Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung - Spezialisierter Master of Arts
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Ausbildung — Masterstudiengang
Geschichtsdidaktik und
öffentliche Geschichtsvermittlung
Spezialisierter Master of Arts
weiterbilden.Wie sieht das Berufsfeld aus?
Geschichtsdidaktik Geschichtsdidaktik ist die Wissenschaft zur Er-
forschung, Theoretisierung und Inszenierung
und öffentliche des Umgangs von Menschen und Gesellschaften
mit Geschichte und Erinnerung. Sie ist Design-
Geschichtsvermittlung Science, die in einem zirkulären Prozess von
Forschung, Theorie und Praxis neues Wissen
Spezialisierter Master of Arts
entwickelt und handelnd umsetzt. Besonders
gut sichtbar wird dieser Kreislauf bei der institu-
tionalisierten Geschichtsvermittlung in Schule
und Hochschule sowie bei der alltäglichen Aus-
einandersetzung von Menschen mit Erinne-
rungskulturen in der Gesellschaft.
Der Masterstudiengang für Geschichtsdidaktik
und öffentliche Geschichtsvermittlung trägt dem
hohen individuellen und gesellschaftlichen Inte-
resse an Geschichte und Erinnerung sowie der
gewachsenen Bedeutung von Museen und ande-
ren historischen Bildungs- und Erlebnisorten
Praktischer Umgang mit öffentlicher Geschichtsdarstellung
2Rechnung. Er qualifiziert die Absolventinnen Die Studierenden
und Absolventen einerseits zur weiteren Erfor- 3 erwerben vertieftes wissenschaftliches Wis-
schung von Geschichte und Erinnerungskonst- sen und Verstehen im Allgemeinen sowie
ruktion im Rahmen eines Doktorats und ist ein geschichtswissenschaftliches und geschichts-
Schritt hin zur Lehre im genannten Bereich an didaktisches Wissen und Verstehen im Beson-
einer Hochschule. Andererseits qualifiziert er für deren;
die Aufbereitung und Vermittlung geschichtswis- 3 können das Wissen und Verstehen betreffend
senschaftlicher und erinnerungskultureller Er- Theorie, Praxis und Empirie in den Bereichen
kenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit. Der Geschichtsdidaktik und Public History anwen-
«Geschichtsboom» bringt eine Reihe neuer Tä- den;
tigkeiten im Feld der Public History mit sich, un- 3 erwerben die Fähigkeit, mit komplexen
ter anderem in Museen, Medien, Verlagen, in gesellschaftsrelevanten und geschichtsdidak-
Gedenkstätten und im Tourismus. In all den hier tisch sowie geschichts- bzw. erinnerungskul-
genannten Berufsfeldern ist oft auch eine freibe- turell bedeutsamen Frage- und Problemstel-
rufliche Mitarbeit als selbständige/-r «Public lungen umzugehen;
Historian» möglich. 3 erwerben die Fähigkeit, Projekte zu entwi-
Für den erfolgreich absolvierten Studiengang ckeln, in welchen sie geschichtsdidaktische
verleihen die Pädagogische Hochschule Luzern Prinzipien klar und verständlich kommunizie-
und die Universität Freiburg gemeinsam den ren, und diese reflektiert und medial innova-
akademischen Titel «Spezialisierter Master of tiv für ein breites Publikum umzusetzen.
Arts in Geschichtsdidaktik und öffentlicher Ge-
schichtsvermittlung».
