FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor

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FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
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FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
INHALT
                                                          VORWORT Vorsitzender des Aufsichtsrates       04
                                                          VORWORT Geschäftsführung                      05
                                                          KUNDEN UND PARTNER                            06
                                                          UNSERE MISSION                                08
                                                          UNSERE WERTE                                  09
                                                          HIGHLIGHTS                                    10
                                                          ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN                      12
                                                          UNSER NETZWERK                                13
                                                          FORSCHUNGSPROGRAMM                            14
                                                          FROM RESEARCH TO PRODUCTION                   16

                                                          INDUSTRIELLE ASSISTENZSYSTEME                 18
                                                          Cognitive Factory Lab                         20
                                                          NgMPPS                                        22
                                                          LERN4MRK                                      23
                                                          HoliSafeMRK                                   24
                                                          Assembly Eye                                  25
                                                          AutoScan                                      26
                                                          H-Scan                                        27
                                                          XRob                                          28

                                                          ADDITIVE MIKRO-/NANO- FERTIGUNG               30
                                                          Additive Manufacturing Lab                    32
                                                          LINK                                          34
                                                          DIMAP                                         35
                                                          Rolle-zu-Platte-NIL                           36
                                                          3D-NIL                                        37
                                                          InkPad                                        38

                                                          PUBLIKATIONEN (AUSZUG)                        39

                                          SCHWERPUNKT
                                           INDUSTRIELLE
                                      ASSISTENZSYSTEME

                                                                                                    Seite 18

                                         SCHWERPUNKT                                                Seite 30
                                       ADDITIVE MIKRO-/
                                      NANO- FERTIGUNG

02   |   rwort der Geschäftsführung                                                                            |   03
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
VORWORT                                                                                                                                                                                                VORWORT
            VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATES                                                                                                                                                               GESCHÄFTSFÜHRUNG

     DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA                                                                                                  Dr. Christoph Breitschopf
     Der Vorsitzende des Aufsichtsrates                                                                                               Geschäftsführer

                                                                                                                                      PROFACTOR ist gut aufgestellt und        Zukunft, wie wir sie sehen, spielen die      PROFACTOR lebt von seinen Mitar-
                                                                                                                                      fokussiert: auf Lösungen, die in der     Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der      beiterinnen und Mitarbeitern: Wir
                                                                                                                                      produzierenden Industrie einen realen    Produktion eine entscheidende Rolle.         lassen Querdenkern Freiräume und
                                                                                                                                      Mehrwert generieren und sie fit halten   Und die Konsumenten greifen mit ihren        verschaffen Vordenkern Luft. Das
                                                                                                                                      für den globalen Wettbewerb. Unsere      Anforderungen an die Produkte mehr           macht PROFACTOR zu einem begehrten
                                                                                                                                      Entwicklungen stärken Unternehmen        in die Produktion ein, als den Unterneh-     Arbeitgeber, und das spüren auch Sie.
                                                                                                                                      nachhaltig.                              men vielleicht bewusst ist.
                                                                                                                                                                                                                            Dass wir Forschung mit Herzblut betrei-
                                                                                                                                      PROFACTOR ist selbstbewusst: Wir         PROFACTOR ist konsequent: Wir for-           ben, davon soll Ihnen diese Broschüre
                                                                                                                                      trachten nach Entwicklungen, die         schen zielgerichtet für Ergebnisse, die in   einen Eindruck geben.
                                                                                                                                      über den jeweils aktuellen Stand der     der Industrie umgesetzt werden können.
                                                                                                                                      Technik hinausgehen. Innovation und      Wir gehen dabei so weit in die Tiefe wie
                                                                                                                                      Technologie kann Duftmarken setzen       nötig. „From Research to Production“ –
                                                                                                                                      – bei den Konsumenten und auch bei       das ist unser Anspruch, und den nehmen
                  „Mit hoher Innovationskompetenz unterstützt                                                                         den Mitarbeitern. In der Fabrik der      wir ernst. Und davon profitieren auch Sie.
               PROFACTOR Unternehmen dabei, die Produktion
                    der Zukunft zu gestalten. Die eingeschlagene
              strategische Partnerschaft zwischen AIT und UAR
                auf Eigentümerebene wird das Lösungsspektrum                                                                                                                                            „ From Research to Production:
                noch intensiver an den Bedürfnissen der Kunden                                                                                                                                          wir entwickeln Lösungen für die
                       aus Wirtschaft und Industrie ausrichten.“                                                                                                                                        produzierende Industrie, von der
                                                                                                                                                                                                        Forschung bis hin zum Einsatz in
                                                                                                                                                                                                        der Linie .“
     Der technologische Vorspr ung im            PROFACTOR ein wesentlicher Akteur         bedingungen wesentlich verbessern.
     Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0   innerhalb des UAR Innovation Net-         Zahlreiche namhafte sowie international
     ist zu einem wesentlichen Wettbewerbs-      works. Das Forschungsunternehmen          agierende Unternehmen vertrauen auf
     faktor geworden. Die Industrie fordert      fokussiert seine Innovationskompetenz     das Know-how der PROFACTOR. Mit der
     Innovationspartner, die sie kompetent       auf Industrielle Assistenzsysteme und     strategischen Zusammenarbeit zwischen
     und ganzheitlich bei dieser Transfor-       Additive Mikro-/Nano-Fertigung. In        AIT und UAR mit PROFACTOR wurde
     mation begleiten. Als Eigentümer der        diesen Bereichen kann PROFACTOR           ein wesentlicher Meilenstein gesetzt, um
     PROFACTOR GmbH haben die AIT                auf zahlreiche, herausragende Entwick-    die Innovationskompetenz noch weiter
     Austrian Institute of Technology GmbH       lungen rund um flexible und adaptive      zu stärken. Wir bedanken uns bei AIT
     und die Upper Austrian Research GmbH        Inspektionsroboter, virtuelle Assistenz   und freuen uns auf den weiteren gemein-
     einen gemeinsamen Weg eingeschla-           für die Montage, 3D-Modellierung, simu-   samen Weg.
     gen. Die strategische Zusammenarbeit        lationsgestützte Produktionsplanung
     erlaubt, das Lösungsspektrum noch           und -optimierung oder die Nanostruktu-    An dieser Stelle möchte ich dem gesam-
     intensiver an den Bedürfnissen der          rierung von Oberflächen verweisen.        ten Team der PROFACTOR GmbH zu
     Industrie auszurichten.                                                               vielen herausragenden Erfolgen gra-
                                                 Ein großer Schwerpunkt ist die Entwick-   tulieren und mich für das Engagement
     Die Produktionsforschung ist eine der       lung von modernen Technologien, die       herzlich bedanken. Wir wünschen der
     großen Stärken der oberösterreichi-         den Menschen in der Produktion effi-      PROFACTOR weiterhin viel Erfolg.
     schen Forschungslandschaft. Dabei ist       zient unterstützen und dessen Arbeits-

04    |   VORWORT
          Vorwort VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATES rwort der Geschäftsführung
                  Landeshauptmann-Stellvertreter                                                                                                                                                                            VORWORT des
                                                                                                                                                                                                                Vorwort Vorsitzender GESCHÄFTSFÜHRUNG
                                                                                                                                                                                                                                        Aufsichtsrates           |    05
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
Digitalisierung und Industrie 4.0 sind die großen
                                                                                                                                                                  Herausforderungen der nächsten Jahre. Daher
                                                                                                                                                                  braucht der Industriestandort OÖ ein exzellen-
                                                                                                                                                                  tes und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk.
         KUNDEN UND PARTNER                                                                                                                                       Mit 20 Jahren Forschungskompetenz kann
                                                                                                                                                                  PROFACTOR speziell bei den Themen „Industri-
                                                                                                                                                                  elle Assistenzsysteme“ und „Additive Fertigung“
                                                                                                                                                                  einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche
                                                                                                                                                                  Gestaltung der „Fabrik der Zukunft“ leisten.

                                                                                                                                                                  Martin Lehner,
                                                                                                                                                                  CEO der Wacker Neuson SE

                                                           Über 4.500 kompetente Mitarbeiter arbeiten im
                                                           weltgrößten Motorenwerk der BMW Group täglich
                                                           mit viel Leidenschaft daran, die weltbesten Moto-
                                                           ren zu entwickeln, zu bauen und die Komponen-
                                                           ten dafür zu fertigen. Wir gestalten die Zukunft
                                                           des Antriebs. Premiumqualität und Innovations-
                                                           führerschaft sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren.
                                                           Wir treiben nicht nur intern die Entwicklung
                                                           neuer Technologien voran, sondern arbeiten auch
                                                           mit PROFACTOR als externen F&E-Dienstleister
                                                           zusammen. Denn konsequente, visionäre For-
                                                           schung und Entwicklung sichern uns und unseren
                                                           Kunden einen Technologievorsprung.                                                                                                     © Bild: Festo / Draper

                                                           Christoph Schröder,
                                                           Geschäftsführer BMW Motoren GmbH

