Medienbildung und informatische Bildung - Basiscurriculum Klassenstufen 1 bis 10 2019
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Inhalt Vorwort Kompetenzen der Medienbildung und informatischen Bildung Zum Umgang mit dem Basiscurriculum Progressionstabellen der Kompetenzbereiche Glossar August 2019 2
Vorwort Die digitalen Medien haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Leben und sind aus unse- rem privaten wie beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen nahezu immer und überall den Zugriff auf eine ständig wachsende und sich verändernde Informationsmenge und eröffnen neue Kommunikationsmöglichkeiten in unter- schiedlichen Kontexten. Die Digitalisierung führt zu einem veränderten Umgang mit Medien und Kommunikation. In- teraktive Austauschformen ermöglichen nicht nur neue Formen des Konsums, sondern vor allem auch das Produzieren von medialen Inhalten. Der digitale Wandel lässt dadurch neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe und des Austausches entstehen, birgt aber auch Gefahren für unsere Gesellschaft. Somit werden die Auseinandersetzung mit der Nut- zung und Wirkung digitaler Medien und deren kritische Reflexion zu einem integralen Be- standteil des Bildungsauftrags. Digitale Medien sollen nicht nur Hilfsmittel, sondern auch Ge- genstand des Unterrichts sein. Daraus ergeben sich vielfältige Chancen zur Weiterentwicklung des Unterrichts, mit dem Ziel, dass Schülerinnen und Schüler in einer digital geprägten Welt souverän und eigenstän- dig handeln können sowie für ihre berufliche Zukunft vorbereitet sind. Das im März 2017 vorgelegte „Landeskonzept Medienbildung an saarländischen Schulen“ definiert die Voraussetzungen für eine umfassende, alle Fächer einbeziehende Medienbil- dung in der Schule. Diese Medienbildung umfasst neben den digitalen Medien gleicherma- ßen auch analoge Medien. Der kompetente Umgang mit letzteren stellt eine unverzichtbare Kulturtechnik dar und ist eine Voraussetzung für erfolgreiche digitale Bildung. Das vorliegende Basiscurriculum gibt den inhaltlichen und strukturellen Rahmen vor, inner- halb dessen die beschriebenen Anforderungen mit dem Ziel einer umfassenden Medienbil- dung, die im Sinne des sog. Dagstuhl-Dreiecks auch die informatische Bildung mit ein- schließt, erfüllt werden sollen. Unter informatischer Bildung soll die Summe aller im schuli- schen Bildungsprozess erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im Umgang mit digitalen Werkzeugen verstanden werden, die insbesondere Me- thoden, Verfahren und Prozesse der automatisierten Daten- bzw. Informationsverarbeitung umfassen. Die Orte der Aneignung dieser Kenntnisse und Kompetenzen sind in schulischen und unterrichtlichen Kontexten vielfältig. Informatische Bildung kann im Fach Informatik, fachintegrativ (z. B. im NW-Unterricht) oder im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften erwor- ben werden. Das Basiscurriculum baut auf den bisherigen Konzepten zum Umgang mit Medien auf und erweitert diese strukturiert im Kontext der Digitalisierung. Die bereits in den saarländischen Fachlehrplänen vorhandenen Elemente der Medienbildung sollen durch das vorliegende Ba- siscurriculum systematisiert und vervollständigt werden. Die Implementierung erfolgt im Rahmen der Lehrplanüberarbeitung durch die jeweiligen Lehrplankommissionen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ vor- gesehene Verpflichtung der Länder im Saarland strukturiert umgesetzt wird und somit „(...) alle Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Grundschule eingeschult werden oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben können“. Unabhängig von der sukzessiven Implementierung in die Fachlehrpläne soll das Basiscurri- culum Medienbildung und informatische Bildung bereits jetzt als Anlass für eine umfassende August 2019 3
medienbezogene Unterrichts- und Schulentwicklung dienen und z. B. Orientierung und Hilfe- stellung bei der Entwicklung schulinterner Curricula geben. Die Konkretisierung der im Basiscurriculum dargestellten allgemeinen Kompetenzen im Be- reich Medienbildung wird auch durch fachspezifische und unterrichtspraktische Fortbildun- gen und Handreichungen erfolgen. August 2019 4
Kompetenzen der Medienbildung
und der informatischen Bildung
Der im Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung verwendete Medienbegriff
schließt neben digitalen Medienarten auch analoge Medien mit ein. Das Basiscurriculum
setzt die Kompetenzerwartungen der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ um. Die
Kompetenzbereiche orientieren sich an dem bereits von Nordrhein-Westfalen vorgelegten
Medienkompetenzrahmen.
Es gliedert sich in folgende sechs Kompetenzbereiche:
1. Bedienen und Anwenden
Dieser Kompetenzbereich beschreibt die technische Fähigkeit, Medien sinnvoll einzuset-
zen und ist die Voraussetzung jeder aktiven und passiven Mediennutzung.
2. Informieren und Recherchieren
Dieser Kompetenzbereich umfasst die sinnvolle und zielgerichtete Auswahl von Quellen
sowie die kritische Bewertung und Nutzung von Informationen.
3. Kommunizieren und Kooperieren
Dieser Kompetenzbereich umfasst die Fähigkeit, Regeln für eine sichere und zielgerichte-
te Kommunikation zu beherrschen und Medien verantwortlich zur Zusammenarbeit zu
nutzen.
