Präsentation in der Gemeinderatsitzung 21.3.2016 - Prof. Jo Jerg - Stadt ...
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Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
A Entwicklungsprozess 2014 ‐2016
• In Deutschland ist die UN‐Behindertenrechtskonvention (UN‐BRK) seit März
2009 geltendes Recht. Die UN‐BRK ist auf allen Ebenen eines Staates zu
realisieren (vgl. Art.4).
• Inklusion ist v.a. vor Ort, in Kommunen wirksam.
• Inklusion bedeutet v.a. die gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe
aller Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen und sozialen Leben in
der Gemeinschaft/Gemeinde/Gesellschaft.
• Ziel für Rastatt: „Alle Bürgerinnen und Bürger in Rastatt sollen ihr Leben
gleichberechtigt gestalten, an allen Angeboten teilhaben und einen
Lebensstil entwickeln können, der ihren Wünschen und Interessen
entspricht. Ziel ist es, eine Kultur der Vielfalt in Rastatt inklusiv zu
gestalten.“Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
A Entwicklungsprozess 2014 ‐2016
Grundgedanken
• Inklusion beginnt in den Köpfen
• Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe
• Inklusion ist ein dauerhafter Entwicklungsprozess
Was ist der Aktionsplan?
• Der Aktionsplan ist ein Ergebnis eines transparenten und
beteiligungsorientierten Arbeitsprozesses.
• Der Aktionsplan ist als ein fortlaufender Prozess zu verstehen.
• Aufgabe und Rolle der kommunalen Verwaltung ist es, den
Prozess zu steuern, zu moderieren und Verantwortungsträger
miteinander zu verschränken.Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
A Entwicklungsprozess 2014 ‐2016
Bisherige Schritte
• Schritt 1: Die Einsetzung einer Expert_innengruppe „Runder Tisch Inklusion“
• Schritt 2: Rundgänge in Rastatt mit Diskussionsrunden: (5. April 2014)
• Schritt 3: Ergebnisdarstellung und Diskussion des Entwurfs eines Aktionsplans in der
Reithalle (28. Juni 2014)
• Schritt 4: Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse auf der Klausurtagung des
Gemeinderats in St. Wendel (25. Okt.2014)
• Schritt 5: Beschluss des Gemeinderats zur Erstellung eines Aktionsplans
(24. Nov. 2014)
• Schritt 6: Erstellung des Aktionsplans (Januar – Dezember 2015)
• Einrichtung der Arbeitsgruppe Verwaltung (Anfang 2015)
• Einrichtung der 50% Servicestelle Inklusion
• Weitere Beratung im Expert_innenkreis „Projektgruppe Inklusion“Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
Die folgenden 12 Handlungsfelder des Aktionsplans sind für die erste Zeitperiode
mit Maßnahmen unterlegt:
1. „Offen für alle“ – Öffentliche Gebäude / Kulturorte
2. „Kultur ist für alle da! – Jede/r muss teilhaben können“ – Kultur und Freizeit
3. „All inklusiv in Rastatt“ – Geschäfte / Privater Dienstleistungssektor
4. „Im Kern inklusiv“ – Straßen / Straßenquerung / Lichtsignalanlagen und Beschilderung
5. „Rastatt in Fahrt“ – Verkehrsmittel: Bahn und Busse – Busbahnhof und Bahnhof
6. „Rastatt bewegt“ – Sportanlagen / Sporthallen und Sport- u. Bewegungsangebote der Sportvereine
7. „Barrierefrei ins Grüne“ – Grünanlagen und Erholung in Rastatt
8. „Ohne Not durch Rastatt“ – Barrierefreie Toiletten in Rastatt
9. Besuch von Friedhöfen
10. „Rastatt inklusive“ – Barrierefreie Informationen
11. Barrierefreiheit für politische Teilhabe
12. „Willkommen in (der Stadt) Rastatt“ - Inklusive StadtverwaltungKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Offen für alle“ - Öffentliche Gebäude /Kulturorte
• Barrierefreier Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Orten kultureller
Veranstaltungen einschließlich des barrierefreien Informationszugangs
• Langfristiges Ziel: Öffentliche Gebäude sind uneingeschränkt nutzbar.
