Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg

 
Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2018

 6. Berliner Schulleitungstagung
                Die Vielfalt an Schulen virtuos führen -
                  Zwischen Dissonanz und Harmonie

               Donnerstag, 27. und Freitag, 28. September 2018
                        Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

ANMELDUNG
https://www.conftool.net/berlinerschulleitungstagung2018
Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

Die Vielfalt an Schulen virtuos führen –
                  Zwischen Dissonanz und Harmonie
Der Fokus der 6. Berliner Schulleitungstagung liegt auf dem Umgang mit Vielfalt in all ihren Facetten
an der eigenverantwortlichen Schule. Bei aller Unterschiedlichkeit in den Ausprägungsformen der
Schulen ist deren verbindendes Merkmal häufig das erforderliche Zusammenspiel vieler Professio-
nen. Multiprofessionalität ist an sich noch kein Qualitätsmerkmal, sondern eine durch Bildungspolitik
und Gesellschaft und nicht zuletzt durch die gewachsene Vielfalt unter den Lernenden entstandene
Notwendigkeit. Wie jede Veränderung verlaufen auch die Entwicklungsprozesse hin zur eigenver-
antwortlichen Schule nicht immer reibungslos, stellen aber gleichzeitig ein enormes Potenzial für die
Qualitätsentwicklung bereit.
Seien Sie mit dabei und diskutieren und betrachten Sie mit Schulleitungen aus ganz Deutschland das
Thema Vielfalt aus verschiedenen Perspektiven:

   die Sicht der Schulleitung auf das multiprofessionelle Kollegium,

   der Blick auf die Lernenden, insbesondere bezogen auf die Bildungsangebote und

   die Kunst der Schulleitungen, im Prozess der Schulentwicklung Prioritäten zu setzen und profes-
   sionell zu handeln.

VERANSTALTER
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)
Bernd Jankofsky
bernd.jankofsky@lisum.berlin-brandenburg.de
Tel.: 03378/209 400
www.lisum.berlin-brandenburg.de
Heinrich-Böll-Stiftung
Philipp Antony
bildung@boell.de
Tel.: 030/28534 255
www.boell.de/de/themen/schule-hochschule

KOOPERATIONSPARTNER
Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH
Ein Unternehmen der Klett Gruppe
Tel.: 0711/62 900-0
kundenservice@raabe.de
www.raabe.de

MODERATION
Stephan Buchheim
Tel.: 030/22 19 20 31
www.stephan-spricht.de
DOKUMENTATION
Seagull Film
Katrin und Götz Filenius
www.seagull-film.de
und Mascha Kleinschmidt-Bräutigam

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Stand: 13. Juli 2018

Programm Tag 1

Donnerstag, 27. September 2018

  8:00   Anmeldung und Begrüßungskaffee

  8:45   Auftakt
         Doreen Kutzke, Jodel-Expertin

  9:00   Begrüßung
         Philipp Antony, Heinrich-Böll-Stiftung
         Bernd Jankofsky, LISUM

  9:15   Keynote
         Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, Charité – Universitätsmedizin Berlin
         Zwischen Dissonanz und Harmonie – die Vielfalt virtuos führen

 10:00   Moderiertes Gespräch
         Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung, Berlin
         Klaus Brunswicker, Schulleiter Sophie-Scholl-Schule i. R.
         Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
         Mahir Isikli, Schüler der Carl-von-Ossietzky-Gemeinschaftsschule Berlin
         Moderation: Mascha Kleinschmidt-Bräutigam

 10:45   Kaffeepause

 11:15   Parallele Workshops (Block A)

 12:45   Mittagsbuffet

 13:45   Fachvortrag
         Univ.-Prof. Dr. Stefan Brauckmann, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
         Wieviel Autonomie braucht die Schulleitung?

 14:45   Kaffeepause

 15:15   Parallele Workshops (Block B)

 17:00   Rollenbilder: Harmonie und Dissonanz im Dialog
         Dr. Renate Hauser, Management-Beraterin und Publizistin
         Markus Görlich, Organisator von eDUCTO – challenging educational design

 18:30   Abendprogramm in der Heinrich-Böll-Stiftung
         Jazz Band „Mirage Trois“

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Stand: 13. Juli 2018

Programm Tag 2

Freitag, 28. September 2018

  8:30   Anmeldung mit Begrüßungskaffee und Filmeindrücken vom Vortag

  9:00   Fachvortrag
         Prof. Dr. Markus Hengstschläger, Medizinische Universität Wien
         Wie manage ich (m)ein Talent?

 10:00   Kaffeepause

 10:30   Parallele Workshops (Block C)

 12:00   Mittagbuffet

 13:00   Parallele Workshops (Block D)

 14:40   Vortrag
         N. N.

 15:30   Zusammenfassung der Tagung
         Abschluss & Ausblick

 16:00   Ende

TAGUNGSGEBÜHR
Die Tagungsgebühr in Höhe von 160 Euro deckt die Kosten für das gesamte Programm,
Tagungsunterlagen, Kaffeepausen und Mittagessen am 27. und 28. September 2018.

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Stand: 13. Juli 2018

                    Workshops am 27.09.2018

                                    A1                   A2                   A3                    A4                   A5                    A6                   A7                  A8                   A9
                                                                                                                                                              Lions-Quest
                                                                                                                   Kulturelle Vielfalt   „Nichts ist im       „Zukunft in
                                                                        Produktives                                an der Schule:        Verstand, was
                                                   Wert- und                                                                                                  Vielfalt“                                Vielfalt an Schulen
11:15 – 12:45 Uhr

                                                                        Unruhe-Stiften                             Interkulturelle       nicht schon vor-
                    Titel

                              Die Welt (an)        Sinnorientiert                             Entscheidungs-                                                  Ein Programm        Quereinstieg         – Schule als
                                                                        in der Schulent-                           Kompetenz als         her in der Wahr-
                              unserer Schule       führen – wirken                            räume                                                           zur Förderung       willkommen!          Lebensraum
                                                                        wicklung                                   Herausforderung       nehmung war.“
                                                   – gestalten                                                                                                interkultureller                         gestalten
                                                                                                                   und Notwendig-        (Thomas von Aquin,
                                                                                                                                         12. Jahrhundert)
                                                                                                                                                              Kompetenz in
                                                                                                                   keit
                                                                                                                                                              der Schule
                    Leitung

                                                                                                                   Prof. Dr.             Susanne              Dr. Peter Sicking                        Marion Thiel-
                              Gerald Kusche,                                                                                                                                      Grit Diaz de Arce,
                                                   Matthias Möller      Markus Görlich        Sabine Lenk          Haci-Halil            Hartmann,            Heinz-Dieter                             Blankenburg,
                              Nadine Düppe                                                                                                                                        Grit Ehlert
                                                                                                                   Uslucan               Daniela K. Meyr      Ulrich                                   Katrin Baumhöver

                                    B1                   B2                   B3                    B4                   B5                     B6                  B7                  B8

                              Vom Input zum
                                                                                                                                                              Das Lernen an-      Die Kunst der
15:15 – 16:45 Uhr

                              Output               aktiv + kreativ =                                               Let‘s talk –          Wie arbeiten wir
                    Titel

                                                                        Entscheidungs-        Quereinstieg                                                    ders anlegen –      Beeinflussung.
                              (nur für Schullei-   erfolgreich ler-                                                Schüler*innen         eigentlich mitei-
                                                                        räume                 willkommen!                                                     individuell und     Von Priming bis
                              ter aus dem Land     nen                                                             machen Schule         nander?
                                                                                                                                                              gemeinsam           Nudging
                              Brandenburg)
                    Leitung

                              Susanne
                                                   Renate                                     Grit Diaz de Arce,   Ecenur Hancer         Dorothea             Elke Schütz,        Christian
                              Hartmann,                                 Sabine Lenk
                                                   Müller-Schäfer                             Grit Ehlert          Mahir Isikli          Knaak-Kaminski       Guido Schüler       Baumelt
                              Daniela K. Meyr

