Posaunenengel Gemeindefest - Gemeindebrief Juni und Juli 2019 Evangelische Kirchengemeinde Jülich - Evangelische Kirchengemeinde Jülich
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Posaunenengel
Gemeindefest
7. Juli
13 Uhr
Familien-
gottesdienst
Kaffee,
Kuchen, Waffeln,
Gegrilltes,
Getränke
Live-Musik
Posaunenchor
Virginia Lisken
Spiel
und
Spaß
für Kinder
Gemeindebrief
Juni und Juli 2019
Evangelische Kirchengemeinde JülichWir sind für Sie da
Christuskirche Jülich Düsseldorfer Str. 35, 52428 Jülich
Kirche im Internet www.evkg-juelich.de
Ökumene im Internet www.kirche-juelich.de
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
und Gemeindebüro Düsseldorfer Straße 30
Tel.: (0 24 61) 5 41 55, Fax: (0 24 61) 5 69 15
Sonja Jenkner und e-mail: juelich@ekir.de
Monika Gerdes montags, dienstags und donnerstags
von 9 bis 12 Uhr
Küsterin Montag bis Donnerstag, Tel.: (0 24 61) 93 52 39
Ursula Otto e-mail: kuester@evkg-juelich.de
Hausmeister
Roger Kruse Tel.: (0 24 61) 93 52 39
Pfarrer Horst Grothe Schirmerstraße 2, Tel.: (0 24 61) 5 40 36
e-mail: horst.grothe@ekir.de
Pfarrer Dr. Udo Lenzig Anton-Kohlhaas-Weg 23, Tel.: (0 24 61) 340 84 85
e-mail: udo.lenzig@t-online.de
Jugendarbeit kinder-jugendbereich@evkg-juelich.de
Evangelische Kinder- und Jugendarbeit
zu Zeit vakant
Offene Kinder- und Jugendarbeit
Asya Klein a.klein@evkg-juelich.de, Tel.: (0 24 61) 13 25
»Die Kleinen Strolche« Evangelische Tageseinrichtung für Kinder und
Gertrud Gärtner Familienzentrum, Röntgenstraße 17
Tel.: (0 24 61) 75 66
e-mail: evkita@evkg-juelich.de
Förderverein Christus- Vorsitzender: Norbert Rauland
kirche Jülich e.V. Telefon: (0 24 61) 5 70 12
Bankverbindung: SK Düren, IBAN: DE85 3955 0110 0006 0475 00
Verwaltung d. Wohnan- Serkan Hacisalihoglu
lage Ulmen-/Buchenweg Schirmerstr. 1a, 52428 Jülich, Tel.: (0 24 61) 97 48-27Kindergottesdienste
Parallel zum 16. Juni um 10 Uhr
Gemeindegottesdienst im Dietrich-Bonhoeffer-Haus
7. Juli um 13 Uhr
Familiengottesdienst zum Gemeindefest
Das Kindergottesdienst-Boot segelt weiter!
Wir freuen uns, wenn du (wieder) mit dabei bist.
Gottesdienste in den Seniorenwohnanlagen
St. Hildegard 20. April um 10.45 Uhr
Jülich 18. Mai um 10.45 Uhr
Heilige Familie 18. April um 10 Uhr
Titz Hasselsweiler 16. Mai um 10 Uhr
Hilfsangebote des Kirchenkreises
Schuldnerberatung Schirmerstr. 1a, 52428 Jülich
Kreis Düren Tel.: (0 24 61) 97 56 - 0
Sozialdienst Schirmerstr. 1a, 52428 Jülich
Claudia Ritter Tel.: (0 24 61) 97 56 - 20,
donnerstags von 15 bis 17 Uhr
Flüchtlings- und Diakonisches Werk, Schirmerstr. 1a
Asylberatung e-mail: luedeke@diakonie-juelich.de
Dolmetscherdienst Tel.: (0 24 61) 97 56 - 14
Freya Lüdeke donnerstags von 14 bis 16 Uhr
Beratungsstelle für Aachener Str. 13a, 52428 Jülich,
Kinder, Jugendliche Tel.: (0 24 61) 5 26 55
und Erwachsene
Telefonseelsorge 24 Stunden täglich, gebührenfrei
0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222Ausposaunt
Jesus wohnt in unserer Gemeinde und ist Muslim
Hätten Sie das für möglich gehal- tag war er schon zu Gast. In einer
ten? Jesus, genau gesagt Isa, das ist Sitzung des Presbyteriums gestaltete
seine arabische Namensform im Ko- er für uns die Andacht und er brachte
ran, wohnt mitten unter uns. Er ist Leckereien mit, die seine Frau vor-
ein Flüchtling und Asylbewerber. bereitet hatte. In den vergangenen
Gemeinsam mit seiner Frau musste Monaten wohnte Jesus in der Asyl-
er aus der Türkei fliehen, um dem wohnung des Kirchenkreises über
Gefängnis zu entgehen. Sie beide dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus, in-
sind Anhänger der Gülen-Bewegung zwischen ist er an anderer Stelle im
und gelten in der heutigen Türkei als Bereich unserer Gemeinde gut unter-
Terroristen. Beide haben ihre Fami- gebracht.
lien zurückgelassen und befürchten, Und ich muss feststellen: Es be-
sie niemals wieder sehen zu kön- ruhigt mich, dass Jesus in unserer
nen. Tatsächlich sehen wir, dass der Gemeinde wohnt. Und dass er so-
Staatspräsident Erdogan seine Macht gar Deutsch lernt, auch wenn es ihm
inzwischen durch das Ignorieren von wirklich nicht leicht fällt. Vielleicht
Wahlergebnissen festigt. Dies bestätigt wäre es hilfreich, wenn auch wir
leider ihre schlimmen Befürchtungen. uns bemühen, seine Muttersprache
Jesus wohnt in unserer Gemeinde! zu erlernen. Kek heißt Kuchen, das
Wie fröhlich habe ich dies feststellen ist doch gar nicht schwer. Herzlich
dürfen. Denn manchmal bin auch ich willkommen zu sagen, ist schon et-
vergeblich auf der Suche nach ihm, was schwerer: Hosch Geldiniz. Die-
und der Zweifel bewegt mich, ob er se Worte vergisst man wieder leicht,
tatsächlich hier in unserer Evangeli- an unserem herzlichen Willkommen
schen Kirchengemeinde Jülich Woh- sollten wir also noch etwas arbeiten:
nung nimmt. Doch mittlerweile be- Hosch Geldiniz. Vermutlich prägt es
steht hier kein Zweifel mehr daran: sich besser ein, wenn wir es öfter
Jesus wohnt in unserer Gemeinde! sagen, am besten jeden Tag einmal.
