Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP

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Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
bienenschutz
in der Agrarlandschaft

                  Wirkungsvolle
                   Maßnahmen
              einfach umsetzen
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
nhalt
            Seite
            Vorwort                                                                  3
            Einleitung                                                               4
            Das Projekt „Blühendes Rheinhessen – Wein, Weizen, Wild­bienen“          6
            Praxisbeispiele: Vorstellung der Maßnahmen auf den Modellflächen         7
                Beispiel Modellprojekt Mainz-Bretzenheim:
                Anlage einer großen Blühwiese und Schaffung von Niststrukturen       7
                Beispiel Modellprojekt Worms-Pfeddersheim:
                Begrünung eines Weinbergs mit autochthonem Saatgut                  11
                Beispiel Modellprojekt in Wintersheim:
                Anlage einer Streuobstwiese                                         13
            Seltene Wild­bienenarten in der rheinhessischen Agrarlandschaft         16
            Erfahrungen und Herausforderungen                                       18
            Anhang                                                                  20
            Literatur                                                               21
            Links                                                                   22
            Spendenkonto                                                            23
            Impressum                                                               24

              Filzzahn-
  Blattschneiderbiene
  Megachile pilidens
(Foto: Ursula Gönner)

                                        Kornblume
                                Centaurea cyanus
                                (Foto: Jens Müller)

                                                      2                           Inhalt
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
orwort                                              Sabine Yacoub
                                                                    Landesvorsitzende
                                                                               BUND
                                                                      Rheinland-Pfalz

Mit etwa 400 Wild­bienenarten ist die Vielfalt in Rhein-          mit einem­reichhalti-
hessen groß. Das trocken-warme Klima ist für die kleinen          gen Nahrungsange-
Bestäuberinnen ideal. In ihren Ansprüchen an Nahrungs-            bot, aber auch Nistmög-
pflanzen und Nistmöglichkeiten unterscheiden sich die             lichkeiten, die den ver­schie­
einzelnen Arten z. T. stark. Deshalb gibt die Anzahl der          denen Ansprüchen der Wild­      -
vorhandenen Wild­bienenarten in einem grundsätzlich ge-           bienenarten entsprechen. Nach nunmehr vier Jahren kön-
eigneten Lebensraum wichtige Hinweise auf seinen­ökolo-           nen wir auf zahlreiche erfolgreich umgesetzte Maßnahmen
gischen Zustand. Vereinfacht gesagt: Je mehr Wild­bienen          zurückblicken. Auch wenn nicht alles, was wir auspro-
sich in einer Fläche finden, umso besser­ist es um sie ge-        biert haben, gleich geklappt hat. So hat sich zum Beispiel
stellt. Und: Gestalten oder erhalten wir einen Lebensraum,        heraus­ gestellt, dass Sandnisthügel unzureichend besie-
in dem viele Wild­bienen­arten vorkommen, dann fördern            delt werden, wenn sie zu klein und zu niedrig sind. Zudem
wir damit die Arten­viel­falt insgesamt und schaffen Struk-       müssen sie regelmäßig vom Bewuchs befreit werden, da-
turen für viele­andere Tier- und Pflanzenarten.                   mit sie sich als Nistplatz eignen.

Deshalb beschäftigt sich der BUND in Rhein­hessen seit 2015       Damit interessierte Landbewirtschafter*innen von unseren
mit den anspruchsvollen Verwandten der Honig­biene. Wäh-          Erfahrungen profitieren können, haben wir einige in der
rend in unserem ersten Projekt „Blühendes Rhein­hessen –          vorliegenden Broschüre zusammen­gefasst.
Farbtupfen für Wild­bienen“ die Wild­bienen­förderung auf
kommunalen Flächen im Vordergrund stand, arbeiten wir             Im Namen des BUND danke ich herzlich allen am Projekt
seit 2018 im Projekt „Blühendes Rhein­hessen – Wein, Wei-         und seinem Erfolg Beteiligten. Insbesondere den Land­
zen, Wild­bienen“ mit Landwirt*innen und Winzer*innen             wirt*innen und Winzer*innen, die bereit waren­, sich auf
zusammen. In den Projekten haben wir ein Netz aus Wild­           die Maßnahmen einzulassen, diese freiwillig umzusetzen
bienenbotschafter*innen geknüpft, das aus langjährigen            und in ihre Betriebs­abläufe zu integrieren. Mit dem Pro-
BUND-Aktiven und neuen Interessierten besteht und alle            jekt konnten wir gemein­sam zeigen, dass es möglich ist,
Aktivitäten tatkräftig unter­stützt.                              die Wild­bienen­vielfalt durch gezielte Maßnahmen zu er-
                                                                  höhen. Um dem Artensterben entgegen zu wirken, ist es
Das Interesse seitens der Landwirtschaft war groß – sowohl        erforderlich, solche und weitere Maßnahmen zahlreich
bei ökologisch wie auch bei konventionell wirtschaftenden         über das Land zu verteilen und miteinander zu verbinden.
Betrieben. Gemeinsam mit den Landbewirtschafter*innen             Dies ist eine Aufgabe, die die Landwirtschaft übernehmen
und Expert*innen haben wir Maßnahmen entwickelt, die              kann und vielerorts auch übernehmen möchte. Erreichbar
freiwillig umgesetzt wurden – unterstützt von unseren             ist dieses Ziel im er­for­der­lichen Ausmaß aber nur, wenn
Wildbienenbotschafter*innen. So entstanden Blühflä­chen           diese Leistungen angemessen honoriert werden.

                                                                  Ihre Sabine Yacoub
                                                                  Landesvorsitzende BUND Rheinland-Pfalz

Vorwort                                                       3
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
inleitung
                            Fällt das Wort „Biene“, denken viele Menschen sofort an das Nutz­tier Honig­
                            biene (Apis mellifera). Dass es rund 590 wildlebende Bienen­arten in Deutsch-
                            land gibt1, ist meist nicht bekannt. In unseren Ökosystemen und Kulturland-
                            schaften spielen Wild­bienen jedoch eine elementar wichtige, oft unterschätzte
                            Rolle: Viele Wild- und Kulturpflanzen könnten ohne die Bestäubungsleistung
                            von Insekten nicht existieren. Gleichzeitig sind viele Wild­bienenarten stark be-
                            droht: Circa 40 % der in Deutschland bekannten Arten werden als bestandsge-
                            fährdet eingestuft, 7 % sind bereits ausgestorben.2
Die früh im Jahr aktive
 Gehörnte Mauerbiene        Die oftmals kleinflächig strukturierte und mancherorts vielfältige Kulturland-
         Osmia cornuta      schaft Rheinhessens bietet im Sinne der Wild­bienenförderung grundsätzlich
  (Foto: Ursula Gönner)     ein großes Potenzial. Auch die Landwirtschaft profitiert maßgeblich von den
                            nützlichen Fluginsekten: Während der Obstbau in besonderem Maße von der
                            Bestäubungsleistung abhängt, ist eine artenreiche Wild­bienenpopulation auch
                            für Kulturen, die nicht durch Insekten bestäubt werden (wie z. B. Wein), von
                            Vorteil. Denn wo eine Vielfalt an Nahrungs- und Nistmöglichkeiten besteht und
                            das Ökosystem intakt ist, haben Schädlinge gegenüber Nützlingen schlechtere
                            Karten.

