SAFE-E-STOP Persönliches Sicherheitssystem Benutzerhandbuch - Persönliches Sicherheitssystem - Cattron

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      Versionsverlauf
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      13            28.01.2018   Vorsichtshinweise hinzugefügt, Kapitel zur Fehlerabhilfe überarbeitet und Abschnitt zur
                                 Frequenzauswahl vereinfacht
      14            01.03.2021   Markenkennzeichnung aktualisiert (ECO-21-0054)

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      Inhalt
      1.   Einführung .................................................................................................................................................................................... 5
               1.1 Begriffserläuterung ........................................................................................................................................... 5
      2.   Warn- und Vorsichtshinweise .................................................................................................................................................... 6
                       Warnhinweis zur MSD-Verdrahtung ................................................................................................................. 6
                       Warnhinweis zur Konfigurationsüberprüfung ................................................................................................... 7
                       Warnhinweis bezüglich der Überprüfung auf korrekten Anschluss .................................................................. 7
                       Warnhinweis bezüglich PSDs in der Ladestation ............................................................................................. 8
                       Warnhinweis bezüglich des Nichtvorhandenseins von vom Anwender zu wartenden Komponenten ............. 8
                       Warnhinweis bezüglich der Konformität mit gesetzlichen Vorschriften ............................................................ 9
                       Kenntnis der PSD-Reichweite und der Gefahren im Anlagenbereich .............................................................. 9
                       Das System kann ein unerwartetes Anhalten der Anlage verursachen ........................................................... 9
                       Bei der Sicherheitsanalyse muss die Reaktionszeit des Systems berücksichtigt werden ............................... 9
                       Das Ethernet darf nicht für sicherheitskritische Funktionen verwendet werden ............................................... 9
                       Allgemeine Sicherheitsinformationen ............................................................................................................. 10
                       Bestimmungsgemäße Verwendung ............................................................................................................... 10
                       Unsachgemäße Verwendung ......................................................................................................................... 10
                       Warnhinweis bezüglich des Gerätetyps ......................................................................................................... 11
      3.   Betriebsprinzip ........................................................................................................................................................................... 12
               3.1 Allgemeines .................................................................................................................................................... 12
               3.2 Funkübertragung ............................................................................................................................................ 12
               3.3 Telegrammsicherheit ...................................................................................................................................... 13
      4.   Frequenzauswahl ...................................................................................................................................................................... 14
               4.1 Regeln zur Frequenzauswahl ........................................................................................................................ 14
               4.2 Standortplanung ............................................................................................................................................. 15
      5.   Konfigurationsparameter für PSD und MSD .......................................................................................................................... 16
               5.1 Details zur PSD-Konfiguration ....................................................................................................................... 16
               5.2 Details zur MSD-Konfiguration ....................................................................................................................... 17
      6.   PSD ............................................................................................................................................................................................. 19
               6.1 PSD Überblick ................................................................................................................................................ 19
               6.2 PSD-Statusanzeige ........................................................................................................................................ 19
               6.3 Beitritt in eine Not-Aus-Gruppe ...................................................................................................................... 21
               6.4 Normalbetrieb ................................................................................................................................................. 24
               6.5 Ausscheiden aus einer Not-Aus-Gruppe ........................................................................................................ 25
               6.6 Ausschalten des PSD .................................................................................................................................... 25
               6.7 Aufladen des Akkus ....................................................................................................................................... 25
               6.8 PSD-Gürtelclip ............................................................................................................................................... 26
      7.   Akkuladegeräte .......................................................................................................................................................................... 27
               7.1 Allgemeine Informationen .............................................................................................................................. 27
               7.2 Vorsicht .......................................................................................................................................................... 27
               7.3 Ein-Platz-Ladegerät ....................................................................................................................................... 28
               7.4 Sechs-Platz-Ladegerät ................................................................................................................................... 28

                                                                                                        3
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                 7.5 Ladestatus und Anzeigen des Akkuladegeräts .............................................................................................. 29
      8.     MSD ............................................................................................................................................................................................. 30
                 8.1 MSD Überblick ............................................................................................................................................... 30
                 8.2 MSD-Anschlüsse ............................................................................................................................................ 31
                 8.3 MSD-Statusanzeigen ..................................................................................................................................... 36
                 8.4 Betriebsstatus des MSD ................................................................................................................................. 37
                 8.5 Allgemeine Informationen und Einrichten des MSD ....................................................................................... 37
                 8.6 Konfiguration der MSD-Ethernet-Adresse ...................................................................................................... 38
                 8.7 MSD-Betrieb ................................................................................................................................................... 41
                 8.8 Installation des MSD ...................................................................................................................................... 42
      9.     Inbetriebnahme des Systems .................................................................................................................................................. 49
      10. Außerbetriebnahme des Systems ........................................................................................................................................... 50
      11. Komponentenlisten.................................................................................................................................................................... 51
                 11.1 System-Teilenummern ................................................................................................................................... 51
                 11.2 Listen der Zubehörteile .................................................................................................................................. 52
      12. Wartung....................................................................................................................................................................................... 53
                 12.1 PSD-Wartung ................................................................................................................................................. 53
                 12.2 MSD-Wartung ................................................................................................................................................ 53
      Anhang I: Teilenummern Gerätekonfiguration .............................................................................................................................. 54
      Anhang II: Funkkanalnummer und Betriebsfrequenz .................................................................................................................. 56
                 Band B (433-434 MHz)........................................................................................................................................... 56
                 Band D (450-470 MHz) .......................................................................................................................................... 56
                 Band F (902-927 MHz) ........................................................................................................................................... 56
      Anhang III: Zulassungs- und Konformitätshinweise ..................................................................................................................... 58
                 Vorsichtshinweis bezüglich FCC-Konformität ........................................................................................................ 58
                 Hinweis bezüglich Konformität mit EU-Richtlinien.................................................................................................. 58
      Anhang IV: Fehlersuche................................................................................................................................................................... 59
                 System ................................................................................................................................................................... 59
                 PSD 60
                 MSD61
                 Akkuladegerät ........................................................................................................................................................ 61
      Anhang V: Technische Daten und Spezifikationen zum PSD und MSD .................................................................................. 62
      Anhang VI: Technische Daten und Spezifikationen des Akkuladegeräts ................................................................................. 63
      Anhang VII: Sicherheitshandbuch für Safe-E-Stop ...................................................................................................................... 64
                 Funktionen.............................................................................................................................................................. 64
                 Fehlermodi ............................................................................................................................................................. 64
                 Betriebliche Einschränkungen ................................................................................................................................ 64
                 Sicherheitsstufe ...................................................................................................................................................... 66

                                                                                                          4
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      1. Einführung
      Dieses Handbuch enthält Anweisungen für Personen, die das persönliche Sicherheitssystem Safe-E-Stop
      installieren und anwenden.