                                      Georg List,
                                   Vice President,
              Corporate Strategy, AVL List GmbH
                                                                                                                                       Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
   Die Digitalisierung ist der Schlüssel für eine intel-                                                                            Dr.techn. Andreas Kugi
   ligente und kognitive Produktion. AVL List GmbH                                                                          Institutsvorstand des Instituts für
   nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung ent-                                                                  Automatisierungs- und Regelungstechnik
   lang der gesamten Wertschöpfungskette, um                                                                                                 (ACIN), TU Wien
   kognitive und smarte Produkte und Systeme zu                                                                Head of Center for Vision, Automation & Control
   entwickeln. Die digitalen Informationen dienen                                                                 AIT Austrian Institute of Technology GmbH
   dazu, Erkenntnisse aus der Entwicklung laufend in
   die Produktion einfließen zu lassen: zum Beispiel                                                           Hochflexible Fertigung und individualisierte
   bei der Zustandsüberwachung oder für die adap-                                                              Produkte spielen in der Industrie eine immer
   tive Steuerung. Mit PROFACTOR kann AVL auf                                                                  wichtigere Rolle.
   einen erfahrenen Partner zurückgreifen, der die                                                             Im Bereich Industrielle Assistenzsysteme und
   Forschung und Entwicklung rund um vernetzte                                                                 Additive Mikro-/Nano-Fertigung entwickelt
   Produktion, industrielle Assistenzsysteme und                                                               PROFACTOR gemeinsam mit industriellen
   additive Fertigung unterstützt.                                                                             Partnern innovative und richtungsweisende
                                                                                                               Konzepte. Diese Entwicklungen sind ein wesent-
                                                                                                               licher Beitrag zur Sicherung unseres Industrie-
                                                                                                               standortes und schaffen einen entscheidenden
6 | | Stakeholder
06     KUNDEN UNDStatements
                  PARTNER   rwort der Geschäftsführung                                                         Wettbewerbsvorteil.                                                       Stakeholder
                                                                                                                                                                                           KUNDEN
                                                                                                                                                                                            KUNDEN UND
                                                                                                                                                                                                     Statements
                                                                                                                                                                                                   UND PARTNER
                                                                                                                                                                                                       PARTNER || | 07
                                                                                                                                                                                                                     7
                                                                                                                                                                                                                    07
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
UNSERE MISSION                                                                                                                                                     UNSERE WERTE

                                                                                                                     Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern definiert:
                                                                                                                     Das macht PROFACTOR aus!

                           From Production to Research          From Research to Production
       PROFACTOR antizipiert, durch den engen Kontakt mit       PROFACTOR forscht und setzt die Ergebnisse in
      der Industrie, vor welchen Herausforderungen sie steht,   der produzierenden Industrie um. Unsere Lösungen                                                            E I G E N I N I T I AT I V E
      wo der Schuh drückt und wo Chancen gesehen werden.        bedeuten immer einen Vorteil im Wettbewerb.                              TEAMGEIST                          Wir sind wissbegierig und bieten
                                                                                                                                Wir bündeln unsere Kräfte                   mit unkonventionellen Ideen
                     Daran orientiert sich unsere Forschung.    Daran messen wir jede unserer Entwicklungen.                         und stärken einander.                  Lösungen.

                                                                                                                                                                        VO R S P RU N G
                                                                                                                                                                        Wir verschaffen Kunden Vorteile und
                 Wir holen die Produktion nach Hause            Wir sind Pioniere für die denkende Fabrik                                                               einen Vorsprung im Wettbewerb.
       PROFACTOR liefert einen Beitrag dazu, die Industrie in   PROFACTOR arbeitet an der Intelligenz für
              Europa wettbewerbsfähig zu halten. Doch wir       Maschinen und Systeme. Sie sind eine Voraussetzung
         wollen mehr: Wir ermöglichen innovative Produkte       für die Produktion im digitalen Zeitalter.
                und Prozesse für einen wettbewerbsfähigen
                                  Industriestandort Europa.     Unsere Kunden sind der Konkurrenz einen Schritt             W E RT S C H ÄT Z U N G
                                                                voraus.                                                   Wir begegnen Kunden und
                                                                                                                         KollegInnen mit Respekt und
                                                                                                                                     Wertschätzung.

                                                                                                                                                                            V E R A N T W O RT U N G
                                                                                                                                                                            Wir handeln unternehmerisch.
                                                                                                                                                                            Wir tragen die Verantwortung
                                                                                                                                                                            für Ressourcen.

08 || UNSERE
       UnsereMISSION
              Mission rwort der Geschäftsführung                                                                                                                                                       UNSERE
                                                                                                                                                                                                       Unsere WERTE
                                                                                                                                                                                                              Werte   |   09
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
HIGHLIGHTS

     Robotik und Additive Fertigung nähern sich an                                                                                     Highlight: Robotikgeführter Inkjet-Druck
     Zwei Themen, ein Ziel: Individuelle Produktion                                                                                    Der individuell bedruckte Sportschuh ist Realität

     PROFACTOR hat seine Forschung vor           auf kooperative, lernfähige und flexible   sind überzeugt, dass sie sich sukzessive   Losgröße 1 ist auch für die Textilindust-    PROFACTOR konzentriert sich auf die
     wenigen Jahren auf zwei große Themen        Roboter ab.                                annähern werden: Robotikgeführter          rie ein Thema. Der individuell gestaltete,   Vor- und Nachbehandlung der von
     konzentriert. Wir haben damit antizi-                                                  Inkjetdruck oder Nanoimprint-Litho-        perfekt an den Kunden angepasste und         Partnern entwickelten Hybrid-Tinten.
     piert, was die Fabrik der Zukunft aus-      Zweitens: Additive Fertigung mit dem       graphie wird die Tür aufstoßen zu völlig   im Shop mittels 3D-Druck gefertigte          Sie sind sowohl wasserbasiert als auch
     macht, was die Produktion prägen wird       Fokus auf den Mikro- und Nanomaßstab.      neuen Produktwelten, zu individuellen      Sportschuh ist die Vision. PROFACTOR         UV-aushärtend. Die Vorbehandlung
     und welche Rolle der Mensch dort spielt:    Hier ist Losgröße 1 kein Ziel, sondern     und intelligenten Erzeugnissen. Und sie    leistet dazu einen Beitrag: Der indivi-      der Stoffe (Polyesternetze) erfolgt mit
     als Werker, aber auch als Konsument.        der zentrale Inhalt. 3D-Druck, additiver   sind eine Vision für eine Industrieland-   duell bedruckte Sportschuh ist Realität.     Plasma. Die Nachbehandlung erfolgt
                                                 Inkjet-Druck und Funktionalisierung        schaft, die in Europa Zukunft hat.         Ein Roboter führt dabei einen Inkjet-        unter anderem mit Infrarot und UV-
     Erstens: Industrielle Assistenzsysteme,     von Oberflächen sind der Schlüssel für                                                Druckkopf um den Schuh.                      Aushärtung.
     die intelligent mit dem Menschen inter-     individualisierte Produkte.
     agieren und damit eine wettbewerbsfä-                                                                                             Ein simpler Schuh und viel-                  Die zweite Herausforderung: Der Pfad
     hige Produktion in Losgröße 1 ermögli-      Die beiden Themen scheinen heute noch                                                 schichtige Forschungsarbeit                  des Roboters muss derzeit noch definiert
     chen. In erster Linie zielt das natürlich   weit voneinander entfernt. Aber wir                                                                                                werden. Mittelfristig soll der Roboter
                                                                                                                                       Das Bedrucken von stark beanspruch-          über eine 3D-Modellierung des Objekts
                                                                                                                                       ten Objekten wie Sportschuhen stellt         seinen - für den Druck nötigen Pfad rund
                                                                                                                                       hohe Anforderungen an Tinten und an          um den Sportschuh oder ein anderes
                                                                                                                                       den Druckprozess, vor allem was Nässe        Produkt – selbst erstellen. Auch daran
                                                                                                                                       und Abriebfestigkeit betrifft.               forschen PROFACTOR-Teams intensiv.

                                                                                                                                         „Die Verbindung von Robotik und Inkjet-Druck ermöglicht das
                                                                                                                                         individuelle Gestalten von Schuhen – und ist damit ein Schritt, die
                                                                                                                                         Produktion nach Europa zurückzuholen.“
                                                                                                                                         DI Dr. Andreas Pichler
                                                                                                                                         Chief Technology Officer

10   |   HIGHLIGHTS
         Unsere Werte rwort der Geschäftsführung                                                                                                                                                           HIGHLIGHTS
                                                                                                                                                                                                         Unsere Werte     |    11
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
ZAHLEN, DATEN, FAKTEN *                                                                                                                  UNSER NETZWERK
                                                                                       * im Durchschnitt

                                                                                                           Universitäten/Fachhochschulen
                                                                                                           »»Cranfield University                         »»Medizinische Universität Wien            »»University College Cork
                                                                                                           »»Donau Universität Krems                      »»Oberösterreichisches Laserzentrum        »»Laboratory for Manufacturing
                                                                                                           »»Fachhochschule Salzburg GmbH                 »»Paris Lodron Universität Salzburg          Systems & Automation (LMS),
                                                                                                           »»Fachhochschule Wels                          »»Technical University of Cluj               University of Patras
                                                                                                           »»FH-OÖ Forschungs & Entwicklungs              »»Technische Universität Chemnitz          »»University of Skövde
                                                                                                             GmbH                                         »»TU Wien                                  »»University of West Bohemia

                                                                                   > 4,0
                                                                                                           »»Johannes Kepler Universität Linz             »»Universität Innsbruck                    »»Wroclaw University of Science and
                                                                                                           »»Karl Landsteiner Privatuniversität für       »»Universität Stuttgart                      Technology
                                                                                                                                                          »»Universität Wien
                    > 3,0
                                                                                                             Gesundheitswissenschaften GmbH
                                                                                   MILLIONEN EURO          »»Karlsruher Institut für Technologie          »»Universitätszahnklinik Wien GmbH

