Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Ausbildung
                  der höheren Armeekader
                  Mehrwert für die Wirtschaft

                                                           1

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Inhaltsverzeichnis
       Was bietet die Armee?                                       4

       Das ist Ihr Mehrwert!                                       7

       Die Kaderlaufbahnen                                        11

       Der Einheitskommandant                                     13

       Der Kommandant Truppenkörper                               15

       Die Führungsgehilfen Truppenkörper                         17

       Praktische Arbeit im Team                                  19

       Stufe Grosser Verband                                      20

       Die Generalstabsausbildung                                 23

       Gemeinsame Interessen von Armee und Wirtschaft             27

       Sprachliche Gleichberechtigung
       Wird aus Gründen der Lesbarkeit nur die männliche Form
       verwendet, sind Frauen ebenso angesprochen.

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Was bietet die Armee?

      Kadernachwuchs
      Die Armee kann ihren grundlegenden                    Führungsausbildung befähigt die Armee
      Auftrag nur erfüllen, wenn die Kräfte                 an der Höheren Kaderausbildung den Ka-
      optimal zusammenwirken. Truppen mit                   dernachwuchs für ihre zukünftige Miliz-
      unterschiedlicher Ausbildung, Ausrüstung              funktion und bildet diese adäquat aus.
      und Spezialisten müssen dabei anspruchs-              Das so erlernte Problemlösungshandwerk
      volle Teilaufträge erfüllen und auf das               kann auch am Arbeitsplatz im Massstab
      gemeinsame Ziel hin zusammenarbeiten.                 1:1 angewendet werden.
      Für eine effiziente Führungsorganisation              In dieser Publikation erhalten Sie eine
      sind daher professionell ausgebildete                 Ausbildungsübersicht zu den verschiede-
      Nachwuchskader das tragende Funda-                    nen Stufen und Funktionen des höheren
      ment. Mit dem Kompetenzzentrum für                    Kaders.

                                                    Sozialkompetenz

                                                      Führungs-
                                                     kompetenz

                         Fachliches Können                            Methodisches Können

                                        Dreieck der Führungskompetenz
  4

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Trumpf der Armee
       Im Ausbildungs- und Führungsalltag hat das Kader tagtäglich
       die Möglichkeit, die Unterstellten zu führen, zu fordern und
       zu fördern. Dieser permanente, zu Beginn angeleitete Praxis-
       bezug, sogar unter erschwerten Bedingungen, prägt die
       Kaderleute und generiert somit auch Mehrwert für zivile
       Führungspositionen.

       Militärische
       Führungsausbildung
       Direkte Personal- und Teamführung:           Management- und Leadership-
       • Mehrwöchige theoretisch-praktische         fähigkeiten
         Ausbildung in Führungstechnik und          • Mehrwöchige theoretisch-praktische
         Menschenführung;                             Ausbildung in Stabsarbeit und
       • Mehrwöchiges praktisches Training            Führungstechnik;
         mit Soldaten und Kaderangehörigen;         • Wiederholte praktische Anwendung in
       • Direkte Verantwortung für Gruppen            den Wiederholungskursen
         oder Einheiten von 4 – 200 Rekruten/
         Soldaten (inkl. Mat, Mun, Fz, Vpf)
         unter teilweise erschwerten Umstän-
         den mit 1:1-Feedback;
       • Wiederholte praktische Anwendung in
          den Wiederholungskursen

                                                                                            5

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Das ist Ihr Mehrwert!

