EinBlick Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Brilon - Juni bis August 2018 Thema: Wahr - Zeichen - Turm - Evangelische ...
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EinBlick Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Brilon Juni bis August 2018 Thema: Wahr – Zeichen – Turm
2 EinBlick Sommersammlung Diakonie Diesem Gemeindebrief liegt wieder ein Überweisungsträger bei. Wir sammeln für die Arbeit der Diakonie-Ruhr-Hellweg e.V. In Brilon ist die Diakonie Trägerin der Schwangerenkonflikt- beratung und der Koordinierungsstelle „ Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit“. 75% der Spenden fließen der regionalen und 25% der gemeindlichen diakonischen Arbeit zu. Wir danken jetzt schon für Ihre Spenden. Danke Danke sagen wir für 326,00 Euro, die als Spenden für die Finanzierung des Gemeindebriefs eingegangen sind. Die Konfirmanden-Gabe betrug 469,63 €. Datenschutz Im EinBlick werden regelmäßig Seniorengeburtstage, die 18. Geburtstage sowie kirchliche Amtshandlungen von Gemeindegliedern veröffentlicht. Sofern Sie mit der Veröffentlichung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, können Sie Ihren Widerspruch schriftlich im Gemein- debüro: Kreuziger Mauer 2 oder bei der für Sie zuständigen Pfarrerin bzw. bei dem für Sie zuständigen Pfarrer erklären. Wir bitten, diesen Widerspruch möglichst frühzeitig, also vor dem Redaktionsschluss, 14. August, zu erklären, da ansonsten die Berücksichtigung Ihres Wunsches nicht garantiert werden kann. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob dieser Widerspruch nur einmalig oder dauerhaft zu beach- ten ist. Impressum Die Gemeindenachrichten werden im Auftrag der Evangelischen Kirchengemein- de Brilon, Kreuziger Mauer 2, 59929 Brilon herausgegeben. VisdP: Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer Redaktionsteam: J. Fiebich, K. Koppe- Bäumer, H. Fritz, R. Müller, A. Neuberger, S. Paschkewitz, R. Plauth, B. Prolingheuer, I. Reupke, M. Rudolph Layout: B. Strenger
Aus dem Inhalt
Editorial
Seite Diesmal stand das Thema dieses
2 Dank und Bitte Gemeindebriefs vor unseren
2 Datenschutz Augen. Es steht noch:
2 Impressum Der Turm unserer Stadtkirche.
3 Editorial Er ist Stadtgespräch: Aus bau-
4 EinTurm mit Geschichte technischen Gründen kann er
6 Interviews zum Turm nicht mehr erhalten bleiben.
14 Der rosa Turm Jeder und jede im Redaktions-
15 Andacht kreis kann von Begegnungen
16 Kinderseite mit Brilonern erzählen, in de-
17 Rezept nen wir angesprochen wurden:
18 Predigtplan „Was macht ihr denn jetzt?“ „Da
21 Ausblick Gottesdienste kommt aber was auf euch zu!“
22 Leitlied für Sommergottesdienste „Ein Turm muss bleiben!“ oder
23 Brilon blüht auf 2018 „Was für eine Chance: etwas
24 Bilanz des Kirchenasyls Neues für die Kirche und das
25 GemeindeSchwester baut Seniorennetzwerk Stadtbild zu entwickeln.“ Ganz
26 Gemeinsames Singen im Mai unterschiedliche Meinungen,
27 Hinweis auf Ev. Kirchentag 2019 aber übereinstimmend großes
28 Fröhliches Donnerwetter Interesse an der Zukunft der
29-31 Veranstaltungshinweise evangelischen Stadtkirche. Der
32 Gemeindefrühstück/Seniorengeburtstage Turm gehört seit fast 100 Jahren
32 Gruppen und Kreise zum Stadtbild. Er bildet optisch
36 Informationen auf einen Blick und klanglich einen Drei-Klang
mit den katholischen Türmen und
Glocken – und was kommt nun?
Der Abriss ist sicher – was da-
rauf folgt, soll in breiter Runde
Homepage besprochen werden. Wir stellen
Unter www.kirche-brilon.de finden Sie Berichte Ihnen die Geschichte des Turms
über Veranstaltungen aus den letzten Monaten vor. Ein Artikel entfaltet den Turm
und Hinweise auf aktuelle Ereignisse. Außerdem als Wahrzeichen. Wir haben
finden Sie Informationen über den aktuellen Kon- Stimmen zum Turm gesammelt,
firmandenjahrgang und alles, was Sie zur Vorbe- erste Ideen dokumentiert und
reitung von Taufen, Trauungen und Beerdigungen suchen damit das Gespräch mit
brauchen, wichtige Adressen, die Gottesdienst-
Ihnen und der Briloner Bürger-
termine und Beschreibungen unserer Gemeinde-
angebote. schaft. Auch kulinarisch und spie-
lerisch bieten wir Turmhaftes an.
Was kommt nach dem Abriss des
Turms? Wir freuen uns, dass so
viele Menschen diese Frage be-
wegt. Wir hoffen auf ideelle und
finanzielle Unterstützung.
Ihre
Kathrin Koppe-Bäumer4 EinBlick
Ein Turm mit Geschichte
zu feiern. In den folgenden Jahren wuchs die kleine
Gemeinde, 1845 gab es 234 Gemeindemitglieder, da-
von 151 in Brilon-Stadt, und zur Regelung aller Fragen
rund um das Gemeindeleben, die geistliche Ausrich-
tung, aber auch der Finanz-, Bau- und Verwaltungs-
dinge wurden eine erste Gemeinderepräsentation aus
16 Mitgliedern und ein erstes Presbyterium aus vier
Mitgliedern gewählt. Die Bildung einer neuen Kirchen-
gemeinde war damit abgeschlossen und in den Jahren
darauf erfolgte ihr Ausbau.
Dazu gehörte auch der Bau einer eigenen Kirche. An-
fang 1851 beriet das Presbyterium erstmalig über den
beabsichtigten Kirchenbau, der mit Rücksicht auf den
zukünftigen Zuwachs der Gemeinde 300 Sitzplätze
haben und massiv gebaut werden sollte. Sofern es die
finanziellen Mittel weiter zuließen, plante man schon
sofort einen vollständigen Kirchenturm, andernfalls
ein Kapellentürmchen auf dem Kirchendach ein. Der
Bauplatz war zwar noch nicht vorhanden, aber man er-
hoffte sich Unterstützung seitens der Stadt. Die Höhe
der Baukosten wurde mit etwa 8000 Reichstalern kal-
kuliert. Allerdings waren die eigenen Mittel mit einem
Kirchenkapital von 125 Rtl. und einem Geschenk des
Gustav-Adolf-Vereins in Höhe von 40 Rtl. eher sehr
Bild: B. Strenger bescheiden.
In unserer Gemeindeversamm- Anderthalb Jahre später war man schon weiter. Die
lung und der Presse ist es kürzlich Stadt hatte einen Bauplatz vor dem Kreuziger Tor
berichtet worden: Der Kirchturm unentgeltlich abgegeben, in der Finanzierungsfrage
der Evangelischen Stadtkirche in blieb man optimistisch. Vom Beginn der Planungen
Brilon ist aufgrund gravierender dauerte es vier Jahre bis zur Grundsteinlegung, an der
Baumängel nicht nur in die Jahre die ganze Stadt 1855 teilnahm. Im Oktober 1856 wur-
gekommen, sondern innerhalb de die neue evangelische Kirche, die in Anlehnung an
eines mittelfristigen Zeitfensters Entwürfe von König Wilhelm IV. und dem Architekten
lässt sich der Abriss nicht vermei- Karl Friedrich Schinkel gebaut worden war, eingeweiht.