3Wer wird zum Master- studiengang zugelassen? Der Masterstudiengang für Geschichtsdidaktik scher Wissenschaft und/oder Geschichtsdidak- und öffentliche Geschichtsvermittlung richtet tik an einer anerkannten Hochschule nachwei- sich – aufgrund des Status der Geschichtsdidak- sen können. Die Studierenden können dieses so tik als Brückenwissenschaft mit unterschiedli- genannte «Ergänzungsprogramm bis 60 ECTS- chen Referenzwissenschaften – an Studierende Punkte» parallel zu ihrem Masterstudium absol- verschiedener Grundbildungen. vieren. Die Zulassungsberechtigungen und Auflagen ga- rantieren, dass alle Diplomandinnen und Diplo- manden des Studiengangs Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung zusätzlich zu den 90 ECTS-Punkten im Masterstudiengang noch mindestens 60 ECTS-Punkte in historischer Wissenschaft und/oder Geschichtsdidaktik an einer anerkannten Hochschule studiert haben. Ohne Bedingungen und Auflagen aufgenommen werden Studierende, die mindestens 60 ECTS- Punkte in historischer Wissenschaft und/oder Geschichtsdidaktik an einer anerkannten Hoch- schule nachweisen können: Bachelor oder Master of Arts einer Universität in Geschichte, Altertumswissenschaften, Neuere Geschichte, Zeitgeschichte, Kulturwissenschaften, Kunstge- schichte, Philosophie, Politikwissenschaften, Re- ligionswissenschaft, Theologie oder verwandte Bildungsrichtungen. Mit der Auflage, während des Masterstudiums bis zur Diplomierung zusätzlich maximal 24 ECTS-Punkte in historischer Wissenschaft und/ oder Geschichtsdidaktik zu studieren, aufge- nommen werden Studierende mit folgenden Bildungsgängen: Master oder Bachelor in Secon- dary Education einer Universität oder Pädagogi- schen Hochschule; EDK-anerkannter Bachelor in Pre-Primary, Primary oder Secondary Education sowie Bachelor in Erziehungswissenschaften, wenn sie mindestens 36 ECTS-Punkte in histori- Durch Inszenierungen Geschichte erfahrbar machen 4
Studierende der oben genannten Studiengänge, im Rahmen einer so genannten «Vorstufe» zu
die die als Voraussetzung zur Zulassung gefor- erwerben. Anschliessend werden sie mit der
derten 36 ECTS-Punkte in einer historischen Auflage, während des Masterstudiums bis zur
Wissenschaft und/oder Geschichtsdidaktik nicht Diplomierung zusätzlich 24 ECTS-Punkte in einer
nachweisen können, können unter der Bedin- historischen Wissenschaft und/oder Geschichts-
gung in den Studiengang eintreten, die fehlen- didaktik zu studieren, aufgenommen und absol-
den ECTS-Punkte vorgängig zum Masterstudium vieren das «Ergänzungsprogramm» parallel zu
im Bachelorangebot an der Universität Freiburg ihrem Masterstudium.
5Studienaufbau
Zulassung und Studienverlauf im Spezialisierten Master of Arts Geschichtsdidaktik und öffentliche
Geschichtsvermittlung
BA MA MA-
mit mindestens 60 CP Geschichtsvermittlung Diplom
mit 90 CP
Geschichte und/oder
Geschichtsdidaktik
immatrikuliert
PH Luzern
MA MA-
BA
Geschichtsvermittlung
mit mindestens 36 CP Diplom
mit 90 CP
Geschichte und/oder
Geschichtsdidaktik Auflage: Ergänzungsprogramm
bis 60 CP
immatrikuliert
PH Luzern
Bedingung: MA MA-
BA
Vorstufe bis Geschichtsvermittlung
mit weniger als 36 CP Diplom
36 CP mit 90 CP
Geschichte und/oder
Geschichtsdidaktik Auflage: Ergänzungs-
programm bis 60 CP
immatrikuliert immatrikuliert
Uni Freiburg PH Luzern
6Welche Inhalte werden
im Studium vermittelt?
Im Masterstudiengang Geschichtsdidaktik und Wandels und intensivierter Kulturbegegnungen
öffentliche Geschichtsvermittlung entwickeln der Geschichte zu und bedienen sich ihrer in
die Studierenden Kompetenzen für eine sach- vielfältiger und eigenwilliger Weise.
und adressatengerechte sowie medien- und Geschichtsdidaktik beschäftigt sich mit Ge-
öffentlichkeitsadäquate Aufarbeitung und Insze- schichtsbewusstsein, Geschichts- und Erinne-
nierung historischer Themen und Probleme. Der rungskultur sowie mit praxisnaher Umsetzung
Studiengang umfasst 90 ECTS-Punkte und ist in in der Öffentlichkeit. Sie befasst sich mit Fragen
zwei Studiengebiete mit je 2 Modulen sowie der Geschichtsvermittlung und des Geschichts-
in das Mastermodul gegliedert: lernens in verschiedenen Lernsettings und un-
A: «Geschichtsdidaktik, Geschichts- und terschiedlichen Lernorten und sie beforscht
Erinnerungskulturen», kognitive, motivationale und emotionale Aspek-
B: «Geschichtswissenschaften und Public te historischer Lernprozesse und Lernprodukte.
History» Dazu gehörten auch die Reflexion geschichtsdi-
C: «Mastermodul» daktischen Handelns und die damit verbunde-
nen Fragen der Professionalisierung in Aus- und
Das Studium setzt sich aus je zwei Modulen Weiterbildung.
