THE PARENTAL ALIENATION SYNDROME PAS - Elterliches Entfremdungssyndrom Eltern
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Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 1 von 14
Internationale Tagung in
Frankfurt, 18/19. Oktober,
2002.Das Programm .und weitere
Einzelheiten können der eigenen
Homepage der Veranstalter
entnommen werden: www.pas-
konferenz.de .
THE PARENTAL ALIENATION
SYNDROME (PAS)
Elterliches Entfremdungssyndrom (Eltern-
Kind-Entfremdung)
,,Beide Kinder machten bei
ihren Anhörungen einen so
aufgeweckten Eindruck, daß
das Gericht davon überzeugt
ist, daß sie zumindest nicht im
Sinne des "Parental-
Interdisziplinäre
Alienation-Syndrome"
Erkenntnis einer manipulierbar sind."
Familienrichterin
(Amtsgericht Ein vom JA/ASD empfohlenes und vom
München, jetzt OLG Vater wiederholt beantragtes
München) zum psychologisches Fachgutachten erübrigte
Parental Alienation sich natürlich bei dieser klaren
Syndrome (Juni Überzeugung des Gerichts.
1998)
Ein Glaubhaftigkeitsgutachten wegen
sexuellem Missbrauchsvorwürfen war
dagegen unverzüglich angeordnet worden,
obwohl die Aussagen des Kindes dazu in
der gerichtlichen Anhörung zum
Umgangsantrag des Vaters so knapp und
vage waren, dass die Sachverständige
zunächst, offensichtlich erstaunt, fragte, ob
nicht weiter nachgefragt worden war, was
von der Richterin verneint wurde. Dem
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Vater war vom Gericht vor diesem
Beschluss keinerlei Gelegenheit geboten
worden zu den Beschuldigungen auch nur
kurz Stellung zu nehmen.
Die Sachverständige hielt dazu im
Gutachten auch fest, dass die Aussagen bei
Gericht überhaupt nicht für das in Auftrag
gegebenene Glaubhaftigkeitsgutachten
geeignet waren. Dieses wurde deshalb
allein zu neuen Aussagen erstellt,
offensichtlich nach noch weiterer,
monatelanger und massiver Beeinflussung
des Kindes durch die Mutter und ihre
Helfer, die ebenfalls im Gutachten
ausführlich beschrieben ist. Das Resultat
war allerdings trotzdem für sie negativ,
und das selbst nach weiteren, wiederholten
"Nachbesserungsversuchen" seitens der
Mutter.
Anmerkung vom 27.12.1999: Die Anfänge dieser Webseiten liegen vor Erscheinen der ersten
deutschsprachigen Arbeiten zu PAS (1998) und basieren in erster Linie auf amerikanischer
Literatur, angefangen mit R. A. Gardner, der den PAS Begriff etwa 1984 prägte, um damit auf
ein von ihm in seiner Arbeit als psychiatrischer Sachverständiger bei
Sorge/Umgangsentscheidungen immer häufige beobachtete Verhaltensmuster hinzuweisen
(vgl. R. A. Gardner, Recent Trends in Divorce and Custody Litigation, 1985, und unsere
Einführung). Wie die folgenden Seiten zeigen, ist PAS nunmehr auch in Deutschland ein heiß
diskutiertes Thema geworden, sogar in Presse, Rundfunk und Fernsehen. Wir haben daher
eine Überarbeitung unserer Informationen zu PAS in Angriff genommen, bei der insbesondere
auch auf die hier kürzlich geäußerten Kritikpunkte eingegangen werden soll.
Aus aktuellem Anlass (Oktober 2002) haben wir aus grundsätzlicher,
wissenschaftlicher Sicht zu Veröffentlichungen über PAS Stellung genommen.
Die meisten der Kritikpunkte an PAS sollten informierten Autoren allerdings aus der in den USA
schon längst geführten Diskussion bekannt sein. Dass von hiesigen Sachverständigen auch
Argumente kommen würden, wie dass es sich bei PAS um ,,alten Wein in neuen Schläuchen
handelt", war zu erwarten. Selbstverständlich sind die für PAS charakteristischen Verhaltensmuster
auch schon vor Bekanntwerden des PAS Begriffes in Deutschland aufgetreten und von einzelnen
Sachverständigen und Richtern vollkommen richtig erkannt worden. Ursula Kodjoe / Peter Koeppel,
Früherkennung von PAS - Möglichkeiten psychologischer und rechtlicher Interventionen-
Kind-Prax 5/98, S. 138-144, sprechen sehr treffend von einzelnen ,,Leuchtturmurteilen" in der
Vergangenheit (vgl. auch unsere Zusammenstellung solcher Gerichtsentscheidungen). Der PAS
Begriff und eine sinnvolle Diskussion über PAS soll unserer Meinung nach eigentlich nur dazu
führen, dass auf die betreffenden Verhaltensmuster jetzt besser aufmerksam gemacht wird. Dann ist
zu hoffen, dass sie damit in Kindesanhörungen und nachfolgenden Gerichtsentscheidungen besser
berücksichtigt werden, sowie zu begleitender, empirisch-psychologischer Forschung anregen. Der
Prager Psychologe Eduard Bakalar berichtet, dass in Tschechien das zuständige Ministerium schon
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vor Jahren eine Übersetzung des Buches von R. A. Gardner, ,,The Parental Alienation Syndrome",
Erste Auflage 1992, und dann eine Schulung von Jugendamtsmitarbeitern veranlaßte ("Das 'Parental
Alienation Syndrome' (PAS) in der Tschechischen Republik", ZfJ 6/98, S. 268).
1. Zur Entstehung des Begriffs und Definition:
Die in den USA schon längst geführte und nun in Deutschland wiederholte Diskussion, ob zu Recht
von einem Syndrom gesprochen wird, oder ob es sich gar um eine (neue) Krankheit handelt,
erscheint uns höchst überflüssig. Eine exakte Definition des PAS Begriffes ist bei der Vielfalt der
individuellen Verhaltensmuster äußerst schwierig, aber unseres Erachtens auch nicht unbedingt
nötig. Allerdings verliert der PAS Begriff seine einprägsame Wirkung, wenn darunter zu viele Dinge
subsumiert werden. Es ist nicht sinnvoll den Begriff auf jede Verschlechterung einer Eltern-Kind-
Beziehung, die mannigfache Ursachen haben kann, auszudehnen. Zu PAS gehören demnach
beispielsweise nicht Schwierigkeiten, wie Angstgefühle eines Kleinkindes bei der Übergabe an den
anderen Elternteil, wenn dieses Kleinkind noch nicht einmal das Dreickverhältnis der separaten
Mitglieder, Kind, Mutter und Vater, eines Familiensystems adequat erfassen kann, oder nicht
hinreichend auf die Übergabe vorbereitet wurde. Dazu gehört selbstverständlich auch nicht, wenn die
Angst eines Kindes durch das Verhalten des anderen Elternteils tatsächlich begründet ist.
