Unentdeckte Potentiale Gründungsaktivitäten des wissenschaftlichen Personals an Schweizer Fachhochschulen - irf@fhnw
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Politik, Entwicklung und strukturelle Gestaltung HM Pietro Morandi, Richard Blaese & Brigitte Liebig Unentdeckte Potentiale Gründungsaktivitäten des wissenschaftlichen Personals an Schweizer Fachhochschulen Pietro Morandi Richard Blaese This article presents the results of a nationwide survey of scientific staff on start-up acti- vities at the seven public universities of applied sciences in Switzerland. The survey results from 2019 show a high level of start-up experience among employees in many of the departments represented at the universities of applied sciences. However, the low degree of visibility that start-ups have had within universities of applied sciences is also evident. Based on these findings, recommendations focus on how universities of applied sciences can better exploit their start-up potential in addition to the classical performance man- dates of teaching and research. Brigitte Liebig 1. Einleitung bis anhin erheblich hinter die Aktivitäten an den Univer- sitäten und Eidgenössischen Technischen Hochschulen Am Leitbild einer unternehmerischen Hochschule (vgl. (ETH/EPFL) zurück. Dies gilt insbesondere für Ausgrün- z.B. Thorp/Goldstein 2010) orientiert, haben viele eu- dungsaktivitäten, das heißt Gründungen, die Erkenntnis- ropäische Universitäten in den vergangenen Jahren se aus Forschung & Entwicklung (F&E) verwerten, wel- marktwirtschaftliche Steuerungsmechanismen einge- che oft auch als Spin-Offs bezeichnet werden. Von den führt (Lienhard 1995). Dabei gilt die Förderung von im Jahr 2014 insgesamt gezählten 81 Ausgründungen Gründungsaktivitäten mittlerweile als ein Schlüsselele- aus Hochschulen entfallen nur 18 auf den Fachhoch- ment des unternehmerischen Auftrags der Hochschulen, schulbereich, wobei diese Werte seither wieder kontinu- der vielfach auch an Fachhochschulen neben Aufgaben ierlich sinken.1 in Forschung und Lehre getreten ist (Roesler et al. 2015; Die Schweizer Fachhochschulen sind schon seit langer Grave et al. 2014). So unterhalten nicht wenige Hoch- Zeit keine reinen Lehranstalten mehr. Vielmehr gehören schulstandorte eigene Gründerzentren und -programme Forschung und Entwicklung – neben Aus- und Weiter- und experimentieren mit Wissens- und Technologie- bildung sowie dem Erbringen von Dienstleistungen- seit transferstellen, welche unternehmerische Aktivitäten der Hochschulreform von 1995 zum festen Bestandteil von Studierenden und Forschenden an den Hochschulen des regulären Leistungsauftrags sämtlicher Fachberei- fördern (OECD 2012; Rasmussen et al. 2012). Europa- che, wobei technische Felder sogar noch früher über Ab- weit hat die Zahl der Start-ups aus Universitäten und teilungen im Bereich F&E verfügten (Lepori/Müller Hochschulen deutlich zugenommen (De Turi 2018). 2016). So kann die geringe Ausgründungstätigkeit kaum In der Schweiz berichtete das Staatssekretariat für Wirt- auf ein zu schwaches Forschungsfundament oder zu ge- schaft (SECO) bereits im Jahre 1999 über einen Boom von ringe Forschungsdeputate der Dozierenden und Mitar- Gründerzentren, von denen einige eng mit den Hoch- beitenden zurückgeführt werden. schulen zusammenarbeiten. Technologie-, Industrie- und Wie aber lässt sich die geringe Zahl der Ausgründungen Innovationsparks, Denkfabriken, Netzwerke und Plattfor- aus Forschung und Entwicklung der Schweizer Fach- men sollen Kontakte zu Industrie und Wirtschaft hochschulen erklären? Besonders in Zentral- und Nor- (http://www.swissparks.ch) erleichtern und Wachstum deuropa, aber auch an vielen in Ländern des anglopho- und Beschäftigung auch durch soziale Innovationen för- nen Raums, gelten berufsorientierte Hochschulen nicht dern (vgl. Bornstein et al. 2014). Zudem unterstützen