                            Im Gegensatz zur relativ anspruchslosen Honig­biene, die vom Menschen ge-
                            züchtet und für die Honigproduktion genutzt wird, sind viele­Wild­bienen­arten
                            bezüglich ihrer Nahrungsquellen und Lebensräume sehr spezialisiert: Etwa 50 %
                             der in Mitteleuropa bekannten Wild­   bienenarten sind auf eine bestimmte
                                  Pflanzengattung oder -familie spezialisiert bzw. bevorzugen diese.3 Des-
                                      halb ist es bei Schutzmaßnahmen wichtig, für ein vielfältiges Nah-
                                        rungsangebot zu sorgen.

                                          Jede Wild­ bienenart hat eine bestimmte Flugzeit, sodass Wild­
                                          bienen in unseren Breiten vom Frühjahr bis zum Spätsommer
                                         unter­wegs sind. Während die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)
                                        bereits im zeitigen Frühjahr gesichtet werden kann, fliegt die Efeu-
                                     Seidenbiene (Colletes hederae) erst im September zur Efeu-Blüte. Des-
                                 halb ist es essentiell, dass das Nahrungsangebot ganzjährig vorhanden ist.
   Die Efeu-Seidenbiene
       (Colletes hederae)
fliegt erst zur Efeublüte
           im September
    (Foto: Ursula Gönner)
                            1 Kompetenzzentrum Wild­bienen
                            2 Westrich et al. 2011
                            3 Zurbuchen & Müller 2012

                                              4                                                 Einleitung
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
Der überwiegende Anteil der mitteleuropäischen Wild­bienenarten nistet im Bo-          Nisthilfen fördern nur wenige
den.4 Hier sind unbefestigte Feldwege, lückig bewachsene Boden­stellen, Löss- Wild­bienenarten, haben aber
hänge und Abbruchkanten von besonderer Bedeutung. Oberirdisch nistende­ einen pädagogischen Wert
Bienen profitieren u. a. von Totholz, markhaltigen Pflanzenstängeln oder Insekten­­ (Foto: Katja Deschinger)
fraßgängen in altem Holz. Natürliche Kleinstrukturen sollten grundsätzlich
einer künstlichen Nisthilfe („Insektenhotel“) vorgezogen werden. Nisthilfen
entsprechen leider oftmals nicht den Ansprüchen von Wild­bienen und werden
dann auch nicht von diesen besiedelt. Wenn sie fachgerecht gebaut und aufge-
stellt werden, leisten sie aber einen pädagogischen Beitrag, da die Lebensweise
solitärer Arten hier wunderbar beobachtet werden kann.

    Lösswände und
Abbruchkanten sind wichtige
Lebensräume für im Boden
nistende Wild­bienen
(Foto: BUND)

4 Zurbuchen & Müller 2012

Einleitung                                                 5
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
as Projekt
                                  „Blühendes Rheinhessen –
                                Wein, Weizen, Wild­bienen“
           Bei zehn Modell-     Von 2018 bis 2022 hat der BUND auf insgesamt 15 Modellflächen zusammen
   betrieben in Rheinhessen     mit landwirtschaftlichen Betrieben (Weinbau, Obstbau und Ackerbau) Maßnah-
  wurden vor und nach den       men zur Förderung von Wild­bienen in der rheinhessischen Agrarlandschaft um-
  Maßnahmenumsetzungen          gesetzt. Vor und nach den Maß­nahmen­umsetzungen wurden auf 10 von ihnen­
faunistische und floristische   faunistische und floristische Kartierungen durchgeführt, um die Artenviel­falt
 Kartierungen durchgeführt      und den Erfolg der Maßnahmen beurteilen zu können. Die Maßnahmen zur
                                Wild­bienenförderung umfassen u. a. die Entwicklung von Blühflächen und die
                                Schaffung vielfältiger Niststrukturen. Schautafeln und Exkursionen auf den
                                 Modellflächen informieren über die Bedeutung und Förderungsmöglichkei-
                                    ten von Wild­bienen. Vom BUND aus­gebildete Wild­bienenbotschafter*innen
                                       unter­stützten die Betriebe vor Ort und engagieren sich darüber hinaus
                                         in ganz Rheinland-Pfalz für Wild­bienen. Projektbegleitend fanden Vor­
                                           träge, Exkursionen, Info-Stände und Diskussionsrunden zum Thema
                                            Wild­bienen und Biodiversität in der Agrarlandschaft statt. Der kons-
                                             truktive Dia­log mit der Landwirtschaft stand dabei im Vordergrund.
                                             Das Projekt wurde 2019 im Rahmen der UN-Dekade Biologische
                                             Vielfalt aus­ge­zeichnet und wird aus Mitteln der Aktion Grün des
                                            Klima­ schutz­ministeriums Rheinland-Pfalz gefördert. Die Entwick-
                                           lung der Modell­pro­jekte wurde wissen­schaftlich begleitet: Sowohl
                                         die Pflanzen als auch die Wild­bienen­arten wurden von Expert*innen
                                       vor und nach Maßnahmenumsetzung kartiert. Insgesamt konnten auf
                                        zehn Modellflächen in den Jahren­2019 und 2021 161 Wild­bienenarten
                                                nachgewiesen werden­! Mehr als 40 % der 138 im Jahr 2021
                                                    nachgewiesenen Wild­bienenarten werden als gefährdet ein-
                                                      gestuft bzw. stehen­auf der Vorwarnliste!1 Die Ergebnisse
                                                        unterstreichen die Bedeutung vieler Modellflächen für
                                                         den Wild­bienen­schutz und zeigen das Potenzial land-
                                                         wirtschaftlicher Modell­projekte. Zudem geben sie Aus-
                                                         kunft über die Bestandssituation und die Verbreitung
                                                         von teil­weise seltenen Wild­bienenarten in Rheinhessen.

