GEMEINSAM GEGEN AUSGRENZUNG UND VERGESSEN - Dokumentation des Jugendforums denk!mal '20
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Dokumentation des Jugendforums denk!mal ’20 vom 22. bis 28. Januar 2020 anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Inhalt Vorwort 4 Das Jugendforum denk!mal 5 mach!mal 8 sing!mal 22 schreib!mal 24 mal!mal 27 Dialogveranstaltung denkt!mal miteinander 31 Zeitzeuginnengespräch mit Margot Friedländer 33 Unsere Kooperationspartner 34 Arbeitsgruppe 27. Januar 37 Das Projektteam 38 Kontakte mach!mal 39 sing!mal 41 schreib!mal 41 mal!mal 41 Sponsoren 42 Das nächste Jugendforum 43 Impressum 44
4
Vorwort
»Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen
zur Wachsamkeit m ahnen.«
Mit diesen Worten erklärte 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar
mit Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien zum Tag des Gedenkens an die Opfer
des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und
Vernichtungslager Auschwitz. Der Name dieses Ortes wurde zum Symbol für den millionen
fachen Mord an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, geistig und/oder körperlich Beeinträch-
tigten, politisch Andersdenkenden, Vertreterinnen und Vertretern der Kirche, Homosexuellen,
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.
2020 jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 75. Mal, ebenso wie die bedingungslose
Kapitulation der Wehrmacht und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Letzterem
gedenkt das Land Berlin am 8. Mai mit einem Feiertag und erinnert an die zwölf Jahre wäh-
rende nationalsozialistische Gewaltherrschaft, an Ausgrenzung, Verfolgung und Mord.
Gemäß den Worten Herzogs richtete das Abgeordnetenhaus von Berlin nun bereits zum 18. Mal
das Jugendforum denk!mal aus. Dieses ruft Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dazu
auf, auf vielfältige kreative Art der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und sich gegen
heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung zu engagieren. Die Projekte
der jungen Menschen sind Teil einer lebendigen Erinnerungskultur und tragen dazu bei, dass
die Opfer des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Ich freue mich, dieses
besondere Engagement im Rahmen des Jugendforums denk!mal würdigen zu können.
Mein besonderer Dank gilt allen jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den vielen engagier-
ten Projektleiterinnen und Projektleitern, unseren Sponsoren, Unterstützern und Kooperations-
partnern, der Moderatorin der Abendveranstaltung Dalia Grinfeld und nicht zuletzt dem
Projektteam, bestehend aus Gina Enslin und Robert Hoffmann, sowie allen anderen Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeitern unseres Hauses, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung zum
Gelingen des Jugendforums denk!mal ’20 beigetragen haben.
Ralf Wieland
Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin5 Das Jugendforum denk!mal Jährlich erinnert das Abgeordnetenhaus von Berlin anlässlich des Gedenktages am 27. Januar mit dem Jugendforum denk!mal an die Opfer des Nationalsozialismus. Das diesjährige Motto »Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Vergessen« macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Einsatz für unsere Demokratie und gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind. Mehr als 600 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beteiligten sich in diesem Jahr mit 39 Ausstellungsbeiträgen und fünf Bühnenprojekten unter den Schlagworten »mach!mal«, »sing!mal«, »schreib!mal« und »mal!mal«. Im Abgeordnetenhaus von Berlin stellten sie ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit vor. So leisteten sie einen Beitrag zur Erinnerung an die Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus und setzten sich zugleich eindrucksvoll für eine vielfältige Gesellschaft ein. Ob Theaterstück, Hörspiel, Skulptur oder Kurzfilm: Die gestalterische Verwirklichung kann jede Form annehmen. Alle musikalischen Genres von Oper bis Rap sind willkommen. Singt, was euch bewegt! Wir freuen uns über Gedichte, Essays oder Slams von jungen Autorinnen und Autoren zum Thema des Jugendforums. Von Aquarell bis Graffiti: Das Casino des Abgeordnetenhauses wird zur Galerie für eure Kunstwerke.
7 »Gegen das Vergessen der Opfer des Holocausts hilft nur, den Zahlen Namen und Gesichter zu geben sowie Lehren für das Jetzt und Hier zu ziehen. Besonders als junge Jüdin und Deutsche schätze ich die Kinder und Jugendlichen, die stets Verantwortung für die Erinnerung an die Opfer zeigen. Mit ihrem Engagement sagen sie Antisemitismus und allen Formen von Hass den Kampf an!« Dalia Grinfeld, Moderatorin der Abendveranstaltung Dalia Grinfeld ist seit Juni 2019 Assistant Director of European Affairs bei der Anti-Defamation League. Zuvor war sie als Policy Beraterin für die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union tätig. Darüber hinaus amtierte Dalia Grinfeld zwei Jahre lang als erste gewählte Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, deren Gründungsmitglied sie ist.
… ein Theaterstück … eine Ausstellung … eine Dokumentation … ein Interview … einen Film … eine Performance
9
#MeTwo 2084 – Big Nazi is Als die Gestapo an der
watching you Haustür klingelte
In diesem Jahr zeigte die Max-Bill-Schule
mit ihrem Projektbeitrag einen dystopischen
Gesellschaftsentwurf der Zukunft, geprägt
durch Überwachungsmechanismen eines
autoritären Staates in Anlehnung an George
Orwells berühmten Roman »1984«. Die
Schülerinnen und Schüler stellten ein natio-
nales Geschichtsmuseum aus der Perspektive
Im Rahmen des Politikunterrichts befassten des Jahres 2084 nach. In diesem wurden
sich Schüler/-innen des Oberstufenzen verschiedene fiktive Exponate ab dem Jahr
trums für Kommunikations-, Informa 2020 präsentiert. Die dargestellte Zukunfts- Schüler/-innen der Grund- und Sekundarstufe
tions- und Medientechnik (OSZ KIM) mit vision soll vor sich aktuell vollziehenden Ent- der Friedenauer Gemeinschaftsschule
der Debatte um den Hashtag #MeTwo, der wicklungen warnen und Handlungsoptionen befassten sich in dem Projekt mit der Familien-
in sozialen Medien Alltagsrassismus sichtbar dagegen aufzeigen. geschichte des Holocaust-Überlebenden
machte. Dazu suchten die Projektteilnehmer/ Franz Michalski, der im Alter von zehn Jahren
-innen Hashtags aus, mit denen sie selbst vor der geplanten Deportation durch die
oder andere im Alltag konfrontiert wurden Gestapo fliehen konnte. Hierbei erhielten
und setzten diese künstlerisch in einem die Projektteilnehmer/-innen Einblicke in die
Kurzfilm um, der ein filmisches Statement Erlebnisse der Familie Michalski, lernten rele-
gegen Ausgrenzung und Diskriminierung ist. vante Orte kennen und erfuhren mehr über
die Rolle der für die Überlebensgeschichte
bedeutsamen »Stillen Helden«.
Im Rahmen des Jugendforums denk!mal ’20
präsentierten sie deren Porträts, vertiefende
Informationen zu den Familienmitgliedern
sowie Auszüge eines Dokumentarfilms.10
Anne Frank 90 Antisemitismus in Deutschland – Auch du kannst ein Held sein!
wir haben gefragt
2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden.
Aus diesem Anlass beschäftigte sich der
Leistungskurs Kunst des Anne-Frank-Gym
nasiums in seinem Projekt »Anne Frank 90«
mit den Spuren jüdischen Lebens im unmittel-
baren Umfeld der Schule in Altglienicke.
