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i m Wi e n e r Ko n ze r t h a u s
JONAS KAUFMANN
JUAN DIEGO FLÓREZ
ANITA RACHVELISHVILI
SIMON KEENLYSIDE & MARINA REBEKA
THOMAS QUASTHOFF & FRIENDSEDITORIAL
Die Luft an der Spitze ist dünn. Das gilt ganz besonders für die Welt
der Oper, in der sich die großen internationalen Häuser um die
wenigen echten Superstars raufen müssen. Wenn in einer einzigen
Saison die zwei weltbesten Tenöre in Great Voices-Konzerten zu
erleben sind, darf man daher gerne von einer Sensation sprechen!
Noch dazu, wenn Juan Diego Flórez einen wichtigen Schritt
seiner künstlerischen Entwicklung gemeinsam mit seinem Wiener
Publikum geht und sich ganz und gar der Musik von Giuseppe
Verdi widmet. Was Jonas Kaufmann singen wird, muss derzeit
noch Geheimnis bleiben. Doch man kann sicher sein, dass auch das
Programm seiner neuen CD das Publikum im Wiener Konzerthaus
zum Rasen bringen wird. So viel tenoraler Strahlkraft setzt dann
Bariton Thomas Quasthoff in einem optionalen Zusatzkonzert seine
Jazz-Kompetenz entgegen – und feiert damit zugleich seinen 60er!
JONAS KAUFMANN
Ein Fest wird es auch, wenn die weltweit bejubelte Anita
JUAN DIEGO FLÓREZ Rachvelishvili erstmals ausgiebig in Wien mit den schönsten Arien
für Mezzosopran verführen kann. Große Opernmomente sind
ANITA RACHVELISHVILI genauso von Bariton Simon Keenlyside und Sopranistin Marina
Rebeka zu erwarten. Sie lassen Arien und Szenen aus italienischen
SIMON KEENLYSIDE & MARINA REBEKA Opern, von Belcanto bis Verismo, zum spannenden Hörabenteuer
werden. Ganz wie es sich für große Stimmen gehört!
THOMAS QUASTHOFF & FRIENDS
4 Konzerte im Abonnement
1 optionales ZusatzkonzertJONAS KAUFMANN
Montag 14. Oktober 2019
19.30 Uhr, Großer Saal
Rachel Willis-Sørensen Sopran
Jonas Kaufmann Tenor
Prague Philharmonia
Jochen Rieder Dirigent
Jonas Kaufmann ist ein Sänger, der keine künstlerische
Herausforderung scheut. Als Otello hat er vor Kurzem in einer der
schwierigsten Tenorpartien der Operngeschichte reüssiert. Als
Lohengrin strahlte er im Wagner-Mekka Bayreuth, in München
erwies er sich unter Kirill Petrenko als würdiger Gralskönig
Parsifal. Souverän trägt sein Walter von Stolzing den Sieg über
die Meistersinger davon. Als Florestan bejubelt er im „Fidelio“
die Gattenliebe und als Giordanos Andrea Chénier steigt er
stolz aufs Schafott. Doch dazwischen nimmt er sich für subtile
Momente zurück, beweist sich bei Schumann, Strauss, Wolf
oder Mahler als meisterhafter Liedinterpret. Auf der anderen,
leichteren und heiteren Seite beschwört er die Welt der Operette
oder genießt auf den Spuren eines Enrico Caruso das „dolce
vita“. In all dem kann man bei Jonas Kaufmann sicher sein, dass
man Außergewöhnliches erlebt. Mit dieser Gewissheit lässt man
sich auch gerne überraschen! Denn was Jonas Kaufmann an der
Seite der jungen, vielfach ausgezeichneten US-amerikanischen
Sopranistin Rachel Willis-Sørensen im Wiener Konzerthaus singt,
wird noch nicht verraten. Nur soviel: Es wird das Programm seiner
nächsten CD sein. So brennfrisch, dass es ein Geheimnis bleiben
muss!
»5JUAN DIEGO FLÓREZ
Donnerstag 14. November 2019
19.30 Uhr, Großer Saal
Juan Diego Flórez Tenor
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Jader Bignamini Dirigent
Viva Verdi & Co! Verdis Herzog von Mantua ist alles andere als
ein Frauenversteher. Aber er fasziniert. Nicht nur Rigolettos
einzige Tochter Gilda, die ihm bald ganz und gar verfallen ist.
Wenn Juan Diego Flórez diese Rolle singt, dann glaubt man
ohnehin nicht mehr an das Böse im Mann. So geschmeidig und
strahlend kommt seinem Herzog etwa die berühmte Canzone
„La donna è mobile“ über die Lippen. Da jubelte nicht nur das
Wiener Staatsopernpublikum. Längst strebt der Tenor, dessen
Stern heute hell wie kaum ein anderer unter den großen
Operntenören leuchtet, auch ins dramatischere Fach. Das hat er
zuletzt mit seinem Edgardo in der Neuproduktion von Donizettis
„Lucia di Lammermoor“ in Wien grandios vorgeführt. Auch an
der Met in New York feierte man Juan Diego Flórez mit Verdi,
als Alfredo in „La traviata“ an der Seite von Diana Damrau. Und
mit der Szene des Oronte aus „I Lombardi“ konnte er im Konzert
begeistern. Nur konsequent also, wenn er jetzt zu einem großen
Verdi-Fest ins Wiener Konzerthaus bittet. Dort wird Juan Diego
Flórez eindrucksvoll den Nachweis bringen, dass Giuseppe Verdi
der Operngeschichte einige der allerschönsten Tenorpartien
geschenkt hat! Und nicht nur das, Juan Diego Flórez wird
darüber hinaus auch noch seine Extraklasse mit Werken weiterer
Komponisten beweisen.