den. Grund genug für uns, ein Außen gebaut aus behauenen Bruch- und Sandstei-
bisschen rund um den Bau von nen schmückten innen das Altarkreuz und die beiden
Kirche und Turm in alten Fest- Kerzenhalter, Geschenke der preußischen Königin,
schriften zu recherchieren. den Altar. Da aus den erhofften Überschüssen jedoch
Brilons wechselhafte protestan- nichts geworden war, gab es keinen Turm, sondern
tische Geschichte reicht zurück man musste sich mit einem Giebeltürmchen mit zwei
bis ins 16. Jahrhundert. Allerdings Glocken begnügen. Im Protokollbuch des Presbyteri-
wurde es erst mit der Ordination ums heißt es dazu: „Man hielt es für wünschenswert,
des ersten evangelischen Pfarrers dass die für die neue Kirche zu beschaffenden zwei
Tugendhold Plate 1838 möglich, Glocken in einem passenden Verhältnis zu den übrigen
in Brilon eigene Gottesdienste Glocken hiesiger Stadt stehen möchten. Es wurde daherSchwerpunkt: Wahr – Zeichen – Turm in einer früheren Versammlung die Beschaffung zweier zusätzliche Feuchtigkeit ins Mau- Glocken von tieferem Klange als die der hiesigen Klo- erwerk. sterkirche, etwa aus ‚dis‘ und ‚g‘ beschlossen.“ – seitens Doch bautechnische Erkennt- des Presbyteriums ein starkes Symbol der Dankbarkeit nisse und Labormöglichkeiten und des Wunsches nach einem Zusammenleben in entwickeln sich weiter. Die Un- Frieden und Duldsamkeit. tersuchungen, die kürzlich an In den folgenden Jahren wuchs die Gemeinde stetig den entstandenen deutlichen weiter. Der Bau eines Kirchenturmes wurde dabei nicht Rissen in Fugen und Steinen aus den Augen verloren und der Beschluss dazu schon gemacht wurden, sprechen von in den Kriegsjahren 1917/18 gefasst. Allerdings konn- chemischen Reaktionen im Mau- te die Verwirklichung des Planes dann erst nach dem erwerk und dem Ausblühen von Krieg umgesetzt werden. Salzen, die Feuchtigkeit greift Im Jahr 1922 begann man mit dem Bau des Turmes, auch schon Putz, Holzträger und der das nun doch in die Jahre gekommene Giebel- Stahlkonstruktion im Inneren türmchen ersetzten sollte. Allerdings verliefen die des Turms an. Ein Befund, der, so Bauarbeiten nicht problemlos, denn kurz vor Fertig- schwer es fällt, keinen anderen stellung stürzte der Turm ein. Ursache für diesen Ein- Beschluss als den zum Abriss die- sturz, bei dem, Gott sei Dank kein Menschenleben ses Kirchenturms zulässt. Nicht beklagt werden musste, war laut alten Protokollen die sofort, denn der Neubau darf zu- „liederliche Arbeit mit verdorbenem Material“. Ohne nächst geplant werden. den Einsturz wäre der Turm vor der Inflation fertig und Eine für die Gemeinde außer- die Kosten durch die gesammelten Spendengelder ordentliche Veränderung, nicht gedeckt gewesen. Doch es fanden sich weitere Hel- zuletzt in finanzieller Sicht. Auch fer, sowohl aus der eigenen Gemeinde als auch von das Stadtbild Brilons mit der auswärts, so dass der Kirchturm schließlich neu auf- weithin sichtbaren Achse der gebaut werden konnte. In den alten Protokollbüchern Kirchtürme von Propstei-, Ni- wird besonders die Wendeltreppe im Turm erwähnt. kolai- und Stadtkirche wird sich Sie stammt aus der ehemaligen Hoppecker Villa und wandeln. Ja, er wird fehlen, der ist ein von der Norddeutschen Holzgesellschaft erbe- dritte Turm. tenes Geschenk. Der Turm hatte nun drei Glocken ge- genüber den ursprünglichen zwei, von denen eine im Marianne Rudolph Krieg hatte abgeliefert werden müssen, und eine der letzten mechanischen Turmuhren im Sauerland. Im Laufe der Jahre gab es wohl kein Presbyterium, das sich nicht mit Feuchtigkeitsproblemen im Turm aus- einandersetzen musste. Das ursprünglich gewählte Baumaterial aus Kalksandsteinen, deren Quader zu- dem aufgeraut sind, um den Steinen ein natürliches Aussehen zu geben, ist für einen Turm gänzlich unge- eignet. Außerdem wurde die Mörtelmasse mit Bims- stein versetzt und ist dadurch sehr porös. Das alles führt dazu, dass Wasser leicht in das Gestein und die Fugen eindringen kann. Immer wieder sind kleinere Ausbesserungen nach den Erkenntnisständen der jeweiligen Zeit ausgeführt worden. Bei der ersten richtig großen Sanierung 1994 wurde gemäß Anraten von Experten in die Zwischen- räume Flüssigbeton eingebracht. Dadurch kam noch
6 EinBlick
Dr. Christof Bartsch
Bürgermeister Brilon
Wozu braucht die Kirchtürme haben für mich in erster Linie die Funktion, die Auf-
Ev. Stadtkirche merksamkeit der Menschen zu lenken. Einmal durch ihre Sichtbar-
einen Turm? keit und durch die Glocken auf das Kirchengebäude selbst als Ver-
sammlungsort der Gläubigen. Zum anderen weisen sie den Blick
nach oben, über das Irdische hinaus und stellen dies mithin in ei-
nen größeren Zusammenhang. Meines Erachtens lohnt es sich auch
oder gerade in einer Zeit, in der das Christentum hier bei uns an
Bedeutung zu verlieren scheint, diese Funktionen des Kirchturms
weiterhin zur Geltung kommen zu lassen. Aus städtebaulicher Sicht
ist es natürlich wünschenswert, dass die Evangelische Stadtkirche
weiterhin einen Turm hat, um die „Turmachse“ Stadtkirche-Niko-
laikirche-Propsteikirche zu erhalten. Viele Bürger empfinden die
Kirchtürme auch als kulturelle Werte, die ihre Wirkung bis hin ins
Nostalgische entfalten. Auch das darf nicht unterschätzt werden,
hat es doch im Positiven mit Heimat und Identität zu tun.
Können Sie sich die Versteht man „Kirche“ in dieser Frage mit Bezug auf den Bau und
Kirche auch ohne das Gebäude, ist sie ohne Turm nach dem zu Frage 1 Gesagten für
Turm vorstellen? mich nur schwer vorstellbar. Bau und Fassade allein machen aber
nicht Kirche aus. Vielmehr ist sie aktive Gemeinde oder - mit Au-
gustinus - das „durch die Zeit wandernde Volk Gottes“. Da braucht
es eher Türme im menschlichen Sinne, die Leitung und Richtung
geben.
Welche neuen Ge- Die Gestaltungsmöglichkeiten sind natürlich vielfältig und von vie-
staltungsmöglich- len Abwägungen geprägt: Welches Kirchenverständnis soll durch
keiten eröffnen sich die Neugestaltung zum Ausdruck kommen? Ist eine Orientierung
durch den Abriss eher am Historischen geboten oder soll etwas Zukunftsweisendes
des Turms? entstehen? Wie kann man beides ggf. miteinander verknüpfen?
Wollen wir eher Architektonisches oder eher Theologisches zum
Ausdruck bringen? Etc.?
Wir sollten den notwendigen Abriss als Chance verstehen, ein Zei-
chen unserer Zeit in die Zukunft zu setzen (was eine Verbindung
zum historischen Bestand nicht ausschließt). Bei der Bedeutung des
Kirchengebäudes für Brilon und die Brilonerinnen und Briloner wäre
es sicher gut, wenn sich möglichst viele an der Ideenfindung betei-
ligen könnten.Schwerpunkt: Wahr – Zeichen – Turm
Kevin, Jacqueline,
Benedikt und Ilka
sind schon lange in der
Jugendarbeit tätig. Sie
sind Gastgeber im JuCaf,
sie geben im Jugendaus-
schuss Leitimpulse für die
gemeindliche Jugendar-
beit, sie betreuen Kinder
bei der Kinderbibelwoche
und bereiten Singstar-
Gottesdienste vor, die jun-
ge und ältere Gemeinde-
glieder in Stimmung und
zum Nachdenken bringen.
In der Stadtkirche fühlen
sie sich zu Hause. Ihre
Meinungen zum Turm:
Wozu ist ein Kirchturm Der Turm gehört mit den katholischen Türmen zum Stadt-
wichtig? bild. Die Glocke braucht einen Ort. Eine Kirche braucht
einen Turm.
Könnt ihr euch die Kirche Nein, ein Kirchturm soll baulich mit der Kirche verbunden
ohne Turm vorstellen? sein. Nein, weil es schon immer so war. Ja, wenn es ein
anderes Zeichen am Gebäude gibt, das zeigt: Dies ist eine
Kirche: z.B. ein großes Kreuz auf dem Dach.