Über eigene Recherchen fanden die Schüler/-
innen die Adressen ehemaliger jüdischer
Wohnhäuser und erkundeten diese Orte der
Verfolgung jüdischer Bürger/-innen, foto
grafierten Hausfassaden und die davor befind-
lichen Bürgersteige – mit oder ohne Stolper-
steine. Diese fotografische Dokumentation
zeigten sie, kombiniert mit Konterfeis der be-
teiligten Schüler/-innen, im Rahmen der Aus- In Interviews haben Schüler/-innen des Im Kunstunterricht an der Cecilien-Grund
stellung des Jugendforums denk!mal ’20. Otto-Nagel-Gymnasiums in Marzahn schule in Wilmersdorf befassten sich Schüler/-
Menschen verschiedener Glaubensrichtungen innen der 5. und 6. Klasse mit Held/-innen
sowie Atheistinnen und Atheisten zum Thema der Zeitgeschichte, beispielsweise Rosa Parks,
Antisemitismus in Deutschland befragt. Sie Muhammad Ali und Walentina Tereschkowa.
fingen Erfahrungen, Eindrücke und Meinun- In einer kreativen Auseinandersetzung erar-
gen zu dieser bedauerlicherweise sehr aktu- beiteten sie 20 Porträts solcher Held/-innen,
ellen Thematik ein und sprachen mit unter- schlüpften in deren Rolle und dokumentier-
schiedlich davon Betroffenen. Die Interview- ten dies. Die dabei entstandenen Porträts
ergebnisse wurden von den Schüler/-innen wurden beim Jugendforum denk!mal ’20
neu vertont und waren in der Ausstellung präsentiert. In ihren Texten stellten die
von denk!mal ’20 zu hören. Schüler/-innen dar, warum sie die jeweilige
Person als ihre persönliche Held/-innen aus-
gewählt haben. Ziel des Projekts ist es, den
Schüler/-innen erfahrbar zu machen, dass
auch sie Held/-innen sein und zu einem
friedlichen Miteinander beitragen können.11
Audioguide durch das Bobruisk ’41
Bayerische Viertel
In knapp 30 Stationen führt ein neuer Audio-
guide, entwickelt von Schüler/-innen der
Georg-von-Giesche-Schule, durch das Baye-
rische Viertel in Schöneberg. Hier lebten vor
der Zeit des Nationalsozialismus viele jüdische
Familien. Unter Anleitung des Teams vom
Jugend Museum recherchierten die Zehnt-
klässler selbstständig zu den Themen Juden-
verfolgung und Erinnerung an die NS-Verbre-
chen, machten Tonaufnahmen und führten
Interviews mit Expert/-innen. Der Audioguide
und die ergänzende Broschüre sollen nun
weiteren Schüler/-innen die Geschichte des
Bayerischen Viertels und seiner Bewohner/-
innen vermitteln. Der Audioguide war in der
Ausstellung von denk!mal ’20 zu sehen und
zu hören.
Das Projekt »Bobruisk ’41« dokumentierte das
beim vergangenen Jugendforum denk!mal
aufgeführte gleichnamige Theaterstück rund
um die Geschichte von Dina Levina (geb.
Kaznelson) der Evangelischen Jugend
Charlottenburg-Wilmersdorf unter Leitung
von Ilja Gorodezki und Ralf Kegel. Es ergänzte
die letztjährige Bühneninszenierung mit
Texten und künstlerischen Darstellungen, in
deren Mittelpunkt das Schicksal Jakob
Kaznelsons steht. Seine sechs Brüder und er
waren als Juden im weißrussischen Bobruisk
der Verfolgung durch den Nationalsozialismus
ausgesetzt. Kaznelson entschied sich, gegen
die nationalsozialistischen Truppen zu kämp-
fen. Er verlor während des Zweiten Weltkrieges
seine Familie und fast auch sein Leben. An-
hand von Text und Bild wird vermittelt, wie
Jakob Kaznelson überlebt hat.12
Das muss erzählt werden! Der mutige Widerstand der Die Weltreligionen
Weißen Rose
15 Schüler/-innen der Friedenauer Im Zuge der Beschäftigung mit den Weltreli-
Gemeinschaftsschule präsentierten bei gionen besuchten Schüler/-innen der Friede
denk!mal ’20 auf der Bühne zunächst eine nauer Gemeinschaftsschule in Berlin Gottes-
Collage von Gedichten, Pantomime und häuser der großen monotheistischen Religio-
Musik. So wurden verschiedene kreative nen. Auf Grundlage des dort e rworbenen
Zugänge zur Auseinandersetzung mit den Wissens entstand eine Ausstellung, für welche
Verbrechen des Nationalsozialismus und mit die Teilnehmenden des P rojektes Informatio-
der Geschichte von Zeitzeugen gezeigt. nen zu den einzelnen Religionen, ihren Sym-
Darauf folgten von den Schüler/-innen vor- bolen, den heiligen Schriften, Feiertagen,
bereitete Vorträge, welche die Aufführung Ritualen und Traditionen sammelten. Diese
inhaltlich abrundeten. Zum Gegenstand hatten setzten sie für die Ausstellung in Form eines
diese Vorträge die Entwicklung von der selbst gebastelten Hauses der Religionen um,
Machtübertragung an die Nationalsozialisten das symbolisch für eine friedliche Koexistenz
bis zum Holocaust sowie die »Stillen Helden«, steht und mit dem sich die Teilnehmerinnen
welche mit der heimlichen Unterbringung und Teilnehmer für ein gutes Zusammenleben
von Verfolgten Widerstand gegen das in der Gesellschaft engagieren.
Regime leisteten, und die Bedeutung der Gemeinsam erschlossen sich Schüler/-innen
Menschen- und Kinderrechte. der 3. und 4. Klasse der Klecks Grundschule
in Kooperation mit Kulturbus.net e. V. im
Rahmen der AG Geschichtswerkstatt die
Biografien der Geschwister Scholl und ihrer
Freundinnen und Freunde in der Widerstands-
gruppe »Weiße Rose«. In ihrem Ausstellungs-
beitrag lieferten sie viele geschichtliche Hin-
tergrundinformationen. In den Mittelpunkt
ihres Beitrags stellten sie den Mut, welcher
notwendig gewesen sein muss, um Wider-
stand gegen die nationalsozialistische Herr-
schaft zu leisten, und f ragten danach, wo es
heutzutage wichtig sei, Mut zu zeigen.14
Die Würde des Menschen – Die zwei Schwestern Laserstein Ein Mensch ist erst vergessen,
Zukunft durch Erinnerung wenn sein Name vergessen ist.
