GPS wie funktioniert's - Ausarbeitung

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GPS wie funktioniert's - Ausarbeitung
GPS wie
funktioniert’s
Ausarbeitung

                  Martin Harbich
                  Ausarbeitung eines Vortrags über GPS. Behandelt
                  werden die grundlegenden Techniken der globalen
                  Satellitennavigation am Beispiel des US-
                  amerikanischen NAVSTAR-GPS

 Martin Harbich

Matrikelnummer

    343815

     2010
GPS wie funktioniert's - Ausarbeitung
Inhaltsverzeichniss

1 Einführung……………………………………………..…………………….………3
2 Navigationssysteme………………………………………………………..….4-8
3 Historie……………………………………………………………………………..….8
4 GPS-Systemaufbau……………………………………………………..……..9-12
5 Satellitensignale……………………………………………………..………13-14
6 Positionsbestimmung……………………………………………………..15-18
7 Fehlerquellen…………………………………………………………………18-22
8 Quellenangabe………………………………………………………………..22-25

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GPS wie funktioniert's - Ausarbeitung
GPS Wie funktioniert‘s.

Einführung
GPS, vollständiger Name NAVSTAR (Navigation System for Timing and Ranging) ist ein globales
Satteliten Navigationssystem (GNSS) zur Positionsbestimmung und Zeitmessung. Die
Entwicklung des Systems geht bis in die frühen 70er Jahre zurück. Das System wird seit dem
fortlaufend weiter entwickelt. Mit GPS ist es möglich durch bekannte Position der Satelliten im
Weltraum den Genauen Standort (Koordinaten: geographische Länge, Breite und Höhe) mit
einer Genauigkeit von 20 Metern bis zu ca. 1 Millimeter sowie die
exakte Zeit (Weltzeit:Universal Time Coordinated, UTC) mit einer Genauigkeit im Bereich
von 60 Nanosekunden bis zu 5 Nanosekunden, im erdnahen Raum zu bestimmen. Aus den
Koordinaten und der Zeit können Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung (Kurs) abgeleitet
werden. Gegründet und betrieben wird das System vom amerikanischen
Verteidigungsministerium (DoD), das auch die Kontrolle über das System hat. GPS wurde
anfangs nur für militärische Zwecke eingesetzt und wurde vor allem in Waffensystemen,
Kriegsschiffen und Flugzeugen verwendet. Hauptgrund für die Entwicklung waren die
schwächen ältere Navigationssysteme (Transit der Vorläufer von GPS) und die damit
verbundenen Schwierigkeiten im Vietnamkrieg. Seit 08.12.1993 ist das System auch für die
zivile Nutzung freigegeben (Anfangs nur mit künstlicher Signalverfälschung, SA). Seitdem hat
GPS rasch Einzug in unserem Alltag erlangt. Privatleute setzen GPS-Empfänger ein, um sich von
A nach B lotsen zu lassen. In LKW-Flotten tragen die Geräte dazu bei, die Logistik zu optimieren.
Die Geräte in Fahrzeugen zum Beispiel von Speditionen ermitteln nicht nur ihre Position,
sondern melden sie per Funk auch an die Zentrale. In der Landwirtschaft wird es beim so
genannten Precision Farming zur Positionsbestimmung der Maschinen auf dem Acker genutzt.
Ebenso wird GPS im Leistungssport verwendet. Zur Überwachung bestimmter Fahrzeuge und
Fahrer wird GPS von der deutschen Polizei für Ermittlungen eingesetzt. Auch die modernen
Ausführungen der Elektronischen Fußfessel sind mit GPS ausgerüstet. Speziell für den Einsatz in
Mobiltelefonen wurde das Assisted GPS (A-GPS) entwickelt. Die Entwicklung ziviler GPS-
basierter Systeme ist in den USA längst ein wichtiger Wirtschaftzweig geworden. Pro Jahr
werden hier ca. 8 Milliarden Dollar umgesetzt Das erklärt auch die Abschaltung von SA
(künstliche Signalverfälschung) im Jahre 2000. Neben den oben genannten Einsatzgebieten gibt
es zwei Bereiche die recht interessant sind. Im Rettungswesen wird geplant, alle neuen Handys
mit zusätzlicher Technologie auszurüsten, damit beim Aktivieren der Notfalltaste die
Rettungsdienste den Rufer schneller und genauer lokalisieren können. Die Bereitstellung einer
exakten Zeit, GPS wird die UTC (Universal Time Coordinated) nun auf 40*10-9 sec genau liefern,
dadurch können elektromagnetische Signale erheblich besser und kostengünstiger
synchronisiert werden. Ein wichtiger Punkt für die Datentransferrate in Computer und
Mobilfunk-Netzwerken

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Navigationssystem
(astronomisch, terrestrisch, technisch)

Das Bedürfnis zu wissen an welchen Ort man sich befindet und wie man wieder dorthin
zurückfindet ist ein grundlegendes Bedürfnis der Menschheit. Unsere Vorfahren in geraumer
Vorzeit hatten schon Verfahren entwickelt um sich die Weg zu ihrem Lager oder Jagdplätzen zu
merken. Möglicherweise durch die Errichtung von Steinhaufen als Wegweiser.
Durch den technischen Fortschritt der Menschheit in See und Luftfahrt wurde das Bedürfnis der
exakten Ortbestimmung weiter verstärkt.

Im Lauf der Zeit wurden einige Verfahren zur Navigation entwickelt, auf die ich kurz eingehen
werde.

