SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin

 
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
SDG-Labor
Armes, reiches
Berlin?! Konzept für Klasse 11
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
Inhaltsverzeichnis

Einführung                                                         3

Ablauf des Labors                                                  4

Tag 1
Einstieg ins Thema                                                 5

Tag 2
Ein Forschungsprojekt planen und durchführen                     12

Tag 3
Eine Exkursion zur Vertiefung (optional)                         16

Tag 4
Präsentation, Reflexion und Auswertung                           17

Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien                  20
AM 1 Bildkarten                                                  26
AM 2 Die 17 Nachhaltigkeitsziele                                 80
AM 3 Wie finde ich eine Forschungsfrage?                         88
AM 4 Methodik                                                    89
AM 5 Recherchekarten                                             90
AM 6 Reflexionsfragen                                            91

Impressum                                                        92

EPIZ e. V.              SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   Inhaltsverzeichnis   2
                        Armes, reiches Berlin?!
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
Einführung

Die Sustainable Development Goals (SDGs)           Wichtig für die Vorbereitung!
wurden von den Vereinten Nationen 2015             Die Schüler_innen werden für ihr
verabschiedet und in der Agenda 2030 pro-          Forschungsprojekt für einige Stunden
grammatisch ausbuchstabiert. Die 17 Ziele lösen    das Schulgelände unbeaufsichtigt
die bis dahin gültigen Millennium Development      verlassen müssen – denken Sie an die
Goals ab. Die zwei wesentlichen Unterschiede       Einverständniserklärung der Eltern.
sind, dass die SDGs universell gültig sind und
einen inklusiven Charakter haben. Das heißt,
dass alle Staaten verpflichtet sind, in ihrem
Land und durch multilaterale Zusammenarbeit
zum Erreichen der 17 Ziele einen Beitrag zu
leisten. Es gibt aber keinerlei Sanktionsmecha-
nismen, sollten Staaten an der Zielerreichung
nicht mitwirken. Zudem sind die 17 Ziele in
sich zum Teil widersprüchlich. Der Club of
Rome geht in seinem jüngsten Bericht sogar
so weit zu sagen, dass die ökologischen Ziele
(Klimaschutz, Schutz von Wasser und Boden)
nicht erreicht werden können, wenn die
sozioökonomischen Ziele erreicht werden.
Dennoch lohnt es sich, sich mit den
Sustainable Development Goals auseinander
zu setzen, da sie bis zum Jahr 2030 der inter-
nationale Referenzrahmen für die soziale,
ökono­mische, politische und ökologische
Entwicklung der Weltgemeinschaft darstellen.

In diesem SDG-Labor setzen wir den Fokus auf
das SDG 10 „Reduzierung der Ungleichheit“,
da es zu diesem Themenfeld bislang wenig
didaktische Materialien gibt und globale
Ungleichheit wie auch die Ungleichheit in
Deutschland in vielen Studien als Problem für
den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die
demokratische Entwicklung beschrieben wird.

In dem Labor haben die Schüler_innen die
Möglichkeit, erste Forschungserfahrungen
zu sammeln und sich mit globalen Fragen in
ihrem lokalen Umfeld auseinander zu setzen.

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   Einführung     3
                         Armes, reiches Berlin?!
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Ablauf des Labors

Die Leitfrage, die sich durch das
ganze Labor zieht, lautet:

Ist die Reduzierung von Ungleichheit
wünschenswert und machbar?

Tag 1                                                Tag 2
Einführung in die SDGs und                           Forschungstag – Entwicklung und
das Thema Ungleichheit                               Durchführung eines Forschungsprojekts
–W arum gibt es die SDGs?                           – Wie entwickle ich eine gute Forschungsfrage?
–W as ist Ungleichheit?                             – Wie kann ich ein
–W as ist Reichtum/Wer ist eigentlich reich?           Forschungsprojekt durchführen?
                                                     – Wie kann ich die Ergebnisse aufbereiten?

Tag 3 (optional)                                     Tag 4
Exkursion – Auseinandersetzung mit dem Thema         Präsentation der Forschungsergebnisse
Ungleichheit an einem außerschulischen Lernort       Kennenlernen von Handlungsoptionen
–W ie sieht es konkret mit                          Reflexion und Auswertung
  Ungleichheit in Berlin aus?                        – Wie stellen wir fest, dass es Ungleichheit gibt?
                                                     – Welche Möglichkeiten gibt es, etwas
                                                        gegen Ungleichheit zu tun?
                                                     – Wie präsentiere ich meine Forschungs­
                                                        ergebnisse so, dass die anderen etwas mit
                                                        den Ergebnissen anfangen können?

                                                                                        Jeder Projekttag
                                                                                        ist inklusive
                                                                                        Pausen für
                                                                                        sechs Zeitstunden
                                                                                        konzipiert.

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                           Armes, reiches Berlin?!
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
Tag 1

Wir stellen Ihnen hier verschiedene                Organisatorischer
Methodenbausteine vor. Je nach Interesse           Einstieg
und Leistungsstärke der Schüler_innen
sowie der zur Verfügung stehenden Zeit             Dauer
können Sie diese miteinander kombinieren.          10 Minuten
                                                   Ziel
                                                   Überblick über das Projekt bekommen
                                                   Materialien
                                                   Hintergrundinfo 1, Hintergrundinfo 2

                                                   Ablauf
                                                   Die Lehrkraft stellt die Idee hinter dem
                                                   SDG-Labor vor und gibt einen Überblick
                                                   über die gesamte Projektwoche und den
                                                   bevorstehenden Tagesablauf. Wer sich selbst
                                                   zur Vorbereitung vertiefter mit den SDGs
                                                   und dem Thema Ungleichheit auseinander-
                                                   setzen möchte, findet in der Hintergrund-
                                                   info 1 eine spannende Linksammlung.
                                                   Hierfür können die Folien 1 – 5 der Power-
                                                   point-Präsentation (Hintergrundinfo 2)
                                                   genutzt werden.
                                                   Die Präsentation kann unter www.epiz-berlin.de
                                                   bei den Publikationen heruntergeladen werden.

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EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11    Tag 1                   5
                         Armes, reiches Berlin?!
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M1                                                         M2
Thematischer Einstieg                                      Reichtum

Dauer                                                      Dauer
20 Minuten                                                 40 Minuten
Ziel                                                       Ziel
Bezug zur Lebenswelt herstellen                            Auseinandersetzung mit Reichtum; Erkennen,
Materialien                                                dass man in der Regel wenig darüber weiß
wenn vorhanden: Metaplan-Karten und Krepp-                 Materialien
band, es reichen aber auch Tafel und Kreide                AM 1

Ablauf                                                     Ablauf
Jede Person nennt eine Sache, die sie an den               Sie können die laminierten Bildkarten im EPIZ
Themen Ungleichheit, Armut und Reichtum                    kostenlos entleihen. Ansonsten können Sie die
interessiert (z.B.: Warum gibt es in Deutsch-              Bildkarten aber auch einfach selbst mit einem
land Obdachlose?). Die Begriffe oder Fragen                Laminiergerät herstellen oder farbig ausdrucken.
können auf Karten geschrieben werden und                   Schneiden Sie die Karten in der Mitte durch und
an die Wand gehängt werden. Wenn keine                     verteilen Sie zunächst nur die Bilder. Wenn die
Karten vorhanden sind, schreibt die Lehrkraft              Schüler_innen ihr Ranking abgeschlossen haben,
die Begriffe und Fragen an die Tafel.                      können Sie die Zahlen dazulegen, um einen
                                                           Eindruck von den Dimensionen zu bekommen.

                          Wichtiger Hinweis zu Irland
                          Viele internationale Konzerne haben in Irland aufgrund der extrem
                          niedrigen Steuern ihren Hauptsitz oder rechnen ihre Geschäfte/Umsätze
                          in Irland ab. Mit der nationalen irischen Wirtschaft und der Produktion
                          von Waren und Dienstleistungen hat dies aber nichts zu tun.
                          Das Bruttonationaleinkommen, das die Umsätze der internationalen
                          Konzerne herausrechnet, fällt entsprechend rund 86 Milliarden Euro
                          niedriger aus!
                          (Quelle: manager-magazin.de/politik/europa/irland-ehrliche-rechnung-macht-bip-ein-
                          drittel-kleiner-a-1158482.html, 12.2.2018).