August 2019 54. Produzieren und Präsentieren Dieser Kompetenzbereich bedeutet, mediale Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und kreativ bei der Planung, Realisierung und Präsentation eines Medienprodukts zu nutzen. 5. Analysieren und Reflektieren Dieser Kompetenzbereich umfasst das Wissen um die wirtschaftliche, politische, ökologi- sche und kulturelle Bedeutung von Medien sowie die kritische Auseinandersetzung mit Medien und dem eigenen Medienverhalten – auch im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung – um zu einer verantwortungsvollen, selbstbestimmten und selbstregulierten Mediennutzung zu gelangen. 6. Problemlösen und Modellieren Dieser Kompetenzbereich bezieht sich auf das Entwickeln von Problemlösungsstrategien mit Hilfe von Algorithmen. Außerdem geht es um die Reflexion der Einflüsse von Algo- rithmen und die Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt. August 2019 6
1. Bedienen und 2. Informieren und 3. Kommunizieren und
Anwenden Recherchieren Kooperieren
1.1. Medienausstattung 2.1. Informationsrecherche 3.1. Kommunikations- und
(Hardware) Kooperationsprozesse
Medienausstattung (Hardware) Informationsrecherchen zielge- Kommunikations- und Kooperati-
reflektiert anwenden und mit die- richtet durchführen und dabei onsprozesse mit digitalen Werk-
ser verantwortungsvoll umgehen Suchstrategien anwenden zeugen zielgerichtet gestalten
sowie mediale Produkte und In-
formationen teilen
1.2. Digitale Werkzeuge 2.2. Informationsauswertung 3.2. Kommunikations- und
Kooperationsregeln
verschiedene digitale Werkzeuge themenrelevante Informationen Regeln für digitale Kommunikati-
kreativ, reflektiert und zielgerich- und Daten aus Medienangeboten on und Kooperation formulieren
tet einsetzen filtern, strukturieren, umwandeln und einhalten
und aufbereiten
1.3. Datenorganisation 2.3. Informationsbewertung 3.3. Kommunikation und
Kooperation
in der Gesellschaft
Informationen und Daten sicher Informationen, Daten und ihre Kommunikations- und Kooperati-
speichern, wiederfinden und von Quellen sowie dahinterliegende onsprozesse im Sinne einer akti-
verschiedenen Orten abrufen; Strategien und Absichten erken- ven Teilhabe an der Gesellschaft
Informationen und Daten zu- nen und kritisch bewerten gestalten und reflektieren; ethi-
sammenfassen, organisieren und sche Grundsätze sowie kulturell-
strukturiert aufbewahren gesellschaftliche Normen beach-
ten
1.4. Datenschutz und 2.4. Informationskritik 3.4. Cybergewalt und
Informationssicherheit Cyberkriminalität
verantwortungsvoll mit persönli- unangemessene und gefährden- persönliche, gesellschaftliche und
chen und fremden Daten umge- de Medieninhalte erkennen und wirtschaftliche Risiken und Aus-
hen; Datenschutz, Privatsphäre hinsichtlich rechtlicher Grundla- wirkungen von Cybergewalt und -
und Informationssicherheit be- gen sowie gesellschaftlicher Nor- kriminalität erkennen sowie An-
achten men und Werte einschätzen; Ju- sprechpersonen und Reaktions-
gend- und Verbraucherschutz möglichkeiten kennen und nutzen
kennen und Hilfs- und Unterstüt-
zungsstrukturen nutzen
August 2019 74. Produzieren und 5. Analysieren und 6. Problemlösen und
Präsentieren Reflektieren Modellieren
4.1. Medienproduktion und 5.1. Medienanalyse 6.1. Prinzipien
-präsentation der digitalen Welt
Medienprodukte adressatenge- die Vielfalt der Medien, ihre Ent- grundlegende Prinzipien und
recht planen, gestalten und prä- wicklung und Bedeutungen analy- Funktionsweisen der digitalen
sentieren; Möglichkeiten des sieren und reflektieren Welt identifizieren, kennen, ver-
Veröffentlichens und Teilens nut- stehen und bewusst nutzen
zen
4.2. Gestaltungsmittel 5.2. Meinungsbildung 6.2. Algorithmen erkennen
Gestaltungsmittel von Medien- die interessengeleitete Setzung algorithmische Muster und Struk-
produkten reflektiert anwenden und Verbreitung von Themen in turen in verschiedenen Kontexten
und hinsichtlich ihrer Qualität, Medien erkennen sowie in Bezug erkennen, nachvollziehen und
Wirkung und Aussageabsicht auf die Meinungsbildung beurtei- reflektieren
beurteilen len
4.3. Quellendokumentation 5.3. Identitätsbildung und 6.3. Modellieren und
soziale Teilhabe Programmieren
Standards der Quellenangaben Chancen und Herausforderungen Probleme formalisiert beschrei-
beim Produzieren und Präsentie- von Medien für die Realitätswahr- ben, Problemlösestrategien ent-
ren von eigenen und fremden nehmung erkennen und analysie- wickeln und dazu eine strukturier-
Inhalten anwenden ren sowie für die eigene Identi- te, algorithmische Sequenz pla-
tätsbildung nutzen nen; diese auch durch Program-
mieren umsetzen und die gefun-
dene Lösungsstrategie beurteilen
4.4. Rechtliche Grundlagen 5.4. Selbstregulierende 6.4. Bedeutung von
Mediennutzung; Algorithmen
Gesundheit, Natur und
Umwelt schützen
Grundlagen des Persönlichkeits- Medien und ihre Wirkungen be- Einflüsse von Algorithmen und
(u. a. des Bildrechts), Urheber- schreiben, kritisch reflektieren und Auswirkungen von Prozessen in
und Nutzungsrechts (u. a. Lizen- deren Nutzung selbstverantwort- der digitalen Welt beschreiben
zen) überprüfen, bewerten und lich regulieren; andere bei ihrer und reflektieren
beachten Mediennutzung unterstützen
August 2019 8Zum Umgang mit dem Basiscurriculum Das vorliegende Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung dient einerseits dazu, einen mediendidaktischen Rahmen für die zukünftige Lehrplanarbeit der einzelnen Fächer zu bieten. Andererseits soll es auch den schulinternen Abstimmungsprozess der Fachschaften in Sachen Medienbildung und informatischer Bildung unterstützen. Die sechs Kompetenzbereiche des Basiscurriculums sind jeweils in vier Teilkompetenzen gegliedert und mit kurzen Erläuterungen versehen. Diese sind in Spalten den Klassenstufen- bereichen (1–4, 5/6, 7/8, 9 bzw. 9/10) zugeordnet. Die Kompetenzbereiche sind vernetzt und stehen nicht in einer linearen Reihenfolge. Es ist nicht sinnvoll, die Bereiche und Teilkompetenzen einfach nacheinander abzuarbeiten. Viel- mehr sollen sachlogische Überlegungen und methodisch-didaktische Entscheidungen der Lehrkraft über die Reihenfolge der zu behandelnden Themen entscheiden. Ebenso ist die Progression der Kompetenzerwartungen über die Klassenstufen nicht zwin- gend bindend. Selbstverständlich können Kompetenzen höherer Klassenstufen bereits früher vermittelt werden. August 2019 9
1. Bedienen und Anwenden Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
1.1. Medienausstattung (Hardware)
Medienausstattung (Hardware) reflektiert anwenden und mit dieser verantwortungsvoll umgehen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
benennen grundlegende Hardwarebe- bedienen Hardware in ihren Grundfunktio- wählen zweckorientiert Hardware aus. erweitern und festigen ihre bisherigen
standteile und nutzen mit Hilfestellung nen und gehen selbstständig mit dieser Kenntnisse.
deren Basisfunktionen. um.
