UNIVERSUM - UNIVERSITÄT VECHTA

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UniVersum            1
                                                                                                Ausgabe 01 . Jan./Feb. 2019

                                      UniVersum
                                      Petia Genkova erhält Höffmann-Wissenschaftspreis
                                      für Interkulturelle Kompetenz

 Wissen & Forschen                      Leben & Studieren                          Lehren & Arbeiten
Wirtschaftsministerium verlängert          100 Jahre Heimatbund                        Experimentallabor für
Vertrag für „Landesinitiative Food“       Oldenburger Münsterland                  Wirtschaftsforschung eröffnet
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2   UniVersum

    Editorial                                                                                       Inhalt
                             Liebe Leserinnen und Leser,                                            UniVersum
                                                                                                    02 Editorial, Inhalt & Impressum
                                 ich hoffe, Sie sind inzwischen gut in das neue Jahr gestartet!     03 Neuigkeiten aus der Universität
                               Jahreswechsel bringen immer einige Veränderungen mit sich –          04 Höffmann-Wissenschaftspreis für
                              seien es die guten Vorsätze, die wir für das neue Jahr fassen, neue   		 Interkulturelle Kompetenz
      Regelungen, die es zu beachten gilt oder neue Aufgaben, die auf einen zukommen. Letz-         12 Serie: „Hier engagieren sich Studis“
     teres trifft auf mich ebenfalls zu, da ich nun auch offiziell seit Januar zum nebenamtlichen   14 Sanierte Mensa öffnet im April ihre
    Vizepräsidenten für Lehre und Studium an unserer Universität ernannt worden bin und Sie         		 Türen
    als solcher hier adressieren darf. Ich freue mich auf diese Aufgabe und bin fest überzeugt,     16 News & Termine
     dass wir die begonnene Arbeit im Ressort gemeinsam und engagiert fortführen werden.
                                                                                                    Wissen & Forschen
     Auch neue Projekte starten oft zum Jahresanfang. Mehrere davon skizziert UniVersum in          06 Die Agrarwirtschaft in der Filterblase
        der Rubrik Wissen & Forschen: „Daseinsvorsorge - kooperativ, innovativ & digital“,          06 Projekt zur Daseinsvorsorge im
       „smart region“ und „Zukunft der Dörfer“ haben ihre Arbeit begonnen bzw. werden dies          		 Sulinger Land
       bald tun. Ein anderes Projekt wird bald seinen Abschluss finden: Im Special gibt unser       07 „Smart Region“ bewilligt
         Campusnewsletter exklusive Einblicke in die „neue alte“ Mensa, die derzeit noch            07 Aus „Landesinitiative Ernährungswirt-
                  saniert wird und zum Sommersemester den Betrieb aufnimmt.                             schaft“ wird „Landesinitiative Food“

      Gefeiert wurde ebenfalls an unserer Hochschule: Vor Weihnachten erhielten über 750            Leben & Studieren
       Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Bachelor Combined Studies und                08 Jubiläum 100 Jahre Heimatbund
    Master of Education ihre Zeugnisse in einer Feier der besonderen Art im RASTA Dome. Mit         		 Oldenburger Münsterland
     Landesstipendien geehrt wurden im Januar 62 engagierte Studierende. Ganz traditionell          08 Landesstipendien 2018 vergeben
     fand Anfang Februar die Verleihung des Höffmann-Wissenschaftspreises für Interkultu-           09 Abschlussfeier im RASTA Dome
     relle Kompetenz statt, die der großzügige Stifter Hans Höffmann bereits zum achten Mal
       ermöglicht hat. Lesen Sie im Titelthema, wofür die Preisträgerin Petia Genkova steht         Lehren & Arbeiten
               und wie Interkulturelle Kompetenz uns allen zu Erfolg verhelfen kann.                10 Experimentallabor eröffnet
                                                                                                    10 Philharmoniker spielen „Eine kleine
                              Ich wünsche viel Freude bei der Lektüre!                              		Tischmusik“
                                                                                                     11 Wissenschaftliche Weiterbildung an
                                     Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla                                    		 der Universität
                               Vizepräsident für Lehre und Studium

    Impressum
    Herausgeber: Der Präsident der Universität Vechta / Redaktion: Universität Vechta, Marketing und Kommunikation, Katharina
    Genn-Blümlein, Sabrina Daubenspeck / Layout und Satz: Presse- & Medienbüro Petra Hellmann / Druck: Druckerei B. Heimann GmbH
    / Kontakt und Vertrieb: Universität Vechta, Marketing und Kommunikation, Driverstraße 22, 49377 Vechta, newsletter@uni-vechta.de /
    Ausgabe 1, Januar/Februar 2019 / Auflage: 750 / Erscheinungsweise: UniVersum – Der Newsletter der Universität Vechta erscheint alle
    zwei Monate. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. / Soweit nicht anders angegeben, liegen alle Bildrechte bei der
    Universität Vechta, Meckel, bitters.de, KFoto/Kokenge (Titel, S.4/5), Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und
    Digitalisierung (Titel l., S.7), Regionalmanagement Mitte Niedersachsen/sweco GmbH (S.6), MOSBILD/Mohamed Samir (S.9), colourbox.de
    (S.11, 15), Stadt Vechta/Fischer (S.16). / CC-BY-NC-ND. / doi:10.23660/voado-113
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Nebenamtliche Vizepräsidenten im Amt bestätigt                                                  Kirche am Campus
                                                                                                neu aufgestellt
                                                 Per 1. Januar 2019 wurden die nebenamtli-
                                                 chen Vizepräsidenten der Universität, Prof.
                                                 Dr. Kim-Patrick Sabla und Prof. Dr. Michael
                                                 Ewig, durch das Niedersächsische Ministe-
                                                 rium für Wissenschaft und Kultur in ihren
                                                 Ämtern bestätigt. Ihre Amtszeit beträgt
                                                 zwei Jahre. Prof. Dr. Michael Ewig (Didaktik
                                                 der Biologie) führt in zweiter Amtszeit
                                                 das Ressort Forschung und Nachwuchs-
                                                 förderung. Den Bereich Lehre und Studium
                                                 verantwortet künftig Prof. Dr. Kim-Patrick
 Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla und Prof. Dr.       Sabla (Sozialpädagogische Familienwis-                          / Foto: BMO/Kattinger
 Michael Ewig.                                   senschaften).                                  Zum 1. März stellt sich die Kirche am
                                                                                                Campus personell neu auf: Peter Havers,
                                                                                                bisher für das Mentorat der Theolo-
                                                                                                gie-Studierenden zuständig, wird künf-
                                                                                                tig auch als Seelsorger die Hochschulge-
Barbara Täuber in den Ruhestand verabschiedet                                                   meinde begleiten. Er beerbt damit Pater
                                                                                                Gregor Naumann, der von seinem Orden
Barbara Täuber war seit 2001 an der Universität Vechta als                                      neue Aufgaben zugewiesen bekommen
Sekretärin im Bereich Germanistik und Kulturwissenschaften                                      hat. Beim Semesterabschlussgottes-
einschließlich Philosophie tätig. Hier war sie vor allem für Büro-                              dienst Ende Januar wurde er offiziell
und Verwaltungstätigkeiten verantwortlich. Insgesamt 17 Jahre                                   verabschiedet.
war Barbara Täuber im Landesdienst beschäftigt. Zum Ende des
Monats Januar verließ sie die Universität in den wohlverdienten
Ruhestand.                                                                                      Korruptionsbeauftragte
                                                                                                Ass. jur. Kerstin Telscher wurde für
                                                                                                weitere zwei Jahre zur Korruptionsbe-
                                                                                                auftragten bestellt. Sie ist im Bereich
                                                                                                Recht der Sozialen Dienstleistungen im
Hartmut Liebenow feiert Dienstjubiläum                                                          Fach Gerontologie tätig und nimmt das
                                                                                                Amt in zweiter Amtszeit wahr.
                                                 Für seine 25-jährige Tätigkeit im Landes-
                                                 dienst wurde Ende Januar Hartmut Liebe-
                                                 now, Mitarbeiter im Dezernat 4 – Liegen-       Promovierenden-
                                                 schaften, geehrt. Liebenow arbeitet seit       vertretung gewählt
                                                 fünf Jahren als Hausmeister im infrastruk-     Am 30. Januar wurde die neue Promo-
                                                 turellen Gebäudemanagement. Zuvor war          vierendenvertretung gewählt. Ab dem
                                                 er 20 Jahre an der Vechtaer Außenstelle        1. April fungieren als Vertreter_innen für
                                                 der Universität Göttingen angestellt. Hier     eine Amtszeit von einem Jahr: Daniel
                                                 arbeitete der gelernte Zerspanungstechni-      Lindholz und Vanessa Pieper (Fakultät
                                                 ker im Bereich Forschung und Entwicklung       I), Maria Klatte (Fakultät II) und Heidi
 Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart
                                                 und fertigte Prototypen zur Erprobung, z. B.   Zacheja (Fakultät III).
 Schmidt ehrt Hartmut Liebenow.
                                                 für den Stallbau.
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4   Titelthema