                                                                                                                     5
Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

                    Workshops am 28.09.2018

                                     C1                 C2                    C3                  C4                  C5                    C6                  C7                   C8                  C9
                               „Konflikte be-
                                                                                            Multiprofessio-     Kulturelle Vielfalt
                               grüßen lernen –
                                                                                            nelle Teams und     an der Schule:                            Migration und                            Moderierte
                               systemisches        Wert- und                                                                                                                   Vielfalt an Schu-
10:30 – 12:00 Uhr

                                                                        Let‘s talk –        Schulleitung -      Interkulturelle                           Vielfalt im Spie-                        Gesprächsrunde
                     Titel

                               Konfliktma-         Sinnorientiert                                                                     Die Welt (an)                            len – Schule als
                                                                        Schüler*innen       Haltungen,          Kompetenz als                             gel von Schul-                           zum Vortrag von
                               nagement im         führen –wirken –                                                                   unserer Schule                           Lebensraum
                                                                        machen Schule       Erfolgsfaktoren,    Herausforderung                           und Unterrichts-                         Herrn Prof. Dr.
                               Schulleiterbüro     gestalten                                                                                                                   gestalten
                                                                                            Führungsver-        und Notwendig-                            entwicklung                              Hengstschläger
                               virtuos umset-
                                                                                            ständnis            keit
                               zen“

                                                                                                                                                                               Marion Thiel-
                     Leitung

                                                                                                                Prof. Dr.                                 Prof. Dr.
                                                                        Ecenur Hancer                                                 Gerald Kusche,                           Blankenburg,        Christian
                               Günter Engel        Matthias Möller                          Dr. Elmar Philipp   Haci-Halil                                Viola B. Georgi,
                                                                        Mahir Isikli                                                  Nadine Düppe                             Katrin              Baumelt
                                                                                                                Uslucan                                   Nurten Karakaş
                                                                                                                                                                               Baumhöver

                                     D1                 D2                    D3                  D4                  D5                    D6                  D7                   D8

                                                   „Konflikte be-                                                                                         Lions-Quest
                                                                                                                Multiprofessio-
                                                   grüßen lernen –      Entwicklung der                                                                   „Zukunft in Viel-
                                                                                                                nelle Teams und
                                                   systemisches         multiprofessio-     Produktives                                                   falt“                Das Lernen an-
13:00 – 14:30 Uhr

                               aktiv + kreativ =                                                                Schulleitung -        Wie arbeiten wir
                     Titel

                                                   Konfliktma-          nellen Koopera-     Unruhe-Stiften in                                             Ein Programm         ders anlegen –
                               erfolgreich ler-                                                                 Haltungen, Er-        eigentlich mitei-
                                                   nagement im          tion. Ansatz-       der Schulent-                                                 zur Förderung        individuell und
                               nen                                                                              folgsfaktoren,        nander?
                                                   Schulleiterbüro      punkte und Stra-    wicklung                                                      interkultureller     gemeinsam
                                                                                                                Führungsver-
                                                   virtuos umset-       tegien                                                                            Kompetenz in
                                                                                                                ständnis
                                                   zen“                                                                                                   der Schule
                     Leitung

                                                                                                                                                          Dr. Peter Sicking,
                               Renate                                   Stephan Kielbock                                              Dorothea                                 Elke Schütz
                                                   Günter Engel                             Markus Görlich      Dr. Elmar Philipp                         Heinz-Dieter
                               Müller-Schäfer                           Johanna Gaiser                                                Knaak-Kaminski                           Guido Schüler
                                                                                                                                                          Ulrich

                                                                                                                6
Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

Hauptvortragende
Informationen und biographische Abrisse zu den Mitwirkenden, die als Vortragende, in Workshops
oder in Gesprächsrunden Einblicke in Forschungsergebnisse, Trends und ihre Erfahrungen geben.

                          Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, MPH, MBA, Direktor, Institut für
                          Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité – Univer-
                          sitätsmedizin Berlin. Er ist Gründer und Dirigent des World Doctors
                          Orchestra. Er studierte Medizin in Berlin, München und New York, Master
                          of Public Health an der Harvard University, USA, und Master of Business
                          Administration am INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. Prof. Willich ist
                          Facharzt und habilitiert für Innere Medizin, Fellow der European Society of
                          Cardiology und des American College of Cardiology, Gründungspräsident
                          der European Society of Integrative Medicine, Mitglied mehrerer Fach-
                          gesellschaften und Gremien und war Vorsitzender der Deutschen
                          Gesellschaft für Gesundheitsökonomie. Seine Forschungsschwerpunkte
                          sind Prävention, Herzkreislaufkrankheiten, Gesundheitssystemforschung
                          und -ökonomie sowie Integrative Medizin mit über 500 Publikationen.
                          Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer ist Stefan Willich ein begeister-
ter und erfahrener Musiker. Er nahm – unterstützt durch ein musikalisches Elternhaus – ersten
Geigenunterricht mit 6 Jahren. Er studierte Violine, Kammermusik und Dirigieren in Stuttgart und
Berlin. Es folgten hochrangige Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache in München, Leon Fleisher in
Boston/Tanglewood und Leon Barzin in Paris. Er ist regelmäßig als Dirigent und Kammermusiker aktiv
und gründete 2007 das World Doctors Orchestra.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Brauckmann ist seit Januar 2015 Inhaber des Lehr-
stuhls für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Bildungsbereich
am Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) der Alpen-Adria-
Universität Klagenfurt. Zuvor war er Wissenschaftler am Center for Rese-
arch on Educational Governance des Deutschen Instituts für Internationale
Pädagogische Forschung (DIPF), Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft in Ber-
lin. Dr. Brauckmann war an mehreren internationalen Vergleichsstudien
beteiligt, wie "Vergleich der Bildungssysteme Deutschlands und Kanadas"
und "Bildungsbeteiligung und Bildungssysteme in Europa". Seine For-
schungsinteressen liegen in den Rahmenbedingungen des Bildungssystems
sowie in den Steuerungsmechanismen in der Bildungsverwaltung, die die
Entwicklung der Qualitätssicherung in der Bildung beeinflussen.

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Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

Hauptvortragende
                          Dr. Renate Hauser startete ihre Karriere als Verfasserin von Reden für den
                          Vorstand einer Großbank. Von dieser Warte aus konnte sie die Herausforde-
                          rungen für die Chefetage unmittelbar nachvollziehen. Es galt ein Traditions-
                          unternehmen zu einem Global Player zu entwickeln – mit all den daraus
                          resultierenden Veränderungsprozessen. In diesem Zusammenhang wurde
                          mir klar, wie wichtig es ist, möglichst viele Beteiligte – jenseits der Opferrol-
                          le – für eine Mitgestaltung zu gewinnen. Das setzt auf allen Hierarchieebe-
                          nen den Mut zur Transparenz und einen Blickwinkel voraus, der mehr be-
                          rücksichtigt als die jeweiligen Eigeninteressen. Seit 1995 unterstützt sie Per-
                          sönlichkeiten und Organisationen als Coach und Darstellerin von Business-
                          Rollen ebenso wie als Moderatorin, Trainerin oder Verfasserin von Porträts.

Markus Görlich, Studium der Chemie sowie Master of Education (Chemie,
Mathematik). Alumnus der Studienstiftung. 5 Jahre Leiter des Mentoringres-
sorts von Rock your Life Aachen. 3 Jahre Implementierung des Projekts Her-
ausforderung als erfahrungsorientiertes Schulfach zur Persönlichkeitsentwick-
lung.
Organisator von eDUCTO – challenging educational design (Netzwerk- und
Bildungsberatung für junge Bildungsgestalter von Morgen).