Zugegeben, es war schon eine Über- Und vielleicht stellen auch Sie bald
raschung festzustellen, dass er Muslim schon wieder mit Freude fest: Jesus
ist. Oder hätten Sie das gedacht? wohnt in unserer Gemeinde!
Jesus besucht übrigens regelmä-
ßig das Dietrich-Bonhoeffer-Haus Ihr Posaunenengel
und auch im Gottesdienst am Sonn-Aus dem Presbyterium
Kirche mit anderen – Gemeinschaft neu beleben mit
dem, was uns zusammenbringt
Wenn über Kirche berichtet wird, dann diesem Zusammenhang Spiritualität,
sind die Nachrichten oft resignativ. Diakonie, Seelsorge, aber auch Kultur,
Worte wie Mitgliederschwund, Rele- Musik, Bildung und – ganz zentral –
vanzkrise, Überalterung, Pfarrerman- Geselligkeit. Die evangelische Kirche
gel, Rückzug der Spiritualität in den in Jülich wird als ein Ort erlebt, an
privaten Raum prägen häufig das Bild. dem Menschen sich aus unterschiedli-
Als Presbyterium der Evangelischen chen Anlässen treffen und an dem sie
Kirchengemeinde Jülich wollten wir sich wohlfühlen.
bei dieser einseitigen Bilanz nicht ste- Ein zentraler Wunsch für die Wei-
hen bleiben, sondern mutig nach vor- terentwicklung der Gemeinde war es,
ne blicken und gemeinsam überlegen, mehr und vor allem jüngere Menschen
wie eine stärkere Vernetzung der Ak- für die aktive Teilnahme am Leben
tivitäten unserer Kirchengemeinde mit der Kirchengemeinde zu gewinnen.
den Menschen in Jülich gelingen kann. Es wurde deutlich, dass zwei zentrale
Als Moderator für dieses Gespräch Aspekte für die Teilnahme der Men-
haben wir Reverend Paul Cromwell, schen an den Aktivitäten der Kirchen-
Pfarrer und Community-Organizer gemeinde im Vordergrund stehen: die
der United Church of Christ, in unser Begeisterung für die Sache und die
Presbyterium eingeladen, der vom Kir- Beziehung zu den Mitmenschen. Al-
chenkreis Jülich für diesen Beratungs- len war klar, dass die beiden Königs-
prozess beauftragt worden ist. wege hin zu mehr Partizipation am
Zu Beginn sind wir in Partnerge- Leben der Kirchengemeinde einerseits
sprächen den Fragen nachgegangen, in der Transparenz und andererseits
was uns an unserer Kirchengemeinde in der persönlichen Ansprache beste-
gut gefällt, und welche Wünsche wir hen. Der einladende Satz im persön-
für ihre weitere Entwicklung haben. lichen Freundes- und Bekanntenkreis
Der anschließende Austausch im »Komm doch einfach mal mit!« ist von
Plenum hat gezeigt, dass die Evan- kaum zu überschätzender Bedeutung.
gelische Kirchengemeinde Jülich von Der entscheidende Schritt be-
den Presbyterinnen und Presbytern steht nun darin, Neuzugezogene
als ein offener, einladender Ort erlebt oder Menschen in Jülich, die bisher
wird, der ein vielfältiges, buntes und keine Anknüpfungspunkte zu unse-
ansprechendes Angebot für Menschen rer Evangelischen Kirchengemeinde
in unterschiedlichen Lebensphasen haben, persönlich anzusprechen und
bereit hält. Wichtige Begriffe waren in zu erfragen: »Was wünschen Sie sich
Der besondere Hinweis
für Aktivitäten und Angebote unserer Das Gespräch mit Reverend Crom-
Gemeinde? UND: Was sind Sie selbst well wurde von allen Presbyterinnen
bereit, dafür zu tun, dass dies auch zu- und Presbytern als sehr konstruktiv
stande kommt?« Dies ist der Impuls, und zielführend erlebt. Nun liegt es an
den Reverend Paul Cromwell uns mit- uns, die Erkenntnisse daraus in Le-
gegeben hat: »Geht los, lernt die Wün- ben zu verwandeln. Auf der nächsten
sche der Menschen kennen und nehmt Kreissynode am 15. Juni werden sich
diese dann auch ernst. Und das heißt: Vertreterinnen und Vertreter aller Ge-
Ermutigt sie, ihre Gaben einzubringen, meinden mit möglichen Formen der
um genau diese Vorstellungen gemein- Umsetzung beschäftigen.
sam mit anderen in der Gemeinde zu Pfr. Dr. Udo Lenzig
verwirklichen!« Pfr. Horst Grothe
Quiet Moments mit Thin Crow zum Kirchenklang
Seit mehreren Jahren gibt es eine leise Manns Earth Band und Nik Kershaw
Musikreihe des bekannten Trios Thin auf der Bühne stand, Michael Rick
Crow. Die Quiet Moments Konzerte als Gitarrist und Roger Weitz an Bass,
sind regional sehr beliebt. Mandoline und Keyboards in den ver-
gangenen drei Jahren zu einer
der anspruchsvollsten Rock-
Coverbands des Rheinlands
entwickelt. Völlig unterschied-
liche Stilrichtungen und Epo-
chen der Rockmusik vermitteln
die drei Musiker so authentisch
und mitreißend.
Am 29. Juni werden die
Musiker dieses spezielle Pro-
gramm zum ersten Mal in einer
Kirche aufführen.
Mit ihrer mehr als zweistündigen, Zu sehen und zu hören sind Thin
abwechslungsreichen Reise durch die Crow in der Christuskirche. Beginn der
Geschichte des Rock von 1965 bis Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass
heute haben sich Sänger und Percus- um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um
sionist Michael Dorp, der bereits mit Spenden wird gebeten.
Chris Thompson von der Manfred Virginia LiskenDer besondere Hinweis
Gemeindefest am Sonntag, 7. Juli
Auch in diesem Jahr feiern wir unser benötigen wir Kuchen- und Salatspen-
Gemeindefest am vorletzten Sonntag den. Auch sind wir angewiesen auf
vor den Sommerferien. Wir laden Sie viele Helferinnen und Helfer, die bereit
herzlich ein, diesen Nachmittag bei sind, zeitweise Dienste zu übernehmen
Speisen, Getränken, Musik und Spie- beim Bon-Verkauf, diversen Essens-
len miteinander zu verbringen. Rund und Getränkeausgaben, Popcorn-
Maschine etc. und – nicht zu
vergessen – auch abends beim
Abbau. Sie wissen ja: Viele
Hände, schnelles Ende! Wenn
Sie es einrichten können, et-
was vorzubereiten und am Tag
selbst zumindest zeitweise zu
helfen, melden Sie sich bitte im
Gemeindebüro, Tel: 5 41 55.
