes kein Abstandsgebot kennt.
                                                     Thomas Struckmeier, Pfarrer

                                                                         405
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AUS DER GEMEINDE                                           Gemeindebrief

Konfirmation 2020

          Sonnabend,                            Sonnabend
      5. September 2020                     5. September 2020
           11:00 Uhr                             16:00 Uhr
  Maurice      Knopf                      Julius       Erwig
  Tyler        Korff                      Maximilian   Jabs
  Leo          Langeleh                   Sönke        Reitemeier
  Jerome       Schnepel                   Lino Elias   Ritter
  Liam         Stralleger                 Tjade        Tiesmeier
  Annika       Wehmeyer                   Alex         Wall
  Tessa        Wehmeyer                   Leni         Dorow
  Luzie        Zurhorst                   Emilie       Faryn
                                          Amelie       Gieselmann

                                  Sonntag
                            6. September 2020
                                 10:00 Uhr
                      Justin         Deters
                      Luca           Frevert
                      Mathis         Fründ
                      Kevin          Rautenberg
                      Melvin         Risse
                      Vincent        Stuke
                      Josie          Heinz
                      Charline       Lübbing
                      Nele           Schiffer
407
  9/2020
                                                                                      AUS DEM LAND
Die Corona-Warn-App
Gemeinsam Corona bekämpfen
Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen,                   Tagen. Deshalb werden die Daten nach Ablauf von 14 Tagen
Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie                    automatisch gelöscht.
macht das Smartphone zum Warnsystem. Die App                     Meldet eine betroffene Person über die App freiwillig ihre
informiert uns, wenn wir Kontakt mit nachweislich                Infektion, werden ihre eigenen Zufallscodes allen Nutzerin-
Infizierten hatten. Sie schützt uns und unsere                   nen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Auf deren
Mitmenschen. Und unsere Privatsphäre. Denn die                   Smartphones prüft die App, ob unter den Kontakten der
                                                                 letzten 14 Tage der Zufallscode eines Infizierten ist und
App kennt weder unseren Namen noch unseren                       kritische Kontakte bestanden haben. Wird sie fündig,
Standort.                                                        benachrichtigt sie die Betroffenen und gibt klare Hand-
                                                                 lungsempfehlungen. Die Daten der Benachrichtigten sind zu
WARUM IST DIE APP SO WICHTIG?
                                                                 keiner Zeit einsehbar.
Überall im öffentlichen Raum begegnen wir anderen
Menschen. Darunter auch Menschen, die mit dem Coronavi-          WAS PASSIERT MIT DEN DATEN?
rus infiziert sein können und das Virus an andere übertra-       Die App ist auf dem eingeschalteten Smartphone aktiv und
gen. Auch ohne, dass sich Symptome bemerkbar machen.             soll uns täglich begleiten. Sie wird uns jedoch nie kennen-
Nach einem positiven Corona-Test geht es für das Gesund-         lernen. Sie kennt weder unseren Namen noch unsere
heitsamt an die Nachverfolgung der Kontakte. Und die             Telefonnummer noch unseren Standort. Dadurch verrät sie
verläuft nicht ohne Lücken. Schließlich können Infizierte        niemandem, wer oder wo wir sind. Der Datenschutz bleibt
unmöglich alle Personen benennen, denen sie im Super-            über die gesamte Nutzungsdauer und bei allen Funktionen
markt, in der Bahn oder beim Spaziergang begegnet sind.          gewahrt.
Die Corona-Warn-App kann solche Lücken schließen. Sie                 Keine Anmeldung: Es braucht weder eine E-Mail-Adresse
erkennt, wenn sich andere Menschen in unserer Nähe               noch einen Namen.
aufhalten. Und sie benachrichtigt uns, wenn ihr gemeldet              Keine Rückschlüsse auf persönliche Daten: Bei einer
worden ist, dass sich einer dieser Menschen nachweislich         Begegnung mit einem anderen Menschen tauschen die
infiziert hat. Kurz: Sie ergänzt die analoge Erfassung digital   Smartphones nur Zufallscodes aus. Diese messen, über
und hilft so, Infektionsketten zu durchbrechen. Sie hilft, die   welche Dauer und mit welchem Abstand ein Kontakt
Pandemie unter Kontrolle zu halten.                              stattgefunden hat. Sie lassen aber keine Rückschlüsse auf
                                                                 konkrete Personen zu. Es erfolgt auch keine Standortbe-
WIE FUNKTIONIERT DIE APP?
                                                                 stimmung.
Die Corona-Warn-App sollte uns auf allen Wegen begleiten.             Dezentrale Speicherung: Die Daten werden nur auf dem
Wann immer sich Nutzer/-innen begegnen, tauschen ihre            Smartphone gespeichert und nach 14 Tagen gelöscht.
Smartphones über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes                Keine Einsicht für Dritte: Die Daten der Personen, die
aus. Diese geben Aufschluss darüber, mit welchem Abstand         eine nachgewiesene Infektion melden, sowie der Benach-
und über welche Dauer eine Begegnung stattgefunden hat.          richtigten sind nicht nachverfolgbar – nicht für die
Die App speichert alle Zufallscodes, die unser Smartphone        Bundesregierung, nicht für das Robert Koch-Institut, nicht
sammelt, für 14 Tage. Laut Robert Koch-Institut umfasst          für andere Nutzer/-innen und auch nicht für die Betreiber
die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis        der App-Stores.
zum Beginn der Erkrankung, von einem bis maximal 14
                                                                                                                   407
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AUS DEM LAND                                                     Gemeindebrief

        Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app
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‚Hagia Sophia‘ jetzt wieder Moschee
Muslimische Oberhäupter solidarisch mit der dringenden Forderung des
ÖRK, die Hagia Sophia als Ort der Aufgeschlossenheit zu bewahren
    Am 11. Juli sandte der Interims-        Generalsekretär des Higher Committee
Generalsekretär des Ökumenischen            of Human Fraternity (HCHF), Sonder-
Rats der Kirchen (ÖRK), Priester Prof.      berater des Scheichs der Azhar Ahmad
Dr. Ioan Sauca, einen Brief an den          al Tayeb und Sonderberater des Musli-
türkischen Präsidenten, in dem er seine     mischen Ältestenrats.
„Betrübnis und Bestürzung“ ausdrück-            In einem von Abdel Salam unter-
te und darauf hinwies, dass die Hagia       zeichneten Brief des HCHF hieß es: „In
Sophia seit 1934 „für Menschen aller        Anerkennung der kulturellen und
Nationen und Religionen ein Ort der         spirituellen Bedeutung der Hagia
Aufgeschlossenheit, der Begegnung           Sophia für die Menschheit auf der
und der Inspiration“ gewesen ist.           ganzen Welt unterstützen wir Ihre
    Der Brief stieß bei Kirchen und Me-     Forderung, Spaltungen zu vermeiden
dien — und auch bei muslimischen            und den gegenseitigen Respekt und
Oberhäuptern — auf große Resonanz.          das Verständnis für einander unter
    Sauca traf sich online mit Seiner Ex-   allen Religionen zu fördern, und so lege
zellenz Richter Mohamad Abdel Salam,        ich hier mit großer Freude eine Kopie