Welche neuen Gestal- Wir bauen einen steinernen Turm, dessen Wand unter-
tungsmöglichkeiten seht brochen wird durch ein Panoramafenster. Dahinter ist ein
ihr? Raum mit Tischen und Stühlen. Wir brauchen eine Küchen-
zeile und eine Toilette im Raum unter dem Turm. Ein neuer
Turm könnte im Grundriss der Apsis angeglichen werden.
Im Turm sollte ein Veranstaltungsraum sein. Wir können
uns gut vorstellen, dass nach dem Abriss die alte Kirche
mit den drei Fenstern wieder zur Geltung kommt und ein
kleiner Turm aufs Dach gesetzt wird.8 EinBlick
Pierre und Lukas
wurden im Mai konfirmiert. Während ihrer Konfirmandenzeit
sind sie regelmäßig zum Gottesdienst gekommen. Die Stadt-
kirche und die Ev. Kirche in Gudenhagen sind ihnen vertraut.
Wozu ist ein Kirchturm Die Glocken hängen darin. Wo kommen die Glocken hin,
wichtig? wenn es keinen Turm gibt? In Gudenhagen steht der Glocken-
turm neben der Kirche. Der Turm ist ein Zeichen dafür, dass
das Gebäude eine Kirche ist.
Was würde euch fehlen, Na ja, das Normale halt. Das, woran ich gewöhnt bin: die
wenn es keinen Turm Kirche mit Turm. Allerdings: Gäbe es keinen Turm, würde die
gäbe? Kirchengemeinde zeigen, dass sie sich verändern kann. Dass
sie nicht unbedingt das Klischee „Jede Kirche hat einen Kirch-
turm“ erfüllen muss.
Welche Chance seht ihr Man könnte ein Gebäude mit einem Flachdach anbauen. Und
in einem Neubau? auf dem Dach könnten im Sommer Konzerte und andere
Veranstaltungen stattfinden. Die Besucher gäben Spenden,
die die Gemeinde an Menschen weitergibt, die Unterstützung
brauchen.
Marc Heines ist katholischer Briloner. Er ist ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig.
Wozu ist ein Kirchturm Na klar, für die Glocken und die Uhr. Das ist natürlich nur der
wichtig? erste Gedanke. Aber auch als Zeichen nach Außen und um
sich von dem weltlichen Stadtbild abzuheben, finde ich einen
Turm wichtig.
Kannst du dir die Kirche Nur ungern. Allerdings sollte ein neuer Turm nicht um jeden
auch ohne Turm vor- Preis errichtet werden. Jede Zeit hat ihre Entscheidungen.
stellen? Wenn die finanziellen Hürden zu hoch werden, ist auch eine
Kirche ohne Turm eine Kirche.
Welche neuen Gestal- Auf keinen Fall einen Architektenwettbewerb ausrichten. Von
tungsmöglichkeiten Extravaganzen halte ich hier nichts.
eröffnen sich durch den
Abriss des Turms?
Auch der höchste Turm fängt ganz unten an.
Aus ChinaSchwerpunkt: Wahr – Zeichen – Turm
Stefan Neuberger
ist katholischer Ehemann von Andrea Neuberger. Er ist Mitglied im
Pfarrgemeinderat-Ortsausschuss Brilon Stadt
Wozu braucht die Meine Antwort ist zweigeteilt. Zunächst einmal gehört der Turm
evangelische Stadt- der evangelischen Stadtkirche in der Einheit mit den katholischen
kirche einen Turm? Kirchen (Nikolaikirche und Propsteikirche) zum Erscheinungsbild
von Brilon. Die drei Kirchen stehen zudem fast in einer Flucht von
Nord nach Süd. Im Besonderen ist sie die erste Kirche, die Besu-
cher bei der Einfahrt in das Zentrum von Brilon wahrnehmen. Au-
ßerdem ist für mich ein Kirchturm ein Zeichen der Verbundenheit
mit Gott. Die Glocken sollen uns Christen zusammenrufen zum
gemeinsamen Beten.
Kannst Du dir die Das ist für mich aus den o.g. Gründen nur schwer vorstellbar. Je-
Kirche ohne Turm doch gibt es aus meiner Sicht mehrere denkbare „Turmvarianten“
vorstellen?
Welche neuen Ge- Ich habe mir den originalen Entwurf der Kirche angesehen und
staltungsmöglich- könnte mir eine Variante „ohne“ Turm jedoch mit dem aufge-
keiten eröffnen sich setzten Geläut vorstellen. Auch eine moderne Variante, die einen
durch den Abriss hellen Glaseingang beinhaltet, könnte ein verbindendes Element
des Turms? der Tradition der christlichen Kirche und der Moderne sein.
Sven Becker
ist ein katholischer Jugendlicher und Mitglied im Tambourkorps der
Freiwilligen Feuerwehr. Mitglied im Jugendparlament
Wozu braucht die Zu einer Kirche gehört immer auch ein Turm dazu. Und als Turm von
evangelische Stadt- einer der drei Briloner Kirchen prägt er auch unser Stadtbild.
kirche einen Turm?
Kannst Du dir die Deshalb kann ich mir eine Kirche ohne Turm gar nicht vorstellen.
Kirche ohne Turm Das steht für mich außer Frage.
vorstellen?
Welche neuen Ge- Der Abriss eröffnet zum Beispiel die Möglichkeit eines Neubaus
staltungsmöglich- nach Vorbild des ersten, ursprünglichen Kirchturms der evange-
keiten eröffnen sich lischen Kirche.
durch den Abriss
des Turms?10 EinBlick
Erika Heyde ist Gemeindeglied und Lehrerin für Ev. Religion am Petrinum.
Wozu braucht Der Kirchturm bedeutet für mich christliche Tradition. Auch das Glo-
die evangelische ckenläuten gehört dazu.
Stadtkirche einen
Turm?
Kannst Du dir die Es geht meiner Meinung nach nicht ohne Kirchturm.
Kirche ohne Turm
vorstellen?
Welche neuen Ge- Ich wünsche mir den neuen Turm möglichst als offenes Bauwerk, in
staltungsmöglich- dem man die Glocken sehen kann, wenn man davor steht.
keiten eröffnen sich
durch den Abriss
des Turms?
Ulrich Prolingheuer ist Gemeindeglied und Mitglied im Ausschuss „Faire Gemeinde“
Wozu braucht die Die ev. Kirche benötigt einen Turm, um im Stadtbild wieder prä-
evangelische Stadt- sent zu sein und auch zur Unterbringung der Glocken.
kirche einen Turm?
Könntest Du Dir die Nein, der Kirchturm ist m. E. ein Kennzeichen einer christlichen
Kirche ohne Turm Kirche; wir sollten uns nicht „verstecken“.
vorstellen?
Welche neuen Ge- Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des geplanten Architekten-
staltungsmöglich- wettbewerbs. Ich könnte mir einen Wiederaufbau mit einer Holz-
keiten eröffnen sich Glaskonstruktion vorstellen, weil Holz ein landschaftstypisches
durch den Abriss und umweltverträgliches Baumaterial ist, was interessante Gestal-
des Turms? tungsmöglichkeiten bietet (s. skandinavischer Baustil wie oben).
Holz könnte dort verwendet werden, wo ggf. Funktionsraum ent-
steht, Glas würde offen und einladend zum Kirchbesuch wirken.Schwerpunkt: Wahr – Zeichen – Turm
Peter Schmidt
ist katholisch, engagiert beim Kulturverein Kulibri und ist im Vorstand des Besucherrings.
Wozu braucht die Sie braucht einen Turm wie jede andere Kirche, egal ob evange-
evangelische Stadt- lisch oder katholisch.
kirche einen Turm? Ein Turm ist ein Zeichen dafür: „Hier steht ein Gotteshaus!“. Er
prägt das Stadtbild einer Stadt und macht sie unverkennbar.
Ganz pragmatisch wird er natürlich auch für die Aufhängung der
Glocken benötigt. Denn diese geben der Stadt „ihr“ unverwech-
selbares Klangbild!
Könntest Du Dir die Nein kann ich nicht. Auch wenn der Turm in den Plänen von Ar-
Kirche ohne Turm chitekt Schinkel meines Wissens nicht vorgesehen war, so gehört
vorstellen? dieser prägnante Steinturm untrennbar zur evangelischen Kirche.
