KUNST KULTUR GESCHICHTE 2018 2019 - Museen Tempelhof Schöneberg

 
KUNST KULTUR GESCHICHTE 2018 2019 - Museen Tempelhof Schöneberg
SEPTEMBER     2018
 BIS FEBRUAR   2019

                      Tempelhof-Schöneberg
    KUNST

   KULTUR

GESCHICHTE
KUNST KULTUR GESCHICHTE 2018 2019 - Museen Tempelhof Schöneberg
INHALT
                                                                  02   Willkommen

                                                                  04   Veranstaltungen
                                                                       September 2018 bis Februar 2019

                                                                  74   Ständige Ausstellungen
                                                                                                                           01
                                                                  77   Adressen und Öffnungszeiten

Blick in die Ausstellung: Revolution 1918/19 – Schöneberg ringt
um Demokratie. Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg
Kostenlose Führungen jeden Sonntag | siehe S. 8/9
                                                                                                                       t
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                                                                                                         ier erall
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Cover: Ich schwöre nie mehr zu trinken, (c) Lutz Maschke,
aus der Fotoausstellung »Day by Day« | siehe S. 14/15.
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Am ersten Sonntag jeden Monats empfangen wir Kinder
                                                                    und Jugendliche zu unserem bunten Familienprogramm

     WILLKOMMEN                                                     im Jugend Museum. Hier eröffnet außerdem im Januar
                                                                    die partizipative Ausstellung diversCITY, die sich der viel-
                                                                    fältigen Lebensweisen im Bezirk widmet. Im Schöneberg
                                                                    Museum präsentieren wir weiterhin Schöneberger Pers-
     Liebe Kunst- und Kulturinteressierte,                          pektiven auf die Revolution von 1918/19 mit einem breiten
                                                                    Begleitprogramm. Historisch wird es auch im Tempelhof
     wir freuen uns, Sie mit einem vielfältigen Programm des        Museum, wo eine neue Ausstellung den Blick auf die
     Fachbereichs Kunst, Kultur, Museen durch den kommen-           Geschichte des Ullstein Verlags und dessen ikonischem
     den Herbst und Winter begleiten zu können!                     Druckhaus richtet.

     Im September verabschiedet die Dezentrale Kulturarbeit         Abwechslungsreich wird dieses Jahr wieder der Tag des
     den Sommer mit Licht, Klang und Zauber beim Festival           offenen Denkmals. Ein Wochenende lang im September
02                                                                                                                                                      03
     be LIGHT im Natur-Park auf dem Schöneberger Süd-               finden Veranstaltungen am Gedenkort SA-Gefängnis
     gelände. Daneben bieten wir Ihnen wieder eine bunte            Papestraße, dem Informationsort Schwerbelastungs-
     Reihe an Ausstellungen, Vorträgen, Inszenierungen.             körper, dem Hochbunker in der Pallasstraße sowie dem
     Mit dabei sind natürlich auch musikalische Entdeckungs-        Pallasseum statt.
     reisen in Form der Inselkonzerte.
                                                                    Wir wünschen Ihnen viele anregende Entdeckungen und
     In den Häusern der Kommunalen Galerien präsentieren            freuen uns auf Sie!
     wir Ihnen eine Vielfalt an Ausstellungen, die sich vor allem
     der Fotografie widmen. Noch bis Ende September sind im
     Haus am Kleistpark die Werke des Kunstpreises 2018 zu
     sehen. Zum Monat der Fotografie gibt es im Oktober gleich      Dr. Irene von Götz, Leiterin des Fachbereichs und der Museen Tempelhof-Schöneberg
     zwei Ausstellungen mit Werken von André Kirchner und           Barbara Esch Marowski, Leiterin der Kommunalen Galerien
     Heiko Sievers, die Einblicke in das West-Berlin der 1980er     Ute Knarr-Herriger, Leiterin Dezentrale Kulturarbeit
     Jahre geben.
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HAUS am KLEISTPARK | Projektraum

      noch bis       SO 30.9.
     Über Land – Landschaftsfotografie
     von Peter Oehlmann

     Das Verständnis von Landschaft ist mit sich historisch
     verändernden Konzepten verbunden und kann als
     Phänomen der Neuzeit aufgefasst werden, das in seiner
     Darstellung immer auch vom zeitgenössischen Ideen-
04                                                                                                                  05
     kanon zum Thema Natur zeugt.
                                                                Peter Oehlmann, bei Stepantsminda, Georgien, 2015

     Der Fokus des Fotografen Peter Oehlmann liegt auf der
     vom Menschen gestalteten Natur und den Folgen, die
     daraus erwachsen. Ihn interressieren das Land als knapp
     werdende Ressource ebenso wie die sich wandelnden
     Vorstellungen von idealen Landschaften. Für ihn sind
     Landschaften stets Bilder menschlichen Wirkens, die von
     der Vorläufigkeit des scheinbar Ewigen zeugen.

     www.peteroehlmann.de

                                                               Ausstellung vom 24.8.– 30.9.2018
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HAUS am KLEISTPARK

                                                               noch bis         SO 30.9.
                                                             Transition
                                                             Ausstellung zum Kunstpreis des HAUS
                                                             am KLEISTPARK 2018

                                                             Im Rahmen der Förderung professionell arbeitender
                                                             Berliner Künstler_innen zeigen wir in der Gruppen-
                                                             ausstellung Transition Arbeiten der Nominierten
                                                                                                                       07
                                                             zum Kunstpreis des HAUS am KLEISTPARK 2018 .
                                                             Zu sehen sind Arbeiten von Viktor Brim, Pierre
Francisca Gómez, aus: Keep you busy oder Das Leben auf der
                                                             Descamps, Thilo Droste, Cécile Dupaquier, Nadine Fecht,
Pause, 2016/2018
                                                             Francisca Gomez, Hannah Hallermann, Sonja Hamad,
                                                             Pauline Kraneis, Steffi Lindner/ Lyoudmila Milanova,
                                                             Simon Menner, Florian Neufeldt, Claudia Reinhardt,
                                                             Fiene Scharp, Arne Schreiber, Marie Strauß, Benedikt
                                                             Terwiel.

                                                             Wir bieten zur Ausstellung ein Vermittlungsprogramm
                                                             für Schulklassen an.

                                                             Führung mit Dr. Sabine Ziegenrücker am 30.9. um 16 Uhr
Ausstellung vom 31.8.– 30.9.2018
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SCHÖNEBERG MUSEUM

       noch bis          SO 11.11.
     Revolution 1918/19
     Schöneberg ringt um Demokratie

     Vor 100 Jahren zwang die kriegsmüde Bevölkerung den
     Kaiser zur Flucht und kämpfte um politische Mitsprache.
     Dem Beginn der Revolution im November 1918 folgte
     eine teils blutige Auseinandersetzung um eine neue
     Staatsform. Jenseits der Entwicklungen im Zentrum Ber-
08
     lins prallten in Schöneberg und Friedenau die Interessen    Blick in die Ausstellung, Foto: Amélie Losier.
     und Visionen von Arbeiterschaft und Bürgertum aufeinan-
     der. Im Spannungsverhältnis von Bewahren und Erneuern,
     friedlichen Protesten und (konter)revolutionärer Gewalt
     entstand eine neue politische Ordnung. Zum Revolutions-
     jubiläum macht die Ausstellung sichtbar, welche Wünsche,
     Ängste und Hoffnungen die Menschen in Schöneberg und
     Friedenau mit der Revolution verbanden und wie sie für
     ihre politischen Überzeugungen eintraten.
                                                                Mit Illustrationen von Friederike von Hellermann
     Jeden Sonntag findet um 16 Uhr eine kostenlose Führung     Die Ausstellung ist Teil des Berliner Themenwinters »100 Jahre
     durch die Ausstellung statt!                               Revolution – Berlin 1918/19« und wird von der LOTTO-Stiftung
                                                                Berlin gefördert.
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ARCHIV TEMPELHOF-SCHÖNEBERG                                   GEDENKORT SA-GEFÄNGNIS PAPESTRASSE