Umgangsvereitelung durch einen Elternteil, ohne Beteiligung des "Kindeswillens", ist ebenfalls nicht
PAS. PAS darf auch nicht mit sexuellen Missbrauchsanschuldigungen gleich gesetzt werden,
obwohl solche sehr häufig, gleichsam als "ultimative Waffe", bei hochstrittigen Umgangs-oder
Sorgerechtsauseinandersetzungen erfolgen.
Vor allem darf aber der PAS Begriff nicht dazu missbraucht werden, um voreilige,
leichtfertige und einseitige Schuldzuweisungen zu machen. Dass muß gerade an dieser Stelle
besonders betont werden, weil sich Väter weit häufiger als Mütter als "Opfer" von PAS sehen. Rein
statistisch gesehen ist dies durch den immer noch weit überwiegenden Anteil der Mütter als
Wohneltelternteil und der damit verbundenen größeren "Macht" (Einflußmöglichkeit) auf das Kind
zu erwarten, ein Faktum das erstaunlicherweise bisher kaum beachtet wurde. Angesichts der
Zahlenverhältnisse erscheinen uns die häufiger diskutierten geschlechtsspezifischen Unterschiede bei
entfremdenden Elternteilen, sofern sie existieren, wirklich sekundär. Um dies zu belegen, bringen
wir bewußt auch Beispiele, in denen der Vater die "Macht" hat, das Kind der Mutter zu entfremden.
Der ,,entfremdete" Elterteil sollte sich aber unbedingt auch ständig und sehr selbstkritisch
Fragen danach stellen, welchen Anteil er möglicherweise an der Verschlechterung der
Beziehung zum Kind hat und was er / sie selbst unternehmen kann, um diese Beziehung zu
verbessern. Es ist, wie Jopt einmal betonte, häufig der Fall, dass beide Elternteile völlig getrennte
"Realitätswelten" aufbauen und sich jeweils als das "Opfer" sehen. Die Kinder sollten auf keinen
Fall mit diesem "Opfer" Status belastet werden. Sofern dies durch den betreuenden Elternteil, und
damit wahrscheinlich weit nachhaltiger, geschieht, ist das ein ganz wesentlicher Faktor für die
Auslösung von PAS. Wenn das Kind sich aus Empathie, unter dem Eindruck der Hilfsbedürftigkeit
dieses Elternteils seiner Haltung anschliesst, bedarf es keiner zusätzlichen, bewussten auf böser
Absicht beruhenden Programmierung gegen den anderen Elternteil. Der betreuende Elternteil sieht
sich dann in seiner Haltung umso mehr bestätigt und ein schwer aufbrechbarer Teufelskreis beginnt.
Aber auch der ausgegrenzte Elternteil sollte unbedingt seinen "Schmerz" gegenüber dem Kind
zurückhalten, weil er damit nur den Loyalitätskonflikt im Kind weiter verstärkt und so zur weiteren
Entfremdung beiträgt.
Eine Einschränkung, wenn auch nicht exakte Definition des PAS Begriffes erscheint, wie gerade
ausgeführt, nötig, damit der Begriff eine nützliche, einprägsame Wirkung hat. Wir versuchen dies
zunächst von der sprachlichen Seite.
Die meiste Aufmerksamkeit wurde bisher (von PAS Kritikern) auf die Bezeichnung ,,Syndrome"
gelenkt, vor allem darauf, ob diese Bezeichnung berechtigt ist. In der Medizin bezeichnet Syndrom
eine Gruppe von Symptomen (Krankheitsmerkmalen), die für eine Krankheit typisch sind.
Besonders häufig wird der Begriff aber angewandt, wenn die Zusammenhänge einzelner Merkmale,
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die Notwendigkeit ihres gemeinsamen Auftretens, sowie Ursache und Wirkung noch nicht
vollständig erfaßt sind. Da wir aber weit davon entfernt sind, in PAS eine beispielsweise mit der
Krankenkasse abrechenbare Krankheit zu sehen, erscheint uns die Debatte über die
Bezeichnung ,,Syndrom" höchst überflüssig, abgesehen davon, dass sie in den USA schon längst
zum Überdruss geführt wurde. Langfristige Auswirkungen von PAS auf das Kind können aber
durchaus zu anerkannten, psychiatrischen Erkrankungen führen, wie am Beispiel der (aus welchen
Ursachen immer) Vaterentbehrung nachgewiesen wurde. (Franz, 1998; Petri,1998). Ebenso sind bei
hartnäckig entfremdenden Elternteilen Persönlichkeitsstörungen zu vermuten (Gardner, 2te Auflage,
Kap. 3, S. 43ff).
Weit wesentlicher als die Syndromdiskussion erscheint uns die Präzisierung des
Begriffes ,,Alienation". Dazu aus Webster's Unabridged Dictionary:
1. alienate adj.[ME alienat, fr. L alienatus, past part. of alienare to alienate, fr. alienus stragne - more
at ALIEN] obs: made unfriendly, hostile or indifferent: ESTRANGED
2. alienate : to cause to be estranged : make unfriendly, hostile, or indifferent esp. where attachment
formerly existed [ her children are alienated from her; would ~ potential supporters among the
faculty and student body]
3.: to cause to be withdrawn or transferred [~ capital..] SYN see ESTRANGE
alienation [ME alienacioum, fr. L alienation-,alienatio, fr. alienatus - -ion-, -io, -ion] 1: the act of
alienating :as
a: a transfer of ownwership.