‚Hagia Sophia‘, Foto: Wikipedia
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der Stellungnahme des Higher Com-           Vize-Präsident des Spiritual Appeal of
mittee of Human Fraternity zu diesem        Geneva schrieb in einem Brief an den
Thema bei.“                                 ÖRK: „Ich möchte meiner vollen Unter-
    In der Stellungnahme bekräftigte        stützung für den Brief Ausdruck verlei-
der HCHF, dass Orte der Anbetung            hen, den Priester Prof. Dr. Ioan Sauca,
immer eine Botschaft des Friedens und
der Liebe für alle Gläubigen bleiben
müssten. „Der HCHF ruft alle dazu auf,
jede Maßnahme zu verhindern, die den
Dialog der Religionen und die kultur-
übergreifende Kommunikation gefähr-
den und unter den Anhängern der
verschiedenen Religionen Spannungen
und Hass erzeugen könnte, und unter-
mauert damit das Verlangen der
Menschheit, den Werten der Koexistenz       Blick ins Innere der Hagia Sophia- Foto: Wikipedia
Priorität einzuräumen“, heißt es in der
Erklärung. „Der HCHF gibt zu bedenken,      der Interims-Generalsekretär des Öku-
dass Orte der Anbetung für die Gläubi-      menischen Rats der Kirchen an den
gen eine besondere Bedeutung haben,         Präsident der Türkei, Herrn Recep
und betont, dass dieser so bleiben          Tayyep Erdogan, gerichtet hat und in
muss, wie er ist — als Botschaft des        dem es um die Umwandlung der Hagia
Friedens und der Liebe für alle, und        Sofia in eine Moschee geht, die als
dass er nicht in einer Weise benutzt        Museum ein Symbol des Respekts vor
werden darf, die zu Trennung und            den Glaubensvorstellungen und ein
Diskriminierung beitragen könnte, in        Beispiel für den Frieden darstellt ... Als
einer Zeit, in der die Welt es wahrlich     Muslime beten wir, wie so viele andere
nötig hat, auf die inständigen religiösen   rund um die Welt, dass die Hagia Sofia
Bitten nach menschlicher Solidarität zu     in der Türkei, die wir von ganzem Her-
reagieren und die Werte der Koexistenz      zen lieben, bleibt, was sie seit 1934
und Brüderlichkeit zwischen der gesam-      gewesen ist, nämlich eine Kreuzung des
ten Menschheit zu stärken.“                 Wissens, des Lichts, der Weisheit und
    Hafid Ouardiri, Leiter der Muslim       des Friedens für die gesamte Mensch-
Fondation de l’Entre-Connaissance in        heit.“
Genf, Gründungsmitglied und Vize-              Sauca sagte, er sei überrascht und
Präsident der Interreligious Platform of    dankbar für die breite Resonanz an
Geneva und Gründungsmitglied und            Solidarität und Unterstützung: „Diese
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Bekundungen sind mehr als wir je         Moschee und unterstrich dabei die
erwarten konnten“, sagte er, „im Nahe    negativen Auswirkungen auf die inter-
Osten haben Moslems und Christen im      religiösen Beziehungen. Er appellierte
Laufe der Geschichte schon immer Seite   dafür, dass diese Entscheidung zu-
an Seite gelebt, und fanden durch ihr    rückgenommen wird und die Hagia
gemeinsames Bekenntnisses zur Liebe      Sophia als gemeinsames Erbe der
Gottes und zur Nächstenliebe Mittel      Menschheit bewahrt bleibt.
und Wege des Zusammenlebens, der             Auch begrüßte der ÖRK-Exekutiv-
Zusammenarbeit und der gegenseitigen     ausschuss die große Aufmerksamkeit,
Unterstützung.“                          die dieser Brief weltweit in den Medien
    Er wies auch darauf hin, dass seit   erlangt hat, und drückte seine Dank-
über 50 Jahren ein Dialog zwischen den   barkeit für die Unterstützung von
Religionen stattfindet und dass dieser   Seiten der führenden muslimischen
in den jetzigen Zeiten noch weiter       Pendants aus. Der Ausschuss rief die
vertieft werden müsse und dringender     ÖRK-Mitgliedskirchen rund um die
gebraucht werde als je zuvor. „Ich bin   Welt außerdem dazu auf, ihre Solidari-
stolz und fühle mich durch die von       tät mit den Bemühungen des Rats,
unseren muslimischen Partnern und        diese schwerwiegende regressive Ent-
Freunden ausgesandten Zeichen der        scheidung anzufechten und rückgän-
Unterstützung und Solidarität ermu-      gig zu machen, durch Gebete und
tigt“, sagte Sauca, „das zeigt, dass     Andachten zu unterstützen, und emp-
unser Dialog tiefgehend und echt ist,    fiehlt, dass dem Ökumenischen Patri-
und dass wir zusammen den Traum von      archat die christliche Solidarität des
einer friedlichen Welt verwirklichen     Exekutivausschusses zusammen mit
können, in der die Menschen und die      den vom ÖRK in dieser Angelegenheit
Religionen einander achten und unter-    unternommenen Schritten formell
stützen.“                                übermittelt wird.
    In seinem Bericht an den ÖRK-        Quelle: Homepage des Ökumenischen
                                                          1
Exekutivausschuss, der diese Woche       Rates der Kirchen .
online zusammentritt, gab Sauca eine
Zusammenfassung des Dialogs und der
Antworten der muslimischen Partner
des ÖRK. Der Exekutivausschuss be-
kräftigte den Brief des ÖRK Interims-
                                         1
Generalsekretär vom 11. Juli über die        Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine
                                             weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der
Rückwandlung der Hagia Sophia in
                                             Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis
Istanbul von einem Museum in eine            und Dienst.
                                                                               411
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Die Geschichte der Kartoffel
  Die Entstehung der „Kartoffeln“                    Auf dem Weg nach Europa bekamen
Bei den Inkas wurden die Kartoffeln                  die Kartoffeln wahrscheinlich in Italien
„Papas“ genannt, was so viel heißt wie               den Beinamen „Trüffel“, im italieni-
„Knollen“. Die ersten Knollen wurden in              schen „Tartufoli“. Die Namensentwick-
den Bergen der Anden entdeckt, etwa                  lung im deutschen erfolgte über
die Region des heutigen Peru und                     „Tartuffeln“, „Artuffel“, „Artoffel“
Bolivien. Die Kultivierung der Knolle in             bishin zu „Kartoffeln“. Der Botaniker
vielen hundert Varianten ist dort bis                Caspar Bauhin nannte die Knolle
7000 Jahre v. Chr. belegt. Die Kartof-               schließlich „solanum tuberosum es-
feln hatten allerdings noch nicht die                culentum“ was übersetzt „essbarer,
geschmackliche Qualität wie heutzu-                  knolliger Nachtschatten“ heißt.
tage. Jedoch stellten die Inkas fest,                   Die Verbreitung der Kartoffeln
dass in den Höhenlagen der Anden                     Mitte des 16. Jahrhunderts gelangten
(3000-4000 Meter), wo der traditionel-               die Kartoffeln über Spanien und Eng-
le Mais nicht mehr gedieh, die Kartof-               land nach Europa. Aufgrund ihrer Blüte
feln noch brauchbare Erträge liefert.                wurde die Kartoffel jedoch anfänglich

