Interdisziplinärer Wettbewerb Architekten und Ingenieure

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Interdisziplinärer Wettbewerb Architekten und Ingenieure
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                           Interdisziplinärer Wettbewerb
                           Architekten und Ingenieure

                           Neubau Grundschule Oberlössnitz
                           mit Hort, Jugendtreff und Sporthalle
                           im Passivhaus- Standard
                           Augustusweg 58 - 62b, 01445 Radebeul

                           Auslober:
                           Grosse Kreisstadt Radebeul
                           vertreten durch den Oberbürgermeister
                           dieser vertreten durch den
                           Ersten Bürgermeister Dr.- Ing. Jörg Müller
                           (Geschäftsbereich Stadtentwicklung)
                           Pestalozzistrasse 8, 01445 Radebeul

                           Wettbewerbsbetreuung:
                           rau-architekten
                           Hospitalstrasse 12, 01097 Dresden

                           in Zusammenarbeit mit

                           Ingenieurbüro Hoffmann
                           Barbarastrasse 41, 01129 Dresden
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      Energie- und Haustechnik

Bürovorstellung

Kontakt                             Tätigkeitsfelder:

rau-architekten                     - Wohnungsbau
Hospitalstrasse 12, 01097 Dresden   - öffentliche Gebäude
Tel.: (0351) 836 0867               - Verfahrensbetreuung
Fax.: (0351) 836 0892
e-mail: info@rau-architekten.de
Internet: www.rau-architekten.de

Kontakt                             Tätigkeitsfelder:

Ingenieurbüro Hoffmann              -    Gebäudetechnik
Barbarastrasse 41, 01129 Dresden    -    Heizung/ Lüftung/ Klima/ Sanitär
Tel.: (0351) 8011 853               -    Sachverständiger
Fax.: (0351) 8011 855               -   Verfahrensbetreuung
e-mail: ibh@ibhoffmann.de
Internet: www.ibhoffmann.de
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Interdisziplinärer Wettbewerb Architekten und Ingenieure

Neubau Grundschule Oberlössnitz mit Hort, Jugendtreff und Sporthalle im Passivhaus-
Standard Augustusweg 58 – 62b, 01445 Radebeul
Nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahl-/ Losverfahren
nach RPW 2008 für 30 Teilnehmer

Auslober:                                 Grosse Kreisstadt Radebeul
Beratende, fördernde Mitwirkung durch:    Sächsische Energieagentur GmbH
Registriert bei                           Architektenkammer Sachsen
                                          unter Nr. 09/2009
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Ausgangslage

Die derzeitige Grundschule Oberlössnitz ist zu klein und baulich unzureichend, der
Schulbetrieb kann nur mit einem Ergänzungsprovisorium aufrecht erhalten werden.

Die Grundschule Oberlössnitz soll zukünftig auf dem nahe gelegenen Grundstück
Augustusweg 58 untergebracht werden. Dort befinden sich derzeit ein 1972 errichteter
Typenschulbau „Typ Dresden“, eine Sporthalle, ein Hortgebäude und Freisportflächen.

Das bestehende Schulgebäude „Typ Dresden“ weißt eine Vielzahl funktionaler Mängel und
ungünstige Voraussetzungen für einen energetisch wirtschaftlichen Betrieb auf.

Das Ergebnis einer durch die Stadt Radebeul beauftragten Studie (Architektengemeinschaft
Zimmermann) ermittelt wesentliche Vorteile bei Errichtung eines Neubaus gegenüber der
Ertüchtigung des bestehenden Gebäudes. Bei Errichtung im Passivhaus- Standard werden
durch Ausnutzung von Förderprogrammen und langfristige Einsparungen wesentliche
Vorteile im Unterhalt des Gebäudes bei geringfügig höheren Investitionskosten ermittelt.

Stadtrat beschliesst die Durchführung eines Wettbewerbs für den Neubau einer 3- zügigen
Grundschule mit Hort, Sporthalle, Jugendtreff und Freisportflächen im Passivhaus-
Standard.
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Analyse Wettbewerbsgrundstück

- Umgebung

- Topographie

- Baurechtszustände

- Bebauung/ vorh. Gebäudesubstanz

- Baumbestand

- Geschichte des Grundstücks
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                           Wettbewerbsgrundstück
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                           Grundstück
                           Augustusweg 58 – 62b:
                           43.827 m²

                           Gefälle: 20m bei 200m Nord-/
                           Südausdehnung

                           Umgebung
                           Kleinteilige Wohnbebauung
                           Süd/ Ost/ West

                           Übergang zum Steilhang:
                           Weinberg Nordwest / Wald
                           Nordost
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                           Vorhandene
                           Gebäudesubstanz

                           Schulgebäude „Typ
                           Dresden“ – wird
                           abgebrochen

                           Kinderheim „Wachsche
                           Villa“- wird erhalten
                           und weiter genutzt,
                           Erschliessbarkeit ist zu
                           sichern

                           Sporthalle mit Kleinspielfeld-
                           ist bis zur Fertigstellung des
                           Neubaus zu erhalten

                           Hortgebäude- ist bis zur
                           Fertigstellung des Neubaus
                           zu erhalten

                           Nebengebäude Jugendtreff,
                           historisches Wohnhaus ohne
                           Denkmalschutz - Abbruch
                           oder Erhalt freigestellt
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                           Freiflächen,
                           Baumbestand

                           Ursprüngliche gestaltet
                           Parkanlage durch
                           Überwachsung nicht mehr
                           ablesbar, Sichtachsen,
                           Treppen, Wege nur als
                           Fragmente erhalten

                           Erhaltenswerte Gehölze
                           nach Baumbestandsplan
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Geschichte des Grundstücks

Seit 1672 Belege für ein repräsentatives Berg-und Lusthaus an Stelle
der heutigen Villa Wach

Um 1790 Teil des grössten zusammenhängenden Weinbergsbesitzes
der Oberlössnitz.
Seit 1912 in Besitz der Familie Katharina und Felix Wach
Katharina Wach: Tochter Ernst von Mendelssohn- Bartholdys,
Seniorchef einer der grössten deutschen Privatbanken,
Felix Wach: Sächsischer Staatsbeamter und Geheimrat, Enkel des
Komponisten Felix Mendelsohn- Bartholdy