b: a withdrawing or separation of a person or his affection from an object or position of former
attachment: ISOLATION, EXILE 2: the state of being alienated or diverted from normal
function: specif.: mental derangement
alienation of affection: the diversion of a person's affection from someone who has certain
rights or claims to such affection to a third person who is held to be the instigator or the cause
of the diversion
alienist [ ali'eniste , fr. ali'en'e insane, made insane (fr L. alienatus, lit. estranged, past part. of
alienare to estrange) + -iste -ist -more at ALIEN]: one that treats deseases of the mind; esp: a
physician specializing in legal problems of psychiatry, auch andere Bedeutung: fremd, Ausländer,
Eigentumsübertragung
estranged wird auch oft in diesem Zusammenhang gebraucht: estranged wife, dazu WEBSTER:
estrange SYN ALIENATE, DISAFFECT, WEAN: ESTRANGE may suggest development of
hostility, separation, or divorcement ALIENATE may not suggest separation but does indicate a
changing of affection, sympathy, and interest to coldness, aloofness, or antipathy
wie meistens, also keine genaue Entsprechung im Deutschen: im Gegensatz zu Entfremdung, die ja
auch rein passiv (z.B. auf Grund langer Abwesenheit) entstehen kann, bedeutet alienate einen
aktiven, auf Abneigung (ein Feindbild) hin gerichteten Akt, also hier konkret: das Kind dem
anderen Elternteil abspenstig machen.
Wir möchten aber noch einmal betonen, dass diese rein sprachliche Bestimmung des PAS Begriffes
das Phänomen, insbesondere seine unbewussten, d.h. nicht auf Absicht beruhenden Komponenten,
nicht in seiner ganzen Breite erfasst. Lange Abwesenheit ist, neben der Psychodynamik des Kindes
in einer Konfliktsituation, bei besonderer Abhängigkeit von einem (dem sorgeberechtigten oder
Wohn-) Elternteil, auch ein wesentlicher Faktor bei PAS. Vgl. z. B. die Arbeit des Psychologen
Glenn F. Cartwright (Mc Gill University, Montreal), Expanding the parameters of parental alienation
syndrome,1993 (siehe unsere deutsche Teilübersetzung), die besonders auf den Zeitfaktor und seine
gravierenden psychischen Folgen für das Kind hinweist:
3. Zeit heilt alle Wunden, außer Entfremdung: ,,Die Manipulation der
Zeit wird zur Hauptwaffe in den Händen des Entfremders, der sie benützt
um die Zeit des Kindes zu strukturieren, zu besetzen und zu rauben, um
"kontaminierenden" Kontakt mit dem verlorenen Elternteil zu verhindern,
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und so beide ihres Rechts Zeit gemeinsam zu verbringen zu berauben [die
dem Kind ermöglichen würde sich ein reales Bild vom anderen Elternteil
zu machen] und das Ziel einer totalen Entfremdung zu fördern. Ungleich
Fällen einer Kindesmißhandlung, wo Zeit weg vom Mißhandler
manchmal hilft, die beschädigte Beziehung zu reparieren, fördert bei PAS
Zeit weg vom verlorenen Elternteil das Ziel der Entfremdung." .. ,,Ein
Richter der vielleicht nicht auf eine(n) Neunjährige(n) hört der/die plädiert
seinen oder ihren Vater nicht sehen zu wollen, mag eher geneigt sein auf
eine(n) ältere(n), "klügere(n)", und mehr artikulierte(n) Dreizehnjährige(n)
zu hören. Die zeitliche Ausdehnung der Gerichtsverfahren hilft nicht nur
bei der Gehirnwäsche und der Zermürbung des Antragsstellers, sondern
sichert dem Entfremder einen stärkeren kindlichen Verbündeten, wenn der
endgültige Gerichtstermin festgelegt wird. So ist es, daß Zeit oft "gekauft"
wird, durch Falschanschuldigungen, durch Behauptungen das Kind sei bei
Kontakten mit dem verlorenen Elternteil in Gefahr, und durch Ersuchen
an das Gericht um Aufschub, Fortsetzungen und Verschiebungen.
Manchmal werden sogar psychologische Gutachten oder psychiatrische
Untersuchungen in den Dienst gestellt, als Teil der Verzögerungstaktik,
dann fallengelassen, wenn die gewünschte Verzögerung erreicht wurde."
4. Der Grad der Entfremdung des Kindes ist direkt proportional zur
auf die Entfremdung angewandten Zeit.
5. Gerichte die langsam sind Entscheidungen zu fällen, können
unbeabsichtigt die arglistigen Pläne des entfremdenden Elternteils
zur Entfremdung unterstützen: Der richterliche Wunsch den status quo
im Leben der Kinder zu erhalten [im Sinne des Kontinuitätsprinzips],
solange die Entscheidung der hoch strittigen
Sorgerechtsauseinandersetzung offen ist, kann zum Vorteil des
entfremdenden Elternteils wirken. Je länger die Kinder in einer nicht-
unterstützenden Umgebung sind, umso weiter driften sie vom
nichtsorgeberechtigten Elternteil weg [Goldwater, 1991]
Ganz anders freilich z . B. die,,Überzeugung" der oben erwähnten Familienrichterin aus München:
Zur ,,Überzeugung des Gerichts" gehörte nicht nur, dass Kinder, die bei
der Anhörung einen aufgeweckten Eindruck machen, nicht im Sinne des
Parental Alienation Syndroms- PAS beeinflußbar sind, sondern auch ,,daß
es sich nicht um manipulierte Kinderwünsche handelte, sondern um
ureigene Wünsche der angehörten Kinder, wenn sie sich zunächst einen
flexibleren und geringeren Kontakt und nunmehr gar keinen Kontakt
mehr mit dem Vater wünschen. Hierbei handelt es sich zur
Überzeugung des Gerichts nicht um eine reaktive Elternablehnung im
Sinne des ,,Parental Alienation Syndrome", sondern vielmehr um die
Erfahrung der Kinder während des Zusammenlebens mit dem Vater
und daß sie von dieser Erfahrung in ihren Gefühlen gegenüber dem
Vater so negativ geprägt sind, daß sie sich zumindest derzeit keinen
Kontakt wünschen." Dies obwohl in den 3 Jahren nach der Trennung
praktisch jeder Kontakt verhindert wurde und ,,dem Gericht" aus der
Anhörung u.a. auch die Aussage der Mutter bekannt war, dass ,,sich ihr
Innerstes gegen einen Umgang sträube"und diese deshalb sämtliche
"Waffen"einsetzte, einschließlich der ,,ultimativen Waffe", eines,
nach über einem Jahr, auch für das Gericht als eindeutig ausgeräumt
geltenden sexuellen Missbrauchsvorwurfs. Obwohl der Vater diesen
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Vorwurf auch nach dessen Entkräftung wiederholt zur Sprache
brachte, angesichts der katastrophalen Auswirkung auf die Kinder,
ist davon ist aber nichts in den Protokollen des AG festgehalten und
der gesamte Vorgang im Scheidungsurteil überhaupt mit keinem
Wort erwähnt. Das passte wohl nicht zum dort gemalten Idealbild
der Mutter. Dem Vater wurde dagegen ,,im Namen des Volkes"
eine ,,vorwurfsvolle Haltung" bescheinigt. Ein von ihm veranlasstes
zusätzliches Fachgutachten, das immerhin von einer offizielen
Beratungsstelle des Landkreises stammte, war vom Gericht auch
nicht einmal mündlich erwähnt worden. Erst im
Beschwerdeverfahren wurde im Beschluss festgehalten, dass es
entscheidend zur einhelligen Überzeugung des OLG Senats beitrug,
dass die Vorwürfe ,,zu Unrecht" erhoben worden waren. Mit dazu
bei trug bemerkenswerterweise auch die Wiederholung einer Version
der Vorwürfe durch die Mutter in der mündlichen Verhandlung, wie
ebenfalls im Urteil zu lesen ist.