à 15 ECTS-Punkten in den Studiengebieten A Die Didaktik der Geschichte und öffentlichen
«Geschichtsdidaktik, Geschichts- und Erinne- Geschichtsvermittlung ist eine dynamische Dis-
rungskulturen» und B «Geschichtswissenschaf- ziplin mit starker Theoriebildung, mit grosser
ten und Public History» sowie dem Mastermo- Forschungs- und Entwicklungskraft und innova-
dul im Umfang von 30 ECTS-Punkten zusam- tiver Umsetzung in den verschiedensten Feldern
men. der Gesellschaft.
Die praktische Ausbildung erfolgt an speziali-
A: Geschichtsdidaktik, Geschichts- sierten Institutionen der öffentlichen und insti-
und Erinnerungskulturen tutionellen Geschichtsvermittlung (Museen,
Die Geschichtsdidaktik bildet den Kern des Stu- Lehrmittelverlage, Archive, Medien, Schulen,
diengangs. Sie theoretisiert, erforscht und Hochschulen usw.) sowie auf Studienreisen
inszeniert den Umgang von Menschen und Ge- (Berlin, Jerusalem u.a.m.).
sellschaften mit Geschichte und Erinnerung. Durch den Einbezug von Lehrbeauftragten aus
Menschen und Gesellschaften lernen aus der Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien werden
Geschichte. Erfahrungen aus der Vergangenheit Einblicke in die Arbeitswelt und Kontaktmög-
und Wissen über das Vergangene beeinflussen lichkeiten für den Berufseinstieg vermittelt. Die
das gegenwärtige Denken und Handeln. hochschulinterne Praxisbegleitung garantiert,
Auf der Suche nach Orientierung, Bildung und dass Studierende durch ihre Praktika arbeits-
Unterhaltung wenden sich Menschen und Ge- marktfähig werden und ein institutionelles Netz-
sellschaften gerade in Zeiten beschleunigten werk aufbauen können.
7Das Studiengebiet A «Geschichtsdidaktik, Ge- schichts- und Erinnerungskulturen» umfasst die zwei Module M1 «Geschichtsvermittlung» und M2 «Geschichts- und Erinnerungskulturen». B: Geschichtswissenschaften und Public History Geschichte thematisiert menschliche Existenz im Wandel der Zeit und damit die Veränderung von Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart. Im Blick der Geschichtswissenschaft sind Traditi- on und Wandel, Ursachen und Folgen, das Vor- her und Nachher von vergangenen Ereignissen. Der Geschichtswissenschaft geht es darum, sichtbar zu machen, was – wann – warum ge- Menschliches Handeln und Leiden schehen ist. Dieses Sichtbarmachen von mensch- im Verlauf der Zeit vermitteln lichem Handeln im Wandel der Zeit erfolgt auf- bauend auf methodischem und theoretischem Wissen und wird mit Quellen plausibel gemacht. und wozu? Auch liegt ein besonderer Akzent auf Der Studiengang geht von geschichtswissen- den Digital Humanities, die sowohl in der Ge- schaftlichen Fragen aus und berücksichtigt schichtsdidaktik als auch in den Geschichtswis- öffentliche, gesellschaftliche – auch etwa ästheti- senschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen. sche und kommerzielle – sowie kommunikative Das Studiengebiet B «Geschichtswissenschaften Dimensionen der Auseinandersetzung mit Ge- und Public History» umfasst die zwei Module schichte. Die Themen und Fragestellungen betref- M3 «Zeitgeschichte» und M4 «Public History fen besonders die Zeitgeschichte und nehmen and Digital Humanities». neben der europäischen Geschichte auch Regio- nalgeschichte und Schweizer Geschichte in den Blick. Im Studiengang stehen neben den schriftli- C: Mastermodul chen Zeugnissen auch mündliche Überlieferun- Im Mastermodul M5 beschäftigen sich die Stu- gen von Expertinnen und Experten sowie Zeitzeu- dierenden konkret mit Perspektiven, Fragen, gen im Mittelpunkt. Der Oral History und der Methoden und Ergebnissen von Forschung. Sie Visual History wird besondere Bedeutung zuge- lernen geschichtswissenschaftliche und/oder messen – und ganz im Sinne von Public History geschichtsdidaktische Forschungsarbeiten, -me- wird nach dem sozialen Nutzen der Geschichte thoden und -ergebnisse exemplarisch zu rezipie- gefragt. Wer braucht und nutzt Geschichte wie ren und diese aus verschiedenen Perspektiven 8
zu bewerten sowie am Diskurs zu Anlagen, Me- Diesem Pflichtmodul ist auch die Masterprüfung
thoden und Ergebnissen von fachwissenschaftli- zugeordnet.
