Vivihouse.cc Das erste mehrgeschoßige ökologische Selbstbausystem gemeinsam inklusiv bauen
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vivihouse.cc
Das erste mehrgeschoßige ökologische Selbstbausystem
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Technische Universität Wien
Institute for Convivial Practices (ICP)
eine Kooperation von
Continuing Education Center und der Abteilung für Hochbau und Entwerfen
Kleine Augasse 2-6, B 3.25.4 A
1090 Wien
Österreich
hello@vivihouse.cc
www.vivihouse.cc
ICP Team
DI MEng. Mikka Fürst
DI Nikolas Kichler
M.A. Kathrin Meyer
Mag.arch. Paul Adrian Schulz
Ass.Prof. DI. Dr. Karin Stieldorf
Konsortium
TU Wien
asbn
Käferhaus
Lukas Lang
RWTplus
Wout Kichler
zunder zwo
FördergeberInnen
Klima- und Energiefonds
VKS GMBH
PartnerInnen und mentale UnterstützerInnen
Transition Austria
Forum Urbanes Gärtnern
vienna.transitionBASE
Maker Faire Vienna
CC BY-SA Insititute for Convivial Practices
Dezember 2017vivihouse.cc
Die erste mehrgeschoßige ökologische Holz-System-Selbstbauweise
Inhalt
1. vivihouse prototyping 2
2. Hintergrund: Smart City für alle von allen 3
3. vivihouse facts 5
4. vivihouse Selbstbauweise 6
5. vivihouse Grundrissflexibilität 12
6. vivihouse Wohnungszuschnitt 14
7. vivihouse auf Tour 16
8. vivihouse Varianten 18
9. vivihouse Zeitplanung 20
10. vivihouse Kostenplanung 22
11. vivihouse Detailskizzen 24
1vivihouse prototyping
Eine konviviale Selbstbauweise Bauprozess
Mit vivihouse wird inklusives Bauen anhand eines Der Bau von vivihouse lässt sich in drei wesentliche
konkreten Prototyps erprobt und sichtbar gemacht. Bauphasen gliedern:
Diese Selbstbauweise setzt sich aus einem modu-
laren Holzbausatz zusammen, dessen Bestandteile Die Vorfabrikation in einer Halle oder einem Fab-
einen Rahmen für unterschiedliche Selbstbau- lab: Stützen, Decken- und Fassadenelemente
weisen bieten. Inklusion am Bau des Vivihouses Die Montage der Elemente sowie der technischen
bedeutet für uns: Ausstattung am Grundstück
Der Innenausbau: Zwischenwände, Fußbodenbe-
Für alle von allen läge, Sanitärräume, Küchen, etc.
Unkomplizierte, sichere Bauabläufe
Leistbarkeit (Ziel: Kostenrahmen des geförderten Die ersten Gebäudelemente werden im Sommer-
Wohnbaus) semester 2018 in Wien im Rahmen einer Lehrver-
Austausch und gegenseitige Hilfe über Workshops anstaltung und in lokalen Fablabs vorfabriziert. Ein
und einer Onlineplattform erster Vorprototyp und Teaser wird bei der Maker
Faire Vienna vom 06. bis 08. Mai 2018 präsentiert.
Für künftige Generationen
Hohe Energieeffizienz, lange Lebensdauer Ab Herbst 2018 besucht der transportable Prototyp
Einsatz Nachwachsender Rohstoffe, Kreislaufschlie- Standorte in Linz, Innsbruck, Graz und Wien. Dort
ßung wo möglich, Müllvermeidung werden von PartnerInnen weitere lokal vorgefer-
Zerlegbarkeit, Transportierbarkeit, Möglichkeit zur tigte Bauelemente dem Prototypen hinzugefügt,
Neukonfiguration weshalb dieser von Standort zu Standort stetig
Leichte Adaptierbarkeit, Weiterentwickelbarkeit wächst. Der dezentrale Produktionsprozess wird
durch eine Onlineplattform mit Planmaterial und
Ortsunabhängig, nutzungsoffen, flexibel Anleitungsvideos gestützt.