Wir freuen uns auf einen
bunten und unterhaltsamen
Sonntagnachmittag mit Ihnen!
Das Gemeindefest beginnt
um das Dietrich-Bonhoeffer-Haus um 13 Uhr mit einem Gottes-
wird wieder ein buntes Programm für dienst und wird gegen 18 Uhr seinen
Groß und Klein angeboten (Spiele, Abschluss finden.
offenes Singen, Schminken, alkohol- Pfr. Horst Grothe
freie Cocktails, Popcorn und mehr).
Virginia Lisken, die seit vielen
Jahren schon in unserer Gemein-
de Konzerte organisiert mit ihren
Formaten NoiseLess und Kirchen-
klang, wird das Gemeindefest
diesmal selbst mit musikalischen
Darbietungen bereichern.
Wie im vergangenen Jahr wer-
den wir die Grills aufstellen und ge-
kühlte Getränke zur Verfügung ha-
ben. Damit das Fest gelingen kann,
bitten wir um Ihre Hilfe. Zum einenbesondere Gottesdienste
Feste – Feiern – Ferien –
Familiengottesdienst zum Gemeindefest am 7. Juli
Auch in diesem Jahr findet unser Ge- dienst um 13 Uhr einstimmen. Dieser
meindefest wieder an der Schwelle generationsübergreifende Gottesdienst
zu den großen Ferien statt: Alle Klas- wird vom Team des Kindergottesdiens-
senarbeiten sind geschrieben, der tes mit vorbereitet, von den Kindern
Urlaub ist in Sichtweite, die Koffer liebevoll mitgestaltet und vom Posau-
vielleicht schon gepackt – Entschleu- nenchor unserer Kirchengemeinde
nigung ist angesagt. Und im besten musikalisch unterstützt. Alle Kinder,
Fall scheint dazu die Sonne. Jugendlichen und Erwachsenen sind
In dieser Stimmung wollen wir am zu diesem Familiengottesdienst ganz
7. Juli unser Gemeindefest feiern und herzlich eingeladen.
uns hierauf mit einem Familiengottes-
Pfr. Dr. Udo Lenzig
Bibliolog-Gottesdienst am 28. Juli
Bibliolog ist eine Predigtform, bei der dienstbesucher auch die Freiheit, den
sich die Gemeinde aktiv beteiligen Bibliolog einfach nur still als Beob-
kann. Statt einer klassischen Aus- achter mitzuerleben.
legung eines Bibeltextes durch den Die Liturgie, die Lieder und Ge-
Pfarrer werden in dieser interaktiven bete bleiben beim Bibliolog-Gottes-
Form die Anwesenden mit in den dienst in ihrer klassischen Form er-
Bibeltext hineingenommen. Die Me- halten. Nur die Predigt, die halten in
thode des Bibliologs ist ein Weg, die diesem Gottesdienst alle miteinander.
Bibel als lebendig und bedeutsam für Wenn Sie das mit eigenen Augen
das eigene Leben zu erfahren. Dies und Ohren erleben möchten, dann
geschieht, indem die Gottesdienst- kommen Sie doch einfach zum Bib-
besucher sich selber in die Personen liolog-Gottesdienst am Sonntag, dem
eines biblischen Textes hineinverset- 28. Juli, dazu. Grundlage unseres Bi-
zen und ihnen ihre eigenen Worte bliologs wird der Bibeltext Markus 10,
leihen. Auf diese Weise kommt der 13-16 Die Segnung der Kinder sein.
Text den Teilnehmenden sehr nahe,
und sie können sich selbst als Teil der Pfr. Dr. Udo Lenzig
Geschichte Gottes mit den Menschen
erleben. Natürlich hat jeder Gottes-Aus der Kindertagesstätte
Insektenhotels für das evangelische Familienzentrum
Die kleinen Strolche
Durch zum Teil extreme Eingriffe des
Menschen in die Natur und durch die
moderne Landwirtschaft, bei der Pes-
tizide tagtäglich zum Einsatz kommen,
hat eine Vielzahl an Insekten ihren
traditionellen Lebensraum verloren.
Insektenhotels sollen diesen Tieren
deshalb eine neue Heimat bieten und
auf diese Weise deren Überleben si-
chern. Am 5. April war es dann soweit.
Mit viel Begeisterung bauten Kinder-
gartenkinder gemeinsam mit ihren
Eltern mehrere Insektenhotels für die
Einrichtung. Es wurde gehämmert,
geschraubt, gefeilt und geklebt. Alle
hatten einen Riesenspaß. Gemeinsam
mit den Kindern wurden geeignete
Plätze für die Insektenhotels im Vor-
garten gefunden.
Nun warten wir geduldig auf die
Das war Motivation genug für die Er- ersten Bewohner. Weitere Aktionen
zieherinnen der Tageseinrichtung Die zum Thema Artenschutz werden be-
kleinen Strolche, eine Eltern – Kind – stimmt noch folgen.
Aktion zu starten. Heike Mertes und Esther FranzAus der Kindertagesstätte
Hallo, mich aber beruflich etwas verändern.
ich möch- Deswegen bin ich seit dem 1. Mai als
te mich hier neue Kita-Ankerkraft für das Projekt
kurz vorstellen. Kita Einstieg – Brücken bauen in frü-
Ich heiße Stel- he Bildung bei der evangelischen Kir-
la Böcken und che in Jülich angestellt.
bin gelernte Er- Diese Stelle ist für mich eine neue
zieherin. Bisher Herausforderung mit vielen neuen,
habe ich in verschiedenen Kinderta- spannenden Aufgaben, auf die ich
geseinrichtungen gearbeitet, möchte mich sehr freue!
Joel, Michael
und Jamie
spielen Fußball.
Michael sagt: »Hast du das gesehen,
ich hab den Ball geschosst und gefangt?«
Joel ruft ganz erfreut: »Boah ey, super, gib mir five.«
Daraufhin meint Jamie:
»Mensch, das ist doch falsch, das heißt fünf.«
Mia sagt draußen
zu ihren Freundinnen:
»Beeilt euch, wir müssen rein
gehen. Wir haben jetzt frühsykalische
Müerziehung«
(gemeint war musikalische Früherziehung).Aus der Jugendarbeit
Was bisher geschah… Neues im
In den Osterferien fand zum 4. Mal
die Street Art Academy in Jülich statt.
Einmal die Woche heißt es im b.haus:
„Heute haben nur Mädchen hier Zutritt“
oder „Heute dürfen die Jungs den
Raum nutzen“.
