Februar - 8. März 2020 - Landesmuseum für Kunst & Kulturgeschichte
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2
Die World-Press-Photo-Ausstellung zeigt
die rund 150 preisgekrönten Aufnahmen
des weltweit größten und wichtigsten Wett
bewerbs für Pressefotografie. Im 62. Jahr
hatten etwa 4.700 Fotoreporter*innen aus
129 Ländern fast 79.000 Bilder eingereicht.
Informationen zur Ausstellung 6
Interview mit John Moore 10
Öffentliche Führungen 16
Informationen zum Schulprogramm 18
Sonderschau „Everyday Africa“ 22
Veranstaltungsübersicht 34
Rahmenprogramm ab 38
Dankesworte und Impressum 66
Titelbild:
World Press Photo 2019 | Pressefoto des Jahres
„Crying Girl on the Border“ | John Moore, Getty Images3 1. Preis Einzel, Kategorie Umwelt „Akashinga – The Brave Ones“, Brent Stirton, Getty Images, Südafrika Das Bild zeigt Petronella Chigumbura, die in Zimbabwe zusammen mit anderen Frauen die Wilderei bekämpft.
4
World Press Photo
„Story of the Year“
und 1. Preis K ategorie
Spot News
„The Migrant Caravan“,
Pieter ten Hoopen,
Agency VU/Civilian Act,
Niederlande
Teilnehmer des Flücht-
lingstrecks rennen
zu e inem Lkw, der
einige von ihnen nach
Tapanatepec, Mexiko,
mitnimmt.5 Herzlich willkommen bei der World-Press-Photo-Ausstellung 2019. Wir freuen uns, Ihnen zum mittlerweile fünften Mal die Ausstellung der weltbesten Pressefotos im Oldenburger Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte präsentieren zu dürfen. Anlässlich unseres kleinen Jubiläums zeigen wir Ihnen neben den 150 Aufnahmen, die beim Wettbewerb um das „Presse- bild des Jahres“ ausgezeichnet wurden, auch die Sonderschau „Everyday Africa“. Und wie in den Vorjahren haben wir erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm für Sie organisiert. Über all dies möchten wir Sie in dieser Broschüre informieren.
6
Hier ist die Ausstellung zu sehen
Foto: Andreas
Adresse: Parken: Hinter dem Prinzenpalais (Zufahrt
Burmann
Schloss Oldenburg über Huntestraße) befindet sich ein großer
Schlossplatz 1 Parkplatz. Nächstgelegenes P arkhaus:
Oldenburg Schlosshöfe. Fahrradständer befinden sich
im Schlossinnenhof.
Ausstellungszeitraum & Öffnungszeiten:
15. Februar – 8. März 2020 ÖPNV: Vom ZOB am Bahnhof fahren mehrere
Dienstag – Sonntag: 10 –18 Uhr Buslinien direkt zur Haltestelle „Schlossplatz“.
Eintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 € Gastronomie: Das Café im Schloss hat
(Schüler*innen, Studierende, Auszubildende während der Ausstellung freitags bis
und Schwerbehinderte mit entsprechendem sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.
Ausweis) Gleich daneben befindet sich die Garderobe,
an der Sie Jacken, Mäntel, Taschen etc.
Hotline: Tel. (0441) 405 70 400 abgeben können.
Weitere Informationen: Hinweis für Rollstuhlfahrer: Bitte melden
worldpressphotoausstellung-oldenburg.de Sie sich beim Personal an der Kasse, so
dass Sie ins Dachgeschoss gebracht werden
#meinwppol
können.7 2. Preis Einzel und Story, Kategorie Natur „Meet Bob“, Jasper Doest, Niederlande Bob, ein zuvor schwer verletzter Flamingo aus der Karibik, lebt unter Menschen auf der niederländischen Insel Curaçao.
8 Der World Press Photo Contest Seit 1955 gibt es den Wettbewerb um das weltbeste Pressebild, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Fotoprofis. Er wurde auf Initiative der „Niederländischen Vereinigung der Fotoreporter“ (NVF) ins Leben gerufen und lässt immer wieder aufs Neue die große Bedeutung der Pressefotografie sichtbar werden. Der Fotojournalismus gibt großen und kleinen Geschichten ein Gesicht, zeigt die Umstände, unter denen wir Menschen leben – besondere und bizarre Momente, Katastrophen und Konflikte, aber auch heitere und Hoffnung machende Facetten. Neben dem „Pressebild des J ahres“ und der „Pressestory des Jahres“ zeichnet die World Press Photo Foundation in Amsterdam Preisträger*innen in acht Kategorien aus.
9 1. Preis Story, Kategorie Umwelt „The Lake Chad Crisis“, Marco Gualazzini, Italien Im Tschad ist eine humanitäre Krise im Gange, verursacht durch einen Mix aus politischen Konflikten und Umweltfaktoren.
10
„Hauptziel meiner Arbeit ist es, Geschichten mit Bildern zu erzählen.“
Interview mit John Moore, Fotograf des „Pressebilds des Jahres“
erwartet – aber nicht, dass es in den sozialen
Medien zu einer solch enormen viralen
Sensation wird.
Worauf legen Sie bei Ihrer fotografischen
Arbeit besonderen Wert?
Hauptziel meiner Arbeit ist es, Geschichten
mit Bildern zu erzählen. Natürlich glaube ich,
Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie dass die Kunst und Ästhetik der Fotografie
die Szene mit der kleinen Yanela Sanchez wichtig ist. Für mich dient das Bild selbst
sahen? Haben Sie die Bedeutung sofort dazu, Betrachtende in die Geschichte einzu-
erkannt? beziehen. Wenn ein Foto die Aufmerksamkeit
einer Person auf sich zieht, und insbeson-
Ich wusste, dass das Bild wichtig war, aber dere, wenn sie sich dabei fühlt, verbringt sie
ich habe nicht geahnt, wie effektiv es sein möglicherweise mehr Zeit mit dem Bild und
würde. Dass es in den traditionellen Medien lernt mehr über den Kontext, um den es geht.
weit verbreitet werden würde, habe ich Dann war meine Arbeit erfolgreich.11
Es scheint, dass sich die Arbeitsbedingun- Gibt es noch Kontakt zu Familie Sanchez?
gen für Fotografen weltweit verschlechtert
haben. Gilt das auch für Sie? Ich stehe in Kontakt mit Sandra Sanchez, der
Mutter von Yanela. Ich werde in Kürze weiter
Ich hatte großes Glück, dass mein A rbeitgeber über ihren Asylfall in den USA berichten.
Getty Images mich in den letzten 14 Jahren Sie haben anderthalb Jahre gewartet, um
immer unterstützt hat. Wenn ich in eine endlich eine Anhörung vor dem Asylgericht zu
feindliche Umgebung gehe, weiß ich, dass ich bekommen. Mal sehen, was passiert, denn es
mich auf meine Redakteure verlassen kann, ist ein schwieriges Umfeld für Asylbewerber.
wenn etwas schief geht. Diese Unterstützung Ich bin dankbar, dass Sandra mir vertraut,
war mir immer wichtig. Was die fi nanzielle ihre Geschichte zu fotografieren.