                          Auf diese Verzerrung sollten Sie in der Auswertung hinweisen.
                          Außerdem ändert sich das Länderranking extrem schnell (aufgrund von
                          auftretenden Auf- und Abschwüngen, Preiskrisen und der Bevölkerungs-
                          entwicklung). So wären u.a. 2016 Kuweit und die Vereinigten Arabischen
                          Emirate unter den zehn reichsten Ländern gewesen, Dänemark und
                          Australien hingegen nicht.

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                       Konzept für Klasse 11            Tag 1              6
                          Armes, reiches Berlin?!
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
Die Schüler_innen erhalten je ein Bildkartenset        Der Arbeitsauftrag finden sich ganz am
und arbeiten in folgenden 4 Kleingruppen:              Anfang von AM 1 und kann pro Gruppe
                                                       einmal ausgedruckt werden. Die Aufgabe 2
1. Die zehn reichsten Länder                           ist für ältere Schüler_innen konzipiert
2. Die zehn reichsten Deutschen                        (siehe Konzept für Klasse 11).
3. Die zehn reichsten Menschen weltweit
4. Die zehn reichsten Sportler                         Auswertung in der Großgruppe
                                                       Die Ergebnisse der Kleingruppen und
Sie bekommen folgenden Auftrag:                        deren Diskussionspunkte werden zusammen-
                                                       getragen. In der Großgruppe werden
Arbeitsauftrag „Reiche Menschen“                       weitere Fragen diskutiert:
Findet euch in einer Kleingruppe zusammen und          – Ist Reichtum immer damit verbun-
bearbeitet folgende Aufgaben und Fragen:                  den, dass eine Person hart arbeitet?
–O  rdnet die Bildkarten in einem Ranking von         – Ist es gerecht, dass bestimmte Berufsgruppen
   1 bis 10.                                              mehr verdienen als andere?
– S ortiert anschließend die richtigen Zahlen dazu.      (z.B. Profi-Fußballer_innen vs. Lehrer_innen
–W  as fällt euch auf? Was überrascht euch?              oder Bauarbeiter_innen vs. Manager_innen)
–W  elche der Namen habt ihr schon                    – Haben Milliardäre eine besondere
   mal gehört? Welche nicht?                              gesellschaftliche Verantwortung?
–W  arum sind viele der Namen unbekannt?              – Sollte die Politik sehr vermögende Men-
–W  ie viele Frauen sind unter den                       schen stärker belasten (z.B. durch höhere
   reichsten Personen?                                    Steuern) oder wäre das ungerecht?
–W  as denkt ihr, haben die Personen                  – Was denkt ihr: Welche Probleme entstehen
   das Geld geerbt oder erarbeitet?                       für die Gesellschaft durch die Superrei-
                                                          chen? Oder: Ist es für eine Gesellschaft
Arbeitsauftrag „Reiche Länder“                            egal, wenn sehr wenige Menschen den
Überlegt in eurer Gruppe:                                 Großteil des Vermögens besitzen?

–K
  ennt ihr die Länder?
–A
  uf welchem Kontinent liegen sie?
–W
  oher kommt der Reichtum des Landes?
–V
  ersucht die Länder in Gruppen einzuteilen
 (z.B. Ölstaat, starke Industrie, Steueroase)

EPIZ e. V.                  SDG-Labor:                 Konzept für Klasse 11     Tag 1                   7
                            Armes, reiches Berlin?!
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Ein paar zusätzliche interessante Fakten                  In diesen Ländern leben die meisten Milliardäre:
                                                          1. China
–U  nter den 100 reichsten Deutschen                     2. USA
   befinden sich 66 Erben, die sich ihr Ver-              3. Deutschland
   mögen nicht selbst erarbeitet haben.                   4. Indien
– Jeff Bezos ist der reichste Mann der                   5. Großbritannien
   Geschichte, es gab noch nie jemanden, der              6. Schweiz
   einen dreistelligen Milliardenbetrag besaß.            7. Russland
– Die reichste Frau der Welt ist Alice                   8. Frankreich
   Walton mit 46 Milliarden Dol-                          9. Brasilien
   lar (Erbin des Walmart-Gründers)                       10. Japan
– Die zehn reichsten Frauen sind alle-
   samt Erbinnen (entweder vom Vater
   oder vom verstorbenen Ehemann).
– Reiche Menschen aus dem Globalen Süden:                Quellen:
                                                          handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/reichenlis-
   Ma Huateng (China):
                                                          te-in-diesen-laendern-wohnen-die-meisten-milliardaere-/
   Internetmedien, 45 Milliarden Dollar                   19519298.html/ 13.3.2018,
   Mukesh Ambani (Indien):                                caproasia.com/2017/03/17/global-rich-list-2017-hurun-report/
   Öl, Gas; 40 Milliarden Dollar                          13.03.2018;
   Jack Ma (China):                                       eigene Berechnungen

   E-Commerce; 39 Milliarden Dollar
   Jorge Paulo Lemann (Brasilien):
   Bier; 27 Milliarden Dollar
   Henry Sy (Phillippinen):
   Verschiedenes, 20 Milliarden Dollar
– 1991 gab es weltweit 273 Milliardäre,
   2017 waren es 2043!

Setzt man die Milliardäre ins Verhältnis zur Einwohnerzahl entsteht folgende Rangliste:

 Land                                   Einwohnerzahl         Milliardäre je 5 Millionen Einwohner

 1. Schweiz                            8 Millionen           48

 2. USA                                323 Millionen         8,5

 3. Großbritannien                     66 Millionen          6,5

 4. Deutschland                        83 Millionen          6,5

 5. Frankreich                         50 Millionen          3,7

 6. China                              1.300 Millionen       2,5

 7. Russland                           144 Millionen         2,35

 8. Japan                               127 Millionen         1,5

 9. B
     rasilien                          208 Millionen         1

 10. Indien                             1.300 Millionen       0,38

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                     Konzept für Klasse 11            Tag 1                         8
                           Armes, reiches Berlin?!
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
M3                                                           M4
Schokotaler-Spiel                                            Ursachen von Ungleichheit

Dauer                                                        Dauer
30 Minuten                                                   45 Minuten (mit Vertiefung plus 20 Minuten)
Ziel                                                         Ziel
Schüler_innen erkennen, dass soziale                         verschiedenen Ursachen von
Ungleichheit keine individuellen Ursachen hat,               Ungleichheit erkennen
sondern Folge des Gesellschaftssystems ist.                  Materialien
Materialien                                                  Hintergrundinfo 2 (Powerpoint)
Schokotaler, Riegel oder Ähnliches in
der Anzahl der Schüler_innen, Tabelle zur                    Ablauf
Reichtumsverteilung (Hintergrundinfo 3)                      Die Schüler_innen bekommen die Aufgabe,
                                                             in Zweier-Teams Beispiele für Ungleichheit
Ablauf                                                       (ungleiche Behandlung, ungleiche Chancen etc.)
Die Schüler_innen werden aufgefordert, sich in               zu sammeln. Sie werden aufgefordert, nicht
drei Gruppen aufzuteilen (armer, mittlerer und               nur an finanzielle Ungleichheit, sondern auch
reicher Teil der deutschen Gesellschaft). Die                an andere Aspekte zu denken, aufgrund
Verteilungstabelle (Hintergrundmaterial 3) gibt              derer Menschen ungleich behandelt werden
an, wie viele Personen in jede Gruppe gehören.               (sog. Behinderung, Geschlecht, Herkunft
Nun werden die drei Gruppen gebeten, die                     etc.). Anschließend werden die Beispiele in
vorhandenen Schokoladentafeln unter sich auf-                der Großgruppe gesammelt, wobei jedes
zuteilen. Anschließend wird die Anzahl der                   Zweier-Team zunächst ein Beispiel nennen
Schokoladentafeln mit denen der Verteilungs-                 darf. Hat jedes Team mindestens ein Beispiel
tabelle (Hintergrundinformation 3) abgeglichen.              genannt, kann auf Zuruf ergänzt werden.

Auswertungsfragen:                                           Im Anschluss zeigt die Lehrkraft mit
–W  as denkt ihr über das Ergebnis?                         Hilfe der Folien 6 – 23 der Powerpoint-
– F indet ihr die Aufteilung gerecht?                       Präsentation die verschiedenen Ursachen
   Warum (nicht)?                                            und Ausprägungen von Ungleichheit.
–W  enn nicht: Wie sollte die Verteilung
   eurer Meinung nach aussehen?                              Danach kann diskutiert werden, welche
                                                             Folgen Ungleichheit für eine Gesellschaft
Die Lehrkraft erinnert die Gruppe an die                     und auch global gesehen hat.
Ursachen für die Ungleichheit in Deutsch-
land (siehe M2).