       Die Milizkader der Schweizer Armee
       • Wenden systematisch das militärische                            • Fokussieren sich in der Teamarbeit
         Führungshandwerk an;                                              auf das gesetzte Ziel;
       • Arbeiten methodisch, selbstständig                              • Wenden die ethischen Werte einer
         und nach den Vorgaben des rationalen                              modernen Führungskultur an
         Entscheidungsprozesses;
       • Können unter erschwerten Bedingun-                              Damit schaffen sie einen Mehrwert für
         gen zeitgerecht Problemlösungen                                 ihre Arbeitgeber!
         aufzeigen und umsetzen;

                                                                t           Per
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                                           Verant wor

                                                                    Menschen
                                                                                  Au cheres

                                                                     führen
                                                                                          te n
                                               H o h e tun

                                                                                    f tre
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                                                               Ka
                                                                    meradschaft

                                                                                                                       7

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Das ist Ihr Mehrwert!
      Militärische Führung
      «Führung im Militär heisst, das Handeln der Unterstellten
      auf das Erreichen eines Ziels ausrichten. Die Leistung eines
      Verbandes entsteht aus dem geplanten Zusammenwirken
      der Einzelnen.» Sinngemäss gelten diese Grundsätze auch
      für die Wirtschaft. Dabei spielt die Führungskompetenz
      des Vorgesetzten eine entscheidende Rolle.
      (Hinweise im Dienstreglement, Ziffer 9).

      Strukturierter Prozess
      Ein systematischer und standardisierter Entscheidfindungs-
      prozess ist die Grundlage aller Führungstätigkeiten. Er erlaubt,
      unter hohem Zeitdruck und in unsicherer Lage rasch und ziel-
      gerichtet zu einem guten Resultat zu kommen.

                                     Problemerfassung                                   1

                                     Beurteilung der Lage                               2
                                                                     Sofortmassnahmen

                                     Entschlussfassung                                  3
                    Zeitplan

                                     Planentwicklung                                    4

                                     Befehlsgebung /
                                                                                        5
                                     Revision der Pläne

  8

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
Vernetzte Faktorenanalyse
       Im Rahmen der Lagebeurteilung werden die
       verschiedenen Faktoren analysiert und daraus
       Konsequenzen abgeleitet, nach dem Prinzip:
       «Aussage – Erkenntnis – Konsequenz (AEK)».                         Auftrag

                                                            Zeit-
                                                                                       Umwelt
                                                         verhältnisse

                                                                                Gegnerische
                                                                 Eigene
                                                                                  Mittel/
                                                                 Mittel
                                                                                Bedrohung

       Denken in Varianten
       Im militärischen Führungsprozess wird das Denken in Varian-
       ten standardisiert. Dies erlaubt das Erkennen von Stärken
       und Schwächen der verschiedenen Möglichkeiten. Der Ver-
       antwortungsträger entscheidet sich für eine Variante, welche
       anschliessend im Entschluss mündet.

         Variante                             Variante                    Variante
         «AUTO»                               «BAHN»                      «SCHIFF»

                                                                                                     9

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Ausbildung der höheren Armeekader - Mehrwert für die Wirtschaft
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Die Kaderlaufbahnen
       Nach der Rekrutenschule stehen dem Angehörigen der Armee verschiedene
       Laufbahnen offen: Unteroffizier, höherer Unteroffizier oder Offizier.

                                                   Rekrutenschule (RS)
             Untere                 Spez Uof              Gruppenführer           Höherer            Zugführer/
           Kaderschule                (Kpl)                   (Wm)              Unteroffizier      Quartiermeister
                                                                              (Fw/Four/Hptfw)         (Lt/Oblt)

                                                                   Logistikzugführer
                                                                       (Adj Uof)

       Ein Logistikzugführer (Adj Uof) kann                       seits die Kommandantenlaufbahn, ande-
       sich zum Einheitskommandanten oder                         rerseits die Laufbahn als Führungsgehil-
       Führungsgehilfen in gewissen Logistik-                     fen. Sehr gut qualifizierte Einheitskom-
       formationen ausbilden lassen. Einem                        mandanten können nach drei Wiederho-
       Subalternoffizier (Lt/Oblt) stehen ver-                    lungskursen für die Ausbildung zum Ge-
       schiedene Kaderlaufbahnen offen, einer-                    neralstabsoffizier vorgeschlagen werden.