    „Interkulturelle Kompetenz – ein Schlüssel
    zum Erfolg?“
    Prof.in Dr. Petia Genkova erhält achten Höffmann-Wissenschaftspreis

     Freude über die Preisverleihung: v. l. Minister Björn Thümler, Prof. Dr. Burghart Schmidt, Prof.in Dr. Margit Stein, Prof. Dr. Theo Hartogh,
     Hans Höffmann, Prof. Dr. Markus Fauser, Preisträgerin Prof.in Dr. Petia Genkova, Vechtas stellvertretender Bürgermeister, Kristian
     Kater, Uwe Bartels (Vorsitzender der Universitätsgesellschaft) und Prof. Dr. Prof. h. c. Egon Spiegel.

    Die Preisverleihung

                               Am 7. Februar füllte sich der Hörsaal B1 mit viel positiver Stimmung: Zur achten Verleihung des Höffmann-Wis-
                               senschaftspreises kamen zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Ein Grußwort sprach der
                               niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. Er betonte, dass Forschung kein Selbst-
                               zweck sei, sondern etwas zurückgeben müsse an die Gesellschaft. Der Preis und die Preisträgerin 2018 zeigten
                               dies in besonderem Maße. Auf den Wissenstransfer, den die Arbeit von Prof.in Dr. Petia Genkova auszeichne,
                               verwies auch Laudator Prof. Dr. Siegfried Preiser, Rektor der Psychologischen Hochschule Berlin und Professor
                               für Lebenslanges Lernen. Musikalisch begleitete der Höffmann-Jugendchor, 2016 vom Preisstifter Hans Höff-
     Minister Thümler
                               mann ins Leben gerufen, die Preisverleihung. Der Wissenschaftspreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird jährlich
     sprach ein Grußwort.
                               vergeben und mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft Vechta e. V. weltweit ausgeschrieben.

    Die Preisträgerin 2018
    Prof.in Dr. Petia Genkova wurde in Bulgarien geboren. Sie studierte Psychologie und Kulturwissenschaften in Bulgarien und Deutschland
    und wurde 2002 an der Ruhr-Universität-Bochum im Fach Psychologie promoviert. Die Habilitation folgte 2008 mit der Venia Legendi für
    Psychologie sowie Interkulturelle Kommunikation. Seit 2012 hat Genkova die Professur für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule
    Osnabrück inne, wo sie auch das Kompetenzzentrum Globale Kompetenz leitet.
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Titelthema      5

Prof.in Dr. Genkova im Gespräch
Frau Professor Genkova, in Ihrem Vortrag anlässlich der Preis-
verleihung stellen Sie die Frage „Interkulturelle Kompetenz – ein
Schlüssel zum Erfolg?“ Wie ist Ihre Antwort darauf, aus fachlicher
Sicht als Psychologin und Leiterin des Kompetenzzentrums Globa-
le Kompetenz?
Die Interkulturelle Kompetenz ist ein Schlüssel zum Erfolg in der
heutigen globalen Welt. Sie ist nicht nur äußerst relevant für den
Erfolg von Migrierenden, sondern auch für alle anderen von großer
                                                                        Musikalische Begleitung: Der Höffmann-Jugendchor.
Bedeutung, da wir durch die Digitalisierung und Internationalisie-
rung viel stärker auf Interkulturelle Kommunikation angewiesen
sind. Interkulturalität ist mit hohem Stress verbunden, da Personen    Kulturen vor und der Vorstellung, ob Glück durch die Gruppe oder
sich deutlich mehr mit Ambiguität auseinandersetzen müssen als         durch die individuellen Bedürfnisse zu erlangen ist. Eine eindeutige
sonst. Durch die Interkulturelle Kompetenz kann dieser Stress für      Antwort dafür gibt es nicht. Die Ergebnisse zeigen, dass man über-
beide Seiten reduziert werden. Dazu gehört ebenfalls zu erkennen,      all glücklich sein kann. Menschen haben aber immer das Streben
wann die Grenzen der Kompetenz oder des Perspektivenwechsels           nach der Paradiesvorstellung, die sie weiter antreibt. Diese ist
erreicht sind.                                                         immer damit verbunden herauszufiltern, was uns fehlt und was
                                                                       selten und schwer in einer Kultur anzutreffen ist.
Und wie lautet Ihre private Antwort mit Blick auf die eigene Bio-
graphie und Ihren Migrationshintergrund?                               Haben Sie einen Rat für die Menschen hier vor Ort, wie sie ihr Glück
Ich habe Kulturwissenschaften aus Interesse studiert, damals           und ihre Zufriedenheit steigern können?
wusste ich nicht, dass mein privater Weg und meine Familien-           Oh, es ist schwierig mit ein paar Worten das zusammenfassen, was
gründung mich in eine Migrantin verwandeln werden. Das ist das         eine intensive Forschung differenzierter betrachtet.
Gute der Europäischen Integration: Es sind keine Grenzen gesetzt,      Jedoch als ein Schlagwort aus der Forschung: Am zufriedensten
seinen Lebensweg frei zu gestalten. Ich wurde noch im totalitären      sind die Personen in einer individualistischen Gesellschaft, wenn
Regime sozialisiert und auch wenn es pathetisch klingt, ich habe ge-   sie in ihrem privaten Umfeld kollektivistisch, sprich gemeinschaft-
lernt, dass man für die Handlungsfreiheit kämpfen muss und diese       lich orientiert sind und Halt und Gemeinschaftssinn finden. Iso-
wertschätzen sollte, wenn man sie hat. Gegebenheiten lassen uns        lation und Einsamkeit und das Hochhalten der eigenen Bedürfnisse
oft vergessen, dass sie nicht selbstverständlich ist.                  über das Gemeinschaftsgefühl macht - empirisch verifiziert - die
Ich habe grundsätzliche positive Phänomene erforscht, da ich mich      Leute unglücklich oder, noch schlimmer, krank.
immer gefragt habe, warum Menschen nicht gut werden (und nicht
umgekehrt, warum Menschen böse sind bzw. werden). Und welche           Vielen Dank für das Gespräch!
Faktoren spielen eine Rolle, damit Menschen gut werden?
Dies hat meine Forschung bei Migration auch gelenkt. Ich habe           Die Preisträger_innen
mich mit der Fragestellung beschäftigt, wann Menschen, die den
Mut haben, Migranten zu sein, auch erfolgreich und zufrieden sein       2010: Prof. Dr. phil. Louis Henri Seukwa, Hochschule für

