Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb

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Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Tesla-Schule Berlin-Pankow

             Nichtoffener Wettbewerb

             Auslobung
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Nichtoffener Wettbewerb

Tesla-Schule
Berlin-Pankow

Auslobung

Berlin, Mai 2011
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D
Brückenstraße 6
10179 Berlin

Wettbewerbsauslobung
Nanna Sellin-Eysholdt, SenStadt II D 11
Norbert Giebels, Architekt

Druck
A&W Berlin
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Inhaltsverzeichnis

Anlass und Ziel ........................................................................................7

Teil 1     Verfahren .....................................................................................9
1.1        Auslober,, Bauherr,
           Auslober   Bauherr, Nutzer.............................................................9
                                  Nutzer.............................................................
1.2        Art des Verfahrens ........................................................................9
1.3        Richtlinien für Wettbewerbe........................................................10
1.4        Wettbewerbsteilnehmer .............................................................. 11
1.5        Preisgericht und Vorprüfung ....................................................... 11
1.6        Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ........................................13
1.7        Abgabe der Wettbewerbsarbeiten ..............................................13
1.8        Ortsbesichtigung, Rückfragen ....................................................14
1.9        Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen ....................................14
1.10       Geforderte Leistungen ................................................................15
1.11       Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .......................................17
1.12       Preise und Anerkennungen ........................................................17
1.13       Weitere Bearbeitung ...................................................................17
1.14       Eigentum und Urheberrecht........................................................18
1.15       Verfassererklärung......................................................................18
1.16       Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten .........18
1.17       Haftung und Rückgabe ...............................................................19
1.18       Zusammenfassung der Termine .................................................19

Teil 2     Situation und Planungsvorgaben ...........................................21
2.1        Städtebauliche Rahmenbedingungen.........................................21
2.2        Historische Entwicklung..............................................................24
2.3        Schulbautyp SK Berlin ................................................................26
2.4        Freiflächen ..................................................................................28
2.5        Wettbewerbsgrundstück .............................................................28
2.6        Technische Infrastruktur..............................................................30
                        Infrastruktur..............................................................
2.7        Erschließung und Verkehr
                                  Verkehr ..........................................................
                                               ..........................................................31
2.8        Planungsrecht und Bauordnungsrecht .......................................31
2.9        Denkmalschutz ...........................................................................31

Teil 3     Wettbewerbsaufgabe................................................................35
3.1        Planungsumfang.........................................................................35
3.2        Städtebaulich-architektonische Zielsetzung ...............................35
3.3        Raumprogramm Sporthalle / Ganztagesbereich / Lehrküche.....36
3.4        Funktionale Anforderungen.........................................................39
3.5        Freiflächen / Außenanlagen........................................................42
3.6        Fassade Schulgebäude SK Berlin ..............................................43
3.7        Erschließung / Stellplätze ...........................................................44
3.8        Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung ......44
3.9        Baukosten / Wirtschaftlichkeit.....................................................45
3.10       Barrierefreies Bauen...................................................................47
3.11       Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien.........................47
3.12       Beurteilungskriterien des Preisgerichts ......................................47

Teil 4     Anhang ......................................................................................49
4.1        Digitale Anlagen auf CD-ROM ....................................................49
4.4        Quellenangaben .........................................................................51
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
Tesla-Schule                                                                 7

Anlass und Ziel

Der Schulstandort Rudi-Arndt-Straße / Conrad-Blenkle-Straße in Berlin-
Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg soll zur Errichtung einer dreizügigen Ge-
meinschaftsschule (Klassen 1 - 10) ausgebaut werden. Gegenstand des
Wettbewerbs ist der Neubau einer Dreifeld-Sporthalle mit einem Mehr-
zweckraum einschließlich Verteilerküche und einer Lehrküche sowie von
Außensportanlagen und Pausenflächen. Des Weiteren soll die Fassade
des für die Grundstufe vorgesehenen Schulgebäudes an der Conrad-
Blenkle-Straße, Bautyp SK Berlin von 1973, erneuert werden.

Das zweite Schulgebäude auf dem Standort und ein zugehöriges Rekto-
renwohnhaus wurden von Stadtbaurat Hermann Blankenstein entworfen
und 1889 errichtet. Die Schulbauten stehen als Gesamtanlage unter Denk-
malschutz. Die Blankenstein-Bauten sind nicht Gegenstand des Wettbe-
werbs. Es ist jedoch beabsichtigt, den Wettbewerbsgewinner auch mit der
Sanierung der historischen Gebäude und des SK-Schulgebäudes zu be-
auftragen.

Für die im Rahmen des Wettbewerbs ausgelobten Baumaßnahmen ste-
hen in den Kostengruppen 300, 400 und 500 ca. 7,5 Mio Euro (brutto)
zur Verfügung. Der Gesamtkostenrahmen der geplanten Baumaßnahmen
einschließlich der Sanierung der historischen Schulgebäude beträgt ca.
19,57 Mio Euro (brutto).

Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein städtebaulich und architekto-
nisch anspruchsvoller Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten
Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäu-
dekonzepts erwartet. Er soll im Kontext mit den benachbarten Baudenk-
mälern den Standort stadträumlich und funktional aufwerten.

Der Baubeginn ist für 2012 geplant.
Tesla-Schule Berlin-Pankow - Auslobung Nichtoffener Wettbewerb
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Teil 1 Verfahren

1.1        Auslober, Bauherr, Nutzer

Auslober, Bauherr
Land Berlin,
vertreten durch das Bezirksamt Pankow von Berlin
Immobilienservice
Fachbereich Hochbau
Storkower Straße 97
10407 Berlin
Detlev Lindner
Tel.: +49 (0)30 90295 4100
Fax: +49 (0)30 90295 4102
E-Mail: detlev.lindner@ba-pankow.verwalt-berlin.de

Bedarfsträger
Bezirksamt Pankow von Berlin
Amt für Schule und Sport
Fröbelstraße 17
10405 Berlin
Dr. Ines Weiß

Nutzer
Tesla-Schule
Rudi-Arndt-Straße 18
14407 Berlin

Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Nanna Sellin-Eysholdt II D 11
Tel.: +49 (0)30 9025 2039
Fax: +49 (0)30 9025 2535
E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de

mit
Norbert Giebels, Architekt Dipl.-Ing.
Mommsenstraße 52
10629 Berlin
Tel.: +49 (0)30 3759 1914
E-Mail: norbertgiebels@gmx.de

1.2        Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Wettbewerb für Architek-
ten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten. Das gesamte Ver-
fahren ist bis zum Abschluss anonym.
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                             10

Kommunikation
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teil-
nehmern erfolgt über E-Mail.