Verschlechterung des Berufs angeht,
insbesondere für Zeitungsfotograf*innen und Das Interview führte Louisa Bergmann.
freiberufliche Redakteur*innen, bin ich sehr
froh, dass mein Unternehmen äußerst gesund Pulitzer-Preisträger John Moore
ist und ich eine Position als fester Mitarbeiter ist leitender Fotograf und Spezial
habe. Das gibt mir natürlich eine gewisse korrespondent für Getty Images.
Sicherheit in meinem Beruf. Er lebt in Stamford, C
onnecticut.12 Digital Storytelling: Geschichten multimedial erzählen Die neuen digitalen Technologien haben den Bildjournalismus verändert. Immer öfter werden Geschichten heute multimedial erzählt. Die besten Produktionen des letzten Jahres sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Zusätzlich zu den weltbesten Pressefotos in Oldenburg erneut diese preisgekrönten zeichnet die World Press Photo Foundation Multimedia-Beiträge, darunter auch das seit 2011 auch herausragende Beiträge im „World Press Photo Interactive of the Year“ Bereich Videojournalismus und dokumenta- und das „World Press Photo Online Video of risches Storytelling aus. In der sich wandel- the Year“. nden Medienlandschaft zeigen diese neuen Formen des Erzählens durch die Verbindung Eine Liste aller Produktionen finden Sie auf von Fotografie, Film, Text und Animation eine unserer Website. besondere Form des Journalismus auf. Die neun besten Produktionen des Jahres Workshop Digital Storytelling wählte eine internationale Jury aus mehr Erstmals bieten wir in diesem Jahr einen als 300 Einreichungen aus. Während der Workshop zum Digital Storytelling an. World-Press-Photo-Ausstellung zeigen wir Auf Seite 63 erfahren Sie mehr.
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EINZIGARTIG. VIER STERNE IN OLDENBURG.
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Der Katalog
Das OM erleben Seit 1962 erscheint zur Ausstellung
Kultur, Sport und Freizeit – ein ausführliches Jahrbuch.
alles dabei!
Der großformatige
Bildband mit einem
Umfang von mehr als
200 Seiten zeigt die
besten fotojournalis-
tischen Arbeiten aus
dem Wettbewerb um
das herausragende
Pressebild des Jahres.
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Führungen Zu jedem Bild der Ausstellung gibt es eine Texttafel mit Informationen.
Wer mehr wissen möchte, sollte sich einer öffentlichen Führung mit
kompetenten Kunstvermittler*innen anschließen. Die Termine:
Samstag, 15. Februar: 13, 14 & 15 Uhr Jede Führung dauert etwa eine Stunde. Eine Anmel-
Sonntag, 16. Februar: 11, 14 & 15 Uhr dung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils an
Donnerstag, 20. Februar: 16.30 Uhr der Kasse im Erdgeschoss. Zuzüglich zum Eintritt
Freitag, 21. Februar: 16 & 17 Uhr fällt eine Gebühr von 3 Euro an.
Samstag, 22. Februar: 12, 14 & 16 Uhr
Sonntag, 23. Februar: 12 & 15 Uhr Nach vorheriger Anmeldung sind auch Gruppen
Mittwoch, 26. Februar: 13 Uhr führungen durch die Ausstellung möglich – für
Donnerstag, 27. Februar: 16.30 Uhr Firmen und Vereine ebenso wie für private Gruppen.
Freitag, 28. Februar: 16* & 17 Uhr
Samstag, 29. Februar: 12, 15 & 16 Uhr Information & A
nmeldung: Tel. (0441) 405 70 400
Sonntag, 1. März: 11, 13, 14 & 16 Uhr
Mittwoch, 4. März: 12 Uhr
Frreitag, 6. März: 16 Uhr Führungen zum Thema „Pressefotografie und
Samstag, 7. März: 15, 16, 18 & 20 Uhr Inszenierung“ bietet Kunstvermittler Dirk Meyer am
Sonntag, 8. März: 11, 14 & 16 Uhr 19. Februar und 3. März jeweils um 16.30 Uhr an.
*in englischer Sprache Treffpunkt: Kasse Schloss. Kosten: 9 Euro17
Hintergrund-
berichte
zu den Fotos
dieser Ausstellung
finden Sie auf
NWZonline.de/wpp-oldenburg18
Schulprogramm – Sieh die Geschichte
Um Schüler*innen gezielt auf einen Besuch der World-Press-Photo- Ausstellung
vorzubereiten, wurde mit Unterstützung von Pädagog*innen das Programm
„Sieh die Geschichte“ entwickelt.
Pressefotos sollten nicht nur angesehen, Die Teilnahme am Schulprogramm ist in
sondern auch diskutiert werden: Wie wirken Oldenburg dank der Unterstützung durch
sie auf uns? Welche Geschichte können wir den Brillenladen Die Diekers kostenlos.
erkennen? Warum ist Pressefreiheit wichtig? Es gibt in diesem Jahr weitere Angebote für
Lehrer*innen können vorab Unterlagen er- Schüler*innen. Darüber informieren wir auf
halten, um den Besuch mit ihrer Klasse oder der folgenden Seite.
ihrem Kurs vorzubereiten.
Eine Anmeldung für Schulklassen ab Jahr
Damit ungestört Fragen gestellt und be gangsstufe 10 ist unbedingt erforderlich
sprochen werden können, öffnet das Landes – unter Telefon (0441) 405 70 400 oder per
museum für Kunst und Kulturgeschichte E-Mail an info@landesmuseum-ol.de.
für „Sieh die Geschichte“ dreimal exklusiv
Mit freundlicher Unterstützung von
montagvormittags am17. und 24. Februar
sowie am 2. März 2020. Drei je 90-minütige
Zeitfenster stehen zur Auswahl.19
Von zauberhaft bis tödlich. Die Fotos der World-Press-Photo-
Ausstellung zeigen die Welt in all ihren Facetten. Wunder-
schön oder hässlich, traumhaft oder erschreckend. Nicht
immer eine leichte Kost. Für ein besseres Verständnis freuen
wir uns auch in diesem Jahr, die Unterrichtsvorbereitung
und die Führung für Schulklassen durch die Ausstellung
zu unterstützen. Für ein besseres Sehen und Verstehen.
sch rif t- und-f orm .de
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E DIE20
Schulprojekt – Schule@Museum
Die IGS Kreyenbrück hat mit „Schule@Museum“ in diesem Jahr erstmals eine
Projektgruppe zur World-Press-Photo-Ausstellung ins Leben gerufen. Entstanden
ist ein besonderes Führungsangebot – von Schüler*innen für Schüler*innen.