können. Dies löst auch viele der negativen Probleme der Migration       Angewandte Wissenschaften Hamburg

für die Gesellschaft.                                                   2011: keine Ausschreibung
                                                                        2012: Prof. Dr. phil. Paul Mecheril , Universität Oldenburg

„Positive Phänomene“ bezeichnen u. a. Lebenszufriedenheit, Wohl-        2013: Prof. em. Dr. Johannes Lähnemann, Friedrich-

befinden und prosoziales Verhalten, Work-Life-Balance und Ge-           Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

rechtigkeit. Gibt es kulturelle Unterschiede in ihrer Wahrnehmung?      2014: Prof. Dr. Vincenzo Pace, Universität Padua

Ja, die gibt es. Universell ist das Streben nach Glück und Lebenszu-    2015: Prof. Dr. Axel Michaels, Universität Heidelberg

friedenheit. Unterschiedlich sind jedoch die Wege und die Vor-          2016: Prof.in Dr. Naika Foroutan, Humboldt-Universität zu Berlin

stellungen, wie man das erlangt und was es bedeutet. Ein großes         2017: Prof. Dr. Jürgen Straub, Ruhr-Universität Bochum

Gefälle liegt bei den Individualistischen und Kollektivistischen        2018: Prof.in Dr. Petia Genkova, Hochschule Osnabrück
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6   Wissen & Forschen

    Verzerrte Sichtweise durch soziale Medien?
    Tagung nimmt Landwirtschaft und ihre Wahrnehmung in den Blick

    Einseitige Informationen führen zu einseitigen Meinungen.              Welten leben. Wie wird die Agrarwirtschaft
    Populismus und Meinungsextreme können die Folge sein. In einer         von der Gesellschaft wahrgenommen? Und
    sogenannten Filterblase erreichen Menschen nur noch gefilterte         wie kann ein Neustart in Richtung objektive
    Informationen, die der eigenen Vorstellung und Meinung ent-            Berichterstattung gelingen: was kann /
    sprechen. Dies kann sowohl eine verengte Sichtweise als auch           muss dafür getan werden?
    eine Verschiebung der öffentlichen Diskussion weg von neutralen        Die Tagung ist Auftaktveranstaltung des LEADER-geförderten
    Fakten und sachlichen Argumenten begünstigen. Soziale Medien           Projekts „Dynamic AgriFood Systems im OM“. Das Projekt umfasst
    können in diesem Rahmen zu einer unkontrollierbaren Dynamik in         eine fünfteilige Veranstaltungsreihe, in der die Herausforderungen
    der Verbreitung und Zuspitzung von einseitigen Meinungsbildern         der Agrar- und Ernährungsbranche im Landkreis Vechta vor dem
    führen, wobei die Landwirtschaft ein prominentes Beispiel für          Hintergrund aktueller Transformationsprozesse analysiert und
    dieses Phänomen ist. Vor diesem Hintergrund lädt die Universität       diskutiert werden und Problemlösungen für eine zukunftsfähige
    am Donnerstag, 28. März 2019 alle Interessierten zur dialogorien-      Ausrichtung erarbeitet werden.
    tierten Tagung „Die Agrarwirtschaft in der Filterblase - Verzerren
    Twitter, Google, Facebook und Co. unsere Sichtweisen auf die             Kontakt: Dr.in Anna Fangmann
    Agrarwirtschaft?“ ein.                                                   Tel.: 04441 15 254   E-Mail: anna.fangmann@uni-vechta.de
    Im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung soll u. a. diskutiert            www.uni-vechta.de/koordinierungsstelle
    werden, ob die Landwirtschaft und ihre Gegner in verschiedenen

    Kooperativ, innovativ und digital
    Uni ist Projektpartner für Innovationen der Daseinsvorsorge im Sulinger Land

    „Daseinsvorsorge – kooperativ, innovativ & digi-
    tal – Untersuchungs- und Handlungskonzept für
    den Einsatz digitaler Innovationen im ländlichen
    Raum am Beispiel des Sulinger Lands“ lautet der
    Titel eines Kooperationsprojekts des Landkrei-
    ses Diepholz, der Gemeinden Sulingen, Sieden-
                                                          Die Kooperationspartner des Förderprojekts im Sulinger Land.
    burg, Kirchdorf und Schwaförden. Wissenschaft-
    licher Partner ist das Institut für Strukturforschung und              Anfang des Vorhabens steht zunächst eine Erhebung zu Bedarfen
    Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) der Universität         und Defiziten der Daseinsvorsorge im Sulinger Land. Bürger_innen,
    Vechta in Person von apl. Prof. Dr. Karl Martin Born. Gefördert wird   Expert_innen sowie Dienstleister sollen befragt werden. Daraus wird
    es für ein Jahr mit 37.500 Euro vom Niedersächsischen Ministe-         abgeleitet, welche Themen schwerpunktmäßig bearbeitet werden.
    rium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Ent-          Ob eine Mitfahrapp, Telemedizin oder Online-Shops für (regionale)
    wicklung und begleitet vom Regionalmanagement Mitte Nieder-            Produkte für die Nahversorgung – Vieles ist denkbar. Neben den
    sachsen (Planungsbüro SWECO GmbH, Standort Bremen).                    digitalen Lösungsansätzen will das Projekt auch herausfinden, wo
    Ziel des Projekts ist, Ideen und Instrumente für Angebote der          die Stadt und Umlandkommunen zusammenarbeiten können. Als Er-
    Daseinsvorsorge zu schaffen, die digital unterstützt sind. Konkret     gebnis sollen kommunalvernetzte Projektideen mit digitalem Fokus
    können das zum Beispiel Zugänge zu Post und Telekommunikation,         sowie innovative Angebote der Daseinsvorsorge stehen. Angestrebt
    Verkehr, Wohnungswirtschaft, Bildung oder Gesundheit sein. Am          wird, diese dann in einem Folgeprojekt umzusetzen.
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Wissen & Forschen            7

