Landeswallfahrt Maria Taferl - www.noekb.at - Österreichischer Kameradschaftsbund
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OKB
LANDESVERBAND
www.noekb.at
NÖ
LandesZ
Ausgabe 40, September 2014 / P.b.b. 13Z039569M / 0,65 €
Luftkampf-Gedenkstätte
in St. Martin
Landeswallfahrt Maria Taferl2
NÖKB-Uhren NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Gedenkmedaillen „60 Jahre
& Zinnteller Die
Kameradschaftsbund NÖ“
Gedenkmedaille
kann ab sofort entwe-
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Familienname: __________________
60-Jahr-Feier des LVNÖ
am 19. Oktober in Wieselburg Vorname: ____________________________
Die Landesfeier findet am Sonntag, 19. Oktober 2014 in Wie-
selburg statt. Nach der Aufstellung auf dem Parkplatz wird
um 9.30 Uhr in die Halle einmarschiert. Nach der Festmesse
PLZ/Ort:_____________________________
mit dem Totengedenken erfolgt der Festakt.
Straße/Hausnr.: _______________________
Wichtige Details: Für jeden Kameraden ist ein Sitzplatz
vorhanden. Auch die Fähnriche und Fahnenoffiziere können
während des gesamten Festaktes sitzen, weil Kam. Hofmar- ____________________________________
cher für die Fahnen Ständer produziert.
Es ist vorgesehen je 30 Fahnen (also 60 dem Anlass entspre-
chend) links und rechts der Bühne zu positionieren, alle wei- O Ich hole die Medaille im Landesbüro ab.
teren werden seitwärts positioniert.
Die Versorgung der Kameraden mit Getränken und Essen
vor und nach der Veranstaltung übernimmt der StV Wiesel- O Bitte um Zusendung zuzügl. Porto an
burg. Es werden genügend „Standeln“ direkt am Parkplatz diese Adresse.
aufgebaut. (Zutreffendes unbedingt ankreuzen!)
Es sind genügend Parkplätze direkt bei der Halle vorhanden,
auch für Busse. Bitte per Fax an 02982/3965-4
Die musikalische Umrahmung erfolgt durch die Stadtmusik- oder per Brief an das NÖKB Landesbüro,
kapelle Wieselburg.
3100 St. Pölten, Ferstlergasse 8/3, schicken.NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 3
Werte Leserinnen und Leser unserer Landeszeitung!
Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden!
Vorerst darf ich Sie alle recht herzlich willkommen heißen
und zur Lektüre der Ausgabe 03/14 unserer Landeszeitung
Der Präsident
einladen.
Ich war sehr viel unterwegs in den letzten Monaten und
habe sehr schöne und gelungene Veranstaltungen aller Art
miterleben dürfen. NÖKB-Präsident
Brigadier i. R.
So war ich zum Beispiel, um nur einige dieser wunderbaren
Franz TESZAR
Feierlichkeiten zu nennen, bei einem beeindruckenden
Jubiläumsfest mit Kameradschaftsabend und Hauptbezirks-
treffen in Loidesthal bei Zistersdorf im „Erdölgebiet“, wo auch
ein Partnerverband aus Hallwang im Land Salzburg mit einer
sehr schönen Tracht und mit Böllerschützen, die mehrmals von vielen Menschen aus Nah und Fern besuchten Gedenk-
eine fulminante „Kanonade“ hinlegten, zu Gast war. veranstaltung auf Schloss Artstetten und zu einem Pontifi-
kalamt, das von Kardinal Schönborn zelebriert wurde, in der
Ich nahm an der Einweihung eines besonders pietätvoll
Basilika Maria Taferl als Ehrengast geladen und habe dort
gestalteten Gedenksteines für sechs deutsche und einen
den farbenprächtigen Aufmarsch einer Vielzahl von Traditi-
amerikanischen Flieger, die bei einem Luftkampf im Jahr
onsverbänden der österreichisch- ungarischen Monarchie in
1944 abgestürzt und gefallen waren, in St. Martin am Ybbs-
ihren schmucken Uniformen und berührende wie mahnende
feld teil, wo uns unter anderem auch der US- Luftattaché
Worte hochrangiger Festredner, darunter auch unser Herr
sowie ein Fliegeroffizier aus der deutschen Botschaft und ein
Landeshauptmann, miterlebt.
Vertreter unserer Luftstreitkräfte die Ehre ihrer Anwesenheit
gaben – und sich sehr lobend über diese würdige Feierlich- Für unsere Landeswallfahrt 31. August haben wir wieder viel
keit äußerten. Lob und Anerkennung bekommen und ich möchte mich hier
nochmals in aller Form bei allen Organisatoren und Akteuren
Ich besuchte ein Hauptbezirkstreffen in Zeillern bei Am-
für die ausgezeichnete Vorbereitung und pannenfreie Ab-
stetten und eines in Hofamt Priel bei Persenbeug, wo der
wicklung dieser unserer größten und wichtigsten Veranstal-
Errichtung eines 18 m hohen und weithin sichtbaren Frie-
tung und auch bei den zahlreichen Teilnehmern bedanken.
denskreuzes vor 40 Jahren gedacht wurde, und ich nahm
an einer Gedenkfeier am Lagerfriedhof für verstorbene Die Vorbereitungen für unsere 60-Jahr-Feier am Sonntag,
Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges in der Nähe von dem 19. Oktober 2014, in der Festhalle Wieselburg sind so
Wieselburg sowie an einer feierlichen Umbettungsaktion von gut wie abgeschlossen.
gefallenen sowjetischen Soldaten, die nun am russischen Ich bitte um zahlreiche Teilnahme und bin sicher, dass es eine
Friedhof in Herzogenburg eine letzte, würdige Ruhestätte würdige Veranstaltung wird.
gefunden haben, teil. Ich habe in der letzten Ausgabe unserer Landeszeitung
Alle die genannten, aber auch alle anderen Veranstaltungen, einige sehr ernste Anmerkungen zur existenzbedrohenden
die ich besuchte, waren geprägt von guter Vorbereitung, finanziellen Situation unseres Bundesheeres gemacht und
sinnvollen Abläufen, durchdachter Gestaltung, schöner bitte Euch alle nochmals eindringlich, gerade jetzt, in diesen
Ausschmückung der Festplätze, tiefgreifenden Predigten, schlechten Zeiten, mehr denn je zu unserem Heer und zu
Grußworten und Festansprachen sowie von präziser Durch- unseren Soldaten, die trotz dieser widrigen Umstände treu
führung – und überall hat der Kameradschaftsbund daher ihren Dienst für uns, unsere Heimat und für unsere Sicherheit
einen guten Eindruck hinterlassen. leisten, zu stehen und ich appelliere an Euch alle, immer und
Herzliche Gratulation auch den Ortsverbänden Neidling und überall unsere Verantwortlichen und Mandatare anzuspre-
Au am Leithaberge, die wunderschöne neue Fahnen ange- chen und sie aufzufordern, dass sie endlich was gegen diese
schafft haben und sie in würdiger Form im Rahmen heiliger untragbare Misere tun sollen.
Messen segnen ließen. Ich möchte auch ausdrücklich nochmals unsere online- Peti-
Immer nahmen auch zahlreiche Verbände mit vielen Kame- tion auf unserer Internet- Seite in Erinnerung rufen und bitte
radinnen und Kameraden mit ihren Fahnen teil und immer Euch, bei diesem wichtigen Begehren mitzumachen und die
waren hochrangige Ehrengäste sowie viele Besucher aus der Petition, die noch den ganzen September läuft, auszufüllen
Region dabei, was sehr deutlich für unsere hohe Integration und abzusenden.
in den Kommunen spricht. Soweit meine heutigen Ausführungen.
Mein großer Dank gilt daher allen unseren Mitgliedern und Nun wünsche ich allen unseren Leserinnen und Lesern viel
Organisationskomitees, die sich so sehr und so erfolgreich Freude bei der Lektüre dieser Ausgabe unserer Landeszei-
um das Gelingen „ihrer“ Veranstaltungen bemüht haben. tung.
Auch das Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges Mit kameradschaftlichen Grüßen
vor 100 und des Zweiten vor 75 Jahren haben wir im Rahmen
würdiger Festakte gebührend begangen – sowohl in Hoch- Euer
wolkersdorf als auch in Maria Taferl.
