Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com

Die Seite wird erstellt Helmut Lehmann
 
WEITER LESEN
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
Eine Sonderveröffentlichung des ZEIT Weltkunst Verlags

 Frühjahr 2019                                                                             Seit 1927

                          Auf Bruegels Spuren durch Flandern

        Pieter Bruegel der Ältere Zum 450. Todestag huldigt ganz Flandern seinem Meistermaler.
          Mit einem Ausstellungsparcours, der von der Renaissance bis in die Gegenwart reicht

WK_Flandern2019-1 1                                                                         13.02.19 14:30
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
WK_Flandern2019-2 2   13.02.19 14:30
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
BRUEGEL
                                                                                                                                             und die flämischen Meister
    TITELBILD: Königliche Museen der Schönen Künste in Belgien/RMFAB (Detail); Bild rechts: Königliche Bibliothek von Belgien/KBR SII19175

                                                                                                                                                 Drei Jahre lang feiert die Kulturregion Flandern ihre
                                                                                                                                                     flämischen Meister. Nachdem im vergangenen
                                                                                                                                                Jahr der Barockkünstler PETER PAUL RUBENS und
                                                                                                                                                 sein Wirken in Antwerpen im Fokus stand, dreht sich
                                                                                                                                                    2019 anlässlich seines 450. Todesjahrs alles um
                                                                                                                                                 PIETER BRUEGEL DEN ÄLTEREN. Vor allem in
                                                                                                                                              und um Brüssel widmet sich ein ganzer Ausstellungsreigen
                                                                                                                                                      dem Renaissancemeister und der flämischen
                                                                                                                                              Landschaft, die sein Werk geprägt hat. Auch seine Wirkung
                                                                                                                                                       auf die Moderne wird beleuchtet, während
                                                                                                                                                sich Gegenwartskünstler spielerisch dem Bruegel’schen
                                                                                                                                               Kosmos nähern. Im kommenden Jahr geht es hochkarätig
                                                                                                                                                        weiter: Dann würdigt Flandern den Maler
                                                                                                                                                 JAN VAN EYCK, dessen Genter Altar die Kunst des
                                                                                                                                                            späten Mittelalters revolutionierte.
                                                                                                                                                                         3

WK_Flandern2019-3 3                                                                                                                                                                                       13.02.19 14:30
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
Seelenlandschaften
                      Pieter Bruegel der Ältere hat das einfache Leben der Flamen zum Gegenstand seiner
                          raffiniert rätselhaften Kunst gemacht – und nebenbei die Landschaftsmalerei
                       erfunden. Ein Ausstellungsparcours in und um Brüssel feiert nun ihn und sein Erbe

WK_Flandern2019-4 4                                                                                        13.02.19 14:31
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
VON

                                                                                                M
                                                                                            SI M ON E S ON DE R M A N N

                                                            Machtvoll und träge schiebt sich der breite       Details hinzufügte, die dem Blatt einen neu-
                                                            Strom durch die Landschaft. Steile Felsfor-       en Sinn verliehen: Auf dem Fluss verkehren
                                                            mationen säumen das Ufer, zum Horizont            Boote, am Himmel prangen dramatische
                                                            öffnet sich eine sanfte Ebene, über die sich      Wolken, und einer der Pilger trägt nun einen
                                                            ein lichter Himmel wölbt. Drei Männer mit         Heiligenschein. »Emmaus-Jünger« lässt der
                                                            Pilgerstäben stehen unter einem hohen             Verleger das Blatt nennen, aus den flämischen
                                                            Baum, mit dem Rücken zum Betrachter. Pie-         Pilgern wurden Bibelfiguren – denn religiöse
                                                            ter Bruegels feine Federzeichnung, die 1555/56,   Motive verkauften sich gut.
                                                            weit vor seinen berühmten Gemälden ent-                 Mit den Kupferstichen, die Cock in Auf-
                                                            stand, zeigt schon seine ganze Meisterschaft:     lagen von bis zu mehreren Tausend Exempla-
                                                            die enorme Tiefenwirkung der Raumillusi-          ren herstellen ließ und in ganz Europa ver-
            »Die Volkszählung zu Bethlehem« von 1566        on, die geschickte Komposition, die seine         trieb, machte sich Pieter Bruegel in der
            aus den Königlichen Museen der Schönen          Fantasielandschaft so natürlich erscheinen        Kunstwelt seiner Zeit einen Namen. Die
            Künste, Brüssel. Oben re. Gustave Van de        lässt wie eine Pleinairzeichnung des 19. Jahr-    Meisterschaft des Entwerfers war unüberseh-
            Woestynes »De Papeter«, 1911, Schloss Gaas-
                                                            hunderts, der authentische Blick auf die Men-     bar – trotz der aktiven Mitgestaltung des Ver-
            beek. Vorige Seite: Der Kupferstich »Die
                                                            schen seiner Zeit. Im 16. Jahrhundert galt die    legers. In diesem Jahr widmen sich zwei Aus-
            großen Fische fressen die kleinen«, 1557, ist
                                                            Zeichnung, die wir heute als hohe Kunst ver-      stellungen in Brüssel dem Zeichner Bruegel
            ab Oktober in der Königlichen Bibliothek in
            Brüssel zu sehen. Cover: »Engelssturz« von      ehren, nicht als eigenständiges Werk, son-        und der flämischen Druckgrafik der Renais-
            1562, Königliche Museen der Schönen Künste      dern diente vor allem als Entwurf. So ließ der    sance. Sie sind Teil eines Ausstellungsreigens,
                                                            Verleger Hieronymus Cock nach Bruegels            mit dem in ganz Flandern der 450. Todestag
                                                            Vorlage einen Kupferstich herstellen, dem er      von Pieter Bruegel dem Älteren begangen