„Smart Region“ bewilligt
Projekt erarbeitet Regionalstrategie für das Oldenburger Münsterland

Zum Jahresbeginn startete an der Univer-         die Smart Region OM sechs Handlungs-
sität die Förderung des Projekts „Initiative     felder herauskristallisiert: E-Government,
Smart Region Oldenburger Münsterland.“           Gesellschaft/Kultur, Mobilität, Gesundheit/
Rund 74.000 Euro werden dafür aus dem            Altern, Bildung sowie Wirtschaft/Fach-
Förderprogramm „Regionale Entwick-               kräfte. Gemeinsam mit den Landkreisen
                                                                                                              Landkreis Cloppenburg
lungsimpulse“, das von den Ämtern für            soll nun eruiert werden, welche Bedarfe es
regionale Landesentwicklung koordiniert          im Einzelnen gibt. Daraus sollen Konzepte
wird, bereitgestellt. Ziel des Projekts, das     für Modellprojekte generiert werden,                                             Landkreis Vechta

gemeinsam mit den Landkreisen Vechta             die wiederum in die Entwicklung einer
und Cloppenburg gestaltet wird, ist die          Regionalstrategie und die Konzeption einer
Entwicklung eines Masterplans. Wie kann          „Smart Region OM“ münden. Vorgesehen
das OM „smart“ werden, das heißt wie             sind mehrere Innovationsworkshops mit
kann die Digitalisierung zu Gunsten von          allen Beteiligten, bei denen Leitthemen
Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung          bearbeitet und Projektideen gesammelt           parallel so medial aufbereitet, dass sich
implementiert und genutzt werden?                werden. Die Diskussion dieser Ideen erfolgt     alle Interessierten jederzeit einbringen
Bei einer ersten Vorabfrage haben sich für       in einem „Forum der Innovationen“ und wird      können.

Wirtschaftsministerium verlängert Vertrag
Aus „Landesinitiative Ernährungswirtschaft“ wird „Landesinitiative Food“

Nach europaweiter Ausschreibung hat die Univer-
sität Vechta mit ihrem Partner, dem Deutschen Ins-
titut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück,
den Zuschlag für das Management der Geschäfts-
stelle der Landesinitiative Ernährungswirtschaft
Niedersachsen erhalten. Der neue Vertrag läuft bis
2021 und hat ein Volumen von rund 1,47 Millionen
Euro. Ende Januar haben Niedersachsens Wirt-
schaftsminister Dr. Bernd Althusmann, Universitäts-
                                                          Haben die „Landesinitiative Food“ auf den Weg gebracht: v. l. Prof. Dr. Burghart
präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt, Dr.in Kerstin
                                                          Schmidt, Wissenschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, Geschäftsführer Chris-
Lienemann vom DIL und der neue Geschäftsführer
                                                          tian Kircher und Dr.in Kerstin Lienemann vom DIL.
der „Landesinitiative Food“, Christian Kircher, in
Hannover den offiziellen Startschuss für die nächste Etappe der          Außerdem sollen die Potenziale der Digitalisierung und der Bio-
Landesinitiative gegeben. Die Geschäftsstelle ist am Deutschen           logisierung für die Ernährungswirtschaft genutzt werden. Geplant
Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück angesiedelt.             sind ferner Maßnahmen für mehr Akzeptanz bei Verbraucher_innen.
Die Landesinitiative Food soll den Technologietransfer in die Er-        Kernaufgabe der Landesinitiative Ernährungswirtschaft bleibt die
nährungswirtschaft fördern, um mit Innovationen Nachhaltigkeit,          Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei Innovations-
Qualität und Sicherheit der Lebensmittelproduktion zu verbessern.        prozessen sowie der Wissensvernetzung.
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8   Leben & Studieren

    Heimat im 21. Jahrhundert
    Heimatbund Oldenburger Münsterland feiert Jubiläum an der Universität

                                   100 Jahre Heimatbund Oldenburger
                                   Münsterland: Dieses Jubiläum feiert
                                   der Verein ein ganzes Jahr lang mit
                                   zahlreichen Veranstaltungen. Den
                                   Auftakt machte am 14. Februar die
                                   Podiumsdiskussion „Heimat im 21.
                                   Jahrhundert“, bei der die Universität
                                   Vechta Kooperationspartner war.
     Prof. Dr. Heribert Prantl
                                   Als Festredner sprach Prof. Dr. Heri-
     sprach zu Heimat,
                                   bert Prantl, Mitglied der Chefredak-
     Heimatland und Europa.
                                   tion der Süddeutschen Zeitung.
    Sein Thema hatte über 250 Gäste an die Universität gelockt, sodass
    die Veranstaltung kurzerhand in die Interimsmensa verlegt wurde.
    Prantl beleuchtete in seinem Vortrag das „Wunder Europa“, populis-     bundes, Dr.in Julia Schulte to Bühne, Leiterin des Museumsdorfs
    tische Verwendungen des Heimatbegriffs und die Rolle der Humani-       Cloppenburg und Thomas Grimme, Geschäftsführer der Bleywaren
    tät im Konzept der Heimat. Anschließend diskutierte er gemeinsam       Cloppenburg, über das heutige Verständnis von Heimat, Migration
    mit Dr.in Silke Eilers, Geschäftsführerin des Westfälischen Heimat-    und Integration und die Rolle von Kirche und Ehrenamt darin.

