Montpellier - Erasmus Erfahrungsbericht 2018/19 - Erasmus Erfahrungsbericht 2018:19

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Montpellier - Erasmus Erfahrungsbericht 2018/19

Kanu fahren in den Gorges de l'Hérault, wandern im Cirque de Mourèze, einmal einen
Katamaran ausprobieren oder auf einem Pferd durch die Weiten der Camargue reiten —
all dies hat die Region Occitanie und dein Erasmus-Semester zu bieten. Unter der Sonne
Südfrankreichs kann man sich in den kleinen gewundenen Gässchen der wunderschönen
mittelalterlichen Studentenstadt Montpellier verlieren, sich unter den gigantischen Säulen
der Kathedrale Saint-Pierre so richtig klein fühlen, auf der Promenade of Peyrou mit
Freunden picknicken und den Abend ausklingen lassen oder einfach nur über den weiten,
belebten Place de la Comédie schlendern und dem Treiben zuschauen. Das Leben in
Montpellier ist super international und kann unglaublich viel für euch bereit halten - also,
worauf wartet ihr noch :D

Vor der Anreise:

Sobald ihr für Montpellier ausgewählt wurdet, müsst ihr den Austauschvertrag
unterschrieben an Frau Obirek schicken und im Blackboard wird dann der Ordner
„Erasmus Outgoings“ für euch freigeschaltet. Dort findet ihr erste Infos, Deadlines,
Checklisten und ähnliche nützliche Dokumente, die euch bei der Organisation eures
Erasmus behilflich sein können.

Sprachkurs:
Vor der Abreise ist es erst einmal wichtig sich sprachlich auf sein Semester vorzubereiten.
Schaut dafür am besten rechtzeitig nach Sprachkursen, um am Ende nicht aufgrund der
Kurzfristigkeit in Verzweiflung zu geraten. Ihr braucht ein B2-Sprachzertifikat, das ihr z.B.
an der HU im Sprachenzentrum ausgestellt bekommen könnt (DAAD Zertifikat, welches
für Montpellier ausreicht - ihr braucht kein DELF!). Ihr könnt dieses Zertifikat mittels eines
Sprachtests dort erwerben oder was ich bevorzugt habe nach bzw. während des
Französischsprachkurses eines von eurer Dozentin ausgestellt bekommen.
Jedes Sommersemester bietet Frau von Dungern zudem im Sprachenzentrum einen extra
Erasmus-Vorbereitungskurs auf das Studium in Frankreich an. Verpasst dazu am besten
nicht die Anmeldung, auch wenn die Plätze ausschließlich für Studenten mit einer Zusage
für einen Erasmusplatz vorbehalten sind (wenn ihr andere HU B2 Sprachkurse besuchen
wollt, müsst ihr nämlich blitzschnell bei der Buchung sein, da die Plätze in Sekunden
vergeben sind). In dem Vorbereitungskurs lernt ihr dann viel Nützliches bezüglich der
Organisation eures Erasmussemesters, der Wohnungssuche etc. und falls ihr bei
irgendetwas Hilfe braucht, ist Frau von Dungern auch immer da, um euch etwas zur Seite
zu stehen. Falls ihr aus irgendwelchen Gründen den Kurs an der HU nicht besuchen
könnt, könnt ihr ebenfalls über die VHS einen Französischkurs buchen und dort braucht ihr
auch keinen Einstufungstest machen.
Zudem kann es sinnvoll sein sich bei Frau Selle im Rahmen der individuellen
Stundenplanung die Kurse bereits vor Anmeldung zum Französischkurs umzulegen, um
auch immer beim Sprachkurs anwesend sein zu können (Voraussetzung für das Zertifikat
am Ende).

Tandem Partner:
Ein Tandem Partner kann super hilfreich sein, um sein gesprochenes und familiäres
Französisch zu trainieren. Hier einmal 2 Möglichkeiten einen Tandem Partner zu finden:
- Erasmix/ Buddy-System für Erasmusstudenten
- Sprachpartnerbörse des Sprachenzentrums: https://anmeldung.sprachenzentrum.hu-
berlin.de/cgi/sprachpartnerboerse.cgi
Institut Français:
Das Institut Français bietet immer wieder eine kostenlosen Frankreich Cocktail an, bei
dem ihr Tipps zum Studieren in Frankreich bekommt. Dies lohnt sich sehr.
Zudem organisiert das Institut Français auch andere Events oder französische
Filmabende, es lohnt sich also mal vorbeizuschauen.

Einschreibung und Learning-Agreement:
Für das Erstellen des Learning Agreements habt ihr zwei Ansprechpartner: einmal Frau
Obirek auf der deutschen und dann Herr Masrar auf der französischen Seite. Herr Masrar
ist sehr nett, aber leider unglaublich verplant und es ist daher wichtig sich immer wieder
bei ihm zu melden, wenn ihr keine Antwort bekommt - am besten sogar telefonisch. Eine
Kommilitonin und mich hatte er am Ende z.B. für das Wohnheim komplett vergessen und
auf unseren Immatrikulationstermin hatte er mehrere Gruppen gleichzeitig gelegt. Wichtig
ist es also, dass ihr euch früh genug meldet und beharrlich bleibt, um alles geklärt zu
bekommen.
Für das Modul MID im 8. Semester ist es sehr einfach das Learning Agreement zu
erstellen, ihr belegt einfach das eine Modul intégrée D und habt damit alle Module in Berlin
abgedeckt. Das MID beinhaltet 2 Stages bzw. Praktika (in der Regel ganztägig, jeweils 5
Wochen umfassend), immer im Wechsel mit ca. einem Monat in dem ihr mehrmals pro
Woche Kurse zu den Themen Neurologie, Neurochirurgie, Ophtalmologie, Psychiatrie,
HNO, MKG an der Uni habt.
Für das 9. Semester ist es dann schon etwas komplizierter. Hier könnt ihr zwar ggf. auch
ein MI belegen, die Kurse des MIEs dürft ihr aber als Erasmusstudenten nicht besuchen
und die Stages behandeln nur die Fächer Pädiatrie und Gynäkologie ab, sodass ihr das
Semester in Berlin damit nicht komplett abdecken könntet. Daher empfiehlt es sich hier
nur Stages libres zu machen. Leider müsst ihr euch diese Stages dann komplett selbst
organisieren, d.h. ihr schreibt eine Bewerbung mit Lebenslauf und Anschreiben an den
jeweiligen Professor der Station, der euch dann akzeptiert, wenn Plätze vorhanden sind.
Ich habe dies für das 9. Semester gemacht und es aufgrund der interessanten Stages
nicht bereut, auch wenn es zunächst viel Organisationsaufwand ist. Das
Bewerbungsdokument für die Stages libres bekommt ihr ebenfalls von Herrn Masrar.
Meldet euch auch hier immer regelmäßig und fragt immer wieder nach.
Wenn ihr ebenfalls Gynäkologie dort belegen wollt, solltet ihr euch wirklich sehr zeitig um
den Gynäkologie-Stage kümmern, sonst müsst ihr am Ende wie ich nach Nîmes
ausweichen.