                                                                                  5

WK_Flandern2019-5 5                                                                                                                                    13.02.19 14:31
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
Bilder S. 4: Königliche Mussen der Schönen Künste in Belgien, Brüssel; S. 5: Erwin De Keyzer/Collectie Gemeentelijk Museum Gevaert-Minne; S. 6: Filip Dujardin/VG Bild-Kunst, Bonn 2019; VisitFlanders; S. 7: Neapel, Museo Nazionale di Capodimonte
     wird. Das Zentrum bildet die belgische               Filip Dujardins »Rock« von 2019 als Land-    man zwischen den Gründerzeitgebäuden die
     Hauptstadt, wo das Bozar seit Ende Februar           schaftsintervention in Dilbeek. Unten die    Backsteinfassaden der kleinen mittelalterli-
     rund 150 druckgrafische Meisterwerk der flä-         Statue des Meisters der flämischen Renais-   chen Häuser mit ihren typischen Treppengie-
     mischen Renaissance präsentiert. Und im              sance vor der Brüsseler Kapellenkirche.      beln entdecken. Dies gilt vor allem fürs ­
     Herbst können Besucher in der Königlichen            Rechte Seite: Bruegels »Der Blindensturz«    Marollenviertel. Über diesem thront die
                                                          von 1568 mit der Kirche von Dilbeek im
     Bibliothek Bruegels gesamte Grafik bewun-                                                         Kapellenkirche, wo der Künstler heiratete
                                                          Bildhintergrund
     dern, ein Schatz von rund 70 Blättern, da-                                                        und begraben liegt. Jan Brueghel, der jünge-
     runter die erwähnte »Landschaft mit drei Pil-                                                     re Sohn, ließ das Grabmal errichten und be-
     gern« und der dazugehörige Stich.                                                                 auftragte dazu seinen Malerfreund Peter
           Pieter Bruegel lebte ab 1563 in Brüssel.                                                    Paul Rubens mit einem Gemälde, das dort
     Die Karriere als Entwurfszeichner machte er                                                       noch heute, aus restauratorischen Gründen
     schon in seiner Antwerpener Zeit, wo er zu-                                                       als Kopie, zu bewundern ist.
     nächst Schüler von Pieter Coecke van Aelst                                                              Wer von der Kapellenkirche aus die
     wurde und dann für Hieronymus Cocks er-                                                           Hogstraat, in der Bruegels Wohnhaus stand,
     folgreiche Kupferwerkstatt arbeitete. Von                                                         entlangbummelt, stößt am Ende auf das
     Bruegels Leben ist wenig überliefert, doch                                                        mächtige Hallepoort, das einzige Zeugnis
     als gesichert gilt, dass er eine lange Italienrei-                                                der zweiten Stadtmauer Brüssels. Das histori-
     se unternahm, die sein Schaffen beeinflusste.                                                     sche Tor des 14. Jahrhunderts bietet nicht nur
     So trägt etwa sein »Turmbau zu Babel« von                                                         einen herrlichen Panoramablick auf die
     1563 Züge des Kolosseums in Rom. Im Jahr                                                          Stadt, sondern beherbergt auch ein Museum,
     seiner Übersiedlung nach Brüssel, dem kul-                                                        das zum Bruegel-Jahr mittels Virtual Reality
     turellen Zentrum der Spanischen Niederlan-                                                        das 16. Jahrhundert erlebbar macht. Bruegels
     de, heiratete er die Tochter seines früheren                                                      malerische Meisterwerke wie »Der Kampf
     Meisters Coecke van Aelst und lebte bis zu                                                        zwischen Karneval und Fasten« oder »Der
     seinem Tod 1569 im Marollenviertel nahe der                                                       Turmbau zu Babel« werden virtuell zum Le-
     Stadtmauer.                                                                                       ben erweckt und zum Erfahrungsraum für
           Wer heute auf den Spuren Bruegels                                                           die großen und kleinen Themen der frühen
     durch Brüssel streift, muss genau hinschau-                                                       Neuzeit wie die Begegnung mit der Neuen
     en. Zu sehr haben die städtebaulichen Ver-                                                        Welt, die religiösen Konflikte oder die Feste
     änderungen des 19. Jahrhunderts, als man                                                          und alltäglichen Vergnügungen.
     den Fluss Senne überbaute und die Stadt im                                                              Bruegels Umzug nach Brüssel stand im
     Stil des Haussmann’schen Paris mit großen                                                         Kontext seiner Neupositionierung als Künst-
     Boulevards durchzog, das mittelalterliche                                                         ler, aus dem Entwurfszeichner war ein Maler
     Erbe verdrängt. Doch noch immer kann                                                              geworden – auch dank mächtiger Förderer

