2 %-APPELL Gute Trends stärken - ökumenische Solidarität gestalten 2019-2021 - Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum

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2 %-APPELL Gute Trends stärken - ökumenische Solidarität gestalten 2019-2021 - Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum
2 %-APPELL
Gute Trends stärken –
ökumenische Solidarität
gestalten
2019–2021
2 %-APPELL Gute Trends stärken - ökumenische Solidarität gestalten 2019-2021 - Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum
Fußballspiel in der Schule – Tsavo-
                                                                                   East-Nationalpark, Kenia.
                                                                                   Foto: Joseph Sohm | Shutterstock.com

Kinder in traditionellen Kleidern –
                                    bei Byumba, Ruanda.
Foto: sifkigali / Shutterstock.com

                                                                                                               da.
                                                                                             e Mayange, Ruan
                                                                          Millennium-Villag                    om
                                                          Am Brunnen – im      ran Bo gicevi c / Shutterstock.c
                                                                      Foto: Go
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Inhalt
Vorwort des Landesbischofs.....................................................................4
Die guten Trends stärken – ökumenische Solidarität konkret.....................6
Hinweise zur Haushaltsplanung................................................................7

Projekte
01 Gesundheitszentrum mit Entbindungsstation in Maluku, Kongo..........8
02 Witwenprojekt St. Monica Village, Kenia...........................................10
03 Zukunft und Fürsorge – Bildung und Gesundheit für gefährdete
    Kinder in Ruanda..............................................................................12     3
04 Landrechte sichern, Lebensgrundlagen bewahren ...........................14
05 Friedensbäume für Afghanistan........................................................16
06 Nahosthilfe......................................................................................18
07 Zuverlässige Ernten für kleinbäuerliche indigene Familien
    in Guatemala...................................................................................20
08 Flüchtlinge in Not – Psychosoziale Hilfe für traumatisierte
    Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt und Thürinen.....................................22
09 Mit dem Licht des Evangeliums in den Siedlungen............................24
10 Eine (Kinder-) Station auf dem Weg… in Zomba, Malawi....................26
11 Frauenzentrum Mendi in Papua-Neuguinea......................................28
12 Eine Chance durch Bildung – Die German Church School
    in Addis Abeba.................................................................................30
13 Investieren in Gerechtigkeit – Kleinkredite für benachteiligte Men-
    schen in siebzig Ländern und mehr als 800 Partnerorganisationen...32
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    Liebe Schwestern und Brüder
    im Herrn,
    am 20. August 2018 hätte Greta Thun-        ben in Wohlstand selbst zu erarbeiten,
    berg eigentlich zur Schule gehen müs-       lassen die Menschen fliehen.
    sen. Stattdessen streikte sie fürs Klima.
    Aus ihrem einsamen Protest ist eine         Dafür tragen auch wir Verantwortung.
    internationale Bewegung geworden.           Wir in den reichen Ländern verbrauchen
    Auch bei uns in Deutschland verlas-         mehr als uns die Erde schenkt, wir ver-
    sen Schülerinnen und Schüler freitags       brauchen auch mehr als uns gut tut. Wir
    die Schulbank, um für ihre Zukunft zu       sind Teil dieser einen Erde, die uns Gott
    demonstrieren. Greta Thunberg und Fri-      anvertraut.
    days for Future haben die Gesellschaft
    verändert. Viele nehmen das Thema           Der 2-% Appell für ökumenische Solida-
    Klimawandel jetzt erstmals ernst.           rität ist Ausdruck dafür, dass wir diese
                                                unsere Verantwortung annehmen. Im
    Die Frage einer weltweiten Gerechtigkeit    Jahr 2017 wurden durch die Beschlüs-
    und die Frage des Friedens brauchen         se im Rahmen der Haushaltsdebatten
    eine ebensolch große Aufmerksamkeit.        unserer Kirchengemeinden und Kir-
    Denn wir haben es nicht allein mit einer    chenkreise 356.879,30 € zusammen-
    ökologischen Krise zu tun, sondern          getragen – für Projekte in den ärmsten
    auch mit einer sozialen und globalen        Ländern dieser Einen Welt und für die
    Krise. Die Ungleichheit der Lebens-         Ärmsten. Das ist eine bemerkenswerte
    bedingungen weltweit ist augenfällig.       Summe. Ich bin sehr froh über dieses
    Armut und die fehlende Chance, ein Le-      Zeichen gelebter Welt- und Schöpfungs-
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verantwortung. Ausdrücklich möchte           Mit dem vorliegenden Heft „Gute Trends
ich allen, die dazu beigetragen haben,       stärken – ökumenische Solidarität ge-
herzlich danken.                             stalten“ halten Sie eine Überarbeitung
                                             der Vorgänger-Broschüre in den Hän-
Die unterstützten Projekte zeigen, wie       den. Zu einigen bekannten Projekten
sinnvoll und auch wie schön ökumeni-         haben sich neue hinzugesellt. Darunter
sche Solidarität ist: Frauen bringen ihre    ist sicher auch für Sie und Ihre Gemein-
Kinder sicher zur Welt, Kinder werden        de ein ansprechendes Projekt konkreter
angemessen medizinisch versorgt,             Solidarität und Nächstenliebe.
Flüchtlinge im Nordirak und Syrien wer-
den mit dem Notwendigsten versorgt,          Ich danke Ihnen schon jetzt
Migranten erhalten in Deutschland eine       für Ihre Unterstützung.
Therapie. Die Liste lässt sich fortsetzen.
                                             Friedrich Kramer
Ich bitte Sie, folgen Sie weiterhin dem      Landesbischof der EKM
2-% Appell und fassen für den Haushalt
Ihrer Kirchengemeinden und Kirchen-
kreise den entsprechenden Beschluss.
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Die guten Trends stärken –
    ökumenische Solidarität konkret
    Krisen und Konflikte in der Welt bestim-   können Menschen dank der 2%-Appell-
    men unsere täglichen Nachrichten und       Mittel von besserer Gesundheitsversor-
    verdecken manch gute Entwicklung hier      gung und Bildung profitieren.
    und weltweit. Nicht alles wird schlim-     Daneben finden Sie Projekte der akuten
    mer, aber vieles wird komplizierter.       Nothilfe, der Arbeit mit Roma in Osteu-
    Neu sind zunehmender Egozentrismus         ropa, der ökologisch nachhaltigen Land-
    und überdehnte Polarisierungen in den      wirtschaft in Guatemala oder der Flücht-
    Debatten von den Gemeinden bis in          lingshilfe in unserer Landeskirche. Ein
    die höchsten politischen Ebenen. Die       wichtiges Auswahlkriterium im Blick auf
    Unübersichtlichkeit wächst und die         die Projektträger war der lokale Bezug.
6   Herausforderungen sind immens; die         Sie sollten nach Möglichkeit aus unse-
    Ressourcenausbeutung nimmt zu, Han-        rem Kirchengebiet bzw. unserer Region
    delsbeziehungen werden undurchsich-        kommen. So können Sie die Engagierten
    tig, und nach wie vor geht die „normale“   und Experten einladen, Projekt-Erzäh-
