Modulhandbuch für den Studiengang Soziale Arbeit B.A. im Studienformat Präsenz - SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen
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Modulhandbuch
für den Studiengang
Soziale Arbeit B.A.
im Studienformat
Präsenz
an der
SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen
Studienstart Wintersemester 2020/2021
Version Änderung Datum
v1 01.10.2020
v2 - Überarbeitung der Kompetenzziele im Rahmen der Auflagener- 15.07.2021
füllung zur Reakkreditierung
- Aktualisierung Literaturempfehlungen
- Aktualisierung Modulverantwortungen
- Aktualisierung Layout
- Änderung Studienleistung Modul 3: ReD statt PräsModulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Lehr- Lernformen Abkürzung
Vorlesung V
Seminar S
Projektarbeit PA
Projektentwicklung PE
Gruppenarbeit GA
Exkursion Exk
Problemorientiertes Lernen PoL
Rollenspiel Ro
Fallarbeit FA
Planspiel PS
Kolloquium Ko
Übung Ü
Labor L
Praktikum/Praxis P
Tutorium Tu
Nachweis N
vorwiegend schriftliche Prüfungsformen Abkürzung
Klausur Kls
Studienarbeit StA
Recherche und Dokumentation ReD
Essay Es
Exposé Ex
Lerntagebuch LT
Praxisbericht PB
Protokoll Pro
Thesis Th
Bericht Ber
Test Te
vorwiegend mündliche Prüfungsformen Abkürzung
Mündliche Prüfung MP
Referat Ref
Präsentation Präs
Kolloquium Ko
vorwiegend praktische Prüfungsformen Abkürzung
Projektarbeit PA
Rollenspiel Ro
Fallarbeit FA
Portfolio PF
Moderation Mod
Stationenprüfung SP
Wissenschaftliches Poster WP
Praktische Arbeit PrA
Technische Problemlösung TPL
Testat TT
Entwurf ENT
Musik Mu
Praxissituation PS
Multimediale bzw. multimodale Präsentation MM
Laborarbeit Lab
Kombinationsprüfung KomP
1Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modultabelle: Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Prüfungs-
Studienle-
leis-
Block Präsenzdauer in Wochen im istung(en)
Nr. Modul/Kurs CP tung(en)
Nr. Semester im Semes-
im Semes-
ter
ter
1 2 3 4 5 6 Sem Art Sem Art
Grundlagen und
MP-SozA-
Entwicklung der 1 10 20 1 Te 1 StA
B01
Sozialen Arbeit
MP-SozA- Berufsfeldprakti-
2 10 1 1 PF
B02 kum I
Sozialpolitische,
rechtliche und
MP-SozA-
ethische Grundla- 3 10 20 2 ReD 2 Kls
B03
gen der Sozialen
Arbeit
Professionelles
MP-SozA- Handeln in Krisen-
4 5 10 2 Präs 2 MP
B04 und Konfliktsituati-
onen
MP-SozA- Methoden der So-
5 10 20 3 Ro 3 Präs
B05 zialen Arbeit I
MP-SozA- Berufsfeldprakti-
6 10 3 3 PF
B06 kum II
MP-SozA- Methoden der So-
7 10 20 4 Präs 4 StA
B07 zialen Arbeit II
Vertiefung Hand-
MP-SozA-
lungsfelder der So- 8 5 10 4 ReD 4 StA
B08
zialen Arbeit
Soziologische The-
MP-SozA-
orien und Soziale 9 10 20 5 PrA 5 MP
B09
Arbeit
MP-SozA- Berufsfeldprakti-
10 10 5 5 PF
B10 kum III
MP-SozA- Organisation und
11 8 15 6 ReD 6 Ex
B11 Evaluation
MP-SozA- Ko,
Bachelorthesis 12 12 15 6 6
B12 Th
2Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Studienverlaufsplan: Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 1 Grundlagen und Entwicklung Sozialer Arbeit 20
1. Theorie CP
Sem. Modul 2 Berufsfeldpraktikum I 10
Praxis CP
1
Modul 3 Sozialpolitische, rechtliche und ethische Grundlagen 20
2. Theorie der Sozialen Arbeit CP
Sem. Modul 4 Professionelles Handeln in Krisen- und Konfliktsitua- 10
Theorie tionen CP
Modul 5 Methoden der Sozialen Arbeit I 20
3. Theorie CP
Sem. Modul 6 Berufsfeldpraktikum II 10
Praxis CP
2
Modul 7 Methoden der Sozialen Arbeit II 20
Theorie CP
4. Sem.
Modul 8 Vertiefung Handlungsfelder der Sozialen Arbeit 10
Theorie CP
Modul 9 Soziologische Theorien und Soziale Arbeit 20
Theorie CP
5. Sem.
Modul 10 Berufsfeldpraktikum III 10
Praxis CP
3
Modul 11 Organisation und Evaluation 15
Theorie CP
6. Sem.
Modul 12 Bachelorthesis 15
Theorie CP
3Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Studienverlaufsplan: Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Semes-
1. Semester 1. Semester 2. Semester 2. Semester
ter
10 Wochen (plus 2 10 Wochen (plus 2 5 Wochen (plus 1
Wochen Selbststudi- mind. 6 Wochen Selbststudi- Selbststudi-
umswochen) umswochen) umswoche)
Modul 3 (20
Modul 1 (20 Modul 4 (10
CP) vorlesungsfreie
CP) CP)
Modul 2 (10 CP) Sozialpolitische, Zeit
Grundlagen und Methoden im
Modul Berufsfeldprak- rechtliche und
Entwicklung Umgang mit
tikum I ethische Grund-
der Sozialen Ar- Krisen und
lagen der Sozi-
beit Konflikten
alen Arbeit
Semes-
3. Semester 3. Semester 4. Semester 4. Semester
ter
10 Wochen (plus 2 10 Wochen (plus 2 5 Wochen (plus 1
Wochen Selbststudi- mind. 6 Wochen Selbststudi- Selbststudi-
umswochen) umswochen) umswoche)
Modul 8 (10
Modul 7 (20 vorlesungsfreie
Modul 5 (20 CP)
Modul 6 (10 CP) CP) Zeit
CP) Vertiefung
Modul Berufsfeldprak- Methoden der
Methoden der Handlungsfel-
tikum II Sozialen Arbeit
Sozialen Arbeit I der der
II
Sozialen Arbeit
Semes-
5. Semester 5. Semester 6. Semester 6. Semester
ter
10 Wochen (plus 2 8 Wochen (plus 2
Wochen Selbststudi- mind. 6 Wochen Selbststudi- 12 Wochen
umswochen) umswochen)
Modul 9 (20
Modul 10 (10 Modul 11 (15
CP)
CP) CP) Modul 12 (15 CP)
Modul Soziologische
Berufsfeldprak- Organisation Bachelorthesis
Theorien und
tikum III und Evaluation
Soziale Arbeit
4Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Inhaltsverzeichnis: Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Inhalt
Modul 1: Grundlagen und Entwicklung der Sozialen Arbeit ................................................................ 6
Modul 2: Berufsfeldpraktikum I .............................................................................................................. 10
Modul 3: Sozialpolitische, rechtliche und ethische Grundlagen der Sozialen Arbeit ................... 13
Modul 4: Professionelles Handeln in Krisen- und Konfliktsituationen ............................................ 17
Modul 5: Methoden der Sozialen Arbeit I .............................................................................................. 20
Modul 6: Berufsfeldpraktikum II ............................................................................................................. 24
Modul 7: Methoden der Sozialen Arbeit II............................................................................................. 27
Modul 8: Vertiefung Handlungsfelder der Sozialen Arbeit ............................................................... 31
Modul 9: Soziologische Theorien und Soziale Arbeit .......................................................................... 35
Modul 10: Berufsfeldpraktikum III .......................................................................................................... 38
Modul 11: Organisation und Evaluation ................................................................................................ 42
Modul 12: Bachelorthesis......................................................................................................................... 46
5Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 1: Grundlagen und Entwicklung der Sozialen Arbeit 1. Semester
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Petra Lippegaus
Studentische Arbeits- Workload 500
belastung Kontaktzeit 150
(in Zeitstunden) Selbststudium 350
ECTS-Punkte 20
Dauer 10 Wochen
Voraussetzungen für
keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Wintersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ können die Aufgaben Sozialer Arbeit im gesellschaftlichen und pro-
fessionellen Wandel erläutern.