Prof. Dr. Markus Hengstschläger promovierte mit 24 Jahren mit Studienver-
kürzung und Auszeichnung zum Doktor der Genetik. Danach arbeitete er an
der Yale University in den USA, wurde mit 29 Jahren außerordentlicher Uni-
versitätsprofessor und mit 35 Jahren zum Universitätsprofessor berufen.
Heute leitet er das Institut für Medizinische Genetik an der Medizinischen
Universität Wien und ist auch als Unternehmer in den Bereichen genetische
Diagnostik, Forschung und Entwicklung, und Innovationsberatung tätig. Der
vielfach ausgezeichnete und international anerkannte Wissenschaftler unter-
richtet seit über zwei Jahrzehnten Studierende, betreut Patienten und berät
Regierungen und Firmen. Er ist Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdiens-
te um die Republik, sitzt in mehreren Aufsichtsräten und ist u. a. stellv. Vorsit-
zender der österreichischen Bioethikkommission, stellv. Vorsitzender des ös-
terreichischen Rats für Forschung und Technologieentwicklung, Mitglied des Universitätsrats der Univer-
sität Linz und Leiter des Think Tanks Academia Superior. Hengstschläger ist außerdem Wissenschaftsmo-
derator auf ORF Radio Ö1 und Autor von drei Platz 1 Bestsellern („Die Macht der Gene“, „Endlich unend-
lich“ und „Die Durchschnittsfalle“), die auch jeweils zu den beliebtesten Sachbüchern des Jahres gewählt
wurden.

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Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

Hauptvorträge
Zwischen Dissonanz und Harmonie – die Vielfalt virtuos führen
Prof. Dr. Stefan N. Willich
Ein Orchester zu leiten ist eine besondere Herausforderung. Die Führungsstrukturen sind komplex,
auch wegen der Organisations- und Hierarchieebenen. Eine Hauptaufgabe ist es, die Qualitäten der
einzelnen Musiker in bestmöglicher Weise zum erfolgreichen Gesamtklang zusammenzuführen. Für
diese Ziele braucht ein Orchesterdirigent bestimmte Techniken, Wissen und Interpretation und vor
allem Führungsqualitäten. Modellhaft lässt sich die Situation und Entwicklung eines Orchesters und
des Dirigenten gut auf andere Organisationen übertragen und wird am Beispiel von Schulen und ent-
sprechenden Führungsaufgaben diskutiert.

Wieviel Autonomie braucht die Schulleitung?
Prof. Dr. Stefan Brauckmann
Wenn in der teilautonomen Schule Handlungsbedarfe identifiziert werden, die nicht auf adäquate Un-
terstützungskontexte treffen, wirkt auch die Delegation von erweiterten Entscheidungskompetenzen
im Sinne einer „Pseudoautonomie“ mitunter halbherzig bzw. sie ist für die verantwortlichen Leitungs-
teams nur bedingt nachvollziehbar. Damit stellt sich zunehmend die Frage, welche Funktionen, Aufga-
ben und Tätigkeiten gegenwärtig überhaupt auf die Einzelschule übertragbar sind und in welchen Situ-
ationen autonomes Leitungshandeln inner- wie außerschulisch persönlich (be-)greifbar wird.

Rollenbilder: Zwischen Harmonie und Dissonanz
Dr. Renate Hauser und Markus Görlich
Zu Wort kommen zwei Charaktere, die widersprüchlicher nicht sein könnten: Hannelore als Vertreterin
der Harmonie und Dieter als Vertreter der Dissonanz. Beide entfalten sich, indem sie von dem/der
jeweils anderen zu ihren Eigenarten und Vorlieben befragt werden. Das geschieht in den ersten beiden
Szenen. Auf alles Weitere dürfen Sie gespannt sein.

Wie manage ich (m)ein Talent?
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger
Einerseits ist der Mensch nicht auf seine Gene reduzierbar. Er ist das Produkt der Wechselwirkung
zwischen Genetik und Umwelt. Andererseits, werden zwei Menschen die genau gleich viel üben, das
gleiche künstlerische Niveau auf der Violine erreichen? Kann jeder Mensch singen wie Elina Garanca
oder Placido Domingo – es ist nur eine Frage des Üben und Lernens? Kann jeder am Ende Fußballspie-
len wie Lionel Messi, wenn er nur gleich viel und hart trainiert? Die Antwort ist natürlich nein. Um-
gangssprachlich hört man dazu stets „So etwas hat man eben, oder eben nicht!“ Aber was ist damit
gemeint? Für jeden Erfolg gibt es so etwas wie eine besondere Leistungsvoraussetzung – ein oder
mehrere Talente. Aber Talent allein ist noch keinerlei Erfolgsgarantie. Was ist überhaupt Talent? Talen-
te sind besondere Leistungsvoraussetzungen (=Genetik), die durch harte Arbeit (=Umwelt) entdeckt
und in eine besondere Leistung (=Erfolg) umgesetzt werden müssen. Warum sind wir genetisch ver-
schieden und wie verschieden sind wir überhaupt? Individualität ist das höchste Gut, wenn man auf
Fragen vorbereitet sein will, die man noch gar nicht kennt, weil sie erst in der Zukunft auf uns zukom-
men werden. Der Mensch hat aber auch das Recht seine Talente zu ignorieren oder fehlendes Talent
durch größeren Einsatz zu kompensieren.
Talentiert wird man nicht durch seine Lehrer. Eltern, Lehrer, das Bildungssystem haben die Aufgabe,
alles daran zu setzen die Talente in unserer Gemeinschaft zu entdecken und zu fördern. Der Focus
muss auf dem liegen, was der Einzelne besonders gut kann, und nicht auf der ausschließlichen Be-
schäftigung mit Schwächen. Wer einen neuen Weg gehen will, muss den alten verlassen. Frei nach
dem Motto: Gene sind nur Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst. Man muss
uns nur lassen! Keine Geschichte ist es nicht Wert geschrieben zu werden! Wir brauchen Peaks und
Freaks!
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Die Vielfalt an Schulen virtuos führen - Zwischen Dissonanz und Harmonie - Brandenburg
Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                      Die Welt (an) unserer Schule
                      Dr. Gerald Kusche und Nadine Düppe
In diesem Workshop bekommen wir ein Bewusstsein für unsere eigenen Prägungen und die Diversität
von Kulturen an unseren Einrichtungen. Wir reflektieren unsere persönlichen Handlungen und erarbei-
ten auf unsere Zielgruppe angepasste Haltungen. Persönliche Erlebnisse helfen uns dabei, Fallbeispiele
zu finden und im Austausch zu erörtern. Weiterhin beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten einer
interkulturellen Öffnung der Schule und der Entwicklung einer toleranten und offenen Schulkultur.

                         Dr. Gerald Kusche studierte Lernbehindertenpädagogik, Entwicklungspsy-
                         chologie und Grundschuldidaktik an der Ludwig-Maximilians-Universität
                         München. Heute unterrichtet er Deutsch als Fremdsprache am Goethe Insti-
                         tut in Bangkok und organisiert dort auch die Deutschprüfungen.
                         Nadine Düppe war bis Februar 2015 als Lehrerin für
                         die Fächer Deutsch und Geografie (Sekundarstufe I
                         und II), als Fachseminarleiterin für Geografie sowie
                         pädagogische Mitarbeiterin am Landesinstitut für
                         Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) im
                         Bereich Unterrichtsentwicklung tätig. Seitdem ist sie
                         Referentin für Schulentwicklung am LISUM. Zwi-
schenzeitlich hat sie mehrere Jahre in Thailand gelebt und dort Deutsch als
Fremdsprache am Goethe Institut in Bangkok unterrichtet und interkulturelle
Seminare gegeben.