1.3       Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW
2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung
der RPW) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.

Die Architektenkammer Berlin wirkt vor, während und nach dem Wett-
bewerb beratend mit; sie registriert den Wettbewerb. Mit der Re-
gistrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen den
Richtlinien entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öf-
fentliche Auslober (RPW 2008 § 9) sind anzuwenden. Der Wettbe-
werb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr.
B-2011-09 geführt.

Einverständnis
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast er-
klärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den
vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008
einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und
während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Ver-
öffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsver-
waltung für Stadtentwicklung, Referat II D abgegeben werden.

Datenschutz
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auf-
tragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren
ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g.
Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer
automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Ver-
fasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen
werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammer-
mitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens kön-
nen auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der
Verfassererklärung).
Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der
Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung
dieser Datei fehlt.

Vergabekammer
Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU verge-
ben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die
öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren von der
Vergabekammer des Landes Berlin durchgeführt.

Vergabekammer des Landes Berlin
Martin-Luther-Straße 105
10825 Berlin
Tel.: +49 (0)30 9013 8316
Fax: +49 (0)30 9013 7613
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                                   11

1.4       Wettbewerbsteilnehmer

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung
im EU-Amtsblatt vom 30.03.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungs-
verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom
Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten in Arbeitsge-
meinschaft mit Landschaftsarchitekten ausgewählt.

1.5       Preisgericht und Vorprüfung
 Fachpreisrichter                 Piero Bruno
                                  Architekt, Berlin

                                  Klaus Theo Brenner
                                  Architekt, Berlin

                                  Antje Freiesleben
                                  Architektin, Berlin

                                  Barbara Hutter
                                  Landschaftsarchitektin, Berlin

 Stellvertretende                 Petra Vondenhof-Anderhalten
 Fachpreisrichter                 Architektin, Berlin

                                  Georg Bumiller
                                  Architekt, Berlin

 Sachpreisrichter                 Christine Keil
                                  Bezirksstadträtiin und Leiterin der Abteilung
                                  Jugend und Immobilien
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Ilka Wagnitz
                                  Leiterin Amt für Schule und Sport
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Hilmar von Lojewski
                                  Abteilungsleiter
                                  Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

 Stellvertretende                 Eberhard Frank
 Sachpreisrichter                 Leiter Immobilienservice
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Dr. Ines Weiß
                                  Amt für Schule und Sport
                                  Planung, Grundstücke und Gebäude
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Uwe Dechène
                                  Projektvorbereitung und -prüfung
                                  Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                                      12

 Sachverständige                  Detlev Lindner
                                  Immobilienservice, Fachbereich Hochbau
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Frank Klaft
                                  Immobilienservice, Fachbereich Hochbau
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Dirk Wozniak
                                  Immobilienservice, Fachbereich Hochbau
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Ina Carrasco
                                  Stadtentwicklungsamt, Stadtplanung
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Jürgen Rupprecht
                                  Stadtentwicklungsamt, Bauaufsicht
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Kerstin Lindstädt
                                  Stadtentwicklungsamt, Denkmalschutz
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Katrin Reinhardt
                                  Amt für Umwelt und Natur
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Axel Becker
                                  Amt für Schule und Sport
                                  Bezirksamt Pankow von Berlin

                                  Heiko Kammigan
                                  Schulleiter
                                  Tesla-Schule

                                  Karl-Heinz Urban
                                  Sportanlagen, Sportanlagenbau und -infrastruktur
                                  Senatsverwaltung für Inneres und Sport

                                  Gudrun Abel
                                  Projektvorbereitung und -prüfung
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

                                  Meike Clasen
                                  Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

                                  Peter Ostendorff
                                  Wettbewerbe und Auswahlverfahren
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

                                  Nanna Sellin-Eysholdt
                                  Wettbewerbe und Auswahlverfahren
                                  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                              13

 Vorprüfung                       Norbert Giebels
                                  Architekt, Berlin

                                  Ulrike Lickert
                                  Architektin, Berlin

 Kostenprüfung                    N.N.

 Energieeffizienz /               N.N.
 Nachhaltigkeit

 Gäste                            Peter Kever
                                  Architektenkammer Berlin
                                  Referent Wettbewerbe / Vergabe

                                  Friedhelm Haas
                                  Architektenkammer Berlin
                                  Wettbewerbsausschuss

                                  Mitglieder der BVV Pankow

1.6       Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 10. Mai 2011
per Post zugesandt. Der Auslobungsstext wird am gleichen Tage zusätz-
lich per E-Mail verschickt. Die digitalen Anlagen können nach Erhalt eines
Passwortes heruntergeladen werden.

1.7       Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten müssen bis Donnerstag, den 09. Juni 2011, 17.00 Uhr
in der

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren
Brückenstraße 6 - Jannowitzcenter
10179 Berlin-Mitte
Raum Nr. 4.026

eingereicht werden. Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Wett-
bewerbspläne sind gerollt und in einer eckigen Versandbox abzuliefern.

Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistun-
gen am 09. Juni 2011 vorliegen.

Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos-
senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser,
aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Tesla-Schule“ einzureichen.
Bei Zustellung durch Post oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absen-
der anzugeben.

Kennzeichnung der Arbeiten
Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau-
tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                               14

bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt
und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen.

Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung (siehe 1.15) mit sei-
ner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit
der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit ge-
kennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbs-
arbeit abzugeben.

1.8       Ortsbesichtigung, Rückfragen

Eine Ortsbesichtigung mit den Wettbewerbsteilnehmern findet am
Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Ein-
gang der Tesla-Schule, Paul-Heyse-Straße 8.