Astronomische Navigation
Die Astronomische Navigation beinhaltet alle Verfahren, die auf Messung von Gestirnen
(Sonne, Mond, Planeten oder ausgewählten Fixsternen) beruhen. Für die Seefahrer im 16.
Jahrhundert war es die einzige Navigationsmöglichkeit, ohne die Christoph Kolumbus
wohlmöglich nie Amerika entdeckt hätte.

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Abbildung 1, Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Sextant

Mit einem Sextant (siehe Abbildung) wird hier die Höhe der Sonne über dem Horizont
gemessen. Mit der zusätzlich gemessenen Zeit kann eine Position bestimmt werden.
In einem nautischen Almanach, kann ein genauer Punkt abgelesen werden an dem die Sonne
zum Messzeitpunkt senkrecht über dem Zenit stand. Einige Zeit später wiederholt man die
Messung und errechnet den Wickel der beiden Messpunkte.
Der große Nachteil dieser Navigationstechnik ist die Ungenauigkeit der Messung
(Abweichungen bis zu 100km) und die Abhängigkeit des Wetters. Außerdem sind immer zwei
Messungen mit ausreichend zeitlichem Abstand notwendig. Grade bei unbeständigem Wetter ist
dies nicht immer Möglich.

Terrestrische Navigation
Terrestrische Navigation nennt man die Standortbestimmung auf See mit Hilfe von
terrestrischen Standlinien, die in eine Seekarte eingezeichnet werden. Die berechnete Position
wird in der Seekarte als beobachteter Ort inklusive Bordzeit eingetragen. Nach den gleichen
Prinzipien funktioniert auch die Navigation mit Kompass und Karte im Gelände

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Elektronische Navigation
(Radar , Funk, Sattelitennavigation)

Mit Radar können Objekte bei schlechten Sichtverhältnissen erkannt und gepeilt werden.
Das Prinzip beruht auf Senden und Empfangen von Mikrowellen-Impulsen. Ein
Sender erzeugt periodisch Mikorwellen-Impulse, deren Reflektion von einem Empfänger
ausgewertet wird. Stromleitende Objekte wie Schiffe oder nasse Gegenstände reflektieren diese
Strahlen. Anhand der Laufzeit ermittelt das Radar-System die Entfernung des jeweiligen
Objektes.

Bei der Funknavigation erfolgt die Positionsbestimmung über Radiowellen. Die Signale werden
von speziellen Sendestationen ausgestrahlt. Ein Empfänger kann mit Hilfe der Radiowellen seine
Position bestimmen.

Man unterscheidet zwischen Peilverfahren und Hyperbelverfahren.
Bei den Peilverfahren wird die Richtung eines Signals bestimmt. Dabei wird entweder das
Signal vom Sender gerichtet abgestrahlt oder der Empfänger kann mittels einer geeigneten
Antenne die Herkunftsrichtung bestimmen. Ist die Richtung zweier Sendestationen bekannt, so
kann man daraus eine Position berechnen. Man spricht dabei von Kreuzpeilung.
(siehe Abbildung 2).

Abbildung 2, Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Funknavigation

Bei den Hyperbelverfahren werden die Radiowellen von mindestens drei Sendestationen
zeitgleich gesendet. Der Empfänger empfängt die Signale zeitlich versetzt und kann aus den
unterschiedlichen Signallaufzeiten seine Position relativ zu den Sendestationen bestimmen. Da
die Position des Senders bekannt ist lässt sich daraus die geographische Position ableiten.
Bei Hyperbelverfahren wird also ähnlich wie bei GPS die Position nicht durch Richtungs-
sondern durch Entfernungsbestimmung von einem Empfänger zu mehreren
positionsbekannten Sendern bestimmt.

Da sich aus den Signalen von nur zwei Sendestationen mehrere Möglichkeiten für die errechnete
Position ergeben, die auf einer Hyperbel liegen, benötigt man mindestens drei Stationen. Wir
werden im weitern Verlauf der Ausarbeitung die Parallelen zu GPS erkennen. Auch bei GPS
benötigt man mindesten 3 Satelliten um eine exakte Position zu bestimmen.

Die bekanntesten Hyperbelnavigationssysteme sind LORAN C und Decca

LORAN ist die Abkürzung für LONG RANGE NAVIGATION-SYSTEM.
Es wird vorwiegend zur Navigation in der Seefahrt und Luftfahrt verwendet. Das LORAN-C
Signal wird auf einer Frequenz von 100kHz ausgestrahlt, wobei eine Signalstärke von über
1000Km erreicht wird. Das System besteht aus Sendestationen die zu Ketten

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sogenannten(chains) gruppiert werden. Eine Kette besteht aus einer Master-Station und zwei
bis fünf weiteren Stationen die einige hundert Kilometer entfernt stehen.
Europa betreibt ein eigenes LORAN-C System (NELS), da die Weiterentwicklung im
europäischen Raum von Seiten des US-Militärs nicht fortgesetzt wurde.

Der Nachteil an diesem Navigationsverfahren ist die Abhängigkeit von den Sendestationen.
Einen Positionsbestimmung ist nur an Orten die über Sendeketen verfügen möglich.
Da Deutschland genau am Rande von zwei LORAN-Ketten, der Norwegischen
und der Französischen Kette liegt, konnten LORAN-Empfänger in Deutschland
(über Land) bislang nicht eingesetzt werden.