Ab 1913 Belege für eine gestaltete Parkanlage
1939 Enteignung der jüdischen Familie Wach
1943 Tod von Felix Wach, 1944 Deportation
der Familie

1940 Übergabe des Grundstücks an das Deutsche Rote Kreuz, Umbau
der Villa Wach als „Landesführerschule”

1945 – 1957 Nutzung durch die russische Armee, teilweise als
Gefängnis

Ab 1958 Nutzung der Villa als Hort und Schule, Bau der Sporthalle

1972 Errichtung des Schultypenbaus, Nutzung der als Kinderheim
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Planungsaufgabe

Städtebauliche Anforderungen/ Grundstückserschliessung

- Der Neubau soll sich angemessen in das städtebauliche Umfeld und
  den Landschaftsraum einfügen

- Für den durch Vernachlässigung und Zerstörung geprägten Freiraum soll ein
  Konzept für eine angemessene Weiterentwicklung der früher bedeutenden
  Gartenanlage entwickelt werden

- Integration erhaltenswerter Gehölze in eine landschaftsgestalterisches Konzept

- Barrierefreier Zugang zu allen Funktionsbereichen

- Nachweis der Erschliessung weiterer Gebäude (Kinderheim) und
  der Anbindung von Wegen

- Nachweis der Benutz- und Erschliessbarkeit von Sporthalle und Hortgebäude
  bis zur Fertigstellung des Neubaus

- Nachweis der Freiflächen, Freisportflächen, Stellplätze und Zufahrten
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Nutzungsspezifische/ funktionelle Anforderungen

- Nachweis der Programmfläche: 2.603 m²
- Raumprogramm gliedert sich in 4 Funktionsbereiche:      1.   Grundschule/ Ganztagesangebot
                                                          2.   Hort
                                                          3.   Sporthalle
                                                          4.   Jugendtreff
- Eindeutige räumliche Trennungen der
  Funktionsbereiche, um diese separat betreiben zu können

- Räumlicher Zusammenhang der Funktionsbereiche, um Doppelnutzung
  von Nebenbereichen und Verkehrsflächen zu ermöglichen

- Vorzugsweise ein gemeinsamer Baukörper für die Funktionsbereiche, um sparsamen Umgang mit
  Grund und Boden, energetisch günstigen Baukörper als Voraussetzung für einen wirtschaftlichen
  Betrieb zu erhalten

- Nachweis von Erweiterungsmöglichkeiten der Grundschule, um
  eventuellen Änderungen des Schulsystems gerecht zu werden

- Möglichkeiten der nachträglichen Umnutzung von Schul- und Horträumen

- Eignung für die Integration von Kindern mit Behinderung, barrierefrei

- Differenzierte Innen- und Freiraumbezüge aller Funktionsbereiche

- Optimiertes Erschliessungs- und Wegesystem Innen und Aussen
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Wirtschaftlichkeit, Kostenaufwand und
Realisierbarkeit

Nachweis einer wirtschaftlichen Konstruktion und energieeffizienten
Bauweise (angestrebter Passivhausstandard) mit geringen
Bewirtschaftungs- und Folgekosten bei gleichzeitiger maximaler
Ausnutzung aller Fördermöglichkeiten

Energetische optimiertes Flächen-/ Raumverhältnis

Realisierungskosten und Durchführbarkeit in Bauabschnitten

Erfüllung aller baurechtlichen Belange (insbesondere Brand-.
Wärme- und Schallschutz und Einhaltung der Schulbaurichtlinien)
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Ziele des Wettbewerbs

Auswahl von Lösungen für die komplexen Anforderungen aus

 -   Städtebau
 -   Funktionalität
 -   Nutzungsspezifische Anforderungen
 -   Erschliessung
 -   Wirtschaftlichkeit
 -   Energetischer Qualität
 -   Erfüllung baurechtlicher Belange

     vor allem aber
     Die Antwort auf den Ort
     und die Lösung der Wettbewerbsaufgabe:

  „Ein Haus für Kinder“
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Beurteilungskriterien

„Harte Faktoren“                            „Weiche Faktoren“
= objektiv quantifizierbare Grössen         = nicht bzw. nicht objektiv quantifizierbare
                                              Grösse

„Harte Faktoren“                               „Weiche Faktoren“

Erfüllung Raumprogramm                          Städtebauliche Qualität
Erfüllung baurechtlicher Anforderungen          Freiraumplanerische Qualität
Erfüllung Brandschutzanforderungen              Angemessenheit des Entwurfes
Nachweis der energetischen Qualität             Funktionalität/ Raumbeziehungen
Nachweis des Passivhausstandards                Gestaltung
Nachweis Kennwerte zur Wirtschaftlichkeit
Nachweis/ Vergleich optimierter Raum-/
Flächenverhältnisse
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               Je sicherer der prüfbare Nachweis der „harten Faktoren“ erfolgt,
             je grösser ist der Spielraum der Bewertung der „weichen Faktoren“

Ziel der Auslobung:

Nachweise der Wirtschaftlichkeit, des Passivhaus- Standards, des Raumprogramms durch
vorgegebene Strukturen „nahezulegen“ mit dem Ziel, dass diese durch die Mehrzahl aller
Teilnehmer erfüllt werden und die Beurteilung aufgrund der
städtebaulichen, funktionalen und gestalterischen Qualität erfolgen kann.
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                    Ziel des energetischen Teils der Auslobung

Erreichen Passivhausstandard

d.h. Heizenergieverbrauch  passivhaustaugliche Kubatur
                       => Berücksichtigung der eher kleinteiligen Bauweise der
                         Umgebung
                       => effizientes Konzept Tageslichtnutzung
                       => städtebauliche Einordnung in Hangsituation
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              Spannungsfeld von Aufwand zu Nachweissicherheit

Der Nachweis muss so sicher               Der Aufwand für die
      sein, dass aus dem                     Teilnehmer muss
     Wettbewerbsentwurf                   angemessen und für die
       wirtschaftlich ein                 Vorprüfung handhabbar
      Passivhaus errichtet                         sein.
         werden kann
                                         Für die Jury müssen die
                                          eingereichten Unterlagen
                                             nachvollziehbar und
                                            überschaubar bleiben
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           Wirtschaftlichkeitsnachweis für die passivhausbedingte
                      Mehrinvestitionen nach VDI 2067

laut Stadtratsbeschluss Bestandteil des Wettbewerbs
    => Hoher Aufwand: Baukostenermittlung für KG 300/ zusätzlich
              Kostenermittlung KG 300 + teilw. KG 400 für konventionelles Gebäude

           => im Rahmen des Wettbewerbs nicht umsetzbar

Wichtige Festlegungen und Entscheidungen eines Wettbewerbs sind im
   Rahmen der Auslobung oder vorheriger Untersuchungen zu treffen
   und dürfen nicht den Wettbewerb überfrachten

 Festlegung zur Planung im Passivhausstandard muss vor Wettbewerb
  getroffen werden

 ein konventionelles Gebäude kann nicht in ein Passivhaus umgeplant
  werden
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                             Wie erfolgt der Nachweis?

