Die Schweiz - das Wasserschloss Europas - Thema "Wasser" auf map.geo.admin.ch - sCHoolmaps.ch

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Die Schweiz - das Wasserschloss Europas - Thema "Wasser" auf map.geo.admin.ch - sCHoolmaps.ch
Die Schweiz – das Wasserschloss
Europas – Thema “Wasser” auf
map.geo.admin.ch
Wie der Tagesaktuelle Artikel im Bund, “Als könnte man durch die Flüsse waten”,
ausführt, ist Wasser auch dieses Jahr ein zentrales Thema in der Schweiz. Auf den
Rekordsommer folgt der Rekordherbst. Besonders Bäume und Fische leiden unter
dem Regenmangel (Zitat der Bund vom 19.10.2018). Wie kann ich als Lehrperson
das Thema Wasser anschaulich, mit den digitalen Karten des Bundes, und
Hintergrundinformationen verstehen und visualisieren?

Die Schweiz gilt als das Wasserschloss Europas. Rund 6% der
Trinkwasserreserven des Kontinents befinden sich in der Schweiz, und 4% der
Gesamtfläche des Landes entfallen auf Seen und Flüsse. Mit dem Rheinfall
verfügt die Schweiz über den grössten Wasserfall Europas, und die Mauer des
Grande-Dixence-Stauses im Wallis zählt mit 285 Metern zu den höchsten
Staumauern der Welt.

Die vier Flüsse Rhone, Rhein, Inn und Tessin haben ihre Quelle alle in den
Schweizer Alpen und fliessen in unterschiedliche Meere. Es gibt in der Schweiz
über 1500 Seen. Viele davon gehen auf Vertiefungen der Gletscher zurück,
welche sich während der letzten Eiszeit gebildet haben. Der Genfersee im
französisch-schweizerischen Grenzgebiet ist der grösste See Mitteleuropas. Der
grösste See innerhalb der Schweiz ist der Neuenburgersee.
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Wegen der Klimaerwährmung schmelzen die Gletscher und das Klima im
Alpenland verändert sich stark. Die Wasserreserven sind dadurch in Zukunft
gefährdet (Blaser A.; Kernen U.; Moser-Léchot, V. D., Die Schweiz Verstehen,
2018). Zu Allen, oben im Text hervorgehobenen Begriffen, finden Sie auf
map.geo.admin.ch digitale Karten unterschiedlicher Bundesämter, mit welchen
Sie Ihren Unterricht anschaulich gestalten können.

Beispiel: Hochwasser Gefahrenstufen Bundesamt für Umwelt:

       Thema “Wasser” auf map.bafu.admin.ch
       Thema Wasser in der Schweiz (Bundesamt für Umwelt)
       Das Wasserschloss der Schweiz steht unter Beschuss (2017)
       Folge der Trockenheit auf map.geo.admin.ch

Staunanlagen des Bundesamts für Energie:
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Gletscherschmelze auf den digitalen Karten von swisstopo: Morteratschgletscher
– Ein Eisriese verschwindet

Der lange Morteratschgletscher hat sich seit Beginn der Messungen im Jahre
1878 ununterbrochen zurückgezogen. Im Durchschnitt beträgt der Rückgang 16
Meter/ Jahr. In wärmeren Phasen (1935 bis 1965) wurde ein Rückgang bis zu 48
Meter pro Jahr gemessen. Seit den 1990-er Jahren ist eine Verstärkung des
Schwundes zu verzeichnen. Die erste Publikation der Siegfriedkarte und das
Orthofoto von 2009 zeigen uns seinen Rückzug:

Bild
Wasserschloss: http://naturschutz.ch/news/das-wasserschloss-europas-steht-unter
-beschuss/114154 unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de

Reicht es für einen Sprung ins
Wasser? Wassertemperatur der
Flüsse (BAFU)
Copyright Bild: Shutterstock.com

Die digitale Karte des Bundesamtes für Umwelt liefert einen Überblick über die
aktuellen Wassertemperaturen in den Schweizer Flüssen (Maxima der letzten 24
Stunden):

Link auf die Karte: map.geo.admin.ch

Mögliche Aufgabe an SuS, finde die Schwimmbäder auf dem Luftbild in deiner
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Umgebung und schicke einen Kurzlink (Permalink) per Email an deine
Lehrperson:

z.B. das Marziliquartierschwimmbad in Bern:

2.) Finde dann die Wassertemperatur auf der Karte des BAFU zum Fluss: Aare:
Link – schicke das Ergebnis an deine Lehrperson.