»7ANITA RACHVELISHVILI
Sonntag 19. Jänner 2020
19.30 Uhr, Großer Saal
Anita Rachvelishvili Mezzosopran
Münchner Symphoniker
Nikoloz Rachveli Dirigent
Man glaubt es kaum: Anita Rachvelishvili sang mit 25 zum ersten
Mal die Carmen, und das zur legendären Saisoneröffnung der
Scala in Mailand; an der Seite von Jonas Kaufmann, unter Daniel
Barenboim. Wovon viele als Höhepunkt ihres Bühnenlebens
träumen, stand am Beginn ihrer rasanten Karriere. Ein
wagemutiger Sprung ins kalte Wasser, vom Opernstudio direkt
auf die Bühne der Scala. Der Jubel für die Sängerin aus einer
musikalischen Familie aus Tiflis ist seither nicht mehr verstummt.
An der Met in New York nicht, in Paris, London, Rom, Mailand
oder Berlin nicht und auch nicht in Wien, wo sie bei ihrem Debüt
im April 2018 als furiose Amneris in Verdis „Aida“ von Publikum
und Kritik gefeiert wurde.
Neben Bizets Carmen glüht sie auch dunkel leidenschaftlich mit
ihrer Dalila von Camille Saint-Saëns, begeistert als chancenlos
liebende Eboli („Don Carlos“) genauso wie als rasende Azucena
aus dem „Trovatore“. Dazu gesellt sich die vor Liebe zerrissene
Charlotte in Massenets „Werther“ und die herzenstief verletzte
Santuzza aus Mascagnis „Cavalleria rusticana“. Ihr Great
Voices-Recital bietet die schönsten und aufregendsten Rollen
für einen jugendlichen, auch zu brennender Dramatik fähigen
Mezzosopran.
»9SIMON KEENLYSIDE &
MARINA REBEKA
Samstag 25. April 2020
19.30 Uhr, Großer Saal
Marina Rebeka Sopran
Simon Keenlyside Bariton
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Alexander Joel Dirigent
„Nur in der Musik macht das Leben Sinn, bekommt es eine
Logik.“ Das hat der britische Bariton Simon Keenlyside einmal
in einem Gespräch mit Wiens Staatsoperndirektor Dominique
Meyer verraten. Längst ist er zum Kammersänger der Staatsoper
ernannt worden. Dort, wo er in unterschiedlichsten Partien oft
und eindrucksvoll gezeigt hat, wie das zu verstehen ist, wenn ein
so grandioser Gestalter ganz in der Musik aufgeht. Zuletzt hat
er mit einer facettenreichen Charakterstudie des Ford in Verdis
„Falstaff“ auf dieser Bühne fasziniert, und auch nach seinem
letzten Liederabend im Wiener Konzerthaus wurde ihm große
Wahrhaftigkeit attestiert.
Diese Vielseitigkeit wird er an der Seite der lettischen Sopranistin
Marina Rebeka bei Ausschnitten aus Opern von Verdi, Bellini,
Rossini, Leoncavallo und Puccini beweisen. Der jungen
Ausnahmesängerin gelang 2009 bei den Salzburger Festspielen
in Rossinis „Moïse et Pharaon“ der internationale Durchbruch.
In Mailand und Paris berührte sie in Verdis „Traviata“, an der
Met in New York jubelte das Publikum auch ihrer Norma zu und
zuletzt hat sie mit ihrer ersten Nedda in Leoncavallos „Pagliacci“
in Wien restlos überzeugt. Ein Fest mit zwei großen, ganz
außergewöhnlichen Operngestaltern ist damit sicher!
» 11THOMAS QUASTHOFF
& FRIENDS
„EINE JAZZ-SESSION ZUM 60. GEBURTSTAG”
Sonntag 17. November 2019
19.30 Uhr, Großer Saal
Thomas Quasthoff Gesang, Moderation
Pe Werner Gesang, Nils Landgren Posaune
Frank Chastenier Klavier, Bruno Müller Gitarre
Dieter Ilg Kontrabass, Wolfgang Haffner Schlagzeug
Den Jazz hat Thomas Quasthoff schon geliebt, noch bevor er die
klassische Musik entdeckt hat. Letztere hat ihn zum Weltstar, zu
einem der größten Liedsänger aller Zeiten gemacht. Doch 2012
verabschiedete sich Thomas Quasthoff von der Klassik-Bühne.
Er legte eine Pause ein, nachdem sein Bruder Michael gestorben
war. Von Jugend an hatten die beiden Jazz gehört und gemeinsam
musiziert. Mit seinem Bruder hat Quasthoff „meine liebste und
OPTIONALES ZUSATZKONZERT
OPTIONALES ZUSATZKONZERT
größte Vertrauensperson verloren, im Künstlerischen wie im
Menschlichen“.
Doch der Jazz ist geblieben und wurde inzwischen zur Passion.
„Quasthoff meint es ernst“, und „er versteht die Seele des Jazz“,
bescheinigte ihm etwa „Die Presse“ im letzten Sommer. Zu seinem
60er schenkt er sich und seinem Publikum im Wiener Konzerthaus
eine große Jazz-Session. Er feiert gemeinsam mit seinen treuen
Partnern und Freunden, darunter Pianist Frank Chastenier,
Kontrabassist Dieter Ilg und Schlagzeuger Wolfgang Haffner, mit
denen beim Musizieren eine große Freiheit möglich wird: „Im
Grunde genommen habe ich mich selbst von einem Kunstsockel
heruntergeholt. Das schönste Kompliment ist für mich, wenn
ich höre: ‚Da singt nicht ein klassischer Sänger, der Jazz macht,
sondern ein Jazzsänger.‘“
» 13M eh
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