1. Nachweis Heizenergieverbrauch

2. Ermittlung der Energiekosten

3. Grafische, schematische Darstellung des Energiekonzeptes mit
   Angaben zu
   - Wärmeerzeugung
   - Warmwasserversorgung
   - Wärmeverteilung/ Beheizung
   - Lüftung
   - Sommerlichem Wärmeschutz
   - Erläuterung und Begründung

4. Kostenschätzung Gebäudetechnik
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                     Nachweis Heizenergieverbrauch

Passivhausprojektierungspaket und selbst das Vorprojektierungspaket
   wären zu aufwändig in Erstellung und Prüfung

Nutzung eines abgespeckten Vorprojektierungspaketes
   (4 statt 9 Tabellenblätter)
   - U-Werte der Bauteile werden zur besseren Vergleichbarkeit und einfacheren
   Nutzung fest vorgegeben
   - ENEV-Anlagenbewertung entfällt

Ergänzung um Tabellenblatt
   Primärenergie - CO2-Emissionen – Energiekosten

Die Kennwerte Primärenergie - CO2-Emissionen – Energiekosten werden
   damit zu weiteren Kriterien erhoben
   Hintergrund:
   1. Verschiedene Brennstoffe haben verschiedene Klimawirkungen
   2. Verschiedene Brennstoffe haben verschiedene Kosten (Gas, Holzpellets,
   Strom), die die Wirtschaftlichkeit beeinflussen
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                       1. Blatt: Kurzanleitung/ Ausfüllhilfe
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                           2. Blatt: Flächeneingabe
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                           3. Blatt: Fenster
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                           4. Blatt: Heizwärme
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       5. Blatt: Primärenergie - CO2-Emissionen – Energiekosten
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                       Ermittlung der Energiekosten

Kennzahl Heizenergie, CO2 oder PE allein ist nicht ausreichend um ein
   wirtschaftliches Energiekonzept zu beurteilen

-> Bsp.: Einsatz Wärmepumpe:            niedriger Heizenergieverbrauch
                                        aber hohe Investitionskosten
                                        ähnliche Energiekosten wie in anderen
                                        Varianten aufgrund Strompreis

Kennwert Energiekosten ist „griffiger“ Kennwert

kann entsprechend Wahl der Energiepreise einen Blick in die Zukunft darstellen wie
   sich durch die Energiepreisentwicklung die Wirtschaftlichkeit der Varianten
   darstellt

weist entsprechend der angesetzten Energiepreise eine Bandbreite auf

Grundlage: Heutige Energiepreise in 10 Jahren bei Preissteigerung von 3%/a
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                           Darstellung des Energiekonzeptes
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                                 Darzustellender Inhalt

- Wärmeerzeugung

- Warmwasserversorgung:           Ausgabeküche – Turnhalle – WB Hort
                                  dezentral (elektrisch!: Speicher - Durchlauf)
                                  zentral

- Wärmeverteilung/ Beheizung: Beheizung allein über Luft?
                            -> Einsparung der Heizflächen
                            -> größere Auslegung der Lüftungsanlage
                            -> Betrieb der Lüftung während Nichtnutzung
- Lüftung

- Sommerlicher Wärmeschutz: Nutzung Speichermassen/ Nutzung Erdsonden/ …

Besondere Hinweise:
Zu beachten ist, dass auch nach der Wochenendabsenkung am Montag morgen die
erforderlichen Raumtemperaturen erreicht werden, obgleich die inneren Lasten durch die Schüler
am Wochenende nicht zur Beheizung beitrugen.

Der sommerliche Wärmeschutz ist bei einem Passivhaus aufgrund der geringen Heizlasten von
besonderer Bedeutung.
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                             Kostenschätzung Gebäudetechnik

Ziel:     Vermeiden überfrachteter, unrealistischer
          Energiekonzepte

Arbeitsmittel: Excel-Tabelle mit vorgegebenen Positionen
                     Eintrag wesentlicher Massen und EP
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       Suche nach dem optimalen Passivhaus-Gebäudekonzept

komplexeres technisches Konzept                   sehr aufwändig
                                                  hohe Investitionskosten
Erreichen Passivhausstandard
                                                  Erreichen
                                                  Passivhausstandard

sehr einfach                                  einfaches technisches Konzept

kein Erreichen Passivhausstandard             Erreichen Passivhausstandard
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Überblick
Gefordert Wettbewerbsleistungen, gesamt

1.    Strukturplan M 1:2000                           13.   Berechnungsergebnis Energiebilanz-
2.    Lageplan M 1:500                                      Berechnungspaket
3.    Grundrisse M 1:200                              14.   Ermittlung der Energiekosten auf Basis der
4.    Ansichten M 1:200                                     Ergebnisse der Energiebilanz- Berechnung
5.    Schnitte M 1:200 mit Angaben zu                       sind die jährlichen Energiekosten zu
      Installationsebenen, soweit diese Bestandteil         berechnen. Grundlage bilden die durch die
      des haustechnischen Konzeptes sind                    Auslobung vorgegeben Energiepreise und
6.    Fassadenschnitt und –ansicht M 1:20                   Jahresnutzungsgrade
7.    Grafische, schematische Darstellung des         15.   Kostenschätzung Gebäudetechnik (auf
      Energiekonzeptes mit Angaben zu                       vorgegebenem Formblatt) Kostengruppen
      Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung/                      420, 430 und 480
      Beheizung, Lüftung, Sommerlicher                16.   Berechnung (auf vorgegebenem Formblatt)
      Wärmeschutz                                           Soll-Ist-Vergleich der Flächen, NNF, VF
8.    Perspektivdarstellungen, max. 3                       Flächen- und Kubaturberechnung zu
9.    Prüfpläne                                             Gebäudekennwerten
10.   Arbeitsmodell                                   17.   Verzeichnis
11.   Erläuterungsbericht                             18.   Verfassererklärung
12.   Erläuterung des Energiekonzeptes max. 2         19.   CD- Rom mit allen Leistungen
      Seiten DIN A4 mit Angaben wesentlicher
      Energieströme und Begründungen, warum die
      gewählten Konzeption anderen Konzeptionen
      vorgezogen wurde
Ingenieurbüro Hoffmann
      Energie- und Haustechnik