Pro- nur als wirtschaftlich gut vernetzt, sondern auch als gramme im Bereich Entrepreneurship Education (vgl. ETH Standorte einer markt- und praxisnahen Forschung- 2016) Gründungsabsichten und -projekte (vgl. Sieger et stätigkeit (Hachmeister et al. 2015; Kiener et al. 2012). al. 2019), sodass die Schweiz auf eine stark wachsende Zahl an Ausgründungen insbesondere im Bereich der Life Sciences sowie der Natur- und Ingenieurwissenschaften 1 Im Jahre 2017 verzeichnet der Bericht nur noch 2 Ausgründungen von verweisen kann (vgl. dazu SwiTT-Report 2018). Fachhochschulen, während er für die Universitäten seit 2013 stabil um die 60 Gründungen im Jahr anzeigt (SwiTT Report 2018, S. 17). Jedoch ist die Wie sich zeigt, fällt die Anzahl der von Schweizer Fach- Datenlage lückenhaft und das Reporting des Gründungsgeschehens beruht hochschulen ausgehenden Gründungsaktivitäten jedoch nicht auf geprüften Standards (vgl. dazu SwiTT-Report 2015, S. 17). 94 HM 4/2019
HM xxx n xxx Das wissenschaftliche Personal der Fachhochschulen (24,9%, n = 592) bzw. ohne (25,2%, n = 600) Führungs- verfügt vielfach über ausgezeichnete Kompetenzen, „an- verantwortung. 37,3% (n = 901) der Antworten kamen wendungsorientiert“ zu denken und ist, so kann ange- von wissenschaftlichen Assistierenden und Mitarbeiten- nommen werden, deshalb auch in der Lage, das Markt- den, d.h. dem sogenannten „Mittelbau“ der Hochschu- potential von Erkenntnissen und Produkten aus F&E ein- len. Die Stichprobe kann gemessen an offiziellen Statisti- zuschätzen und erfolgreich zu verwerten (Powers und ken zum wissenschaftlichen Personal an Fachhochschu- McDougall 2005; Berwert et al. 2004). Überdies besit- len in der Schweiz (Bundesamt für Statistik [BFS], 2018) zen wissenschaftliche Mitarbeitende infolge des an als repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und den Schweizer Fachhochschulen nicht vorhandenen Promo- akademischen Rang der Befragten gewertet werden. Die tionsrechts über nur begrenzte Aussichten auf eine wis- zugrundeliegende Stichprobe (n = 2.381) umfasst knapp senschaftliche Karriere, sodass Laufbahnen in der Wirt- 10,4% (N = 22.931, Stand 2018) des wissenschaftlichen schaft und/oder unternehmerische Aktivitäten als reali- Personals dieses Hochschultyps (ausgenommen von der stische Alternative erscheinen (Weber et al. 2010; Befragung waren die Pädagogischen Hochschulen). Becker/Wagner 2010). Bisher ist weitgehend unbekannt, weshalb Schweizer 3. Ergebnisse Fachhochschulen im Vergleich zu Universitäten und Eid- genössischen Hochschulen keine nennenswerte Anzahl Die Analyse zeigt, dass heute zahlreiche Forschende an an Spin-Offs verzeichnen können (vgl. dazu auch Di Gre- Schweizer Fachhochschulen über Erfahrungen im Be- gorio/Shane 2003). Während Gründungsaktivitäten von reich des Gründens verfügen. Insgesamt geben 544 von Studierenden im Rahmen internationaler Erhebungen 2.381 Befragten und somit mehr als ein Viertel des hier auch für die Schweizer Fachhochschulen regelmäßig auf- untersuchten wissenschaftlichen Personals an, bereits gezeigt werden (Sieger et al. 2018), ist das auf F&E ba- einmal ein Unternehmen gegründet bzw. sich an einer sierende Ausgründungsgeschehen in diesem Hochschul- Unternehmensgründung beteiligt zu haben (vgl. Abb. 1). kontext bisher noch kaum systematisch untersucht und 12,1% (n = 66) der Gründer*innen beschäftig(t)en min- nur spärlich dokumentiert (vgl. SwiTT-Report 2015, destens eine weitere Person im Unternehmen dauerhaft, 2017, 2018). Ausgehend von dieser Wissenslücke wer- während 16,2% (n = 88) der Gründer und Gründerinnen den in diesem Beitrag Resultate eines schweizweiten bereits 2-4 und bei 5,1 % (28) über 5 dauerhafte Mitar- Surveys aus dem Jahre 2019 zu Gründungsaktivitäten beitende nennen. Sodann nennen 5,1% (28) der Grün- des wissenschaftlichen Personal der Fachhochschulen der und Gründerinnen mehr als 10 dauerhaft angestellte vorgestellt. Im Vordergrund des Interesses steht dabei Personen in ihren Unternehmen. 