                       Wert- und Sinnorientiert führen-wirken-gestalten
                       Matthias Möller
Die Funktionsstelle einer schulischen Führungskraft nur zu besetzen reicht häu-
fig nicht aus, um diese auch sinnvoll für sich selber und die Schule ausfüllen zu
können. An schulische Führungskräfte werden im Hinblick auf ihre Führung oft
hohe Erwartungen und Wünsche herangetragen, ohne dass ihnen vermittelt
wird, wie sie diese Rolle nicht nur funktional erledigen können, sondern sie mit
sich und Ihrer Persönlichkeit gestalten können.
Aufbauend auf dem Konzept der Existenzanalyse Viktor Frankls sollen eigene Antworten auf existenzi-
elle Fragen von Führung gefunden werden, die es ermöglichen sich selbst und der jeweiligen Situation
gerecht zu werden. Die je individuelle Entwicklung einer Gestaltungsidee und Haltung zur Führung
lässt es langfristig gelingen, eine Führungskultur zu etablieren, in der es zu einem Mehr an Motivation,
Identifikation und Authentizität bei allen am Prozess beteiligten Personen kommt
                             Matthias Möller; Coaching für Führungskräfte, Gesundheits-coaching,
                             Beratung (humanistisch-existenzanalytischer Ansatz), Training für Füh-
                             rungskräfte, Seminare für Mitarbeiter*innen, www.sinnwerft.de

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops
                       Produktives Unruhe-Stiften in der
                       Schulentwicklung
                       Markus Görlich
Schulentwicklungsprozesse machen es immer wieder erforderlich, dass die
Mitglieder eines Kollegiums andere Haltungen einnehmen, von Gewohntem
loslassen und Neues lernen. Diese Lernprozesse finden typischerweise au-
ßerhalb der Komfortzone der Beteiligten statt, doch letztendlich erweist sich
ein gewisses Maß an Unruhe als konstruktiv und gewinnbringend.
Aufbauend auf dem „Adaptive Leadership“-Konzept der Harvard University, vermittelt der Workshop
durch eine erfahrungsorientierte Methodik Impulse, wie solche Prozesse aus der Position der Schullei-
tung heraus erfolgreich gesteuert werden können – trotz der teils exorbitan-
ten Erwartungen, die an diese Rolle herangetragen werden. Die Teilnehmen-
den haben u. a. Gelegenheit, einen ungewöhnlichen Blick auf Führungs- und
Autoritätsfunktionen der Schulleitung zu werfen und die eigene Rolle unter
dieser Maßgabe bzw. auf Basis des gemeinsam Erfahrenen zu diskutieren.
Markus Görlich, Studium der Chemie sowie Master of Education (Chemie,
Mathematik). Alumnus der Studienstiftung. 5 Jahre Leiter des Mentoringres-
sorts von Rock your Life Aachen. 3 Jahre Implementierung des Projekts Her-
ausforderung als erfahrungsorientiertes Schulfach zur Persönlichkeitsent-
wicklung. Organisator von eDUCTO – challenging educational design (Netz-
werk- und Bildungsberatung für junge Bildungsgestalter von Morgen).

                       Entscheidungsräume
                       Sabine Lenk
Für Schulleiterinnen und Schulleiter gehört das Treffen von Entscheidun-
gen zum Alltag. Und trotzdem ist es oft nicht leicht. Kennen Sie den inne-
ren Druck, unbedingt das Richtige zu tun, trotz Zeitmangel, Überlastung
                          oder hoher Komplexität des Themas? Beson-
                          ders schwierig wird es, wenn die Möglichkei-
                          ten, zwischen denen wir uns glauben entschei-
                          den zu müssen, gleich gut oder gleich schlecht
                          erscheinen und wir uns in einem persönlichen Dilemma sehen. Entdecken
                          Sie in diesem Workshop Ihre Entscheidungskompetenz. Erkunden Sie an
                          eigenen Themen, was Ihnen Sicherheit gibt und welche Wege Sie zu guten
                          Entscheidungen führen können. Erproben Sie die Tetralemma-Methode als
                          Möglichkeit, in scheinbar unlösbaren Situationen Ihre schon vorhandenen
                          Antworten zu entdecken.
                            Sabine Lenk war nach dem Studium als Lehrerin für die Fächer Deutsch,
                            Musik und LER mehreren Schulen tätig und unterrichtete Fachdidaktik LER an
der Universität Potsdam. Seit 2007 arbeitet sie am LISUM und hat sich über viele Jahre eine Expertise im
Bereich Kommunikation und Kooperation zwischen Schule und Familie erworben. Ausbildungen in lö-
sungsfokussiertem Coaching und systemischer Beratung kamen hinzu. Inzwischen konzipiert und gestal-
tetet sie als Referentin für Schulentwicklung Fortbildungen zu Kommunikation, Prävention und schuli-
scher Prozessbegleitung sowie Beratungs- und Coachingangebote für pädagogische Fach- und Führungs-
kräfte.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                       Kulturelle Vielfalt an der Schule: Interkulturelle
                       Kompetenz als Herausforderung und Notwendigkeit
                       Prof. Dr. Hacı Halil Uslucan
Kulturelle Vielfalt an der Schule ist seit Jahren eine Normalität; sprachliche, ethnische, religiös-
weltanschauliche Diversität und der angemessene Umgang mit ihnen gehören neben den fachlichen zu
Kernkompetenzen von Lehrkräften und Schulleitungen. In dem Workshop geht es zum einen um die
Frage, wie ausgeprägt das Wissen um kulturelle Vielfalt im Bildungskontext ist und wie es gesteigert
werden kann, zum anderen aber auch darum, wie Potenziale und Talente adäquater erkannt und ge-
fördert werden können. Darüber hinaus wird ein weiterer Schwerpunkt sich der Frage widmen, wie
der Einbezug von Eltern mit Zuwanderungsgeschichte in Bildungskontexte gestärkt werden kann.
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Dipl. Psychologe, M. A., geboren in Kayseri/
Türkei, 1985-1991: Studium der Psychologie an der FU Berlin; 1985-1996:
Studium der Philosophie und der Allgemeinen und Vergleichenden Litera-
turwissenschaft, FU Berlin; Aufbaustudiengang „Semiotik“ an der TU Ber-
lin. 1999: Promotion zum Dr. phil. im Fach Psychologie; 2006: Habilitation
im Fach Psychologie.
2006-2010:Vertretungsprofessuren Universität Potsdam und an der Hel-
mut-Schmidt-Universität in Hamburg, 2009 Gastprofessor an der Uni
Wien. 2010: Wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Türkeistudien
und Integrationsforschung sowie Professor für Moderne Türkeistudien
und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. 2012 Mit-
glied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration und ab dem
01.10.2015 dessen stellvertretender Vorsitzender; seit 2015 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats
der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

          „Nichts ist im Verstand, was nicht schon vorher
          in der Wahrnehmung war.“ (Thomas von Aquin, 12. Jahrhundert)
          Daniéla K. Meyr und Susanne Hartmann
Sie reagieren und agieren im schulischen Alltag und entwerfen die nächsten strategischen Schritte.
Dabei ist ein – nicht ganz unbedeutendes – Element Ihres Führungserfolges Ihre Wahrnehmungsfähig-
keit. Dieser werden wir uns gemeinsam in diesem Workshop im besonderen Maße widmen. Durch
verschiedene praktische Übungen erhalten Sie ein Feedback zur eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Sind
Sie neugierig geworden? Dann machen Sie mit!

          Vom Input zum Output
          Daniéla K. Meyr und Susanne Hartmann

(Workshop nur für Brandenburger Teilnehmende des DSLK 2018)
Der Austausch zu Impulsen und Anregungen, die Sie aus Düsseldorf mitgebracht haben, die gegenseiti-
ge Bereicherung durch Schritte und Maßnahmen, die Ihnen in der Weiterentwicklung des Ganztags
besonders gelungen sind, der Austausch und die kollegiale Beratung zu nächsten Schritten und Maß-
nahmen, die Sie vorhaben, werden im Mittelpunkt des Workshops stehen.