Für »Die zwei Schwestern Laserstein« recher-
chierte der Kunstkurs der 9. Klassen der Gail
S. Halvorsen Schule gemeinsam mit dem
Vajswerk e. V. die Biographien und Werke
der berühmten Malerin Lotte Laserstein und
ihrer Schwester Käte, die Lehrerin an der
Halvorsen Schule war. Daraus entwickelten
sie ein Theaterstück, das im Dezember 2019
aufgeführt wurde. Einen thematischen Schwer-
punkt stellt dabei die Ausgrenzung und Ver-
folgung der beiden Frauen dar, die als soge-
nannte »Dreivierteljuden« aus dem Kunst Mit dem Leben und dem Schicksal von Max
betrieb verbannt beziehungsweise aus dem Katz, der 1941 im Alter von 20 Jahren von
Schüler/-innen der Sekundarstufe I der Freien Schuldienst entlassen wurden. Während Lotte den Nationalsozialisten in den Selbstmord
Naturschule Barnim beschäftigten sich im Laserstein eine Ausstellung in Stockholm zur getrieben wurde, beschäftigten sich Schüler/
Zuge ihres Projekts intensiv und auf vielfältige Emigration nutzte, tauchte ihre Schwester -innen des Robert-Koch-Gymnasiums in
Weise mit dem Thema Zwangsarbeit im in Berlin u nter. Ihre Mutter starb im Kreuzberg. Ihre Schule befindet sich in der
Nationalsozialismus. Ausgehend von der Konzentrationslager Ravensbrück. Die in der Straße, in welcher auch der letzte Wohnort
Regionalgeschichte Biesenthals thematisier Vorbereitung auf das Theaterstück entstan- von Katz war und wo heute ein Stolperstein
ten die Schüler/-innen Menschenwürde und denen Rechercheergebnisse präsentierten die an ihn erinnert. Sie setzten sich zudem für
Toleranz an einem k onkreten Beispiel und Jugendlichen beim Jugendforum denk!mal. die Finanzierung eines Grabsteins für Max
rückten das Thema damit verstärkt in den Katz ein und organisierten eine Steinweihe
Fokus der Erinnerungskultur. Im Zuge des mit dem Rabbiner Andreas Nachama. Ihr En-
Projekts sind gemeinsam mit zwei Bildhauer/ gagement dokumentierten die Jugendlichen
-innen Erinnerungsstelen entstanden, die in mit Roll-Ups und einem Film. Sie weisen damit
Kooperation mit der Stadt Biesenthal an den auf die Geschichte von Max Katz hin, regen
historischen Orten der Zwangsarbeit aufge- zum interreligiösen D ialog an und setzen ein
stellt werden. Das Projekt wurde filmisch Zeichen für ein s olidarisches Miteinander
dokumentiert. gegen Antisemitismus und andere Formen
von Diskriminierung und Ausgrenzung.15
Erinnern an das Vergessen Gegen das Vergessen Gemeinsam für den Frieden
Für das Projekt »Gegen das Vergessen« haben
sich Schüler/-innen des Paulsen Gymnasiums
anlässlich des Jahrestages der Reichspogrom-
nacht mit Stolpersteinen befasst und diese
auf den Berliner Straßen gesucht. Sie haben
sich dabei sowohl den Geschichten der dort
genannten Personen gewidmet als auch die
Steine geputzt und künstlerisch bespielt.
Das Projekt, mit welchem die Schüler/-innen
den S tolpersteinen eine neue Wertschätzung
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts haben entgegenbringen, wurde von ihnen dokumen-
sich Schülerinnen des Gymnasiums Steglitz tiert. Sie erinnern damit an die Opfer des
mit dem Thema Oral History und mit Zeit- Nationalsozialismus, thematisieren aber zu-
zeugeninterviews beschäftigt. Die Auseinan- gleich auch gegenwärtigen, »neuen« Anti
dersetzung mit den Berichten von Überleben- semitismus in Berlin. Das Ergebnis dieser Im Jugendarbeitskreis des Landesver
den ermöglichte ihnen einen persönlichen Auseinandersetzung war in Form eines Kurz- bandes Berlin des Volksbunds Deutsche
Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus films in der Ausstellung des Jugendforums zu Kriegsgräberfürsorge engagieren sich
und das Einnehmen verschiedener Perspekti- sehen. Jugendliche ehrenamtlich für den Erhalt und
ven. Diese unterschiedlichen Perspektiven die Restaurierung der Gräber von Opfern von
wurden zum Mittelpunkt ihres Projekts Gewaltherrschaft und Krieg. Sie organisieren
»Erinnern an das Vergessen«. Das vielfältige zudem Trauerveranstaltungen, um ein mah-
Projekt, bestehend aus Poetry-Slam-Texten nendes Erinnern zu fördern. Für das Jugend
und selbstkomponierter Musik, aus einer von forum denk!mal ’20 dokumentierte der
den Schülerinnen gestalteten Gedenktafel Landesverband Berlin seine Arbeit erstmals
und mehreren Lernplakaten, soll einen diffe- auch in Form eines Filmbeitrags, in welchem
renzierten Blick auf das Thema Verfolgung junge Menschen bei der Grabpflege begleitet
bieten und zugleich die Wichtigkeit persön wurden. Zur genaueren Information wurden
licher Erinnerungen betonen. zudem Plakate über die Arbeit des Landes-
verbandes gezeigt. Beides wurde im Rahmen
Während der Abendveranstaltung von der Ausstellung präsentiert.
denk!mal ’20 standen die acht Schülerinnen
vom Gymnasium Steglitz im Plenarsaal auf
der Bühne.16
Gemeinsame Vergangenheit – »George, wir, hier!« »Lasst euch euren freien Willen
gemeinsame Zukunft (…) nicht nehmen.« Helmuth
Hübener und sein Widerstand
gegen den Nationalsozialismus
Im Vorfeld der Umbenennung ihrer Schule
in der Jugendstrafanstalt in Plötzensee in
Helmuth-Hübener-Schule setzten sich
Schüler mit dem Widerstand gegen den
Nationalsozialismus auseinander. In Zusammen-
arbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Wider-
stand recherchierten sie vertiefend zum neuen
Namensgeber ihrer Schule: Helmuth Hübener
entwickelte als Jugendlicher eine kritische
Haltung gegenüber dem NS-Regime und
Über eine Jugendbegegnung zwischen verteilte heimlich Flugblätter, die zu Wider-
Schüler/-innen der Wilma-Rudolph-Ober stand und selbstständigem Denken aufriefen.
schule und polnischen Jugendlichen im Er wurde verraten und 1942 im Alter von
Herbst 2019 in Krzyżowa entstand ein Film, 17 Jahren im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee
welcher die Auseinandersetzung der Teilneh- Jugendliche des Georg-Mendheim-Ober hingerichtet. Auf Grundlage dieser Geschichte
menden mit der Geschichte der nationalsozi- stufenzentrums Oranienburg begegneten gingen die Schüler der Frage nach, welche
alistischen Verbrechen, insbesondere des dem Zeitzeugen George Shefi und gestalteten Handlungsspielräume es im Nationalsozialismus
Konzentrationslagers Groß-Rosen und des auf Grundlage dieser Begegnung das inter für Widerstand gab, und entwickelten zudem
»Projekts Riese«, sowie den Widerstand gegen disziplinäre Erinnerungsstück »George, wir, Perspektiven auf die Gegenwart. Die Ergeb-
das Regime thematisiert. Zugleich steht die hier!«. In der Vorbereitung des Stücks setzten nisse wurden in Form einer Ausstellung in
Begegnung der jungen Menschen als eigent- sie sich mit Antisemitismus damals und heute der JSA gezeigt und waren auch bei
licher Schwerpunkt im Vordergrund. Der Film auseinander, reflektierten die Geschichte denk!mal ’20 zu sehen.
wurde, kombiniert mit einer aus Bauzäunen von George Shefi und versuchten, diese mit
bestehenden Installation, in der andere ihren eigenen Leben zu verbinden. Die Ergeb-
dokumentarische Ausstellungsstücke gezeigt nisse dieser Recherchen und Diskussionen
wurden, beim Jugendforum denk!mal ’20 wurden als interaktives Klassenzimmer auf-
präsentiert. geführt. Bei denk!mal ’20 standen die
Schüler/-innen mit einem Ausschnitt ihrer
Performance auf der Bühne.
Das Projekt entstand in Kooperation mit
dem Institut Neue Impulse e. V. und den
Künstlerinnen Jana Kühn und Insa Langhorst.17
Lost/Found/Art Mauthausen 2019 Maya – Eine andere Geschichte.