▪ verstehen die Bedeutung historischer Etappen für die Entwicklung der
Sozialen Arbeit und können diese fachlich begründet darstellen.
▪ können relevante Protagonist*innen der Sozialen Arbeit nennen und
geschichtlichen Epochen zuordnen.
▪ sind in der Lage professionstheoretische Grundlagen der Sozialen Ar-
beit zu verstehen und Merkmale in der Praxis zu identifizieren
▪ können soziale Probleme definieren und analysieren.
▪ sind befähigt, Ausgangslagen und Herausforderungen zu analysieren
und fachlich relevante Fragestellungen und Bedarfe zu identifizieren.
▪ haben exemplarische Einblicke in mindestens ein Arbeitsgebiet der
Sozialen Arbeit gewonnen und sind in der Lage auf der Grundlage
fachlicher Recherchen die konzeptionellen Eckpunkte eines Arbeitsfel-
des im begründeten Zusammenhang darzustellen.
▪ können theoretische Ansätze der Sozialen Arbeit (Lebensweltorientie-
rung, Menschenrechtsprofession) darstellen und kritisch diskutieren.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ können die Bedeutung von Methoden der Sozialen Arbeit in einem
konzeptionellen und historischen Kontext verorten.
6Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
▪ sind in der Lage, Prozesse, Unterstützungssysteme und Dienstleistun-
gen Sozialer Arbeit kritisch in Hinblick auf das erworbene Wissen zu
betrachten.
▪ sind in der Lage, ihr erworbenes Wissen und Verständnis gezielt zur
Beantwortung einer wissenschaftlichen Fragestellung anzuwenden.
▪ verstehen Konzepte, die den fachlichen und professionellen Stan-
dards der Sozialen Arbeit entsprechen, und beurteilen sie.
▪ können über wissenschaftliche Recherche Fachliteratur finden und in
Fachkontexte einordnen.
▪ können aus der historischen Betrachtung der Sozialen Arbeit Anhalts-
punkte für die Herausforderungen und Bewältigungsmöglichkeiten
der Gegenwart entwickeln.
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
▪ können kooperativ und verantwortlich in Teams arbeiten.
▪ zeigen Verantwortungsbewusstsein für sich und andere im Kontext
gesellschaftlicher Erwartungen und der Ziele sozialer Arbeit.
▪ erkennen Interessenlagen und Bedürfnisse im gesellschaftlichen Kon-
text und sind in der Lage, diese unter professionellen Aspekten abzu-
wägen.
▪ kommunizieren Forschungsergebnisse als Beitrag zum fachlichen Dis-
kurs.
▪ können die Notwendigkeit einer professionsbezogenen Ethik Sozialer
Arbeit historisch begründen.
▪ wägen die Interessen von Menschen und Systemen in der Sozialen Ar-
beit auch unter ethischen Aspekten ab.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ können die eigene Existenz im historischen Zusammenhang begreifen.
▪ sind in der Lage daraus Anhaltspunkte für die Gegenwartsbewälti-
gung zu generieren.
▪ bringen in Diskussionen, Ausarbeitungen, Präsentationen ein kritisches
Bewusstsein für den umfassenden multi-, inter-, und transdisziplinä-
ren Kontext der Sozialen Arbeit ein.
▪ entwickeln in Beiträgen ein besonderes Verantwortungsbewusstsein
für die Risiken ihres Handelns für sich und andere.
▪ entwickeln mit Blick auf den historischen Zusammenhang eine eigene
berufliche Identität.
▪ können unter Berücksichtigung fachlicher und ethischer Standards
eine eigene Rolle sowie Lösungswege entwickeln.
Inhalt ▪ Geschichte und Definition Sozialer Arbeit: Einführung, Sozial- und Kul-
turgeschichte
▪ Soziale Arbeit als Beruf im Wandel: Handlungsfelder, Berufsstatistik,
Arbeitsbedingungen
▪ Soziale Arbeit als Wissenschaft: Professionstheorien, Sozialarbeits-
wissenschaft, Bezugswissenschaften, Wissenschaftliches Arbeiten
▪ Wissenschaftliches Arbeiten und wissenschaftliches Schreiben
Lehr- und Lernform V, S, GA, Exk, Ü
7Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Studien- und Prü- Studienleistung: Te
fungsleistung Prüfungsleistung: StA
Constructive Align- Die Studienleistung besteht aus einem nicht-benoteten Test. Diese Prüfungs-
ment situation ermöglicht die Beurteilung, inwieweit sich Studierende die grundle-
genden Wissensbestände angeeignet haben und in der Lage sind, diese wie-
derzugeben.
Die benotete Prüfungsleistung besteht aus einer Studienarbeit. Die Studieren-
den sind aufgefordert, zu einem selbst gewählten Thema zu recherchieren,
die in den Lehr-/Lernveranstaltungen vermittelten Inhalte zu nutzen und zu
vertiefen. Beurteilt wird, ob die Studierenden in der Lage sind, grundlegende
Aspekte des selbstgewählten Themas zu identifizieren, in eigenen Worten
wiederzugeben und dabei systematisch Bezug auf wissenschaftliche Quellen
zu nehmen. Sie zeigen, inwieweit sie in der Lage sind, Denk- und Handlungs-
weisen einer wissenschaftlich fundierten Sozialen Arbeit zu erfassen und in
begründeten Zusammenhängen darzustellen. Schließlich kann anhand der
Studienarbeit beurteilt werden, inwieweit Studierende Basiskompetenzen im
wissenschaftlichen Arbeiten (Sammlung und Weiterverarbeitung wissen-
schaftlicher Literatur) entwickelt haben.
Beteiligte Disziplinen Das Modul klärt grundlegend den Begriff „Bezugsdisziplinen“. Daher sind alle
Disziplinen einführend beteiligt.
Literatur Amthor, R.-C. (2016): Einführung in die Berufsgeschichte der Sozialen Arbeit,
Weinheim und Basel: Juventa.
Autrata, O./Scheu, B. (2015): Theorie Sozialer Arbeit verstehen. Ein Vade-
mecum. Wiesbaden: Springer.
Beck, U. (2020): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne,
Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Becker-Lenz, R. et al. (2013): Professionalität in der Sozialen Arbeit: Stand-
punkte, Kontroversen, Perspektiven. Wiesbaden: Springer
Böhnisch, L./Schröer, W. (2013): Soziale Arbeit - eine problemorientierte Ein-
führung, Bad Heilbrunn: UTB.
Böllert, K. (Hg.) (2018): Kompendium Kinder- und Jugendhilfe, Wiesbaden:
VS-Verlag.
Chassé, K. A./von Wensierski, H.-J. (Hg.) (2008): Praxisfelder der Sozialen Ar-
beit, Weinheim, München: Juventa.
Deller, U./Brake, R. (2014): Soziale Arbeit, Opladen & Toronto: Verlag Barbara
Budrich.