Daniéla K. Meyr, Referatsleiterin Schulentwicklung im
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Branden-
burg (LISUM)
Sie arbeitete als Sonderpädagogin in Berlin Neukölln
und im Land Brandenburg in Oranienburg. Seit 2004 ist
sie am LISUM beschäftigt – zunächst im Bereich Son-
derpädagogische Förderung und seit 2008 im Bereich
Schulentwicklung. Wesentliche Arbeitsgebiete sind
heute die Unterstützung und Qualifizierung von Schul-
berater*innen der Länder Berlin und Brandenburg, die
konzeptionelle Weiterentwicklung des Ganztags sowie
die Implementierung der 13 übergreifenden Themen des Rahmenlehrplans für die Jahrgangsstufen
1-10 in beiden Ländern.
Susanne Hartmann begann ihre berufliche Laufbahn an Oberschulen, arbeitete später an einem Gym-
nasium. Sie blickt auf eine 25 jährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung als Fach- und Hauptsemi-
narleiterin in der 2. Phase der Lehrerausbildung im Land Brandenburg zurück. Seit 2017 ist sie Refe-
ratsleiterin Personalentwicklung am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg. Dar-
über hinaus hat sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Advanced Studies Association, die
wissenschaftlichen Weiterbildungen zur Supervisorin und zum Coach abgeschlossen und ist seit 2005
als Trainerin in diesem Bereich tätig

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                       Lions-Quest „Zukunft in Vielfalt“
                       Ein Programm zur Förderung interkultureller Kompetenz in
                       der Schule
                       Dr. Peter Sicking und Heinz-Dieter Ulrich
Lions-Quest „Zukunft in Vielfalt“ ist eine 1,5-tägige Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer von Kin-
dern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 21 Jahren, die interkulturelles Lernen,
Wertebildung und die Vermittlung von Lebenskompetenzen in innovativer Weise miteinander verbin-
det. Der erste Teil des Workshops besteht aus einer theoretischen Einführung in das Programmange-
bot. Darauf folgt ein praktischer Teil, in dem konkrete Übungen aus Lions-Quest „Zukunft in Vielfalt“
vorgestellt und gemeinsam umgesetzt werden. Der Workshop wird mit einer gemeinsamen Reflexi-
onsphase abgeschlossen. Wie bei Lions-Quest üblich, steht auch bei diesem Workshop das gemeinsa-
me „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ im Vordergrund.
Dr. Peter Sicking ist der Programmleiter für Lions-Quest beim Hilfswerk der
Deutschen Lions e. V. in Wiesbaden. Nach beruflichen Führungspositionen im
Kommunikationsbereich koordinierte er ein mehrjähriges regionales EU-
Projekt zur Unterstützung von benachteiligten Jugendlichen im Arbeitsmarkt.
Anschließend war Sicking unter anderem als Vorstand der Peter Ustinov Stif-
tung tätig. Er wirkt in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen mit und war
unter anderem fünf Jahre lang Mitglied des Expertenkreises „Inklusive Bil-
dung“ der Deutschen UNESCO-Kommission. Dr. Peter Sicking ist verheiratet
und hat zwei Kinder. Er studierte Publizistik, Germanistik und Soziologie in
Münster.
                          Heinz-Dieter Ulrich ist nach dem Studium (Mathematik, Politik, Geographie)
                          und einigen Jahren als Lehrer, 33 ½ Jahre als Schulleiter in verschiedenen
                          Schulformen in Niedersachsen tätig gewesen, zuletzt als Leiter einer Ober-
                          schule mit gymnasialem Angebot und technischem Schwerpunkt. Seit 1989
                          hat er in der Lehrerfortbildung Seminare durchgeführt. Thema war schwer-
                          punktmäßig die Organisationsentwicklung von Schule. Als Teilnehmer des
                          ersten Seminars Lions-Quest "Erwachsen werden" in Deutschland ist er nach
                          der Anpassung des Programms an die deutsche Schulwirklichkeit als Trainer
                          der 1. Stunde 1997 in die Seminararbeit eingestiegen. Die Entwicklung des
                          Qualitätssiegels und die Idee zu Lions-Quest „Erwachsen handeln“ sind von
                          ihm mit initiiert. Als Seniortrainer ist er auch in die Ausbildung von
                          Trainer*innen eingebunden.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                        Quereinstieg willkommen!
                        Grit Diaz de Arce und Grit Ehlert
Quereinsteiger*innen, die als Lehrkräfte tätig sind und berufsbegleitend ausgebildet werden, sind für
die Schulen heutzutage unverzichtbar. Viele Schulleitungen stehen jedoch vor der Frage: Wie kann das
Kollegium solche Lehrkräfte mit Kompetenzen aus unterschiedlichen Berufsfeldern unterstützen, einen
gelingenden Einstieg zu finden?
Kommen Sie mit der Leiterin des Studienzentrums für Erziehung, Pädagogik und Schule Berlin (StEPS),
mit Quereinsteigern und ihrer Mentorin ins Gespräch, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam
über ein „ABC der Willkommenskultur für Quereinsteigende“ zu diskutieren.
Grit Díaz de Arce, in Berlin (Ost) geboren. Studium an der Musikhochschule Dres-
den (Diplom: Musiktheater/Gesang), anschließend Studium in Berlin (Magister:
Griechisch/Latein), nach der Lehrtätigkeit an der Otto-von-Guericke-Universität
(Magdeburg) Quereinstieg als Latein-Musik-Lehrerin im Land Brandenburg mit
berufsbegleitendem Vorbereitungsdienst. Einige Jahre als Lehrerin in Hessen,
jetzt in Berlin tätig, auch als abgeordnete Lehrkraft am LISUM.
                          Grit Ehlert hat als Diplomlehrerin für Mathematik und
                          Geographie an verschiedenen Schultypen in unter-
                          schiedlichen Funktionen (u. a. als Fachleiterin Mathe-
                          matik) gearbeitet. Anschließend war sie bei proSchul drei Jahre lang als
                          Schulberaterin (insbesondere für das Fach Mathematik) tätig. Zurzeit ist sie
                          abgeordnete Lehrkraft für Führungskräftequalifizierung und Beratung am
                          LISUM.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                       Vielfalt an Schulen – Schule als Lebensraum gestalten
                       Marion Thiel-Blankenburg und Katrin Baumhöver

Aus der Praxis für die Praxis setzen wir in unserem Workshop Impulse zur Entwicklung, Implementie-
rung und Steuerung von Schule als lernender Institution. Ausgehend von eigenen Beispielen sowie
Erfahrungen aus eigenen Schulentwicklungsprozessen möchten wir mit Ihnen in einem spannenden
Dialog die vielfältigen Ebenen und Dimensionen der Personal-, Organisations- und Unterrichtsent-
wicklung beleuchten und wirksame Methoden und Erfolgsfaktoren in der Leitung und Steuerung ablei-
ten.
                        Marion Thiel-Blankenburg, ist Sonderpädagogin mit den Fachrichtungen Lernen
                        und emotionale und soziale Entwicklung, hat viele Jahre im gemeinsamen Un-
                        terricht mit behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern an
                        Grundschulen gearbeitet und war im Rahmen der Lehrerausbildung und der
                        regionalen Fortbildung für den Unterricht an Förderzentren und als Multiplikato-
                        rin für den gemeinsamen Unterricht in der Schulanfangsphase tätig. Sie hat 1989
                        eine Zusatzqualifizierung als Rhythmiklehrerin erworben. Nachdem Frau Thiel-
                        Blankenburg sechs Jahre ein Förderzentrum leitete, implementierte sie im Rah-
                        men eines Schulversuchs die inklusive Entwicklung an ausgewählten Grundschu-
len in Berlin Steglitz-Zehlendorf. Seit 2015 leitet Frau Thiel-Blankenburg das Schulpsychologische und
Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) in Berlin Spandau.
Katrin Baumhöver ist Sonderpädagogin mit den Fachrichtungen Sprache und
Lernen, hat viele Jahre an einem Förderzentrum „Sprache“ gearbeitet und war
im Rahmen der Lehrerausbildung und der regionalen Fortbildung für den Un-
terricht an Förderzentren und als Multiplikatorin für den Förderschwerpunkt
Sprache tätig. 2011 hat sie am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
der Universität Heidelberg die Zusatzqualifikation zur Fachberaterin für Sprach-
förderung im Primar- und Elementarbereich erworben. In den letzten sechs
Jahren war Frau Baumhöver als Schulleiterin der Vineta-Grundschule in Berlin
Mitte tätig. Aktuell leitet Frau Baumhöver das Schulpsychologische und Inklu-
sionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) in Berlin
Steglitz-Zehlendorf.

