Ministerpräsidentin Schwesig ernennt in der Staatskanzlei neues Kabinett

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Ministerpräsidentin Schwesig ernennt in
der Staatskanzlei neues Kabinett

                                                                        Schwerin, 15.11.2021
Heute hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommern Manuela
Schwesig zur Ministerpräsidentin gewählt. Sie erhielt 41 von 79         Nummer: 217/2021
Stimmen.

„Ich freue mich sehr über das in mich gesetzte Vertrauen und bin
davon überzeugt, dass die neue Landesregierung unter der
Überschrift „Aufbruch 2030“ gute Arbeit leisten wird. Die Stärkung
der Wirtschaft für sichere Arbeitsplätze und gute Löhne, der soziale
Zusammenhalt und der Klimaschutz sind unsere Schwerpunkte für
die nächsten Jahre“, sagte die Ministerpräsidentin nach ihrer Wahl.

Manuela Schwesig wurde am 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder)
geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur
am Gymnasium Seelow absolvierte sie von 1992 bis 1995 ein
Studium an der Fachhochschule für Finanzen in Königs
Wusterhausen mit dem Abschluss als Diplom-Finanzwirtin (FH).
Von 1992 bis 2000 arbeitete sie im Finanzamt Frankfurt (Oder), von
2000 bis 2002 im Finanzamt Schwerin. Von 2002 bis 2008 war sie
im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern tätig.
Von Oktober 2008 bis Oktober 2011 war Manuela Schwesig
Ministerin für Soziales und Gesundheit und von Oktober 2011 bis
Dezember 2013 Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales
des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Von Dezember 2013 bis
Juni 2017 war sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend. Von Oktober 2011 bis Dezember 2013 gehörte sie
dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an. Seit der
Landtagswahl 2021 ist sie erneut Mitglied des Landtages.
Manuela Schwesig ist seit 2017 Landesvorsitzende der SPD. Von
2009 bis 2019 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer
Partei. Seit dem 4. Juli 2017 ist Manuela Schwesig                      Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern
                                                                        Schloßstraße 2– 4
Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
                                                                        19053 Schwerin
                                                                        Telefon: +49 385 588-10040
Nach der Wahl ernannte die Ministerpräsidentin in der Staatskanzlei
                                                                        Telefax: +49 385 588-10048
die Ministerinnen und Minister.
                                                                        E-Mail:   Pressestelle@stk.mv-regierung.de
                                                                        Internet: www.mv-regierung.de
Ministerin für Bildung und Kindertagesstätten ist Simone
Oldenburg. Gleichzeitig ist sie Stellvertretende Ministerpräsidentin.   V. i. S. d. P.: Andreas Timm
Simone Oldenburg wurde am 22. März 1969 in Wismar geboren.
Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Nach der POS in Wismar war
sie an der EOS „Geschwister Scholl“ in Wismar. Dem folgte ein
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Studium an der Pädagogischen Hochschule Leipzig und der Karl-
Marx-Universität Leipzig. 1994 erwarb sie den Abschluss als
Gymnasiallehrerin, erstes Staatsexamen. Von 1994 bis 1996
absolvierte sie das Referendariat am „Gerhart-Hauptmann-
Gymnasium“ Wismar, anschließend folgte das zweite
Staatsexamen. Danach war sie Lehrerin an verschiedenen Schulen
im Landkreis Nordwestmecklenburg. Ab 2004 war Simone
Oldenburg Schulleiterin der Regionalen Schule Klütz. Oldenburg ist
seit 2004 Gemeindevertreterin in der Gemeinde Gägelow, seit 2019
erste stellvertretende Bürgermeisterin. Zudem ist sie seit 2009
Mitglied des Kreistages Nordwestmecklenburg. Mitglied des
Landtages Mecklenburg-Vorpommern ist sie seit 2011. Von 2011
bis 2016 war sie stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE
LINKE. Von 2016 bis 2021 war sie Fraktionsvorsitzende und
Sprecherin für Bildungs- und Sportpolitik.

Christian Pegel ist Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung. Er
wurde am 7. Januar 1974 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet
und hat zwei Kinder. Nach Abitur und Zivildienst studierte er von
1995 bis 2001 Rechtswissenschaften an der Universität Greifswald
und legte dort das erste Staatsexamen ab. Von 2001 bis 2002 war
er Pressesprecher des Justizministeriums Mecklenburg-
Vorpommern. Von 2002 bis 2004 war Christian Pegel Referendar
im Landgerichtsbezirk Stralsund und absolvierte das zweite
Staatsexamen. 2005 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Von
2006 bis 2011 war er neben seiner Anwaltstätigkeit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht,
insbesondere Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, an der Universität
Greifswald. Im Juni 2012 wurde er zum Chef der Staatskanzlei
berufen. Von Januar 2014 bis Oktober 2016 war Christian Pegel
Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, von
November 2016 bis November 2021 Minister für Energie,
Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-
Vorpommern.

Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz ist
Jacqueline Bernhardt. Jacqueline Bernhardt wurde am 13.
Februar 1977 in Leipzig geboren. Sie ist verheiratet und hat ein
Kind. Von 1995 bis 2001 studierte sie Rechtswissenschaften an der
Universität Leipzig, Nach dem ersten Staatsexamen absolvierte sie
von 2001 bis 2003 ihr Referendariat. Anschließend folgte das
zweite Staatsexamen. Bis 2004 folgte ein Aufbaustudiengang
Europarecht an den Universitäten in Leipzig und Wien mit dem
Abschluss: Master of Law im Europarecht. 2005 bis 2007 war sie
selbstständige Rechtsanwältin in Ludwigslust, 2007 bis 2009
Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion der PDS, DIE LINKE.
(Enquetekommission zur Verwaltungsmodernisierung), 2009 bis
2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion DIE
LINKE. Seit 2009 ist sie Mitglied des Kreistages Ludwigslust (jetzt
Ludwigslust-Parchim). Seit 2015 ist Frau Bernhardt Vorsitzende des
Kreisverbandes der Volkssolidarität Ludwigslust und seit 1.11.2016
der Volkssolidarität Südwestmecklenburg. Mitglied des Landtages
Mecklenburg-Vorpommern ist sie seit 4. Oktober 2011. In der
vergangenen Wahlperiode war sie stellvertretende Vorsitzende der
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Fraktion DIE LINKE, Sprecherin für Rechtspolitik und
Verbraucherschutz und Sprecherin für Kinder-, Jugend- und
Familienpolitik. Bis zu ihrer Ernennung als Ministerin war sie in
dieser Wahlperiode Parlamentarische Geschäftsführerin der
Fraktion DIE LINKE.

Neuer Finanzminister ist Dr. Heiko Geue. Dr. Heiko Geue wurde
1965 in Ettlingen in Baden-Württemberg geboren. Er ist verheiratet
und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur und anschließendem
Wehrdienst studierte er von 1987 bis 1992 Volkswirtschaftslehre
und Politikwissenschaft an der Phillips-Universität Marburg. 1996
erfolgte die Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften.
Nach einer Tätigkeit bei der Handelskammer in Hamburg wechselte
Geue 1999 in das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Von 2000 bis 2002 war er Referent im Grundsatzreferat
Wirtschaftspolitik im Bundeskanzleramt und Redenschreiber für
Wirtschaftsreden von Bundeskanzler Gerhard Schröder, von 2002
bis 2005 Persönlicher Referent des Chefs des Bundeskanzleramtes
Dr. Frank-Walter Steinmeier, bevor er bis 2009 als Leiter des
Leitungsstabes im Bundesministerium für Finanzen fungierte. Von
2011 bis 2012 war er Staatssekretär im Ministerium für Finanzen in
Sachsen-Anhalt. 2014 bis 2019 war Geue als Leiter der
Zentralabteilung „Engagementpolitik“ im Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend tätig. Anschließend war er
2019 kurzzeitig Staatssekretär im Finanzministerium des Landes
Mecklenburg-Vorpommern, bevor er am 22. Mai 2019 Chef der
Staatskanzlei wurde.

Reinhard Meyer ist neuer Minister für Wirtschaft, Infrastruktur,
Tourismus und Arbeit. Meyer wurde am 5. September 1959 in Bonn
geboren. Er ist ledig und lebt in langjähriger Partnerschaft. Nach
dem Abitur in Bremen war er von 1979 bis 1981 Soldat auf Zeit.
Von 1982 bis 1989 absolvierte er ein Studium der Politischen
Wissenschaft, Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der TU
Braunschweig und an der Universität Hamburg (Abschluss: Diplom-
Politologe). Anschließend war er an der Universität Hamburg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, danach schloss er an der
Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer ein
Aufbaustudium als Magister rer. publ. ab. Nach einer Tätigkeit in
der SPD-Landtagsfraktion ab 1991 war Meyer ab Ende 1994 Leiter
des Ministerbüros im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-
Vorpommern. Von 1996 bis 1997 arbeitete er als Referent im
Finanzministerium des Landes, danach als Dienststellenleiter in der
Landesvertretung beim Bund in Bonn. Ende 1998 wurde Meyer
Leiter der Abteilung Koordinierung der Landes- und Bundespolitik
der Staatskanzlei M-V und im April 2001 Leiter der Abteilung
Bundes- und Länderangelegenheiten in der Senatskanzlei der
Freien und Hansestadt Hamburg. Von Dezember 2001 bis
Dezember 2005 war er Staatssekretär im Wirtschaftsministerium
und von 2006 bis 2012 Chef der Staatskanzlei des Landes
Mecklenburg-Vorpommern. Von Juni 2012 bis Juni 2017 war
Reinhard Meyer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und
Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Im Januar 2018
kehrte er als Chef der Staatskanzlei nach Mecklenburg-
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Vorpommern zurück. Vom 22. Mai 2019 bis zur Bildung der neuen
Landesregierung war Meyer Finanzminister des Landes
Mecklenburg-Vorpommern. Im Ehrenamt ist er Präsident des
Deutschen Tourismusverbandes.

Dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume
und Umwelt steht Dr. Till Backhaus vor. Backhaus wurde am 13.
März 1959 in Neuhaus/Elbe geboren. Er ist verheiratet und hat drei
Kinder. Nach dem Schulbesuch studierte er von 1980 bis 1985 an
der Universität Rostock mit dem Abschluss Diplom-Agraringenieur,
Pflanzenproduktion. Am 19. Dezember 2001 promovierte er zum
Dr. rer. agr. Von 1980 bis 1990 war er unter anderem in leitender
Funktion in der LPG Lübtheen tätig. 1990 gehörte er der ersten frei
gewählten Volkskammer der DDR an und wurde im selben Jahr
Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Diesem gehört
er seit 1990 ununterbrochen an. Von 1992 bis 1998 war er
Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Naturschutz.
Von 1998 bis 2006 war Dr. Till Backhaus Minister für Ernährung,
Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. Von 2006 bis 2011 gehörte
er als Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
der Landesregierung an. Von 2011 bis zur neuen Bildung der neuen
Landesregierung war er Minister für Landwirtschaft und Umwelt.
Zudem war Backhaus von 2003 bis 2007 Landesvorsitzender der
SPD in Mecklenburg-Vorpommern.

Bettina Martin wurde zur Ministerin für Wissenschaft, Kultur,
Bundes- und Europaangelegenheiten ernannt. Bettina Martin wurde
am 19. März 1966 in Berlin geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei
Kinder. Bettina Martin studierte bis 1992 Nordamerikanistik,
politische Wissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Freien
Universität Berlin und als Fulbright-Stipendiatin an der Wake-Forest
University in Winston-Salem, USA. Von 1992 bis 1999 war sie
Pressesprecherin in der Berliner Landesverwaltung – zunächst in
der Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen und ab 1996 für
Schule, Jugend und Sport im Jobsharing. 1999 bis 2000 war sie
Leiterin der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit bei einem
Telekommunikationsdienstleister in Potsdam. Von 2000 bis 2009
arbeitete sie zunächst als Pressereferentin und dann als Referentin
für Bildungs- und Jugendpolitik beim SPD-Parteivorstand. 2009
leitete Bettina Martin das Büro der stellvertretenden
Parteivorsitzenden Manuela Schwesig beim SPD-Parteivorstand in
Berlin. Von 2013 an war sie Leiterin des Leitungsstabs und des
Büros der Ministerin im Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend. Im August 2017 wurde Bettina Martin
Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte
des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund. Von Mai 2019
bis zur Bildung der neuen Landesregierung war sie Ministerin für
Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-
Vorpommern. Seit der Landtagswahl 2021 ist Martin auch Mitglied
des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.

Stefanie Drese ist Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport.
Sie wurde am 9. Dezember 1976 in Rostock geboren. Sie ist
geschieden und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur in ihrer
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Heimatstadt studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität
Rostock. Im Anschluss an das erste Staatsexamen im Jahr 2000
absolvierte Drese ihr Rechtsreferendariat am Landgericht
Mühlhausen in Thüringen. Nach dem zweiten Staatsexamen war
sie ab 2003 als selbstständige Rechtsanwältin in Bad Doberan tätig.
2011 wurde sie erstmals in den Landtag gewählt und gehört diesem
seitdem an. Von 2011 bis 2016 war Stefanie Drese stellvertretende
Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Vom November 2016 bis
zur Neubildung der Landesregierung war sie Ministerin für Soziales,
Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-
Vorpommern.

Im Vorfeld der Ernennung verabschiedete Schwesig die
ausscheidende Ministerin Katy Hoffmeister und die ausscheidenden
Minister Harry Glawe und Torsten Renz. Ihre Staatssekretäre
Thomas Lenz und Dr. Stephan Rudolph und Staatssekretärin Birgit
Gärtner wurden mit Ablauf des gestrigen Tages in den Einstweiligen
Ruhestand versetzt. „Ich danke den ausscheidenden Ministerinnen
und Ministern, der Staatssekretärin und den beiden
Staatssekretären für die gute Zusammenarbeit. Sie alle haben
einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Mecklenburg-
Vorpommern in den letzten Jahren gut vorangekommen ist. In den
letzten beiden Jahren hat uns die Corona-Pandemie gemeinsam
vor besondere Herausforderungen gestellt. Gerade für die
Zusammenarbeit in dieser Zeit bin ich sehr dankbar“, erklärte die
Ministerpräsidentin.
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