CITY OF BIRMINGHAM BRITAIN CALLING - SYMPHONY

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CITY OF BIRMINGHAM BRITAIN CALLING - SYMPHONY
BRITAIN CALLING
CITY OF BIRMINGHAM
  SYMPHONY
         ORCHESTRA
     & CHORUS

7. OKTOBER 2019
ELBPHILHARMONIE
GROSSER SAAL
CITY OF BIRMINGHAM BRITAIN CALLING - SYMPHONY
THE 7

BMW IST LANGJÄHRIGER PARTNER DER ELBPHILHARMONIE

Abbildung zeigt Sonderausstattungen.
CITY OF BIRMINGHAM BRITAIN CALLING - SYMPHONY
Montag, 7. Oktober 2019 | 20 Uhr | Elbphilharmonie Großer Saal
Elbphilharmonie Abo 3 | 1. Konzert

19 Uhr | Einführung mit Klaus Wiegmann im Großen Saal

BRITAIN CALLING
CITY OF BIRMINGHAM
SYMPHONY ORCHESTRA
CBSO CHORUS
TALISE TREVIGNE SOPRAN
FELICITY PALMER ALT
JOSHUA STEWART TENOR
BRINDLEY SHERRATT BASS
DIRIGENTIN      MIRGA GRAŽINYTĖ-TYLA

Benjamin Britten (1913–1976)
Sinfonia da Requiem op. 20 (1940)
Lacrymosa: Andante ben misurato
Dies irae: Allegro con fuoco
Requiem aeternam: Andante molto tranquillo
ca. 20 Min.

Pause

Michael Tippett (1905–1998)
A Child of Our Time / Oratorium für Soli, Chor und Orchester (1939–41)
ca. 65 Min.

Gefördert durch den
CITY OF BIRMINGHAM BRITAIN CALLING - SYMPHONY
Es ist das Besondere,
das Wellen schlägt.

    Der offizielle Weinpartner
      der Elbphilharmonie

                                   Mehr Infos unter:
                                 hawesko.de/elphi
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WILLKOMMEN

   Michael Tippetts Oratorium »A Child of
   Our Time« gehört zu den Meisterwerken
   des 20. Jahrhunderts. Mitten im Zweiten
   Weltkrieg komponiert, wirkt es mit sei-
   ner zeitlosen Aussage doch wie ein Werk
   unserer Zeit. Im heutigen Konzert des
   Festivals »Britain Calling« setzen es das
   City of Birmingham Symphony Orchestra
   und seine charismatische Chefdirigentin
   in Bezug zur »Sinfonia da Requiem« von
   Benjamin Britten, der wie Tippett ein aus-
   gesprochener Pazifist und Humanist war
   und das Orchester einst selbst dirigierte.
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BRITAIN CALLING

                                       DAS LAND MIT MUSIK

                                       Ein Land, das die Beatles hervorbrachte, in dem alljährlich die
                                       berühmten »Proms« stattfinden und in dem es von Chören nur
                                       so wimmelt, um das kann es so schlecht nicht bestellt sein –
                                       zumindest in musikalischer Hinsicht. Und auch wenn die Politik
                                       zurzeit jeden Einsatz verpatzt, lohnt es sich, die britische Musik-
                                       szene einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Oder gerade
                                       dann; schließlich hat sie ungemein viel zu bieten, wie das Fes-
                                       tival »Britain Calling« eindrücklich vor Ohren führt.
                                          Denn nicht nur in der Popmusik nimmt Großbritannien nach
                                       wie vor eine führende Rolle ein. Exzellente Klassik-Interpre-
RUF ODER HILFERUF?                     ten sind hier ebenfalls in Hülle und Fülle anzutreffen, und zwar
»This is London calling.« Mit die-     weit über London hinaus. Ganz bewusst steht daher das City
sem ikonischen Satz begann der         of Birmingham Symphony Orchestra als Kulturbotschafter im
BBC World Service seine Radio-
                                       Mittelpunkt des Festivals. Auch dank seiner Präsenz hat sich
sendungen – gerade in Kriegs­
zeiten ein Symbol der Hoffnung
                                       die Millionenstadt im Herzen Englands vom Industriestandort
für Menschen in besetzten oder         zur blühenden Kulturmetropole gewandelt; sein Pult diente als
umkämpften Gebieten. Heute             Startrampe für Stars wie Sir Simon Rattle und Andris Nelsons.
spielt sich das große politische       Diese illustre Reihe setzt die aktuelle Chefin Mirga Gražinytė-
Drama auf britischem Boden ab.
                                       Tyla fort. Schon jetzt gilt sie als wichtigste Dirigentin der Gegen-
Und angesichts des drohenden
Brexits drängt sich die Lesart der
                                       wart und leitet bei »Britain Calling« gleich vier Konzerte.
Punkband The Clash auf, deren             Auch bei den Komponisten sieht es gut aus. Erst in der ver-
dystopischer Hit »London calling«      gangenen Spielzeit war Sir George Benjamin als Residenzkünst-
weniger Ruf als vielmehr Hilferuf      ler an der Elbphilharmonie zu Gast, ein gefeierter Opernschöpfer.
ist. Das Elbphilharmonie-Festival
                                       Die gebürtige Londonerin Rebecca Saunders wurde jüngst mit
»Britain Calling« lässt sich in bei-
derlei Hinsicht verstehen. Vor allem
                                       dem renommierten Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeich-
aber weitet es den Fokus über die      net, der als Nobelpreis der Musik gilt. Mit ihrem Stück a visible
britische Hauptstadt hinaus.           trace eröffnet die Birmingham Contemporary Music Group, die
                                       sich neuer und neuester Musik widmet, das Festival.
                                          Erfreulich ist all das auch, weil England lange als »Land ohne
                                       Musik« galt. Diese These setzte der (deutsche) Schriftsteller
                                       Oscar Schmitz 1904 mit seinem gleichnamigen Essay in die
                                       Welt – und traf damit einen wunden Punkt. Denn es stimmt ja:
                                       Nach John Dowland (1563–1626) und Henry Purcell ­(1659–1695),
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Rule, Britannia! Die legendäre »Last Night of the Proms« in der Londoner Royal Albert Hall

                   der unter dem Spitznamen »Orpheus Britannicus« gefeiert wurde, gaben fast
                   200 Jahre lang ausschließlich aus dem Ausland importierte Komponisten wie
                   Georg Friedrich Händel, Johann Christian Bach und Joseph Haydn an der
                   Themse den Ton an.
                      Ändern sollte sich dies erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mit Komponis-
                   ten wie Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams rückte eine neue Generation
                   nach, die eine »English Musical Renaissance« einleiten wollte. Doch sie orien-
                   tierte sich vor allem an der deutschen Romantik, was der Literaturnobelpreis-
                   träger und nebenberufliche Musikkritiker George Bernard Shaw 1919 denn auch
                   heftig kritisierte. Nur einem Komponisten attestierte er einen genuin britischen
                   Sound: Edward Elgar, dessen Land of Hope and Glory bis heute die inoffi­zielle
                   Hymne des Königreichs darstellt.
                      Da wusste Shaw aber auch noch nichts von dem Genie, das sechs Jahre zuvor
                   in Suffolk das Licht der Welt erblickt hatte: Benjamin Britten. Mit seiner sinn-
                   lichen Musik zählt er nach wie vor zu den meistaufgeführten Komponisten der
                   Gegenwart, weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus. Auch seine Zeitgenos-
                   sen Michael ­Tippett, dessen Oratorium A Child of Our Time beim Festival erklingt,
                   und William Walton, der zur Krönung von King George VI. (dem Vater der Queen)
                   einen fest­lichen Marsch beisteuerte, hielten sich von der Nachkriegsavantgarde
                   Kontinentaleuropas fern und kultivierten eine in der Tradition verwurzelte, gemä-
                   ßigt moderne Tonsprache, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.
                      Ja, um ein Land, das solche Künstler hervorbringt, kann es nicht schlecht
                   stehen. Nur beim Eurovision Song Contest lief es zuletzt nicht mehr rund: 2019
                   landete der britische Beitrag auf dem letzten Platz.
                                                                                             SIMON CHLOSTA
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DIE MUSIK

