SEPTEMBER 2021 Veranstaltungskalender - Budge-Stiftung
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1. VORWORT S.04 2. VERANSTALTUNGEN S.06 3. DIE HOHEN FEIERTAGE S.26 4. JÜDISCHER G´TTESDIENST S.34 5. AUF EINEN BLICK S.38
September 2021
VORWORT
Liebe Bewohner, liebe Angehörige, liebe Freunde, liebe Mitarbeiter,
Shana Tova! Ein gutes Jahr …!
Jedes Jahr kommt mit dem ersten Vollmond im Vorherbst die Zeit des jüdischen Neujahrsfestes, Rosch
Haschana. Dieses Jahr beginnt dieses zweitägige Fest am Abend des 6. September und endet am Abend
des 8. September.
Trotz der Einschränkung durch die Corona-Pandemie werden wir Rosch Haschana auch in diesem Jahr
feiern. Wie wir dabei das zweitägige Fest begehen werden, entnehmen Sie bitte der gesonderten Ein-
ladung der Geschäftsleitung, die Ihnen Ende August rechtzeitig zugeht.
Mit Rosch Haschana und dem zehn Tage später folgenden Versöhnungstag Jom Kippur (dieses Jahr am
15. September abends und am 16. September ganztägig) feiern wir die höchsten jüdischen Feiertage
gleich zu Beginn des biblischen Kalenders. Zusammen auch „Die Hohen Feiertage“ genannt, sind dies
Tage der Besinnung, der Versöhnung, der inneren Einkehr und des Gebets. Man wünscht sich in dieser Zeit
gegenseitig „Shana Tova“ (ein gutes Jahr), hält Rückschau auf das vergangene und fasst Vorsätze für das
kommende Jahr.
Gerade in Zeiten der Pandemie kommt dem Neujahrsfest und Jom Kippur eine besondere Bedeutung zu.
Indem wir „die Hohen Feiertage“ in einem würdigen Rahmen begehen, wollen wir auch in diesen schwieri-
gen Zeiten an die vergangenen Festtage anknüpfen und hoffen mit Ihnen zusammen, dass wir im kommen-
den Jahr 5782 gesund bleiben und der Pandemie und ihre Folgen weiterhin gemeinsam trotzen können.
In diesem Sinne wünschen wir allen Bewohnern und Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden Shana Tova,
ein gutes Jahr!
Michael Dietrich, Sozialer Dienst Betreutes Wohnen
Wer mehr über die hohen jüdischen Feiertage erfahren möchte, sollte den Beitrag von unseres Rabbiners
Andrew Steiman ab Seite 26 des Veranstaltungskalenders lesen.
45 NACHHALTIGKEIT beim Druck dieser Broschüre Druck auf Recyclingpapier Diese Broschüre wurde auf Recyclingpapier gedruckt. Klimaneutraler Druck Die beim Druck der Broschüre unvermeidbaren CO2-Emissi- onen wurden durch die Unterstützung eines internationalen Klimaschutzprojektes kompensiert.
September 2021
VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 1. September /
10:00 – 14:00 Uhr
KLEIDERVERKAUFSTAND
Wäschevertrieb EKA (Inhaberin Selveta Adrovi)
im Außenbereich vor der Cafeteria
Wäschevertrieb EKA
Mittwoch, 1. September / 10:30 Uhr
„PICASSO – ICH UND
MEINE FRAUEN“
Vortrag mit Dr. Dieter Tino Wehner
Dozent der Kunstgeschichte
Pablo Picasso war nicht nur ein exzellenter Maler, Bild-
hauer, Grafiker und Designer, sondern auch in Sachen Liebe
bei den Frauen äußerst beliebt und erfolgreich. Gern hat er
seine beiden Ehefrauen, seine Dauergeliebten und „Tages-
geliebten“ auf die Leinwand oder das Papier gezaubert. Ein
spannender Einblick in sein Leben und Werk wird gegeben.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Dr. Dieter Tino Wehner
Kurzporträt Dr. Dieter Tino Wehner
•Studium der Jurisprudenz an der Freien Universität, Berlin
•Studium International Private Law an der Colorado University, Boulder, Colorado, USA
•Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Romanistik und Amerikanistik
an der Freien Universität, Berlin
•Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Amerikanistik; Magister Artium an der
Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main
•Studium der italienischen Sprache und Kunstgeschichte an der Universität Turin, Italien
•Promotion in Kunstgeschichte an der Universität Zürich, Schweiz
•Vortragstätigkeit deutschlandweit und Exkursionsleitungen im den Bereichen
Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunst weltweit
67
Mittwoch, 1., 8., 15., 22. und
29. September / 10:30 Uhr
QI GONG
mit Helga Kirschner
Qi Gong (frei übersetzt: Energie-Übungen) ist eine Jahr-
tausend alte Bewegungsform basierend auf der traditionell
Chinesischen Medizin: achtsam – fließend – ausgleichend.
Die Atmung vertieft sich, Meridiane (Energiebahnen) werden
gedehnt und Seele und Geist kommen zur Ruhe.
Anleitung einzelner Wahrnehmungs- und Bewegungsübun-
gen getragen durch den eigenen Atemrhythmus, durchge-
führt im Stehen und Sitzen.
Keine Vorkenntnisse erforderlich!
in der Kapelle
Helga Kirschner
Mittwoch, 1. September / 14:30 Uhr
AUSFLUG IN DEN KURPARK
von Bad Homburg
Abfahrt: 14:30 Uhr
Rückkehr: gegen 19:00 Uhr
Zunächst laden wir Sie in der Orangerie zu Kaffee und
Kuchen ein. Danach bleibt genügend Zeit, um eine der
schönsten Kurparklandschaften in der näheren Umgebung zu
genießen.
Wichtige Informationen: Aufgrund der Pandemie sind
die Fahrten auf eine Teilnehmerzahl von jeweils 25 Personen
begrenzt. Interessenten sind gebeten, sich bis umgehend in
die an der Zentrale ausgelegte Liste einzutragen. Der schon
für den 10.08. angekündigte Ausflug wird an diesem Tage
nachgeholt!September 2021
VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 1. September /
15:00 – 17:00 Uhr
„DER HÖRGERÄTEAKUSTIKER
KOMMT INS HAUS …“
• u. a. kostenloser Hörtest
• Beratungen zum Thema gutes Hören am TV Kleinreparaturen
• Beantwortung Ihrer Fragen rund ums Hören und zum Thema
Hörgeräte
• kostenlose Überprüfung Ihrer bereits vorhandenen Hörgeräte
Bitte vorab telefonisch direkt bei HÖRstudio Rhein-Main
unter der Telefonnummer 06109-7390426 anmelden!