        Stufe                 Kommandant                       Generalstabsoffizier       Führungsgehilfe
        Einheit                                  Technischer Lehrgang                           Zugführer /
        (Kompanie,                                                                            Quartiermeister /
        Batterie                                  Führungslehrgang I                        Höherer Unteroffizier
        Kolonne,
        Staffel)                                     Praktischer Dienst

                                                   Einheitskommando

        Truppenkörper                          Führungslehrgang II, 1. Teil                Technischer Lehrgang I
        (Bataillon,
        Abteilung,                                                                          Stabslehrgang I, 1. Teil
        Geschwader)
        Generalstabs-                          Führungslehrgang II, 2. Teil                 Stabslehrgang I, 2. Teil
        Grundausbildung
                                 Technischer Lehrgang                  GLG I–III,             Praktischer Dienst
                                                                       Einsatz im          für gewisse Funktionen
                                   Praktischer Dienst               Grossen Verband
                                für gewisse Funktionen                                          Führungsgehilfe
                                                                                                 Truppenkörper
                                    Truppenkörper-
                                      kommando

        Grosser Verband            Einsatz im Grossen                   GLG IV, V           Technischer Lehrgang
        (Lehrverband,              Verband / gemäss                Einsatz im Grossen
        Brigade,                 speziellen Weisungen                   Verband            Stabslehrgang II, 2 Teile
        Territorialregion)
                               Unterstabschef, Stabschef, Kommandant Stellvertreter,            Führungsgehilfe
                                          Kommandant Grosser Verband                            Grosser Verband
                             Generalstabsoffiziere mit Kommandantenlaufbahn

                                                                                                                         11

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Ausbildung zum Einheitskommandanten (Hauptmann/Major)

       Führungslehrgang I            Technischer Lehrgang I     Praktischer Dienst
                                                                                        4 – 8 WK
       26 Tage                       max. 26 Tage*              max. 61 Tage

      * Teilnehmer und Dauer gemäss den Weisungen über die Ausbildungsdienste zur Funktionsübernahme
        oder Beförderung (WAFOB).

      Diensttage nach Funktionsjahren (Art. 50 MDV)

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Stufe Einheit

       Der Einheitskommandant
       (Hauptmann/Major)

       Führungsperson                                Erworbene Kompetenzen
       Der Einheitskommandant führt in der           Er verfügt über ein gesamtheitliches
       Regel mehrere Züge (ca. 200 Angehörige        Verantwortungsbewusstsein, das durch-
       der Armee). Ihm sind mehrere Zugführer,       aus mit den Verantwortungen eines
       ein Einheitsfeldweibel sowie ein Rech-        KMU-Betriebes oder eines Dienstzweiges
       nungsführer (Fourier) direkt unterstellt.     innerhalb einer Grossfirma vergleichbar
                                                     ist. Die praxisbezogene Methoden-
       Der Einheitskommandant führt seine            kompetenz erlaubt ein konsequentes,
       Einheit im Einsatz und in der Ausbildung.     systematisches und zielstrebiges Vor-
       Er bekleidet, mit durchschnittlich 26 Jah-    gehen auch bei komplexen Aufgaben-
       ren, den Rang eines Hauptmanns (Hptm).        stellungen.
       Nach vier Jahren als Funktionsträger
       kann er zum Major (Maj) befördert             Auch unter Zeitdruck wird er brauchbare
       werden, falls er eine Stabs- oder Logistik    Lösungen erarbeiten und umsetzen.
       Einheit führt.
                                                     Die Erfahrungen bezüglich der Men-
                                                     schenführung mit Kader und Mannschaft
       Administrative Bereiche                       befähigen ihn, Prioritäten richtig zu
       Der vielseitige Verantwortungsbereich         setzen sowie Schwergewichte zu bilden.
       des Einheitskommandanten reicht von
       vor- bzw. ausserdienstlichen Personal-
       fragen über das Erstellen der Grund-
       und Einsatzbereitschaft seiner Einheit
       bis zum Finanzhaushalt gemäss einschlä-
       gigen Vorgaben. Zudem obliegt dem
       Einheitskommandanten das Disziplinar-
       strafwesen. Disziplinarstrafen: Verweis,
       Ausgangssperre, Disziplinarbusse und
       Arrest).