Ein Schattenspiel
Bereits seit 39 Jahren fahren Auszubildende
der Knobelsdorff-Schule jährlich nach
Mauthausen in Oberösterreich. Dort tragen
die angehenden Tischlerinnen und Tischler
zum Erhalt der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
bei. Drei Wochen verbrachten die 21 Auszu-
bildenden 2019 dort und übten verschie-
denste T ätigkeiten aus. Neben der hand-
werklichen Arbeit in der Gedenkstätte fand
eine intensive Auseinandersetzung mit der
»Lost/Found/Art« ist ein partizipatives, Geschichte des Ortes und des Nationalsozia- Auf Grundlage des gleichnamigen Buches
kunstpädagogisches Ausstellungsprojekt der lismus insgesamt statt. Zudem dokumentier- inszenierten die 3. und 4. Klassen der Jüdi
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. ten sie ihren Aufenthalt mit Video- und Fo- schen Traditionsschule das Schattenspiel
In Kooperation mit dem Künstler Hans Molz- toaufnahmen. Daraus entstand ein Film über »Maya – Eine andere Geschichte«. Es erzählt
berger fanden im Sommer 2019 insgesamt das Projekt »Mauthausen 2019«, welcher zu- die Geschichte eines achtjährigen jüdischen
vier Kunst-Workshops mit Jugendlichen und sammen mit der Fotodokumentation in der Mädchens im von Deutschland besetzten
Erwachsenen statt. Die Teilnehmer/-innen Ausstellung des Jugendforums denk!mal Dänemark. Das Stück wurde als Kurzfilm auf-
erkundeten dabei, was Fundstücke über die ’20 gezeigt wurde. gezeichnet. Dafür wählten die Schüler/-innen
Geschichte des Konzentrationslagers Sachsen- die Szenen aus, spielten sie in Form eines
hausen erzählen. Die Auseinandersetzung Schattenspiels, filmten und führten Regie.
mit der Geschichte des Ortes und seinen Ob- In der Ausstellung des Jugendforums wurden
jekten wurde zum kreativen Prozess. Mit Hilfe ergänzend zu dem Film auch Bilder vom
von 3D-Scannern konnten die Teilnehmenden Projekt sowie Informationsmaterial gezeigt.
Fundstücke, Exponate und Geländetopografien
digitalisieren und später am Computer ver-
fremden. In wenigen Stunden fertigten 3D-
Drucker daraus neue Objekte, die weiter be-
arbeitet und arrangiert werden konnten und
schließlich in einer Ausstellung präsentiert
wurden.18
Nach wie vor – Widerstand Sounding Diary
Anschließend an die Lektüre des Graphic
Diarys »Das Tagebuch der Anne Frank«, einer
Ausarbeitung des berühmten Tagebuchs im
Comic-Stil, entwickelte die Klasse 6 b der
Fichtelgebirge Grundschule die Idee, Anne
Franks Tagebuch klanglich umzusetzen. In
Kooperation mit dem Klangkünstler Georg
Werner entstand das Sounding Diary. Durch
Aufschlagen der verschiedenen Seiten des
Buches erklangen akustische Miniaturen zu
»Nach wie vor – Widerstand« ist ein Theater- Gegensatzpaaren wie Angst/Mut, Enge/
stück, welches mit Schüler/-innen der Fritz- Weite und Innen/Außen. In der Ausstellung
Karsen-Schule in Neukölln-Britz entwickelt des Jugendforums denk!mal ’20 wurde das
wurde. Bei denk!mal ’20 wurde ein Ausschnitt Sounding Diary nun ausgestellt.
gezeigt, der heutige Formen des Widerstands
im Kontext der aktuellen rechtsextremen
Anschläge in Neukölln zeigt. Wie geht die
Bevölkerung mit der Bedrohung um, und wie
reagiert die Politik? Die Stimmen der Betroffe-
nen wurden auf der Bühne hörbar, außerdem
wurden selbst geschriebene Texte zum Thema
Widerstand vorgetragen.
Das Projekt des Little Black Fish Collective in
Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule, dem
Museum Neukölln, Heimathafen Neukölln und
Kostümkollektiv e. V. wurde gefördert durch
den Projektfonds Kulturelle Bildung und die
Amadeu Antonio Stiftung.
rechts: Impressionen von der Ausstellung20
Spurensuche: Was passierte mit Stolpersteine – Charlottenburg Stolpersteine – Moabit
der jüdischen Familie Stein aus
Siemensstadt?
Die Konfirmand/-innen der Evangelischen Im Rahmen des jährlich stattfindenden Was sind Stolpersteine? Wo kann man sie
Kirchengemeinde Siemensstadt erforschten »GeDenktages« der Anna-Freud-Schule haben finden? Warum werden sie verlegt? Schüler/
gemeinsam mit der Jugendgeschichtswerk 2019 Schüler/-innen zweier Klassen sehr unter- -innen der Moabiter Grundschule sind diesen
statt Spandau das Schicksal der jüdischen schiedlicher Bildungsgänge ein Projekt zu Fragen nachgegangen. Sie suchten aktiv in
Familie Stein. Die Familie besaß in der Siemens- den Berliner Stolpersteinen durchgeführt. ihrem Bezirk nach Stolpersteinen – und
stadt ein großes Kaufhaus. In der Pogrom- Entsprechend der Idee des Künstlers Gunter waren überrascht, wie viele sie fanden: Allein
nacht wurden der Vater Adolf Stein und sein Demnig sollten die Schüler/-innen erfahren, in der Thomasiusstraße im Bezirk Moabit
Sohn Erwin schwer misshandelt und das wie Vertreibung und Vernichtung vonstatten waren es fast 100 Stück. Den Schüler/-innen
Kaufhaus geplündert. Adolf starb kurz darauf, gingen – nämlich mitten unter uns. Davon wurde durch diese Recherche bewusst, wie
Erwin konnte nach Ecuador fliehen. Seine ausgehend begaben sich die Schüler/-innen viele Jüdinnen und Juden auch aus ihrem
Mutter Rosalie und seine Schwester Luise direkt vor ihrer eigenen Haustür, in ihren Bezirk von den Nationalsozialisten verfolgt
wurden zunächst nach Theresienstadt depor- Kiezen auf die Suche nach Stolpersteinen und und deportiert wurden. Ihre Ergebnisse haben
tiert. Luise wurde später in Auschwitz er- setzten ihre Ergebnisse künstlerisch um, sie in einer Plakatausstellung festgehalten.
mordet, ihre Mutter überlebte. An mehreren indem sie aus Schuhkartons Stolpersteine
Wochenenden sichteten die Jugendlichen bastelten und diese mit Informationstexten
Archivmaterialien über die Familie und berei- und Fotos versahen.
teten für den Gedenkgottesdienst, der wenige
Tage nach der Stolpersteinverlegung im
Frühjahr 2019 stattfand, eine Szenische
Lesung über die Familie vor. Im Oktober 2019
fuhr die Gruppe in die Gedenkstätte Theresien-
stadt, um vor Ort nach den Spuren von
Rosalie und Luise Stein zu forschen. Die
Rechercheergebnisse wurden bei denk!mal ’20
präsentiert.21
Unsere Schule im Vorbilder – Idole – Helden Widerstand zwecklos …
Nationalsozialismus auch heute nicht!
Schüler/-innen der Klasse 6 a der Lietzensee- »Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand
Schule erfuhren im Rahmen der Unterrichts- zur Pflicht.« (Bertolt Brecht)
einheit »Vielfalt« von einer 95-jährigen in
England lebenden Dame, die einen Vortrag Der Grundkurs Geschichte der 13. Klasse der
über ihre Kindheit als jüdisches Mädchen in Otto-Hahn-Schule hat sich mit dem Begriff
Berlin halten sollte. Sie fanden heraus, dass Widerstand und seiner Bedeutung in der
diese Frau, Marianne Philipps, als junges deutschen Geschichte auseinandergesetzt.