                                                                                6

WK_Flandern2019-6 6                                                                                                                                     13.02.19 14:31
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
B RU E G E L I N F L A N DE R N

                                                                                                                                                                                                                                                         wie Kardinal de Granvelle, ein Diplomat im        migen Gemälde versteckte, viele auch heute      ausklingen lassen, einem Anwesen, dessen
                                                                                                                                                                                                                                                         Dienste Philipps II. und bedeutender Kunst-       gebräuchlich: zum Beispiel Rosen, im Deut-      Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück-
                                                                                                                                                                                                                                                         sammler. Sein opulenter Palast stand wie der      schen sagt man Perlen, vor die Säue werfen      reicht. Architektonisch ist der Bau hingegen
                                                                                                                                                                                                                                                         gesamte Hof auf einer Anhöhe im Herzen            oder große Fische, die die kleinen fressen.     ein Kind des 19. Jahrhunderts, als eine exzen-
  Bilder S. 4: Königliche Mussen der Schönen Künste in Belgien, Brüssel; S. 5: Erwin De Keyzer/Collectie Gemeentelijk Museum Gevaert-Minne; S. 6: Filip Dujardin/VG Bild-Kunst, Bonn 2019; VisitFlanders; S. 7: Neapel, Museo Nazionale di Capodimonte

                                                                                                                                                                                                                                                         der Stadt. Heute befinden sich dort, auf dem           Anschauungsmaterial, landschaftliches      trische Gräfin es in freier Interpretation mit-
                                                                                                                                                                                                                                                         Kunstberg, die Königlichen Museen der             ebenso wie menschliches, fand Bruegel im        telalterlicher und frühneuzeitlicher Stile in
                                                                                                                                                                                                                                                         Schönen Künste, die einige von Bruegels rät-      Pajottenland südwestlich von Brüssel mit sei-   ihr persönliches Fantasieschloss verwandelte.
                                                                                                                                                                                                                                                         selhaften, prallvollen und oft zugleich an-       nen sanften Hügeln, den Mühlen und Gehöf-       Seit zehn Jahren wird hier neben der gräfli-
                                                                                                                                                                                                                                                         rührend schönen wie schockierend derben           ten, den Bierbrauereien. In Dilbeek, keine      chen Kunstsammlung auch regelmäßig Ge-
                                                                                                                                                                                                                                                         Gemälden besitzen. Die »Winterlandschaft          zehn Kilometer vom Brüsseler Zentrum ent-       genwartskunst gezeigt. Zum Bruegel-Jahr
                                                                                                                                                                                                                                                         mit Eisläufern und Vogelfalle« von 1565 ist da-   fernt, antworten im Jubiläumsjahr nun zeit-     geht man der Wirkung des Malers auf die
                                                                                                                                                                                                                                                         runter, die den Betrachter bis heute ebenso       genössische Künstler auf die Bruegel’sche       Moderne nach. Vor allem in der belgischen
                                                                                                                                                                                                                                                         als Milieustudie des ländlichen Flanderns im      Kulisse. Wie der Meister selbst, der Gebirgs-   Malerei des frühen 20. Jahrhunderts ist der
                                                                                                                                                                                                                                                         16. Jahrhundert wie als Allegorie auf die Brü-    züge der Alpen oder italienische Küstenstri-    Übervater präsent, doch auch Otto Dix oder
                                                                                                                                                                                                                                                         chigkeit und Kontingenz des Lebens über-          che in seine flämischen Landschaften hinein-    George Grosz verneigten sich in ihrem Œuv-
                                                                                                                                                                                                                                                         haupt bewegt. Auch der apokalyptische ­           komponierte, setzt nun Filip Dujardin eine      re vor den Blinden, Krummen und Verrück-
                                                                                                                                                                                                                                                         »Engelssturz«, zum Ende von Bruegels              Felsenattrappe in ein Dilbeeker Feld oder       ten im Bruegel’schen Kosmos. Begleitend zur
                                                                                                                                                                                                                                                         Antwerpener Zeit entstanden, vereint das          Gijs Van Vaerenbergh das Skelett einer          Schau wurden zehn zeitgenössische Künstler
                                                                                                                                                                                                                                                         biblische Schreckenszenario mit detaillier-       Windmühle. Auf einem sieben Kilometer           eingeladen, sich vom Meister der flämischen
                                                                                                                                                                                                                                                         ten historischen Zeugnissen, wenn etwa ei-        langen Parcours, der von Anderlecht im Os-      Renaissance inspirieren zu lassen. Dabei wer-
                                                                                                                                                                                                                                                         ner der Höllenboten den Panzer eines Gür-         ten bis nach Gaasbeek im Westen führt, kön-     den etwa die Bauern von einst zu Arbeitern
                                                                                                                                                                                                                                                         teltiers auf dem Rücken trägt, ein Tier, das in   nen sich Besucher zu Fuß oder per Fahrrad       in einer Fleischfabrik, während Daniel Bu-
                                                                                                                                                                                                                                                         den Spanischen Niederlanden durch die Er-         die einzelnen Stationen erschließen. Auch       ren ein Landschaftsbild im Park von Gaas-
                                                                                                                                                                                                                                                         oberung Amerikas und den Handel mit der           die kleine Dilbeeker Kirche Sint-Anna-Pede      beek realisiert.
                                                                                                                                                                                                                                                         Neuen Welt bekannt wurde.                         wird zum Ausstellungsraum. Bruegel hatte              »In allen seinen Werken versteht man
                                                                                                                                                                                                                                                               Die enigmatische Vieldeutigkeit von         sie im »Blindensturz« von 1568 als kirchli-     immer mehr, als gemalt wird«, schrieb einst
                                                                                                                                                                                                                                                         Bruegels Bilderwelten hat Generationen von        chen Ruhepol verewigt, während im Bildvor-      Abraham Ortelius in einem Epitaph über
                                                                                                                                                                                                                                                         Kunsthistorikern bewegt, doch die Herzen          dergrund wie im Gleichnis des Neuen Testa-      den verstorbenen Malerfreund. Dass Pieter
                                                                                                                                                                                                                                                         berührt er bis heute als humorvoller Chro-        ments ein Blinder andere Blinde leitet und      Bruegel die Fantasie beflügelt und doch so
                                                                                                                                                                                                                                                         nist des einfachen Lebens der Flamen. So          sie dabei folgerichtig stürzen.                 nah am Leben blieb wie kaum ein Maler vor
                                                                                                                                                                                                                                                         sind etwa von den mehr als 100 niederländi-             Die Bruegel-Tour in und um Brüssel        oder nach ihm, ist in Flandern in diesem Jahr
                                                                                                                                                                                                                                                         schen Sprichwörtern, die er 1559 im gleichna-     kann man wunderbar in Schloss Gaasbeek          einmalig zu sehen und zu verstehen.         ×