Stages auswählen mit dem Dokument „Choix des stages hospitaliers“:

Sucht euch echt einfach aus was euch am meisten thematisch interessiert und zu den
Modulen in Berlin passt, denn im Endeffekt hängt die Qualität des Stages strak von den
Internes ab, die regelmäßig das Service wechseln. Hier einmal die Stages, die ich
gemacht habe:

- Neurologie Prof. DUCROS: Ein recht anspruchsvoller Stage, da ich ihn direkt zu
 Beginn absolviert habe und es daher ein Sprung ins kalte Wasser war. Hier betreut man
 mit einem anderen Externe ca. 10 Patienten (i.d.R. teilt ihr sie unter euch auf). Für diese
 müsst ihr dann viel Administratives erledigen, sprich Anmeldungszettel fürs CT/MRT etc.
 ausfüllen, Dokumente faxen, den Hausarzt oder andere Krankenhäuser anrufen, um
 vorhergehende Unterlagen oder Informationen zur Krankheitsgeschichte zu sammeln,
 aber ihr lernt auch so einiges. Wenn ihr einen coolen Interne bekommt, dürft ihr jedes
 Mal die Anamnese erheben, die Patienten untersuchen und den Patienten am Ende
vorstellen, ebenfalls könnt ihr lumbal punktieren, EKGs schreiben, den NIHSS- Score
 oder MMST erheben oder Stammbäume erstellen. Es ist zudem schön, dass ihr die
 Patienten über längere Zeit betreut und so wirklich Zeit habt euch mit ihren Krankheiten
 und der Therapiestrategie zu befassen. Ihr könnt darüberhinaus mit den Internes Kurse
 besuchen und habt regelmäßig selbst Kurse im Rahmen des Stages, was eine gute
 Grundlage für das MID an sich bildet.

- ORL B Prof. Pr VENAIL: Ein super Stage bei dem man viel lernt, wenn man im OP ist
 früh aus hat und gut betreut wird! Wenn euch Chirurgie interessiert, dann solltet ihr ihn
 unbedingt belegen! Anders als die Station ORL A, welche sich mit dem Larynx, der Nase
 und Schilddrüse befasst, wird auf der ORL B ausschließlich das Ohr behandelt.
 Zunächst klingt das vielleicht eintönig, aber es hat Vorteile auf der ORL B und nicht auf
 der A zu sein, da man ohne Probleme im OP auf die andere Seite wechseln kann, aber
 trotzdem nicht verpflichtet ist den ganzen Nachmittag bei den langwierigen OPs zu
 assistieren. Die OPs auf der ORL B Seite sind hingegen häufig um 13 Uhr zu ende und
 wenn man dann noch Lust hat, kann man noch auf der ORL A bleiben oder eben an den
 Strand fahren - das liegt dann ganz bei euch. ;) Auch was die Konsultationen betrifft
 kann man einfach fragen, ob man hin und wieder einmal wechseln kann, trotz festem
 Plan, der einem zu Beginn die Rotation vorschreibt, sind alle Professoren sehr flexibel
 und freundlich. Auf diese Art kann man alle Erkrankungen ein wenig kennenlernen, das
 Ohr kennt man am Ende in und auswendig und hat ebenfalls die Möglichkeit bei der
 Schwindel- und der Kinder HNO-Sprechstunde dabei zu sein. Die Professoren sind
 wirklich sehr nett und die OPs auch wirklich interessant.

Bezüglich der Psychiatrie Stages:
- Colombière = geschlossene Psychiatrie; den französischen Studenten zufolge wohl ein
cooler Stage, in dem man viele Krankheitsbilder wie Depression oder Bipolare Störung
sieht
- Lapeyronie = psychiatrische Notaufnahme

Stages libres des 9. Semesters:

- MISAG/ Geriatrie Prof. Claude JEANDEL (ganztägig): Dieser Stage zählt zu einem
 der besten Stages, die ich in Frankreich gemacht habe, da das Team einfach
 unglaublich toll ist. Ich war auf dem Secteur Rouge mit Dr. Fiona Dabas, die erst vor
 kurzer Zeit mit Ärzte ohne Grenzen in Afrika war und vor etlichen Jahren ein Erasmus in
 Berlin gemacht hatte. Die Arbeit, die man hier leistet, wird von allen wertgeschätzt und
 man hat auch selbst das Gefühl eine wirklich wertvolle und menschliche Betreuung der
 Patienten gewährleisten zu können. Am Morgen findet regelmäßig die Visite statt und
 gegen Nachmittag habe ich dann Patienten aufnehmen können und vorgestellt. Zudem
 kann man hier das arterielle Punktieren perfektionieren und regelmäßig den MMST-
 Score erheben und EKGs schreiben. Das Arbeiten ist sehr interdisziplinär und
 wöchentlich gibt es Konferenzen mit Sozialarbeitern, Psychologen, Ergotherapeuten,
 Krankenschwestern und auch bei den Palliativ-Konferenzen durfte ich immer dabei sein.
 Also diesen Stage kann ich euch wirklich nur herzlich empfehlen.