Mädchen Schülerin an ihrer Schule gewesen Dabei wurden verschiedenste Facetten des
war. Dies nahmen die Schüler/-innen zum Begriffs thematisiert: der Aufstand des Ge-
Anlass für ein Interview und befassten sich so wissens, Opferbereitschaft und Menschen
mit der Geschichte ihrer Schule zur Zeit des liebe, aber auch das Scheitern, Verrat und
Nationalsozialismus. Das Ergebnis, welches Angst. Es entstanden Reden und Plakate,
bei denk!mal ’20 ausgestellt wurde, war das die versuchen, der Hoffnungslosigkeit der
von ihnen vertonte Interview mit Marianne 39 deutsch-tamilische Jugendliche der Geschichte etwas entgegenzusetzen und
Philipps zum Nachhören und ein Plakat, das Deutsch-Tamilischen Gesellschaft e. V. Widerstand als Pflicht benennen. In der
den Briefwechsel dokumentierte. besuchten im April 2019 einen Schreib- und Ausstellung zu denk!mal ’20 wurden die
Foto- sowie einen Videoworkshop. In diesen erarbeiteten Elemente zusammengeführt.
setzten sie sich inhaltlich mit dem Thema
»Vorbilder – Idole – Helden« auseinander.
Ziel war es, durch eine intensive Beschäftigung
mit Personen, die sich die Jugendlichen als
Vorbilder ausgesucht hatten, die persönliche
Entwicklung zu stärken und sich der eigenen
Werte bewusst zu werden. Die Ergebnisse,
die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im
Rahmen dieser medienpädagogischen Work-
shops erarbeiteten, hielten sie in eigens dafür
entworfenen Ausstellungstafeln und einem
Filmbeitrag fest.22
… Rock
… Pop
… Hip-Hop
… Klassik
… Musical23 music united 31 junge Menschen aus Deutschland, Israel und Portugal nahmen an einer von Roter Baum Berlin e. V., dem Israel Goldstein Youth Village und Farra Fanfarra organi- sierten Jugendbegegnung teil. Sie setzten sich intensiv mit dem Holocaust und ver- schiedenen Opferbiographien auseinander. Aus den Ergebnissen komponierten und texteten sie gemeinsam das Lied »Rivers«, in welchem sie sich eindrucksvoll gegen Aus- grenzung und für ein solidarisches Miteinan- der stark machen. Mit diesem bewegenden Stück nahmen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Abendveranstaltung des Jugendforums denk!mal ’20 teil.
24
… eine Geschichte
… ein Gedicht
… einen Bericht
… eine Reportage
… einen Essay25
Gedenken an den Widerstand Spurensuche The Smartis
von Sinti und Roma gegen den
Nationalsozialismus
18 Jugendliche aus der Gretel-Bergmann- Schüler der Jüdischen Traditionsschule er-
Gemeinschaftsschule bereiteten im Früh- arbeiteten ein informatives Heft, von dem
jahr 2019 eine Gedenkveranstaltung zum bisher zwei Ausgaben mit je unterschiedlichen
Widerstand von Sinti und Roma gegen ihre Themenschwerpunkten erschienen sind: In
Verfolgung im Nationalsozialismus vor. In der ersten Ausgabe widmeten sie sich dem
der Nähe der Schule liegt die Gedenkstätte zunehmenden Antisemitismus, zum einem
Zwangslager Marzahn, wo sich von 1936 bis mit einer Erklärung und Einordnung und zum
1945 ein nationalsozialistisches Zwangslager anderen mit konkreten Handlungsoptionen
für Sinti und Roma befand. Zusammen mit In einem Gemeinschaftsprojekt der Sport dagegen. Die zweite Ausgabe behandelte die
Petra Rosenberg vom Landesverband Deut- schule im Olympiapark und der Nachwuchs deutsch-israelischen Beziehungen. Das von
scher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg akademie von Hertha BSC unternahmen der Bundeszentrale für politische Bildung
besuchten die Schüler/-innen den Ort. Die Spieler der U15-Junioren eine Bildungsfahrt ausgezeichnete Projekt wurde beim Jugend
Gedenkveranstaltung fand am 16. Mai 2019 in die Gedenkstätte Auschwitz. Dort erfuhren forum denk!mal ’20 ausgestellt.
statt, dem 75. Jahrestag einer Widerstands- die Spieler von den Schrecken und dem
aktion von Sinti und Roma im Konzentrations- millionenfachen Morden während der NS-
und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Diktatur. Neben dem Besuch des Konzen
Unterstützung bei der Erarbeitung von Rede- trationslagers absolvierte die U15 im Rahmen
beiträgen und einer Wandzeitung erhielten eines Freundschaftsturniers Spiele gegen die
die Schüler/-innen von der Gedenkstätte U15-Junioren von Chelsea London, Barnik
Deutscher Widerstand. Bei denk!mal ’20 Ostrau sowie Legia Warschau. Zudem kam
wurde die von den Jugendlichen erarbeitete es zu einem interkulturellen Austausch der
Wandzeitung nun erneut präsentiert. Mannschaften, bei dem die Spieler Erfahrungen
und Erlebnisse aus vorab durchgeführten
Zeitzeugengesprächen präsentierten. Die
Spieler der U15 referierten über das Leben
von Walter Frankenstein, der den Zweiten
Weltkrieg im Berliner Untergrund mit seiner
Frau und seinen zwei Kindern überlebte. In
Vorbereitung auf die Bildungsfahrt bekamen
die U15-Junioren die Möglichkeit, sich mit
Walter Frankenstein über sein Leben und
insbesondere über die Zeit während des
Zweiten Weltkriegs zu unterhalten. Für das
Jugendforum denk!mal erstellten die Spieler
ein digitales Reisetagebuch, in dem ihre
Erlebnisse, Eindrücke und Gefühle während
der Reise wiedergegeben wurden.26
Unwertes Leben Wunder mit Stern
In einer circa 30 Seiten umfassenden Kurzge-
schichte beschäftigte sich die 13-jährige Vilma
Schulz mit den nationalsozialistischen Ver-
brechen im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt
ihrer Geschichte stehen vier jugendliche
Häftlinge eines Konzentrationslagers und
ihre Flucht aus dem Lager. Illustriert wurde
die Geschichte von ihrer zwei Jahre jüngeren
Schwester Ida, die Zeichnungen zum Text
anfertigte. In der Ausstellung des Jugend
forums denk!mal ’20 präsentierten sie die
Jugendliche der Schreibwerkstatt Marzahn Geschichte und boten die Möglichkeit, sich
in der Bezirkszentralbibliothek »Mark näher mit dem entstandenen Werk zu
Twain« beschäftigten sich intensiv mit der befassen.