Geringe Werkstatt- & Werkzeuganforderungen
Geeignet für den städtischen und ländlichen Der Tour folgt die Evaluation der Selbstbauprozes-
Bereich sowohl für 1- bis 6 -geschoßige Gebäude. se, der sozialen Prozesse, der dezentralen Produ-
Weitgehende Freiräume in der Grundriss- und Fas- zierbarkeit, der Abnutzung, des Montageprozes-
sadengestaltung ses, der Transportierbarkeit und Anforderungen an
Mischnutzbarkeit: Büro, Wohnen, soziale Infrastruk- Werkstätten. Die Ergebnisse werden online und in
tur Buchform publiziert.
2Hintergrund:
Smart City für alle von allen
Leitbild Inklusion Baukultur
In der smarten Gesellschaft des 21.Jahrhunderts Wie wir unser zukunftstaugliches Zusammenleben
steht die Einbeziehung der Bedürfnisse aller im räumlich gestalten wollen ist die zentrale Frage
Vordergrund. ProsumentInnen, MacherInnen wie der Baukultur. PlanerInnen und Bauende - als
auch BaugruppengründerInnen haben sich zu Bindeglied zwischen externen Entscheidungsträ-
sichtbaren und engangierten MitgestalterInnen gerInnen und anonymen BewohnerInnen - haben
unserer Lebensräume entwickelt, nicht zuletzt um nur bedingt die Möglichkeit, Identifikation, Verant-
ihre Lebensvisionen abseits gesellschaftlicher Rou- wortung oder gar einen Care&Repair-Urbanismus
tinen und Normen zu verwirklichen. Daraus entste- herzustellen.
hen Mensch-zu-Mensch-Beziehungsnetzwerke, die
einschließende, einladende und praktikable Mit- Soziale Prozesse in den Vordergrund zu stellen und
machbedingungen erzeugen. Die Stadt Wien hat offene Herangehensweisen zu nutzen, ist entschei-
sich das Ziel gesetzt immer mehr Menschen in die dend, um kreative, bedeutsame, lebendige, kul-
Entwicklung ihrer Stadt miteinzubinden, ein Grund, turell und ökologisch intakte Orte zu erhalten. An-
weshalb Inklusion zu einem der Leitbilder der Inter- stelle einer direkten Planung der gebauten Umwelt
nationalen Bauaustellung Wien 2022 zählt. ist hierfür vor allem die Planung von Bedingungen
zur Selbstorganisation sozialer Prozesse notwen-
Trend: Coproduction in shared infrastructures dig. Unterschiedliche Methoden gemeinschaftli-
cher Vorgehensweisen wurden vor allem schon in
Offene Werkstätten und Fablabs bieten Zugang Baugruppenkontexten getestet. Viele davon sind
zu aktiven Communities sowie zu Produktionsinf- effektiv und lassen sich mit Organisationsformen
rastruktur wie 3D-Druck und CNC-Fräsen. Ergänzt auf darüberliegenden Maßstabsebenen (Quartier,
werden diese durch Onlineplattformen, die Wis- Grätzl) verknüpfen.
sen in Form von Anleitungen und Datenmodellen
hosten. Offene Lizenzen sichern dabei die Kultur Ökologie
des Teilens, des aufeinander Aufbauens und ge-
meinschaftlichen Produzierens. Kooperationsplatt- In einer Inklusionskultur macht es Sinn Bedürfnisse
formen (wie z.B. GitHub) vereinfachen die Zusam- im Vorhinein abzustimmen, wodurch Ressourcen
menarbeit und treiben eine Feedbackkultur sowie - bei gleichzeitiger Reduktion allfälliger Konflikte -
das effiziente gemeinsame Verwalten von Infor- gezielt und bedarfsorientiert eingesetzt werden
mationen voran. Das eigenständige Handeln ohne können. Die Sichtbarmachung von Ressourcenkreis-
großen Verwaltungsaufwand erhöht die Effektivität läufen ermöglicht es, diese aktiv mitzugestalten und
und steigert die Qualität der Prozesse. die Rückkoppelung eigener Handlungen zu erfah-
ren. Das sind Vorrausetzungen für eine reaktionsfä-
hige, resiliente und öko-bewusste Gesellschaft.