LORAN hat weltweit einen hohen Stellenwert für die Navigation und vor allem in
den USA eine große Bedeutung für die Luftfahrt erlangt
Ein Vorteil an LORAN-Systemen (verglichen mit GPS) ist die verteilte Kontrolle über das System.
Die Verantwortung für Aufbau und Betrieb von LORAN-Senderketten, ist auf die einzelnen
verschiedenen nationalen Betreiber aufgeteilt ist.
Das europäische NELS System wird unteranderem genutzt, um differenzielle Korrekturwerte
zum GPS-Signal auszustrahlen. Dadurch wird die Genauigkeit des GPS-Signals gesteigert.
Das verbessert GPS-Signal wird auch D-GPS(differenzial GPS) genannt, und findet vorwiegen in
der Schifffahrt, oder bei grossflächigen Vermessungen in der Geodäsie Verwendung.
Die einzige LORAN-C Sendestelle in Deutschland ist der LORAN C Sender Rantum auf der Insel
Sylt.(siehe Abbildung 3)

Abbildung 3, Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/LORAN

Satteliten Navigationssysteme sind die modernsten Navigationssysteme unserer Zeit. Sie
haben im Gegensatz zu den anderen vorgestellten System einige Vorteile.
Sie sind 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche einsetzbar und haben eine hohe Genauigkeit.
Die Positionsbestimmung und Navigation erfolgt durch den Empfang von Satellitensignalen und
Signalen von Pseudoliten. Das erste Satellitennavigationssystem und somit der Vorläufer von
GPS, wurde 1958 von der US-Marine zunächst unter der Bezeichnung Navy Navigation Satelliten
System (NNSS) entwickelt. Später wurde es in Transit umbenannt. Transit wurde wie GPS
anfangs für rein militärische Zwecke eingesetzt. Hauptaufgabe war die Ziehlführung balistischer
Raketen auf U-Booten und Flugzeugträgern.
Die Genauigkeit lag je nach Empfangssystem zwischen 500 und 15 Metern. In der Endphase des
Betriebs bestand die Konstellation aus sechs Satelliten, drei in Funktion, und drei
Reservesatelliten. Transit wurde 1996 von GPS abgelöst, und ist seit dem außer Betrieb.

Neben dem globalen Satelliten System (GPS) der USA gibt es noch zwei weiter äquivalent
Systeme. GLONASS und GALLILEO auf die ich kurz eingehen werde.

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GLONASS

GLONASS ist in Aufbau und Funktionsweise sehr ähnlich wie das US-amerikanische NVSTAR-
GPS. Betrieben wird das System von dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation.
Die parallele Entwicklung der beiden Systeme während des kalten Krieges war aus
militärstrategischen Gründen unabdingbar. Die Satelliten der GLONASS-Konstellation tragen
den Namen Uragan(Hurrikan). Die Entwicklung des Systems begann 1972. Die ersten drei
Satelliten starteten am 12. Oktober 1982. Das System wurde am 24.September 1993 offiziell als
funktionsfähig erklärt. Die volle Ausbaustufe wurde 1996 erreich und besteht aus 21 Standard
und drei Reservesatelliten. Wie GPS benötigt auch GLONASS für einen reibungslosen Betrieb 24
Satelliten. Damit ist gewährleistet, dass zu jeder Zeit mindestens drei Satelliten an einem Ort
sichtbar sind. Dies ist wie wir später sehen werden essentiell wichtig um eine exakte Position zu
bestimmen. Am 12. September 2008 ordnete der Ministerpräsident von Russland, Wladimir
Putin den Ausbau von GLONASS für 67 Milliarden Rubel (1,8 Milliarden Euro) an. Im Jahr 2012
sollen alle für den weltweiten Regelbetrieb notwendigen Satelliten einsatzbereit und im Orbit
sein. Die Signale der GLONASS-Satelliten sind seit dem Zusammenbruch der UdSSR für zivile
Zweck frei verfügbar. Sie liefern (ohne künstliche Signal-Verschlechterung) zumindest
theoretisch für Europa exaktere Ergebnisse zur Positionsbestimmung.

GALILEO

GALILEO ist das europäische Satelliten Navigationssystem. Entwickelt wird es von der
Europäischen Union (EU) in Zusammenarbeit mit der ESA(European Space Agency) . Das
Funktionsprinzip ist das gleiche wie bei GLONASS und GPS. Das System wird sogar mit der im
Aufbau befindlichen weiterentwickelten Version von GPS kompatibel sein. GALILEO wurde für
rein zivile Zwecke entwickelt und unterliegt somit nicht wie GPS und GLONASS einer nationalen
militärischen Kontrolle. Das System wird aus einer Konstellation von 30 Satelliten, angeordnet
auf drei kreisförmigen Umlaufbahnen in einer Höhe von 23.616 km, bestehen. Der Hauptgrund
für die Entwicklung von Galileo war der Wunsch ein eigenes von der USA unabhängiges
Satellitensystem zu betreiben. Daneben soll es eine bessere Ortungsgenauigkeit gewährleisten.
Darüberhinaus wird das System mehrere zivile Dienste anbieten. Geplant ist ein Allgemeiner
Dienst (Open Service, OS), der kostenlos über die frei zugänglichen Signale zur Verfügung steht.
Die Position und Zeitgenauigkeit wird ähnlich wie bei GPS und GLONASS sein. Erwartungswert
ist eine Genauigkeit von 4 Metern. Ein weiterer geplanter Dienst ist der Sicherheits-
Dienst(Safety-of-Life Service, SoL). Dieser Dienst ist für den Flugverkehr und weitere
überlebenswichtige Aufgaben gedacht. Im Gegensatz zu dem öffentlichen Dienst sollen
Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden falls ein Satellit ausfällt, und somit Einschränkungen
in der Positionsbestimmung auftreten. Es ist geplant für diesen Service die Verfügbarkeit zu
garantieren. Zusätzlich soll es einen Kommerziellen Dienst (Commercial Service, CS) geben, der
zwei weiter Signale (für einen besseren Datendurchsatz, und höhere Genauigkeit) zur Verfügung
stellt. Die Signale werden verschlüsselt und gegen eine Gebühr frei erhältlich sein. Geplant ist
eine Genauigkeit von 10cm. Im Januar 2003 kamen die Leitung der ESA und Roskosmos
(russische Raumfahrtbehörde) überein, die GLONASS-Satelliten zum Testen von Hardware für
das zukünftige Galileo System der EU zu nutzen. Das System wird voraussichtlich 2013 die letzte
Ausbaustufe erreicht haben, und vollständig in Betrieb genommen werden.