Geschichte der Krankenmorde in der Zeit des
Nationalsozialismus. Dazu nahmen sie teil an
der Aktion »Mein liebes Kind« des Gedenkortes
und Geschichtslabors am Eichborndamm 238
und setzten sich zudem auf historischer Ebene
mit ihrem eigenen Bezirk auseinander, insbe-
sondere mit der Geschichte der ehemaligen
»Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei
Biesdorf«. Die gesammelten Informationen
und gewonnenen Eindrücke wurden schrei-
bend in frei wählbarer Form zu Texten und
Geschichten verarbeitet, die im Rahmen des
Jugendforums denk!mal ’20 gemeinsam
mit einem selbst produzierten Film gezeigt
wurden.27 … eine Collage … ein Plakat … einen Comic … ein Graffiti … eine Zeichnung
28
7. Ravensdruck: »Gegenüber« Birds with broken wings Ehuds Kindheit
Das von Amaro Foro e. V. durchgeführte Rund um das Buch »Im Versteck: Die Ge-
Jugendprojekt »ROMAktiv – Junge Rom*nja schichte einer Rettung«, in dem Ehud Loeb
und Sinti*zze engagiert in Berlin«, gefördert sich autobiografisch mit der Geschichte
durch das Bundesministerium für Familie, seiner Verfolgung als jüdisches Kind im
Senioren, Frauen und Jugend, hat sich zum nationalsozialistischen Deutschland und der
Ziel gesetzt, Jugendliche für Themen der ge- Flucht durch die Hilfe couragierter Retter
sellschaftlichen und politischen Teilhabe zu befasst, verarbeiteten Schüler/-innen der
begeistern und sie in ihren Interessen dies- Klassen 5 und 6 der Jüdischen Traditions
bezüglich zu bestärken. Dabei werden Kritik- schule ihre Eindrücke auf schriftliche und
fähigkeit und Selbstständigkeit sowie Selbst- zeichnerische Art und Weise. So entstanden
Zum siebten Mal verlegten Schüler/-innen bewusstsein und Gruppenfähigkeit gestärkt. individuelle Text- und Bilderbücher. Präsen-
der Ernst-Litfaß-Schule ihre Druckwerkstatt Im Rahmen des Jugendprojekts ist der Comic tiert wurden die Ergebnisse in Form einer
für das Projekt Ravensdruck eine Woche lang »Birds with broken wings« entstanden, welcher Filmrolle, zusammengesetzt aus künstlerisch
in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. sich mit dem Genozid an Sinti und Roma im ausgearbeiteten Szenen aus Ehuds Kindheit,
Im ehemaligen Torhaus des Lagers setzte sich Nationalsozialismus auseinandersetzt. Der die den Teilnehmenden besonders in Erinne-
die Gruppe künstlerisch mit der Geschichte Inhalt des Comics ist fiktiv und verbindet rung geblieben waren.
des Ortes auseinander. Aus ihren Eindrücken geschichtliche Recherche mit Fantasie.
während des Aufenthaltes und nach einem
Gespräch mit der Historikerin Dr. Annette Leo
über das Verhältnis der Stadt Fürstenberg
zum Lager entwickelten sie Bilder, fertigten
Druckformen an und druckten Grafiken. Im
Rahmen des Jugendforums denk!mal ’20
boten sie einen Einblick in die Projektergeb-
nisse, die auch in der Mahn- und Gedenk-
stätte Ravensbrück unter dem Titel »Gegen-
über« ausgestellt wurden.29 Für dich, Tana Geschichte(n) zeichnen Zeichnen gegen das Vergessen Tana Ross überlebte als Kind das Lager Anlässlich der Sonderausstellung »Philibert Die Ausstellung »Zeichnen gegen das Verges- Theresienstadt, verbrachte nach Kriegsende und Fifi«, in welcher Karikaturen und Zeich- sen« von Schüler/-innen der Jahrgangsstufen ihre Kindheit und Jugend in Schweden und nungen des französischen Zwangsarbeiters 9 und 10 der Sophie-Scholl-Schule ist eine ging dann als junge Frau nach Amerika. Jahr- Philibert Charrin gezeigt wurden, organisierte Zusammenstellung verschiedener künstleri- zehntelang konnte sie über ihre Vergangen- das Dokumentationszentrums NS-Zwangs scher Ausdrucksformen. Das Kernstück der heit nicht sprechen. Schüler/-innen der arbeit einen Comic-Workshop, dessen Ziel Ausstellung bilden großformatige Kohle- Charlotte-Salomon-Grundschule haben es war, über das Betrachten von Zeichnungen zeichnungen, die auf Grundlage historischer sich in der Charlotte AG über Monate mit von Zwangsarbeiter/-innen während des Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg Tana Ross’ Lebensgeschichte auseinander Zweiten Weltkriegs Erkenntnisse über deren entstanden, sowie Porträtzeichnungen und gesetzt und sich in wöchentlichen Treffen auf Lebensumstände und -bedingungen zu erlan- Silhouetten, die Gegner/-innen des National- den Besuch der Zeitzeugin in ihrer Schule gen. In der Ausstellung des Jugendforums sozialismus zeigen. Gemeinsam mit dem vorbereitet. Im Gespräch konnten sie Tana denk!mal ’20 wurden die im Rahmen des Musikleistungskurs der Jahrgangsstufe 12 schließlich ihre Fragen stellen, zudem prä- Workshops entstandenen Ergebnisse der entstand eine Performance im »Ort der sentierte die AG ihre Ergebnisse in einem Teilnehmerin Eva Lietzmann präsentiert. Erinnerung« am Bunker an der Pallasstraße, festlichen Rahmen. In der kreativen Ausein- die filmisch festgehalten wurde. Sowohl der andersetzung mit Tanas Geschichte entstan- Film als auch Exponate der Ausstellung waren den vielfältige Zeichnungen und Gemälde. im Rahmen des Jugendforums denk!mal zu Tanas Besuch in der Moabiter Grundschule sehen. wurde außerdem in einem Film festgehalten.
30
31
Dialogveranstaltung denkt!mal miteinander
Bereits zum dritten Mal fand in diesem Jahr Reflexion der persönlichen Erfahrungen und Im Anschluss wurden die Eindrücke aus der
im Vorfeld der Abendveranstaltung des der Themen des Jugendforums anzuregen. Dialogveranstaltung von Herrn Hausknecht
Jugendforums denk!mal die Dialogveran Unterstützt durch Moderator Joachim und einer Teilnehmerin im Bühnenprogramm
staltung denkt!mal miteinander statt. Hausknecht lernen die Teilnehmer/-innen der Abendveranstaltung vorgestellt. Kurze
neue Geschichten und Perspektiven kennen, Statements der Teilnehmer/-innen wurden
Die Veranstaltung, an der in diesem Jahr rund können sich kreativ inspirieren lassen und außerdem auf Polaroids festgehalten und
25 Kinder und Jugendliche teilnahmen, hat haben die Möglichkeit, auch über ihre eigene fanden so auch einen Platz in der Ausstellung.
das Ziel, einen Austausch zwischen den Teil künstlerische Auseinandersetzung nachzu
nehmenden der unterschiedlichen Projekte denken und zu sprechen.
zu fördern sowie zu einer gemeinsamen32
Um denk!mal als Ort des Austauschs über
Erinnerung und Gedenken weiter zu stärken,
gab es in der Ausstellung des Jugendforums
auf unserer sag!mal-Wand für alle Besuche-
rinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre
Eindrücke von denk!mal festzuhalten und zu
den folgenden Fragen ihre Meinung zu äußern.
▸ Hat dich etwas besonders berührt oder
überrascht?
▸ Hast du in eurem Projekt etwas Neues
(kennen-)gelernt?
▸ Ist es immer noch wichtig, sich an den
Nationalsozialismus zu erinnern? Wenn ja,
warum?
▸ Was müssten wir tun, um etwas Ähnliches
wie den Nationalsozialismus zu verhindern?
▸ Hast du Ideen oder Anregungen für das
nächste Jugendforum denk!mal?
Falls auch du noch Antworten, Ideen oder
Anregungen hast, schreib uns gern auf
unserer Facebook-Seite! Du findest uns unter
www.facebook.com/jugendforum.denkmal33
Zeitzeuginnengespräch mit Margot Friedländer
In diesem Jahr fand im Rahmen des Jugend wanderte sie zusammen mit ihrem Mann
forums denk!mal zusätzlich ein Zeitzeugin Adolf Friedländer, der ebenfalls in Theresien-
nengespräch statt. Am 28. Januar besuchte die stadt inhaftiert war, in die USA aus. Im Jahr
Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, 2003, fast 60 Jahre später, kehrte sie zum
Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und ersten Mal nach Deutschland zurück. Seit
Ehrenbürgerin der Stadt Berlin, das Abgeord- 2010 lebt Margot Friedländer wieder in Berlin,
netenhaus von Berlin. Den teilnehmenden engagiert sich in besonderem Maße in der
Schülerinnen und Schülern des Otto-Nagel- Jugendbildung und besucht regelmäßig
Gymnasiums und der Gail S. Halvorsen Schule Schulen, um dort ihre Geschichte zu erzählen
berichtete sie davon, wie sie Ausgrenzung, und zu Menschlichkeit aufzurufen.