Rückfragen können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis Dienstag,
den 16. Mai 2011, 12.00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen
sein: norbertgiebels@gmx.de (siehe 1.1).

Bei den Rückfragen sind jeweils die Teilziffern der Auslobung, auf die sie
sich beziehen, zu nennen.

Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Die Be-
antwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht.
Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwor-
tung wird allen am Verfahren Beteiligten am 19. Mai 2011 per E-Mail zuge-
sandt und ist Bestandteil der Auslobung.

1.9       Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind:

-   die vorliegende Auslobung
-   die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung
-   CD-ROM mit digitalen Daten (vollständiges Verzeichnis siehe 4.1
    Digitale Anlagen), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen
    und Dokumente:
    - Übersichts- und Arbeitsplan
    - Vermessungsplan
    - Grundrisse und Schnitte des SK-Schulgebäudes
    - Luftbilder, Fotos

Hinweis
Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digita-
lisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen.
Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und
nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wett-
bewerbes zu löschen.
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                           15

1.10 Geforderte Leistungen

Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet:

Geforderte Leistungen in Papierform
01. Städtebauliches Konzept M 1:500
    mit Darstellung der Gesamtsituation, der Baukörper, der äußeren
    Erschließung und der Außenanlagen
02. Erdgeschossgrundriss M 1:200
    mit Darstellung der Außensportanlagen und der Pausenflächen
    und Eintragung der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm
03. Grundrisse aller weiteren Geschosse M 1:200
    mit Eintragung der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm,
04. Ansichten M 1:200 der Sporthalle und des SK-Schulgebäudes
05. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200
06. Fassaden- bzw. Systemausschnitte mit Teilansichten M 1:20
    der Sporthalle und des SK-Schulgebäudes
    Der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes M 1:50
    entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität,
    Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten.
07. 1 perspektivische Darstellung (auch skizzenhaft) des Sporthallen-
    Baukörpers, z.B. zur Verdeutlichung der Bezüge zur umgebenden
    Bebauung
08. Prüfpläne (gefaltet):
    ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung
    - der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm
    - der für die Berechnung notwendigen Maße und Raumgrößen
09. Berechnungsergebnisse auf Formblättern
    (Formblatt_NF_TF und Formblatt_Gebäudedaten
    in 4.1 Digitale Anlagen 4.1.2 Formblätter).
    - Nutzflächen NF in der Aufschlüsselung gem. Raumprogramm
    - Technische Funktionsflächen TF
    - Bruttogrundfläche BGFa
    - Bruttorauminhalt BRIa (V)
    - Gebäudehüllfläche (A)
    - Überbaute Fläche ÜF
    - Dachflächen DF
    - Horizontale Trennflächen HTF
    - Basisflächen BAF
    - Außenwandflächen AWF
    - Innenwandflächen IWF
    - Baugrube BAU
    Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen.
10. Erläuterungsbericht
    (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten):
    - Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts einschl.
        Außensportanlagen und Pausenflächen
    - Aussagen zu Konstruktion und Materialien
    - Aussagen zur Wirtschaftlichkeit
    - Aussagen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
11. Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276
    zu den KG 300, 400 und 500
12. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen
13. Verfassererklärung (s. 1.15 und Digitale Anlagen 4.1.2 Formblätter)
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                                 16

Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form
Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu er-
bringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung):
- die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer
    Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert)
- die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldar-
    stellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi
- die geforderten Leistungen Nr. 08 bis 12 als pdf-Dateien

Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck.

Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen
„Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress,
Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht
im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht be-
rücksichtigt werden.
Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der
auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die
einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden:

Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach
folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt
von der Formatangabe, z.B. „tif“.

Beispiele:
- Lageplan:                              123456_lageplan.tif
- Grundrisszeichnung Erdgeschoss:        123456_grundriss_eg.pdf
- Ansichten:                             123456_ansicht_01.pdf

In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen.
Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. Macintosh-For-
mate können grundsätzlich nicht verwendet werden.

Allgemeine Hinweise
Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß
RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung ge-
forderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des
Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstel-
lungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen.

Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbs-
teilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96m
(Breite) x 1,46m (Höhe) zur Verfügung.

Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot,
den Wettbewerbsbeitrag darzustellen, sie müssen nicht verwendet wer-
den.

Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben
Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne
der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzli-
che Anforderungen begrenzt:

- keine bindenden Vorgaben
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                               17

Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes ver-
öffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz
2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszu-
schließen.

1.11      Beurteilungsverfahren und Vorprüfung
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 darge-
stellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit
Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe
können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzuge-
zogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung
als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten
bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

1.12 Preise und Ankäufe
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der
§§ 34 und 39 HOAI (i.d. Fassung v. 18.8.2009) ermittelt. Für Preise und
Anerkennungen stehen insgesamt 30.000,00 Euro zur Verfügung.

Vorgesehen ist folgende Aufteilung:

1. Preis                    11.000,00 €
2. Preis                     7.500,00 €
3. Preis                     5.500,00 €
2 Anerkennungen           à 3.000,00 €

Über die Preise hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die
Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss
des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere
Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von
derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den
inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.13 Weitere Bearbeitung
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbei-
tung der Wettbewerbsaufgabe.

Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen
des Preisgerichts einer der Preisträger mit den Leistungsphasen mind. 2
bis 5 gemäß HOAI §§ 33 und 38 beauftragt, sofern kein wichtiger Grund
einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Vorausset-
zung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen
möglich ist.

Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils nächs-
ten Stufe erfolgt beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzun-
gen gem. ABau Teil II, Punkt 23. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung
dieser Leistungen besteht nicht.
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                               18

Darüber hinaus ist beabsichtigt, den Wettbewerbsgewinner auch mit der
Sanierung der Blanckensteinschule und des SK-Schulgebäudes zu beauf-
tragen.

Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits
erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zu-
erkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in
seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrun-
de gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2).

Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen
Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des
Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem
ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.

Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, wer-
den gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei
Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architekten-
kammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung ei-
nes Kontaktbüros empfohlen.