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Historie
In den 60er Jahren wurde von der US-Marin ein zweidimensional arbeitendes Ortungssystem
namens Transit entwickelt. Das System wurde für militärische Zweck entwickelt, und kam
unteranderem im Vietnamkrieg zum Einsatz. Aus den dort gewonnen Kenntnissen und dem
Einsatz neuer Langstreckenraketen, wurde klar, das ein zweidimensionales Navigationssystem
den Anforderungen des Militärs nicht genügte. Das US-Verteidigungsministerium fasste daher
1973 den Beschluss die bereits verbesserten Projekte TIMATION der US-Marine und SYSTEM
621 der Luftwaffe zusammen zuführen und daraus das Navigation Satellite Time And Ranging
Global Positioning System (NAVSTAR-GPS) zu entwickeln.
1977 wurde das System erstmals getestet. Für den Systemtest kamen sogenannte Pseudolites
(Pseudosatelliten) zum Einsatz. Die Pseudoliten senden die gleichen Signale wie die Satelliten im
Weltall, und konnten so die Funktionsweise des Systems ohne teure Verluste testen.
1995 erreichte das System volle Betriebsbereitschaft (Full Operational Capability, FOC)
Der Aufbau des NAVSTAR Systems wurde in drei Phasen eingeteilt.

  Phase 1: 1974 – 1979 Überprüfungsphase

  Phase 2: 1979 – 1985 Entwicklungsphase

  Phase 3: 1985 – 1995 Ausbauphase

Anfangs sollte das System bereits 1990 voll ausgebaut sein. Die Explosion der Raumfähre
Challenger sowie finanzielle Probleme verzögerten das Vorhaben. Die Entwicklungskosten
betrugen bis zur Fertigstellung rund 20 Mrd.US Dollar.

Da das Global Positioning System ursprünglich ausschließlich für militärische Zwecke entwickelt
wurde, hat das Militär anfangs eine künstliche Verfälschung des Signals (Selective Availability,
SA) für den zivilen Bereich eingeführt. Wie wir später noch sehen werden senden sie GPS-
Satelliten auf unterschiedlichen Frequenzen. Die Signalverfälschung wurde durch eine Störung
der Uhrzeit im Satelliten bei der Übertragung des zivilen L1 Signals realisiert. Dies führt zu
Schwankungen um ca. 50 Meter während weniger Minuten. Zusätzliche wurden die
Ephemeridendaten ungenauer übertragen, wodurch die übermittelte Satellitenposition nicht mit
der tatsächlichen Position übereinstimmt. Bei eingeschalteten SA kann die Positionsangabe bei
zivilen Empfängern von 50 bis zu 150 Metern abweichen. Das Signal wurde laut USA aus
Sicherheitsmaßnahme gegen Missbrauch von der zivilen Bevölkerung eingeführt. Terroristen
sollte es unmöglich gemacht werden, strategisch wichtige Ziele mittels Fernlenkwaffen genau zu
treffen.
Seit dem 2. Mai 2000 wurde die Signalverfälschung durch Verfügung des Präsindenten (Bill
Clinton) für den normalen Betrieb weitgehend abgeschaltet.

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GPS Systemaufbau
Das GPS-System vollständig NAVSTAR, ist das globale Satelliten System der USA. Es besteht aus
24 Satelliten (21 werden benötigt, 3 sind aktiver Ersatz). Dadurch wird sichergestellt, dass zu
jeder Zeit an jedem Punkt der Erde mindestens vier Satelliten in Sicht sind. Vier Satelliten
müssen zugleich zu empfangen sein, damit der Empfänger seine Position im Raum (x, y, z) und
die Abweichung seiner Uhr von der GPS-Systemzeit ermitteln kann.
Die Satelliten haben eine Lebensdauer von geschätzten 12 Jahren. Um nach Ablauf der
Einsatzzeit eines Satelliten bereits einen aktiven Reservesatelliten im System bereit zustellen,
befinden sich heute meistens 30 aktive Satelliten in der Umlaufbahn. Die Satelliten umkreisen
die Erde auf sechs Orbitalbahnen in einer Höhe von 20.200 Kilometern mit einer
Geschwindigkeit von rund 11.200 km/h. Die Satelliten senden digital verschlüsselte Daten, mit
der genauen Position des Satelliten und einer Zeitangabe, zum GPS-Empfänger.
Aus der Differenz der Zeitangabe vom Senden des Signals bis zum Empfang (also aus der
Laufzeit), berechnet der GPS-Empfänger seine genaue Entfernung zum Satelliten. Kennt der
Empfänger die Entfernung zu drei Satteliten, kann er seine Position exakt bestimmen. (mehr
dazu im Kapitel Positionsbestimmung)

Das GPS System ist in drei grundlegende Segmente unterteilen.