3Stützen
im Erdgeschoss Schächte
36cm, möglich- 50cm/60cm
erweise in ober- Außenmaß
en Geschossen
schmaler
Ziel
Resilienz und Nachhaltigkeit durch Auslegung
auf höchste Flexibilität und Langlebigkeit; Hohe
Entfaltungs-, Reversibilitäts-, Nutzungs- und
Gestaltungskapazität und Baustellensicherheit im
Bereich des Selbstausbaus.
Raster 2,75m
Heiz- und Kühl- Vorteil: kleinere Elemente, einfacherer Trans-
system port, ideale Gebäudetiefe möglich
Wassergeführt, aktiv- Nachteil: zusätzlicher Unterzug, Innenwände
ierte Wandflächen, nicht im Raster, deshalb teils nicht zur Ausstei-
dezentrale Lüftung fung verwendbar und Unterzug sichtbar, da
nicht in Innenwand integriert
Fassaden
Srohballengedämmte Außenwände,
Außenseite hinterlüftete Holzfas-
sade, Innenseite lehmverputzt
Eignung für Bauklassen Gebäudetiefe
Bauklasse III nach Wiener basierend auf Idealmaßen für den Bürobau
Bauordnung (5,5m+1,2m+2,4m+1,2m+5,5m plus Wandstärken)
Gebäudeklasse IV nach OIB 16,5m
4Bauweise
Holzskelettbauweise,
Geschoßzahl
Bauweise auf Basis
bis zu 6
von Typ 1, Raster auf
Basis von Typ 2
Raumhöhen
vivihouse facts
variabel. Derzeit
optimiert für 280cm
5vivihouse Selbstbauweise
Kontext Lösung
Ziel in der Entwicklung dies Typ 1 aus dem Vorprojekt Die Grafik zeigt das statische System, welches unter-
„Make Your City Smart“ war das Erreichen schiedlich konfiguriert werden kann. Die Stützen tragen
die Deckenelemente und werden durch diese zusam-
eines hohen DIY-Anteils: 2/3 des sonst üblichen mengehalten. Die Grafik zeigt auch, dass sowohl durch
Arbeitsaufwands kann in DIY ausgeführt werden. Treppenhauskerne (rechts) als auch durch Diagonal-
einer hohen Anpassungsfähigkeit: Das modulare aussteifungen alleine (links) die Stabilität hergestellt
Grundgerüst bietet städtebaulich, als auch in der Fas- werden kann.
saden- und Grundrissgestaltung, sowie im Umbauen Als nachwachsende und ökologische Materialien
oder Weiterentwicklen viele Optionen. Zudem ist es kommen vor allem Holz-, Stroh-, Lehm zum Einsatz.
Wiederzerlegbarkeit und Transportierbar. Die aussteifenden Stiegenhäuser können sowohl in
Brettsperrholz als auch Stahlbeton ausgeführt werden.
Dieses Gebäude war für 4 Geschoße optimiert und Aufgrund der Modularität empfielt sich eine dezentrale
ordnet sich daher zwischen urbanen und ruralen An- Lüftungsanlage, obwohl auch eine zentrale realisierbar
forderungen ein. Der Prototyp im Rahmen der Smarter wäre.
Citizens Building Tour 2018, soll mitunter bis zu 6-Ge- Während wir bei Typ 1 nachfolgende Bauelemente
schoßen funktionieren.
Decken
Thema Fassaden
Wohnungstrennwände
Das modulare Konzept versteht dessen Bestandteile als Innenwände
Rahmen, innerhalb derer unterschiedliche Selbstbau-
weisen verwirklicht werden können. Die Selbstbaumo- weitestgehend im DIY Bereich umsetzen wollen, kon-
dule werden vorfabriziert. zentrieren sich die Fachkräfte vor allem auf
Dadurch wird nicht nur eine hohe Mitgestaltbarkeit die Fundamente und Stützen
erreicht, sondern auch eine gestalterische Heterogeni- die Knotenpunkte und Aussteifungen
tät trotz eines systematisierten Tragwerks erreicht. die Schächte und Fluchtstiegenhäuser
den Transport und die Montage
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Das Deckenelement Optionen
Um Deckenelemente einfach bauen zu können, haben Sowohl die Art der Dämmung, der Beschwerung, der
wir uns für eine Leichtbauweise entschieden, deren Schüttung und des Fußbodenbelags können frei ge-
einzelne Bestandteile ohne maschinelle Hilfe von Men- wählt werden, solange rechtliche Mindestanforderun-
schen gehoben und getragen werden kann. gen erfüllt werden. Auch die Position für Schächte kann
frei gewählt werden, solange die Leitungen zwischen
Holzrahmenbauweise der Holzrahmenkonstruktion durchgeführt werden kön-
nen und diese vor Brandgeschützt wird.