    Gewinnorientierung zu Lasten von sozi-     lungen der kleinen und großen Vorha-
    alen und ökologischen Standards.           ben hören und in Ihre Gemeindearbeit
    Dennoch werden die Stimmen derjeni-        einbeziehen. So kann aus einer finan-
    gen immer hörbarer, die die materielle     ziellen Unterstützung eine Begegnung,
    Ungerechtigkeit nicht hinnehmen wol-       ein Gespräch oder ein neuer bleibender
    len, die weiterhin gegen Hunger und        Gedanke werden, der motiviert. In einer
    Armut kämpfen und sich für Flüchtende      unübersichtlichen und verletzlichen
    einsetzen.                                 Welt können Sie in den Gemeinden und
    Im Schatten von Kriegen und Krisen kei-    Kirchenkreisen die positiven Trends und
    men an vielen Orten hoffnungswecken-       gute Tendenzen stärken, Segen weiter-
    de Strukturen und Geschichten, die Mut     geben und zum Segen werden.
    machen und Zuversicht spenden. Wer         Ich wünsche Ihnen in den Gemeinden
    in den letzten 20 Jahren Länder des        und Kirchenkreisen bei den kommen-
    globalen Südens bereist hat, konnte        den Haushaltdebatten gute Diskussio-
    beachtliche Aufstiege entdecken.           nen über das für Sie plausibelste und
    Die in diesem Heft vorgestellten Projek-   hoffnungsvollste Projekt. Wählen Sie
    te sind Beispiele von gelebter ökumeni-    aus dem Katalog aus und helfen Sie
    scher Solidarität, die gute Trends stär-   in bewährter Weise diesen einfachen,
    ken. Es sind einfache, kontinuierliche     klaren und kleinen Projekten in unserer
    Projekte in einer fragilen Welt.           komplizierten Welt. Die Kirchlichen Ver-
    In den überarbeiteten 2%-Appell-Pro-       waltungsämter und wir im Lothar-Kreys-
    jektkatalog für 2019–2021 sind schwer-     sig-Ökumenezentrum beraten sie gern.
    punktmäßig Projekte aus dem Bildungs-
    und Gesundheitsbereich aufgenommen.        Dr. Hans-Joachim Döring
    Ob im Kongo, in Malawi, Ruanda oder        Beauftragter der EKM
    Afghanistan – aus allen Altersgruppen      für den Kirchlichen Entwicklungsdienst
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Hinweise zur Haushaltsplanung
Das Modell des 2%-Appells für ökume-       unsicher in der Auswahl eines Projektes
nische Solidarität der EKM besteht aus     sind, ihren Beitrag leisten. Der Kirchen-
zwei Teilen. Aus der Plansumme werden      kreis kann sich über die Verwendung
auf Ebene der Landeskirche 2 % unserer     informieren und den Kirchengemeinden
Nettokirchensteuereinnahmen für die        diese Information weitergeben. Auf
ökumenische Solidarität per Haushalts-     diese Weise sinkt die Anonymität eines
gesetz durch die Landessynode zur Ver-     Projektes und so es entsteht eine Iden-
fügung gestellt.                           tifikation mit dem Vorhaben.
Den zweiten Teil bringen die Kirchenge-                                                7
meinden und Kirchenkreise aus ihren        Planung in den Gemeindekirchenkassen
Haushalten auf. Diese Aufgabe ist uns in   Die Kirchengemeinden erhalten jährlich
der EKM so wichtig, dass wir die „Zuwen-   den Kirchengemeindeanteil. Es wird
dungen an Partnerkirchen“ im Finanzge-     empfohlen, 1 % dieser Summe für Part-
setz sowohl für die Kirchengemeinden       nerkirchen im Haushalt einzuplanen.
(§ 10 Absatz 1 Nummer 8) als auch für      Auch hier der Hinweis: Bitte planen Sie
die Kirchenkreise (§ 13 Nummer 10) als     eine Unterstützung nicht nur ein, son-
regelmäßige Ausgabe benannt haben.         dern achten Sie auch auf die tatsäch-
                                           liche Überweisung an das von Ihnen
Planung in der Kreiskirchenkasse           ausgewählte Projekt. Sofern Sie bei der
Die Kirchenkreise erhalten jährlich den    Auswahl eines Projektes unsicher sind,
Kreisanteil für allgemeine Aufgaben.       fragen Sie bitte im Kirchenkreis nach,
Es wird empfohlen, 1 % dieser Summe        welches Projekt der Kirchenkreis unter-
für Partnerkirchen im Haushalt einzu-      stützt und beteiligen Sie sich an diesem
planen. Sofern die Mittel im laufenden     Projekt.
Haushalt nicht verausgabt werden, bit-
ten wir Sie, darauf zu achten, dass die    Haushaltsstellen:
Mittel für den Zweck erhalten bleiben.     2910.00.7430 / zweckgebundene
Das kann durch Rücklagenbildung oder         Zuweisungen und Umlagen inner-
Umbuchung in einen gesonderten Sach-         halb des ev. kirchlichen Bereichs
buchteil erfolgen.                         2910.00.7450 / zweckgebundene
Um gerade kleine Kirchengemeinden in         Zuweisungen und Umlagen außer-
der Erfüllung dieser Aufgabe zu bestär-      halb des ev. kirchlichen Bereichs
ken, empfehlen wir, sich auf Kirchen-
kreisebene bewusst für ein Projekt zu      Christiane Melzig
entscheiden, zum Beispiel aus dieser       Landeskirchenamt der EKM
Broschüre. Zu diesem Projekt können        Fachreferat Mittlere Ebene
dann alle Kirchengemeinden, die selber
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01     Gesundheitszentrum mit
            Entbindungsstation in Maluku,
            Kongo
    Zielgruppe: 500 Schulkinder und ihre      Ein kleines Krankenhaus mit Notaufnah-
       Familien, 30 Waisenhauskinder,         me, Ambulanz, Bettenstationen für Män-
       die zu einem Sozialprojekt gehören     ner, Frauen, Kinder und Entbindungssta-
       und die gesamte Bevölkerung von        tion, mit Labor und Apotheke.
       Maluku, einer 100.000 Einwohner        Drei Ärzte werden von sieben Kranken-
       zählen­den Buschgemeinde am Ufer       schwestern, Pflegern und Hebammen
       des Kongoflusses, 80km von Kins-       unterstützt, dazu eine Laborantin und
       hasa entfernt                          eine Apothekerin, ausschließlich kongo-
    Land: Demokratische Republik Kongo        lesisches Personal.
    Projektträger: Hilfe für Menschen im      Täglich werden 10 bis 12 Aufnahmen
8      Kongo e.V. und sein kongolesischer     registriert, oft mit sehr schweren Krank-
       Partner, die Nichtregierungsorgani-    heiten, am häufigsten Malaria. Auch
       sation „Hospice des enfantes aban-     vom Hungertod bedrohte Kinder werden
       donnés“ Kinshasa                       gebracht. Es wird operiert. Sehr wichtig
    Laufzeit: bis auf Weiteres unbefristet    ist die Entbindungsstation. Viele Mütter,
                                              die eine Geburt nicht bezahlen können,
    Ziele und Beschreibung:                   gehen mit Hausgeburten ein großes Risi-
    Am 24. April 2019 ist das im Bau auch     ko ein. Die Sterblichkeit bei Müttern und
    vom Kirchlichen Entwicklungsdienst un-    Kindern ist sehr hoch. Wir helfen Frauen
    terstützte Gesundheitszentrum „Centre     vor, während und nach der Geburt ihrer
    hospitalier et maternité Maluku“ einge-   Kinder, auch wenn sie kein Geld haben!
    weiht worden.                             Der Zustrom von Patienten wächst. Kran-
                                              ke kommen auch aus der benachbarten
                                              Republik Kongo mit Piroggen über den
                                              Kongofluss. Es ist ein Lebensrettungs-
                                              zentrum!
                                              Zurzeit arbeiten wir daran, es finanziell
                                              abzusichern. Es gibt weder Krankenver-
                                              sicherung noch staatliche Finanzierung.
                                              Im Kongo müssen Patienten ihre Be-
                                              handlung bar und sofort bezahlen.
                                              Vielen Familien ist dies aus Not nicht
                                              möglich.