Aus dem bisher gesagten geht schon deutlich hervor, dass bei PAS der augenscheinliche, die
Ablehnung eines Elternteils beinhaltende ,,Kindeswille" und dessen mögliche bewusste oder
unbewusste Beeinflussung durch den anderen Elternteil -oder auch durch die besondere
Stresssituation einer richterlichen Anhörung - eine tragende Rolle spielt. Wie z. B. R. A. Gardner
in ,,Judges Interviewing Children in Custody/Visitation Litigation", NEW JERSEY FAMILY
LAWYER, Volume VII, Number 2, August/September 1987, S. 26ff, betont, ist es eher
unwahrscheinlich, dass die auf eine Entscheidung von Sorge / Umgang gerichteten richterlichen
Fragen verläßlich beantwortet werden, wenn, wie meist, nur das Kind allein und es nicht auch mit
allen Beteiligten (Eltern etc.) in verschiedenen Kombinationen angehört wird. Ein nicht selten
gravierender Fehler kann es aber sein, sich auf eine gemeinsame Anhörung mehrerer Kinder zu
beschränken, weil dann häufig ein Kind als "Sprecherkind" auftritt, dem sich die anderen
anschließen (auch eine solche gemeinsame Anhörung durch die erwähnte Richterin ist aus einem
Beschluss bekannt). Es ist ferner zu bedenken, dass auch versteckt gerichtete Fragen nach der
Eignung eines Elternteils (nach dem "besseren" Elternteil) für Sorge/Umgang die Kinder in
erhebliche Loyalitätskonflikte zu stürzen vermögen. Meist werden sie sich dann für den
Wohnelternteil entscheiden, den sie nicht auch noch verlieren möchten und von dem sie in weit
stärkerem Maße abhängig sind. Diese Konflikte allein können ausreichend sein, den anderen
Elternteil abzulehnen, ohne zusätzliche, gegen diesen Elternteil gerichtete, bewußte
Programmierung. Es kann genügen, wenn der Umgang mit diesem Elternteil nicht gefördert wird,
oder gar durch Gestik und sonstige Reaktionen erkennbar ist, dass er nicht erwünscht ist. Einer
bewußten, auf auschließlichen "Besitz" des Kindes gerichteten Programmierung (Brainwashing)
bedarf es dann nicht. Vielfach geschieht die Beeinflussung auch dadurch, dass das Kind nach einer
Trennung als Partnerersatz mißbraucht wird, es mit den Partnerschaftsproblemen überfordert wird.
(Letzteres kann, vorausgesetzt, dass ein Kontakt überhaupt stattfindet, natürlich auch durch den
Nichtwohnelternteil geschehen.)
Das Erkennen einer Programmierung (Brainwashing) und Deprogrammierung des Kindes erfordert,
dass seine Aussagen auf nichtsuggestiveWeise hinterfragt werden, vgl. Kap. 4 ,,Detection Factors:
Uncovering the Programmer's Themes and Processes", S. 69ff, S. 165ff, Table 14, in Clawar
&Rivlin, "Children held Hostage. Dealing with programmed and brainwashed
children" (1991). Das erfordert nicht nur viel Erfahrung, sondern auch meist weit mehr Zeit als für
eine richterliche Anhörung eingeräumt wird. Deshalb kommt bei "PAS Verdacht" einer
ausführlichen Begutachtung durch psychologische Sachverständige, die unbedingt auch die
Wechselwirkung des Kindes mit sämtlichen, wichtigen Bezugspersonen einschließt, besondere
Bedeutung zu. Die Mitwirkung aller Beteiligten geschieht meist nicht freiwillig, sondern erfordert
praktisch immer eine richterliche Anordnung. Selbst wenn sich diese Anordnung nur auf
eine ,,Begutachtung" (Diagnose) beschränkt, ist der Vorgang auch immer eine Intervention, die,
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wenn geeignet durchgeführt, durchaus auch zu einer Deprogrammierung und damit Verbesserung
der Kind-Eltern-Beziehung beitragen kann. Darüber waren sich beispielsweise die Teilnehmer an der
Tagung ,,Psychologie im Familienrecht" (Bad Boll, Dezember 1998), nach einer zum Teil heftig
geführten Debatte weitgehend einig. Vielfach wäre bei PAS aber eine systemische Familientherapie
vonnöten, wie sie beispielsweise in den USA schon längst aus Gründen des Kindeswohls vom
Gericht angeordnet und überwacht wird. Appelle an Einsicht und Vernunft allein, wie sie bei uns
bestenfalls erfolgen, erweisen sich bei PAS, fast definitionsgemäß, als wirkungslos.
z Definition des Parental Alienation Syndroms und Symptomliste
z Auszugsweise Übersetzung aus Kapitel III von The parental alienation syndrome. A guide
for mental health and legal professionals von Prof. Richard A. Gardner, M.D., Creative
Therapeutics, Cresskill, 1992. Eine erweiterte Neuauflage des Buches ist im April 1998
erschienen.
z Custody Disputes Fueling "Parental Alienation Syndrome" From FAMILY PRACTICE
NEWS, Vol 20, #24, December 15-31, 1990, page 7. (Interview mit R. A. Gardner), vgl. die
Maschinenübersetzung
z Aufsätze von Douglas Darnall, Ph.D. (Er ist seit 20 Jahren lizensierter Psychologe und hat in
den letzten 12 Jahren 600 Sorgerechtsgutachten erstellt. Sein Buch ,,Divorce Casualties:
Protecting your Children from Parental Alienation" soll im Sept. 98 erscheinen.) Liste wird
laufend ergänzt.