    MESSE OHNE WORTE
    Benjamin Britten: Sinfonia da Requiem

    Auch wenn Benjamin Britten heute einen Spitzenplatz unter den britischen Kom-
    ponisten einnimmt – sein Weg zum Weltruhm war steinig. In jungen Jahren tat
    er sich zunächst schwer, in der Musikwelt Fuß zu fassen, denn er saß gleich in
    mehrfacher Hinsicht zwischen den Stühlen: Wie die meisten britischen Vertre-
    ter seiner Zeit hielt Britten einerseits an traditionellen Klangvorstellungen fest
    und verspürte das leidenschaftliche Bedürfnis, verstanden zu werden. Anderer-
    seits ließ er sich von Neutönern aus dem Ausland wie Arnold Schönberg, Alban
    Berg und Igor Strawinsky inspirieren und lotete die bewährten Kompositions-
    techniken aus (ohne dabei jedoch den Boden der Tonalität zu verlassen). Kritik
    kam daraufhin von beiden Seiten: Während sich das konservative einheimische
    Publikum überfordert fühlte, war er den Avantgardisten nicht modern genug.
       Zudem fremdelte Britten mit dem Londoner Stadtleben. Aufgewachsen an
    der britischen Ostküste, liebte er das Meer, das er zum Sujet vieler seiner Werke
    machte. Schon seine erste Oper Peter Grimes (1945) spielt hier, am Ende seines
    Opernschaffens kehrt er in Death in Venice (1973) ans Wasser zurück. Britten
    blieb seiner Heimatregion zeitlebens verbunden und gründete 1948 gemeinsam
    mit dem Sänger Peter Pears, seinem Lebenspartner und künstlerischen Weg-
    gefährten, das bis heute existierende Aldeburgh Festival.
       Brittens Herkunft und sein ausgeprägter Sinn für Humanität und Pazifismus
    sorgten dafür, dass er auch dann nicht abhob, als sein Ruhm und sein Wohl-
    stand wuchsen. Im Zweiten Weltkrieg verweigerte er sich der Kriegsrhetorik und
    musste sich als Feigling beschimpfen lassen. Dafür unternahm er nach Kriegs-
    ende mit dem Geiger Yehudi Menuhin eine Tournee durch die Flüchtlingslager
    im zerstörten Deutschland und komponierte 1961 in Andenken an die Kriegs­toten
    sein berühmtes War Requiem.
       Mit diesem chorsinfonischen Meisterwerk hat die bereits 1940 im amerika-
    nischen Exil komponierte Sinfonia da Requiem – Brittens erstes großes reines
    Orchesterwerk – jedoch nichts zu tun. Sie entstand ursprünglich als Auftrags-
    werk des japanischen Staates zum 2600. Jubiläum der Kaiserdynastie. Doch der
    für diesen Anlass recht unpassende Bezug auf die christlich-lateinische Toten-
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Benjamin Britten an seinem Lieblingsort, dem Meer.

messe schreckte die Regierung ab, sodass Britten das Werk schließlich seinen
Eltern widmete und die Uraufführung erst 1941 in New York erfolgte.
   Der Bezug zur Gattung Requiem offenbart sich vor allem in den lateinischen
Satzüberschriften – Lacrymosa (Totenklage), Dies irae (Tag des Zorns) und
Requiem aeterna (Ewige Ruhe). Britten komponierte also gewissermaßen eine
Messe ohne Worte, die auf rein musikalisch-assoziativer und emotionaler Ebene
Bilder der Klage, der Schreckensvision des Jüngsten Gerichts und des Trostes
hervorruft. Diese verband er mit einer zumindest grob gewahrten sinfonischen
Form, indem er etwa den mittleren Satz als Scherzo anlegte.
   Die Sinfonia beginnt mit düsteren, tiefen Akkordschlägen, aus denen sich all-
mählich ein Trauergesang der Celli und des Fagotts entwickelt, der sich nach
und nach auf alle Klanggruppen ausweitet. Den Satz durchzieht dabei ein immer
wiederkehrender Puls, der meist von der Pauke oder aus den Reihen des schwe-
ren Blechs kommt.
   Nach einer immer fortwährenden Steigerung geht die Musik nahtlos in den
zweiten Satz über, den Britten selbst als »Totentanz« beschrieb. Gespenstische
Flattertöne der Flöten zu Beginn, eilende Triolenmotive in den Streichern und die
hölzernen Klänge des Xylofons – vielleicht das Klappern von Skeletten? – stehen
sinnbildlich für diese Darstellung.
   Die in sich ruhende, gesangsartige Melodie des Schluss­satzes bildet dazu
einen denkbar großen Kontrast. Nach einer lang angelegten dynamischen Stei-
gerung erlischt die Musik.
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ZEITLOSE MAHNUNG
Michael Tippett: A Child of Our Time

Michael Tippett und Benjamin Britten gehörten als Komponisten nicht nur der-
selben Generation an, sie verband auch in ideeller Hinsicht viel. Beide waren
erklärte Pazifisten – Tippett wurde 1943 als Kriegsdienstverweigerer sogar zu
einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt – und ließen diese Haltung auch
in ihre Kompositionen einfließen, wovon nicht nur die Werke des heutigen Abends
zeugen. Beide litten darunter, dass Homosexualität in England erst 1967 legali-
siert wurde. Und beide kamen aus jeweils zwar stabilen, aber eher unmusika-
lischen Familienverhältnissen, aus denen heraus sie zu zwei der bedeutends-