• In Planungsprozessen wird ein Ablaufverfahren eingebunden, dass die
Expertise von Expert*innen in eigener Sache mit einbezieht.
• Beim barrierefreien Umbau gilt es insbesondere den Blick darauf zu
richten, dass nicht die Frage des „ob“ sondern die Frage des „wie“ in
den Mittelpunkt gestellt wird.
28 Maßnahmen: u.a. Leitsysteme, barrierefreier Eingang,
behindertengerechtes WC oder auch AufzugKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Kultur ist für alle da! – Jede/r muss teilhaben können“ - Kultur und Freizeit
• Der barrierefreie Zugang zu Informationen
• Gleichberechtige Teilhabe an Aktivitäten
• Einleitung von Maßnahmen, um Menschen mit
Behinderungen zu ermutigen an Angeboten teilzunehmen.
8 Maßnahmen: von barrierefreien Stadtführungen über
passgenaue Freizeitgeräte für unterschiedliche Altersgruppen
bis Berücksichtigung von Armutslagen bei EintrittspreisenKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„All inklusiv in Rastatt“ - Geschäfte / Privater Dienstleistungssektor
• Die Stadt Rastatt unterstützt Dienstleister, die inklusive und
barrierefreie Angebote realisieren.
• Idee einer nachhaltigen und langfristigen Strategie: Die Stadt
verpachtet bzw. verkauft ihre Immobilien oder Grundstücke
bevorzugt an Interessenten, die ihr die Einhaltung/
Nachrüstung der gewünschten Barrierefreiheit garantieren.
1 Maßnahme: Qualifizierungsmaßnahmen zum barrierefreien
EinkaufenKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Im Kern inklusiv“ - Straßen / Straßenquerung / Ampelanlagen und Beschilderung
• Start mit dem barrierefreien Ausbau der Verkehrswege durch
die Gestaltung der zentralen Dienstleistungs‐ und
Einkaufsstraßen im Innenstadtbereich
13 Maßnahmen: Im Fokus sind: Wege – Lichtsignale ‐ Schilder
– BehindertenparkplätzeKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Rastatt in Fahrt“ - Verkehrsmittel: Bahn und Busse – Busbahnhof und Bahnhof
• Die mobile Gesellschaft ist heutzutage auf ein
funktionierendes Verkehrsnetzwerk angewiesen.
• Bus: Die Stadt Rastatt hat im April 2014 ein Konzept zum
Ausbau des barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs
vorgelegt.
• Bahn: Die Stadt steht mit der Bahn im Austausch wegen der
Planungen zur Herstellung der Barrierefreiheit
12 Maßnahmen: überwiegend im Bereich Ausbau von
BushaltestellenKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Rastatt bewegt“ - Sportanlagen / Sporthallen und Sport-und Bewegungsangebote der Sportvereine
• Die Sportanlagen und Sporthallen sollen eine
gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
an den Sportangeboten ermöglichen.
• Erstellung eines inklusiven Sportverbundkonzepts
• Finanzielle Förderung der Vereine bei Breitensportangebote
für Menschen mit Behinderungen
12 Maßnahmen: u.a. Barrierefreier Ausbau von Sporthallen,
Erreichbarkeit von Sportstätten, Informationen zu
barrierefreien Angebote, Berücksichtigung von
SchwimmbäderKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Barrierefrei ins Grüne“ – Grünanlagen in Rastatt
• Die barrierefreie Gestaltung von Naherholungsgebieten ist
besonders für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt
und auf den nahen Erholungsraum angewiesen sind, wie z.B.
alte Menschen, Familien mit Kleinkindern oder Menschen mit
Behinderungen, besonders bedeutsam und bedeutet
Lebensqualität.
9 Maßnahmen: u.a. Erneuerung der Gehwege in
Grünanlagen, Schaffung von ausreichend SitzgelegenheitenKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Ohne Not durch Rastatt“ - Barrierefreie Toiletten in Rastatt
• Der Aufenthalt in der Stadt erfordert bei allen Aktivitäten die
Möglichkeit, eine Toilette aufsuchen zu können (24 Stunden‐
Zugang).