Jeden Donnerstag von 16 bis
18 Uhr findet im b.haus die Mäd-
Im b.haus haben sich die Ju- chentime statt. In den zwei Stunden
gendlichen mit dem Thema HipHop müssen die Jungs draußen bleiben,
beschäftigt. Sie lernten täglich neue und es wird das gemacht, worauf die
Bausteine des HipHop Tanzens und Mädchen gerade Lust haben. Es wird
machten an einem Tag einen Abste- gebastelt, getanzt oder einfach nur
cher in die Musik- und Tanzrichtung gequatscht. Beim Basteln finden sich
House. Am Ende der Woche waren immer wieder die Farbe Rosa, das
die Jugendlichen in der Lage, eine Einhorn oder die Glitzerstifte wieder.
komplette Choreografie gemeinsam
zu tanzen. Die Woche wurde mit einer Freitags von 16 bis 18 Uhr
erfolgreichen Aufnahme eines Kurzvi- heißt es im b.haus »Alle Mädchen
deos der Choreografie abgeschlossen. raus, auch du Asya!« (Ich verziehe
Begeistert fragten die Jugendli- mich dann immer leise in mein Büro).
chen, wann die Street Art Academy Ab dem Zeitpunkt werden die Kinder
wieder stattfinden wird. und Jugendlichen dann von männli-
chen Teamern und einer Honorarkraft
betreut. Nach den Erzählungen bietet
die Jungstime jede Woche neue Pro-
grammpunkte. Von Fußballspielen
über einen kleinen Einblick ins Yugi-
ho spielen bis hin zu dem, was Jungs
eben so machen…
Die Mädchen- und Jungstime sind
ohne Anmeldung und ab 6 Jahre, je-
Aus der Jugendarbeit
der kann kommen, wenn sie oder er Woche zu kommen. Wir würden uns
gerade Zeit hat. Die Kinder und Ju- über neue Gesichter sehr freuen! Bis
gendlichen sind nicht verpflichtet, jede bald…
Offener Treff mit Kochen im Nordviertel
Einmal die Woche wechselt das Die Termine sind:
b.haus ihre Räumlichkeiten und ist Mittwoch, 29. Mai
mittwochs von 19 bis 21 Uhr im Mittwoch, 5. Juni
Nordviertel in der Nordstraße 39 Mittwoch, 12. Juni
(Alte Eisdiele) und kocht dort. Mittwoch, 3. Juli
Wer Interesse hat, kann sich sehr jeweils von 19 bis 21 Uhr
gerne bei mir melden unter a.klein@
evkg-juelich.de oder Tel.: 13 25.
Jugenddisco Let the beat get loud
Tanzen zu extrem lauten Beats heißt
es wieder am Samstag, 15. Juni, von
18 bis 21 Uhr im b.haus.
Eingeladen sind alle Jugendlichen
im Alter von 11 bis 15 Jahren. Kommt
vorbei und schaut Euch an, was tan-
zen zu extrem lauten Beats bedeutet.
Wir können nur sagen, es wird laut,
lustig, und für die Erfrischung ist auch
gesorgt.
Asya KleinAus der Jugendarbeit
Leseclub im b.haus eröffnet
Gemeinsam lesen, spielen,
etwas basteln – all das ma-
chen Kinder regelmäßig in
Leseclubs. Und das kön-
nen sie nun auch in Jülich
in der Offenen Jugendein-
richtung b.haus, wo am 10.
Mai feierlich der Leseclub
in Kooperation mit der
Stadtbücherei Jülich und
der Stiftung Lesen eröffnet
wurde.
Die Leseclubs sind eine
bundesweite Initiative der
Stiftung Lesen und ste-
hen unter dem Motto Mit
Freu(n)den lesen. In den
Leseclubs erhalten die Kinder Zugän- Konzept macht sich dabei den soge-
ge zum Lesen und können in ihrer nannten Peer-Group-Effekt zunutze,
Freizeit und ganz ohne Notendruck da es den Kindern Raum bietet, sich
ihre Lesemotivation steigern. Das gegenseitig zu unterstützen und zum
regelmäßigen Lesen zu
motivieren. Finanziert
werden die Leseclubs
aus Mitteln des Förder-
programms Kultur macht
stark. Bündnisse für Bil-
dung des Bundesminis-
teriums für Bildung und
Forschung.
»In den Leseclubs wird
die Lesekompetenz der
Kinder individuell und
spielerisch gefördert«, so
Asya Klein und Birgit Kas-
berg als Leiterinnen derAus der Jugendarbeit
beteiligten Projektpartner. »Die Inves- unterschiedlichsten Partnern in ganz
tition in einen neuen Leseclub ist da- Deutschland noch viele weitere Lese-
her auch gleichzeitig eine Investition clubs einrichten können.«
in die Bildungsfähigkeit der Kinder.« Die Bedeutung des Projektes un-
Wolf Borchers, zuständiger Projektlei- terstrich die Anwesenheit des hoch-
ter bei der Stiftung Lesen, ergänzt: »Je rangigen Publikums. So waren neben
mehr Freude Kinder am Lesen entwi- Pfarrer Horst Grothe und zwei wei-
ckeln, desto besser können sie in der teren Mitgliedern des Presbyteriums
Regel später lesen. Lesefreude sollte auch Bürgermeister Axel Fuchs und
daher so früh wie möglich geweckt Dezernentin Doris Vogel der Einla-
werden. Wir hoffen, dass wir mit den dung zur Eröffnung gefolgt.
Termine im Leseclub
Zurzeit finden an jedem Montag und Nach den Sommerferien wird es ein
Dienstag Angebote im Leseclub statt. neues Programm im Leseclub geben.
Eine Anmeldung ist erforderlich! Für mehr Informationen können Sie
Leseclub Leserabe sich gerne an Asya Klein, Jugendlei-
Montag Dienstag terin (a.klein@evkg-juelich.de oder
15 - 16 Uhr 16.30-17.30 Uhr 13 25) wenden.
für 6 - 9 Jahre ab 6 Jahre Asya Klein
14Erwachsenenbildung
KULTurCAFÉ – 1. Mittwoch im Monat, 9.30 bis 11.30 Uhr
Auf den Spuren evangelischen Islamische Lebensphilosophie
Lebens in Jülich
Seit dem 17. Jahrhundert gibt es in Islamische Lebensphilosophie
Jülich evangelische Christen. Wo Zu den Grundprinzipien des Glau-
feierten sie ihre Gottesdienste, wo bens gehören einerseits absolute Ge-
lebten die Pfarrer, wo wurden die horsamkeit und andererseits ein gu-
evangelischen Kinder unterrichtet, wo tes Miteinander mit allen Menschen,
die Verstorbenen bestattet? Susanne basierend auf Gleichheit, Freiheit,
Richter begibt sich auf die Suche nach Gerechtigkeit und gegenseitiger Tole-
Spuren evangelischen Lebens in Jü- ranz.
lich: in historischen Karten, Aufzeich- Termin: 3. Juli
nungen und in Gemälden und Fotos Referent: Prof. Syed M. Qaim
– eine Zeitreise durch die 400-jährige
Geschichte der Gemeinde.