Ihr Team von HÖRstudio Rhein-Main.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
HÖRstudio Rhein-Main
Donnerstag, 2., 9., 23. und 30. September /
09:45 – 10:15 Uhr
GYMNASTIK
mit Angelika Franke
in der Kapelle
89
Donnerstag, 2., 9., 23. und 30. September /
13:30 Uhr
KÜCHENSPRECHSTUNDE
Liebe Bewohnerinnen, liebe Bewohner,
wir möchten gerne die Küchensprechstunde wieder mit Leben
füllen und freuen uns über Ihre Anregungen, Wünsche, Lob
und Kritik.
Gerne stehen wir Ihnen bei Ihren Anliegen zur Verfügung!
im Speisesaal
Stefan Reisert, Küchenleitung
und Mathias Gilge, Serviceleitung
Donnerstag, 2., 9., 23. und 30. September /
14:00 – 16:00 Uhr
BIBLIOTHEK
mit Petra Scheschonka
Donnerstag, 2. September /
15:00 – 17:00 Uhr
HERBST„FAIR“GNÜGEN
Kunsthandwerk und Lebensmittel aus fairem Handel
im Außenbereich neben der Cafeteria
Weltladen Frankfurt-Seckbach
Wilhelmshöherstraße 158, 60389 Frankfurt am Main
Kontakt: Gaby Deibert-Dam, Tel.: 069 47 67 04September 2021
VERANSTALTUNGEN
Donnerstag, 2. und 16. September /
15:30 Uhr
KATHOLISCHER
GOTTESDIENST
mit Pfarrer Joseph Chidi Anumnu
in der Kapelle
Freitag, 3. September / 09:30 – 11:30 Uhr
SCHUTZMANN VOR ORT:
BÜRGERSPRECHSTUNDE
Polizeioberkommissar Markus Janz vom 6. Polizeirevier wird
wieder am ersten Freitag im Monat eine Bürgersprechstunde
in der Henry und Emma Budge-Stiftung anbieten.
Bitte nutzen Sie das Angebot der Polizei. Herr Janz ist für alle
Fragen offen, egal, ob es polizeirelevante Sachverhalte sind
oder es „nur“ um eine Auskunft geht. Dafür ist der Polizist
„zum Anfassen“ da und bietet seine Dienste für Sie an.
Wir freuen uns sehr, dass die Frankfurter Polizei uns dieses
Angebot für die Bewohner des Hauses ermöglicht.
in der Kapelle
Polizeioberkommissar Markus Janz,
Schutzmann vor Ort
1011
Freitag, 3., 10., 17. und 24. September /
10:00 – 11:00 Uhr
NORDIC-WALKING
mit Ulrich und Hanna Cremer
Das Ehepaar Cremer wohnt in Seckbach und ist seit vielen
Jahren Mitglied des Turnvereins Seckbach.
Seit 2019 bieten die Beiden ehrenamtlich für die
Bewohner *innen der Henry und Emma Budge-Stiftung eine
Nordic-Walking-Gruppe an.
Der Kurs findet wöchentlich freitags von 10:00 – 11:00 Uhr
statt. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang.
vor dem Haupteingang
Ehepaar Cremer
Freitag, 3. September / 10:00 Uhr
YOGA
mit Andrea Mahler
Yoga wirkt der Steifheit und Trägheit im Körper entgegen.
Durch eine sanfte und allmähliche Dehnung und Stärkung
der Muskeln und Sehnen kann die Wirbelsäule ihr Bewe-
gungspotenzial aktivieren. Ein angenehmes Gleichgewicht
zwischen Aktivität und Ruhe steigert Ihr Wohlbefinden. Sie
selbst sind aktiv und sorgen damit für Ihre eigene Gesundheit.
Die Übungen sind so ausgewählt, dass jeder mitmachen
kann.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Andrea MahlerSeptember 2021
VERANSTALTUNGEN
Freitag, 3. September / 15:30 Uhr
ALLES BAUHAUS?
Eine Zeitreise in das alte Henry und Emma Budge-Heim
Vortrag, Lesung und Film mit Werner Möller, Stiftung Bauhaus Dessau
Der 17. Juni 1930 war ein besonderer Tag für Frankfurt am Main. An ihm wurde mit dem Henry
und Emma Budge-Heim das erste modern gestaltete Altenheim eröffnet. Einer der Architekten war
der Bauhauslehrer Mart Stam. Aus diesem Anlass der Verbundenheit zeigte die Stiftung Bauhaus
Dessau im Oktober 2020 anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Henry und Emma Budge
Stiftung im neuen Bauhaus Museum Dessau eine Ausstellung zur Geschichte und Aktualität des
Budge-Heims. Leider musste die Ausstellung Corona bedingt schon drei Tage nach der Eröff-
nungsveranstaltung schließen.
Womit aber nicht der Austausch mit dem Bauhaus Dessau abgerissen ist. Heute wird der Kurator
der Ausstellung, Herr Werner Möller, bei uns zu Gast sein.
Er berichtet über die Verbindungen des historischen Budge-Heims mit der weltberühmten Archi-
tektur- und Designschule Bauhaus Dessau und wird aus dem Kinderreisebuch „Alles Bauhaus?
eine fantastische Zeitreise mit Mia und Lucas“ lesen.
Das Buch entstand 2019 anlässlich des 100. Bauhausjubiläums für „kleine“ und „große“
Leser*innen. Es ist eine Zeitreise zu bedeutenden Bauten der Bauhausgeschichte in Europa und
den USA. Eine Station dieser Grand Tour der Moderne ist das Budge-Heim in Frankfurt am Main.
Zum Abschluss der Veranstaltung wird der dokumentarische Kurzfilm „Erwerbslose kochen für
Erwerbslose“ gezeigt. Er entstand kurz nach der Eröffnung des Budge-Heims und bettet das
Altenheim in die soziale Realität der Stadt Frankfurt am Anfang der 1930er Jahre ein. Den Film
produzierte Ella Bergmann-Michel, die auch 1930/31 im Auftrag von Mart Stam den Werbefilm
für das Budge-Heim gedreht hatte. Und auch sie hatte enge Verbindungen mit dem Bauhaus und
Frankfurt am Main.