      1.1    Begriffserläuterung
      Im Folgenden werden wichtige Abkürzungen, die in diesem Dokument verwendet werden, und deren Bedeutung
      aufgeführt:
      PSD                 Personal Safety Device (Persönliches Sicherheitsgerät) – das Gerät, das von einem
                          Anlagenbediener getragen wird
      MSD                 Machine Safety Device (Maschinen-Sicherheitsgerät) – das Gerät, das per Kabel mit den Not-Aus-
                          Anschluss- und Überwachungssystemen verbunden wird
      PSS                 Personal Safety System (Persönliches Sicherheitssystem) – das gesamte Not-Aus-System
      PLC                 Programmable Logic Controller (Speicherprogrammierbare Steuerung, SPS)
      MASTER-ADRESSE      Die vom System verwendete primäre Adresse, mit deren Hilfe dafür gesorgt wird, dass
                          nebeneinander installierte Systeme eindeutig bleiben und kein Übersprechen zwischen den
                          Systemen auftritt
      SUBADRESSE          Die angefügte Adresse, mit deren Hilfe spezifische PSDs innerhalb eines Systems identifiziert
                          werden können
      COMM LOSS           Unterbrechung der Funkkommunikation zwischen PSD und MSD
      VERBINDEN           Zuweisen eines PSDs zu einem MSD und Inbetriebnahme als aktives Not-Aus-Gerät
      TRENNEN             Aufheben der Verknüpfung eines PSDs mit einem MSD und Entfernen aus einer aktiven Not-Aus-
                          Anlage
      DIN                 Deutsches Institut für Normung
      PL                  Performance-Level
      SIL                 System-Integrity-Level
      SC                  Systematic Capability (Systemische Fähigkeit)

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      2. Warn- und Vorsichtshinweise
      Im Verlauf des Textes wurden WARN- und VORSICHTSHINWEISE vor Bedienungs- bzw. Wartungsverfahren
      sowie Erläuterungen zur Anwendung bzw. zu Bedingungen immer dann eingefügt, wenn dies für die Sicherheit
      der Personen, der Anlage und der Umgebung von Bedeutung ist. Bevor Sie mit einem Arbeitsschritt beginnen,
      müssen Sie die im Text enthaltenen WARN- und VORSICHTSHINWEISE lesen und zur Kenntnis nehmen. Alle in
      diesem Handbuch enthaltenen WARN- und VORSICHTSHINWEISE sind im Folgenden aufgeführt.

               SYMBOL FÜR WARNUNG

      Bedeutung: VORSICHT
      Funktion: Weist darauf hin, das im Hinblick auf den damit zusammenhängenden Inhalt Vorsicht geboten ist und
      die angegebenen Informationen befolgt werden müssen, um unerwünschte Folgen zu vermeiden.

            Warnhinweis zur MSD-Verdrahtung

                WARNUNG

      Das MSD muss in Serien mit mindestens einem Not-Aus-Schalter verbunden werden, damit auch dann eine
      Not-Aus-Funktion verfügbar ist, wenn keine PSD angeschlossen sind.
      Ein Nichtbeachten dieses Warnhinweises kann schwere Körperverletzung oder den Tod von Personen und
      Geräteschäden zur Folge haben.

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            Warnhinweis zur Konfigurationsüberprüfung

                WARNUNG

      An Ihrer Anlage oder in deren Umgebung oder unmittelbarer Nachbarschaft können mehrere PSDs verwendet
      werden; aus diesem Grund müssen Sie vor der Verwendung eines PSD die Konfigurations-ID oder ein anderes
      Element zur Identifizierung überprüfen, um sicherzustellen, dass die richtige Komponente ausgewählt wurde
      und mit der zu sichernden Anlage übereinstimmt.
      Wenn das PSD nicht der von Ihnen verwendeten Anlage zugeordnet wurde, sondern mit einem anderen MSD
      einer in der Nähe befindlichen Anlage verbunden ist, wird der von Ihnen erwartete und benötigte Schutz u. U.
      nicht gewährleistet.
      Die Nichtbeachtung dieses Warnhinweises kann einen Ausfall des Not-Halt-Systems für Ihre Anlage zur Folge
      haben, was möglicherweise dazu führt, dass die Anlage in einer Notfallsituation nicht angehalten werden kann
      und Körperverletzungen, möglicherweise mit tödlichem Ausgang, verursacht werden.

            Warnhinweis bezüglich der Überprüfung auf korrekten Anschluss

                WARNUNG

      Nachdem das PSD an die Anlage angeschlossen wurde, sollte der Bediener die Möglichkeit haben, die
      Verbindung zu überprüfen. Hierfür eignen sich mehrere Methoden, beispielsweise Farbcodierung,
      Nummerierung oder die Verwendung der Ethernetverbindung mit einer SPS und das Drücken der grünen Taste
      auf dem PSD, um zu überprüfen, ob die korrekte Verbindung zur Anlage (per Kontrollleuchte oder Tonsignal)
      bestätigt wird.
      Die Nichtbeachtung dieses Warnhinweises kann einen Ausfall des Not-Halt-Systems für Ihre Anlage zur Folge
      haben, was möglicherweise dazu führt, dass die Anlage in einer Notfallsituation nicht angehalten werden kann
      und Körperverletzungen, möglicherweise mit tödlichem Ausgang, verursacht werden.

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            Warnhinweis bezüglich PSDs in der Ladestation

                WARNUNG

      Nicht verbundene PSD dürfen für die im Arbeitsbereich anwesenden Personen nicht sichtbar sein, da sie
      ansonsten mit einem verfügbaren Not-Aus-Schalter verwechselt werden können. Wenn sich PSDs in der
      Ladestation befinden, dürfen sie nicht sichtbar sein. Die einfachste Methode hierzu besteht darin, die
      Ladestation in einem zweiten Gehäuse unterzubringen oder sie so aufzustellen, dass der Not-Aus-Schalter zur
      Wand und vom Personal weg zeigt.
      Die Nichtbeachtung dieses Warnhinweises kann eine nicht sofortige Verfügbarkeit des Not-Halt-Systems für
      Ihre Anlage zur Folge haben, was möglicherweise dazu führt, dass die Anlage in einer Notfallsituation nicht
      angehalten werden kann und Körperverletzungen, möglicherweise mit tödlichem Ausgang, verursacht werden.

            Warnhinweis bezüglich des Nichtvorhandenseins von vom Anwender zu wartenden
            Komponenten

                WARNUNG

      Dieses PSD- / MSD-System enthält keine vom Anwender zu wartenden Teile. Bitte schicken Sie beschädigte
      Geräte zur Instandsetzung an oder ein von autorisiertes Kundendienstcenter, und versuchen Sie keinesfalls,
      Geräte selbst zu reparieren.
      Nicht autorisierte Reparaturen machen die Sicherheitsklassifizierung der Geräte ungültig und können einen
      Ausfall des Not-Halt-Systems für Ihre Maschine zur Folge haben, was wiederum dazu führen kann, dass die
      Maschine in einer Notfallsituation nicht angehalten werden kann und Körperverletzungen, möglicherweise mit
      tödlichem Ausgang, verursacht werden.

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            Warnhinweis bezüglich der Konformität mit gesetzlichen Vorschriften

                WARNUNG

      Beachten Sie die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Richtlinien für den jeweiligen Anwendungsbereich,
      z. B.
          ▪ Unfallverhütungsvorschriften
          ▪ Sicherheitsvorschriften und -richtlinien
          ▪ Standards
          ▪ Allgemein geltende gesetzliche und sonstige obligatorische Vorschriften zur Unfallverhütung und zum
             Umweltschutz sowie allgemeine Vorschriften zur Sicherheit und zum Arbeitsschutz

            Kenntnis der PSD-Reichweite und der Gefahren im Anlagenbereich

                WARNUNG

      Die Bediener und das Personal im Allgemeinen müssen dahingehend geschult werden, dass sie die
      Betriebsgrenzen des PSD und die im Arbeitsbereich bestehenden Gefahren kennen.

            Das System kann ein unerwartetes Anhalten der Anlage verursachen

                WARNUNG

      Bei der Auslegung der Anlage müssen die mit einem unerwarteten Anhalten der Anlage verbundenen Risiken
      berücksichtigt werden.

            Bei der Sicherheitsanalyse muss die Reaktionszeit des Systems berücksichtigt
            werden

                WARNUNG

      Bei der Sicherheitsanalyse der Anwendung muss die Reaktionszeit des Systems berücksichtigt werden.