Termin: 5. Juni
Referentin: Susanne Richter
Frauentreff ehemals Frauenhilfe
2. Mittwoch im Monat, 15 bis 17 Uhr
Über die Liebe und Sehnsucht: Nathan der Weise
Tilda und Mädchenabend Gotthold Ephraim Lessing beantwor-
Zwei Kurzfilme geben Impulse, über tet die Frage nach der Wahrheit der
die Liebe und Sehnsucht, über geleb- Religionen.
tes und ungelebtes Leben im Älter- Termin: 10. Juli
werden nachzudenken. Referent: Dr. Thomas Kreßner
Termin: 12. Juni
Referentin: Elke Bennetreu
Frauenkreis – letzter Mittwoch im Monat, 20 Uhr
Gemütlicher Sommerabend mit mitge- Termin: 26. Juni
brachtem kalten Buffet und Getränken Leitung: Martina PetersVeranstaltungskalender
Arbeitskreis Asyl 6. Juni 18 Uhr
4. Juli Karin Bittmann, Tel.: 77 19
Besuchsdienstkreis 13. Juni 18.45 Uhr
4. Juli
Bibel teilen 2. u. 4. Montag 18.30 bis 20 Uhr (nicht i.d. Ferien)
im Monat
Café Contact 6. Juni 14.30 bis 16.30 Uhr
(mit Kinderbetreuung) 4. Juli Karin Bittmann, Tel.: 77 19
Christl.-Islam. 26. Juni 20 Uhr, Islamisches Zentrum,
Gesprächskreis Rochusstr. 55
Deutschkurs dienstags 13.30 bis 15.30 Uhr
für Flüchtlinge (nicht i.d. Ferien)
Frauentreff 12. Juni 15 Uhr Über die Liebe u. Sehnsucht
(vormals Frauenhilfe) Elke Bennetreu
10. Juli 15 Uhr Nathan der Weise
Dr. Thomas Kreßner
Frauenkreis 26. Juni 20 Uhr Gemütlicher Sommerabend
Martina Peters
Frauengesprächskreis 17. September 17 bis 19 Uhr
WIR (nach den Ferien) Margret Fürst, Tel.: 5 29 62
Frauenchor mittwochs 20 Uhr im Kirchturmzimmer
Femme Vocale Julia Reimer, Tel.: 93 85 70
femme.vocale@mittagsstern.de
Gesprächskreis 5. Juni 19 Uhr Lebenselixier Wasser
Positives Denken 3. Juli 19 Uhr Klimawandel: Was nun?
Kirchenmusik
Gospelchor 6. u. 27. Juni 18 bis 19.15 Uhr
11. Juli
Kirchenchor donnerstags 19.30 bis 21.30 Uhr
Posaunenchor dienstags 17 bis 19 Uhr Anfänger
dienstags 19 bis 20.30 Uhr Fortgeschrittene
G. Rosenland, Tel.: (0 24 28) 90 42 85Veranstaltungskalender
Krankenhaus- letzter Donnerst. 10.45 Uhr
besuchsdienst im Monat
KulturCAFÉ 1. Mittw. / Monat 9.30 bis 11.30 Uhr
5. Juni Auf den Spuren evangelischen
Lebens in Jülich
Susanne Richter
3. Juli Islamische Lebensphilosophie
Prof. Syed M. Qaim
Mittagstisch montags 12.30 Uhr (nicht i.d. Ferien)
Offene Kinder- und montags 15 bis 19 Uhr offener Treff
Jugendarbeit ab 6 J. montags 15 bis 16 Uhr Leseclub*
dienstags 15 bis 19 Uhr offener Treff
dienstags 14-tägig
19 bis 21 Uhr Teamertreff
dienstags 16.30 bis 17.30 Uhr Leserabe*
mittwochs 15 bis 18.30 Uhr offener Treff
16 bis 18 Uhr Kochkurs*
mittwochs 19 bis 21 Uhr offener Treff im Nord-
viertel, Stadtteilzentrum, Nordstr. 39
donnerstags 16 bis 18 Uhr
Mädchentime
18 bis 21 Uhr offener Treff
18 bis 19.30 Uhr HipHop Tanzkurs
freitags 16 bis 18 Uhr Jungstime
*Anmeldungen erforderlich
In den Schulferien bleibt der Offene Treff geschlossen!
Seniorengymnastik dienstags 9.30 bis 10.30 Uhr (nicht i.d. Ferien)
Gabi Mergel, Tel.: 81 32
Skatrunde 12. u. 26. Juni 15 bis 18 Uhr
10. Juli
Spiel- und dienstags 9.30 bis 11 Uhr (nicht i.d. Ferien)
Krabbelgruppen donnerstags R. Flesch, Tel.: 34 84 56
freitags S. Köhler
S. Pietruszka
Trauerspaziergang 4. Mittw. / Monat 15.30 Uhr ab Christuskirche
mit dem Hospizkreis Tel.: (0 24 21) 39 32 20Gesichter der Gemeinde
10 Fragen an
Claudia Matzerath-Schultze,
Presbyterin und Posaunenchormit-
glied.
Als Kind war mein
Berufswunsch,…
…Tierärztin zu werden.
Heute bin ich…
…Tierarzthelferin in einer Fahrpra-
xis für Pferde und habe erfolgreich
zahlreiche Wildtierwaisen aufgezogen
und wieder ausgewildert.
Mit wachsender Freude engagiere
ich mich in unserer Kirche und dem
Posaunenchor.
Charaktereigenschaften, die ich Ein Grund, sich sozial oder poli-
an anderen mag… tisch zu engagieren ist,…
…Lebensfreude, Zuverlässigkeit und …dass manche Menschen oder Tiere
Humor. keine Unterstützung erfahren. Das er-
zeugt Widerspruch, da kann ich nicht
Gar nicht mag ich an anderen… wegsehen, da muss man etwas tun.
…Borniertheit und Aggressivität.
Eine Sache, die ich in Zukunft
Eine Sache, die ich nie vergessen tun will…
werde… …mir ein Bienenvolk zulegen und im-
…die Geburt meiner Tochter. kern.