  Weltraumsegment (Satelliten)

  Kontrollsegment (Kontrollstationen)

  Benutzersegment (GPS-Empfänger)

Weltraumsegment
Momentan umkreisen ca. 30 GPS-Satelliten in 6 Bahnebenen die Erde. Die Bahnebenen sind um
55° gegen die Rotationsachse der Erde geneigt und gegeneinander um 60° gedreht. Die
Umlaufzeit beträgt 12 Stunden bei einer Geschwindigkeit von 4 km/s. Die Satellitenkonstellation
über einem Punkt der Erde wiederholt sich alle 24 Stunden. Durch diese Konstellation ist
sichergestellt, dass an jedem Punkt der Erde zu jeder Zeit mindestens vier Satelliten sichtbar
sind.
Der erste dieser Satelliten wurde bereits 1978 in seine Umlaufbahn gebracht. Mittlerweile gibt
es fünf verschieden Typen (Block I, Block II, Block IIA, Block IIR und Block IIF) die im Laufe der
Jahre immer weiter entwickelt wurden.

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Abbildung 5, Quelle: http://www.kowoma.de/gps/Satelliten.htm
Die Abbildung 5 zeigt einen der ersten Satelliten der Block 1 Baureihe. Im Zeitraum zwischen
1978 und 1985 wurden insgesamt 11 Block 1 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Die
geplante Überlebensdauer wurde auf 4,5 Jahre geschätzt. Einige Satelliten dieser Generation
überlebten ihr geplantes Alter deutlich um weiter 5 Jahre. Heute ist keiner dieser Satelliten
mehr in Betrieb. In diesem Modell, das ursprünglich zu Testzwecken entwickelt wurde, kamen
noch keine Atomuhren zum Einsatz.

Abbildung 6, Quelle: http://www.kowoma.de/gps/Satelliten.htm

Die Abbildung 6 zeigt den aktuellsten Typ des GPS-Systems Im September 2005 wurde der erste
Satellit dieser Generation (Block 2R) gestartet. Dieser Satellit unterstützt als erster eine zweite
Frequenz für die zivile Nutzung (L2C) und ein neues militärisches Signal (L1M, L2M). Ein Block
2R Satellit wiegt 2 Tonnen und kostet 75 Millionen Dollar.

Für die Stromversorgung kommt bei allen Satelliten die gleiche Technik zum Einsatz. Die
Satelliten werden über Solarpanels mit Strom versorgt, als Reserveantrieb, wenn sich die
Satelliten im Erdschatten befinden, übernehmen Nickel-Cadmium-Zellen die Stromversorgung.
Ein Antriebssystem ermöglicht Lagestabilisierung und Änderung der Bahnposition.

Abbildung 7, Quelle http://www.kowoma.de/gps/Satelliten.htm

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Alle Satelliten ab Generation Block 2 sind mindestens mit zwei Rubidium und zwei Cäsium
Atomuhren mit einer Uhrenstabilität von mindestens 10 - 13 Sekunden ausgestattet. Es wurde
beim Bau der Satelliten darauf geachtet, dass alle wichtigen Bestandteile mehrfach vorhanden
sind, um bei Ausfall einer Komponente die Funktion von einen Reservesystem zu übernehmen.
Die extreme Genauigkeit von Atomuhren ist wie wir später noch sehen werden absolut wichtig
für das Funktionieren des Systems. Abbildung 7 zeigt eine Cäsium Atomuhr.

Das Kontrollsegment(Kontrollstation)
Das Kontrollsegment dient der Überwachung der Satelliten. Es besteht aus einer Master Controll
Station sowie 9 weitern Monitorstationen, die um den Äquator verteilt sind. Die Stationen
wurden so verteil, dass die Signale aller Satelliten mindestens einmal am Tag gleichzeitig an
allen Kontrollstationen gemessen werden können. Die Monitorstationen sind einfache GPS
Empfänger, die von allen sich in Sicht befindenden Satelliten die Daten sammeln und an die
Hauptkontrollstation zur Weiterverarbeitung senden.
 Die Hauptkontrollstation befindet sich auf der Schriever Air Force Base in Colorado Springs,
USA. Dort erfolgt die Auswertung der gesamten Daten der Monitorstationen und zwar 24
Stunden am Tag. Hier werden mögliche Fehlfunktionen und Uhrenfehler ausgewertet.
Mindesten einmal am Tag werden die gesammelten Daten zusammen mit weitern
Justierungskommandos über spezielle Sendeantennen an die Satelliten zurückgesendet. Die
Satelliten sind dadurch in der Lage ihre Bahndaten zu korrigieren.
Abbildung 8 zeigt die globale Verteilung der Master und Monitor Stationen.

Abbildung 8, Quelle: http://www.kowoma.de/gps/Bodenstationen.htm

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Benutzersegment
Das Benutzersegement umfasste alle GPS-Satellitenempfänger. Da GPS das zurzeit ausgereifteste
System ist, sind Empfänger andere Navigationssysteme fast immer Multisysteme, die auch den
Empfang von GPS-Signalen unterstützen. Wer sich heute einen GPS-Empfänger kaufen will, hat
es daher nicht leicht eine Entscheidung zu treffen. Die Palette reicht vom einfachen Chipset
(Abbildung 8) bis hin zu komplexen Präzisionsgeräten(Abbildung 9)

Abbildung 9, Quelle: www.pclaunches.com

Abbildung 10, Quelle. de.wikipedia.org/wiki/GPS-Empfänge

Alle heute angebotenen Geräte haben mindestens 12 Kanäle, d.h. sie können die Daten von bis zu
12 Satelliten gleichzeitig verarbeiten und auswerten. Ältere Geräte mussten die Auswertung
teilweise nacheinander durchführen, wodurch die wesentlich langsamer und ungenauer waren,
sowie empfindlicher auf Störungen reagiert haben. Geräte für den professionellen Einsatz
(Vermessung, Militär) sind typischerweise etwas größer und aus verschiedenen Gründen
wesentlich genauer.