In der Vergangenheit mussten notgedrungen überall in Deutsch-
land und auch in dieser Gemeinde Kirchen geschlossen werden.
Umso wichtiger ist es, funktionierende Kirchen und deren Häuser
zu pflegen und zu erhalten!
Welche neuen Ge- Ich sehe eigentlich nur den Neuaufbau im Stil des jetzigen alten
staltungsmöglich- Turmes. Alles andere kann nur eine Notlösung sein! An viel zu
keiten eröffnen sich vielen Stellen wurden in Brilon schon alte Häuser und Gebäude
durch den Abriss abgerissen und gegen Neubauten ausgetauscht. Das darf sich in
des Turms? einem der Kirchengebäude, welches maßgeblich das Stadtbild
prägt, nicht fortsetzen.
Gerlinde Bangert-Litzke
ist Gemeindemitglied, aktive Pfadfindern, trägt Gemeindebriefe aus
und verwaltet die städtischen Zuschüsse für die Jugendpflege.
Wozu braucht die Der Glockenturm macht die Kirche aus. Er ist der erste Blickfang,
evangelische Stadt- wenn man eine Kirche ansteuert.
kirche einen Turm?
Kannst Du dir die Nein, kann ich mir nicht vorstellen. Eine Kirche ohne Turm ist wie
Kirche ohne Turm ein Hund ohne Schwanz.
vorstellen?
Welche neuen Ge- Zur Neugestaltung müssen Fachleute herangezogen werden: der
staltungsmöglich- Stil muss passen. Ich bin nicht für zu modern, eher für etwas Schö-
keiten eröffnen sich nes aus Stein und Holz.
durch den Abriss
des Turms?12 EinBlick
Propst Dr. Reinhard Richter
Wenn Sie mich schon in diese schwierige Turmdiskussion einbe-
ziehen wollen, dann will ich mich dem nicht entziehen, weil Ihre
Kirche eine Stätte des Gebetes, der Andacht und der Ermutigung
für Christen unserer Stadt ist. Als Katholik weiss ich auch von
gemeinsamen und sich unterscheidenden Verständnissen von
Kirchbauten, die aus durchbeteten Steinen bestehen. Form und Stil
zeugen vom Geist!
Wozu braucht die Ich empfinde den Turm als architektonischen Fremdkörper, weil
Ev. Stadtkirche dieser zu den klaren Formationen der Ev. Kirche mit seinem feinen
einen Turm? Steinbild gar nicht so recht passen will. Das Fehlen des Turmes
würde nur die Gewohnheit berühren.
Können Sie sich die Die Gemeinde braucht für ihr Selbstverständnis keinen Turm. In
Kirche auch ohne früheren Jahren war der Turm ein Herrschafts- und Sicherheits-
Turm vorstellen? symbol, ein Finger der Mahnung und ein Wegweiser zum Himmel.
Der Propsteiturm ist so ein Wahrzeichen für uns alle. Doch in
unserer Zeit würde man einen solchen Turm nicht mehr bauen.
Auch wenn dieser uns heute sehr viel Geld kostet, könnten wir ihn
allein aus Denkmalschutzgründen nicht abreißen. Ebenso ist die
ev. Kirche ein lebendiges Denkmal. Braucht die Gemeinde zum
Gemeinde-Sein und zum Christusbekenntnis einen Turm? Nein!
Jedoch eine Glocke, die zum Gottesdienst und zum Gebet einlädt,
wie es in alten Plänen in einem Dachreiter gedacht sein könnte.
Der alte Propsteiturm könnte wieder eine ökumenische, im
wahrsten Sinne „katholische“ Bedeutung für die Stadt erfüllen,
im Sinne von „auf‘s Ganze gehend“. Doch ich weiß auch von der
Sorge jener, die die Stadtansicht von Kirchentürmen bewahrt
sehen möchten, nicht allein von Windkrafträdern oder irgendwann
von anderen himmelwärtstreibenden Signaltürmen. Wir werden
unsere Zeit nicht zurückdrehen können, also konzentrieren wir
uns auf die Frage: Wozu sind wir als Christen da? Wozu brauchen
wir Kirchen, Türme und Gemeindehäuser? Wozu, wo uns heute so
viele weglaufen!
Welche neuen Ge- Was entfernt wird, tut weh! Sollte eine mutige Entscheidung
staltungsmöglich- dazu führen, dass aus den bekannten Gründen der Turm weichen
keiten eröffnen sich müsste, dann könnte ich mir einen durchlichteten Glas-Vorraum
durch den Abriss vorstellen, der zur Sammlung und Vorbereitung einlädt und dann
des Turms. durch das Portal in die Kirche zieht. Warum nicht eine Art Tauf-
kapelle? In den alten Klöstern gibt es Brunnen mit fliessendem
Wasser in den Kreuzgängen, in denen sich die Gläubigen die
Hände waschen und dann in den Gottesdienst gehen. Die kleinen
Weihwasserbecken in den katholischen Kirchen sind Geschwister
dieser Klosterbrunnen.
Ich bin mir gewiss, dass die Gemeinde eine zukunftsgewandte
Entscheidung fällen wird.Schwerpunkt: Wahr – Zeichen – Turm
Reinhard Sommer
ist katholisch. Früher war er Erster Beigeordneter der Stadt Brilon, langjähriger Vorsit-
zender der Städtepartnerschaft Brilon-Hesdin.
Wozu braucht die Ohne Turm ist der Kirchenbau „amputiert“, städtebaulich und
evangelische Stadt- funktional muss deshalb ein neuer Turm her! Kirche ohne Glocken,
kirche einen Turm? das geht gar nicht.
Könntest Du Dir die Nein, ein neuer Turm muss gebaut werden.
Kirche ohne Turm
vorstellen?
Welche neuen Ge- Der geplante Abriss ist für die Denkmalpflege sicher ein schwie-
staltungsmöglich- riger Schritt. Für einen Neubau sollte ein (städtebaulich geprägter)
keiten eröffnen sich Wettbewerb stattfinden. Kopieren darf man den bestehenden
durch den Abriss Turm aber keinesfalls. Auch eine moderne Variante mit aktuellen
des Turms? Materialien kann ich mir gut vorstellen.
Ein neuer Raum könnte im Erdgeschoss entstehen – nutzbar für
Begegnungen z.B. auch mit Kaffee und Kuchen nach Gottesdiens-
ten oder Veranstaltungen – das wäre doch was!
Manfred Scholle
ist Gemeindeglied, er war jahrelang Finanzkirchmeister im Presbyterium. Bis heute un-
terstützt er die Kirchengemeinde ehrenamtlich.
Kannst du dir die Ohne Turm kann ich mir die Kirche nicht vorstellen.
evang. Stadtkirche
ohne Turm vorstel-
len?
Wozu braucht die Schon für die Kirchenglocken wird der Turm benötigt.
Stadtkirche einen
Turm?
Welche neuen Ge- Mein Wunsch wäre ein massiver Turm. Sein Mauerwerk sollte den
staltungsmöglich- Steinen der Kirche angepasst werden.
keiten eröffnen sich
durch den Abriss
des Turms?14 EinBlick
Der rosa Turm
Der Rosa Turm ist wohl das populärste und bekann-
teste Material der Reformpädagogin Maria Mon-
tessori. Er besteht aus zehn „Kuben“ (Würfeln), die
sich in drei Dimensionen verändern (Länge, Breite,
Tiefe). Der kleinste Kubus hat eine Kantenlänge von
1 cm, der größte eine Kantenlänge von 10 cm. Das
Aufeinandersetzen der Kuben ermöglicht Kindern
das Wahrnehmen und Erfahren von Größenunter-
schieden. Mithilfe der verschieden großen Kuben
können die Begriffe „groß“ – „klein“, „klein“, „klei-
ner“ „am kleinsten“ („groß“, „größer“, „am größten“)
erarbeitet werden.