König Friedrich der Große (1712-1786) inspiziert den Kartoffelanbau.
Gemälde „Der König überall“ von Robert Warthmüller – Quelle: Wikipedia
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als Zierpflanze, nicht als Nutzpflanze       1740 in Berlin Kartoffelfelder anlegen
erkannt. Die Einführung der Kartoffeln       und diese von Soldaten bewachen ließ,
veränderte die Welt wesentlich, da           um Diebe abzuhalten. Alsbald veran-
gerade viele Seefahrer erkannten, dass       lasste dies die Bauern dazu, die heim-
sie mit den Kartoffeln ein sehr nähr-        lich entwendeten königlichen Knollen
stoffreiches, gut lagerfähiges und           selbst anzubauen, was Preußen ab
gesundes Lebensmittel an Bord hatten.        1740 bis nach dem Siebenjährigen
      Wie die Kartoffeln nach                Krieg 1756-1763 Hungersnöte ersparte
       Deutschland kamen                     und den Kartoffeln zum Durchbruch
Es ist erstaunlich, dass die Kartoffeln in   verhalf.
Deutschland zum „Volksnahrungsmit-                    Die Kartoffeln heute
tel“ wurde, wenn man bedenkt, wie            Heutzutage sind sich wohl alle der
groß die Widerstände der Bevölkerung         großen Bedeutung der Kartoffeln
gegen die „Erdäpfel“ waren. Diese            bewusst. Es existieren 5000 kultivierte
Entwicklung ist Friedrich dem Zweiten        Sorten, die in 130 Ländern der Erde
von Preußen (1712 – 1786) zu ver-            angebaut werden. Außer in tropisch
danken, welcher erkannte, welche             feucht warmen Ländern, da sich deren
Bedeutung die Kartoffeln in einer Zeit       Klima nicht zum Anbau eignet. Erstaun-
ständig wachsender Bevölkerung und           licherweise ernähren sich in China mehr
mehrmaligen Hungersnöten in sich             Menschen von Kartoffeln als von Reis.
barg. Dennoch stand die Bevölkerung          Weltweit gesehen steht die Knolle in
den Kartoffeln skeptisch gegenüber.          der Liste der am meisten produzierten
Ein Grund dafür war sicherlich die           Nahrungsmittel auf Platz drei hinter
fehlende „Gebrauchsanweisung“, da            Weizen und Reis.
viele die Kartoffeln roh oder unreif         Quelle:
                                             https://www.agropa.de/deutsch/geschichte-
probierten und auch die heute heraus         der-kartoffel/index.html
gezüchteten unerwünschten In-
haltsstoffe ließen die Preußen nicht
auf den Geschmack kommen. Ein
weiteres Problem stellte die Anbau-
methode dar; war es doch bisher so,
ein Feld alle drei Jahre brach zu
legen, sollten nun im dritten Jahr
diese Kartoffeln angebaut werden.
Daher griff Friedrich der Zweite von
Preußen zu einem Trick. Er weckte
die Neugier der Bauern, indem er
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Taufen, Trauungen und Ehejubiläen
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Wir wünschen Gottes Segen zum Geburts ag