Überblick
Den Teilnehmern zur Verfügung gestellte
Wettbewerbsunterlagen:

-   Wettbewerbsaufgabe, Raumprogramm,            Folgende Unterlagen werden den ausgelosten
    Beurteilungskriterien entsprechend der       Teilnehmern im Rahmen des Kolloquiums am
    vorliegenden Auslobung                       17.09.2009 übergeben:
-   Lageplan          M. 1:1000
-   Lageplan          M. 1:2000                  -    Modelleinsatzplatte
-   Lageplan          M. 1:5000                  -    Broschüren „Stadtleitbild“ und
-   Höhenlageplan M. 1:500                            „Flächennutzungsplan“ aus der
-   Höhenlageplan mit Umgebung M.1:500                Schriftenreihe „Planen und Bauen in
-   Baumbestandsplan                                  Radebeul“
                                                 -    Broschüre „Gestaltungsrichtlinie für das
-   Luftfoto                                          Sanierungsgebiet Zentrum und Dorfkern
-   Fotos zum Grundstück                              Radebeul-Ost“ aus der Schriftenreihe
-   Fotos zur ursprünglichen Gestaltung des           „Planen und Bauen in Radebeul“ (nur
    Grundstückes                                      informativ)
-   Fotos des Umgebungsmodells
-   Historische Karten 1780/ 1883/ 1913
-   Bestandsunterlagen Nebengebäude
    Jugendtreff
-   Vordruck Verfassererklärung
-   Exceltabellen Soll-/ Ist- Vergleich:
    Raumprogramm/ NNF-VF/ Gebäudekennwerte
-   Energiebilanz- Berechnungspaket
-   Formblatt Kostenschätzung KG 420, 430, 480
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                           Foto Modell/ Einsatzplatte
Ingenieurbüro Hoffmann
      Energie- und Haustechnik

Wettbewerbsverfahren

Nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem
VOF- Auswahlverfahren nach RPW 2008
für 30 Teilnehmer

Interdisziplinärer Wettbewerb für Arbeitsgemeinschaften aus Architekten
und Ingenieuren für technische Gebäudeausrüstung
in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten

Aus 87 Bewerbungen wurden 30 Teilnehmer/ Arbeitsgemeinschaften
ermittelt.
5 Teilnehmer wurden direkt eingeladen, 25 ausgelost, davon 5 in der
Kategorie „Junges Büro/ Berufsanfänger“ (Geburtsdatum nach 01.01.1974).

Preissumme:                      70.000,- € Netto

Bearbeitungszeitraum:            01.09.2009 –16.10.2009
                                 (7 Wochen)
Ingenieurbüro Hoffmann
        Energie- und Haustechnik

Preisgericht/ Sachverständige Fachpreisrichter/in        -     Frau Dipl.- Ing. Gabriele Schirmer,
-     Herr Prof. Dr.-Ing. Thomas Albrecht                      Architektin und Stadträtin, Radebeul
      München/ Berlin
-     Herr Dipl.- Ing. Michael Bräuer, Rostock           ständig anwesende stellvertretende
-     Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Hasper, Darmstadt         Sachpreisrichter/ in
      (Passivhaus Institut)                              -     Herr Elmar Günther, Amtsleiter für Bildung, Jugend
-     Herr Prof. Dipl.- Ing. Hermann Kokenge,                  und Soziales, Stadt Radebeul
      Dresden                                            -     Herr Dipl.- Ing. Roland Schiese, Amtsleiter
-     Frau Prof. Dipl.- Ing. Angela Mensing - de Jong,         Hoch- und Tiefbauamt, Stadt Radebeul
      Dresden
-     Herr Dr.- Ing. Jörg Müller, Radebeul               Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht)
                                                         -    Frau Ilona Börner, Stadtverwaltung
ständig anwesende stellvertretende                            Radebeul, Amt für Bildung, Jugend und
Fachpreisrichter/in                                           Soziales, Sachgebiet Schulverwaltung
-     Frau Dipl.- Ing. Almut Ernst, Berlin               -    Frau Dipl.- Ing. Dagmar Flämig,
-     Herr Dipl.- Ing. Uwe Kluge, Dresden                     Stadtverwaltung Radebeul, Stadtplanungs- und
      (Sächsische Energieagentur GmbH)                        Bauaufsichtsamt, Sachgebiet Stadtplanung und
-     Herr Dipl.- Ing. Dirk Pussert, Dresden                  Denkmalschutz
-     Herr Prof. Dipl.- Ing. Cornelius Scherzer,         -    Frau Dipl.- Ing. Heike Funke,
      Dresden                                                 Stadtverwaltung Radebeul, Hoch- und
                                                              Tiefbauamt, Sachgebiet Strassen und Stadtgrün
Sachpreisrichter/ in                                     -    Frau Bettina Hitzer, Stadtverwaltung
-    Frau Katja Cohn, Leiterin Hort Oberlössnitz,             Radebeul, Amt für Bildung, Jugend und
     Radebeul                                                 Soziales, Sachgebiet Kindertagesstätten
-    Herr Dipl.- Ing. Gunter Jahn, Bauingenieur          -    Herr Matthias Lang, Kinderarche Sachsen
     und Stadtrat, Radebeul                                   e.V., Vorsitzender des Gesamtvorstandes
-    Frau Silke Nitschel, Stellvertretende Leiterin      -    Herr Dipl.- Ing. Udo Mieth, Stadtverwaltung
     Grundschule Oberlössnitz, Radebeul                       Radebeul, Hoch- und Tiefbauamt,
-    Frau Raphaela Polak, Abteilungsleiterin                  Sachgebiet Gebäude und Grundstücke
     Allgemeinbildende Schulen und                       -    Frau Dipl.- Ing. Ines Röber, Stadtverwaltung
     Kindertagesbetreuung im Sächsischen                      Radebeul, Hoch- und Tiefbauamt,
     Staatsministerium für Kultus, Dresden                    Sachgebiet Gebäude und Grundstücke
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