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Satellitensignal

Der Weg des Signals
Das Signal das vom einem GPS-Satelliten gesendet wird, breitet sich im Vakuum mit
Lichtgeschwindigkeit(c) aus. Der Zahlenwert der Lichtgeschwindigkeit wurde 1984 für die GPS-
Satellite navigation/-ortung auf den Zahlenwert c = 2,99792458 * 10^8 m/s festgelegt.
Die Genauigkeitsangabe mit acht Dezimalstellen ist nötig, da bei GPS Entfernungsdifferenzen
und die daraus resultierenden Laufzeitunterschiede in vergleichbarer Dimension gemessen
werden. Für eine perfekte Signallaufzeitmessung, wäre eine Messung im Vakuum nötig. Den nur
im luftleeren Raum, breitet sich das Signal ungestört, ohne Verzögerung aus. In der Realität
muss das Signal mehrere Erdatmosphären durchdringen. Die Troposphäre( in 0-60 Kilometer
Höhe) und die Ionosphäre (80-1000Kilometern Höhe)

Abbildung 11, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ionosphäre

Während sich das Signal im Vakuum ungestört ausbreiten kann, wird es in der Atmosphäre
gestört. Dies geschieht z.B. durch atmosphärische Brechungen ( Refraktion ) in den oben
beschriebenen Schichten. Abbildung 10 deutet die Ionosphäre an.

Der Aufbau des Signals
Im Wesentlichen sendet der Satellit ein Nachricht mit seinem Namen, Position und den genauen
Zeitpunkt(mit Hilfe der im Satelliten eingebauten Atomuhr). Die Nachrichten der Satelliten
werden auf zwei Trägerfrequenzen ( L1 und L2 ) im GHz-Bereich, dem sogenannten L-Band, in
digitaler Form übertragen. Die neueren Satelliten der Baureihe Block 2R/2F haben die
Möglichkeit einer weiteren Frequenz L5, für zivile Anwendungen zu nutzen. Die Wahl des L-
Bande Dies ist eine scheinbar zufällige Folge von Bits, die keine Information im eigentlichen Sinn
enthalten (ausschlaggebend ist immer der Beginn einer Codesequenz). s war keinesfalls Zufällig.
Das L-Band deckt den Bereich zwischen 1000 - 2000 MHz ab. Die Frequenz des GPS Signal
wurde bewusst unter 2 GHz gewählt, da für den Empfang einer Frequenz über 2GHz eine
Richtantenne erforderlich wäre. Bei Frequenzen unter 1000 MHz ist die Ionosphärische
Verzögerung (siehe oben) enorm hoch. Ein weiteres Kriterium für die Wahl der Frequenz ist
benötigte große Bandbreite für die Code-Modulierung auf die Trägerfrequenz. Der PRN-Code

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den jeder Satellit zur Identifizierung aussendet, benötigt diese große Bandbreite. Auf die
Trägerfrequenz werden drei unterschiedliche Binärcodes moduliert, zum einen der
C/A-Code( coarse/acquisition, ”Grobcode” ), der alle Millisekunden wiederholt wird, sowie der
P-Code ( precision, der Präzisionscode ), der alle 266 Tage wiederholt wird, um die
Entschlüsselung durch unerwünschte Benutzer zu verhindern. Der C/A-Code wird nur auf den
Träger L1 und der P-Code wird auf beide Träger aufmoduliert. Der C/A – Code wird nur von
zivilen Empfängern genutzt, während der P-Code ausschließlich dem Militär und anderen
vertrauenswürdigen Benutzern vorbehalten bleibt. Die höhere Frequenz des P-Codes ist Ursache
für die genauere Positionsbestimmung im militärischen Bereich. Um zu geheimen P-Code zu
schützen, wird im sogenannten anti spoofing mode (A/S) der P-Code mittels eines geheimen W-
Codes zum Y-Code verschlüsselt. Der dritte Binärecode enthält die eigentlichen Informationen
und wird oft als Navigationsnachricht (navigation Message) bezeichnet. Die mit der
Navigationsnachricht übertragenen Daten die Almanach-(Jahrbuch) und Ephemeriden-
(flüchtigen) Daten, enthalten Informationen über die Satelliten und deren Umlaufzeiten, sowie
Angaben über den Einfluss des Mondes und der Ionosphäre. Mit Hilfe dieser Daten, werden die
Uhren im Empfänger und Satelliten synchronisiert. Das vollständige Datensignal besteht aus
37500 bit und es dauert demnach bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 bit/s ganze
12,5 Minuten bis es vollständig übertragen ist. Diese Zeit benötigt ein GPS-Empfänger bis zur
ersten Positionsbestimmung wenn er noch keine Daten über die Satelliten gespeichert hat, oder
diese veraltet sind. Das Datensignal ist in 25 Blöcke (frames) unterteilt, die jeweils 1500 bit lang
sind und 30 Sekunden zur Übertragung brauchen. Abbildung 12 zeigt den Aufbau des
Datensignals.

Abbildung 12, Quelle: http://ivvgeo.uni-muenster.de/Vorlesung/GPS_Script/grundlagen_signale.html

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Positionsbestimmung
Das Prinzip von GPS basiert auf Laufzeitmessung. Gemessen wird die Signallaufzeit vom Sender
(Satelliten im All) zum Empfänger (GPS-Endgerät). Die zeitliche Differenz der Signale
multipliziert mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit (wir wissen GPS-Signale breiten sich mit
Lichtgeschwindigkeit aus) ergibt die Entfernung zum Satelliten. Kann man die Entfernung zu
drei verschiedenen Satelliten berechnen ist es mithilfe der Trilateration möglich eine exakte
Position im zweidimensionalen Raum zu bestimmen.