Konkret handelt es sich um eine Holzrahmenbauweise,
die flächig an der Unterseite mit OSB beplankt wird.
Dadurch wird sowohl eine horizontale Aussteifung als
auch eine dampfsperrende Wirkung erzielt, sodass die-
ses Element auch über dem obersten Geschoß ange-
wendet werden kann.
Der Hohlraum wird zur Verbesserung des Schallschut-
zes oder zur Wärmedämmung mit Strohballen und/
oder mit Beschwerungen, wie Splitt, Lehm oder Recy-
clingbeton, gefüllt. Das Zusätzliche Gewicht dient dem
besseren Schwingverhalten.
An der Unterseite wird ein Lehmputz, als wärmespei-
chernde und feuchtigkeitsregulierende Schicht, ange-
bracht. Im Rahmen der Vorfabrikation kann dies am
liegenden Modul aufgeputzt werden.
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Das Fassadenelement Anstelle des diffusionsoffenen, winddichten und regen-
sicheren Holzplattenwerkstoffs (DWD), kann auch mit
Auch hierfür wurde eine Rahmenlösung gewählt. einer der Diagonalschalung gearbeitet werden, dessen
Abgebildet haben wir ein Basismodul. dass mit vielen Zwischenräume mit Lehm verputzt werden.
Selbstbauweisen ausgefüllt werden kann. Auch kann eine Holzverschalung unter der Lehmschicht
an der Innenseite das Aufhängen von Bilder ermögli-
Nachdem die statischen Lasten über Stützen angeleitet chen.
werden, haben wir hier eine schlanke Rahmenkonstruk-
tion. Die nicht tragende Rahmenkonstruktion setzt sich Rechtliche Anforderungen in Österreich
zusammen aus Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz
oder TJI-Träger, in deren Zwischenräume wiederum Brandverhalten als Gesamtsystem: B - d1
unterschiedliche Dämmstoffe eingefügt werden kön- Erforderliche Schalldämmung ist in Abhängigkeit des
nen. In unserem Fall haben wir die Dimensionen und Außenlärmpegels, siehe Punkt 2.2.3 der OIB-Richtlinie
den Raster an das Strohballenformat angepasst. Als 5;
Basisausstattung haben wir zur Innenseite ein Lehm-
putz und nach außen hin eine hinterlüftete Holzfassade
definiert. Dadurch, dass wir mit Stroh & Lehm arbeiten,
ersparen wir uns hier sowohl eine dampfbremse Folie
als auch einen Putzträger. Der Lehmputz dient wieder
als wärmespeichernde und feuchtigkeitsregulierende
Masse an der Innenseite.
U-Wert: ca. 0,13 W/m²K ik 1
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☐ 1.2.
Optionen im Fassadenaufbau
Einer Installationsebene für elektrische Leitungen und
Steckdosen kann durch eine Heraklitplatte zwischen der
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Stroh und Lehmschicht erfolgen. 1. Ba
☐ 1.
Eine Holzweichfaserplatte kann an den Stroh außen
angrenzend zusätzlich angebracht werden um die Wär-
medämmfähigkeit weiter in Richtung Passivhausstan- n 2
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dard zu erhöhen. sp rodu
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Horizontales Zwischenelement
Damit die Fassadenmodule nicht zu groß werden und somit im
Straßenverkehr ohne Sondertransportkosten transportiert werden
können, bedarf es ein eigenes Zwischenstück zwischen den Wand-
modulen. Dieses reduziert einerseits die Höhe der Wandelemente
und ermöglicht andererseits abgetreppte Gebäudeformen oder
gedämmte Auskragungen. In diesen Fällen entfällt das Zwischen-
stück und durch die entsprechenden Module gefüllt, wie z.B. durch
Deckenelemente oder Erkermodule.