       AB SOFORT                                                     verlängert bis         SO 25.11.
     Fundstücke zur Ullstein-Geschichte                            »… am wütendsten geprügelt«
     gesucht!                                                      Verfolgung Berliner Juden 1933
     Sammlungsaufruf                                               Sonderausstellung

     Das Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg möchte             Unmittelbar nach der Machtübergabe an die National-
     in Vorbereitung zur Ausstellung über die Geschichte des       sozialisten Ende Januar 1933 begann die Entrechtung
     Ullstein Verlags seine Sammlung erweitern und freut sich      und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung.
10                                                                                                                              11
     über jedes Zeitzeugnis, das die wechselvolle Geschichte       Antisemitische Gesetze gingen einher mit zunehmender
     des Verlages dokumentiert. Dies können etwa Reklame-          physischer Gewalt durch die SA. Die Sonderausstellung im
     anzeigen, Bücher oder Zeitschriften aus dem Ullstein          Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße von Studierenden
     Verlag sein. Aber auch Abbildungen des Ullsteinhauses         des Touro College Berlin widmet sich diesem Thema und
     in Tempelhof sowie Gebrauchsgegenstände und persön-           zeigt anhand von sieben Biographien jüdischer Berliner die
     liches Schriftgut mit Bezug zum Ullstein Verlag sind          verschiedenen Formen früher antisemitischer Verfolgung
     für das Archiv von Interesse.                                 während des Nationalsozialismus.

     Die übergebenen Objekte werden im Rahmen einer Präsentation
     der Öffentlichkeit vorgestellt.

     Für Informationen und Terminvereinbarungen bitte unter
     Philipp.Offenhaus@ba-ts.berlin.de oder telefonisch unter
     030–90277-6165 melden.                                        Ausstellung vom 16.3.– 25.11.2018
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JUGEND MUSEUM | IM STADTRAUM

      FR 31.8. AB 17 UHR
     Historische Orte mit Charme

     Einweihung neuer Infostationen im Stadtraum

     Die Gegend um die Potsdamer Straße ist voller Geschichte.
     Darauf machen 12 Infostationen aufmerksam, die 2011
     unter dem Titel Historische Orte sichtbar machen im
     Schöneberger Norden und südlichen Tiergarten installiert
12
     wurden. Nun wird das Projekt um vier neue Stationen            Tafel in der Pallasstraße, Foto: ZERA berlin
     erweitert. Diese widmen sich u.a. der queeren Geschichte
     des Bezirks und geben Einblick in vielfältige Lebensweisen.
     Nach einem Spaziergang zu den neuen Tafeln wollen             17 Uhr Eröffnung mit Jörn Oltmann, Bezirksstadtrat für Stadt-
     wir die Einweihung mit einem lebendigen Programm im           entwicklung und Bauen und Grußwort von Jutta Kaddatz,
     KLICK-O-TonArt gemeinsam feiern!                              Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur & Soziales im VorOrtBüro
                                                                   des Quartiersmanagements, Pallasstraße 5.

     Gefördert durch:                                              Anschließend gemeinsamer Spaziergang zum KLICK-O-TonArt,
                                                                   Kulmer Straße 20A, Programmbeginn ab 18:30 Uhr.

                                                                   Abendprogramm Literatur-Salon Potsdamer Straße und Licht-
                                                                   spieltheater KLICK-O-TonArt in Kooperation mit der Leo Kesten-
                                                                   berg Musikschule.
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DEZENTRALE KULTURARBEIT

      FR 31.8. 19 UHR
     »Berlin Day by Day« – Artist Statement
     Fotoausstellung

     Vernissage

     Der Fotograf Lutz Matschke ist Argentinier und das
     durch und durch! Seine verspielte und ironische Sicht
     auf unser tägliches Leben gehört zu ihm wie seine Haut.             Geduld ist nicht unendlich, © Lutz Matschke
14
     Seine Augen lachen und um die Mundwinkel herum
     schwingt eine leichte Form der Wehmut. Er lebt mit seiner
     Familie in einem Berliner Plattenbau. Diese Mixtur gab             Fotografische Ready-Mades zum Grinsen, eine positive
     den Zündfunken zu dieser fotografischen Reihe, aus der             Vision, die die existenzielle Lebensart genießbarer macht.
     nur ein kleiner Ausschnitt gezeigt werden kann.                    Die Fotografien schildern eine Leidenschaft zum Lebens-
                                                                        genuss, ohne gleichzeitig dabei zu leiden. Jeder Titel
     »Berlin Day by Day« äußert kleine Ironien und Freuden              spielt eine entscheidende Rolle.
     am täglichen Leben, in dem gewöhnliche Haushaltsobjekte
     in neue Bezüge gestellt und Geschichten erzählt werden.
     Sie enthüllen spaßhafte metaphorische Beziehungen über             Begrüßung durch die Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz,
     ihre alltägliche Existenz.                                         Abteilung Bildung, Kultur & Soziales
                                                                        Tangos gespielt von Javier Tucat Moreno

     Ort: Rathaus Tempelhof 1. OG, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin   Ausstellung vom 31.8.– 1.10.2018
KUNST KULTUR GESCHICHTE 2018 2019 - Museen Tempelhof Schöneberg
DEZENTRALE KULTURARBEIT

                                        FR 31.8. 19 UHR
                                       Kyffhäuser 23 – Die Künstler
                                       Fotografische Künstlerportraits

                                       Vernissage

                                       Das Kulturhaus Schöneberg, eine Einrichtung der bezirk-
                                       lichen Dezentralen Kulturarbeit, feiert in diesem Jahr sein
Sonja Blattner, Foto: Walter Wetzler   zwanzigjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum war für den
                                                                                                              17
                                       Fotografen Walter Wetzler – selbst Mieter im Kulturhaus
                                       Schöneberg – Anlass, eine lange geplante Arbeit umzu-
                                       setzen: Er hat die in diesem Haus tätigen Künstler_innen
                                       unterschiedlicher Genres (Malerei, Bildhauerei, Musik,
                                       Gesang, Videokunst, Fotografie, Theater, Konzeptkunst,
                                       Installation etc.) in ihren Ateliers besucht und portraitiert.
                                       Aus den Portraits zeigt Walter Wetzler eine Serie von
                                       ca. 30 Bildern im »Berliner Salon für Fotokunst«.

                                       www.salonfuerfotokunst.blogspot.com
                                       Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg

Ausstellung vom 1.9.– 27.9.2018        Ort: Berliner Salon für Fotokunst, Kyffhäuserstraße 23, 10781 Berlin
DEZENTRALE KULTURARBEIT

      SA 1.9. 15 UHR
     20 Jahre Kulturhaus Schöneberg – das Fest

     Mit dem Kulturhaus Schöneberg hat der Bezirk vor
     20 Jahren einen innovativen Kunst- und Kulturort
     geschaffen. Seit 1997 arbeiten in dem ehemaligen Schul-
     gebäude an der Kyffhäuserstraße 23 Künstler_innen und
     Musiker_innen mit sehr unterschiedlichem kulturellem
18
     Hintergrund. Neben den offenen Angeboten, bei denen                   Kulturhaus Schöneberg, Gruppenfoto, © Stefan Harmanus
     Interessierte die Künstlerateliers und Musikwerkstätten
     besuchen können, findet aus Anlass des 20jährigen
     Bestehens ein großes Fest statt, mit Musik und Theater
     auf dem Hof, Ausstellungen und Aktionen im Treppenhaus.