- Urologie Prof. THURET (halbtägig): Auch dies war ein sehr guter Stage mit guter
 Betreuung. Man ist vornehmlich im OP und hat hier vielfach auch die Möglichkeit zu
 assistieren, zumindest bei den kleinen Routine-OPs wie dem Positionieren einer Sonde
 JJ, aber wenn man Glück hat und nicht zu viele andere Externes da sind, kann man
 auch bei größeren OPs mit am Tisch stehen, darf nähen und selbst bei
Transplantationen assistieren und mit dem Oberarzt z.B. die Niere vorbereiten (das
 durfte ich gleich 2x!). Weiterhin kann man auch bei den Sprechstunden assistieren, ob
 nun bei der regulären oder der etwas spezialisierteren Fertilitätssprechstunde.

- Geburtshilfliche Gynäkologie Prof. DE TAYRAC (ganztägig): Dieser Stage ist in
 sofern cool, da man wirklich viel rotiert und viele Einblicke in die verschiedenen Bereiche
 der Gynäkologie bekommt. Ich war im Kreissaal, in der gynäkologischen Sprechstunde,
 der künstliche Befruchtung, der gynäkologischen Notaufnahme, im OP und auf der
 Station für Risikoschwangerschaften. Allerdings musste ich dafür jeden Tag von
 Montpellier nach Nîmes pendeln, was unglaublich anstrengend war, da ein Arbeitstag die
 Zeit von 8:15 bis 18:30 Uhr umfasste und dann die Fahrtzeit noch hinzuaddiert werden
 müssen. Zudem waren die Ärzte teilweise sehr desinteressiert, nicht besonders herzlich
 und im OP wurde man teilweise mit bösen Blicken gestraft, wenn man nicht schnell
 genug das richtige Instrument anreichte.
 Falls ihr euch aber trotzdem entscheiden solltet diesen Stage in Nîmes zu machen, weil
 es keine Plätze mehr in Montpellier gibt, dann rate ich euch die Kartatoo zu besorgen.
 Mit diesem Bahnticket könnt ihr während eines Monats Busse und Bahnen in Montpellier
 und Nîmes uneingeschränkt nutzen und so die Kosten möglichst klein halten.

- Kindernotaufnahme Pr. GUYON (halbtägig): Der Stage in der Kindernotaufnahme war
 ein sehr angenehmer Stage, mit einem netten Team. Ich durfte die kleinen Patienten
 immer zuvor alleine oder mit anderen Externes befragen und untersuchen und habe sie
 dann unterschiedlichen Ärzten vorgestellt, die mit mir zusammen nochmal in die Box
 gegangen sind, meinen Befund abgesegnet und mir dabei auch so einiges erklärt haben.
 Weiterhin gab es in der Zeit in der ich da war tolle Kurse für die Internes, die man
 ebenfalls besuchen durfte wie z.B. ein BLS Training oder ganze Kursvormittage. In der
 Notaufnahme lernt man auf jeden Fall die häufigsten Kinderkrankheiten kennen und übt
 ausgiebig das Notieren des eigenen Befunds auf Französisch.

Wohnheim und Coloc
Es gibt in Montpellier die Möglichkeit zum einen im Wohnheim zu wohnen oder in eine
Wohnung/ WG zu ziehen. Die Crous Wohnheime liegen dabei leider nicht im Zentrum,
aber alle in der Nähe der verschieden Unis. Hier sind die wichtigsten Wohnheime einmal
aufgezählt:
- La Colombière: das Wohnheim liegt sehr nah an der medizinischen Fakultät und dem
  Krankenhaus Lapyronie, in dem ihr v.a. die Stages des 9. Semesters absolvieren
  würdet. Ihr braucht keine 5 min zur Tramhaltestelle, seid aber recht weit vom Zentrum
  entfernt.
- Triolet: das Wohnheim liegt dem Krankenhaus Gui de Choliac direkt gegenüber, in dem
  ihr alle eure Stages de 8. Semesters absolviert. Es liegt ein wenig näher am Zentrum
  und stellt eine gute Wahl da.
- Vert Bois: dieses Wohnheim ist ein wenig ab vom Schuss - ganz in der Nähe vom Zoo
  und sehr nahe an der Universität Paul Valery gelegen. Es ist dort sehr ruhig und grün
  und ihr werdet v.a. mit Studenten der Geisteswissenschaften auf dem Gang leben. Da
  wir vergessen wurden, haben wir schließlich nur noch hier ein Zimmer bekommen
  können. Ich bereue es allerdings nicht, dann ich habe einige sehr gute Freunde auf
  meinem Gang gefunden und häufig finden an der Fac Paul Valery zudem Konzerte im
  Maison des étudiants statt und dann hat man es immerhin wirklich nicht weit.
- Voie Domitienne: Dieses Wohnheim vermeidet wenn es geht. Es liegt direkt an einer
  Hauptstraße und ist auch nicht viel näher am Zentrum als die anderen Wohnheime. Alle
  die dort gewohnt haben, waren nicht begeistert.
- Boutonnet: mein Lieblingswohnheim! Wunderschön, viel Grün, genau mittig zwischen
  Stadtzentrum und der Uni gelegen und mit einer Mensa ausgestattet, die Abends
  geöffnet ist und in der viele Erasmusstudenten essen gehen.

Mit der CAF liegt eue Miete im Wohnheim bei ca. 162€. Ihr könnt zwischen einem 9m2
Zimmer (inklusive Bad) oder ein Studio mit Bad und Küche wählen und zahlt am Ende um
die 180€. Wenn ihr in ein Wohnheim ziehen wollt, kümmert euch frühzeitig (am besten
gleich zu Beginn) darum. Informiert Herrn Masrar direkt und lasst nicht locker bis er euch
den Code fürs Crous zuschickt, sonst läuft es wie bei mir und ihr seid schon vor Ort, müsst
irgendwo in einem AirBnb unterkommen mit der Aussage, dass ihr vielleicht noch mit ganz
viel Glück einen letzten Wohnheimsplatz erhaltet.