Ich war am 28. Juni – anlässlich des Attentats auf den Thron-
folger vor 100 Jahren – auch zu einer groß angelegten und
Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe: 19. NovemberNÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 5 Bild unten: Gf. NÖKB-Präsident SR Josef Pfleger, Generalmajor i. R. Günter Hochauer, NÖKB-Ehren- präsident Franz Karlinger, GenLt i. R. Kurt Pirker, Hofrat Dr. Norbert Haselsteiner, Landesseelsorger GR Dechant Mag. Josef Grünstäudl, Landesseelsorger (evangelisch) Militärsuperintendent DDr. Karl- Reinhart Trauner, ÖKB-Vizepräsident Johann Glöckl, Diakon Heribert Auer, Prälat Mag. Columban Luser, Militärkommandant Brigadier Mag. Rudolf Striedinger, Pfarrer Andreas Petith, Gabriele Striedinger, NÖKB-Präsident Bgdr i. R. Franz Teszar, Tatjana Yakusch, Bundesrat Ing. Andreas Pum, Oberstleutnant Wladimir Yakusch (verdeckt), Vizepräsident Augustin Hüdl, ÖKB-Präsident Bundesrat a. D. Ludwig Bieringer, ÖSK-Landesgeschäftsführer Ing. Otto Jaus und NÖRK-Präsident ÖkRat Willibald Sauer (v. l.) 900 Kameraden bei Landeswallfahrt Alljährlich treffen sich am letzten Augustwochenende die Mitglieder des NÖ Kamerad- schaftsbundes bei der traditionellen Wallfahrt in Maria Taferl, wo sich das Landesehrenmal befindet. Und sie tun es noch mit derselben Begeisterung wie vor über fünfzig Jahren. Und das ist auch nicht ver- und 75 Jahre Beginn Zweiter folgte, war der ‚Kalte Krieg´“, wunderlich, sind doch die Weltkrieg. mahnte Festredner Militär- Werte, die der ÖKB vertritt, Hauptzelebrant Prälat Mag. kommandant Mag. Rudolf heute Gott sei Dank keine Columban Luser betonte in Striedinger, nicht leichtfer- Schlagworte mehr, sondern seiner Predigt die Wichtig- tig mit dem Begriff Frieden wieder „in“. Das Gemeinsa- keit des Friedens und seine umzugehen. Er forderte ein me, das Eintreten füreinan- Bedeutung in der heutigen einsatzfähiges Bundesheer, der und das gegenseitige Zeit. Er schloss mit einem um nicht hilflos bei konkre- Helfen sind Werte, die von Zitat von Papst Pius VI: „Das ten Konflikten – auch mitten vielen beschworen und wie- moderne Wort für Frieden ist in Europa – dazustehen. Mu- dergewünscht werden. Der soziale Gerechtigkeit.“ sikalisch gestaltet wurde die ÖKB lebt sie. „Nach dem Ersten Weltkrieg Messe von der Musikkapelle Heuer wurde zweier Ereig- wurden Parolen laut ‚Nie wie- Hofstetten-Grünau. nisse gedacht, die zu den der Krieg´ und bald darauf Zur hl. Messe und zur Kranz- größten Tragödien des mo- folgte der Zweite Weltkrieg. niederlegung waren rund dernen Europa zählen – 100 Danach war man sich wieder 900 Kameraden mit 69 Fah- Jahre Beginn Erster Weltkrieg einig ‚Nie wieder Krieg´, was nen gekommen.
6 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
I m Oktober 1918 ist der Erste Weltkrieg für Österreich-
Vom Ersten z
Ungarn praktisch verloren, der Vielvölkerstaat zerbricht.
Zerfall der Monarchie wie von See- und Luftstreit-
Die weitere Entwicklung ist kräften. Ähnliches gilt für
rasant: Am 3. November 1918 Deutschland, das 2010 (!) die Innenpolitische Seminar und war Mitbegrün-
wird der Waffenstillstand mit letzten Zahlungen für den Neuordnung der der Salzburger Festspiele.
den gegnerischen Staaten Ersten (!) Weltkrieg leistet. Auch eine innere Neuord- Die Operettenkomponisten
geschlossen, am 16. Novem- Nur wenige halten das neue, nung Österreichs ist not- Franz Lehár und Emmerich
ber verzichtet Kaiser Karl, der kleine Österreich für lebens- wendig. Im Oktober 1920 Kálmán feiern weltweite Er-
1916 Kaiser Franz Joseph ge- fähig. bekommt Österreich durch folge. Ebenso bedeutsam ist
folgt war, auf die Regierungs- Hans Kelsen seine Verfas- das wissenschaftliche Leben.
geschäfte. Kaiser Karl ist auf Die neuen Grenzen sung, die – mit einigen Än- Drei österreichische Natur-
Schloss Persenbeug (Bezirk Bereits zu Kriegsende entste- derungen – bis heute gilt. wissenschaftler und vier Me-
Melk) geboren. hen um die deutschsprachi- Erster Staatskanzler ist der diziner der Zwischenkriegs-
Es dauert aber noch rund gen Gebiete der ehemaligen Sozialdemokrat Karl Renner, zeit erhielten den Nobelpreis.
ein Jahr, bis zum September Habsburgermonarchie hef- der in Gloggnitz (Bez. Ne- Sigmund Freud begründet
1919, dass „Friedensverträ- tige, auch mit Waffengewalt unkirchen) wohnt. Während mit seiner Traumdeutung
ge“ unterzeichnet werden. geführte Auseinanderset- die Sozialdemokraten für ei- eine neue psychoanalytische
Sie verdienen diese Bezeich- zungen in der Steiermark, in nen zentralistisch gelenkten Schule.
nung nicht. Im Staatsvertrag den Sudetenlanden und in Staat eintreten, setzen sich
von Saint Germain gehört Kärnten. Während die Unter- die Christlichsozialen für Fö- Herausforderungen
Österreich zu den Verlierer- steiermark und die Sudeten- deralismus und starke Bun- Im Jänner 1927 kam es im
staaten und wird als am lande an die neuen Staaten desländer ein. Sie sind auch burgenländischen Schatten-
Krieg schuldig bezeichnet. Jugoslawien und Tschecho- Vertreter eines politischen dorf zu bürgerkriegsartigen
Die „Friedensbestimmun- slowakei abgetreten werden Katholizismus. Die Sozialde- Kämpfen; mehrere Opfer auf
gen“ waren hart. Wie die müssen, wird der Großteil mokraten prägen hingegen Seiten der Sozialdemokratie
Geschichte zeigt, hat diese Kärntens nach einer Volks- das „Rote Wien“. waren zu beklagen. Im dar-
Härte die Probleme nicht ge- abstimmung am 10. Oktober Zu einem Stolperstein wurde an anschließenden Prozess
löst, sondern nur vermehrt. 1920 dem neuen Österreich die wirtschaftliche Situation werden die Angeklagten
Eine dauerhafte Friedensre- angegliedert. Ein Jahr später, Österreichs. Weder eine An- für „nicht schuldig“ befun-
gelung unter diesen Bedin- im Oktober 1921, findet im leihe beim Völkerbund, dem den. Streiks sind die Folge.
gungen ist nicht möglich, er- heutigen Burgenland eben- Vorläufer der Vereinten Na- Einen Tag nach Urteilsver-
kennen schon Zeitgenossen. falls eine Volksabstimmung tionen, noch die Einführung kündigung, am 15. Juli 1927,
Trotzdem bleibt man dabei. statt, und zwar um Öden- des Schillings 1925 kann die brennt in Wien der Justizpa-
Österreich wird nicht nur zu burg (Sopron). Eine Wahlbe- Inflation und die Arbeits- last, schwere Straßenkämpfe
Zahlungen verpflichtet, son- einflussung führt allerdings losigkeit eindämmen. Die mit zahlreichen Toten sind
dern auch das Berufsheer dazu, dass die natürliche Weltwirtschaftskrise 1929 die Folge.
auf 30.000 Mann (immerhin Hauptstadt bei Ungarn ver- zerrüttet die Wirtschaft end-
mehr, als Österreich heute bleibt. Es dauert schließlich gültig. Gesamteuropäischer Trend
hat) beschränkt, mit einem bis 1921, dass die Grenzen Die zweite Hälfte der 1920er Gesamteuropäisch ist ein
Verbot schwerer Waffen so- feststehen. Jahre sind innenpolitisch Trend Richtung autoritärer
durch eine zunehmen- Staatsformen erkennbar.
de Radikalisierung und In Italien etabliert Musso-
Kampfbereitschaft lini 1922 ein faschistisches
zwischen den Partei- Regime. 1917 hatte es in
en gekennzeichnet, Russland eine Revolution
die paramilitärische gegeben, 1924 stirbt der Re-
Organisationen unter- volutionsführer Lenin; sein
halten: die Sozialde- Nachfolger wird Stalin, der
mokratie den Republi- in der Sowjetunion (UdSSR)
kanischen Schutzbund eine Diktatur errichtet. Und
und die Christlichsozia- auch im Deutschen Reich
len die Heimwehr. setzt sich im Februar 1933
Adolf Hitler politisch durch.