1.2. Digitale Werkzeuge
Verschiedene digitale Werkzeuge kreativ, reflektiert und zielgerichtet einsetzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nutzen zielgerichtet unter Anleitung nutzen nach Vorgabe passende digitale beschreiben eine Vielzahl von digitalen bewerten ihre Fähigkeiten bei der Nut-
ausgewählte digitale Werkzeuge und Werkzeuge als Lösungsstrategie für be- Werkzeugen, zung digitaler Werkzeuge und suchen
Geräte (z. B. Mikrocontroller, Smartpho- stimmte Aufgabenstellungen (z. B. QR- beschreiben Anforderungen an digitale nach Möglichkeiten, diese in erweiter-
ne, Tablet, Beamer, interaktive Tafel). Code-Generator zum Erstellen eines QR- Werkzeuge, tem Umfang zu nutzen,
Codes, Stop-Motion-App zur Erstellung bewerten den Nutzen verschiedener
eines Trickfilms). recherchieren eigenständig digitale Werk-
zeuge und setzen diese kreativ und zielge- digitaler Werkzeuge als Lernressourcen
richtet ein. und setzen sie reflektiert ein.
1.3. Datenorganisation
Informationen und Daten sicher speichern, wiederfinden und von verschiedenen Orten abrufen; Informationen und Daten zusammenfassen, organisieren und
strukturiert aufbewahren
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
speichern von ihnen erstellte Dateien legen auf Datenträgern Ordnerstrukturen nutzen Server- oder ggfs. Cloud-Speicher, erörtern die Risiken und Chancen von
(z. B. Texte, Bilder, Fotos) auf einem an, die sie dazu nutzen, Dateien zu spei- um Daten zu speichern, wiederzufinden Datenbanken, Server- und Cloud-
Datenträger in einem von ihnen ange- chern, und die dabei helfen, diese wieder- und miteinander zu teilen, Speichern,
legten Ordner und erstellen eine Sicher- zufinden, nutzen Möglichkeiten der Verschlagwortung reflektieren ihre Nutzung von Datenban-
heitskopie. Die gesicherten Dateien nutzen die Lesezeichenfunktionen des (z. B. Tags/Hashtags), um Recherche- ken, Server- und ggfs. Cloudspeichern
können sie wiederfinden und aufrufen. Browsers, um Ergebnisse von Recherchen ergebnisse zu strukturieren und zu teilen. im Hinblick auf deren Chancen und Risi-
strukturiert abzulegen und erneut aufzuru- ken.
fen.
August 2019 101. Bedienen und Anwenden Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
1.4. Datenschutz und Informationssicherheit
Verantwortungsvoll mit persönlichen und fremden Daten umgehen; Datenschutz, Privatsphäre und Informationssicherheit beachten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben Situationen, Verhaltens- beurteilen anhand konkreter Beispiele den beschreiben grundlegende Anforderungen erläutern die drei Aspekte der Informati-
weisen, Meinungen und Einstellungen, Umgang mit persönlichen und fremden des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) onssicherheit (Vertraulichkeit, Verfüg-
die den Bereich des persönlichen Le- Daten unter Berücksichtigung der Anforde- und der Datenschutzgrundverordnung barkeit und Integrität),
bens betreffen, rungen der Privatsphäre, (DS-GVO), erörtern diese Anforderungen im Hinblick
unterscheiden zwischen eigenen und überprüfen ihre eigene Mediennutzung erörtern auf dieser Grundlage ihren eige- auf den persönlichen Umgang mit Daten
fremden Daten, unter Berücksichtigung dieser Aspekte. nen Umgang mit Daten und diskutieren ge- unter Berücksichtigung der Vorgaben
stellen die Notwendigkeit des Schutzes eignete Maßnahmen, um den Anforderun- des Datenschutzes.
der Privatsphäre dar. gen des Datenschutzes gerecht zu werden.
August 2019 112. Informieren und Recherchieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
2.1. Informationsrecherche
Informationsrecherchen zielgerichtet durchführen und dabei Suchstrategien anwenden
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
recherchieren unter Anleitung in alters- recherchieren eigenständig in altersge- recherchieren zielgerichtet in verschiede- entwickeln Suchstrategien, um selbst-
gemäßen Informationsquellen, mäßen Informationsquellen, nen Informationsquellen und bewerten In- ständig und eigenverantwortlich Infor-
nutzen Kindersuchmaschinen oder nutzen einen gängigen Webbrowser und formationen, mationen in verschiedenen Quellen zu
Kinderportale (eventuell mit angegebe- passen grundlegende Browsereinstellun- verwenden geeignete Suchmaschinen recherchieren,
ner Linkliste), gen und Konfigurationen für ihre Internet- unter Verwendung geeigneter Schlüssel- führen ihren Zugriff auf die Informati-
beschreiben die Informationsvielfalt im recherchen und den Einsatz einer Such- wörter sowie Operatoren und setzen sie onsquellen sowie die Auswahl und Ver-
Internet. maschine unter Anleitung an. zunehmend routiniert zur Informationsfin- wertung sachgerecht, reflektiert und
dung ein, selbstbestimmt durch,
bewerten Ergebnisse von Suchmaschinen verwenden Webbrowser eigenständig,
vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeits- gezielt und selbstbestimmt und nehmen
strategie und setzen sich mit alternativen Konfigurationen nach eigenen Bedürf-
Suchmaschinen kritisch auseinander nissen vor (z. B. Add-ons installieren).
(„Grüne Suchmaschinen“),
wenden Webbrowser an und benennen
Merkmale und Unterschiede.
2.2. Informationsauswertung
Themenrelevante Informationen und Daten aus Medienangeboten filtern, strukturieren, umwandeln und aufbereiten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
entnehmen unter Anleitung aus alters- entnehmen altersgerechten Medien entnehmen eigenständig recherchierten recherchieren eigenständig themenrele-
gerechten Medien gezielt Informationen selbstständig Informationen zu vereinbar- Quellen selbstständig Informationen/Daten, vante Informationen und Daten zu
zu konkreten, themenbezogenen Frage- ten Themenbereichen und bereiten die die ihnen ermöglichen, ein vereinbartes selbstgewählten Themenkomplexen und
stellungen und geben diese wieder bzw. Resultate ihrer Recherchen in geeigneter Thema differenziert darzustellen. bereiten diese auf, um das Thema unter
bereiten diese auf (z. B. Schulbibliothek, Form auf. verschiedenen Perspektiven differenziert
Enzyklopädien, altersgerechte Suchma- darzustellen.
schinen).
August 2019 122. Informieren und Recherchieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
2.3. Informationsbewertung
Informationen, Daten und ihre Quellen sowie dahinterliegende Strategien und Absichten erkennen und kritisch bewerten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben Strategien und damit ver- bewerten durch Analyse von Werbe- analysieren und vergleichen die Berichter- analysieren und vergleichen, wie ver-
bundene Absichten von Werbung. medien die dahinterliegenden Strategien stattung verschiedener Medien zum selben schiedene gesellschaftliche Gruppie-
und Absichten kritisch. Thema und arbeiten Unterschiede heraus, rungen bzw. Interessenvertretungen ein
untersuchen die Berichterstattung und Thema (z. B. Klimawandel) darstellen
deren Platzierung auf dahinterliegende und in Medien platzieren (z. B. in sozia-
Strategien/Absichten und bewerten diese len Netzwerken, Optimierung für Such-
kritisch. maschinen), um Einfluss auf die öffentli-
che Meinungsbildung zu nehmen.