1.14 Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen und Anerkennungen aus-
gezeichneten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das
Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben
dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3).

Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten
nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentie-
ren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der
Verfasser werden dabei genannt.

1.15 Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe-
werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei-
ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer
Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und
termingerechten Durchführung in der Lage sind.

Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt auf beiliegender CD-
ROM im Ordner: 4.1.2 Formblätter.

1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses /
     Ausstellung der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teil-
nahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder
einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entschei-
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren                                                 19

dung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisge-
richtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt-
gegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ausstellun-
gen angekündigt.

Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den
Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen
und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisge-
richtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstel-
lung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gege-
ben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).

1.17 Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet
der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht
prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu ei-
nem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwal-
tung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden.

Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wett-
bewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer
Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung
erfolgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder
verwendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden.

Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefor-
dert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer
das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben
haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfah-
ren.

1.18 Zusammenfassung der Termine

Versand der Auslobungsunterlagen                              10. Mai 2011

Ortsbesichtigung                                  12. Mai 2011 - 14.00 Uhr
Treffpunkt: Eingang der Tesla-Schule
Paul-Heyse-Straße 8 , 14407 Berlin

Rückfragen                                    bis 16. Mai 2011 - 12.00 Uhr

Rückfragenbeantwortung                                        19. Mai 2011

Abgabe der Arbeiten                           bis 09. Juni 2011 - 17.00 Uhr

Preisgerichtssitzung                             23. Juni 2011 - 09.00 Uhr
Tesla-Schule                                                               21

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

2.1        Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage im Stadtgebiet
Die Tesla-Schule liegt etwa 3,5 km vom historischen Zentrum Berlins ent-
fernt im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow am östlichen Innen-
stadtrand zwischen dem Volkspark Friedrichshain und dem Europasport-
park Berlin mit Velodrom, Schwimm- und Sprunghalle und dem weitläufi-
gen Trainingskomplex des Berliner TSC.

Das Schulgelände nimmt den größten Teil des Blocks zwischen Rudi-Arndt-
Straße, Conrad-Blenkle-Straße, Paul-Heyse-Straße und Danziger Straße
ein. Es wird dreiseitig von Straßen begrenzt, nach Südwesten schließt
hinter dem quer im Blockinnenbereich liegenden Schulgebäude von 1889
eine überwiegend auf die Danziger Straße orientierte Wohnbebauung an.

Abb. 1. Schwarzplan. Das Wettbewerbsgebiet ist rot umrandet.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                                                     22

Abb. 2. Luftbild 2010. Der Schulstandort zwischen Volkspark Friedrichshain und Europasportpark Berlin.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                                                                     23

Abb. 3. ALK mit Kennzeichnung des Wettbewerbsgrundstücks. Die alte Turnhalle an der Paul-Heyse-Straße wird abgerissen.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                          24

Baustruktur der Umgebung
Die Bebauung der nördlich und südlich benachbarten Blöcke besteht aus
Wohngebäuden unterschiedlicher Epochen, zum Teil mit Ladengewerbe
und Gaststätten, vor allem im Bereich der Danziger Straße.

Die geschlossenen Blockrandbebauung entlang der Danziger Straße aus
Altbauten vom Ende des 19. Jahrhunderts, 60er Jahre-Häusern und Neu-
bauten basiert überwiegend auf den gründerzeitlichen Parzellenzuschnit-
ten. Die Gebäudehöhen entsprechen meist der Berliner Traufhöhe, die
Häuser südlich der Rudi-Arndt-Straße sind 4-geschossig.

Ansonsten besteht die Bebauung zwischen Danziger Straße und Conrad-
Blenkle-Straße bzw. Ernst-Fürstenberg-Straße weitgehend aus umfang-
reichen Wohnanlagen der 20er Jahre. Die 4- und 5-geschossigen Zei-
lenbaukörper schließen in der Regel die Blockränder. Abweichend davon
öffnet sich die Wohnanlage an der Ernst-Fürstenberg-Straße mit einem
abgesenkten Vorhof zum Straßenraum. Direkt gegenüber entstand in den
späten 50er Jahren ebenfalls mit einem offenen Wohnhof eine weitere
Wohnanlage auf dem Standort eines im Krieg zerstörten Schulhauses. An
der Paul-Heyse-Straße und der Rudi-Arndt-Straße bilden die Bauten im
Bereich des Wettbewerbsgrundstücks klare Raumkanten aus.

Östlich des Wettbewerbsgrundstücks öffnet sich der Stadtraum hin zu den
großmaßstäblichen Anlagen des Europasportzentrums Berlin. Zwischen
Conrad-Blenkle-Straße und Fritz-Riedel-Straße liegen zunächst Parkplät-
ze und Discount-Hallen, daran anschließend der von einer Freitreppen-
anlage eingefasste Landschaftssockel des Velodroms und der Schwimm-
und Sprunghalle. Schräg gegenüber dem Wettbewerbsgebiet in nördlicher
Richtung entstand 1973 mit der Mehrzweckhalle des Berliner TSC ein wei-
teres Bauwerk mit stadtbildprägender Dimension und Architektur.

Westlich des Wettbewerbsgrundstücks jenseits der mit 3 Fahrspuren pro
Richtung und der Straßenbahntrasse auf dem Mittelstreifen ca. 50m brei-
ten Danziger Straße liegt der 49 ha große Volkspark Friedrichshain, an der
Ecke Danziger Straße / Landsberger Allee das 1981 eröffnete Sport- und
Erholungszentrum SEZ.

2.2       Historische Entwicklung

Die städtebauliche Struktur der Umgebung des Wettbewerbsgebietes ent-
stand auf der Grundlage des von James Hobrecht verfassten, 1862 in Kraft
gesetzten ‘Bebauungsplans der Umgebungen Berlins‘, der als Fluchtlini-
enplan die Führung von Ring- und Ausfallstraßen und die Bebauung weiter
Teile des heutigen Berlin regelte. In der Abteilung XIII1 des Hobrechtplans
werden das Straßennetz und die sich daraus ergebende Blockgliederung
für das bis dahin unbebaute Gebiet östlich der schon um 1822 angelegten
inneren Ringstraße, der heutigen Danziger Straße, in ihren Grundzügen
festgelegt.