Kulturelles Leben Im Mai 1932 übernimmt der
Trotz aller Schwierigkei- Christlichsoziale Engelbert
ten blüht in Österreich Dollfuß, der aus Texing (Bez.
das kulturelle Leben. An Melk) stammt, die Regierung,
der Wiener Staatsoper womit sich der Weg hin zu
wirken weltberühmte einer autoritären Staatsform
Künstler. Max Reinhardt auch in Österreich abzeich-
gründet das Reinhardt- net, wenngleich sie nicht mitNÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 7
KARL-REINHART TRAUNER Mai 1933 erläßt Berlin jedoch
die „1000-Mark-Sperre“: je-
um Zweiten Weltkrieg
der, der nach Österreich aus-
reisen will, muss eine Kauti-
on in der unerhörten Höhe
von 1.000 RM hinterlegen.
Damit will man den reichs-
deutschen Fremdenverkehr,
schon damals ein wichtiger
Faktor der österreichischen
Wirtschaft, unterbinden.
Durch den großen Druck
muss Österreich im Jahr
1936 zulassen, dass sich das
Deutsche Reich direkt in die
inneren politischen Vorgän-
ge Österreich einmischt. Die
Westmächte akzeptieren
dieses Vorgehen Hitlers als
natürliche Interessenspoli-
tik des Deutschen Reiches.
Endgültig durch die Annä-
herung zwischen dem Deut-
schen Reich und Italien 1937
kommt Österreichs Position
ins Schwanken.
Österreich als „Ostmark“
Am 13. März 1938 überschrei-
Unterzeichnung des Friedensvertrages in St. Germain ten reichsdeutsche Truppen
die nicht verteidigte öster-
der der Sowjetunion oder Regierung setzt neben der in der neugegründeten Va- reichische Grenze und voll-
des Deutschen Reiches ver- Exekutive auch das Bundes- terländischen Front zusam- ziehen den „Anschluss“. Die
gleichbar ist. Im März 1933 heer ein. Am 15. Februar ist mengeführt. Wenige Monate Weltöffentlichkeit reagiert
schaltet sich das Parlament der Widerstand des Repub- später schon, im Juli 1934, kaum auf den Anschluss –
selbst aus, die Regierung likanischen Schutzbundes wird bei einem nationalsozi- lediglich Mexiko legt beim
agiert nun autoritär. gebrochen. Die sozialdemo- alistischen Aufstand Bundes- Völkerbund offiziellen Pro-
kratische Partei wird eben- kanzler Dollfuß ermordet. test ein.
Bürgerkrieg, Ständestaat so wie die Gewerkschaften Sein Nachfolger wird Kurt Nach dem Einmarsch der
und Putschversuch verboten. Dies führt zu einer von Schuschnigg. deutschen Wehrmacht im
Am 12. Februar 1934 er- weiteren Verhärtung der in- März 1938 haben viele Ös-
schüttert ein Bürgerkrieg, nenpolitischen Situation. Außenpolitischer Druck terreicher eine positive Ein-
getragen von den Sozial- Als Folge des Bürgerkrieges Schon sehr bald nach dem stellung zum Anschluss. Die
demokraten, Österreich. Er schaffen die Christlichsozi- Machtantritt Hitlers in wenigsten verbinden damit
nimmt seinen Ausgang in alen Ende April 1934 den Deutschland setzt ein au- jedoch ein Bekenntnis zum
Linz und erfasst dann große autoritären „Ständestaat“, in ßenpolitischen Druck auf Ös- Nationalsozialismus, viel-
Teile Österreichs, vornehm- dem alle Parteien und par- terreich ein, dem Dollfuß zu- mehr war die Hoffnung auf
lich Industriezentren wie teilichen Organisationen nächst durch ein Bündnis mit eine bessere persönliche
Wr. Neustadt oder Steyr. Die aufgehoben sind; sie werden Italien gegensteuern will. Im Zukunft die treibende Kraft.
In dieser Ansicht wird die
Öffentlichkeit auch durch
Vertreter der Kirche und der
Politik gestärkt.
Bald nach dem Anschluss
erfolgen jedoch die ersten
Transporte in die Arbeits-
lager von Wöllersdorf oder
Dachau. Zunehmend greift
die harte Faust der NSDAP
und ihrer politischen Orga-
nisationen auch in das Leben
der „Ostmark“ ein; vollends
ab dem Beginn des Zweiten
Kurt Schuschnigg Karl Renner Engelbert Dollfuß Weltkrieges 1939.8 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Im Bild von links: Obmann Friedrich Grubbauer, Vizepräs. Augustin ÖSK-Geschäftsführer Ing. Otto Jaus (2. Reihe links nach dem
Hüdl, ÖSK-Landesgeschäftsführer Ing. Otto Jaus, Gf. NÖKB-Präsi- Fahnenblock) mit den Ehrengästen - unter ihnen LFRef. Brigitta
dent SR Josef Pfleger, ÖSK-Präsident ÖkRat Peter Rieser, Botschafts- Wiesinger, Präsident Bgdr i. R. Franz Teszar (2. v. li.), Botschaftsrat
rat Valery Sidorov, Landesrat Mag. Johann Heuras, Bgm. Liselotte Valery Sidorov, LAbg. Johann Erber, Ehrenpräsident Franz Karlinger
Kashofer, Oberst Alexej Klimov, Vbgm. Ing. Rupert Jäger, Mag. Franz und Vizepräs. Leo Wiesinger (vorne von links)
Horvat (BH Amstetten)
Wieselburg: Gedenkfeier am
St. Georgen: Gedenkfeier am
generalsanierten Lagerfriedhof
generalsanierten Lagerfriedhof Die Erhaltung von Denkmälern und die Pflege von Friedhö-
Vorbildliche Arbeit haben die Kameraden bei der Reno- fen gehört zu den zentralen Aufgaben eines jeden Ortsver-
vierung des Lagerfriedhofes St. Georgen am Ybbsfelde - bandes. Der StV Wieselburg hat unter Obm. Franz Kitzwö-
Matzendorf in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen gerer im Auftrag des Österreichischen Schwarzen Kreuzes
Schwarzen Kreuz geleistet. mit der Pflege des Lagerfriedhofs und mit Renovierung des
Denkmals beide Aufgaben vorbildlich gemeistert.
Was bis vor kurzem noch hofer - höchstes Lob.
wie ein vernachlässigter Gf. Präs. SR Josef Pfleger be- Voll des Lobes für die Ka- Mit dabei bei dieser würdi-
Waldfriedhof aussah, ist zu dankte sich in seiner Rede meraden waren daher auch gen Feier war fast der ge-
einer würdigen Stätte für die beim ÖSK für dessen uner- ÖSK-Landesgeschäftsführer samte Landesvorstand des
Kriegstoten aus dem Ersten müdlichen Einsatz für die Ing. Otto Jaus, die Festredner NÖKB, weil dieser am Vormit-
Weltkrieg geworden. Kriegsgräberfürsorge. Präs. Bgdr i. R. Franz Teszar, tag eine Sitzung bezüglich
Zur Erinnerung an das Kriegs- Botschaftsrat Valery Sodorow, der 60-Jahr-Feier des Lan-
gefangengenlager wurde Bgm. Mag. Günther Leicht- desverbandes in Wieselburg
ein Gedenkstein aufgestellt, fried und LAbg. Anton Erber. durchgeführt hatte.
dort, wo sich ursprünlich der
Eingang befand.
Dafür gab es von allen Red-
nern - ÖSK-Landesgeschäfts- Am Rednerpult: Ing. Otto Jaus ...
führer Ing. Otto Jaus, ÖSK-
Präsident ÖkRat Peter Rieser,
Botschaftsrat Valery Sidorov,
Landesrat Mag. Johann Heu-
ras und Bgm. Liselotte Kas-
... Botschaftsrat Valery Sidorov, ...
Ehrenposten, LGF Ing. Jaus, Präs. Teszar, Präsidialmitglied Josef
Hofmarcher, der bei den Arbeiten federführend dabei war, Vertei-
... ÖSK-Präsident Peter Rieser digungsattaché Oberst Alexey Klimov und Botschaftsrat Valery
Siderov bei der Kranzniederlegung
Der Friedhof vor und nach der
Sanierung
Wunder-
schön res-
tauriert: das
Denkmal im
Lagerfried-
hof Wiesel-
burgNÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 9
St. Martin: Gedenkstätte für im
Luftkampf gefallene Soldaten
Eine bereits länger gehegtes großes Vorhaben des OV St.