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                7

WK_Flandern2019-7 7                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 13.02.19 14:31
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
B RU E G E L I N F L A N DE R N

               In der Heimat der
                    Meister
          »In Situ« zeigt flämische Kunst
              an ihrem Ursprungsort

     Wer im späten Mittelalter oder in der frühen
     Neuzeit ein Kunstwerk schuf, sei es ein opu-
     lentes Gemälde oder eine Miniatur, eine
     Skulptur in Holz oder Stein, tat dies nicht
     wie heute in der Hoffnung, damit eines Tages
     im Museum zu landen. Stattdessen entstan-
     den die Werke zu spezifischen Zwecken wie
     der Andacht, der Mahnung oder der gepfleg-
     ten Konversation – und damit auch für einen
     bestimmten Ort. Im Rahmen der Themen-
     jahre »Flämische Meister 2018–2020« ent-        Oben: der De-Hofkamer-Saal in Antwerpen         tales Werk. Das dem Meister von Frankfurt
     stand in Flandern ein außergewöhnliches         mit seinem imposanten, jüngst restaurierten     zugeschriebene Triptychon »Die Not Gottes«
     Ausstellungsprojekt: Rund 40 Meisterwerke       Deckenfresko. Unten: Das Gemälde des            von 1515 zeigt auf der zentralen Tafel die Be-
     des 15. bis 17. Jahrhunderts werden an ihrem    heiligen Rochus von Peter Paul Rubens, um       weinung Christi. Der ausgemergelte elfen-
     Ursprungsort der Öffentlichkeit zugänglich      1624, ist nun wieder in der St.-Martin-Kirche   beinfarbene Körper des toten Heilands zieht