9Montageprinzip
Stütze und Knotenpunkt Optionen
Die Skelettbauweise übernimmt die statischen Lasten Damit die Sützen in ihrer optimalen Lage bleiben,
und ermöglicht viele Grundrissvarianten. müssen diese ausgesteift werden. Über die Stahlkno-
tenpunkte kann dies sowohl über eine Auskreuzung
Bestehend aus Brettschichtholz, müssen die Stützen für mit Stahlseilen, als auch über einer Diagonalstrebe aus
den Stahlknotenpunkt vorgefräst werden. Brettschichtholz, oder durch das Anbringen von Massiv-
holzscheiben erfolgen.
Die Stütze ist nicht in die Fassade integriert. Dies ha-
ben wir gewählt um Fehlerquellen und Undichtheiten
an der Fassade zu vermeiden. Dadurch halten wir uns
auch die Option offen, je nach Situation mit unter-
schiedlichen Stützenquerschnitten zu arbeiten.
Die Knotenpunkte aus Stahl waren notwendig, um
bei den 4 Geschoßen eine Pressung der horizontalen
Holzelemente quer zur Faser zu verhindern. Gleichzeitig
wird dadurch eine recht verschließfreie Verbindungs-
möglichkeit geboten. Zudem können die Stahlelemen-
te von jedem Schlosser hergestellt werden.
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11vivihouse Grundrissflexibilität
Erschließung Wohngeschoß
Kern Kern
Wohnungen 37m²- 160m²
Erschließung Bürogeschoß
Einzelzellen- u Großraumbüros Einzelzellen Einzelzellen- u Großraumbüros
Konzeptskizze Erschließung/ Schächte
Entwurf Haustechnik
In unserem Entwurf des Prototypen kombinieren wir Die vertikalen Schächte für wassergeführte Medien
Typ1 und Typ2 aus dem Toolkit. Die Art der Konst- (Heizen, Kühlen, Zu- und Abwasser) sind derart ange-
ruktion entnehmen wir aus dem Typ 1, während wir ordnet, dass sie an der Trennwand zwischenWohnun-
die Grundrissmöglichkeiten und Rasterwahl aus dem gen und Mittelgang, als auch in der Büromittelzone
Typ 2 ableiten. Zur Ermittlung des geeigneten Rasters liegen, ohne dass sie dabei ihre Grundrissposition
entwickelten wir einen langestreckten 6-geschoßigen verändern.
Gebäuderiegel mit den Maßen l/b 66,0m (plus Außen- Die Steigleitungen der Lüftunganlagen liegen jedoch
wand)/16,5m (plus Außenwand). In Achsabständen zentral am Stiegenhauskern und werden in den Berei-
von 2,75m ist das Gebäude in seiner Langseite mo- chen der abgehängten Decken, jeweils in den Gängen
dular erweiterbar. Das Konzept für den Entwurf richtet verteilt. In den Wohnungen überquert das Zuluftrohr
sich an die städtebaulichen Anforderungen der Stadt die Naßzellen und endet als Quelllüftung an der den
Wien eine möglichst nutzungsdurchmischte Stadt Aufenthaltsräumen zugewandten Innenwandoberflä-
(sowohl in der Blockrandbebauung, als auch in aufge- che.
löster bebauten Stadtvierteln) erzielen zu wollen. Die Niedrigtemperaturheizungen in Form von Wandheizun-
Nutzungsdurchmischung spiegelt sich in der vertikalen gen im Wohnbau bieten sich als behagliches gesundes
Schichtung unterschiedlicher Nutzungen wieder. Mit Wärmeabgebende System an. Die Wandheizungen
dem Ziel eine erhöhte Ausnutzbarkeit der Flächen auf können als fertiges System in Lehmbauplatten integ-
langfristige Sicht zu gewährleisten, werden den unte- riert, als auch als Rohrsystem, welches auf den Unter-
ren drei Geschoßen erhöhte Raumhöhen gewehrt. bau aufgebracht wird und dann verputzt wird herge-
Die lichte Raumhöhe im Erdgeschoß beträgt 4m (Büro/ stellt werden.