                                              Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
                                              Notfallfonds für lebensrettende Behand­
                                              lungen, die Patienten nicht bezahlen
                                              können.
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PROJEKTE AFRIKA

                                                                                       9

Einrichtung und Betrieb einer Blutbank,
um mit Bluttransfusionen akut zu helfen.   Finanzierung:
Betriebskosten und Bau einer Garage        Gesamtkosten: 100.000 EUR
für ein gebrauchtes Rettungsfahrzeug,      Mitteleinsatz aus Spendenmitteln und
ein Geschenk vom DRK Geithain.             Privatspenden des Vereins „Hilfe für Men-
                                           schen im Kongo e.V.“ und Sponsoren.
Ansprechpartner:
Hilfe für Menschen im Kongo e.V.           Bankverbindung:
Sitz Altenburg/Thür.                       Hilfe für Menschen im Kongo e.V.
Pastorin Dr. Christine Hauskeller          IBAN DE49 5206 0410 0008 0070 55
Georg-Schwarz-Straße 70                    Kennwort: 2% – EKM / Gesundheits-
04179 Leipzig                              zentrum Kongo
Tel. 0341-69769096
verein@hilfe-im-kongo.de
www.hilfe-im-kongo.de
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02     Witwenprojekt St. Monica Village,
             Kenia
     Zielgruppe:                                 der Witwen steigern, wie Hühnerhal-
        HIV-positive und bedürftige Witwen       tung, Schneiderei, Imkerei, Catering,
     Land: Kenia                                 eine Kuh liefert Milch für den Kindergar-
     Projektträger:                              ten.
        Dentists for Africa e.V., Weimar
     Laufzeit: bis auf Weiteres unbefristet      Die Witwen betreiben Aufklärung zu HIV
                                                 und verweigern sich der Witwenverer-
     Ziele und Beschreibung:                     bung. In Memory Books schreiben sie
     Die Ethnie der Luo ist traditionell ge-     ihre Geschichten für ihre Kinder nieder,
     prägt. Polygamie und Witwenvererbung        damit diese eine Erinnerung an ihre
     verfolgten einst den Zweck der wirt-        Eltern haben und ihre Wurzeln nicht ver-
     schaftlichen und sozialen Anbindung         lieren, wenn beide Eltern tot sind. Bisher
10   der Witwe an die Familie des verstor-       sind 500 Bücher entstanden, doch der
     benen Mannes. In Zeiten von HIV/Aids        Bedarf ist groß, so dass die Witwen um
     führt diese Tradition jedoch zur Verbrei-   Material für weitere Bücher gebeten ha-
     tung von HIV, großer Not und sozialer       ben. Durch Spenden werden die Witwen
     Ausgrenzung. Die HIV-Infektionsrate         in der Beitragszahlung für eine Kranken-
     liegt im Westen Kenias bei etwa 20 %.       versicherung unterstützt, um die Familie
     Ein Drittel der Waisenkinder des Landes     abzusichern und ein langes gemeinsa-
     kommen aus dieser Region. Die Le-           mes Zusammenleben zu ermöglichen.
     benserwartung liegt bei 61 Jahren, das
     Durchschnittsalter bei nur 19 Jahren.
     Frauen haben meist keine Ausbildung.
     Das St.-Monica-Village-
     Witwenprojekt hilft,
     die Not zu lindern.
     Hunderte Witwen ar-
     beiten dort zu­sam-
     ­men, um sich gegen-
      seitig zu unterstüt-
      zen. Es gibt einen
      durch die Witwen be-
      triebenen Kindergar-
      ten, eine Bücherei
      mit Schulbüchern
      und Projekte, die
      das Einkommen
11

Wofür sollen die
2%-Mittel einge-
setzt werden?
Für eine Familien-
krankenversicherung
und für weitere Me-
mory Books.