             Das Ethernet darf nicht für sicherheitskritische Funktionen verwendet werden

                WARNUNG

      Der Ethernet-Port darf nur zu Informationszwecken genutzt werden. Die grüne Taste auf dem PSD darf nicht für
      sicherheitskritische Funktionen, wie etwa den Neustart der Anlage, genutzt werden.

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              Allgemeine Sicherheitsinformationen
          ▪   Personen, die unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol und/oder Medikamenten stehen, die die
              Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, dürfen dieses Produkt nicht installieren, reparieren oder bedienen.
          ▪   Sämtliche Installationen müssen mit den relevanten Sicherheitsvorschriften konform sein. Nur
              qualifizierte, geschulte und autorisierte Personen dürfen Arbeiten an der Anlage vornehmen; dabei
              müssen sie die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten.
          ▪   Im Falle einer Funktionsstörung und/oder einem sichtbaren Defekt oder Unregelmäßigkeiten muss der
              Betrieb durch andere PSDs oder alternative externe Mittel abgesichert werden. Bevor ein defektes
              PSD/MSD-System erneut in Betrieb genommen wird, muss es in einen einwandfreien Betriebszustand
              versetzt werden.
          ▪   Das Benutzerhandbuch muss stets griffbereit am Einsatzort des Produkts verfügbar sein.
          ▪   Personen, die mit der Verwendung des Produkts beauftragt werden, müssen das Benutzerhandbuch und
              die Sicherheitsanweisungen gelesen haben.
          ▪   Den Sicherheitsanweisungen müssen Arbeitsanweisungen hinsichtlich der Organisation der Arbeit, der
              Arbeitsabläufe der Qualifizierung des Personals usw. beigefügt werden.
          ▪   Sämtliche Reparaturen, die während des Garantiezeitraums vorgenommen werden, dürfen ausschließlich
              vom Hersteller oder einem von ihm beauftragten Kundendienstcenter durchgeführt werden. Eine
              Nichtbeachtung dieses Hinweises führt zum Verfall der Garantie.
          ▪   Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten am Produkt dürfen nur von entsprechend geschultem
              Personal durchgeführt werden.
          ▪   Sämtliche von diesen autorisierten Vertretungen vorgenommenen Reparaturarbeiten müssen in einer
              geeigneten sauberen, antistatischen Umgebung vorgenommen werden, die frei von Verunreinigungen
              wie etwa Metallspänen, Wasser, Öl usw. ist.
          ▪   Der Anwender trägt die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass das Produkt in einwandfreiem Zustand
              gehalten wird und alle geltenden Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Bestimmungen eingehalten
              werden.
          ▪   Am Produkt dürfen keinerlei Modifizierungen vorgenommen werden.
          ▪   Es dürfen nur Original-Ersatzteile von verwendet werden.
          ▪   Es müssen regelmäßig gesetzlich vorgeschriebene oder in diesem Handbuch angegebene Inspektionen
              in den vorgeschriebenen Intervallen durchgeführt werden.

              Bestimmungsgemäße Verwendung
      Das Produkt darf ausschließlich in einwandfreiem Funktionszustand von geschulten Personen gemäß den
      geltenden Bestimmungen und Vorschriften zur Betriebssicherheit und Unfallverhütung verwendet werden.

              Unsachgemäße Verwendung
      Bestimmte Verwendungen des Produkts und Arbeiten am bzw. mit dem Produkt sind nicht gestattet,
      insbesondere:
          ▪   die Verwendung mit einer nicht dem Typenschild entsprechenden Spannung / Frequenz
          ▪   das Arbeiten an unter Spannung stehenden Komponenten
          ▪   Verwendung eines nicht ordnungsgemäß instandgehaltenen Produkts
          ▪   Verwendung des Produkts außerhalb des angegebenen Temperaturbereichs für den Betrieb

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             Warnhinweis bezüglich des Gerätetyps

                VORSICHT

      Beschädigung des Geräts
      Das PSD ist ein Gerät der Schutzklasse IP67 und für den Betrieb in einem Temperaturbereich von -20 °C bis
      +60 °C vorgesehen. Es darf nicht unter Bedingungen verwendet werden, die nicht diesen Kriterien entsprechen.
      Der Akku des PSD kann nicht aufgeladen werden, wenn er eine Temperatur von über 40 °C aufweist.
      Das MSD ist ein Gerät der Schutzklasse IP30 und für den Betrieb in einem Temperaturbereich von -20 °C bis
      +60 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von maximal 90 % vorgesehen. Bei Einsatz in Umgebungen, die
      diesen Kriterien nicht entsprechen, ist ein geeignetes Zweitgehäuse zu verwenden.
      Eine Über-/Unterschreitung dieser Kenndaten macht die Sicherheitsklassifizierung der Geräte ungültig und kann
      einen Ausfall des Not-Halt-Systems für Ihre Anlage zur Folge haben, was wiederum dazu führen kann, dass die
      Anlage in einer Notfallsituation nicht angehalten werden kann und Körperverletzungen, möglicherweise mit
      tödlichem Ausgang, verursacht werden.

                VORSICHT

      Die Wahl des Anschlusses hängt von dem für die vorgesehene Anwendung und Anlage erforderlichen
      Sicherheitsniveau ab. Zur Erzielung einer Sicherheitsstufe gemäß SIL 3 wird ein Zwei-Kanal-Anschluss benötigt
      und empfohlen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit eines Ein-Kanal-Anschlusses, mit dem niedrigere
      Sicherheitsstufen erzielt werden; diese Konfiguration wird hier ebenfalls erläutert.
      Ferner muss beachtet werden, dass der Ethernet-Port nicht für sicherheitskritische Funktionen, sondern nur für
      Kommunikationszwecke ausgelegt ist. Deshalb darf die grüne Taste des PSD nicht für sicherheitskritische
      Funktionen wie etwa den Neustart der Anlage verwendet werden.
      Die Verwendung der grünen Taste für sicherheitskritische Funktionen kann zu einer unerwarteten Aktivierung
      der Funktion und folglich zu Körperverletzungen, möglicherweise mit Todesfolge, führen.

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      3. Betriebsprinzip
      3.1 Allgemeines
      Das MSD ist mit zwei Sicherheitsrelais ausgestattet, die in Serie an einen externen, verdrahteten Not-Aus-
      Schaltkreis angeschlossen sind, der den Betrieb der Anlage ermöglicht. Bei den Sicherheitsrelais des MSD
      handelt es sich um schließende Kontakte: Wenn die Stromzufuhr zum MSD unterbrochen wird, öffnen sich die
      Relais, und die Anlage wird angehalten, als ob ein Not-Aus-Schalter gedrückt würde.
      Beim MSD handelt es sich um eine komplexe Sicherheits-SPS. Beim Auftreten eines Fehlers öffnet sie ihre
      Sicherheitsrelais; im normalen Betriebsmodus hält sie diese Sicherheitsrelais in einem geschlossenen Zustand.
      Der normale Betriebszustand kann aufrecht erhalten werden, wenn kein PSD angeschlossen ist und wenn ein
      oder mehrere PSDs angeschlossen und im Normalbetrieb sind.
      PSDs können je nach Bedarf angeschlossen und entfernt werden, ohne dass dadurch die Funktion der Not-Aus-
      Sicherheitsrelais des MSD beeinflusst wird, vorausgesetzt die PSDs werden nach dem hierfür vorgesehenen
      Verfahren zum Verbindungsaufbau mit der aktiven Gruppe bzw. zum Trennen von der aktiven Gruppe in das
      System aufgenommen bzw. daraus entfernt. (zum Patent angemeldet)
      Bei einem PSD, das Bestandteil der aktiven Gruppe ist, wird eine Not-Aus-Abschaltung ausgelöst, wenn die Not-
      Aus-Taste gedrückt wird oder wenn die HF-Verbindung zum MSD unterbrochen wird, entweder weil a) das Gerät
      die Reichweite des Signals verlässt, b) sich das Gerät aufgrund eines leeren Akkus ausschaltet, c) am Gerät ein
      Fehler auftritt oder d) die HF-Verbindung aufgrund von Störungen unterbrochen wird.
      Sowohl MSD als auch PSDs sind mit vollständig redundanter Hardware und sicherheitskritischer Software
      ausgestattet. Die einzelnen Komponenten wie auch das gesamte System erfüllen die
      Sicherheitsanforderungsstufe SIL3 gemäß ISO 61508.
      Das MSD fragt die PSDs abwechselnd ab und weist einem PSD einen verfügbaren aktiven Modulplatz zu. Die
      verbundenen PSDs antworten nach jeder MSD-Abfrage ebenfalls mit einer Abfrage, wodurch ein geschlossener
      Sicherheitskreislauf entsteht.