161 (29,6%) Gründer die Frage, wie gründungserfahren die Forschenden an und Gründerin wollten dazu keine Auskunft erteilen und den Schweizer Fachhochschulen ist und welche Einstel- 31,8% (n = 173) Personen gaben an (noch) keine Mitar- lungen sie Gründungsaktivitäten entgegenbringen. beitenden zu beschäftigen. Wie in Abbildung 2 verdeutlicht, bildet Gründungser- fahrung im wissenschaftlichen Personal kein exklusives 2. Methoden Merkmal bestimmter Fachhochschulstandorte, sondern Grundlage der Analyse bildet eine Online-Befragung charakterisiert vielmehr das gesamte Schweizer Fach- von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen unter- hochschulsystem. An jedem Fachhochschulstandort ist schiedlicher Personalkategorien an den sieben öffent- eine nennenswerte Anzahl von Personen zu finden, die lich-rechtlichen Fachhochschulen der Schweiz. Im Janu- über eigene Gründungserfahrung berichtet: Diese vari- ar 2019 wurden 8.905 Personen via e-mail zur Teilnah- iert zwischen 12% und 32% innerhalb der zugrundlie- me an einer Online-Umfrage eingeladen, in der Fragen genden Stichprobe.2 zu Gründungsaktivitäten, zu Gründungsmotiven und Wie allerdings auch deutlich wird, gibt die Mehrzahl der Merkmalen der gegründeten Unternehmen bis hin zu Gründungserfahrung ausweisenden Personen an der den Rahmenbedingungen für Gründungsprojekte im weit überwiegenden Mehrzahl der Hochschulstandorte Zentrum standen. Die Erhebung ergab nach drei Erinne- an, dass sie ihre Gründungsprojekte außerhalb ihres Ar- rungsschreiben eine Rücklaufquote von 36,5% (n = beitskontextes an der Hochschule verfolgten bzw. ver- 3.253). Nachdem fehlende Angaben aussortiert wurden, folgen, während deutlich weniger Personen ein Grün- konnten n = 2.381 beantwortete Fragebögen in die Aus- dungsprojekt als integralen Bestandteil ihres Leistungs- wertung einfließen. auftrags an der Hochschule realisier(t)en (vgl. Abb. 3). Abb. 1: Befragte Gründer*innen und Nicht*Gründer*in- Dabei kontrastiert die offensichtlich starke Gründungs- nen an den Fachhochschulen affinität des wissenschaftlichen Personals auffällig mit der bereits eingangs genannten, geringen Zahl offiziell gemeldeter wissenschaftsbasierter Ausgründungsprojek- te (vgl. SWiTT-Report 2018). 2 Die in Abb. 2 feststellbaren Unterschiede zwischen den Fachhochschule- Die im Jahr 2019 Befragten sind im Durchschnitt 44 Standorten gelten für die Stichprobe, sind jedoch nicht direkt auf hoch- Jahre alt (SD = 10.9, Range: 19-69) und 64,7% (n = schulspezifische Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer zurück- zuführen. Sie lassen sich zumindest zum Teil auch durch Unterschiede der 1.540) männlichen Geschlechts. Bei mehr als der Hälfte Stichproben-Grösse an den einzelnen Hochschulstandorten wie auch Un- der Antwortenden handelte es sich um Dozierende mit terschiede im Rücklauf aus den Hochschulen erklären. HM 4/2019 95
Politik, Entwicklung und strukturelle Gestaltung HM Abb. 2: Verteilung der Gründungserfahrung an Schweizer Fachhoch- Wie Abb. 4 verdeutlicht, sind von den insge- schulen samt 544 Befragten der sieben öffentlich- rechtlichen Fachhochschulen, die schon ein- mal an einer Unternehmensgründung betei- ligt waren, 245 und damit ca. 44% der Kate- gorie „MINT und Architektur“ zuzuordnen.3 Die restlichen 299 (d.h. 55%) gründungser- fahrenen Personen stammen aus den übrigen Feldern. Allein im betriebswirtschaftlichen Fachbereich geben 126 Befragte Gründungs- erfahrung an und stellen somit fast einen Fünftel des gründungserfahrenen Personals dieser Fachhochschul-Stichprobe. Aber nicht nur die Fachbereiche mit Bezug zu den Wirt- schaftswissenschaften erweisen sich als grün- Anzahl befragter Personen, die angeben, an einer Unternehmensgründung beteiligt gewesen zu