Was ist für mich Glück… Ich würde gern Kaffee trinken
…Familie, Freunde, Spieleabende, mit…
stille Momente in der Natur, und dass …Richard von Weizsäcker.
Gott mir diesen liebevollen Mann an
meine Seite gestellt hat.Gruppen der Gemeinde
Die Frauenhilfe wird zum Frauentreff
Der Beginn der Frauenhilfe-Idee lag beschäftigen uns einmal im Monat mit
im beginnenden 20. Jahrhundert. einem interessanten Thema, das uns
Die Frauenhilfe trat an, um das sozi- ein Referent anbietet. So kommen im-
ale Elend in den Städten zu lindern. mer wieder einmal zu uns Pfr. Dr. Udo
Dieser Idee hat sich eine Frauengrup- Lenzig, Pfr. Horst Grothe, Pfr. i.R. Dr.
pe unserer Gemeinde zeitweise an- Thomas Kreßner, Martina Kreßner
geschlossen, um mit ihren Mitglieds- und Elke Bennetreu. Auch Sabine Ja-
beiträgen die gute Sache finanziell zu cobs und Helga Seifert berichten über
unterstützen. Ideen und Wissenswertes, wozu alle
Frauen zum Mit-
reden eingeladen
sind.
Wir würden
uns auch gern mit
Ihnen treffen und
uns bereichern
lassen von Ihrer
Lebenserfahrung
und Ihren Interes-
sen, wie wir Sie
gern teilnehmen
lassen möchten
an dem, was wir,
die schon da sind,
mitbringen. Sie
Da wir aber derzeit nicht mehr der können jede von uns ansprechen und
Frauenhilfe angehören, suchten wir sich zum Kommen verabreden oder
nach einem neuen Namen. Mit dem einfach nur dazukommen. Herzlich
Namen Frauentreff wollen wir anzei- willkommen!
gen, dass sich hier Frauen treffen und
gute Zeit miteinander zubringen. Wir Helga SeifertLeben in der Gemeinde
Kanzelrede von Doris Vogel
Doris Vogel, Stadt-Dezernentin und
Leiterin des Sozialamtes hat am
12. Mai von unserer Kanzel aus im
Gottesdienst gesprochen. Ihre Rede
stellte sie unter die Überschrift: Wür-
de, Werte, Wertschätzung.
Darin lehnte sie die oft vorge-
brachte Forderung nach einer deut-
schen Leitkultur ab, bekannte sich
aber mit klaren Worten zum Deut-
schen Grundgesetz, das sie als Basis
und Spielregel unseres Miteinanders
über alle Traditionen und religiöse
Regeln stellte.
Darüber hinaus beklagte sie die
zunehmende Verrohung in den so- das konsequente Bemühen, sich in
genannten sozialen Medien. Diese die Situation eines Hilfsbedürftigen
verglich sie mit dem antiken Kolos- einzufühlen. »Es ist nicht mein Ver-
seum, in dem Schaukämpfe veran- dienst, dass ich auf der anderen Seite
staltet und Menschen den Tieren zum des Schreibtischs sitze und in dieser
Fraß vorgeworfen wurden. Sie warb komfortablen Lage bin. Es könnte ge-
für ein respektvolles Miteinander und nauso gut umgekehrt sein.«
Beim Nachgespräch im
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
wurde deutlich, wie nah Doris
Vogel bei ihrer Arbeit am Men-
schen ist, und dass auch die
effektive Vernetzung aller so-
zialen Einrichtungen in Jülich
sehr viel zu tun hat mit ihrer
aufgeschlossenen und integra-
tiven Kraft. Vielen Dank, liebe
Doris Vogel!
Pfr. Horst GrotheHingeschaut
Der Jülicher Weltladen ist jetzt am Marktplatz
»Sei du selbst die
Veränderung, die
du dir wünschst
für diese Welt.«
Dieser Satz von Mahat-
ma Gandhi steht auf unserem neuen
Schaufenster, und es ist unser Bemü-
hen, danach zu handeln. Auch das
neue Logo steht symbolisch für dieses
Engagement.
Am neuen Standort, Marktplatz 7
an der Ecke zur Kleinen Rurstraße,
haben wir sehr viel positive Resonanz
von unseren Kundinnen und Kunden
bekommen, so dass wir jetzt endgültig Durch Existenz sichernde Löhne er-
dort bleiben werden. Ganz herzlichen fahren kleine Familienbetriebe Unter-
Dank dafür! Danke auch an den Kir- stützung, wird der Lebensunterhalt für
chenkreis und an die Kirchengemein- Frauen gesichert und Kindern ermög-
den für ihre Unterstützung. licht, eine Schule zu besuchen, statt für
Eine Reihe neuer ehrenamtlicher ihr Überleben arbeiten zu müssen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ver- Auch Upcycling ist bei uns ein
stärken unser Team, und so können Thema: Körbe aus Saristoffen, Deko-
wir mit dem Verkauf der fair gehan- objekte aus Dosen oder Fahrradket-
delten Produkte aus Asien, Afrika und ten und ... und ... und.
Lateinamerika viel Positives bewir- Das Team des Jülicher Weltladens
ken. würde sich über weitere Verstärkung
sehr freuen, denn in der Urlaubszeit
werden die Personalreserven der eh-
renamtlichen Kräfte schnell knapp.
Vielleicht haben Sie Interesse und ein
wenig Zeit, sich mit einzubringen?
Der Jülicher Weltladen ist geöffnet:
Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Wir
freuen uns auf Ihren Besuch.
Roswitha ClermontJülicher Pfarrhäuser
Die Pfarrhäuser der evangelischen Gemeinde (1)
Das lutherische Pfarrhaus
Vielleicht ist es Ihnen schon aufge-
fallen: Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus
hängt seit kurzem eine Federzeich-
nung des ehemaligen lutherischen
Pfarrhauses, die der Förderverein
Christuskirche vom Sohn des ehe-
maligen Jülicher Stadtdirektors Ernst
Lampenscherf (1913–1974) erwor-
ben hat. Lampenscherf hat diese Fe-
derzeichnung aus der Rückschau im
Jahr 1971 angefertigt – vermutlich
nach einem Foto aus den 1930er Jah- Alle drei wurden im Zweiten Welt-
ren. Der Kauf dieser sehr bekannten krieg zerstört. Heute befindet sich an
Ansicht von der Düsseldorfer Straße dieser Stelle ein größeres Gebäude
Ecke Bocksgasse brachte mich auf die (Haus Nr. 23).