Nach Eröffnung der östlichen Ringbahn 1871 und der stadttechnischen
Erschließung erfolgte die Bebauung mit den zeittypischen Mietshäusern,
zunächst in den Blöcken nahe der Landsberger Allee sowie entlang der
Danziger Straße, ohne jedoch alle Flächen zu erfassen. Weite Randberei-
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                                      25

che wurden erst in den 20er Jahren von den kommunalen und genossen-
schaftlichen Wohnungsbaugesellschaften bebaut.

Kriegsbedingte Totalzerstörungen im Umfeld des Wettbewerbsgebietes
betrafen in erster Linie die Altbaubereiche an der Landsberger Allee sowie
an der Danziger Straße. Erste zusammenhängende Bereiche wurden in
den 60er Jahren wieder bebaut. Größere Wohnbauanlagen, z.B. an der
Fritz-Riedel-Straße oder der Ecke Landsberger Allee / Danziger Straße
entstanden nach 1975. Die Schließung der meisten verbliebenen Baulü-
cken erfolgte erst um die Jahrtausendwende.

Schulstandort Rudi-Arndt-Straße 18 / Conrad-Blenkle-Straße 52
Zeitgleich mit der Bebauung des Gebietes entstanden soziale Einrich-
tungen, vor allem Schulen. Der Straube-Plan (Abb. 4) zeigt allein in dem
Bereich zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße 5 Standorte von
Gemeindeschulen, davon zwei mit Barackenschulen.

Die Gebäude der heutigen Tesla-Schule entanden 1889 nach Entwür-
fen von Stadtbaurat Hermann Blankenstein für die 104. Gemeindeschule
(Knaben) und die 159. Gemeindeschule (Mädchen), die zuvor in Miets-

Abb. 4. Übersichtsplan von Berlin, bearbeitet von Julius Straube, berichtigt 1906 / 08.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                          26

häusern in der Elbinger Straße untergebracht waren. Die repräsentative
Hauptfassade des langgestreckten 4-geschossigen, im Stil des Akademi-
schen Historismus gestalteten Klinkerverblendbaus ist streng symmetrisch
und mit einem Mittelrisalit und zwei seitlichen Kopfbauten gegliedert. An
der Paul-Heyse-Straße steht das Gebäude mit einer Fensterfront direkt
am Blockrand, zur Rudi-Arndt-Straße ist es zurückgesetzt und lässt Raum
für das 3-geschossige, mit Terracottaornamenten geschmückte Rektoren-
wohnhaus, das sich dort an die Blockrandbebauung anfügt. Der histori-
sche Hauptzugang mit großem Tor liegt neben dem Rektorenwohnhaus,
die Eingänge ins Schulgebäude orientieren sich auf den Hof.

Das Schulgebäude wurde im Krieg beschädigt und konnte erst 1948 wie-
der in Betrieb genommen werden. Nach diversen schulorganisatorischen
Umstrukturierungen und Umbenennungen und der zeitweisen Nutzung
des Gebäudes durch verschiedene Schulen bezog 1994 die 3. Realschule
den Blankenstein-Bau. Die 3. Realschule erhielt im Juni 2000 den Namen
Tesla-Oberschule, seit 2010 ist sie eine Gemeinschaftsschule und heißt
jetzt Tesla-Schule.

Der Straube-Plan zeigt die geplante Verlängerung der Ernst-Fürstenberg-
Straße über das heutige Blockareal bis zur Rudi-Arndt-Straße. Dieser nie
realisierte, aber noch bis mindestens 1937 auf Karten verzeichnete Stra-
ßendurchbruch begrenzte den ca. 4.880m² großen Schulstandort nach
Osten. An der Grenze zur geplanten Straße entstanden eine im Krieg zer-
störte Turnhalle sowie ein heute als Material- und Geräteschuppen genutz-
tes Abortgebäude für Knaben und Mädchen.
Die historische Grenzlinie ist bis in die jüngste Vergangenheit wirksam
geblieben, aus ihr resultierte die Abgrenzung zweier benachbarter Schul-
grundstücke. Noch heute steht dort eine Zaun.

Auf der östlichen Teilfläche des heutigen Blockareals entstand 1903 die
265. Gemeindeschule, als kurzfristig verfügbarer Notbehelf in Form einer
‘Barackenschule‘ mit 10 Pavillons. Die vorgefertigten, zerlegbaren und
wiederverwendbaren Holz-Elementbauten entsprachen im Prinzip den
seit längerem bekannten Lazarettbaracken und wurden von den gleichen
Herstellern gefertigt. Die Bauten wurden erst nach Kriegsende 1945 abge-
räumt. Wie lange sie als Schulräume genutzt wurden, ist nicht bekannt.

Auf dem Gelände entstanden 1973 an der Conrad-Blenkle-Straße für die
EOS Heinrich Schliemann (heute Heinrich-Schliemann-Oberschule) ein 5-
geschossiger Typenbau (SK Berlin) sowie direkt an der Grenze zur Nach-
barschule eine Sporthalle (Typenbau KT 60L ‘Tonne‘). Nach dem Auszug
der Heinrich-Schliemann-Oberschule 1992 wurde das Gebäude als Aus-
weichquartier für andere zu sanierende Schulen des Bezirks genutzt. Seit
etwa 2005 steht es leer. Die Sporthalle wird noch von der Tesla-Schule für
etwa ein Drittel ihres Sportunterrichts sowie von Vereinssportlern genutzt.