Ansprechpartner:
Dentists for Africa e.V.,
Weimar                              Geplanter Mitteleinsatz pro Jahr:
Katharina Weiland-Zejewski          3.000 € zur Unterstützung von fünzig
Belvederer Allee 25, 99425 Weimar   der bedürftigsten Familien pro Jahr
k.weiland@dentist-for-afric.org     durch eine Krankenversicherung,
Tel. 03634 6048 590                 500 € für weitere Memory Books
www.dentists-for-africa.de/de
                                    Bankverbindung:
                                    Dentists for Africa
                                    IBAN DE86 8205 1000 0140 0467 98
                                    Sparkasse Mittelthüringen
                                    Kennwort: 2% – EKM/Witwenprojekt
03     Zukunft und Fürsorge – Bildung
             und Gesundheit für gefährdete
             Kinder in Ruanda
     Zielgruppe: Kinder und Jugendliche        Ziele und Beschreibung:
        mit physischen, psychischen und        Obwohl Ruanda seit dem Völkermord
        sozialen Defiziten                     1994 Fortschritte gemacht hat, haben
     Land: Ruanda                              noch immer viele junge Menschen aus
     Projektträger: Ökumenischer 1-Welt-       ökonomischen Gründen keinen Zugang
        Kreis im Erbstromtal bei der Evange-   zu Bildung und Ausbildung. Beson-
        lischen Kirchengemeinde Ruhla          ders betroffen sind davon Behinderte.
     Projektpartner: Amizero y’Ubuzima         Hauptziel ist daher, benachteiligten
        Organization, Huye, Rwanda             Kindern zu Bildung und Persönlichkeits-
     Laufzeit: Bis auf Weiteres unbefristet    entwicklung zu verhelfen. Jugendliche
12                                             erfahren ganzheitliche Förderung unter
                                                Berücksichtigung ihrer besonderen
Bedürfnisse und Fähigkeiten. Sie sollen      Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
in das schulische und gesellschaftliche      » für Lehr- und Lernmittel
Leben gleichberechtigt einbezogen            » Gesundheits-, Hygiene- und Reha­
werden. Speziell für diese Kinder gibt         bilitationsmaßnahmen
es in Ruanda kaum adäquate Bildungs-         » Begleitung und Betreuung der Paten­
angebote, weder im schulischen noch            kinder durch die Partnerorganisation
im Berufsbildungsbereich.                    » Hilfe in sozialen und/oder medizini-
Der Ökumenische 1-Welt-Kreis betreibt          schen Notfällen
seit 2007 ein Bildungspatenschaftspro-       » Behandlung komplizierter medizini-
gramm, welches Kindern und Jugendli-           scher Befunde
chen eine Schul- und Berufsausbildung
ermöglicht. Seit 2018 wird das Programm      Ansprechpartner:
vor Ort im Auftrag des 1-Welt-Kreises von    Ökumenischer 1-Welt-Kreis im
der lokalen NGO „Amizero y’Ubuzima           Erbstromtal bei der Evangelischen
Organization“ betreut.                       Kirchengemeinde Ruhla
Zu den Tätigkeitsfeldern zählen u. a. Bil-   Pfarrer Gerhard Reuther
dungspatenschaften, Unterstützung von        Telefon: 036929 621 37
Rehabilitationsmaßnahmen, Befähigung         1world@st-concordia.de                   13
zu aktiver Armutsbekämpfung, medizi­         https://ecu1wk.wordpress.com
nische Betreuung und Aufklärung, so-
wie Stärkung der Eigenverantwortung          Finanzierung:
der Eltern(teile) von Patenkindern durch     Spenden, Patenschaften, Erlöse; Mit-
Ausgabe von kleinen Anschubfinanzie-         teleinsatz je nach Aufkommen aus Akti-
rungen für ein wirtschaftliches Kleinun-     vitäten des Ökumenischen 1-Welt-Krei-
ternehmen.                                   ses im Erbstromtal und der Initiative
Ein Kompensationsfonds ergänzt maß-          „Künstler für Kinder“
geblich die Förderung durch individuel-
le Patenschaften, indem er zusätzliche       Bankverbindung:
Kosten tragen hilft. Mit der Förderung       Ev. Kirchengemeinde Ruhla
von Schulbildung leistet das Projekt des     IBAN: DE50 5206 0410 0008 0003 44
Ökumenischen 1-Welt-Kreises einen            Kennwort: 2% – EKM/Ruanda
fundamentalen Beitrag zur Bekämpfung
von Fluchtursachen.
04     Landrechte sichern,
             Lebensgrundlagen bewahren
     Zielgruppe: Kleinbauernfamilien aus        Deshalb setzt sich die Bauernorgani-
        fünf Distrikten in der nordmosambi-     sation ORAM dafür ein, die Rechte der
        kanischen Provinz Nampula.              Kleinbauern zu stärken und Landtitel
     Land: Mosambik                             für Bauerngemeinden einzutragen.
     Projektträger: INKOTA-netzwerk e.V.        Daneben sind Schulungen zum Thema
        und ORAM, eine mosambikanische          Landrechte und die Gründung von Ge-
        Organisation zur Unterstützung von      nossenschaften geplant, sowie diverse
        Bauern und Bäuerinnen.                  Fortbildungen zu Themen wie Anbau
     Laufzeit: 2020–2023                        und Vermarktung. Gleichzeitig möchte
                                                ORAM die Bauern und Bäuerinnen mit
     Beschreibung:                              dem Erwerb von landwirtschaftlichen
     Die Bauern und Bäuerinnen in der Pro-      Arbeitsgeräten wie z. B. Wasserpumpen
14   vinz Nampula leben größtenteils von        unterstützen. Die Mitarbeiter von ORAM
     der Subsistenzlandwirtschaft und von       kommen alle aus der Provinz Nampula
     dem, was sie selbst anbauen. Zu den        und können den Bauern in der jeweili-
     Hauptanbaukulturen gehören Mais,           gen Lokalsprache erläutern, was das
     Maniok, Süßkartoffeln und Gemüse.          Landrecht für sie bedeutet und wie sie
     Die Region ist jedoch auch reich an Roh-   sich vor „Land Grabbing“, dem Verlust
     stoffen, deshalb steht sie im Fokus in-    ihres Landes, schützen können.
     ternationaler Investoren. Die geplanten
     Großprojekte gefährden den Zugang der
     Kleinbauern und -bäuerinnen zu ihrem
     Land und damit ihre Lebensgrundlage.
     Als Konsequenz daraus
     sind die Bauern häu-
     fig nicht in der Lage,
     genügend Nahrung an-
     zubauen, um sich und
     ihre Familien zu ernäh-
     ren, oder Überschüsse
     zu produzieren und zu
     verkaufen, um Einnah-
     men zu erwirtschaften.
Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?       Finanzierung:
Zur Sicherung der Landrechte der Klein-   Das Projekt (bis Ende 2023) hat Kosten
bauern und -bäuerinnen, zur Gründung      von rund 300.000 €, die zu 75 % vom
von Bauerngenossenschaften und für        BMZ finanziert werden. 15 % der Mittel
landwirtschaftliche   Weiterbildungen     bringt der Partner ORAM auf, die ver-
zum Thema Anbau und Vermarktung.          bleibenden 10 % werden von INKOTA
                                          durch Spenden finanziert.
Ansprechpartner:
INKOTA-netzwerk e.V.                      Bankverbindung:
Christine Wiid, Tel. 030 4208 202-43,     INKOTA-netzwerk e.V.,
wiid@inkota.de, www.inkota.de             IBAN DE06 3506 0190 1555 0000 10
                                          KD-Bank
                                          Kennwort: 2% – EKM/Mosambik –
                                          Landrechte sichern

                                                                                   15
05     Friedensbäume für Afghanistan
     Verantwortungsbewusstsein stärken, Bildung fördern, Umwelt verbessern

     Zielgruppe: Kinder und Jugendliche        eigentum auf öffentlichen Plätzen und
        aus bedürftigen Familien               Einrichtungen gepflanzt werden. Es wird
     Land: Afghanistan                         großer Wert auf langfristige Betreuung
     Projektträger: Friedensbäume              und Förderung der Paten gelegt.
        Afghanistan e.V., Weimar               Indem sie Verantwortung für die Pflege
     Laufzeit: bis auf Weiteres unbefristet    von Gemeineigentum übernehmen,
                                               profitieren unsere Baumpaten in mehr-
     Beschreibung:                             facher Hinsicht: Zum einen entwickeln
     Baumpatenschaften                         diese Kinder und Jugendlichen ein
     Nach dem Grundsatz „Fördern und           soziales Verantwortungsbewusstsein,
     Fordern“ werden begabte Kinder und        zum anderen eröffnet ihnen eine gute
     Jugendliche aus armen Familien mit        Bildung die Perspektive, langfristig der
     Baumpatenschaften unterstützt. Sie        Armut zu entkommen. Gleichzeitig tra-
16   pflanzen einen Baum und übernehmen        gen sie den Gedanken der Eigenverant-
     die Pflege, Dafür erhalten sie einen      wortung und ein Bewusstsein für den
     hochwertigen Bildungsgutschein für        Schutz ihrer Umwelt in die Gesellschaft.
     private Kurse, die sie sich sonst nicht   Da die Bäume unter Obhut der Gemein-
     leisten könnten. Wichtiger Ansatz ist     schaft stehen, wird zugleich ein wichti-
     dabei, dass die Bäume nicht auf priva-    ger Beitrag zur ökologischen Sanierung
     ten Grundstücken, sondern als Gemein-     des Landes geleistet.
17
Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?   Finanzierung:
Für Baumpatenschaften                 Mit den Spenden wollen wir weitere
                                      Patenschaften realisieren.
Ansprechpartner:
Friedensbäume – Afghanistan e.V.      Bankverbindung:
Dipl.-Ing. Musa Khatri                Friedensbäume – Afghanistan e.V.
Damaschkestraße 6                     IBAN: DE93 8205 1000 0163 0668 09
99425 Weimar                          Kennwort: 2%- EKM/Friedensbäume -
Tel. 03643 252609                     Afghanistan
info@friedensbaume.de
www.friedensbaeume.de
06     Nahosthilfe
     Zielgruppe: Binnenflüchtlinge und          Libanon, Unterstützung zur beruflichen
        syrische Bürgerkriegsflüchtlinge        Qualifizierung/Orientierung im Nor-
     Land: Nordirak, Syrien, Libanon            dirak oder die Unterstützung von me-
     Projektträger: E. Kirchengemeinde          dizinischen Notfonds von Kirchgemein-
        Rüdersdorf-Kraftsdorf in Zusammen-      den durch Medikamentenbeihilfen und
        arbeit mit lokalen Partnern, Kirchen,   Behandlungsbeihilfen. Bis 2021 wird
        NGO, Initiativen                        auch der Bau eines sozio-kulturellen
     Laufzeit: Bis auf Weiteres unbefristet     Zentrums in der Stadt Bartella (Vorstadt
                                                von Mossul) als Begegnungszentrum
     Beschreibung:                              der verschiedenen Religionen und Kon-
     Die Nahosthilfe der Kirchgemeinde          fessionen als Kooperationsprojekt der
     unterstützt Kleinprojekte in Syrien, Li-   EKM mit der Nordkirche und dem Züri-
     banon und im Nordirak, die als Stabili-    cher Kirchenkreis finanziell unterstützt.
     sierungsprogramme den Menschen vor         Seit 2015 konnten in der Zielregion
18   Ort eine Zukunftsperspektive eröffnen      bisher über 30 Projekte realisiert wer-
     können. Hierzu zählen: Programme zur       den. Gerne komme ich zu Ihnen, um die
     beruflichen Wiedereingliederung und        Arbeit der Nahosthilfe vorzustellen.
     Einkommensgenerierung, Schülernach-
     hilfeprogramme, Schulgeldbeihilfen,
     Schultransporte in Syrien und
19

Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?       Ansprechpartner:
Der größte Bedarf besteht in der Unter-   Ev. Kirchengemeinde Rüdersdorf-
stützung von medizinischen Notfonds       Kraftsdorf
von Kirchgemeinden im Libanon, Sy-        Pfr. Christian Kurzke
rien und im Nordirak. Darüber hinaus      Rüdersdorf 30, 07586 Kraftsdorf
unterstützen wir Bildungsarbeit durch     Tel. 036606 84412
die Finanzierung von Schultranspor-       Mobil: 0171-6234931
ten, Nachhilfe und Förderkursen sowie     christiankurzke@web.de
Schulgeldbeihilfen in Syrien und Liba-
non sowie berufliche Qualifizierungs-     Finanzierung:
programme und Fortbildungsangebote        Je nach Spendenaufkommen und
im Nordirak.                              Fördermitteleingang

                                          Bankverbindung:
                                          Kirchengemeinde Rüdersdorf
                                          IBAN: DE65 5206 0410 0008 0124 90
                                          Evangelische Bank
                                          Kennwort: 2% – EKM/Nahhosthilfe
07     Zuverlässige Ernten für kleinbäuer-
            liche indigene Familien in Guatemala
     Zielgruppe: Kleinbäuerliche Familien    Wechsel mit Starkregen, Frost und Ha-
        in 16 Gemeinden des Landkreises      gel vernichten immer öfter die Ernten
        Sipacapa im westlichen Hochland      der Kleinbauern und -bäuerinnen. Die
     Land: Guatemala                         Familien leben in äußerst prekären
     Projektträger: INKOTA-netzwerk e.V.     Verhältnissen, nur ein kleiner Teil der
        und Landpastorale der Diözese San    Bevölkerung hat Zugang zu Strom, flie-
        Marcos                               ßend Wasser und sanitären Anlagen.
     Laufzeit: März 2019 – Dezember 2022     Die Landpastorale von San Marcos hat
                                             es sich zur Aufgabe gemacht, diese in-
     Ziele und Beschreibung:                 digenen Kleinbauernfamilien dabei zu
     Die indigenen Gemeinden im westli-      unterstützen, trotz der schwierigen Aus-
     chen Hochland gehören zu den ärmsten    gangsbedingungen selbstbestimmte
20   Gegenden in Guatemala. Die Menschen     Entwicklungswege zu gehen. Agraröko-
     hier spüren bereits heute die Auswir-   logische Anbaumethoden und eine
     kungen des Klimawandels: Dürren im      breitere Palette an Feldfrüchten dienen
                                             dabei der Anpassung an die Auswirkun-
                                             gen des Klimawandels. Der Aufbau von
                                             nachhaltigen Vermarktungsmöglichkei-
                                             ten für die eigene Ernte trägt zur Erhö-
                                             hung des Haushaltseinkommens bei.

                                             Ziele:
                                             » Verbesserung der Ernährungssicher­
                                                heit durch die Anwendung von agrar­
                                                ökologischen Produktionsverfahren
                                                als Resilienzstrategie gegen den
                                                Klimawandel und die Einrichtung
                                                von Saatgutbanken.
                                              » Steigerung des Einkommens der
                                                kleinbäuerlichen Familien durch die
                                                Umsetzung von Vermarktungs- und
                                                Werbestrategien.
                                             » Besserung der Gesundheitsversor­
                                                gung in den Gemeinden durch
                                                Ausbildung von PromotorInnen für
                                                Naturmedizin sowie Förderung des
                                                Anbaus und der Verarbeitung von
                                                Heilpflanzen.
21

Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
Für Weiterbildungen sowie Produk­tions­
mittel für den Gemüseanbau.

Ansprechpartner:
INKOTA-netzwerk e.V., Zentral­amerika-
Referentin Isabell Nordhausen,
Tel. 030 4208 202-40
nordhausen@inkota.de
www.inkota.de

Finanzierung:
Gesamtkosten: 330.000 €
Finanzierung Dritter: 297.000 €
(BMZ und Projektpartner)
INKOTA-Anteil: 33.000 €
Benötigte Spenden pro Jahr:
9.000 – 10.000 €
08     Flüchtlinge in Not – Psychosoziale
             Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge
             in Sachsen-Anhalt und Thürinen
     Zielgruppe: Traumatisierte Geflüchtete     Ziele und Beschreibung:
        aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten,   Menschen, die als Geflüchtete nach
        Opfer von Folter, Gewalt und politi-    Deutschland kommen, waren im Krieg,
        scher Verfolgung                        Bürgerkrieg und auf der Flucht lebens-
     Land: Deutschland                          bedrohlichen Situationen ausgesetzt.
        (Sachsen-Anhalt und Thüringen)          Erfahrungen psychischer, physischer
     Projektträger: Refugio Thüringen e.V.,     oder sexueller Gewalt, Inhaftierung
22      Jena und psychosoziales Zentrum         oder Folter und der gewaltsame Tod
        für Migrantinnen und Migranten in       naher Menschen können zu schweren
        Sachsen-Anhalt (Standorte Halle         psychischen und körperlichen Erkran-
        und Magdeburg)                          kungen führen und posttraumatische
     Lautzeit: bis auf Weiteres unbefristet     Belastungsstörungen auslösen – oft
                                                erst Jahre später.
                                                Traumatisierte Menschen benötigen
                                                spezielle Hilfe, die im Rahmen der Re-
                                                gelversorgung des Gesundheitswesens
                                                nur für einen eng begrenzten Personen-
                                                kreis refinanziert wird. Der Bedarf ist
                                                um ein vielfaches größer. Die Sprach-
                                                barriere ist ein zusätzliches Hindernis,
                                                sachkundige Sprachmittlung ist eine
                                                Grundvoraussetzung für das Gelingen
                                                therapeutischen Arbeitens, wird aber
                                                nicht finanziert.
Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
                                           Für die psychotherapeutische und so-
                                           zialpädagogische Arbeit mit Geflüchte-
                                           ten, unter anderem für die Finanzierung
                                           von Sprachmittlung und Fahrtkosten für
                                           bedürftige Klientinnen und Klienten.