Es steckt also schon sehr viel Mathematik in diesem
Material, das auch schon von Kleinkindern „be-
spielt“ werden kann. Natürlich ist das den Kleinen
nicht bewusst. Kinder lieben es einfach, Türme zu
bauen, einen Würfel auf den anderen zu stapeln,
dabei beobachten zu können, wie er immer größer
wird. Im besten Fall, wenn die Kuben in der richtigen
Reihenfolge gesetzt werden, ist er sogar stabil und
hält. Anders als bei anderen Türmen werden die Ku-
ben des Rosa Turms einzeln und nacheinander mit
beiden Händen aufeinander gesetzt und der Turm
auf keinen Fall am Schluss zerstört. Interessanter-
weise wollen das die Kinder, die es gewöhnt sind,
mit Montessori-Material zu arbeiten, aber auch gar
nicht. Der Respekt vor dem Material und der Stolz
auf das Geschaffene ist einfach zu groß.
Wer schon einmal beobachtet hat, mit welcher
Hingabe und Konzentration Kinder Türme bauen,
kommt nicht um den Gedanken herum, dass die
Faszination an Türmen tief im Menschen verankert
ist. Vielleicht hat es ja etwas zu tun mit dem Be-
streben „hoch hinaus“ zu wollen oder dem Himmel,
dem Göttlichen, etwas näher zu kommen?
Text und Bild: Katharina Mendelin,
früher Brilon, heute Köln
Je höher die Väter ihre Türme und Paläste bauten,
desto größere Schutthaufen hatten ihre Söhne und
Enkel wegzuräumen.
UnbekanntAndacht
„Fake news, alles fake news…“, brüllte es durch den Palast des Pilatus. „Das kann
doch nicht sein, dass das Grab leer ist. Ich habe doch extra Wachen vor das Grab
stellen lassen. Wer ist dafür verantwortlich? Der ist gefeuert!“. Pilatus schäumte
vor Wut. Genau das hatte er vermeiden wollen. Jetzt würden sich die Gerüchte in
Windeseile verbreiten. Die einen würden sagen, man hat den Leichnam geklaut.
Und dann stünden seine tapferen Soldaten als die Deppen da. Und man wür-
de sie bei den nächsten Gelegenheiten immer wieder verspotten. Ihr könnt noch
nicht einmal ein Grab mit einem Toten bewachen. Nicht auszudenken. Oder, noch
schlimmer, jetzt begannen schon einige dieser Jesus-Fans zu behaupten, dieser
Jesus wäre von den Toten auferstanden.
Einige Gassen weiter ein ganz anderes Bild. Kein lautes Brüllen, kein wütendes
Schäumen, sondern ängstliches Kauern, furchtsam hinter verschlossenen Türen
dem Lärm auf der Straße lauschend. Würden jetzt die Soldaten Roms auch die
Anhänger Jesu verfolgen? Jedes Mal, wenn sich jemand auf der Gasse der Tür
nähert und die Schritte vor der Tür stehen bleiben, halten innen alle den Atem an.
Als dann aufgeregt geklopft wird, wagt kaum jemand sich zu rühren. Erst als man
die vertrauten Stimmen der Jüngerinnen erkennt, die zum Grab gegangen waren,
um den Toten einzubalsamieren, öffnet einer vorsichtig die Tür. Unglaublich, was
aus den Frauen hervorsprudelt. Nur Wortfetzen zu verstehen, leer, Grab, kein Jesu
– nicht zu finden, helle Gewänder, er sei nicht hier, auferstanden. Ein Gewirr der
Stimmen, Fragen, ungläubiges Stammeln, ein Durcheinander der Erklärungsver-
suche: das kann doch nicht sein?
Sommer 2018. Es fällt kaum auf, jedenfalls viel weniger als der Turm, auf dem
es steht. Das Kreuz oben auf dem Dach, klein unscheinbar, aber weithin sichtbar.
Wahrgenommen wird eher nur der Turm in seiner vertrauten Gestalt. Jetzt, wo es
klar ist, dass er bald nicht mehr zum vertrauten Stadtbild gehören wird, nehmen
ihn wieder Menschen wahr. Aber nehmen sie auch das Kreuz wahr, das eigentliche
Zeichen, das der Turm weithin sichtbar trägt? Das Zeichen dieses verrückten Todes,
der so anders war, als wir es jemals begreifen können. Das leere Grab, das über
sich hinausweist auf die Auferstehung. Und damit von einer Kraft Gottes erzählt,
die stärker ist als der Tod. Erzählt vom Ja Gottes, vom Ja seiner Liebe zu seiner
Schöpfung, von seinem Ja zu uns. Kein Fake, sondern ein Wahr - Zeichen, weithin
sichtbar.
Rainer Müller16 EinBlick
Kinderseite
Hallo liebe Kinderseitenleser!
Ich heiße Stefan Neuberger und vertrete in diesem Gemeindebrief meine Frau Andrea.
Dieses Mal heißt es „wieder in Aktion zu treten“ und das Rätsel zu lösen. Verbindet einfach
die Punkte von 1 bis 88 und lasst Euch überraschen, was zum Vorschein kommt!
Viel Spaß! Euer StefanRezepte
Rindfleischburger
mit Balsamico und
Chorizo
Zubereitung: Zutaten:
Die Semmelbrösel mit der Milch übergießen und fünf 40 g frische Semmelbrösel
Minuten durchziehen lassen. Die Chorizo im Blitzha- 2 El Milch
cker fein hacken und mit dem Hackfleisch, Crema di 1 getrocknete Chorizo
balsamico, Oregano, Semmelbröselmischung, Salz (gehäutet, gehackt)
und Pfeffer vermengen. 400 g Rinderhack
Eine Grillpfanne erhitzen. Aus der Fleischmasse vier 2 El Crema di balsamico
Bratlinge formen und auf jeder Seite drei Minuten
1 El gehackte Oreganoblätter
braten. Die Auberginenscheiben mit Öl bestreichen
Meersalz und schwarzer Pfeffer
und auf jeder Seite zwei Minuten braten oder grillen.
1 kleine Aubergine,
Die unteren Brötchenhälften mit Aioli oder Barbe-
cuesauce bestreichen, mit Rucola, dem Burger und in feine Scheiben geschnitten,
Auberginenscheiben belegen und den Brötchen- Olivenöl zum Bestreichen
deckel aufsetzen. 4 Brötchen, halbiert,
Aioli oder Barbecuesauce
Zubereitung der Barbecuesauce:
Rucolablätter
Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und in
kleine Würfel schneiden.
In einem Topf das Öl erhitzen und Zwiebeln und
Knoblauch darin anbraten.
Ketchup, Zucker, Rotweinessig, Worcestersauce und
Cayennepfeffer dazugeben, in 15 Minuten dicklich
einkochen und eventuell mit Salz abschmecken. Zutaten für die Sauce:
Wie gut tut es unserem Körper und unserer Seele, zum 2 rote Zwiebeln,
Beispiel vom Bilstein aus auf die schöne Landschaft Salz und Pfeffer,
des Sauerlandes zu schauen, die gute Luft und die 2 Knoblauchzehen,
„Grünkraft“ (Hildegard von Bingen) der Bäume bei 2 EL Öl
einer Wanderung im schattigen Wald zu spüren oder 250 ml Ketchup,
das Glockenläuten von unserem Kirchturm aus zu 2 EL Worcestersauce,
genießen! 80 g brauner Zucker,
Solche Erfahrungen erquickender und belebender 80 ml Rotweinessig,
Muße, Ruhe und Erholung - für Leib und Seele - ¼ TL Cayennepfeffer
das wünsche ich Ihnen für diesen Sommer!
Ihre18 EinBlick
Predigtplan Juni - Juli - August 2018
Brilon Gudenhagen Hoppecke Scharfenberg
in der Gottesdienst in Gottesdienst Gottesdienst
Ev. Stadtkirche der Ev. Kirche in der Ev. in der Kath.
Kapelle Kirche
Samstag 2.6.. 18 Uhr
KKB/AJ
Sonntag 3.6. 10 Uhr 10 Uhr
KKB/AJ Lese-GD
Sonntag 10.6. 10 Uhr 11.30 Uhr
KKB K RM
Sonntag 17.6. 18 Uhr 10 Uhr RM
Singstar-GD
AJ und Ju-
gendteam
Sonntag 24.6. 10 Uhr
RM
Sonntag 1.7. 10 Uhr 10 Uhr
AJ/KKB Lese-GD
Samstag 7.7. 18. Uhr
RM
Sonntag 8.7. 11 Uhr Tauffest Almequellen mit Bläserkreis
Pfarrteam K
Sonntag 15.7. 18 Uhr 10 Uhr
RM RM
Sonntag 22.7. 10 Uhr
RM
Sonntag 29.7. 10 Uhr
KKBBrilon Gudenhagen Hoppecke Scharfenberg
Gottesdienst in Gottesdienst Gottesdienst Gottesdienst in
der in der in der der Kath.