cher und/oder fachdidaktischer Forschung und Die Studierenden werden in ihrer Forschungspra-
Entwicklung im Rahmen von Kolloquien und Ta- xis von verantwortlichen Expertinnen und Exper-
gungen zu partizipieren. Exemplarisch wird an ten der Hochschulen begleitet. Durch ein speziel-
Forschungsfragen und Daten gearbeitet mit dem les Mentoring erhalten Studierende bereits
Ziel, Methoden geschichtswissenschaftlicher während des Studiums Einblick in die Arbeit von
und geschichtsdidaktischer Forschung kennen- Dozierenden und Forschenden des Bereichs A Ge-
zulernen und anzuwenden. Im Kern dieses Mo- schichtsdidaktik und Erinnerungskulturen oder
duls erarbeiten die Studierenden eine eigene des Bereichs B Geschichtswissenschaft und Public
Fragestellung und ein eigenes Forschungsdesign History und damit auch die Möglichkeit zur Mitar-
für ihre Masterarbeit. Dies erfordert zum einen beit an institutionellen Forschungsprojekten und
Kenntnisse und Fertigkeiten in den qualitativen zum Aufbau eines akademischen Netzwerkes.
und quantitativen Methoden der sozial- und ku-
turwissenschaftlichen Forschung und zum an- Das Studiengebiet C Mastermodul umfasst Kollo-
dern eine vertiefte Auseinandersetzung mit wis- quien, Seminare zu Forschungsmethoden, eine
senschaftstheoretischen Grundlagen. Forschungswerkstatt sowie die Masterarbeit und
die Masterprüfung.
9Geschichte am originalen Schauplatz erzählen 10
Masterstudiengang «Geschichtsdidaktik und öffentliche
Geschichtsvermittlung» Angebotsstruktur 1
A: Geschichtsdidaktik, Modul 1: Geschichtsvermittlung 15 CP
Geschichts- und 3 S1: Prinzipien der Geschichtsvermittlung (HS) 3 CP
Erinnerungskulturen 3 S2: Geschichtsdidaktische Theorien und Kontroversen (FS) 3 CP
(Montag und Freitag in Luzern)2 3 S3: Multimediales Storytelling in Museen und Öffentlichkeit (FS) 3 CP
3 P1: Praktikum/Kulturmanagement 6 CP4
Modul 2: Geschichts- und Erinnerungskulturen 15 CP
3 S4: Geschichtsbilder im Wandel (HS) 3 CP
3 S5: Geschichtsvermittlung und Geschichtspolitik (FS) 3 CP
3 S6: Trends der Museums- und Ausstellungsdidaktik (HS) 3 CP
3 P2: Praktikum/Erinnerungskulturelle Bildungsreise 6 CP4
B: Geschichtswissenschaften Modul 3: Zeitgeschichte 15 CP
und Public History 3 3 V1: Europa im 20. Jahrhundert 6 CP
(Dienstag und Mittwoch 3 S7: Gesellschaftliche Inklusion und Exklusion im 20. Jahrhundert 3 CP
in Freiburg) 3 SA1: Seminararbeit 6 CP
Modul 4: Public History 15 CP
3 V2: Themen und Debatten der Public History 6 CP
3 S8: Praktische öffentliche Umsetzung historischer Inhalte 3 CP
3 SA2: Seminararbeit 6 CP4
C: Mastermodul Modul 5: Masterarbeit 30 CP
(PH Luzern oder Uni Freiburg) 3 inkl. Forschungsmethoden, Forschungswerkstatt, Kolloquien,
Masterprüfung
CP = Credit Points gemäss European Credit Transfer System (ECTS); S = Seminar (3 CP); SA = Seminararbeit (6 CP); V = Vorlesung
(3 CP, mit Essay 6 CP); P = Praktikum (6 CP)
1
Verbindlich sind die Modul-Titel und die Angebotsstruktur inkl. der zugeordneten CP. Die Veranstaltungstitel wechseln periodisch.
2
In diesem Studiengebiet können Angebote nach Wahl in Luzern, Basel, St. Gallen oder Lausanne belegt werden.