Martin-Karlsbach wurde nun Realität: Für die 1944 im Luft-
kampf über St. Martin gefallenen deutschen und amerika-
nischen Soldaten wurde in St. Martin ein Denkmal errichtet
und der Luftkampf selbst in einer Gedenkschrift festgehal-
ten. Am 20. Juli wurde die wunderschöne Anlage in einem
würdigen Festakt im Beisein deutscher und amerikanischer
Militärvertreter gesegnet.
Am 24. Mai 1944, einem
Pfingstmontag, verloren fünf
deutsche Luftwaffenangehö-
rige und ein amerikanischer
Pilot bei einem Luftkampf
über St. Martin ihr Leben. Obm. Anton Schmutzer, Bgm. Martin Ritzmaier, Vizepräs. Ausgustin
Fast „zufällig“ gerieten drei Hüdl, Obstlt Scott Allen Ogledzinski, Luftattachè der USA, Amtsdi-
Flugzeuge hier zusammen: rektor Olt Ing. Karl Bruckner, Obstlt iG Bernd Pfaffenbach (Deutsch-
Originalfelge eines der Flugzeu-
Das deutsche Schulflugzeug, land), Militärsuperintendent DDr. Karl-Reinhart Trauner, Präs. Bgdr
ge als Kranzhalterung
eine umgebaute He 111, eine i. R. Franz Teszar, Gf. Präs. SR Josef Pfleger, Pfarrer Mag. Daniel
deutsche ME 109 und eine der Festrede erhielt, sondern Kostrzycki, ÖKB-Vizepräs. Johann Glöckl und Franz Palme (v. li.)
amerikanische Mustang P51. auch von ÖSK-Kurator SR Jo-
Die He 111 mit fünf Mann Be- sef Pfleger mit dem Großen
satzung und die P51 stürzten Ehrenkreuz des Österreichi-
knapp außerhalb des Ortes schen Schwarzen Kreuzes
ab. Für sie wurde das Denk- ausgezeichnet wurde.
mal, das aus zwei Gedenk- Bedankt wurde auch OSR
steinen, einem Gedenkkreuz Ernst Zotl, der die Texte für
und - als Besonderheit - aus die Gedenkschrift zusam-
einer Originalfelge eines der mengestellt hatte; die Ge-
abgestürzten Flugzeuge als staltung lag in den Händen
Kranzhalterung besteht, er- von Josef Pfleger. Für die Federführung bei der Errichtung des Denkmales und die
richtet. Den Rückblick auf das Un- Konzeption der Gedenkschrift wurde Franz Palme (M.) von den ÖSK-
Im Rahmen einer heiligen glück und einen kurzen Kuratoren SR Josef Pfleger und Präs. Bgdr i. R. Franz Teszar (v. li.) mit
Messe wurde es nun am 20. historischen Abriss brachte dem Großen Ehrenzeichen des ÖSK ausgezeichnet. ÖKB-Vizepräs.
Juli nach einer Kranznieder- Franz Palme. Der offizielle Johann Glöckl und Obm. Anton Schmutzer (re.) gratulierten.
legung von Pfarrer Mag. Da- Teil der Feier wurde schließ-
niel Kostrzycki gesegnet. lich mit den Nationalhymnen
Federführend bei der Errich- der USA, Deutschlands und
tung des Denkmales und der Österreichs beendet.
Erstellung der Gedenkschrift Die Feier selbst und der an-
war Kamerad Franz Palme, schließende Frühschoppen
der dafür nicht nur höchs- wurden von der Trachtenmu-
tes Lob von Präsident Bgdr sikkapelle St. Martin musika-
i. R. Franz Teszar im Rahmen lisch umrahmt.
Zeichnen für die Festschrift „70 Jahre Luftkampf über St. Martin“
verantwortlich: OSR Ernst Zotl (Texte), Franz Palme (Konzept) und
Gf. Präs. Josef Pfleger (Gestaltung - v. li.)
Franz Deim neuer
Präsident des LV Wien
Der ehemalige HBO von Wien-Umgebung Franz Deim wurde
Gratulierten Präsident Franz Deim (2. v. re.): ÖKB-Vizepräsident kürzlich zum neuen Präsidenten des Landesverbandes Wien
Johann Glöckl, Präsident Bgdr i. R. Franz Teszar, ÖKB-Präsident BR gewählt. Der Landesverband NÖ gratuliert ihm dazu ganz
a. D. Ludwig Bieringer und Gf. Präsident SR Josef Pfleger (v. li.) herzlich und wünscht ihm alles Gute für die neue Aufgabe.10 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Der OV Zeillern beim Einzug in das Festzelt.
90-jähriges Bestandsjubiläum Im Bild Obmann Reisinger mit den Ehren- und Festgästen nach
des OV Zeillern mit Präs. Teszar Beendigung des Festaktes
Ein 90-jähriges Bestandsjubiläum ist Grund zum Feiern - der
Ortsverband Zeillern organisierte daher ein würdiges Jubi- OV Loidesthal: 250 Kameraden
läumsfest und zugleich ein Hauptbezirkstreffen.
beim 50-Jahr-Jubiläum
Am 22. Juni 2014 trafen sich Krenn gesegnet.
Am 13. Juli 2014 feierte der OV Loidesthal sein 50-Jahr-Jubi-
427 Kameradinnen und Ka- Mag. Johann Heuras wies
läum mit HB-Treffen. Zu diesem Anlass waren über 250 Ka-
meraden des Hauptbezirkes bei seiner Grußbotschaft auf
meraden aus 25 Orts- und Stadtverbänden mit 27 Fahnen
Amstetten mit 29 Fahnen im die vielen Gedenktage 2014
bei herrlichem Wetter ausgerückt.
wunderbaren Ambiente des hin, wie 200 Jahre Wiener
Schlosses Zeillern. Darunter Kongress, 100 Jahre Erster Die Festmesse wurde bei der Steiermark sowie dem Stadt-
war auch eine Abordnung Weltkrieg, 75 Jahre Beginn von den Kameraden erbau- verband Zell am See, der Ka-
der Partnergemeinde Zei- des Zweiten Weltkrieges, 20 ten Friedenskapelle von P. meradschaft Hallwang und
larn/Bayern mit ihrem Bür- Jahre Mitglied in der Europäi- Karl Seetaler gehalten. Nach den Prangerschützen Hall-
germeister Werner Leeb. schen Union und 90 Jahre OV der hl. Messe wurden die wang aus Salzburg.
HBO und Vizepräsident Au- Zeillern. Er betonte, dass es Fahnenbänder gesegnet und Der Höhepunkt dieses Fest-
gustin Hüdl konnte bei seiner nicht selbstverständlich ist, den Orts- bzw. Stadtverbän- aktes war die beeindrucken-
Eröffnungsansprache viele in Demokratie, Wohlstand, den übergeben. de Festrede unseres Landes-
Ehrengäste begrüßen. Allen Frieden und Freiheit aufzu- Bürgermeister Komm.-Rat präsidenten Brigadier i. R.
voran den Hausherrn Bür- wachsen, sondern „wir müs- Peischl gratulierte dem OV Franz Teszar. Er gratulierte
germeister Friedrich Pallin- sen wachsam sein, um diese und bedankte sich beim Ob- ebenfalls zu diesem Jubiläum
ger sowie Vizebürgermeister Werte auch für die Jugend zu mann und seinem Team für und war von den Aktivitäten
Adolf Gruber, Landtagsprä- erhalten.“ die vielen Aktivitäten im Ort. des Ortsverbandes sehr be-
sident Mag. Johann Heuras, Er bedankte sich für die vie- Die Festrede hielt Landesrat eindruckt: „Wenn man sich
NÖKB-Präsident Brigadier i. len sozialen und karikativen Mag. Karl Wilfing. Er gratu- die hervorragende Arbeit
R. Franz Teszar, Landeseh- Aktionen, welche der Kame- lierte dem OV zu diesem Ju- dieses Verbandes in den letz-
renpräsident Franz Karlinger radschaftsbund leistet. biläum. Besonders gut gefiel ten 50 Jahren ansieht, kann
und Obstlt Rupert Halbart- Präsident Franz Teszar be- ihm die Verbundenheit mit man nur stolz sein. Ich wün-
schlager, Ostarrichikaserne dankte sich in seiner Festan- den Verbänden außerhalb sche dem Ortsverband für
Amstetten. sprache für das zahlreiche unseres Bundeslandes – dem die Zukunft alles Gute“, so
Der Einmarsch in das Fest- Erscheinen, insbesonders Ortsverband Irdning aus der Präs. Teszar.
zelt erfolgte unter Komman- der vielen Ehren- und Fest-
dant Mjr Wilfried Tassenba- gäste, für die wunderschöne
cher und den Musikkapellen und aufwendig organisierte
Meldung
Zeillern und Ferschnitz. Die Gestaltung des Hauptbe-
an den
Festmesse zelebrierte Pfarrer zirkstreffens unter Obmann
Präsiden-
Dr. Robert Grill, die musika- Franz Walter mit seinen zahl-
ten durch
lischer Umrahmung erfolg- reichen Helfern.