2.4. Informationskritik
Unangemessene und gefährdende Medieninhalte erkennen und hinsichtlich rechtlicher Grundlagen sowie gesellschaftlicher Normen und Werte einschätzen;
Jugend- und Verbraucherschutz kennen und Hilfs- und Unterstützungsstrukturen nutzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
formulieren grundlegende Regeln ge- nennen und berücksichtigen grundlegende nennen staatliche Überwachungsstrukturen beschreiben die für den Jugendmedien-
sellschaftlichen Zusammenlebens, Regeln zur Altersfreigabe von Medien im im Bereich Jugendmedienschutz (Kommis- schutz relevanten rechtlichen Grundla-
erkennen die Notwendigkeit, diese auch Rahmen des Jugendmedienschutzes, sion für Jugendmedienschutz KJM der gen des StGB und JuSchG,
im Bereich der Medien anzuwenden. beschreiben Arten unangemessener und Landesmedienanstalten), schätzen unangemessene und gefähr-
gefährdender Medieninhalte (Pornografie, erläutern mögliche Auswirkungen gefähr- dende Medieninhalte hinsichtlich gesell-
Gewaltdarstellung, Gewaltaufruf, Beleidi- dender/unangemessener Inhalte auf Indivi- schaftlicher Werte ein und benennen die
gung, Verleumdung, üble Nachrede) und duum und Gesellschaft, den Sachverhalt regelnden Normen.
kennen schulinterne und ggf. externe Hilfs- nutzen gegebenenfalls Hilfs- und Unterstüt-
und Unterstützungsstrukturen (z. B. Medi- zungsstrukturen, z. B. Medienscouts,
enscouts, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozial-
Schulsozialarbeiter). arbeiter, Angebote der Landesmedienan-
stalt Saarland (LMS).
August 2019 133. Kommunizieren und Kooperieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
3.1. Kommunikations- und Kooperationsprozesse
Kommunikations- und Kooperationsprozesse mit digitalen Werkzeugen zielgerichtet gestalten sowie mediale Produkte und Informationen teilen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen digitale Werkzeuge zur Kommu- verwenden mit Hilfestellung digitale Werk- verwenden eigenständig digitale Werkzeu- nutzen eigenverantwortlich und reflek-
nikation und Kooperation und verwenden zeuge zur Kommunikation und Kooperati- ge zur Kommunikation und Kooperation tiert digitale Werkzeuge zur Kommunika-
diese unter Anleitung. on zielgerichtet. und teilen mediale Produkte und Informati- tion und Kooperation und teilen mediale
onen, Produkte und Informationen,
wählen digitale Kommunikationsmöglich- wählen digitale Kooperationsmöglichkei-
keiten eigenständig und zielgerichtet aus. ten eigenständig und zielgerichtet aus.
3.2. Kommunikations- und Kooperationsregeln
Regeln für digitale Kommunikation und Kooperation formulieren und einhalten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen Verhaltensregeln bei digitaler beschreiben ihre persönlichen Erfahrun- nutzen digitale Kommunikationsmöglichkei- nutzen digitale Kooperationsmöglichkei-
Interaktion und Kooperation und wenden gen mit digitaler Kommunikation und Ko- ten adressaten- und situationsgerecht ten adressaten- und situationsgerecht
sie mit Hilfestellung an. operation und entwickeln Regeln der ver- (z. B. Regeln zur Verwendung von Emoti- und wenden Verhaltensregeln bei der
antwortungsbewussten Kommunikation cons, Emojis und Animated Gifs – Kooperation (z. B. in Lernplattformen)
und wenden diese an. privat/geschäftlich) und wenden Verhal- reflektiert an.
tensregeln reflektiert an.
August 2019 143. Kommunizieren und Kooperieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
3.3. Kommunikation und Kooperation in der Gesellschaft
Kommunikations- und Kooperationsprozesse im Sinne einer aktiven Teilhabe an der Gesellschaft gestalten und reflektieren;
ethische Grundsätze sowie kulturell-gesellschaftliche Normen beachten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
reflektieren, welchen Stellenwert die reflektieren, welche Chancen ihnen die diskutieren Möglichkeiten der Nutzung von reflektieren, welche Chancen sich der
Nutzung medienvermittelter Kommuni- Nutzung medienvermittelter Kommunikati- medienvermittelten Kommunikations- und Gesellschaft durch medienvermittelte
kations- und Kooperationsprozesse in ons- und Kooperationsprozesse in ihrer Kooperationsprozessen im Hinblick auf die Kommunikations- und Kooperationspro-
ihrem Leben einnimmt, Lebensgestaltung (privat und schulisch) Erweiterung ihrer aktiven Teilhabe an der zesse eröffnen (im Sinne einer aktiven
benennen gesellschaftliche Normen und eröffnet, Gesellschaft, Teilhabe des Einzelnen),
achten diese. erörtern ethische Grundsätze sowie kultu- beschreiben diesbezüglich ethische reflektieren, welche Bedeutung dabei
rell-gesellschaftliche Normen. Grundsätze sowie kulturell- die Einhaltung ethischer Grundsätze
gesellschaftliche Normen, sowie kulturell-gesellschaftlicher Nor-
beurteilen die Möglichkeit der Nutzung men hat.
medienvermittelter Kommunikations- und
Kooperationsformen zum Erkennen der
soziokulturellen und natürlichen Vielfalt in
der Einen Welt (z. B. „Chat der Welten“).
3.4. Cybergewalt und -kriminalität
Persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken und Auswirkungen von Cybergewalt und -kriminalität erkennen sowie Ansprechpersonen und
Reaktionsmöglichkeiten kennen und nutzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben Situationen, in denen Ge- nennen unterschiedliche Formen von Cy- diskutieren gesellschaftliche Auswirkungen analysieren Merkmale und Arten von
walt mit Hilfe des Internets ausgeübt bergewalt und -kriminalität und diskutieren von Cybergewalt und -kriminalität, Cyberkriminalität und erörtern deren ge-
wird (z. B. Cybermobbing) und nennen mögliche Folgen, beurteilen die rechtlichen Folgen, die sich sellschaftliche und wirtschaftliche Risi-
Möglichkeiten der Prävention und Reak- nutzen ggf. schulische und außerschuli- aus Cybergewalt und Cyberkriminalität er- ken,
tion. sche Präventions- und Interventionskanäle geben. erläutern Abwehrmechanismen gegen
(z. B. Medienscouts, Schulsozialarbeite- Cyberkriminalität (Cybersicherheit).
rinnen und Schulsozialarbeiter, Nummer
gegen Kummer, Handysektor, Juuuport).