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche im Anschluss an die
Veranstaltung.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Dr. Werner Möller
1213
Filmstill aus:
„Wo wohnen alte Leute“,
Ella Bergmann-Michel,
1931 Copyright.
Sünke Michel
Dr. Werner Möller
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und kommissarischer Leiter
der Kuratorischen Werkstatt der Stiftung Bauhaus Dessau.
Nach einem Studium der bildenden Künste sowie der Archi-
tektur- und Designgeschichte und -theorie liegen seine aktu-
ellen Arbeitsschwerpunkte an den Schnittstellen der Vermitt-
lung und der kuratorischen Praxis im Ausstellungswesen und
der Forschung zur Moderne.September 2021
VERANSTALTUNGEN
Sonntag, 5. und 26. September /
15:00 Uhr
DEUTSCHKURS FÜR
RUSSISCHSPRACHIGE
BEWOHNER
mit Alexandra Yanova
Liebe Freunde,
wir möchten Sie herzlich einladen, an unserem Gruppen-
unterricht „Deutsch für Russischsprachige“ teilzunehmen.
Unser Schwerpunkt ist Gesprächstraining, aber auch Gram-
matik und Wortschatz werden nicht vergessen. Sie können
gerne jederzeit anfangen. Der Unterricht wird in der Zusam-
menarbeit mit Günter-Feldmann-Zentrum e. V. durchgeführt.
Дорогие друзья,
предлагаем вашему вниманию группу изучения немецкого
языка для тех, кто говорит по-русски. Мы делаем упор на
разговорную речь, но не забываем также о грамматике
и словарном запасе. Присоединиться к группе можно
в любой момент. Курс проводится в сотрудничестве с
Центром им. Гюнтера Фельдмана.
Mit freundlichen Grüßen,
Alexandra Yanova
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal (5. September)
im Speisesaal (26. September)
Alexandra Yanova
Alexandra Yanova
lebt seit mehr als acht Jahren in Deutschland und war u. a.
als Ehrenamtliche im Bereich der Integration in Frankfurt tätig.
1415 Dienstag, 7. September und Mittwoch, 8. September / jeweils nach dem Mittagessen (gegen 14:00 Uhr) JÜDISCHER NEUJAHRS- SPAZIERGANG An Rosch HaSchana, dem jüdischen Neujahr, ist es Brauch, mit Familie und Freunden spazieren zu gehen. Auch in der Budge-Stiftung wird dieser Brauch gepflegt, und zwar auf besondere Weise: die jüdischen Bewohner laden ihre christ- lichen Freunde und Nachbarn ausdrücklich dazu ein. Mitzu- bringen ist nur gute Laune. Selbstverständlich können auch Rollstuhlfahrer teilnehmen. Die Strecke ist weder weit noch schwer. Schließlich befindet sich die Budge-Stiftung im Frank- furter „Grün-Gürtel“ und unweit einer Quelle, die den Na- Bild: men „Judenborn“ trägt. Es ist auch Brauch, beim Neujahrs- Der „Judenborn“ spaziergang eine Quelle oder ein Fluss aufzusuchen; über in Bergen den Hintergrund dazu wird uns Rabbiner Steiman am Brun- nen aufklären. So bietet sich dieser Brunnen bestens für einen jüdischen Neujahrsspaziergang an. So wollen wir zusammen spazieren gehen: Unser Weg geht hinter dem Haus los (vom zweiten Stock aus) und führt durch die Kirchgasse an der Buchhändlerschule vorbei durch die Gärten bis zum „Judenborn“ in Bergen – und von dort wie- der zurück. Rollstuhlfahrer sind selbstverständlich auch eingeladen und werden bis zu den Treppen vor dem „Judenborn“ von ehren- amtlichen Mitarbeitern unterstützt. Spaziergänger, die auf ei- nen Rollator angewiesen sind, werden an den Treppen eben- falls von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt und können ihren Rollator bis zum Ziel und zurück benutzen. Der Weg ist größtenteils flach. Treffpunkt: auf der Galerie im zweiten Stock vor der Synagoge. Dauer: ca. eine Stunde. Mit Rabbiner Andrew Steiman. Bei Regen fällt der Spaziergang aus!
September 2021
VERANSTALTUNGEN
Monatsspruch September
Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht
satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und
keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen
löchrigen Beutel.
(Buch des Propheten Haggai 1,6 / Lutherübersetzung)
Sonntag, 10. September / 15:00 Uhr
EVANGELISCHER
GOTTESDIENST
mit Pfarrerin Melanie Lohwasser
Bitte kommen Sie frühzeitig vor Beginn der Gottesdienste,
damit beim Eintreten die Sicherheitsabstände gewahrt wer-
den können. Bitte bringen Sie eine Maske mit.
in der Kapelle
Evangelische Gottesdienste auf den Wohnbereichen
Auf Wohnbereich 4 und 5 findet in der Regel donnerstags und auf Wohnbereich 6 und 7 in der
Regel freitags zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr jeweils ein kleiner Gottesdienst statt.
Eingeladen sind alle, die dazu kommen möchten.
Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an Pfarrerin Melanie Lohwasser (Tel: 069-95507158)
1617
Montag, 13. September / 10:30 Uhr
SOMMERKONZERT:
DAS CORONA-ENSEMBLE
des Landespolizeiorchesters Hessen spielt für Sie
Achtung:
Das Konzert findet nur bei guter Witterung statt!
vor der Cafeteria
Landespolizeiorchester Hessen
Montag, 13., 20. und 27. September /
15:00 – 16:30 Uhr
BUDGE-CHOR
mit Silvia Chamas
Unsere musikalischen Schwerpunkte sind alte und neue
Volkslieder, alte und neue Schlager, Gospels, christliche und
jüdische Musik und Kanons. Auf individuelle musikalische
Wünsche wird eingegangen.
Neue Sängerinnen und Sänger sind immer
herzlich willkommen.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
in der Kapelle
Silvia ChamasSeptember 2021
VERANSTALTUNGEN
Dienstag, 14. September / 14:30 Uhr
AUSFLUG IN DEN KURPARK
von Bad Orb
Abfahrt: 14:30 Uhr
Rückkehr: gegen 19:00 Uhr
Wichtige Informationen: Zunächst laden wir Sie zu
Kaffee und Kuchen ein. Danach bleibt genügend Zeit, um
den Kurpark von Bad Orb zu genießen. Die Teilnehmerzahl ist
auf 25 Personen begrenzt. Interessenten werden gebeten, sich
umgehend in die an der Zentrale ausgelegte Liste einzutragen.