      3.2 Funkübertragung
      Die Verbindung zwischen dem MSD und den PSDs erfolgt per Funkkommunikation. Es stehen mehrere
      Funkfrequenzbereiche für die Nutzung durch die Geräte bereit.
      Vor der Auslieferung des Systems werden ein bestimmtes Frequenzband und ein bestimmter Kanal eingestellt.
      Je nach dem Frequenzband steht eine bestimmte Anzahl an Funkkanälen zur Verfügung.
      Damit MSD und PSDs miteinander kommunizieren können, müssen sie auf ein und demselben Funkkanal
      betrieben werden.
      Einige Systeme nutzen zwei Funkkanäle in einem Frequenzdiversitätsmodus, um die Störfestigkeit gegenüber
      Funkstörungen zu verbessern.

      3.2.1 Kontinuierliche Übertragung
      Nachdem die Geräte miteinander verbunden wurden, muss die Übertragung zwischen MSD und PSD
      kontinuierlich erfolgen. Das MSD benötigt die auf diese Weise empfangenen Informationen, um seine Not-Aus-
      Sicherheitsrelais in einem geschlossenen Zustand zu halten. Wenn das MSD nicht innerhalb von kurzer Zeit ein
      gültiges Telegramm von einem verbundenen PSD empfängt, schaltet es die Not-Aus-Sicherheitsrelais aus.
      Um eine optimale Kommunikation zwischen dem MSD und PSD zu gewährleisten, muss das PSD so weit wie
      möglich in Sichtweite der MSD-Antenne betrieben werden. Vermeiden Sie eine Abschirmung des Signalwegs
      durch größere Hindernisse aus Metall oder andere dickere Festkörper.

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      3.2.2 Funkstörungen
      Signale von anderen Funkwellen erzeugenden Quellen können die Funkkommunikation zwischen MSD und PSD
      behindern. Wenn die Zuverlässigkeit der Funkverbindung durch Störungen beeinträchtigt wird, kann ein
      Umschalten des Funkkanals oder des Funkbandes notwendig sein.

      3.3 Telegrammsicherheit
      Das übertragene Telegramm enthält mehrere Sicherheitsmerkmale.

      3.3.1 Rahmen-Typ
      Jede Meldung enthält eine 8-Bit-Meldungstyp-Kennung, die für das verwendete Gerät spezifisch ist.

      3.3.2 Systemadresse
      Ihr persönliches Sicherheitssystem verwendet 32.768 einmalige Master-Adressen und 15 Sub-Adressen pro MSD
      (eine für jedes mögliche zugewiesene PSD).
      Diese Systemadresse wird jedem Telegramm beigefügt, das zwischen dem MSD und dem PSD übertragen wird.
      Die Daten gelten nur dann als gültig, wenn die Adresskombination übereinstimmt. Diese Sicherheitsvorkehrung
      sorgt dafür, dass das MSD nur auf ihm zugewiesene PSDs reagiert.

      3.3.3 CRC
      Das Telegramm wird mithilfe einer 16-Bit-CRC auf seine Integrität geprüft. Rahmen, die eine nicht
      übereinstimmende CRC enthalten, werden abgelehnt.

      3.3.4 Rahmenzähler
      Jede Meldung enthält einen integrierten Rahmenzähler, der mit jedem Datenrahmen wechselt. Dies verhindert
      das Einfrieren von Daten und das Hacken von Datenrahmen.

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      4. Frequenzauswahl
      Der zuverlässige Betrieb des Safe-E-Stop-Systems hängt von der korrekten Auswahl eines oder mehrerer
      störungsfreier Funkkanäle ab; eine fehlerhafte Auswahl kann zu einem unerwarteten Ausschalten der Anlage
      führen. Die Betriebsfrequenz des Safe-E-Stop-Systems wird werksseitig eingestellt und kann vor Ort nicht
      geändert werden; das heißt, die korrekte Frequenzauswahl muss vor dem Bau des Systems vorgenommen
      werden. Wenn die Betriebsfrequenz geändert werden muss, nachdem das Gerät das Werk verlassen hat,
      müssen die PSDs und MSDs zwecks Neuprogrammierung an das Werk zurückgesendet werden.
      Je nach dem, in welcher Region das System zum Einsatz kommt, stehen lizenzierte und/oder lizenzfreie Kanäle
      zur Verfügung:
          ▪   Lizenzierte Kanäle bieten die höchste Signalzuverlässigkeit, weil die Freigabe der Kanäle in der
              betreffenden geografischen Region reguliert und kontrolliert wird.
          ▪   Lizenzfreie Kanäle sind nicht reguliert, deshalb ist der Anwender verpflichtet, die in seiner Einrichtung
              genutzten Frequenzen zu überwachen und zu kontrollieren. Es ist jedoch schwieriger zu ermitteln, ob
              andere Anwender in der Nähe existieren; der Betrieb in einem stahlverkleideten Gebäude bietet einen
              gewissen Grad an Isolierung von externen Quellen, und an einem offenen Standort ist es möglicherweise
              besser, lizenzierte Kanäle zu nutzen.
      Der Anwender ist dafür verantwortlich, einen Frequenzplan zu führen und dadurch einen störungsfreien Betrieb
      des Safe-E-Stop-Systems und anderer Funkgeräte am Standort zu ermöglichen. Um eine geeignete
      Betriebsfrequenz einstellen zu können, muss man die genutzten Funkkanäle sowie die im Folgenden erläuterten
      Regeln kennen.

                                        Tabelle 1: Frequenzabstand nach HF-Band
              STARTFREQ.         ENDFREQ.       KAN.-ABSTAND                                         KAN.-,
      BAND    HZ                 HZ             KHZ               STARTKANAL        ENDKANAL         ABSTAND
      A       418.000.000
      B       433.077.500        434.777.500    25                A00               A68              2 (50 kHz)
      C       447.000.000
      D       450.000.000        470.000.000    12,5              A00               Q00              4 (50 kHz)
      E       868.000.000
      F       902.600.000        927.500.000    100               A00               C49              2 (200kHz)

      Tabelle 1 enthält eine Aufstellung der sechs Betriebsbänder; derzeit hat nur die Bänder B, D und F freigegeben.
          ▪   In Nordamerika ist das Band D lizenziert und das Band F lizenzfrei.
          ▪   In Europa und vielen anderen Regionen einschließlich Brasilien wird das lizenzfreie Band B genutzt.