In der Arbeitsgemeinschaft „Schule@ solchen Führung teilnehmen und sich von
Museum“ haben sich zwanzig Schüler*innen Gleichaltrigen durch die Ausstellung führen
der 10. Klassen intensiv mit den Themen lassen. Am 18. und 25. Februar sowie am
Pressefotografie und Kunstvermittlung 3. März stehen zwischen 10 und 12 Uhr
auseinandergesetzt. Was ist das Besondere jeweils einstündige Zeitfenster zur Verfügung.
an den Weltpressefotos? Und welches Know- Der Eintritt ist für die Schüler*innen kosten-
how ist nötig, um anderen Jugendlichen in los, so lange sie im Klassenverband kommen.
einer Führung die Geschichten hinter den
Bildern nahezubringen? Eine Anmeldung für Schulklassen
ab Jahrgangsstufe 10 ist unbedingt
Gemeinsam mit einer Kunstvermittlerin erforderlich – per E-Mail an
haben die Schüler*innen der IGS Kreyen- sven.kromminga@igs-kreyenbrueck.de.
brück eine Sonderführung für Schulklassen
Schule@Museum ist ein
erarbeitet, die sie selbst leiten werden. Jeden Projekt in Zusammenarbeit
Dienstagvormittag können Klassen an einer mit der IGS Kreyenbrück.21
© ThitareeSarmkasat / istockphoto.com
„Wir sind nicht nur
verantwortlich für das,
was wir tun, sondern
auch für das, was wir
nicht tun.“ (Molière)
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Bauen & Wohnen in und um Oldenburg22
Afrikanische Fotograf*innen machen Schluss mit dem Klischeebild des
Kontinents. Eine Auswahl ihrer Fotos wird jetzt erstmals in Europa gezeigt.
Krankheit, Krieg, Korruption – so sehen die bei Facebook und im Web vertreten. Vor
Vorstellungen vieler Menschen im Westen von vier Jahren etablierte das Kollektiv mit der
Afrika aus. Tatsächlich bestimmen Meldungen „African P
hotojournalism Database“ (APJD)
darüber die Schlagzeilen. „Wir versuchen die weltweit erste Online-Datenbank afrika-
etwas dagegen zu setzen, denn das allein ist nischer Fotograf*innen – gemeinsam mit der
nicht Afrika“, sagt der amerikanische Bildjour- World Press Photo Foundation.
nalist Peter DiCampo. Mit Kolleg*innen grün-
dete er 2012 das Projekt „Everyday Africa“. In Oldenburg ist nun erstmals in Europa eine
Auswahl von Aufnahmen aus dem Projekt in
Es geht um den Alltag, um Normalität. einer Ausstellung zu sehen. Eine Einführung
Die Mitglieder der Initiative, porträtieren gibt es am Samstag, dem 22.2., um 11 Uhr
das Leben auf dem Kontinent. Sie zeigen im Ausstellungsraum.
Szenen, wie wir sie sonst selten zu sehen
bekommen: Menschen während der Arbeit,
beim Einkauf oder Sport. Gestartet auf
Instagram, ist „Everyday Africa“ längst auch23 Yagazie Emezi, Nigeria Ley Uwera, DR Kongo Die nigerianische Fotografin zeigt zwei Die Haare des kongolesischen Flücht- Models hinter den Kulissen der Africa lings in Goma, Demokratische R epublik Fashion Week in der Metropole Lagos. Kongo, faszinierten die Fotografin. @yagazieemezi @leyuwera1
24 Sonderschau Nichole Sobecki, Kenia Laura El-Tantawy, Ägypten Ein provisorisches Fotostudio im Durch den Verkehr mit der Pferde Kibera Slum in Nairobi, Kenia. kutsche in Kairo, Ägypten. @nicholesobecki @laura_eltantawy
25
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www.eismann-haustechnik.de26 Sonderschau Nana Kofi Acquah, Ghana Edward Echwalu, Uganda Dokumentarfotograf Nana Kofi Eine Boxerin trainiert in einem Acquah porträtiert seine Tochter. Titel provisorischen Fitnessstudio in des Bildes: „Afro auf Lila.“ Katanga, Kampala, Uganda. @africashowboyi @edward_echwalu
27
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Stephan Meyer-Bergfeld
Analog 66
Oldenburger Porträts
11. Oktober bis 6. Dezember 2020
Stadtmuseum Oldenburg zu Gast im
Landesmuseum für Kunst und Kultur-
geschichte Oldenburg
Stephan Meyer-Bergfeld, aus der Porträtserie Analog 66, Fotografie, 2019 © Stephan Meyer-Bergfeld28
Die Ausstellung in den Medien
Sie wollen mehr über die Fotograf*innen der World-Press-Photo-
Ausstellung erfahren? Blicke hinter die Kulissen werfen, Neues aus
dem Orga-Team wissen? Es gibt viele Wege, sich zu informieren.
Rund um die Ausstellung der weltbesten Hintergrundgeschichten zu den World Press
Pressefotos ist viel zu entdecken: Photos, ausführliche Porträts und Interviews
Geschichten hinter den Bildern, die sowie alle wichtigen Informationen zu den
Motivation der Fotograf*innen, Thesen aus Veranstaltungen des Rahmenprogramms
den Diskussionen und Vorträgen. Über all bieten wir auf unserer Internetseite www.
das und vieles mehr informieren wir auf worldpressphotoausstellung-oldenburg.
unseren Social Media-Plattformen. Aktuelles de. Regelmäßig und detailliert berichtet
und Unterhaltsames sowie die aktuellen unser Medienpartner Nordwest-Zeitung
Fotos und Videos vom Geschehen halten wir vom Geschehen – in der gedruckten Zeitung
bei F acebook und Instagram bereit, wo uns genau wie online. Zweiter Medienpartner ist
auch das Feedback von Besucher*innen Radio Bremen 2, das in seinen Sendungen
willkommen ist. Und falls es einmal ebenfalls auf die Ausstellung eingehen wird.
Programmänderungen geben sollte, stehen
sie sofort hier.
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DIE DIGITALE
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Ihre Softwarelösung für mobile Endgeräte, das Web,
die Cloud oder im Bereich E-Commerce.
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Rückblick
Die diesjährige World-Press-Photo-
Ausstellung ist bereits die fünfte in
Oldenburg. Wir blicken zurück auf die
ersten vier Jahre.