     Begrüßung durch Elisabeth Ziemer, ehem. Bezirksbürgermeisterin
     und Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur & Soziales

     www.kyffhaeuser23.de/de/20-jahre-kulturhaus.php

     Ort: Kulturhaus Schöneberg, Kyffhäuserstr. 23, 10781 Berlin
JUGEND MUSEUM                                              ARCHIV TEMPELHOF-SCHÖNEBERG

      SO 2.9. 14 + 15:30 UHR                                     DI 4.9. AB 10:15 UHR
     Pop Up! Deine bunte Welt aus Papier                        Stolpersteinverlegung
     Sonntag! Auf ins Jugend Museum!

     Familiensonntag
                                                                Am 4. September werden an drei Adressen wieder neue
                                                                Stolpersteine in Schöneberg verlegt.
     In der VILLA GLOBAL könnt ihr Geschichte hautnah
     erleben! Ihr lernt die unterschiedlichsten Menschen
     kennen, die alle Berlin ihr Zuhause nennen.                10:15–10:30 Uhr | Innsbrucker Straße 14–15
20                                                                                                                                    21
     In persönlich eingerichteten Zimmern geben sie Einblicke   Elise und Leopold Kronenberg
     in ihre Welt. Angeregt durch den Besuch könnt ihr im
     Anschluss eigene, bunte Papierwelten entstehen lassen.     10:35–11:00 Uhr | Rosenheimer Straße 27
     Gemeinsam gestalten wir einzigartige Pop-Up-Postkarten     Melanie, Felix, Margot und Ilse Sussmann
     zum Verschicken oder für das Familienalbum.                sowie Dorothea und Julius Flanter

                                                                11:00–11:15 Uhr | Passauer Straße 2
                                                                Irma und Fritz Smoschewer

                                                                Da die Zeiten in einigen Fällen abweichen können empfiehlt es sich,
                                                                eine Viertelstunde früher einzutreffen.
GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM

      DO 6.9. 19 UHR
     Gabriela Torres Ruiz – Silence
     Eine Ausstellung im Rahmen des Monats
     der Fotografie

     Eröffnung                                                    #9 aus der Serie Silence (Diptychon), 2013

     In der Serie »Silence« stellt Gabriela Torres Ruiz Land-
     schaftsmotive und Innenraumaufnahmen in Diptychen
22
     gegenüber, die durch die Wechselwirkungen von Licht,
     Farbe und Raum bestechen. Der abgebildete Verfall der
     Gebäude neben ursprünglich anmutenden Berg- und
     Waldlandschaften verweist auf den Kreislauf zwischen
     Architektur und Natur, die sich ihren Raum schließlich zu-
     rückerobert. So offenbaren die korrespondierenden Motive
     eine formale Verwandtschaft in Farbnuancen wie Texturen
     und gehen eine inhaltliche Wechselbeziehung ein. Das
     gleichnamige Buch ist 2017 bei Hatje Cantz erschienen.

     www.gabrielatorresruiz.com

     Führungstermine finden Sie terminnah auf unserer Website.
                                                                  Ausstellung vom 7.9.– 11.11.2018
SCHÖNEBERG MUSEUM

      FR 7.9. 17:30 UHR
     After-Work-Spaziergang
     durch das revolutionäre Friedenau

     Führung mit Stefan Zollhauser

                                                                oben: Blick in die Ausstellung »Revolution 1918 /1919 –
                                                                Schöneberg ringt um Demokratie«,
     Wir begleiten Rosa Luxemburg bei ihrem revolutionär        unten: Stefan Zollhauser beim Stadtspaziergang in Friedenau,
24
     kurzen Leben und protestieren mit den Goerz-Arbeitern      Fotos: Museen Tempelhof-Schöneberg
     gegen Krieg und Ausbeutung.

     Bürgerliche Perspektiven auf die Revolution werden uns
     ebenso beschäftigen wie konterrevolutionäre Putsche
     gegen die Demokratie. Mit der Rettung der Republik durch
     den Generalstreik endet unser Stadtspaziergang am
     Friedenauer Rathaus.

     Treffpunkt ist der ehemalige Wohnort von Rosa Luxemburg
     in der Cranachstraße 58.
TAG DES OFFENEN DENKMALS                                       JUGEND MUSEUM

      SA 8.9. + SO 9.9.                                              SA 8.9. 14 + 16 UHR
                                                                    »Entdecke, was uns verbindet!«
                                                                    Das Pallasseum
     Zum Tag des offenen Denkmals gibt es auch dieses Jahr          Ein Jugendprojekt zum Tag des offenen
     wieder ein umfangreiches Programm in Schöneberg                Denkmals
     und Tempelhof. Am Informationsort Schwerbelastungs-
     körper, dem Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße und
     dem Hochbunker in der Pallasstraße finden über das             Der Tag des offenen Denkmals steht 2018 unter dem
     gesamte Wochenende mehrere Führungen statt.                    Motto »Entdecke, was uns verbindet!«. Mit dieser
26                                                                                                                                  27
                                                                    Aufgabe haben Schüler_innen einer 9. Klasse der Sophie-
     • Schwerbelastungskörper jeweils um 12 und 14 Uhr              Scholl-Schule in einem mehrtägigen Workshop die
     • Hochbunker Pallasstraße | Ehemalige Augusta-                 Geschichte des Pallasseums und des ehemaligen
       Schule jeweils um 14 Uhr,                                    Sportpalasts in der Schöneberger Pallasstraße erforscht.
     • Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße                            Was verbindet und was trennt Vergangenheit und Gegen-
       jeweils um 14 und 16 Uhr                                     wart der Gebäude und ihrer Umgebung?

     Alle Infos unter www.museen-tempelhof-schoeneberg.de/termi-    Am Tag des offenen Denkmals inszenieren die Schüler_innen im
     ne-allgemein.html                                              Rahmen einer Performance ihre Ergebnisse. Zwischendurch laden
                                                                    wir im KaffeeKlatsch zu Kaffee und Kuchen ein.
     Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist begrenzt,
     bitte anmelden: Tel. 030 –90277 6163, museum@ba-ts.berlin.de
                                                                    Ort: KaffeeKlatsch im Pallasseum (Hinterhof), Pallasstraße 5,
                                                                    10781 Berlin
DEZENTRALE KULTURARBEIT

      SO 9.9. 19 UHR
     Persephones Spuren – Le Tracce di Persephone
     Zusammenführungen und Fluchten

     Performance für Körper, bewegte Bilder,
     Stimme und Musik

     Der Mythos der Persephone erzählt vom Zyklus von Licht
     und Schatten. Hades, der Gott der sonnenlosen Unterwelt,        Persephones Spuren, Foto: M. Morleo
28                                                                                                                                      29
     hatte Persephone entführt. Der Gram ihrer Mutter
     Demeter, Göttin der Ernte, hinderte alle Pflanzen am
     Wachstum. Ein Kompromiss wurde ausgehandelt:                   Performativer Tanz: Annalisa Maggiani
     Die halbjährige Flucht Persephones aus der Unterwelt           Bewegte Bilder: Mario Morleo
     und damit die Zusammenführung mit der Mutter brachte           Gesang und Live-Musik: Cristina Alioto
     den Sommer, die Rückkehr in die Unterwelt den Winter.          Performative Lesung griechischer Texte: Angelo Tonelli
     Ein Zusammenspiel der Natur und des Lebens.                    Konzept: Annalisa Maggiani
     Dieser Mythos erinnert uns an das Hinuntergehen und
     Aufsteigen: die Resilienz, die psychische Widerstandskraft,    Eintritt 1€ Parkgebühr
     die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne an-
     haltende Beeinträchtigung zu überstehen. Die Performance       Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.
     ist eine Reise in innere Landschaften, die in der Natur ihre
     endliche Zusammenführung schafften.                            Ort: Natur-Park Schöneberger Südgelände, Prellerweg 47–49
                                                                    12157 Berlin
INFORMATIONSORT SCHWERBELASTUNGSKÖRPER