HBO
te durch die Musikkapelle Nach dem Abspielen der
Rudolf
Zeillern unter Kapellmeister Landeshymne und Auszug Moser
Andreas Kammerhofer. Im der Fahnen folgte ein gemüt-
Anschluss daran wurden die licher Frühschoppen im Krei-
Fahnenbänder im Beisein se der Kameraden.
von Fahnenmutter Elisabeth HB-PRef. M. MistlbergerNÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 11
Marsch vom Friedhof Neidling (Kranzniederlegung) zur Festhalle in Pfarrer GR Mag. Josef Piwowaski segnet die neue Fahne des
Flinsbach Bilder: Patricia Grünauer OV Neidling
Neue Fahne für den OV Neidling
Eine Begründung, die man selten hört, aber sicher etwas teuer, konsumiert ein wenig Josef Pfleger ging auf die
für sich hat, hatte Obmann Alois Lenz für die Anschaf- mehr, dass sie bezahlt wer- Geschichte des OV Neidling
fung der neuen Fahne in seiner Rede bereit: „Die alte Fah- den kann.“ ein, hob die vielen Aktivitä-
ne ist mit ihren Stickereien und mit ihrer Größe so schwer, Für diese noble Geste be- ten und karitativen Aktio-
dass sie für ältere Semester kaum noch zu tragen ist – dankte sich später der Gf. nen (Hochwassersammlung,
und die Jungen sind unter der Woche nicht im Ort. Wir Präsident SR Josef Pfleger in Kinderdorfunterstützung,
haben daher eine zweite, leichtere Fahne angeschafft.“ der polnischen Mutterspra- Schießbewerbe, Jugendbe-
Und diese ist ein wahres Schmuckstück geworden. che des Pfarrers mit einem treuung, ...) hervor und be-
Sammelplatz zum Krieger- herzlichen „dzienkuje“ (= dankte sich dafür im Namen
Die neue Fahne des OV Neid- denkmal, um der gefallenen Danke). des Landesverbandes.
ling wurde im Rahmen der und verstorbenen Kamera- Nach der hl. Messe folgten Klare Worte fand er auch zur
würdigen 110-Jahr-Feier des den zu gedenken und einen die Grußworte von Bgm. Karl derzeitigen Situation des
OV Neidling gesegnet und Kranz niederzulegen. Schrattenholzer, der den po- Bundesheeres und forderte
wird in Zukunft bei allen Die Defilierung vor den Eh- sitiven Stellenwert des Ka- von den zuständigen Politi-
Festen, Feiern und auch Be- rengästen erfolgte kurz vor meradschaftsbundes in der kern das notwendige Bud-
gräbnissen den Neidlinger der Festhalle, ehe man in Gemeinde hervorhob und get ein, damit das Heer den
Kameraden vorangetragen diese einzog. von Mag. Mathias Gral (BH verfassungsmäßigen Aufga-
werden. Nach der Begrüßung durch St. Pölten), der die Werte des ben nachkommen
Nicht ganz 200 Kameradin- HBO Franz Sandler begann Kameradschafts- kann.
nen und Kamerden waren die hl. Mese mit einer Über- bundes ebenso Mit der Fahnen-
mit 16 Fahnen zu diesem St. raschung: Pfarrer GR Mag. würdigte wie segnung und
Pöltener Hauptbezirkstreffen Josef Piwowaski verzichtete NR Mag. Fried- dem gemütlichen
gekommen. zugunsten des ÖKB auf die rich Ofenau- Teil endete die
Unter dem hervorragenden Kollekte – „Die Fah- er. Feier, die musi-
Kommando von HB-Kom- ne war Festredner kalisch von den
mandant Vzlt Herbert Kraus- Gf. Präsi- „Kremnitztalern“
hofen marschierte man vom dent SR umrahmt worden
war. JKP
Mit der neuen Fahne: Bgm. Karl
Schrattenholzer, Mag. Mathias
Gral (Bezirkshauptmannschaft),
Ortsobmann Alois Lenz, NR Mag.
Friedrich Ofenauer, Fahnenpatin
Hannelore Mann, Hauptbe-
zirkskommandant Vzlt Herbert
Kraushofer, Fahnenmutter
Gertraud Schrattenholzer,
Fähnrich Silvia Erber, Gf.
Präsident SR Josef Pfleger,
Hauptbezirksobmann Vzlt
Franz Sandler und Pfarrer
GR Mag. Josef Piwowaski.
(v. li.)12 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Verabschiedung und
Willkommen im Bundes-
sekretariat: NÖKB-Landes-
sekretärin Sabine Mitter-
böck, Ulrike Gebhart, LSF
Josef Glaser, Judith Dörfler
und ÖKB-Vizepräs. Johann
Glöckl (li.)
ÖKB-Bundessekre-
Marsch zum Festplatz tärin verabschiedet
Zum Abschied in den wohl-
verdienten Ruhestand
besuchte eine Abordung
Eggenburg: Friedens- des NÖKB die ÖKB-Bundes-
sekretärin Ulrike Gebhart
messe mit HB-Treffen im Bundesbüro und über-
brachte als Danke für die LORef. Johann Heher bedankt
sich bei Ulrike Gebhart mit einem
Der Stadtverband Eggenburg hat beschlossen, als sichtba- jahrelange hervorragende
kleinen Geschenk (unten)
res Zeichen des Gedenkens an die Opfer der beiden Welt- Zusammenarbeit ein klei-
kriege, eine Friedensmesse zu feiern und gleichzeitig ein nes Geschenk. Gleichzeitig wurde die neue Bundessekretä-
HB-Treffen zu veranstalten. rin Judith Dörfler willkommen geheißen.
Obmann Hubert Hölzl konn- dem an der wunderschönen
te am 24. August zahlreiche Stadtmauer die Feldmesse,
Abordnungen aus nah und zelebriert von Pater Josef
fern sowie das privilegierte Schachinger, gefeiert wurde.
uniformierte Bürgerkorps Sowohl Bgm. Georg Gilly als
willkommmen heißen. der Festredner Präs. Franz
Nach der feierlichen Kranz- Teszar waren voll des Lobes
niederlegung folgte der für den StV und seine vielen
Marsch zum Vereinslokal bei Aktivitäten.
Ehrengäste mit HBO Franz Bobak beim HB-Treffen in Absdorf
Tulln: Hauptbezirks-
treffen in Absdorf
In Absdorf fand in einem sehr feierlichen Rahmen das
Hauptbezirkstreffen des Hauptbezirkes Tulln statt.
HBO Franz Bobak konnte den chen Grußbotschaften und
Bürgermeister von Absdorf in der Festansprache wurde
Franz Dam, LAbg. Günther zum Ausdruck gebracht, dass
Ehrengäste - von links: LSF-Stv. Gerhard Mayer, EHBKdt. Josef Sme-
Kraft, Bgdr Gottfried Eisen- der HB Tulln in einer sehr
ritschnig, Vizepräs. Leo Wiesinger, HBI Ing. Christof Stifter, Obmann
berger, den Vizepräsidenten eindrucksvollen Weise den
Hubert Hölzl, OBR Erkmar Dethloff, Vbgm. Margit Koch, DI Dr. Ger-
des Bundesverbandes Jo- ÖKB in der Öffentlichkeit re-
hard Daffert, Pfarrer Mag. Josef Schachinger, Altbgm. Willi Jordan,
Präsident Bgdr i. R. Franz Teszar, FF-Kdt. BR Christian Angerer, Bgm.
hann Glöckl mit der Landes- präsentieren konnte. Auf die
Georg Gilly und LFRef. Brigitta Wiesinger fahne und den Landesfähn- Wichtigkeit dieser Wertege-
richen, die EHBO Johann meinschaft ohne politischen
Dollinger und Hptm a. D. Hintergrund, die Wahrung
Günter Hausmann sowie die von Tradition und Kamerad-
Funktionäre des Hauptbezir- schaft, wurde hingewiesen.
kes und zahlreiche Obmän- Den Abschluss bildete ein
ner von Ortsverbänden mit gemütliches Beisammen-
Fahnenabordnungen und sein.