Hilfe: Wo finde ich den aktuellen Messwert der Wassertemperatur des Flusses
“Aare”? Hier:

“SchweizMobil” – Skatingland,
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Wanderland, Mountainbikeland,
Veloland – Schweiz (Bundesamt
für Strassen, Kanton)
“SchweizMobil” – Skatingland, Wanderland, Mountainbikeland, Veloland –
Schweiz (Bundesamt für Strassen, Kanton)

Biken, Skaten, Wandern, oder Velofahren. Den eigenen Sportunterricht
anreichern mit interessanten Velostrecken, Skatingrouten, die
Schulexkursionen mit Wandertouren. map.geo.admin.ch macht es seit neuestem
möglich. Sehr gut lassen sich solche “Outdooraktivitäten” auch mit dem GPS-
Tracking verbinden:

Weiterführende Ideen:

https://www.schoolmaps.ch/2015/11/12/unterrichtsidee-fuer-sportleiter-selfie-ol/

Kuriose Karte – Weltweit – Marine
Traffic und gestrandete Öltanker
Gestrandete Öltanker
Weil die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen durch die Coronakrise drastisch
gesunken ist, sind viele Öltanker zurzeit geankert. An welcher Küste die Schiffe
angelegt sind, kann man auf der Webseite Marine Traffic in Echtzeit sehen.
Beschränke dazu mit den Filtern die Schiffsart auf «Tanker» und den Status auf
«Anchored» («geankert») (watson Beitrag vom 21.05.2020 – “Diese Beiträge
zeigen wie Corona die Welt auf den Kopf gestellt hat“):
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MarineTraffic is the world’s leading provider of ship tracking and
maritime intelligence.

Copyright Image: Marine Traffic

sehen Sie auch die weltweite Karte von geo.admin.ch: test.map.geo.admin.ch:
siehe auch: die Zulieferketten/Einkauf (Zulieferer und ihre gechickte
Platzierung durch den Einkauf macht rund 80% des Mehrwerts aus bei der
Porsche AG/ 11% der Zulieferer sind in China, Italien und Spanien und mussten
ihre Kapazitäten anpassen in der Coronapandemie) von der Porsche AG in Zeiten
von Covid-19 “05/22/2020 – No production is possible without components. How
do employees in the Procurement department and the plants make sure that all
parts reach the factories on time, despite the applicable restrictions?”: Link

Abenteuer in aller Welt erleben
mit Google Earth Education und
test.map.geo.admin.ch!

Earth Voyager
Mit der neuen Voyager-Funktion in Google Earth werden Touren eindrucksvoll
visuell und mit raumbezogenen Geodaten präsentiert. Erleben Sie faszinierende
3D-Flüge über Sehenswürdigkeiten und Städte wie London, Tokio und Rom. Mit
Street View können Sie sich die Orte anschließend aus nächster Nähe ansehen.
Voyager bietet Ihnen eine neue Sicht auf die Welt. Unsere Partner, darunter
National Geographic und PBS, präsentieren einmalige Touren samt Vorschlägen
für den Unterricht.