August 2019 154. Produzieren und Präsentieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
4.1 Medienproduktion und -präsentation
Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens nutzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
erstellen unter Anleitung Medienproduk- erstellen zu vorgegebenen Themen mit planen und erarbeiten weitgehend eigen- planen und erstellen adressatengerecht
te und präsentieren die Ergebnisse ihren Hilfestellung Medienprodukte und präsen- ständig Medienprodukte und präsentieren eigenverantwortlich Medienprodukte
Mitschülerinnen und Mitschülern. tieren die Ergebnisse ihren Mitschülerin- sie Mitschülerinnen und Mitschülern, und präsentieren diese,
nen und Mitschülern. beschreiben Möglichkeiten und Grenzen nutzen reflektiert Möglichkeiten des
des Veröffentlichens und Teilens. Veröffentlichens und Teilens.
4.2 Gestaltungsmittel
Gestaltungsmittel von Medienprodukten reflektiert anwenden und hinsichtlich ihrer Qualität, Wirkung und Aussageabsicht beurteilen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen unterschiedliche Gestaltungs- unterscheiden verschiedene Gestal- setzen sich kritisch mit unterschiedlichen setzen verschiedene Gestaltungsmittel
mittel (z. B. für Bild-, Video- und Audio- tungsmittel (z. B. für Bild-, Video- und Au- Gestaltungsmitteln auseinander und be- für zunehmend komplexere Medienpro-
material) und wenden grundlegende dioproduktionen), wählen grundlegende rücksichtigen deren Wirkung, dukte ein und überprüfen bei der Aus-
Elemente in eigenen Medienprodukten Gestaltungsmittel nach vorgegebenen Kri- planen und realisieren eigene Medienpro- wahl der Gestaltungsmittel diese nach
mit Unterstützung an. terien aus und wenden diese für Medien- dukte auf der Grundlage des sachgerech- formalen und ästhetischen Kriterien auf
produkte an. ten Einsatzes unterschiedlicher Gestal- Qualität, Wirkung und Aussageabsicht,
tungsmittel. setzen Gestaltungsmittel im Bereich
Video- und Audiotechnik ein und wen-
den unterschiedliche Funktionen der
Schnitt- und Montagetechniken zielge-
richtet an.
4.3 Quellendokumentation
Standards der Quellenangaben beim Produzieren und Präsentieren von eigenen und fremden Inhalten anwenden
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
unterscheiden eigene und fremde Inhal- dokumentieren die Quellen fremder Inhalte beherrschen die Standards der Quellenan- beachten die Lizenzregeln bei der Pro-
te und geben Urheberinnen und Urheber und können anhand der Notizen die Quel- gaben und wenden diese beim Produzie- duktion und Präsentation eigener und
fremder Inhalte an, len verfolgen und wiederauffinden. ren und Präsentieren an, fremder Inhalte und nutzen diese bei der
beachten angeleitet das Urheberrecht, nutzen offene Bildungsressourcen (OER) Veröffentlichung eigener Werke.
wenn Materialien veröffentlicht werden. und freie Lizenzen (CC) regelkonform
(z. B. mit Hilfe der TULLU-Regel).
August 2019 164. Produzieren und Präsentieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
4.4. Rechtliche Grundlagen
Grundlagen des Persönlichkeits- (u. a. des Bildrechts), Urheber- und Nutzungsrechts (u. a. Lizenzen) überprüfen, bewerten und beachten
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben den Wert geistigen Eigen- berücksichtigen bei der Erstellung eigener beurteilen anhand von Kriterien den urhe- berücksichtigen Zusammenhänge zwi-
tums und berücksichtigen das Recht am Werke einfache urheberrechtliche und berrechtlichen Schutz eines Werkes, schen dem Urheberrecht und der Ver-
eigenen Bild, persönlichkeitsrechtliche Aspekte. berücksichtigen grundlegende Aspekte des wertbarkeit eines Werkes (Lizenzrecht),
berücksichtigen bei der Veröffentlichung Urheber- und Persönlichkeitsrechts insbe- berücksichtigen grundlegende rechtliche
eigener Werke unter Anleitung einfache sondere bei der Verwendung von Texten Vorgaben zu Lizenzbestimmungen
urheberrechtliche und persönlichkeits- und Bildern in ihren Dokumenten und Prä- (Open-Source Software; Open Educati-
rechtliche Aspekte. sentationen (Recht am eigenen Bild; kon- onal Ressources (OER); Creative-
sequente Angabe von Quellen; Zitierre- Commons-Lizenzen (CC); Open Data)
geln; Cybermobbing; Verhalten in sozialen und Zugriffsrechten (Nutzungsbedin-
Netzwerken). gungen),
berücksichtigen wesentliche Inhalte des
Urheberrechts,
berücksichtigen wesentliche Inhalte des
Jugendmedienschutzes und der allge-
meinen Persönlichkeitsrechte (Recht auf
informationelle Selbstbestimmtheit).
August 2019 175. Analysieren und Reflektieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
5.1. Medienanalyse
Die Vielfalt der Medien, ihre Entwicklung und Bedeutungen analysieren und reflektieren
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben die Vielfalt und Merkmale diskutieren die Vielfalt der Medienland- beschreiben die historische Entwicklung diskutieren die Bedeutung einer offenen
der Medienangebote und deren Bedeu- schaft und deren Entwicklung, der Massenmedien und erläutern den Stel- und vielfältigen Medienlandschaft in
tung für ihren Alltag. nennen Merkmale und Besonderheiten lenwert der Medien in der heutigen Gesell- demokratischen, pluralistischen Gesell-
verschiedener Medienarten und Medien- schaft. schaften und ihre Auswirkung auf diese.
formate und vergleichen sie.
5.2. Meinungsbildung
Die interessengeleitete Setzung und Verbreitung von Themen in Medien erkennen sowie in Bezug auf die Meinungsbildung beurteilen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben ihr eigenes Medienverhal- vergleichen einzelne Medienangebote beschreiben Funktion und Wirkung sowie analysieren und bewerten die Wirkung
ten, und unterscheiden diese nach deren den Einfluss unterschiedlicher Medienan- einzelner Darstellungsmittel in Medien,
Wirkung und Zweck. gebote,
nennen und unterscheiden Medienan- reflektieren durch Medien vermittelte
gebote und deren Funktion, beschreiben Adressatenkreise, Inhalte und nehmen hierzu begründet
nennen Beispiele für Regulierung und Stellung,
beschreiben diesbezüglich Chancen und Steuerung der Digitalisierung durch die Po-
Risiken für ihren Alltag. litik und stellen an einem Regulierungsbei- nutzen digitale Medien zur politischen
spiel unterschiedliche Politikpositionen dar. Meinungsbildung und beurteilen die ei-
gene Meinung kritisch,
stellen Gefahren und Chancen der Digi-
talisierung für politische Entscheidungs-
prozesse dar und beurteilen diese.