                                                      > 7,0
                                                                                                           »»KTH Royal Institute of Technology
                                                                                   BETRIEBSLEISTUNG
      MILLIONEN EURO                                                               MIT GEFÖRDERTEN                                                                                              Außeruniversitäre Forschung
  BETRIEBSLEISTUNG IM                                                              PROJEKTEN               »»ACMIT                                        »»Fraunhofer-Institut für                  »»Kompetenzzentrum - Das virtuelle
    INDUSTRIEBEREICH                              MILLIONEN EURO
                                                 BETRIEBSLEISTUNG                  PRO JAHR                »» AIT Austrian Institute of Technology GmbH     Produktionstechnik und                     Fahrzeug, Forschungs-GmbH
             PRO JAHR                                                                                      »»CEST Kompetenzzentrum                          Automatisierung IPA                      »»Pro2Future GmbH
                                                     PRO JAHR                                                 für elektrochemische                        »»Fundación PRODINTEC                      »»Österreichisches Forschungsinstitut
                                                                                                              Oberflächentechnologie GmbH                 »»Helmholtz-Zentrum Dresden-                 für Chemie und Technik
                                                                                                           »»evolaris next level GmbH                       Rossendorf e.V.                          »»RIC (Regionales Innovations Centrum)
                                                                                                           »»FIDAMC                                       »»IK4-IDEKO S. Coop                          GmbH
                                                                                                           »»FOTEC Forschungs- und                        »»Institute for Computer Science and       »»RISC Software GmbH
                                                                                                              Technologietransfer GmbH                      Control, Hungarian Academy of Sciences   »»Salzburg Research
                                                                                                           »»Fraunhofer Austria Research GmbH             »»JOANNEM RESEARCH                           Forschungsgesellschaft mbH
                                                                                                                                                            Forschungsgesellschaft mbH               »»Soreq Nuclear Research Center
                                                                                                                                                          »»Jožef Stefan Institute                   »»Tyndall National Institute
                                                                                                                                                                                                     »»V-Research GmbH
                                                                                                                                                                                                     »»VTT Technical Research Centre of
                                                                                                                                                                                                       Finland Ltd
                                                                                                           Unternehmenspartner in geförderten Projekten

                                          > 15
                                                                                                           »»ABB AB                                       »»Gebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H.       »»SGL Composites GmbH
                                                                                                           »»Abengoa Research SL                          »»HAGE Sondermaschinenbau GmbH &           »»Siemens Aktiengesellschaft Österreich
                                                                                                           »»ABF - Industrielle Automation GmbH             Co KG                                    »»STRATASYS
        WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE                                                                         »»ACITURRI Engineering SL                      »»Happy Plating GmbH                       »»STRATEC Consumables GmbH
        IN REVIEWTEN ZEITSCHRIFTEN                                                                         »»Airbus DS GmbH                               »»HuaFeng Textile Group                    »»Tablet Solutions GmbH

                                                         > 35         WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE
                                                                      AUF REVIEWTEN KONFERENZEN
                                                                                                           »»Airbus Operations S.A.S
                                                                                                           »»AMORPH Systems GmbH
                                                                                                           »»ANGER MACHINING GmbH
                                                                                                                                                          »»InfraTec GmbH
                                                                                                                                                          »»INOCON Technologie GmbH
                                                                                                                                                          »»i-RED Infrarot Systeme GmbH
                                                                                                                                                                                                     »»Technologia Navarra DE
                                                                                                                                                                                                       Nanoproductos
                                                                                                                                                                                                     »»The Antibody Lab GmbH
                                                                                                           »»AVL List GmbH                                »»Kapsch BusinessCom AG                    »»Tieto Austria GmbH
                                                                                                           »»Bartenbach GmbH                              »»kdg opticomp GmbH                        »»TIGER Coatings GmbH & Co. KG
                                                                                                           »»Bayerische Motoren Werke                     »»KUNGLIGA TEKNISKA                        »»TRAFFIX Verkehrsplanung GmbH
                                                                                                             Aktiengesellschaft                             HOEGSKOLAN                               »»TÜV Austria Holding AG
                                                                                                           »»BECOM Electronics GmbH                       »»Lam Research AG                          »»Twoptics Systems Design, S.l..

                                                                   ~ 75                                    »»BioMensio Ltd.                               »»Lenzing Aktiengesellschaft               »»voestalpine BÖHLER Aerospace

                            > 150
                                                                                                           »»Borealis Polyolefine GmbH                    »»Lithoz GmbH                                GmbH & Co KG
                                                                                                           »»BRP-Rotax GmbH & Co KG                       »»M Torres Disenos Industriales SA         »»voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH
                                                                   M I T A R B E I T E R * I N N E N       »»carvatech Karosserie & Kabinenbau            »»MAHLE Filtersysteme Austria GmbH           & Co KG
                                PROJEKTE                                                                     GmbH                                         »»Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG&CO        »»voestalpine Stahl Donawitz GmbH
                                                                                                           »»C.I.D Laintec, A.I.E.                                                                   »»Volvo Car Corporation
                             PRO  JAHR                                                                     »»cirp GmbH
                                                                                                                                                            KG
                                                                                                                                                          »»Metal Estalki                            »»Wacker Neuson Beteiligungs GmbH
                                                                                                           »»CRIT S.RL.                                   »»Nano4Energy                              »»XiTrust Secure Technologies GmbH
                                                                                                           »»DANOBAT S.COOP                               »»O.K.+Partner
                                                                                                           »»Dassault Systèmes SE                         »»OMB Saleri SPA                            Sonstige
                                                                                                           »»DS AUTOMOTION GmbH                           »»P.V. Nano Cell LTD                       »»Chamber of Commerce and Industry
                                                                                                           »»Economa Engineering GmbH                     »»Peak Technology GmbH                       of Serbia
               PATENT-
      ~3                                                                    2 STANDORTE                    »»Elringklinger AG                             »»Philips Electronics Nederland B.V.       »»Croatian Agency for SMEs,
               EINREICHUNGEN                                                                               »»Eurofoam GmbH                                »»PKT Präzisionskunstofftechnik              Innovations and Investments
               PRO JAHR                                                     STEYR                          »»EUROTRANS Speditionsgesellschaft
                                                                                                           »»FACC Operations GmbH
                                                                                                                                                            Bürtlmair GmbH
                                                                                                                                                          »»Plasmo Industrietechnik GmbH
                                                                                                                                                                                                     »»Foundation Cluster Information and
                                                                                                                                                                                                       Communication Technologies
                                                                            UND WIEN                       »»Ferdinand Berhofer GmbH
                                                                                                           »»FESTO AG & Co KG
                                                                                                                                                          »»PSI Metals Austria GmbH
                                                                                                                                                          »»RHI Magnesita NV
                                                                                                                                                                                                     »»Pannon Business Network Association
                                                                                                                                                                                                     »»Pomurje Technology Park ltd.

           > 400 KUNDEN
                 SEIT 1995
                                                                                                           »»FILL GesmbH
                                                                                                           »»FORSTER Verkehrs und
                                                                                                             Werbetechnik GmbH
                                                                                                                                                          »»RHP- Technology GmbH
                                                                                                                                                          »»robomotion GmbH
                                                                                                                                                          »»Rosenbauer International AG
                                                                                                                                                                                                     »»Slovak Chamber of Commerce and
                                                                                                                                                                                                       Industry
                                                                                                                                                                                                     »»STEP RI Science and Technology Park
                                                                                                           »»FRONIUS INTERNATIONAL GmbH                   »»SANXO-Systems Kft.                         of the University of Rijeka Ltd
                                                                                                           »»Geberit Produktions GmbH & Co KG             »»Schmachtl GmbH

 12 || ZAHLEN,
12     Vorwort   der Geschäftsführung
               DATEN, FAKTEN          rwort der Geschäftsführung                                                                                                                                                Zahlen,
                                                                                                                                                                                                                     UNSER
                                                                                                                                                                                                                     UNSER
                                                                                                                                                                                                                        Daten,
                                                                                                                                                                                                                           NETZWERK
                                                                                                                                                                                                                            NETZWERK
                                                                                                                                                                                                                               Fakten |       13
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
FORSCHUNGSPROGRAMM

                                                         Gebündelte Forschung für die intelligente Fabrik
                                                         Pionierarbeit für eine denkende Produktion

                                                         Rund 150 Forschungs- und Entwicklungsprojekte wickelt PROFACTOR im Jahr ab – die Bandbreite reicht von grundlagen-
                                                         nahen Projekten bis zur Umsetzung unserer Entwicklungen in den Linien unserer Partner. Wir achten auf ein ausgewogeneres
                                                         Verhältnis aus geförderter Forschung und direkten Industrieaufträgen.

                                                         Das Wissen aus aktuellen Forschungs-     Additive Mikro-/Nano-Fertigung           Eine flexible Produktion, die sich
                                                         ergebnissen fließt als Upgrade in        Wir ver feiner n und kombinieren         Losgröße 1 nähert und die Rollen von
                                                         bestehende Entwicklungen ein, die        Nano-imprint-Lithographie und Inkjet-    Mensch und Maschine in der Linie
                                                         unseren Kunden als Plattformen für       Druck zur Funktionalisierung von         neu definiert, trägt dazu ebenso bei
                                                         Lösungen zur Verfügung stehen. XRob      Oberflächen und erschließen damit        wie additive Fertigungsmethoden von
                                                         ist das herausragende Beispiel dafür.    völlig neue Produktwelten.               Produkten, die mit herausragenden,
                                                         Diese Plattform für einen flexiblen                                               innovativen und individuell ausge-
                                                         Montageassistenten wird laufend mit      PROFACTOR kann einen Beitrag zur         wählten Funktionen aufgewertet sind.
                                                         neuen Forschungsergebnissen versorgt.    Sicher un g des Indus tr ies tandor ts
                                                         Das gesamte Forschungsprogramm von       Europa leisten. Mit Forschung auf        DI Dr. Andreas Pichler
                                                         PROFACTOR zielt auf die Etablierung      höchstem Niveau und Entwicklungen,       Chief Technology Officer
                                                         solcher Lösungsfamilien ab.              die der produzierenden Industrie einen
                                                         Diesen Herausforderungen widmet sich     unmittelbaren Vorsprung im globalen
                                                         unsere aktuelle Forschung:               Wettbewerb verschaffen.

                                                         Machine Vision
                                                         Unsere Entwicklungen schließen den
                                                         Regelkreis von der Qualitätskontrolle
                                                         zum Prozess. Sie leisten einen Beitrag
                                                         zu einer Null-Fehler Produktion

                                                         Visual Computing
                                                         Wir entwickeln flexibel einsetzbare
                                                         Wahrnehmungstechnologien mit dem
                                                         Schwerpunkt auf Lokalisierungs- und
                                                         Trackingtechnologien, die auf Deep
                                                         Learning-Methoden beruhen.