{ Why a broader definition of parental alienation?
{ Three types of Alienators
{ Symptoms of Alienation
{ What can the Courts Do?
{ The Debate Page
z Offiziell: Eltern-Kind-Entfremdung ist seelische
Mißhandlung. (leider nur laut Kinderschutzbehörde von
Utah).
z Obwohl PAS und Kindesentführung an sich zwei getrennte Erscheinungsformen
elterlicher Konflikte sind, haben sich doch so manches bzgl. der Motive und
Persönlichkeitscharakteristika gemeinsam und kann Kindesentführung die Vorstufe
zu den schlimmsten Formen von PAS sein. Schließlich muss dem Kind ja der
Entzug des anderen Elternteils "erklärt" werden. Das kann sogar eine Form derart
annehmen, dass dieser für tot erklärt wird. Vgl.:
Parental Child Abduction is Child Abuse. Presented to the United Nations
Convention on Child Rights
June 9, 1999 by Nancy Faulkner, Ph.D. Version française
Early Identification of Risk Factors for Parental Abduction. by Janet R. Johnston,
Ph.D., San Jose State University; Inger Sagatun-Edwards, Ph.D., San Jose State University;
Martha-Elen Blomquist, Ph.D., Florida State University; and Linda K. Girdner, Ph.D., former
Director of Research, American Bar Association Center on Children and the Law.
Johnston J.R., Girdner, L.K., and Sagatun-Edwards, I. 1999. Developing profiles of risk
for parental abduction of children from a comparison of families victimized by abduction
with families litigating custody. Behavioral Sciences & the Law 17:305–322.
Janet R. Johnston and Linda K. Girdner, Family Abductors: Descriptive Profiles
and Preventive Interventions. U.S. Department of Justice. Office of Justice Programs.
Office of Juvenile Justice and Delinquency Prevention. Washington, D. C. (2001). Adobe
Acrobat File and HTML File and Summary/Bibliography
http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 8 von 14
2. Einführung zu PAS (VfK)
3. Kurzbeschreibungen
z Child Custody: Parental Alienation May Become Increasingly Significant Factor In Child
Custody Decision, RM&W NEWSLETTER, vgl. VfK Übersetzung
z Parental Alienation and Co-Parent Counseling, a discussion with Carol Marks, MFCC, vgl.
VfK Übersetzung
z PARENTAL ALIENATION SYNDROME By Daniel H. Swerdlow-Freed, Ph.D.
z The Father’s Guide: Coping with Parental Alienation. Deutsche Übersetzung: Eltern-Kind
Entfremdung (PAS) meistern.
z 14.03.99: Das Rye Klinik Programm bei Parental Alienation Syndrome (PAS) wird
vorgestellt.* Bei einem besonders schweren Stadium einer Eltern-Kind-Entfremdung in dem
das Kind durch Programierung dazu gebracht wurde, den anderen Elternteil grundlos aber
intensivst abzulehnen, ja möglicherweise sogar zu fürchten, sollte das Kind raschestens
vorübergehend an dritter Stelle untergebracht und einer Therapie zugeführt werden, mit dem
Ziel eine normale Beziehung zu beiden Eltern wieder herzustellen.
z PAS und Systemische Familientherapie
4. SPIG-Parental Alienation Syndrome: Argumente, Literaturverzeichnis
5. A GUIDE TO THE PARENTAL ALIENATION SYNDROME BY STAN HAYWARD (FNF)
einschließlich Fallbeschreibungen 1-12
Fallbeschreibungen 13-21 and Summary
6. VfK Info 2/98 zu PAS
7. Deutsche Aufsätze zu PAS
z The Parental Alienation Syndrome (PAS) von Dipl.-Psych. Ursula O.- Kodjoe und Dr.
jur. Peter Koeppel, DAVorm 1/98
z Gliederung
z Erklärungen der Autoren und des VfK
z vgl. dazu die Rezensionen von Väter für Kinder e.V. und PAPS 1/98
z "Familienkriege -die Entfremdung von Kindern" von Peggie Ward und J. Campell
Harvey. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Christian T. Dum, Ph.D, mit
Vorbemerkungen von Prof. Dr. W. Klenner. (ZfJ 6/98, S.237-245).
z A summary in English of "Family Wars -The Alienation of Children" is also
available.
z "Das 'Parental Alienation Syndrome' (PAS) in der Tschechischen Republik" von
Eduard Bakalar (ZfJ 6/98, S. 268).
z The Parental Alienation Syndrome (PAS) und die Interessenvertretung des Kindes -
ein kooperatives Interventionsmodell für Jugendhilfe und Gericht- von Wera
Fischer, Sozialarbeiterin und Mediatorin. Diese sehr lesenswerte Arbeit ist in leicht
editierter Form in 2 Teilen, in Heft 10/98, S. 306 - 310, und 11/98, 343 - 348, von
Nachrichtendienst (NDV) des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge
erschienen. Ihre besondere Wichtigkeit drückt sich schon recht gut im Untertitel "Ein
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Interventionsmodell für Jugendhilfe und Gericht" aus, weil die Notwendigkeit einer
Intervention unterstrichen wird und ein enger Bezug auf die bei uns herrschenden
"Machtverhältnisse" (Jugendamt, Gericht) genommen wird.
z Ursula Kodjoe/Peter Koeppel, Früherkennung von PAS - Möglichkeiten
psychologischer und rechtlicher Interventionen- Kind-Prax 5/98, S. 138-144.
z Ursula Kodjoe, "Ein Fall von PAS" in KindPrax 6/98, S. 172-173.Kurze
Fallgeschichte die PAS recht gut verdeutlicht.
z Dr. Peter Koeppel, Bildersturm im Kinderzimmer. Ein leicht zu erkennendes, zuverlässiges
Zeichen von PAS im elterlichen Trennungskonflikt, ZfJ 86, S. 137-138, 1999. Damit wird in
Anlehnung an eine Untersuchung von Clawar&Rivlin, Children Held Hostage. Dealing with
Programmed and Brainwashed Children, Kap 2, S. 15, Brainwashing Techniques, Denial -of -
Existence Syndrome, ein besonders einfacher Fingerzeig auf Programmierung zur Eltern-
Kind Entfremdung (PAS) gegeben. Er läßt sich ohne besondere Ausbildung, und selbst in
einer kurzen richterlichen Anhörung nutzen. Kindern wäre auch geholfen, wenn sie nicht
länger eines Teils ihrer Identität beraubt würden, indem man ihnen Photos und andere Dinge
wegnimmt die sie an den anderen, abwesenden Elternteil erinnern.