                                          DO 13.9. 18:30 UHR
                                         Albert Speer – Eine Deutsche Karriere

                                         Lesung und Autorengespräch
                                         mit Prof. Dr. Magnus Brechtken

                                         In der Zeit des Nationalsozialismus war Albert Speer
                                         einer der hauptverantwortlichen Verbrecher. Nach 1945
                                         gelang es ihm, ein Image als unpolitischer Architekt
                                                                                                     31
                                         aufzubauen. Er startete eine zweite Karriere und wurde
                                         Thema zahlreicher Filme und Biographien, die seine
                                         Legende vom »guten Nazi« verbreiteten.
                                         Prof. Dr. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor
                                         des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, legt in seinem
                                         Buch beeindruckend dar, wie Millionen Deutsche Speers
                                         Fabeln mit Eifer übernahmen, um sich die eigene Ver-
                                         gangenheit schönzureden.

                                         Die Teilnahme ist begrenzt, bitte anmelden:
                                         Tel. 030 –90277 6163, museum@ba-ts.berlin.de

Informationsort Schwerbelastungskörper
Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg        Ort: Informationsort Schwerbelastungsköper
                                         General-Pape-Sraße Ecke Loewenhardtdamm, 12101 Berlin
ARCHIV TEMPELHOF-SCHÖNEBERG                                        SCHÖNEBERG MUSEUM

      DI 18.9. 18:30 UHR                                                 MI 19.9. 19 UHR
     80 Jahre Rathaus Tempelhof | 1938 – 2018                           Die Austernprinzessin

     Vortragsabend mit Kunsthistoriker                                  Filmabend
     Dr. Matthias Donath

     Vor 80 Jahren erhielt der 1920 gegründete Bezirk Tempel-           Filmproduktionen waren bis 1918 einer strengen Zensur
     hof sein erstes eigenes Rathaus. Der Erste Weltkrieg hatte         unterworfen, die nach Kriegsende für eine kurze Zeit-
     den Bau eines sehr ambitionierten Rathausprojektes ver-            spanne aufgehoben wurde. »Die Austernprinzessin«
32                                                                                                                                       33
     hindert. Während der nationalsozialistischen Herrschaft            entstand 1919 und war auch in Schöneberger Kinos
     entstand zwischen 1937 und 1938 schließlich ein äußerlich          zu sehen. Ernst Lubitsch karikierte in seinem Film die
     schlichtes Verwaltungsgebäude. Der Magistratsober-                 »Tanzwut« diese Zeit.
     baurat Hellmut Delius orientierte sich an der sachlichen
     Architektur der 1920er Jahre. Im Inneren entsprach
     das Rathaus aber dem neu eingeführten »Führerprinzip«,             Der Film wird im Begleitprogramm zur Ausstellung »Revolution
     das einen Sitzungssaal für die Bezirksverordneten-                 1918/19 – Schöneberg ringt um Demokratie« gezeigt | siehe S.8.
     versammlung überflüssig machte.

     Der Kunsthistoriker Dr. Matthias Donath stellt die Baugeschichte
     des Rathauses vor und lädt zum Gespräch ein.

     Ort: Rathaus Tempelhof, »Salon im Lichthof«,
     Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
SCHÖNEBERG MUSEUM

      DO 20.9. 19 UHR
     Deutschland à la française

     Lesung und Gespräch mit Pascale Hugues

     Pascale Hugues ist Französin und lebt seit vielen Jahren
     in Berlin. In »Deutschland à la française« schreibt sie über
     den Alltag; die Sprache und die Mentalität in diesem Land,
     das ihr nahe und zugleich immer noch ein bisschen fremd
34
     ist. Sie schaut auf das ganz Kleine und sieht darin das ganz
     Große. Neugierig flaniert sie durch die Straßen und Parks,
     lauscht den Gesprächen und erforscht die Eigenheiten
     beiderseits des Rheins. Auch Klischees überprüft sie auf
     ihren wahren Kern. Sind die Deutschen wirklich so ordent-
     lich und die Franzosen so locker? Wo offenbart sich die
     deutsche Seele? Und wann der französische Esprit?

     Im Schöneberg Museum liest sie aus ihrem kenntnis-
     reichen, humorvollen Buch – aus der Sicht einer
     Autorin, die in zwei Welten zuhause ist, beide liebt –
     und mit scharfem Blick beobachtet.

                                                                    Pascale Hugues, Foto: Dagmar Morath
DEZENTRALE KULTURARBEIT

                              SA 22.9. 19 UHR
                             be LIGHT – Licht, Klang, Zauber…

                             Tauchen Sie ein in eine magische Welt aus Geschichten,
                             Klang, Performances, Akrobatik, Installationen und Licht.
                             Wenn die Sonne sich verneigt, entsteht das große Dunkel,
                             ein NICHTS , das ALLES beinhaltet. Der Natur-Park
                             Südgelände schließt normalerweise mit dem Einbruch
                                                                                              37
                             der Dunkelheit seine Pforten. Dann entwickeln der Park
                             und die Natur eine andere Welt. Mit Farben, Geschichten,
                             Klängen, Installationen und Performances locken wir Sie
                             auf eine vierstündige Entdeckungsreise in Phantasie-
                             welten, ferne Länder, Zwischenwelten. Lassen Sie sich
                             berühren, verzaubern, animieren, begeistern.

                             Das Projekt wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds gefördert.
                             1€ Parkeintritt

                             Ort: Natur-Park Schöneberger Südgelände, Prellerweg 47–49
be light, Foto D. Herriger   12157 Berlin, S-Bahnhof Priesterweg
SCHÖNEBERG MUSEUM                                              GEDENKORT SA-GEFÄNGNIS PAPESTRAßE

      SA 22.9. 16 UHR                                                DO 27.9. 18 UHR
     Das revolutionäre Friedenau                                    Wilfrid Israel – Kaufhausbesitzer
                                                                    und Kinderretter
     Wochenendspaziergang mit Stefan Zollhauser
                                                                    Lesung und Gespräch mit Martin Forberg
     Ort: Treffpunkt ist am ehemaligen Wohnort von Rosa Luxemburg
     in der Cranachstraße 58

     Siehe S. 24                                                    Wilfrid Israel war Initiator der »Kindertransporte«,
                                                                    die 1938 und 1939 mindestens 10.000 jüdische Kinder vor
38                                                                                                                              39
                                                                    den Nationalsozialisten retteten. Auch er selbst war der
     SCHÖNEBERG MUSEUM                                              nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt. 1933 ver-
                                                                    brachte er eine Nacht im SA-Gefängnis Papestraße, später
                                                                    wurde sein Kaufhaus »Nathan Israel« »arisiert«, 1939
      SO 23.9. 14 UHR                                               ging er schließlich ins Londoner Exil. Auch nach seiner
                                                                    Emigration stieß er weitere Rettungsprojekte an, ehe sein
                                                                    Flugzeug von der deutschen Luftwaffe abgeschossen
     Revolution 1918/19                                             wurde.
     Schöneberg ringt um Demokratie

     Führung für Menschen mit Hörbehinderung

     Mit Gebärdensprachdolmetscher
DEZENTRALE KULTURARBEIT                                               JUGEND MUSEUM

      FR 28.9. 19 UHR                                                       SO 7.10. 14 + 15:30 UHR
     inselkonzert #3                                                       Und was sammelst du?
                                                                           Sonntag! Auf ins Jugend Museum!
     Inselkonzerte – Visueller Konzertzyklus
     mit Experimentalmusik                                                 Familiensonntag