    Landesstipendien 2018 vergeben
    Land Niedersachsen stellt Mittel für engagierte Studierende bereit

    Ende Januar würdigte die Universität Vechta ihre Studierenden,         aus. Die Stipendien werden immer zum Jahresende ausgeschrieben
    die ein „Landesstipendium Niedersachsen 2018“ erhalten hatten.         und Anfang des Folgejahres vergeben.
    Das Land Niedersachsen finanziert, wie schon in den Vorjahren,
    Stipendien in Höhe von einmalig 500 Euro.                                                       Melanie Westerhoff, 24, ist seit fast sechs
    Für das Jahr 2018 konnten 62 Stipendien an gesellschaftlich                                     Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr
    engagierte Studierende mit guten Studienleistungen vergeben                                     Visbek aktiv, mittlerweile als Oberfeuer-
    werden. Auch der persönliche Werdegang und Hintergrund der                                      wehrfrau und Atemschutzgeräteträgerin.
    Studierenden werden berücksichtigt. Aus 115 Bewerbungen wählte                                  Sie möchte einmal Mathematik und
    eine Kommission 39 Frauen und 23 Männer für die Einmalzahlung                                   Gestaltendes Werken unterrichten. In der
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Leben & Studieren          9

Abschlussfeier im RASTA Dome
Bachelor Combined Studies und Master of Education ehrt Absolvent_innen

 Die anwesenden Absolvent_innen aus Bachelor Combined Studies und Master of Education mit den Referent_innen der Feier.

Zu wenig Platz: Das kommt an der Uni-          an die ehemaligen Kommiliton_innen,
versität Vechta leider öfter vor. Dieses       Prof.in Dr. Claudia Garnier für den Prü-
Mal aber war die Raumnot aus einem             fungsausschuss des Bachelors Combined
überaus freudigen Anlass entstanden:           Studies.
557 Absolventinnen und Absolventen des         Von den Absolvent_innen im Bachelor
Bachelors Combined Studies und 196 Ab-         Combined Studies beendeten 467 ihr
solvent_innen des Masters of Education         Studium mit der Note „sehr gut“ oder
wurden in einer gemeinsamen Abschluss-         „gut“. Als Beste abgeschlossen hatten
feier im Advent 2018 geehrt. Da aufgrund       Ulrike Ahnert, Sandra Burschil, Michaela
der Sanierung der Aula auf dem Campus          Dierken, Regina Eiteneier, Antje Obreiter      Ein roter Teppich für die Absolvent_innen.

derzeit keine Kapazitäten für derlei Ver-      und Ilona Zielke. Im Master of Education
anstaltungen vorhanden sind, fand die          lag die Zahl der guten und sehr guten
Feier im RASTA Dome statt – eine ganz          Abschlüsse bei 178. Die besten Absol-
besondere Atmosphäre!                          vent_innen waren Marike Feierabend, Ines
Grußworte sprachen der seinerzeit de-          Hartmann, Rebecca Henke, Olga Hüt-
signierte Vizepräsident für Lehre und          temeyer, Eileen Küthe, Katharina Mohr,
Studium, Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla, und      Sarah Nienaber, Cornelia Perk, Char-
                                                                                             Ein Programmpunkt: Studiengangskoor-
Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart       lene Prommer, Jonas Rathgen, Philine
                                                                                             dinatorin Dr.in Ann Kristin Schmitt-Grawe
Schmidt. Für das Student_innenparla-           Schürmann, Juliane Schwertmann, Kira
                                                                                             im Gespräch mit Absolventinnen.
ment richtete Lisa Wollering ihre Grüße        Veldmann und Katharina Warns.

Feuerwehr schätzt Westerhoff das Mit-          bunt“ aktiv, die Studierende und Geflüchte-   Miteinander in der Studierendenschaft und
einander und die Kameradschaft.                te über den Sport zusam-                              das Funktionieren des Mikro-
Vanessa Arlt, 23, studiert Germanistik und     menbringt. Erst kürzlich hat                          kosmos Universität als Mitglied
                    Sport und engagiert        die Initiative für 23 Geflüch-                        zahlreicher Gremien. Aktuell ist er
                    sich unter anderem für     tete eine Fahrt nach Berlin                           im Fakultätsrat tätig und stellver-
                    geflüchtete Menschen.      organisiert, bei der auch der                         tretendes Senatsmitglied. Seine
                    Sie ist seit vier Jahren   Bundestag besucht wurde.                              Aktivitäten reichen von Aktionen
                    in der studentischen       Adrian Spannagel, 26, Student der             zum Holocaustgedenktag bis hin zur Orga-
                    Initiative „Sport ist      Kulturwissenschaften, sorgt für ein gutes     nisation kultureller Veranstaltungen.
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10   Lehren & Arbeiten

     Experimentallabor eröffnet
     Experimente zur Wirtschaftsforschung geplant

                                                                                                      Die Eröffnungsfeier wurde durch einen Vor-
                                                                                                      trag von Dr. Yossef Tobol (Jerusalem Col-
                                                                                                      lege of Technology) zum Thema „Parents’
                                                                                                      Marital Status, Psychological Counseling
                                                                                                      and Dishonest Kindergarten Children:
                                                                                                      An Experimental Study“ abgerundet. In
                                                                                                      seinem Vortrag thematisierte Tobol die
                                                                                                      Determinanten, die Ehrlichkeit bei Kindern
                                                                                                      fördern und zeigte am konkreten Beispiel
                                                                                                      die Durchführung verhaltensökonomischer
                                                                                                      Forschung auf.
      Dr. Yossef Tobol (2. v. r.) mit den Vechtaer Kolleg_innen (v. l.) Prof. Dr. Gerald Eisenkopf,
                                                                                                      Das Labor bietet Platz für 25 Proband_in-
      Prof.in Dr. Vanessa Mertins und Torben Kölpin.
                                                                                                      nen. Alle Experimente werden computer-
     In einer Feierstunde wurde im Januar               tensökonomik in den vergangenen Jahren.       gestützt und anonym durchgeführt. Jede
     das neue Experimentallabor des Fachs               Wirtschaftstheorien stimmen häufig nicht      und jeder Interessierte kann teilnehmen, es
     Management Sozialer Dienstleistungen               mit dem tatsächlich beobachteten Ver-         wird eine erfolgsabhängige Entlohnung ge-
     eingeweiht. Das Labor LEEV (“Laboratory            halten überein, viele Thesen bedürfen der     zahlt. Das Labor soll allen Fachrichtungen
     for Economic Experiments Vechta”) wurde            Überprüfung. Mithilfe von Experimenten        der Universität offenstehen.
     eigens für die experimentelle Wirtschafts-         erhalten die Forscherinnen und Forscher
                                                                                                       Informationen unter www.uni-vechta.de
     forschung des Fachs eingerichtet. Hinter-          ein besseres Verständnis des Entschei-
                                                                                                       /management-sozialer-dienstleistungen
     grund ist das stetige Wachstum der Verhal-         dungsverhaltens von Individuen.