z Rexilius, G. (1999), Kindeswohl und PAS. Zur aktuellen Diskussion des Parental
Alienation Syndrome. Kindschaftsrechtliche Praxis, 2, 149-159.
z Julia Weidenbach, ,,Dein Papa ist ganz böse", PSYCHOLOGIE HEUTE, FEBRUAR 2000, Seiten
40-42. In vielen Scheidungsfamilien bringt ein Elternteil die Kinder gegen den anderen auf. Die
negative Beeinflussung nimmt oft schon den Charakter einer "Gehirnwäsche" an: Manche
Kinder verweigern schließlich jeglichen Kontakt zum "bösen" Elternteil. Psychologen warnen
vor den schwer wiegenden psychischen Folgen des "Syndroms der Elternentfremdung.
z Julia Weidenbach, ,,Kinder wollen Kontakt zu beiden Eltern" , Ein Gespräch mit Ursula
Ofuatey-Kodjoe über das Syndrom der Elternentfremdung. PSYCHOLOGIE HEUTE,
FEBRUAR 2000, Seiten 43-45. Volltext bei pappa.com.
z Umgangsrecht und falschverstandenes Wohlverhaltensgebot - Auswirkungen auf
Trennungskinder und Entstehen des sog. PA Syndroms von RAin URSULA SCHRÖDER,
Düsseldorf, FamRZ 2000, Heft 10, S. 592-596.
z PAS - ein 2 Phasen-Modell von Prof. Uwe Jopt und Katharina Behrend - Bielefeld, ZfJ,
87. Jahrgang, Teil1, Nr. 6/2000; Teil 2, Nr 7/2000. (oder im pdf Format zum Ausdrucken)
z Uwe Jopt, Julia Zütphen, Elterliche PASsivität nach Trennung - Zur
Bedeutung des betreuenden Elternteils für die PAS-Genese. (oder im pdf
Format)
z Siegfried Bäuerle / Helgard Moll-Strobel
unter Mitarbeit von Joël Binckli, Wilfrid von Boch-Galhau, Wera Fischer, Ursula Kodjoe,
Peter Koeppel, Hans-Martin Pawlowski:
Eltern sägen ihr Kind entzwei. Trennungserfahrungen und Entfremdung von
einem Elternteil.
http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 10 von 14
z Richard A. Gardner: Das Elterliche Entfremdungssyndrom (Parental Alienation
Syndrome/PAS). Anregungen für gerichtliche Sorge- und Umgangsregelungen.
Eine empirische Untersuchung. Aus dem Amerikanischen von G. H. Broxton-Price,
herausgegeben von Wilfrid von Boch-Galhau
z Ein Überblick zur aktuellen Forschungslage bei Elternentfremdung
Ursula Kodjoe, Freiburg
z Walter Andritzky, Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender
Eltern, Psychotherapie, Bd. 7, Heft 2, 2002. (Engl. Fassung im Konferenzband von
Wilfrid von Boch et al., 2003)
z Walter Andritzky,: Zur Problematik kinderärztlicher Atteste bei Umgangs- und
Sorgerechtsstreitigkeiten. Mit Ergebnissen einer Befragung. Kinder- und Jugendarzt 2002;
33: 885–889.
z Walter Andritzky, Parental Alienation Syndrome: Nicht instrumentalisieren lassen,
Deutsches Ärzteblatt, PP 2, Ausgabe Februar 2003, Seite 81
z Eine 6 seitige deutsche Kurzusammenfassung einzelner Vorträge auf der
Frankfurter PAS Konferenz vom 18/19. Oktober steht jetzt als WORD (.doc)
Datei zum Abruf zur Verfügung.
Das Buch zu
Das Parental Alienation Syndrom (PAS)
Eine interdisziplinäre Herausforderung für scheidungsbegleitende Berufe
Internationale Konferenz, Frankfurt (Main), 18.-19. Oktober 2002
herausgegeben von: Wilfrid von Boch-Galhau; Ursula Kodjoe; Walter
Andritzky & Peter Koeppel
ist erschienen.
{ 392 Seiten, 17 x 24 cm, ISBN 3-86135-202-8, EUR 40,00.
Inhalt, Bestellungen (auch online) bei VWB- Verlag für Wissenschaft und Bildung.
Zu fast allen Vorträgen (einschließlich Diskussion) gibt es auch Live-Mitschnitte
auf Tonband Kassetten (Preis je 10,00 EUR) die vom Auditorium Netzwerk
(http://www.auditorium-netzwerk.de, e-mail: audionetz@aol.com) bezogen werden
können. Liste und Bestellformular (pdf Datei) zum Download hier.
http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 11 von 14
z Brigitte Spangenberg (Gerichtsgutachterin) & Ernst Spangenberg (Richter am AG):
Induzierte Umgangsverweigerung (PAS) und richterliche Kreativität, FPR
2002, Heft 6, S. 256 f. Beschreibt die Möglichkeiten und Gefahren einer
richterlichen Vermittlung.
Väter für Kinder e. V. Buchbesprechung:
Gabriele ten Hövel,
z Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung und Scheidung:
Das PAS-Syndrom
Kösel Verlag, München, 2003, 200 Seiten, Kt | kartoniert (Book - softback) mit
Schutzumschlag
ISBN: 3466306280, EUR 17,95, SFR 31,30.
8. Gerichtsbeschlüsse mit Bezug auf PAS
z Urteil des Cour d'Appel Québec (DAVorm. 1/98) Leitsätze (Opinion du Juge
Baudouin,1994 *)
z AG Rinteln v. 27. 4. 1998 -2XV 178 (ZfJ 1998, Heft 7/8, S. 344-346
z OLG Frankfurt/M. in Darmstadt v. 18. 5. 1998 - 6 UF 18/98 (ZfJ 1998, Heft 7/8, S.