2.3        Schulbautyp SK Berlin

Bei dem Schulgebäude an der Conrad-Blenkle-Straße handelt es sich um
einen DDR-Typenbau der Reihe SK Berlin. Dieser Typ wurde in den spä-
ten 1960er Jahren aus der Typenserie 66 abgeleitet, dem Mustertyp für
den DDR-Schulbau.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                              27

Im Zuge der Einführung des „einheitlichen sozialistischen Bildungssys-
tems“ wurde im DDR-Schulbauprogramm 1966 / 1970 der Bau von ca.
14.000 Unterrichtsräumen vorgesehen. Dieser Bedarf sollte mit einem
Schulbautypus gedeckt werden, der kostengünstig in industrieller Vorferti-
gung erstellt werden konnte. Ab 1965 wurde die Typenserie 66 entwickelt
mit dem Ziel, durch Multifunktionalität der Räume und Modularität jegli-
chen schulischen Anforderungen zu genügen, unabhängig von Größe, Ort
und Art der Schule. Hinsichtlich der Konstruktion entschied man sich für
die „Montagebauweise Wandbau 2 Mp“.

Durch regionale Unterschiede in Produktion und Verarbeitung zeichneten
sich jedoch Probleme mit der strikt einheitlichen Einführung der Typen-
serie 66 ab. So wurden in der Folge nur das funktionale Grundkonzept,
das Raumprogramm und die ökonomischen Kennziffern vorgegeben, auf
deren Grundlage sich regionale Varianten entwickelten.

Als eine der regionalen Weiterentwicklungen der Typenserie 66 wurde in
Berlin ab den späten 1960er Jahren der Typ SK Berlin als Standardbautyp
für Polytechnische Oberschulen in großer Anzahl realisiert. Seine Grund-
konstruktion basiert nicht, wie beim Typenserie 66, auf einer Wandmon-
tagebauweise. Vielmehr wurde hier eine Stahlbetonskelettbauweise (SK)
mit Fertigteilen angewandt, die jedoch zur Aussteifung mit Wandtafeln aus
dem üblichen Sortiment kombiniert wurde.

Möglich wurde die Kombination beider Bausysteme, da die Bauteilsorti-
mente auf dem gleichen horizontalen Grundraster von 1,20m beruhten.
Durch die Skelettkonstruktion bot der Typ SK Berlin eine höhere Flexibilität
als die starren Systeme mit Massivwänden. In der Regel 4-geschossig
plus Kellergeschoss erstellt, weist er eine Geschosshöhe von 3,30 m auf.

Abb. 5. Schulbau SK Berlin an der Conrad-Blenkle-Straße. Aufnahme von Südosten.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                          28

2.4        Freiflächen

Die Freiflächen des Wettbewerbsgrundstückes sind aufgrund der ehemals
getrennten Nutzung durch zwei Schulen gegenwärtig noch durch einen
Zaun in der Verlängerung der westlichen Außenwand der Turnhalle ge-
teilt.

Der Bereich der SK-Schule östlich des Zauns wird gärtnerisch instandge-
halten und gepflegt, hat aber in Folge des Leerstandes seit Jahren keine
gestalterische Auffrischung erfahren und wirkt unbelebt.

Das Bereich westlich des Zauns, der bisherige Schulhof der Tesla-Schu-
le, wird dagegen seit einigen Jahren in Selbsthilfe und unter Mitwirkung
der Schüler gestaltet und bewirtschaftet. Die Umgestaltungsmaßnahmen
konnten durch private Spenden und den Einsatz öffentlicher Mittel finan-
ziert werden.

Siehe dazu weitere Informationen auf der Internet-Seite der Tesla-Schule
(http://www.tesla-oberschule.de/html/extern/hof.html).

Baumbestand
Auf dem Wettbewerbsgrundstück befindet sich ein umfangreicher ge-
mischter Baumbestand unterschiedlichen Alters und von unterschiedli-
chem Zustand.

Im östlichen Grundstückteil überwiegt der Baumbestand entlang der
Grundstücksgrenzen, wobei insbesondere an der Conrad-Blenkle-Straße
und auf dem Grünstreifen an der Rudi-Arndt-Straße neben planmäßig ge-
pflanzen Bäumen eine Vielzahl wild gewachsener Gehölze vorkommt.

Der Schulhof vor der Blankenstein-Schule weist in seinem zentralen Be-
reich einen vitalen, bis zu ca. 75 Jahre alten wertvollen Baumbestand,
überwiegend Linden und Ahornarten, auf.

Siehe dazu das Baumkataster (Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne,
03_Baumkataster) mit Angaben zu Art, Alter, Höhe, Kronendurchmesser
und Stammumfang. Die zugehörige Kartierung zeigt die Standorte für die
Bäume des östlichen Grundstücksbereichs, für den westlichen Grund-
stücksbereich liegt eine entsprechende Kartierung noch nicht vor. Der ge-
samte geschützte Baumbestand ist im Vermessungsplan eingetragen.

Den Umgang mit dem geschützten Baumbestand regelt die Baumschutz-
verordnung (siehe Digitale Anlagen 4.1.5 Rechtsvorschriften).

2.5        Wettbewerbsgrundstück
Grundstück
Das Wettbewerbsgrundstück umfasst eine Gesamtfläche von ca. 14.800m².
Der ca. 10m breite Grünstreifen an der Rudi-Arndt-Straße, derzeit außer-
halb der Einfriedung liegend, ist Teil des Schulgrundstücks und soll wieder
in die Schulnutzung zurückgeführt werden.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                      29

Der in den 70er Jahren errichtete Sporthallen-Typenbau wird abgerissen.
Für die im Wettbewerb zu bearbeitenden Bauvorhaben steht somit der
gesamte Grundstücksbereich zwischen den Schulgebäuden bzw. zwi-
schen den Grundstücksgrenzen zur Rudi-Arndt-Straße und zur Paul-Hey-
se-Straße zur Verfügung, für die Anordnung von Außensportanlagen oder
Pausenflächen zusätzlich auch die Freifläche vor der SK-Schule an der
Conrad-Blenkle-Straße.

Eigentum
Das Schulgelände ist Eigentum des Landes Berlin in Zuordnung zum
Fachvermögen des Bezirks.

Topografie
Das Grundstück ist als eben anzunehmen bei einer Höhenlage von ca.
49,00m ü. NHN. Verortete Höhenordinaten enthält der Vermessungsplan
(siehe Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne, 01_Vermessungsplan).