Wenn ihr lieber in einer WG leben wollt, ist es wichtig sich ebenfalls früh genug darum zu
kümmern. Ich kann euch für die WG-Suche dabei 3 Seiten empfehlen:
1) http://lacartedescolocs.fr
2) https://www.appartager.com
3) Facebook: Colocation Montpellier - La carte des colocs

In einer WG zu leben kann natürlich super cool sein. Ich fand die WG Suche allerdings im
August/ September nicht so einfach, da zu dieser Zeit wirklich viele Studenten in
Montpellier der Suche nach einem Zimmer sind. Zudem liegen die Mieten hier zwischen
350-500€, aber es kann natürlich interessant sein mit anderen Franzosen oder
internationalen Studenten in einer WG zu leben.

Checkliste
  Austauschvertrag unterschrieben
  Beim Sprachkurs angemeldet bzw. Sprachzertifikat B2 Niveau erhalten
  Learning-Agreement ausgefüllt und damit bei Frau Obirek vorbeigeschaut
  Learning-Agreement an Herrn Masrar geschickt und unterschrieben zurückbekommen
  Bei Herrn Masrar bezüglich des Wohnheimszimmers nachgefragt
  Dokument Choix des stages hospitaliers von Herrn Masrar erhalten und ausgefüllt an
  Herrn Masrar zurückgeschickt
  Code für Wohnheimzimmer erhalten und sich für das Wohnheimzimmer angemeldet
  Lien moveon bei Herrn Masrar erfragt und sich damit in Montpellier vorab immatrikuliert
  Certificat de vaccinations an Herrn Masrar geschickt
  Immatrikulationstermin von Herrn Masrar bekommen
  Grand Agreement unterschrieben
  Online-Erasmus-Sprachtest gemacht
  Euch auf https://www.parrainage-international.fr/fr/ angemeldet

Packliste
  Personalausweis und Kopie des Personalausweises
  Studentenausweis und Kopie des Studentenausweises
  Impfpass und ausgefülltes „Certificat de vaccinations“
  Nachweis für Haftpflichtversicherung auf Französisch (z.B. vom Marburger Bund)
  Nachweis für Krankenversicherung auf Französisch bzw. Für gesetzlich versicherte
  Kopie der europäischen Krankenkarte
  mehrere Passfotos
  “Certificat medical” für den Unisport
  Internationale Geburtsurkunde
  Stethoskop, Lampe und Reflexhammer
Nach der Anreise:

Kommt am besten ein paar Tage vor eurem Immatrikulationstermin, so habt ihr genug Zeit
euch bereits vor der Immatrikulation um die ersten 3 Punkte zu kümmern und das
entspannt den Start ein wenig.

Attestation de Logement:
Als allererstes solltet ihr euch um die „Attestation de Logement“ kümmern, da sie die
Grundlage für alles weitere Administrative darstellt. Wenn ihr im Wohnheim wohnt
bekommt ihr diese ohne Probleme im Sekretariat, wenn nicht, müsst ihr euch diese vom
Vermieter ausstellen lassen.

Bankkonto:
Ich habe mein Bankkonto in der BNP Paribas Filiale Boutonnet eröffnet, weil man dort 50€
Willkommensgeld bekommt und das Konto ansonsten kostenlos ist. Ebenfalls abschließen
kann man hier die Assurance d’habitation, die in Frankreich verpflichtend ist und
dementsprechend von den Wohnheimen verlangt wird.

Handyvertrag
Falls notwendig, kann ich euch wie meine Vorgänger/innen ebenfalls free empfehlen, da
hier keine französische Vorgängernummer verlangt wird, wie es oft bei den anderen
Anbietern (z.B. Orange oder Bouygues) der Fall ist. Bei free kann man sich einfach eine
Simkarte aus dem Automaten ziehen - man braucht nur die Attestation de Logement und
ein französisches Bankkonto. Oft gibt es zum Rentrée auch gute Angebote, die sich
wirklich lohnen.

Einschreibung bei Herrn Masrar
Ihr habt zuvor einen Termin von Herrn Masrar für die Einschreibung erhalten, zu dem ihr
nun für die Immatrikulation geht. Sein Büro befindet sich in der neuen Fakultät (Haltestelle
Occitanie). Hier müsst ihr alle „Packlistendokumente“ abgeben und im Gegenzug
bekommt ihr euren Studienausweis, eine Attestation de Scolarité und einen Anleitung zum
Erstellen eures ENT-Zugangs. Außerdem könnt ihr Herrn Masrar gleich die Confirmation of
Registration unterschreiben lassen, die ihr innerhalb von maximal 3 Wochen zusammen
mit dem ersten Online-Sprachtest und einer Kopie des gültigen ggf. veränderten Learning
Agreements bei Frau Marx per Mail einreichen müsst, um die 1. Stipendienrate zu
erhalten.
Herr Masrar beschreibt euch dann den Weg zum Institut de Biologie in der Stadt
(Boulevard Henri IV) nahe der Haltestelle Place Albert 1. Hier braucht ihr euer Certificat de
vaccinations, welches ihr nach dortigem Vorzeigen dann wieder bei Herrn Masrar
vorbeibringen müsst.

Krankenhausadministration/ Frau Ponce
Schon einmal vorab: wenn ihr bei Frau Ponce (Haltestelle Lapeyronie) vorbeischaut, lasst
euch nicht entmutigen und zieht euch mögliche Beleidigungen eurer Französisch-
Sprachfähigkeit nicht an, da mussten alle Erasmusstudenten bereits durch. Hier benötigt
ihr das französische Bankkonto und den RIB eures neuen Kontos, damit euch das
Krankenhaus euer Gehalt für die Stages des MIs überweisen kann (pro Stage jeweils ca.
100€). Wenn ihr noch keinen RIB (relevé d'identité bancaire) haben solltet, ist es möglich
diesen nachzureichen. Weiterhin bekommt ihr einen gelben Schein für die Wäscherei, die
sich im Hôpital La Colombière befindet und in der ihr dann euren Kittel für die Stages
ausleihen könnt. Ihr solltet also vor eurem ersten Tag unbedingt dort vorbei, da auf den
Stationen keine Kittel für euch bereitliegen. Ihr könnt ihn dann jederzeit gegen einen
frischen Kittel eintauschen.
Weiterhin solltet ihr Frau Ponce nach eurer Matricule fragen, mit der ihr euch schließlich
im DX Care (Krankenhaus-System) einloggen könnt.