Freitag, 17. September / 15:00 Uhr
OFFENE KIRCHE
„Erntefeste in Christentum und Judentum“
Vortrag und Gespräch
mit Pfarrerin Melanie Lohwasser
Die Offene Kirche ist ein Gesprächskreis „über Gott und die
Welt“, zu dem alle, unabhängig von der Religionszugehörig-
keit herzlich eingeladen sind!
Bitte kommen Sie frühzeitig, damit beim Eintreten die Sicher-
heitsabstände gewahrt werden können. Bitte bringen Sie eine
Maske mit.
in der Kapelle
Pfarrerin Melanie Lohwasser
Dienstag, 21. und 28. September /
09:30 – 11:00 Uhr
MALGRUPPE
mit Holger Friedrich
im Rosl-und Paul-Arnsberg-Saal
Holger Friedrich
1819
Mittwoch, 22. September / 09:30 Uhr
SCHREIBWERKSTATT MIT
MICHAELA FRÖLICH
Familiengeschichten aufschreiben
Wir erinnern uns an wichtige Menschen in unserem Leben,
die Familie – Vater, Mutter, Geschwister – denken an die
Großeltern, Cousinen und Cousins, Tanten und Onkel, den
Lebenspartner, Enkel und die Urenkel. Die Erinnerungen fas-
sen wir in Skizzen, Briefen oder formlosen Gedichten zusam-
men. So entsteht ein Familienbuch der ganz besonderen Art.
Es sind keine schriftstellerischen Vorkenntnisse erforderlich.
Die Freude am Erinnern, Schreiben, Zuhören und gemein-
samen Austausch steht im Vordergrund.
Die Schreibgruppe ist offen für alle Interessierten – ein Neu-
einstieg jederzeit möglich. Wir treffen uns einmal im Monat
am Mittwochvormittag.
Weitere Termine: 20.10. & 17.11.2021
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Michaela Frölich M.A., Autorin & Biografin
Mittwoch, 22. September /
14:00 – 16:00 Uhr
„DER HÖRGERÄTEAKUSTIKER
KOMMT INS HAUS …“
in der Kapelle
Hörtechnik HübnerSeptember 2021
VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 22. September /
15:30 – 17:00 Uhr
VOLKSLIEDER SINGEN
Lassen Sie uns gemeinsam das
älteste Instrument der Menschheit
Ihre Stimme
wieder entdecken.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Gerhard R. Hubl
Donnerstag, 23. September / 16:30 Uhr
DIE LAUBHÜTTE
Bräuche und Bedeutung
Vortrag von Rabbiner Andrew Steiman
Das Laubhüttenfest:
Worum geht es da überhaupt?
Wie wird das Fest gefeiert?
Inwiefern dieses biblische Fest auch für Christen Bedeutung
hat, und somit für das christlich-jüdische Verhältnis, wird uns
unser Rabbiner erläutern. Eine Besichtigung unserer Laub-
hütte findet im Rahmen des Vortrags statt.
Zum Vortrag sind selbstverständlich alle Bewohner und
Mitarbeiter willkommen.
in der Synagoge
Rabbiner Andrew Steiman
Hinweis: für die Besichtigung der Laubhütte bitte daran
denken, feste Schuhe anzuziehen. Je nach Witterung auch
eine Jacke oder Mantel mitbringen.
2021
Sonntag, 26. September /
08:00 – 18:00 Uhr
WAHL ZUM 20. DEUTSCHEN
BUNDESTAG
Sie haben die Möglichkeit Ihre Stimme im Wahllokal
(Cafeteria) in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr abzugeben
oder von der Briefwahl Gebrauch zu machen.
Bitte beachten Sie, dass an diesem Tag unsere
Cafeteria geschlossen hat!
Sonntag, 26. September / 15:00 Uhr
ÖKUMENISCHER
GOTTESDIENST ZU
ERNTEDANK
mit Pfarrerin Melanie Lohwasser
und Pfarrer Joseph Anumnu
Bitte kommen Sie frühzeitig vor Beginn der Gottesdienste,
damit beim Eintreten die Sicherheitsabstände gewahrt wer-
den können. Bitte bringen Sie eine Maske mit.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-SaalSeptember 2021
VERANSTALTUNGEN
Montag, 27. September / 11:00 Uhr
PHYOGA
Kraft FÜR die Mitte – Kraft AUS der Mitte Neuer Kurs
Balance und Ausgeglichenheit
Kräftigende möglichst im Stehen ausgeführte Übungen vor
allem der Körpermitte fördern die Stabilität. Wir werden ge-
meinsam üben Grenzen wahrzunehmen, zu akzeptieren und
auszuweiten. Bewusstes und mit der Atmung geführtes Bewe-
gen schult die Selbstwahrnehmung.
Mitzubringen:
Sportliche Kleidung, Freude an Bewegung, Aufgeschlossenheit
Ab 27.09. jeden Montag 10:00 – 11:00 Uhr.
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Helga Kirschner (Physiotherapie im Haus)
Eine starke (Körper-)Mitte schenkt Freiraum für eine dynamische
Peripherie … ein bisschen Humor hilft auch! …
2223
Dienstag, 28. September / 15:30 Uhr
LITERATURGESPRÄCH MIT
ANDREA HENSGEN
„Vom Verschwinden“
Amerikanische Erzählungen des 19. Jahrhunderts
Washington Irving, Rip van Winkle, 1819
„Den Wunsch, sich unbeschadet zu entziehen, dem alltäg-
lichen Getriebe mit all seinen Anforderungen oder gar dem
Verlauf der Zeit, der Befristetheit des Lebens, spürt wohl
mancher ab und an. Die Literatur hat eine Reihe von Helden
geschaffen, die ihre ganz eigenen Nischen finden, um den
gewöhnlichen Gang der Dinge zu entgehen. Zu ihnen gehört
auch Rip van Winkel, dem wir uns in unserem ersten Treffen
nach der Sommerpause widmen wollen.
Alle bisherigen Teilnehmer und alle Neugierigen, die einmal
in unsere Gesprächsrunde hinein schnuppern wollen, sind
herzlich hierzu eingeladen.“
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Andrea Hensgen
Andrea Hensgen
Ihre Begeisterung für Literatur steckt an und ihre Freude am
lebendigen Gespräch verspricht sowohl einen anregen-
den wie auch persönlichen Austausch. Geboren 1959 und
aufgewachsen an der Mosel, sammelte sie als Kind die
Geschichten ihres kleines Heimatdorfes.