                                                   Diese Broschüre enthält Praxisbeispiele zum Thema Wild­
                                                  bienen­schutz in der Landwirtschaft. Erfahrungen aus dem
                                               Projekt „Blühendes Rheinhessen“ sollen durch konkrete Hand-
                                           lungs­empfehlungen auch über die Projektlaufzeit hinaus genutzt
                 BUND-Wild­         und angewendet werden können.
     bienenbotschafter*innen
        (Foto: Jutta Schreiner) 1 Burger 2022

                                6     Das Projekt „Blühendes Rheinhessen – Wein, Weizen, Wildbienen
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
raxisbeispiele
Vorstellung von Maßnahmen auf den Modellflächen                                   Blühfläche und Felder
Beispielhaft werden drei Modellprojekte vorgestellt, die sich durch besondere­ (Foto: Anne Bernsee)
Maßnahmen wie Heumulchverfahren, Schaffung natürlicher Niststrukturen
bzw. durch ihre besondere Flächengröße hervorheben.

      Beispiel Modellprojekt
      Mainz-Bretzenheim:
      Anlage einer großen Blühwiese und Schaffung von Niststrukturen

Verbesserung des Nahrungsangebotes
Auf der Modellfläche in Mainz-Bretzenheim bestanden aufgrund der Größe von
1,8 Hektar vielfältige Möglichkeiten für verschiedene insektenfreundliche Maß-
nahmen. Zuvor wurde auf der Ackerbrache eine handelsübliche Blühmischung
u. a. mit Phacelia und Garten-Rettich (Raphanus sativus) eingesät, die nur we-
nigen Wild­bienen­arten eine Nahrungsgrundlage bot.2 Ein weiterer einschrän-
kender Faktor war der hohe Stickstoffgehalt im Boden, der die Möglichkeiten         Aufbau der Projektfläche
von floristischen Naturschutzmaßnahmen grundsätzlich begrenzt.3                  in Mainz-Bretzenheim

  N

                                                                                     Projektfläche

                                                                                     Heumulchübertragung
                                                                                     (dauerhafte Blühfläche)

                                                                                     Blühmischung u. a. mit Kornblume,
                                                                                     Natternkopf und Fenchel sowie mit Ge-
                                                                                     wöhnlicher Schafgarbe, Moschus-Malve
                                                                                     und Oregano (Regio-Saatgut)

                                                                                     Verbesserung der Niststrukturen durch
                                                                                     zwei Nisthügel und eine Abbruch­kante
                                                                                     für im Boden nistende Wild­bienen­arten

                                                                                     Verbesserung der Niststrukturen durch
                                                                                     eine künstliche Nisthilfe für oberirdisch
                                                                                     nistende Wild­bienen­arten
                                                                  20
                                                                  m

2 Burger 2019
3 Schönhofer 2021

Modellprojekt in Mainz-Bretzenheim                        7
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
Vierbindige Furchenbiene
                                                                 Halictus quadricinctus
                                                                 (Foto: Ursula Gönner)

                                                                 Ab dem Herbst 2019 wurde ein Großteil der Fläche mit
                                                                 zwei verschiedenen Blühmischungen aus zertifiziertem
                                                                 Regio-Saatgut eingesät. Auf einem kleinen Teilbereich
                                                                 von 300 m², der dem Naturschutz dauer­haft (auch über
                                                                 fünf Jahre hinaus) zur Verfügung steht, fand eine Über-
                                                                 tragung mit Heumulch einer artenreichen Spenderfläche
     Modellfläche in Mainz-Bretzenheim im Jahr 2021:             statt. Nachdem im Folge­jahr 2020 noch Pflanzen aus der
         Große Bestände u. a. von Färber-Hundskamille,           ursprünglichen und für Wild­bienen wenig wert­vollen Phace-
   Wilder­Möhre und Natternkopf bieten ein vielfältiges          lia-Blühmischung dominierten, setzten­sich die gewünsch-
                     Nahrungs­angebot für Wild­bienen            ten Arten im Jahr 2021 zunehmend durch. Insbesondere im
                                   (Foto: Anne Bernsee)          höher gelegenen, westlichen Bereich der Fläche konnte ein
                                                                 großer Erfolg verzeichnet werden: Für Wild­bienen wichtige­
Tab. 1: Verwendete Blühmischungen auf der Projekt­
                                                                 Nahrungspflanzen, wie Färber-Hundskamille, Wilde­Möhre­    ,
        fläche in Mainz-Bretzenheim sowie Kosten und
                                                                 Stein­klee und Natternkopf konnten sich hier in großer
        Bezugsquellen
                                                                 Ausprägung entwickeln.1 Die große Fläche mit durchge-
Blühmischung        Kosten           Bezugsquellen               hendem Blütenangebot lieferte daher einen sehr großen
Blühende Land-      ab 38.52 €/kg    www.rieger-hof-             Beitrag an Nahrung für viele Wild­bienen im Umkreis von
schaft – Spät-      (Stand:          mann.de                     über 300 Metern. Im unteren Bereich der Fläche fiel der
sommeransaat        12/2021)                                     Erfolg teilweise aus: Vermutlich wegen der hohen Nähr-
(WEST)                               www.bluehende-              stoffgehalte und der Feuchtigkeit in der Senke konnte
                                     landschaft.de               sich die artenreiche Mischung gegenüber konkurrierenden
                                     (kleine­ Mengen)            Pflanzen wie Kletten-Labkraut und Windhalm nicht durch-
Wild­bienenweide    100 €/kg         Zusammensetzung             setzen.2 Der floristische und faunistische Erfolg kann auch
„Larro“ (Zusam-     (Stand:          der Mischung im             in Zahlen gemessen werden: Während 2019 32 Pflanzen-
mensetzung          04/2020 bei      Anhang und unter            und 32 Wild­bienenarten erfasst wurden, waren es 2021
gezielt nach        Rieger-Hof-      www.bund-rlp.de/            bereits 52 Pflanzen- und 48 Wild­bienenarten!3,4
Ansprüchen von      mann)            Wild­bienen
Wild­bienen)5                                                    Weitere Informationen zur Anlage einer Blühwiese:
                                                                 Zur Erhaltung und Förderung der genetischen Vielfalt und
Heumulch (Mahd­ Auf Anfrage­         z. B. Restitutions-
                                                                 der regionalen Anpassungsfähigkeit von Pflanzen sollte im
gutübertragung   beim Dienst­        Ökologie Brauner,
                                                                 Idealfall mit Heumulch gearbeitet werden. Ist dies nicht
von artenreichen leister             Mittelstraße 30,
                                                                 möglich sollte dringend auf Regio-Saatgut zurückgegriffen
Spenderflächen)                      67547 Worms,
                                                                 werden.
                                     r-oe-brauner@
                                     t-online.de
5 konzipiert von Jean Sebastien Larro (BUND-Wildbienenbot-       1, 2, 3 Schönhofer 2021
  schafter) zusammen mit Experten von Rieger-Hofmann             4		     Burger 2022