Michael Tippett
DIE MUSIK

ten Persönlichkeiten der britischen Musikmoderne aufstiegen. Hierzulande mag
Britten dank seiner Opern der ungleich berühmtere Komponist sein; auf der
Insel haben sie fast denselben Rang. So wurden beide für ihre musikalischen
Verdienste von Queen Elizabeth II. in den prestigeträchtigen Order of Merit auf-
genommen, dessen Mitgliedschaft stets auf nur 24 lebende Personen und die
Queen selbst begrenzt ist. Das Magazin Newsweek bezeichnete Tippett sogar als
den »beliebtesten Komponisten Großbritanniens«.
   Geboren wurde er 1905 in London als Sohn eines Rechtsanwalts und einer
Schriftstellerin, die ihm zwar Klavierunterricht und Chorgesang ermöglichten,
ansonsten aber nicht viel von den musikalischen Ambitionen ihres Sohnes hiel-
ten. »Dennoch spürte ich«, so Tippett später in seinen Memoiren, »dass ich
Musik schreiben wollte«. Er rebellierte, flog fast von der Schule und erreichte
endlich ein Umdenken seiner Eltern. »Als ich schließlich ans Royal College of
Music kam, war diese Erfahrung wie ein Erdbeben. Alles strömte plötzlich aus
mir heraus.«
   Dennoch komponierte Tippett zu Beginn seiner Laufbahn verhältnismäßig
langsam. Erst in den 30er Jahren entstanden die ersten Werke, die er gelten
ließ und zur Veröffentlichung freigab. Zu diesem Zeitpunkt war der drohende
Zweite Weltkrieg bereits in greifbare Nähe gerückt. Dieses Klima beeinflusste
auch Tippetts Pläne für ein größeres Oratorium oder eine Oper. Als Sujet hatte
ihm eigentlich der Osteraufstand in Irland 1916 vorgeschwebt, doch nun gab ihm
die aktuelle politische Entwicklung fast schon zwangsläufig das Thema vor.
   Besonders betroffen machten Tippett die Ereignisse um den 17-jährigen pol-
nischen Juden Herschel Grynszpan, von denen er durch einen Zeitungsartikel
erfuhr. Dieser hatte aus Rache über die Deportation seiner Familie im Zuge der
sogenannten »Polenaktion« am 7. November 1938 die Deutsche Botschaft in
Paris aufgesucht und den Diplomaten Ernst Eduard vom Rath erschossen. Seine
Verzweiflungstat diente den Nationalsozialisten als willkommener Vorwand für
die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die, von
langer Hand vorbereitet, als »Reichskristallnacht« in die Geschichte eingingen
und die laut des Historikers Wolfgang Benz »den Scheitelpunkt des Wegs zur
›Endlösung‹ zum millionenfachen Mord an Juden aus ganz Europa« bildeten.
   Tippett nahm diese Vorgänge zum unmittelbaren Anlass für die Konzeption
von A Child of Our Time. »Das Werk begann sich gemeinsam mit den Schüssen
und dem Splittern des Glases in der ›Kristallnacht‹ zusammenzufügen«, berich-
tete er später. Dennoch wollte er sein Oratorium als eine überzeitliche, allge-
meingültige Mahnung zu Toleranz, Humanität und Gerechtigkeit
                            verstanden wissen, weshalb im Stück zum Beispiel das »Kind
                            unserer Zeit« anonym bleibt.
                                Zudem bettete Tippett die eigentliche Handlung in einen
                            reflektierenden Rahmen ein. Der erste Teil beschreibt einen
                            allgemeinen Zustand von Unterdrückung und greift dafür unter
                            anderem auf eine ausdrucksstarke Jahreszeitenmetaphorik
                            zurück (»Es ist Winter«). Teil 2 erzählt die konkrete Geschichte
                            eines jungenen Mannes, der versucht, Gerechtigkeit durch
                            Gewalt zu erlangen, was katastrophale Folgen hat. Teil 3 setzt
                            sich mit den moralischen Konsequenzen auseinander, die da­
                            raus gezogen werden können. So bezieht A Child of Our Time bis
                            heute eine eindeutig Stellung für die Unterdrückten, Armen und
                            gesellschaftlich Ausgeschlossenen.
                                Das Libretto des Oratoriums wollte Tippett eigentlich dem
                            britischen Dichter und späteren Literaturnobelpreisträger
                            T. S. Eliot (1888–1965) anvertrauen. Nachdem dieser die Erst-
                            version gesehen hatte, riet er seinem Freund jedoch, den Text
                            selbst zu verfassen, da der Komponist dies selbst am besten
                            könne. Der Titel geht auf eine gleichnamige Erzählung des
                            österreichischen Schriftstellers Ödön von Horváth zurück.
Herschel Grynszpan,             Den Solisten des Oratoriums sind keine festen Rollen zuge-
das »Kind unserer Zeit«,    teilt. So erscheint etwa der Bass hauptsächlich als Erzähler,
nach seinem Attentat 1938
                            tritt aber auch im Ensemble in Erscheinung. Das Gleiche gilt
                            für den Tenor, dem primär die Rolle des »Child« zugeteilt ist.
                            Die Sopranistin tritt unter anderem als seine Mutter, die Altistin
                            als Tante auf, beide haben jedoch auch eine allgemein betrach-
                            tende Funktion. Ähnlich vielfältig ist die Rolle des Chores. Er
                            verkörpert mal die Verfolger und Verfolgten, die Hartherzigen
                            und Leidenden, die Hasser und Gehassten. Zu Beginn der drei
                            Teile gibt er die Stimmung vor, zum Schluss steht er für die ban-
                            gende und hoffende Menschheit.
                                A Child of Our Time orientiert sich in seiner dreiteiligen Anlage
                            deutlich an barocken Vorbildern wie Georg Friedrich Händels
                            Messiah. Von der zunächst geplanten Verwendung lutherischer
DIE MUSIK

Choräle nach dem Vorbild
Johann Sebastian Bachs
nahm Tippett jedoch wie-
der Abstand, da ihm ihr
appellierender Charakter
in der Aussage zu begrenzt
erschien. Tippett wollte
mit seiner Musik die Zuhö-
rer unmittelbar ansprechen
und berühren und setzte
deswegen zur Gliederung
und an den Gipfelpunkten
des Werks insgesamt fünf
traditionelle Spirituals ein,     Michael Tippett
darunter das berühmte
Nobody knows the trouble
I see. Als Gesänge der unterdrückten schwarzen Sklaven hielt
Tippett sie für eine zeitgemäße und universell verständliche
Form, die zudem die überzeitliche Idee des Werks unterstreicht,
da sie »allgemein das Schicksal derjenigen behandelt, die abge-
lehnt werden, abgedrängt aus dem Mittelpunkt des gemein-
schaftlichen Lebens an den Rand der Gesellschaft: in Slums,
Konzentrationslager, Ghettos«.
   Die Premiere von A Child of Our Time im März 1944 in Lon-
don (für die sich unter anderem Benjamin Britten und Peter
Pears, der auch einen Solopart übernahm, eingesetzt hatten),
bescherte dem Werk einen nachhaltigen Erfolg, der bis heute
andauert. »Es ist vielleicht der Traum eines jeden Kompo-
nisten«, so Tippett in seiner 1991 erschienenen Autobiografie,
»dass irgendetwas, das er geschrieben hat, ein Publikum in
der ganzen Welt erreicht. In meinem Fall scheint A Child of Our
Time seine Botschaft wirklich in alle Teile der Erde gebracht zu
haben.« Eine Botschaft, die bis heute nichts von ihrer Gültig-
keit verloren hat.
                                               SIMON CHLOSTA
GESANGSTEXT

TEIL I

Chorus                                 Chor

The world turns                        Die Welt wendet sich
on its dark side.                      zum Dunklen.
It is winter.                          Es ist Winter.

Argument                               Argument

Alto solo                              Alt solo
Man has measured                       Der Mensch hat
the heavens                            die Himmel
with a telescope,                      mit einem Teleskop vermessen,
driven the Gods                        er hat die Götter vertrieben
from their thrones.                    von ihren Thronen.
But the soul, watching the             Doch die Seele betrachtet die
chaotic mirror, knows                  Widerspiegelung des Chaos und weiß,
that the Gods return.                  dass die Götter zurückkehren.
Truly, the living God                  Wahrlich, der lebendige Gott
consumes within and                    verzehrt sich selbst von innen
turns the flesh to cancer.             und verwandelt das Fleisch in Krebs.

Interludium                            Zwischenspiel

Scena                                  Szene

Chorus                                 Chor
Is evil then good? Is reason untrue?   Ist Böses denn gut? Ist Vernunft gelogen?

Alto solo                              Alt solo
Reason is true to itself.              Vernunft ist sich selber treu.
But pity breaks open the heart.        Aber Mitleid bricht das Herz auf.

