Freundesbrief der Christusträger-Schwestern
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G a r ten kon zer t – B a lsa m für d ie Seel e
Freundesbrief
der Christust rä ger -Schwes tern
Rödermark Mai und Juni 2021
Liebe Freunde!
Wie sollen wir die zurückliegenden In der Weihnachtsandacht 2020 für die Häuser Morija
und Mamre ging es um das Warten, wie es in dem Lied
15 Monate beschreiben? Über ein Jahr „Alles schenkt Gott mit dem Kind“ auf einer Weihnachts-
Pandemie – eine Entwicklung, die sich CD von Christoph Zehendner ausgedrückt wird.
niemand zuvor hätte denken können.
Schon sehr bald wurde uns bewusst, dass
wir mit unserer Altenpflege-Einrichtung
und dem Betreuten Wohnen eine exponierte
Stellung haben und sehr gefährdet sein
werden. Zwischen Beten, Hoffen, Bangen
und Warten bewegten wir uns – wie so
viele Menschen – während der ganzen
zurückliegenden Zeit!
S chu l k i n de r ü be r br i n ge n e i n We i hn a cht s bä u mche n
s1 — RödermarkBesucherzone in Coronazeiten Übertragung einer Musikandacht Ausbildungsplanung
Wir haben auf Frieden gewartet – Unsere BewohnerInnen in Morija und Mamre haben in
diesem Jahr auf Besuch gewartet – so sehnsuchtsvoll wie nie.
So hatte das Jahr 2020 begonnen: wir haben Pläne für ein
Es gab – je nach Lage und gesetzlichen Verordnungen –
ganz normales Jahr gemacht, wollten Feste feiern, in Urlaub Besuche an der Fensterscheibe mit Funksprechmöglichkeit
fahren, einen Gottesdienst zum Dank für 30 Jahre Haus oder Besucherpavillons im Freien, Besucherzonen im Ein-
Morija feiern. Viele Menschen haben sich auf Geburtstags gangsbereich und im Café oder einfach Videoanrufe. Hoffen
feiern, Hochzeiten, Jubiläen gefreut. und Bangen um den entsprechenden Schutz – die Mitarbei-
Dann kam das Virus – in China – aber doch nicht bei uns. terInnen hatten vielfach Angst, das Virus hier in unsere Häu-
Wir haben erwartet, dass es uns nicht erreicht – als es da war, ser zu bringen oder umgekehrt, es in ihre Familien zu tragen!
dass es nicht so schlimm wird. Als es schlimmer wurde, dass
wir mit unserer Hygiene in Deutschland damit klarkommen. Wir haben auf Wunder gewartet –
Wir haben wie so Viele erwartet, dass es spätestens im Stattdessen kamen immer weitergehende Einschränkungen,
Sommer überstanden sein wird. Quarantäne-Maßnahmen, die Infektion im Haus, Krankheit
und Sterben. Über Wochen bedeutete das: Arbeit im Voll-
Wir haben auf Heilung gewartet – schutz – Maske, Visier, Schutzkittel, ständiges Wechseln der
Schutzkleidung. Unsere MitarbeiterInnen haben gemeinsam
Ja, wochenlanges Warten zunächst auf Masken und Des Unvorstellbares geleistet, und wir Verantwortlichen standen
infektionsmittel, auf Rückgang der Infektionszahlen, später unter massivem Druck. Konnte es noch schlimmer kommen?
auf Testmöglichkeiten und auf einen wirksamen Impfstoff.
Doch lange Zeit geschah nichts. Plötzlich keine Sicherheit An Weihnachten hörten wir mit dem erwähnten Lied:
mehr, keine wirkliche Hilfe für die Heime, keine Aussicht Alles was Gott uns nun gibt, ist ein Kind.
und natürlich auch „kein Entkommen“! Neue Bewohner Alles schenkt Gott mit dem Kind,
aufzunehmen war zunehmend erschwert bzw. nicht mehr mit dem auf der Erde der Himmel beginnt.