                                                             8                   Modellprojekt in Mainz-Bretzenheim
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
Dieses kann u. a. bei folgenden Saatgutherstellern bezogen            Landwirt, Wild­bienen­botschafterinnen
werden:                                                            und BUND-Mitarbeiterin errichten eine Abbruchkante
►► www.gaertnerei-strickler.de                                     (Foto: Mareike Rest)
►► www.rieger-hofmann.de
►► www.saaten-zeller.de
►► www.freudenberger.net

Detaillierte Informationen zu den einzelnen
Ursprungsgebieten und Produktions­
räumen der Saatgutherstellung sowie
zur Anlage von Blühwiesen und Saum-
strukturen finden Sie z. B. hier:
https://www.rieger-hofmann.de/
alles-ueber-rieger-hofmann/
downloads.html

Verbesserung des Nistplatz-
angebotes
Der Großteil der heimischen Wild­
bienenfauna nistet in selbstgegrabe­
nen Gängen im Boden. Oberirdisch
nistende Arten­legen ihre Nester u. a. in
vorhandenen Hohlräumen in morschem Holz,
in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in
Schnecken­häusern an. Auf diese unter­schied­lichen
Ansprüche sollte­bei der Nistplatzschaffung geachtet
werden. Künstliche Nisthilfen, sogenannte „Insekten­hotels“,
entsprechen leider oftmals nicht den fachlichen Ansprü-
chen und werden dann selten bis gar nicht von Wild­bienen
besiedelt. Abgesehen davon kann nur ein kleiner Teil der
Wild­bienenarten damit gefördert werden. Richtig gebaut
und aufgestellt können sie aber einen Beitrag zur Umwelt-
bildung leisten: Die Lebensweise der solitären Wild­bienen
kann hier sehr schön beobachtet werden!

Auf der Modellfläche in Mainz-Bretzenheim lag der Fo-                 Fuchsrote
kus auf der Schaffung natürlicher Niststrukturen für im            Lockensandbiene
Boden nistende Arten: Hier wurden eine Abbruchkante                Andrena fulva
und zwei Sandnisthügel errichtet. Die ca. 1 Meter hohe             (Foto: Ursula Gönner)
Abbruchkante wurde zunächst mit einer Traktorschaufel

Modellprojekt in Mainz-Bretzenheim                             9
Bienenschutz in der Agrarlandschaft - Wirkungsvolle Maßnahmen einfach umsetzen - BUND RLP
Gemeine Pelzbiene
                              Anthophora plumipes
                              (Foto: Mirja Neff)

                              ausgehoben und danach die Wände händisch geglättet und verdichtet. Die „Mini-
                              Steilwände“ wurden bereits im Jahr 2021 von Schmalbienen (Lasioglossum) be-
                              siedelt.1

                              Außerdem wurde eine künstliche Nisthilfe für oberirdisch, in Stängeln oder vor-
                              handenen Hohlräumen, nistende Arten aufgestellt.

                              Empfehlungen für die Anlage von Niststrukturen:
                              Nisthügel sollten grundsätzlich ausreichend groß dimensioniert sein, damit sie von
                              Wild­bienen erfolgreich besiedelt werden: mindestens 6 Meter Länge, 1,5 Meter
                              Höhe und 2–3 Meter Breite!2 Das Substrat sollte außerdem bindig genug sein:
                              Unbedingt ungewaschenen Sand verwenden und ggf. mit etwas Substrat vor
                              Ort mischen!

                              Abbruchkanten oder „Mini-Steilwände“ müssen, ebenso wie die Nist­hügel, regel-
                              mäßig vom Bewuchs befreit werden.

                              Detaillierte Informationen zum Thema künstliche Nisthilfen finden Sie in unserem
       Künstliche Nisthilfe   Nisthilfen-Flyer unter https://www.bund-rlp.de/nisthilfenflyer oder auf der Web­
    auf der Projektfläche:    site des Wild­bienen-Experten Paul Westrich unter https://www.Wild­bienen.info/
  Bereits zwei Jahre nach     artenschutz/nisthilfen_01.php.
     Aufstellung war über
die Hälfte der Hohlräume      Es lohnt sich, die Empfehlungen zu berücksichtigen: Die faszinierende Lebens-
von Wild­bienen besiedelt     weise der Wild­bienen im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu beobachten,
      (Foto: Anne Bernsee)    bereitet große Freude!

                              Tab. 2: Verwendete Niststrukturen auf der Projektfläche in Mainz-Bretzen-
                                      heim sowie Kosten und Bezugsquellen
                              Niststruktur                Bezugsquelle               Kosten
                              Künstliche Nisthilfe        insektenhotels.de          Ab 169,90 €
                              (großes Modell, für                                    (je nach Ausführung)
                              Aufstellung in freier       https://www.
                              Landschaft)                 insektenhotels.de/
                                                          insektenhotel-zur-
                                                          kleinen-bienenkoenigin­
                               Nisthügel                  Lokale Abbaustätte,     Anfrage beim
                                                          Steinbruch              Dienstleister
                               Abbruchkante               --                      keine

                              1, 2 Burger 2022

                                                 10               Modellprojekt in Mainz-Bretzenheim
Beispiel Modellprojekt
       Worms-Pfeddersheim:

Begrünung eines Weinbergs mit autoch­tho­nem Saatgut

Bei der Modellfläche in Worms-Pfeddersheim, einer Weinbergs-
Terrasse mit Lössböschungen, wurde ausschließlich autochthones
(=gebietseigenes) Saatgut aus Sammlungen lokaler Wiesenflächen
des BUND verwendet.3 Der Fokus lag hier auf der Schaffung von
Nahrungsflächen, weil natürliche Nistplätze (Löss­böschun­gen, Stängel-
strukturen, Hecken) bereits groß­flächig vorhanden waren.4

Für das Vorgewende des Weinbergs und die Rebzeilen kamen unterschied-
liche Wiesenmischungen zum Einsatz (Tab. 3 & 4). In einer Rebzeile wurde zu-
dem die Acker-Ringelblume (Calendula arven­sis), ein stark gefährdetes Acker-
wildkraut, experimentell ausgesät.                                                 Einsaat des östlichen Vorgewen-
                                                                                des mit autoch-
                                                                                thonem Saatgut einer
   Aufbau der Projektfläche                                                     BUND-Spenderfläche
in Worms-Pfeddersheim                                                           (Foto: Michael Leukam)

                                                                                    Projektfläche
   N
                                                                                    Mit autochthonem Saatgut ange­legte
                                                                                    Blühstreifen im Vorgewende mit u. a.
                                                                                    Tauben-Skabiose, Wiesen-Flockenblu-
                                                                                    me und Wilder Möhre

                                                                                    Rebzeilenbegrünung (3 Zeilen) mit
                                                                                    autochthonem Saatgut mit u. a.
                                                                                    Gänseblümchen, Weißem Labkraut und
                                                                                    Wirbeldost