Sie studierte zuerst Literaturwissenschaft, bevor sie sich an
das eigene Schreiben wagte. Mittlerweile hat sie knapp
dreißig Bücher publiziert, Romane, Erzählungen und Kinder-
bücher und dafür einige Auszeichnungen erhalten.September 2021
VERANSTALTUNGEN
Mittwoch, 29. September /
09:30 – 11:00 Uhr
FILZEN FÜR SENIOREN!
Filzen gelingt immer! Vielleicht anders, etwas größer, klei-
ner, runder oder länger – aber Wolle ist ein lebendiges Ma-
terial, und Filzen heißt auch Experimentieren und Kreativität
ausleben. Beim Arbeiten mit der Wolle wird die Motorik der
Hände, die Muskulatur von Armen und Schulter und Nacken
trainiert. Mit warmem Wasser, Seife und farbiger Merino-
wolle entsteht Schönes aus Wolle.
Beim Nassfilzen darf man – fast – alles machen,
was beim Wolle waschen verboten ist!
im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
Annette Kallweit
2425 Donnerstag, 30. September / 15:30 Uhr KLAVIERKONZERT AM NACHMITTAG: UNGARISCHE TÄNZE mit Leopoldo Lipstein Die Interpretationskunst des argentinischen Pianisten Leo- poldo Lipstein gehört zu den bemerkenswerten des gegen- wärtigen Konzertlebens. Behutsam und unmerklich treten Selbstverständlichkeiten wie perfekte Technik und Stilgefühl, Professionalität und musikalische Intelligenz in den Dienst ei- ner sensiblen und liebevollen Poesie. Schon früh bereiste er als Wunderkind ganz Südamerika. Mit 17 Jahren gewann er den ersten Preis des Nationalen Argen- tinischen Klavierwettbewerbs. Seine wichtigsten Lehrer wa- ren Marcelo Tomassini, Aldo Antognazzi und Pavel Gililov. Lipstein gibt Solo-Konzerte auf der ganzen Welt, u. a. in Deutschland, USA, Japan und Südamerika. Er ist Klavier- dozent an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als Solist hat er sieben CDs veröffentlicht, die alle besondere thematische Schwerpunkte setzen (Chopin, spanische Kompo- nisten, Shakespeare und weitere). Außerdem hat er drei CDs mit Kammermusik eingespielt. Er hat Aufnahmen u. a. für den Bayrischen Rundfunk und den SWR gemacht, sowie bei Radio Buenos Aires Beethovens 3. Klavierkonzert aufgenommen. im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal Leopoldo Lipstein
September 2021
DIE HOHEN FEIERTAGE
DIE „HOHEN FEIERTAGE“:
ROSCH HASCHANA
(dieses Jahr: 6. September abends bis 8. September)
Mit Rosch HaSchana („Kopf des Jahres“; biblisches Neujahr)
beginnt bei Neumond nach Herbstanfang (am ersten und
zweiten Tag des biblischen Monats Tischri) eine 10-tägige
Periode, die als die „Hohen Feiertage“ bekannt ist. Mit Jom
Kippur (auch bekannt als „Versöhnungsfest“) am 10. Tischri
finden die Hohen Feiertage einen weiteren Höhepunkt und
zugleich ihren Abschluss.
Dieses Jahr ist der erste Neumond im Herbst in der Nacht vom 6ten auf den 7ten September.
Damit ist das neue Jahr zwar da, aber nicht sichtbar – wie der Neumond.
Juden in aller Welt treten mit dieser Zeit der Buße und des Gebets in besinnlicher und nachdenk-
licher Stimmung in ein neues Jahr ein. Es ist Sitte, während dieser Zeit (und auch schon davor) auf
den Mitmenschen zuzugehen und sich zu versöhnen, um auch in den Beziehungen zueinander
einen Neuanfang zu gestalten.
„Schana Tova“ („ein Gutes Jahr!“) ist zu Neujahr der übliche Gruß, oder auch: „Mögest du in
das Buch des Lebens eingeschrieben sein“ (kurz: „Guter Eintrag!“). Der Hintergrund: im „Volk des
Buches“ gibt es die Vorstellung eines besonderen Buches, in welchem die Schicksale der Men-
schen von Gott aufgezeichnet werden – ähnlich einem Klassenbuch, in welchem der Lehrer für je-
den Schüler die Eintragungen macht. An Rosch HaSchana finden die Beurteilung und der Eintrag
für jedes Geschöpf auf der Welt statt, und an Jom Kippur wird das Buch geschlossen – und am
Ende des Tages schließlich versiegelt. Daher ist Neujahr auch als „Tag des Gerichts“ (Jom HaDin)
bekannt. Jeder Mensch hat dennoch jederzeit vor dem Schöpfer die Möglichkeit, seinen Eintrag
durch moralisches Verhalten zu seinen Gunsten zu beeinflussen. In der Zeit der Hohen Feiertage
gilt es ganz besonders, sich dessen bewusst zu sein und mit einem guten Eintrag, der dann auch
zu Jom Kippur besiegelt wird, in das Neue Jahr zu gehen.
Das Fest Rosch HaSchana ist vor allem bekannt als der Neujahrstag des biblischen und damit des
jüdischen Kalenders, aber eigentlich hat Rosch HaSchana eine vierfache Bedeutung: Es ist außer
dem Neujahrstag und dem oben bereits erwähnten „Tag des Gerichts“ (Jom HaDin) auch noch
„Tag der Erinnerung“ (Jom HaSikaron) und „Tag des Shofar-Blasens“ (Jom Teru‘ah)
2627 „Tag des Gerichts“: Juden weltweit betrachten ihre vergangenen Taten und bitten Gott sowie den Mitmenschen um Vergebung für ihre Sünden. Jeder von uns macht nun mal Fehler. Wir haben keine unbegrenzte Energie und werden nicht immer unseren eigenen Erwartungen gerecht, ge- schweige denn den Erwartungen der anderen. Reue und Buße („T‘schuwa“) erlauben uns, diese Konflikte das Jahr hindurch zu lösen, aber Rosch HaSchana ist ganz besonders von Reue und Buße gekennzeichnet. „T‘schuwa“ (Umkehr) ist ein zentrales Thema der Hohen Feiertage und besteht aus mehreren Schritten: Erkenntnis und Eingeständnis des falschen Handelns und konsequentes Ablassen davon in der Zukunft. T‘schuwa verlangt auch Wiedergutmachung für eine geschädigte Partei und den festen Vorsatz, in Zukunft von dem Handeln abzusehen, welches den Schaden hervorrief. Die Einsicht, auch sich selbst geschädigt zu haben, gehört dazu. „Tag des Schofar-Blasens“: Am Vormittag von Rosch HaSchana (außer, wenn es auf einen Schabbat fällt) wird Schofar (das Widderhorn) in der Synagoge geblasen, nach besonderen Noten aus biblischer Zeit. Das Widderhorn erinnert unter anderem an die biblische Episode der „Bindung Isaaks“, die nach jüdischer Tradition an einem biblischen Neujahrstag stattgefunden hat. Anstelle des Sohnes wurde ein Widder geopfert – und auf ewig durch das Widderhorn ein Signal gesetzt: Gott will kein Menschenopfer. „Tag der Erinnerung“: Ins Gedächtnis gerufen wird auch Vergangenes aus der biblischen Geschichte und somit eine Perspektive geboten für die Zukunft, um die gebetet wird: Eine große Vergangenheit, an die man sich erinnert, verspricht eine große Zukunft, auf die man hofft. Die Ereignisse der Vergangenheit sind alle ein integraler Teil der jüdischen Identität. Mit Rosch Ha- Schana fing und fängt weiterhin alles an, denn rechnet man die Bibel „rückwärts“, ergibt sich: Vor nunmehr 5782 Jahren war der erste Schabbat und damit die Schöpfung vollendet. Nach jüdischer Vorstellung fing die Geschichte der Menschheit also vor 5782 Jahren an (alles davor ist damit eben Vorgeschichte).