Chorus                                 Chor
We are lost.                           Wir sind verloren.
We are as seed before the wind.        Wir sind wie die Saat im Wind. Wir werden
We are carried to a great slaughter.   in ein schreckliches Blutbad getrieben.
The Narrator                             Der Erzähler

Bass solo                                Bass solo
Now in each nation                       Nun wurden in jedem Land
there were some cast out                 einige durch den Staat
by authority and tormented,              ausgegrenzt und gepeinigt,
made to suffer for                       um für die Schuld
the general wrong.                       aller zu büßen.
Pogroms in the east,                     Pogrome im Osten,
lynching in the west;                    Lynchen im Westen;
Europe brooding on                       Europa schmiedete Pläne
a war of starvation.                     für einen Hungerkrieg.
And a great cry                          Und ein gewaltiger Schrei
went up from the people.                 stieg aus dem Volke auf.

Chorus of the Oppressed                  Chor der Unterdrückten

When shall the                           Wann wird der
usurer’s city cease?                     Wucherer Stadt vergehen?
And famine depart from                   Wann wird sich der Hunger von diesem
the fruitful land?                       reichen Land hinwegheben?

Tenor solo                               Tenor solo

I have no money for my bread,            Ich habe kein Geld für mein Brot,
I have no gift for my love.              ich habe nichts, um meine Liebe zu zeigen.
I am caught between my desires           Zwischen meinem Verlangen und seiner
and their frustration                    Vereitelung bin ich gefangen
as between the hammer and the anvil.     wie zwischen Hammer und Amboss.
How can I grow to a man’s stature?       Wie kann ich reifen und ein Mann werden?

Soprano solo                             Sopran solo

How can I cherish my man                 Wie kann ich meinen Mann umarmen
in such days,                            in solchen Zeiten,
or become a mother                       oder Mutter werden
in a world of destruction?               in einer Welt der Zerstörung?
How shall I feed my children             Wie soll ich meinen Kindern zu essen geben
on so small a wage?                      bei solch geringem Lohn?
How can I comfort them when I am dead?   Wie kann ich sie trösten, wenn ich tot bin?
A Spiritual                           Ein Spiritual

Chorus and Soli                       Chor und Soli
Steal away, steal away,               Schleich dich weg, schleich dich weg,
steal away to Jesus.                  schleich dich weg zu Jesus.
Steal away, steal away home:          Schleich dich weg, schleich heim:
I ain‘t got long to stay here.        Ich muss nicht mehr lange hier bleiben.

My Lord, He calls me,                 Mein Herr ruft mich,
He calls me by the thunder.           er ruft mich durch Donner.
The trumpet sounds withina my soul.   Die Trompeten erklingen in meiner Seele.
I ain‘t got long to stay here.        Ich muss nicht mehr lange hier bleiben.

Steal away, steal away,               Schleich dich weg, schleich dich weg,
steal away to Jesus.                  schleich dich weg zu Jesus.
Steal away, steal away home:          Schleich dich weg, schleich heim:
I ain‘t got long to stay here.        Ich muss nicht mehr lange hier bleiben.

Green trees a-bending,                Grüne Bäume schwanken,
poor sinner stands a-trembling.       der arme Sünder steht und zittert.
The trumpet sounds withina my soul.   Die Trompeten erklingen in meiner Seele.
I ain‘t got long to stay here.        Ich muss nicht mehr lange hier bleiben.

Steal away, steal away,               Schleich dich weg, schleich dich weg,
steal away to Jesus.                  schleich dich weg zu Jesus.
Steal away, steal away home:          Schleich dich weg, schleich heim:
I ain‘t got long to stay here.        Ich muss nicht mehr lange hier bleiben.
GESANGSTEXT

TEIL II

Chorus                         Chor

A star rises                   Ein Stern steigt empor
in mid-winter.                 im tiefsten Winter.
Behold the man!                Siehe, ein Mensch!
The scapegoat!                 Der Sündenbock!
The child of our time.         Das Kind unserer Zeit.

The Narrator                   Der Erzähler

Bass solo                      Bass solo
And a time came when           Und es kam eine Zeit, in der
in the continual persecution   in der fortwährenden Verfolgung
one race stood for all.        eine Rasse für alle stand.

Doublechorus of the            Doppelchor der
Persecutors and Persecuted     Kläger und Verfolgten

Chorus 1                       Chor 1
Away with them!                Weg mit denen!

Chorus 2                       Chor 2
Where?                         Wohin?

Chorus 1                       Chor 1
Curse them! Kill them!         Verflucht sie! Tötet sie!

Chorus 2                       Chor 2
Why?                           Warum?

Chorus 1                       Chor 1
They infect the state.         Sie verpesten den Staat.

Chorus 2                       Chor 2
How?                           Wie?
We have no refuge.             Wir haben keine Zuflucht.
The Narrator                              Der Erzähler

Bass solo                                 Bass solo
Where they could,                         Wo sie konnten,
they fled from the terror.                flohen sie vor dem Terror.
And among them                            Und unter ihnen entkam heimlich ein Junge
a boy escaped secretly,                   und wurde in einer großen Stadt versteckt
and was kept in hiding in a great city.   gehalten.

Chorus of the Self-Righteous              Chor der Selbstgerechten

We cannot have them                       Wir können sie nicht dulden
in our Empire.                            in unserem Land.
They shall not work,                      Sie sollen weder Arbeit
nor draw a dole.                          noch Sozialhilfe bekommen.
Let them starve                           Lasst sie verhungern
in No-Mans-Land!                          im Niemandsland!

The Narrator                              Der Erzähler

Bass solo                                 Bass solo
And the boys mother                       Und die Mutter
wrote a letter,                           des Jungen schrieb einen Brief,
saying:                                   der da lautete:

Scena:                                    Szene:
The Mother, the Uncle and Aunt, the Boy   Die Mutter, der Onkel und die Tante, der Junge

Mother (Soprano)                          Mutter (Sopran)
Oh my son!                                Oh mein Sohn!
In the dread terror                       In dem grauenhaften Terror
they have brought me                      haben sie mich an den Rand
near to death.                            des Todes gebracht.

Boy (Tenor)                               Junge (Tenor)
Mother! Mother!                           Mutter! Ah Mutter!
Though men hunt me                        Obwohl sie mich jagen
like an animal,                           wie ein wildes Tier,
I will defy the world                     will ich der ganzen Welt trotzen,
to reach you.                             um zu dir zu kommen.
GESANGSTEXT

Aunt (Alto)                              Tante (Alt)
Have patience.                           Hab Geduld.
Throw not your life away                 Wirf dein Leben nicht fort
in futile sacrifice.                     in nutzlosem Opfermut.

Uncle (Bass)                             Onkel (Bass)
You are as one against all.              Du bist nur einer gegen alle. Finde dich mit
Accept the impotence of your humanity.   der Ohnmacht deines Menschseins ab.

Boy (Tenor)                              Junge (Tenor)
No! I must save her.                     Nein! Ich muss sie retten.

A Spiritual                              Ein Spiritual

Chorus and Soli                          Chor und Soli
Nobody knows                             Niemand kennt
the trouble I see, Lord.                 die Schwierigkeiten, die ich sehe, Herr,
Nobody knows like Jesus.                 niemand so wie Jesus.

O brothers, pray for me,                 Oh Brüder, betet für mich,
O brothers, pray for me,                 oh Brüder, betet für mich
and help me to drive                     und helft mir,
old Satan away.                          den alten Satan zu vertreiben.

Nobody knows                             Niemand kennt
the trouble I see, Lord.                 die Schwierigkeiten, die ich sehe, Herr,
Nobody knows like Jesus.                 niemand so wie Jesus.

O mothers, pray for me,                  Oh Mütter, betet für mich,
o mothers, pray for me,                  oh Mütter, betet für mich
and help me to drive                     und helft mir,
old Satan away.                          den alten Satan zu vertreiben.