      4.1 Regeln zur Frequenzauswahl
          1. Ein Kanal kann eine beliebige Frequenz zwischen der Startfrequenz und der Endfrequenz aufweisen, die
              durch den Kanalabstand teilbar ist.
              −     Beispiel: Der Kanal 6 von Band D entspricht 450,000,000 + (6x12,500) = 450,750,000
          Und für eine gegebene Frequenz.
          2. Wenn andere Systeme (auch andere Safe-E-Stop-Systeme) innerhalb von 10 m von dem Ort betrieben
              werden, an dem das Safe-E-Stop-System betrieben wird, muss eine Frequenz gewählt werden, die einen
              Abstand aufweist, der mindestens dem in der Spalte „Kan.-Abstand“ angegeben Wert entspricht.

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               −    Beispiel: Wenn ein anderes System auf der Frequenz von 450,700,000 betrieben wird, beträgt der
                    Mindestabstand laut Tabelle 1 50 kHz, d. h. 450,700,000-50,000 = 450,650,000 und 450,700,000 +
                    50,000 = 450,750,000. Beide Werte liegen zudem innerhalb der Start- und End-Frequenzbereiche.
                    Vergewissern Sie sich, dass ein gültiger Kanal entsprechend der oben genannten Regel 1 gewählt
                    wurde.
          3. Und achten Sie schließlich darauf, dass die abgeleitete Frequenz nicht in der unten stehenden Tabelle
               aufgeführt ist.

                                               Tabelle 2: Nicht unterstützte Frequenzen
      ZU VERMEIDENDE FREQUENZEN
      Band B                     Band D                                              Band F
      434.177.500                466.937.500                 902.600.000        912.100.000     921.600.000
                                                             902.700.000        912.200.000     921.700.000
                                                             902.800.000        912.300.000     921.800.000
                                                             902.900.000        921.100.000     921.900.000
                                                             911.700.000        921.200.000     922.000.000
                                                             911.800.000        921.300.000     922.100.000
                                                             911.900.000        921.400.000
                                                             912.000.000        921.500.000

      kann Sie bei der Frequenzauswahl unterstützen, wenn eine Liste der in der unmittelbaren Betriebsumgebung
      genutzten Frequenzen vorliegt.

      4.2 Standortplanung
      Nach Möglichkeit muss der Frequenzabstand von Funksystemen mindestens den in der letzten Spalte der unten
      stehenden Tabelle aufgeführten Abständen entsprechen.

                                          Tabelle 3: Kanalabstand für benachbarte Systeme
               STARTFREQ.           ENDFREQ.       KAN.-ABSTAND                                  KAN.-,
      BAND     HZ                   HZ             KHZ             STARTKANAL       ENDKANAL     ABSTAND
      A        418.000.000
      B        433.077.500          434.777.500    25              A00              A68          2 (50 kHz)
      C        447.000.000
      D        450.000.000          470.000.000    12,5            A00              Q00          4 (50 kHz)
      E        868.000.000
      F        902.600.000          927.500.000    100             A00              C49          2 (200kHz)

      NB: Die Kanäle werden auf dem Gerät in Form einer dreistelligen Kennung identifiziert (siehe 5. und 6. Spalte der
      obigen Tabelle).
      Die Kanäle gehen von A00 bis A99 und dann von B00 bis B99 usw., bis der Endkanal erreicht wird.
      Zur Bestimmung des Abstands zu benachbarten Systemen können wir den Wert in der letzten Spalte verwenden.
      Dies hilft, die Methode zur Bestimmung der geeigneten Kanäle an einem Standort zu vereinfachen.
      Wenn alle verfügbaren Kanäle belegt sind (eher unwahrscheinlich beim Frequenzband 450 MHz oder 915 MHz),
      können wir anhand des angegebenen Kanalabstands dazwischen liegende Frequenzen (jeweils im Abstand von
      1 Kanal) nutzen, sofern diese 100 m von den Systemen entfernt sind, die den benachbarten Kanal nutzen.

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      5. Konfigurationsparameter für PSD und MSD
      Zu den werksseitig voreingestellten Systemparametern gehören das ausgewählte HF-Band, der primäre
      Funkkanal, der sekundäre Funkkanal (sofern vorhanden), die System-Master-Adresse sowie die PSD-spezifische
      Subadresse.
      Die Konfiguration jedes Systems ist in Klartext auf der Gerätebeschriftung angegeben.
      Ein System, bestehend aus einem MSD und einem oder mehreren PSDs muss mit einem korrekten Satz an
      Konfigurationsparametern versehen sein, um betrieben werden zu können. Die meisten Konfigurationsdetails
      müssen genau übereinstimmen; nur die Subadresse (das erste C im Beispiel unten) muss sich zwischen
      verschiedenen PSDs unterscheiden, gleichzeitig jedoch im Bereich der Subadressen enthalten sein, die vom
      MSD verwendet werden können.
      Kurz zusammengefasst:
          ▪   Ein PSD hat nur EINE Subadresse, und jedes PSD muss eine andere Subadresse haben.
          ▪   Ein MSD hat eine Serie an Subadressen.
          ▪   Sowohl die PSDs als auch das MSD haben eine Reihe weiterer Parameter, die genau übereinstimmen
              müssen.

      5.1 Details zur PSD-Konfiguration

                                     Abbildung 1: PSD-Konfigurationsbeschriftung

      Abbildung 1 zeigt die Beschriftung auf dem PSD. In diesem Beispiel besitzt dieses PSD folgende Konfiguration:
      D-C23*00-C-CB6A mit Bezug auf Tabelle 1.
      Band D = 450 MHz, ein Kanal C23 in diesem Band, Subadresse C und Master-Adresse CB6A.

                                                            16
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      Zur besseren visuellen Identifizierung und Differenzierung sind folgende Hilfsmittel optional verfügbar:
          ▪   Ein Bogen mit verschiedenfarbigen Etiketten mit dem -Logo, die vom Benutzer angebracht werden
              können.
          ▪   Verschiedenfarbige Gummischutzränder, die werksseitig installiert werden.

      5.2 Details zur MSD-Konfiguration

                                      Abbildung 2: MSD-Konfigurationsbeschriftung
      Abbildung 2 zeigt die Beschriftung auf dem MSD. Im Beispiel wird ein MSD mit folgender Konfiguration gezeigt:
      A-23-00-AO-CB6A mit Bezug auf Tabelle 4.
      Band A = 418 MHz, ein Kanal 23 in diesem Band, Subadresse Bereich A bis O und Master-Adresse CB6A.
      In diesem Beispiel kann das MSD mit dem PSD aus obiger Abbildung 1 zusammen betrieben werden, weil das
      Band, der Kanal und die Master-Adresse des PSDs übereinstimmen und die Subadresse C des PSDs im
      kompatiblen Bereich für dieses MSD von A bis O liegt.

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                                         Tabelle 4: Beispiele für Konfigurationsparameter
      BEISPIELE HARDWARE-           BEISPIELE KONFIGURATIONS-ABSCHNITT
      ABSCHNITT
                                             1. Funkkanal              2. Funkkanal             Subadresse               Master-Adresse
                     HF-             1.                           2.
                    Band   Farbe                Kan.    Kan.               Kan.    Kan.         SAC       SAC     MA1                      MA4
      MSD/PSD-                      Sub                          Sub                                                      MA2    MA3
                            des                 dez.    Einh.              dez.    Einh.        Start     Ende   (MSB)                    (LSB)
       Version                      Band                         Band
                           PSDs
                                                                 A−Z
                    A−Z              A−Z         0−         99             0−         99        A−O       A −O   0−E      0−F    0−F      0−F
                                                                 oder *

      PSD    1       A      R            A        1         1      *           0      0            A              0        0       0       1
             1       B      B            B        1         2      A           0      0            B
             1       C      G            C        6         4      B           0      0          C
             1       D      O                     0         4                  2      6            K              C        B       6       A
             1       E      R            Y        7         6      Y           0      0            L
             1       F      R            Z        9         9      Z           0      0          O
      MSD
             1       A                   A        1         1      A           0      0            A       O
             1       B                   B        1         2      B           0      0            A       O
             1       C                   C        6         4      C           0      0            A       O
             1       D                            0         5                  0      0            A       O
             1       E                   Y        7         6      Y           0      0            A       O
             1       F                   Z        9         9      Z           0      0            A       O      E        F       F       F

                                                        Tabelle 5: Frequenzbänder
      BAND                         FREQ MHZ                                                TYPISCHE VERWENDUNG IN
      A                            418                                                     China
      B                            433                                                     EU und andere
      C                            447                                                     EU lizenziert
      D                            450                                                     Nordam. und andere lizenzierte
      E                            869                                                     EU
      F                            915                                                     Nordam.