Deutscher Verein für öffentliche und private Vorsorge e.V. (Hg.) (2018): Fach-
lexikon der Sozialen Arbeit, Baden Baden: Nomos.
Ehlert, G. / Funk, H. / Stecklina, G. (2011): Wörterbuch Soziale Arbeit und Ge-
schlecht. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
Geißler, R. (2014): Die Sozialstruktur Deutschlands. Zur gesellschaftlichen
Entwicklung mit einer Bilanz zur Vereinigung, Wiesbaden: VS-Verlag.
Heiner, M. (2004): Professionalität in der Sozialen Arbeit. Theoretische Kon-
zepte, Modelle und empirische Perspektiven, Stuttgart: Kohlhammer.
Heiner, M. (2010): Soziale Arbeit als Beruf. Fälle - Felder – Fähigkeiten, Mün-
chen. Reihe: Soziale Arbeit.
Klüsche, W. (Hg.) (1999): Ein Stück weitergedacht... Beiträge zur Theorie und
Wissenschaftsentwicklung der Sozialen Arbeit, Freiburg: Lambertus.
Kreft, D./Mielenz, I. (Hg.) (2021): Wörterbuch Soziale Arbeit, Weinheim und
Basel: Beltz Juventa.
8Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Otto, H.-U./Thiersch, H. (Hg.) (2018): Handbuch Soziale Arbeit. Grundlagen
der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, München, Basel: Ernst Reinhardt Ver-
lag.
Rauschenbach, T. (1999): Das sozialpädagogische Jahrhundert. Analysen zur
Entwicklung Sozialer Arbeit in der Moderne, Weinheim: Juventa.
Schilling, J. / Zeller, S. (2015): Soziale Arbeit. Geschichte – Theorie - Profes-
sion. München, Basel: Ernst Reinhard Verlag.
Schumacher, T. (Hg.) (2011): Die Soziale Arbeit und ihre Bezugswissenschaf-
ten, Stuttgart: Lucius & Lucius.
Thiersch, H. (2014): Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Aufgaben der Praxis
im sozialen Wandel, Weinheim, München: Beltz Juventa.
Thole, W. (Hg.) (2012): Grundriss Soziale Arbeit, Wiesbaden: VS Verlag für So-
zialwissenschaften, Springer.
Wendt, W. R. (2017): Geschichte der Sozialen Arbeit 1. Die Gesellschaft vor
der sozialen Frage 1750 bis 1900. Wiesbaden: Springer.
Wendt, W. R. (2017): Geschichte der Sozialen Arbeit 2. Die Profession im
Wandel ihrer Verhältnisse, Wiesbaden: Springer.
Werner, M./Vogt, S./Scheithauer, L. (2017): Wissenschaftliches Arbeiten in der
Sozialen Arbeit. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
9Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 2: Berufsfeldpraktikum I 1. Semester
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Petra Lippegaus
Studentische Arbeits- Workload 250
belastung Kontaktzeit 40
(in Zeitstunden) Selbststudium 210
ECTS-Punkte 10
Dauer Mind. 6 Wochen
Voraussetzungen für
Keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Wintersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ haben exemplarische Einblicke in mindestens ein Arbeitsgebiet der
Sozialen Arbeit gewonnen.
▪ erkennen und verstehen die Aufgaben Sozialer Arbeit im gesellschaft-
lichen und professionellen Wandel.
▪ wenden ihr erworbenes Wissen an, um soziale Probleme zu analysie-
ren sowie Bedarfe und Fragestellungen zu identifizieren und zu kom-
munizieren.
▪ können mit der Wechselbeziehung zwischen Theorie und Praxis kon-
struktiv umgehen und konkrete Differenzerfahrung zwischen theoreti-
schem Wissen und dessen praktischer Anwendung reflektieren.
▪ erkennen die sozialen Konstruktionen von Aufgaben und Fragestellun-
gen Sozialer Arbeit in Organisationen, institutionsübergreifend und in
Netzwerken.
▪ verstehen den Handlungssinn Sozialer Arbeit in ihrem Praxisfeld und
können Praxis kriteriengeleitet kritisch beurteilen.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ haben exemplarische Kenntnisse und kritisches Verständnis wichtiger
Methoden der Sozialen Arbeit erworben.
▪ sind in der Lage, sich Praxiserfahrungen zu erschließen und diese kri-
tisch zu reflektieren.
10Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
▪ können mit allen fachlichen und nichtfachlichen Akteur*innen, insbe-
sondere Adressat*innen kommunizieren und angemessen interagie-
ren.
▪ können kooperativ und verantwortlich in Teams und institutionellen
Strukturen der Sozialen Arbeit arbeiten.
▪ zeigen ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für sich und an-
dere im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen und der Ziele sozialer
Arbeit.
▪ erkennen Interessenlagen und Bedürfnisse im gesellschaftlichen Kon-
text und sind in der Lage, diese unter professionellen Aspekten abzu-
wägen.
▪ streben Mitentscheidungsprozesse für alle Beteiligten an.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ zeigen ein kritisches Bewusstsein für den umfassenden multi-, inter-,
und transdisziplinären Kontext der Sozialen Arbeit.
▪ entwickeln ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die Risi-
ken ihres Handelns für sich und andere.
▪ entwickeln eine eigene berufliche Identität.
▪ können unter Berücksichtigung fachlicher und ethischer Standards in-
stitutionellen Kontexten eine eigene Rolle erschaffen.
▪ entwickeln eine belastungsfähige und ausgeglichene Persönlichkeit
mit Empathie.
Inhalt ▪ praktische Arbeit in einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit unter
Anleitung einer Fachkraft
▪ regelmäßige Reflexion der Praxiseinsätze und möglicher, wiederkeh-
render Spannungsfelder oder Konflikte mit geeigneter Methodik
(bspw. kollegiale Beratung) an der Hochschule
▪ Theorie-Praxis-Relationierung
Lehr- und Lernform P, PoL, FA
Studien- und Prü-
PF
fungsleistung
Constructive Align- Im Rahmen der Portfolioarbeit haben die Studierenden die Möglichkeit, die
ment Lernorte Hochschule und Praxis unmittelbar miteinander zu verknüpfen. Das
Portfolio dokumentiert Inhalte, Erfahrungen und Reflexionen des Praxiseinsat-
zes. Die Studierenden können im Rahmen der Portfolioarbeit ihren Lernerfolg
selbst kontinuierlich beobachten und den Leistungsstand einschätzen. Die
Lehrenden haben die Möglichkeit, den Erkenntnisstand der Studierenden hin-
sichtlich der Theorie-Praxis-Relationierung und der Persönlichkeitsentwick-
lung nachzuvollziehen.
Literatur Chassé, K./Wensierski von, H. (2008): Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine
Einführung, Weinheim: Juventa.
Fengler, J. (2017): Feedback geben: Strategie und Übungen, Weinheim und
Basel: Beltz.
Galuske, M. (2013): Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Weinheim
und Basel: Beltz Juventa.
Iser, A. (2008): Supervision und Mediation in der Sozialen Arbeit. Eine Studie
zur Klärung von Mitarbeiterkonflikten, Tübingen: Deutsche Gesellschaft für
11Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Verhaltenstherapie.
Kersting, H. (1975): Kommunikationssystem Gruppensupervision. Aspekte ei-
nes Lernlehrverfahrens, Freiburg i. B.: Lambertus.
Klein, R. & Kannicht, A. (2020): Einführung in die Praxis der systemischen The-
rapie und Beratung, Heidelberg: Carl Auer.
Limbrunner, A. (2004): Soziale Arbeit als Beruf. Berufsinformationen und Ar-
beitshilfen für Ausbildung und Praxis, Weinheim und München: Juventa.