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Workshops

                           aktiv + kreativ = erfolgreich lernen
                           Renate Müller-Schäfer

Kreativität ist der Schlüssel zum eigenständigen und entdeckenden Lernen. Methoden und Techniken
aus der Spiel- und Theaterpädagogik eignen sich besonders, Zugänge zur Kreativität zu öffnen. Dabei
fördern sie zugleich die Kommunikationsfähigkeit. Zum Erfolg trägt der Einsatz digitaler Medien
wesentlich bei. Die Teilnehmenden lernen grundlegende Techniken kennen und probieren sie aus.
                            Renate Müller-Schäfer, Diplom Sozialpädagogin und Spiel- und Theaterpäda-
                            gogin (BuT) arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Freiberuflerin im Darstellen-
                            den Bereich. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus der Projektarbeit
                            u. a. mit Schülergruppen und Lehrkräften im In- und Ausland.

                           Let‘s talk – Schüler*innen machen Schule
                           Ecenur Hancer und Mahir Isikli
In diesem von Schülern der Carl-von-Ossietzky-Gemeinschaftsschule Berlin geleiteten Workshop wer-
den sich die Teilnehmenden mit dem Aspekt des Umgangs mit sexueller Vielfalt an Schulen auseinan-
dersetzen. Am Beispiel eines an ihrer Schule bereits praktizierten Lehrkräfte-Workshops und der
Kooperation mit der New York Universität Berlin werden auf authentische Weise Möglichkeiten aufge-
zeigt, wie das Schulklima durch den Einfluss der Lehrenden inklusiver gestaltet werden kann und wa-
rum dies eine besondere Wirkung auf das Miteinander aller an der Schule hat.
Ecenur Hancer und Mahir Isikli haben in diesem Jahr erfolgreich ihr Abitur an der Carl-von-Ossietzky-
Gemeinschaftsschule in Berlin abgelegt. Außerdem sind sie Martin Luther King Junior Fellows an der
NYU (New York Universität Berlin). Im Rahmen des Fel-
lowships hatten beide Gelegenheit, sich mit den Themen
Diversity, Equity und Inclusion auseinanderzusetzen und
zu lernen, wie sie in ihrer Schulgemeinschaft etwas ver-
ändern können. An der eigenen Schule haben sie mit
dem Lehrerkollegium einen Workshop zur Inklusion von
LGBT1 -Schüler*innen geleitet. Sie haben großes Interes-
se, beide Projekte auch künftig fortzuführen.

1
 LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender,
also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                       Wie arbeiten wir eigentlich miteinander?
                       Dorothea Knaak-Kaminski
Unterschiedliche Professionen an Schule haben ihre Bedeutung. Wissen aber alle, wer was macht?
Sind die Aufgaben und Vorgehensweisen abgestimmt? Steht bei allem „das Kind/die Jugendliche/der
Lernende“ im Fokus? Auf welcher Stelle der Skala zwischen Dissonanz und Harmonie befindet sich Ihre
Schule?
Nach der kurzen Erläuterung des Verfahrens der kollegialen Fallberatung in 9 Schritten führen Sie in
Gruppen jeweils eine Fallberatung zum Umgang mit dissonanten Situationen an Ihrer Schule durch.
Praxistaugliche Handlungsvorschläge für den Umgang mit diesen Situationen sind das Ergebnis.
                        Dorothea Knaak-Kaminski ist Referentin für Führungskräftequalifizierung und
                        Beratung am Landesinstitut für Schule und Medien in Berlin-Brandenburg
                        (LISUM) und zertifizierte Business Coach. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die
                        Konzeptentwicklung und Durchführung von Qualifizierungsreihen für schuli-
                        sche Führungskräfte und von Großveranstaltungen bei der Einführung pädago-
                        gischer Innovationen. Außerdem unterstützt sie schulische Führungskräfte
                        einzeln und im Team durch Coaching und Beratung. Seit 1991 war sie in der
                        Lehrerfortbildung tätig. 14 Jahre war sie Gesamtschulrektorin an einer Brenn-
                        punktschule in Berlin-Wedding.

                      „Das Lernen anders anlegen –
                      individuell und gemeinsam“
                      Elke Schütz und Guido Schüler
Die Pädagogische Werkstatt „Lernen – individuell und gemeinsam“ ist ein innovatives Fortbildungspro-
gramm, das konstruktive Antworten auf die zunehmende Heterogenität der Lernenden entwickelt und
einen gemeinsamen Unterrichts- und Schulentwicklungsprozess der teilnehmenden Schulen initiiert
und befördert. Das Ziel der Werkstatt ist, dass die Lehrkräfte den Unterricht so gestalten können, dass
Schüler*innen eine reelle Chance bekommen, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen,
zu ihren individuell bestmöglichen Leistungen zu gelangen und die Freude am
Lernen nicht zu verlieren. Verantwortlich für die Durchführung des mehrjäh-
rigen Programms ist in Berlin die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und
Familie in Kooperation mit der Deutschen Schulakademie. Der Workshop gibt
einen Überblick über die Pädagogische Werkstatt und enthält kleine prakti-
sche Arbeitsphasen.
Elke Schütz ist Trainerin der Pädagogischen Werkstatt „Lernen – individuell
und gemeinsam“ der Deutschen Schulakademie und tätig an der Clay-Schule
Berlin (ISS mit gymnasialer Oberstufe), seit 1999 in der Lehrerfortbildung und
Schulberatung (LISUM und regionale Fortbildung) tätig, Schwerpunkte: Un-
terrichts- und Schulentwicklung, Prozessbegleitung Fachlehrerin Deutsch,
Geschichte, Gesellschaftswissenschaften, Fachleiterin Deutsch

                                                  18
Stand: 13. Juli 2018

Workshops
                      Guido Schüler ist Trainer der Pädagogischen Werkstatt „Lernen – individuell
                      und gemeinsam“ der Deutschen Schulakademie und tätig an der Clay-Schule
                      Berlin (ISS mit gymnasialer Oberstufe), seit 1999 in der Lehrerfortbildung und
                      Schulberatung (LISUM und regionale Fortbildung) tätig, Schwerpunkte: Unter-
                      richts- und Schulentwicklung, Prozessbegleitung Fachlehrer WAT, Informatik –
                      Jahrgangsleiter.

          Die Kunst der Beeinflussung. Von Priming bis Nudging
          Christian Baumelt
Der Worte sind genug gewechselt? Ganz sicher nicht. Aber wissen Sie, wie sehr die Worte, die Sie wäh-
len, die Denk- und Verhaltensweisen Ihres Gegenübers beeinflussen. Untersuchungen zeigen, wie stark
Menschen unbewusst auf Worte und Assoziationen reagieren. Für gezielte Beeinflussungen setzt in-
zwischen sogar die Bundesregierung auf Nudging, um auch ohne Regeln und Verbote das Verhalten
von Menschen zu beeinflussen. Mit Beispielen und Denkanstößen soll dieser Workshop Ihnen Anre-
gungen geben, Ihre Einflussmöglichkeiten zu reflektieren.
                    Christian Baumelt, Referatsleiter Qualifizierung/Weiterbildung im Landesinstitut
                    für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)
                    Nach dem Referendariat in Berlin arbeitete er als Berufsschullehrer für Wirtschaft
                    und Rechnungswesen in Potsdam. Berufsbegleitend studierte er anschließend
                    Supervision und Coaching und ist seit dem beratend im Umfeld Schule tätig. 2009
                    wechselte er an das LISUM und wirkte neben seinem Engagement in der Berufli-
                    chen Bildung auch in der Qualifizierung von Führungskräften und Schulbera-
                    ter*innen mit. Darüber hinaus moderiert er Großveranstaltungen ebenso wie
                    Konfliktgespräche. Seit 2017 ist er der Projektleiter der Modularen Qualifizierung
                    für Schulberater*innen.