Groß war das Publikumsinteresse schon
bei der Premiere 2016: Mit mehr als
14.300 Besuchern wurden die Erwartungen
weit übertroffen. Viele Gäste freuten sich
besonders über den lebhaften Vortrag unse-
res Ehrengastes Mads Nissen. A nschließend
folgten mit Warren R ichardson, Francis
Ehrengast 2016
Pérez und Ronaldo Schemidt weitere
Mads Nissen
Wettbewerbssieger. Sie alle behielten
(Dänemark)
Oldenburg und sein begeisterungsfähiges
Besucher: 14.305
Publikum in bester Erinnerung. All das ist uns
Ansporn für die kommenden Jahre.31
Ehrengast 2018
Ehrengast 2017 Francis Pérez
Warren Richardson (Spanien)
(Australien) Besucher: 16.795
Besucher: 15.837
Ehrengast 2019
Ronaldo Schemidt
(Venezuela)
Besucher: 19.046Fotos: Andreas Burmann, Ulf Duda, Karsten Ziegengeist, Mediavanti 32
Rückblick33
» My stay in Oldenburg was
completely wonderful. I would
love to thank the people that
came to the exhibition and
thank them for allowing me to
feel welcome.
«
Warren Richardson, 201734
Rahmenprogramm
15.2. 19.2. 21.2.
Samstag, 10 Uhr, Schloss Mittwoch, 16.30 Uhr, Schloss, Freitag, Beginn 16 Uhr,
Offizielle Eröffnung „Pressefotografie und Werkschule, Willi Rolfes –
mit John Moore Inszenierung“ Naturfotografie
Themenführung S. 16 Workshop S. 60
16.2.
Sonntag, 11 Uhr, Buchhandlung 19.2. 22.2.
Isensee, Shirin Abedi: „May I have Mittwoch, 19 Uhr, Veranstal- Samstag, 11 Uhr, Schloss,
this Dance?“ tungssaal der OLB, „Idyll oder Einführung in die Sonderschau
Sonntagsmatinee S. 50 Schock – Wie politisch sind „Everyday Africa“
Naturfotos?“ Vortrag S. 22
17.2. Diskussion S. 38
Montag, 20.15 Uhr, Cine k, 23.2.
„Schönheit und Vergänglichkeit“ 20.2. Sonntag, 11 Uhr, Buchhandlung
Film S. 56 Donnerstag, 19.30 Uhr, Landes Isensee, Marcus Wiechmann:
museum für Natur und Mensch, „Sea Watch. Eindrücke einer
Britta Jaschinski: „Photo Mission.“
graphers against Wildlife Crime“ Sonntagsmatinee S. 51
Vortrag S. 4035
24.2. 28.2.
Montag, 17.45 Uhr, Cine k, Freitag, Beginn 16 Uhr,
„Das Salz der Erde“ Werkschule, Dirk Marwede –
Film S. 56 Street Photography
Workshop S. 62
25.2. Das Café im Schloss
Dienstag, 19 Uhr, EWE-Forum 29.2. hat geöffnet!
Alte Fleiwa, Esther Horvath: Samstag, 19 Uhr, Exerzierhalle,
freitags bis sonntags,
„Behind Arctic Science“ BilderBühne – Das Fotoduell
10–18 Uhr
Vortrag S. 42 Fotoduell S. 54
ein Service von
27.2. 1.3.
Donnerstag, 19 Uhr, Stube, Sonntag, 11 Uhr, Buchhandlung
Marco Larousse: Isensee, Lena Wöhler:
Sonntagsmatineen
„Street Photography – „Müllparadies Thilafushi“
Filme
Poesie des Zufalls“ Sonntagsmatinee S. 52
Workshops
Vortrag S. 44
Vorträge
Late Night Opening
→ weitere Veranstaltungen auf S. 3636
Rahmenprogramm
2.3. 4.3. 7.3.
Montag, 20 Uhr, Cine k, Mittwoch, 19 Uhr, Edith-Russ- Samstag, 18–22 Uhr, Schloss
„Where the Light shines“ Haus für Medienkunst, Late Night Opening
Film S. 58 „Wie weiter mit dem Haus der der Ausstellung
Fotografie?“
3.3. Foto-Talk S. 64
8.3.
Dienstag, 16.30 Uhr, Schloss, Sonntag, 11 Uhr, Buchhandlung
„Pressefotografie und 5.3. Isensee, Lukas Kreibig: „Heart of
Inszenierung“ Donnerstag, 19 Uhr (Einlass), a Seal. Das Grönland-Projekt.“
Themenführung S. 16 Polyester Sonntagsmatinee S. 52
FotoSlam –
3.3. Numero quattro S. 48
Dienstag, 19 Uhr, Aula Altes
Gymnasium, Jan Helge Petri: 6.3. Sonntagsmatineen
„Großer Sport“ Freitag, Beginn 16 Uhr, Werk-
Filme
Vortrag S. 46 schule, Amon Thein & Johann
Workshops
Damm – Digital Storytelling
Vorträge
Workshop S. 63
Late Night Opening37
Fotografie in Westdeutschland
1945 bis 2000
Verena von Gagern, 1979, Sammlung Schupmann
ab 13. November 2020
LANDESMUSEUM FÜR KUNST UND
KULTURGESCHICHTE OLDENBURG
SCH LOSS / AUGUSTE U M / PR I N Z E N PAL AIS
Eine Institution des Landes Di bis So 10-18 Uhr
landesmuseum-ol.de38
Diskussion Idyll oder Schock – Wie politisch sind
Naturfotos?
Die Naturfotografie stand immer Die Welt gerät in Schieflage. Die S
chöpfung ist
für Schönheit und Idyll. Gilt das gefährdet. Arten sterben aus, anderen macht
heute noch? Machen Klima der Mensch das Überleben schwer. Wie kann
Naturfotografie helfen, die E ntwicklung
wandel und Wildlife Crime eine
zu stoppen? Oder ist das womöglich gar
andere Herangehensweise not-
nicht ihre Aufgabe? Unter der Leitung von
wendig? Prof. Dr. Rainer Lisowski diskutieren
Jasper Doests Geschichte von Bob, dem · Britta Jaschinski, European Wildlife Photo-
Flamingo, mit dem der Fotograf zwei grapher of the Year 2017
World Press Photo Awards errang, ist · Willi Rolfes, Naturfotograf und Leiter der
rührend. Und sehen wir nicht alle gern Katholischen Akademie Stapelfeld
ein niedliches Robbenbaby? Aber da sind · Milena Helberg, Fridays for Future,
auch die Bilder von sterbenden Eisbären Oldenburg
in der Arktis oder von Nashörnern, · Ralph Hennings, Pastor, St. Lambertikirche
denen ihr Horn abgesägt wurde. Ist Oldenburg
unbefangene Naturfotografie überhaupt
noch möglich oder gar statthaft? Darf sie, Mittwoch, 19.2., 19 Uhr,
muss sie heute politisch sein? Sprechen OLB-Veranstaltungssaal,
wir darüber. Gottorpstraße 23–2739 Neue Perspektiven erleben Viel Spaß auf der World Press Photo Ausstellung wünscht EWE!