                                                                                                                                                                 Beide Bilder: Herita/photo: Lucid
     gemacht, um die Kunst dieser Epochen in ih-     in Aalst zu bewundern                           den Betrachter in seinen Bann, und die Wir-
     rem Kontext zu erfahren.                                                                        kung der Szene wird durch die dynamische
           Herausgekommen ist eine ganz beson-                                                       Geste, mit der ein Junge die Dornenkrone
     dere Kunstroute durch Flandern. Sie führt                                                       vom Kreuz herabreicht, nochmals verstärkt.
     die Besucher zum einen in die für ihre Kul-                                                           Schloss Loppem in Zedelgem unweit
     turschätze berühmten Städte wie Leuven,                                                         von Brügge ist schon aufgrund seiner homo-
     Gent oder Antwerpen. In der Stadt an der                                                        genen neugotischen Architektur und des ma-
     Schelde kehrt etwa Peter Paul Rubens’ »Streit                                                   lerischen Schlossparks einen Besuch wert. Im
     um das heilige Sakrament«, um 1609, in die                                                      Rahmen von »In Situ« ist hier ein in seiner
     Sankt-Paulus-Kirche zurück. Und im Herren-                                                      Schlichtheit ergreifendes Glaskunstwerk zu
     haus Den Wolsack wartet ein Prunkzimmer                                                         bestaunen. Die anonyme Pietà in ungewöhn-
     mit einem allein durch seine Abmaße beein-                                                      licher vertikaler Anordnung kann keinem
     druckenden Deckengemälde auf Tuch, das                                                          Künstler eindeutig zugeordnet werden, aber
     die olympischen Götter nach Antwerpen                                                           man vermutet einen Schüler Rogier van der
     bringt. Ein kunsthistorisch herausragendes                                                      Weydens als ihren Schöpfer. Wer schon in
     Ziel ist ebenso die Sankt-Michael-Kirche im                                                     Westflandern ist, sollte noch einen Abstecher
     ostflämischen Gent, in der Anthonis van                                                         an die Nordseeküste machen, wo im Badeort
     Dycks ausdrucksstarker »Christus am Kreuz«                                                      Nieuwpoort ein Kleinod des Barock wartet:
     zu bewundern ist.                                                                               Vigor Boucquets »Das Urteil von Cambyses«
           Genauso spannend sind aber auch die                                                       von 1671 in der Liebfrauenkirche.
     vielen weniger bekannten Orte abseits der                                                             Das Programm »In Situ« ermöglicht
     klassischen und nicht selten überfüllten flä-                                                   den Flandernreisenden also beides: An den
     mischen Kunstreiseziele, wo die Türen absei-                                                    bekannten Schauplätzen aus der Blütezeit
     tiger Baudenkmäler für das interessierte Pu-                                                    der flämischen Kunst lässt sich Neues und
     blikum geöffnet werden. Kleine Kapellen,                                                        Überraschendes entdecken, während die wei-
     Beginenhöfe, Rathäuser oder Abteien, in de-                                                     ßen Flecken der Kulturlandkarte die Besu-
     nen herausragende Kunstwerke aus dem                                                            cher mit zu Unrecht vernachlässigten Meis-
     Dornröschenschlaf erwachen. Nur rund 1500                                                       terwerken überraschen.                     ×
     Einwohner zählt etwa das Örtchen Wa-
     tervliet nahe der niederländischen Grenze,                                                      »Flemish Masters in Situ«, 1. Juni bis 30. Septem-
     doch die dortige Unsere-liebe-Frau-Him-                                                         ber 2019, alle Infos zu den Ausstellungsorten unter
     melsfahrtskirche beherbergt ein monumen-                                                        www.vlaamsemeestersinsitu.be/en

                                                                            8

WK_Flandern2019-8 8                                                                                                                                        13.02.19 14:31                            MKP-19
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
Max Ernst, La vierge corrigeant l’enfant Jésus devant trois témoins: André Breton, Paul Eluard

                                                                                © VG Bild-Kunst Bonn, 2019, Foto: © Rheinisches Bildarchiv, Sabrina Walz, rba_d048643_01
                                                                                et le peintre, 1926, Öl auf Leinwand, 196 x 130 cm, Museum Ludwig, Köln / Ankauf 1984,
Beide Bilder: Herita/photo: Lucid

                                                                                                                                                                                                                  AU C H DA S
                                                                                                                                                                                                              R H E IN L A N
                                                                                                                                                                                                                             D H AT
                                                                                                                                                                                                                  M E IS T E R :

                                                                                                                                                                                                               O T T O D IX ,
                                                                                                                                                                                                              MAX ERNS
                                                                                                                                                                                                           MARTA WO          T,
                                                                                                                                                                                                                        R R IN G E R
                                                                                                                                                                                                                    ...

                                                 W I R KÖ N N E N AU C H A N D E R S !
                                                                                                                                                                                 Das Junge Rheinland
                                                                                                                                                                                     7. 2 . – 2 .6. 2019

                                                    E H R E N H O F 4 - 5 · 4 0 47 9 D Ü S S E L D O R F · W W W. K U N S T PA L A S T. D E

                                    WK_Flandern2019-9 9
                                    MKP-19-2625_DJR-Anzeige_Visit_Flanders_220x300_RZ.indd 1                                                                                                                                      13.02.19 11:42
                                                                                                                                                                                                                                  25.01.19 14:31
Auf Bruegels Spuren durch Flandern - arttourist.com
B RU E G E L I N F L A N DE R N

                                                               Was, wann, wo?
                                    Alles auf einen Blick: Die Ausstellungen zum Bruegel-Jahr und zu
                                                 den flämischen Meistern 2019 in Flandern

     ANTWERPEN                                                                                                                        BRUEGELS WELT IN