                                                                                               13

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Ausbildung zum Truppenkörper-Kommandanten

       Führungslehrgang II           Technischer Lehrgang II         Praktischer Dienst
                                                                                               4 – 8 WK
       38 Tage (in 2 Teilen)         max. 12 Tage                    max. 26 Tage

      Mindestens 2 Jahre als Kdt Stv (ohne Gst Of), Mindestalter zur Beförderung 35: (Art. 61 MDV)
      Diensttage nach Funktionsjahren (Art. 50 MDV)

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Stufe Truppenkörper

       Der Kommandant
       (Oberstleutnant)

                                                     • Mitarbeiterführung/Leadership-Fähig-
       Aufgaben                                        keiten
       Der Kommandant eines Truppenkörpers             Einbezug eines Stabes in die Führung,
       führt in der Regel mehrere Einheiten.           im Team gemeinsame Ziele erreichen:
       Ihm steht ein Stab (Führungsgehilfen)           – Führungsgehilfen gezielt für die
       sowie eine Stabs- oder Dienstkompanie             Beschaffung von relevanten Grundla-
       zur Seite. Ein Truppenkörper umfasst              gen und die Umsetzung von Ent-
       zwischen 700 und 1000 Angehörige der              scheiden einsetzen;
       Armee.                                          – Klare Ziele vorgeben und die Arbeit
       • Führung des Truppenkörpers im Dienst,           der Mitarbeitenden konstruktiv
         während den Vorbereitungen sowie im             bewerten;
         Nachgang zum Dienst;                          – Stress- und Konfliktsituationen
       • Definieren von Ausbildungsvorgaben              erfolgreich bewältigen
         für den Truppenkörper (Bataillon/
         Abteilung);                            • Kommunikation
       • Kontrolle und Steuerung der Ausbil-      Vortrags- und Präsentationstechnik,
         dung;                                    Umgang mit Medien:
       • Direktausbildung der Einheitskomman-     – Vorträge klar strukturieren, unter-
         danten und Zugführer;                      stützende Visualisierung wirksam
       • Personalselektion / Nachwuchs;             einsetzen;
       • Leitung von Übungen auf Stufe Einheit;   – Aussagen auf das Wesentliche
       • Führung von Rapporten /Absprachen;         beschränken, prägnant formulieren;
       • Koordination und Zusammenarbeit mit      – Grundregeln mediengerechter Infor-
         den verschiedenen Partnern von Seiten      mation vor Mikrofon und Kamera
         Zivil und Armee                            überzeugend anwenden

       Erworbene Kompetenzen
       • Führungstechnik/Managementfähig-
         keiten
         Systematischer Entscheidfindungs-
         prozess:
         – Komplexe Probleme strukturiert
           angehen;
         – Unter Zeitdruck brauchbare Lösungs-
           varianten erarbeiten und bewerten;
         – Machbare Entschlüsse fassen und
           in Konzepte und Befehle umsetzen

                                                                                               15

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Ausbildung zum Führungsgehilfen Truppenkörper
      (Hauptmann/Major)
                                           Stabslehrgang I
       Technischer Lehrgang                max. 24 Tage      Praktischer Dienst
                                                                                  4 – 8 WK
       5 – 24 Tage                         (in 2 Teilen)     (für einzelne Fkt)

      Beförderung zum Hauptmann nach abgeschlossener Ausbildung
      Beförderung zum Major nach 4 Gradjahren als Hptm (gem OTF)

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Stufe Truppenkörper

       Die Führungsgehilfen
       (Hauptmann/Major)