dungsaffin: Auch an den an den Kunsthoch- sein: Zürcher Fachhochschulen (ZFH); Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana schulen angesiedelten Bereiche „Design“, (SUPSI); Hochschule Luzern (HSLU); Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale (HES-SO); Fachhochschule Ostschweiz (FHO); Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW); Berner Fach- „Bildende und darstellende Künste“ wie hochschule (BFH). auch „Musik“ und „Restauration“ geben noch 102 (13,5%) der Befragten Gründungs- Abb. 3: Gründungen ausserhalb und innerhalb des Hochschulkontextes erfahrung an. Dagegen weist der Bereich der „Sozialen Ar- beit“ mit 22 (4%) Personen einen vergleichs- weise tiefen Anteil an gründungserfahrenen Personen aus. Der Fachbereich steht diesbe- züglich noch hinter den Gesundheitswissen- schaften mit 28 (5.1%) Personen mit Grün- dungserfahrungen zurück. Bei den Fachberei- chen „Angewandte Psychologie“ sowie „An- gewandte Sprachen“, die in Abb. 4 in die Ka- tegorie „Andere Sozial- und Kulturwissen- schaften“ zusammengefasst werden, geben noch 10 (1,8%) Personen Gründungserfah- rung an. Der Fachbereich „Agrarwissenschaf- ten“ stellt schließlich 11 (2%) der Grün- der*innen in dieser Befragung. Gründungsaktivitäten in unterschiedlichen wissenschaftlichen Funktionen Gründungen in den Fachbereichen „MINT und Architek- Eine zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen tur“ sowie „GSK und Wirtschaftswissenschaften“ Funktionen differenzierende Analyse der Gründungsak- Eine noch genauere Einschätzung der an Schweizer tivitäten (vgl. Abb. 5) zeigt überdies, dass Gründungser- Fachhochschulen verfügbaren Gründungserfahrung ver- fahrungen bei Personen aller wissenschaftlicher Perso- mittelt der Vergleich unterschiedlicher Fachbereiche. nalkategorien vorhanden sind. Allerdings lassen sich Dabei ist zu beachten, dass Schweizer Fachhochschulen auch hier Unterschiede erkennen. So geben insbesonde- durch zahlreiche interdisziplinäre Felder charakterisiert re „Dozierende mit Führungsverantwortung“ (n = 197) sind. Beim Vergleich der Fachbereiche Mathematik, In- sowie „Dozierende ohne Führungsverantwortung“ (n = formatik, Naturwissenschaft, Technik sowie Architektur 192) zu beinahe einem Drittel an, bereits über Grün- (MINT und Architektur) einerseits, Gesundheit, Soziales, dungserfahrungen zu verfügen. 102 (11%) Befragte aus Kunst/Kultur, Tourismus sowie Wirtschaftswissenschaf- dem Mittelbau der Fachhochschulen (wiss. Mitarbeiten- ten (GSKW) andererseits, zeigt sich, dass Gründungser- de und Assistierende) weisen ebenfalls auf eigene Grün- fahrung durchaus in allen Feldern vorhanden ist. Wie dungsaktivitäten hin. bereits angesprochen, übersteigt die Zahl der Männer, Die vergleichsweise geringere Gründungsbeteiligung die im Rahmen dieser Befragung 2019 über eigene von Frauen spiegelt sich auch mit Blick auf die unter- Gründungserfahrungen berichten, diejenige der Frauen schiedlichen Funktionen wider, welche die Befragten an deutlich. Dabei finden sich die hier identifizierten 113 den Hochschulen innehaben: So ist der Anteil von Frau- Gründerinnen mit einem Anteil von 67% (n = 76) eher en, die über eigene Gründungserfahrungen berichten, in in den GSK und wirtschaftswissenschaftlichen Fachbe- der Personalkategorie „Dozierende mit Führungsverant- reichen als in den Fachbereichen von MINT und Archi- wortung“ mit 26% (bzw. 38 von 147 Personen) deutlich tektur (33%; n = 37), in denen sie im wissenschaftlichen Personal schwächer vertreten sind (Dubach et al. 2017, 3 Eine genauere Beschreibung der Fachbereiche findet sich in der Legende S. 104). von Abb. 4 96 HM 4/2019