Ev. Stadtkirche Ev. Kirche Ev. Kapelle Kirche
Samstag 4.8. 18 Uhr
RM
Sonntag 5.8. 10 Uhr Schützen-GD
RM im Gemein-
schaftshaus
Sonntag 12.8. 10 Uhr 11.30 Uhr
KKB/AJ KKB/AJ
Sonntag 19.8. 18 Uhr 10 Uhr
Literatur GD RP
KKB
Sonntag 26.8. 10 Uhr
KKB
Samstag 1.9. 18 Uhr
AKK
Sonntag 2.9. 10 Uhr 10 Uhr Lese-
RM GD
Seniorenzentrum St. Engelbert, Brilon montags 15.15 Uhr 25.6.. 30.7. 27.8.
Seniorenresidenz Am Schönschede montags 16.15 Uhr 25.6.. 30.7 27.8..
Seniorenresidenz Gudenhagen freitags 10.15 Uhr 1.6. 6.7. 3.8.
Legende RM = Rainer Müller Abendmahl
KKB = Kathrin Koppe-Bäumer (in Gudenhagen
BSM = Barbara Siegel-Müller alkoholfrei)
AJ = Antje Jäkel
RP = Roland Piontek Taufe möglich
AKK = Anne-Kathrin Kemper
K Konfirmanden
am Gottesdienst
beteiligt20 EinBlick
Ausblick - Gottesdienste Höhepunkte im Sommer Wir laden ein: Sonntag, 17. Juni um 18.00 Uhr: Besonderer Gottesdienst. Jugendliche bereiten mit Vikarin Antje Jäkel einen Singstar-Gottesdienst zum Thema: „Musical“ vor. Am Sonntag, 8. Juli beginnt um 10.00 Uhr am Entenstall in Alme das Tauffest. Die Familien der bisher 13 angemeldeten Täuflinge gehen an der Alme entlang bis zum Quelltopf und schöpfen dort das Wasser. Um 11.00 Uhr lockt Posaunenklang zum Got- tesdienst. Danach können alle zum Picknick im Grünen bleiben. Jeder und jede trägt mit Salaten, Käse oder Kuchen zum Mitbring-Buffet bei. Geschirr und Besteck sollte auch je- der dabeihaben. Die Kirchengemeinde bietet gegen Spende kalte und warme Getränke, Würstchen und Brötchen an. Sonntag, 15. Juli um 18.00 Uhr: Besonderer Gottesdienst in der Stadtkirche: „Reisese- gen“ mit Pfr. Rainer Müller. Musik macht cantamus-der Gemeindechor, Sonntag, 19. August um 18.00 Uhr: Besonderer Gottesdienst in der Stadtkirche: „Reise- lektüre“ mit Andrea Neuberger und Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer Mehr Informationen finden Sie auf www.kirche-brilon.de Geistliche Abendspaziergänge an und unter Bäumen Gehend Gott, der Welt und mir begegnen. In diesem Jahr führt der geistliche Abendspazier- gang um den Briloner Ortsteil Scharfenberg herum. Der in der Gruppe gegangene Weg ist ein Bild für den Lebensweg, der An- fang und Ende hat, der aus einer Quelle kommt und ein Ziel hat, der geborgen ist in Gott. Eine Ortskundige zeigt den Weg. Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer deutet Auffälliges am Weges- Treffpunkt: Freitag, 3. und 17. August, 18.00 Uhr am rand. Mitzubringen sind dem Wanderparkplatz Ochsenkamp, Dauer: ca. 90 Minuten Wetter angemessene Kleidung und Wanderschuhe. Dieses Jahr Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Brilon, wird zweimal dieselbe Route Kathrin Koppe-Bäumer, 0291-9082811, angeboten, damit die Gruppen kkoppe-baeumer@kirchebrilon.de, überschaubar bleiben. wwww.kirche-brilon.de
22 EinBlick
Leitlied für Sommer-Gottesdienste
Im evangelischen Gesangbuch des Jubilierens und Triumphierens am Ende des Liedes
gibt es ein Lied, das klingt leicht, – mir war die Spannung zwischen leichter Musik im
fröhlich, liebevoll wie ein Roko- ¾-Takt und schweren Worten oft zu hoch. Nur selten
ko-Tanz. Den Text hingegen habe habe ich für Gottesdienste dieses Lied ausgesucht.
ich immer einerseits als schwe- Deshalb freute ich mich, als ich in den 80-er-Jahren
ren Brocken aufgefasst: „In dir zum ersten Mal eine Neudichtung von Jörg Zink auf
ist Freude in allem Leide“ – und die beliebte Melodie hörte. Zink hat aus dem Ver-
hoch dramatisch in der Wort- trauens- ein Loblied gemacht: Die ganze Schöpfung
wahl: „hilfest von Schanden, rühmt Gott, vom Aufgang der Sonne, in deren Licht
rettest von Banden, an dir wir die Schöpfung langsam sichtbar wird, bis zum Unter-
kleben in Tod und Leben“. Trotz gang der Sonne. Als Gegenüber, als Freudenquelle,
als Begleiter steht Gott der Schöpfung zur Seite. Der
Dichter ist mitten in ihr, spricht aus der Freiheit, die
Zum Sehen geboren,
der Wind ihm schenkt, lässt sich erquicken vom Mor-
Zum Schauen bestellt,
gentau. »Eines zu sein mit allem, was lebt …« dieses
Dem Turme geschworen,
Wort des Dichters Hölderlin hat Zink sein Leben lang
Gefällt mir die Welt.
begleitet. Im Lied singt er: Vom Lebensanfang bis zu
seinem Ende ist Gottes gutes Segenswort da, es be-
Ich blick‘ in die Ferne,
gleitet uns, geht uns voran, schenkt uns Geborgenheit.
Ich seh‘ in der Näh‘
„Was immer kommen mag, du bist uns nah. Wir aber
Den Mond und die Sterne,
gehen, von dir gesehen, in dir geborgen durch Nacht
Den Wald und das Reh.
und Morgen.“ Die Spannung zwischen Freude und
Leid – Zink hat sie in die neuen Verse übernommen,
So seh‘ ich in allen
doch mit leichterem Pinselstrich gezeichnet. Wie in
Die ewige Zier,
der Vorlage des 16. Jahrhunderts ist auch sein letztes
Und wie mir‘s gefallen,
Wort Halleluja.
Gefall‘ ich auch mir.
Dieses Lied wollen wir in diesem Sommer als Leitlied
in unseren Gottesdiensten singen. Möge die tänze-
Ihr glücklichen Augen,
risch, fröhliche Melodie von Giacomo Gastoldi unsere
Was je ihr gesehn,
Herzen hüpfen lassen und uns dankbar in Zinks Worte
Es sei, wie es wolle,
einstimmen lassen. Er hat uns Worte gegeben, die uns
Es war doch so schön!
singen, beten und leben lassen.
Johann Wolfgang von Goethe; Eine Sammlung von Zinks Büchern finden Sie hier:
Quelle: Goethe, Faust. Der www.joerg-zink.de/werke
Tragödie zweiter Teil, 1832.
5. Akt K. Koppe-BäumerBrilon blüht auf 2018 – und
wir waren dabei!
Bild: K. Koppe-Bäumer
Am 14. und 15. April fand in Brilon wieder das alljähr-
liche Fest „Brilon blüht auf“ statt. Viele Läden und Fir-
men stellten ihre Ware aus. Wir, die Jugendlichen der
evangelischen Kirche, beteiligten uns ebenfalls an bei-
den Tagen. Für Groß und Klein verkauften wir frische
Waffeln und brutzelten Würstchen. Zehn Jugendliche
standen insgesamt 12 Stunden in der Bahnhofstraße
und erwirtschafteten mit viel Spaß so Geld für das
JuCaf, um eigene Grill- und Spieleabende zu veran-
stalten. Beim Altstadtfest ist diese Aktion noch einmal
geplant.
Ilka Neuberger
Dein Kopf ist ein Turm
Dein Kopf ist ein Turm
mit strahlentanzenden Linsen.
Die geübte Hand weiß es oft viel besser
als der Kopf.