³ In diesem Studiengebiet kann auf Gesuch in Freiburg hin eine Veranstaltung gemäss Angebot in Luzern belegt werden.
4
In P1, P2 und P3 kann auf Gesuch in Luzern hin auch eine Seminararbeit geschrieben werden; in SA2 kann auf Gesuch in Freiburg hin
auch ein Praktikum absolviert werden.
11Wie kann das Studium absolviert werden? Das Studium kann sowohl im Herbst als auch Die Regelstudiendauer beträgt 4 Semester; die im Frühling begonnen und abgeschlossen wer- maximale Studiendauer beträgt 8 Semester. Die den. Es kann vollzeitlich oder berufs- bzw. fami- Präsenzveranstaltungen finden an einem Studi- lienbegleitend absolviert werden. In beiden Va- enort in der Regel an zwei fixen Tagen statt. rianten sind Inhalt und Umfang identisch. Blockwochen können auch zu anderen Zeit- Im Vollzeitstudium kann der Pflichtteil des Mas- punkten stattfinden. terstudiums in zwei Semestern erworben wer- Im Verlauf des Studiums werden eine Masterar- den. Diese Studienvariante ermöglicht den Mas- beit, in der Regel zwei Seminararbeiten und terabschluss in drei oder vier Semestern, sofern zwei Praktika absolviert. Die Paktika werden in- die volle Arbeitszeit für das Studium eingesetzt dividuell organisiert und finden entweder an wird. einer Hochschule oder an einer Institution der Im Teilzeitstudium kann der Pflichtteil des Mas- öffentlichen Geschichtsvermittlung statt. Sie terstudiums in drei oder vier Semestern erwor- werden durch eine Dozentin, einen Dozenten ben werden. Dementsprechend verlängert sich der Hochschulen begleitet. die Studiendauer. 12
Leistungsnachweise,
Masterarbeit und Diplom
Alle Module werden summativ gemäss den Be- Jedes Studiengebiet wird im Masterzeugnis be-
stimmungen der anbietenden Hochschule ge- wertet und ausgewiesen:
prüft. A Geschichtsdidaktik, Geschichts-
Das Thema der Masterarbeit (20 ECTS-Punkte) und Erinnerungskulturen:
kann frei gewählt werden. Sie steht im Zusam- Qualifikationen aus den Modulen M1 und
menhang mit einem Forschungsprojekt, das an M2.
einer der Partner-Hochschulen im Feld der Ge- B Geschichtswissenschaften und
schichtsdidaktik und öffentlichen Geschichtsver- Public History:
mittlung stattfindet oder behandelt ein durch Qualifikationen aus den Modulen M3 und
das Studiengebiet B «Geschichtswissenschaft M4.
und Public History» betreutes fachwissenschaft- C Masterarbeit:
liches Thema. Die Masterarbeit wird von einer Qualifikationen der Masterarbeit und der
Dozentin, einem Dozenten betreut, die/der im Masterprüfung.
Studiengang beteiligt ist. Die Masterarbeit prä-
sentiert die Ergebnisse selbständiger wissen- Welches Diplom wird nach dem Studium
schaftlicher Forschung und sie ist nach den ausgestellt?
Grundsätzen wissenschaftlicher Arbeitsweise zu Für den erfolgreich absolvierten Studiengang ver-
erstellen. Abschliessend wird die Masterarbeit leihen die Pädagogische Hochschule Luzern und
bei einer Masterprüfung in Form eines Kolloqui- die Universität Freiburg gemeinsam den akade-
ums vorgestellt und verteidigt. mischen Titel «Spezialisierter Master of Arts in
Geschichtsdidaktik und öffentlicher Geschichts-
vermittlung», der die Möglichkeit zu einer späte-
ren Promotion gemäss den Zulassungsbedingun-
gen der jeweiligen Universität eröffnet.
13Organisation
Studienorte
Veranstaltungen im Studiengebiet A «Geschichts-
didaktik, Geschichts- und Erinnerungskulturen»
können an der Pädagogischen Hochschule Luzern
oder nach Wahl an den anderen beteiligten Päda-
gogischen Hochschulen (Pädagogische Hoch-
schule der Fachhochschule Nordwestschweiz,
Pädagogische Hochschule St. Gallen und Haute
École Pédagogique Vaud) studiert werden. Die
Veranstaltungen an den Deutschschweizer PHs
finden auf Deutsch oder Englisch, diejenigen an
der Haute École Pédagogique Vaud in Lausanne
auf Französisch statt.