September 2021
DIE HOHEN FEIERTAGE
Liturgie und Bräuche haben sich über Jahrhunderte, ja sogar über Jahrtausende entwickelt,
vom Heiligen Land in die Diaspora hinein und inzwischen auch wieder zurück. Je nach Gegend
entstanden auf der ganzen Welt unterschiedliche Ausprägungen. Solch kulturelles Erbe stellt die
Basis dar für jüdisches Wirken und jüdische Identität.
Das Kulinarische darf dabei nicht unerwähnt bleiben. Vor allem die festlichen und süßen Lecke-
reien fallen auf – um sicherzustellen, dass das neue Jahr süß (und nicht etwa bitter) anfängt. So
ist es Sitte, die Mahlzeit an Neujahr mit Süßem zu beginnen, etwa mit in Honig getunkten Äpfeln
oder mit süßem Brot. Dieses festliche Brot hat häufig auch eine Ringform, um den Kreislauf der
Jahre und der Jahreszeiten zum Ausdruck zu bringen. Somit beginnen Juden das neue Jahr als
eine runde Sache und mit „Brot statt Böllern“.
Juden schicken sich gegenseitig auch bunte Grußkarten mit Neujahrswünschen zu; in letzter Zeit
immer häufiger mit Hilfe der modernen Technik per Internet und E-Mail. Am ersten Tag des neuen
Jahres (oder am zweiten, falls der erste auf einen Schabbat fällt) ist es nach dem Nachmittags-
gebet oder als Neujahrsspaziergang nach dem Essen in einigen Gemeinden Sitte, Teiche, Seen,
Flüsse oder Quellen aufzusuchen, um dort symbolisch die Sünden dem Wasser zu über-
geben, sie dort zu versenken oder hinwegschwemmen zu lassen („Tashlich“).
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Hier in der Budge-Stiftung ist es Brauch geworden, diese mit-
telalterliche Tradition mit einem fröhlichen Neujahrsspazier-
gang zu pflegen. Am „Judenborn“ in Bergen wird eine kurze
Zeremonie abgehalten (mit dem Schofar und dem Aufsagen
von Psalmen und anderen Gebeten). Danach geht es wieder
zurück durch die Kirchgasse nach Hause. Dieser Brauch ist
inzwischen so beliebt, dass wir ihn an beiden Neujahrsta-
gen pflegen: Wir treffen uns dazu nach dem Mittagessen vor
der Synagoge und hoffen auf gutes Wetter. Selbstverständ-
lich sind auch christliche Bewohner und Besucher zum tra-
ditionellen Neujahrsspaziergang eingeladen: sowohl am
Dienstag, 07.09. als auch am Mittwoch, 08.09.,
jeweils nach dem Mittagessen. Treffpunkt: auf der
Galerie im zweiten Stock vor der Synagoge.
SCHANA TOVA!
(„ein Gutes Jahr“), zu Neujahr üblicher Gruß
Text von Peter Olivier,
überarbeitet von unserem Rabbiner, Andrew SteimanSeptember 2021
DIE HOHEN FEIERTAGE
DIE „HOHEN FEIERTAGE“:
JOM KIPPUR
(dieses Jahr: 15. September abends und 16. September)
Jom Kippur, auch als „Versöhnungstag“ oder bei den deut-
schen Juden als „der längste Tag“ bekannt, gilt als höchster
jüdischer Feiertag. Als „Schabbath der Schabbathe“, wird er
in der Torah auch genannt. Jom Kippur ist zugleich End- und
Höhepunkt der sogenannten 10 Tage der Buße, mit denen
das neue Jahr beginnt. Rosch Haschana und Jom Kippur sind
im Judentum zusammen bekannt als die Hohen Feiertage.
An Rosh HaSchana ist Jom HaDin, dem „Tag des Gerichts“, an dem Gott alle Geschöpfe beurteilt
und sein Urteil für das kommende Jahr in das „Buch des Lebens“ einträgt – wie in einem Klas-
senbuch am Ende des Schuljahres. Aber anders als ein Klassenlehrer oder einem menschlichen
Richter gewährt Gott Seinen Geschöpfen noch 10 Tage Gnadenfrist, bis das Urteil rechtskräftig
ist. Somit werden erst an Jom Kippur das Buch des Lebens geschlossen und die Urteile versiegelt.
Demnach wird demjenigen ein gutes und glückliches Jahr zuteil, der seine Sünden bereut und
damit Besserung gelobt hat.
Unterschieden wird dabei zwischen den Sünden Gott gegenüber und solchen den Mitmenschen
gegenüber. An Jom Kippur bittet man Gott um Vergebung – als Vorbereitung gilt es, bereits davor
bei den Mitmenschen um Vergebung zu bitten für Sünden im zurückliegenden Jahr. Merke: selbst
Gott kann solche Sünden nicht vergeben – sondern nur derjenige, dem gegenüber gesündigt
wurde. Vergeben wird nach dem Bibelwort: „Ich vergebe, wie Du um Vergebung bittest“. Wer
also ernsthaft um Verzeihung bittet, dem wird ernsthaft verziehen.