Handel/soziale Infrastruktur), im 1.OG und im 2.OG Im Falle einer Büronutzung können die Wandheizun-
2,80m. OG1 und OG2 können wahlweise Wohnen, gen ebenfalls eingesetzt werden und gegebenfalls um
Büro, oder andere soziale Infrastruktur beherbergen. Heiz bzw Kühldecken ergänzt werden um die höheren
(Die Auslegung der Lüftungsanlagen für Schulungs- Ansprüche an eventuell notwendige Kühlung abzude-
oder Vortragsräume wurde jedoch nicht überprüft) In cken. Die Wandheizungen selber können dann auch als
den darüberliegenden Geschoßen, die reine Wohnge- Kühlflächen genutzt werden.
schoße sind, beträgt die lichte Raumhöhe 2,6m (2,8m).
Das dadurch entstehende Flächenverhältnis von Woh-
nutzfläche zu Nichtwohnnutzfläche beträgt 1:1-5:1 und
orientiert sich am Verteilungsschlüssel der Stadt Wien
von 4:1 (Wohnen zu allen anderen Nutzungen)
12Beispielgrundriss Büros (ohne Maßstab) Beispielgrundriss Wohnen (ohne Maßstab)
13vivihouse Wohnungszuschnitte
SMART Einzimmerwohnung, anpassbar, 37,2m2 2 Raster (2,75)
14NORMAL 5-Zimmerwohnung, anpassbar, 110m2 5 1/2 Raster (2,75)
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Tour durch Österreich Inklusion heißt mitmachen können
An vier Standorten in Linz, Innsbruck, Graz und Als Forscher- und PlanerInnenkollektiv suchen wir
Wien, demonstriert der Prototyp seine ökolo- Mitstreiter- und PartnerInnen, die grundsätzlich an
gisch-inklusive Bauweise, die sich sowohl für der Idee einer Stadt als Gemeinschaftswerk (auch:
ländliche als auch für städtische und somit mehrge- Commons) interessiert sind und uns in einem oder
schoßige Umgebungen eignet. mehreren Punkten unterstützen können und wol-
len. Hierfür bieten wir die Möglichkeit
Durch ein Begleitprogramm wird der geschaffene
Innenraum bespielt, wodurch das Gebäude die mitzuwirken, mitzubauen, eigene Projekte einzu-
Funktion eines kulturellen Ortes einnimmt. Die bringen oder eigene Module zu entwickeln
darin stattfindenden Veranstaltungen dienen dem die Ausstellung sowie deren Inhalte mitzugestalten
Austausch von Erfahrungen, Ideen und Visionen die Bühne des Prototypen während der Tour für
hinsichtlich den Handlungsmöglichkeiten von eigene Veranstaltungen / Angebote / Projekte zu
smarten Citizens; auch um Kooperationsmöglich- nutzen
keiten und gemeinsame Vorgehensweisen anzu-
kurbeln. Ebenso sind Hands-On-Workshops vor- Wir suchen UnterstützerInnen, die
gesehen, u.a. um das Bauen mit Holz, Strohballen
oder Lehmputz kennenzulernen. Werkstätten für Mitbauende zu Verfügung stellen
dem Bau von vivihouse mit ökologischen Baumate-
Pro Standort sind verschiedene inhaltliche The- rialien versorgen
menschwerpunkte definiert, die von der kleinsten uns Grundstücke oder Veranstaltungen, bei wel-
bis zur stadtweiten Maßstabsebene aufeinander chen das Gebäude während der Tour aufgestellt
aufbauen (Siehe Seite 17). werden kann, vermitteln
neue Wand- und Deckenaufbauten testen und zer-
Die Ergebnisse aus den Veranstaltungen werden in tifizieren
Form einer Ausstellung dokumentiert, die parallel
mit dem Gebäude mitwächst und von den Nutze- Darüber hinaus streben wir an
rInnen und BesucherInnen selbst weiterentwickelt
und gestaltet wird. Dadurch wird auch den Initi- ein Selbstbau-Netzwerk, gemeinsam mit Fablabs,