Voyager öffnen

Interaktive Abenteuer in aller Welt erleben: Link zu den Unterrichtseinheiten von
Google Earth Education
Oder nutzen Sie hierzu den neuen, weltweiten Testviewer von map.geo.admin.ch:
test.map.geo.admin.ch

Mögliches Lehrszenario zu obigem Kartenausschnitt (mit Fragen an SuS):

“Exploring Middle East”

The tour begins at an altitude of 2020 meters with observation and explanation on the
mountains of Lebanon, the Upper Galilee, Syria and the Golan Heights, and ends with the
fascinating story of the Battle of Mount Hermon – “The Eyes of the State of Israel” (Link). –
Unser Beduine und Guide durch die Region (sein Name ist Mohamad) nimmt uns mit auf
eine Tour:

         Einstieg “Messen auf einem Kartenviewer”: Wieviele km sind es von
        Beirut nach Damaskus? Wie lange brauche ich mit dem Auto? Von
        Beirut nach Zypern ist es wie weit? Wo kann ich von Beirut aus
        Skifahren gehen? Wie hoch ist das Bergmassiv? (Link / siehe auch: Link
        zum Skigebiet)
         Der Libanon ist von wievielen Ländern umschlossen?
         In welchem Land/Ländern befindet sich das “Tote Meer“?
         Was bedeutet das Wort “Beduine“? In welchen Ländern leben “Beduinen”? (siehe
        auch: http://phzh.educanet2.ch/arabhalbi6/.ws_gen/?19)
Copyright: Link

        In welcher Grossregion liegen die Länder: Jordanien, Libanon und
       Syrien? (siehe hierzu z.B.: Link)
       Was sind die “Palestinian Territories”? Was kennzeichnet eine “Nation”?
       Wieso finde ich die “Palestinian Territories” z.B. auf GoogleMaps nicht?
       Wie sind diese auf Google Maps angeschrieben?
        Wer ist Mahmud Abbas (arabisch ‫ﻣﺤﻤﻮد ﻋﺒﺎس‬,)? Welche Rolle hat er?
       Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen (UN) in dieser Region?
       Was ist das Nahost-Quartett (Link)?
        Am Ende – Diskussion: Wer macht Karten? Können Karten ändern?
       Wann ist dies der Fall?

siehe auch:

       National                                                  Geographic:
       https://www.nationalgeographic.org/idea/people-wildlife-india/
       Antarctica entdecken: Link
       Geschichte USA – Native-land map (Native Land Digital): Link
/OpenStreetMap
       Rahmenvertrag zwischen Google und educa.ch: Link zur
       Medienmitteilung (04.2020)

siehe auch: aus aktuellem Anlass: Einsatz von Karten in den Medien:

SRF und Explosion im Hafen von Beirut (Swipie etc.)

https://goo.gl/maps/GBDXAEaiD6LVRsSt8

Aufgabe an die SuS finde auf der digitalen Karten den Flughafen Beiruts: Link

Rapid Mapping Dienstleistungen von swisstopo: Link

Besser leben mit weniger Lärm

Besser leben mit weniger Lärm
Das Bundesamt für Umwelt BAFU ermittelt mit Hilfe der Daten und Modelle von
swisstopo die Lärmbelastung in der Schweiz. Es berechnet auch künftige
Immissionen und erarbeitet gezielte Strategien zur Lärmreduktion.

An manchen Orten in der Schweiz ist es (zu) laut: Tagsüber ist jede siebte und
nachts jede achte Person in unserem Land schädlichem oder lästigem
Strassenlärm ausgesetzt – trotz grosser Anstrengungen bei der Bekämpfung des
Lärms.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlicht auf map.geo.admin.ch
verschiedene Karten zum Thema «Lärm» – zum Beispiel die Lärmbelastung durch
Strassenverkehr zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten oder durch Eisenbahn,
Helikopter und Flugzeuge. Betrachtet man die Karten, fällt einem die
Konzentration des Lärms in der Agglomeration auf. Hier wohnen mehr als 90
Prozent der Menschen, die von Lärm betroffen sind.

Wie und was wird gemessen?

Für die Ermittlung der Lärmbelastung wurde die Lärmdatenbank sonBASE
entwickelt. Auf der Basis eines geografischen Informationssystems (GIS) kann
damit die Lärmbelastung in der ganzen Schweiz modelliert, abgeschätzt und
visualisiert werden. Andreas Catillaz, stellvertretender Sektionschef beim BAFU,
erklärt, was man dafür braucht: «Wir haben eine
Vielzahl von georeferenzierten Daten verschiedener Bundesämter, Bahnbetreiber
und Ingenieurbüros. Diese Daten fügten wir zusammen und speisten sie ein. Die
Qualität und Quantität verfügbarer Daten wird in Zukunft weiter zunehmen.»