     Biliana Voutchkova: Geige & Stimme, Michael Thieke: Klarinette

     Fotografie und experimentelle Musik im Dialog – ab Sep-               Die Ausstellung WUNDERKAMMERN – WUNDERKISTEN
     tember 2018 finden bei »world in a room«, einem Projekt-              präsentiert kostbare, wundersame und alltägliche
40                                                                                                                                    41
     raum für Fotografie auf der Schöneberger Insel, noch                  Sammlungen, die euch auf eine spannende Zeitreise
     drei Inselkonzerte mit Experimentalmusik statt. Mit neu               führen. Wie sahen eigentlich die ersten Staubsauger aus?
     erarbeiteten Kompositionen und musikalischen Konzepten                Womit spielten die Kinder früher und zu welcher
     präsentieren sich dem Publikum Uraufführungen, deren                  Sammlung gehört das Skelett? Erkunde die WUNDER-
     weites Spektrum von notierten Werken bis hin zu offenen               KAMMERN und gestalte Deine ganz persönliche
     Strukturen reicht. Die Musik tritt dabei in Dialog mit den            Sammlung in einer WUNDERKISTE .
     ausgestellten Bildern. Durch die Intimität des Raumes
     wird ein eindrückliches Erlebnis ermöglicht.

     www.worldinaroom.de
     Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.

     Ort: world in a room – projektraum für fotografie, Brunhildstraße 7
     10829 Berlin-Schöneberg
HAUS am KLEISTPARK

      DO 11.10. 19 UHR
     Die West-Berliner Jahre – Fotografien
     von André Kirchner 1981 bis 1990
     Eine Ausstellung im Rahmen des Monats
     der Fotografie

     Zum sechzigsten Geburtstag des Fotografen André
     Kirchner zeigt das Haus am Kleistpark eine Auswahl            André Kirchner, Romantica, Potsdamer Straße, 1985
42
     von rund 100 seiner frühen Schwarzweiß-Fotografien aus
     den Jahren 1981 bis 1990, die zum größten Teil bisher
     unveröffentlicht geblieben sind. Vor mehr als 35 Jahren      Wir bieten zur Ausstellung ein Vermittlungsprogramm
     begann André Kirchner, Berlin zu fotografieren. Mit seinen   für Schulklassen an.
     zurückhaltenden Schwarzweiß-Fotografien aus den
     Straßen und Brachen West-Berlins erzählt Kirchner            Führungstermine finden Sie terminnah auf unserer Website
     von der Geschichte der Stadt. Der poetische Realismus        www.hausamkleistpark.de
     seiner Fotografien enthüllt und verbirgt zugleich, was
     der staunende Betrachter aus den immer auf Augenhöhe
     aufgenommenen und scheinbar bekannten Straßen-
     ansichten dieser Stadt herauslesen kann.

     www.andrekirchner.de
                                                                  Ausstellung vom 12.10.– 16.12.2018
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum

                             DO 18.10. 19 UHR
                            1980. In Berlin.
                            Fotografien von Heiko Sievers

                            Eine Ausstellung im Rahmen des Monats
                            der Fotografie

                            Heiko Sievers, Leiter des Goethe-Instituts in Neu-Delhi,
Heiko Sievers, o.T., 1981   präsentiert in dieser Ausstellung Aufnahmen aus dem
                                                                                       45
                            West-Berlin der frühen 1980er Jahre. Die Fotografien
                            zeigen Menschen unterwegs in der Stadt und etwas von
                            der Atmosphäre Berlins, vor allem aber das Lebens-
                            gefühl des Autors damals. Die Arbeit hat sich aus flüch-
                            tigen Wahrnehmungen entwickelt und wurde zum Projekt,
                            als Heiko Sievers in die Werkstatt für Photographie von
                            Michael Schmidt in Berlin Kreuzberg aufgenommen
                            worden war. Das gleichnamige Buch ist 2016 bei Peperoni
                            Books erschienen.

                            Ausstellung vom 19.10.– 9.12.2018
SCHÖNEBERG MUSEUM                                          JUGEND MUSEUM | TEMPELHOF MUSEUM

      DO 18.10. 19 UHR                                           29.+ 30.10. 13 BIS 18 UHR
     Vom Streik zur Revolution                                  Töpfern, Weben, Flechten –
     Der Tempelhofer Revolutionär Richard Müller                alte Handwerksberufe früher

     Vortrag mit Dr. Ralf Hoffrogge                             Herbstferien im Tempelhof Museum!

     Jeder kennt die Roten Matrosen – weniger bekannt           Vor 200 Jahren waren Tempelhof, Mariendorf und
     ist die Vorgeschichte der Novemberrevolution in den        Marienfelde noch kleine Dörfer, umgeben von Wiesen
46                                                                                                                           47
     Betrieben. Am Beispiel der Biographie des in Tempel-       und Feldern. Im Tempelhof Museum gibt es viele span-
     hof wohnenden Richard Müller wird die Entstehung der       nende Dinge zu entdecken, die vom Leben auf dem Lande
     Streikbewegungen im Ersten Weltkrieg dargestellt.          erzählen. Die meisten Alltagsgegenstände haben die
     Wer waren die Revolutionären Obleute, wie gingen sie vor   Dorfbewohner_innen damals selbst hergestellt. Welche
     und für welche Ziele traten sie ein? Und was haben sie     Handwerksberufe gab es eigentlich früher für Männer
     uns heute noch oder wieder zu sagen? Diese und weitere     und Frauen? Im zweitägigen Workshop können Kinder
     Fragen diskutieren wir mit Dr. Ralf Hoffrogge, dem         die alten Berufe kennenlernen und selbst etwas in Hand-
     Verfasser der Biographie Richard Müllers.                  werker-Tradition herstellen.

                                                                Workshop für Kinder aus dem Übergangswohnheim Marienfelder
                                                                Allee und für alle Kinder von 8–12 Jahren.
                                                                Die Plätze sind begrenzt, bitte anmelden:
                                                                Tel. 030 –90 277 6163 oder museum@ba-ts.berlin.de
DEZENTRALE KULTURARBEIT                                               JUGEND MUSEUM

      SA 3.11. 20 UHR                                                       SO 4.11. 14 + 15:30 UHR
     inselkonzert #4                                                       Deine Villa im Karton
     … zur Schöneberger Art …                                              Sonntag! Auf ins Jugend Museum!

     Inselkonzerte – Visueller Konzertzyklus                               Familiensonntag
     mit Experimentalmusik
                                                                           Wie in einer Hausgemeinschaft versammelt die VILLA
     Fotografie und experimentelle Musik im Dialog – kuratiert von         GLOBAL viele unterschiedliche Menschen. Ihre Räume
     Michael Vorfeld – Musiker, Komponist und Klangkünstler.               haben sie mit Fotos, Mobiliar, Kleidungs- und Lieblings-
     www.worldinaroom.de                                                   stücken selbst eingerichtet. Es macht Spaß, sich um-
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                                                                           zuschauen. Nach dem Besuch der Ausstellung geht es
     Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.     an den Entwurf eines eigenen Zimmers in Miniaturform.