                                                                                    Rebzeilenbegrünung (3 Zeilen) mit
                                                                                    autochthonem Saatgut mit u. a. Gänse-
                                                                                    blümchen, Weißes Labkraut, Wirbeldost

                                                                                    Natürliche Niststrukturen, Totholz

                                                                                    Verbesserung der Niststrukturen durch
                                                                                    Nisthilfe und Nistpfahl

                                                                                    Natürliche Niststrukturen
                                                                                    (Lössböschungen)

3 Schönhofer 2021
4 Burger 2019

Modellprojekt in Worms-Pfeddersheim                         11
Tabelle 3: Vorgewende-Mischung autochthon                   Tabelle 4: Rebzeilen-Mischung autochthon
Deutscher Name              Wissenschaftlicher Name         Deutscher Name                  Wissenschaftlicher Name
Wiesen-Bocksbart            Tragopogon pratensis            Kleine Braunelle                Prunella vulgaris
Kleine Braunelle            Prunella vulgaris               Gewöhnlicher Dost               Origanum vulgare
Gewöhnlicher Dost           Origanum vulgare                Färberkamille                   Anthemis tinctoria
Färberkamille               Anthemis tinctoria              Gänseblümchen                   Bellis perennis
Färberwaid                  Isatis tinctoria                Hornklee                        Lotus corniculatus
Sprossende Felsennelke      Petrorhagia prolifera           Kronwicke                       Securigera varia
Wiesen-Flockenblume         Centaurea jacea                 Echtes Labkraut                 Galium verum
Gänseblümchen               Bellis perennis                 Weißes Labkraut                 Galium album
Sichelblättriges Hasenohr   Bupleurum falcatum              Echtes Leinkraut                Linaria vulgaris
Hornklee                    Lotus corniculatus              Weiße Lichtnelke                Silene latifolia
Klappertopf                 Rhinanthus angustifolius        Margerite                       Leucanthemum vulgare
Kronwicke                   Securigera varia                Klatsch-Mohn                    Papaver rhoeas
Echtes Labkraut             Galium verum                    Wilde Möhre                     Daucus carota
Weißes Labkraut             Galium album                    Natternkopf                     Echium vulgare
Echtes Leinkraut            Linaria vulgaris                Wiesen-Pippau                   Crepis biennis
Weiße Lichtnelke            Silene latifolia                Rasige Wiesen-Schafgarbe        Achillea pratensis
Margerite                   Leucanthemum vulgare            Schneckenklee                   Medicago
Klatsch-Mohn                Papaver rhoeas                  Spitzwegerich                   Plantago lanceolata
Wilde Möhre                 Daucus carota                   Wirbeldost                      Clinopodium vulgare
Natternkopf                 Echium vulgare
Kartäusernelke              Dianthus carthusianorum         Bezugsquelle für das Saatgut:

Wiesen-Pippau               Crepis biennis
                                                            Wild­bienenbotschafter Michael Leukam,
Wiesen-Salbei               Salvia pratensis                michael.leukam@web.de
Rasige Wiesen-Schafgarbe    Achillea pratensis              Dr. Axel Schönhofer,
Edle Schafgarbe             Achillea nobilis                axel.schoenhofer@gmx.net
Schlüsselblume              Primula veris
                                                            Sehr erfolgreich entwickelte sich die autoch­thone Blüh-
Schneckenklee               Medicago
                                                            mischung im Vorgewende (Tab. 3). Unter anderem Färber-
Seifenkraut                 Saponaria officinalis
                                                            waid, Sichelmöhre und Flocken­blumen fungieren hier nun
Sichelmöhre                 Falcaria vulgaris               als wichtige Nahrungspflanzen für Wild­bienen. Das Vorge-
Tauben-Skabiose             Scabiosa columbaria             wende sollte einmal jährlich gemäht, das Mahdgut abge-
Wucherblume                 Tanacetum                       räumt und als Dünger in den Weinberg gebracht werden.1
Wirbeldost                  Clinopodium vulgare

                                                            1 Schönhofer 2021

                                                       12                Modellprojekt in Worms-Pfeddersheim
Die Begrünung der Rebzeilen gestaltete sich hingegen an-
spruchsvoller: Die eingesäten Arten (Tab. 4) benötigen einen
zwei- bis dreimaligen Schnitt.2 Die Herausforderung besteht in
der Harmonisierung der notwendigen Arbeiten im Weinbau mit
den Ansprüchen der Pflanzen. Da­ran wollen die Projektbeteiligten
weiter­arbeiten. Hier besteht Forschungsbedarf!

Die westlich gelegene Lössböschung wurde im Herbst scharf abgemäht. Da-            Rebzeilen-Begrünung
durch wurde der Grasbewuchs zugunsten von Blütenpflanzen zurückgedrängt.        (Foto: Tatjana Schneckenburger)
Davon profitierte auch die Schwarznessel, Futterpflanze der hier vorkommen-
den, sehr seltenen Glatten Langkopf-Schmalbiene (Lasioglossum clypeare). Der
lückige Bewuchs schafft zudem Nistmöglichkeiten für Wild­bienen.

Die seltene Acker-Ringelblume konnte sich bislang aufgrund des Konkurrenz-
drucks nicht durchsetzen. Eine zweimalige Bodenbearbeitung unter Berücksich-
tigung des Aufwuchses und der Samenreifung könnte hier helfen.

Das nicht sehr hohe, aber von April bis September kontinuierliche Blütenange-
bot wurde von zahlreichen Wild­bienen angenommen und so konnten im Jahr            Mohn vor Trockenmauer
2019 in dieser Lage 6 Rote-Liste-Arten und 2021 bereits 13 Rote-Liste-Arten     (Foto: Ellen Zimmer)
festgestellt werden! Auch die Gesamtzahl der nachgewiesenen Arten erhöhte
sich.3,4

Floristisch wurden zu Projektbeginn 47 Arten erfasst und im Jahr 2021 bereits
56 Pflanzenarten!5

     Beispiel Modellprojekt
     in Wintersheim:
     Anlage einer Streuobstwiese

Auf der Modellprojektfläche in Wintersheim wurden auf einem
bisher als Ackerland genutzten Gelände eine Streu­obst­wiese sowie
verschiedene Niststrukturen für Wild­bienen angelegt.