Kriterien der Vorprüfung

Formale Prüfung                                  Überprüfung und vergleichende Darstellung vom

     Fristgerechte Abgabe                             Rauminhalten
     Vollständigkeit                                  Flächen
     Anonymität                                             Programmfläche
                                                            Nutzfläche
Inhaltliche Prüfung                                         Verkehrsfläche
                                                            BGF
     Erfüllung der formalen                           Verhältnissen der Kennwerte
     Wettbewerbsanforderungen                         Technische Berechnungen
     Erfüllung des Programms                          Kostenangaben
     Einhaltung der nach Art und Umfang               Passivhausnachweis
     quantifizierbaren Beurteilungskriterien
     Einhaltung baurechtlicher Festlegungen
     Einhaltung Passivhausnachweis
     Schlüssigkeit des Energiekonzeptes

           Raumprogramm
           räumlicher Zusammenhang entspr. den
           Anforderungen der Auslobung
           Einhaltung von DIN/ Richtlinien
           Erschliessung und Erschliessbarkeit
           Abstandsflächen
           Einhaltung Brandschutzanforderungen
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik
Ingenieurbüro Hoffmann
           Energie- und Haustechnik

1007

Architekturbüro Raum + Bau GmbH,
Dresden

GESA Ingenieurgesellschaft mbH

Dietzel und Thiele Büro für
Landschaftsarchitektur

4. Preis

4 quadratische Baukörper, 1- 2
geschossig Gestaffelt in Höhe und
Tiefe
1 geschossige Verbindungsachse

Schul-, Hortbereich, Verwaltung und
Sporthalle in separaten Baukörpern
untergebracht

                                      Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1010

dd1 Architekten, Dresden

Ing.- Büro Dirk Ebersbach, Uwe Höhne

GS Landschaftsarchitektur

2. Rundgang

Kompakter Kubus auf Sockelzone
3- geschossig

Sporthalle im Untergeschoss/
Sockelebene Mehrzweckbereich und
Hort im EG Schul- und
Verwaltungsbereiche in
Obergeschossen

                                       Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1013

Hielscher Architectes, Paris

Ing.-Büro Eins.A

R+B Landschaftsarchitektur

2. Rundgang

3 parallel gegeneinander
verschobene und in der Höhe
gestaffelte Riegel
EG: Foyer, Mehrzweckräume
1./ 2.OG: Schulbereich und
Verwaltung
2./ 3.OG: Hortbereich
UG: Sporthalle

                                  Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1026

gildehaus.reich architekten BDA, Weimar

HKL Ingenieurgesellschaft mbH

Dipl.-Ing. Heike Ross Freie
Landschaftsarchitektin BDLA

2. Rundgang

2 versetzt angeordnete Winkel, 2- 3
geschossig
Östlicher Bauteil: Sporthalle, Hort
und Jugendtreff
Westlicher Bauteil: Schul- und GTA-
Bereich, Verwaltung

                                          Grundriss Erdgeschoss
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       Energie- und Haustechnik

1009

Architekt Tilo Kempe, Radebeul

Ingenieurbüro Friemel+Röhrdanz

Hendrikje Becker, Landschaftsarchitektur

1. Rundgang

Organisch geformter Grundriss mit
mehreren Baukörpern,
1- 3 geschossig
Baukörper Ost: Sporthalle,
Mehrzweckbereich
Baukörper West: Schul- und
Hortbereich

                                           Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1027

F29 Architekten GmbH, Dresden

VOLAND TECHNOLOGIE GmbH & Co. KG

A24_landschaft Robert Swillus und Partner

Anerkennung

Senkrecht zum Hang stehender 3-
geschossiger Riege mit jeweils 1-
geschossigen in Höhe des
Geländeverlaufes angeordneten
Querriegeln, die sich überdecken
und Terrassen bilden
Gebäude wird Teil der Landschaft

                                            Lageplan
Ingenieurbüro Hoffmann
           Energie- und Haustechnik

1004

SAI Scharrer Architekten und Ingenieure,
Radebeul

mmi Matic und Müller Ingenieure GmbH

UmweltPlan GmbH Stralsund

3. Preis

Gebäude gliedert sich in 2 Flügel, 2
geschossig längs zum Hang, 3-
geschossig quer zum Hang
Bebauunng rückt deutlich von der
Strasse ab und übergibt den Bereich
südlich der Villa Wach der
landschaftsplanerischen Gestaltung

                                           Lageplan
Ingenieurbüro Hoffmann
   Energie- und Haustechnik

          Energetische Auswertung der Arbeiten

1. Außer einer erfüllen alle Arbeiten die Passivhausanforderungen
    (7,8 – 15,4 kWh/m² x a)

2. 3 Energiekonzepte nicht nachvollziehbar und schlüssig
    5 Energiekonzepte nur teilweise schlüssig

3. Investitionskosten: Unterschiede von 1 : 4

4. Auswertung von:
    - A/V-Verhältnis                            - Kostenermittlung (Wärmeerzeugung,
    - Heizwärmebedarf                                      KG 420, KG 430, KG 480)
    - Brennstoffbedarf                          - Transmissionswärmeverluste
    - Primärenergie                             - Lüftungswärmeverluste
    - CO2-Emissionen                            - Solare Strahlungsgewinne
    - Energiekosten                             - Gebäudehüllfläche
    - Solaranlage: Größe/ spezifischer Ertrag   - Fensterfläche
    - Technikfläche
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                Energie- und Haustechnik