5 Maßnahmen: u.a. die Installation von zusätzlichen
behindertengerechten Toiletten nach DIN‐Norm 8 im
Stadtzentrum.Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
Besuch von Friedhöfen
• Der barrierefreie Ausbau der Rastatter Friedhöfe soll den
Besuch für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.
4 Maßnahmen: Elektronische Öffnung der Eingangstüren,
Hinweisschild für Behinderten‐Parkplätze, Straßenbeläge auf
den Friedhöfen, Behinderten‐Toilette.Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans (1. Periode: 2015 ‐ 2018)
„Rastatt inklusive“ - Barrierefreie Informationen
• Die Stadt Rastatt entwickelt ein Informationsportal „Rastatt
inklusive“.
• Das Portal ist interaktiv angelegt.
• Lob‐ und Beschwerdemanagement
13 Maßnahmen: u.a. barrierefreier Auftritt im Internet,
barrierefreie Informationen zu Veranstaltungen, interaktives
Portal zur Beteiligung von Bürger*innenKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
Barrierefreiheit für politische Teilhabe
• Barrierefreie Teilhabe an politischen Wahlen bis hin zur
Mitgestaltung politischer Entscheidungsprozesse in Gremien
• Mitwirkung im „Expertenkreis Inklusion“ als Gelegenheit an
der politischen Willensbildung teilzuhaben und die Kontrolle
der Maßnahmen des Aktionsplans zur inklusiven Gestaltung zu
begleiten.
2 Maßnahmen: u.a. barrierefreier Wahllokale, Fahrdienste
zum ExpertenkreisKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
B Handlungsfelder des Rastatter Aktionsplans
„Willkommen in (der Stadt) Rastatt“ - Inklusive Stadtverwaltung
• Kultur der Wertschätzung, Respekt, Partizipation, Teilhabe
sollten sich im alltäglichen Leben einer Verwaltung auch
finden lassen.
• Kompetenzförderung der Mitarbeiter*innen, Beteiligung von
Expert*innen, barrierefreie Kommunikation
9 Maßnahmen: u.a. Qualifizierungsmaßnahmen für leichte
Sprache, betriebliches Eingliederungs‐und
GesundheitsmanagementKommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
C Umsetzungsprozess ‐ Steuerung des Prozesses
• Strukturelle Verankerung von personellen Ressourcen: 50%
Servicestelle Inklusion im Fachbereich Jugend, Familie und Senioren
• Status in der Verwaltung: Die Umsetzung des Aktionsplans wird
gekoppelt mit der Einrichtung eines A‐Projekts.
• Verantwortungszuständigkeiten für Prozesse in der Verwaltung: In allen
Fachbereichen wurde eine Ansprechpartner_in für Inklusion benannt.
• Verankerung der Beteiligungsstrukturen für Expert_innen für einen
gelingenden Umsetzungs‐ und Kontrollprozess
• Erweiterung des Expert_innen‐Kreises ‐ um Vertreter_innen des
Gemeinderats, um den/die Inhaber/in der Servicestelle Inklusion, um
eine/n Vertreter_in der Senioren sowie durch die Einbeziehung der
Stabsstelle Chancengleichheit und Integration.Kommunaler Aktionsplan Inklusion 2016 – 2018 / Stadt Rastatt
C Umsetzungsprozess – Monitoring/Kontrolle des Prozesses
• Der/die Inhaber/in der Servicestelle Inklusion erstellt
regelmäßig einen Bericht über die Umsetzung des
Aktionsplans und berichtet dem Gemeinderat.
• Es erfolgen turnusmäßig öffentliche Ergebnisdarstellungen
(Zeitung, Newsletter, Internet o.ä.). Damit wird auch eine
Transparenz der Entwicklungen und Beteiligungsmöglichkeiten
für Bürger_innen geschaffen.
• Zu Beginn des Jahres 2018 wird im Gemeinderat über die
inhaltlichen Schwerpunkte und Ausrichtung der Fortführung
des Aktionsplans entschieden.„Zusammenkommen ist ein Beginn,
Zusammenbleiben ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ein Erfolg“
Henry Ford
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!Sie können auch lesen