möglich, denn es mussten zunächst Quarantänemöglich- (Text: Manfred Siebald/Melodie: Manfred Staiger)
keiten geschaffen werden: Manche Zimmer blieben dafür
leer, aus Doppelzimmern wurden Einzelzimmer. Ja, wir feierten Weihnachten in unseren Häusern – unter
anderen Bedingungen, aber festlich und freudig mit Über
tragung einer Andacht, Posaunenmusik am Abend, Geschen-
Wir haben auf Weisheit gewartet –
ken und schönem Essen. Um Besuche über die Feiertage zu
Dafür gebetet und alles dafür getan, unsere pflegebedürf- ermöglichen, ob am Fenster oder in den Besucherzonen,
tigen alten und gebrechlichen BewohnerInnen zu schützen. wurden zusätzliche Dienste geplant. Denn: neun Tage vor
Das ging nur mit Kontaktbeschränkungen und immer neuen dem Fest kamen wir aus der vom Gesundheitsamt aufer-
Regeln, einem beständigen Abwägen und Überprüfen der legten Quarantäne und mussten in Windeseile alles wieder
Maßnahmen. umorganisieren.
s2 — RödermarkÜberraschung vom ProMorija-Freundeskreis C o r o n a -Te s t s t a t i o n Ostern – Hoffnungszeichen
Info:
Wir haben auf Leben gewartet – das uns nicht nur
zwischen den Fingern zerrinnt. Wo:
In Rödermark seit 1990
In der Rückbesinnung merken wir:
Wir haben auch Schönes erlebt in dieser Krisenzeit – mitten
Was:
in der Pandemie: –A
ltenpflegeheim „Haus Morija“: 102 vollstationäre
Plätze, eingestreute Kurzzeit- und Tagespflegeplätze
• K
leine Feiern und Ausflüge im Sommer, Musik im Garten
mit Zuhörern auf den Balkonen, regelmäßige Übertragung –B
etreutes Wohnen „Haus Mamre“: 30 Mietwohnungen
von Musikandachten im Haus; Urlaub Zuhause mit Freude –E
xterner Mittagstisch für Senioren
an den kleinen Dingen. –A
usbildungsplätze in Pflege und Hauswirtschaft
• W
ir haben in aller Kraftanstrengung einen großen Zusam- –S
tellen für Freiwilliges Soziales Jahr bzw. Bundes-
menhalt gespürt im Arbeitsalltag – unsere MitarbeiterInnen freiwilligendienst
sind über sich hinausgewachsen. –P
roMorija Freundeskreis e.V. zur finanziellen
• J unge Menschen aus der Kirchengemeinde übernahmen Unterstützung mit über 200 Mitgliedern
in großer Treue die wöchentlichen Einkäufe für Bewoh
Wer:
nerInnen und MieterInnen.
Die Schwestern Dagmar, Dorothee, Hildegard, Regina
• U
nser ProMorija Freundeskreis startete eine Spenden und Sibylle mit 140 Angestellten und 25 Ehrenamtlichen
aktion und erlebte eine überraschend große Resonanz.
Die Senioren-Schwestern Else, Herta und Margrit
Zu Ostern und Pfingsten kam die Blumenfülle per Spende.
• Der Heimbeirat schickte Rosen für die MitarbeiterInnen. Leitbild:
• U
nschätzbar die personelle Unterstützung durch unsere Wir wollen in unserer Aufgabe jedem Menschen deutlich
Christusträger-Schwestern und -Brüder sowie die Masken- machen, dass sein Leben einen unschätzbaren Wert hat,
Näh-Aktion der CT-Freunde aus Triefenstein und der weil es von Gott geliebt ist.
evangelischen Kirchengemeinde hier. So könnten wir die
Aufzählungen fortführen – und sagen allen, die an uns Auch den Angehörigen wurde ungeheuer viel abverlangt
gedacht haben, ein großes DANKE. und wir danken ihnen allen, dass sie – in allem Ringen
Staunend haben wir gesehen, wie unsere Morija- und Mamre- um gute Lösungen – mit uns gemeinsam diese Situation
BewohnerInnen die Einschränkungen bisher durchgestan- getragen und gemeistert haben.
den haben. Wir sind beeindruckt von ihrer Geduld, von Ein Meilenstein dann die beginnenden Impfungen am Ende
ihrem selbstverständlichen Umgang mit der Maske, von der des Jahres 2020! Sie brachten zunehmend Entlastung –
Zähigkeit, mit der sie das nun mal Unvermeidliche über noch keine Normalität, aber Hoffnung und für alle mehr
lange Strecken ertragen! Sicherheit.