     „Eine kleine Tischmusik“
     Berliner Philharmoniker spielen Stück des Uni-Dozenten Manfred Menke

                                                                                                      „Mahlzeit!“ Ein ungewöhnlicher Aufruf,
                                                                                                      den vier Schlagzeuger der Berliner Phil-
                                                                                                      harmoniker beim Konzert „Winter Drum-
                                                                                                      merland“ Anfang Dezember machten.
                                                                                                      Gesagt, getan: Serviette umgebunden,
                                                                                                      Platz genommen, Holzlöffel in die Hand.
                                                                                                      Und losgetrommelt! Gespielt wurde „Eine
                                                                                                      kleine Tischmusik“, ein Stück des Dinkla-
                                                                                                      ger Komponisten Manfred Menke.

      Manfred Menke (M.) mit (v. l.) Jan Schlichte, Raphael Haeger, Franz Schindlbeck und
                                                                                                      Der studierte Diplom-Musikpädagoge
      Rainer Seegers in Berlin. / Foto: R. Menke
                                                                                                      Menke arbeitet seit 1986 im Fach Musik
Lehren & Arbeiten         11

Das Fachwissen an der Uni erweitern
Weiterbildungen bieten passgenaue Konzepte für Menschen aus der Praxis

                                                                                          wurden Weiterbildungen und Bildungs-
                                                                                          urlaube zum Umgang mit Menschen mit
                                                                                          Demenz etabliert – Singen und Musizieren,
                                                                                          Tanzen, Vorlesen oder Kommunikation
                                                                                          und Aktivitäten. Daran sind die Disziplinen
                                                                                          Gerontologie und Musikpädagogik der Uni-
                                                                                          versität beteiligt, bei einigen Angeboten
                                                                                          ist die Katholische Akademie Stapelfeld
                                                                                          Kooperationspartner. Erprobte „Klassiker“
                                                                                          der Vechtaer Weiterbildung wie Kollegiale
Kompetenzentwicklung, soft skills, lebens-   Im Sinne der „Offenen Hochschule“ baut       Beratung und Personzentrierte Gesprächs-
langes Lernen – geht es um die fachliche     die Universität ihre Angebote jenseits des   führung runden das Portfolio ab.
Weiterentwicklung von Mitarbeiterinnen       klassischen Studiums seit 2009 kontinuier-   Bei allen Neuerungen, die der Bereich Wis-
und Mitarbeitern, sind die Schlagworte       lich aus.                                    senschaftliche Weiterbildung in den letzten
vielfältig und werden immer vielfältiger.    Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen       Jahren genommen hat, ein Ende soll die
Fort- und Weiterbildung im Sinne einer       Weiterbildung ist aktuell der Bereich des    Entwicklung noch nicht haben, im Gegen-
strategischen Personalentwicklung ist        Sozialen. Angebote für Erzieher_innen        teil: Das Spektrum soll weiter wachsen.
heute für Arbeitnehmer_innen und Arbeit-     und Sozialpädagog_innen befassen sich        Firmen und Einrichtungen, die besondere
geber_innen wichtig. Auch für die Angebote   mit nachhaltiger Ernährung, Personal-        Weiterbildungsbedarfe haben, können sich
einer Hochschule wie der Universität         management, oder – das jüngste Angebot       jederzeit mit ihren Ideen an Koordinatorin
Vechta ist diese Entwicklung von Relevanz:   – Interkulturalität. In der Vergangenheit    Hiemke Schmidt wenden.

                                                                                           Kontakt: Koordination Wissenschaftli-
                                                                                           che Weiterbildung, Hiemke Schmidt
                                                                                           www.uni-vechta.de/weiterbildungs-
                                                                                           angebote

                                                                                           Aktuelle Weiterbildungen
der Universität Vechta und ist Spezialist                                                  März: Personalmanagement in KITA und
für Schlagzeug, Mallets und Percussion.                                                    KIGA
Er leitet Seminare und Workshops und                                                       Mai: Einmal um die Welt – jeden Tag.
wirkt an vielen Veranstaltungen und                                                        Interkulturelle Sensibilisierung für Er-
Konzerten mit. Außerdem arbeitet er                                                        zieher_innen.
als Komponist. Die Tischmusik entstand        „Eine kleine Tischmusik“ beim Konzert        Esskultur? Nachhaltig? Na klar! Nach-
1991 an der Universität bei den Proben        „Winter Drummerland“. / Foto: Rabold         haltige Ernährung in KITA, Schule und
des Percussion-Ensembles. Durch Auf-                                                       Einrichtungen der Sozialen Arbeit
tritte Menkes und seiner Kolleginnen         Zum Konzert in Berlin wurde Menke             Juni: Die neue Eingliederungshilfe.
und Kollegen fand das Stück Verbrei-         eingeladen. Er konnte die Aufführung          Strukturänderungen des Teilhaberechts
tung, ist inzwischen in über 20 Ländern      live verfolgen und anschließend mit den       September: Herausforderungen als
bekannt.                                     Kollegen hinter der Bühne fachsimpeln.        Führungskraft meistern!
12   Serie

     Kreativ, wohltätig, international
     In der heutigen Ausgabe der Serie „Kreativ, wohltätig, international: So engagieren sich Studis“ stellt UniVersum zwei Angebote des Fachs
     Musik vor. Die Rock- und Popband und das Percussion-Ensemble sind im Lehrplan der Musikpädagogik verankert und Wahlpflicht-Veran-
     staltungen für Studierende. Auch, wenn es offizielle Lehrveranstaltungen sind: Die Kurse stehen jedermann und jederfrau offen, Interes-
     sierte sind herzlich willkommen.

     Zwei Semester Rockband oder Percussion
     Angebote zum „Instrumentalspiel“ stehen nicht nur Studierenden offen

                                                                                                   talisch anmuten. Instrumente wie Marimba-
                                                                                                   phon und Vibraphon sind eine Möglichkeit
                                                                                                   der Vertonung, Rhythmen werden aber
                                                                                                   auch oft gesprochen oder mit den Händen
                                                                                                   geklatscht. Ziel ist, Rhythmen besser zu
                                                                                                   verstehen, sie dadurch besser zu spielen
                                                                                                   und schlussendlich besser an Schülerinnen
                                                                                                   und Schüler vermitteln zu können.