            Moderierte Gesprächsrunde
            Christian Baumelt

Die Vorträge von Prof. Dr. Hengstschläger wecken oft das Bedürfnis, sich mit seinen Thesen und den
Meinungen anderer auseinanderzusetzen. Wir möchten Ihnen die Chance geben, diesem Bedürfnis
nachzukommen. In einem moderierten Gespräch werden wir Thesen von Prof. Dr. Hengstschläger auf-
greifen und diskutieren.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

                       „Konflikte begrüßen lernen –
                      systemisches Konfliktmanagement im
                      Schulleiterbüro virtuos umsetzen“.
                      Günter Engel
Konflikte sind oft emotional negativ besetzt. Selten werden sie „begrüßt“. Allerdings kommt keine
Organisation ohne Konflikte aus. Konflikte fordern ein System heraus, neue Entscheidungen zu treffen.
Im Schulleiterbüro landen allerdings oft die „heißen“ Konflikte. Eskalierende, emotional aufgeladene
Konfliktsituationen können für Schulleitungsmitglieder erheblich Energie und Zeit kosten. In diesem
                      Workshop werde ich ein in der Praxis erprobtes Konzept vorstellen, dass eine
                      Möglichkeit für Schulleiterinnen und Schulleiter zu mehr Sicherheit und Flexibili-
                      tät in Konfliktgesprächen aufzeigt. Folgende Themen werden besonders fokus-
                      siert: Setting im Konfliktgespräch, Emotionsregulierung, Visualisierung des Ge-
                      sprächsverlaufs, nachhaltige Lösungen und Regulierung der eigenen Energie.
                      Günter Engel ist Schulleiter einer Gemeinschaftsschule (seit 2004), Systemischer
                      Familientherapeut und Berater, M. A. – Schulmanagement. Schwerpunktthemen:
                      Self Leadership, Konfliktmanagement, Achtsames Führen und Resilienz im Schul-
                      system.

                      Workshop „Multiprofessionelle Teams und
                      Schulleitung - Haltungen, Erfolgsfaktoren,
                      Führungsverständnis“
                      Dr. Elmar Philipp
In dieser Werkstatt werden zunächst in einem ansprechenden Video die Erfolgsfaktoren des multipro-
fessionellen Teams von Roald Amundsen vorgestellt und diskutiert. In einem Vortrag werden sodann
die wichtigsten Erfolgsfaktoren aus der Gruppen- und Führungsforschung näher beleuchtet. Neben
Vertrauen und Wertschätzung als Kernressourcen der Teamentwicklung sind dabei zentral:
    -   Klare Ziele und Visionen
    -   Klare Aufgaben- und Rollenverteilung
    -   Achtsame Kommunikation im Team
    -   Angemessene Methoden
    -   Führungsverständnis der Schulleitung: Psychologische Sicherheit
        ermöglichen
Der Workshop schließt mit einem Kurzvideo zu dem Thema „Wertschätzung“,
einer Kernkompetenz multiprofessioneller Arbeit.
Dr. Elmar Philipp, freiberuflicher Berater, Fachbuchautor und Fortbildner mit
den Schwerpunkten Change Management, Leitbildarbeit, Steuergruppenqua-
lifizierung und Teamentwicklung.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

         Migration und Vielfalt im Spiegel von
         Schul- und Unterrichtsentwicklung
         Prof. Dr. Viola B. Georgi und Nurten Karakaş
Diversity ist ein zentrales Merkmal moderner Gesellschaften. Prozesse von Globalisierung, Internatio-
nalisierung sowie Migration tragen dazu bei, dass sich unsere Gesellschaft sprachlich, kulturell und
religiös rasant weiter pluralisiert. In diesem Kontext, aber auch unabhängig von diesen Entwicklungen,
stellt die Heterogenität der Lern- und Bildungsvoraussetzungen von Kindern und Jugendlichen eine
ganz selbstverständliche Grundbedingung im pädagogischen Handlungsfeld Schule dar. Der Diskurs um
Heterogenität ist zum Reformimpuls für das komplexe Feld von Schulpraxis,
Schulentwicklung, Schulforschung sowie Lehrerhandeln und Lehrerbildung
geworden. Der Workshop soll Einblicke in ausgewählte Felder diversitätssen-
sibler Schul- und Unterrichtsentwicklung geben und einen Denkraum für den
Umgang mit Vielfalt öffnen.
Prof. Dr. Viola B. Georgi ist Professorin für Diversity Education und Direktorin
des Zentrums für Bildungsintegration: Diversity und Demokratie in Migrations-
gesellschaften an der Stiftung Universität Hildesheim. Zu Ihren Arbeits- und
Forschungsschwerpunkten zählen u. a.: Diversity Studies, Holocaust Education,
Migrations- und Integrationsforschung, Bildungsmedienforschung, Demokratiepädagogik und Citi-
zenship Education.
                      Nurten Karakaş ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftung Universität
                      Hildesheim und am Zentrum für Bildungsintegration. Ihre Arbeits- und For-
                      schungsschwerpunkte sind Lehrende mit Migrationshintergrund, Rassismuskri-
                      tische Bildungsansätze, Migrationsforschung.
                      Studium Berufspädagogik, Gesundheits- und Sozialwissenschaften an der Uni-
                      versität Hamburg, Schulleiter. Weiter-bildung Kommunikationspsychologie am
                      Institut von Schulz von Thun (Universität Hamburg),Weiterbildung existenzana-
                      lytisches Coaching und Beratung (Deutsche Gesellschaft für Logotherapie und
                      Existenzanalyse Hamburg, DGLE sowie Akademie für Existenzanalyse und Logo-
therapie in Hannover und Hamburg, GLE-D). Innovationspreis des Deutschen Beamten Bundes für die
Entwicklung eines Konzeptes für Nachwuchsführungskräfte Referent u. a. beim Deutschen Schulleiter-
kongress in Düsseldorf, Dortmunder Akademie für Führungskräfte TU Dortmund, Fachhochschule
Münster, Zahnärztekammer Bremen, Landesinstitut für Schule in Bremen.

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Stand: 13. Juli 2018

Workshops

               Entwicklung der multiprofessionellen Kooperation. Ansatzpunkte
               und Strategien
               Stephan Kielblock und Johanna M. Gaiser

In schulischen Qualitätsrahmen wird Kooperation als wichtiges Merkmal guter Schulen festgehalten.
‚Zusammen mehr erreichen‘ sagt sich leicht dahin. In der schulischen Praxis erscheint es jedoch oft
schwierig mit anderen zusammenzuarbeiten. Insbesondere, wenn diese Zusammenarbeit über Profes-
sionengrenzen hinweg realisiert werden soll. Aus Perspektive der pädagogisch Tätigen laufen die rele-
vanten Abstimmungen gewissermaßen ohnehin und zeitraubende zusätzliche Sitzungen würden ledig-
lich pädagogisch nutzbare Zeit belegen. Entgegen solcher Bedenken aus dem Kollegium die Vision ei-
ner multiprofessionellen Kooperation durchsetzen zu können, erfordert viel Geschick seitens der
Schulleitung. In diesem Workshop erarbeiten Sie Ihre Strategie zur Entwicklung der multiprofessionel-
len Kooperation an Ihrem Schulstandort.