HM xxx n xxx Abb. 4: Gründer und Gründerinnen in den Fachbereichen4 49.8, SD = 9.4, Median = 51) unabhängig von der Personalkategorie im Vergleich zu Nicht-Gründern*innen (M = 42.7, SD = 10.8, Median = 42) in der Regel ein stati- stisch signifikant höheres Alter auf, wie ein exakter Mann-Whitney-U-Test (U = 284.850, p < .001, r = .68) zeigt. Gründungskontext und Gründungsneigung Der Blick auf den Anstellungsvertrag der Befragten legt nahe, dass Gründungsakti- vitäten für Personen, welche an den Hochschulen weniger eingebunden sind, eine willkommene Karriereperspektive Abb. 5: Angabe von Gründungsaktivitäten von Frauen und Männern in eröffnen: Denn die Gründer und Gründe- unterschiedlichen Personalkategorien rinnen unter den befragten Wissenschaft- ler*innen besitzen oft einen geringeren Beschäftigungsgrad (in Prozent) (M = 66.1, SD = 39.0, n = 525) im Vergleich zu Personen ohne Gründungserfahrung (M = 78.9, SD = 24.1, n = 1.799) (Mann-Whit- ney-U-Test (U = 554.680, p < .001, r = .44). Auch auf der Ebene der Gründungs- neigung, welche innerhalb der Entrepre- neurship-forschung als stärkster Prädiktor für Gründungsverhalten gilt (vgl. Krueger 2009, Fayolle/Liñán 2014) wird die Be- deutung dieses Aspekts des Gründungs- kontextes deutlich. Personen mit einem befristeten Anstellungsverhältnis (M = 3.2, SD = 1.9, n = 682) äußern statistisch signifikant eine stärkere Gründungsnei- gung (Gründungsbereitschaft)5 als Perso- nen in unbefristeten Anstellungsverhält- nissen (M = 2.7, SD =1.8, n = 1.399), t(1297.3) = 5.4, p < .001. r = .25). Grundsätzlich finden sich an den Fach- tiefer als der entsprechende Anteil bei den männlichen hochschulen viele Angehörige des wissenschaftlichen Befragten (36% bzw. 159 von 445 Personen). Bei „Do- Personals, die zwar noch kein Unternehmen (mit-)ge- zierenden ohne Führungsverantwortung“ erscheint das gründet haben, die jedoch Gründungsprojekten sehr po- Ungleichgewicht noch größer: So geben nur 19% Frauen sitiv gegenüberstehen. Besonderes unter den „Assistie- (34 von 182 Personen), aber 38% der Männer (158 von renden“ und „wissenschaftlichen Mitarbeitenden“ las- 418 Personen) eigene Gründungserfahrungen an. In der sen sich zahlreiche Personen identifizieren, die eine Un- Personalkategorie „Assistierende/wissenschaftliche Mit- ternehmensgründung als attraktiv betrachten (vgl. Abb. arbeitende“ fällt die Differenz dagegen etwas geringer 6). Etwa die Hälfte (bzw. 54%; n = 449) des Mittelbaus aus. Hier berichten 8% der befragten weiblichen Hoch- äußert sich positiv dazu. Auch Dozierende mit oder schulangehörigen (bzw. 31 von 391 Personen) sowie ohne Führungsverantwortung, die in der Regel mit 14% der Männer (bzw. 71 von 510 Personen) von eige- einem höheren Beschäftigungsgrad angestellt werden, nen Gründungserfahrungen. Die in der Personalkategorie der Assistierenden und wis- senschaftlichen Mitarbeitenden feststellbare Diskrepanz 4 Zuordnungen zu den Fachbereichen: „MINT und Architektur“ umfasst die Fachbereiche Technik, Life Science, Naturwissenschaften und Architektur zwischen geringerer Gründungserfahrung einerseits, po- (inkl. Facility Management); „Gesundheitswissenschaften“ umfasst alle sitiver Haltung zum Gründen andererseits, erklärt sich Fachbereiche mit Bezug zu Gesundheit und Pflege. „Agrarwissenschaf- möglicherweise mit dem Altersdurchschnitt in den je- ten“umfasst alle Fachbereiche mit Bezug zu Agrar-, Forst- und Lebensmit- telwissenschaften. „Wirtschaftswissenschaften“ umfasst alle Fachbereiche weiligen Personalkategorien. Wie sich zeigt, finden sich mit management-, rechts- und wirtschaftswissenschaftlichem Bezug, im Mittelbau jüngere Personen (M = 36.4, SD = 8.4, einschliesslich Tourismus. „Design, Künste & Musik“ umfasst Fachbereiche Median = 34) als in der Gruppe der Dozierenden mit mit Bezug zu Design, Musik, Film, darstellende/bildende Künste und deren Vermittlung, einschliesslich Restaurierung. „Soziale Arbeit“ umfasst Führungsverantwortung (M = 51.1, SD = 7.8, Median = alle Fachbereiche mit Bezug zur sozialen Arbeit. „Andere Sozial- und Geis- 52) oder ohne Führungsverantwortung (M = 49.7, SD = teswissenschaften“ umfasst die Fachbereiche „Angewandte Psychologie» und «Angewandte Sprachen“. 8.6, Median = 50), sodass allein aufgrund der Alters- 5 Gründungneigung wurde auf einer Likertskala (1-Trifft überhaupt nicht zu spanne weniger Gründungserfahrungen angegebenen bis 7-Trifft vollkommen zu) mit dem Item: „Sie haben die feste Absicht, werden können. Überdies weisen Gründer*innen (M = eines Tages Unternehmer*in zu werden“ erfasst. HM 4/2019 97