                                                                                                                                                                            Bilder links: Luc Daelemans; Jan Dhondt, Gruuthusemuseum; rechts: KIK IRPA Brüssel/Museum Mayer van den Bergh Antwerpen; Rudi Van Beek; Christoph Niemann; Christie’s Images/Heirs of Josephine N. Hopper/VAGA at ARS, NY/VG Bild-Kunst, Bonn 2019
                                                                                                                                      SCHWARZ UND WEISS
     DAS GRAFISCHE WERK                                                                                                               Königliche Bibliothek
     JAN BRUEGHELS DES                                                                                                                Im Laufe seines Lebens schuf
     ÄLTEREN                                                                                                                          Bruegel rund 60 Vorlagen für
     Snijders & Rockox Haus                                                                                                           Drucke, die seinen Ruhm in
     Nicolaas Rockox, Antwer-                                                                                                         die Welt trugen. Die Königli-
     pens Bürgermeister, legte                                                                                                        che Bibliothek besitzt eine
     mit seinen Kunstsammlun-                                                                                                         vollständige Sammlung sei-
     gen den Grundstein für ei-                                                                                                       ner Papierwerke. Die einzig-
     nen überwältigenden                                                                                                              artigen Grafiken werden
     Schatz. Das nach ihm be-                                                                                                         exklusiv in einer Ausstellung
     nannte Museum im Renais-                                                                                                         präsentiert. Dank neuer
     sancestil bietet eine intime                                                                                                     Techniken zeigt die Schau,
     Kulisse zur Kunstbetrach-                                                                                                        wie Bruegel diese Blätter in
     tung samt idyllischem Gar-                                                                                                       Kooperation mit den Druck-
     ten. Seit 2018 bildet das                                                                                                        werkstätten geschaffen hat.
     benachbarte Wohnhaus                                                                                                             Dabei kann der kreative Pro-
     von Frans Snijders mit neu-                                                                                                      zess vom ersten Entwurf auf
     en Ausstellungsflächen                                                                                                           Papier bis zum endgültigen
     eine Einheit mit dem                                          Bruegels Welt in Bokrijk                                           Druck nachvollzogen werden.
     Rockox-­Haus. Anlässlich                                                                                                         15. Oktober 2019 – 15. Febru-
     seines 450. Geburtsjahrs             Die Ausstellung bietet ein zeitgemäßes Gesamterlebnis der Sitten und                        ar 2020
     widmet sich erstmals eine            Gebräuche des 16. Jahrhunderts. Ein Parcours führt die Besucher durch                       www.kbr.be/en
     Ausstellung ausschließlich           das Freilichtmuseum mit mehr als 120 historischen Gebäuden und zahlrei-
     dem grafischen Werk Jan              chen Objekten. Neue Technologien machen zusätzlich Geschichte erfahr-                       BRUEGEL . EIN TOR ZUM
     Brueghels (1568–1625). Er-                                                                                                       16. JAHRHUNDERT
                                          bar, so kann man sich etwa mittels Augmented Reality auf die Suche nach
     gänzend dazu werden Wer-                                                                                                         Hallepoort
     ke seiner Zeitgenossen               Gegenständen aus Bruegels Gemälde »Der Kampf zwischen Karneval und                          Das Stadttor »Hallepoort«
     präsentiert. Der Sohn Pie-           Fasten« machen. Auch ein Bruegel-Bier darf natürlich nicht fehlen.                          aus dem Jahr 1381 war Teil
     ter Bruegels des Älteren             Domäne Bokrijk, Genk, 6. April bis 20. Oktober 2019                                         der zweiten Stadtmauer des
     trat in die Fußstapfen sei-                                                                                                      alten Brüssels. Bruegel hat
     nes Vaters. Der als »Blu-                                                                                                        dieses Tor vermutlich regel-
     menbruegel« bezeichnete                                                                                                          mäßig durchschritten. Die
                                      sind, bieten sich den Besu-      ben: Die Betrachter werden     lerei und Pieter Bruegel. Die
     Künstler zählte zu den pro-                                                                                                      Königlichen Museen für
                                      chern außergewöhnliche vir-      auf diese Weise zum Teil des   Ausstellung über Bernard van
     minentesten und erfolg-                                                                                                          Kunst und Geschichte prä-
                                      tuelle Erlebnisse. So werden     Gemäldes.                      Orley ist eine lang erwartete
     reichsten Malern in                                                                                                              sentieren hier ein virtuelles
     Flandern um 1600.                etwa zwölf Gemälde des           www.fine-arts-museum.be        Weltpremiere, die eine For-
                                                                                                                                      Tor zu Bruegels Universum.
     5. Oktober 2019 – 19. Janu-      Meisters in hochauflösenden                                     schungslücke schließt. Sie
                                                                       BERNARD VAN ORLEY.                                             Besucher können in einem
     ar 2020                          Aufnahmen präsentiert.                                          wird ergänzt durch ein Mu-
                                                                       BRÜSSEL UND                                                    Virtual-Reality-Umfeld zen-
     www.snijdersrockoxhuis.be        Beim Heranzoomen kann                                           sikprogramm mit Stücken
                                                                                                                                      trale Themen des 16. Jahr-
                                      man D­ etails auf den »Wim-      DIE RENAISSANCE                seiner Epoche.
                                                                                                                                      hunderts wie Katholizismus
                                      melbildern« entdecken, die       Bozar                          20. Februar – 26. Mai 2019
     BRÜSSEL                                                                                                                          und Reformation, die Erfor-
                                      einem bei der üblichen Be-       Bernard van Orley (1488–       www.bozar.be                    schung der Welt, Kunst und
     BRUEGEL . UNSEEN                 trachtung sonst verborgen        1541) gehörte eine der größ-
                                                                                                                                      Kultur, Krieg und Frieden
                                      geblieben wären. Darüber hi-     ten Werkstätten seiner Zeit.   DRUCKGESCHICHTE IM
     MASTERPIECES                                                                                                                     hautnah erleben.
     Königliche Museen der            naus lädt die »Bruegel-Box«      Er spielte im künstlerischen   ZEITALTER BRUEGELS
                                                                                                                                      18. Oktober 2019 – 18. Okto-
     Schönen Künste                   die Besucher dazu ein, drei      Leben Brüssels in der ersten   Bozar
                                                                                                                                      ber 2020
     Ergänzend zu den origina-        seiner Meisterwerke, unter       Hälfte des 16. Jahrhunderts    Im 16. Jahrhundert war die
                                                                                                                                      www.kmkg-mrah.be
     len Werken Pieter Bruegels       anderem den fulminanten          eine wesentliche Rolle und     Druckgrafik die einzige Me-
     d. Ä., die in der Daueraus-      »Engelssturz«, in einer filmi-   gilt als Bindeglied zwischen   thode, um Bilder zu verviel-    DIE GROSSE FLUCHT
     stellung zu bewundern            schen Rundumsicht zu erle-       der altniederländischen Ma-    fältigen. Der Aufstieg und      Kapellenkirche
                                                                                                      Wohlstand der Werkstätten       In der Kirche aus dem 13.
                                                                                                      in Bruegels Jahrhundert ist     Jahrhundert, die architekto-
                                                                                                      nicht nur eine künstlerische    nisch den Übergang von der
                                        Wiedereröffnung in Brügge                                     Erfolgsgeschichte. Brillante    Romanik zur Gotik markiert,
                                        Die Liebfrauenkirche mit der Brügger Madon-                   Handwerkskunst und muti-        wimmelt es von fremdartigen
                                                                                                      ges Unternehmertum spiel-       Wesen: Figuren aus dem
                                        na von Michelangelo und der Gruuthuse-Palast
                                                                                                      ten ebenfalls eine große        Bruegel’schen Kosmos, Käfer,
                                        sind herausragende Sehenswürdigkeiten der                     Rolle. Das Bozar widmet sich    Kugelfische oder seltsame
                                        burgundischen Epoche. Nach umfassender                        in dieser Ausstellung der       Bauersleute, verstecken sich
                                        Restaurierung zeigt sich der Palast wieder in                 Herstellung von Drucken in      zwischen den Säulen und
                                        seiner ganzen Pracht. Gruuthusemuseum und                     den südlichen Niederlanden      Heiligenfiguren und machen
                                        Liebfrauenkirche, Brügge, ab 25. Mai                          im 16. Jahrhundert.             seine rätselhafte Bilderwelt
                                                                                                      27. Februar – 23. Juni 2019     spielerisch erfahrbar.
                                                                                                      www.bozar.be                    bis 31. Dezember 2019