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Wir nehmen Abschied

                 Meine Zeit steht in Deinen Händen.
                                                                    Psalm 31, 16

                                      †
Olaf Möller kam am 29. Februar 1968 in Halle auf die Welt. Die Zeiten waren
friedlich und versprachen gute Aussichten für das Leben. Mit zwei
Geschwistern wuchs er heran. In Mennighüffen schloss er die Schule ab und
begann im Anschluss eine Ausbildung zum Polsterer. Im Verein spielte er
Handball und besuchte später mit seinem Sohn viele Spiele. Gesundheitlich
bedingt musste er den Beruf wechseln und sattelte auf Maler und Lackierer
um. Später fuhr er viele Jahre LKW. Da war er mit dem Herzen dabei. Er lernte
eine Frau kennen und heiratete sie. Ein Sohn kam auf die Welt. Doch das
Eheglück hielt nur kurz an. Frau und Mann gingen getrennte Wege. Fortan
lebte er allein.
Letztes Jahr ließen ihn gesundheitliche Beschwerden den Arzt aufsuchen.
Krebs lautete die Diagnose. Arbeiten war nicht mehr möglich. Leben verlor an
Aussicht. Leider führten die medizinischen Behandlungen nicht zum Erfolg.
Der Abschied wurde immer wahrscheinlicher. Vor zwei Monaten kam er ins
Seniorenzentrum ‚An der Werre’. Dort wurde er palliativ versorgt. Wie viel Zeit
ihm noch gegeben würde, wusste niemand. Es konnten Tage, Wochen,
vielleicht sogar Monate sein. Es waren nur noch wenige Wochen bis zum
Abschied. Leid und Leiden endeten, als er am 26. Juni mit 52 Jahren verstarb,
viel zu früh. Erinnerungen, wie seine Freude am LKW-Fahren, sein Interesse an
LKW, das Lesen der Tageszeitung, vergegenwärtigen ihn. Er fehlt. Glaube
begleitet Kummer und Schmerz um ihn. In seiner Trauerfeier zeigte Römer
7,24f die Hoffnung des Glaubens auf: „Ich elender Mensch! Wer wird mich
erlösen von diesem todverfallenen Leibe? Dank sei Gott durch Jesus Christus,
unsern Herrn!“

                                      †
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                                                    FREUD UND LEID
Kurt Boeckstiegel wurde am 19. März 1939 in Bröderhausen geboren und
wuchs in Ahlsen auf. Als junger Mann machte er bei der Firma Hoppe und
Hohmannn in Minden, die u.a. Landmaschinen herstellte, eine Lehre als
Schlosser. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zur Fa. Maschinenbau Petry
und zuletzt zu JET in Tengern, wo er jeweils als Betriebsschlosser arbeitete.
Kurt Boeckstiegel war in seiner Freizeit aktiver Fußballer und spielte in der
Kreisliga. Fußball blieb sein Hobby, auch nach der aktiven Zeit.
Er lernte Edith Wiele kennen, die beiden verliebten sich. Sie heirateten am
15. November 1968 in Hüllhorst, und bald wurde die Tochter Heike geboren.
Kurt Boeckstiegel war ein lebensfroher, geselliger Mensch, der gerne mit
seinem Freundeskreis feierte. Er freute sich über seine Enkelkinder und unter-
stützte die junge Familie. Wo immer man ihn brauchte, half er gerne aus. Im
Alter erkrankte seine Frau und wurde von ihm zehn Jahre lang zuhause ge-
pflegt, bis sie am 06.11.2016 verstarb. Ende vergangenen Jahres zog er ins
Nachbarhaus seiner Tochter nach Obernbeck, um in ihrer Nähe zu sein. Sein
gesundheitlicher Zustand war nicht mehr der beste; er verbrachte viel Zeit im
Krankenhaus und hatte noch eine Herz-OP in Bad Oeynhausen, aber schließ-
lich musste er doch im Herzzentrum palliativ versorgt werden. Am Abend des
19. Juli entschlief er nach einem erfüllten Leben im Alter von 81 Jahren. Um ihn
trauert seine Tochter mit ihrem Mann, den vier Enkelkindern sowie weiteren
Angehörigen und Bekannten.
„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“
1. Samuel 16,7