     Ort: world in a room – projektraum für fotografie, Brunhildstraße 7
     10829 Berlin-Schöneberg

      world in a room, Foto: Klaus W. Eisenlohr                             Villa Global: Blick ins Zimmer von Laura, Foto: Dirk Hasskarl
DEZENTRALE KULTURARBEIT

      FR 9. + SA 10.11. 19 UHR
     POTSE reloaded
     Zwischen Erinnerung und Zukunft
     Art Weekend zwischen Pallas und Alvensleben

     Die Potsdamer Straße mit all ihren Gegensätzen ist ein
     Mythos zwischen Vergangenheit und Wandel. Kreativ,
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     aber hart – das ist das Image. Gerade der untere Teil der
     Potsdamer Straße zwischen Pallas und Alvensleben war                 POTSE reloaded, Foto: J. Fiedler
     schon immer ein sozialer Treffpunkt Berlins. In den 80er
     Jahren kamen die Hausbesetzer nach Schöneberg.
     Junge Leute zogen in die Gegend und Veranstaltungs-
     orte wie der K.O.B. brachten neue Ideen, neue Musik,                Drei Läden haben sich zusammengetan: Die Zwitscher-
     neue Energie und waren bald weit über die Stadt hinaus              maschine, die kleinste Galerie Berlins, zeigt eine Aus-
     bekannt. Nach dem Fall der Mauer versank die Potsdamer              stellung mit Fotos der Hausbesetzerzeit. Die Kino-Kneipe
     Straße wieder in Tristesse und Gleichgültigkeit.                    Barton Fink am Standort des ehemaligen K.O.B., zeigt
     Aber es tut sich etwas!                                             Filme aus und über die Straße. Im Barbiche wird u.a. die
                                                                         Musikerin und Labelchefin Kitty Solaris mit Band einen
                                                                         Abend gestalten.
     Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.
DEZENTRALE KULTURARBEIT                                             MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG

      FR 9. + SA 10. +                                                    FR 16.11. 18 UHR
      SO 11.11.                                                          Auftakt CrossKultur 2018

     Klatsch und Tratsch im Café –
     eine theatrale Nachbarschaftsvernetzung.
                                                                         Zum zehnten Mal findet zwischen dem Tag der Toleranz
     Das Theaterkollektiv Berlocken sammelt große und                    (16.11.) und dem Internationalen Tag der Migranten
     kleine Geschichten im Kiez, alte und neue Begebenheiten.            (18.12.) die Veranstaltungsreihe CrossKultur statt. Erneut
     Diese werden in Cafés in Schöneberg während des ganz                laden wir Sie ein zu einem kostenfreien und vielfältigen
52                                                                                                                                          53
     normalen Cafébetriebs durch Musik und Schauspiel auf                Programm an den unterschiedlichsten Orten im Bezirk.
     der Schwelle von Realität und Fiktion weitergetragen.               Zu Themen der kulturellen Vielfalt, Solidarität und Toleranz
     Wer spielt gesellschaftlich welche Rolle? Wer ist Akteur_in         finden während der vier Wochen Lesungen, Musikvor-
     und wer Gast? Humorvoll und provokant erzählt Berlocken             führungen, Ausstellungen, Filme, Diskussionen und vieles
     von der gesellschaftlichen Komplexität unserer Zeit durch           mehr statt.
     das Kommunikationsmittel »Klatsch und Tratsch«. Mitten
     unter den Gästen werden politische Ansichten, persönliche           Das volle Programm erscheint Anfang November und ist u.a. in den
     Anekdoten und geschichtliche Ereignisse debattiert,                 Museen Tempelhof-Schöneberg, in der Pressestelle des Bezirks
     durchlebt und dargestellt. Lassen Sie sich überraschen!             und online unter www.cross-kultur.de erhältlich.

     Genaue Angaben ab November über:                                    Einlass ab 17:30 Uhr
     www.berlocken.de + www.dezentrale-kulturarbeit.de

     Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.   Ort: Goldener Saal, Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz
DEZENTRALE KULTURARBEIT

      FR 16.11. 19 UHR
     NUR NACH VORN –
     unser Verhältnis zur Moderne

     Gruppenausstellung
     mit EVOL, Alekos Hofstetter, Aglaia Konrad, Thomas Ravens,
     Christine Weber

     Thema der Gruppenausstellung NUR NACH VORN                    Wolfsschlucht, 2018, Alekos Hofstetter, Acryl-Maker/ Tusche,
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     ist unser Verhältnis zur Moderne. Die Werke der Künst-        Permanent-Marker auf Papier, 44 x 64 cm
     ler_innen nutzen das Spannungsfeld, dass die »Moderne«
     nicht ohne Vergleich zu denken ist: »Moderne« löst sich –
     wie dies im Kontrast von »modern« versus »unmodern«          Die ausgestellten Werke führen zu künstlerischen Aussagen
     deutlich wird – von einer Vor- oder einer Nicht-Moderne      über die Distanz, die unsere Gesellschaft inzwischen zur Moderne
     ab. Es entsteht eine nicht nur vergleichende, sondern auch   und ihrem Fortschrittsgedanken unterhält. Die übergreifende
     eine zeitliche Dimension, denn Moderne meint Entwick-        Verbindung aller Werke ist die Qualität eben dieser Distanz,
     lung und Fortschritt. Hierdurch ist der »Moderne« der        insbesondere auch in Bezug auf die heutige Wahrnehmung nach-
     westlichen Gesellschaften ein auf die Endzeit gerichteter    kriegsmoderner Architektur.
     Zeitpfeil eingeschrieben, denn das Paradies auf Erden
     heißt Fortschritt.                                           Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.

     Ausstellung vom 17.11.– 8.12.2018
     Mi-Sa 15-19 Uhr                                              Ort: Zwitschermaschine, Potsdamer Str. 161, 10783 Berlin
JUGEND MUSEUM                                                 GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM

      SO 18.11. 16 BIS 18 UHR                                       DO 22.11. 19 UHR
     Türen zur Welt                                                Die Vollzähligkeit der Sterne
                                                                   Fotografien von Ulrike Kolb
     Erzähltheater in Türkisch / Russisch / Persisch
     / Deutsch                                                     Eröffnung

     Menschen – wo auch immer sie sind – haben Geschichten         In der fotografischen Arbeit von Ulrike Kolb werden
     in ihrem Gepäck. Sie wandern mit ihnen über Grenzen,          Raum und Objekt zum Bild. Die Künstlerin zeigt in dieser
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     ohne Pass, und über das Ende der Welt hinaus.                 Ausstellung Fotografien von historischen Innenräumen
     Von weit her kommen auch manche Geschichten der               des Wissens: Universitäten, Museen, Gedenkorte und den
     Bewohner_innen in der VILLA GLOBAL im Jugend                  darin befindlichen Objekten. Zu sehen sind feine, poetische
     Museum Schöneberg. Sie nehmen uns mit auf ihre Reise          und doch strenge Kompositionen, die irritieren. Ob es sich
     in die Winkel der Welt, öffnen Türen und stiften Heimat.      um dreidimensionale Modelle, gemalte Bilder oder um
                                                                   Fotografien handelt, ist teils nicht abzulesen. Durch das
     Es erzählen: Valentina Dann, Ilhan Emirli, Karin Henkes,      Ausblenden des didaktischen Kontextes eröffnen sich für
     Pınar Özütemiz, Hamid Saney                                   die Betrachter_innen neue Bezüge und Assoziationen.
     Musikalische Gestaltung: Alexander Danko: Bajan,
     Ömer-Kaan Özda: Kanun, Hamid Saney: Bendir

     Eine Veranstaltung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg

                                                                   Ausstellung vom 23.11.2018 – 13.1.2019
GEDENKORT SA-GEFÄNGNIS PAPESTRAßE

      SO 25.11. 18 UHR
     »… am wütendsten geprügelt.«
     Verfolgung Berliner Juden 1933

     Finissage

     Letzter Besichtigungstag der Sonderausstellung im
     Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße.
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     Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden
     des Masterstudiengangs Holocaust Communication and Tolerance.