Zum Abschluss des Spiels werden die
Schüler_innen aufgefordert, die Schoko-
ladentafeln unter sich aufzuteilen.

Die Methode wurde entnommen aus: Bildung zu Kapitalismus
und Kapitalismuskritik (2011) der AG POLÖK der Rosa-Luxem-
burg-Stiftung

EPIZ e. V.                      SDG-Labor:                   Konzept für Klasse 11     Tag 1               9
                                Armes, reiches Berlin?!
SDG-Labor Armes, reiches Berlin?! Konzept für Klasse 11 - EPIZ - Berlin
Mögliche Vertiefung/                                 M5
Zusatzaufgabe                                        Blick in die Zukunft – die SDGs
Erbschaftssteuer:
                                                     Dauer
„Wenn ich meinen Vater beleidige, ist es weg“        30 Minuten
Textarbeit                                           Ziel
                                                     Heranführung an die
Die Schüler_innen lesen das Interview mit einem      Sustainable Development Goals
Erben und den Infotext zur Erbschaftssteuer.         Materialien
Anschließend tauschen sie sich mit Hilfe der         Hintergrundinfo 2 (Powerpoint)
folgenden Fragen in Kleingruppen aus:
                                                     Ablauf
– Was fandest du am Interview interessant?           Die Schüler_innen tauschen sich zu
–W as würdest du machen, wenn du viel               zweit in „Murmelgruppen“ zu folgender
  Geld erben würdest?                                Fragestellung aus:
–W ie wirken sich Erbschaften auf die
  Verteilung von Geld in Deutschland aus?            Stellt euch vor, ihr könntet festlegen, welche
–W as hältst du von der Erbschaftssteuer? Ist       Ziele bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen,
  sie deiner Meinung nach zu hoch oder zu            um die Welt gerechter zu gestalten.
  niedrig? Warum? (siehe letzten Textabschnitt)      Welche Ziele würdet ihr benennen?

Das Interview und der Text sind zu finden            Auf Zuruf sammelt die Lehrkraft in
in der Zeitschrift fluter (Magazin der               der Großgruppe einige der Ziele.
Bundeszentrale für politische Bildung,
Ausgabe „Reichtum“, Herbst 2017/Nr.                  Im Anschluss werden die SDGs via
64), (Quelle: fluter.de/heft64, S. 48 – 49           Powerpoint mit Schwerpunkt auf SDG
                                                     10 (Folien 24 – 29) präsentiert.

                                                     Auswertung
                                                     Welche Ziele der Schüler_innen und der
                                                     Vereinten Nationen sind gleich?
                                                     Haben die Schüler_innen Ziele benannt,
                                                     die nicht in den 17 Zielen enthalten sind?
                                                     Gibt es ein Ziel, dass die Schüler_innen ganz
                                                     besonders oder gar nicht wichtig finden?

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11      Tag 1                  10
                           Armes, reiches Berlin?!
M6                                                   M7
Die 17 SDGs – alle wichtig?                          Entwicklungsdiskurs kritisch betrachtet

Dauer                                                Dauer
60 Minuten                                           45 – 60 Minuten
Ziel                                                 Ziel
vertiefte Auseinandersetzung mit den                 Auseinandersetzung mit der Kritik an den
SDGs, Abwägen von Prioritäten                        SDGs, Hinterfragen des Entwicklungsbegriffs
Materialien                                          Materialien
AM 2                                                 Videointerview: youtube.com/
                                                     watch?time_continue=2&v=8Hl2DQu0XGQ
Die Schüler_innen beschäftigen sich in sechs         Hintergrundmaterial, Videoskript und
Kleingruppen mit den SDGs. Jede Gruppe erhält        alternative Diskussionsfragen:
2 – 3 der Ziele (AM 2). Die Aufgabe ist, sich eins   endlich-wachstum.de/kapitel/
der beschriebenen Ziele auszusuchen und einen        die-globale-dimension/methode/
Werbespot dafür zu entwickeln.                       gutes-leben-kann-es-nur-fuer-alle-geben/
Die Schüler_innen überlegen sich Argumente und
Beispiele, die zeigen, warum „ihr“ Ziel besonders    Ablauf
lohnenswert ist und Priorität erhalten sollte.       Die Schüler_innen sehen das Interview
                                                     „Anspruch und Wirklichkeit des Entwicklungs­
Auswertung                                           diskurses aus afrikanischer Perspektive“ mit
Die Gruppen führen sich gegenseitig ihren            Dr. Boniface Mabanza. Anschließend tauschen sie
„Werbespot“ vor. Abschließend tauschen sich          sich in Kleingruppen über folgende Fragen aus:
die Schüler_innen in Zweiergruppen, die nicht
in einem Team waren, über ihre Eindrücke aus.        – Welche Chancen und welche Heraus­
                                                        forderungen sieht Dr. Boniface Mabanza
                                                        in den Nachhaltigkeitszielen?
                                                     – Welche Vorschläge macht er?
                                                     – Was ist ihm wichtig?

                                                     Auswertung:
                                                     Die Ergebnisse werden in der Gruppe zusam-
                                                     mengetragen. Die Lehrkraft stellt abschließend
                                                     Aussagen des Vortrags heraus, die für die
                                                     weitere Auseinandersetzung mit dem Thema
                                                     SDGs wichtig sind (z.B. kritische Auseinander-
                                                     setzung mit dem „Entwicklungs“-Begriff).

                                                     Schließen Sie den Tag mit einem Ausblick auf
                                                     morgen. Fordern Sie die Schüler_innen auf,
                                                     schon mal über eine mögliche Forschungsfrage
                                                     nachzudenken. Geben Sie den Schüler_innen
                                                     Gelegenheit, ein Feedback zum Tag zu geben.

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11     Tag 1                  11
                           Armes, reiches Berlin?!
Tag 2

M8                                                   M9 Ungleichheit in Deutschland
Einstieg in den Tag
                                                     Dauer
Dauer                                                45 – 60 Minuten
25 Minuten                                           Ziel
Ziel                                                 Sensibilisierung für Ungleichheit in Deutschland
Ankommen, zum Thema finden                           Materialien
Materialien                                          Trailer der Dokumentation
keine                                                „Die Stadt als Beute“ (diestadtalsbeute.com/)
                                                     Zeitschrift fluter (Magazin der Bundeszentrale für
Ablauf                                               politische Bildung, Ausgabe „Reichtum“, Herbst
Die Lehrkraft erinnert an den gestrigen Tag          2017/Nr. 64), (Quelle: fluter.de/heft64), S. 41
und gibt einen Überblick über das Programm
für den Tag.                                         Ablauf
                                                     1. „Die Stadt als Beute“
Positionsbarometer                                       Video-Show
Die Schüler_innen werden aufgefordert, sich          Die Schüler_innen sehen den Trailer
eine Skala von 0% bis 100% im Raum vorzu-            der Dokumentation „Die Stadt als Beute“.
stellen. Die Lehrkraft liest unterschiedliche        Anschließend diskutieren sie über die
Aussagen vor und die Schüler_innen positionie-       angesprochenen Aspekte.
ren ihre Meinung zur Aussage auf dem Baro-
meter. Wichtig ist, dass es nicht um„richtig“ oder   Mögliche Diskussions-Fragen:
„falsch“ geht, sondern um ein Bewusstsein            – Muss ein Hartz IV-Empfänger am
für die eigene Meinung und eine Auseinander-            Potsdamer Platz wohnen?
setzung mit unterschiedlichen Meinungen.             – Dürfen die Reichen bestimmen wer
                                                        wo leben darf?
Mögliche Aussagen:                                   – Was sind positive und negative
Wer arm ist, ist selbst dran schuld.                    Aspekte von Gentrifizierung?
Reiche Menschen haben keine Sorgen.                  – Wie wird es für mich sein, wenn ich
Geld ist wichtig.                                       bei meinen Eltern ausziehe?
Alle Menschen sollten gleich bezahlt werden.
                                                     Die Lehrkraft fasst am Ende wichtige
Die Lehrkraft bittet nach jeder Aussage die          Diskussionspunkte zusammen.
Gruppe um ein paar freiwillige Kommentare
zur eigenen Positionierung. Die Übung dient
als „Teaser“ – daher sollten die Aussagen nur
andiskutiert werden und nicht allzu lange
Diskussionsphasen entstehen.