Die Resultate sind einerseits eine so genannte Rasterkarte mit einer
Pixelauflösung von zehn Mal zehn Metern und anderseits eine Beurteilung der
Lärmbelastung an definierten Fassadenpunkten jeweils aller Häuser getrennt für
den Tag (6 bis 22 Uhr) und die Nacht (22 bis 6 Uhr). Eine schweizweite
Lärmberechnung für den Eisenbahn-, Strassen- und eventuell auch Flugverkehr
wird alle vier bis fünf Jahre durchgeführt.

Lärmdaten für die ganze Schweiz

Für seine Berechnungen nutzt das BAFU verschiedene Datensätze und Modelle
von swisstopo, nämlich das Höhenmodell swissALTI3D, das Topografische
Landschaftsmodell swissTLM3D sowie die Gebäudedaten swissBUILDINGS3D.
«Weil der Bund diese Daten erhebt und pflegt, sind sie homogen für die ganze
Schweiz vorhanden. Das ist für uns ein grosser Vorteil und erleichtert uns die
Arbeit enorm. Wir hätten sonst erheblich mehr Aufwand und Kosten», ist Andreas
Catillaz überzeugt.

Tempo 30 wirkt

Was tun, wenn es zu laut ist? Bauliche Vorkehrungen in Form von
Lärmschutzwänden sind aufwändig, teuer und unter Umständen wenig effektiv.
Eine wirksame Massnahme ist hingegen die Drosselung des Lärms an der Quelle:
Strassengestaltung, lärmarme Strassenbeläge, leise Reifen und die Reduktion der
Geschwindigkeit. Gilt Tempo 30 anstatt Tempo 50, reduzieren sich die
Lärmemissionen um rund drei Dezibel. Das entspricht einer Halbierung des
Verkehrs.

Städte akustisch gestalten

Dank den Lärmdaten des BAFU kann nicht nur der Lärm reduziert werden: Sie
leisten auch wertvolle Dienste bei der akustischen Gestaltung von Städten. Diese
gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Rede ist vom «Stadtklang»,
hervorgerufen durch die akustischen Materialeigenschaften von Böden, Fassaden,
Gebäuden und Gestaltungselementen. Denn die Stadt der Zukunft soll nicht nur
gut aussehen, sondern auch gut klingen.

20   Jahre   KOGIS,    Koordination,
Geoinformation und Services
Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination,
Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination
im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton
eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS
entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem
Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin
und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal
map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen
Nutzen für alle stiftet.

Mehr über KOGIS

Weitere Informationen
       map.geo.admin.ch, Stichwort “Lärm”
       Die Lärmkarten des BAFU
       Strassenverkehr: Besser schlafen dank Tempo 30, Artikel im des BAFU
vom 29.5.2019
       Wie klingt die Stadt von morgen? Artikel auf nextroom.at vom 8.4.2017

Ökomorphologie                –
Gewässerschutz/Gewässeruntersuc
hung und -bewertung – Bundesamt
für Umwelt
Um die Gewässer umfassend schützen zu können, muss ihr Zustand bekannt sein.
Das Modul-Stufen-Konzept bildet den Rahmen für eine standardisierte
Gewässeruntersuchung und -bewertung. Das Konzept ist modular aufgebaut und
umfasst Untersuchungen der Hydrologie, Struktur der Gewässer
(Ökomorphologie), Wasserchemie und Ökotoxikologie sowie der
Lebensgemeinschaften von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen (Biologie).Im
Modul Ökomorphologie werden die strukturellen Eigenschaften der Bäche und
Flüsse ganzer Regionen (z.B. Kantone, Regionen, Gemeinden) flächendeckend
(Stufe F) untersucht. Der Layer «Abschnitte» zeigt die Klassifizierung der
einzelnen Fliessgewässerabschnitte von natürlich bis künstlich und eingedolt
(Referenzgeometrie VECTOR25 GWN). Diese Einteilung erfolgt anhand der
summarischen Beurteilung ökologisch bedeutsamer Merkmale wie beispielsweise
der Beschaffenheit des Uferbereiches:

siehe auch: Link
«FILM AB!» Für den GEO-Beruf

«FILM AB!»
ORIGINAL-VERSION HD 22 MINUTEN

Der Film präsentiert die spannende GEO-Berufswelt. Interviews und
Praxisbeispiele zeigen Ihnen die faszinierende Welt der Geomatiker und
Geometerinnen. In der GEO-Branche finden viele nicht einfach einen Job, sondern
ihre Berufung.

Link auf die Webseite mit dem Film
«Vollladen, bitte!»

«Vollladen, bitte!»
Das Bundesamt für Energie BFE hat in Zusammenarbeit mit den Betreibenden
von Ladeinfrastruktur und swisstopo eine Datengrundlage geschaffen, die eine
schweizweite Übersicht der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ermöglicht –
in Echtzeit.

Elektrofahrzeuge sind umweltfreundlich, leise und weiter auf dem Vormarsch.
Gemäss der «Roadmap Elektromobilität» des Bundesrats soll der Anteil an
Elektrofahrzeugen bei den Neuwagen bis zum Jahr 2022 auf 15 Prozent erhöht
werden. Diese Fahrzeuge tanken Strom – und dafür braucht es Tank-
beziehungsweise Ladestellen.

Die Plattform ich-tanke-strom.ch zeigt eine Übersicht der Ladestationen der
schweizweit grössten Ladenetzwerke. Dort sieht man die Verfügbarkeit in
Echtzeit: Steckt jemand einen Stecker in die Station, wird das Signal innerhalb
weniger Sekunden auf der Karte angezeigt. Derzeit sind beinahe 2000 Standorte
in der ganzen Schweiz erfasst – und es werden laufend mehr.

Daten sind öffentlich verwendbar

Das Bundesamt für Energie BFE hat die Grundlage für diese Plattform in
Zusammenarbeit mit swisstopo und der Branche geschaffen. Sie ist offen
verwendbar – und das war eine Bedingung, wie Martin Hertach, Leiter Dienst
Geoinformation beim BFE, erzählt: «Die Branche wünschte vom Bund, dass er
diese Grundlage erstellt, und wir sagten, wir machen das – aber nur, wenn die
Branche einverstanden ist, die Daten als Open Government Data zur Verfügung
zu stellen. Dafür haben wir mit jedem Betreiber einer Ladestation, die abgebildet
ist, eine schriftliche Vereinbarung getroffen.»

Dass die Daten öffentlich zugänglich sind, ermöglicht weitere Anwendungen. «Sie
kommen auch in der Forschung zum Einsatz, die unter anderem den Fortschritt
des Umbaus unseres Energiesystems ermittelt und analysiert, wie sich die
Elektromobilität in der Schweiz entwickelt», berichtet Martin Hertach. Für die
Wirtschaft eröffnen sich ebenfalls interessante Perspektiven: «Möglich ist zum
Beispiel eine Analyse von Einzugsgebieten, in denen man die wirtschaftliche
Wertschöpfung messen kann. Auch sozioökonomische Themen können behandelt
werden. So kann eine grössere Dichte an Elektrofahrzeugen darauf hindeuten,
dass in diesem Gebiet mehr Menschen mit höherem Einkommen wohnen.»

Echtzeit-Daten: eine Premiere

Die Verwendung von Echtzeit-Daten war sowohl für das BFE wie auch für
swisstopo aus technologischer Sicht etwas Neues. «Mit fortschreitender
Digitalisierung werden Echtzeit-Daten immer wichtiger», ist Martin Hertach
überzeugt. «Für uns wie für swisstopo war das eine super Gelegenheit, Know-how
zu sammeln und ein konkretes Projekt umzusetzen.» Herausforderungen gab es
allerdings: «Wir haben viele verschiedene Datenquellen verwendet und Daten
verschiedener Betreiber von Ladestationen. Da mussten wir eine gemeinsame
Sprache finden.»