2, 5 Schönhofer 2021                     4 Burger 2022                                   Obstblüte für Wild­bienen
3		 Burger 2019                                                                       (Foto: Markus Kirn)

Modellprojekt in Wintersheim                              13
Blühwiese im Hochsommer mit Schafgarbe
                                         (Foto: Sandra Bischmann)

                                          In Zusammenarbeit mit Wild­bienenbotschafterin Mirja­Neff wurde ein
                                        Streuobstrundgang geplant. Als liegende Acht lassen sich chronolo-
                                       gisch nach Züchtungsdatum gepflanzte­­Apfel­sorten vom Mittelalter (z. B.
                                     „Christkindler“) bis zum Ende des 20. Jahrhunderts (z. B. „Red Topaz“) er-
                                   wandern. Ein Schwerpunkt liegt auf den Regionalsorten von Rheinland-Pfalz
                               (z. B. „Guldentaler Knorzekopp“). Es stellten sich zwei Herausforderungen: Die
                               benötigten Sorten sind auf dem Markt als Hochstamm in Bio-Qualität nicht
                               käuflich zu erwerben und die einzige Baumschule mit dem entsprechenden
                               Sortiment – Ritthaler – hat bisher nur einen Teil der Sorten liefern können.

                               Der Verzicht auf den Acker-Status und anderweitige Förderungen ermöglichte
                               eine individuelle Planung von ca. 6.000 m² und eine auf Dauer angelegte Ein-
                               saat. Daher wurde auf das qualitativ beste Material zurückgegriffen: Mahdgut
                               von außergewöhnlich artenreichen Spenderflächen der Region.

                               Tab. 5: Verwendete Blühmischungen auf der Projektfläche in Wintersheim
                                       sowie Kosten und Bezugsquellen
                               Blühmischung               Kosten                Bezugsquellen
                               Heumulch (Mahdgut-         Spende                Naturschutzgruppen,
Mahdgut frisch ausgebracht     übertragung von arten-                           hier Michael Leukam,
       neben Jungbäumen        reichen Spenderflächen)                          BUND Kreisgruppe Worms
          (Foto: Mirja Neff)   aus Pfeddersheim
                               Heumulch (Mahdgut-         Auf Anfrage beim      z. B. RestitutionsÖkologie
                               übertragung von arten-     Dienstleister         Brauner, Mittelstraße 30,
                               reichen Spenderflächen)                          67547 Worms,
                                                                                r-oe-brauner@t-online.de

                               Der Ausgangsboden war fett und verunkrautet mit großen Bereichen der Acker-
                               kratzdistel (Cirsium arvense) und Samenflug von Ahornbäumen. Es erschien
                               nicht sinnvoll, den Oberboden abzuschieben, da auch in tieferen Lagen kein
                               magerer Boden zu erwarten war. Das Mahdgut aus Pfeddersheim wurde im
                               Herbst 2019 lose auf die gepflügte Fläche gestreut. Es keimte zunächst zöger-
                               lich, konnte aber im Jahr 2021 viele wertgebende Pflanzenarten ausbilden. Das
                               Mahdgut vom Dienstleister bildete schneller einen Blütenteppich. Allerdings
                               wurden 2021 die Schafgarbe (Achillea nobilis) und die Acker-Kratzdistel (Cir-
                               sium arvense) so dominant, dass sie stellenweise andere Pflanzen verdräng-
                               ten. Eine regel­mäßige, mindestens jährliche Mahd sowie der Abtransport des
                               Schnittgutes könnten die weitere Entwicklung der wertvollen Wiese sehr gut

                                                14                         Modellprojekt in Wintersheim
Oregano
       Origanum vulgare
(Foto: Sandra Bischmann)

fördern. Sie sollte zeitlich
gestaffelt gemäht werden, um
der Tierwelt jederzeit Ausweich-
möglichkeiten zu bieten.1

Die Bewertung dieses Modellprojekts fällt positiv
aus. Die strukturreiche Fläche führte fast durch-
gehend zu guten bis hohen Blütendeckungen.
Während 2019 23 Wild­bienenarten erfasst wurden,
erhöhte sich die Zahl auf 39 im Jahr 2021. Darunter
waren 2019 lediglich 6 und 2021 schon 12 Rote-Liste-
Arten. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen von
auf Kreuzblütler spezialisierten Wild­bienenarten wie zum
Beispiel der Glänzenden Riefensandbiene (Andrena nitidula).
Sie ist bundesweit sehr selten, scheint aber in Rheinhessen einen
Schwerpunkt ihrer Verbreitung in Deutschland zu haben.2,3              Mai-Langhornbiene
                                                                    Eucera nigrescens
                                                                    (Foto: Mirja Neff)

  N
                                                                        Projektfläche

                                                                        Mit autochthonem Saatgut mit über
                                                                        100 Blumenarten angelegte Wiese
                                                                        (Heumulchverfahren), u. a. mit Echtem
                                                                        Labkraut, Wiesenschafgarbe, Hunds-
                                                                        zunge und Oregano)

                                                                        Natürliche Niststrukturen, Totholz

                                                                        Verbesserung der Niststrukturen durch
                                                                        einen Nisthügel für im Boden nistende
                                                                        Wild­bienenarten

                                                                        Verbesserung der Niststrukturen durch
                                                                        eine Nisthilfe für oberirdisch nistende
                                                                        Wild­bienenarten

                                                                        Junge Hochstammbäume, v. a. Apfel
                                                               20       und Pfirsich, alte Sorten
                                                               m

1 Schönhofer 2021
                                                                       Aufbau der Projektfläche
2 Burger 2019
3 Burger 2022                                                       in Wintersheim

Modellprojekt in Wintersheim                           15
eltene Wild­bienenarten in der
rheinhessischen Agrarlandschaft
        Rheinhessen ist ein interessanter Lebensraum für Wild­bienen und im Rahmen
        des Projektes „Blühendes Rheinhessen – Wein, Weizen, Wild­bienen“ wurden
        echte Raritäten (wieder-)entdeckt.

           Weibchen der Großen Spiralhornbiene
        Systropha­ planidens
        (Foto: Ursula Gönner)

        Große Spiralhornbiene (Systropha planidens)
        Mehrere Individuen dieser sehr seltenen und nur vereinzelt im Süden Deutsch-
        lands vorkommenden Art1 wurden auf der Modellfläche in Westhofen erfasst.
        Die Große Spiralhornbiene ist eine Charakterart der Weinbaugebiete Rheinhes-
        sens und der Vorderpfalz: Neben schütter bewachsenen Löss­böschungen als
        Nistplatz benötigt sie die Acker-Winde (Convolvulus arven­sis) als Pollenquelle.2

        Förderungsmöglichkeiten: Erhaltung von unbefestigten Erd­wegen, Lössböschungen
        und offenen Bodenstellen an Weinbergsrändern, Förderung der Acker-Winde
        als wichtigste Pollenquelle!