                                                     • Teamarbeit/Arbeit in einem Stab
       Aufgaben                                        Integration innerhalb eines Stabes/
       • Definieren von Ausbildungsvorgaben            Teams, gemeinsame Ziele erreichen:
         in einem spezifischen Fachbereich;            – Mitarbeiter gezielt für die Beschaf-
       • Beiträge zur Befehlsgebung im Rah-              fung von entscheidrelevanten
         men der Vorbereitungen;                         Grundlagen und die Umsetzung
       • Direktausbildung der Spezialisten;              von Entscheiden einsetzen;
       • Leitung von Übungen in seinem Fach-           – Den Entscheidfindungsprozess
         bereich;                                        fachübergreifend und polyvalent
       • Überwachung und Begleitung respek-              unterstützen;
         tive Steuerung der Ausbildung;                – Stress- und Konfliktsituationen
       • Koordination der Zusammenarbeit zwi-            erfolgreich bewältigen
         schen der Truppe und den Partnern;
       • Fachtechnische Beratung des Truppen-        • Kommunikation
         körperkommandanten                            Vortrags- und Präsentationstechnik,
                                                       Umgang mit Medien:
                                                       – Vorträge klar strukturieren, unter-
       Erworbene Kompetenzen                             stützende Visualisierung wirksam
       • Führungs- und Stabstechnik/Manage-              einsetzen;
         mentfähigkeiten                               – Aussagen auf das Wesentliche be-
         Systematischer Entscheidungsprozess:            schränken, prägnant formulieren;
         – Komplexe Probleme strukturiert an-          – Grundregeln mediengerechter Infor-
           gehen;                                        mation vor Mikrofon und Kamera
         – Lage und Situationen analysieren              überzeugend anwenden
           und Konsequenzen ableiten;
         – Unter Zeitdruck brauchbare Lösungs-
           varianten erarbeiten und bewerten;
         – Gefasste Entschlüsse/Entscheide in
           Konzepte und Befehle umsetzen;
         – Zweckmässigkeit der Aktivitäten
           analysieren;
         – Hilfsmittel systematisch und zweck-
           mässig einsetzen

                                                                                                 17

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Praktische Arbeit im Team
       Teamarbeit – Schlüssel zum Erfolg
       Stabsarbeit ist zu einem grossen Teil Teamarbeit.
       Sie ist Voraussetzung für fehlerfreie und effiziente Arbeit.
       In den Lehrgängen für das höhere Kader hat die Stabsarbeit
       und damit die Arbeit im Team einen sehr hohen Stellenwert.
       Dabei bietet die Armee, was in anderen Schulungen nicht
       möglich ist.

       Mehrwert der Arbeit im Team
       • Teamarbeit unter Stress;
       • Menschenführung;
       • Kennenlernen der persönlichen Grenzen;
       • Kameradschaft;
       • Fördert ein sicheres Auftreten;
       • Verantwortungsbewusstsein

       Das sind Mehrwerte, die auch für die Wirtschaft einen grossen
       Nutzen bringen.

                                                                              19

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Stufe Grosser Verband
      (Brigade/Territorialregion/Lehrverband)

      Der Kommandant (Brigadier/Divisionär)
      Der Kommandant eines Grossen Verban-           Ausbildung
      des führt in der Regel mehrere Truppen-        Die Laufbahn führt in der Regel über die
      körper. Ihm steht ein Stab (Führungs-          Stufen Kommandant Truppenkörper,
      gehilfen) zur Seite. Eine Brigade umfasst      Führungsgehilfe Grosser Verband und
      etwa 10 000 Angehörige der Armee, den          Kommandant Stellvertreter eines Grossen
      Territorialregionen können je nach Lage        Verbandes.
      Truppen unterstellt werden, den Lehrver-       Zusätzlich absolviert der Kommandant
      bänden sind die Rekruten- und Kader-           Grosser Verband grundsätzlich die Gene-
      schulen für das untere Milizkader (bis         ralstabsausbildung (GLG I–V).
      Subalternoffizier) unterstellt.
                                                     Je nach Bedarf wird die weitere Ausbil-
                                                     dung gemäss speziellen Weisungen fest-
                                                     gelegt. Das Gros der Kommandanten der
                                                     Grossen Verbände sind Berufsmilitärs,
                                                     doch steht die Funktion auch der Miliz
                                                     offen.