CAF
Unter https://wwwd.caf.fr/ könnt ihr euer Wohngeld (Aide au logement) beantragen (faire
une nouvelle demande). Vom Wohnheim bekommt ihr einen Zettel mit wichtigen Daten,
der euch beim ausfüllen des CAF-Antrags hilft. Darüberhinaus braucht ihr die Scans von
eurer internationalen Geburtsurkunde, eurer Krankenkarte bzw. eines
Versicherungsschreibens, den Scan eurer französischen Studentenausweises, eure
Attestation de Logement und schließlich eine Attestation sur l'honneur, die ihr selbst
aufsetzen müsst (Google hat da einige Vorschläge parat ;))
Schaut immer wieder online nach, ob nicht am Ende noch Dokumente fehlen oder mal
wieder irgend ein Fehler aufgetreten ist.
Wichtig ist auch, dass ihr immer den 1. des nächsten Monats als Abreisedatum angebt
(z.B. nicht 30. Juni, sondern 1. Juli), sonst erhaltet ihr am Ende für den letzten Monat
keine CAF mehr.
Wenn ihr zunächst nur ein halbes Semester bleiben wolltet und die CAF dementsprechend
nur für ein Semester beantragt habt, müsst ihr für das 2. Semester online eine neue
Demande verfassen, sobald sie euch das Geld gestrichen haben.

Cours de français
Während des Aufenthalts gibt es die Möglichkeit einen kostenlosen Sprachkurs an der Fac
des Sciences (Montpellier II) zu besuchen. Für die Anmeldung fragt einfach bei Herrn
Masrar nach. Offiziell geht der Kurs nicht über ein Niveau B2 hinaus, inoffiziell je nach
Dozent/in aber schon. Ich habe in den 2 Semestern, in denen ich den Kurs belegt habe,
die Erfahrung gemacht, dass die Qualität und die Art des Kurses mit dem Dozenten/ der
Dozentin stark variiert. Während des ersten Kurses haben wir in einer sehr lockeren
Atmosphäre mittels Präsentationen unsere Heimatländer vorgestellt und über kulturelle
Unterschiede gesprochen, sowie ein wenig den Subjonctif wiederholt. Im zweiten
Semester habe wir uns vor allem mit politisch-sozialen Themen befasst, über die
Cybersicherheit im Zusammenhang mit Unterwasserkabeln oder über die französische
Kolonisationszeit gesprochen. Ich habe in beiden Fällen den Kurs als hilfreich empfunden
und konnte mithilfe des Kurses ein wenig meine Fähigkeiten bezüglich des Textverfassens
im Französischen verbessern. Aber auch einfach zum Kennenlernen anderer
Erasmusstudenten und zum Sammeln von weiteren 3 ECTS Punkten ist dieser Kurs gut
geeignet.

Facebookgruppen
Es gibt unglaublich viele Gruppen auf Facebook, sodass man schnell den Überblick
verlieren kann. Versucht am besten einfach in alle Erasmus Montpellier Gruppen zu
kommen, dann verpasst ihr nichts ;).
Hier die wichtigsten Gruppen:
- Erasmus Montpellier 2019 - 2020
- Erasmus & International students Montpellier
- Erasmus Montpellier 2019-2020 & International Student
- CityLife Montpellier - Erasmus & International
- Randonnée Montpellier Hiking
- Erasmus Life Montpellier
- Etudiants de Montpellier
- Facebookgruppe des jeweiligen Wohnheims
- MID - DFASM1 Montpellier

https://www.parrainage-international.fr/fr/
Super Sache! Ich habe mich damals angemeldet, nachdem ich auf der Gartenparty in
Boutonnet davon erfahren habe. Hier habt ihr die Möglichkeit einer Marraine oder einem
Parrain zugeteilt zu werden, der euch dann hilft euch ein wenig in Montpellier einzufinden,
bei Problemen oder administrativen Hürden euer Ansprechpartner ist und wenn ihr so viel
Glück habt wie ich, am Ende eine gute Freundin/Freund wird.
Meldet euch am besten schon an bevor ihr nach Frankreich kommt, dann bekommt ihr die
Carte Yoot kostenlos dazu!

Transportmöglichkeiten

TAM-Ticket
Am besten besorgt ihr euch nach der Ankunft in Montpellier ein TAM-Ticket - entweder in
der TAM-Filiale am Gare Saint Roch oder in Mosson. Gerade zum Rentrée hin ist die
Wartezeit immens, daher empfiehlt es sich wirklich früh morgens zu kommen (ggf. sogar
vor Öffnung) oder sehr viel Zeit mitzubringen. Ihr müsst dort dann eine Nummer ziehen,
auf der auch die vermeintliche Wartezeit angegeben ist. Wir sind in der einen Stunde, die
wir warten mussten einfach Frühstücken gegangen, sodass das Warten dann gar kein
Problem darstellte ;). Für das Ticket bringt am besten ein Passbild mit, wenn ihr nicht wie
ich am Ende ein hässliches Webcambild auf eurer Jahreskarte haben wollt :D. Ihr habt
dort dann allgemein die Möglichkeit zwischen einem Monats- (28€ für alle unter 29 Jahren)
oder einem Jahresabonnement zu wählen. Wenn ihr euch für Letzteres entscheidet, könnt
ihr noch ein Stadtrad (Velomagg) für ca. 40€ fürs ganze Jahr dazubuchen. Es gibt auch
ausreichend Stationen für die Velomaggräder, sodass dies eine gute Alternative bietet,
wenn man das Fahrrad v.a. nutzt um zum Strand zu fahren oder um kurze Wege zu
erledigen.
Gut zu wissen: Man kann sich bei Frau Ponce 50% des Tickets erstatten lassen, wenn ihr
euren Kaufbeleg und euren Studentenausweis vorlegt (allerdings nur solange ihr ein MI
studiert!).
Noch anzumerken ist, dass ihr wirklich nicht ohne validiertem Ticket unterwegs sein solltet!
Es wird gerade nachmittags sehr oft kontrolliert und dabei blockieren die Kontrolleure alle
Ausgänge, sodass ihr wirklich keine Chance habt aus der Tram zu kommen. Selbst wenn
man nur vergessen hat das Ticket abzustempeln und dann ohne validiertem Ticket
erwischt wird, müsst ihr zahlen. Daher ist es wirklich ratsam bei jeder Fahrt mit der Tram
ein abgestempeltes Ticket zu haben.