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11      Tag 2                12
                           Armes, reiches Berlin?!
2. „
    Nimm mich mit“                                  M10
   Textarbeit                                        Ein Forschungsprojekt entwickeln
   (Fluter Magazin 2017/Nr. 64, S. 41)
Die Schüler_innen lesen den Text „Nimm               Dauer
mich mit“ aus der Zeitschrift fluter (Magazin        60 Minuten
der Bundeszentrale für politische Bildung,           Ziel
Ausgabe „Reichtum“, Herbst 2017/Nr. 64, S.           Entwicklung eines Forschungsprojekts
41)und tauschen sich anschließend mit Hilfe          Materialien
der folgenden Fragen in Kleingruppen aus:            AM 3 und AM 4

Wie sieht es laut Text mit der Ungleichheit          Ablauf
in Deutschland aus?                                  Die Schüler_innen erarbeiten in Gruppen
–W er ist in Deutschland beson-                     à 3 – 5 Personen eine Forschungsfrage rund um
  ders von Armut betroffen?                          die Themen Ungleichheit, Armut und Reichtum.
–W as müsste sich deiner Meinung                    Wenn die Forschungs-Teams ihre Forschungs-
  nach in Deutschland ändern?                        frage gefunden haben, bekommen sie das
–W er kann etwas verändern?                         Arbeitsblatt zur Erarbeitung der Methodik
                                                     (Arbeitsmaterial 3 und 4).
Die Ergebnisse der Kleingruppen werden
in der Gruppe zusammengetragen und                   Folgende Fragen werden im Team beantwortet:
diskutiert. Die Lehrkraft fasst am Ende die          – Wen wollen wir fragen?
wichtigsten Diskussionspunkte zusammen.              – An welchen Orten wollen wir forschen?
                                                     – Wie wollen wir fragen (Fragebogen,
                                                        offene Fragen)?
                                                     – Wie präsentieren wir kurz und knackig
                                                        die Idee des SDG-Labors?
                                                     – Wie dokumentieren wir unsere Ergebnisse
                                                        (Video- oder Audioaufnahmen, Mitschriften)?

                                                     Die Schüler_innen werden darauf hingewiesen,
                                                     dass sie die Personen um ihr Einverständnis
                                                     bitten müssen, wenn sie sie filmen oder per
                                                     Audio-Mitschnitt aufnehmen wollen.

                                                     Beispiele für Forschungsfragen:
                                                     – Wie empfinden Menschen soziale Gerechtigkeit?
                                                     – Was können wir von den Reichen fordern?
                                                     – Was heißt eigentlich Solidarität?
                                                     – Wie schätzen die Interviewpartner die
                                                        Verantwortung von reichen Menschen
                                                        für die Gesellschaft ein?

                                                     Schließen Sie den Tag mit einer Feedback-
                                                     runde ab.

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11     Tag 2                13
                           Armes, reiches Berlin?!
M11                                                M12
Ein Forschungsprojekt durchführen                  Vorbereitung der Exkursion

Dauer                                              Dauer
2,5 Stunden                                        20 Minuten
Ziel                                               Ziel
Erfahrung sammeln mit der Erhebung                 Vorbereitung der Exkursion
und Auswertung von Daten zu einer selbst           Materialien
gewählten Fragestellung                            keine
Materialien
ggf. Aufnahmegeräte, Präsentationsmaterialien      Eine Exkursion bietet den Schüler_innen die
                                                   Möglichkeit, das bisher Gelernte und ihre
Ablauf                                             Forschungsergebnisse um eine Lerngelegen-
Die Schüler_innen machen sich in den               heit an einem außerschulischen Lernort zu
Forschungs-Teams auf den Weg und erheben die       bereichern und ggf. neue und weitere
Daten. Anschließend kehren sie in den Klassen-     Perspektiven aufzuzeigen.
raum zurück und sichern die Ergebnisse ihres
Forschungs-Ausflugs (z.B. Speichern von            Exkursionstipp für Berliner Schüler_innen:
Audio-Dateien, wenn Interviews geführt wurden).    Die Gruppe macht eine Stadttour von quer­
Danach arbeiten sie in ihren Forschungs-Teams      stadtein, die von ehemaligen Obdachlosen
die Ergebnisse aus. Sie bereiten mit Hilfe von     oder Geflüchteten geleitet werden. Während
Plakaten eine Präsentation ihrer Ergebnisse vor.   der Tour beschäftigen sie sich mit Fragen rund
Wenn Audio- oder Video-Aufnahmen gemacht           um Armut und Reichtum in Berlin. Durch den
wurden, suchen sie 2 – 3 Aufnahmen aus, die sie    persönlichen Bezug der Referierenden bekom-
der Gruppe präsentieren.                           men die Schüler_innen einen besonderen
Die Ergebnisse werden am nächsten Tag              Zugang zu den Themen, insbesondere zu den
präsentiert, wenn keine Exkursion geplant          Themen Fluchtursachen oder Obdachlosigkeit.
ist. Findet eine Exkursion statt, findet die
Präsentation am Abschlusstag statt.                Weitere Ideen für Ausflugsorte:
                                                   – Regenbogenfabrik Kreuzberg (Kollektivbetrieb,
                                                      Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum)
                                                   – Berliner Engel für Bedürftige e.V. (Unterstüt-
                                                      zung von in Armut geratenen Menschen)
                                                   – Oxfam Shops
                                                   – Bahnhofsmission

                                                   Wenn eine Exkursion geplant ist, stellen Sie
                                                   das Ziel kurz vor und welchen Personen die
                                                   Schüler_innen dort begegnen werden.
                                                   Sie werden aufgefordert, zu zweit zu überlegen,
                                                   welche Fragen sie während des Ausflugs
                                                   stellen möchten. Anschließend werden die
                                                   Fragen gesammelt und an die Tafel geschrieben.

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11     Tag 2                  14
                         Armes, reiches Berlin?!
Die Schüler_innen werden aufgefordert,
sich mindestens 2 Fragen aufzuschreiben und
mitzunehmen, die sie am meisten interessieren.
Es werden 1 – 2 Schüler_innen gesucht,
die die Fragen von der Tafel abfotografie-
ren und gegen Ende des Ausflug die Fragen
ergänzen, die noch nicht gestellt wurden
bzw. die sich noch nicht geklärt haben.
Die Schüler_innen werden daran erinnert,
etwas zum Schreiben mitzunehmen.

Schließen Sie den Tag wieder mit einer
kurzen Feedbackrunde.

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   Tag 2   15
                          Armes, reiches Berlin?!
Tag 3

Exkursion und optional und dann geht
es mit Tag 4 und M13 weiter.

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   Tag 3   16
                         Armes, reiches Berlin?!
Tag 4

M13                                                M14
Murmelgruppen                                      Reduzierung von Ungleichheit messen

Dauer                                              Dauer
15 Minuten                                         30 Minuten
Ziel                                               Ziel
Forschungserfahrung und Exkursion reflektieren     Eigene Indikatoren entwickeln –
Materialien                                        Indikatoren vergleichen
keines                                             Materialien
                                                   HG 2
Ablauf
Die Schüler_innen besprechen sich zunächst         Ablauf
zuzweit oder dritt in „Murmelgruppen“zu            Die Schüler_innen teilen sich in Kleingruppen auf,
folgenden Fragen:                                  um Ideen zu entwickeln, wie man heraus­finden
                                                   kann, ob sich die Ungleichheit reduziert hat.
–W
  as hat euch gestern am Ausflug                  Sie kommen so mit dem Begriff der Indikatoren
 gefallen? Was war an eurem Forschungs-            in Kontakt und verstehen, dass es nicht reicht,
 projekt spannend?                                 nur Ziele sondern zu formulieren, sondern sich
–W
  as fandet ihr interessant?                      auch zu überlegen wie man sie messen kann.
–W
  as fandet ihr überraschend?
–H
  at euch etwas emotional berührt?                Die Schüler_innen werden aufgefordert,
 Wenn ja, was?                                     zwei bis drei Indikatoren zu entwickeln,
–W
  elche Fragen beschäftigen euch jetzt?           mit denen man messen kann, ob die Ungleich-
                                                   heit in Deutschland und global abgenommen
Anschließend geben sie in der gesamten Gruppe      hat. Im Anschluss zeigt die Lehrkraft, welche
Rückmeldungen zu den Fragen. Die Lehrkraft         Indikatoren es für Deutschland und international
geht evtl. auf einige der Fragen ein, schreibt     gibt (Folien 35-37 der Powerpoint).
stichpunktartig mit, um ggf. am folgenden Tag      In der Auswertung kann darüber gesprochen
näher auf die Eindrücke eingehen zu können.        werden, dass es für manche Unterziele sehr
                                                   schwierig ist, Daten zur Messung zu erheben.