                                           Ansprechpartner:                          23
                                           Die Beauftragten für Migration in der
                                           EKM:
                                           Pfarrerin Petra Albert
                                           Telefon: 0391 5346 393
Die psychosozialen Zentren für Flücht-     petra.albert@ekmd.de
linge bieten ein abgestimmtes Angebot      www.psz-sachsen-anhalt.de
zur Krisenintervention, psychischen
Stabilisierung, Therapie und Sozialbe­     Pfarrerin Cordula Haase
ratung an. Dort arbeiten erfahrene         Telefon: 0391 5346 398
Trau­matherapeut*innen zusammen mit        cordula.haase@ekmd.de
Sozialarbeiter*innen und engagierten       www.refugio-thueringen.de
Ehrenamtlichen. Die Arbeit hilft betrof-
fenen Frauen, Männern, Jugendlichen        Bankverbindung:
und Kindern, erlittene Traumata zu ver-    Ev. Kirche Mitteldeutschland
arbeiten, und ist eine wichtige Voraus-    IBAN: DE26 5206 0410 0008 0000 00
setzung für gelingende Integration.        Ev. Kreditgenossenschaft eG
Die Zentren finanzieren sich über Pro-     Kennwort: 2% – EKM /Flüchtlinge
jektmittel und Spenden, die immer neu      in Not
eingeworben werden müssen. Insbe-
sondere die Kosten für Sprachmittlung
für Sozialberatung und Therapie sowie
Fahrtkosten für bedürftige Klientinnen
und Klienten können in der Regel nicht
aus öffentlichen Mitteln refinanziert
werden.
09      Mit dem Licht des Evangeliums
             in den Siedlungen
     Zielgruppe: Junge Menschen aus              Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
        mehreren Romakommunitäten                Deckung der Reise- und Aufenthalts-
        in der Slowakei                          kosten der Teilnehmer an eintägigen
     Land: Slowakei                              Treffen oder bei der Organisation von
     Projektträger: Kirchengemeinde EKAB         Wochenendtreffen
        Rankovce, Kirchengemeinde EKAB
        Jelšava, Kirchengemeinde EKAB            Ansprechpartner:
        Slavošovce, Kirchengemeinde EKAB         Mgr. Ľuboslav Beňo, Pfarrer der KG
        Drienčany, Kirchengemeinde EKAB          EKAB Rankovce
        Rožňava
     Laufzeit: langfristig, mindestens 12        Jens Lattke, Referent für Partnerschaft
        Monate                                   und ökumenisches Lernen
24                                               Tel. 0391/ 53 46 392
     Beschreibung:                               jens.lattke@ekmd.de
     In der EKAB widmen sich schon seit
     1990 fünf Kirchengemeinden der Arbeit       Projektfinanzierung:
     mit den Roma. Es handelt sich haupt-        Bisher haben wir diese Aktivitäten nur
     sächlich um Kinder- und Jugendarbeit.       dann durchgeführt, wenn wir eine finan-
     Es werden aber auch Bibelstunden für        zielle Unterstützung bekommen haben.
     ältere Menschen sowie Chor und Musik-
     gruppen angeboten.                          Bankverbindung:
     Die Roma bilden etwa 10 % der Bevöl-        IBAN: SK43 0900 0000 0001 0925 5082
     kerung in der Slowakei. Dank des Erbes      BIC: GIBASKBX
     der Vergangenheit lebt die Mehrheit der     Kennwort: 2% – EKM/Slowakei
     Roma in Generationsarmut und in eige-
     nen Siedlungen.
     Ziel unseres Projektes ist es, die begon-
     nene Zusammenarbeit der Kirchenge-
     meinden und der Roma fortzusetzen.
     Der Inhalt dieser Zusammenarbeit soll­
     te auch weiterhin ein gegenseitiges
     Treffen zwischen den Missionsleitern
     umfassen, um etwa alle zwei Monate
     die Erfahrungen sowie Kenntnisse mit
     der Roma Mission zu teilen, gemeinsam
     zu beten und gemeinsame Jugendtref-
     fen zu organisieren. Die gemeinsamen
     Erfahrungen sind wichtig, um das ge-
     genseitige Verständnis zu fördern. Wir
     sind daher über jede finanzielle Unter-
     stützung vom ganzen Herzen dankbar.
25
10     Eine (Kinder-) Station
             auf dem Weg… in Zomba, Malawi
     Zielgruppe: Neugeborene und Kinder
        am Zomba Central Hospital in Malawi
     Land: Malawi
     Projektträger: Zomba Hospital Projekt
        e.V., Jena
     Laufzeit: 2019–2022

     Ziele und Beschreibung:
     Alinafe Jere hatte Glück, obwohl es
     diesmal keine normale Malaria war. Ein
     Onkel konnte sie aus dem Dorf mit dem
     Fahrrad zum nächst gelegenen Zomba
26   Hospital bringen; eine Krankenschwes-             und Familienplanung verbinden,
     ter fand sie bewusstlos, aber rechtzeitig   von denen Mütter und Kinder auch über
     in der Warteschlange vor der Kindersta-     den Krankenhausaufenthalt hinaus pro-
     tion, Antibiotika waren gerade vorrätig     fitieren werden.
     und ein Gast spendete Blut, wo es sonst
     keine Blutbank gibt.                        Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
     Die Schwestern und Clinical Officer von     Benötigt werden Mittel für:
     der Kinderstation am Zomba Hospital         » ein Zusatzgehalt für die Kursleiterin
     haben dieses Projekt angestoßen, weil         (zunächst 3 Jahre)
     sie nicht auf mehr Geld aus der Haupt-      » Schulungen für Personal und Mütter
     stadt hoffen, sondern selber anpacken       » den Bau einer Überwachungseinheit
     wollen, die Gesundheitsversorgung „ih-        auf der Station
     rer“ Kinder zu verbessern. Der Zustand      » die Anschaffung einer medizinischen
     neu eintreffender Patienten soll bereits      Grundversorgung
     eingeschätzt werden, ehe sie beim Arzt
     „an der Reihe“ sind; sehr kranke Kinder     Ansprechpartner:
     sollen dadurch sofort überwacht und         Zomba Hospital Projekt e.V.,
     behandelt werden. Dies setzt organisa­      Olaf Bach und Henning Mothes
     torische Veränderungen voraus, eine         Sophien und Hufeland Klinikum Weimar
     Behandlungseinheit muss gebaut und          Henry-van-de-Felde-Straße 2
     das Personal geschult werden. Das           99425, Weimar
     Kernstück ist die Initiative „Mütter für    Tel. 03643 / 573200
     Mütter“, bei der die „erfahrenen“ Müt-      kontakt@zombaprojekt.de
     ter bereits stationär behandelter Kinder    www.zombaproject.de
     die Neuankömmlinge in Empfang neh-
     men und sich mit den Strukturen ver-        Finanzierung:
     traut machen können. Schwester Vivien       Im ersten Jahr werden etwa 12.000 €
     Matarika wird das organisieren und mit      benötigt, danach etwa 2.500 € jährlich.
     Kursen zu gesunder Ernährung, Hygiene
27