Roaming, wie beim Handy

Als Elektroautofahrer/in ist man Kundin oder Kunde von einem der grossen
Ladenetzwerkbetreiber. Kann man in dem Fall nur an bestimmten Stationen
Strom tanken? Martin Hertach: «Nein. Man hat die App seines Betreibers auf
dem Handy sowie weitere Apps von anderen Betreibern. So findet man garantiert
eine Station, an der man laden und bezahlen kann, meistens über das Roaming
des eigenen Anbieters oder mit Kreditkarte. Welchen Preis man zahlt, ist
abhängig von der App, die man benutzt.»

Roaming, das kennt man vom Handy. Wie funktioniert es bei den Ladestationen?
«Eigentlich genau gleich», erklärt Martin Hertach. «Wenn ich swisscom-Kunde
bin, mir aber gerade nur das sunrise-Netz zur Verfügung steht, kann ich trotzdem
wie gewohnt telefonieren oder Daten austauschen. Das ist möglich dank dem
Roaming unter den Anbietern. Ein ähnliches System besteht zwischen den
Anbietenden von Ladeinfrastruktur. Die Anbietenden tauschen also bereits Daten
untereinander aus und nutzen dafür eine gemeinsame Sprache. Das war ein
echter Glücksfall. Ansonsten hätten wir mit allen Betreibern, teilweise
internationalen Firmen, einen neuen Austauschstandard erarbeiten,
vernehmlassen und implementieren müssen. Wir hätten zwei Jahre länger
gebraucht, und es wäre auch viel teurer geworden.»

20   Jahre   KOGIS,    Koordination,
Geoinformation und Services
Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination,
Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination
im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton
eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS
entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem
Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin
und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal
map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen
Nutzen für alle stiftet.

Mehr über KOGIS

Weitere Informationen
       Roadmap Elektromobilität
       ich-tanke-strom.ch
       Ich-tanke-strom.ch zeigt Verfügbarkeit von Ladestationen in Echtzeit,
       Medienmitteilung vom 25.9.2019
       Website des Bundesamts für Energie BFE
       Website electro suisse mit Infos zu Fahrzeugen und Infrastruktur
       Website Schweizer Forum Elektromobilität
Amtliches   Verzeichnis     der
Gebäudeadressen (swisstopo)

Amtliches   Verzeichnis     der
Gebäudeadressen (swisstopo)
Neu kann im Kartenviewer des Bundes der Geobasisdatensatz Nr. 197:
«Amtliches Verzeichnis der Gebäudeadressen» visualisiert werden, der sich unter
der Zuständigkeit von swisstopo im Aufbau befindet. Der Datensatz beinhaltet
sämtliche Adressen der Schweiz: Gebäude mit Wohnnutzung, Arbeitsstätten
sowie Gebäude von allgemein öffentlichem Interesse müssen zwingend im
amtlichen Verzeichnis der Gebäudeadressen erscheinen.

Link auf die Karte: map.geo.admin.ch

Die Adresse ist das im Alltag und in der Wirtschaft am häufigste genutzte
Geolokalisierungsmittel. Im amtlichen Verzeichnis der Gebäudeadressen ist jeder
Gebäudeeingang eindeutig identifiziert und mit einer ebenso eindeutigen
Gebäudeadresse versehen. Die aktuell auf map.geo.admin.ch sichtbaren
Gebäudeadressen basieren auf Daten des Gebäude- und Wohnungsregister (GWR)
und der amtlichen Vermessung

Mögliche Fehler im bestehenden Verzeichnis der Gebäudeadressen können über
den Knopf “Problem melden” im Kartenviewer des Bundes gemeldet werden.

Der Zugang zu den Daten ist auch über die Webdienste des Geoportals Bund
(Kartendienst WMS und API REST Services) möglich. Der Download von Daten
für deren Nutzung ausserhalb von Webdiensten (Nutzung in offline Systemen,
Datenbanken u.s.w.) und weitere Informationen finden Sie unter
https://www.cadastre.ch/de/services/service/registry/building.html
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