Lüssi, P. (2008): Systemische Sozialarbeit. Praktisches Lehrbuch der Sozialbe-
ratung, Bern: Haupt.
Müller, B./ Hochuli Freund, U. (2017): Sozialpädagogisches Können. Ein Lehr-
buch zur multiperspektivischen Fallarbeit, Freiburg i. B.: Lambertus.
Petzold, H./Schigl, B./Fischer, M. & Höfner, C. (2003): Supervision auf dem
Prüfstand.
Wirksamkeit, Forschung, Anwendungsfelder, Innovation, Opladen: Leske +
Budrich.
Ritscher, W. (2006): Einführung in die systemische Soziale Arbeit mit Familien,
Heidelberg: Carl Auer.
Ritscher, W. (2007): Soziale Arbeit: systemisch. Ein Konzept und seine Anwen-
dung,
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Schlippe von, A. & Schweitzer, J. (2016): Lehrbuch der systemischen Therapie
und Beratung I. Das Grundlagenwissen, Göttingen und Bristol: Vandenhoeck &
Ruprecht.
Schwing, R. & Fryszer, A. (2018): Systematisches Handwerk. Werkzeug für die
Praxis,
Göttingen und Bristol: Vandenhoeck & Ruprecht.
Spiegel von, H. (2013): Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit: Grundla-
gen und Arbeitshilfen für die Praxis, München: Ernst Reinhardt.
Tietze, K. O. (2013): Kollegiale Beratung. Problemlösungen gemeinsam entwi-
ckeln, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Tov, E./Kunz, R./Stämpfli, A. (2016): Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit.
Professionalität durch Wissen, Reflexion und Diskurs in Communities of Prac-
tice, Bern: hep.
Weinberger, S. (2013): Klientenzentrierte Gesprächsführung. Lern- und Pra-
xisanleitung für psychosoziale Berufe, Weinheim: Beltz.
12Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 3: Sozialpolitische, rechtliche und ethische Grundlagen der Sozialen Ar-
2. Semester
beit
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Petra Lippegaus
Studentische Arbeits- Workload 500
belastung Kontaktzeit 150
(in Zeitstunden) Selbststudium 350
ECTS-Punkte 20
Dauer 10 Wochen
Voraussetzungen für
keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Sommersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ sind in der Lage, Soziale Arbeit im Kontext ihrer sozialpolitischen und
sozialrechtlichen Rahmung darzustellen.
▪ können Dienstleistungen der Sozialen Arbeit im Kontext ihrer sozial-
politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen
kritisch analysieren.
▪ können sozialpolitische Herausforderungen in der Gegenwart identifi-
zieren und dabei Gruppen und deren Interessen differenzieren.
▪ sind in der Lage, wohlfahrtsstaatliche Entwicklungen kritisch zu be-
leuchten.
▪ erkennen die sozialen Konstruktionen von Aufgaben und Fragestellun-
gen Sozialer Arbeit in Organisationen, institutionsübergreifend und in
Netzwerken.
▪ sind in der Lage sozialpolitische und sonstige politische Einflüsse auf
die Soziale Arbeit und ihre Institutionen zu erkennen.
▪ können begründet Stellung beziehen zu aktuellen sozialpolitischen
Themen und Fragestellungen.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ sind befähigt Herausforderungen und Fragestellungen als solche zu
erkennen, erforderliche Informationen zu vergleichen und sorgfältig
abzuwägen.
▪ können soziale, politische, rechtliche, ökonomische Kontexte und Situ-
ationen Sozialer Arbeit einschätzen und aktuelle und künftige Ent-
wicklungen historisch begründet beschreiben.
13Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
▪ erkennen neue sozialpolitische Herausforderungen und Fragestellun-
gen.
▪ sind befähigt (neue) sozialpolitische Vorschläge und Maßnahmen kri-
tisch zu analysieren und ihre Bedeutung für unterschiedliche Interes-
sengruppen wie für die Entwicklung des Sozialstaats darzustellen.
▪ sind in der Lage, Fälle in Bezug auf rechtliche Fragen zu bearbeiten.
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
▪ entwickeln und zeigen u.a. in Diskussionen und Beiträgen zunehmend
Verantwortungsbewusstsein und Bewusstsein für die Risiken ihres
Handelns für sich und andere.
▪ sind in der Lage, die Interessen von Menschen oder Systemen im Kon-
text der Sozialen Arbeit, sowie die unterschiedlichen gesellschaftli-
chen Bedürfnisse und Interessenlagen zu erkennen und unter (berufs-
)ethischen Aspekten abzuwägen.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ können die eigene Existenz im (sozialpolitisch) historischen Zusam-
menhang begreifen und einen unvoreingenommenen Blick für die Zu-
kunft und politische Gegenwartsbewältigung entwickeln.
▪ können ihr eigenes Handeln in den Kontext der Ziele der Sozialen Ar-
beit und gesellschaftlicher Erwartungen an die Profession der Sozia-
len Arbeit einordnen.
▪ erwerben eine professionelle, distanzierte Berufsrolle auf der Basis ei-
nes reflektierten Welt- und Menschenbildes.
▪ haben ein kritisches Bewusstsein für den umfassenden multi-, inter-,
und transdisziplinären Kontext der Sozialen Arbeit.
▪ können ihr methodisches Handeln unter Bezug auf Wissensbestände
anderer Disziplinen reflektieren.
▪ begründen das eigene fachliche Handeln mit theoretischem und me-
thodischem Wissen der Sozialen Arbeit.
▪ entwickeln ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die Risi-
ken ihres Handelns für sich und andere.
▪ entwickeln mit Blick auf den historischen Zusammenhang ein der So-
zialen Arbeit verpflichtetes Werteystem und eine eigene berufliche
Identität.
▪ können unter Berücksichtigung fachlicher und ethischer Standards
eine eigene Rolle sowie Lösungswege erschaffen.
▪ sind bereit, das eigene fachliche Wissen und die eigenen Kompeten-
zen zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.
Inhalt ▪ Einführung in sozialpolitische, rechtliche und ethische Grundlagen der
Sozialen Arbeit
▪ Perspektiven auf soziale Probleme
▪ Rechtsgebiete Sozialer Arbeit; ausgewählte Schwerpunkte innerhalb
der Rechtsgebiete
▪ rechtliche und ethische Aspekte der Sozialen Arbeit als Beruf; Profes-
sionsrecht
▪ aktuelle sozialpolitische Debatten
Lehr- und Lernform V, S, GA, Exk, Ü
14Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Studien- und Prü- Studienleistung: ReD
fungsleistung Prüfungsleistung: Kls
Constructive Align- Die Studienleistung besteht aus einer nicht-benoteten Präsentation sowie aus
ment einer sozialpolitischen Analyse. Die Studierenden zeigen hier, inwieweit sie in
der Lage sind, selbstausgewählte Themen verständlich und auf wissenschaft-
lichem Niveau darzustellen. Die Prüfungssituation ermöglicht es, die sozialen
Kompetenzen zu beurteilen und gemeinsam mit den Studierenden kritisch zu
reflektieren.
Die benotete Prüfungsleistung besteht aus einer Klausur. Die Qualifikations-
ziele dieses Moduls umfassen komplexe Wissensbestände mit dem Schwer-
punkt Recht. Die Prüfungssituation ermöglicht es zu beurteilen, inwiefern Stu-
dierende sich dieses Wissen angeeignet haben und in der Lage sind, es sach-
gerecht anzuwenden.
Beteiligte Disziplinen Rechtswissenschaften, Politikwissenschaften, Ethik, Verwaltungswissen-
schaften
Literatur Bettinger, F. (2012): Soziale Arbeit und Sozialpolitik. In: Thole, Werner (Hg.):
Grundriss Soziale Arbeit, Wiesbaden: Springer.