Fahrrad und le Vieux Biclou

Neben der Tram gibt es auch die Möglichkeit sich einfach ein eigenes Fahrrad zu
besorgen. Das ist gerade fürs Nachtleben sehr viel praktischer, da die Trams nach ca. 1
Uhr aufhören zu fahren. Ihr könnt euch in Montpellier ohne Probleme ein Fahrrad
besorgen, wenn ihr euer eigenes aus Berlin nicht mitnehmen könnt/wollt. Ich habe mir
damals ein gebrauchtes Fahrrad über leboncoin.fr gekauft, aber es ist auch möglich ein
Fahrrad auf dem Sonntagsflohmarkt in Mosson, über die Erasmus Facebookgruppe oder
neu bei Decathlon zu bekommen. Wichtig ist nur, dass ihr euch ebenfalls ein gutes
Schloss besorgt, da in Montpellier wirklich viele Fahrräder geklaut werden. Es ist daher
auch nicht ratsam ein teures Fahrrad zu besitzen oder sein geliebtes schniekes Fahrrad
aus Berlin mitzubringen.
Zudem lohnt es sich beim Kauf eines Fahrrads auch dem Fahrradverband "Le Vieux
Biclou" beizutreten, da einen hier die freundlichen Mitglieder bei der Reparatur seines
Fahrrads anleiten bzw. helfen und man alle Werkzeuge kostenlos nutzen darf. Nach dem
Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" lernt man nicht nur selbst sein eigenes Fahrrad zu reparieren
und in Stand zu halten, sondern spart auch noch eine Menge Geld. ;)

Carte jeune:
Wenn ihr viel reisen wollt, lohnt es sich die Carte jeune (12-27 Jahre) einmalig für 50€ zu
erwerben. Sie ist dann ein ganzes Jahr gültig und garantiert euch einen Preisnachlass um
25% auf innerfranzösische Verbindungen, aber auch auf internationale Routen! Ich habe
sie wirklich viel fürs Reisen und auch fürs nach Hause fahren während der
Weihnachtsferien genutzt. Ansonsten funktionieren Blablacar oder Flixbus in Frankreich
auch sehr gut und wenn man Glück hat gibt es mit OUI SNCF manchmal sogar 1€
Aktionstickets.

Hérault-Busse:
Um Wandern zu gehen oder Orte im Hérault wie Saint-Guilhem-le-Désert mit der Pont du
Diable oder Clermont-l’Hérault zu besuchen, kann man problemlos die Hérault-Busse für
einen 1€ im 10er Ticket nutzen.

SUAPS
Der Unisport der Uni Montpellier ist für Erasmusstudenten in meinem Jahr kostenlos
gewesen! Ihr solltet euch also unbedingt beim Unisport einschreiben, da es viele
verschiedene Sportangebote gibt, die ihr je nach Zeit und Lust einfach ausprobieren könnt.
Im Sommer werden vom SUAPS sogar Tauchen, Windsurfen und Katamaran fahren
angeboten - allerdings muss man sich hierfür per Mail möglichst schnell anmelden, da
diese Sportarten natürlich sehr beliebt sind. Dazu gibt es immer wider Rundmails - es
lohnt sich also hin und wieder in sein Postfach zu schauen.
Einschreiben könnt ihr euch mit eurem Certificat Médical im SUAPS Büro an der Faculté
de Pharmacie. Nachdem ihr dann euren Sticker auf euren Studentenausweis geklebt
bekommen habt, könnt ihr dann direkt loslegen.

Assos
An der Fac de Science gibt es sehr viele verschiede Vereine in denen man auch als
Erasmusstudent mitwirken kann und immer willkommen ist. Hier habt ihr eine kleine
Übersicht, welche Uni-AGs es so in Montpellier gibt: https://www.umontpellier.fr/campus/
vie-associative. All diese Assos findet ihr im (E)Space auf dem Campus der Fac de
Science. Hier könnt ihr euch z.B. mit der Association Ailerons für den Schutz von Haien
einsetzen oder euch, wie ich es gemacht habe, gleich zu Beginn des Semesters beim
TAUST (Théâtre Amateur de la Fac de Sciences et Technique) anmelden. Ich bin dann der
Café Théâtre Gruppe beigetreten, aber es gibt auch viele andere Ateliers, wie z.B. das
Improtheater oder Ateliers die längere Theaterstücke vorbereiten. Die TAUST-Truppe ist
einfach genial und wir haben alle zusammen tolle Theater-Festivals im Bâtiment 5 oder im
Botanischen Garten auf die Beine gestellt, zusammen im Hörsaal übernachtet oder
Rätsel- und Escape-Games gelöst. ;)