August 2019 185. Analysieren und Reflektieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
5.3. Identitätsbildung und soziale Teilhabe
Chancen und Herausforderungen von Medien für die Realitätswahrnehmung erkennen und analysieren sowie für die eigene Identitätsbildung nutzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
reflektieren, welche Medienformate sie reflektieren ihren Medienkonsum, des- analysieren und reflektieren die Potenziale diskutieren Chancen und Herausforde-
bevorzugen und begründen dies, sen Stellenwert in ihrer Alltagsgestaltung der Digitalisierung im Sinne sozialer In- rungen von Medien hinsichtlich ihrer
analysieren unter Anleitung ein altersty- und mögliche Wirkungen auf ihre Reali- tegration und sozialer Teilhabe, Wirkung auf die Realitätswahrnehmung,
pisches Medienprodukt (z. B. tätswahrnehmung und Identitätsbildung. beschreiben Auswirkungen der Digitalisie- nehmen die vielfältige Nutzung von
TV-Comicserie, Computerspiel) im Hin- rung auf Arbeitsprozesse und politische Medien wahr, um aufgrund ihrer mündi-
blick auf stereotype Rollenzuschreibun- Entscheidungsprozesse, gen Entscheidungen Ziele der nachhal-
gen und Realitätsgehalt. beschreiben auf Digitalisierungsprozessen tigen Entwicklung im privaten, schuli-
aufbauende Wertschöpfungsketten und re- schen und beruflichen Bereich zu ver-
cherchieren veränderte Arbeitsprofile und folgen und sich an ihrer Umsetzung auf
neue Berufsbilder. gesellschaftlicher und politischer Ebene
zu beteiligen.
5.4. Selbstregulierende Mediennutzung; Gesundheit, Natur und Umwelt schützen
Medien und ihre Wirkungen beschreiben, kritisch reflektieren und deren Nutzung selbstverantwortlich regulieren; andere bei ihrer Mediennutzung unterstützen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen unterschiedliche Medien und beschreiben das Suchtpotenzial und die beschreiben die Wirkung von Medien hin- erörtern Möglichkeiten, kritische Ausprä-
beschreiben deren spezifische Vor- und Suchtgefahr des Mediengebrauchs und sichtlich physischer und psychischer Ge- gungen von Mediennutzung bei sich
Nachteile, nennen geeignete präventive Hand- sundheit sowie sozialen Wohlergehens, selbst und im persönlichen Umfeld zu
beschreiben mögliche nachteilige Wir- lungsstrategien beurteilen auf Grundlage der eigenen Me- erkennen und recherchieren Lösungs-
kungen, die sich aus einer zu intensiven beschreiben Umweltauswirkungen bei diennutzung Natur- und Umweltauswirkun- strategien und Unterstützungssysteme.
Mediennutzung ergeben können und der Nutzung von Medien. gen digitaler Technologien,
beschreiben Möglichkeiten, den eigenen beurteilen die Chancen und Risiken des
Mediengebrauch zu regulieren. Mediengebrauchs und reflektieren den ei-
genen Mediengebrauch kritisch,
erörtern Methoden, andere bei ihrer Medi-
ennutzung durch eigene Erfahrungen und
Fähigkeiten in diesem Bereich zu unter-
stützen.
August 2019 196. Problemlösen und Modellieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
6.1. Prinzipien der digitalen Welt
Grundlegende Prinzipien und Funktionsweisen der digitalen Welt identifizieren, kennen, verstehen und bewusst nutzen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen Grundfunktionen von digitalen unterscheiden zwischen Daten und Infor- stellen Informationen als Daten mithilfe von modellieren komplexe Informationen als
Werkzeugen zur Eingabe, Verarbeitung, mationen, Datentypen und Datenstrukturen dar, Datenmodell und implementieren es als
Speicherung und Weitergabe von Daten stellen Informationen (bspw. natürliche stellen einfache Bilder als Raster dar. Datenbank,
und Informationen (EVA-Prinzip), Zahlen) mithilfe des Binärsystems als Da- modellieren Sachzusammenhänge
identifizieren einfache technische Prob- ten dar. mithilfe von Automaten.
leme und finden unter Anleitung Lö-
sungsstrategien.
6.2. Algorithmen erkennen
Algorithmische Muster und Strukturen in verschiedenen Kontexten erkennen, nachvollziehen und reflektieren
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
benennen und befolgen Handlungsvor- erklären anhand einfacher Beispiele die erläutern den Nutzen algorithmischer Ver- analysieren, beschreiben und bewerten
schriften aus dem Alltag. (z. B. Ge- Kriterien von Algorithmen (Ausführbarkeit, fahren, komplexere Algorithmen und bestimmen
brauchsanweisungen, Rezepte, Aufbau- Eindeutigkeit, Endlichkeit), identifizieren Kontexte sinnvoller Anwen- deren Verwendungsmöglichkeiten,
anleitungen, Ablaufdiagramme, alphabe- nutzen gezielt algorithmische Grundbau- dung. analysieren praktische Grenzen der
tisches Ordnen). steine (Befehlsfolge, Verzweigung, Schlei- Berechenbarkeit.
fe).
August 2019 206. Problemlösen und Modellieren Basiscurriculum Medienbildung und informatische Bildung
6.3. Modellieren und Programmieren
Probleme formalisiert beschreiben, Problemlösestrategien entwickeln und dazu eine strukturierte, algorithmische Sequenz planen, diese auch durch Programmieren umsetzen
und die gefundene Lösungsstrategie beurteilen
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
beschreiben eine einfache Problemstel- nutzen ein grafisches Programmierwerk- nutzen ein (grafisches) Programmierwerk- nutzen ein Programmierwerkzeug/eine
lung und planen daraus eine Program- zeug und erstellen Abfolgen von Pro- zeug, Programmiersprache,
mierung, grammierbefehlen, um ein definiertes Ziel erarbeiten die formalisierte Beschreibung erarbeiten die formalisierte Beschrei-
nutzen mit Unterstützung Grundfunktio- zu erreichen/ein definiertes Problem zu eines Problems und entwickeln Problemlö- bung eines komplexen Problems und
nen eines grafischen Programmierwerk- lösen, sestrategien, entwickeln Problemlösestrategien,
zeuges und erstellen zielgerichtet erste diskutieren gefundene Lösungsstrategien planen eine algorithmische Sequenz und planen modularisierte, strukturierte
einfache Abfolgen von Programmierbe- und optimieren die Befehlsabfolgen. setzen diese mit der Programmiersprache Algorithmen und setzen diese mit der
fehlen, um, Programmiersprache um,
diskutieren die gefundenen Lösungs- analysieren die gefundenen Lösungsstra- analysieren und beurteilen die gefunde-
strategien. tegien und optimieren sie. nen Lösungsstrategien und optimieren
sie.