Bankverbindung:
Zomba-Hospital-Projekt e.V.
Sparkasse Jena
DE86830530300000080250
Kennwort: 2% – EKM/Malawi,
Zomba
11      Frauenzentrum Mendi
              in Papua-Neuguinea
     Zielgruppe: Frauen im Mendi-Kirchen-        raum eines Kurses auch den geschütz-
        kreis                                    ten Arbeits- und Lebensraum, der ein
     Land: Papua-Neuguinea                       konstruktives Lernen möglich macht.
     Projektträger: Evangelisch-Lutheri-         Das Tagungszentrum – am Rande des
        sches Missionswerk Leipzig e.V.          Ortes gelegen – eignet sich hierfür her-
     Laufzeit des Projekts: 2020–2022            vorragend. Mit unserer Unterstützung
                                                 sollen bald die ersten Veranstaltun-
     Ziele und Beschreibung:                     gen stattfinden. Die Themen nehmen
     Auch im Südlichen Hochland der weit-        jeweils ein bestimmtes Segment der
     verzweigten Lutherischen Kirche von         Alltagswirklichkeit von Frauen in den
     Papua-Neuguinea gibt es eine rege           Blick, um ihre Stellung zu stärken, Wis-
     Frauenarbeit. Eine der Zentren ist der      sen zu vermitteln und Gemeinschaft
28   Mendi-Kirchenkreis. In Eigeninitiative      zu fördern. Die Verbundenheit mit der
     haben die Frauen der Region ein Frauen-     Katholischen Frauenarbeit fördert die
     zentrum errichtet, das in Zukunft Ort für   Ökumene vor Ort.
     regelmäßige Kurse sein soll. Die Frauen,
     die aus den – oft weit entfernten – Dör-
     fern des Mendi Cicuits weitergebildet
     werden sollen, brauchen für den Zeit-
29

Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?      Finanzierung :
Kosten für Kursarbeit                    je nach Spendenaufkommen

Ansprechpartner:                         Bankverbindung:
Ev.- Luth. Missionswerk Leipzig e.V.     Ev.- Luth. Missionswerk Leipzig e.V.
Asien-Pazifik Referent Pfr. Hans-Georg   IBAN: DE37 3506 0190 1608 7000 10
Tannhäuser                               Kennwort: 2% – EKM/Frauenzentrum
Tel. 0341 9940 644                       Papua-Neuguinea
hans-georg.tannhaeuser@
lmw-mission.de
www.leipziger-missionswerk.de
12      Eine Chance durch Bildung –
              Die German Church School
              in Addis Abeba
     Zielgruppe: Kinder und Jugendliche aus        Ansprechpartner:
        den die Schule umgebenden Slums,           Afrikakreis der Evangelischen Stadt­
        Integration von sehschwachen und           gemeinde Stendal
        blinden Schülern                           Antje Lawson
     Land: Äthiopien                               Melanchthonstraße 46
     Projektträger: Afrikakreis der                39576 Hansestadt Stendal
        Ev. Stadtgemeinde Stendal                  Tel. 03931 6599 048
     Laufzeit: bis auf Weiteres unbefristet        afrikakreis@arcor.de
                                                   www.schule.addis.center/joomla
     Ziele und Beschreibung:                       www.afrikakreis.org/projekte.html
30   In dieser Schule, die 1966 ihre Anfänge
     nahm, werden über tausend blinde und          Geplanter Mitteleinsatz pro Jahr:
     sehende Kinder der ärmsten Familien           je nach Spendeneingang
     aus den Slums kostenlos unterrichtet.         » Unterrichtsmaterialien
     Die Schüler erhalten täglich eine Mahl-       » Ausstattung der Schulklinik/Durch-
     zeit, die für etliche von ihnen die einzige      führung von gesundheitlicher
     am Tag ist. Sie werden mit Hilfe der klei-    » Aufklärung
     nen Schulklinik medizinisch betreut,          » Nothilfefonds für bedürftige Familien
     werden über Hygienemaßnahmen, HIV/            » Erweiterung der Schulbibliothek
     Aids-Prävention und Genitalbeschnei-
     dungen aufgeklärt. In Notfällen erhalten      Bankverbindung:
     auch die Familien der Schüler Unter-          Evangelische Stadtgemeinde Stendal
     stützung aus dem Nothilfefonds. Schü-         IBAN: DE73 8105 0555 3030 003964
     lerpatenschaften helfen, die finanziellen     Sparkasse Stendal
     Grundbedürfnisse der Schüler zu decken        Kennwort: 2% – EKM/
     und den Schulbetrieb zu ermöglichen.          Afrikakreis Stendal GCS
     Das Projekt gestattet eine gute Vorberei-
     tung auf das Berufsleben und damit oft-
     mals die einzige Chance für die Schüler
     samt ihrer Familien, aus dem sozialen
     Elend in eine selbstbestimmte Zukunft
     zu gehen.
31
13      Investieren in Gerechtigkeit –
             Kleinkredite für benachteiligte
             Menschen in siebzig Ländern und
             mehr als 800 Partnerorganisationen
             Erwerb von Genossenschaftsanteilen bei Oikocredit
             Mitteldeutschland (ökumenische Entwicklungsgenossenschaft)

     Zielgruppe: Menschen auf dem Weg
        in die wirtschaftliche Eigenständig-
        keit, Frauen und Familien in ökono-
        misch armen und benachteiligten
        Lebensverhältnissen
32   Land: Entwicklungs- und Schwellen-
        länder
     Projektträger: Genossenschaften,
        Mikrofinanzinstitute, kleine und
        mittlere Unternehmen
     Laufzeit: bis auf Weiteres unbefristet

     Wofür werden die 2%-Mittel erbeten?
     Ziele und Beschreibung:
     Oikocredit ist eine ökumenische Ent-
     wicklungsgenossenschaft, welche seit        Anteilsscheine von Oikocredit sind da-
     1975 Kredite zur Finanzierung sozialer      für eine gute Alternative. Oikocredit hat
     und ökologischer Projekte mittels Klein-    in seiner langjährigen Tätigkeit bewie-
     krediten vergibt.                           sen, dass Kleinunternehmer*innen und
     Durch kritische Nachfragen junger Dele-     Genossenschaften in Entwicklungs-
     gierter auf der ÖRK Versammlung in Upp-     ländern, die von den konventionellen
     sala 1968: „Was machen Kirchen mit ih-      Geldinstituten benachteiligt werden,
     ren Rücklagen, in einer Zeit da Banken in   durchaus kreditwürdige und verlässli-
     den Vietnamkrieg oder in die Apartheit      che Geschäftspartner*innen sind. Faire
     investieren?“, wurde die Idee geboren,      Kredite können Entwicklungswege öff-
     Kredite an Menschen oder Kooperativen       nen. Die Nachfrage nach Darlehen von
     in Entwicklungsländer zu vergeben, die      Oikocredit nimmt kontinuierlich zu.
     von ihren Landesbanken für nicht kredit-
     würdig eingestuft wurden.                   Voraussetzung für den Kauf von An-
     Heute noch stärker als 1968 stehen Kir-     teilsscheinen (mindestens 200 €):
     chengemeinden und Christ*innen vor          Mitgliedschaft im Oikocredit Förder-
     der Aufgabe, ihr Geld ethisch vertretbar    kreis Mitteldeutschland. Hierfür fallen
     und unter nachhaltigen Kriterien zu in-     15 € jährliche Mitgliedsgebühren an.
     vestieren.                                  Der Förderkreis verwaltet ihre Anteile,
33