Nobody knows                             Niemand kennt
the trouble I see, Lord.                 die Schwierigkeiten, die ich sehe, Herr,
Nobody knows like Jesus.                 niemand so wie Jesus.
Scena                           Szene

Duet: Alto and Bass             Duett: Alt und Bass
The boy becomes desperate       Der Knabe verzweifelt
in his agony.                   in seiner Pein.

Alto                            Alt
A curse is born.                Ein Fluch entsteht.
The dark forces threaten him.   Die dunklen Mächte drohen ihm.

Bass                            Bass
He goes to authority.           Er geht zu einer Behörde.
He is met with hostility.       Man begegnet ihm feindselig.

Alto                            Alt
His other self rises in him,    Sein anderes Ich erhebt sich in ihm,
demonic and destructive.        dämonisch und zerstörerisch.

Bass                            Bass
He shoots the official.         Er erschießt den Beamten.

Alto                            Alt
But he shoots only              Jedoch er trifft nur
his dark brother.               seinen Bruder auf der Seite der Dunkelheit.
And see … he is dead.           Und siehe … er ist tot.

The Narrator                    Der Erzähler

Bass solo                       Bass solo
They took a                     Sie nahmen
terrible vengeance.             furchtbare Rache.

The Terror (Chorus)             Der Terror (Chor)

Burn down their houses!         Brennt ihre Häuser nieder!
Beat in their heads!            Zerschmettert ihre Schädel!
Break them in pieces            Flechtet sie aufs Rad
on the wheel!                   und zerbrecht ihre Knochen!
GESANGSTEXT

The Narrator                       Der Erzähler

Bass solo                          Bass solo
Men were ashamed                   Die Menschen waren beschämt
of what was done.                  über das, was getan wurde.
There was bitterness and horror.   Es gab Bitterkeit und Entsetzen.

A Spiritual of Anger               Ein Spiritual der Wut

Chorus and Bass solo               Chor und Bass solo
Go down, Moses,                    Geh hin, Moses,
way down in Egypt land.            da unten im ägyptischen Land,
Tell old Pharaoh,                  sag dem alten Pharao,
to let my people go.               er soll mein Volk ziehen lassen.

When Israel was in Egypt land,     Als Israel in Ägypten war,
– Let my people go. –              – Lass mein Volk ziehen. –
Oppressed so hard                  grausam unterdrückt,
they could not stand,              dass kein Bestehen war,
– Let my people go. –              – Lass mein Volk ziehen. –
»Thus spake the Lord«,             trat Moses mutig hin und sagte:
bold Moses said,                   »So sprach der Herr:
– »Let my people go. –             – Lass mein Volk ziehen. –
If not, I’ll smite                 Falls nicht, werde ich
your first-born dead.«             Eure Erstgeborenen töten.«
– Let my people go. –              – Lass mein Volk ziehen. –

Go down, Moses,                    Geh hin, Moses,
way down in Egypt land.            da unten im ägyptischen Land,
Tell old Pharaoh,                  sag dem alten Pharao,
to let my people go.               er soll mein Volk ziehen lassen.

The Boy sings in his prison        Der Junge singt in seinem Gefängnis

Tenor solo                         Tenor solo
My dreams are all shattered        All meine Träume sind zerbrochen
in a ghastly reality.              in dieser grauenhaften Wirklichkeit.
The wild beating of my heart       Das wilde Schlagen meines Herzens
is stilled: day by day.            ist ruhig geworden: Tag für Tag.
Earth and sky                      Erde und Himmel
are not for those in prison.       sind nicht für die im Gefängnis.
Mother! Mother!                    Mutter! Mutter!
The Mother                           Die Mutter

Soprano solo                         Sopran solo
What have I done to you, my son?     Was habe ich dir angetan, mein Sohn?
What will become of us now?          Was wird nun aus uns werden?
The springs of hope are dried up.    Die Quellen der Hoffnung sind versiegt.
My heart aches in unending pain.     Mein Herz schmerzt in unendlicher Pein.

Alto solo                            Alt solo

The dark forces rise like a flood.   Die dunklen Mächte erheben sich wie eine Flut.
Men’s hearts are heavy:              Die Herzen der Menschen sind schwer:
they cry for peace.                  Sie schreien nach Frieden.

A Spiritual                          Ein Spiritual

Chorus and Soprano solo              Chor und Sopran solo
O! by and by,                        Oh! Demnächst – bald! –
by and by,                           Demnächst – bald! –
I’m going to lay down                werde ich meine
my heavy load.                       schwere Last ablegen.

I know my robe’s                     Ich weiß, mein Kleid
going to fit me well,                wird gut passen,
I tried it on                        ich habe es anprobiert
at the gates of hell.                am Tor zur Hölle.

O, hell is deep                      Die Hölle ist tief
and a dark despair,                  und nur dunkle Verzweiflung,
o, stop, poor sinner,                halt an, oh Sünderin, oh Sünder,
and don’t go there!                  geh nicht dorthin!

O! by and by,                        Oh! Demnächst – bald! –
by and by,                           Demnächst – bald! –
I’m going to lay down                werde ich meine
my heavy load.                       schwere Last ablegen.
GESANGSTEXT

TEIL III

Chorus                                      Chor

The cold deepens.                           Die Kälte wird immer bitterer.
The world descends                          Die Welt steigt hinab
into the icy waters                         in die eisigen Fluten.
where lies the jewel                        Dort liegt das
of great price.                             kostbare Juwel.

Alto solo                                   Alt solo

The soul of man is                          Die Seele des Menschen ist
impassioned like a woman.                   voller Leidenschaft wie eine Frau.
She is old as the earth,                    Sie ist alt wie die Erde,
beyond good and evil,                       jenseits von Gut und Böse,
the sensual garments.                       den fleischlichen Hüllen.
Her face will be illumined                  Ihr Antlitz wird leuchtend sein
like the sun.                               wie die Sonne.
Then is the time of his deliverance.        Dann ist die Zeit seiner Erlösung.

Scena                                       Szene

Bass                                        Bass
The words of wisdom are these:              Der Weisheit Worte sind diese:
Winter cold means inner warmth,             Die Kälte des Winters bedeutet innere Wärme,
the secret nursery                          der verborgene Lebensquell
of the seed.                                der Saat.

Chorus                                      Chor
How shall we have patience                  Wie sollen wir Geduld haben
for the consummation of the mystery?        für die Erfüllung des Mysteriums?
Who will comfort us in the going through?   Wer wird uns trösten beim Übergang?

Bass                                        Bass
Patience is born                            Geduld entspringt
in the tension of loneliness.               der Spannung der Einsamkeit.
The garden lies beyond the desert.          Der Garten liegt jenseits der Wüste.
Chorus                         Chor
Is the man of destiny          Ist der Schicksalsmensch
master of us all?              unser aller Herrscher?
Shall those cast               Werden die Ausgestoßenen,
out be unavenged?              die Vertriebenen ungerächt bleiben?

Bass                           Bass
The man of destiny             Der Schicksalsmensch
is cut off from fellowship.    ist von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Healing springs                Heilung kommt
from the womb of time.         aus dem Schoß der Zeit.
The simple-hearted             Die einfachen Herzens sind,
shall exult in the end.        werden am Schluss frohlocken.

Chorus                         Chor
What of the boy, then?         Und was ist mit dem Jungen?
What of him?                   Was ist mit ihm?

Bass                           Bass
He, too, is outcast,           Auch er ist verstoßen,
his manhood broken             sein Menschsein zerbrochen
in the clash of powers.        im Zusammenprall der Mächte.
God overpowered him,           Gott überwältigte ihn,
the child of our time.         das Kind unserer Zeit.

Preludium                      Präludium

General Ensemble               Ganzes Ensemble

Chorus and Tenor               Chor und Tenor
I would know my                Ich werde meinen
shadow and my light,           Schatten und mein Licht erkennen;
so shall I at last be whole.   so werde ich am Ende ganz sein.