6.4. Bedeutung von Algorithmen
Einflüsse von Algorithmen und Auswirkungen der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt beschreiben und reflektieren
Klassenstufe 1 bis 4 Klassenstufe 5 und 6 Klassenstufe 7 und 8 Klassenstufe 9 bzw. 9 und 10
Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler
nennen Beispiele digitaler, automatisier- nennen von ihnen genutzte digitale, auto- nennen digitale, automatisierte Prozesse, nennen digitale, automatisierte Prozes-
ter Prozesse aus ihrem Alltag (Wasch- matisierte Prozesse (z. B. Suchmaschine, die direkte Auswirkungen auf gesellschaft- se, die direkte, globale Auswirkungen
maschine, programmierbare Kaffeema- Hausautomatisierung), liche oder wirtschaftliche Prozesse inner- auf die Gesellschaft haben können
schine) und stellen jeweils Vor- und untersuchen die Prozesse im Hinblick auf halb eines Landes haben können (z. B. (z. B. digitale Börsenmakler, militärische
Nachteile des automatisierten Prozes- deren Einfluss auf persönliche Entschei- Wahlbeeinflussung durch Bots, Verarbei- Abwehrsysteme, Kontrollsysteme für kri-
ses gegenüber. dungen und Handlungsweisen. tung von Nutzerdaten, angepasste Wer- tische industrielle Anwendungen: Atom-
bung). kraftwerke, chemische Industrie),
recherchieren Beispiele kritischer Situa-
tionen dieser Systeme,
erörtern die Notwendigkeit solcher Sys-
teme vor dem Hintergrund wirtschaftli-
cher und politischer Entwicklungen.
August 2019 21Glossar
Programm, das den Funktionsumfang des Hauptpro-
Add-on
gramms, in dem es installiert wird, erweitert
Folge von Anweisungen, die nacheinander abgearbei-
algorithmische Sequenz
tet werden
Vorgehensbeschreibung zur Lösung eines Problems
Algorithmus
als Abfolge elementarer Verarbeitungsschritte
analoge Medien Träger von Medieninhalten, die nicht digital codiert sind
Grafikformat gif (Graphics Interchange Format), wel-
ches mehrere Einzelbilder in einer einzigen Datei spei-
chern kann. Mit einem geeigneten Darstellungspro-
Animated Gif
gramm können diese nacheinander abgespielt werden
und so eine kurze Filmsequenz darstellen. In diesem
Fall spricht man von einem Animated Gif.
Übernahme von Funktionen eines Prozesses durch
Automatisierung
Maschinen
mathematisches Zahlensystem, das auf den Ziffern 1
und 0 aufbaut. Durch die Zuordnung der Wahrheitswer-
te „wahr“ und „falsch“ zu den Ziffern 1 und 0 und unter
Binärsystem
Verwendung arithmetischer Vorschriften können logi-
Dualsystem
sche Aussagen mathematisch beschrieben werden.
Diese Struktur bildet die Grundlage der digitalen Da-
tenverarbeitung.
engl.: „robot“. Software zur Erledigung sich wiederho-
lender Aufgaben. Häufig werden solche Programme in
Computernetzwerken zum Angriff auf geschützte Be-
Bot
reiche eingesetzt oder durch Nachahmung menschli-
cher Kommentare in sozialen Netzwerken zur Manipu-
lation von Meinungsbildern.
Programm, das speziell zur Darstellung von Inhalten
und Strukturen geeignet ist. Dateibrowser ermöglichen
Browser
am PC die Darstellung und Organisation von Verzeich-
Webbrowser
nissen und Dateien. Webbrowser dienen der Darstel-
lung von Inhalten (Webseiten) im World Wide Web.
Zentrales Gesetz des deutschen Datenschutzrechts.
Es regelt zusammen mit den Datenschutzgesetzen der
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Länder und der Datenschutzgrundverordnung
(DS-GVO) der Europäischen Union die Verarbeitung
personenbezogener Daten.
August 2019 22Lizenzform, mit der der Urheber festlegt, welche Nut-
zungsrechte er für sein Werk einräumt. Einzelne Modu-
le können nach Wunsch zusammengestellt werden
(z. B. Namensnennung des Urhebers, Erlaubnis kom-
Creative Commons-Lizenz (CC-Lizenz) merzieller Nutzung, Erlaubnis der Bearbeitung).
Creative Commons (CC) ist eine Organisation, die im
Internet entsprechende Standard-Lizenzverträge anbie-
tet.
Gewaltausübung mit Hilfe elektronischer Kommunikati-
Cybergewalt
onsmittel
Straftaten, die mit Hilfe digitaler Informationstechnik
Cyberkriminalität
verübt werden
gezieltes und wiederholtes Beleidigen, Belästigen oder
Cybermobbing Bedrohen anderer mit Hilfe elektronischer Kommunika-
tionsmittel
Schutz elektronischer Systeme, Netzwerke und Daten
Cybersicherheit durch informationstechnische Maßnahmen vor Angrif-
fen. Ziel ist das Verhindern von Cyberkriminalität.
Modell, das drei Perspektiven digitaler Bildung definiert:
(a) technologische Perspektive: Wie funktioniert das?,
Dagstuhl-Dreieck (b) gesellschaftlich-kulturelle Perspektive: Wie wirkt
das?, (c) anwendungsbezogene Perspektive: Wie nut-
ze ich das?
Informationen, die durch Erhebung (z. B. Messung,
Daten
Beobachtung) gewonnen wurden
System zur elektronischen Datenverwaltung. Mit einer
Datenbank Datenbankanwendung kann man den Datenbestand
durchsuchen und so Informationen gewinnen.
Schutz vor dem Missbrauch persönlicher Daten. Er
gewährleistet, dass das Recht auf informationelle
Datenschutz Selbstbestimmung, das Persönlichkeitsrecht und der
Schutz der Privatsphäre bei der Datenverarbeitung
beachtet werden.
Verordnung der Europäischen Union im Bereich des
Datenschutzrechts. Sie regelt die Verarbeitung perso-
Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO)
nenbezogener Daten durch private Unternehmen und
öffentliche Stellen.
organisierter Umgang mit Datenmengen, u. a. das Er-
Datenverarbeitung
heben, Speichern, Bearbeiten oder Übermitteln von
Informationsverarbeitung
Daten
August 2019 23elektronische Medien, die mit digitalen Codes arbeiten
(im Gegensatz zu analogen Medien). Sie funktionieren
digitale Medien auf der Grundlage von Informations- und Kommunikati-
onstechnik (z. B. Internet). Der Begriff wird auch als
Synonym für „Neue Medien“ verwendet.
Piktogramm/Ideogramm, mit dem man in Chats oder
Emoji
SMS Gefühle ausdrückt oder Begriffe ersetzt
einzelnes Zeichen oder Kombination aus Buchstaben,
Zahlen und Sonderzeichen, die in der schriftlichen
Emoticon
Kommunikation (z. B. E-Mail) Gefühle ausdrücken.