 20

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Die Führungsgehilfen (Major/Oberstleutnant,
       Oberstleutnant/Oberst)
       Grundsätzlich sind Stabsarbeitsprozesse             denen Truppengattungen und Dienst-
       und erworbene Kompetenzen gleich wie                zweigen zusammenarbeiten.
       auf Stufe Truppenkörper, allerdings sind            Das entsprechende Fachwissen wird im
       die Aufgaben bedeutend komplexer und                Technischen Lehrgang vermittelt,
       anspruchsvoller. In einem Grossen Ver-              die Stabsarbeit im Stabslehrgang II.
       band müssen Formationen aus verschie-

       Ausbildung zum Führungsgehilfen Grosser Verband
       Hauptquartier der Armee, Kompetenzzentren und Formationen von Ausbildung und
       Support (Major/Oberstleutnant und Oberstleutnant/Oberst)

                                                                          4–8 Jahre
        Technischer Lehrgang                 Stabslehrgang II             (höchstens 75 Tage innerhalb
        max. 19 Tage                         max. 31 Tage (in 2 Teilen)   zweier aufeinanderfolgender
                                                                          Jahre)

                                                                                                            21

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Die Generalstabsausbildung
       Auswahl der Generalstabsoffiziere
       Generalstabsoffiziere bilden die Elite        Von der Selektion der Kandidaten für die
       unserer Armee. Ihr hohes Ansehen wird         Generalstabsausbildung bis zur Promo-
       gerechtfertigt durch höchste Anforde-         tion gelten einheitliche und verbindliche
       rungen an Leistungsfähigkeit, soldati-        Anforderungen:
       scher Haltung und Zuverlässigkeit             • Drei Fortbildungsdiensten oder Wieder-
       (Belastbarkeit).                                holungskursen der Truppe (FDT) als
                                                       Einheitskommandant mit der Benotung
       Sie sind zuverlässige, genaue und über-         sehr gut im letzten FDT;
       durchschnittlich belastbare Problemlöser,     • Inspektion durch den Kommandanten
       analytisch und kritisch denkende Genera-        des Grossen Verbandes mit Vorschlag
       listen mit umfassenden militärischen            für die Generalstabsausbildung;
       Kenntnissen und dem notwendigen               • Führungslehrgang II mit der minimalen
       Verständnis für grössere Zusammen-              Benotung gut;
       hänge.                                        • Psychologische Eignungsprüfung (PEP)
                                                       am Fliegerärztlichen Institut;
                                                     • Assessments/Militärische Eignungs-
                                                       prüfung (MEP) für angehende
                                                       Generalstabsoffiziere;
                                                     • Vorschlag zur Einberufung in den
                                                       Generalstabslehrgang I (GLG I) durch
                                                       den Chef der Armee;
                                                     • Generalstabslehrgänge I und II mit der
                                                       minimalen Benotung genügend

                                                     Das Bestehen aller Prüfungen und
                                                     Assessments wird dabei vorausgesetzt.

                                                                                                 23

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Aufgaben der                                     Grundausbildung der
      Generalstabsoffiziere (Gst Of)                   Generalstabsoffiziere
      Der Generalstabsoffizier wird als                Im Zentrum der Grundausbildung steht
      Führungsgehilfe im Stab eines Grossen            das Handwerk des Generalstabsoffiziers.
      Verbandes (Gs Vb) eingesetzt. Auf der            Die Generalstabslehrgänge I–III befähi-
      untersten Funktionsstufe erarbeitet er im        gen den Generalstabsoffizier im Stab
      Rahmen von Planungs- und Führungs-               eines Grossen Verbandes, fundierte
      prozessen Schlüsselprodukte in den Be-           Entscheidgrundlagen zu Handen des
      reichen Operationen, Nachrichtendienst,          Kommandanten zu erarbeiten und seine
      Logistik oder Führungsunterstützung.             Entscheide in Konzepte und Befehle
      Auf der nächsthöheren Funktionsstufe             umzusetzen. Für die Grundausbildung
      führt er als Unterstabschef (USC) ein Füh-       gelten die folgenden didaktisch/metho-
      rungsgrundgebiet (FGG). Auf der obers-           dischen Grundsätze:
      ten Funktionsstufe führt er als Stabschef        • Intensiver Arbeitsrhythmus
      (SC) den Stab eines Gs Vb oder kann als            (70 – 80 Wochenstunden);
      Kommandant Stellvertreter (Kdt Stv)              • Unterricht in Kleingruppen von fünf bis
      eingesetzt werden.                                 maximal sieben Teilnehmern;
                                                       • Praxisnahe Ausbildungsgestaltung;
                                                       • Bearbeitung von Fallstudien in Einzel-
                                                         arbeit (Team- und Gruppenarbeit im
                                                         GLG III);
                                                       • Beurteilung aller Teilnehmerarbeiten
                                                         und Verarbeitung im Lehrgespräch