                                                                                   10

WK_Flandern2019-10 10                                                                                                                                                 13.02.19 14:31
B RU E G E L I N F L A N DE R N

                                                                                                                                                                                                                                                                 DILBEEK                        Der Parcours ist als Wander-      Constant Permeke, Anto
                                                                                                                                                                                                                                                                                                oder Radtour zu erleben.          Carte, Otto Dix oder George
                                                                                                                                                                                                                                                                 MIT DEN AUGEN                  7. April – 31. Oktober 2019       Grosz interpretieren Bruegels
                                                                                                                                                                                                                                                                 BRUEGELS.                      www.dilbeek.be                    schöpferisches Vermächtnis
                                                                                                                                                                                                                                                                 REKONSTRUKTION DER                                               neu. Außerdem wurden zehn
                                                                                                                                                                                                                                                                 LANDSCHAFT                                                       zeitgenössische Künstler,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                GAASBEEK
                                                                                                                                                                                                                                                                 Dilbeek                                                          u. a. Pascale Marthine Tayou,
                                                                                                                                                                                                                                                                 Bruegel komponierte seine      DAS NARRENFEST:                   Daniel Buren, Emmanuelle
                                                                                                                                                                                                                                                                 Landschaften mit Elementen                                       Quertain und Jimmie Durham
Bilder links: Luc Daelemans; Jan Dhondt, Gruuthusemuseum; rechts: KIK IRPA Brüssel/Museum Mayer van den Bergh Antwerpen; Rudi Van Beek; Christoph Niemann; Christie’s Images/Heirs of Josephine N. Hopper/VAGA at ARS, NY/VG Bild-Kunst, Bonn 2019

                                                                                                                                                                                                                                                                                                BRUEGEL
                                                                                                                                                                                                                                                                 aus dem bäuerlichen Pajot-     WIEDERENTDECKT                    & Ricardo Brey, eingeladen,
                                                                                                                                                                                                                                                                 tenland. Beim Projekt »Mit     Schloss Gaasbeek                  sich mit Themen aus Brue-
                                                                                                                                                                                                                                                                 den Augen Bruegels« gestal-    Die Ausstellung fragt nach        gels Werk auseinanderzuset-
                                                                                                                                                                                                                                                                 ten zeitgenössische Künstler   dem Umgang moderner               zen. Die Besucher tauchen in
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Dirk Bouts in Leuven
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Die gotische St. Peterskirche wird im Herbst
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     2019 nach umfassender Restaurierung wieder
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     in vollem Glanz erstrahlen – ein weiteres
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Highlight des Programms »Flämische Meister
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     2018–2020«. Im Mittelpunkt steht der Abend-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     mahlsaltar des Künstlers Dirk Bouts von 1464,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     der an den Ort zurückkehrt, für den er einst
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     geschaffen wurde.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      St. Peterskirche, Leuven, ab 20. September