                                Tabelle 6: Beispiele für verwendete Konfigurationsnummern
      ARTIKELNUMMER                           VOLLSTÄNDIGE KONFIGURATIONS-                              AUF DEM GERÄT
                                              TEILENUMMER
      PSD-1-A-R                               PSD-1-A-R-D23*00-A-CB6A                                   A-D23*00-A-CB6A
      MSD-1-A                                 MSD-1-A-D23*00-AO-CB6A                                    A-D23*00-AO-CB6A

                                                                          18
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      6. PSD
      6.1 PSD Überblick
      Die PSDs sind so etwas wie ein Satz an drahtlosen Not-Aus-Schaltern, die je nach Bedarf dynamisch mit dem
      MSD verbunden werden. Es muss kein PSD am MSD angeschlossen sein, damit die Sicherheitsrelais des Not-
      Aus-Systems am MSD geschlossen bleiben; so lange die Stromversorgung zum MSD besteht und keine Fehler
      vorliegen, bleiben diese Relais geschlossen, und der physisch verdrahtete Not-Aus-Schaltkreis bleibt intakt.
      Das MSD bietet die physische Verbindung zum verdrahteten Not-Aus-System der Anlage. Seine Not-Aus-
      Sicherheitsrelais werden in Serie an diesen Schaltkreis angeschlossen und geben den Status der Not-Aus-
      Schalter der PSDs wieder.
      Bis zu fünf von insgesamt fünfzehn PSDs können jeweils gleichzeitig an ein MSD angeschlossen werden.
      Wenn ein PSD mit dem MSD verbunden ist, gelten für die Not-Aus-Sicherheitsrelais des MSDs ebenfalls weitere
      Regeln bezüglich der Funkkommunikationsverbindung zwischen dem PSD und dem MSD, die störungsfrei und
      durchgehend sein muss, sowie im Hinblick auf den Not-Aus-Schalter des PSD, der deaktiviert bleibt.
      Ein Fehler in oder eine Unterbrechung der Funkverbindung oder das Drücken eines Not-Aus-Schalters bewirkt
      ein Öffnen der Not-Aus-Relais des MSD.
      Bei Fehler in oder Unterbrechung der Funkverbindung werden ferner die COMM LOSS-Relais geöffnet.
      Ein kontrollierter Prozess ist eingerichtet, mit dem PSDs mit dem MSD verbunden und von ihm getrennt werden
      können.

      6.2 PSD-Statusanzeige
      PSDs sind mit akustischen, visuellen (LED und LCD) sowie haptischen (Vibrations-) Warnsystemen ausgestattet,
      die den aktuellen Status wie Normalbetrieb, Akku schwach, schwaches Funksignal usw. angeben.

                                               Abbildung 3: PSD-Anzeige

                                                            19
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      6.2.1 LEDs auf dem PSD
      In der oben gezeigten Abbildung 3 befinden sich vier LEDs oberhalb des Not-Aus-Schalters. Es handelt sich um
      Folgende:
      STATUS               Diese LED blinkt:
                                 GRÜN: Normalbetrieb
                                 ORANGE: Es liegt eine Bedingung vor, die vom Anwender besondere Aufmerksamkeit
                           erfordert.
                                 ROT: Es liegt eine Bedingung vor, die vom Anwender eine Abhilfemaßnahme erfordert.
      COMM LOSS            Leuchtet ROT, wenn die Kommunikationsverbindung dieses PSD unterbrochen ist.
                           Leuchtet ORANGE, wenn die Kommunikationsverbindung eines anderen PSD unterbrochen ist.
      LO BAT (AKKU         Leuchtet ROT, wenn der Akku aufgeladen werden muss.
      SCHWACH)
      ERROR (FEHLER)       Leuchtet auf, wenn ein interner Fehler vorliegt.

      6.2.1.1 PSD-LCD
      Auf dem LCD werden nützliche Informationen für den Benutzer angezeigt. Die Hintergrundbeleuchtung schaltet
      sich immer dann ein, wenn sich die angezeigte Meldung ändert, und diese Hintergrundbeleuchtung bleibt
      10 Sekunden eingeschaltet.

      6.2.1.2 Überwachung der Funksignalqualität
      Die Funksignalqualität wird überwacht und am PSD in Form eines grafischen Symbols angezeigt, wie in
      Abbildung 4 zu sehen.
      Mehr Balken stehen für ein stärkeres Signal. Wenn das Signal sehr schwach ist, blinkt das Symbol.
                                                                              RSSI-Niveau

                                   Abbildung 4: Überwachung der Funksignalqualität

      6.2.1.3 Akkuüberwachung
      Die geschätzte Akkuladung wird überwacht und am PSD in Form eines grafischen Symbols sowie einer
      Zeitangabe in Stunden angezeigt, wie in Abbildung 5 zu sehen.
      Diese Zeit wird in einer Auflösung von 0,5 Stunden angezeigt, dabei handelt es sich um einen Annäherungswert;
      die Genauigkeit kann abhängig von bestimmten Bedingungen, beispielsweise der Temperatur, variieren.
      Das Symbol blinkt, wenn die Akkuladung sehr gering ist.
      Wenn die LED „LO BAT“ (AKKU SCHWACH) aufleuchtet, bedeutet dies, dass unabhängig von dem am LCD
      angezeigten Stundenwert ein Ausschalten des Geräts aufgrund eines leeren Akkus unmittelbar bevorsteht.

                                                                 20
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                                                                    Batterie
                                      Abbildung 5: Überwachung der Akkuladung

      6.2.1.4 Allgemeine Statusüberwachung
      Am Haupt-LCD-Display wird der allgemeine Status wie in der Tabelle unten erläutert wiedergegeben.

      6.3 Beitritt in eine Not-Aus-Gruppe
      So wird ein PSD mit einer Gruppe verbunden:
          1. Vergewissern Sie sich, dass das PSD eine passende Konfiguration für das MSD aufweist, mit dem es
             verbunden werden soll.
          2. Achten Sie darauf, dass das PSD in einwandfreiem physischem Zustand ist und dass sich der Not-Aus-
             Schalter in der freigegebenen Position befindet.
          3. Drücken Sie am PSD kurz die Taste „|“, um das Gerät einzuschalten. Die LEDs und das Display zeigen
             einen Status der folgenden Tabelle an. Wenn das Gerät ordnungsgemäß funktioniert, erscheint am LCD
             die Meldung „LINK? HOLD |“ (VERBINDEN? | GEDRÜCKT HALTEN). Wenn nach 30 Sekunden kein
             Bedienschritt ausgeführt wird, schaltet sich das Gerät aus.
          4. Überprüfen Sie am LCD-Display, ob ausreichend Akkukapazität für die Dauer der durchzuführenden
             Arbeit vorhanden ist.