                                                         Robotik und Assistenzsysteme
                                                         Unsere Systeme verbinden Mensch und
                                                         Maschine optimal: die Intelligenz und
                                                         das Denkvermögen des Menschen mit
                                                         der Rechenleistung und der Kraft von
                                                         Systemen oder Maschinen.

                                                         Flexible Produktionssysteme
                                                         Wir modellieren semantische Modelle
                                                         von Prozessen und Verfahren. Sie die-
                                                         nen zur Planung und Optimierung von
                                                         Maschinen oder maschinen-übergrei-
                                                         fenden Prozessen und Produktionssys-
                                                         temen.

14   |   FORSCHUNGSPROGRAMM
         Forschungsprogramm rwort der Geschäftsführung                                                                                               Forschungsprogramm        |    15
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
FROM RESEARCH TO PRODUCTION

                                                                                                        MA R K T
            ENTWICKLUNG

                                                                     SCHWERPUNKT                                             SCHWERPUNKT
                                                                      INDUSTRIELLE                                          ADDITIVE MIKRO-/
                                                                   ASSISTENZSYSTEME                                         NANO- FERTIGUNG
            ENTWICKLUNG                                                                           9   PRODUKTION     9

                                                                                                  8                  8

                                                                TRL 6-7 XRob
                                                                                                  7   ENTWICKLUNG    7
                                                                                      Seite 29                           TRL 4-7 InkPad

                                                                TRL 5-6 H-Scan                                                               Seite 38
                                                                                                  6                  6   TRL 4-7 3D-NIL
                                                                                      Seite 27

                                                                 TRL 5   AutoScan                                                            Seite 37

                                                                                      Seite 26    5                  5
                                                                                                      INDUSTRIELLE       TRL 4-6 Rolle-zu-Platte-NIL
                                                                TRL 3-6 Assembly Eye                   FORSCHUNG
                                                                                                                                             Seite 36
                                                                                      Seite 25    4                  4
                                                                                                                         TRL 3-5 DIMAP
                                                                TRL 3-4 HoliSafeMRK

INDUSTRIELLE FORSCHUNG                                                                                                                       Seite 35
                                                                                      Seite 24    3                  3
                                                                TRL 3    LERN4MRK

                                                                                      Seite 23        GRUNDLAGEN-        TRL 1-4 LINK
                                                                                                  2    FORSCHUNG     2
                                                                TRL 1-2 NgMPPS
                                                                                                                                             Seite 34

                                                                                      Seite 22
GRUNDLAGENFORSCHUNG
                                                                                                  1                  1

                                                                                    TECHNOLOGY
                                                                                      READINESS          IDEE
                                                                                       LEVEL 1-9

18 || FROM
16     FromRESEARCH
       FROM researchTO
            RESEARCH toPRODUCTION
                     TO production rwort der Geschäftsführung
                        PRODUCTION                                                                                       From research to production    |   17
FROM RESEARCH TO PRODUCTION - Profactor
SCHWERPUNKT
     INDUSTRIELLE ASSISTENZSYSTEME

     Überalterung, Brain Drain, Fachkräf-         Vor allem die aktuelle und laufend ver-
     temangel auf der einen Seite, auf der        besserte Leistung unserer robotischen
     anderen: Konsumenten, die individuell        Assistenzsysteme macht den Fort-
     konfigurierte Produkte zum Preis der         schritt sichtbar. Die kognitive Fabrik, die
     Massenfertigung erwarten und die             PROFACTOR mitgestaltet, lässt Mensch
     Varianz in der Produktion beschleuni-        und Maschine in der Produktion neue
     gen. Vor diesem Widerspruch steht die        Rollen einnehmen. Der Roboter wird
     Konsumgüterproduktion.                       zum smarten Kollegen, der stets weite-
                                                  re Rollen entlang der gesamten Wert-
     Assistenzsysteme, die sich an das            schöpfungskette anzunehmen fähig ist.
     menschliche Gegenüber anpassen, sind
     eine Antwort, die in der Regel schnel-       Alle Entwicklungen rund um die Auto-
     ler gegeben als zu Ende gedacht wird.        matisierung rücken den Mensch in den
     Denn die Anforderungen an die Syste-         Mittelpunkt. Die Maschine ist ohne die
     me sind enorm: Sie müssen das Agieren        situative Problemlösungsintelligenz des
     der Experten zu verstehen lernen und         Menschen hilflos. Der Mensch wäre
     letztlich fähig sein, ihr Wissen weiterzu-   ohne die ergonomische Assistenz, die
     geben. Das gilt für die Software für den     robuste Leistung bei der Qualitätskont-
     Assistenzroboter, für die Inline-Qua-        rolle und ohne smarte Montagehinweise
     litätssicherung und Machine Vision-          der Assistenzsysteme überfordert.
     Systeme ebenso wie für Produktions-
     planungs-Tools.

     PROFACTOR geht diesen Weg konse-
     quent: Alle Forschungsprojekte in
     diesem Schwerpunkt zielen darauf ab,
     die Systeme mit kognitiver Intelligenz                         „Industrielle Assistenzsysteme sind das Herz der
     auszustatten, sie lernfähig und abstrak-                       kognitiven Fabrik. Die intelligenten Systeme lernen
     tionsfähig zu machen.                                          laufend. Damit können sie stets zusätzliche und
                                                                    wertschöpfende Rollen in der Produktion einnehmen.“
     Assistenz in der Produktion ist ein steter                     DI Dr. Andreas Pichler
     Prozess der Optimierung. Die Systeme                           Chief Technology Officer
     eignen sich kontinuierlich Wissen und
     die Intelligenz an, die in Echtzeit in den
     Prozess zurückfließen. Zum Beispiel bei
     der Qualitätskontrolle: Sie detektiert
     nicht nur zuverlässig allfällige Fehler,
     sondern ändert umgehend die Parame-
     ter in der Produktion, die Fehler verur-
     sachen können.

18   |   SCHWERPUNKT INDUSTRIELLE
                     Industrielle ASSISTENZSYSTEME
                                  Assistenzsysteme rwort der Geschäftsführung                                             SCHWERPUNKT
                                                                                                                          SCHWERPUNKTIndustrielle
                                                                                                                                      INDUSTRIELLE ASSISTENZSYSTEME
                                                                                                                                                   Assistenzsysteme   |   19
COGNITIVE FACTORY LAB

                                                            Ein High Tech-Labor mit dem Menschen im Mittelpunkt
                                                            Im Cognitive Factory Lab feilen wir an Lösungen

                                                            PROFACTOR macht in seinen Labo-           den State-of-the-Art bei Industriellen
                                                            ren erlebbar, wie die Zukunft der Pro-    Assistenzsystemen und in der Additiven
                                                            duktion aussehen kann. Den Namen          Mikro- und Nano-Fertigung präsentie-
                                                            Cognitive Factory Lab haben wir nicht     ren.
                                                            von ungefähr gewählt. Hier machen wir
                                                            die Forschung für die Basistechnologien   Die Stationen und Demonstratoren
                                                            flexibler Produktionssysteme sichtbar –   wechseln analog zu unseren aktuel-
                                                            sie sind zunehmend mit einer eigenen,     len Forschungsprojekten. Was aktuell
                                                            künstlichen Intelligenz ausgestattet.     im Cognitive Factory Lab zu sehen ist,
                                                            Diese Systeme denken mit und können       erfahren Sie hier:
                                                            somit bei Entscheidungen unterstüt-       www.profactor.at/open-labs
                                                            zen und den Mitarbeiter bei körperlich
                                                            schwierigen Tätigkeiten entlasten. Das
                                                            erlaubt ein sinnvolles Interagieren mit
                                                            dem Menschen – ohne den es in unse-
                                                            rem Lab nicht geht und ohne den es auch
                                                            in den Manufakturen der Zukunft nicht
                                                            gehen wird. Auch das zeigt unser Lab.

                                                            Den Besuchern, unseren Kunden und
                                                            unseren Par tnern wollen wir hier

20   |   COGNITIVE
         Cognitive Factory
                   FACTORY LAB
                           Lab rwort der Geschäftsführung                                                       Cognitive Factory Lab     |    21
Stichwort
                                                                                                                                                                                                          Deep Learning

                                                                                                                                                                                                          Deep Learning Ansätze beruhen darauf, künstliche,
                                                                                                                                                                                                          neuronale Netze zu trainieren. Die Konzepte dafür
                                                                                                                                                                                                          gibt es seit den 60-er Jahren, diese scheiterten bis
                                                                                                                                                                                                          vor Kurzem großteils an der fehlenden Rechenleis-
                                                                                                                                                                                                          tung und vergübaren Datenmengen. Seit 2012 steht
                                                                                                                                                                                                          das Thema wieder stark im Fokus der Forschung,
                                                                                                                                                                                                          bekannte Features wie die Google-Bild-erkennung
                                                                                                                                                                                                          oder die Spracherkennungssoftware von Mobilte-
                                                                                                                                                                                                          lefonen beruhen darauf. PROFACTOR nutzt den
                                                                                                                                                                                                          Ansatz für den Einsatz in der Assistenzrobotik.