ativen ein Forum für Austausch und Vernetzung Werkstätten, MakerInnen, PionierInnen, Baugrup-
geboten. Auch die Ausstellung wird anschließend pengründerInnen, MaterialproduzentInnen, Bau-
publiziert. betrieben, Finanz- und RechtsexpertInnen zu grün-
den
eines für Bauprozesse optimierten Fablab aufzu-
bauen
eine Selbstbaugruppe mitzugründen
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DIY Urbanism, Urban
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Schnittstelle formell-info
17vivihouse Varianten
+2
+1 +1
+1
2.75
Bad HT WC
WC HT Bad
0
0 0
Linz Innsbruck Graz+4
+2
+3
+2
+1
+1
WC HT Bad
Bad HT WC
garderobe
0
Mögliche Nachnutzung
0
Wien
19Tour Finale
49 Flächen :
6 Böden
13.60 13.60 13.60
7 ZwDecken
0.45
2.55
2.55
2.55
6 Dächer
0.36
30 Fassaden
14 Attikas
13.60 13.60 13.60
3.47
3.41
14 Geschoßüberhöhungen
2.80
2.75
2.80
2.75
2.80
3.18
2.75
5.14
vivihouse Zeitplanung
2018
4.September 2.Oktober 6.November 4.Dezember 1.Jänner 5.Februar 5.März 2.April 7.Mai 4.Juni
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34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
Anleiter ASBN ASBN
Ort der Produktion in TVFA Halle lagern Stadlau TU Hof Expo?
Bau Workshops DIY Knoten TVFA Halle Maker Faire
mit Partner
von L.L.? Hands On
Schweißkurs optional FASBA
LVA optional
Testbau: Maker Faire
Planung u Dimensionierung (6.-8.Mai) Entwurf
6 Fassadenmodule
des Tragw erk s , 4-6 Geschoß e 1 Dach Öko
Intro Transport
1 Decke, Testaufbau Pha ntasie
P lanung K no t en 8 Knoten, 4 Stützen, HZZe Fassaden
Testabbau
AP2 (Planung)
Bauphysik/HT Konzept Optimierung Knot en
AP3 (Bauen)
AP6 (Tour)
P lanung Gebäudetechnik
Konzept Transport D etailplanung B O X E valuation,
P lanung Innenausbau Basismodul HT u Umplanung
Entwurf, Design, 3D
K üche u Stiege
Mood, Ästhetik, Materialien
Planung / Optimierung Transportlogisti
M aterialsponsor ing / Werkzeugsponsoring
Metallbau vorbereiten Knoten herstellen lassen
Baumaterialien
Holzzusteller suchen Holz abgebunden
Werkzeug, Stroh, Lehm, Schüttung, Kleinteile,
Fassade, Fußboden anwerben
Imagefilm
Storytelling
Input aus LVA
NaWaRo 3D
Modell
CI 1:50 BauZ
AP5 PR, Außenauftritt
Webpage: laufende Updates, Einladungen, etc
AP3 Programm/Event
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2.80
2.80
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13.60 13.60 13.60
2.80
2.55
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3.18
3.18
2.90
2.Juli 6.August 3.September 1.Oktober 5.November 3.Dezember 7.Jänner 4.Februar 4.März 1. April 6.Mai
71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120
27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
ASBN ASBN ASBN ASBN ASBN ASBN ASBN ASBN ASBN
Fab Lab (Arsenal?) Ars Elec tronica TU Innsbruck Elevate Festival Wien AZW
Aufbau Abbbau Aufbau Abbbau Aufbau Abbbau Aufbau Abbbau
Sommer Workshop
Assembly:
1 HT Box
24 Fassadenmodule
8 Decken dezentrale Produktion dezentrale Produktion dezentrale Produktion
3 Dach zum dezentrale
Thema: zumdezentrale
Thema: dezentrale
zum Thema:
Produktion in Produktion in Produktion in
1 Terrasse MakerSpaces MakerSpaces MakerSpaces
28 Knoten
40 Stützen
6 UZ
Bau der A uss t ellungsmöbel
ik
Vorbereitung VorOrt Vorbereitung VorOrt Vorbereitung VorOrt Vorbereitung VorOrt
Logistik Logistik Logistik Logistik