Bass                           Bass
Then courage, brother,         Fasse Mut, Bruder,
dare the grave passage.        wage den schweren Übergang.
GESANGSTEXT

Soprano                                            Sopran
Here is no final grieving,                         Hier ist keine endlose Trauer,
but an abiding hope.                               sondern eine immerwährende Hoffnung.

Alto                                               Alt
The moving waters                                  Die erwachenden Fluten
renew the earth.                                   erneuern die Welt.
It is spring.                                      Es ist Frühling.

A Spiritual                                        Ein Spiritual

Chorus and Soli                                    Chor und Soli
Deep river,                                        Tiefer Strom,
my home is over Jordan.                            meine Heimat ist jenseits des Jordan.
Deep river, Lord,                                  Tiefer Strom, Herr,
I want to cross                                    ich will hinüberfahren
over into camp-ground.                             in die ewigen Gründe.

Oh chillun!                                        Oh, Kinder!
Oh, don’t you want to go                           Wollt ihr denn nicht hingehen
to that gospel feast,                              zu dem Gospelfest,
that promised land,                                zu dem Gelobten Land,
that land where all is peace?                      dem Land, wo alles nur Frieden ist?

Walk into heaven,                                  Wollt ihr nicht in den Himmel eingehen,
and take my seat,                                  meinen Platz einnehmen
and cast my crown at Jesus’ feet.                  und meine Krone Jesus zu Füßen legen.
Lord, I want to cross                              Herr, ich will hinüberfahren
over into camp-ground.                             in die ewigen Gründe.

Deep river,                                        Tiefer Strom,
my home is over Jordan.                            meine Heimat ist jenseits des Jordan.
Deep river, Lord,                                  Tiefer Strom, Herr,
I want to cross                                    ich will hinüberfahren
over into camp-ground.                             in die ewigen Gründe.

© 1944 by Schott & Co. Ltd., London
Mit freundlicher Genehmigung Schott Music, Mainz
DIE KÜNSTLER

    DIRIGENTIN   MIRGA GRAŽINYTĖ-TYLA
Mirga Gražinytė-Tyla ist eine der gefragtesten Dirigentinnen
unserer Zeit und gilt als absolute Überfliegerin am Pult. Seit
Sommer 2016 ist sie Musikdirektorin des City of Birmingham
Symphony Orchestra, wo sie in der Nachfolge so großer Diri-
genten wie Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons
steht.
   Geboren 1986 als Kind einer Musikerfamilie in Vilnius, der
Hauptstadt von Litauen, studierte Mirga Gražinytė-Tyla zunächst
Chor- und Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und
darstellende Kunst in Graz. Anschließend vertiefte sie ihre Stu-
dien am Konservatorium in Bologna, an der Musikhochschule
Leipzig und an der Zürcher Hochschule der Künste.
   International machte sie 2012 auf sich aufmerksam, als sie
bei den Salzburger Festspielen mit dem begehrten Young Con-
ductors Award ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr erhielt sie
ein Stipendium beim Los Angeles Philharmonic. In der Folge
wurde sie zunächst Assistentin des dortigen Chefdirigenten
Gustavo Dudamel und später Erste Gast­dirigentin. Parallel
wirkte Mirga Gražinytė-Tyla von 2011 bis 2014 als Kapellmeiste-
rin in Heidelberg und Bern, bevor sie 2015 als Musikdirektorin
ans Landestheater Salzburg wechselte.
   Darüber hinaus wurde sie von zahlreichen Klangkörpern ein-
geladen, darunter das Nationale Sinfonieorchester Litauens,
das hr-Sinfonieorchester, das Mozarteumorchester Salzburg,
der Chor des Bayerischen Rundfunks, das Chamber Orchestra
of Europe beim Lucerne Festival und die Camerata Salzburg.         Mehr über die musikalische Viel-
Auch beim NDR Elbphilharmonie Orchester war sie Anfang die-        falt Großbritanniens sowie ein
                                                                   Porträt über Mirga Gražinytė-Tyla
ses Jahres zu Gast und »trieb das Orchester in neue Höhen«,
                                                                   lesen Sie im aktuellen Elbphilhar-
wie das Hamburger Abendblatt konstatierte.                         monie Magazin – erhältlich im
   Ebenfalls in diesem Jahr erschien Mirga Gražinytė-Tylas        Zeitschriftenhandel und im Shop
Debüt-CD mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra bei         auf der Plaza
der Deutschen Grammophon, wo sie als erste Dirigentin exklu-
siv unter Vertrag steht. Sie umfasst die Sinfonien Nr. 2 und 21
von Mieczysław Weinberg und wurde als maßgeblicher Beitrag
zur Wiederentdeckung des polnischen Komponisten gefeiert,
dem auch die Elbphilharmonie dieser Tage ein eigenes Festival
widmet. Die Aufnahme entstand in Kooperation mit der Kre-
merata Baltica und Gidon Kremer, mit dem sie seit 2013 einen
intensiven künstlerischen Austausch pflegt.
TALISE TREVIGNE                     SOPRAN            FELICITY PALMER                   ALT

Die amerikanische Sopranistin erhielt ihre            Felicity Palmer gilt als eine der herausragen-
Ausbildung an der Manhattan School of Music.          den britischen Sängerinnen ihrer Generation
Noch während ihres Studiums debütierte sie in         und ist gleichermaßen auf der Opernbühne und
Verdis La traviata und als Zerlina in Mozarts Le      im Konzertsaal zu Hause. Regelmäßig gas-
nozze di Figaro. In der laufenden Spielzeit ist sie   tiert sie an den bedeutendsten Häusern welt-
unter anderem an der Lyric Opera of Chicago           weit, darunter das Royal Opera House Covent
und an der Metropolitan Opera in New York zu          Garden in London und die Metropolitan Opera
erleben. Höhepunkte vergangener Spielzeiten           in New York. Sie sang wiederholt bei den BBC
waren ihr Debüt als Micaëla in Bizets Carmen          Proms und war mit den renommiertesten
am Hawaii Opera Theatre und die Titelpartie in        Klangkörpern unserer Zeit unter Dirigenten
Puccinis Madame Butterfly am Theater Basel.           wie Antonio Pappano, Riccardo Muti und Zubin
   Einen weiteren Schwerpunkt legt Talise Tre-        Mehta zu erleben.
vigne auf das zeitgenössische Musiktheater. In           Aktuelle Highlights umfassen ihre Rück-
einer Produktion der BBC war sie in der Titel-        kehr nach Covent Garden in Tschaikowskys
rolle der Uraufführung von Judith Weirs Armida        Pique Dame und die Weltpremiere von Stefan
sowie in der Weltpremiere von Liza Lims The           Wirths Girl With a Pearl Earring am Opernhaus
Navigator beim Melbourne International Fes-           Zürich. Ihre Diskografie beinhaltet eine Auf-
tival in der Regie von Barrie Kosky zu erleben.       nahme von Strauss’ Elektra mit dem WDR Sin-
Mit dem Komponisten Jake Heggie verbindet             fonieorchester unter Semyon Bychkov und Pou-
sie eine lange Zusammenarbeit. So sang sie in         lencs Dialogues des Carmélites mit der English
seiner Oper Moby Dick und brachte den Lied­           National Opera unter Paul Daniel. Mit dem Pia-
zyklus Pieces of 9/11 – Memories from Houston         nisten John Constable und dem Nash Ensemble
zur Uraufführung. Die Sängerin wurde unter            unter Leitung von Sir Simon Rattle sang sie drei
anderem mit dem Royal Philharmonic Society            Alben mit französischen Liedern ein. 2011 wurde
Music Award ausgezeichnet.                            sie zur »Dame of the British Empire« ernannt.
DIE KÜNSTLER