Kameraden und Kameradin- An dieser Stelle sei Pfarrer
nen begrüßen. Werner J. Grootaers, dem Ob-
Die Festansprache hielt der mann des OV Absdorf, Hel-
Vizepräsident des Bundes- muth Dollinger sowie den
verbandes Johann Glöckl. Kameraden des OV und der
Überraschung für Vizepräsident Leo Wiesinger: Er durfte das Ständ- In der Rede von HBO Franz Musik für die würdige Gestal-
chen anlässlich seines Geburtstages selbst dirigieren. Bobak sowie in den zahlrei- tung gedankt.NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 13
OV Au am Leithaberge:
Fahnensegnung bei Kaiserwetter
Gegenstände, die oft in Verwendung sind, nutzen sich
ziemlich rasch ab. So ist das auch mit Fahnen von Ortsver-
bänden, die recht häufig damit ausrücken. Auch die Fahne
des OV Au aus dem Jahre 1959 wurde gar oft bei örtlichen
Veranstaltungen oder bei Festen und Begräbnissen von Ka-
meraden – ob in Niederösterreich, in Wien, im Burgenland,
in der Steiermark und sogar in Ungarn – den Auer Kame-
raden vorangetragen. Dementsprechend zeigten sich arge
Verschleißerscheinungen. Eine teilweise Reparatur hätte
der Originalität der ursprünglichen Fahne geschadet bezie-
hungsweise sie zu einem Fleckerlteppich aus alt und neu Ehrengäste: Gf. Präsident SR Josef Pfleger, Bundesrat Gerhard
verschandelt. So hat sich der OV Au zum Kauf einer neuen Schödinger, Fahnenpatin Roswitha Kuso, Bundesfinanzreferent Jo-
hann Kuso, GGR Thomas Slatner, GR Mario Markowitsch, GR Franz
Fahne entschlossen.
Slatner, Bgm. Herbert Mihaly
Es wurde auch der Auer Be- fast allen Gemeinderäten,
völkerung die Möglichkeit eine Abordnung der Feuer-
geboten, sich bei der Finan- wehr, Bezirks- und Hauptbe-
zierung dieses Gedenksym- zirksobmänner des ÖKB, der
bols für ihre gefallenen und neugewählte Präsident des
vermissten Freunde, Ver- Wiener ÖKB Franz Deim, Vi-
wandten und Bekannten zu zepräsident Erich Müller und
beteiligen. Viele haben diese als Festredner der Gf. Präsi-
Anschaffung dankenswerter- dent des Landesverbandes
weise großzügig unterstützt. NÖ, SR Josef Pfleger, gaben
Das Fest fand am 29. Juni dem Ortsverband die Ehre.
2014 bei strahlendem Son- Auch die Ortsbevölkerung
nenschein am Auer Haupt- nahm regen Anteil an den
platz vor der Kirche und dem äußerst würdigen Feierlich-
Kriegerdenkmal statt. keiten.
Unter dem Kriegerdenkmal befindet sich die Erinnerungstafel zur
Die Fahne segnete im An-
Ortswappenverleihung - im Bild: Roswitha Kuso und Bgm. Mihaly
schluss an die Heilige Messe 50 Jahre Wiederverleihung
Pfarrmoderator Beckers, als des Gemeindewappens rahmt wurde das Fest durch Kameraden zu einem Festes-
attraktive und spendable Feierlichkeiten deshalb, weil den örtlichen Musikverein, sen. Hilfsbereite Freunde ver-
Fahnenpatin fungierte die auch gleichzeitig der Wieder- der beim abschließenden sorgten die Bevölkerung mit
Gattin des Bundesfinanzre- verleihung des Gemeinde- Defilee unter dem perfekten heißen Würsteln und Geträn-
ferenten Roswitha Kuso. 21 wappens vor fünfzig Jahren Kommando von Orts- und ken vor dem Gemeindeamt.
Verbände aus vier Bundes- durch den damaligen Lan- Hauptbezirksobmann Vzlt Die Blasmusik sorgte mit flot-
ländern bereicherten und deshauptmann Leopold Figl i. R. Hellmuth Thoma vor al- ten Polkas und Märschen für
verschönerten mit ihren Fah- gedacht wurde und dieses lem seine Qualitäten im Mar- einen gemütlichen Ausklang
nen das Fest. Wappen mit den Farben der schieren unter Beweis stellte. eines Festes, das man in ei-
Zahlreiche Honoratioren wie Gemeindefahne eine Seite Nach der feierlichen Fahnen- nem Ort wie Au wohl nur alle
Bundesrat Gerhard Schödin- der Fahne ziert. versorgung lud der Ortsver- fünfzig Jahre einmal erleben
ger, Bgm. Herbert Mihaly mit Musikalisch würdig um- band die Ehrengäste und alle kann. JK/JKP14 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Spenden und Sanierun
HBO Reinhard Graf übergab 1.000,– Euro an die Gemeinde, ...
Patin Gertrude Schüller (li.) und Betriebsleiterin Silvia Eder bei der
Segnung des Elektroautos
Bezirksverband Laa:
1.500, – Euro für Elektroauto
... die restlichen 1.500,– Euro übergab er beim Dorfgespräch - im Bild Hilfswerk-Obmann Karl Nagl trat Ende März 2014 an den Be-
von links: Bürgermeister Gottfried Muck, Franz Sigl, Robert Hörker, zirksverband Laa/Th. mit der Bitte heran, die Finanzierung der
Johann und Renate Hein, Franz Griemayer, Josef Schretzmeier, OV Ladestation für das Elektroauto zu übernehmen.
Franz Sedlmeier und Sektionsleiter Reinhard Graf Nach Rückfrage bei den neun Verbänden des Bezirkes konn-
te am 10. April der Betrag von 1.500,– Euro an das Hilfswerk
Untermallebarn: 1.500,– Euro überwiesen werden. Im Zuge einer Maiandacht am 31. Mai in
Loosdorf wurde das Elektroauto gesegnet.
für Dreifaltigkeitssäule Die Patenschaft übernahm die Fahnenpatin des OV Stronsdorf
Gertrude Schüller.
Die Sektion Marterlkalender beschloss, die Renovierung der
Dreifaltigkeitssäule in Untermallebarn mit 5.000,– Euro zu
unterstützen. Nun wurden die beiden letzten Tranchen in der
Höhe von insgesamt 2.500,– Euro übergeben.
Mit einem Scheck über 1.000 Euro stellte sich Reinhard Graf in
seiner Funktion als Sektionsleiter der Sektion Marterlkalender
des OV Sierndorf gemeinsam mit Kassier Helmut Ernst bei der
Sierndorfer Gemeindeführung ein. Der Rest über 1.500 Euro
wurde beim Dorfgespräch in Untermallebarn übergeben.
Obm. Christian Grund, Kassier Manfred
Würrer und Obm.Stv. Johann Würrer vor
dem renovierten Wegkreuz (oben);
links im Bild der Zustand vor der Renovie-
rung
DI Herwig Haböck, Johann Baumgartner, Mag. Christoph Artner,
Pfarrer Maurizius, Obm. Karl Günsthofer (v. li.)
Der OV Erdpress:
Herzogenburg: 600,– Euro „Wegkreuz Rötzer“ renoviert
für Kirchenrenovierung Der OV Erdpress renovierte das Wegkreuz Rötzer an den Pfar-
Der StV Herzogenburg hat bei der 22 Friedensmesse am 3. Au- reräckern von 1894. Bei den Renovierungsarbeiten wurde ein
gust in St. Andrä eine Spende in der Höhe von 600,– Euro an Hufeisen mit ausgegraben, daher wird vermutet, dass im Jahre
Dechant Maurizius Lenz zur Kirchenrenovierung übergeben. 1894 ein Unglück mit einem Fuhrwerk passiert ist.NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 15
ngen unserer Kameraden
Mehrere Fahnenabordnungen von ÖKB-Kameradschafsverbänden
und die Ortsbevölkerung nahmen an dieser Feierlichkeit teil.
Ehemaliges Kriegergrab in
Enzersdorf im Thale saniert
Herbert Kellner, Obmann Rudolf Einwögerer, Bürgermeister Ing.