Laufzeitmessung der Signale

Jeder Satellit sendet einen eindeutigen PRN-Code aus. Der Empfänger identifiziert einen
Satelliten über die im Code enthaltene PRN-Nummer und erzeugt den gleichen PRN-Code.

Die daraus resultierenden identischen Signale sind durch den Zeitunterschied des
Sendezeitpunkts leicht verschoben. Mit Hilfe der Autokorrelation werden die Signale zur
Deckung gebracht. Die Zeit die für die Deckung der Signale benötigt wurde kann jetzt zur
Entfernung des Satelliten umgerechnet. In Abbildung 12 ist der Vorgang nochmals Grafisch
erklärt.

                      2 identische Signale: Satellit Empfänger

                    Werden mittels Autokorrelation zur Deckung gebracht

                                                                         verschobenes Signal

                                        Autokorrelation

                                                                           gedecktes Signal

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Bei der oben vorgestellten Autokorrelation, haben wir noch keine Positionsbestimmung,
sondern nur eine Entfernungsbestimmung. Mit mehreren Entfernungsbestimmungen lässt sich
jedoch eine Positionsbestimmung durchführen. Ein Problem bei der Positionsbestimmung ist die
Uhrensynchronisation. Satelliten haben Atomuhren mit einer Abweichung von 10-15
Abweichung von 1Sekunde in 20 Millionen Jahren. Die Satelliten Empfänger verwenden
handelsübliche Quarz Uhren. Wenn die Uhr im Empfänger nur um 1/100 Sekunde unsynchron
läuft, was bei Quarzuhren mit Sicherheit zutrifft, kann unsere Entfernungsmessung schon um
3000Km falsch sein

Um zu erklären, wie viel Satelliten zur Positionsbestimmung benötigt werden, nehmen wir in
einem ersten Schritt zunächst an, dass nicht nur die GPS-Satelliten sondern auch die GPS-
Empfänger mit einer Atomuhr ausgestattet sind. Hierdurch können Zeitfehler bei der
Signallaufzeitmessung durch die Verwendung hochpräziser Atomuhren zunächst
vernachlässigen.

Abbildung 13, Quelle http://www.theoxymoron.worldpress.com

In der Abbildung 13 benötigt das Signal des ersten Satelliten 4 Sekunden bis es beim Empfänger
eintrifft. Der Wert ist unrealistisch Hoch. Tatsächlich ist die Laufzeit der Signale vom Satelliten
zur Erdoberfläche bei einer Lichtgeschwindigkeit von 299 792 458,0 m/s etwa 0,07 Sekunden,
das Prinzip bleib jedoch das gleiche. Mit dieser Information allein weiß man, dass unsere
Position irgendwo auf einem Kreis mit der "Entfernung" 4 Sekunden um den ersten Satelliten
sein muss. Wenn wie jetzt wie in der Abbildung gezeigt einen zweiten Satelliten zur Messung
hinzu nehmen, bleiben zwei Schnittpunkte der Kreise als mögliche Positionen. Da wir wissen,
dass wir uns irgendwo auf der Erde befinden, bleibt als realistische Position, nur der
Schnittpunkt unterhalb der Satelliten als möglicher Aufenthaltsort.

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Da die Uhren wie oben bereits angedeutet im Empfänger nicht mit den Atomuhren der Satelliten
übereinstimmen, kommt es zu Fehlern in der Signallaufzeitmessung. Angenommen die Uhr im
Empfänger geht eine halbe Sekunde vor. Die entstandene Vorlaufzeit wird auf die Tatsächliche
Signallaufzeit aufaddiert, und wir erhalten das Bild das in Abbildung 14 gezeigt wird.

Abbildung 14, Quelle http://www.theoxymoron.worldpress.com

Ein Uhrenfehler von 1/100 Sekunde, macht in der GPS-Navigation eine Fehlbestimmung der
Position um ca. 3000 km aus. Um eine Positionsbestimmung auf 10 Meter genau zu erreichen
muss die Laufzeit bis auf 0,00000003 Sekunden genau sein. Da keine Atomuhren in GPS-
Empfängern zu finden sind, muss das Problem auf andere Weise gelöst werden.

Angenommen wir ziehen ein dritten Satelliten hinzu, und nehmen wieder an, dass die Uhren im
Empfänger perfekt laufen, erhalten wir das Bild aus Abbildung 15.

Abbildung 15, Quelle http://www.theoxymoron.worldpress.com

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Betrachtet man den gleichen Fall aber unter der Voraussetzung, dass die Empfänger-Uhr wieder
um eine halbe Sekunde vorgeht, so erhält man keinen eindeutigen Schnittpunkt mehr. Die
tatsächliche Position A liegt im Schwerpunkt des entstandenen Fehlerdreiecks der

Punkte B, C und D. Wie in Abbildung 16 zusehen ist. Durch rechenarbeit im Computer des
Empfängers (Lösung eines Gleichungssystems mit 4 Unbekannten pro Position) wird jetzt die
exakte Position bestimmt.

Abbildung 16, Quelle http://www.theoxymoron.worldpress.com

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Fehlerquellen

SA (Selective Availability)

Einer der Größten Faktoren für die Beeinträchtigung der Positionsbestimmung ist das Selective
Availability, SA. Es wurde eine künstliche Verfälschung der vom Satelliten übermittelten Uhrzeit
im L1-Signal eingeführt. SA machte GPS für Höhenbestimmungen praktisch unbrauchbar. Wie
oben bereits erwähnt, ist SA seit Mai 2000 ausgeschaltet. Abbildung 17 zeigt eine
Positionsbestimmung mit eingeschaltetem SA. Bei eigeschaltetem SA kann die Position maximal
auf 100 Meter genau bestimmt werden. Im Vergleich ist in Abbildung 18 die
Positionsbestimmung mit ausgeschaltet SA zu sehen.