Politik, Entwicklung und strukturelle Gestaltung HM Abb. 6: Einstellung gegenüber Unternehmensgründungen nach Perso- sche Laufbahn für sie attraktiv sein könnte. nalkategorien Hier deutet sich an, dass einerseits für den Mittelbau die geringeren Aussichten auf eine akademische Karriere im Fachhochschulsy- stem die Opportunitätskosten senkt, die mit dem Ergreifen einer unternehmerischen Laufbahn verbunden sind. Andererseits dürf- te aber für alle Beschäftigten der Fachhoch- schulen die im Bereich F&E vorhandene Wirtschaftsnähe und Wirtschaftskompetenz eine wichtige Rolle für die subjektiv erlebte Attraktivität unternehmerischer Laufbahnen spielen (siehe auch Hachmeister et al. 2015). Dass die vorliegende Befragung eine nur ge- ringe Gründungserfahrung von Frauen aus- weist, dürfte zunächst auf eine deutlich gerin- gere Zahl von Frauen im wissenschaftlichen Missings: Dozierende mit Führungsverantwortung (n = 68), Dozierende ohne Führungsverant- Personal der Fachhochschulen zurückzu- wortung (n = 116), Assistierende/wiss. Mitarbeitende (n = 74) führen sein (vgl. Dubach et al. 2017).6 Aller- dings illustrieren die Daten auch, dass das geben zu einem großen Teil (52%, n = 273 bzw. 45%, n Gründungspotential von Frauen an Fachhochschulen in = 219) an, dass eine Unternehmensgründung attraktiv allen Personalkategorien weniger gut ausgeschöpft wird sein könnte. Überdies antworten 15% jener Befragten als dasjenige von Männern. Denn Gründungserfahrungen (d.h. 100 von 750 Personen), die weder aktuelle noch bilden – zumindest in den Führungspositionen der MINT- weiter zurückliegende Gründungserfahrungen nennen, Fachbereiche – einen konstitutiven Bestandteil der Qua- dass sie gegenwärtig mit einem Gründungsvorhaben be- lifikationsprofile sowohl von Männern wie von Frauen. fasst seien. Und schließlich schreibt sich unter den An- Überdies schreiben sich Frauen kaum weniger unterneh- gehörigen aller Personalkategorien eine große Zahl der merisch Fähigkeiten als Männer zu. Es würde sich somit Befragten unternehmerischen Fähigkeiten für das erfolg- lohnen, vermehrt in die Unterstützung der Gründungs- reiche Führen von Unternehmen zu. neigungen und -aktivitäten von Frauen an Schweizer Fachhochschulen zu investieren (vgl. dazu Liebig/Schnei- der 2019). 4. Diskussion Während Gründungserfahrungen also vielfach ein Ele- Dass an Schweizer Fachhochschulen erhebliche Grün- ment im Qualifikationsprofil der an Fachhochschulen Be- dungserfahrung besteht, erweist sich in der Tatsache, schäftigten bilden, finden sie offenbar nur wenig Eingang dass ca. 23% des hier befragten wissenschaftlichen Per- in die deren Tätigkeit an den Hochschulen. Vielmehr er- sonals dieses Hochschultyps Gründungserfahrung(en) folgen, wie die Daten zeigen, an den meisten Hochschul- nennen. Überdies gibt eine große Zahl der befragten standorten Gründungsaktivitäten außerhalb der Arbeits- Männer wie Frauen an, über gründungsbezogene Inte- anstellung. Warum aber werden die vorhandenen Erfah- ressen und Kompetenzen zu verfügen. Dabei manifestiert rungen und Kompetenzen im Bereich Gründen nur so sich die Gründungsaffinität der an den Fachhochschulen wenig mit der Hochschulanstellung verknüpft? Eine mög- Beschäftigten keineswegs nur im technisch-naturwissen- liche Erklärung liegt in den Rahmenbedingungen für Aus- schaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichem Bereich: gründungstätigkeiten von