343-344)
z Unterhalt und Umgang. Bessere Zahlungsmoral bei häufigen Umgang. Reduktion
des Unterhalts zur Durchsetzung des Umgangs (PAS Prävention).
z "Leuchtturm"- und "PAS" Urteile: Bindungstoleranz und PAS
z Israel * : Tatbestand der Entführung trotz alleinigem Sorgerecht, "Kindeswille" wegen
Parental Alienation Syndrom unbeachtlich bei Artikel 13 des Haager Übereinkommens.
9. PAS in Presse und Rundfunk, Veranstaltungen
20.4.98: Let your ex-husbands be fathers *(Sheila Ryan Monette, The Ottawa Citizen). Dieser aus
persönlicher Erfahrung
einer geschiedenen Mutter geschriebene Brief zu Parental Alienation ist als Lektion für Mütter
gedacht, die Kinder als
"Waffen" im Scheidungskrieg benützen.
9/10.5.98: PAS in der Süddeutschen Zeitung: "Guter Papa, böse Mama oder auch umgekehrt.
Kinder haben ein Recht auf beide Eltern und das Recht, beide zu lieben -PAS, ein Begriff für ein
Trauma" von Christine Brinck (Aufsatz abrufbar bei pappa.com und VeV). Jetzt auch in ZfJ 1998,
Heft 7/8. vgl. VfK Info 8/98
22.6.98: PAS wieder in der Tagespresse: Wenn Mama den Papa nicht mag, will ich ihn auch
nicht sehen. Wie Kinder unter dem Entzug eines Elternteils nach der Trennung leiden. Das
http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 12 von 14 neue Sorgerecht will Abhilfe schaffen. Die Montagsseite © 1998 Badische Zeitung 30.6.98: Erstmals PAS (Parental Alienation Syndrome) im Hörfunk 6.10.98: Gutbesuchte Veranstaltung zu PAS, IETE München. 26.11.98: Ursula Kodjoe: PAS – Die feindselige Ablehnung eines Elternteils durch sein Kind (15 Jahre VAK). 18.3.99: Aufsatz von Dr. Christine Brinck zum Parental Alienation Syndrome (PAS): ,, Wenn Mama zur Feindin wird.. Emotionaler Mißbrauch bei Scheidungskindern". In der ZEIT Nr. 12/1999 vom 18.3.1999. 3.5.99: Der Tagesspiegel (Berlin) Bessere Chancen für Elternteile, die von ihren Kindern abgelehnt werden. Modellprozeß um Sorgerecht nach Trennung soll mögliches Krankheitsbild PAS klären. VON JENS ANKER Mona Lisa von 1. August 1999 : Parental Alienation Syndrom (PAS) Väter, Mütter, Kinder - sie alle werden Opfer, wenn nach einer Scheidung aus Zuneigung und Vertrauen plötzlich Hass wird. Für die Kleinsten aber hat es meist lebenslange Folgen, wenn sie aus eigennütziger und falscher Liebe zur Waffe gegen den Partner werden. Am 5. 10. 1999 war das Parental Alienation Syndrome (PAS) sogar Thema im bekannten Politmagazin des ZDF, FRONTAL (Hauser & Kienzle), unter dem Titel ,,Aufgehetzt - Kinder im Scheidungskrieg", nachdem es vor 1998 sogar unter deutschen Fachleuten noch weitgehendst unbekannt war (vgl. unsere mit dem 18.1.98 beginnende Berichterstattung: VfK Info 2/98, Aufsätze zur Eltern-Kind-Entfremdung (PAS) ). Mit freundlicher Genehmigung des ZDF bringen wir die einleitenden Ausführungen (Hauser) zu dieser Sendung, die die noch immer bestehenden Probleme sehr treffend beschreiben, und können Kopien der Sendung an unsere Mitglieder abgeben. Interview mit der Psychologin Ursula Kodjoe zum Parental Alienation Syndrom (PAS) im FOCUS Nr.50 vom 13.12.99 Seite 222-223. Vgl. dazu: VfK: PAS und Systemische Familientherapie 5 PAS-Artikel aus der Rhein-Zeitung vom 29.06.00 (Wir danken für den freundlichen Hinweis) Wenn das Kind zum Zankapfel wird. Vater klagt ,,Mein Sohn ist für mich ein permanent Vermisster"- Entfremdungstaktik wird zur Methode im Sorgerechtsstreit. http://www.vaeter- aktuell.de/PAS000629a.pdf PAS: Das Jugendamt ist oft machtlos. http://www.vaeter-aktuell.de/PAS000629b.pdf Familienrichter hat Kindeswohl im Blick. http://www.vaeter-aktuell.de/PAS000629c.pdf ,,Fatale Folgen für die Entwicklung" http://www.vaeter-aktuell.de/PAS000629d.pdf PAS ist oft noch unbekannt. In den USA gibt es schon Hilfszentren -First Lady als Schirmherrin. http://www.vaeter-aktuell.de/PAS000629e.pdf Werner Schwamb, Richter am Amtsgericht Kirchhain, Bedeutung des Parental Alienation Syndroms in der juristischen Praxis, Vortrag im Arbeitskreis Familienpsychologie am 16.6.2000 http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004
Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 13 von 14 Süddeutsche Zeitung vom Sa. 16.2.2002: Christine Brinck, Wie Baron Instetten die kleine Annie abrichtete. Nur gedankenlose oder grausame Eltern wetteifern um die Zeit ihres Kindes – Neue Studien zum Entfremdungssyndrom. Kommentar: Zu den beiden im Aufsatz erwähnten Büchern von Gardner (Hrsg. W. von Boch-Galhau) und von Bäuerle&Moll-Strobel (Hrsg.) haben wir bereits ausführliche Rezensionen erstellt. Der Roman Effi Briest, in dem Theodore Fontane die Entfremdung eines Kindes (von der Mutter) nach der Scheidung beschrieb, erschien 1895. Für die heutige Diskussion um Umgangsrecht, Kindeswillen und Parental Alienation Syndrome erscheint uns allein schon die aus dem vorliegenden Aufsatz willkürlich herausgegriffene Passage symptomatisch: ,,Umgangsrecht wird ihr verweigert. Begründung: Die Kinder wollen nicht. Dass die neun- und siebenjährigen Kinder schon wenige Wochen nach der Trennung nichts mehr von der Mutter, mit der sie vorher recht glücklich zusammenlebten, wissen wollten, hat Richter und Jugendamt nie verwundert". Wir meinen, alle "Scheidungsbegleiter" sollten über einen solchen ablehnenden Kindeswillen a priori sehr verwundert sein, da Kinder normalerweise beide Eltern gleichermaßen lieben, wenn auch