Natürlich kann man auch außenstudentischen ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgehen und
wie ich z.B. der lokalen Greenpeacegruppe beitreten. Die können einen auch immer
gebrauchen ;)
Checkliste
  Eine Bleibe in Montpellier gefunden und die Attestation de Logement erhalten
  Bankkonto einrichten und Assurance d’habitation abgeschlossen
  ggf. Handyvertrag abgeschlossen
  TAM-Ticket besorgt
  Immatrikulation bei Herrn Masrar und Confirmation of Registration unterschreiben
  lassen
  Dokumente für die 1. Stipendienrate an Frau Marx geschickt
  Certificat de vaccinations im Institut de Biologie vorzeigen und dann bei Herrn Masrar
  abgegeben
  Bei Frau Ponce vorbeigegangen und Matricule erfragt
  ENT-Zugang eingerichtet
  Sich bei https://side-sante.fr angemeldet
  Sich bei Moodle eingeschrieben
  Für de Cours de français an der Fac de Sciences bei Herrn Masrar eingeschrieben
  CAF beantragt
  ggf. Anmeldung SUAPS
  Ggf. Fahrrad besorgt

Während des Semesters:

Uniablauf und Prüfungen

Wenn ihr ein MI belegt, habt ihr neben den Stages auch einen Monat lang Theoriekurse,
sogenannte TDs (travaux dirigés) an der Uni, bei denen ihr mindestens bei 50% von
diesen anwesend sein müsst. Diese TDs ähneln je nach Dozent manchmal unseren
Seminaren, manchmal sind es jedoch einfache Fallbesprechungen, d.h. ihr geht einfach
zusammen mit dem Dozenten einen Patientenfall im QCM-Format durch. In Montpellier
habt ihr nur dieses TD-Format und eigentlich so gut wie keine Vorlesungen. Nur am Ende
vor der Prüfung gibt es noch einmal 2 Tage mit „Best Of“-Vorlesungen, die von den
Professoren selbst gehalten werden und anwesenheitspflichtig sind. Sie sollen euch
nochmals die wichtigsten Krankheitsbilder vermitteln und euch genauer auf die Prüfung
vorbereiten.

Zur Vorbereitung der Kurse: Alle Studierenden lernen in der Regel mit den roten Collèges
für das jeweilige Fach. Dieses sind dickere Lehrbücher, die für mich einfach zu
umfangreich waren, als ich angefangen habe mich auf die Kurse vorzubereiten. Ich kann
euch daher aus meiner Erfahrung heraus raten euch eher die ECN Fiches für das
jeweilige Fach zu besorgen und damit dann das jeweilige Item eures Kurses
vorzubereiten. Wenn ihr sehr motiviert seid, könnt ihr ebenfalls auf der Seite https://side-
sante.fr schon die QCM-Fragebögen vorweg ausfüllen und auf Moodle ggf. die Folien
anzuschauen.

Moodle (https://moodle.umontpellier.fr)
In Moodle findet ihr alle Folien und Kursunterlagen (Equivalent zum Blackboard). Man wird
leider nicht automatisch in die Kurse eingeschrieben und ich habe schließlich um Zugang
zu bekommen eine „Demande d’assistance“ verfasst, in der ich beim Technik-Supportteam
um Zugang gebeten habe. Das hat dann auch ohne Probleme geklappt.
Sides (https://side-sante.fr)
Auch hier müsst ihr euch selbst um eure Registrierung kümmern, dies könnt ihr aber leicht
auf der Seite direkt machen. Und dann findet ihr dort die QCMs zu den jeweiligen Items/
Kursen.

In der Bibliothek könnt ihr euch alle Lehrbücher ausleihen, allerdings immer nur für eine
Woche, was mich auf Dauer etwas genervt hat, sodass ich auf die Online-Medien
umgestiegen bin.

Prüfungen:
Die Prüfungen sind wie bei uns im QCM bzw. MC-Format, allerdings gibt es oft mehreren
richtige Antworten. Die Prüfung wird an Tablets online auf der SIDES-Webseite
geschrieben und ihr habt als Erasmusstudenten das Recht bei der Prüfung ein Wörterbuch
zu benutzen.
Die Prüfung setzt sich aus 2 Dossiers und einem Teil mit unzusammenhängenden Fragen
(wie in Deutschland) zu den Thematiken des MIs zusammen. Die Dossiers behandeln
einen fortlaufenden Patientenfall zu dem Fragen gestellt werden, die sich immer auf den
Ausgangsfall beziehen und Symptome, Diagnostik und Therapie abdecken. Wenn ihr hier
einmal eine Antwort eingeloggt habt, könnt ihr sie nicht mehr verändern, da teilweise die
nächsten Fragen auf der Antwort der vorangegangenen Frage aufbaut.
Ihr besteht die Prüfung, wenn ihr über 10 Punkte kommt. Wenn nicht, könnt ihr die Prüfung
aber am Ende auch einfach in Berlin nachholen. Wenn ihr die Prüfung wirklich bestehen
wollt, lohnt es sich auf SIDES alle Altklausuren zu kreuzen und mit den ECN Fiches die
wichtigsten Items zu lernen. Die Prüfungen sind jeweils im Januar, Mai oder Juni.

Freizeit

ESN Montpellier - Erasmus Student Network
Das ESN organisiert immer wieder tolle Veranstaltungen für die Erasmusstudenten - ob
Partys, Ausflüge, Kanu fahren, internationale Dinners, Picknicks oder Barabende. Die
Veranstaltungen sind perfekt, um andere Erasmusstudenten kennenzulernen und zu
Beginn jedes Semesters, gibt es eine Erasmus-Welcome Week, die vom ESN organisiert
wird und die man nicht verpassen sollte!

Carte Yoot und Mamma Sound
Die Carte Yoot könnt ihr nach eurer Anmeldung auf https://yoot.fr für 9 Euro kaufen. Diese
lohnt sich unbedingt, wenn ihr gerne Konzerte oder Tanzaufführungen besucht, in die Oper
oder ins Theater geht, weil so die Karten oft nicht mehr als 5€ kosten. Aber auch um
günstig (3,90€) in kleineren Programmkinos in Montpellier zu kommen, lohnt sich die Carte
Yoot.
Ansonsten ist der Veranstaltungskalender Mama Sound noch interessant, um eine guten
Überblick über die am Abend angebotenen Veranstaltungen zu bekommen. Diesen findet
ihr entweder online oder als Heftchen überall ausgelegt.