Dozierenden und Mitarbeiten- Gründungserfahrungen beziehen sich nicht selten auch den an den Schweizer Fachhochschulen. auf im weitesten Sinne soziale und kulturell-künstlerische So werden bis heute an Fachhochschulen Infrastruktu- Innovationen in den designbezogenen Fachbereichen. ren und Unterstützungsangebote für Gründungsvorha- Die Gründungserfahrung und Gründungsaffinität des ben, z.B. in Form von „Entrepreneurship Education“ wissenschaftlichen Personals an Schweizer Fachhoch- (Díaz-García et al. 2015), in erster Linie für Studierende schulen kann somit, zugespitzt formuliert, durchaus als angeboten (Morandi et al. 2019). Für das wissenschaftli- Element ihrer „DNA“ betrachtet werden. che Personal stehen mit Blick auf Ausgründungsprojek- Dass Angehörige der Personalkategorien „Assistierende“ te, bisher kaum Informationen, materielle oder finanzi- und „wissenschaftliche Mitarbeitende“ in geringerem elle Anreize oder gar Schulungs-, Coaching- und Bera- Umfang als andere Befragte bereits Gründungserfahrun- tungsangebote bereit (Morandi, Bläse, Liebig submit- gen angeben können, liegt, so ist zu vermuten, nicht nur ted). Entsprechend erweisen sich auch in der vorliegen- an der Tatsache, dass sie mehrheitlich jüngeren Alters den Studie Gründungsaktivitäten nur selten als Ergebnis sind, sondern vor allem an den im Mittelbau der Fach- von gründungsbezogenen Ausbildungs- und Förderan- hochschulen überwiegenden, befristeten Arbeitsverträ- geboten der Fachhochschulen. Der geringe Institutiona- gen. Auch der Mittelbau aber erweist sich als durchaus gründungsaffin, was die Häufigkeit zeigt, mit welcher 6 Insgesamt lag der Frauenanteil an den Schweizer Fachhochschulen unter ein Gründungsinteresse auch in dieser Personalkategorie den Dozierenden mit Führungsfunktion im Jahre 2017 bei 26%, in der Ka- genannt wird. Dozierende mit und ohne Führungsaufga- tegorie der Assistierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden bei ben geben ebenfalls häufig an, dass eine unternehmeri- 40% (Dubach et al. 2017, S. 100). 98 HM 4/2019
HM E.xxx n xxx lisierungsgrad der Gründungsförderung an Fachhoch- hörigkeit, dem Innovationsbeitrag sowie dem wirt- schulen zeigt sich überdies in einem geringen Grad akti- schaftlichen Erfolg dieser Ausgründungen, ist festzustel- ver Unterstützung durch Vorgesetzte (Morandi, Bläse, len, ob und in welchem Umfang Gründungen außerhalb Liebig forthcoming) und einer kaum sichtbaren Aner- des akademischen Arbeitskontextes auf Kompetenzen, kennung von Spin-Off Projekten bzw. Gründern und Wissen oder auch geistigen Eigentumsrechten beruhen, Gründerinnen im wissenschaftlichen Personal, z.B. in die an den Hochschulen erarbeitet wurden. Auf dieser Geschäftsberichten oder in der offiziellen Kommunikati- Grundlage ließen sich dann weitere relevante Daten für on (vgl. Liebig/Rutz 2018). Während naturwissenschaft- strategische Planungen im Bereich des Wissenstransfers lich-technische Fachbereiche aufgrund ihrer langjähri- gewinnen und weitergehende Maßnahme-Empfehlun- gen Tradition im Bereich F&E Gründungsaktivitäten als gen für eine gezielte Verwertung von Forschungser- Verwertungsweg nicht ausschließen, deutet sich dabei kenntnissen generieren. in den „jüngeren“ Fachbereichen der Fachhochschulen, An dieser Stelle zeigen sich auch die Grenzen der Aussa- wie etwa der „Sozialen Arbeit“ oder in den „Gesund- gekraft der hier vorgelegten Resultate: Präzisere Aussa- heitswissenschaften“, ein spezifischer Nachholbedarf in gen zum Gründungspotential an Fachhochschulen lassen der Gründungsförderung an, der gleichermaßen an sich aus den Daten dieses Surveys noch nicht ableiten. strukturellen wie fachkulturellen Dimensionen ansetzen Vielmehr ist anzunehmen, dass Angehörige von Fach- muss (vgl. Rosa/Dawson, 2006). Letztere schließen tra- hochschulen im Zuge einer erfolgreichen Unterneh- ditionell technische bzw. männliche geprägte Auffassun- mensgründung ihre Tätigkeit an der Hochschule teilwei- gen von Innovation und Entrepreneurship oder ableh- se oder vollständig aufgeben. Wie groß aber der Anteil nende Haltungen zur Verwertung und Kommerzialisie- dieser Personen ist und welche Art von Gründungspro- rung von Forschungserkenntnissen ein, welche sich als jekten von ihnen verfolgt werden, sollte im Rahmen Barrieren für Gründungsprojekte erweisen können (Lie- weiterführender, auf Längsschnittdaten beruhenden big/Schneider 2019). Analysen festgestellt werden. 