                                                                     Wandzeichnung im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße
                                                                     Foto: Harry Weber
TEMPELHOF MUSEUM

                                                        DO 29.11. 19 UHR
                                                       Geschichte des Ullstein Verlags in Tempelhof

                                                       Eröffnung

                                                       Der Ullstein Verlag war lange Zeit einer der größten und
                                                       innovativsten Zeitungs- und Buchverlage Deutschlands.
                                                       Neben Buchreihen und Zeitungen wie der B.Z. und der
                                                       Berliner Morgenpost war der Verlag auch an Filmproduk-
                                                                                                                            61
                                                       tionen beteiligt und besaß zeitweise sogar ein eigenes
                                                       Reisebüro. In der Ullsteinstraße in Tempelhof steht seit
                                                       über 90 Jahren das Ullsteinhaus, das Ausgangspunkt für
                                                       die neue Ausstellung im Tempelhof Museum ist. Im Fokus
                                                       der Untersuchung steht der Einfluss, den der Verlag im
                                                       Laufe des letzten Jahrhunderts auf den Bezirk hatte.
                                                       Welche Akteure waren für die lokale und überregionale
                                                       Entwicklung verantwortlich? Wer war im Verlag zuständig
                                                       für Inhalte, Innovation und Widerstand?

                                                       In Vorbereitung der Ausstellung läuft aktuell ein Sammlungsaufruf.
                                                       Informationen | siehe S.10.
Das Ullsteinhaus in Tempelhof, um 1929, Fotograf_in:
unbekannt, Museen Tempelhof-Schöneberg
DEZENTRALE KULTURARBEIT                                               DEZENTRALE KULTURARBEIT

      FR 30.11. 19 UHR                                                      FR 30.11. 20 UHR
     inselkonzert #5                                                       Wir sind so frei. Frauen haben die Wahl.
                                                                           Ein Audioprojekt
     Inselkonzerte – Visueller Konzertzyklus
     mit Experimentalmusik
     Liz Allbee – Trompete, Chris Heenan – Alt Saxophon
                                                                           Vor 100 Jahren, am 30. November 1918, trat in Deutsch-
                                                                           land das Reichswahlgesetz in Kraft, das auch den Frauen
                                                                           das allgemeine aktive und passive Wahlrecht brachte.
62                                                                                                                                             63
                                                                           Doch das kam nicht über Nacht. Es musste hart erkämpft
                                                                           werden. Nachzulesen in historischen Dokumenten,
                                                                           erlebbar, hörbar gemacht: Stimmen aus Schöneberg.

                                                                           Ein Audioprojekt mit gelesenen Originaltexten, zusammengestellt
                                                                           und präsentiert von der Autorin Sibylle Nägele

                                                                           Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.
      Liz Albee, Foto: das_esszimmer

     www.worldinaroom.de
     Gefördert durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg.

     Ort: world in a room – projektraum für fotografie, Brunhildstraße 7   Ort: Rathaus Schöneberg, Verwaltungsbibliothek
     10829 Berlin-Schöneberg                                               John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
JUGEND MUSEUM

      SO 2.12. 14 + 15:30 UHR
     Räuberbande gesucht!
     Sonntag! Auf ins Jugend Museum!

     Familiensonntag

     In einer der geheimnisvollen Kisten in der Ausstellung
     WUNDERKAMMERN–WUNDERKISTEN kann die
64
     spannende Geschichte einer echten Räuberbande aus dem
     Jahr 1810 entdeckt werden. Anschließend können sich
     Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einem Foto-Work-
     shop als Räuberbande inszenieren und den Schrecken
     von Schöneberg wieder aufleben lassen.
                                                              Kinder im »Räuber«-Workshop, Foto: Jugend Museum
DEZENTRALE KULTURARBEIT

                        SA 8.12. 19 UHR
                       BAMBUS
                       Ein japanischer Geschichtenabend

                       Japan – ein Land, eine Kultur, so weit entfernt von
                       uns. Mit der Geschichte »Die Lilie aus Bambus« und
                       der Legende »Kaguya und der alte Bambussammler«
                                                                              67
                       geht es auf eine innere Reise nach Japan. Die reiche
BAMBUS Foto: pixabay   Bilderwelt der lebendigen Geschichten, der Klang der
                       japanischen Sprache und der Klang der japanischen
                       Bambusflöte Shakuhachi werden die Führung über-
                       nehmen. Auf und davon in eine so ganz andere Kultur.

                       Frei erzählt von Karin Henkes und Yusuke Yamasaki.
                       Musikalische Gestaltung: Yusuke Yamasaki

                       Ort: Rathaus Schöneberg, Verwaltungsbibliothek
                       John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
HAUS am KLEISTPARK

      DO 10.1. 19 UHR
     Die zweite Heimat
     Fotografien von Peter Bialobrzeski

     Eröffnung

     Mehr als 30 Jahre nach Stephen Shores Publikation
     »Uncommon Places« reiste Peter Bialobrzeski von
     2011–2016 durch Deutschland und versucht in den dabei
68
     entstandenen Fotografien, die soziale Oberfläche des
     Landes zu beschreiben, das ihm seit 50 Jahren eine
     Heimat bietet. Obschon Architekturen in den Fotografien      Peter Bialobrzeski, Bochum, 2012
     präsent sind, stellen sie nur einen Teil der bildnerischen
     Struktur dar. Wie Walker Evans ist der Künstler daran
     interessiert, fotografisch zu formulieren, wie die Gegen-
     wart als Vergangenheit aussehen könnte.

     www.bialobrzeski.de

     Termine zu Rahmenprogrammen finden Sie terminnah
     auf unserer Website: www.hausamkleistpark.de

     Ausstellung vom 11.1.– 31.3.2019
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum

                                                      DO 17.1. 19 UHR
                                                     Schengen
                                                     Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg
                                                     Eröffnung

                                                     Schengen ist ein luxemburgisches Winzerdorf, das an
                                                     Deutschland und Frankreich grenzt. Hier wurde einst das
                                                     Abkommen zur Abschaffung der innereuropäischen Grenz-
                                                     kontrollen unterzeichnet, das heute im wahrsten Sinne
                                                                                                                     71
                                                     des Wortes an seine Grenzen stößt.
                                                     Ruth Stoltenberg ist in diesem Dreiländereck auf-
                                                     gewachsen und interessierte sich dafür, welchen Einfluss
                                                     diese Grenzöffnung nach so langer Zeit auf die unter-
                                                     schiedlichen Kulturen und Lebensgewohnheiten der
                                                     Menschen aus den drei Nationen genommen hat.

                                                     Diese Arbeit wurde mit nationalen wie internationalen Preisen
                                                     ausgezeichnet und wird im Oktober 2018 beim Kehrer Verlag als
                                                     Buch erscheinen.