Beyer, T. (2021): Recht für die Soziale Arbeit, Baden-Baden: Nomos.
Boeckh, J./Huster, E.-U./Benz, B./Schütte, J. D. (2017): Sozialpolitik in
Deutschland. Eine systematische Einführung, Wiesbaden: VS Verlag.
Böhnisch, L. (2020): Sozialpädagogik der Nachhaltigkeit. Eine Einführung.
Weinheim: Beltz Juventa.
Blaschke, R./Otto, A./Schepers, N. (Hg.) (2012): Grundeinkommen Von der
Idee zu einer politischen Bewegung. Reihe Texte der Rosa-Luxemburg-Stif-
tung; Bd. 67 Berlin
Enggruber, R. / Fehlau, M. (Hg.) (2018): Jugendberufshilfe. Stuttgart.
Fehling, M./Kastner, B./Störmer, R.(Hg.) et. al. (2016): Verwaltungs-
recht/VwVfG/VwGO/Nebengesetze, Handkommentar.
Hinrichs, K./Öndül, D.E. (2017): Soziale Arbeit - das Recht, Opladen und
Toronto: Budrich.
Kaminsky, C. (2018): Soziale Arbeit – normative Theorie und Professionsethik,
Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich.
Kepert, J./Kunkel, P.-C. (2018): Kinder- und Jugendhilferecht, Fälle und Lö-
sungen, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.
Kokott-Weidenfeld, G./Reidel, A.-I. (2020): Rechtsgrundlagen für soziale Be-
rufe, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
Kunkel, P.-C. (2018): Jugendhilferecht, Offenburg: Nomos Verlag.
Merchel, J. (2008): Trägerstrukturen in der sozialen Arbeit. Weinheim: Beltz
Juventa.
Möller, W. (2019): Ausländer- und Flüchtlingsrecht. Ein Studienbuch für die
Migrationsarbeit Nomos.
Münder, J. (Hg.) (2017): Kindeswohl zwischen Jugendhilfe und Justiz. Zur Ent-
wicklung von Entscheidungsgrundlagen und Verfahren zur Sicherung des Kin-
deswohls zwischen Jugendämtern und Familiengerichten, Weinheim und Ba-
sel: Beltz Juventa.
Riekenbrauck , K. (2018): Strafrecht und Soziale Arbeit. Eine Einführung für
Studium und Praxis, München: Luchterhand Verlag.
Staub-Bernasconi, S.(2018): Soziale Arbeit und Menschenrechte. Vom berufli-
chen Doppelmandat zum professionellen Tripelmanda, Leverkusen: Verlag
Barbara Budrich.
Stock, C./Schermaier-Stöckl, B./Klomann, V./Vitr, A. (2020): Soziale Arbeit und
15Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Recht (Lehrbuch), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.
Trenczek, T./ Tammen, B./ Behlert, W./ v. Boetticher, A. (2018): Grundzüge des
Rechts. Studienbuch für soziale Berufe, München: UTB.
Wabnitz, R.J. (2020): Grundkurs Kinder- und Jugendhilferecht, München: Ernst
Reinhard Verlag.
16Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 4: Professionelles Handeln in Krisen- und Konfliktsituationen 2. Semester
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Brigitte Stiehler
Studentische Arbeits- Workload 250
belastung Kontaktzeit 75
(in Zeitstunden) Selbststudium 175
ECTS-Punkte 10
Dauer 5 Wochen
Voraussetzungen für
Keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Sommersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Lear- Fachkompetenz:
ning Outcomes Die Studierenden…
▪ kennen theoretische Modelle von Krise und Resilienz und können ihre
Bedeutung für konkrete Handlungsfelder der Sozialen Arbeit erläu-
tern.
▪ können wesentliche Einflussfaktoren zur Entstehung von Krisen, Kon-
flikten und Resilienz benennen und ihre Relevanz in Beratungskon-
texten der Sozialen Arbeit erklären.
▪ verstehen Ursachen sozialer Konflikte und können diese in menschli-
che Entwicklungs- und Lebensverläufe einordnen.
▪ sind in der Lage, Bedingungen, die zur Bewältigung bzw. zum Entste-
hen von Stress, Konflikten und Krisen beitragen, unter besonderer
Berücksichtigung von Prävention sowie von Risiko- und Schutzbedin-
gungen zu analysieren.
▪ nutzen im Beratungskontext aktuelle Wissensbestände als Erklä-
rungswissen.
▪ sind in der Lage, Theorien und Modelle der Beratung für Diskursana-
lysen zu nutzen.
▪ können Beratung im Kontext sozialpolitischer, gesellschaftlicher und
rechtlicher Rahmenbedingungen kritisch analysieren.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ haben systematische Kenntnisse und kritisches Verständnis zentra-
ler Theorien und Modelle der Beratung erworben.
▪ sind in der Lage systemische Kontexte zu analysieren und angemes-
sene Beratungskonzepte zu entwickeln, die fachlichen Standards
entsprechen.
17Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
▪ haben die Fähigkeit, das erworbene Wissen in einer Beratungssitua-
tion anzuwenden.
▪ erweitern ihre Fähigkeiten, Aushandlungsprozesse zu gestalten und
anzuleiten.
▪ sind befähigt, krisenhafte Entwicklungen zu erkennen und Interventi-
onsschritte zu planen.
▪ sind in der Lage methodische Schritte abzuwägen und eine kritische
Auswahl zu treffen.
▪ reflektieren ihr methodisches Handeln in der Beratung unter Berück-
sichtigung des eigenen Anteils, der die Handlungssituation mitge-
staltet.
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
▪ gestalten Kommunikation reflektiert und erkennen mögliche Macht-
asymmetrien.
▪ entwickeln erste Ansätze eines konstruktiven Konfliktstils.
▪ erklären subjektive Konfliktmuster im biografischen Verlauf.
▪ können in Kleingruppen konstruktive Konfliktlösungen entwickeln
und hierbei beteiligte Handlungsfelder der Sozialen Arbeit wie Schu-
len, Gerichte, Jugendämter etc. einbeziehen.
▪ erkennen Interessenlagen und Bedürfnisse im systemischen und ge-
sellschaftlichen Kontext.
▪ zeigen in der Beratung Verantwortungsbewusstsein für sich und an-
dere.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ sind in der Lage, sich von ihren subjektiven Annahmen zu biografi-
schen Verläufen anderer Menschen fachlich zu distanzieren.
▪ haben sich mit einer Haltung geprägt von Achtung, Toleranz und
Neugier in Bezug auf „fremde“ Biografien auseinandergesetzt.
▪ sind in der Lage, eigene biographische Erfahrungen unter der Per-
spektive von Krisen, Konflikten und Resilienz zu reflektieren.
▪ entwickeln ein Bewusstsein für krisenhafte Entwicklungen und damit
einhergehenden Konflikten.
▪ entwickeln eine selbstkritische Haltung, die es ihnen ermöglicht, auf
der Basis eines reflektierten Welt- und Menschenbildes eine profes-
sionell-distanzierte Berufsrolle einzunehmen.
▪ sind in der Lage, Grenzen und Möglichkeiten des eigenen Handelns in
der Beratung zu erkennen.
▪ entwickeln ein der Sozialen Arbeit verpflichtetes Werteystem und
eine eigene berufliche Identität als Beratende.