40
Vortrag
„Photographers Against
Wildlife Crime“
Britta Jaschinski
Zwei Hocker aus Elefantenfüßen, drapiert
auf einem Rollwagen: Britta Jaschinskis
wohl berühmtestes Foto steht für viele tief
verstörende Dinge, die Menschen in aller Welt
versuchen zu schmuggeln. Die Aufnahme
brachte der aus Bremen stammenden, seit
30 Jahren in London lebenden Fotografin
2017 den Titel „European Wildlife Photo
grapher of the Year“ ein.
Jaschinskis Bilder beunruhigen und irritieren,
sie zeigen die oft gestörte Beziehung zwischen
Mensch und Tier. Zu den Elefantenfüßen
sagt sie, sie habe sie so positioniert, „dass41
sie eine gewisse Würde ausstrahlen, um
den Tieren Respekt zu zollen, deren Leben
geopfert wurde aus Geltungssucht, Habgier
und Aberglauben“. Allein anderthalb Millionen Nähe öffnet
den Blick.
beschlagnahmte Objekte dieser Art lagert der
„U.S. Fish and Wildlife Service“ in einem Depot
in Denver, Colorado.
Als Mitbegründerin der internationalen
Gruppe „Photographers Against Wildlife
Crime“ setzt sie sich mit ihren Fotoarbeiten
dafür ein, dem skrupellosen Töten bedrohter
Tierarten und illegalen Wildtierhandel ein
Ende zu bereiten. Die World Press Photos bringen uns
die Welt ganz nah – für neue Sicht-
Donnerstag, 20.2., 19.30 Uhr weisen. Wir wünschen einen ein-
Landesmuseum für Natur und Mensch, drucksvollen Ausstellungsbesuch.
Damm 38–44
Eintritt (nur Abendkasse): 5 Euro42
Vortrag
„Behind Arctic Science“
Esther Horvath
Das Nordpolarmeer: unendliche Weiten,
klirrende Kälte, schillerndes Eis. Für Esther
Horvath ein Paradies. Die gebürtige Ungarin
ist Fotografin und Bildredakteurin beim
Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremer
haven. Der kalte Norden ist zu ihrem zweiten
Zuhause geworden. „Die Schönheit, die
Unberührtheit der Natur, das alles fasziniert
mich“, sagt sie.
Seit 2016 begleitete Horvath, die u.a. das
renommierte „International Center of Photo-
graphy School“ in New York besuchte, mehr
fach Expeditionen von Wissenschaftler*innen43
in die raue Welt der Arktis. Ende Januar kehrt
sie von einem mehrmonatigen Aufenthalt an
Bord der MS Polarstern in wärmere Gefilde
zurück. Die Crew hat das Forschungsschiff
inmitten von Eisschollen einfrieren und
mit ihnen driften lassen, um die Folgen des
Klimawandels zu erforschen.
BILDER INSPIRIEREN.
Esther Horvath hat die Arbeit der Wissen
schaftler*innen fotografisch dokumentiert. In BILDER KOMMUNIZIEREN.
ihrem Vortrag „Behind Arctic Science“ zeigt sie BILDER HABEN EMOTIONEN.
erstmals Bilder davon und berichtet, wie es ihr
Bild:Yuya Murakam
Die Welt wird dich beurteilen, egal was du tust.
bei Temperaturen von -40 °C ergangen ist.
Lebe dein Leben so, wie du es möchtest.
Dienstag, 25.2., 19 Uhr #fashionista #lefferslover #paradiesvogel
EWE-Forum Alte Fleiwa, Alte Fleiwa 1
Eintritt (nur Abendkasse): 5 Euro
Eine Kooperation von Mediavanti
und der Jade Hochschule44
Vortrag
„Street Photography –
Poesie des Zufalls“
Marco Larousse
Ein Schatten an der Mauer, jemand auf der
Parkbank, herrenlose Einkaufstüten an
der Bushaltestelle. Straßenfotografie ist
vielfältig. Sie zeigt unspektakuläre Momente
des Alltags und ungewöhnliche Perspekti-
ven, entsteht (natürlich) auf der Straße, aber
auch in Cafés oder Geschäften, mal beiläufig,
meist penibel geplant.
Der Fotojournalist Marco Larousse ist
einer der bekanntesten Straßen- und
Dokumentarfotograf*innen Deutschlands.
Seit über 20 Jahren ist der gebürtige
Hamburger als Street- und Dokumentar45
fotograf auf den Straßen der Welt unterwegs.
Außergewöhnliches im gewöhnlichen Alltag copy . coffee . working
zu sehen, das ist für ihn jeden Tag eine neue
Herausforderung. In einer Zeit, in der die
Frühstücksangebote,
meisten Menschen im öffentlichen Raum
Mittagstisch (9-18 Uhr), fair gehandelter
ihrem Smartphone mehr Aufmerksamkeit Kaffee von la Molienda & süße Leckereien
schenken als der realen Umgebung, ist es
aber auch ein wichtiges Anliegen für ihn, den Kopieren, Drucken & Binden
wahren und ungeschönten Alltag durch die
Straßenfotografie zu dokumentieren und für
zukünftige Generationen festzuhalten.
Working- & Livingspace
Dabei begegnen ihm auch viele schöne
Arbeite an deinen Projekten &
Momente, die er im Bruchteil einer Sekunde Aufgaben bei uns in der guten STUBE
festhält und in seiner Serie „Poesie des
Zufalls“ in Ausstellungen präsentiert.
Donnerstag, 27.2., 19 Uhr
Stube, Ammerländer Heerstraße 108
Kontakt. 0441-77031581 / 0176-84830276 / info@stube-ol.de
Eintritt (nur Abendkasse): 5 Euro46
Vortrag
„Großer Sport“
Jan Helge Petri
Der Moment, in dem ein Underdog einen uner-
warteten Sieg erringt, lasse ihn euphorisch
werden, sagt Jan Helge Petri. Der 32-Jährige
ist Sportfotograf mit Leib und Seele. „Ich kann
mitfiebern, bangen, Gänsehaut bekommen.“
Die ganz großen Emotionen – der Sport bietet
sie und Petri fängt sie mit seiner Kamera ein.
Dabei geht es ihm meist weniger um den
Moment, wenn der Ball im Tor einschlägt. Der
in Osnabrück Geborene schaut genauer hin,
riskiert den zweiten Blick, sucht den beson-
deren Moment. Seine Serie „Old Bones“ zeigt
den Enthusiasmus von Senior*innen beim47
Speerwerfen, Rudern oder Turnen. In anderen
zeichnet er akribisch den Kampf um die
Meisterschaft im Tipp-Kick nach oder beglei-
tet einen kenianischen Läufer beim Training.
Tickets | Stadtführungen |
Für seine Arbeit „Hoffen auf den Lucky Punch“,
in der er einen talentierten ghanaischen
Unterkünfte | Souvenirs
Boxer porträtierte, wurde er beim Wettbewerb
Schenken Sie uns Ihr Vertrauen! Unsere
um das „Sportfoto des Jahres 2018“ in der
Expert*innen des Informations- und
Kategorie Reportage als Sieger ausgezeichnet.