                                                     www.ruthstoltenberg.de
Ruth Stoltenberg, Perl-Sehndorf, Deutschland, 2015
                                                     Ausstellung vom 17.1.– 24.3.2019
JUGEND MUSEUM                                               GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM

      DO 24.1. 18 UHR                                             FR 25.1.
     diversCITY – Eine partizipative Ausstellung                 Objekt I – Untersuchungshaftanstalt und
     für alle Generationen                                       Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen
     Eröffnung                                                   Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg

     Schöneberg war und ist ein Ort der Vielfalt und queerer
     Lebensformen. Die Ausstellung diversCITY spürt dem
     in Geschichte und Gegenwart nach und beleuchtet ein         Die Fotografien Ruth Stoltenbergs zeigen das ehemalige
     breites Themenspektrum von Aktivismus bis Vergnügen.        Stasigefängnis Berlin-Hohenschönhausen und das zuge-
72                                                                                                                              73
     Ein phantasievoll gestaltetes Stadtmodell zeigt Menschen,   hörige Haftkrankenhaus aus einem sehr persönlichen
     Orte und Ereignisse, die für vielfältige sexuelle und       Blickwinkel. Wolfgang Zurborn schrieb zu dieser sensiblen
     geschlechtliche Lebensweisen stehen – in Schöneberg         Arbeit: »Die Fotografien von Ruth Stoltenberg können das
     und darüber hinaus.                                         Vergangene nicht sichtbar machen, aber sie können Struk-
     Zugleich regt die Ausstellung dazu an, Wahrnehmungs-        turen der Machtausübung auf Menschen an einem konk-
     gewohnheiten und Vorurteile zu hinterfragen. Und jede_r     reten Beispiel so eindringlich Ausdruck verleihen, dass sie
     kann einen Teil zu »diversCITY« beitragen!                  damit unser Bewusstsein für Unrecht schärfen.«

     Geeignet ab 10 Jahren                                       www.ruthstoltenberg.de
     Im Rahmen des Modellprojekts All Included!
     www.all-included.jugendmuseum.de                            Termine zu Rahmenprogrammen finden Sie terminnah auf unserer
                                                                 Website: www.hausamkleistpark.de

                                                                 Ausstellung vom 25.1.2018 – 3.3.2019
MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG                                               MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG

       STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN                                                     STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN

     JUGEND MUSEUM                                                             Informationsort Schwerbelastungskörper
     VILLA GLOBAL – THE NEXT GENERATION                                        Geöffnet vom 3. April bis 30. Oktober
     Eine ungewöhnliche Porträtausstellung in 14 Räumen,                       kostenpflichtige Führung sonntags 12 Uhr
     für Kinder und Erwachsene
                                                                               Kinder bis einschließlich 11 Jahre in Begleitung der Eltern frei

     Wunderkammern – Wunderkisten
     Eine preisgekrönte Ausstellung zur Berliner Stadt-
74                                                                             Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße                                  75
     geschichte für alle Generationen
                                                                               Dauerausstellung zur Geschichte des SA-Gefängnisses
                                                                               Papestraße
     HEIMAT BERLIN
                                                                               Führungen sonntags 14 Uhr
     Migrationsgeschichte für Kinder – Objekte und Videos

     TEMPELHOF MUSEUM
     Zwischen Feldern und Fabriken –
     Menschen, Orte, Geschichten
     Ausstellung zur Geschichte Tempelhofs,
     mit Audioguide für Kinder und Erwachsene
                                                            Foto Harry Weber

     Führungen jeden 1. Sonntag im Monat, 11 Uhr
RATHAUS SCHÖNEBERG                                              ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN

                                                                     KOMMUNALE GALERIEN
        STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN

     »Wir waren Nachbarn«                                            HAUS am KLEISTPARK
                                                                     Grunewaldstraße 6–7, 10823 Berlin
     Ausstellungsinstallation                                        Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr

     Die Ausstellung Wir waren Nachbarn, Biografien
     jüdischer Zeitzeugen, die auf eine langjährige Zeitzeugen-      HAUS am KLEISTPARK | Projektraum
     und Erinnerungsarbeit des Bezirks zurückgeht, beschäftigt       Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
     sich mit dem Leben der Schöneberger und Tempelhofer
     Juden bis 1945, aber auch mit dem »Nachleben« der
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     Exilanten. Das Zentrum der Ausstellung bilden über 150          GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM
     biografische Alben mit persönlichen Fotos und Doku-             Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
     menten. Die darin dokumentierten Familiengeschichten            Montag bis Donnerstag 10–18 Uhr
     werden zum großen Teil aus der Sicht der Zeitzeug_innen         Freitag 10–14 Uhr
     oder ihrer Angehörigen erzählt. Durch die Kombination           Sonntag 11–15 Uhr
     verschiedener Elemente stellt die Ausstellungsinstallation
     einen einzigartigen Ort der Erinnerung an die damaligen
     Nachbarn dar.

     Der Bezirk führt diese außergewöhnliche Idee in Kooperation
     mit dem Förderverein frag doch! kontinuierlich fort.            Telefon 030 – 90 277 6964
     Dauerausstellung Sa bis Do 10–18 Uhr, regelmäßig Führungen      hausamkleistpark@ba-ts.berlin.de
     Eintritt frei                                                   www.hausamkleistpark.de
     www.wirwarennachbarn.de, Kontakt: projekt@wirwarennachbarn.de
ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN                                      ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN

     MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG                                      Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße
                                                                      Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin
     Jugend Museum | Schöneberg Museum                                Dienstag bis Donnerstag, Sonntag 14–18 Uhr
     Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin                                  für Gruppen nach Voranmeldung
     Samstag bis Donnerstag 14–18 Uhr                                 Montag bis Freitag 10–14 Uhr
     Freitag 9–14 Uhr                                                 Führungen jeden Sonntag um 14 Uhr
     Gruppen und Schulklassen nach Voranmeldung.
                                                                      Telefon 030 – 90 277 6163
     Tempelhof Museum                                                 www.gedenkort-papestrasse.de
     Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
     Montag bis Donnerstag 10–18 Uhr
     Freitag 10–14 Uhr, Sonntag 11–15 Uhr
78                                                                                                                                    79
     Für Schulklassen und Gruppen Mo –Fr nach Voranmeldung            Informationsort Schwerbelastungskörper
     Kostenlose Führungen jeden 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr         General-Pape-Straße / Loewenhardtdamm
                                                                      Geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober 2018
     Archiv Tempelhof-Schöneberg                                      Dienstag, Mittwoch 14–18 Uhr
     Hauptstraße 40 /42, 10827 Berlin                                 Donnerstag 10–18 Uhr, Sonntag 13–18 Uhr
     Telefon 030 –90 277 6214                                         Sonntags um 12 Uhr Führung mit den Berliner Unterwelten e.V.,
     archiv@ba-ts.berlin.de                                           Dauer 1 Stunde, Unkostenbeitrag Führung: 6,- €
     Ein Besuch ist nur nach individueller Terminabsprache möglich.   nur Gelände barrierefrei

                                                                      Telefon 030 –90 277 6163
                                                                      www.schwerbelastungskoerper.de
     Telefon 030 –90 277 6163
     museum@ba-ts.berlin.de
     www.museen-tempelhof-schoeneberg.de
ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN

     Dezentrale Kulturarbeit
     Rathaus Schöneberg
     John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin
     Zugang über Freiherr-vom-Stein-Straße

     Telefon 030 –90 277 4347
     kontakt@dezentrale-kulturarbeit.de
     www.dezentrale-kulturarbeit.de

                                                                                                                                   Gestaltung: ZERA berlin, diegeisel | Redaktion: Philipp Holt
     Die Dezentrale Kulturarbeit ist verantwortlich für die Kunst-
     und Kulturförderung der Freien Szene im Bezirk.
80
                                                                     Anita Augsburg, Marie Stritt, Lily von Gizycki, Minna Cauer
                                                                     und Sophie Goudstikker, Atelier Elvira um 1894, vermutlich
                                                                     Selbstauslöser Sophie Goudstikker.
                                                                     Wir sind so frei. Frauen haben die Wahl. Ein Audioprojekt
     »Wir waren Nachbarn«                                            von Sibylle Nägele | siehe S. 63.
     Rathaus Schöneberg
     John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin
     Zugang über Freiherr-vom-Stein-Straße
     Samstag bis Donnerstag 10–18 Uhr

     Es finden regelmäßig Führungen statt.

     projekt@wirwarennachbarn.de
     www.wirwarennachbarn.de
VERANSTALTER

BEZIRKSAMT TEMPELHOF-SCHÖNEBERG
ABTEILUNG BILDUNG, KULTUR UND SOZIALES
FACHBEREICH KUNST, KULTUR, MUSEEN

             dezentrale
Tempelhof-
Schöneberg

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