Die Kriegsgräberfürsorge trat vor zirka zwei Jahren an den Ob-
Wolfgang Vogl, Vizebürgermeister Josef Zottl, Karl Giessriegl (v. li.)
mann des Kameradschaftsbundes Hollabrunn, Alfred Deim-
bacher, mit der Bitte heran, das historische ehemalige Krieger-
OV Kottes-Purk: grab am Friedhof in Enzersdorf im Thale zu sanieren.
11 Bankerl für die Gemeinde In Zusammenarbeit mit dem Stadtsteinmetz Kam. Erwin
Zechmeister wurde die Revitalisierung im heurigen Jahr
Der Obmann des Österreichischen Kameradschaftsbundes durchgeführt. Der Stein wurde gereinigt und neu beschrif-
Ortsgruppe Kottes-Purk, Rudolf Einwögerer, stellte sich und tet. Das Holzkreuz wurde durch ein schmiedeeisernes Kreuz
seine Kameraden Herbert Kellner, Karl Giessriegl und Johann ersetzt und von Kam. Franz Petschenig neu gestrichen. Die Sa-
Deisenberger in den Dienst der Öffentlichkeit. Insgesamt 11 nierungskosten von knapp 1.000,– Euro wurden aus dem Sozi-
neue Bankerl wurden in über 90 Arbeitsstunden geschaffen. alfonds des ÖKB-Stadtverbandes Hollabrunn bezahlt. Weiters
Gehobelt, gestrichen und auch montiert wurden diese Sitz- wurden 25 Arbeitsstunden geleistet.
bänke nun an den Bürgermeister der Marktgemeinde Kottes- Am Samstag, 9. August 2014, wurde in der neugotischen Pfarr-
Purk Ing. Wolfgang Vogl und Vizebürgermeister Josef Zottl kirche Hl. Markus in Enzersdorf i. Thale eine hl. Messe gefei-
übergeben. Diese werden im gesamten Gemeindegebiet an ert und anschließend am Friedhof das renovierte ehemalige
schönen Plätzen aufgestellt, um eine Rast zu ermöglichen. Kriegergrab von Pfarrer P. Stephan Schnitzer gesegnet. Obm.
Bürgermeister Ing. Wolfgang Vogl bedankte sich herzlich für Alfred Deimbacher berichtete in seiner Ansprache von 10 Sol-
die geleistete Arbeit. daten, von denen auch die Namen eruiert worden waren, die
im Jahre 1978 exhumiert und im Sammelfriedhof Retz wieder
beigesetzt wurden.
HBO ÖkR
Franz Groß
(re.) und seine
Kameraden
bei der reno-
vierung des
Kriegerdenk-
males
Kindergartenmutter Irma Hofmeister und ihre Schützlinge beim
„Probesitzen“
Wohnlandschaft für
„Haus der Kameradschaft“ StV Waidhofen/Thaya:
Am 10. Juli übergab der HB St. Pölten mit Obmann Franz Sand-
ler und HB-Kassier Alfred Riegler eine Wohnlandschaft an die
Kriegerdenkmal renoviert
Bewohner des Hauses der Kameradschaft in Hinterbrühl. Anlässlich der Gedenkfeier „100 Jahre Erster Weltkrieg“ wurde
Kindergartenmutter Irma Hofmeister und ihre Schützlinge das Kriegerdenkmal vor der Stadtpfarrkirche in Waidhofen/
freuten sich über das Geschenk. Thaya von den Mitgliedern des StV Waidhofen/Th. renoviert.16 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
OV Spannberg:
„Eicherkreuz“ renoviert
Der OV Spannberg hat heuer
ein weiteres Wegkreuz, das
„Eicherkreuz“, saniert. Die Seg-
nung erfolgte durch Dechant
Mag. Karl Seethaler. Zahlreiche
Personen aus dem Ort – an der
Spitze Bgm. RR Herbert Stipa-
nitz – wohnten der würdigen
Feier bei.
Die Mitglieder des Ortsverban-
des luden anschließend die
Anwesenden zu einer Agape
ein.
Besonderer Dank gilt den Ei-
gentümern bzw. den Pächtern
von Grundstücken, die ihr Das renovierte und mittlerweile
Einverständnis zur Sanierung gesegnete „Eicherkreuz“
gegeben haben. Der OV hofft auch in Zukunft auf die Zusam-
menarbeit mit Eigentümern und Pächtern, so dass alljährlich
ein bis zwei der Kleinkulturdenkmäler im Rahmen des lang-
fristigen Projekts gerettet und saniert werden können.
Franz Schuhleiter (ÖKB- St Anton), Hermann Müller (ÖKB- St. Geor-
gen), HBO Karl Grissenberger, Bgm. Christine Dünwald, Dompfarrer
Norber Burmettler, Präsidialmitglied Josef Hofmarcher, Obm. Anton
Scharner und August Stöckl ÖKB-Purgstall.
Blassenstein: Segnung des
neuen Heimkehrerkreuzes
Der Scheibbser Kameradschaftsbund erneuerte sein Frie-
densmahnmal am Blassenstein. Am Blassenstein, auf 844
Metern Seehöhe, direkt neben dem Scheibbser Wahrzei-
chen der Urlingerwarte, steht seit über 50 Jahren das Heim-
kehrerkreuz des Scheibbser ÖKB. Fahnenoffizier Alexander Binder, Obm. Alois Beiglböck, Fähnrich
Rene Beiglböck, Vizepräs. Erich Müller, Bgm. Thomas Heissenber-
Unter Obm. Hugo Hackl be- mit grosser Beteiligung der ger, Präsident Franz Deim (Wien), Bgm. Josef Freiler, Protektor
schloss der wiedergründete Bevölkerung durch Dechant, NR Bgm. Hans Rädler, Fähnrich Siegfried Beiglböck, HBO Ludwig
Stadtverband Scheibbs und Stadtpfarrer P. Johannes Un- Schmidt, BO Ernst Osterbauer, Fahnenoffizier Reinhard Beiglböck
Umgebung die Errichtung desser das neue Kreuz einge-
eines Gedenkkreuzes für die
Heimkehrer am Blassenstein.
weiht.
Ostern 2014 musste das
Schlechtwetter bei HB-Treffen
Ein Lärchenbaum wurde Kreuz wieder demontiert in Hochneukirchen-Gschaidt
von der Altbäuerin des Hau- werden. Durch den Einsatz
Das Hauptbezirkstreffen, an dem 27 Gastverbände teilnah-
ses Friesenegg gespendet. freiwilliger Kameraden, al-
men, musste wegen Schlechtwetters vom Hutwischgelän-
Schon im Juni 1959 konnte len voran Herbert Fasching,
de in den Ort Hochneukirchen verlegt werden.
mit den Vorbereitungsarbei- entstand ein neues Kreuz.
Im Festsaal konnte Obmann Alois Beiglböck folgende Ehren-
ten begonnen werden. Am Es konnte am Sonntag, dem
gäste begrüßen: Bundesfinanzreferent Johann Kuso, Präsi-
7. Juli 1960 wurde es einge- 24. Aug. 2014, um 14.00 Uhr,
dent Franz Deim (Wien), Vizepräs. Erich Müller, LORef. Johann
weiht. durch Dompfarrer Norbert
Heher, LSF Karl Zinner (FM Radetzky-Burgenland), Vizepräs.
Doch nichts hält ewig: So Burmettler eingeweiht wer-
des Heimkehrerverbandes Karl Kaiser (Stmk.), die HBO Lud-
musste 1987 wegen Ge- den. Für einen würdevollen
wig Schmidt (Wr. Neustadt), Matthias Fuchs (Neunkirchen),
fährdung der Wanderer das Rahmen sorgte dabei das
Hellmuth Thoma (Bruck/Leitha) und Renate Deim (Wien-Um-
Kreuz demontiert werden. Bläsertrio Siegfried Rabl jun.
gebung), HB-Protektor NR Hans Rädler sowie die Bürgermeis-
Der Spender eines neuen u. sen. von der Stadtkapelle.
ter Ing. Thomas Heissenberger (Hochneukirchen-Gschaidt)
Kreuzes konnte bald gefun- Zahlreiche ÖKB-Ortsgruppen
und Josef Freiler (Krumbach).
den werden. Ein Lärchen- waren anwesend.
Nach den Grußworten der Ehrengäste hielt der Präsident des
baum des Forstgutes Dr. Obm. Anton Scharner be-
Landesverbandes Wien Franz Deim die Festansprache.
Egerer (Verwalter Leopold dankt sich bei allen Anwe-
Nach den Festreden begab sich der Festzug in die Pfarrkirche,
Mayer) wurde mit großem senden für das Kommen und
wo KR Pfarrer Alois Glatzl unter der musikalischen Umrah-
Dank übernommen. bei seinen Kameraden für die
mung des MV Hochneukirchen die Gedenkmesse zelebrierte.