welche Eigentum der Kirchengemeinde       Ansprechpartner:
oder des Kirchenkreis bleiben, treu-      Oikocredit Förderkreis Mitteldeutsch-
händerisch. Gleichzeitig erhalten die     land e.V.
Mitglieder zurzeit 1 % Dividende auf      Franz Stubner, Geschäftsführer
ihre Anteilsscheine. Die Dividende kann   Dr. Hans-Joachim Döring, Vorsitzender
ausgezahlt, reinvestiert oder gespendet   Dieter Kerntopf, Schatzmeister
werden. Die Anteile können jederzeit      Leibnizstraße 4, 39104 Magdeburg
als Auszahlung zurückgefordert wer-       Tel. 0391 59 777036/7
den. Laufzeitbindung besteht zurzeit      mitteldeutschland@oikocredit.de
nicht, die Anlage sollte aber auf Lang-   www.mitteldeutschland.oikocredit.de
fristigkeit angelegt sein. Ausfälle bei
den investierten Anteilsscheinen gab      Bankverbindung:
es in der fast fünfundvierzigjährigen     Oikocredit Förderkreis Mitteldeutsch-
Geschichte von Oikocredit nicht.          land
Wegen der Aufnahme in der Förderkreis     IBAN: DE18 350 601 901 599 952 019
wenden Sie sich bitte an die Geschäfts-   KD-Bank
stelle in Magdeburg.                      Kennwort: 2% – EKM/Oikocredt
34

     Das Lothar-Kreyssig Ökumenezentrum
     Das Ökumenezentrum hat die Aufgabe,        Im Ökumenezentrum werden Impulse
     Kirchengemeinden, Kirchenkreise und        aus der Ökumene sowie Erfahrungen
     Arbeitsgruppen bei der Wahrnehmung         und Überlegungen aus den Gemeinden,
     der ökumenischen Verantwortung, ins-       Kirchenkreisen und Arbeitsbereichen
     be­son­dere bei der Förderung von Part-    aufgenommen und verarbeitet und An-
     nerschaften und beim Einsatz für Ge-       regungen in die Landeskirche gegeben.
     rechtigkeit, Frieden und Bewahrung der     Gemeinden, Gruppen, Kirchenkreise
     Schöpfung zu unterstützen. Eine beson-     sowie Werke und Einrichtungen werden
     dere Bedeutung kommt dabei dem Aus-        beraten, gefördert und konkrete Aktio-
     tausch mit den ökumenischen Partnern       nen werden initiiert bzw. durchgeführt.
     zu. Gemeinsam werden in Bezug auf die      Aktuelle sozialethische Fragestellungen
     biblische Botschaft nach Positionen und    werden im Dialog mit Gemeinden, Kir-
     praktikablen Schritten gesucht und Hand-   chenkreisen, Arbeitsgruppen, mit der
     lungsempfehlungen entwickelt.              Politik und anderen gesellschaftlichen
     Das Ökumenezentrum bündelt die Kom-        Kräften aufgenommen und mit ökume-
     petenzen der Bereiche Partnerschaftsar-    nischen Perspektiven verbunden.
     beit, Migration, Frieden, Entwicklungs-
     dienst und Umwelt und koordiniert deren
     Arbeit innerhalb der Evangelischen Kir-
     che in Mitteldeutschland.
35

Der Fachbereich Umwelt und              » ist initiativ tätig und initiiert die
Entwicklung                               Akquise von Fördermitteln
» berät Christen und Christinnen bei    » pflegt und verwaltet die Mittel aus
  ihrem Engagement, unterstützt           dem 2%-Appell für ökumenische
  Gemeinden und fördert den gesell-       Solidarität/Diakonie
  schaftlichen Dialog,
» ist verantwortlich für Aufgaben des   Der Fachbereich bietet:
  Kirchlichen Entwicklungsdienstes      » Beratung beim Planen und Durch-
  (KED) und der Umweltarbeit der EKM      führen von Bildungsvorhaben, bei
  und leitet das Umweltteam der EKM       Entwicklungsprojekten in Ausland
» entwickelte die Ansätze der ökume-      und Umweltprojekten im Inland.
  nischen Solidarität und des Welt-     » projektbezogene Kooperationen.
  dienstes weiter und verknüpft die     » Informationsmaterialien für Veran-
  Nord-Süd-Problematik mit Konzep-        staltungen und Kontakte zu Ent­
  ten nachhaltige Entwicklung bzw.        wicklungs- und Umweltagenturen.
  von Lebensstilen und der Klima-De-    » Beratung für Förderprogramme und
  batte mit Sozialethik und Theologie     Zuschüsse
» berät die Landeskirche, deren Gre-
  mien, Kirchenkreise und Gemeinden
Titelfoto: Naita Ussene, Mosambik
Vor 60 Jahren notiert:
„Wie den technisch noch unterent­            Weise zu einander zu bringen, ist tief
wickelten Ländern nachhaltig zu helfen       beschämend. Aber mit der Einfuhr von
sei, ist eine Frage, die Ihrem Wesen         Brotgetreide ist die Notlage der Hun-
nach nicht in kirchliche, sondern staats­    gergebiete ohnehin nicht zu beheben.

                                                                                                   cover: arnold.berthold.reinicke
männische Verantwortung fällt. Aber          Sie müssen vielmehr eine eigene Exis-
dort helfen, wo Menschen unmittelbar         tenzgrundlage gewinnen, in wenigen
Hunger droht oder wo in anderer Weise        Jahrzehnten die Entwicklungsstadien
im Leben der Völker und Staaten ein          durchlaufen, zu denen die gesättigten
nächster Schritt zur Behebung unmit-         Völker Jahrhunderte gebraucht haben,
telbarer Not zu geschehen hat, ist die       dazu unter durchdachter zweckmäßiger
Christenheit im Namen ihres Herren           Einordnung in die jetzt vorgegebenen
gefordert. (…)                               wirtschaftlichen Zusammenhänge.“
Dass es der Menschheit noch nicht ge-
                                                                                                   Gedruckt auf 100% Recyclingpapier.
lungen ist, den gefährlichen Überfluss       Lothar Kreyssig 1957,
(…) und den Mangel (…) in vernünftiger       Präses der Synode der EKKPS

             Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der EKM    Verantwortlich: Dr. Hans-Joachim Döring
             Am Dom 2 | 39104 Magdeburg                Redaktion: Kathrin Natho
             Telefon (0391) 53 46-391 | Telefax -390   Fotos: von den jeweiligen Projektpartnern
             kerstin.hensch@ekmd.de                    bzw. wie angegeben
             www.oekumenezentrum-ekm.de                Gestaltung: Stephan Arnold
                                                       Druck: dieumweltdruckerei.de
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