                                       †
Außerdem mussten wir Abschied nehmen von
Ruth Gräser, * 25.07.1935, 18.06.2020, bestattet am 11.07.2020 auf dem
Friedhof in Südlengern Dorf.

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SONSTIGES                                                                          Gemeindebrief

Der Duft von Erde
Gewaschene, portionierte und eingetütete Kartoffeln aus dem Super-
markt. Was ist das im Vergleich zu frisch geernteten Knollen, an denen
noch die feuchte Erde klebt? Nichts. Eine Kindheitserinnerung.
Den Geruch habe ich immer noch in der              weniger spannend. Mindestens genau-
Nase. Obwohl so viele Jahrzehnte                   so wichtig wie das Aufsuchen war
vergangen sind. Den Geruch nach                    dabei die Vorfreude auf die frischen,
aufgewühlter, schwerer feuchter Erde.              mit Schale gebratenen Mini-Kartoffeln,
Und den Duft nach frisch geernteten                die wir beim Aufsuchen gleich aussor-
Kartoffeln.                                        tierten. Die gab es immer am Abend
Es war immer kurz vor meinem Ge-                   nach der Kartoffelernte.
burtstag, wenn der Bauer mit dem                   Bei all dem ahnte ich nicht, dass diese
Trecker kam, um die Kartoffeln auf                 Erfahrung mich mein Leben lang be-
unserem Acker ‚rauszumachen‘. Dann                 gleiten würde. Irgendwann, als ich
mussten wir alle ran und aufsuchen.                erwachsen war und neue Kartoffeln auf
Das fand ich als Kind mal mehr und mal             dem Markt einkaufte, war sie nämlich