                                 Ergebnis Passivhausnachweis

                                           Ergebnis Passivhausnachweis

                18
                16
                14
kWh/m² x Jahr

                12
                10
                 8
                 6
                 4
                 2
                 0
                     1001
                     1002
                     1003
                     1004
                     1005
                     1006
                     1007
                     1008
                     1009
                     1010
                     1011
                     1012
                     1013
                     1014
                     1015
                     1016
                     1017
                     1018
                     1019
                     1020
                     1021
                     1022
                     1023
                     1024
                     1025
                     1026
                     1027
                     1028
                      MW
-          Anforderungen werden von allen erreicht
-          Prüfung aufwändig (Flächenprüfung)
-          keine absolute Aussage zur energetischen Qualität möglich ohne zusätzliche Faktoren
-          kein Ersatz für PHPP!
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Energie- und Haustechnik

                 Übersicht Konzeptionen nach Brennstoff

                     Erdgas               6

                     Wärmepumpe          12

                     Holzpellets          8

                     Hackschnitzel        1

                     Gas-Wärmepumpe       1
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Energie- und Haustechnik

                 CO2-Emissionen nach Brennstoffnutzung

               Hohe CO2-Emissionen bei Erdgas und Wärmepumpe
               Niedrige CO2-Emissionen bei Biomasseheizungen
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Energie- und Haustechnik

                  Energiekosten nach Brennstoffnutzung

                  Hohe Energiekosten bei Erdgas
                  Günstige bei Holzpellets und Wärmepumpe
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Energie- und Haustechnik

               Investitionskosten nach Brennstoffnutzung

       Mittlere und hohe Investitionskosten bei Wärmepumpen
       Niedrige bis hohe Investitionskosten bei Erdgas
       Mittlere Investitionskosten bei Holzpellets
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     Energie- und Haustechnik

             Solarenergienutzung und Übersicht Kollektorflächen

                                                                 Mit          Ohne
                                                             Solaranlage   Solaranlage
                                                                 20            7

                                Übersicht Kollektorflächen

     180
     160
     140
     120
     100
m²

      80
      60
      40
      20
       0

            MW
           1001
           1002
           1003
           1004
           1005
           1006
           1007
           1008
           1009
           1010
           1011
           1012
           1013
           1014
           1015
           1016
           1017
           1018
           1019
           1020
           1021
           1022
           1023
           1024
           1025
           1026
           1027
           1028
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

               CO2-Emissionen nach Solarenergienutzung
                                                                Übersicht Kollektorflächen

                                  180
                                  160
                                  140
                                  120
                                  100

                             m²
                                   80
                                   60
                                   40
                                   20
                                    0

                                                                                                                     MW
                                        1001
                                               1002
                                               1003
                                                      1004
                                                      1005
                                                             1006
                                                             1007
                                                             1008
                                                                    1009
                                                                    1010
                                                                    1011
                                                                    1012
                                                                           1013
                                                                           1014
                                                                                  1015
                                                                                  1016
                                                                                  1017
                                                                                         1018
                                                                                                1019
                                                                                                1020
                                                                                                1021
                                                                                                       1022
                                                                                                       1023
                                                                                                       1024
                                                                                                       1025
                                                                                                              1026
                                                                                                              1027
                                                                                                              1028
                                                                     CO2-Emissionen

                             20.000

                             15.000
               Tonnen/Jahr

                             10.000

                              5.000

                                    0
                                        1001
                                        1002
                                        1003
                                        1004
                                        1005
                                        1006
                                        1007
                                        1008
                                        1009
                                        1010
                                        1011
                                        1012
                                        1013
                                        1014
                                        1015
                                        1016
                                        1017
                                        1018
                                        1019
                                        1020
                                        1021
                                        1022
                                        1023
                                        1024
                                        1025
                                        1026
                                        1027
                                        1028
                                         MW
kein nennenswerter Zusammenhang – zu große Kollektorflächen führen zu hohen
sommerlichen Überschüssen und reduzieren die CO2-Emissionen wenig
Saisonale Speicherung: 1 Beitrag (Speichergröße zu gering)
Ingenieurbüro Hoffmann
     Energie- und Haustechnik

                                      Lüftungstechnik

                            Zentrale Lüftungsanlage                        Dezentrale
                                                                         Lüftungsanlage

       1                2 Lüftungs-      3 – 4 Lüftungs-   >4 zentrale
 Lüftungsanlage           anlagen            anlagen        Lüftungs-
                                                             anlagen

       5                        12             4               1               3

Konzeption muss an Nutzung anpaßbar sein = bedarfsgerechte Lüftung

Sehr unterschiedliche Ansätze für Volumenstrom/ Größe der Lüftungsanlagen
Ingenieurbüro Hoffmann
   Energie- und Haustechnik

                                  Beheizung Sporthalle

Fußboden-            Heizkörper        Luftheizung        Bauteil-       Decken-
 heizung                                                 aktivierung   strahlungs-
                                                                         heizung

   10                         4            8                 4             2

                Träge Systeme sind für Passivhäuser ungeeignet
Ingenieurbüro Hoffmann
      Energie- und Haustechnik

                                 Vergleich der Investitionskosten

                             Investitionskosten KG 420/430/480

    1.400.000 €
    1.200.000 €
    1.000.000 €
     800.000 €
€

     600.000 €
     400.000 €
     200.000 €
            0€
                  1001
                  1002
                  1003
                  1004
                  1005
                  1006
                  1007
                  1008
                  1009
                  1010
                  1011
                  1012
                  1013
                  1014
                  1015
                  1016
                  1017
                  1018
                  1019
                  1020
                  1021
                  1022
                  1023
                  1024
                  1025
                  1026
                  1027
                  1028
                   MW
                                   KG 420 Heizung   KG 430 Lüftung   KG 480 Regelung
Ingenieurbüro Hoffmann
  Energie- und Haustechnik