Inhalt ▪ theoretische Modelle zu den Begriffen Krise, Konflikt und Resilienz
▪ biografische Reflexion
▪ Entwicklung von methodischen Ansätzen für die Soziale Arbeit
Lehr- und Lernform PA, V, GA, Ü, FA, Ro
Studien- und Prüfungs- Studienleistung: Präs
leistung Prüfungsleistung: MP
Constructive Align- Im Rahmen einer Projektarbeit sollen die Studierenden in Kleinteams Inter-
ment views führen und kritische Lebensereignisse analysieren. Zusätzlich sollen di-
daktisch begründete Gruppenübungen zur Teamarbeit erarbeitet und
18Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
erprobt werden. In einer mündlichen Prüfung zeigen die Studierenden, dass
sie sozialarbeitswissenschaftliche Ansätze in Beziehung zueinander setzen
und in die Praxis transferieren können.
Beteiligte Disziplinen Entwicklungspsychologie, Familienpsychologie, Soziologie, Gesundheitspsy-
chologie, Sozialmedizin
Literatur Berk, L. (2019): Entwicklungspsychologie, München: Pearson Studium.
Borg-Laufs, M./Dittrich, K. (Hg.) (2010): Psychische Grundbedürfnisse in
Kindheit und Jugend. Perspektiven für Soziale Arbeit und Psychotherapie,
Tübingen: DGVT.
Borg-Laufs, M./Gahleitner, S./Hungerige, H. (2018): Schwierige Situationen
in Therapie und Beratung mit Kindern und Jugendlichen, Weinheim und Ba-
sel: Beltz Juventa.
Cierpka, M. (2002): Zur Entstehung und Verhinderung von Gewalt in Fami-
lien. Vortrag im Rahmen der 52. Lindauer Psychotherapiewochen 2002
(www.Lptw.de).
Faller, K./Attari, S. (2009): Handbuch Konfliktmanagement im interkulturel-
len Kontext. KIK München, Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshaupt-
stadt München Beratungsdienste der Arbeiterwohlfahrt München gGmbH.
Gahleitner, S./Hahn, G. (Hg.) (2011). Klinische Sozialarbeit. Gefährdete Kind-
heit – Risiko, Resilienz und Hilfen, Bonn: Psychiatrie-Verlag.
Herrmann, F. (2013): Konfliktkompetenz in der Sozialen Arbeit. Neun Bau-
steine für die Praxis, München: Reinhard Verlag.
Hülshoff, T. (2017): Psychosoziale Intervention bei Krisen und Notfällen,
München: Reinhardt-Verlag.
Oerter, R./Montada, L. (Hg.) (2008): Entwicklungspsychologie, Weinheim und
Basel: Beltz.
Schneewind, K. (2010): Familienpsychologie, Stuttgart: Kohlhammer.
Seidel, Krapp (Hg.) (2014): Pädagogische Psychologie, Weinheim und Basel:
Beltz Juventa.
Wälte, D./Borg-Laufs, M./Brückner, B. (2019): Psychologische Grundlagen
der Sozialen Arbeit, Stuttgart: Kohlhammer.
Zander, M. (Hg.) (2011): Handbuch Resilienzförderung, Wiesbaden: Springer
VS.
19Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 5: Methoden der Sozialen Arbeit I
3. Semester
einzelfall- und forschungsbezogene sowie psychologische Grundlagen
Modulverantwortung:
Dr. Christina Watson
Studentische Arbeits- Workload 500
belastung Kontaktzeit 150
(in Zeitstunden) Selbststudium 350
ECTS-Punkte 20
Dauer 10 Wochen
Voraussetzungen für
keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Wintersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ kennen die theoretischen Grundlagen methodischen Handelns der So-
zialen Arbeit.
▪ können theoretische Grundlagen in Beziehung setzen zu methodi-
schem Handeln und methodisches Handeln theoretisch begründen.
▪ können Wirkfaktoren von Entwicklungs- und Familienpsychologie be-
nennen und mit ausgewählten Verfahren methodischen Handelns in
Beziehung setzen.
▪ sind in der Lage die grundlegenden Arbeitsschritte empirischer Sozial-
forschung zu beschreiben und diese im Rahmen eines eigenen For-
schungsprojektes anzuwenden.
▪ entwerfen ein Grundgerüst für ein eigenes Verständnis von Kindheit
und Entwicklung unter Berücksichtigung biologischer, psychologischer
und soziokultureller Faktoren.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ sind in der Lage, Verfahren der Einzelfallhilfe (z.B. Fallverstehen, sozi-
ale Diagnostik, lösungsfokussierte Beratung) zu beschreiben und in ih-
ren Grundzügen situations- und adressatengerecht anzuwenden.
▪ können methodisch kreativ und handlungsleitend arbeiten.
▪ können ein Erkenntnisinteresse bearbeitbar formulieren und zu unter-
suchende Hypothesen benennen.
▪ können den Forschungsstand zu einem gewählten Thema in geeigne-
ten Literatursuchmaschinen identifizieren und darstellen.
▪ sind in der Lage, die für die Beantwortung einer Fragestellung geeig-
nete Erhebungsmethode auszuwählen, durchzuführen und die
20Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Ergebnisse anhand geeigneter Analyseverfahren auszuwerten.
▪ können die Ergebnisse in aktuelle Diskurse einordnen und Handlungs-
empfehlungen/ Schlussfolgerungen für die Praxis generieren.
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
▪ sind in der Lage, ihre Vorgehensweise und die Ergebnisse überzeugend
mittels abwechslungsreicher Medien zielgruppengerecht zu präsen-
tieren.
▪ sind befähigt, Einzelfallhilfen zu gestalten und den Adressat*innen ge-
genüber mit Wertschätzung zu begegnen.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ erkennen und akzeptieren, dass die Praxis Sozialer Arbeit immer auch
auf Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung angewiesen ist und
sie als angehende Sozialarbeiter*innen selbst zum Erkenntnisgewinn
beitragen.
▪ können unter Zeitdruck eine Fragestellung unter Heranziehung von
Methoden der empirischen Sozialforschung strukturiert und regelge-
leitet untersuchen, analysieren und beantworten.
▪ können eine selbstreflexive Haltung zu eigenen, biografisch geprägten
Deutungsmustern und Handlungsorientierungen einnehmen.
▪ entwickeln ein der Sozialen Arbeit verpflichtetes Werteystem und sind
in der Lage, dieses kritisch auf Methoden und auf Forschung zu bezie-
hen.
Inhalt Methodisches Handeln Methodisches Forschen
Grundlagen der Entwicklungspsy- Einführung in die quantitative und
chologie und einzelfallbezogener qualitative empirische Sozialfor-
Methoden schung
▪ Einführung in die Methoden der ▪ Grundlagen wissenschaftlicher
Sozialen Arbeit: Methodendis- Forschung: Regelgeleitetheit, Sys-
kurs, Unterschiede Methode, tematik, Gütekriterien, Fachspra-
Theorie und Konzept che, formale und technische As-
▪ Einführung in Konzepte der Ent- pekte
wicklungspsychologie ▪ Einführung in den Forschungsab-
▪ Transfer theoretischer Grundla- lauf und praktische Durchführung
gen (wie der Bindungstheorie) in eines Forschungsprojektes: Ent-
Konzepte und Methoden der So- wicklung einer Fragestellung, Auf-
zialen Arbeit stellung von Hypothesen und Auf-
▪ Einführung in die Grundlagen der arbeitung des Forschungsstandes,
einzelfallbezogenen Methoden Kennenlernen von Erhebungs- und
und ihre Anwendung Auswertungsverfahren, Auswer-
▪ Vertiefung einzelfallbezogener tung und Aufbereitung erhobener
Methoden durch Fallbeispiele, Daten
Übungen, Hospitationen und den
Einsatz von Lehrenden aus der
Praxis
Lehr- und Lernform V, S, PA, GA, Tu, Exk, Ü
Studien- und Studienleistung: Ro
21Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Prüfungsleistung Prüfungsleistung: Präs
Constructive Align- Im Rahmen eines Rollenspiels zeigen die Studierenden, dass sie theoretische
ment Grundlagen von einzelfallbezogenen Methoden anwenden und im praktischen
Handeln umsetzen können.