Geologie / Baugrund
Das Grundstück liegt auf der Barnim-Hochfläche. Der oberflächennahe
Schichtaufbau besteht im Allgemeinen aus mehrere Meter mächtigem
Geschiebemergel mit Einlagerungen von Sanden in unterschiedlicher
Mächtigkeit und Ausdehnung. In den obersten Metern unter der Gelände-
oberfläche kann der Geschiebemergel durch Verwitterung entkalkt und zu
Geschiebelehm umgewandelt sein. Die Baugrundverhältnisse können als
unproblematisch angesehen werden.

Grundwasser
Das Grundwasser des bedeckten Hauptgrundwasserleiters steht im Bau-
bereich wahrscheinlich in gespanntem Zustand an. Das Grundwasser
kann daher nicht so hoch ansteigen, wie es seinem hydrostatischen Druck
entspricht, da die überlagernden bindigen Sedimente (Geschiebemergel)
dies verhindern.

Abb. 6. Verkleinerung des Vermessungsplans.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                        30

Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Inter-
polation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in der weiteren
Umgebung des Baubereiches seit dem Jahr 1993 festgestellt wurden. Der
aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste
Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 2003 auf und betrug ca. NHN +36,2
m. Im Januar 2011 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbe-
reich bei etwa NHN + 35,8 m.

Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung
der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmo-
räne lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben be-
rücksichtigt werden sollten:

In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb oder in sandigen Linsen inner-
halb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit von den Nieder-
schlägen oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom
Hauptgrundwasserleiter ist und häufig als so genanntes Schichtenwasser
bezeichnet wird. Messwerte über dieses oberflächennahe Grundwasser
liegen nicht vor.

Altlasten
Über Altlasten auf dem Wettbewerbsgrundstück gibt es bisher keine Er-
kenntnisse.

2.6        Technische Infrastruktur

Im öffentlichen Straßenland liegen alle für die Ver- und Entsorgung der
Schule einschließlich der neuen Sporthalle notwendigen Leitungen.
Über das Schulgrundstück verlaufen derzeit mit Ausnahme der unten ge-
nannten Starkstrom- und Fernwärmeleitungen lediglich Hausanschlusslei-
tungen, deren Verlegung problemlos möglich ist.

Elektrizität / Transformatorenanlage
Auf dem Schulgrundstück befindet sich neben dem früheren Abortgebäude
der Blankenstein-Schule in einem Anbau eine Transformatorenanlage, die
das benachbarte Wohngebiet versorgt. Von der Rudi-Arndt-Straße führt in
einem Erdkanal eine 30kV-Leitung zu der Transformatorenanlage.

Das Transformatorenhaus und die Starkstromleitung müssen erhalten wer-
den. Die Leitungstrasse darf nicht überbaut werden (siehe dazu: Digitale
Anlagen 4.1.3 Informationspläne, 04_Leitungsplan Elektrizität).

Fernwärme / Fernwärmeübergabestation
Im Grundstücksbereich vor der nördlichen Schmalseite der SK-Schule
liegt eine unterirdische Fernwärmeübergabestation. Diese darf nicht über-
baut werden. Die Zugänglichkeit der unterirdischen technischen Anlagen
über zwei vorhandene Einstiegsöffnungen muss gewährleistet bleiben. Zur
Lage der Fernwärmeübergabestation siehe: Digitale Anlagen 4.1.3 Infor-
mationspläne (01_Vermessungsplan und 05_Leitungsplan Fernwärme).

Die neue Sporthalle soll an die Fernwärmeleitung angeschlossen werden.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                        31

2.7        Erschließung und Verkehr

Übergeordnete Erschließung / ÖPNV
Das Wettbewerbsgebiet liegt in der Nähe der Hauptverkehrsstraßen
Landsberger Alle und Danziger Straße. Straßenbahnhaltestellen befinden
sich an der Danziger Straße / Ecke Paul-Heyse-Straße (M 10) und an
der Kreuzung Landsberger Allee / Danziger Straße ( M 5, M 6, M 8). Der
S-Bahnhof Landsberger Allee ist zu Fuß in etwa 10 Minuten zu erreichen.

Erschließung des Schulgrundstücks
Insgesamt 4 Zugänge bzw. Zufahrten mit Torananlagen liegen an der Rudi-
Arndt-Straße und an der Paul-Heyse-Straße, jeweils in Zuordnung zu den
Eingängen der beiden Schulgebäude. Die Lage der Tore und die Führung
der Fahrwege gestatten die Überfahrung des Grundstücks z.B. durch Feu-
erwehrfahrzeuge.

Als Hauptzugang wird der westliche Eingang an der Paul-Heyse-Straße
genutzt. Dies resultiert aus der Lage der Straßenbahn-Haltestelle und des
Fußgängerüberweges Danziger Straße / Ecke Paul-Heyse-Straße. Die
anderen Zugänge, auch der historische Eingang an der Rudi-Arndt-Straße
neben dem Lehrerhaus, sind in der Regel verschlossen.

Auch zukünftig soll das Schulgelände im Hinblick auf die Anbindung an
den ÖPNV und die Verkehrssicherheit (Fußgängerübergang Danziger
Straße) über den derzeitigen Haupteingang an der Paul-Heyse-Straße er-
schlossen werden.

2.8        Planungsrecht und Bauordnungsrecht

Flächennutzungsplan
Im Flächennutzungsplan von Berlin ist das Plangebiet als Wohnbaufläche
W2 (GFZ bis 1,5) und der Schulstandort als Gemeinbedarfsfläche mit der
Zweckbestimmung Schule dargestellt.

Bebauungsplan
Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Die Zulässigkeit des Vorha-
bens wird nach § 34 BauGB entschieden.

Bauordnungsrecht
Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, (siehe Digi-
tale Anlagen 4.1.5 Rechtsvorschriften) in der aktuellen Fassung zugrunde
zu legen.

Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt im Baugenehmigungsverfah-
rens beim Bezirksamt Pankow von Berlin.