Stigmatisierung und Verfolgung durch die
Nationalsozialisten erlebte. Im Anschluss an eine aufgezeichnete Lesung
aus ihrer Autobiografie »Versuche, dein Leben
Margot Friedländer wurde 1921 als Margot zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin« bot
Bendheim in Berlin geboren. Als Jüdin musste sich den Jugendlichen die Möglichkeit, mit
sie dort ab 1940 Zwangsarbeit leisten. Im Margot Friedländer ins Gespräch zu kommen.
Jahr 1943, an dem Tag, an welchem die ge- Frau Friedländer erzählte auf bewegende und
meinsame Flucht aus Deutschland mit ihrer eindrucksvolle Weise von ihrem Schicksal,
Mutter und ihrem Bruder geplant war, wurde ihrem Umgang mit ihrer Geschichte und
dieser von der Gestapo verhaftet. Ihre Mutter warum sie sich entschied, junge Menschen
stellte sich daraufhin freiwillig. Beide wurden daran teilhaben zu lassen.
in das Konzentrations- und Vernichtungslager
Auschwitz deportiert und dort ermordet. Es war uns eine große Ehre und Freude, dass
Margot Friedländer im Rahmen des Jugend
Es gelang Margot Friedländer 15 Monate lang forums denk!mal ’20 im Abgeordnetenhaus
in zahlreichen Verstecken in Berlin unterzu- von Berlin zu Gast war. Wir danken ihr für
tauchen, bis sie 1944 festgenommen und ihr unermüdliches Engagement wider das
nach Theresienstadt gebracht wurde. Nach Vergessen!
der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee34
Unsere Kooperationspartner
Im Bereich der Veranstaltungstechnik unter- Auch in diesem Jahr begleitete der Sender
stützten die Auszubildenden der Pfeffer ALEX Berlin das Jugendforum denk!mal
werk gGmbH in Zusammenarbeit mit dem und übernahm die Live-Übertragung der
Oberstufenzentrum Kommunikations-, Infor- OSZ KIM Berlin Abendveranstaltung. Außerdem entstanden
mations- und Medientechnik (OSZ KIM) das Osloer Straße 23–26 | 13359 Berlin im Rahmen des Medienkompetenzprojekts
Jugendforum denk!mal ’20. Sie stellten das Tel.: (030) 493 07 0 DIGGA zwei Reportagen mit Einblicken in
technische Equipment zur Verfügung und verwaltung@oszkim.de die Ausstellungsprojekte und in das Bühnen-
sorgten für die praktische Gestaltung und www.oszkim.de programm. Diese können auf
Umsetzung der Licht- und Tontechnik während dem YouTube-Kanal des Ab-
der Abschlussveranstaltung im Plenarsaal geordnetenhauses abgerufen
und in der Wandelhalle. werden.
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Christinenstraße 18/19 | 10119 Berlin
Tel.: (030) 443 83 0 ALEX Offener Kanal Berlin
info@pfefferwerk.de Rudolfstraße 1–8 | 10245 Berlin
www.pfefferwerk.de Tel.: (030) 464 005 0
info@alex-berlin.de
www.alex-berlin.de35
Unsere Kooperationspartner
Das Deutsche Historische Museum gab in Das Oberstufenzentrum Gastgewerbe Für die Dokumentation des diesjährigen Ju-
diesem Jahr erneut teilnehmenden Projekt- Brillat-Savarin-Schule übernahm als gendforums standen uns drei Schüler/-innen
gruppen des Jugendforums denk!mal die Kooperationspartner beim Jugendforum des Lette Verein Berlin als Fotograf/-innen
Möglichkeit, fachliche Einblicke in die kreative denk!mal ’20 die Betreuung des Caterings. zur Seite. Laurenz Bostedt, Anne Göbel und
und inhaltliche Gestaltung und Umsetzung Die Schülerinnen und Schüler bereiteten das Katrin Theissen haben die Abendveranstaltung
von Ausstellungsbeiträgen zu erhalten und Büfett vor, sorgten im Anschluss an die und die Ausstellung in Fotos festgehalten.
bot interessierten Gruppen zudem an, Veranstaltung im Plenarsaal für das leibliche Dank ihnen ist es allen Interessierten möglich,
gemeinsam die Ausstellungen des Museums Wohl der Gäste und trugen damit zum Erfolg sich auch nach Beendigung des Jugend
zu besuchen. der Abendveranstaltung bei. forums denk!mal ’20 über die vielfältigen
Projekte zu informieren.
Stiftung Deutsches Historisches Museum OSZ Gastgewerbe Lette Verein Berlin
Unter den Linden 2 | 10117 Berlin Brillat-Savarin-Schule Viktoria-Luise-Platz 6 | 10777 Berlin
Tel.: (030) 203040 Buschallee 23 a | 13088 Berlin Tel.: (030) 219 94 0
info@dhm.de Tel.: (030) 9142660 post@lette-verein.de
www.dhm.de sekretariat@osz-gastgewerbe.de www.letteverein.berlin
www.osz-gastgewerbe.de36
37
Arbeitsgruppe 27. Januar
Die Aufgabe der vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses einberufenen Arbeitsgruppe liegt in der Beratung und Begleitung der Ausgestaltung
des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus.
Ihr gehören an:
Ralf Wieland Dr. Maren Jasper-Winter Prof. Dr. Stefanie Endlich
Präsident des Abgeordnetenhauses Mitglied des Abgeordnetenhauses Kunstpublizistin
FDP-Fraktion
Cornelia Seibeld Dr. Nikoline Hansen
Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Dr. Susanne Kitschun Literatur- und Kommunikations
Mitglied des Abgeordnetenhauses wissenschaftlerin
Dr. Manuela Schmidt SPD-Fraktion
Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Dr. Siegfried Heimann
Regina Kittler Historiker und Politikwissenschaftler
Sabine Bangert Mitglied des Abgeordnetenhauses
Mitglied des Abgeordnetenhauses Fraktion Die Linke Prof. Dr. Günter Morsch
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Ehem. Direktor der Stiftung
Martin Trefzer Brandenburgische Gedenkstätten
Danny Freymark Mitglied des Abgeordnetenhauses
Mitglied des Abgeordnetenhauses AfD-Fraktion Dr. Hans-Rainer Sandvoß
CDU-Fraktion Ehem. stellvertretender Leiter der
Gedenkstätte Deutscher Widerstand38
Das Projektteam
Gina Enslin Robert Hoffmann
hat Literatur- und Medienwissenschaften an hat Moderne Europäische Geschichte an der
der Universität Hamburg und der Humboldt- Humboldt-Universität zu Berlin und an der
Universität zu Berlin studiert. Parallel dazu Universidad Complutense de Madrid studiert.
sammelte sie Erfahrungen in den Bereichen Er ist zudem in der Museums- und politischen
Dramaturgie, Pressearbeit und Ausstellungs- Bildungsarbeit tätig.
planung.39
KONTAKT |
#MeTwo Auch du kannst ein Held sein! Die Würde des Menschen –
OSZ Kommunikations, Informations- Cecilien-Grundschule Zukunft durch Erinnerung
und Medientechnik Alev Sönmez Freie Naturschule Barnim
Selman Erkovan Nikolsburger Platz 5 | 10717 Berlin Jana Rieger
Osloer Straße 23–26 | 13359 Berlin www.cecilien-schule.de Grünstraße 11 | 16359 Biesenthal
www.oszkim.de www.naturschule-barnim.de
Audioguide durch das Bayerische Viertel
2084 – Big Nazi is watching You Museum Tempelhof-Schöneberg/ Die zwei Schwestern Laserstein
Max-Bill-Schule – OSZ Planen, Bauen, Georg-von-Giesche-Schule Vajswerk e. V./Gail S. Halvorsen Schule
Gestalten Philipp Holt Christian Tietz
Ulrich Emmert Hauptstraße 40/42 | 10827 Berlin Im Gehege 6–8 | 14195 Berlin
Gustav-Adolf-Straße 66 | 13086 Berlin www.museen-tempelhof-schoeneberg.de www.vajswerk.de
www.max-bill-schule.net
Bobruisk ’41 Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein
Als die Gestapo an der Haustür klingelte – Ilja Gorodezki Name vergessen ist.