                                                                                                                                    Im Fokus steht die Produktion in kleinen Unternehmen
                                                                                                                                    Deep Learning macht den Roboter intelligent

                                                                                                                                    Ansätze, Roboter mit Intelligenz auszu-      die sich durch bloßes Zuschauen neue     entstehen, für die „Lerneinheiten“ des
                                                                         NgMPPS                                      TRL 1-2        statten, gibt es schon länger. Intelligenz   Fähigkeiten aneignen.                    Roboters herangezogen. Letztendlich
                                                                                                                                    in diesem Zusammenhang bedeutet:                                                      soll ein robotisches System verstehen,
                                                                         Projektname: Next-Generation Multi-Purpose                 Die Maschine kann Änderungen der             Der Blick ist auf mehrere Ebenen in      wie und wann unterschiedliche Men-
                                                                                      Production Systems                            Umwelt bewältigen, flexibel auf neue         der Produktion gerichtet                 schen schrauben.
                                                                         Förderung:   bmvit                                         Aufgabenstellungen reagieren und             Die Systeme müssen dabei mehrheitlich
                                                                         Partner:     Salzburg Research                             letztlich Zusammenhänge der Produkti-        visuelle Daten auf drei Ebenen ver-      Die Forschungsergebnisse zielen nicht
                                                                                      Forschungsgesellschaft mbH                    on verstehen. PROFACTOR widmet sich          arbeiten: auf der Prozessebene - dem     auf eine Verwendung in der Massen-
                                                                                                                                    dazu in grundlagennaher Forschung            Arbeitsraum -, auf der Werkbankebene     produktion ab, sondern auf hochflexible
                                                                                                                                    Deep Learning-Methoden. Sie sollen es        und auf der Werkstückebene. Auf die-     Robotik in kleinen und mittleren Unter-
     Best Practice: Produktionsplanung                                                                                              dem Roboter ermöglichen, sich einzel-        ser Ebene werden zum Beispiel Daten,     nehmen.
     Die Maschinen feilschen um Aufträge                                                                                            ne Fähigkeiten anzueignen und diese          die bei der Benutzung eines simplen
                                                                                                                                    zu verbinden. Die Vision sind Systeme,       Schraubenziehers durch den Menschen
     In der Produktion der Zukunft – allem      Algorithmus simuliert einen Markt        Aufträgen kann jederzeit eingesehen
     voran beim 3D-Druck und anderen            PROFACTOR hat für dieses Szenario        werden. In umfangreichen Rechenex-
     additiven Verfahren - spielt die linea-    aus der Familie der NP-schweren kom-     perimenten konnte gezeigt werden, dass
     re Stückgut-Montage kaum mehr eine         binatorischen Optimierungsprobleme       die gefundenen Lösungen nahezu opti-                                                                „Deep Learning erlaubt es Computersystemen, sowohl Fähigkeiten
     Rolle. Die Produktion der Zukunft ist      einen neuen Algorithmus entwickelt.      mal sind. Bei einigen Beispielen konnten                                                            als auch das Bauchgefühl von Menschen nachzubilden.
     flexibel und individuell, die Losgröße 1   Er basiert auf einem mathematisch        sogar die bisher weltweit besten Lösun-                                                             DI Dr. Gernot Stübl
     wird zum Standard. Manufakturen            fundierten marktorientierten Ansatz.     gen übertroffen werden.                                                                             Senior Scientist, Visual Computing
     mit Werkstattcharakter, in der täglich     Konkret: In einem auktionsähnlichen
     unterschiedlichste Aufträge an ver-        Verfahren werden Preise für Zeitslots    Störungen werden berücksichtigt
     schiedenen Maschinen abgearbeitet          auf Maschinen gehandelt. Software-       Die Forschung ist grundlagennahe, in
     werden können, benötigen völlig neue       Agenten versuchen, für die Aufträge      den konkreten Projekten werden aber        Projektname: LERN4MRK – Modellieren, Erlernen
     Ansätze in der Produktionsplanung.         möglichst günstige Zeitslots auf den     praxisrelevante Parameter berücksich-                   und Abstrahieren von Prozessen für
     Wann welcher Auftrag an welche             benötigten Maschinen „einzukaufen“.      tigt. Dazu gehören die Transportzeiten                  die Mensch-Roboter Kooperation
     Maschine delegiert wird, kann weder        Dabei wird gleichzeitig an verschiede-   der Aufträge zu den Maschinen sowie        Förderung:   AIT Strategic Research Program
     mit Erfahrung und Intuition noch mit       nen vernetzten Rechnern „gefeilscht“     stochastische Aspekte: der Ausfall einer
     herkömmlicher Rechenmethode oder           und gerechnet. Die „Preisentwicklung“    Maschine bedingt eine sofortige Neupla-
     Software bestimmt werden.                  an dieser „Börse“ mit Maschinen und      nung.                                                    LERN4MRK                         TRL 3

                                                                         Stichwort
                    „Unsere auf Software-Agenten                         NP-schwere Probleme
                   basierenden Algorithmen liefern
                       Lösungen, die dem Optimum                         Bei NP-schweren Problemen wächst die Zahl der
                   näher kommen als vergleichbare                        nötigen Rechenoperationen exponentiell mit der
                                      Algorithmen.“                      Komplexität der Problemstellung. Damit erreicht der
                               Dr. Georg Weichhart                       Rechenaufwand Dimensionen, die nicht einmal mit
                Head of Flexible Production Systems                      der theoretisch verfügbaren Rechenleistung aller
                                                                         Supercomputer der Welt abgearbeitet werden kön-
                                                                         nen. Algorithmen zur Lösung von NP-schweren Pro-
                                                                         blemen zielen darauf ab, sich der optimalen Lösung
                                                                         bestmöglich zu nähern.

22   |   Lern4MRK rwort der Geschäftsführung
         NgMPPS                                                                                                                                                                                                                              Lösungen
                                                                                                                                                                                                                                                 LERN4MRK
                                                                                                                                                                                                                                                      (FPS)      |   23
Projektname: HoliSafeMRK - Holistische Sicherheitskonzepte
                     für Mensch-Roboter Kollaboration
        Förderung:   Produktion der Zukunft
        Partner:     Blue Danube Robotics GmbH                                                                                     Best Practice: Einfache Kamera trackt Personen im Arbeitsraum
                     Festo AG & Co KG                                                                                              Assembly Eye als Basis für eine flexible Produktion
                     Regionales Innovations Centrum GmbH
                     HABA Verpackung GmbH                                                                                          In welchem Produktions-Schritt befin-       Die Eigenentwicklung Assembly Eye        auf Bauteilen: dann, wann der Mitarbei-
                                                                                                                                   det sich der einzelne Mitarbeiter gerade?   macht es möglich, den Menschen           ter sie braucht und beschränkt auf das
                                                                                                                                   Wie agiert er an Montageplätzen und         und seine Aktivitäten ohne invasive      Wesentliche.
      TRL 3-4         HoliSafeMRK                                                                                                  Werkbänken und mit welcher Strategie        Sensorik zu tracken: Die Bewegung
                                                                                                                                   löst er eine Aufgabe? Welche Arbeits-       der Person im Raum, das Agieren an       Das Assembly Eye digitalisiert und
                                                                                                                                   wege hat er, wie schnell geht er, was       Werkbänken und die Interaktion mit       versteht mensch-zentrierte Prozesse
                                                                                                                                   belastet ihn ergonomisch?                   Werkzeugen, Bauteilen und Maschinen.     Das Assembly Eye verwendet eine Stan-
                                                                                                                                                                               Anwendung findet diese Technologie       dardkamera. Mit zugehöriger Software
                                                                                                                                   Je flexibler und unvorhersehbarer eine      bei der Prozessqualitätssicherung, bei   von PROFACTOR kann es aus den Bild-
                                                                                                                                   Produktion wird und je unstruktu-           der Dokumentation von Prozessen und      daten die Bewegungen der einzelnen
                                                                                                                                   rierter der einzelne Arbeitsplatz, desto    der Optimierung von Arbeitsabläufen.     Akteure im räumlichen und zeitlichen
                                                                                                                                   wertvoller ist dieses Wissen. Es ist der    Produktionssysteme werden letztend-      Kontext extrahieren und Relevantes
                                                                                                                                   Rohstoff für eine Produktion, die auf       lich befähigt, Handlungsabfolgen zu      für den Prozessablauf digitalisieren. Je
                                                                                                                                   neue Assistenzsysteme angewiesen ist.       verstehen und adäquate, unaufdring-      nach Bedarf ist dies die Basis für (Echt-
                                                                                                                                                                               liche Assistenzfunktionen in Echtzeit    zeit-) Analysetools oder auch Input für
                                                                                                                                   PROFACTOR extrahiert dieses Prozess-        zu bieten. Eine weitere Anwendung ist    die trainierbare Systemintelligenz (Deep
                                                                                                                                   wissen mit Deep Learning-Methoden.          die Bedienerführung mittels Projektion   Learning-Methodik).

                                                                                                                                                  „Das Assembly Eye hat das Potential für ein zukünftiges Standard-Equipment bei
                                                                                                                                                  mensch-zentrierten Produktionsprozessen. Es hilft uns beim Prozessverständnis und
                                                                                                                                                  bei der Gestaltung von konkurrenzfähigeren und attraktiveren Arbeitsplätzen.“
                                                                                                                                                  DI (FH) Harald Bauer
                                                                                                                                                  Head of Visual Computing