Wahrlich großer Sport! Buchungsservice beraten und unterstützen
Sie gern beim Suchen und Buchen.
Jan Helge Petri, übrigens selbst ein begeis-
terter Tischtennisspieler, wird in Oldenburg
Oldenburg- nfo im Lappan
einen Querschnitt seiner Bilder zeigen und
ausführlich von seiner Arbeit berichten.
Lange Straße 3 | 0441 361613-66
www.oldenburg-tourismus.de
Dienstag, 3.3., 19 Uhr
Aula Altes Gymnasium, Theaterwall 11
Eintritt (nur Abendkasse): 5 Euro48
FotoSlam – Numero quattro
Prinzip: Mit Fotos slammen,
nicht (nur) mit Worten!
WAS NICHT KRACHT, Vier Minuten, die alles verändern können – das ist
WIRD KRACHEND GEMACHT! das Prinzip beim FotoSlam.
Wir lassen es mächtig krachen, wenn es So geht’s: Schickt uns ein Foto zum Motto
um die visuelle Kommunikation unserer
„Moment mal!“. Unsere Jury wählt die besten,
schönsten und witzigsten aus. Seid ihr unter den
Kunden geht. Mit Strategien, Konzepten
Top Ten, geht‘s auf die Bühne. Da dürft ihr dann
und durchdacht guter Kreation, die in aller
alles über euer Bild raushauen. Was ist das für
Munde sind.
eine Situation? Wie ist es entstanden? Was soll
Wie die Pressefotografien, die auf der World das?
Press Photo Ausstellung gezeigt werden.
Wie ihr das macht, ist eure Sache. Hauptsache
die Performance überzeugt unser Publikum. Denn
das entscheidet am Ende, wer die Preise abräumt.
www.knallbuntundedel.de/wpp Teilnehmen kann, wer gern Fotos macht – egal, ob
mit top Technik, einfacher Kompaktkamera oder
Smartphone. Wichtig ist der Blick fürs Besondere.49
Zum Wettbewerb Liebe ist...
Das Motto: Moment mal!
Die Bilder: Jede*r Teilnehmer*in kann nur ein
Foto einreichen und uns die Datei (mind. 1 MB)
per E-Mail an worldpressphoto@mediavanti.de
schicken.
Die Jury: Drei Ästhetik-Profis treffen eine
Vorauswahl von zehn Bildern.
Einsendeschluss: 25. Februar 2020
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Donnerstag, 5.3., 19 Uhr (Einlass),
Polyester, Am Stadtmuseum 15
Eintritt (nur Abendkasse): 5 Euro
Weitere Informationen auf www.worldpress
photoausstellung-ol.de/programm.
Eine Kooperation von M
ediavanti
und dem Oldenburgischen
Staatstheater50
Sonntagsmatineen
Was macht für Fotograf*innen den
Reiz ihrer Arbeit aus? Wie wählen May I have this Dance?
sie ihre Motive? Welche Botschaften
verknüpfen sie mit ihrer Fotografie?
Antworten auf diese und weitere Fragen Nach der iranischen Revolution lösten die
wollen wir bei vier Matineen am Sonntag religiösen Führer die 1958 vom Schah g egründete
morgen finden. Dazu werden für alle nationale Ballettkompanie auf. Sinnlicher Tanz
Besucher*innen Croissants und Kaffee führe zu Sittenlosigkeit und Unzucht, hieß es.
bereitgehalten. Alle Sonntagsmatineen
Isensee Buchhandlung Logo:Layout 1 14.12.2015 12:04 Uhr Seite 1
Tanzen in der Öffentlichkeit wurde verboten.
finden in der Buchhandlung Isensee statt. Trotzdem bauten die Balletttänzerin Pardis und
ihr Ehemann Nima 2008 eine Ballettgruppe auf,
Veranstaltungsort und die zehn Jahre später erstmals mit Frauen und
Vorverkauf: Buchhandlung
Isensee, Haarenstraße 20
ISENSEE
B U C H H A N D LU N G
Männern auf Teherans berühmtester Bühne stand.
Die Deutsch-Iranerin Shirin Abedi dokumentiert
in ihren Fotografien, unter welch schwierigen
Eintritt: 3 Euro. Eintrittskarten sind im Bedingungen die Gruppe arbeitet.
Vorverkauf und an der Tageskasse erhältlich.
Vorverkaufsbeginn: 1. Februar Sonntag, 16.2., 11 UhrSea Watch. Eindrücke
einer Mission.
Die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hält
an. Beinahe täglich erfahren wir von Menschen,
die auf der Überfahrt von Afrika nach Europa
ertrunken sind. Der aus Oldenburg stammende
und in Bremen lebende Fotograf Marcus Wiech-
mann hat ein Schiff der NGO „Sea Watch“ auf einer
Rettungsmission begleitet und dabei mit sensi-
blem Blick menschliche Schicksale dokumentiert.
In seinen Langzeitprojekten kümmert sich
Wiechmann vorrangig um humanitäre Themen,
sein besonderes Interesse gilt Geschichten aus
Europa oder dem Nahen Osten.
Sonntag, 23.2., 11 Uhr
Bar • Club • Konzerte
umbaubar.net
Stau 25-27, Oldenburg52
Sonntagsmatineen
Müllparadies Thilafushi Heart of a Seal –
Das Grönland-Projekt
Über eine Million Tourist*innen besucht jährlich Seit Generationen sind die Inuit auf Grönland auf
die Malediven. Jede*r davon produziert am Tag ihre natürliche Umgebung angewiesen, um zu
etwa 3,5 kg Müll. Das meiste landet im Meer. überleben. In seinem Langzeitprojekt „Heart of a
Für die Hauptinsel Male und nahe gelegene Seal“ zeigt der Hamburger Fotograf Lukas Kreibig
Resorts hat die Regierung die Thilafushi-Lagune am Beispiel der Bewohner*innen des Dorfes
zur Müllinsel umfunktioniert, „eine der größten Uummannaq, wie sich ihre Kultur verändert hat
Umweltkatastrophen unserer Zeit“, sagt der und wie sie versuchen, Traditionen zu bewahren.
Umweltschutz. Der steigende M eeresspiegel Im Winter 2018, als Kreibig in Westgrönland war,
könnte dafür sorgen, dass der gigantische Müll- wurden dort die höchsten Temperaturen seit
berg in den Ozean geschwemmt wird. Die Repor- Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Was es für
tage der Fotojournalistin Lena Wöhler zeigt die die Inuit bedeutet, wenn das Eis schwindet, wird in
Inseln von ihrer schrecklichsten Seite. seinen Fotos mehr als deutlich.
Sonntag, 1.3., 11 Uhr Sonntag, 8.3., 11 Uhr53
54
BilderBühne – Das Fotoduell
Wir präsentieren:
Bilderbühne – das Fotoduell Wer gewinnt den Wettstreit
der Fotograf*innen und nimmt
AUGEN
den Pokal mit nach Hause?