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11      Tag 4                17
                         Armes, reiches Berlin?!
M15                                                 Mögliche Vertiefung/Ergänzung
Handlungsoptionen                                   Für die Ursachenbekämpfung von Ungleichheit
                                                    auf globaler Ebene, eignet sich die Auseinander-
Dauer                                               setzung mit dem Aktionsplan „Besser gleich!
60 Minuten                                          Schließt die Lücke zwischen Arm und Reich!“
Ziel                                                von oxfam
Handlungsoptionen in Bezug auf die Bekämp-          oxfam.de/ueber-uns/publikationen/
fung von Ungleichheit kennen lernen                 besser-gleich-schliesst-luecke-zwischen-arm-reich
Material
AM 5

Ablauf
Recherche-Gruppen
Die Lehrkraft stellt verschiedene Organisationen
und Gruppen vor, die sich mit Handlungsalter-
nativen in den Themenbereichen Ungleichheit
bzw. Armut und Reichtum in Deutschland
beschäftigen. Die Schüler_innen finden sich in
2er- oder 3er-Teams zusammen und suchen
sich eine Organisation oder Gruppe aus, von
der sie mehr erfahren wollen. Sie bekom-
men eine Recherche-Karte zur jeweiligen
Organisation/Gruppe (AM 5). Mit Hilfe von
Smartphones und/oder Computern recher-
chieren sie die Informationen und halten sie
für die darauf folgende Phase schriftlich fest.

Präsentation der Recherche-Ergebnisse
Die Schüler_innen präsentieren die Ergeb-
nisse ihrer Recherche. Dabei beant-
worten sie die folgenden Fragen:
–W elche Ziele verfolgt die Gruppe/Organisation?
–W ie kann man sich bei der Gruppe/
  Organisation beteiligen bzw. wie
  kann man sie unterstützen?
–W elche Wirkung erzielt die Gruppe/
  Organisation eurer Meinung nach?

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11     Tag 4                18
                          Armes, reiches Berlin?!
M16                                                  M17
Präsentation und Reflexion                           Abschluss Koffer und Tonne

Dauer                                                Dauer
120 Minuten                                          20 Minuten
Ziel                                                 Ziel
Erfahrungen reflektieren und mit-                    qualifiziertes Feedback durch die Schüler_innen
einander in Bezug setzen                             Material
Material                                             2 Plakate, Stifte
vorbereitete Plakate zur Präsentation
der Forschungsergebnisse, AM 6                       Die Lehrkraft führt die Schüler_innen rück-
                                                     blickend durch das SDG-Labor und fasst die
Ablauf                                               Aktivitäten der vergangenen Tage zusammen.
Die Schüler_innen erarbeiten in den Kleingrup-       Die Schüler_innen werden gebeten, zu zweit
pen, in denen sie ihr Forschungsprojekt durch-       folgende Fragen zu besprechen und die
geführt haben, eine Präsentation. sie reflektieren   Antworten auf 2 Plakaten aufzuschreiben:
mit Hilfe von AM 6, welche Erkentnisse sie durch
ihr Forschungsprojekt, ggf. die Exkursion und        Koffer-Plakat:
die Einheiten der Projektwoche in Bezug auf die      Was habe ich durch das SDG-Labor erfahren?
Themen Ungleichheit, Armut und Reichtum              Was hat mir gefallen?
gewonnen haben. Sie bereiten ihre Erkenntnisse
auf kreative Art und Weise auf und stellen sie       Mülltonnen-Plakat:
den anderen vor. Zwischen dem Vorbereiten            Was hat mir am SDG-Labor nicht gefallen?
und dem Präsentieren kann gerne eine Pause           Was hätte ich mir anders gewünscht?
gemacht werden.
                                                     Anschließend werden die Notizen auf
Dabei gibt es 3 Regeln für die Präsentationen:       den Plakaten laut vorgelesen.
–D
  ie Präsentation soll das Publikum an mindes-
 tens einer Stelle in Bewegung bringen (z.B.
 durch Aufstehen, Melden oder Tanzeinlagen)
–D
  ie Präsentation soll das Publikum an
 mindestens einer Stelle zum Reden brin-
 gen (z.B. durch eine Quiz-Frage, eine
 Meinungsabfrage oder eine Aufgabe).
–D
  ie Präsentation muss etwas
 Witziges beinhalten.

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11     Tag 4                   19
                           Armes, reiches Berlin?!
Hintergrundinformationen und
Arbeitsmaterialien
Übersicht

Hintergrundinformationen
HG1 Nützliche Links
HG2 Powerpoint zu SDGs und
Ungleichheit (auf EPIZ-Website)
HG 3 Reichtumsverteilung

Arbeitsmaterialien
AM1 Bildkarten
AM2 Die 17 Nachhaltigkeitsziele
AM3 Wie finde ich eine Forschungsfrage?
AM4 Methodik
AM5 Aktivity-Begriffe
AM6 Recherchekarten
AM7 Reflexionsfragen

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   20
                          Armes, reiches Berlin?!
HG1                                                  Gutes Leben kann es nur für alle geben.
Nützliche Links                                      Analyse eines Interviews zu globalen
                                                     Entwicklungsperspektiven
#17Ziele. Unsere Verantwortung                       Methode aus den Bildungsmaterialien
Projekt zu den nachhaltigen Entwicklungs­            „Endlich Wachstum!“ von FairBindung e.V.
zielen von Engagement Global                         und Konzeptwerk Neue Ökonomie (2016)
17ziele.de                                           endlich-wachstum.de/kapitel/die-globale-dimension/
                                                     methode/gutes-leben-kann-es-nur-fuer-alle-geben
Armut
fluter – Magazin der Bundeszentrale für              How We Can Make the World a Better
politische Bildung (Herbst 2012 – 2013/Nr. 45)       Place by 2030
fluter.de/heft45                                     Vortrag zu den Zielen für nachhaltige
                                                     Entwicklung (Sustainable Development Goals)
Boniface Mabanza: Anspruch und                       von Michael Green in der Reihe TED Talks
Wirklichkeit des Entwicklungsdiskur-                 (2015, Englisch mit deutschen Untertiteln).
ses aus afrikanischer Perspektive                    ted.com/talks/michael_green_how_we_can_
Interview mit Dr. Boniface Mabanza im Rahmen         make_the_world_a_better_place_by_2030#
des Projektes „Afrikanische Perspektiven auf         t-257582
globale Herausforderungen im Rahmen des
Post 2015-Agendaprozesses“ von AfricAvenir           Kapitalismus – oder was? Über Marktwirt-
e.V. (2014/2015)                                     schaft und Alternativen. Bildungsmaterial
youtube.com/watch?v=8Hl2DQu0XGQ                      zum Thema Kapitalismus von Attac
                                                     www.attac.de/bildungsangebot/
Chance oder Ablenkungsdiskurs?                       bildungsmaterial/material-kapitalismus/
Die „2030-Agenda für Nachhaltige
Entwicklung“ aus afrikanischen Perspektiven          Kurz erklärt: Nachhaltige Entwicklungsziele
Richtlinien-Broschüre im Rahmen der                  Animierter Erklärfilm zu den globalen Ziele
Diskussion um die Post-2015-Agenda                   für nachhaltige Entwicklung (Sustainable
von AfricAvenir (Oktober 2015)                       Development Goals) von Brot für die Welt
africavenir.org/fileadmin/downloads/occasional_      youtube.com/watch?v=nFQlWeuHmIA
papers/AfA_P2015_BROHandlung_abschluß_
W.pdf                                                Reichtum
                                                     fluter – Magazin der Bundeszentrale für
EPIZ Berlin: Publikationen                           politische Bildung (Herbst 2017/Nr. 64)
Publikationen zu Themen des Globalen                 fluter.de/heft64
Lernens (können kostenlos herunter­geladen
oder gegen eine kleine Unkostenpauschale             SDGs leicht erklärt von bezev
per E-Mail bestellt werden)                          Animierter Film, in dem Kinder die globalen
epiz-berlin.de/publikationen/                        Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable
                                                     Development Goals) der Agenda 2030 erklären.
Fact Sheets – Kommunale Praxisbeispiele              youtube.com/watch?v=dip4UFum87s
zur Agenda 2030
Beispiele zur Umsetzung der Ziele für nach-          Wenn Deutschland kolonialisiert worden wäre
haltige Entwicklung auf kommunaler Ebene             Eine postkoloniale Perspektive auf die
skew.engagement-global.de/fact-sheets-               Entwicklungspolitik und ihre Alternativen von
kommunale-praxisbeispiele-zur-agenda-                Aram Ziai (26.7.2017)
2030.html                                            fr.de/kultur/entwicklungspolitik-wenn-deutsch-
                                                     land-kolonialisiert-worden-waere-a-1320125