O Dichter!
Willst Du den Moder einer Gruft schildern
und gebricht es Dir dabei
an der so nötigen Inspiration,
kauf Dir einen Camembert,
und ab und zu daran riechend,
wirst Du können.
Paul Klee24 EinBlick
Auf Wiedersehen, Samar - Bilanz des Kirchenasyls
Bild: K. Koppe-Bäumer
Seit dem 3. Januar gewährte das Presbyterium einer jungen aus dem Libanon geflüchteten
Frau Kirchenasyl im Evangelischen Gemeindezentrum. Bereits vor Weihnachten warben Eli-
sabeth Patzsch in Olsberg und Rolf Plauth in Brilon als kreiskirchliche Beauftragte für und
Koordinator in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit um freiwillige Unterstützung. Vor der
Presbyteriumssitzung trafen sich erstmals 13 Menschen im neu gegründeten Unterstützer-
kreis, 7 weitere sagten ihre Hilfe zu. 12 übernahmen einen regelmäßigen Besuchsdienst, um
die Kontakte zu der geflüchteten Frau zu pflegen. Diese durfte ja das Gelände der Kirchen-
gemeinde während des Kirchenasyls nicht verlassen. Ein junger Syrer, der von Anfang an als
Dolmetscher zur Verfügung stand, besuchte sie täglich. Er übernahm für sie die Einkäufe
und Besorgungen und brachte ihr Grundkenntnisse in Deutsch bei.
Der Standort Evangelisches Gemeindezentrum erwies sich relativ schnell als Glücksfall für
das Kirchenasyl. Dort finden ohnehin regelmäßig verschiedene Angebote statt, die für Be-
sucher insgesamt offen sind oder die sich zum Teil speziell an Flüchtlinge richten. So finden
Sprachkurse der VHS für Migranten mit unterschiedlichen Vorkenntnissen statt. Neben dem
individuellen Sprachunterricht nahm auch Samar an diesem Kurs mit teil. Aber auch das
Nähcafé des Vereins Kunterbunt trifft sich regelmäßig im Gemeindezentrum. Dort begeg-
nen sich wie im Café International auch Brilonerinnen und Briloner und Flüchtlinge aus
vielen Herkunftsländern. Der Besuch dieser Treffpunkte und die Beteiligung an diesen Akti-
vitäten führten dazu, dass Samar mit vielen Menschen in ihrer Muttersprache reden konnte.
Die Zahl der Besuche nahm zu, was zu einer Entlastung des Besuchsdienstes führte. Zwei
Zahnarztbehandlungen und psychosoziale Beratungsgespräche konnte die Gemeinde für
ihren Gast organisieren.
Über die vielfältigen Begegnungen auch mit dem Pfarrteam und den Mitarbeiterinnen im
Gemeindezentrum, denen sie zum Beispiel beim Gemeindefrühstück in der Küche half, sind
auch Nähe und Bindungen entstanden und das Ende des Kirchenasyls im Juni wird nicht nur
für Samar nicht einfach werden. Sie würde gerne hier bleiben. Sie will uns besuchen, sagt
sie. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.
Wenn sie in ihr Herkunftsland abgeschoben wird, droht ihr nach wie vor dort der Tod.
Deshalb haben wir dieses Kirchenasyl durchgeführt. Jetzt muss der Rechtsstaat über die Er-
öffnung eines Asylverfahrens in Deutschland entscheiden. Bei allen, die uns ideell, praktisch
und finanziell unterstützt haben, möchte ich mich im Namen unserer Kirchengemeinde und
im Namen von Samar herzlich bedanken.
Rolf PlauthGemeindeleben Neue GemeindeSchwester baut Senioren-Netzwerk uf Am 1. April hat die Ev. Kirchengemeinde Brilon Annika Siegel als GemeindeSchwester eingestellt. Das große „S“ in der Mitte der Berufsbezeichnung weist darauf hin: Damit ist keine Gemeindeschwester im herkömm- lichen Sinne gemeint. Annika Siegel wird in einem Mini-Job arbeiten. Ihr Arbeitsfeld sind zunächst die alten Gemeindeglieder. Sie soll herausfinden, was es bedeutet in Brilon alt zu werden und nicht mehr über- all selbstständig hinzukommen. Möglichst viele unserer hochbetagten Gemeinde- glieder wird sie besuchen. Um nicht vergeblich vor der Tür zu stehen, wird sie sich vorher telefonisch anmel- Bild: R. Müller den. Also, seien Sie nicht überrascht, wenn auf einmal Geburtstagsbesuch von der Kirchengemeinde vor der heutzutage einsam zu Hause Tür steht. Pfarrer und Pfarrerin sind seit der Kürzung sind und sich oft nicht trauen, der Pfarrstellen auf 1,5 mit so vielen anderen Arbeiten Angebote für Senioren oder die beschäftigt, dass sie nur Geburtstagsbesuche machen, Kirche zu besuchen, obwohl sie wenn sie persönlich darum gebeten werden. es gern würden. Hier würde ich Annika Siegel kommt mit Glückwünschen ins Haus gern die Brücke schlagen und ein und mit einem Sack voller Fragen. Denn: Das Presby- Netzwerk aufbauen, um diese terium möchte wissen, wie es alten Menschen in Brilon Senioren zu erreichen.“ geht und was sie von der Kirchengemeinde erwarten. Sie können Annika Siegel tele- Leben im Alter ist das Thema der Zukunft. Das ist uns fonisch über das Gemeindebüro allen klar. Tel.: 02961/ 500 20 erreichen. Neben den persönlichen Begegnungen hat Annika Auch ein Minijob kostet den Ar- Siegel sich seit Anfang April in Gemeindegruppen, beitgeber Geld. Auf die Dauer vorgestellt. Ihr und unser Wunsch: Möglichst viele kann die Stelle nicht zu 100% aus Menschen sollen sie kennenlernen, damit sie ein Netz- dem Haushalt finanziert werden. werk Seniorenarbeit aufbauen kann. Deshalb bitten wir um Spenden Im Gottesdienst am 10. Juni wird sie von Pfarrerin Ka- für diesen zukunftsträchtigen Ar- thrin Koppe-Bäumer und Mitgliedern des Diakonie- beitsbereich. Ausschusses in ihrem Arbeitsbereich begrüßt und sie Ein Konto dafür ist eingerichtet: wird gesegnet. DE 72 4165 1770 0000 0685 28 Annika Siegel lebt seit ihrer Kindheit in Brilon. Sie ist Stichwort GemeindeSchwester. die Tochter vom Pfarrehepaar Siegel-Müller. Sie ist 44 K. Koppe-Bäumer Jahre alt und hat fünf Kinder, ein Enkelkind und drei Hunde. Seit Januar 2018 nimmt sie an einer Weiterbil- dung zur GemeindeSchwester im Diakoniewerk Ruhr teil. Innerhalb von drei Jahren fährt sie neunmal je eine Woche nach Witten und wird ausgebildet in Bibelkun- de, dem Aufbau diakonischer Projekte, Gesprächsfüh- rung und weiteren Methoden, die im diakonischen Alltag eine Rolle spielen. Vorher hat sie als Altenpfle- gerin in einem Seniorenheim und in einer Sozialisation gearbeitet. Daher weiß sie, „wie viele alte Menschen
26 EinBlick Rückblick
Gemeinsames Singen im Mai
Am 8. Mai folgten rund 50 sangesfreudige Menschen
der Einladung unseres Kirchenchores „cantamus“ zum
„offenen Singen“ im Gemeindehaus.
Chorleiter Eberbach hatte ein gewohnt vielfältiges
Programm zusammengestellt, das große Zustimmung
fand: Neben alten deutschen Volksliedern wurden Ka-
nons gesungen; englische Songs wie „Let it be“, „I´m
sailing“, „Blowing in the wind“, aber auch ein Schla-
ger wie „Griechischer Wein“ und der Klassiker „Freude
schöner Götterfunken“ von Schiller/Beethoven waren
präsent.
Schwungvoll begleitet wurden alle Lieder von Christi-
ne Preckel auf dem Akkordeon.
Die Mitglieder des Kirchenchores hatten ein liebevoll
zusammengestelltes und reichhaltiges Buffet herge-
richtet, das in der Pause gut angenommen wurde.
Eine gelungene Veranstaltung!