5. Ausblick Literaturverzeichnis Wollen Fachhochschulen die unter ihren Mitarbeiten- Becker, K./Wagner, K. (2010): Die Förderung von Gründungsaktivitäten an den vorhandenen Potentiale nutzen (vgl. Schweizeri- Schweizer Fachhochschulen: HTW Chur. scher Bundesrat 2016), so müssen zum einen die For- Berwert, A./Lüthi, E./Leu, A./Künzle, D. (2004): Studieren, Forschen, Unter- schungsinstitute vermehrt Anreize und institutionell ver- nehmen gründen. THISS – Technische Hochschulen und Innovationen: Start-ups und Spin-offs unter besonderer Berücksichtigung von Aus- ankerte Unterstützung bieten, Gründungspläne und und Weiterbildung und Supportstrukturen, Schlussbericht, NFP 43 Bil- „Gründungslaufbahnen“ innerhalb der Hochschultätig- dung und Beschäftigung. keit zu verwirklichen. Zum anderen sollten Unterstüt- Bornstein, N./Pabst, S./Sigrist, S. (2014): Zur Bedeutung sozialer Innovation in Wissenschaft und Praxis, Forschungsbericht erstellt im Auftrag des zungsangebote für Gründungsinteressierte vermehrt Schweizerischen Nationalfonds, Bern (http://www.snf.ch/SiteCollection auch an Mitarbeitende der Fachhochschulen richten: Documents/Soziale_Innovation_Studie_SNF_W_I_R_E_2014.pdf). Laufbahnen und innerinstitutionelle Perspektiven für Bundesamt für Statistik. (2018). Statistik Personal der Fachhochschulen. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/ Forschende mit ausgeprägter Gründungsambition sind home/statistiken/bildung-wissenschaft/personal-bildungsinstitutionen/ bis anhin noch kaum etabliert (dazu Morandi et al. tertiaerstufe-hochschulen.assetdetail.6028073.html (02.02.2020). 2019). Insbesondere für den wissenschaftlichen Mittel- De Turi, I. (2018): Universities Third Mission as a Drive for Academic Spin- Offs Creation and Regional Development, in International Journal of Bu- bau sowie generell für Personen mit befristeten Anstel- siness and Social Science (IJBSS), 9, 5. lungsverträgen könnten sich dadurch neue und attrakti- Díaz-García, C./Sáez-Martínez, F./Jiménez-Moreno, J. (2015): International ve Optionen eröffnen. Journal of Educational Technology in Higher Education, 12 (17). Für eine nachhaltige Implementierung dieser Maßnah- Di Gregorio, D./Shane, S. (2003): Why do some universities generate more Start-Ups than others? Research Policy, 32 (2), pp. 209-227. men erscheint eine Verankerung der Gründungsförde- Dubach, P./Legler, V./Morger, M./Stutz, H. (2017): Frauen und Männer an rung im Rahmen der strategischen Planung der Hoch- Schweizer Hochschulen: Indikatoren zur Chancengleichheit in Studium schulen unverzichtbar, was bis heute nur in geringem und wissenschaftlicher Laufbahn, Staatssekretariat für Bildung, For- schung und Innovation SBFI, Bern. Maße der Fall ist (vgl. Morandi et al. 2019, Liebig/Rutz ETH (2016): www.ethz-foundation.ch/en/pioneer-fellowships/ (11.02.2020). 2018). Unter neuen Vorzeichen aber könnten sich einige Fayolle, A./Liñán, F. (2014): The future of research on entrepreneurial inten- Hochschulstandorte zu „Gründungsschmieden“ ent- tions. Journal of Business Research, 67 (5), pp. 663-666. Grave, B./Hetze, P., Kanig, A. (2014): Gründungsradar 2013, Wie Hochschu- wickeln, etwa, indem Fachbereiche mit heute bereits len Unternehmensgründungen fördern hg. v. 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