Abbildung 17 Quelle, http://www.heise.de     Abbildung 18 Quelle, http://www.heise.de

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Satellitengeometrie
Die Satelliten Geometrie spielt bei der Positionsbestimmung auch eine wichtige Rolle. Wie in den
beiden Abbildungen 18 und 19 zusehen ist, vergrößert sich das oben genannte Stördreieck.
Der Computer im Empfänger muss deutlich weniger Rechenarbeit übernehmen, wenn die
Satteliten in einem günstigen Winkel zueinander stehen.
Gute GPS-Empfänger berücksichtigen einen geometrischen Faktor
„Geometric Dillution of Precision“ GDOP

Abbildung 18, Quelle www.allnav.com/wgps/gfx/p44_2.gif Abbildung 19, Quelle www.allnav.com/wgps/gfx/p44_1.gif

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Atmosphärischer Effekt
Ein anderer Genauigkeitsfehler wird durch verringerte Ausbreitungsgeschwindigkeit des
Satelliten Signals in den Schichten der Erdatmosphäre verursacht. Die Radiosignale breiten sich
im Weltall mit Lichtgeschwindigkeit aus. Treffen die Radiowellen auf eine der in Abbildung 20
gezeigten Schichten, verringert sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit. In der Ionosphäre wird
durch die ionisierende Wirkung der Sonne in einer Höhe von ca. 80 bis 400 km Elektronen und
positive Ionen in großer Zahl gebildet. Diese konzentrieren sich in vier leitenden Schichten
innerhalb der Ionosphäre (D-, E-, F1-, und F2- Schicht). Diese Schichten reflektieren bzw.
brechen die elektromagnetischen Wellen der Navigationssatelliten. Daraus folgt eine längere
Laufzeit der Satellitensignale..Diese Fehler werden größtenteils im Empfänger durch
entsprechende Berechnungen kompensiert.

                       Abblidung 20 Quelle, http://www.kowoma.de/gps/Fehlerquellen.htm

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Die Tabelle in Abbildung 21 zeigt eine Zusammenfassung der Möglichen Fehlerquellen und ihren
Auswirkungen

                                    Abbildung 21 Tabelle Fehlerauswirkung.

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Quellenangabe I

Bei der Präsentation über GPS sowie der dazu erstellten Ausarbeitung habe ich folgende
Textquellen genutzt.

Grundlagen der Satellitennavigation PDF Datei
u-blox AG Zürcherstrasse   68 8800 Thalwil Switzerland www.u-blox.com

Global Positioning System (GPS) PDF Datei Autor: K.O. Linn

GALILEO
http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_(Satellitennavigation)

Positonsbestimmung, Fehlerquellen
http://www.kowoma.de/gps/

Die Segmente von GPS
http://www.bibrand.de/GPS/gps3.htm

GLONASS
http://wapedia.mobi/de/GLONASS

Das Grundprinzip des GPS
http://www.landscaper.de/GPS_Navigation/GPS_Grundprinzip/gps_grundprinzip.html

Terrestrische Navigation
http://www.skipperguide.de/wiki/Terrestrische_Navigation

Elements of GPS
http://www.aero.org/education/primers/gps/elements.html

LORAN-C Hyperbelnavigationsverfahren
http://www.navtec.de/personen/acf/dd/dd_hyp.pdf

Geschichte von GPS
http://mca.bv.tu-berlin.de/~katrin/GPS.html

Signalverarbeitung
http://www2.uni-siegen.de/dept/fb10/verm/gpsgis/wpf0002/gpseinsatbereich.htm

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Quellenangabe II

Abbildungverzeichnis
Unterstützend zur Präsentation über GPS sowie zu der erstellten Ausarbeitung des Vortrags,
haben ich folgende Grafiken eingesetzt.

Abbildung 0, Satellit Deckblatt
www.weltderphysik.de/.../GPS_Satellit.jpg

Abbildung 1, Sextent
http://de.wikipedia.org/wiki/Sextant

Abbildung 2, Kreuzpeilung
http://de.wikipedia.org/wiki/Funknavigation

Abbildung 3, Rantum Sendestation
http://de.wikipedia.org/wiki/LORAN

Abbildung 6, 7, Block I/IIR Satellit
http://www.kowoma.de/gps/Satelliten.htm

Abbildung 7, Atomuhr
http://www.kowoma.de/gps/Satelliten.htm

Abbildung 8, Kontrollsegment
http://www.kowoma.de/gps/Bodenstationen.htm

Abbildung 8, Chipset Endgeräte
www.pclaunches.com

Abbildung 10, Präzisionsgerät
de.wikipedia.org/wiki/GPS-Empfänger

Abbildung 11, Ionosphäre
http://de.wikipedia.org/wiki/Ionosphäre

Abbildung 12, Navigationsnachricht
http://ivvgeo.uni-muenster.de/Vorlesung/GPS_Script/grundlagen_signale.html

Abbildung 13, 14, 15, 16, Positionsbestimmung
http://www.theoxymoron.worldpress.com

Abbildung 17, SA
http://www.heise.de

Abbildung 18, 19, Satellitengeometrie
www.allnav.com/wgps/gfx/p44_2.gif

Abbildung 20, Fehlerquellen
http://www.kowoma.de/gps/Fehlerquellen.htm

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