                                   Fazit
 Sehr unterschiedliche Technikkonzepte: 8 von 28 Arbeiten mit Mängeln
  (eingeschränkt oder nicht umsetzbar) = knapp 30%!
 Lüftung: Luftüberströmung aus den Klassenzimmern in Flure
  brandschutztechnisch bedenklich, da hoher technischer Aufwand zur
  Vermeidung einer Rauchübertragung
 sommerlichen Wärmeschutz
  - Bauwerks-Speichermasse oft genutzt (keine/ teilweise abgehängten Decken)
  - einige Beiträge mit bauteilaktivierten Decken
  - Arbeiten mit abgehängten Decken: Kühlung über die Lüftung und Erdsonden
  - bis auf wenige Ausnahmen mit außen liegendem Sonnenschutz
  - vorgeschlagenen Varianten für Nachtlüftungen waren aufgrund zu geringer
    Volumenströme in der Regel nicht funktionsfähig
 Beheizung:
  - in vielen Arbeiten über Heizkörper
  - bei anderen Arbeiten über die Lüftung
  - von einigen Teilnehmern Foyer, Speisesaal und Sporthalle über
  Fußbodenheizung
     (aufgrund Trägheit nicht optimal)
Ingenieurbüro Hoffmann
  Energie- und Haustechnik

 Lüftungskonzeptionen
  die klassisch jeden Raum mit einer Zu- und Abluftleitung anfahren, sind letztlich
  nicht angemessen.
  Auslegung oft zu hoch (Problem zu trockene Luft im Winter, zu hohe Kosten).
  Die personenbezogenen Volumenströme für die Grundschule schwanken von
  15 bis 40 m³/h.
 Niedrige Kohlendioxidemissionen und Primärenergieverbräuche
  wurden prinzipiell durch die Konzepte mit Holzpellets als Brennstoff erreicht.

   Die höchsten Energiekosten erreichen Erdgas-Heizungen.

   Holzpellets-Heizungen und Wärmepumpen sind bezüglich der Energiekosten
   vergleichbar, wobei die Investitionskosten für beide Systeme im Bereich
   1:2 zugunsten der Pelletsheizungen schwankten.
Ingenieurbüro Hoffmann
  Energie- und Haustechnik

Besonders bei der Konzeption der Lüftungstechnik und der Solaranlage zeigten sich
im vorliegenden Wettbewerb die unterschiedlichen technischen Ansätze der
Ingenieurbüros zur Entwicklung effizienter und kostengünstiger Lösungen für ein
Passivhaus

 Energiekonzept muss bei Entscheidung berücksichtigt werden, da Architekt und
Fachplaner mit dem Wettbewerbsentscheid feststehen

=>Wie veränderbar sind die angebotenen technischen Konzepte?

=> Jedes Planungsbüro bringt (wie jeder Architekt) eigene konzeptionelle
Vorstellungen mit, die sich im Energiekonzept dokumentieren
=> Kann durch Vorgabe des Auftraggebers das technische System der Siegerarbeit
nachträglich beeinflusst werden?
=> Oder besteht die Gefahr, dass das Planungsbüro zur Durchsetzung eigener
technischer Meinungen Bauherrenwünsche sabotiert und somit möglicherweise
kostensparende Varianten behindert werden?
=> Ein aufwändig planendes Büro wird schwer zu pfiffigen und preiswerten
Lösungen zu bewegen sein
Ingenieurbüro Hoffmann
           Energie- und Haustechnik

1001

Heinle, Wischer und Partner Freie
Architekten BDA

D.I.E. Projekt GmbH

Rehwaldt Landschaftsarchitekten

2. Preis

3 Baukörper (4 mit Erweiterung)                                                                                      Grundriss Erdgeschoss
für Schule, Hort, Sporthalle
2- 3 geschossig                       Preisgericht:   + Kleingliederung, dem örtlichen      - Separierte Nutzungen verbinden sich nur
1- geschossige Verbindung im EG                         Städtebau angemessene Lösung        im EG, entspricht nicht dem Konzept der
                                                                                            kurzen Wege
Sucht Maßstab der Umgebenden                          + Gut proportionierte Freiräume mit
Bebauung                                                Erhalt best. Gewächse               -Mängel bei Erfüllung d. Raumprogramms/
Blickbeziehungen zur Villa Wach                                                             räumlichen Zusammenhangs
                                                      + kindgerechte Proportionen
                                                                                            - Ungünstiges A/V- Verhältnis 0,45
                                                                                            - Aufwändiges haustechnisches Konzept
Ingenieurbüro Hoffmann
           Energie- und Haustechnik

1015

delia bassin architekten bda
hoyer.ille architekten

PSM Planungsgesellschaft für
Gebäudetechnik

RMP Stephan Lenzen
Landschaftsarchitekten

2. Preis
                                                                                                          Grundriss Erdgeschoss
2- und 3- geschossige Bauteile mit
1 geschossigem Verbinder              Preisgericht:   + Funktionen sind sinnvoll           -Trotz Blickbeziehung zwischen
                                                        angeordnet und mit einander        Baukörpern zur Villa Wach entsteht
Westlicher Baukörper: Hort-,
                                                        verbunden                          Riegelwirkung, die den
Speisebereich, Sporthalle                             + 1 Erschliessungssystem, hohe       Landschaftsfluss unterbricht
Östlicher Baukörper und Verbinder:                      Flexibilität
Schulbereich                                          + Angemessene zurückhaltende,
Trotz Blickbeziehung zwischen                           unspektakuläre Ausstrahlung des
                                                        Gebäudes
Baukörper zur Villa Wach
                                                      + A/V Verhältnis 0,35 im mittleren
Riegelwirkung des Gebäudes                              Bereich
                                                      + Solides haustechnisches Konzept
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1001 Überarbeitung

Heinle, Wischer und Partner Freie
Architekten BDA

D.I.E. Projekt GmbH

Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Unter Beibehaltung der städtebaulichen
Lösung
Überarbeitung der Nutzungen/
Funktionsverteilung im Gebäude
Zusätzliche Verbindung der Baukörper auf
Dach des Verbinders

                                           Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

1015 Überarbeitung
(Empfehlung zur Beauftragung)

delia bassin architekten bda
hoyer.ille architekten

PSM Planungsgesellschaft für
Gebäudetechnik

RMP Stephan Lenzen
Landschaftsarchitekten

Baukörper incl. Nutzung und
Funktionen gespiegelt,
versetzt und teilweise in Flucht der
Strasse gedreht
Geländemodellierung

                                       Grundriss Erdgeschoss
Ingenieurbüro Hoffmann
               Energie- und Haustechnik