Beispiel: :-)
Grundstruktur der Datenverarbeitung. Es beschreibt die
EVA-Prinzip Arbeitsschritte Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe
von Daten.
erlaubt die Nutzung, Verbreitung bzw. Veränderung
urheberrechtlich geschützter Werke. Bei Programmen
freie Lizenz
spricht man von freier Software, bei Text-, Bild- oder
Tonwerken von freien Inhalten (Open Content).
Festlegung eines Programms, Algorithmus oder Sys-
temverhaltens durch grafische Elemente und deren
grafisches Programmierwerkzeug Anordnung (im Unterschied zu textuellen Programmier-
grafische Programmiersprache sprachen). Dadurch sind sie leicht zu erlernen. Es gibt
speziell für Schülerinnen und Schüler entwickelte
Werkzeuge.
die physischen (elektronischen und mechanischen)
Hardware Bestandteile eines datenverarbeitenden Systems (im
Gegensatz zu Software, d. h. Programmen und Daten)
Schutz von Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität
Informationssicherheit von Daten. Ziel ist das Verhindern von Datenverlust,
-manipulation und -missbrauch.
Anzeige- und Eingabegerät, das mit einem Rechner
verbunden ist und großflächig die von diesem generier-
interaktive Tafel
te Grafik anzeigt. Es ermöglicht die Interaktion mit dem
interaktives Whiteboard (IWB)
Rechner über die Tafeloberfläche (z. B. die Steuerung
mit den Fingern oder mit Hilfe spezieller Stifte).
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen
Einflüssen durch Medien. Er umfasst das Verhindern
von Gefährdungen, die Aufklärung und Vorbeugung
Jugendmedienschutz
sowie die gesetzlichen Regelungen, insbesondere in
Jugendschutzgesetz, Jugendmedienschutz-
Staatsvertrag, Strafgesetzbuch (StGB).
August 2019 24Bundesgesetz zum Schutz von Kindern und Jugendli-
chen. Es regelt z. B. den Verkauf und das Zugänglich-
machen von Filmen und Computerspielen, die Zustän-
Jugendschutzgesetz (JuSchG) digkeiten der Jugendschutz-Organisationen FSK (Frei-
willige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) und USK (Un-
terhaltungssoftware Selbstkontrolle) sowie die Tätigkeit
der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.
digitale Lernumgebung, die Lerninhalte bereitstellt und
Lernplattform Lernvorgänge organisiert sowie die Kommunikation
zwischen Lernenden und Lehrenden ermöglicht
Abkürzung für Hyperlink: meist farbig markierter Quer-
verweis in einem elektronischen Dokument. Er ermög-
Link licht den Sprung zu einem anderen elektronischen Do-
kument oder an eine andere Stelle innerhalb eines Do-
kuments.
Genehmigung, ein Recht eines anderen (wirtschaftlich)
Lizenz
zu nutzen
Lizenzrecht gesetzliche Bestimmungen zum Umgang mit Lizenzen
Prozess der konstruktiven und kritischen Auseinander-
Medienbildung
setzung mit der Medienwelt
Teildisziplin der Pädagogik. Sie beschäftigt sich mit der
Mediendidaktik Verwendung analoger und digitaler Medien in Lehr-
Lernprozessen.
Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen
Medienkompetenz
und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen
Bildungsinitiative zur Medienerziehung von Kindern und
Jugendlichen. Zu Medienscouts ausgebildete Schüle-
Medienscout rinnen und Schüler vermitteln ihren Mitschülerinnen
und Mitschülern den verantwortungsbewussten Um-
gang mit Medien.
Chip, auf dem neben dem Prozessor weitere Kompo-
nenten integriert sind, oft mit Steuerungs- und Kommu-
Mikrocontroller nikationsaufgaben. Vorteil ist, dass nur wenige externe
Bauteile benötigt werden. Mikrocontroller befinden sich
z. B. in Geldchipkarten und in Unterhaltungselektronik.
Daten, die von jedem zu jedem Zweck kostenlos ge-
Open Data
nutzt und verbreitet werden dürfen
Lern- und Lehrmaterialien mit einer freien Lizenz. Sie
Open Educational Ressources (OER)
dürfen von jedem kostenlos vervielfältigt, genutzt, ver-
Offene Bildungsressourcen
ändert und verbreitet werden.
August 2019 25Software unter freier Lizenz und mit frei verfügbarem
Open-Source Software Quellcode. Sie darf von jedem genutzt, kopiert, verän-
dert und verbreitet werden.
Grundrecht des Einzelnen auf Achtung und freie Entfal-
tung der Persönlichkeit und zum Schutz gegen Eingriffe
Persönlichkeitsrecht
in die Privatsphäre. Dazu gehören u. a. das Recht am
eigenen Bild, das Urheberrecht und das Namensrecht.
abgeschirmter Bereich des persönlichen Lebens, der
Privatsphäre
grundgesetzlich geschützt ist
formale Sprache, mit der Rechenvorschriften formuliert
werden, die dann von einem Computer ausgeführt
Programmiersprache
werden. Die Anweisungen werden nach bestimmten
Regeln kombiniert (Syntax).
engl.: „quick response“. Zweidimensionaler, aus
schwarzen und weißen Punkten und Strichen zu einem
Quadrat zusammengesetzter Code. Dahinter verber-
QR-Code
gen sich Informationen, etwa Internetadressen oder
Zahlencodes, die mit elektronischen Geräten ausgele-
sen werden können.
Server Dienst im World Wide Web, der die Speicherung von
Cloudspeicher Daten auf externen Computersystemen ermöglicht
Onlinedienst, in dem Personengruppen (Communities)
Soziales Netzwerk für berufliche oder private Zwecke Interessen und Kon-
takte pflegen und Informationen austauschen
Filmtechnik, bei der eine Bewegung von Objekten
dadurch hergestellt wird, dass zahlreiche einzelne Bil-
der (Frames) angefertigt werden. Die Position des zu
Stop Motion
bewegenden Objektes wird nach jedem Foto geringfü-
gig verändert. Durch das Aneinanderreihen der Bilder
entsteht der Eindruck einer Bewegung (Trickfilm).
tragbarer, flacher Computer, der mit einem Touch-
Tablet screen ausgestattet ist und per Stift oder Finger bedient
wird
engl. „hash“: Schriftzeichen „Doppelkreuz (#)“ und
Tag
„Tag“: Markierung. Ein Hashtag ist ein Schlagwort, das
Hashtag
mit Hilfe des Zeichens # als Suchbegriff markiert wird.
Teilen, Verteilen oder gemeinsames Nutzung von Da-
Teilen/Sharing ten oder Informationen in einem Rechennetz, vor allem
im Internet
August 2019 26Sie können auch lesen