16 Profis, 64 Fotos und ein Pokal – das sind
AUF
die wichtigsten Zutaten zur BilderBühne, dem
Fotoduell. Genau 16 Profi-Fotograf*innen
treten jeweils zu zweit gegeneinander an, um
die Besten der Besten zu finden. Das ist neu,
das gab’s noch nie!
Kein Zweifel: Oldenburg hat viele exzellente
Fotograf*innen. Allrounder und Spezialisierte,
Künstler*innen und Kreative. Wir wollen
sie ein wenig kitzeln und im sportlich fairen
Wettstreit aus der Reserve locken. Holen wir
sie aus ihrer Komfortzone! Wer liefert die ori-
ginellsten Stories zu seinen Bildern, wer verrät
seine Tricks und wer verfügt denn eigentlich
Bergstraße 1 in Oldenburg · dika-eyewear.de
über die größte Fanbase? Spannend!55
In rasantem Tempo folgt ein Duell auf das
andere. Und immer entscheidet das Publikum,
wer in die nächste Runde einzieht und wer
nach sportlich fairer Battle leider ausscheidet.
Am Ende gibt es das große Finale. Wer da
Foto : Dr. Lisa M. Uhlig
gewinnt, darf sich nicht nur „1. Oldenburger
Foto-Champion“ nennen, sondern auch den
Siegespokal mit nach Hause nehmen. Aber
nicht vergessen: alles just for fun!
Samstag, 29.2., 19 Uhr
Exerzierhalle am Pferdemarkt
Eintritt: 10 €, ermäßigt 5 €
Vorverkauf: Theaterkasse
Eine Kooperation von Mediavanti und dem
Oldenburgischen Staatstheater, mit freund
licher Unterstützung von DiKA eyewear.
WWW.STAATSTHEATER.DE/SPARTE-756
Film
Schönheit & Das Salz der Erde
Vergänglichkeit
D 2019, Regie: Annekatrin Hendel D/F/BRA 2014, Regie: Wim Wenders
In ihrem Film „Schönheit & Vergänglichkeit“ Hommage an den brasilianischen Fotografen
porträtiert Annekatrin Hendel den Fotografen Sebastiao Salgado, dessen Bilder von den Krisen-
und Technoclub-Türsteher Sven Marquardt und gebieten der Welt den Blick der Öffentlichkeit auf
seine Jugend in der Ostberliner Punk-Szene. sie prägten. Wim Wenders, selbst Fotograf und
Zutage tritt eine fast vergessene und über- Leica-Fan, und Sebastiaos Sohn Juliano Ribeiro
raschend vibrierende Subkultur. Nach 25 Jahren Salgado lassen die Fotos für sich und den Foto-
Unterbrechung seines künstlerischen Schaffens grafen über sie sprechen. Ihnen gelingt es mit
erfindet sich Marquardt inzwischen noch einmal minimalistischen Mitteln, die Zuschauer*innen
neu und erlangt mit seinen Ausstellungen, in ihren Bann zu ziehen und dem Künstler und
Publikationen und Auftragsarbeiten Weltruhm. Menschen ein hinreißendes Denkmal zu setzen.
Montag, 17.2., 20.15 Uhr Montag, 24.2., 17.45 Uhr
Cine k, Bahnhofstraße 11 Cine k, Bahnhofstraße 11e l f ü r
57
ö b
M emacht
Schulvorstellungen
Das Salz der Erde
mich g
Filme haben eine Grammatik und Regeln
wie Sprachen, wie Mathematik, wie Biologie,
die seit Jahrhunderten zum Unterrichts-
stoff g ehören. Es ist notwendig, folgende
Generationen für den Umgang mit dem
wichtigsten und einflussreichsten Medium
unserer Zeit vertraut zu machen. Während
der Zeit der World-Press-Photo-Ausstellung
zeigt das Team des Cine k die preisgekrönte
Dokumentation „Das Salz der Erde“ von Wim
Wenders als Vorstellung für Schulklassen.
Information und Anmeldung:
info@ cine-k.de
Aperberger Straße 1 26689 Apen58
Film
Where the Light Shines
D 2019, Regie: Daniel Etter
Sajjad Hussaini und Alishah Farhang haben
einen Traum: Sie wollen als erste Skifahrer aus
Afghanistan zu den Olympischen Winterspielen.
Ein Schweizer Journalist trifft sie in ihrer Heimat
Bamiyan, wo sie trainieren, und verspricht, ihnen
zu helfen. Er findet Förderer, bringt Hussaini und
Farhang nach St. Moritz. Ein Kulturschock.
Der deutsche Fotoreporter Daniel Etter lernt
die beiden Afghanen 2014 kennen, als er in
Bamiyan für einen Artikel über das Skifahren
fotografierte. Er entschließt sich, einen Film über
die Abenteurer zu drehen und begleitet sie nun
auf Schritt und Tritt.59
Konzepte für
Menschen
Etters bildstarke Dokumentation (Kamera:
Angello Faccini) „Where the Light Shines“ und Marken.
macht Hoffnung und versprüht Lebens-
freude – gerade, weil die Ausgangssituation
zunächst so absurd erscheint und die zwei
Sportler sich gegen großes Unverständnis
in ihrer von Traditionen geprägten Heimat
durchsetzen müssen.
Ob sie es tatsächlich zu Olympia nach Pyeong-
chang geschafft haben, wollen wir hier nicht Als CI/CD-Agentur mit Fokus
verraten. Nur so viel: Hussaini und Farhang auf digitaler Markenführung
sind heute große Vorbilder für die Menschen entwickeln wir seit über 15 Jahren
in Bamiyan. Zu Hunderten stürzen sie sich erfolgreiche Markenstrategien.
inzwischen auf Skiern die Hänge hinab.
Montag, 2.3., 20 Uhr STOCKWERK2
Cine k, Bahnhofstraße 11
Agentur für Kommunikation60
Workshops
Die Fotografie erfindet sich ständig Naturfotografie
neu. Deshalb ist Weiterbildung Ltg.: Willi Rolfes
besonders wichtig. Drei Workshops
sollen Sie dabei unterstützen.
Alte, charaktervolle Bäume als Abbild, S
innbild
Im Mittelpunkt stehen die Themen „Natur und Bildthema stehen im Fokus dieses Work-
fotografie“, „Street Photography“ und „Digital shops für geübte Fotograf*innen. Kommen Sie
Storytelling“. Die Workshops führen wir mit auf eine Exkursion zu Baumgestalten im
gemeinsam mit der Werkschule durch. Zu Oldenburger Schlossgarten. Erkunden Sie ihre
Beginn steht jeweils ein Besuch der World- Formen und erahnen Sie das Wesen des Baums.