                                  Runde 2: Siegerarbeit und 2. Platz

                                          Ergebnis Passivhausnachweis

               16
               14
kWh/m² x Jah

               12
               10
               8
               6
               4
               2
               0

                                                                               MW
                           1001

                                            1001

                                                         1015

                                                                        1015
                                             neu

                                                                         neu
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                                                          CO2-Emissionen

                      10.000

        Tonnen/Jahr    8.000

                       6.000

                       4.000

                       2.000

                          0         1001

                                                        1001

                                                                        1015

                                                                                           1015

                                                                                                          MW
                                                         neu

                                                                                            neu
                                                  Investitionskosten KG 420/430/480
                                                        und Wärmeerzeugung

                      1.400.000 €
                      1.200.000 €
                      1.000.000 €
                        800.000 €
          €

                        600.000 €
                        400.000 €
                        200.000 €
                              0€
                                           1001

                                                           1001

                                                                               1015

                                                                                             1015

                                                                                                          MW
                                                            neu

                                                                                              neu
                                                       Gesamtkosten brutto       Wärmeerzeugung (netto)
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                       Energiekonzept 2. Platz   Wärmeerzeuger:
                                                 Wärmepumpe
                                                 Solaranlage: 63 m²
                                                 Kollektorfläche
                                                 51% Deckungsanteil
                                                 (unrealistisch; WW-
                                                 Bedarf Sommer zu
                                                 hoch angesetzt)
                                                 Lüftung: 6
                                                 Lüftungsanlagen
                                                 je Einheit Kühl- und
                                                 Heizregister (S- und
                                                 O-Seite)
                                                 Nachtlüftung
                                                 (Volumenstrom zu
                                                 gering) oder aktive
                                                 Kühlung über
                                                 Erdsonden, ggf. WP
                                                 Heizung: über
                                                 Lüftung (außer
                                                 Treppenhaus und
                                                 Foyer)
                                                 auch Aufheizung
Ingenieurbüro Hoffmann
       Energie- und Haustechnik

Mängel:
- keine Angaben zu Volumenströmen Lüftung
- Technikfläche zu groß (327 m²), keine Angaben zur
  Lage
- ausschließlich zentrale WWB
- Lüftung nur in Haupträumen, aufwändige
  Konzeption
- hohe Kosten (z.B. durch 4-Leiter-Netz und
  Vakuumröhren)
- teilweise aktive Kühlung durch WP vorgesehen
- größere Zahl von Oberlichtern: gute thermische
  Qualität erforderlich/ Problem sommerliche
  Verschattung
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                                                   Wärmeerzeugung:
                           Energiekonzept Sieger   Erdgas-Brennwert

                                                   Solaranlage: 47 m²
                                                   Flachkollektoren
                                                   zentrale WWB wurde auf
                                                   teilweise dezentrale
                                                   geändert

                                                   Sonnenschutz im
                                                   Scheibenzwischenraum:
                                                   Hinterlüftung erwähnt aber
                                                   nicht geklärt

                                                   Beheizung über Heizkörper,
                                                   teilw. FBH

                                                   Lüftung mit 30 dezentralen
                                                   und 4 zentralen Geräten
                                                   Auslegung:
                                                   15-20 m³/h x Person

                                                   Kompaktere Bauweise als
                                                   1001/ günstigeres A/V-
                                                   Verhältnis
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                           Mängel:
                           Die vorgeschlagene Nachtlüftung
                           über die Lüftungsgeräte
                           funktioniert aufgrund zu
                           geringen Volumenstroms nicht
                           Die vorgeschlagene Lüftung im
                           Sommer ist energetisch nicht
                           sinnvoll
                           Technikflächen zu gering
                           Tageslichtsituation der Klassen
                           und Horträume günstig
                           Tageslichtsituation der Turnhalle
                           problematischer
                           Vor- und Nachteile dezentrale
                           Lüftungsgeräte: genaue weitere
                           Planung erforderlich
                           Belüftung der Flurbereiche und
                           Hallen ist ungeklärt, muss aber
                           sichergestellt werden
Ingenieurbüro Hoffmann
  Energie- und Haustechnik

                 Welche Vorteile hat die Auslobung als
                   interdisziplinärer Wettbewerb?

 rechtzeitige Berücksichtigung technischer Einrichtungen wie Lüftung, Heizflächen
  oder Sonnenkollektoren in der Gebäudestruktur
 Berücksichtigung der Ausrichtung des Gebäude
 Berücksichtigung energetischer Qualitäten wie Kompaktheit, da in der
  Entwurfsphase energetische Kennwerte berechnet werden
 Üblicherweise wird ein Gebäude zuerst entworfen, um danach die
  Wandaufbauten an die Erfordernisse der Energieeinsparverordnung (ENEV)
  anzupassen. Im vorliegenden Fall wurden energetische Kennwerte während des
  Entwurfs überprüft. Die feste Vorgabe von U - Werten im Nachweisverfahren für
  die Außenbauteile förderte diese Vorgehensweise.
 Integrale Planung wird zum Standard siehe auch Vorgehensweise beim ENEV-
  Nachweis
 Im Ergebnis stehen beide Planer fest – Architektur und Energiekonzeption sind
  nicht einfach trennbar.
Ingenieurbüro Hoffmann
  Energie- und Haustechnik

                              Erfahrungen

Die fachlichen Untersetzung der energetischer Belange in Jury und Vorprüfung hat
sich bewährt:
      - fachliche Betreuung des Wettbewerbs und Überprüfung der Einhaltung der
          Auslobungsforderungen
      - Vermittlung technischer Inhalte und Übersichten an das Preisgericht

Die verwendeten Werkzeuge haben sich i.w. bewährt und würden erneut eingesetzt
werden.
Ingenieurbüro Hoffmann
Energie- und Haustechnik

                       Passivhaus und Architektur

              Der Wettbewerb hat gezeigt, dass sich die
            Passivhausanforderungen vielfältig erfüllen lassen.

    Für architektonische Ideen besteht wie die verschiedenen
       Lösungsansätze zeigen auch bei Berücksichtigung der
          energetischen Forderungen genügend Freiraum.

         Die ganzheitliche Betrachtung und interdisziplinäre
                Zusammenarbeit ist die Voraussetzung!

                    Vielen Dank für Ihre
                     Aufmerksamkeit!
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