     Der Roboter. Unser Kollege.
     Neuartige Sicherheitskonzepte für Assistenzsysteme
                                                                                                                                                                                                         Assembly Eye                                TRL 3-6
     Die Akzeptanz maschineller Assistenz       Modellen, welche es ermöglichen,          mittels eines von PROFACTOR konzi-
     für den Menschen ist in hohem Maß          sicherheitsrelevante Größen entlang des   pierten Inkjekt-Prints auf die Module                                                                          Assembly Eye ist eine neue Wahrnehmungstech-
     vom Vertrauen in die Sicherheit der Sys-   geplanten Arbeitsablaufes zu bestimmen    aufgebracht. Die Module und Sensoren                                                                           nologie zum digitalen Prozessverständnis (inklusive
     teme abhängig. Ungeklärte oder intrans-    sowie Gefahrenstellen und –Situationen    müssen applikationsspezifisch produ-                                                                           der menschlichen Bewegungen und Aktivitäten) und
     parente Sicherheitsfragen hemmen oder      zu identifizieren.                        ziert werden können, damit eine Anpas-                                                                         ermöglicht auch in unstrukturierten Arbeitsumge-
     verzögern den Einsatz von Assistenz-                                                 sung an unterschiedlichste vom Roboter                                                                         bungen hilfreiche Assistenzfunktionen.
     systemen. Das Projekt HoliSafeMRK          2. Zusätzlich wird ein Verfahren zur      genutzte Werkzeuge möglich ist.
     widmet sich dem Thema Sicherheit in        Herstellung taktiler Sensoren ent-                                                                    A-Eye
     zweifacher Hinsicht:                       wickelt, die neuartige Interaktionen      Die Technologien werden anhand eines
                                                ermöglichen sollen. Diese vom Projekt-    pneumatischen Roboters und am Bei-
     1. In dem Projekt wird eine CASA-Soft-     partner Blue Danube Robotocs entwi-       spiel konkreter industrieller Anwen-
     ware (Computer Aided Safety Assess-        ckelten „Airskin-Module“ können rund      dungen evaluiert.
     ment) entwickelt, mit der die Sicherheit   um die robotische Hardware montiert
     von MRK-Systemen (Mensch-Roboter-          werden. Diese verfügen unter anderem
     Kooperation) analysiert und bewertet       über Sicherheitsfunktionen, mit denen                                                                                          MONTIEREN
     werden kann. Die Simulationssoftware       der Roboter einfach gestoppt werden
     basiert auf präzisen mathematischen        kann. Die Bedienelemente werden

                                                                                     „HoliSafeMRK ermöglicht ein sicheres
                                                                              Zusammenarbeiten von Mensch und Maschine.“
                                                                                                                                                                                                                            GREIFEN
                                                                                                       DI Dr. Andreas Pichler
                                                                                                                                                                                                                                                         TEILE
                                                                                                     Chief Technology Officer
                                                                                                                                                          SCHRAUBEN
                                                                                                                                        WERKZEUGE

24    || Autoscan
         HoliSafeMRK
                   rwort der Geschäftsführung                                                                                                                                                                                                  ASSEMBLY
                                                                                                                                                                                                                                                     X-ROB
                                                                                                                                                                                                                                                        EYE      |   25
Stichwort
                                                                        Projektname: AutoScan - Autonomes Sensorsystem zur                                                                                Photometric Stereo
                                                                                     Fremdkörperdetektion beim manuellen
                                                                                     Auflegen von Kohlefaserhalbzeugen                                                                                    Photometric Stereo ist eine Methode der Bildverar-
                                                                        Förderung:   Produktion der Zukunft                         Best Practice: Null-Fehler-Produktion                                 beitung, bei der aus der Reflexion des Lichts unter-
                                                                        Partner:     FACC Operations GmbH                           Mit dem H-Scan zu optimalen Prozessparametern                         schiedlicher Quellen Rückschlüsse auf die Beschaf-
                                                                                     INOCON Technologie GmbH                                                                                              fenheit von Oberflächen gezogen werden.

                                                                       TRL 5                              AutoScan
                                                                                                                                    Der Leichtbau ist in der Flugzeugindus-     einen kamerabasierten Sensor ent-         Über die Detektion von Fehlern hinaus
                                                                                                                                    trie ein entscheidendes Thema. Auch         wickelt, der in Bohrlöchern von minimal   ist der H-Scan ein Instrument zur Opti-
                                                                                                                                    tragende Bauteile werden zunehmend          4 Millimetern Durchmesser eingesetzt      mierung des Prozesses. Der H-Scan lie-
                                                                                                                                    aus Faserverbundstoffen hergestellt.        werden kann. An der Spitze des Endo-      fert Daten, mit denen die wesentlichen
                                                                                                                                    Die Bearbeitung des Materials – zum         skops befinden sich sechs regelbare       Parameter des Bohrprozesses ressour-
                                                                                                                                    Beispiel: Carbon - und damit einherge-      Lichtquellen. Sie liefern Photometric     censchonend festgelegt werden können.
                                                                                                                                    hend die Qualitätskontrolle ist eine Her-   Stereo-Aufnahmen, die von einer Bild-     Im konkreten Fall lässt sich mit dem
                                                                                                                                    ausforderung. Ein Passagierflugzeug         verarbeitungs-Software ausgewertet        H-Scan feststellen, welches Werkzeug,
                                                                                                                                    hat unzählige Bohrlöcher. Die visuelle      werden. PROFAC TOR kann dab ei            welche Drehzahl und welcher Vorschub
                                                                                                                                    Prüfung beschränkte sich bislang auf        auf seine langjährige Erfahrung mit       eine optimale, ressourcenschonende
                                                                                                                                    den Ein- und Ausgang der Bohrlöcher.        Machine Vision und Faserverbund-          und effiziente Fertigung ermöglichen.
                                                                                                                                                                                werkstoffen zurückgreifen.
                                                                                                                                    PROFAC TOR hat im Au f t ra g von                                                     Der H-Scan ist nicht nur für die Produkti-
                                                                                                                                    Airbus und gemeinsam mit dem Luft-          H-Scan zur Festlegung von Parametern      on von Faserverbundbauteilen relevant.
                                                                                                                                    fahr t-Zulieferer FACC den Sensor           für den Prozess                           Das Setup von Sensorik und Software
                                                                                                                                    H-Scan entwickelt. Er funktioniert wie      Der H-Scan kann manuell oder robotisch    ist auch bei Metall- oder Metallverbund-
                                                                                                                                    ein Endoskop. PROFACTOR hat dabei           zur Serienprüfung eingesetzt werden.      bauteilen einsetzbar.

                                                                                                                                           „Der H-Scan ist ein Tool, dass nicht nur
                                                                                                                                Fehler detektiert. Die Daten ermöglichen auch eine
                                                                                                                                              Optimierung der Prozessparameter.“
                                                                                                                                                             Dr. Christian Eitzinger
                                                                                                                                                            Head of Machine Vision
     Leichtbau: Visual Computing lenkt das Inspektionssystem
     Qualitätskontrolle, ohne die Produktion zu stören
                                                                                                                                                                                                      Projektname: H-Scan – Inspection Sensor and
     Eine Inline-Qualitätssicher ung im           des Auflegens der Lage aus Kohlefaser-                                                                                                                           Evaluation Criteria for Assessing
     Leichtbau mit Verbundfaserbauteilen ist      Prepregs. Wird ein Fremdkörper ent-                                                                                                                              the Inner Surface Quality of Holes
     vor allem wegen der hohen Kosten der         deckt, kann er einfach und rechtzeitig                                                                                                                           in CFRP Parts
     Bauteile relevant. Strukturbauteile von      entfernt werden                                „Qualitätssicherung im                                                                               Förderung:   Horizon 2020 / Clean Sky JU
     Flugzeugen werden mittels manuellem                                                         Leichtbau muss immer in                                                                              Partner:     FACC Operations GmbH
     und schichtenweisem Auflegen von             Eine Visual Computing Entwicklung              Echtzeit erfolgen, soll aber                                                                                      Airbus Operations S.A.S
     Kohlefaser Prepreg-Material gefertigt.       von PROFACTOR stellt sicher, dass              die Produktion
     Dabei können Fremdkörper zwischen            Prüfung und Arbeit reibungslos parallel        möglichst nicht stören.
     die Lagen geraten, die bisher oft erst bei   verlaufen. Die Personen und deren Wege         Das schafft der AutoScan.“
                                                                                                                                                                                                    TRL 5-6         H-Scan
     der Endkontrolle entdeckt wurden. Eine       im Arbeitsraum werden visuell getrackt,        Dr. Christian Eitzinger
     manuelle Reparatur ist dann nicht mehr       das intelligente System antizipiert die        Head of Machine Vision
     in jedem Fall möglich.                       Wege der Werker und stellt sicher, dass
                                                  Inspektion und Mensch unbeschadet
     PROFACTOR hat ein automatisches Ins-         voneinander agieren können.
     pektionssystem entwickelt. Es basiert
     auf Wärmefluss-Thermografie und
     führt zu keiner Verzögerung in der Pro-
     duktion. Die Inspektion erfolgt während

26   |   H-SCAN rwort der Geschäftsführung
         AUTOSCAN                                                                                                                                                                                                                                Assembly
                                                                                                                                                                                                                                                       H-Scan
                                                                                                                                                                                                                                                          Eye     |    27
XRob                                             TRL 6-7

Anwendungsfelder: Montage
                  Verschraubung
                  Handling & Logistik
                  Prüf- und Inspektionsaufgaben

     XRob: Plattform für flexible Robotik
     Auf dem Weg zum perfekten Montageassistenten