Kartoffeln - so wie sie aus der Erde kommen. Ungewaschen. Unbehandelt. Ursprünglich. Der Supermarkt
macht aus ihnen eine Handelsware: vom Dreck befreit, portioniert und eingetütet.
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wieder da. Es muss der Duft gewesen        Es sind - anders als in meiner Kindheit -
sein, der Duft aus der Kindheit. Der       nur noch wenige Leute, die sich diese
Duft nach den Kartoffeln mit Erde          Mühe machen. Die meisten Gärten in
drumherum. Ein Duft, den gewaschene,       den Einfamilienhaussiedlungen der
portionierte und eingetütete Kartoffeln    Vorstädte dienen der Zierde und der
im Supermarkt nicht ausströmen.            Erholung, nicht mehr der Selbstversor-
                                           gung. Was wohl daran liegt, dass
 Der Duft frisch geernteter
                                           Gartenarbeit tatsächlich nicht nur
 Kartoffeln                                pures Vergnügen ist. Schließlich ist es
Apropos Supermarkt. Auch diese             mit dem Säen ja nicht getan. Pflege,
Erinnerung tauchte irgendwann wieder       soviel weiß ich dann doch noch,
auf: Wie ich als Studentin das erste       braucht so ein Garten ja auch, denn
Mal solche gewaschenen, portionierten      das Unkraut kennt keine Gnade. Und in
und eingetüteten Kartoffeln kaufte und     heißen Sommern – sie müssen gar
mich dabei das Gefühl beschlich:           nicht so trocken sein wie in den letzten
Richtig kann das nicht sein.               Jahren – schreit die Erde nach Wasser.
Aber der Mensch ist ja ein Gewohn-         Das ist der Grund, warum in meinem
heitstier. So wurde der Einkauf von        Garten neben Blumen und Sträuchern
Kartoffeln, Obst und Gemüse im             nur ein paar Kräuter und ein Pflaumen-
Supermarkt (und ab und an auch auf         baum stehen.
dem Markt) im Laufe der Jahre immer
selbstverständlicher. Schließlich hatte
                                            Ein gutes Gefühl,
ich lange Zeit ja keinen eigenen Garten.    das an früher erinnert
Den hab ich zwar jetzt, woran es mir       Worüber ich mich aber immer riesig
allerdings mangelt, ist der grüne Dau-     freue, ist, wenn Kolleginnen oder
men. Na ja, und dann hat ja jeder so       Freunde was abzugeben haben von
seine eigenen Vorlieben. Gartenarbeit      ihrer reichen Ernte: Rhabarber zum
steht bei mir nicht eben oben auf der      Beispiel, aus dem ich Kompott koche,
Liste.                                     Stachelbeeren, die ich zu Marmelade
Aber je älter ich werde, desto mehr        verarbeite, oder Äpfel für Apfelmus.
blicke ich mit Begeisterung (und zwei-     Dann kommt wieder so ein gutes
fellos auch mit ein wenig Neid) auf die    Gefühl auf, das mich an früher erinnert.
Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die      Und ein Gefühl von Erntedank.
mit ihrer Hände Arbeit den eigenen         Nur Kartoffeln, die baut niemand aus
Obst- und Gemüsegarten bestellen und       meinem Bekannten- oder Freundes-
im Sommer oder Herbst ernten kön-          kreis mehr an. Schade.
nen, was sie im Frühjahr gesät haben.         Annemarie Heibrock, Unsere Kirche (UK)
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Infos in Kurzform … mehr gibt’s im ‚Netz‘
                 Singen mit Abstand und Maske
                 Chorproben sind wegen der Corona-Pandemie schon
                 seit vier Monaten so gut wie nicht möglich. Während
                 anderswo die Kontaktbeschränkungen gelockert
                 werden, müssen Chöre weiterhin vorsichtig sein.
                 Das Ansteckungsrisiko ist beim Singen größer.

                 Empfehlenswert: die Corona-WarnApp
                 Die EKD – und damit auch die westfälische Landeskir-
                 che – rät zur freiwilligen Nutzung der Corona-
                 WarnApp: „In der Abwägung von Schutz des Lebens,
                 individuellen Freiheitsrechten und anderen Gütern […]
                 erscheint die freiwillige Nutzung der App als Übernah-
                 me bürgerlicher Verantwortung und Beitrag zur Solida-
                 rität in der Gesellschaft.“

                 Ökumene-Gipfel September 2022 in Karlsruhe
                 Eigentlich sollte die Vollversammlung des Weltkir-
                 chenrats schon nächstes Jahr in Deutschland stattfin-
                 den, acht Jahre nach Busan. Doch die Corona-
                 Pandemie zwang die Organisatoren zu einer Ver-
                 schiebung des internationalen Christentreffens.

                 Ankommen wird ein Geschenk sein
                 Eine leichte Luftmatratze, einen Schlafsack, die blaue
                 Hose - Felice Meer hat möglichst wenig eingepackt.
                 Die Grafikerin will bis September Santiago de Com-
                 postela erreichen und hält ihren Weg in Comics fest.
                 Noch liegen rund 1.800 Kilometer vor ihr.
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Die Hagia Sophia ist wieder eine Moschee
Nur zwei Wochen nach dem türkischen Gerichtsurteil
zur Hagia Sophia wurde dort am 24. Juli erstmals
wieder ein muslimisches Gebet abgehalten. Kritik an
der Entscheidung, die Hagia Sophia wieder zur Mo-
schee zu machen, kommt aus der ganzen Welt.

Bertelsmann-Studie:
Jedes fünfte Kind lebt in Armut
Seit Jahren bleibt die Armut von Kindern in Deutsch-
land auf hohem Niveau. Nun treffe die Corona-Krise
besonders Kinder aus armen Familien, warnt die
Bertelsmann Stiftung. Sozialverbände und Parteien
fordern eine Kindergrundsicherung.