Veranstaltungen im Studiengebiet B «Geschichts-
wissenschaften und Public History» werden in
der Regel an den Universität Freiburg studiert.
Auf Gesuch hin kann eine äquivalente Veranstal-
tung der Universität Luzern an das Studium ange-
rechnet werden.
Die beteiligten Pädagogischen Hochschulen und
die Universität Freiburg bieten alle obligatori-
schen Module gemäss Studienplan innerhalb von
vier Semestern an, um ein kompaktes Studium
zu ermöglichen. Vielfältige Vermittlungsformen
Die Absolvierung eines Auslandssemesters ist
möglich. Kooperationen existieren zurzeit mit der
Universität zu Köln, der Ruhr-Universität Bochum Anmeldung zum Studium
sowie mit der Freien Universität Berlin. Die Anmeldung erfolgt für alle Studienorte on-
line und zentral über www.phlu.ch.
Eine Anmeldung ist für jedes Semester möglich.
Der jeweils aktuelle Anmeldeschluss ist eben-
falls auf der Website ersichtlich.
Die Immatrikulation erfolgt an der PH Luzern.
Zu den Sudiengebühren siehe: www.phlu.ch/
studium/zulassung-und-anmeldung.html
14Weitere Informationen
Zusätzliche Auskünfte zum Masterstudiengang für
Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichts-
vermittlung finden Sie auf der Website der PH Lu-
zern und der Universität Freiburg. Beachten und
nutzen Sie auch die Möglichkeiten zur persönli-
chen Studienberatung (siehe die Ansprechperso-
nen auf der letzten Seite).
15Joint Degree-Masterstudiengang der Pädagogischen Hochschule Luzern und der Universität Freiburg, in Zusammenarbeit
mit der PH der Fachhochschule Nordwestschweiz, mit dem Institut für Bildungswissenschaften IBW der Universität Basel
sowie der Universität Luzern, der PH St. Gallen und der HEP Vaud (als Vertreterin des Centre de Compétences romand en
Didactique disciplinaire 2Cr2D)
Der Masterstudiengang ist im Aufbau begriffen. Der vorliegende Flyer bildet den Entwicklungsstand von Juli 2020 ab. Ände-
rungen sind möglich. Die aktuelle Version dieses Flyers findet sich auf der Website der PH Luzern und der anderen Träger-
Papier: 100 % Altpapier, C0²-neutral
und Partner-Hochschulen des Studiengangs. Aus den Angaben in diesem Flyer lassen sich keine Rechtsansprüche ableiten.
www.phlu.ch/ige
www.unifr.ch/histcont/de/
Ansprechpersonen
07.20/1000_0166_pos_GD
Pädagogische Hochschule Luzern PH FHNW / IBW Universität Basel
Institut für Geschichtsdidaktik und Institut Bildungswissenschaften
Erinnerungskulturen Universität Basel
3 Prof. Dr. Franziska Metzger 3 Prof. Dr. Monika Waldis
Studiengangsleiterin monika.waldis@fhnw.ch, T 062 832 02 63
franziska.metzger@phlu.ch Universität Luzern
Bildnachweis: S. 4/5: © Historisches Museum Luzern; S. 8/9: Emanuel Ammon / AURA © Bourbaki Panorama Luzern
3 Dr. Christine Szkiet Historisches Seminar
Studiengangsmanagerin 3 Dr. Manuel Menrath
christine.szkiet@phlu.ch, T 041 203 03 83 manuel.menrath@unilu.ch, T 041 229 56 97
3 Prof. Dr. Peter Gautschi, Leiter IGE
peter.gautschi@phlu.ch Pädagogische Hochschule St. Gallen
3 Prof. Johannes Gunzenreiner
Universität Freiburg johannes.gunzenreiner@phsg.ch
Studienbereich Zeitgeschichte 3 Prof. Dr. Thomas Metzger
3 Prof. Dr. Christina Späti thomas.metzger@phsg.ch
christina.spaeti@unifr.ch T 071 387 55 66, T 071 243 94 59
3 Prof. Dr. Damir Skenderovic
damir.skenderovic@unifr.ch HEP Vaud:
3 Studienberatung: Irma Gadient 3 Prof. Dr. Nadine Fink
irma.gadient@unifr.ch, T 026 300 79 35 nadine.fink@hepl.ch, T 021 316 09 52
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ausbildung@phlu.ch · www.phlu.chSie können auch lesen