     Die intelligenten Robotersysteme von        PROFACTOR ein und ermöglicht auch         XRob kann jetzt bereits auf Veränderun-
     Morgen müssen – abgesehen von den           unerfahrenen Personen den Umgang          gen im Arbeitsraum oder am Produkt
     technischen Anforderungen an Prozess        mit Robotern.                             reagieren. Die integrierte Sensorik und
     und Qualität – vor allem den Ansprü-                                                  der modulare Systemaufbau machen
     chen der Nutzer hinsichtlich Bediener-      XRob bedeutet für Menschen, die mit       es möglich, den Roboter zu nutzen, der
     freundlichkeit gerecht werden. Diese        Assistenzrobotern zu tun haben: eine      für den Prozess am besten geeignet ist.
     Robotersysteme bewegen sich weg vom         einfache, rezeptbasierte Programmie-      Zusätzlich werden auch die Anforde-
     klassischen Programmieren und bieten        rung durch Einlernen, Vorzeigen oder      rungen für kollaborative Anwendungen
     neue Interaktionskonzepte, bei denen        durch 3D-Scans von Bauteilen und der      und mobile Lösungen unterstützt.
     der Anwender kein Robotik-Experte           Umgebung.
     sein muss. Diese Systeme zeichnen sich                                                Show-Case: Mobile Roboterlösungen
     durch eine hohe Nutzerakzeptanz und         XRob-Assistenzroboter erlauben dem        XRob ist derzeit vorrangig für Schraub-,
     eine rasche und leicht erlernbare Prozes-   Anwender kurze Umrüstzeiten auch bei      Handling und Inspektionsaufgaben
     serstellung aus.                            komplexen Anwendungen. Der Nutzer         anwendbar und deckt damit die wesent-
                                                 kennt den gewünschten Prozess, XRob       lichen Grundfunktionen in der Montage
     Die Softwareplattform XRob kombiniert       hilft, diesen in der robotischen Assis-   ab. Ziel ist es, künftig komplexe, mehr-
     die klassischen Aufgaben der Roboter-       tenzleistung abzubilden und auch zu       stufige Montage- und Fertigungsprozess
     ansteuerung mit neuen Programmier-          optimieren.                               einfach und schnell abzubilden, um die
     methodiken und den Erkenntnissen aus                                                  Produktion entlang der gesamten Wert-
     der Forschung. Kognitive Intelligenz,       Langfristig wird der Mensch gar kein      schöpfungskette mit Robotern unter-
     Machine Learning oder Augmented             Training mehr benötigen, um den Robo-     stützen zu können.
     Reality – all das fließt in die Weiter-      terassistenten anzuwenden.
     entwicklung der Plattform XRob von

                                                „XRob ist eine Plattform für eine flexible Robotik. Sie ermöglicht eine intuitive
                                            Nutzung und eine rasche Prozesserstellung. Robotische Anwendungen sind damit
                                           auch bei kleinen Losgrößen und bei hoher Variantenvielfalt wirtschaftlich sinnvoll.“
                                                                                                    DI (FH) Helmuth Nöhmayer
                                                                        Business Development, Robotics and Assistive Systems
28    |   Assembly Eye rwort der Geschäftsführung
          XRob                                                                                                                        Assembly Eye   |   29
                                                                                                                                                         31
SCHWERPUNKT
     ADDITIVE MIKRO-/NANO- FERTIGUNG

     Function Follows Form

     Der Forschungsschwerpunkt Additive          PROFACTOR widmet sich hauptsäch-
     Mikro-/Nano-Fertigung folgt mehreren        lich den Prozessen, der physikalischen
     Trends: der individuellen Fertigung von     oder chemischen Vorbehandlung, zum
     Produkten und deren Funktionalisie-         Beispiel: dem Plasma-Treatment zur
     rung. PROFACTOR entwickelt additive         Anpassung der Oberflächenenergie von
     Fertigungstechnologien weiter: vor          Substraten und verschiedensten funk-
     allem die Nanoimprint-Lithographie,         tionellen Materialien, den Parametern
     den Inkjet-Druck und den 3D-Druck von       für den Inkjet-Druck und Nanoimprint-
     Polymeren und die Kombination dieser        Lithographie und dem Post-Processing,
     Verfahren.                                  wie den Aushärtestrategien für funkti-
                                                 onelle Tinten.
     Der produzierenden Industrie von mor-
     gen bieten wir konkrete Lösungen: Nano-     Branchen wie die Optik, Elektronik, Life-
     strukturen auf komplexen 3D Objekten,       Sciences sowie die Hersteller hochwer-
     großflächiges Nano-Imprinten, Digitalen     tiger Design-Lösungen für Consumer-
     Inkjet-Druck auf komplex geformten          Produkte profitieren von unseren
     Oberflächen (Gläsern, Schuhen…) sowie       innovativen Prozessen und Lösungen.
     digital gedruckte Elektronik.               Unsere Kunden profitieren zudem von
                                                 unserer langjährigen Erfahrung und
     Der Markt und die Zusammenarbeit mit        dem Know-How bei der Abwicklung von
     der Industrie zeigt uns, dass additiv       Forschungskooperationen.
     gefertigte Produkte nicht per se ein
     Schlüssel zu global wettbewerbsfähi-        Unsere Lösungen von heute…
     gen Produkten sind. Erst die möglichst      … ist Ihr Wettbewerbsvorteil von
     individuelle Funktionalisierung und         morgen…
     Gestaltung ihrer Oberflächen verleiht       … für die Welt von übermorgen!
     den Produkten einen echten Mehrwert
     für den Endkunden.

     PROFACTOR – Experte für den Prozess
     Die Materialien - wie zum Beispiel Nano-                         „Nanoimprinten, Inkjet-Druck oder 3D-Druck:
     Imprint Lacke, Tinten für den Inkjet-                            PROFACTOR ist Experte für den Prozess.“
     Druck und Filamente für FFF (Fused                               DI Daniel Fechtig, PhD
     Filament Fabrication) - entwickeln wir in                        Head of Functional Surfaces and
     der Regel gemeinsam mit strategischen                            Nanostructures Group
     Partnern speziell für unsere Prozesse
     weiter. Das gilt auch für die Hardware-
     Komponenten.

30    |   SCHWERPUNKT additive
                      ADDITIVEMikro-/Nano-
                               MIKRO-/ NANO-fertigung
                                             FERTIGUNGrwort der Geschäftsführung                                    SCHWERPUNKT
                                                                                                                     SCHWERPUNKT ADDITIVE
                                                                                                                                 additive MIKRO-/NANO-
                                                                                                                                          Mikro-/Nano- FERTIGUNG
                                                                                                                                                       fertigung   |   31
Imprint Lab:
                                                                                   Reinraum mit Rolle-zu-Platte UV-NIL Tool,
                                                                                   EVG620 Nanoimprinter, NIL Equipment zum
            ADDITIVE MANUFACTURING LAB                                             Bedrucken von flachen und gekrümmten
                                                                                   Substraten (Eigenentwicklung), Niederdruck-
                                                                                   Plasmagerät, Spin Coater, Slot Die Coater,
                                                                                   single pass Inkjet Drucker, Arbeitsplätze für
                                                                                   nasschemische Prozessierung

                          Nano Lab:
                          Atomkraftmikroskop (AFM), Ellipsometer,
                          Viskosimeter, Kontaktwinkelmessgerät,
                          Klimakammer, Profilometer, digitales
                          optisches Mikroskop

                                                                                                                                   Inkjet Lab:
                                                                                                                                   Inkjet-Druck für Material und Weiterentwick-
                                                                                                                                   lung und Tests von 3D-druckbaren Formulie-
                                                                                                                                   rungen; Jetting/printing Station, industrielle
                                                                                                                                   Druckköpfe; Dimatix DMP; Equipment zum
                                                                                                                                   Trocknen und Sintern von funktionellen Tin-
                                                                                                                                   ten (UV-, IR-quellen, Xenonblitzlampe, Curing
                                                                                                                                   Stage mit integrierten industriellen Druck-
                                                                                                                                   kopf); UV/VIS und IR Spektrometer und Gas
                                                                                                                                   Chromatographie für die Analyse und Fest-
                                                                                                                                   stellung von Materialkomponenten, digitales
                                                                                                                                   Tampondruck Tool, robotergeführter Inkjet-
                                                                                                                                   druck, prototypischer 5-Achsen Inkjet-Druck
                                                                                                                                   für das digitale Bedrucken von Freiform-Sub-
                                                                                                                                   straten, Atmosphärendruck Plasmajet, Zu-
                                                                                                                                   gang zu atmosphärischem Plasmadrucker für
     3D Printing Lab:                                                                                                              funktionelle Beschichtungen
     Stratasys Connex2 (Objet500), HAGE3D 72l,
     Micro Solid Creator, Formlabs Form 2 und
     Ultimaker 2+, MakerBot Replicator,
     Zugang zu Nanoscribe

32   |   SCHWERPUNKT
         ADDITIVE MANUFACTURING
                      additive Mikro-/Nano-
                                LAB         fertigung rwort der Geschäftsführung                                                   SCHWERPUNKT additive
                                                                                                                                                    ADDITIVE
                                                                                                                                                        Mikro-/Nano-
                                                                                                                                                             MANUFACTURING
                                                                                                                                                                     fertigung
                                                                                                                                                                           LAB   |   33
Projektname: LINK – Multimaterial
                      Multilayer Additive Manufacturing
                      by Linking Nanoimprinting and
                      Inkjetprinting
         Förderung:   AIT Strategic Research Program
                                                                                                                       Inkjet-Druck: Bioinspirierter Roboterarm in einem Druckvorgang gefertigt
                                                                                                                       Der Polyjet-Druck kennt das Wort unmöglich nicht
     LINK                                           TRL 1-4
                                                                                                                       Der 3D-Druck lässt sich hinsichtlich       Das zweite Objekt ist eine funktions-
                                                                                                                       seiner denkbaren Ergebnisse kaum noch      fähige Deckenleuchte, die ebenfalls in
                                                                                                                       limitieren. PROFACTOR hat in einem         einem Druckvorgang produziert wer-           „Die Entwicklungen in dem
                                                                                                                       Forschungsprojekt mit zwölf Partnern       den.                                         Projekt sind für auch völlig andere
                                                                                                                       die Möglichkeiten eines Polyjet-Dru-                                                    Anwendungen interessant – zum
                                                                                                                       ckers nahezu ausgereizt.                   PROFACTOR hat die Prozesse für den           Beispiel für den Leichtbau.“
                                                                                                                                                                  Druck mit der keramischen, hochfesten,       Dr. Leo Schranzhofer
                                                                                                                       In dreijähriger Arbeit wurden Mate-        belastbaren, leitfähigen oder hitzeresis-    Scientist, Functional Surfaces and
                                                                                                                       rialien und Prozesse entwickelt, um        tenten Hybridmaterialien entwickelt.         Nanostructures
                                                                                                                       zwei völlig unterschiedliche Objekte in
                                                                                                                       einem Drucker in jeweils einem einzigen
                                                                                                                       Druckvorgang zu fertigen.