        Grubenhummel (Bombus subterraneus)
        Die Grubenhummel wurde nach 64 Jahren in Rheinland-Pfalz erstmals wieder-
        entdeckt: Auf der Modellfläche in Grolsheim! Bis dato galt sie in Rheinland-
        Pfalz als ausgestorben. Ein weiterer Fund gelang wenige Zeit später in Mut-
        terstadt.3 Als Lebensräume dienen strukturreiche Landschaften mit Hecken und
        extensiv genutzten Wiesen. Sie nistet in unterirdischen Hohlräumen, z. B. in
        ehemali­gen Mäusenestern und nutzt Kleearten als bevorzugte Nahrungsquelle.
        Wenn die Königinnen dieser Art Ende April mit dem Nestbau beginnen, sind
        viele geeignete Nistplätze schon durch früh im Jahr aktive Hummel­arten be-
        setzt. Ein eingeschränktes Blütenangebot befördert die Konkurrenz und er-
        schwert die Fortpflanzung zusätzlich.4

        Förderungsmöglichkeiten: Die Ausbreitung dieser Art kann durch Schaffung eines
        großen Nahrungsangebotes (z. B. Rotklee5) und Erhaltung von Niststrukturen
        (unterirdische Mäusenester) ermöglicht werden.

        1, 5 Westrich 2018
        2		 Burger 2019
        3, 4 Burger 2021

                             16                         Seltene Wildbienenarten …
Weitere Informationen zur Grubenhummel und dem Wiederfund nach 64 Jah-
ren im Pollichia-Kurier, Jahrgang 37, Heft 3: Burger, R. (2021): Wiederfunde der
Grubenhummel Bombus subterraneus (Linnaeus 1758) in Rheinland-Pfalz nach
64 Jahren. POLLICHIA-Kurier 37 (3) 20-22. https://www.pollichia.de/images/
Pollichia-Kurier_37_3.pdf

Luzerne-Graubiene (Rhophitoides canus)
Diese seltene, wärmeliebende Rote-Liste-Art wurde auf der Modellfläche in
Grolsheim entdeckt.6 Sie nistet in lehmigem oder sandigem Boden, einzeln oder
in größeren Kolonien. Hauptpollenquelle ist die Luzerne.7

Förderungsmöglichkeiten: Bei der Anlage von Blühstreifen oder der Begrünung von
Flächen sollte darauf geachtet werden, dass Luzerne im Saatgut vorhanden ist.

Wicken-Langhornbiene (Eucera interrupta)
Diese Wild­bienenart breitet sich aktuell in der Rheinebene aus, vermutlich
in Folge steigender Temperaturen. Die Rote-Liste-Art wurde auf den Modell-
flächen in Westhofen und in Ingelheim entdeckt. Als Pollenquelle ist sie auf          Blühwiesen
Schmetterlingsblütler spezialisiert und nutzt aufgrund ihrer späten Flugzeit vor   (Fotos: Michael Leukam)
allem blaue Wicken.8 Sie nistet in selbstgegrabenen Gängen im Boden.9

Glatte Langkopf-Schmalbiene (Lasioglossum clypeare)
Diese Wild­bienenart ist bundesweit stark gefährdet, in RLP gilt sie als „vom
Aussterben bedroht“. Sie besiedelt warme Lagen und hat ihren Verbrei-
tungsschwerpunkt in Deutschland in der Rheinebene. Sie ist auf den Mo-
dellflächen in Westhofen und in Pfeddersheim sowohl 2019 als auch 2021
nachgewiesen worden. Als Pollenquelle bevorzugt sie die Schwarznessel.
Ihre Nester legt sie im Boden an lückig bewachsenen Böschungen an.10

Glänzende Riefensandbiene (Andrena nitidula)
Diese extrem seltene Art ist 2021 auf den Modellflächen in Mainz-Bretzen-
heim, in Mainz-Ebersheim und in Wintersheim nach­ge­wiesen worden. Sie ist
auf (kleinblütige) Kreuzblütler spezialisiert. In Wintersheim profitiert sie von
den großen Vorkommen von Hirtentäschel und Färberwaid. Die Wild­biene legt
ihre Nester im Boden an.11

6, 8, 10, 11 Burger 2022
7, 9         Westrich 2018

Seltene Wildbienenarten …                                  17
rfahrungen und
                                  Herausforderungen
                                  Das Projekt „Blühendes Rheinhessen“ war ein voller Erfolg. Es wurden­Blüh-
                                   flächen angelegt, die Strukturvielfalt in der Landschaft erhöht, Öffent-
                                      lichkeit geschaffen und Kooperationen zwischen Land­       wirt*innen und
                                        Umweltschützer*innen initiiert, die auch nach dem Projekt­ende weiterbe-
                                         stehen. Das Projekt zeigt aber auch, welche Heraus­forderungen noch zu
                                          bewältigen sind.

                                          Zuallererst muss sich die Landwirtschaft ändern. Das, was wir heute
                                          mühsam mit Projekten wiedererlangen wollen, nämlich eine gesunde
                                        Kulturlandschaft, die reich an natürlichen Strukturen sowie an Tier- und
                                       Pflanzenarten ist, hat die Landwirtschaft früher ganz nebenbei produziert.
                                    Immer wirksamere Agrargifte, zahlreiche Flurberei­ni­gungen und eine immer
                                  effizientere Bodenbearbeitung haben zu einem­Rückgang der Lebensräume für
                                  heimische Tier- und Pflanzenarten in der Agrarlandschaft geführt.

                      Nisthügel   Doch es gibt Hoffnung: Immer mehr Landwirt*innen wollen etwas für die Bio-
(Foto: Tatjana Schneckenburger)   diversität tun, sie wissen oft nur nicht wie. Es fehlt an professioneller Beratung
                                  und dem richtigen Einsatz von Fördermitteln. Zudem stehen sie unter einem
                                  hohen Ertrags- und Kosten­druck, der das Wirtschaften mit der Natur erschwert
                                  oder gar unmöglich macht. Kenntnisse über (produktionsintegrierte) Natur­
                                  schutz­maß­nahmen müssen außerdem auf den Lehrplan bei der Ausbildung von
                                  Land­wirt*innen und Winzer*innen. Ehrenamtliche Wild­bienen­bot­schaf­ter*innen
                                  können diese Lücken nicht schließen.

                                  Die Modellprojekte haben viele wertvolle Erfahrungen gebracht. Eindeutiges
                                  Fazit: Wenn ein vielfältiges Nahrungsangebot geschaffen wird und unter-
                                  schiedliche Nistmöglichkeiten in der Nähe vorhanden sind, dann steigt nicht
                                  nur die Zahl der Wild­bienen-Individuen, sondern auch die Artenvielfalt. Selbst
                                  extrem seltene Arten können sich dann einfinden. Ein Schlüssel dafür sind hei-
                                  mische Pflanzen, denn sehr viele Bienen haben sich im Laufe der Evolution auf
                                  bestimmte Nahrungs- und Pollen­quellen spezialisiert. Doch heimische Pflanzen
                                  gibt es immer weniger – viele­sind selbst vom Aussterben bedroht. Doch was
                                  wird staatlich gefördert? Immer die gleichen monotonen Mischungen von Saaten
                                  aus Nordamerika, Asien oder dem Mittelmeerraum. Sonnen­blumen, Phacelia
                                  und Inkarnat-Klee bieten den Allesfressern unter den Bienen­Nahrung, nicht
                                  aber den bedrohten Spezialist*innen.