Wer Interesse am Chorgesang hat und unseren Kir-
chenchor mit seiner Stimme unterstützen möchte, ist
zu den Proben – jeweils dienstags um 19.30 Uhr –
herzlich eingeladen.
Text und Bilder: Britta ProlingheuerAusblick
Was für ein Vertrauen!
Vom 19.-23. Juni 2019 steht die Ruhrgebietsstadt Dortmund ganz im Zeichen des Deut-
schen Evangelischen Kirchentags. Leicht soll die Atmosphäre dieses Festes sein: Hell-und
dunkelgrüne Luftballons auf den Werbeplakaten spiegeln das. Ein erfrischender Geist zieht
sie nach oben, nach Dortmund. „Vom Vertrauen getragen leben wir, feiern wir und setzen
wir uns mit schwierigen Themen auseinander“ – heißt die Botschaft des Kirchentags. „Damit
mehr Vertrauen gewagt wird und wächst.“
Eine Gruppe Jugendlicher aus unserer Gemeinde will auf jeden Fall nach Dortmund fahren.
„Denn Kirchentag in Berlin- das war toll.“ Da haben sie 2017 einen Singstar-Gottesdienst
zum Thema Liebe in einer der Jugendkirchen gefeiert. Die Kirche war voll. Junge und Ältere
haben mitgesungen und hinterher begeisterte Rückmeldungen abgegeben. Das Team ist
immer noch motiviert und wird im Herbst einen Singstar-Gottesdienst zum Thema „Ver-
trauen“ vorbereiten. Am 17. Februar 2019, dem Kirchentagssonntag überall in Deutsch-
land, wird dieser Singstar-Gottesdienst abends um 18.00 Uhr in der Stadtkirche zum ersten
Mal gefeiert.
Das werbende Wahrzeichen für den Kirchentag sind übrigens rollende Büdchen. Im Ruhr-
gebiet gibt es sie an vielen Straßenecken: Buden, wo man Zeitungen, Getränke, aber auch
Notwendiges für die Küche kaufen kann. Und vor allem, wo man miteinander ins Gespräch
kommt. Wie beim Kirchentag: mit den Mitgliedern der Gruppe, die zusammen hinfährt, mit
Zufallsbekanntschaften beim Picknick im Westfalenpark, mit Sitznachbarn im Gottesdienst
oder in der U-Bahn. Wollen Sie auch mitfahren? Wer Interesse hat, kann sich schon mal im
Gemeindebüro melden. Das Presbyterium überlegt dann ein konkretes Angebot.
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Fröhliches
Donnerwetter
Ohne Plan B – mit viel
Gottvertrauen
Die Wettervorhersagen klangen
alles andere als zuversichtlich.
Dennoch trafen sich fast einhun-
dert Menschen aus den beiden
evangelischen Kirchengemein- und fröhlich sein können und sagen: Donnerwetter …
den Brilon und Olsberg –Bestwig Und die seien ungebrochen freundlich und heiter ge-
und weitere Gäste an der Hieb- wesen weil die Zukunft Jesus heiße … und der Mensch
ammenhütte, um gemeinsam ei- ein neuer Mensch werde durch Jesus Christus.“ So
nen Freiluftgottesdienst am Him- klang es ermutigend in einer modernen Psalmüber-
melfahrtstag zu feiern. Der Wirt tragung.
Jürgen Lüke hatte in bewährter Anschließend traf man sich noch bei Gegrilltem und
Weise mit seinem Team Bänke gut gekühlten Getränken zu Gesprächen, traf Bekann-
und einen Zeltpavillon für den te und Freunde,… wie es eben so ist, wenn Himmel-
Altar aufgestellt. fahrt auf Vatertag trifft.
Als die Bläser aus Brilon und Rainer Müller
Olsberg die ersten Töne in den
Himmel schickten, durchbrach Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die Sonne den Wolkenvorhang. die sich über die Dinge zieh‘n.
Pfarrer Burkhard Krieger und Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
Pfarrer Rainer Müller hielten eine aber versuchen will ich ihn.
muntere Dialogpredigt: „Him-
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
melfahrt ist so etwas wie das
und ich kreise jahrtausendelang,
Gegenstück zu Weihnachten. Zu
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
Weihnachten kommt Gott vom
oder ein großer Gesang.
Himmel auf die Erde. Himmel- Rainer Maria Rilke
fahrt öffnet Christus uns den
Weg von der Erde zum Himmel“, DER TURM
brachte es Pfarrer Müller auf den
Punkt. Unterstützt durch Vikarin Verjüngter immer hebt sich der klare Bau
Antje Jäkel aus Brilon und Pres- den Wolken zu, und immer verlassner treibt
byter Martin Patzsch aus Ols- der Gottbesessne sein verwegnes
berg feierten die Gläubigen mit Werk, dem Gelärme der Zeit entrissen.
schwungvollen Lieder, Psalmge- Dort unten dämmert Nacht der Unzähligen
beten, biblische Lesungen und in Schmerz und Wollust, Notwehr und dumpfem Schlaf;
der Feier eines Agapemahles mit und ihre sprachverwirrte Zunge
Brot und Trauben einen fröh- stammelt das Lob nicht des Kühnen, nennt nur
lichen Gottesdienst. „Und jeder
soll es sehen oder ganz erstaunt das Nächste, blind, und ahnt die entrückte Tat
sein, dass Gottes Kinder so leicht im Quader erst, der hoch von geheiligtem
Gebäu sich lösend, stürzt und willig
plumpem Beweis, ihre Stirn zerschmettert.
Josef WeinheberVeranstaltungshinweise
Lust auf
Gospel?
Ferienvergnügen rund ums Interessierte Menschen finden
Jagdschloss Bückeburg 2019 sich zu einem Gospelchorprojekt
zusammen.
Wann fahrt ihr das nächste Mal wieder nach An jedem dritten Sonntag im
Bückeburg? Jetzt ist es klar und die ersten können Monat findet in der Evange-
sich schon anmelden, das Team hat schon erste lischen Kirche abends um 18.00
Pläne für Aktionen und Aktivitäten entwickelt und Uhr ein besonderer Gottesdienst
freut sich schon wieder auf eine schöne gemein- statt.
same Zeit. Am 16. Dezember 2018 widmet
Am Montag, dem 22. Juli 2019 geht es für die sich dieser besondere Gottes-
Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren los: 14 schöne dienst dem Thema Gospel. Dazu
Ferientage mit vielen interessanten Spielen und entsteht ein Projektchor, der sich
sportlichen Aktivitäten auf dem großen Gelände auf diesen Abendgottesdienst
rund um das Jagdschloss, fröhlichen Wasserspielen vorbereitet. Eingeladen sind
am Badeteich und Abenden rund ums Lagerfeuer Männer und Frauen, Erwachse-
und mancher Überraschung. Auch drei Tagesex- ne von jung bis alt, die Lust und
kursionen stehen wieder auf dem Programm: zum Laune haben, Gospel zu singen.
Potts-Park nach Minden, in den Zoo nach Hannover Jeder und jede kann mitmachen,
und eine weitere Abenteuertour. Zurück nach Brilon Notenkenntnisse sind nicht er-
geht es am 4. August. forderlich.
Die Kosten für die Fahrt betragen 350 €. Geprobt wird an jedem 1. und 3.
Darin sind enthalten die Hin- und Rückfahrt zum Mittwoch im Monat im Evange-
Jagdschloss Baum, Unterkunft und Verpflegung, lischen Gemeindezentrum um 20
die Exkursionen und die Versicherung. Geschwi- Uhr. Das erste Treffen findet am
sterkinder erhalten eine Ermäßigung. In besonde- 16. Mai statt. Die nächsten Tref-
ren Fällen kann auch eine finanzielle Unterstützung fen zum Einstieg sind am 6. und
gewährt werden. In diesem Fall nehmen Sie bitte am 20. Juni.
Kontakt mit dem Pfarrteam auf. Um das Chorprojekt zu finanzie-
Verbindliche Platzreservierungen bitte an das Ge- ren, wird ein kleiner Unkosten-
meindebüro, Frau Fiebich, Tel. 02961/50020 oder beitrag erhoben.
per mail gemeindeamt@kirchebrilon.de . Die Teil- Interessierte melden sich bei
nehmerzahl ist begrenzt auf 25 Kinder. Heike Fritz, Tel.: 02961/960576Sie können auch lesen