3031 „G’mar Chatima Towa!“ („einen guten Schluß-Siegel“) ist der zu übliche Gruß, auch in den Kurzformen „G’mar tow“ oder „Chatima towa. Dieser Gruß ergänzt den Neujahrgruß mit dem gegenseitigen Wunsch nach einen „guten Eintrag“: an Neujahr wird in das „Buch des Lebens“ eingetragen, an Jom Kippur wird der Eintrag besiegelt. Jom Kippur ist ein Fasttag: mit Fasten an Jom Kippur tut man es den Engeln im Himmel gleich, die nicht essen und trinken; sie kennen gar keine Bedürfnisse. An Fasttagen wird auch auf das Tragen von Lederschuhen verzichtet, denn zu biblischen Zeiten galt dies als Luxus. Zudem wird dadurch auch auf die nötige Versöhnung mit der Natur hingewiesen: der Verzicht auf Leder- schuhwerk ermahnt dazu, sich der Natur nicht über Gebühr zu bedienen, sie zu nutzen statt zu missbrauchen. Jom Kippur ist also dem Fasten vorbehalten, während der Tag zuvor dem Essen gewidmet ist. Gemäß dem Talmud wird derjenige, „der am 9. Tischri isst und am 10. Tischri fastet“ angesehen, „als ob er beide Tage gefastet hätte“. Wer sich nicht vor dem Fasten Zeit fürs Essen nimmt, fastet sinnlos. Und selbstverständlich gilt: nicht fasten soll, wer dazu gesundheitlich nicht in der Lage ist. Zu Fastenbeginn vor Sonnenuntergang trifft sich die Gemeinde in der Synagoge. Die Männer legen ihre weißen Gebetsschale an, die Torahlade wird geöffnet, und der Kantor stimmt das „Kol Nidre“ an; es wird bis Anbruch der Dunkelheit dreimal wiederholt, jedes Mal etwas lauter. Dieses Ritual zählt zu den bekanntesten jüdischen Liturgien überhaupt. Sein Ursprung wird im Spanien zur Zeit der Inquisition vermutet, als viele Juden unter Folter falsche Eide sprechen mussten, und dafür bei Gott am Vorabend von Jom Kippur um Vergebung flehten. Ein wichtiger Teil des Jom Kippur-Gottesdienst ist das „Viduy“ oder Sünden-Bekenntnis. Das Bekenntnis hilft, sich auf Missetaten zu besinnen, und ihr wörtliches Bekennen ist Teil der formellen Reue, bei der man um Vergebung bittet. Weil Gemeinschaft und Einheit ein wichtiger Teil des jüdischen Lebens sind, werden die Bekenntnisse im Plural gesprochen. An Jom Kippur wird auch das „Jiskor“-Gebet zum Geden- ken an die Verstorbenen abgehalten. Dieses Gebet wird nur vier Mal im Jahr gesprochen: an den drei „Wallfahrtsfesten“ (Pessach, Schawuo’th und Laubhüttenfest) und eben an Jom Kippur.
September 2021
DIE HOHEN FEIERTAGE
Gegen Ende von Jom Kippur gibt es während der letzten Stunde ein Gottesdienst mit Namen
„Ne’ilah“; eine allerletzte Gelegenheit zur Reue. Es ist der einzige Gottesdienst, bei dem die Tü-
ren des Schreins, in der die Torahrollen aufbewahrt werden, offen bleiben von Anfang bis Ende;
dies symbolisiert, dass die Tore der Himmel zu dieser Zeit offen sind. Der Dienst schließt mit dem
siebenmaligen „Der Herr ist unser Gott“. Das Widderhorn (Schofar) wird einmal geblasen, und
die Versammlung proklamiert: „Nächstes Jahr in Jerusalem“. Man könnte Jom Kippur mit seiner
ernsten Grundstimmung als einen Tag der Furcht halten, sicherlich nicht als einen Tag der Freude.
Doch die letzte Mischna des Traktats Ta’anit im Talmud erklärt, dass „es keine fröhlicheren Tage
für Israel gebe als Jom Kippur und der 15. Aw“ (Freudentag in der Folge nach dem Gedenken an
die Tempelzerstörung). Beide Tage nämlich haben gemeinsam, Furcht und Trauer in Hoffnung und
Zuversicht zu wenden.
G’MAR CHATIMA TOWA!
(„einen guten Schluß-Siegel“: zu Jom Kippur üblicher Gruß,
auch in den Kurzformen „G’mar tow“ oder „Chatima towa“)
Text von Peter Olivier,
überarbeitet von unserem Rabbiner, Andrew Steiman
3233
September 2021
JÜDISCHER G´TTESDIENST
Freitag, 03. September / 18:30 Uhr
KABBALAT SCHABBAT
in der Synagoge
mit Rabbiner Andrew Steiman
ROSCH HASCHANA
Am Montagabend, dem 6. September, fängt das Neue Jahr mit den Hohen Feiertagen an.
Die gesamten Gebets- und Essenstermine zu den Feiertagen sind von der jeweiligen Pandemie-
Lage abhängig und werden entsprechend zeitnahe per Aushang und gesonderter Einladung der
Geschäftsleitung bekannt gegeben.
Montag, 6. September / 18:00 Uhr und
Dienstag, 07. September / 18:00 Uhr
NEUJAHRSESSEN
Festessen im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal
mit Gebet zwischen den Gängen (wie letztes Jahr)
3435 JOM KIPPUR Jom Kippur beginnt am Mittwochabend, den 15. September mit dem „Kol Nidre“ und dauert als Fasttag bis Einbruch der Dunkelheit am Tag danach, Donnerstag, den 16. September. Es ist Brauch, den Fasttag mit einem Essen am Nachmittag vor Fastenbeginn gemeinsam einzulei- ten und nach Fastenende zusammen zu beenden. Die genauen Fastenzeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. Überhaupt sind die Gebets- und Essenstermine zu den Feiertagen von der je- weiligen Pandemie-Lage abhängig. Eine gesonderte Einladung der Geschäftsleitung geht Ihnen für diese Mahlzeiten zu. GEMEINSAMES ESSEN VOR DEM JOM-KIPPUR-FASTEN Mittwoch, 15. September ab 16:30 Uhr im Speisesaal MORGENGEBET ZU JOM KIPPUR Donnerstag, 16. September ab 10:00 Uhr in der Synagoge DABEI JISKOR (TOTENGEDENKEN) gegen 11:00 Uhr NACHMITTAGSGEBET ZU JOM KIPPUR Mincha, gefolgt von Maariw und Ne‘ila ab 16:00 Uhr in der Synagoge GEMEINSAMES FASTENBRECHEN AM ENDE VON JOM KIPPUR Donnerstag, 16. September gegen 20:00 Uhr im Speisesaal Diese Angaben sind ohne Gewähr; lediglich vorläufig zur Berücksichtigung für die Feiertagspla- nung. Genauere Angaben zu den Gebets- und Essensterminen sind von der jeweiligen Pandemie- Lage abhängig und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bitte achten Sie daher vor den Feier- tagen auf die gesonderte Einladung der Geschäftsleitung sowie den Aushängen vor der Syna- goge im zweiten Stock. Gleiches gilt für das Laubhüttenfest (Sukkoth).