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11                           21
                           Armes, reiches Berlin?!
HG 2
Powerpoint-Präsentation
Die Hintergrundinformation 2 ist eine
Powerpoint-Präsentation, zu finden unter
www.epiz-berlin.de bei Publikationen

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   22
                         Armes, reiches Berlin?!
HG 3
Zur Auflösung von M3 (Schokotaler-Spiel)

Tabelle zur Reichtumsverteilung

 Gruppenaufteilung                                     Reichtumsverteilung (Schokotaler)

 TN          Reich       Mittel             Arm        TN              Reich        Mittel   Arm
             (10%)       (20%)              (70%)                      (61%)        (30%)    (9%)

 10          1           2                  7          10              6            3        1
 11          1           2                  8          11              7            3        1
 12          1           2                  9          12              7            4        1
 13          1           3                  9          13              8            4        1
 14          1           3                  10         14              9            4        1
 15          2           3                  10         15              9            5        1
 16          2           3                  11         16              10           5        1
 17          2           3                  12         17              10           5        2
 18          2           4                  12         18              11           5        2
 19          2           4                  13         19              12           5        2
 20          2           4                  14         20              12           6        2
 21          2           4                  15         21              13           6        2
 22          2           4                  16         22              13           7        2
 23          2           5                  16         23              14           7        2
 24          2           5                  17         24              15           7        2
 25          3           5                  17         25              15           8        2
 26          3           5                  18         26              16           8        2
 27          3           5                  19         27              17           8        2
 28          3           6                  19         28              17           8        3
 29          3           6                  20         29              17           9        3
 30          3           6                  21         30              18           9        3

EPIZ e. V.                   SDG-Labor:                     Konzept für Klasse 11                   23
                             Armes, reiches Berlin?!
AM 1                                                  Arbeitsauftrag Arbeitsgruppe
Aufgabe 1                                             „Reiche Länder“
Teilt euch in vier Gruppen ein. Jede                  Findet euch in einer Kleingruppe zusammen
Gruppe erhält ein Set mit Bildkarten.                 und bearbeitet folgende Aufgaben und Fragen:
                                                      –K ennt ihr die Länder?
Arbeitsauftrag Arbeitsgruppen                         –A uf welchem Kontinent liegen sie?
„Reiche Menschen“                                     –W oher kommt der Reichtum des Landes?
a) Findet euch in einer Kleingruppe zusammen          –V ersucht die Länder in Gruppen einzuteilen
und bearbeitet folgende Aufgaben und Fragen:            (z.B. Ölstaat, starke Industrie, Steueroase)
– Ordnet die Bildkarten in einem
   Ranking von 1 bis 10.                              Aufgabe 2
– Sortiert anschließend die richtigen Zahlen dazu.   (zur Vertiefung bei Bedarf)
– Was fällt euch auf? Was überrascht euch?
– Welche der Namen habt ihr schon                    a) Sobald ihr euer Bildranking abgeschlossen
   mal gehört? Welche nicht?                          habt, lest bitte den folgenden Text.
– Warum sind viele der Namen unbekannt?
– Wie viel Frauen sind unter den                     Was ist eine Milliarde?
   reichsten Personen?                                „Es ist schwer zu erfassen, was eine Zahl wirklich
– Was denkt ihr, haben die Personen                  bedeutet. Eine Milliarde Dollar – das ist so weit
   das Geld geerbt oder erarbeitet?                   von der Lebenserfahrung fast aller Erdbewohner
                                                      entfernt, dass es nicht leicht ist, sich ein richtiges
b) Wenn ihr fertig seid, könnt ihr die Lehrkraft      Bild von der Summe zu machen. […]“
bitten, eure Reihenfolge zu prüfen und ggf. zu        Wenn dir eine gute Fee jede Sekunde einen
korrigieren. Stellt euer Ranking anschließend in      Dollar gibt, hast du in 11,4 Tagen eine Million
der Gruppe vor.                                       Dollar zusammen. Um eine Milliarde Dollar
Geht dabei auf die folgenden Fragen ein:              zusammenzubekommen, würde es 32 Jahre
– War es einfach zu bestimmen, wer die               dauern. Wenn du eine Million Dollar erbst und
   reichste Person in eurem Kartenset war?            jeden Tag 1000 Dollar ausgibst, so ist dein
– Gab es Personen, die ihr gar nicht kanntet?        Vermögen in weniger als drei Jahren verbraucht.
– Was ist euch sonst noch aufgefallen?               Um eine Milliarde zu verprassen, müsstest du
– Woran liegt es, dass man viele der                 2700 Jahre lang jeden Tag 1000 Dollar ausgeben.
   Reichen gar nicht kennt?                           Wenn man 1 Milliarde Dollar in Aktenkoffern
– Was denkt ihr, haben die Menschen                  transportieren wollte, würde man 1000 dieser
   das Geld erarbeitet oder geerbt?                   Koffer brauchen.
                                                      Quelle: Branko Milanovic (2016):
                                                      Die ungleiche Welt, Suhrkamp
Besonderheit Gruppe: Reichste Sportler
Das Vermögen der Spieler stammt nicht allein
aus ihrem Gehalt oder ihren Gewinnprämien,            b) Im Anschluss reflektiert über folgende Fragen
sondern der Löwenanteil stammt in der Regel           und macht euch Notizen zu euren Antworten:
aus lukrativen Werbeverträgen!                        – Habt ihr nun eine bessere Vorstellung
Die meisten erfolgreichen Sportler sind                  davon, was eine Milliarde bedeutet?
„Markenbotschafter“ für bestimmte Produkte.           – Stellt euch vor, alle Milliardäre müssten
                                                         die Hälfte ihres Vermögens abgeben und
                                                         in einen Fonds einzahlen, über den die
                                                         ärmsten 20% der Bevölkerung des Landes

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                 Konzept für Klasse 11                              24
                           Armes, reiches Berlin?!
entscheiden dürften. Was, denkt ihr, würde
 passieren? Wäre es möglich? Wie würde
 sich das Land/die Gesellschaft verändern?
–W
  as könnte der Staat tun, damit solche
 Vermögen gar nicht erst entstehen?

c) Ergebnisse unserer Diskussion

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   25
                          Armes, reiches Berlin?!
AM 1
Bildkarten

A Die reichsten Länder

Lösungen
                                        BIP in US-Dollar       Gründe für hohes BIP

 1. Luxemburg                          113.000                Niedrigsteuermodell, Finanzplatz für
    (Europa)                                                   Banken und Versicherungen, die in ganz
                                                               Europa Geschäfte tätigen
 2. Macau                              86.000                 Glücksspiel-Paradies
     (chinesische Sonderwirt-                                  (ist sonst in China verboten)
     schaftszone)
 3. Island                             84.000                 Keine Kapitalkontrollen,
     (Europa)                                                  stark wachsender Tourismus

 4. Schweiz                            83.000                 Niedrigsteuermodell, Banken und
     (Europa)                                                     Versicherungen

 5. Norwegen                           75.000                 Erdöl
     (Europa)

 6. Irland                             74.000                 Niedrigsteuermodell, Unternehmenssitz
     (Europa)                                                  von zahlreichen großen US-Firmen, ohne
                                                               diese Unternehmen wäre Irland nicht in
                                                               der Liste!
 7. Katar                              65.000                 Erdöl, Erdgas
     (Naher Osten)

 8. USA                                 61.000                 Erdöl, Erdgas, Wirtschaftswachstum

 9. Dänemark                           60.000                 Exportindustrie (z.B. Schiffe)
     (Europa)

 10. Australien                         59.000                 Banken- und Finanzsektor, Handel mit
                                                               Rohstoffen, kontinuierliches Wirschafts-
                                                               wachstum

Deutschland mit 45.000 Euro pro Kopf auf Platz 18

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                      Konzept für Klasse 9                           26
                           Armes, reiches Berlin?!
Quelle:
Internationaler Währungsfonds (2018):
imf.org/external/datamapper/
NGDPDPC@WEO/OEMDC/ADVEC/
WEOWORLD/LUX/AUS/CHE/DNK/IRL/NOR
15.3.2018

Fotos:
Luxemburg
Autor: Benh LIEU SONG
Die Stadt Luxemburg mit den Kasematten
upload.wikimedia.org/wikipedia/
commons/e/eb/Luxembourg_City_
Night_Wikimedia_Commons.jpg