                                    Tabelle 7: PSD-Betriebsstatus ohne Verbindung
                     GEDRÜCKTE      STATUS-      LED COMM       LED LO      LED        HAPTISCHES
                     TASTE          LED          LOSS           BAT         ERROR      FEEDBACK      DISPLAY
      PSD-STATUS OHNE VERBINDUNG
      PSD nicht      NOT-AUS        Rot                                                3 kurze       REL ESTOP
      verbunden –                                                                      Impulse       (NOT-AUS
      NOT-AUS                                                                                        FREIG.)
      gedrückt
      PSD nicht                                                                        1 kurzer      LINK? HOLD I
      verbunden                                                                        Impuls        (VERBINDEN?
                                                                                                     | GEDRÜCKT
                                                                                                     HALTEN)
      Automatische                                                                     3 kurze       SHUTDOWN
      Abschaltung                                                                      Impulse
      in 30 s
      Manuelles      Trennverfahr                                                      3 kurze       SHUTDOWN
      Ausschalten    en befolgen,                                                      Impulse
                     dann 3 s auf
                     „O“ drücken.
      Verbindungen                  Rot                                                3 kurze       LINKS FULL
      vollst.                                                                          Impulse       (VERBINDUN
                                                                                                     GEN VOLLST)

                                                           21
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      MSD nicht                         Rot               Orange                                3 kurze        MSD NOT
      erreichbar                                          blinkend                              Impulse        SEEN (MSD
                                                                                                               NICHT
                                                                                                               ERREICHBAR)

      Wenn Sie der Gruppe beitreten möchten, vergewissern Sie sich, dass Sie sich im Arbeitsbereich befinden, und
      drücken Sie die Taste „|"‘ und halten Sie sie länger als eine halbe Sekunde gedrückt. Kontrollieren Sie den
      Verbindungsstatus auf dem PSD-Display. Das PSD zeigt in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren eine
      Statusmeldung an, wie in der folgenden Tabelle erläutert.
      Wenn alles korrekt funktioniert, blinkt die grüne Status-LED grün, und am Display erscheint „PSD # ACTIVE“
      (PSD # AKTIV), wobei # für die Subadresse des PSD steht.

                                         Tabelle 8: PSD-Betriebsstatus bei Verbindung
                                                             LED      LED
                             GEDRÜCKTE         STATUS-       COMM     LO    LED     HAPTISCHES
                             TASTE             LED           LOSS     BAT   ERROR   FEEDBACK              DISPLAY
      STATUS PSD-VERBINDUNGSAUFBAU
      PSD-                   „|“ für 500 ms                                         1 kurzer Impuls,      LINKING
      Verbindungsaufbau                                                             wenn die              (VERBINDUNGSAUFBAU)
                                                                                    Verbindung            (blinkt, bis Verbindung
                                                                                    hergestellt wird      hergestellt ist)
      STATUS PSD VERBUNDEN
      PSD verbunden                            Grün                                 1 kurzer Impuls       PSD # ACTIVE (PSD #
      (normaler                                (blinkend)                           (bei Übergang zum     AKTIV)
      Betriebsmodus)                                                                Status „PSD
                                                                                    verbunden“ – siehe
                                                                                    PSD-
                                                                                    Verbindungsaufbau
                                                                                    weiter oben)

      Nachdem das PSD der Not-Aus-Gruppe beigetreten und ein aktives Mitglied dieser Gruppe geworden ist, wird am
      PSD-Display der aktuelle Status wie in der folgenden Tabelle gezeigt wiedergegeben; # entspricht dabei der
      aktuellen ID dieses oder eines anderen PSD:

                                              Tabelle 9: Betriebsstatus bei Verbindung
                         GEDRÜCKT STATUS-LED                LED       LED LO   LED       HAPTISCHES            DISPLAY
                         E TASTE                            COMM      BAT      ERROR     FEEDBACK
                                                            LOSS
     STATUS PSD VERBUNDEN
     PSD verbunden                      Grün (blinkend)                                  1 kurzer Impuls (bei PSD # ACTIVE
     (normaler                                                                           Übergang zum Status (PSD # AKTIV)
     Betriebsmodus)                                                                      „PSD verbunden“)
     PSD trennen         „O“, bis       Grün (erst                                                             PSD # ACTIVE
     Schritt 1           Status-LED     langsam dann                                                           (PSD # AKTIV)
                         beginnt        schnell
                         schnell zu     blinkend)
                         blinken;       Rückkehr in den
                         „O“ für        Normalbetrieb,
                         0,5 Sekunde    wenn die Taste
                         n loslassen,   nicht innerhalb
                         dann           von 5 Sekunden
                                        ein zweites Mal
                                        gedrückt wird.

                                                                     22
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     PSD trennen,        Erneut „O“   Grün (zunächst                                  1 kurzer Impuls (bei Wechselt zu:
     Schritt 2           für          schnell blinkend                                Übergang zum Status PSD-STATUS
     innerhalb von       1 Sekunde    dann aus)                                       „PSD getrennt“)      OHNE
     5 Sekunden          drücken                                                                           VERBINDUNG
                                                                                                           (wie oben
                                                                                                           beschrieben)
     NOT-AUS             NOT-AUS      Rot (blinkend)                                  3 kurze Impulse         NOT-AUS
     gedrückt
     NOT-AUS                          Rot (blinkend)                                  3 kurze Impulse         NOT-AUS #
     gedrückt – auf
     anderem PSD
     NOT-AUS wieder      NOT-AUS      Grün (blinkend)                                 1 kurzer Impuls auf     PSD # ACTIVE
     freigegeben         wieder                                                       allen PSDs              (PSD # AKTIV)
                         freigeben
     Comm Loss                        Rot (blinkend)     Rot                          3 kurze Impulse         COMM LOSS
     Comm Loss –                      Rot (blinkend)     Rot                          3 kurze Impulse         COMM LOSS #
     anderes PSD
     Wiederherstellun „|“ für         Orange                                          3 kurze Impulse         LINKING
     g der            500 ms          (blinkend)                                                              (VERBINDUNG
     Kommunikation                                                                                            SAUFBAU)
     innerhalb von
     30 s nach Comm
     Loss
     Wiederherstellun                 Rot (blinkend)     Rot                          3 kurze Impulse         RESET MSD
     g nach Comm                                         blinkend                     (bei Übergang zum       COMM LOSS #
     Loss                                                nach 30 s                    Status „PSD             (MSD
     fehlgeschlagen;                                                                  getrennt“)              RÜCKSETZEN
     Wiederherstellun                                                                                         COMM LOSS #)
     g an MSD
     durchführen
     AKKU / RSSI-ÜBERWACHUNG
     Funksignal                       Grün (blinkend)    Orange                       3 kurze Impulse alle    PSD # ACTIVE
     schwach                                             blinkend                     10 s, 1 kurzer Impuls   (PSD # AKTIV)
                                                                                      bei erneutem Eintritt
                                                                                      in einen Bereich mit
                                                                                      ausreichendem
                                                                                      Funksignal
     Akku schwach                     Rot blinkend                   Orange           3 kurze Impulse alle    PSD # ACTIVE
                                                                     blinkend         10 s                    (PSD # AKTIV)
     ERROR                                                                      Rot
     (FEHLER)

                                                                    23
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      Die Status-LED weist in der Regel auf folgende Zustände hin:

                              Tabelle 10: Allgemeine Bedeutung der Status-LED des PSD
      GRÜN                                         Normalbetrieb
      ORANGE                                       Zu beachtende Elemente
      ROT                                          Maßnahme zur Behebung eines Problems erforderlich

      Das haptische Feedback weist in der Regel auf folgende Zustände hin:

                             Tabelle 11: Allgemeine Bedeutung des haptischen Feedbacks
      EIN IMPULS                                   Bestätigung
      DREI IMPULSE                                 Warnung bei einem ungewöhnlichen Ereignis

      6.4 Normalbetrieb
      Nachdem die Verbindung zu einem MSD hergestellt wurde, kann mit dem Normalbetrieb begonnen werden.
      Im Normalbetrieb müssen alle angeschlossenen PSDs ihre Not-Aus-Schalter freigegeben haben, eine
      ausreichende Akkukapazität aufweisen und sich in einem Bereich mit gutem Funkempfang befinden (in der Regel
      nicht mehr als ca. 100 m von der Anlage entfernt, dieser Abstand kann jedoch je nach Umgebung unterschiedlich
      sein).