Idee, Ihnen in einer kleinen Reihe die Man kann sich vorstellen, dass es
ehemaligen Pfarrhäuser der Gemein- für die Pfarrer nicht immer angenehm
de vorzustellen. war, in diesem Haus zu leben, denn
Das auf dieser Federzeichnung dar- die Verhältnisse waren sehr beengt.
gestellte ist auch das älteste uns be- Von 1801 bis 1821 mussten im Pfarr-
kannte Pfarrhaus. Sie sehen auf der haus auch Gottesdienste abgehalten
Zeichnung insgesamt vier Häuser, das werden. Man hatte sich nach dem Ab-
zweite von links ist das ehemalige lu- riss der lutherischen Kirche, die von
therische Pfarrhaus. Vermutlich wurde 1695–1801 auf der anderen Rurseite
es nach dem Stadtbrand Jülichs im im Bereich des heutigen Brücken-
Jahr 1547 erbaut. Diese Häuser wur- kopfes lag, damit beholfen, aus zwei
den auf zahlreichen Fotos, Gemälden Zimmern einen größeren Raum zu
und Postkarten abgebildet. Bekann- machen und darin den Gottesdienst
te Fotografen wie Erwin Quedenfeldt für die damals etwa 60-köpfige Ge-
(1915) und Hugo Schmölz (1936) fo- meinde zu halten. Mit der Übernahme
tografierten sie, und auch René von des Rheinlandes durch die Preußen
Schöfer machte bei seiner fotografi- (1815) wurden vermehrt auch luthe-
schen Aufnahme der Innenstadt Fotos rische Soldaten in die Garnison Jülich
(1938). Die Häuser galten als für das verlegt. Das Pfarrhaus war endgültig
16. und 17. Jh. typische Giebelhäuser. ungeeignet für die Abhaltung vonJülicher Pfarrhäuser
Gottesdiensten. 1821 erwarb die lu- in einem sehr schlechten Zustand, sie
therische Gemeinde ein Miteigentum war sehr steil und die Stufen ausgetre-
an der reformierten Kirche (Ort der ten, zudem war sie nicht beleuchtet.
heutigen Christuskirche) und konnte Seit dem Ende der 1870er Jahren
dort ihre Gottesdienste abhalten. wurde der Neubau eines Pfarrhauses
Nach dem Zusammenschluss der erwogen, er scheiterte allerdings am
lutherischen und reformierten Ge- fehlenden Geld. 1889 wurde dann
meinde 1857 wurde das Pfarrhaus zur der Verkauf des Pfarrhauses beschlos-
Dienstwohnung des zweiten Pfarrers. sen. Für Pfarrer Friedrich Schröder,
Der Zustand des Gebäudes war aller- der damals das Haus bewohnte, soll-
dings zunehmend desolat. Das Pro- te eine Wohnung angemietet werden.
tokollbuch der Gemeinde ist voll von In der Stadt ließ sich allerdings keine
Beschwerden über den baulichen Zu- Wohnung finden, in der die Verhält-
stand des Gebäudes. So trägt Pfarrer nisse besser waren als im Pfarrhaus.
Karl Hermann Hosse 1870 vor, dass Mit finanzieller Unterstützung vom
an dem Hinterbau in seiner Wohnung evangelischen Fabrikanten Julius
„ein Theil dem Einsturz nahe“ und Eichhorn wurde das Haus Düssel-
das Ganze der Reparatur dringend dorfer Str. 22 als neues Pfarrhaus
bedürftig sei. Das Gebäude wird als angekauft. Es diente bis nach dem
klein und eng beschrieben, „der be- Zweiten Weltkrieg dann als Gemein-
schränkte Raum des […] Pfarrhauses dehaus – nach dem Tod von Pfarrer
[ist] auch den Vorgängern des Pfar- Schröder wurde die zweite Pfarrstelle
rers Schröder vielfach nachtheilig ge- nicht wieder besetzt, und ein zweites
wesen, indem von denselben zu ihrer Pfarrhaus wurde nicht mehr benötigt.
Wohnung Zimmer des Nachbarhau- Heute befindet sich an dieser Stelle
ses hinzu gemiethet worden sind“. das Dietrich-Bonhoeffer-Haus.
Besonders die Treppe des Hauses war Susanne Richter
23Kirche kompakt
Der Deutsche Evangelische Kirchen- strukturierten Katholikentag statt. Für
tag ist mehr als fünf Tage Großver- 2021 ist ein gemeinsamer Ökumeni-
anstaltung alle zwei Jahre in wech- scher Kirchentag vorgesehen, der in
selnden Städten Deutschlands. Er ist Frankfurt stattfinden wird.
eine Laien-Bewegung, die Menschen Der Kirchentag ist eine Mitmach-
vereint, die sich gesellschaftlich enga- Veranstaltung, denn fast die Hälf-
gieren, Verantwortung übernehmen te der Teilnehmenden gestaltet das
und den christlichen Glauben leben Programm mit in Projektleitungen, in
wollen. Chören und Theatergruppen, beim
Der Kirchentag lädt ein, sich einzu- Abend der Begegnung oder mit ei-
mischen. Er gibt nicht vor, was richtig nem Stand auf dem Markt der Mög-
oder falsch ist, sondern eröffnet einen lichkeiten.
offenen und streitbaren Dialog – ob Und der Kirchentag ist jung. Über
früher zum Ost-West-Konflikt und der die Hälfte der Teilnehmenden ist un-
Nato-Nachrüstung oder gegenwärtig ter 30. Die Jugend mischt sich ein, re-
zu Digitalisierung, sozialer Teilhabe, det und gestaltet mit. Ob im eigenen
Europa oder Weltwirtschaft. So ist Zentrum Jugend, als ehrenamtliche
der Kirchentag ein gesellschaftliches Helferinnen und Helfer oder auf einer
Forum der Diskussion und Gemein- der zahlreichen Veranstaltungen.
schaft, ein Treffpunkt unterschiedli- Für unsere Gemeinde hat Jugend-
cher Konfessionen und Religionen. leiterin Asya Klein eine Fahrt für Ju-
Dafür stehen viele Persönlichkeiten gendliche organisiert. Vielleicht fahren
aus Politik, Religion und Kultur, die auch Sie im Juni zum 37. Deutschen
dem Kirchentag ein Gesicht geben. Evangelischen Kirchentag nach Dort-
Der Deutsche Evangelische Kir- mund? Neben den Dauerkarten gibt
chentag findet seit 1949 im jähr- es auch Tages- oder Abendkarten.