Press-Photo-Ausstellung auf dem Programm. So begegnen Sie dem Baum nicht nur als Abbild,
sondern als Sinnbild für unser Dasein – mit
seinem einmaligen Stamm, seiner aufstrebenden
Kompaktkurse mit je 15 Unterrichtsstunden Krone, seinen starken Wurzeln. Unser Augenmerk
Teilnahmegebühr: 111,40 Euro gilt dabei der Landschaftsfotografie, mit Weit
(inkl. Eintritt ins Museum) winkel, leichtem Tele- und Makroobjektiv.
Info und Anmeldung: Werkschule
– Werkstatt für Kunst und Kultur Freitag, 21.2., und Samstag, 22.2. Vorkenntnisse
arbeit e. V., Tel. (0441) 9 99 08 40, wünschenswert. Bitte eigene K amera und Laptop
info@werkschule.de mit Fotobearbeitungs-Programm mitbringen.61
Als Partner der ersten Stunde freuen wir uns auf die besten
Pressefotos aus aller Welt. Mitten in unserer Stadt.
WAHRE MOMENTE, ECHTES LEBEN.
Mit uns mitten in Oldenburg.
schrift-und-form.de
10 5
oldenburgs-gute-adressen.de62
Wo die Serienproduktion
der Fahrzeugindustrie aufhört, Street Photography
Ltg.: Dirk Marwede
fangen wir an.
Die Kunst, das Besondere im Alltäglichen foto-
grafisch festzuhalten, das ist Street Photography.
Der Workshop gibt Antwort auf Fragen wie:
Welche Arten der Straßenfotografie gibt es? Was
macht das Fotografieren im öffentlichen Raum
aus? Wie erkenne und antizipiere ich Straßen
szenen? Wie halte ich entscheidende Momente im
Bild fest? Daneben thematisieren wir technische
Hilfen, rechtliche Aspekte, Konfliktmanage-
INTAX Innovative Fahrzeuglösungen GmbH ment sowie das Editieren und Veröffentlichen
26135 Oldenburg · www.INTAX.de von Bildern oder Bildserien. Ein Photowalk mit
folgender Besprechung der Bilder hilft, Erlerntes
umzusetzen.
MADE IN
OLDENBURG Freitag, 28.2., und Samstag, 29.2. Voraussetzung
keine. Bitte eigene Kamera mitbringen.63
Digital Storytelling
Ltg.: Amon Thein, Johann Damm
Film, Foto und Text liefern die Grundlage für
das digitale Erzählen von Geschichten, die
für mehr Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit in
der Kommunikation sorgen. Eine ordentliche
Portion Nutzerzentrierung kann die Wirksam-
keit noch e
rhöhen. Im Workshop klären wir die
drängendsten Fragen dazu, zeigen Best-Cases
und sammeln Argumente dafür, auszuprobieren,
Fehler zu machen und die Nutzerbrille aufzu-
setzen. Dieser Kurs eignet sich besonders als Das Buch für gute Straßenfotos
Weiterbildung für Unternehmen und Organisatio- 314 Seiten, gebunden, 39,90 €
nen und wird g efördert durch das Netzwerk cre8 ISBN 978-3-8362-6117-3
Oldenburg.
Freitag, 6.3., und Samstag, 7.3.
Voraussetzung keine.64
Oldenburg fotografiert!
In einer Ausstellung zeigen Olden
burger*innen ihre Lieblingsfotos.
Das Beste: Jeder kann mitmachen.
„Warum braucht Oldenburg ein Haus der
Fotografie?“ 2019 wurde diese Frage im
Rahmen der World-Press-Photo-Ausstellung
diskutiert. Seitdem ist viel geschehen. Unter
anderem hat sich ein Verein gegründet, der
sich weiter um das Thema kümmern will.
Eine der ersten Aktionen ist die Orga-
nisation einer Ausstellung, in der die
Oldenburger*innen ihre Lieblingsfotos zeigen
können – egal, ob es sich um das Porträt
eines geliebten Menschen, das aufwendig
in Szene gesetzte Stillleben oder einen
intuitiven Schnappschuss aus dem Urlaub
handelt. Alles geht, alles ist erwünscht.65
© Владимир Дрига/stock.adobe.com
Wer mitmachen möchte, schickt eine
Bilddatei per JPG in einer Auflösung von Sowas
3 bis 10 MB per E-Mail an lieblingsfoto@
hausderfotografie-oldenburg.de. Bitte willst Du
Name, Adresse und (wenn vorhanden) Titel auch an
des Bildes mit angeben. Einsendeschluss:
29. März 2020. Rund 300 Bilder werden vom der Wand
17. bis 26. April in den Räumen der Creative haben?
Mass, Baumgartenstraße 11–12, ausgestellt
Schilder & Plattendruck
– professionell ausgedruckt vom Medien-
haus Rösemeier.
Weitere Informationen: Dann komm zu uns in den Shop.
www.hausderfotografie-oldenburg.de Wir zeigen Dir, wie einfach das geht.
www.flyerheaven.de
Ein Informationsabend zum Thema „Haus 17
der Fotografie“ findet am Mittwoch, dem
4. März, im Edith-Russ-Haus für Medien-
kunst statt. Beginn ist um 19 Uhr.66
Wir bedanken uns bei folgenden Partnern und Sponsoren
Weltweiter Partner Hauptsponsor Medienpartner
Premiumpartner
OL D E N B URGS
GU TE
AD RES S E N
Förderer
Projektpartner
Isensee Buchhandlung Logo:Layout 1 14.12.2015 12:04 Uhr Seite 1
ISENSEE
B U C H H A N D LU N GNeben unseren Sponsoren und Förderern danken wir
Anita Awolaja, Christiane Cordes, Kristin Cordsen, Peter DiCampo und dem Team von
„Everyday Africa“, Stefan Dieker, Annika Feyen, Gesine Geppert, Jörg Hatscher, Ralph Hennings,
Oliver Hopp, Yi Wen Hsia, Jutta & Christian Klinge, Mareike Lange, Dr. Rainer L
isowski,
Boris N
iemann, Jannes Runge, Simone Schwarz, Martin Sinclair, Matthias Wulf, Prof. Dr. Rainer
Stamm und dem Team des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte
Impressum
Die World-Press-Photo-Ausstellung 2019 Oldenburg ist eine Veranstaltung der MEDIAVANTI
GmbH (www.mediavanti.de) in Kooperation mit der World Press Photo Foundation, der Stadt
Oldenburg und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte..
Projektleitung: Claus Spitzer-Ewersmann (V.i.S.d.P.)
Mitarbeit: Louisa Bergmann, Marcella Fassio, Lisa Knoll, Katrin Lüdeke, Alke zur Mühlen
Gestaltung: Stockwerk2, www.stockwerk2.de
Druck: Flyerheaven, www.flyerheaven.de
Vertrieb: Werbeservice Wachtendorf, Kenkel Werbeservice
World Press Photo wird von der Niederländischen Postleitzahl-Lotterie
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