                                                                                                   Die Rock- und Popband
                                                                                                   Als Musiklehrerin oder –lehrer an einer
                                                                                                   Schule kann es passieren, dass man mit der
                                                                                                   Einrichtung einer Schulband betraut wird.
                                                                                                   Was braucht es dafür? Welche Instrumente,
                                                                                                   welche Technik? Und wie bringt man Schü-
      Marcel hat in der Rock- und Popband die Grundzüge des Schlagzeugspielens gelernt.
                                                                                                   lerinnen und Schülern, die keine Vorerfah-
                                                                                                   rungen haben, die Instrumente bei? Auf ein
     Der Hintergrund                                mit Kindern aufbereiten und bei Bedarf         solches Szenario können sich Studierende
     Rock- und Popband und das Percussion-En-       vereinfachen. Seit über zehn Jahren leitet     im Kurs vorbereiten. Alle Teilnehmerinnen
     semble sind Lehrveranstaltungen der            Felix Holzenkamp, Lehrkraft für besondere      und Teilnehmer rotieren beim Spielen der
     Musikpädagogik im Rahmen des Moduls            Aufgaben, die beiden Kurse.                    Instrumente: Schlagzeug, Bass, E-Gitarre,
     „Konsolidierung und Abrundung individu-                                                       Keyboard und auch Gesang sind Standard,
     eller künstlerischer Instrumental- oder        Das Percussion-Ensemble                        weitere Instrumente kommen je nach
     Gesangsfähigkeiten“. Was sperrig klingt,       Das Percussion-Ensemble ist in Wahrheit        Vorerfahrung der Teilnehmer_innen dazu.
     hat einen ganz praktischen Hintergrund:        ein „Rhythmus-Training“: Gemeinsam mit         Es geht darum, die Grundstruktur aller rele-
     Als künftige Musiklehrerinnen und –lehrer      den Studierenden erarbeitet Dozent Hol-        vanten Instrumente kennenzulernen. Spiel-
     sollen die Studierenden in die Lage ver-       zenkamp zwei Semester lang verschiedene        technik und das richtige Notieren gehören
     setzt werden, instrumentalpraktisch mit        Arten von Rhythmen. Im ersten Semester         ebenfalls dazu. Wie baut man eigentlich
     Schülerinnen und Schülern arbeiten zu          liegt der Fokus auf geraden Rhythmen           ein Schlagzeug auf? Welchen Verstärker
     können. Dazu lernen sie möglichst viele ver-   im 16tel-Feeling wie Rock, Pop, Funk           benötigt die Gitarre? Wie funktioniert
     schiedene Instrumente, Stilrichtungen und      oder Latin. Im zweiten Semester werden         ein Mischpult? Auch diese sogenannte
     ihren Aufbau. So können sie beispielsweise     schwerpunktmäßig ungerade Rhythmen             „apparative Praxis“ vermittelt Dozent Felix
     Rhythmen identifizieren, für die Arbeit        behandelt, da kann es auch schon mal orien-    Holzenkamp in der als Übung eingestuften
Serie   13

                                                                                           Tempelblocks, Conga und Djembe
                                                                                           kommen im Percussion-Ensemble zum
 Mit Marimbaphon und Vibraphon werden Rhythmen einstudiert.                                Einsatz.

                                                                                           Seit über zehn Jahren unterrichtet Felix
                                                                                           Holzenkamp Instrumentalpraxis an der
 Studentin Nina spielt Gitarre und singt, Dozent Felix Holzenkamp notiert die Akkorde.     Universität.

Lehrveranstaltung. Gespielt wird, was ge-      der richtigen Adresse. Da der Fokus eben   um 20.30 Uhr. Die Rock- und Popband
fällt: Die Teilnehmer_innen bringen aktuelle   genau auf dem Ausprobieren, dem Lernen     probt zur selben Zeit am Donnerstag.
Songs mit, die dann gemeinsam geprobt          und Verstehen von Musik geht, gibt es
werden.                                        keinen Druck, bestimmte Stücke bei einem
                                               Konzert vorzustellen.
Musikbegeisterte gesucht!                      Die Übungen beginnen immer im Winter-
Damit es nicht beim reinen Lernen von          semester. Für Musikstudierende ist eine     Steckbrief
Techniken bleibt, brauchen Band und En-        Prüfung am Ende des Sommersemesters         Name: Rock- und Popband /
semble regelmäßig ausreichend Mitstrei-        verpflichtend, andere Teilnehmer_innen      Percussion-Ensemble
terinnen und Mitstreiter. In der Vergangen-    müssen diese natürlich nicht ablegen.       Form: Musikpraktische Übungen
heit kamen immer wieder Studierende            Aufgrund der Sanierung der Aula sind die    Zweck: Ausprobieren, Lernen und
anderer Fächer zum Mitspielen. Auch            Kurse im Moment in der Liebfrauenschule     Verstehen von Rhythmen, Instrumenten
Beschäftigte können teilnehmen. Wer sich       in der Großen Straße untergebracht.         und Technik
immer schon einmal instrumentalpraktisch       Interessiert, mal reinzuschauen? Das        Kontakt: Felix Holzenkamp,
ausprobieren wollte, ist bei der Rock- und     Percussion-Ensemble trifft sich immer       felix.holzenkamp@uni-vechta.de
Popband oder im Percussion-Ensemble an         dienstags in der Lehrveranstaltungszeit
14   Special

     Mahlzeit!
     Sanierte Mensa öffnet im April ihre Türen

     Frisch zubereitete Speisen für Frühstück, Mittagessen oder Zwischenmahlzeit: Dafür steht die Mensa Vechta, die vom Studentenwerk
     Osnabrück betrieben wird. Demnächst macht das Schlemmen so richtig Spaß: Nach 420 Tagen Bauzeit öffnet die sanierte Mensa am 1.
     April ihre Türen. Dann können täglich bis zu 1.500 Gäste zum Mittag versorgt werden. Im Bistro im Erdgeschoss wird noch ein wenig länger
     gewerkelt, aber auch hier ist die Eröffnung für Mitte April vorgesehen.

        Fakten
        • Anzahl der beteiligten Fachplaner: 13                                   • Zusätzlich 10 Tische und 40 Sitzplätze in der
        • Anzahl der bisher beauftragten Firmen: 21, davon 2/3 aus             		 Lernlandschaft
     		 dem Bereich Weser-Ems                                                     • Anzahl Großgeräte Küche: 20
        • Gesamtkosten: ca. 11,0 Mio Euro                                         • Anzahl der Speisen, die täglich ausgegeben werden können:
        • Nutzfläche gesamt: 2.224 m²                                          		 bis zu 1.500
        • Mobiliar für Speisesaal und Cafeteria: 68 Tische, inkl.                 • Anzahl der verbauten Klinkersteine: 11.280 Stück
     		 Hochtische und 482 Stühle, inkl. Hochstühle.                              • 700 Tonnen Material aus Abbruch/Entsorgung

                                                                                     2013
                                                                                     Vorplanung: aus Kostengründen Ent-
                                                                                     scheidung zugunsten Sanierung anstelle
                                                                                     Neubau
                                            2010
                                            Feststellung des Erneuerungsbedarfs
                                            durch Universität, Studentenwerk und                            2015
                                            Staatliches Baumanagement                                       Haushaltsausschuss des Landtags
                                                                                                            bewilligt Gelder für Sanierung
          1981
          Bau von Mensa und Cafeteria für 1.700
          Studierende und 230 Beschäftigte
Special        15