Die Familie Michalski und ihre Stillen Müllerstraße 86 | 13349 Berlin Robert-Koch-Gymnasium
Helden Lea Hagen
Friedenauer Gemeinschaftsschule Das muss erzählt werden! Dieffenbachstraße 60 | 10967 Berlin
Dr. Christian Discher Friedenauer Gemeinschaftsschule www.robert-koch-gymnasium.berlin
Grazer Platz 1–3 | 12157 Berlin Dr. Christian Discher
www.friedenauer-gemeinschaftsschule.de Grazer Platz 1–3 | 12157 Berlin Erinnern an das Vergessen
www.friedenauer-gemeinschaftsschule.de Gymnasium Steglitz
Anne Frank 90 Athanasios Vassiliou
Anne-Frank-Gymnasium Der mutige Widerstand der Weißen Rose Heesestraße 1 | 12169 Berlin
Matthias König Kulturbus.net e. V./Klecks Grundschule www.gymnasiumsteglitz.de
Uranusstraße 15–17 | 12524 Berlin Barbara Schwarz
www.anne-frank-schule-berlin.de Dunckerstraße 90 a | 10437 Berlin Gegen das Vergessen
www.kulturbus.net Paulsen-Gymnasium
Antisemitismus in Deutschland – Nico Hartung
wir haben gefragt Die Weltreligionen Gritznerstraße 57 | 12163 Berlin
Otto-Nagel-Gymnasium Friedenauer Gemeinschaftsschule www.paulsengymnasium.de
Johanna Hachtmann Dr. Christian Discher
Schulstraße 11 | 12683 Berlin Grazer Platz 1–3 | 12157 Berlin Gemeinsam für den Frieden
www.ong.berlin www.friedenauer-gemeinschaftsschule.de Jugendarbeitskreis des Volksbundes
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Anton Tartz
Kurfürstenstraße 131 | 10785 Berlin
www.volksbund.de40
Gemeinsame Vergangenheit – Mauthausen 2019 Stolpersteine
gemeinsame Zukunft Knobelsdorff-Schule – Moabiter Grundschule
Wilma-Rudolph-Oberschule Oberstufenzentrum Bautechnik Ulrike Levihn
Heike Ostrowski Martin Pott Paulstraße 28 | 10557 Berlin
Am Hegewinkel 2 a | 14169 Berlin Nonnendammallee 140–143 | 13599 Berlin www.moabiter-grundschule.de
www.wilma-rudolph.de www.knobelsdorff-schule.de
Stolpersteine
George, wir, hier! Ein interdisziplinäres Maya – Eine andere Geschichte. Anna-Freud-Schule
Erinnerungsstück Ein Schattenspiel Désirée Lehmann
Institut Neue Impulse e. V./OSZ Oranienburg Jüdische Traditionsschule Halemweg 33 | 13627 Berlin
Jana Kühn, Insa Langhorst Petra Weber www.anna-freud-osz.de
Friedensstraße 52 | 10249 Berlin Spandauer Damm 220 | 14052 Berlin
www.institut-neue-impulse.de Unsere Schule im Nationalsozialismus
Nach wie vor – Widerstand Lietzensee-Grundschule
»Lasst euch euren freien Willen (…) Little Black Fish Collective e. V./ Annika Beilfuß
nicht nehmen.« Helmuth Hübener und Fritz-Karsen-Schule Neukölln Witzlebenstraße 34 | 14057 Berlin
sein Widerstand gegen den National Anja Hitze und Mehdi Moinzadeh www.lietzensee-grundschule.de
sozialismus Manteuffelstraße 40 | 10997 Berlin
Gedenkstätte Deutscher Widerstand/ www.littleblackfish.de Vorbilder – Idole – Helden
Helmuth-Hübener-Schule in der Deutsch-Tamilische Gesellschaft e. V.
JSA Plötzensee Sounding Diary Balachantiran Balasubramaniam
Sabine Sieg Fichtelgebirge-Grundschule Prühßstraße 47 | 12015 Berlin
Galenstraße 40–44 | 13597 Berlin Bojka Bogdanovic www.detagegermany.de
www.gdw-berlin.de Görlitzer Ufer 2 | 10997 Berlin
www.fichtelgebirge-grundschule-berlin.de Widerstand zwecklos… auch heute
Kunstprojekt »Lost/Found/Art« nicht!
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen Spurensuche: Was passierte mit der jüdi Otto-Hahn-Schule
Suela Beck schen Familie Stein aus Siemensstadt? Tonia Beltz
Straße der Nationen 22 | 16515 Oranienburg Jugendgeschichtswerkstatt Spandau/Evan- Buschkrugallee 63 | 12359 Berlin
www.sachenhausen-sbg.de gelische Kirchengemeinde Siemensstadt www.ohs.berlin
Uwe Hofschläger
Galenstraße 14 | 13597 Berlin
www.jgwspandau.de41
KONTAKT | KONTAKT | KONTAKT |
Music united Gedenken an den Widerstand von Sinti 7. Ravensdruck: »Gegenüber«
Roter Baum Berlin e. V./Israel Goldstein und Roma gegen den Nationalsozialismus Ernst-Litfaß-Schule, OSZ Medientechnik und
Youth Village/ Farra Fanfarra Gedenkstätte Deutscher Widerstand/Gretel- Medientechnologie
Martin Kleinfelder Bergmann-Gemeinschaftsschule Ingo Grollmus
Stendaler Straße 43 | 12627 Berlin Katharina Klasen, Dr. Christine Müller-Bortsch Cyclopstraße 1–5 | 13437 Berlin
www.roter-baum-berlin.de Stauffenbergstraße 13–14 | 10785 Berlin www.ernst-litfass-schule.de
www.gdw-berlin.de
Birds with broken wings
Spurensuche Amaro Foro e. V.
Sportschule im Olympiapark – Taina Engineer
Poelchau-Schule/Hertha BSC Weichselplatz 8 | 12049 Berlin
Matthias Rösner www.amaroforo.de
Prinz-Friedrich-Karl-Weg 1 | 14053 Berlin
www.sportschule-olympiapark.de Ehuds Kindheit
Jüdische Traditionsschule
The Smartis Isabell Kmen
Jüdische Traditionsschule Spandauer Damm 220 | 14052 Berlin
Ido Porat
Spandauer Damm 220 | 14052 Berlin Für dich, Tana
Charlotte-Salomon-Grundschule
Unwertes Leben Birgit Schlesinger
Schreibwerkstatt der Bezirkszentral Großbeerenstraße 40 | 10965 Berlin
bibliothek »Mark Twain« www.charlotte-salomon-grundschule.de
Renate Zimmermann
Marzahner Promenade 54 | 12679 Berlin Geschichte(n) zeichnen
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Wunder mit Stern Christian Weber
Jens Neumann Britzerstraße 5 | 12439 Berlin
www.ns-zwangsarbeit.de
Zeichnen gegen das Vergessen
Sophie-Scholl-Schule
Anja Lutscher, Andrea Busse-Hurt
Elßholzstraße 34–37 | 10781 Berlin
www.sophie-scholl-schule.euSie können auch lesen