2.9      Denkmalschutz

Die ehemalige 104. und 159. Gemeindeschule, Rudi-Arndt-Straße 18 und
Paul-Heyse-Straße 8 ist als Gesamtanlage in der Denkmalliste eingetra-
gen und unterliegt den Schutzvorschriften des DschGBln.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                         32

Dazu gehört auch das kleine Hofgebäude (ursprünglich Aborte für Knaben
und Mädchen).

Landesdenkmalamt, Inventarisation (Auszug):
Schulgebäude:
langgestrecktes, viergeschossiges Schulgebäude über Souterrain mit vier-
achsigem, höherstehendem Mittelrisalit, Fassade zum Schulhof, Massiv-
bau, verblendet mit vorwiegend gelben und wenigen roten Ziegeln, hori-
zontale Gliederung durch Gesimse über dem Erd- und 2. Obergeschoss
sowie durch breites Dachgesims, an den nord- bzw. südöstlichen Kopf-
bauten Terrakotten mit Berliner Bär, flaches Satteldach, die erhaltenen
Kastendoppelfenster aus der Bauzeit unterschiedlich gestrichen (weiß und
braun), im Innern Treppengeländer aus der Bauzeit erhalten, Ausmalung
des Treppenhauses in mehreren Fassungen, Terrazzofußboden erhalten,
Toilettenanbauten in südwestlichen Lichthof (Kratzputz), die Aula mit Aus-
malung aus den 1990er Jahren, kleiner Bühnenaufbau.

Lehrerwohnhaus (Rektorenhaus):
dreigeschossiger, fünfachsiger Ziegelverblendbau über Souterrain, in der
mittleren Achse Hauseingang, die Segmentbogen der Fenster sowie die
Fensterspiegel am 1. Obergeschoss mit schmückenden Terrakotten, das
Gesims über dem 1. Obergeschoss mit reichem Fries, Terrakottareliefs

Abb. 7. Ausschnitt aus der Denkmalkarte.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben                          33

an der Nordostseite zwischen 1. und 2. Obergeschoss: Berliner Bär und
Datierung des Baus („Erbaut im Jahre 1889“), Eingangstüren mit Fenster-
gittern aus der Bauzeit, an der Hofseite neue Isolierglasfenster, Fußboden-
fliesen im Eingangsbereich aus Bauzeit, auch: Zwischen-Pendeltür aus
der Bauzeit, gußeisernes Treppengeländer mit hölzernem Handlauf; im
Erdgeschoss Nutzung durch Schulclub. 1. Obergeschoss Wohnung des
Direktors, die erhaltenen Zimmertüren mit Spanplatten aufgedoppelt.

Einfriedung:
Massive, mit roten Ziegeln verblendete Mauer, die Tore von ziegelverblen-
deten, höherstehenden Pfeilern gerahmt, die Metalltore aus DDR-Zeiten,
im Bereich der Rudi-Arndt-Straße fehlen die pfeilerbekrönenden Aufbau-
ten.

Weitere Denkmale in der Umgebung der Tesla-Schule:

- Wohnanlage Rudi-Arndt-Straße 2 - 11 und Conrad-Blenkle-Straße
  58 - 60a, 1926 - 1927, Architekt: Bruno Taut, Umbau 1953, Denkmalart:
  Gesamtanlage.
  Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 424:
  1926 / 27 nach Entwurf von Bruno Taut für die Gehag (gemeinnützi-
  ge Heimstätten Spar- und Baugesellschaft) errichtet. Geschlossene
  Bebauung mit fünfgeschossigem Putzbauten (Putz und Fensterein-
  fassungen an den Straßenseiten ungünstig erneuert) unter Flachdach,
  die einzelnen Häuser wie vielfach bei Taut durch gleichmäßig gereihte
  dachbodenfenster zusammengefasst. Die Fassade an der Ecke Con-
  rad-Blenkle-Straße / Rudi-Arndt-Straße über rechteckigem, dem Stra-
  ßenverlauf folgenden Eckladen abgerundet, das Treppenhaus hier in die
  abgeschrägte Ecke des begrünten Innenhofs gelegt, sehr wirkungsvoll
  die schalrechteckigen Treppenhausfenster durch viertelrund geführ-
  te Balkone flankiert (vgl. die sehr ähnlich gestalteten Eingangsachsen
  Heinz-Bartsch-Straße 4 und Paul-Heyse-Straße 13 der benachbarten,
  ebenfalls von Taut für die Gehag errichtete Wohnanlage.

- Wohnanlage Heinz-Bartsch-Straße 2 -6 und Paul-Heyse-Straße 3 - 17,
  1926 - 1927, Architekt: Bruno Taut, Denkmalart: Gesamtanlage.
- Vorhof der Wohnanlage Heinz-Bartsch-Straße 4 -6, Ernst-Fürstenberg-
  Straße und Paul-Heyse-Straße 7 - 17, um 1930, Architekt: Bruno Taut,
  Denkmalart: Gartendenkmal.
  Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 426 - 427:
  1926 / 27 für die Gehag (Gemeinnützige Heimstätten Spar- und Bauge-
  sellschaft) zusammen mit der benachbarten Bebauung Conrad-Blenk-
  le-Straße / Rudi-Arndt-Straße nach Entwurf von Bruno Taut. Vier- bzw.
  fünfgeschossige Putzbauten über H-förmigem Grundriss; die Schenkel
  entlang der Heinz-Bartsch-Straße bzw. Paul-Heyse-Straße an ältere be-
  bauung an der Dimitroffstraße (heute: Danziger Straße) anschließend,
  der verbindende Querflügel etwas vertieft angelegt und zur Ernst-Fürs-
  tenberg-Straße mit einem Pappelrondell begrünt, die Kopfbauten in brei-
  te Klinker- und Putzflächen aufgeteilt, hier auch zur Ecke Paul-Heyse-
  Straße Laden angefügt. Besonders wirkungsvoll die Eingangsachsen in
  der Heinz-Bartsch-Straße (Nr. 4) und Paul-Heyse-Straße (Nr. 13) gestal-
  tet, die zurückgesetzte Fläche mit Tür und schmalen Treppenhausfens-
  tern beidseitig eingefasst von viertelrund geführten Balkonen, (...).
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