Randonnée Montpellier Hiking Group
Gerade zu Beginn meines Erasmus habe ich sehr viele Wanderungen mit dieser lieben
Gruppe unternommen. Fast jedes Wochenende bieten sie ganz verschiedene
Wanderungen für alle (Erasmus)studenten an. Von Stadtausflügen nach Aigues-Mortes,
über Besichtigungen von Tropfsteinhöhlen bis hin zu längeren Hikes, diese Gruppe hat so
einige Ausflüge im Petto und auch hier kann man wieder sehr gut Leute kennenlernen.
Später bzw. im 2. Semester habe ich dann allerdings lieber Wanderungen mit einer
kleineren Gruppe von guten Freunden unternommen.

Strand
An den Strand kommt man problemlos mit der Tram (Linie 3), dem Bus 106 ab Odysseum
oder dem Fahrrad entlang der Lez (ca. 40 min). Der Strand in Palavas ist jedoch nicht der
Schönste und daher lohnt es sich bis Carnon Plage (Haltestelle: Les plages / Grand
Travers) weiterzufahren. Auch Villeneuve-de-Maguelone ist sehr sehenswert.

Mensa (Resto U)
Im Resto U bekommt bekommt man sehr günstig für 3,25€ ein Hauptgericht mit einer
Vorspeise, Nachspeise und einem kleinen Brötchen. Es gibt zumindest immer ein
vegetarisches Gericht, wenn auch kein veganes. Ansonsten gibt es noch die Mensa im
Gui de Choliac und die Cafeterias der jeweiligen Krankenhäuser. Dort bekommt man einen
Rabatt wenn man im Kittel erscheint oder sich die CHU Karte besorgt (Hopital Saint Eloi,
Haus direkt auf der rechten Seite neben dem ersten Eingang von der Haltestelle Saint-Eloi
aus).

Nette Bars:
In Montpellier gibt es wirklich eine Unmenge an netten Bars!
Hier meine Top 4:
- Broc Café (super Atmosphäre, direkt neben dem Jardin de Plantes, hier finden vom
  TAUST-Improtheater aus auch immer wieder Aufführungen statt)
- Triskell (super Atmosphäre, TAUST-Stammbar)
- Rebuffy Pub (super Atmosphäre)
- Couleur de bière (große Auswahl an Bier, leckeres Bier)

Und auch diese Bars sind klasse:
- Délirium Café Montpellier
- Le Clandestin (coole Piano-Weinbar)
- Microbrasserie La Barbote (gutes Bier)
- Les Trois Singes
- By Coss Bar (gute Cocktailbar)

Schöne Café:
- Café Cevicheria
- Le Bookshop: englischer Buchladen und Café (in meiner Lieblingsstraße)
- Coffee Club Montpellier
- Café BUN
- Chez Théo (sehr günstiger Kaffee)
- La Maison des Chats
- La Panacée (tolle Atmosphäre)

Best Kebab: Mousse
Lieblingspizzeria: Don Péppino

Kulturorte
- La Carmagnole (viele Veranstaltungen und Vorträge zu gesellschaftlichen und
  politischen Themen)
- Gazette Café (jeden Donnerstag Abend gibt es hier eine kostenlose Swing-Tanzstunde
  mit Montpelswing, auch sonst ein sehr abwechslungsreiches Programm: von Vorträgen
  bis hin zu Karaokeabenden)
- Das Kunstmuseum Musée Fabre (an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos)
- Pavillon Populaire (v.a. Fotoausstellungenzu (z.B. zum amerikanischen Civil Rights
 Movement)
- La Panacée (moderne Kunst)

Clubs:
Die Clubauswahl im Zentrum ist recht beschränkt, aber im Prinzip macht das nichts, denn
man hat mit den ganzen internationalen Freunden und Erasmusstudenten eigentlich
immer Spaß. Unser Lieblingsclub war mit Abstand der Rockstore (Rock und Elektro), aber
auch im Panama (Latinomusik und Charts) kann man ganz gut tanzen gehen. Ansonsten
gibt es noch das Cargo, Cubanito (Tanzbar mit Latinomusik), das PZ (hier finden oft ESN
Partys statt) und einige weitere. Meistens ist der Eintritt bei diesen Clubs kostenlos, mit
Ausnahme es finden Konzerte statt (hier kann man dann mit der Carte Yoot i.d.R. für 5€
recht günstig in den Club).
Ansonsten gibt es größere Clubs außerhalb der Stadt, die man mit dem Amigo Nachtbus
erreichen kann.

Ausflüge, Wanderungen und Reiseziele
- Saint-Guilhem-le-Désert
- Clermont-l’Hérault: Lac du Salagou et Cirque de Mourèze
- Cirque de Navacelles (leider nur mit dem Auto erreichbar)
- Nîmes (im Mai gibt es hier die Grands Jeux Romains)
- Narbonne und Béziers
- Avignon
- Sète
- Lyon (Im Dezember: La Fête des Lumières)
- Aix-en-Provence
- Marseille, Cassis und die Calanques (hier kann man in den Calanques Kanu fahren oder
  tauchen gehen)
- Camarque (Reiten in der Camargue)
- Carcasonne
- Aigues-Mortes
- Grotte des Demoiselles
- La Cascade De La Vis
- Bordeaux
- Côte d’Azure: Nice, Cannes, Menton, Monaco
- Perpignan und Pyrenées orientales
- Pic Saint Loup
- Toulouse
- les Cevennens (Gorges du Tarn und Gorges de la Jonte sind sehr sehenswert)
- Barcelona
- Andorra
- Paris

Hilfreiche Tipps zum Abschluss:
- nach Juni ist niemand mehr da bzw. jeder in den Ferien! Kümmert euch vorher um alles!
- In Frankreich sind Mittagspausen üblich und mittags alles geschlossen
- Immer hartnäckig bleiben und wenn ihr keine Antwort bekommt geht persönlich vorbei
  oder ruft an ;)

Freut euch auf eine wunderbare Erasmuszeit und versucht so viel mitzunehmen wie
möglich!! Ihr werdet eine super Zeit haben, an die ihr euch immer erinnern werdet!!
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