Macau
Autor: WING, Penha Hill
commons.wikimedia.org/
wiki/%E6%BE%B3%E9%96%80_-_Macau#/
media/File:Macau_Penha_Hill.jpg

Norwegen
Autor: Hofi0006
Königliches Schloss Oslo
commons.wikimedia.org/wiki/Norge#/
media/File:Koenigliches_Schloss_Oslo.jpg

Irland
Autor: Valdoria~commonswiki
Hafen von Kinsale
commons.wikimedia.org/wiki/Ire-
land_-_%C3%89ire#/media/File:KIN-
SALE._ Co_CORK.IRELAND..jpg

Katar
Autor: Shahin Olakara
Museum für Islamische Kunst in Doha
de.wikipedia.org/wiki/Museum_f%C3%BCr_
Islamische_Kunst_(Doha)#/media/File:-
Museum_of_Islamic_arts_SOP.jpg

Island, Schweiz, USA,
Dänemark, Australien: pixabay

EPIZ e. V.                SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   27
                          Armes, reiches Berlin?!
Luxemburg

             BIP pro Kopf
             113.000 US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   28
                  Armes, reiches Berlin?!
Macau

             BIP pro Kopf
             86.000 US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   29
                  Armes, reiches Berlin?!
Island

             BIP pro Kopf
             84.000 US-Dollar

EPIZ e. V.            SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   30
                      Armes, reiches Berlin?!
Schweiz

             BIP pro Kopf
             83.000 US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   31
                  Armes, reiches Berlin?!
Norwegen

             BIP pro Kopf
             75.000 US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   32
                  Armes, reiches Berlin?!
Irland

             BIP pro Kopf
             74.000 US-Dollar

EPIZ e. V.            SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   33
                      Armes, reiches Berlin?!
Katar

             BIP pro Kopf
             65.000 US-Dollar

EPIZ e. V.           SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   34
                     Armes, reiches Berlin?!
USA

             BIP pro Kopf
             61.000 US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   35
                   Armes, reiches Berlin?!
Dänemark

             BIP pro Kopf
             60.000 US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   36
                  Armes, reiches Berlin?!
Australien

             BIP pro Kopf
             59.000 US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   37
                   Armes, reiches Berlin?!
AM 1
Bildkarten

BD
  ie reichsten
 Menschen Deutschlands

Lösungen

                                                                                  Vermögen erworben
                                                                                  durch

 1. Beate Heister & Karl Albrecht Jr.        23,8 Mrd. €                          Erbschaft

 2. Theo Albrecht Jr.                        18,7 Mrd. €                          Erbschaft

 3. Susanne Klatten                          17 Mrd. €                            Erbschaft

 4. Georg Schaeffler                         16,6 Mrd. €                          Erbschaft

 5. Stefan Quandt                            14,8 Mrd. €                          Erbschaft

 6. Michael Otto                             14,4 Mrd. €                          Erbschaft, Einstieg in väter-
                                                                                  liches Unternehmen

 7. Dieter Schwarz                           14,3 Mrd. €                          Unternehmensgründer
                                                                                  (Lidl)

 8. Heinz-Hermann Thiele                     10,8 Mrd. €                          Unternehmer
                                                                                  (Bremsen für Eisenbahnen)

 9. Klaus-Michael Kuehne                     9,2 Mrd. €                           Einstieg und Ausbau
                                                                                  väterliches Unternehmen,
                                                                                  Investor
 10. Hasso Plattner                          9 Mrd. €                             Unternehmensgründer
                                                                                  (SAP)

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                      Konzept für Klasse 9                                   38
                           Armes, reiches Berlin?!
Quelle:
tagesspiegel.de/wirtschaft/das-millionaers-gen-
die-zehn-reichsten-deutschen/19410774-2.html

Fotos:
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Susanne Klatten
Autor: ©Olaf Kosinsky
Licence: CC BY-SA 3.0
commons.wikimedia.org/wiki/File:2017-
09-12_IAA_2017_Susanne_Klatten_bei_
BMW_by_Olaf_Kosinsky-8.jpg#/media/
File:2017-09-12_IAA_2017_Susanne_Klat-
ten_bei_BMW_by_Olaf_Kosinsky-8.jpg

Stefan Quandt
Autor_in: Simsalabimbam
de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Quandt#/
media/File:Blickachsen-10-Eroeffnung-
Stefan-Quandt-2015-HG-789.jpg

Heinz Hermann Thiele
knorr-bremse.de/de/press/press_pictures/
management_1/standard_page_3.jsp

Hasso Plattner
Autor_in: Epic-chair
de.wikipedia.org/wiki/Hasso_Platt-
ner#/media/File:Hasso_Plattner.JPG

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11   39
                           Armes, reiches Berlin?!
Beate Heister & Karl Albrecht Junior
             Branche: Einzelhandel (Aldi Süd)
             Alter: Beate (65), Albrecht (69)

             Netto-Vermögen: 23,8 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   40
                   Armes, reiches Berlin?!
Theo Albrecht Jr.
             Branche: Einzelhandel (Aldi Nord)
             Alter: 66

             Netto-Vermögen: 18,7 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   41
                   Armes, reiches Berlin?!
Susanne Klatten
             Branche: Automobilindustrie (BMW)&
             Pharmaindustrie (Altana)
             Alter: 54

             Netto-Vermögen: 17 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   42
                   Armes, reiches Berlin?!
Georg Schaeffler
             Branche: Produktion
             Alter: 52

             Netto-Vermögen: 16,6 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   43
                   Armes, reiches Berlin?!
Dieter Schwarz
             Branche: Lidl & Kaufland
             Alter: 77

             Netto-Vermögen: 14,3 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   44
                   Armes, reiches Berlin?!
Stefan Quandt
             Branche: Automobilindustrie (BMW)
             Alter: 50

             Netto-Vermögen: 14,8 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   45
                   Armes, reiches Berlin?!
Michael Otto
             Branche: Einzelhandel (Otto-Versand) &
             Immobilien
             Alter: 73

             Netto-Vermögen: 14,4 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   46
                   Armes, reiches Berlin?!
Heinz Hermann Thiele
             Branche: Mobilität
             (Zug- und LKW-Bremssysteme)
             Alter: 75

             Netto-Vermögen: 10,8 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   47
                   Armes, reiches Berlin?!
Klaus-Michael Kuehne
             Branche: Logistik
             (Kuehne + Nagel International AG)
             Alter: 80

             Netto-Vermögen: 9,2 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   48
                   Armes, reiches Berlin?!
Hasso Plattner
             Branche: Software
             (Softwarehersteller SAP)
             Alter: 73

             Netto-Vermögen: 9 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   49
                   Armes, reiches Berlin?!
AM 1
Bildkarten

CD
  ie reichsten
 Menschen Berlins

Lösungen

  1. Friede Springer                                 4,4 Mrd. €

  2. Axel Oberwelland                                2 Mrd. €

  3. Marc, Oliver & Alexander Samwer                 1,5 Mrd. €

  4. Ernst Freiberger                                1,1 Mrd. €

  5. Familie Dussmann                                0,9 Mrd. €

Quelle:
berliner-zeitung.de/berlin/milliarden-ver-
moegen-das-sind-die-fuenf-reichsten-ber-
linerinnen-und-berliner-28223918

Foto:
Friede Springer
Autor: Michael Thaidigsmann
de.wikipedia.org/wiki/Friede_Sprin-
ger#/media/File:Friede_Springer.jpg

EPIZ e. V.                 SDG-Labor:                  Konzept für Klasse 9   50
                           Armes, reiches Berlin?!
Friede Springer
             Branche: Verlagshaus Axel Springer
             Alter: 74

             Vermögen: 4,40 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   51
                   Armes, reiches Berlin?!
Axel Oberwelland
             Branche: Süßwaren (Storck)
             Alter: 50

             Vermögen: 2 Mrd. Euro

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   52
                  Armes, reiches Berlin?!
Marc, Oliver & Alexander Samwer
             Branche: Internet-Unternehmer
             Alter: Marc (46), Oliver (44),
             Alexander (41)

             Vermögen: Jeweils 1,6 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   53
                   Armes, reiches Berlin?!
Ernst Freiberger
             Branche: Immobilien
             Alter: 66

             Vermögen: 1,1 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   54
                   Armes, reiches Berlin?!
Familie Dussmann
             Branche: Multidienstleister

             Vermögen: 0,9 Mrd. Euro

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   55
                   Armes, reiches Berlin?!
AM 1
Bildkarten

D Die reichsten Sportler

Lösungen

 Sportler                                Sportart                                  Vermögen

 Michael Jordan                          Basketball                                1,85 Milliarden US-Dollar