lichen Wechsel mit dem ähnlich Pfr. Horst GrotheDer Evangelische Kirchentag
Wanken. Die Zahl
der zur Verfügung
stehenden Fakten
und Informatio-
nen wächst ste-
tig an, führt aber
nicht zwangsläufig
zur Erkenntnis. Im
Gegenteil – Fakten
Das Motto des Deutschen Evangeli- werden, wenn sie nicht ins eigene Bild
schen Kirchentags in Dortmund Was passen, geleugnet. Fake News sind
für ein Vertrauen geht zurück auf eine der Hit in den sozialen Medien, sie
weniger bekannte Geschichte. Die müssen nur gut erzählt sein. Haben
assyrische Streitmacht steht vor Je- wir eigentlich noch feste Überzeugun-
rusalem, bereit, die Stadt zu erobern. gen oder sind wir nur noch Follower
Die Lage ist bedrückend, die Frage oder gar Friends von Influenzern? Da
des Eindringlings, auf wen Jerusalem erscheint die Losung wie ein Ausruf
denn vertraue – auf die Ägypter oder des Unverständnisses über christliche
gar den eigenen Gott – eher rheto- Zuversicht entgegen allem Anschein
risch. Der Assyrer bietet sogar 2000 und aller Logik.
edle Rosse an, Jerusalem müsse sie Lucius Annaeus Seneca, der römi-
nur noch bemannen. Der Ausgang ist sche Philosoph hat gesagt: »Wer den
bekannt (siehe 2. Könige 18-20, Jesa- Hafen nicht kennt, in den er segeln
ja 36-39 und 2. Chronik 32). will, für den ist kein Wind der richti-
Und auch heute, rund 2700 Jahre ge.« In welchen Hafen wir segeln wol-
später, stellt sich die Frage brandak- len, das muss jeder Mensch für sich
tuell. Die Anhänger der Volkspartei- entscheiden. Nur ist das unbequem.
en erkennen (noch) nicht (wieder), Es erfordert Mut, Haltung und Stand-
wofür ihre Parteien eigentlich stehen, festigkeit.
während Populisten auf scheinbar alle Weder der Kirchentag in Dort-
Herausforderungen eine Lösung ha- mund noch die Kirche(n) haben si-
ben (wollen). Vertrauen ist ein kost- chere Antworten. Was wir aber tun
bares, aber auch leicht verletzliches können, ist einander zuhören und
Gut. Und international? Da scheinen miteinander reden. Ohne diese bei-
alte Bündnisse zu zerbrechen. Die den Elemente wird es kein Vertrauen
erreichten Ziele der Friedensbewe- geben, und ohne Vertrauen keine Lö-
gung aus den 90er Jahren geraten ins sungen und keinen Frieden. Was für
25Was für ein Vertrauen
ein Vertrauen ist ein Motto, das Zuver- und schwer verwundet wurde. Auch
sicht und Ermutigung gibt, ohne Fra- wenn mittlerweile die Tage zuneh-
gen und Zweifel auszusparen. Stau- men, an denen er keinen der Familie
nend. Fröhlich. Widerständig. mehr erkennt, stimmt er textsicher in
Unser Vertrauen in Gott kann auch dieses Lied mit ein.
durch Lieder unterstützt werden. Bei
meinen Großeltern Marie und Fried- Von guten Mächten wunderbar
rich Gayk verging keine Familienfeier geborgen, erwarten wir getrost,
ohne gemeinsames Singen mit Groß was kommen mag.
und Klein. Gott ist bei uns am Abend und
am Morgen und ganz gewiss
Gott ist die Liebe, läßt mich erlösen. an jedem neuen Tag.
Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.
Drum sag ich noch ein Mal: Wie oft habe ich dieses Lied in
Gott ist die Liebe, Gott ist die Liebe, meinem Leben schon gesungen und
er liebt auch mich. trotz widriger Umstände vertrauens-
voll in die Zukunft geblickt? Ich weiß
Mit diesem Lied verbinde ich vor es nicht. Kennengelernt habe ich die
allem Erinnerungen an meine Groß- Worte im Religionsunterricht. Mit
eltern, die es immer mit Freude und Blick auf den Entstehungsort und die
Gottvertrauen angestimmt haben. Zeit, in der dieser wundervolle Text
von Dietrich Bonhoeffer geschrieben
Solang mein Jesus lebt wurde, hat mich dieses Lied nachhal-
und seine Kraft mich hebt, tig berührt. Es hat sich in mir festge-
muß Furcht und Sorge von mir setzt, wie es kein Popsong vermochte.
fliehn, mein Herz in Lieb erglühn. In traurigen, aber auch in den glück-
lichsten Momenten meines Lebens
Dieses Lied von E. Gebhardt ist lasse ich es als mein Vertrauenslied
das Vertrauenslied meines 95-jähri- erklingen.
gen Großonkels Willi Seiler. Es hat Haben Sie auch so ein Vertrauens-
ihn sein Leben lang begleitet. Aus ihm lied, das Sie durch Ihr Leben trägt?
schöpfte er Kraft und Hoffnung, als er
als Sanitäter in den Krieg geschickt Claudia Matzerath-SchultzeEvangelische Kirchengemeinde Jülich
Bilder:
Impressum Seite 3: Kirchenklang (Thin Crow)
Seite 8-11: Jugendarbeit Sophie Jacobs, Arne Schenk
Herausgeber Seite 18: Ilse.Dunkel_pixelio.de
und verantwortlich im Sinne des Presse- Seite 23: Frauentreff (Evang. Kirchengem. Jülich)
rechts ist das Presbyterium der Kirchen- Seite 24: Sabine Jacobs
gemeinde Jülich Seite 25: Weltladen (Roswitha Clermont)
Seite 26-27:
Verantwortliche Redaktion: 1. Federzeichnung von Ernst Lampenscherf im Dietrich-
Monika Gerdes Bonhoeffer-Haus (Foto: Norbert Rauland)
2. Foto der Düsseldorfer Straße 25–29, 1930er Jahre
Druck: Gemeindebriefdruckerei (Museum Zitadelle Jülich)
Groß Oesingen 3. Aquarell aus dem Jahr 1935 von Johann Peter
Auflage: 4300 Körschgen (Museum Zitadelle Jülich)
Seite 32: Berggeist007_pixelio.de
Der nächste Gemeindebrief erscheint zum
1. August 2019
Redaktionsschluss ist der
18. Juni 2019
Zuschriften an:
Redaktion Gemeindebrief,
Düsseldorfer Str. 30
52428 Jülich
Die Redaktion behält sich vor, eingesandte
Beiträge redaktionell zu bearbeiten und
unter Umständen zu kürzen.
Der Herr wird seinen Engel mit dir senden
Titelbild: Evang. Kirchengemeinde Jülich
und Gnade zu deiner Reise geben.
1. Mose, 24,40
Losung für Juni
Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
Hebr 13,2
Losung für Juli
Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen,
bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
Hos 10,12Sie können auch lesen