                                                                                                                       Ein bioinspirierter Roboterarm und
                                                                                                                       eine Deckenleuchte aus dem Drucker                                   Projektname: DIMAP - Novel nanoparticle enhanced
                                                                                                                       Beim ersten Objekt handelt es sich um                                             Digital Materials for 3D Printing and
                                                                                                                       einen Roboterarm mit bioinspirierten                                              their application shown for the
                                                                                                                       Eigenschaften. Sämtliche elektrischen                                             robotic and electronic industry
                                                                                                                       Leiterbahnen, die Pneumatik und das für                              Förderung:   Horizon 2020 – NMP-PILOTS-2015 –
                                                                                                                       die mechanische Stabilität verantwortli-                                          NMP-07-2015
                                                                                                                       che Material werden dabei gedruckt.                                  Partner:     Stratasys Ltd.
     Basics: Digitale und analoge Technologien kombinieren                                                                                                                                               Karlsruher Institut für Technologie
     Nanoimprint-Lithographie und Inkjet-Druck für neue Produkte                                                                                                                                         Borealis Polyolefine GmbH
                                                                                                                                                                                                         Tiger Coatings
     Die Kombination von Nanoimprint-           Die Vision für Produkte: Leitfähige                                                                                                                      FESTO AG & CO KG
     Lithographie (NIL) und Inkjet-Druck        Tinten kombiniert mit halbleitenden                                                                                                                      Philips Electronics Nederland B.V.
     ist vor allem wegen der völlig unter-      Materialien und Materialien mit spe-                                                                                                                     Johannes Kepler Universität Linz
     schiedlich großen Auflösung der beiden     ziellen thermischen Eigenschaften für                           © Bild: Festo                                                                            Soreq Nuclear Research Center
     Technologien von Interesse. In dem         neuartige Bauelemente, wie zum Bei-                                                                                                                      cirp GmbH
     Forschungsprojekt werden die Grund-        spiel unsichtbare Sensoren.                                                                                                                              PV Nano Cell Ltd
     lagen für digitale Multimaterial-Multi-                                                                                                                                                             Tecnologia Navarra de Nanoproductos
     lagen Nanostrukturen auf flachen oder      NIL und Inkjet-Druck auf ebenen und
     gekrümmten Substraten erforscht. Die       gekrümmten Oberflächen wurde bereits
     Technologie reicht weit über den derzei-   in den vergangenen Jahren erforscht.
     tigen State-of-the Art hinaus.             Darauf baut die aktuelle Forschung auf.
                                                                                                                                                                                           TRL 3-5                                 DIMAP
                                                Dabei werden auch Materialien getestet,
     Digitale NIL, Inkjet-Druck in Mikro-       die für NIL oder den Inkjet-Druck nicht
     und Nano-Größenordnung                     typisch sind.
     Letztlich geht es darum, die NIL zu
     digitalisieren und den Inkjet-Druck in
     den Größenordnungen des Mikro- und                             „Die Kombination von NIL und Inkjet-
     Nanobereichs nutzbar zu machen.                                Druck steckt noch in den Kinderschuhen.
                                                                    Wenn die Vorteile der beiden Technologien
     Die Vision für das Forschungsvorha-                            verknüpft werden können, verspricht das
     ben: Eine Oberfläche wird mittels NIL                          bahnbrechende Produkte.“
     generisch strukturiert, auf die Struktur                       DI Dr. Michael Mühlberger
     werden Inkjet-Tropfen gesetzt, die sich                        Senior Scientist, Functional Surfaces and
     in einer gewünschten und definierten                           Nanostructures
     Weise verhalten.

34   |   Multilink rwort der Geschäftsführung
         LINK                                                                                                                                                                                                                       Multilink
                                                                                                                                                                                                                                       DIMAP     |   35
Projekte:     LINK – (siehe Seite 34)
                       AquaNOSE - Fabrication of multi
                       analyte nanosensors for biological
                       targets (Produktion der Zukunft)
                       M3dRES - Additive Manufacturing
                                                                                                                                       3D-NIL: konsequente Weiterentwicklungen
                                                                                                                                       Nanoimprint-Lithographie entdeckt die dritte Dimension
                       for Medical Research
                       (F&E-Infrastrukturförderung)
                                                                                                                                       Mit der Nanonimprint-Lithographie          Derzeit sind Imprints von Stempeln mit    3D-NIL hat ein enormes Potenzial, sie
         Partner:      Stensborg A/S                                                                                                   (NIL) auf gekrümmten Oberflächen oder      einer Größe von rund 10 mal 10 Zenti-     ermöglicht innovative und funktionel-
                                                                                                                                       auf Bauteilen mit komplexer Geometrie      metern möglich. Diese Größe stellt hohe   le Produkte. Die Herausforderungen
                                                                                                                                       (3D-NIL) setzt PROFACTOR die rund          Anforderungen an die Festlegung der       für die Forschung sind: großflächige
     Rolle-zu-Platte-NIL                            TRL 4-6                                                                            15-jährige Forschungsarbeit rund um die    Prozessparameter. Die Nanostrukturen      Nanostrukturen und deren Aufbrin-
                                                                                                                                       Nanoimprint-Lithographie fort.             der Stempel werden bei der Anwendung      gen auf komplexen 3D-Bauteilen, die
                                                                                                                                                                                  gestaucht, gestreckt oder die feinen      Charakterisierung von Nanostrukturen
                                                                                                                                       Die Grundlagen der 3D-NIL werden seit      Nanostrukturen können kollabieren.        auf gekrümmten Oberflächen, die Ent-
                                                                                                                                       Jahren erforscht. Die Voraussetzung                                                  wicklung von Materialien mit heraus-
                                                                                                                                       für 3D-NIL sind Stempel aus flexiblem      Dennoch gibt es konkrete Beispiele für    ragenden optischen und mechanischen
                                                                                                                                       Material, die bereits vor Jahren für den   erfolgreich realisierte Anwendungen       Eigenschaften sowie die Entwicklung
                                                                                                                                       Imprint auf welligen Flächen entwi-        der 3D-NIL: Die Funktionalisierung        von Maschinen für eine automatische,
                                                                                                                                       ckelt wurden. In aktuellen Forschungs-     von optischen Linsen mit Mottenaugen-     großflächige Nanostrukturierung.
                                                                                                                                       projekten werden Einzelaspekte der         strukturen, die den Wirkungsgrad von
                                                                                                                                       herausfordernden Technologie weiter-       Linsen verbessern oder die Struktu-
                                                                                                                                       entwickelt und für konkrete industrielle   rierung von Implantaten, die das Zell-
                                                                                                                                       Anwendungen adaptiert.                     wachstum beschleunigen.

                                                                                                                                                                „3D-NIL stellt hohe Anforderungen an Material und Prozessparameter,
                                                                                                                                                                aber die erfolgreichen Anwendungen werden laufend mehr.“
                                                                                                                                                                DI Michael Haslinger
                                                                                                                                                                Scientist, Functional Surfaces and Nanostructures

     Entwicklung: Neues Tool ermöglicht smarte Funktionalisierung von Glas
     Rolle-zu-Platte-NIL: Wenn es um die Fläche geht
                                                                                                                                                                                                        Projekte:    ANIIPF - Additives Nanoimprinting und
     Die rollenbasierte Nanoimprint-Litho-       Linie Kontakt mit dem Bauteil haben. Die   Größenordnung von 100 Nanometer bis                                                                                      Inkjet Printing auf Freiformflächen (bmvit)
     graphie (NIL) zielt darauf ab, ebene        Herausforderung: Das Material muss         zu 0,1 Millimeter einsetzbar – und damit                                                                                 LINK – (siehe Seite 34)
     Flächen effizient und rasch und großflä-    innerhalb kürzester Zeit aushärten.        für eine Vielzahl von Anwendungen
                                                                                                                                                                                                                     InkPad – (siehe Seite 38)
     chig mit Nanostrukturen zu versehen.                                                   denkbar. Zum Beispiel: Mikrolinsen,
     PROFACTOR konzentriert sich dabei           PROFACTOR verwendet dabei ein Patent       unsichtbare Schalter auf Glaspaneelen,                                                                                   Minalem – MICRO and NANO optical
     auf die Rolle-zu-Platte-Technologie. Die    von Stensborg A/S, bei dem die UV-         funktionelle Displays, PV-Zellen bis hin                                                                                 structures for high efficient technical
     Technologie bietet sich vor allem zur       Belichtungseinheit in der transparenten    zu bakteriziden Strukturen für Oberflä-                                                                                  emergency and general lighting
     Funktionalisierung von starren Oberflä-     Rolle eingebaut ist. Das ermöglicht auch   chen.                                                                                                                    (EUREKA Eurostars)
     chen wie Glasflächen, aber auch für Life    das Bedrucken von nicht-transparenten
     Science-Produkte an, für die Rolle-zu-
     Rolle-Technologien nicht angewendet
                                                 Platten.                                   Möglich ist auch der Druck von mikro-
                                                                                            fluidischen Strukturen, die danach mit
                                                                                                                                                                                                                                   TRL 4-7       3D-NIL
     werden können.                              Das Rolle-zu-Platte-NIL-Tool zur Mikro-    funktionellen Tinten gefüllt werden.
                                                 und Nanostrukturierung im Techno-
     Ein Vor teil der Technologie: Beim          logiehaus von PROFACTOR ist eines
     Imprintvorgang muss jeweils nur eine        der ersten seiner Art. Es ist in einer

                                                    „Wir haben das Rolle-zu-Platte-NIL-Tool im Haus und viel
                                                 Erfahrung mit den Prozessparametern. Produktideen aus der
                                                              Industrie können wir damit weiter entwickeln.“
                                                                                    DI Dr. Michael Mühlberger
                                                     Senior Scientist, Functional Surfaces and Nanostructures

36   |   Rolle-zu-Platte-NIL rwort der Geschäftsführung                                                                                                                                                                                               3D-NIL   |    37
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