      6.4.1 Unterbrechung der Kommunikationsverbindung
      Wenn ein PSD aus dem Empfangsbereich entfernt wird, kommt es zu einem Not-Halt. Es handelt sich hierbei um
      eine sicherheitskritische Funktion, die dafür sorgen soll, dass die Not-Aus-Funktion eines angeschlossenen PSD
      immer verfügbar ist. Da dies nicht ideal ist, gibt das PSD eine Warnung aus, wenn das Signal zu schwach wird,
      indem die Status-LED rot blinkt (was eine Maßnahme seitens des Anwenders erfordert), die LED COMM LOSS
      zu orange wechselt, am Display die Meldung „REDUCE RANGE“ (ABSTAND VERKLEINERN) angezeigt wird
      und haptische Vibrationen in Gruppen von 3 Impulsen erfolgen. Der Anwender muss sich der Anlage nähern,
      sonst riskiert er das Auslösen eines Not-Halts aufgrund einer Unterbrechung der Kommunikationsverbindung.
      Wenn ein PSD aus dem Empfangsbereich entfernt wird und eine COMM LOSS verursacht, werden die
      Sicherheitsrelais der Not-Aus-Funktion und der COMM LOSS am MSD geöffnet.

      6.4.2   Wiederherstellung nach Kommunikationsverlust – Schritt 1
      Für das PSD, bei dem der Kommunikationsverlust auftritt, gibt es eine Frist von 30 Sekunden, um wieder in den
      Empfangsbereich zurückzukehren, wonach der Anwender die Taste „|“ am PSD drückt, um den Betrieb des MSD
      wieder aufzunehmen. Die Anlage muss jedoch zurückgesetzt werden.

      6.4.3   Wiederherstellung nach Kommunikationsverlust – Schritt 2
      Wenn das PSD, bei dem der Kommunikationsverlust auftritt, nicht innerhalb von 30 Sekunden in den
      Empfangsbereich zurückkehrt, kommt es zu einem vollständigen COMM LOSS. Alle PSDs werden getrennt, und
      es ist eine MSD-Rücksetzung erforderlich. Hierzu wird eine Taste gedrückt, die physisch mit den
      Sicherheitsinputs des MSD COMM LOSS Rücksetzungsschalters verbunden ist. Anschließend müssen alle PSDs
      erneut angeschlossen werden, um ihren Betrieb aufzunehmen, und die Anlage muss zurückgesetzt werden.
      Dieser Prozess ermöglicht eine Wiederherstellung nach dem versehentlichen Entfernen eines PSD aus dem
      Empfangsbereich, ohne ordnungsgemäß getrennt worden zu sein.
      Beim Wiederherstellungsprozess müssen alle Benutzer berücksichtigt werden.

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      6.4.4 Aktivierung eines Not-Aus-Schalters
      Im Normalbetrieb kann der Not-Aus-Schalter jederzeit gedrückt werden. Dadurch werden die Not-Aus-
      Sicherheitsrelais des MSD innerhalb von 500 ms geöffnet, wodurch die Anlage in einen sicheren Zustand versetzt
      wird. Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall die COMM LOSS-Relais des MSD geschlossen bleiben.
      Auf dem PSD, auf dem der Not-Aus-Befehl aktiviert wurde, blinkt die Status-LED rot, und am Display wird
      „ESTOP“ angezeigt. Die Haptik vibriert drei Mal.
      Die Status-LEDs der anderen PSDs (sofern vorhanden) blinken orange. Hier wird am Display ESTOP #
      angezeigt, wobei # der aktuellen Nummer (1-5) des PSD entspricht, auf dem der Not-Halt aktiviert wurde. Die
      Haptik vibriert drei Mal.

      6.4.5 Wiederherstellung nach einem Not-Halt
      Zur Wiederherstellung nach einem Not-Halt muss zunächst das Problem ordnungsgemäß behoben werden, das
      zur Betätigung des Not-Aus-Schalters geführt hat. Am PSD, auf dem der Not-Halt ausgelöst wurde, muss der
      Not-Aus-Schalter freigegeben werden. Daraufhin werden die Not-Aus-Sicherheitsrelais des MSD wieder
      geschlossen, und die Anlage kann zurückgesetzt werden, um ihren Betrieb wieder aufzunehmen.

      6.5 Ausscheiden aus einer Not-Aus-Gruppe
      Ein aktives Mitglied einer Not-Aus-Gruppe kann Gründe haben, den Betriebsbereich zu verlassen, z. B. am Ende
      des Arbeitstags, Einlegen einer Pause, Schichtwechsel usw.
      Mitglieder können jederzeit aus der Gruppe ausscheiden, ohne einen Not-Aus oder einen Kommunikationsverlust
      zu verursachen. Hierzu befolgen sie ein einfaches Verfahren, mit dem das MSD informiert wird, dass der PSD-
      Benutzer die Gruppe auf kontrollierte und sichere Weise verlassen möchte.
      Drücken Sie einfach die Taste „O“, und halten Sie sie 1 Sekunde gedrückt, bis die Status-LED beginnt schnell zu
      blinken, lassen Sie dann die Taste „O“ für 0,5 Sekunden wieder los, und drücken Sie erneut die Taste „O“
      1 Sekunde lang. Auf diese Weise wird das PSD vom MSD getrennt. Hinweis: Wenn die „O“-Taste nicht innerhalb
      von 5 Sekunden ein zweites Mal gedrückt wird, kehrt das PSD wieder in den Normalbetriebsstatus zurück.
      (Dieses Verfahren verhindert ein versehentliches Trennen eines PSD.)
      Wenn das PSD in den getrennten Zustand wechselt, vibriert die Haptik einmal, um die Trennung zu bestätigen,
      und am LCD-Display erscheint „LINK? HOLD |“ (VERBINDEN? | GEDRÜCKT HALTEN).

      6.6 Ausschalten des PSD
      Im getrennten Status kann das PSD entweder durch Nichtbetätigung während 30 Sekunden (wonach es
      automatisch ausgeschaltet wird) oder durch Drücken und Gedrückthalten der „O“-Taste während 3 Sekunden
      ausgeschaltet werden.

      6.7 Aufladen des Akkus
          1. Das Netzteil muss an eine Steckdose angeschlossen werden.
          2. Schließen Sie das Netzteil an die Ladestation an.
          3. Stellen Sie das PSD auf die Ladestation.
          4. Vergewissern Sie sich, dass das Netzteil eingeschaltet ist und die LED am Netzteil leuchtet.
          5. Das Laden des Akkus beginnt.
          6. Das vollständige Laden des PSD-Akkus dauert etwa 3 Stunden.

      6.7.1   Akkukapazität und -lebensdauer
      Der Akku im PSD verliert im Laufe der Zeit an Leistungsfähigkeit und erreicht nach etwa 500 Lade-/Entladezyklen
      eine Kapazität von 80 %, wodurch die maximale Laufzeit des PSD verkürzt wird.

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