In der Präsentationsprüfung zeigen die Studierenden, wie sie die in der Einfüh-
rung in die empirische Sozialforschung erworbenen Kenntnisse im Rahmen ei-
nes eigens konzipierten Forschungsprojektes umgesetzt haben und welche Er-
kenntnisse sie dabei gewonnen haben.
Beteiligte Disziplinen Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft
Literatur Methodisches Handeln Methodisches Forschen
Bowlby, J. (2008): Bindung als si- Aeppli, J./Gasser, L./Gutzwiller,
chere Basis. Grundlagen und Anwen- E./Tettenborn, A. (2016): Empirisches
dung der Bindungstheorie, München: wissenschaftliches Arbeiten. Ein Stu-
Ernst Reinhardt. dienbuch für die Bildungswissenschaf-
Buttner, P./Gahleitner, S. B./Hochuli- ten, Bad Heilbrunn: Klinkhardt/UTB.
Freund, U./Röh, D. (Hg.) (2018): Berger-Grabner, D. (2016): Wissen-
Handbuch Soziale Diagnostik. Per- schaftliches Arbeiten in den Wirt-
spektiven und Konzepte für die Sozi- schafts- und Sozialwissenschaften.
ale Arbeit, Freiburg i. Br.: Lambertus. Hilfreiche Tipps und praktische Bei-
Erikson, E. H. (2005): Kindheit und spiele, Wiesbaden: Springer Gabler.
Gesellschaft, Stuttgart: Klett-Cotta. Bohl, T. (2018): Wissenschaftliches
Galuske, M. (2013): Methoden der Arbeiten im Studium der Pädagogik.
Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Arbeitsprozesse, Referate, Hausarbei-
Weinheim und Basel: Beltz Juventa. ten, mündliche Prüfungen und mehr,
Gahleitner, S. B./Wahlen, K./Bilke- Weinheim und Basel: Beltz.
Hentsch, O./Hillenbrand, D. (Hg.) Atteslander, Peter (2010): Methoden
(2013): Biopsychosoziale Diagnostik der empirischen Sozialforschung, Ber-
in der Kinder- und Jugendhilfe. Inter- lin: Erich Schmidt.
professionelle und interdisziplinäre Diekmann, A. (2012): Empirische Sozi-
Perspektiven, Stuttgart: Kohlham- alforschung. Grundlagen, Methoden,
mer. Anwendungen, Reinbek bei Hamburg:
Jungbauer, J. (2014): Familienpsy- Rowohlt.
chologie, Weinheim und Basel: Beltz. Döring, N./Bortz, J. (2016): For-
Müller, B. (2017): Sozialpädagogi- schungsmethoden und Evaluation in
sches Können. Ein Lehrbuch zur mul- den Sozial- und Humanwissenschaf-
tiperspektivischen Fallarbeit, Frei- ten, Berlin und Heidelberg: Springer.
burg i. Br.: Lambertus. Friebertshäuser, B./Langer, A./Prengel,
Schilling, J. (2020): Didaktik/ Metho- A. (Hg.) (2013): Handbuch Qualitative
dik Sozialer Arbeit, München und Ba- Forschungsmethoden in der Erzie-
sel: Ernst Reinhardt. hungswissenschaft, Weinheim und
Schneewind, K. (2019): Familienpsy- Basel: Beltz Juventa.
chologie und systemische Familien- Hammerschmidt, P./Janßen, C./Sage-
therapie, Göttingen: Hogrefe. biel, J. (Hg.) (2019): Quantitative For-
Schneewind, K. (2010): Familienpsy- schung in der Sozialen Arbeit, Wein-
chologie, Stuttgart: Kohlhammer. heim und Basel: Beltz Juventa.
Spiegel, H. von (2018): Methodisches Kromrey, H.(2006): Empirische Sozial-
Handeln in der Sozialen Arbeit, Mün- forschung. Modelle und Methoden der
chen: Ernst Reinhardt. standardisierten Datenerhebung und
Stimmer, F. (2012): Grundlagen des Datenauswertung, Stuttgart: Lucius &
Methodischen Handelns in der Sozia- Lucius/UTB.
len Arbeit, Stuttgart: Kohlhammer. Ludwig-Mayerhofer, W./Liebeskind,
Weinberger, S. (2013): U./Geißler, F. (2014): Statistik. Eine
22Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Klientenzentrierte Gesprächsfüh- Einführung für Sozialwissenschaftler,
rung. Lern- und Praxisanleitung für Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
psychosoziale Berufe, Weinheim und Schnell, R./Hill, P. B./Esser, E. (2013):
Basel: Beltz Juventa. Methoden der empirischen Sozialfor-
Wendt, P.-U. (2017): Lehrbuch Me- schung, München: Oldenbourg.
thoden der Sozialen Arbeit, Wein- Gollwitzer, M./Jäger, R. S. (2014):
heim und Basel: Beltz Juventa. Evaluation kompakt, Weinheim und
Widulle, W. (2012): Gesprächsfüh- Basel: Beltz.
rung in der Sozialen Arbeit. Grundla- Merchel, J. (2019): Evaluation in der
gen und Gestaltungshilfen, Wiesba- Sozialen Arbeit, München: Reinhardt
den: Springer VS. UTB.
Zwicker-Pelzer, R. (2010): Beratung
in der Sozialen Arbeit, Bad Heilbrunn:
Klinkhardt/UTB.
23Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 6: Berufsfeldpraktikum II 3. Semester
Modulverantwortung:
Dr. Christina Watson
Studentische Arbeits- Workload 250
belastung Kontaktzeit 40
(in Zeitstunden) Selbststudium 210
ECTS-Punkte 10
Dauer Mind. 6 Wochen
Voraussetzungen für
keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Wintersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ haben exemplarische Einblicke in ein Arbeitsgebiet der Sozialen Arbeit
gewonnen.
▪ erkennen und verstehen die Aufgaben Sozialer Arbeit im gesellschaft-
lichen und professionellen Wandel.
▪ wenden ihr erworbenes Wissen an, um soziale Probleme zu analysie-
ren sowie Bedarfe und Fragestellungen zu identifizieren und zu kom-
munizieren.
▪ können mit der Wechselbeziehung zwischen Theorie und Praxis kon-
struktiv umgehen und konkrete Differenzerfahrung zwischen theoreti-
schem Wissen und dessen praktischer Anwendung reflektieren.
▪ erkennen die sozialen Konstruktionen von Aufgaben und Fragestellun-
gen Sozialer Arbeit in Organisationen, institutionsübergreifend und in
Netzwerken.
▪ verstehen den Handlungssinn Sozialer Arbeit in ihrem Praxisfeld und
können Praxis kriteriengeleitet kritisch beurteilen.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
- haben exemplarische Kenntnisse und kritisches Verständnis wichtiger
Methoden der Sozialen Arbeit erworben.
- sind in der Lage, sich Praxiserfahrungen zu erschließen und diese kri-
tisch zu reflektieren.
Sozialkompetenz:
Die Studierenden…
24Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
▪ können kooperativ und verantwortlich in Teams und institutionellen
Strukturen der Sozialen Arbeit arbeiten.
▪ zeigen ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für sich und an-
dere im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen und der Ziele sozialer
Arbeit.
▪ erkennen Interessenlagen und Bedürfnisse im gesellschaftlichen Kon-
text und sind in der Lage, diese unter professionellen Aspekten abzu-
wägen.