Am 21. August 1988 wurde freiwilligen Einsätze.NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014 17
OV Kirchberg/Wechsel feierte
110-jähriges Gründungsfest
In beeindruckender Weise beging der OV Kirchberg am
Wechsel sein 110-jähriges Gründungsfest unter zahlreicher
Teilnahme der Bevölkerung: Kameraden aus gleich drei
Bundesländern – NÖ, der Steiermark und dem Burgenland
– gratulierten dem jubilierenden Verband und als beson-
deres Schmankerl brachten Fallschirmspringer die Bundes-
und die Landesfahne mit einer Punktlandung zum Fest.
Nach der Begrüßung der Eh- render gesellschaftlicher Än-
rengäste sowie der Verbände derungen gleich geblieben
durch HBO Mathias Fuchs sind, ein, sondern er fand
folgten die Grußworte von auch klare Worte zur mo-
Bgm. Dr. Willibald Fuchs, der mentanen Situation im Ös- Kranzniederlegung durch HBO Mathias Fuchs, Gf. Präsident SR Josef
den OV Kirchberg als festen terreichischen Bundesheer. Pfleger und Bürgermeister DI Dr. Willibald Fuchs
Bestandteil des örtlichen Le- Nach der Kranzniederlegung
bens bezeichnete sowie die beim Kriegerdenkmal wur- Festhalle marschierte.
Festrede von Gf. Präs. SR Jo- den die Erinnerungsbänder Festakt, hl. Messe und der an-
sef Pfleger. Dieser ging nicht gesegnet und übergeben, schließende gemütliche Teil
nur auf die Werte des Kame- ehe man zur Feier der hl. wurden von der Musikkapel-
radschaftsbundes, die seit Messe, zelebriert von Gene- le Kirchberg musikalisch um-
der Gründung trotz gravie- ralvikar Dr. Franz Fahrner, zur rahmt. JKP
Beeindruckend: Fallschirm-
springer bringen Bundes- und
Landesfahne.
Ehrengäste vor der Defilierung - von links: Bgm. Josef Pichlbauer (St. Corona), Generalvikar Dr. Franz
Fahrner, VD Brigitte Fuchs, Bgm. Dipl.-Ing. Dr. Willibald Fuchs, Gf. Präs. SR Josef Pfleger, HBO Mathias
Fuchs, EHBO Matthäus Waidhofer, Präs.-Mitgl. Dr. Heinz Gerger, Vizepräs. Erich Müller, FF-Kdt. HBI Übergabe der Erinnerungsbän-
Michael Morgenbesser und Obmann Ernst Feuchtenhofer Bilder: Josef Zingl der - hier an den StV Baden18 NÖKB LandesZeitung • 40 • September 2014
Russischer Verteidigungsattaché Oberst Alexey Klimov, Generalma-
jor Mag. Karl Wendy, Botschaftsrat der Russischen Föderation Valery
Sidorov, Ehrenposten aus der ABC-Abwehrschule, Bgm. Leopold
Wimmer, Obman Erich Woller und der Russisch-Orthodoxe Militär- Gedenkmesse vor der Gedächtniskapelle auf dem Hochwechsel
pfarrer Alexander Lapin (von links)
Hochwechsel: MilKdt
OV Niederfellabrunn:
Bgdr Striedinger als Festredner
„Russengrab“ neu gestaltet
Mit Militärkommandant Bgdr Mag. Rudolf Striedinger als
Der OV Niederfellabrunn des NÖKB hat sich der Aufgabe an- Festredner war die Gedenkfeier auf dem Hochwechsel am
genommen und das sowjetische Kriegsgrab am Friedhof in 15. August wieder hochkarätig besetzt. Das Einzige, was an
Niederhollabrunn, in dem acht Sowjetsoldaten beigesetzt diesem Tag nicht mitspielte, war das Wetter - und daher wa-
wurden, neu entstehen lassen. ren auch „nur“ etwa 1.000 Gäste gekommen.
In vielen Arbeitsstunden vertreten, an den auch die
wurde das „Russengrab“ neu Meldung durch BO Vzlt Wolf- Alljährlich wird am 15. Au- Brigadier Rudolf Striedinger
gestaltet. Hier ist zu erwäh- gang Schaffer erging. gust auf dem Hochwechsel, erinnerte in seinen Ausfüh-
nen, dass ohne die zahlrei- Zelebriert wurde die fei- der im Zweiten Weltkrieg rungen an den Beginn des
chen ehrenamtlichen Stun- erliche Messe von Pfarrer Endkampfgebiet war, vor der Ersten Weltkrieges vor 100
den der vielen Helfer das Gebhard Zenkert, der die wunderschönen Gedächt- Jahren, die Situation in ei-
Projekt nicht umzusetzen Unterstützung zweier Mi- niskapelle eine Gedenkfeier nigen Ländern der näheren
gewesen wäre. Angefangen litärseelsorger erhielt. Von für die gefallenen und ver- und weiteren Umgebung,
vom Gutachten über die Be- der evang. Militärseelsorge storbenen Kameraden ab- die Anlass geben, um über
schaffenheit der Baumsubs- führte Oberkurat Mag. David gehalten. Gerade in diesem aktuelle Bedrohungsbilder
tanz bis hin zu den Baggerar- Zezula durch die Feier. Die Gebiet forderten die sinnlo- nachzudenken. Er wies auch
beiten und die Anfertigung Russisch-Orthodoxe Militär- sen Kämpfe in den letzten auf die prekäre Situation des
des Sockels für den Grab- pfarre wurde durch DDDr. Kriegstagen noch hunderte Bundesheeres hin, wo eine
stein und die Arbeiten am Alexander Lapin vertreten. Opfer, was die Soldatenfried- weitere Demontage vonstat-
Grab wurden zum größten Nach der hl. Messe, begab höfe auf dem Hochwechsel, ten geht, verursacht durch
Teil unentgeltlich erledigt. sich der Festzug auf den dem Niederwechsel und auf die fehlenden Mittel.
Am 1. Juni wurde schließlich Pfarrfriedhof zur Segnung der Vorauer Schwaig neben Nach der Gedenkmesse, die
das revitalisierte Soldaten- des Grabes. Voran gingen denen von St. Jakob, Wenig- von Militärdekan Mag. Jo-
grab feierlich gesegnet. Zu 25 Fahnen von Abordnun- zell, Waldbach oder Vorau hann Wedl zelebriert und
den zahlreichen Ehrengästen gen aus NÖ, der Steiermark, bezeugen. von der Musikkapelle Lafnitz
zählten unter anderem der Kärnten und Wien mit ca. Die Feier wird jährlich ab- musikalisch umrahmt wurde,
Botschaftsrat der Russischen 300 Teilnehmern. In den wechselnd von Verbänden wurden in der Hochwechsel-
Föderation Valery Sidorov Ansprachen wies der Bot- aus NÖ und der Steiermark kapelle Kränze zum Geden-
und der russische Verteidi- schaftsrat auf die Bedeutung ausgerichtet, heuer war der ken an die Kriegsopfer nie-
gungsattaché Obstlt. Alexey der Feier hin. GenMjr Mag. HB Neunkirchen an der Reihe. dergelegt. JZ / JKP
Klimov. Vom BMLV gab uns Karl Wendy ging bei seiner
GenMjr. Mag. Karl Wendy die beeindruckenden Festrede
Ehre und von der Attachéab- auf die gefallenen Soldaten
teilung begleitete uns Oberst ein. Bgm. Leopold Wimmer
Michael Rungaldier. Die ABC- betonte in seiner Ansprache
Abwehrschule wurde durch die Würde der Menschen, die
ihren Kdt Oberst Schuster hier in dem Grab ihre letzte
Bilder: Bergmann
vertreten. Er stellte zwei Eh- Ruhestätte gefunden haben.
renposten für die Feier zur Vor der Defilierung bedank-
Verfügung. Die Abordnung ten sich alle Festredner für
der Polizei wurde von RevIn- das Wirken des OV unter
sp Franz König angeführt. Obm. Erich Woller, ohne des-
Der NÖKB wurde durch Vize- sen Mühen das Vorhaben Die HBO Josef Zingl (Harberg/Stmk.) und Mathias Fuchs (Neunkir-
Präs. Mag. Wolfgang Heuer nicht gelungen wäre. chen) mit Militätkommandant Bgdr Mag. Rudolf StriedingerSie können auch lesen