September 2021
JÜDISCHER G´TTESDIENST
NACH DEN HOHEN FEIERTAGEN
(ZWEITE MONATSHÄLFTE SEPTEMBER):
Freitag, 17. September / 18:00 Uhr
KABBALAT SCHABBAT
in der Synagoge
Hinweis:
Ob nach dem Gebet auch wieder ein Kiddusch möglich wird, ist von der jeweiligen Pandemie-
Lage abhängig.
Montag, 20. September bis Dienstag, 28. September
SUKKOTH (LAUBHÜTTENFEST)
Sukkoth beginnt am Montagabend, den 20. September und geht bis zum 28. September,
gefolgt von Simchat Torah am 29. September.
Wie im letzten Jahr wird die Laubhütte im Bereich des Bewohnergartens hinter dem Haus errichtet.
Je nach Witterung und Pandemie-Lage treffen wir uns dort an den Nachmittagen des Fests. Bitte
dazu die zeitnahen Ankündigungen beachten. Ob auch wieder in der Laubhütte ein Kiddusch
möglich sein wird, ist von der jeweiligen Pandemie-Lage abhängig.
3637 Freitag, 24. September / 18:00 Uhr KABBALAT SCHABBAT in der Synagoge mit Rabbiner Andrew Steiman Mittwoch, 29. September SIMCHAT TORAH (FREUDENFEST DER TORAH) Dieses Fest besteht in der Hauptsache aus Singen und Tanzen mit den Torah-Rollen – ob das wieder möglich sein wird, war bei Drucklegung des Veranstaltungskalenders nicht abzusehen. Im letzten Jahr wurde nicht getanzt, und statt Gesang gab es aufgesagte Gedichte in Gegenwart unserer Torah-Rollen – auch das hat Freude bereitet. Auf jeden Fall wollen wir dieses freudige Fest feiern – so gut es eben geht. Ob auch wieder ein Kiddusch in Verbindung mit dem Fest möglich sein wird, ist von der jeweiligen Pandemie-Lage abhängig. Bitte dazu die zeitnahen Ankündigungen beachten.
September 2021 AUF EINEN BLICK … 1. September Kleiderverkaufstand 1. September „Picasso – Ich und meine Frauen“ – Vortrag mit Dr. Dieter Tino Wehner 1., 8., 15., 22. & 29. September Qi Gong mit Helga Kirschner 1. September Ausflug in den Kurpark von Bad Homburg 1. September „Der Hörgeräteakustiker kommt ins Haus …“ 2., 9., 23. & 30. September Gymnastik mit Angelika Franke 2., 9., 23. & 30. September Küchensprechstunde 2., 9., 23. & 30. September Bibliothek mit Petra Scheschonka 2. September Herbst„fair“gnügen 2. & 16. September Katholischer Gottesdienst mit Pfarrer Joseph Chidi Anumnu 3. September Schutzmann vor Ort: Bürgersprechstunde 3., 10., 17. & 24. September Nordic-Walking mit Ulrich und Hanna Cremer 3. September Yoga mit Andrea Mahler 3. September Alles Bauhaus? Eine Zeitreise in das alte Henry und Emma Budge-Heim 5. & 26. September Deutschkurs für russischsprachige Bewohner mit Alexandra Yanova 7. September Jüdischer Neujahrsspaziergang 8. September Jüdischer Neujahrsspaziergang 10. September Evangelischer Gottesdienst mit Pfarrerin Melanie Lohwasser 13. September Sommerkonzert: Das Corona-Ensemble 13., 20. & 27. September Budge-Chor mit Silvia Chamas 14. September Ausflug in den Kurpark von Bad Orb 17. September Offene Kirche 21. & 28. September Malgruppe mit Holger Friedrich 22. September Schreibwerkstatt mit Michaela Frölich 22. September „Der Hörgeräteakustiker kommt ins Haus …“ 22. September Volkslieder singen 23. September Die Laubhütte – Bräuche und Bedeutung 26. September Wahl zum 20. Deutschen Bundestag 26. September Ökumenischer Gottesdienst zu Erntedank 27. September Phyoga – Kraft FÜR die Mitte – Kraft AUS der Mitte 28. September Literaturgespräch mit Andrea Hensgen 29. September Filzen für Senioren 30. September Klavierkonzert am Nachmittag: Ungarische Tänze 38
Außenbereich vor der Cafeteria 10:00 – 14:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 10:30 Uhr Kapelle 10:30 Uhr 14:30 – 19:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:00 – 17:00 Uhr Kapelle 09:45 –10:15 Uhr Speisesaal 13:30 Uhr Bibliothek 14:00 – 16:00 Uhr Außenbereich neben der Cafeteria 15:00 – 17:00 Uhr Kapelle 15:30 Uhr Kapelle 09:30 – 11:30 Uhr vor dem Haupteingang 10:00 – 11:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 10:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:30 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal (05.09.) & Speisesaal (26.09.) 15:00 Uhr Galerie im zweiten Stock vor der Synagoge gegen 14:00 Uhr Galerie im zweiten Stock vor der Synagoge gegen 14:00 Uhr Kapelle 15:00 Uhr vor der Cafeteria 10:30 Uhr Kapelle 15:00 – 16:30 Uhr 14:30 – 19:00 Uhr Kapelle 15:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 09:30 – 11:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 09:30 Uhr Kapelle 14:00 – 16:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:30 –17:00 Uhr Synagoge 16:30 Uhr Cafeteria 08:00 –18:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 11:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:30 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 09:30 –11:00 Uhr Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal 15:30 Uhr
Henry und Emma Budge-Stiftung Wilhelmshöher Straße 279 60389 Frankfurt am Main Telefon: 069 47871 - 0 E-Mail: info@budge-stiftung.de Weitere Informationen im Internet: www.budge-stiftung.de
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