▪ streben Mitentscheidungsprozesse für alle Beteiligten an.
▪ können gegenüber Kolleg*innen, Vorgesetzten und anderen Fachkräf-
ten in multiprofessionellen Teams zielklar, verständlich und wert-
schätzend kommunizieren und ein angemessenes professionelles Ver-
halten zeigen.
Selbstkompetenz:
Die Studierenden…
▪ haben ein kritisches Bewusstsein für den umfassenden multi-, inter-,
und transdisziplinären Kontext der Sozialen Arbeit.
▪ entwickeln ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die Risiken
ihres Handelns für sich und andere.
▪ entwickeln eine eigene berufliche Identität.
▪ entwickeln eine belastungsfähige und ausgeglichene Persönlichkeit
mit Empathie für soziale Probleme und die davon betroffenen Men-
schen.
▪ erkennen die Notwendigkeit einer ständigen Aktualisierung der eige-
nen Wissensbestände und einer kontinuierlichen Weiterbildung, um
adäquate Antworten auf soziale Probleme geben zu können.
▪ entwickeln eine selbstkritische und reflektierte Haltung, die es ihnen
ermöglicht, auf der Basis eines reflektierten Welt- und Menschenbil-
des eine professionell-distanzierte Berufsrolle einzunehmen. Dabei
definieren sie selbständig die Grenzen und Möglichkeiten des fach-
lich-methodischen Handelns.
Inhalt ▪ praktische Arbeit in einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit unter
Anleitung einer Fachkraft
▪ regelmäßige Reflexion der Praxiseinsätze und möglicher, wiederkeh-
render Spannungsfelder oder Konflikte mit geeigneter Methodik
(bspw. kollegiale Beratung) an der Hochschule
▪ Theorie-Praxis-Relationierung
Lehr- und Lernform P, PoL, FA
Studien- und Prü-
PF
fungsleistung
Constructive Align- Im Rahmen der Portfolioarbeit haben die Studierenden die Möglichkeit, die
ment Lernorte Hochschule und Praxis unmittelbar miteinander zu verknüpfen. Das
Portfolio dokumentiert Inhalte, Erfahrungen und Reflexionen des Praxiseinsat-
zes. Die Studierenden können im Rahmen der Portfolioarbeit ihren Lernerfolg
selbst kontinuierlich beobachten und den Leistungsstand einschätzen. Die
Lehrenden haben die Möglichkeit, den Erkenntnisstand der Studierenden hin-
sichtlich der Theorie-Praxis-Relationierung und der Persönlichkeitsentwick-
lung nachzuvollziehen.
Literatur Chassé, K./Wensierski von, H. (2008): Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine
Einführung, Weinheim: Juventa.
25Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Fengler, J. (2017): Feedback geben: Strategie und Übungen, Weinheim und
Basel: Beltz.
Galuske, M. (2013): Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Weinheim
und Basel: Beltz Juventa.
Iser, A. (2008): Supervision und Mediation in der Sozialen Arbeit, Tübingen:
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie.
Kersting, H. (1983): Kommunikationssystem Gruppensupervision. Aspekte ei-
nes Lernlehrverfahrens, Freiburg i. B.: Lambertus.
Klein, R. & Kannicht, A. (2020): Einführung in die Praxis der systemischen The-
rapie und Beratung, Heidelberg: Carl Auer.
Limbrunner, A. (2004): Soziale Arbeit als Beruf. Berufsinformationen und Ar-
beitshilfen für Ausbildung und Praxis, Weinheim und München: Juventa.
Lüssi, P. (2008): Systemische Sozialarbeit. Praktisches Lehrbuch der Sozialbe-
ratung, Bern: Haupt.
Müller, B., Hochuli Freund, U. (2017): Sozialpädagogisches Können. Ein Lehr-
buch zur multiperspektivischen Fallarbeit, Freiburg i. B.: Lambertus.
Petzold, H./Schigl, B./Fischer, M. & Höfner, C. (2019): Supervision auf dem
Prüfstand.
Wirksamkeit, Forschung, Anwendungsfelder, Innovation, Opladen: Leske +
Budrich.
Ritscher, W. (2006): Einführung in die systemische Soziale Arbeit mit Familien,
Heidelberg: Carl Auer.
Ritscher, W. (2007): Soziale Arbeit: systemisch. Ein Konzept und seine Anwen-
dung,
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Schlippe von, A. & Schweitzer, J. (2016): Lehrbuch der systemischen Therapie
und Beratung I. Das Grundlagenwissen, Göttingen und Bristol: Vandenhoeck &
Ruprecht.
Schwing, R. & Fryszer, A. (2018): Systematisches Handwerk. Werkzeug für die
Praxis,
Göttingen und Bristol: Vandenhoeck & Ruprecht.
Spiegel von, H. (2018): Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit: Grundla-
gen und Arbeitshilfen für die Praxis, München: Ernst Reinhardt.
Tietze, K. O. (2013): Kollegiale Beratung. Problemlösungen gemeinsam entwi-
ckeln, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Tov, E./Kunz, R./Stämpfli, A. (2016): Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit.
Professionalität durch Wissen, Reflexion und Diskurs in Communities of Prac-
tice, Bern: hep.
Weinberger, S. (2011): Klientenzentrierte Gesprächsführung. Lern- und Praxis-
anleitung für psychosoziale Berufe, Weinheim: Beltz.
26Modulhandbuch Soziale Arbeit, B.A. (Präsenz)
Modul 7: Methoden der Sozialen Arbeit II
4. Semester
gruppen-, sozialraum- und organisationsbezogen
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Susanne Neumann
Studentische Arbeits- Workload 500
belastung Kontaktzeit 150
(in Zeitstunden) Selbststudium 350
ECTS-Punkte 20
Dauer 10 Wochen
Voraussetzungen für
keine
die Teilnahme
Art Pflichtmodul
Häufigkeit des Ange- jährlich zum Sommersemester
bots
Geplante Gruppen- 30
größe
Kompetenzziele/ Fachkompetenz:
Learning Outcomes Die Studierenden…
▪ weisen ein breites Wissen und Verständnis der Grundlagen gruppen-
und sozialraum- und organisationsbezogenen Handelns auf.
▪ haben Kenntnisse über die Arbeit mit Gruppen, v. a. hinsichtlich der
Formen von Gruppenarbeit (Soziale Gruppenarbeit; Gruppenpädago-
gik); Gruppendynamik; gruppenbezogene Verfahren und Techniken;
handlungsleitende Prinzipien für die Arbeit mit Gruppen und können
diese ausführen bzw. implementieren.klassifizieren theoretische
Grundlagen der Gemeinwesenarbeit.
▪ können systematisches Grundlagenwissen zu den wichtigsten Kom-
munikationstheorien und –modellen zusammenfassen.
▪ sind in der Lage organisations- und institutionsbezogene Fragestel-
lungen zu entwickeln.
▪ können die Gliederungsschritte einer sozialarbeiterischen Konzepter-
stellung implementieren.
Methodenkompetenz:
Die Studierenden…
▪ sind in der Lage, die Bedeutung von Partizipationsprozessen in für die
Soziale Arbeit relevanten Kontexten sowohl auf Mikro- als auch auf
Meso- und Makroebene zu erkennen.
▪ verstehen gruppendynamische Prozesse und wenden gruppenbezo-
gene Techniken und Verfahren zielgerichtet und planvoll an.
▪ verorten Konzepte der Sozialen Arbeit auch im Sozialraum im Rahmen
von Gemeinwesenarbeit und können Verfahren zur Aktivierung und
Partizipation im Sozialraum anwenden.
27Sie können auch lesen