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  durch die labyrinthartigen In-   Flandern, sondern bis nach
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  nenräume des romantischen        Norddeutschland und Skan-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Schlosses, die von der Thea-     dinavien verbreitet wurden.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  tergruppe Rimini Protokoll ge-   Die Schau versammelt mehr
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  staltet werden. Zudem wird       als 100 Werke Bormans und
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  die Choreografin und Tänze-      seiner Söhne.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  rin Anne Teresa De Keersmae-     20. September 2019 –
                                                                                                                                                                                                                                                                                        Die »Tolle Grete« in Antwerpen                                            ker zehn Vorstellungen auf       31. Januar 2020
                                                                                                                                                                                                                                                                      Vor 125 Jahren erwarb Fritz Mayer van den Bergh Bruegels »De Dulle                          dem südwestlich von Brüssel      www.visitleuven.be/de
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  gelegenen Gelände geben.         www.mleuven.be
                                                                                                                                                                                                                                                                      Griet« (o.) auf einer Auktion. Nach zweijähriger Abwesenheit ist das Bild                   7. April – 28. Juli 2019
                                                                                                                                                                                                                                                                      nun wieder in Antwerpen zu sehen. Auch der Sammler Florent Van Ert-                         www.kasteelvangaasbeek.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   INFORMATIONEN ZUM
                                                                                                                                                                                                                                                                      born hatte ein gutes Auge für die Kunst des Mittelalters und der Renais-                    be/de
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   GESAMTEN PROGRAMM
                                                                                                                                                                                                                                                                      sance. Neben Werken von u. a. Jean Fouquet und Rogier van der Weyden                                                         »FLÄMISCHE MEISTER
                                                                                                                                                                                                                                                                      bietet die Schau Einblicke in die Geschichten hinter den Ankäufen.                          LEUVEN                           2018–2020« UNTER
                                                                                                                                                                                                                                                                      »Von Fouquet bis Bruegel«, Museum Mayer van den Bergh, Antwerpen,                                                            www.flemishmasters.com
                                                                                                                                                                                                                                                                      5. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2020                                                       BORMAN UND SÖHNE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Museum M
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  In enger Verbindung mit der
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  St. Peterskirche in Leuven
                                                                                                                                                                                                                                                                 zwölf Installationen in der    Künstler mit dem Erbe Brue-       ein Spiel wechselnder Stim-     präsentiert das Museum M
                                                                                                                                                                                                                                                                 Landschaft in und um Dil-      gels. Namhafte belgische und      mungen ein – nicht nur durch    die erste monografische Aus-
                                                                                                                                                                                                                                                                 beek. Auch die Kirche Sint-    internationale Künstler der       die Kraft der Gemälde, son-     stellung zu Jan Borman, ei-
                                                                                                                                                                                                                                                                 Anna-Pede, die in »Der         Moderne und der Gegenwart         dern auch durch Musik. Lite-    nem der bedeutendsten
                                                                                                                                                                                                                                                                 Blindensturz« zu sehen ist,    wie James Ensor, Valerius De      ratur und Film. Sie erwartet    Bildschnitzer der Spätgotik,
                                                                                                                                                                                                                                                                 wird künstlerisch bespielt.    Saedeleer, Jules De Bruycker,     eine faszinierende Reise        dessen Werke nicht nur in

                                                                                                                                                                                                                                                                                                   WELTKUNST – Vielfalt, die begeistert.                                                                IMPRESSUM

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Herausgeber
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        VISITFLANDERS
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Möchten Sie mehr wissen aus der Welt der Kunst von ihren Anfängen bis                www.visitflanders.de
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   heute? Dann empfehlen wir Ihnen unser Monatsmagazin WELTKUNST, das                   Redaktion
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Kunstmagazin der ZEIT. Auf über 100 Seiten stellen wir Ihnen in jeder Aus­           WELTKUNST
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   gabe sehenswerte Ausstellungen vor, bieten spannende Geschichten aus                 Dorotheenstraße 33
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   allen Epochen der Kunst sowie das Wichtigste aus Handel und Auktionen.               10117 Berlin
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Chefredakteurin
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Testen Sie kostenlos zwei Ausgaben der WELTKUNST:                                    Dr. Lisa Zeitz
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Verlag
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       www.weltkunst.de/kennenlernen                                                    ZEIT Verlag
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        GmbH & Co KG
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       +49 040-5555-7868; Bestellnummer: 1692185                                        Speersort 1
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        20095 Hamburg
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       kundenservice@weltkunst.de
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Druck
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       WELTKUNST-Leserservice, 20080 Hamburg                                            Kröger Druck, Wedel

                                                                                                                                                                                                                                                     WK_Flandern2019-11 11                                                                                                                                                     13.02.19 14:31
Flämische Meister mit
  der Bahn entdecken.
                                     Reisen Sie entspannt und bequem zu den berühmten
                                     Museen in Brüssel, Antwerpen, Brügge und Gent.
                                     Bestaunen Sie die Werke der flämischen Meister.
                                     Mit dem ICE schon ab 39,90 Euro; ab Köln sogar
                                     schon ab 19,90 Euro.
                                     Informationen und Tickets auf bahn.de/belgien

Weltkunst_Flamen_220x300_4c.indd 1                                              15.01.19 07:37
WK_Flandern2019-12 12                                                           13.02.19 14:31
Sie können auch lesen