 Tiger Woods                             Golf                                       1,7 Milliarden US Dollar

 Arnold Palmer                           Golf                                      1,2 Milliarden US-Dollar

 Jack Nicklaus                           Golf                                      1,2 Milliarden US-Dollar

 Michael Schuhmacher                     Rennsport                                 1 Milliarden US Dollar

 Phil Mickelson                          Golf                                      850 Millionen US Dollar

 David Beckham                           Fußball                                   800 Millionen Dollar

 Kobe Bryant                             Basketball                                800 Millionen Dollar

 Floyd Mayweather                        Boxen                                     785 Millionen Dollar

 Shaquille O´Neal                        Basketball                                735 Millionen Dollar

 James LeBron                            Basketball                                730 Millionen Dollar

Quelle: Forbes ran.de/us-sport/nfl/bildergalerien/forbes-liste-das-sind-die-reichsten-sportler-der-geschichte"

EPIZ e. V.                         SDG-Labor:                          Konzept für Klasse 9                      56
                                   Armes, reiches Berlin?!
Michael Jordan
             Basketball

             Vermögen: 1,85 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   57
                  Armes, reiches Berlin?!
Tiger Woods
             Golf

             Vermögen: 1,7 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   58
                   Armes, reiches Berlin?!
Arnold Palmer
             Golf

             Vermögen: 1,2 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   59
                   Armes, reiches Berlin?!
Jack Nicklaus
             Golf

             Vermögen: 1,2 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   60
                   Armes, reiches Berlin?!
Michael Schuhmacher
             Rennsport

             Vermögen: 1 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   61
                   Armes, reiches Berlin?!
Phil Mickelson
             Golf

             Vermögen: 850 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   62
                  Armes, reiches Berlin?!
David Beckham
             Fußball

             Vermögen: 800 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   63
                  Armes, reiches Berlin?!
Kobe Bryant
             Basketball

             Vermögen: 800 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   64
                  Armes, reiches Berlin?!
Floyd Mayweather
             Boxen

             Vermögen: 785 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   65
                  Armes, reiches Berlin?!
Shaquille O’Neal
             Basketball

             Vermögen: 735 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   66
                  Armes, reiches Berlin?!
James LeBron
             Basketball

             Vermögen: 730 Millionen US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   67
                  Armes, reiches Berlin?!
AM 1
Bildkarten

E Die reichsten Menschen
   der Welt (Forbes-Liste 2018)

Vermögen von

 Jeff Bezos                           Chef von google                       112 Milliarden US-Dollar
 (USA)

 Bill Gates                           Gründer von Microsoft                 90 Milliarden US-Dollar
 (USA)

 Waren Buffet                         Großinvestor und                      87 Milliarden US-Dollar
 (USA)                                Unternehmer

 Bernard Arnault                      Mehrheitseigner (Aktionär)            72 Milliarden US-Dollar
 (Frankreich)                         bei verschiedenen
                                      französischen Luxusmarken
 Mark Zuckerberg                      Chef von facebook                     70 Milliarden US-Dollar
 (USA)

 Armancio Ortega                      Unternehmer, u.a.                     70 Milliarden US-Dollar
 (Spanien)                            Eigentümer von zara (Mode)

 Carlos Slim Hegú                     Unternehmer                           67 Milliarden US-Dollar
 (Mexiko)                             (Telekommunikation)

 Charles und David Koch               Unternehmer (u.a. Erdöl)              60 Milliarden US-Dollar
 (USA)

 Larry Ellison                        Gründer von Oracle                    58 Milliarden US-Dollar
 (USA)                                (Software)

 Larry Page                           Mitbegründer von google               52 Milliarden US-Dollar
 (USA)

Quelle: handelsblatt.com/unternehmen/management/forbes-liste-2018-das-sind-die-reichsten-menschen-der-welt/
19546632.html

EPIZ e. V.                      SDG-Labor:                      Konzept für Klasse 9                          68
                                Armes, reiches Berlin?!
Quelle:                                            Larry Ellison
handelsblatt.com/unternehmen/management/           Foto: commons.wikimedia.org/wiki/
forbes-liste-2018-das-sind-die-reichsten-          File:Larry_Ellison_2013_(9887589546).jpg
menschen-der-welt/19546632.html
                                                   Larry Page
Fotos:                                             Foto: de.wikipedia.org/wiki/Larry_Page#/
Jeff Bezos                                         media/File:Larry_Page_in_the_European_
Foto: commons.wikimedia.org/wiki/File:             Parliament,_17.06.2009_(cropped).jpg
Jeff_Bezos%27_iconic_laugh_(cropped).jpg

Bill Gates
Foto: commons.wikimedia.org/
wiki/File:BillGates2012.jpg

Warren Buffet
Foto: Asa Mathat
Fortune Live Media (Creative Commons)

Bernard Arnault
commons.wikimedia.org/wiki/File:Ber-
nard_Arnault_(2)_-_2017_(cropped).jpg

Mark Zuckerberg
commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_
Zuckerberg_-_South_by_Southwest_2008.jpg

Armancio Ortega
creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0
via Wikimedia Commons

Carlos Slim Helú
Foto: Agência Brasil
en.wikipedia.org/wiki/Ag%C3%AAncia_Brasil

Charles und David Koch
Foto: links (David Koch) by
Gage Skidmore via Wikimedia Commons;
rechts (Charles Koch) by Dechateau via
Wikimedia Commons;
Composition by AlterNet

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11                      69
                         Armes, reiches Berlin?!
Jeff Bezos
             Amazon

             Vermögen: 112 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   70
                   Armes, reiches Berlin?!
Bill Gates
             Microsoft-Gründer

             Vermögen: 90 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   71
                  Armes, reiches Berlin?!
Warren Buffett
             Investor

             Vermögen: 87 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   72
                  Armes, reiches Berlin?!
Bernard Arnault
             Unternehmer, Anteilseigner
             franz. Luxuslabels

             Vermögen: 72 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   73
                   Armes, reiches Berlin?!
Mark Zuckerberg
             Facebook

             Vermögen: 70 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   74
                   Armes, reiches Berlin?!
Armancio Ortega
             Unternehmer, u.a. Zara

             Vermögen: 70 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.         SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   75
                   Armes, reiches Berlin?!
Carlos Slim Helù
             Unternehmer im Bereich
             Telekommunikation

             Vermögen: 67 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   76
                  Armes, reiches Berlin?!
David Koch und Charles Koch
             Unternehmer, u.a. Öl

             Vermögen: 60 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   77
                  Armes, reiches Berlin?!
Larry Ellison
             Gründer des Software­
             unternehmens Oracle

             Vermögen: 58 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   78
                  Armes, reiches Berlin?!
Larry Page
             Mitbegründer von Google

             Vermögen: 52 Milliarden US-Dollar

EPIZ e. V.        SDG-Labor:                Konzept für Klasse 9   79
                  Armes, reiches Berlin?!
AM 2
Die 17 Nachhaltigkeitsziele
(englisch: Sustainable Development Goals –
SDGs)

ZIEL 1                                             ZIEL 2
ARMUT IN ALLEN IHREN FORMEN UND                    DEN HUNGER BEENDEN, ERNÄHRUNGS­
ÜBERALL BEENDEN                                    SICHERHEIT UND EINE BESSERE ERNÄHRUNG
Ca. 11 % der Weltbevölkerung leben in extre-       ERREICHEN UND EINE NACHHALTIGE
mer Armut. Im Jahr 2015 waren es etwa 836          LANDWIRTSCHAFT FÖRDERN
Millionen Menschen. Sie mussten mit weniger als    Noch immer hungern 795 Millionen Menschen,
1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. Die Welt-        zwei Milliarden Menschen sind mangelernährt.
gemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die     Hunger ist nicht nur das größte Gesundheitsri-
extreme Armut bis 2030 komplett zu beenden.        siko, sondern auch eines der größten Entwick-
                                                   lungshemmnisse. Er trägt zu Flucht und Vertrei-
                                                   bung bei, fördert Perspektivlosigkeit und Gewalt.
                                                   Es werden heute genügend Nahrungsmittel
                                                   auf der Welt produziert, um allen Menschen
                                                   eine ausreichende Ernährung zu sichern. Aller-
                                                   dings haben auf Grund von mangelnder
                                                   Infrastruktur, Handelsbarrieren und bewaffneten
                                                   Konflikten nicht alle Menschen den gleichen
                                                   Zugang zu Nahrung.

EPIZ e. V.               SDG-Labor:                Konzept für Klasse 11                          80
                         Armes, reiches Berlin?!
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