JOSHUA STEWART                    TENOR           BRINDLEY SHERRATT                        BASS

Der in New Orleans geborene Tenor Joshua          Der im nordenglischen Lancashire geborene
Stewart studierte in Philadelphia und war Mit-    Bass ist regelmäßiger Gast an der English
glied des Opernstudios der Bayrischen Staats-     National Opera und am Royal Opera House
oper. Mit dem City of Birmingham Orchestra        Covent Garden, wo er in Rollen wie Sarastro
sang er erst kürzlich Beethovens Neunte Sinfo-    in Mozarts Die Zauberflöte, Sparafucile in Ver-
nie unter der Leitung von Sir Simon Rattle; mit   dis Rigoletto und Fiesco in Simone Boccanegra
der Birmingham Opera Company gab er den           zu erleben war. Beim Glyndebourne Festival
Zinovy in Schostakowitschs Lady Macbeth von       trat Brindley Sherratt als Claggart in Benja-
Mzensk und den Lazarus in der Uraufführung        min Brittens Billy Budd und als Rocco in einer
von Giorgio Battistellis Wake.                    Neuproduktion von Beethovens Fidelio auf. Wei-
   Weitere Rollendebüts umfassen den Trin in      tere Auftritte führten ihn an die Wiener Staats-
Puccinis La fanciulla del West an der Hambur-     oper, die Hamburgische Staatsoper und das
gischen Staatsoper, den Belmonte in Mozarts       Opernhaus Zürich sowie zu den Festspielen
Entführung aus dem Serail mit der Opéra de        von Salzburg und Aix-en-Provence. Er sang mit
Lausanne und der Opéra de Fribourg und den        renommierten Orchestern und Dirigenten welt-
Erzengel in Das Spiel von der Auferstehung des    weit, darunter das Mahler Chamber Orchestra
Herrn von Walter Braunfels mit dem BR Sym-        unter Daniel Harding und die Deutsche Kam-
phonieorchester. Er gastierte bei zahlreichen     merphilharmonie Bremen unter Louis Langrée.
Festivals, etwa in Aix-en-Provence, und ist          Höhepunkte der aktuellen Saison beinhalten
Preisträger des internationalen Gesangswett-      den Commendatore in Mozarts Don Giovanni an
bewerb »Vokal genial«. Darüber hinaus sang er     der Royal Opera und den Geronte de Revoir in
bereits für den schwedischen König Carl Gus-      Puccinis Manon Lescaut an der Metropolitan
taf und Königin Silvia sowie für die ehemaligen   Opera. Neben seiner künstlerischen Arbeit hat
US-Präsidenten George H. W. Bush, Bill Clinton    Brindley Sherratt eine Gastprofessur an seiner
und Barack Obama.                                 Alma mater inne, der Royal Academy of Music.
CITY OF BIRMINGHAM
SYMPHONY ORCHESTRA AND CHORUS
Das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO), seit 2016 unter der Leitung
von Mirga Gražinytė-Tyla, ist eines der führenden Sinfonieorchester Großbri-
tanniens. Es hat seinen Stammsitz in der Symphony Hall der zentraleng­lischen
Metropole – mit etwa einer Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Ver-
einigtes Königreiches – und gibt jährlich mehr als 150 Konzerte in Birming-
ham, innerhalb Großbritanniens und im Ausland. Darüber hinaus managt es vier
Chöre, ein Jugendorchester und ein Lern- und Mitmachprogramm, das jedes
Jahr über 80.000 Menschen erreicht.
   Gegründet wurde das CBSO 1920; Edward Elgar dirigierte das erste Sinfonie­
konzert. Das Orchester nähert sich also seinem 100. Jubiläum im Jahr 2020, das
es mit zahlreichen Konzerten im In- und Ausland feiert. Ein weiterer Meilenstein
war 1962 die Weltpremiere von Benjamin Brittens War Requiem unter der Leitung
des Komponisten in der nach dem Krieg neu gebauten Kathedrale von Coventry.
DIE KÜNSTLER

1980 berief das CBSO den damals 25-jährigen Simon Rattle zu
seinem Chefdirigenten, der bald weltweit von sich und dem
Orchester reden machte. Seine Nachfolger Sakari Oramo und
Andris Nelsons fuhren fort, den weltweiten Ruf zu festigen. Mit
umfangreichen Tourneen, Aufnahmen und ihrem Engagement
für Neue Musik bauten sie auf dem bisher Erreichten auf und
entwickelten auch Rattles gemeinnützige Pionierarbeit weiter.
   Das CBSO trat in vielen bedeutenden Konzertsälen und bei
Festivals weltweit auf, darunter das Lucerne Festival und die
BBC Proms, die Salzburger Festspiele und das Festival Mostly
Mozart in New York. Auch mit seinen Aufnahmen setzte es Mei-
lensteine: 2008 kürte das Magazin Gramophone die Aufnahme
von Camille Saint-Saëns’ sämtlichen Klavierkonzerten zur bes-
ten Aufnahme klassischer Musik der letzten 30 Jahre.
   Aus dem Orchester heraus hat sich unter Simon Rattles
Ägide die Birmingham Contemporary Music Group gebildet,
die gestern das Festival »Britain Calling« eröffnete. Auch der
CBSO Chor wird inzwischen eigenständig gefeiert. Unter der
Leitung von Simon Halsey tritt er regelmäßig mit dem Orchester
auf und ist auch international gefragt. Er sang mit den Wiener
und den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw
Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra und bei der Eröff-
nung der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Und auch um die
Ausbildung und Förderung junger Musiker kümmert sich das
CBSO: mit eigenen Kinder- und Jugendchören und dem CBSO
Jugendorchester.
BESETZUNG