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SONSTIGES                                                  Gemeindebrief

Pinnwand
                        Kurz notiert

       5./6. September                   Anmeldezeiten
        Konfirmationen           für das neue Kita-Jahr
                                      2. bis 13.11.2020

                                Sonntagmorgen
                                 Gottesdienst
                                     Gesichtsschutzmaske
                                       nicht vergessen!

        20. September

      Ev. Fernseh-Gottesdienste
  13.09. Bibra / ZDF
  27.09. Teufen, Kanton      Appenzell
         (Schweiz) / ZDF

        31.10. bis 18.11.2020
      Ausstellung des Briefmarken-              4. Oktober
        und Münzen-Sammler-                   Erntedankfest
             Vereins Löhne
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Wir sind für Sie da – die Kontaktdaten
Unsere Pfarrer                               Hartwig Breuer
Rolf Bürgers                                 Leiter Gitarrenspielkreis
Kirchstraße 16                                              740 421
                   2275
                                             Kinder- und Jugendarbeit
Uwe Petz                                      Anja Heine
Am Osterbusch 28                              Jugendreferentin
             683 079 1                                0172 243 836 4

Thomas Struckmeier                            Jan Manuel Strothmann
Auf dem Sütten 20b                            Jugendreferent
              682 805 3                               0171 497 849 5

                                              C. Stach / I. Lehnard
Kirche und Gemeindehaus                       Leiterinnen der Kita
Friedel Röttger                               ‚Himmelsstürmer‘
Kirchmeister                                           911 86 86
                   5870                      Melanie Steinbrink
                                              Leiterin der Kita
Ute Holtmeier
                                              ‚Die Arche‘
haustechnischer Dienst                                             2880
        0175 631 272 3                       Petra Lohrenz-Rose
                                              Leiterin der Kita
Kirchenmusik                                  ‚Regenbogenhaus‘
Elvira Haake                                                       4143
Kantorin                                      Andrea Leding und
          05731 741 320                      Heike Feichtinger
                                              Kirchenknirpse
Cord Niermann                                          0151 201 881 72
Vorsitzender des
Posaunenchores
                                             Gemeindebüro und
                   4021                     Friedhofsverwaltung
Karl-Heinz Hongsermeier                       Nicole Kreft        2204
Geburtstagsblasen                              info@kirchengemeinde-obernbeck.de
                   4377                      Öffnungszeiten:
                                              Mo, Di, Do 9 - 12 Uhr, Mi 15 - 18 Uhr

 Diakoniestation Kirchlengern/Löhne-Nord, Häverstr. 80, Kirchlengern,  05223 73766
 Telefon-Seelsorge  0800 111 011 1 – : info@telefonseelsorge-ostwestfalen.de
                                                                              423
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Impressum

                                                                       Foto: Hans-Wilhelm Homburg

                              Spätsommerabend am Meer

                                         Impressum
           Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Obernbeck
Herausgeber:                                     Anschrift der Redaktion:
Presbyterium der Ev.-Luth. Kirchengemeinde       Kirchstraße 16, 32584 Löhne
Obernbeck, Kirchstraße 16, 32584 Löhne           Telefon: 05732 2204
Telefon: 05732 2204,                             Telefax: 05732 66693
Telefax: 05732 66693                             E-Mail: info@kirchengemeinde-obernbeck.de
E-Mail: info@kirchengemeinde-obernbeck.de        Auflage:
Internet: www.kirchengemeinde-obernbeck.de       1.300 Exemplare
Vorsitzender des Presbyteriums:                  Erscheinungsweise:
Pfarrer Rolf Bürgers,                            monatlich, jeweils zum Monatswechsel
Kirchstraße 14, 32584 Löhne
                                                 Druck:
Redaktion:                                       Gemeindebriefdruckerei, Martin-Luther-Weg 1,
Simone Detering, Sibylle Klaß,                   29393 Groß Oesingen
Frank Lauer, Cord Niermann,
Hans-Wilhelm Homburg (v.i.S.d.P.)
Spendenkonto der                                 Volksbank Schnathorst e.G.
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Obernbeck              BIC     GENODEM1SNA
                                                 IBAN    DE81 4926 2364 0020 5153 00

               Redaktionsschlusstermine für die nächsten Gemeindebriefe:
                   für Oktober 2020                 der 28. August 2020
                   für November 2020                der 30. September 2020
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