durchaus mit einigen Vorbehalten bei beiden, und das selbst unter negativen Umständen, die das für Außenstehende nicht immer ganz nachvollziehbar machen. mö Scheidungsbegleiter, insbesondere Gerichte, sollten daher in Konfliktfällen versuchen den tatsächlichen Kindeswillen besonders sorgsam zu ergründen und den Darstellungen die zur "Erhärtung" einer ablehnenden Haltung vorgebracht werden mit der nötigen Sorgfalt aber auch Skepsis begegnen. Dabei dürfen wegen möglicher tatsächlicher Gefährdung des Kindeswohls selbstverständlich die in hochstritigen Fällen relativ häufig vorgebrachten massiven Vorwürfe gegen einen Elternteil nicht einfach von vornherein ignoriert werden, auch wenn sie, besonders beim denkbar übelsten Vorwurf, dem des sexuellen Missbrauchs des eigenen Kindes, nur ganz selten bestätigt werden. Solche Falschvorwürfe sind aber dann als deutliches Indiz für eine möglicherweise erhebliche Beeinflussung des "Kindeswillens" zu sehen. 8.11.2002: Stuttgarter Zeitung vom 4.11.2002: Die Entfremdung zwischen Vater und Kind wächst mit jedem Monat. Beim Streit um das Sorgerecht geht es oft mit harten Bandagen zur Sache: Manche Frauen zeigen den unschuldigen Exehemann gar wegen sexuellen Missbrauchs an. Von Susanne Janssen. VfK Kommentar: Fallgeschichten dieser Art, mit praktisch immer gleichen Verhaltensmustern (Ritualen der Umgangsvereitelung, wie es Klenner nannte), nicht allzu selten sogar mit dem Einsatz von Missbrauchsvorwürfen als ,,ultimative Waffe", sind uns schon lange zum Überdruss bekannt. Bemerkenswert bleiben dann an dem Bericht für uns selbst, so sehr wir die Information der Öffentlichkeit begrüßen, eigentlich nur die zitierte Stellungnahme eines OLG Familienrichters dazu: "Missbrauch ist ein sehr gravierender Vorwurf, der bei falscher Verdächtigung zu einem Strafverfahren gegen die Frau führen würde." Dafür hätten wir, zur Abschreckung, gerne tatsächliche Beispiele auch aus Deutschland. (siehe aber Beispiel aus Frankreich. In den USA wurden sogar eigene Strafregelungen zum Tatbestand der "Sexual Allegations in Divorce" geschaffen). Uns sind bisher nur ganz wenige Ausnahmefälle bekannt, wo zu Unrecht erhobenen Missbrauchvorwürfe überhaupt irgendwelche Konsequenzen, etwa beim Sorgerecht, für die Beschuldiger hatten. Für http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004
Väter für Kinder e.V. - PAS Übersicht Seite 14 von 14 Beschuldigte und Kinder sind solche Vorwürfe, auch wenn sie schließlich, meist nach langer Zeit, noch so eindeutig widerlegt werden, dagegen immer sehr gravierend, wie auch dieser Bericht zeigt. Umgang mit dem Kind findet, wenn überhaupt, bis dahin nur sehr eingeschränkt statt. Das und die Instrumentalisierung des Kindes im Vorwurf führt zu meist nachhaltiger Eltern-Kind Entfremdung. Erstaunlich und für uns widersprüchlich an der deutschen Rechtspraxis ist auch, dass zwar im Rahmen des Sorge-/ Umgangsrechtsverfahren vom Familiengericht meist ein sehr zeitaufwendiges und kostspieliges psychologisches Glaubhaftigkeitsgutachten zum Missbrauchsvorwurf eingeholt wird, aber in vielen (wenn nicht den meisten?) dieser Fälle keinerlei strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten eingeleitet wird, obwohl es sich bei sexuellem Kindesmissbrauch um eines der abscheulichsten Verbrechen handelt, dass deshalb zu Recht ein Offizialdelikt ist, also auch ohne jeden Strafantrag seitens der Beschuldiger, von Staats wegen zu verfolgen wäre,- wenn nur ein Anfangsverdacht bestünde. Mehr Ermittlungsverfahren dieser Art hätten wahrscheinlich auch abschreckende Wirkung auf Falschbeschuldigungen. Nahe liegt dann u. U. auch die Idee einer Selbstanzeige durch den zu Unrecht Beschuldigten. Aus Einzelfällen ist bekannt geworden, dass dies tatsächlich zu der erstrebten beschleunigten Klärung der Vorwürfe führte. Aus nicht wenigen Fällen ist uns auch bekannt, dass Beschuldigte in ihrer Verzweiflung sich freiwillig der vermutlich hochnotpeinlichen Tortur eines Lügendetektortestes unterziehen, selbst wenn solche Tests bekanntlich nicht allgemein anerkannt werden.. Der zitierte Richter hat auch eine Erklärung, warum die Auseinandersetzungen um die Kinder ständig zunehmen: "Es gibt heute ein Recht auf Umgang, wo es früher aussichtslos war." Väter unehelicher Kinder etwa hätten heute mehr Chancen, ihr Kind zu sehen." Die Möglichkeiten (und Verpflichtung) das Umgangsrecht auch durchzusetzen, werden aber zumindest im Ausland anders gesehen, wie gerade wieder ein Beispiel aus Maasmechelen, Belgien zeigt (Bericht von WDR, Studio Aachen, einer Zeitung aus Limburg, 31.10.2002 und ausführlicher Bericht) in dem für "nur" dreijährige Umgangsvereitelung Gefängnis und erhebliche Schadensersatzzahlung ausgesprochen wurde. Sicher muss die Wirkung auf das Kind, um dessen Wohl es ja primär geht, genauestens bedacht werden und sollten Zwangsmassnahmen erst dann erfolgen, wenn die Möglichkeiten einer gütlichen Regelung ausgeschöpft sind. Es sollte aber zu Recht erwartet werden können, dass Gerichtsbeschlüsse zum Umgangsrecht auch durchgesetzt werden, notfalls auch mittels Zwangsmaßnahmen, wie in allen anderen Rechtsbereichen schließlich auch. 12. Weiterführende Literatur zum Parental Alienation Syndrome (PAS) http://www.vaeterfuerkinder.de/pasind1.htm 25.02.2004
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