                                                                                            Das bietet d
                                                                                                             ie „neue Me
                                                                                                                             nsa“ ihren G
                                                                                                                                              ästen
                                                                               • 352 Sitzp
                                                                                           lä  tze im Speise
                                                                                                             sa  al
                                                                               • 3 Kassen
                                                                              • Free-Flow
                                                                                          -S     ystem im Ber
                                                                                                                eich der Ess
                                                                                  Ausgabelinie                               ensausgabe
                                                                                                 n, digitales S                             mit mehrere
                                                                                                                peiseleitsyst                           n
                                                                                  Selbstbedie                                 em , Salatbuffet
                                                                                               nung, Überra                                     in
                                                                                                               schungen, „S
                                                                               • 130 Sitzp                                  chneller Telle
                                                                                           lätze in der C                                   r“
                                                                                                           afeteria
                                                                              • Aufzug
                                                                             • Barrierefre
                                                                                             ier Zugang m
                                                                                                            it automatis
                                                                                und taktiler                             ch bedienbar
                                                                                             Beschilderun                                en Außentüre
                                                                                                             g.                                       n
                                                                            • Selbstlern
                                                                                          zonen
                                                                           • Verbesse
                                                                                        rte Akustik
                                                                          • Neueste K
                                                                                         üchentechn
                                                                                                       ik und erwei
                                                                             Zwischenve                             tertes Angeb
                                                                                          rpflegung.                                ot in der
                                                                         • Das Bistro
                                                                                         wird künftig
                                                                                                        auch Eintöp
                                                                                                                     fe und ähnlic
                                                                                                                                   hes anbiete
                                                                                                                                                n.

                                                               Achtung, Umzug!
                                                          Vom 18. – 29. März bleibt die
                                                         Mensa wegen des Umzugs von
                                                        der Interimslösung in die sanier-
                                                        ten Räumlichkeiten geschlossen.
                                                         In dieser Zeit bietet das Stu-
                  11.280 Klinkersteine                   dentenwerk Osnabrück keine
                 verkleiden den Anbau der                       Versorgung an.                                700 Tonnen Material aus
                sanierten Mensa. Aufeinan-                                                                       Abbruch/Entsorgung
                dergestapelt sind das über
                800 Meter oder so lang wie                                                              Würde man das in Äpfel umrechnen,
                 3.200 Spaghetti                                                                               könnte man davon 1 Mio
                                                                                                                 Apfelkuchen backen.

                                   Juli 2017                         August 2017
                                   Umzug der Mensa in                Baubeginn der
                                   die Interimslösung                Sanierung                                                   April 2019
                                                                                                                                 Eröffnung

April 2017                                                                                           Mai 2018
Aufbau der Interims-                                                                                 Richtfest
mensa beginnt
16   UniVersum

     News
                                                    Stadt aus?“ gestaltet. Aus der Gesamt-       04.-05.04. Digitaler Wandel an der Schule –
                                                    heit dieser Versatzstücke erschafft die      Auswirkungen auf das Lehren und Lernen
                                                    Künstlerin anschließend eine Großcollage     Pädagogischer Tag des Zentrums für
     Plath und Naegele spenden für Seebrücke        mit WOW-Effekt, welche später auf groß-      Lehrerbildung im Rahmen der Reihe smart
     Im Herbst 2018 erhielten die Vechtaer          formatige Planen gedruckt im Stadtraum       life – smart work
     Nachwuchswissenschaftlerinnen Laura            präsentiert wird.                            Infos: www.uni-vechta.de/zflb
     Naegele (Gerontologie) und Christina           Gesucht werden Gruppen von 10 bis 15 Teil-
     Plath (Pädagogische Psychologie/Gleich-        nehmenden, welche Teil dieses Projektes      04.-05.04. Selbstständige Erwerbstätig-
     stellungsbüro) den 1. Posterpreis auf dem      werden und im Zeitraum vom 02. bis 19.       keit und Erwerbskarrieren in späteren
     Gerontologie und Geriatrie Kongress 2018       März an Künstlerworkshops teilnehmen         Lebensphasen - Potenziale, Risiken und
     in Köln. Unter dem Motto „Wissenschaft         möchten.                                     Wechselverhältnisse
     wirkt“ spendeten die beiden Nachwuchs-         Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse   Jahrestagung des Instituts für
     wissenschaftlerinnen einen Teil des Preis-     notwendig. Die Teilnahme ist kostenfrei.     Gerontologie
     gelds an den Vechtaer Ableger der deutsch-     Anmeldungen unter: Tel.: 0157 86 84 91 69    Infos: www.uni-vechta.de/ifg
     landweiten Initiative der „Seebrücke“. Die     oder mail@wiebkewilms.de
     Spendenübergabe erfolgte im Dezember                                                        12.04. Orientierungsworkshop „Deine Zu-
     im Rahmen der Kundgebung „Gemeinsam                                                         kunft“ für Studieninteressierte
     Gesicht zeigen gegen das Sterben auf dem                                                    Infos: www.uni-vechta.de/uni-erleben
     Mittelmeer.“                                                                                Kontakt: workshops@uni-vechta.de

                                                                                                 26.04. Frühjahrsempfang
                                                                                                 von Universität und Stadt Vechta
                                                                                                 Beginn: 11.30 Uhr, Ort: Rathaus Vechta

                                                    Termine
                                                                                                 09.05. Auswirkungen der Digitalisierung
                                                                                                 auf eine alternde Gesellschaft
                                                                                                 Veranstaltung der Reihe smart life – smart
                                                    14.03. Informationsveranstaltung zum         work, organisiert vom Institut für
     Neue Artist in Residence: Wiebke Wilms         Gasthörerstudium                             Gerontologie
     Mit dem stadtweiten Kunstprojekt der           Alle Infos und Kontakt: www.uni-vechta.de/   Infos: www.uni-vechta.de/digitalisierung
     Stadt und der Universität Vechta „Jeder        offene-hochschule
     Schnipsel zählt“ will die neue Artist in
     Residence, Wiebke Wilms, verschiedens-         28.03. Führen Twitter, Google, Facebook
     te Menschen der Stadt sichtbar werden          und Co. zu verzerrten Sichtweisen auf die
     lassen. Dazu werden in kurzweiligen Work-      Landwirtschaft?
     shops mit Unterstützung der Künstlerin         Workshop im Rahmen des LEADER-geför-
     freie Papiercollagen unter der Leitfrage       derten Projekts „Dynamic Agri-Food Sys-
     „Was macht das MITeinander in unserer          tems im Oldenburger Münsterland (OM)“
                                                    Kontakt: anna.fangmann@uni-vechta.de

     Vorschau
                                                                                                                                  Ausgabe 0
                                                                                                                                              2
                                                                                                                                erscheint a
                                                                                                                                            m
                                                                                                                              29. April 2
                                                                                                                                          019
     „Digitaler Wandel an der Schule“ – Pädagogi-              Geschichte bewahren –             Lange Nacht der
     scher Tag des Zentrums für Lehrerbildung                  das Universitätsarchiv            aufgeschobenen Hausarbeiten
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