s3 — RödermarkO h ne Mas ke n im Freien - re S r.Ma rgr i t I m S chwe s te r n ha u s , von l i : S r. Reg i n a , S r. D o rot h ee, S r. S i b yl l e, S r. E l s e ,
S r. H i l d eg a rd , S r. H e rt a , S r. Da g m a r
Wir haben also doch Wunder erlebt: Das Wunder einer guten im Home-Office. Sr. Margrit, Sr. Herta und Sr. Else redu-
und verlässlichen Zusammenarbeit aller Mitarbeiter und zierten ihre Kontakte und unterstützten uns, wo sie konnten.
aller Bereiche im Haus; das Wunder, die Zeit der Infektionen
Nicht vergessen wollen wir am Ende diejenigen Menschen, für
überstanden zu haben; das Wunder von Kraft und Verge-
die dies alles zu schwer war und von denen wir uns verabschieden
bungsbereitschaft, wo die Nerven eigentlich blank lagen,
mussten sowie die Angehörigen, die um sie trauern!
das Wunder von Nähe trotz äußerem Abstand; das Wunder
von Zuversicht mitten in bedrohlichen Situationen! In diesen Tagen werden wir in einer „Zeit des Erinnerns“
in unserer Kapelle ihrer gedenken. Auch wenn dieses Ritual
Das Wunder, dass wir trotz all der Erschwernisse nicht
seit längerem fest in unserem Jahresrhythmus verankert ist,
stehengeblieben sind: so haben wir zwei Drittel des Dach
wird es in diesem Jahr anders sein. ...
geschosses renoviert und umgebaut, sodass unsere freiwilli-
gen Helferinnen und AltenpflegeschülerInnen Anfang 2021 Dankbar für Ihre Unterstützung und Gottes Hilfe; entlastet,
in ihr neues Domizil umziehen konnten. Die Ausbildungs weil nicht ein Virus, sondern Jesus die Krone (Corona) trägt,
reform für Pflegeberufe trat in Kraft und forderte viel Zeit grüßen wir Sie alle ganz herzlich und wünschen Ihnen
für Planung, Organisation und Schulung verschiedener Gottes spürbaren Segen!
MitarbeiterInnen.
Sr. Heiderose zog im Mai 2020 in eine Zweier-Schwestern- Ihre Christusträger-Schwestern aus Rödermark
Gemeinschaft nach Bensheim um.
Wir „Diensthabenden“ sind im November für einige Wochen
ins Heim umgezogen, zwei Schwestern erkrankten dort an
CoViD-19 und waren in Quarantäne, Sr. Dorothee arbeitete
Konto Schwesternhaus Rödermark: Schwesternhaus:
Evangelische Kreditgenossenschaft · BLZ 520 604 10 · Konto 04113 020 Ta l s t r a ß e 3 8
I B A N - N r. D E 1 5 5 2 0 6 0 4 1 0 0 0 0 4 1 1 3 0 2 0 · B I C- C o d e : G E N O D E F 1 E K 1 63322 Rödermark
Konto Pro Morija Freundeskreis e.V.: C h r i s t u s t r ä g e r-S o z i a l w e r k
Sparkasse Dieburg · BLZ 508 526 51 · Konto 451 099 72 Zwickauer Straße 2 /5
I BA N - N r. D E 1 0 5 0 8 5 2 6 5 1 0 0 4 5 1 0 9 9 7 2 · B I C- C o d e : H E L A D E F 1 D I E 63322 Rödermark
Verwaltung
H ergersh o f · H e r g e r s h o f 8 · 7 4 5 4 2 B r a u n s b a c h · T E L 0 7 9 0 6 - 9 4 0 0 4 3 · FA X 0 7 9 0 6 - 8 6 7 0
E - M ail v e r w a l t u n g @ c h r i s t u s t r a e g e r- s c h w e s t e r n . d e I n t er n e t w w w . c h r i s t u s t r a e g e r- s c h w e s t e r n . d e
s4 — RödermarkSie können auch lesen