      Übersicht Generalstabslehrgänge
        Gst Of Grundausbildung

       I                              II                                             III
       Hptm (33),                     Maj i Gst (34)         Aufnahme in Korps       Maj i Gst (35)
       Gst Of Anw                     Gst Of*                                        Gst Of**

      * Voraussetzung sind acht Offiziersjahre, ** Oberstlt i Gst (ab 9. Gradjahr)

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Weiterausbildung der                                     Einsatz der
            Generalstabsoffiziere                                    Generalstabsoffiziere
            Im Zentrum der Weiterausbildung steht                    In der Regel bleibt der Generalstabs-
            Führungs- und Stabstechnik. Die Weiter-                  offizier nach der Promotion bis zur
            ausbildung dient der Vorbereitung der                    Entlassung aus der Wehrpflicht im Stab
            Generalstabsoffiziere auf ihre zukünfti-                 eines Grossen Verbandes eingeteilt. Dies
            gen Führungsfunktionen im Stab Grosser                   schliesst jedoch nicht aus, dass er, nach
            Verband, im GLG IV zum Unterstabschef                    Bestehen des GLG III, für einige Jahre das
            (USC), im GLG V zum Stabschef oder                       Kommando eines Truppenkörpers über-
            Kommandant Stellvertreter (SC oder                       nimmt. Diese alternierende Verwendung
            Kdt Stv).                                                ist als Ideallösung zu betrachten, wird
                                                                     doch dadurch das Verständnis für die
                                                                     Belange der Truppe wach gehalten und
                                                                     vermieden, dass der Generalstabsoffizier
                                                                     die «Bodenhaftung» verliert.

             Gst Of Weiterausbildung

                     III                                  IV                         V
5)                   Oberstlt i Gst (35)                  Oberstlt i Gst (38),       Oberst i Gst (42), SC
                     Kdt Trp Kö                           USC                        Oberst i Gst (42), Kdt Stv

               Kombinierter Lehrgang (GLG III – V/ SLG II)

                                                                                                                  25

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Gemeinsame Interessen
       von Armee und Wirtschaft

       Milizarmee und Wirtschaft
       Gut ausgebildete Kader sind ein wichti- • Unternehmen stellen ihre Mitarbeiten-
       ger Erfolgsfaktor für Wirtschaft und      den für eine bestimmte Zeit in den
       Armee. Von den Führungskompetenzen        Dienst der Armee und tragen damit zu
       der Kader profitieren beide: Die Wirt-    jener Sicherheit bei, die es für eine
       schaft und die Armee. Deshalb ist die     nachhaltige wirtschaftliche Entwick-
       Verankerung der Armee in der Wirtschaft   lung braucht;
       von zentraler Bedeutung.                • Auf der anderen Seite bietet die Armee
                                                 ihren Milizkadern eine systematisch
                                                 vermittelte, praktische Führungsaus-
                                                 bildung, die sich auch im zivilen
                                                 Arbeitsalltag umsetzen lässt.

                                                     Wirtschaft

                                          Gemeinsame Interessen

                                                       Milizarmee

                                                                                          27

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Höhere Kaderausbildung der Armee HKA
     Murmattweg 6
     6000 Luzern 30
     Tel. 041 317 45 00
     Fax 041 317 45 10
                                                       HKA – 6.2013

     www.armee.ch/hka

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