Containerkauf für
-
mobile Bauinsfras
truktur
Event Thema: Event Thema: Event Thema:
Event Thema:
DIY Maker Baugruppen urban
Urban Commons
ecosystem/
Kreis -
21vivihouse Kostenplanung
(für Sachkosten)
Anteil Sponsoringleistung
268.000€
Sponsoringleistung
200.000€
150.000€
100.000€
60% Förderung
50.000€
Anm
Einkauf etun
Einkauf/ Einkauf/ eventueller Fab
Sponsoring Sponsoring Kleinteile
Schlosserar- Werkzeug und
10.000€ beiten Baumaterial
10.000€ 25.000€ 2.000€ 10.000€ 10800€ 145.000€ 33.000€ 12.5
Jan ‘18 Feb Mär Apr Mai Juni J
Detailplanung Knoten Te s t b a u u E v a l u i e r u n g d e r Fa s s a d e n e l e m e n t e B
Gesamter Budgettopf
Modellbau Vorbereitung 23.3.-4.4: 6.5 -8.5 Einkauf Anpas- Acquise Leistungen
3D Druck Stahlverbind- Testbau: Testaufbau : eines sung der Baumaterial- der Haustech-
vorhandene Mittel / Eigenleistung für Demons - ungsknoten 12 Holzstäbe, Maker Faire, 20’Contain Portal- ien Rohbau, nik Installa-
trations- Auftrag an 8 Knoten 1. Assembly eines ers u Fräse (falls Ausbau, tion 70%
Ausgaben durch Fördermittel zwecke Schlosserei 6 Flächenbauteile Moduls auf dem Baustel- 100%-50% Sponsoring u
im Lab
(in der TVFA Messestand Sponsoring 30% Einkauf
lenausrüs- etwas
Erhalten von Sponsoren Halle?) 0%-50%
tung fehlt) Einkauf.
22mi- Bau der
ng Ausstel-
Lab lungs
architektur
Aufbau Abbau Aufbau Abbau Aufbau Abbau Aufbau Abbau
-work- Work- -work- Work- -work- Work- -work- Work-
shop shop shop shop shop shop shop shop
500€ 10.000€ 15.000€ 5000€ 25000€ 5000€ 25000€ 5000€ 5000€
Juli Aug Sept Okt Nov Dez Jan ‘19 Feb März Apr Mai Juni
Bauen im FabLab (ca.80m²) Linz (Ars Electronica) TU Innsbruck Elevate Wien
Reserve für Transport Prototyp Transport Prototyp Transport Prototyp Transport
- Unvorhergese- + lokale Extensions + lokale Extensions + lokale Extensions + lokale
henes Logistik dezentrale Logistik dezentrale Logistik dezentrale Logistik
Produktion Produktion Produktion
in lokalen in lokalen in lokalen
Maker Maker Maker
Spaces Spaces Spaces
23Standorte Knotenpunkt Brand- Produktionsorte Infrastruktur auf Tour
Website Organisation schutz Bekanntmachung
Bauworkshops Auf- und Statik
Abbaubarkeit Transport
mobile Material-
Dichtheit Fundamente sponsoring Schallschutz Haustechnik
Heraus
forderu -
vivihouse Detailskizzen nge
für 201 n
8
horizontaler Schnitt
24 horizontaler Schnitt durch die Deckevertikaler Schnitt durch die Stützenebene
vertikaler Schnitt neben der Stützenebene
vertikaler Schnitt durch die Stützenebene/
massive Decke
25Smart Citizens sind “intelligent und informiert”. Sie sind bereit,
“in einer Kultur der Beteiligung und Partizipation, (ökologische)
Verantwortung zu übernehmen und die Stadt nach ihren Bedürf-
nissen nachhaltig zu gestalten.“
MANDL, B., SCHANER, P.: Der Weg zum Smart Citizen – Soziotech-
nologische Anforderungen an die Stadt der Zukunft, 2012.
The future is not some place we are going, but one we are
creating. The paths are not to be found, but made. And the
activity of making them changes both the maker and the
destination.
JOHN H. SCHAAR
“Cities have the capability of providing something for everybody,
only because, and only when, they are created by everybody.”
JANE JACOBS: The Death and Life of Great American Cities, 1961Sie können auch lesen