CITY OF BIRMINGHAM SYMPHONY ORCHESTRA
VIOLINE I              Helen Roberts                   FAGOTT
Ania Safonova          Laura Galletta                  Nikolaj Henriques
Jonathan Martindale                                    Samuel Brough
Andrew Harvey          VIOLONCELLO                     Margaret Cookhorn (Kontrafagott)
Philip Brett           Eduardo Vassallo
Laia Braun             Sarah Berger                    HORN
Jane Wright            David Powell                    Elspeth Dutch
Ruth Lawrence          Miguel Fernandes                Finlay Bain
Kate Oswin             Lorenzo Meseguer Luján          Mark Phillips
David Gregory          Jacqueline Tyler                Jeremy Bushell
Stefano Mengoli        Helen Edgar                     Martin Wright
Mark Robinson          Catherine Ardagh-Walter         Oliver Johnson
Colette Overdijk       Jonathan Pether                 Fabian van de Geest
Kirsty Lovie           Joss Brookes
Katharine Gittings                                     TROMPETE
Catherine Chambers     KONTRABASS                      Jonathan Holland
Wendy Quirk            Anthony Alcock                  Richard Blake
                       Julian Atkinson                 Jonathan Quirk
VIOLINE II             Damián Rubido González
Peter Campbell-Kelly   Jeremy Watt                     POSAUNE
Kate Suthers           Sally Morgan                    Richard Watkin
Moritz Pfister         Mark Goodchild                  Anthony Howe
Catherine Arlidge      Julian Walters                  David Vines (Bassposaune)
Charlotte Skinner      David Burndrett
Cassi Hamilton                                         TUBA
Gabriel Dyker          FLÖTE                           Graham Sibley
Timothy Birchall       Marie-Christine Zupancic
Bryony Morrison        Veronika Klirova                PAUKEN
Georgia Hannant        Rosie Bowker (Piccolo)          Matthew Hardy
Amy Littlewood
Eloise Prouse          OBOE                            SCHLAGWERK
Adam Hill              Emmet Byrne                     Adrian Spillett
Kate Lindon            Eugene Feild                    Andrew Herbert
                                                       Toby Kearney
VIOLA                  ENGLISCHHORN                    Cliff Pick
Chris Yates            Rachael Pankhurst               James Bower
Adam Romer
Michael Jenkinson      KLARINETTE                      HARFE
Catherine Bower        Oliver Janes                    Alma Klemm
David BaMaung          Joanna Patton                   Rosanna Rolton
Angela Swanson         Mark O’Brien (Bassklarinette)
Amy Thomas                                             KLAVIER / CELESTA
Louise Parker          SAXOFON                         Ben Dawson
Elizabeth Fryer        Kyle Horch
Jessica Tickle
CBSO CHORUS
CHORDIREKTOR              Helen Chamberlain*         Allen Roberts*
Simon Halsey              Louise Davis               David Roper
                          Rebekka Dickinson          Rob Sotillo
SOPRAN                    Becky Drew                 Neil Souter
Anna Allsop*              Catherine Duke**           Ben Squire
Rachael Bayliss           Sarah Ennis****            Edward Sykes
Felicity Beal             Rosie Fergusson            Yeshurun Tanna
Sarah Beedle*             Gill Fletcher*             Hugh Thomson**
Sarah Charista            Sylvia Fox***              David Young
Dianne Charles***         Judy Frodsham***
Helen Davies*             Christine Giles***         BASS
Sheila Davies***          Hazel Hughes****           Lawrence Bacon***
Kate Dodds                Sheila Koch***             Phil Beynon*
Lisa Elkington Bourne**   Clare Langstone*           Martin Brown
Lynne Evans**             Valerie Lewis*             Patrick Charles
Catherine Foster          Joan Lilburn               Tom Considine
Elizabeth Haines          Kate Marriott*             Julian Davey*
Prue Hawthorne***         Bryony Martin              Mike Dernie**
Daisy Hibberd             Josephine Mesa Bandrés**   Dominic Edgar
Robyn Jennings**          Moyra Morton*              Richard Fulbrook*
Catherine Lander          Anna Parker                Andrew Halstead
Alexandra Lewis           Elizabeth Parkin*          Damon Huber
Gillian Machin**          Christina Warner****       Anthony Jones
Eluned Mansell            Rosemary Watts**           Peter Leppard**
Ella McNamee              Jeanette Wong              Chris O’Grady*
Alison Needham            Toni Wright*               Andrew Packer****
Clare Noakes*             Alison York***             Andrew Parker*
Nicole Plowman                                       Neil Parker
Kate Riemer               TENOR                      Stuart Pauly
Sarah Rees                Charles Barwell*           Richard Prew***
Sarah Russell             Millar Bownass***          Phil Rawle****
Marion Scholey**          Rahul Chotai               Calum Robarts
Jean Scott***             Richard Cook***            Barney Stevens
Helen Smallwood**         James David                Gordon Thornett***
Claire Spencer            Pete Davies*               Alan White
Wendy Spinner*            Jamie Farrow               Tony Whitehouse
Diane Todd***             David Fletcher*
Emma Warren               Paul Glossop***
Katherine Woolley         Dale Harris                   * Mitglied seit 10 Jahren (Bronze)
                          Cliff Haresign               ** Mitglied seit 20 Jahren (Silber)
ALT                       Ed Harrisson                *** Mitglied seit 30 Jahren (Gold)
Anne Almond**             Richard Jackson            **** Mitglied seit 40 Jahren (Rubin)
Alison Bownass***         Robin Lewis**
Kath Campbell****         Neavan Lobban
Christine Chadwick**      Howard Marriott*
TIPP

EVA REITER DARKER THAN BLACK
Wenn Sie im heutigen Konzert Gefallen an britischer Musik gefun-
den haben, gibt es gleich übermorgen die Gelegenheit, noch tiefer
in die Musikgeschichte der Insel einzutauchen. Schon um 1600
wirkte dort der erste Singer-Songwriter der Welt. So ließe sich
John Dowland getrost bezeichnen, der berührende Liebeslieder
schrieb, so hingebungsvoll leidend wie später der Blues. Da passt
es gut, dass Eva Reiter (Foto) – Gambistin und aktuelle Residenz-
künstlerin der Elbphilharmonie – seine Songs mit dezenter E-Gi-
tarren-Begleitung aufführt. Dazu erklingen melancholische Lie-
der heutiger Komponisten. Motto: Darker than Black.

9. Oktober 2019 | Darker than Black
Details und Tickets auf www.elbphilharmonie.de

                 Es ist nicht gestattet, während des Konzerts zu filmen oder zu fotografieren.

                 IMPRESSUM
                 Herausgeber: HamburgMusik gGmbH
                 Geschäftsführung: Christoph Lieben-Seutter (Generalintendant), Jochen Margedant
                 Redaktion: Clemens Matuschek, Simon Chlosta, Laura Etspüler, Janna Heider
                 Lektorat: Reinhard Helling
                 Gestaltung: breeder typo – alatur, musialczyk, reitemeyer
                 Druck: Flyer-Druck.de

                 Anzeigen: Antje Sievert, +49 40 450 698 03, antje.sievert@kultur-anzeigen.com

                 BILDNACHWEIS
                 Last Night of the Proms (WDR); Benjamin Britten, 1959 (Hans Wild); Michael Tippett, 1974
                 (The Telegraph); Herschel Grynszpan, 1938 (Bundesarchiv); Michael Tippett (unbezeichnet);
                 Mirga Gražinytė-Tyla (Frans Jansen); Talise Trevigne (Nicholas Korkos); Felicity Palmer
                 (Robert Workman); Joshua Stewart (Gabriel Wolf); Brindley Sherratt (Sussie Ahlburg);
                 City of Birmingham Symphony Orchestra (Ben Ealovega); Eva Reiter (Moritz Schell)
WIR DANKEN UNSEREN PARTNERN

PRINCIPAL SPONSORS   PRODUCT SPONSORS                   FÖRDERSTIFTUNGEN
BMW                  Coca-Cola                          Kühne-Stiftung
Montblanc            Hawesko                            Körber-Stiftung
SAP                  Lavazza                            Hans-Otto und
Julius Bär           Meßmer                             Engelke Schümann Stiftung
Deutsche Telekom     Ricola                             Haspa Musik Stiftung
                     Ruinart                            Hubertus Wald Stiftung
                     Störtebeker                        G. u. L. Powalla Bunny’s Stiftung
                                                        Cyril & Jutta A. Palmer Stiftung
                                                        Mara & Holger Cassens Stiftung
                     CLASSIC SPONSORS                   Programm Kreatives Europa
                     Aurubis                            der Europäischen Union
                     Bankhaus Berenberg
                                                        Stiftung Elbphilharmonie
                     Commerzbank AG
                     DZ HYP                             Freundeskreis Elbphilharmonie
                     Edekabank                          + Laeiszhalle e.V.
                     GALENpharma
                     Gossler, Gobert & Wolters Gruppe
                     Hamburg Commercial Bank
                     Hamburger Feuerkasse
                     Hamburger Sparkasse
                     Hamburger Volksbank
                     HanseMerkur Versicherungs-
                     gruppe
                     Jyske Bank A/S
                     KRAVAG-Versicherungen
                     Wall GmbH
                     M.M.Warburg & CO

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                   Julius Bär ist Principal Sponsor
                   der Elbphilharmonie Hamburg.

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