                        Stephan Kielblocks Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt auf der Profes-
                        sionalisierung von pädagogisch Tätigen, insbesondere im Bereich der Ganz-
                        tagsschule und im Hinblick auf inklusive Bildung für alle. Seit 2012 arbeitet er
                        als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Studie zur Entwicklung von Ganztags-
                        schulen (StEG) und beschäftigt sich in diesem Rahmen insbesondere mit der
                        Qualität und Wirkung von nicht-unterrichtlichen Bildungssettings. Internatio-
                        nal werden diese non-formalen Kontexte des Lehrens und Lernens unter dem
                        Begriff ‚Extended Education‘ gefasst, und Stephan Kielblock ist beteiligt am
                        Aufbau eines internationalen Netzwerks von Forschenden in diesem Bereich,
                        das jüngst Teil der World Educational Research Association (WERA) geworden
                        ist. In den vergangenen Jahren hat Stephan Kielblock durch eine Vielzahl an
                        wissenschaftlichen sowie praxisorientierten Vorträgen und Veröffentlichun-
                        gen zu einem vertieften Verständnis der Praxis aber auch zu ihrer Entwicklung
                        beigetragen.

Johanna M. Gaiser studierte Musik- und Bildungswissenschaft an der
Universität Heidelberg. Seit 2015 arbeitet sie als wissenschaftliche Mit-
arbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Justus-Liebig-
Universität Gießen in dem BMBF-geförderten Projekt „Studie zur Ent-
wicklung von Ganztagsschulen“ (StEG). Die Gießener Teilstudie StEG
Kooperation legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung der multiprofes-
sionellen Kooperation. Johanna M. Gaiser promoviert zurzeit an der
Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema Hausaufgaben, Lern- und
Übungszeiten an Ganztagsschulen und beschäftigt sich insbesondere mit
der Verzahnung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten. In
einer Vielzahl wissenschaftlicher sowie praxisnaher Publikationen doku-
mentiert sich das Bemühen von Johanna M. Gaiser um die Verbesserung
der ganztagsschulischen Praxis.

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Stand: 13. Juli 2018

Auftakt und Übergänge
Moderation
Stephan Buchheim
Seit Anfang der 90er arbeitet Stephan Buchheim als Moderator für
verschiedene Radioprogramme in Berlin und in diversen Rollen als
Sprecher für Hörspiel- und Gameproduktionen. Aktuell hören Sie ihn
bei euromaxx, dem Lifestylemagazin der Deutschen Welle, sowie in
zahlreichen PC und Online Games, wie DRAGON AGE oder in HALO.
Er ist als ausgebildeter Sänger und erfahrener Sprecher sehr vielseitig
einsetzbar – klanglich und altersmäßig von Mitte 30 bis Ende 50.
Durch seine Arbeit in aktuellen Radioprogrammen ist er mit allen
gängigen Präsentationsformen vertraut und – von Comedy bis News oder Doku – bestens aufgestellt.

Atem holen: Die Jodel-Pause für Tagungen und Kongresse
Doreen Kutzke
                               Bei langen Tagungen oder Kongressen ist eine kurze Unterbrechung
                               Gold wert, um wieder durchatmen zu können.
                               Die Teilnehmer lernen Ihre Stimme zu aktivieren und laut zu jodeln: Das
                               bringt nicht nur eine Menge Spaß, sondern stärkt den Organismus – und
                               hebt die Stimmung!
                               Doreen Kutzke, geboren 1975, ist eine multidisziplinäre Musikerin,
                               Schauspielerin und Komponistin aus Berlin. Seit ihrer Kindheit beschäf-
                               tigt sie sich mit musikalischen Projekten, wobei das Hauptmerkmal auf
                               der Stimme liegt. Sie gründete die Jodelschule Kreuzberg und unterrich-
                               tet weltweit Jodeln und erweiterte Stimmtechniken.

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Stand: 13. Juli 2018

Dokumentation
seagull film ist eine kreative Arbeitsgemeinschaft
zweier in den 80er und 90er Jahren diplomierter Ab-
solventen der bekannten und erfolgreichen Babelsber-
ger Filmhochschule.
Katrin Filenius drehte als Autorin und Regisseurin zahl-
reiche Dokumentarfilme und filmische Portraits wäh-
rend Götz Filenius zunächst als Schnittmeister, später
als Fernsehregisseur überwiegend im Live-Fernsehen
sein Zuhause fand.
Als Kreativunternehmen produzieren wir Filme, die im
öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen werden, zeichnen Opern und Konzerte für DVD-
Produktionen auf oder realisieren die Premieren - Livestreams der Komischen Oper Berlin.

                         Mascha Kleinschmidt-Bräutigam studierte an der Freien Universität Berlin
                         und der Pädagogischen Hochschule Berlin. Ausgewählte bisherige Tätigkeiten
                         von ihr sind: Lehrerin an Grund- und Gesamtschule, Lehraufträge an der
                         Freien Universität und der Technischen Universität und der Pädagogischen
                         Hochschule Berlin, Dozentin am Sozialpädagogischen Institut (SPI) der Arbei-
                         terwohlfahrt, Fachseminarleiterin, Leiterin des 5. Schulpraktischen Seminars
                         Neukölln, Oberschulrätin mit Zuständigkeit u.a. für Deutsch Grundschule,
                         Rahmenlehrplanarbeit, Abteilungsleiterin am Berliner Institut für Lehrerfort-
                         bildung (BIL), kommissarische Leiterin des Landesinstituts für Schule und Me-
                         dien Berlin (LISUM), stellvertretende Direktorin des Landesinstituts für Schule
                         und Medien Berlin Brandenburg (LISUM), Schulbuchautorin, Mitherausgebe-
                         rin der Zeitschrift GRUNDSCHULUNTERRICHT, fachliche Begleitung des Pro-
                         jekts Die Stadtentdecker der Brandenburgischen Architektenkammer.

                                                  24
Stand: 13. Juli 2018

Kooperationspartner Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH

Die Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH in Stuttgart, ein Unternehmen der Klett Gruppe, ist ein
                                   Bildungsverlag mit langer Tradition und anerkannter Kompetenz
                                   für alle Schularten. Das Verlagsprogramm umfasst Unterrichtsma-
                                   terialien und Fachpublikationen in Loseblattwerken, Broschüren
                                   sowie Online-Portalen. Die direkt einsetzbaren Materialien sowie
die praxisnahen Informationen und Arbeitshilfen entlasten Referendare, Lehrer und Schulleiter in ih-
rem anspruchsvollen und herausfordernden Alltag. Inhaltlich decken die Angebote alle Bereiche des
schulischen Lehrens sowie des Schulmanagements ab. Von der Unterrichtsvorbereitung bis hin zu allen
Aspekten der Schulentwicklung, der Schulverwaltung und Fragen des Schulrechts. Die besondere Stär-
ke der RAABE Produkte besteht in der garantierten Aktualität sowie der benutzerorientierten Aufbe-
reitung der Informationen.

Auf der 6. Berliner Schulleitungstagung wird RAABE mit Informationsständen vertreten sein
im Foyer des Veranstaltungshauses:
aSc Stundenplan und aSc EduPage revolutionieren die Organisation an Ihrer Schule! Mit innovativen
Funktionen wie dem elektronischen Klassenbuch, der automatischen Generierung des Stundenplans
und einer umfassenden Vertretungs- und Terminplanung, hilft aSc dabei, die Verwaltung und die
Kommunikation Ihrer Schule zu vereinfachen und Ihnen mit modernen Arbeitsprozessen wertvolle Zeit
sparen. Die Lösungen von aSc sind kostengünstig, für alle Schularten geeignet und intuitiv in der Be-
dienung. Sichern Sie sich einen einmaligen Rabatt in Höhe von 100 EUR direkt bei unseren Mitarbei-
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Unterrichtsentwicklung, Teamarbeit und Kommunikation in einem Portal, auf einen Klick – und immer
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