                                  Wie aber lassen sich unsere Wildpflanzen fördern? Warum nicht einfach einmal
                                  Spontanbegrünung zulassen und seltener eingreifen. Oftmals schlummern Samen
                                  über viele Jahre im Boden und warten nur darauf, wachsen zu dürfen. Bringt

                                                   18                 Erfahrungen und Herausforderungen
dies nicht den gewünschten Erfolg, weil die Samenbank im Boden über Jahr-
zehnte hinweg verarmt ist, dann ist die Begrünung mit Heu von Naturschutz-
flächen das Nonplusultra. Damit werden nicht nur Samen übertragen, sondern
auch Pilze, Einzeller, Flechten, Moose und Insekten. Ergänzt werden kann dies
durch die Aussaat von Samen bereits etablierter Wiesen aus der Umgebung.
Erst wenn diese Möglichkeiten nicht vorhanden sind, sollte man auf gekauftes,
zertifiziertes sowie gebietsheimisches Saatgut ausweichen. Ein No-Go ist Billig­
saat­gut aus dem Landwirtschaftshandel. Damit schleppt man fremdländische
Pflanzenarten ein, mit allen negativen Folgen. Werden die angelegten Blühflä-
chen richtig und langfristig gepflegt, wird man mit einer unglaublichen Arten-        Pflege Lössböschung
fülle belohnt.                                                                     (Foto: Michael Leukam)

   Was hat sich noch bewährt?

   ►► Blühangebote von Frühling bis Herbst schaffen und somit für ein ganzjähriges Nahrungsangebot sorgen

   ►► Nur etwa zweimal im Jahr mähen (1. Schnitt Mitte Juni, 2. Schnitt Anfang September)

   ►► Gestaffeltes Mähen, Inseln über Winter stehen lassen

   ►► Mähen und Heu abtragen ist besser als mulchen

   ►► Totholzhaufen aufschichten

   ►► Trockenmauern oder Steinhaufen erhalten oder neu errichten

   ►► Nisthügel aus ungewaschenem Sand mit hohem Anteil Tonmineralen bauen
      (6 m Länge, 1,5 m Höhe, 2–3 m Breite)

   ►► Lösshänge mähen und freistellen

   ►► Offene Bodenstellen schaffen

   ►► Geeignete Insektennisthilfen aufstellen, die den fachlichen Ansprüchen
      entsprechen­

   ►► Hecken erhalten und neu pflanzen

   ►► Verzicht auf Dünger und Pestizide

                                                            Graukresse
                                                      Berteroa incana
                                                    (Foto: Jens Müller)

Erfahrungen und Herausforderungen                          19
nhang
Tab. 6: Wild­bienenweide „Larro“
Deutscher Name             Wissenschaftlicher Name          Deutscher Name               Wissenschaftlicher Name
Wildpflanzen                                                Kulturpflanzen
Gewöhnliche Scharfgarbe    Achillea millefolium             Schnittlauch                 Allium schoenoprasum
Schwarznessel              Ballota nigra s.l.               Dill                         Anethum graveolens
Winterkresse               Barbarea vulgaris s.str.         Färberkamille                Anthemis tinctoria
Graukresse                 Berteroa incana                  Borretsch                    Borago officinalis
Kornblume                  Centaurea cyanus                 Schwarzer Senf               Brassica nigra
Wiesen-Flockenblume        Centaurea jacea s.str.           Gemüsekohl                   Brassica oleracea
Skabiosen-Flocken­blume    Centaurea scabiosa s.str.        Leindotter                   Camelina sativa
Gemeine Wegwarte           Cichorium intybus                Echter Koriander             Coriandrum sativum
Gemeiner Wirbeldorst       Clinopodium vulgare              Färber-Resede, Färber-Wau Reseda luteola
Wilde Möhre                Daucus carota                    Echtes Herzgespann           Leonurus cardiaca
Gewöhnlicher Natternkopf   Echium vulgare                   Radieschen                   Raphanus sativus
Tüpfel-Johanniskraut       Hypericum perforatum             Weißer Senf                  Sinapis alba
Gewöhnliches Ferkelkraut   Hypochaeris radicata             Inkarnat-Klee                Trifolium incarnatum
Wiesen-Witwenblume         Knautia arvensis                 Futterwicke                  Vicia sativa
Fettwiesen-Margerite       Leucanthemum ircutianum          Luzerne                      Medicago sativa
Gwöhnlicher Hornklee       Lotus corniculatus
Gewöhnlicher Blutweide-    Lythrum salicaria                Diese Samenmischung wurde von BUND-Wild­bienen­bot­
rich                                                        schafter Jean Sebastien Larro gezielt nach Ansprüchen von
Moschus-Malve              Malva moschata                   Wild­bienen zusammen mit Experten von Rieger-Hofmann
                                                            konzipiert und zusammengesetzt. Sie kostet etwa 100 €/kg
Wilder Majoran             Origanum vulgare
                                                            (Stand: 04/2020 bei Rieger-Hofmann: www.rieger-hof-
Klatsch-Mohn               Papaver rhoeas                   mann.de)
Gewöhnliches Bitterkraut   Picris hieracioides s.l.
Silber-Fingerkraut         Potentilla argentea
Gewöhnliche Braunelle      Prunella vulgaris
Wiesen-Salbei              Salvia pratensis
Rainfarn                   Tanacetum vulgare
Hasen-Klee                 Trifolium arvense
Schwarze Königskerze       Verbascum nigrum

                                                       20                                                     Anhang
iteratur
Burger 2019                   Burger, R. (2019): Wild­bienenuntersuchung 2019, Auftraggeber: BUND RLP, Projekt „Blü-
                              hendes Rheinhessen - Wein, Weizen, Wild­bienen“
Burger 2022                   Burger, R. (2022): Wild­bienenuntersuchung 2021 - Endbericht, Auftraggeber: BUND RLP,
                              Projekt „Blühendes Rheinhessen – Wein, Weizen, Wild­bienen“
Burger 2021                   Burger, R. (2021): Wiederfunde der Grubenhummel Bombus subterraneus (Linnaeus 1758) in
                              Rheinland-Pfalz nach 64 Jahren. POLLICHIA-Kurier 37 (3) 20-22. https://www.pollichia.de/
                              images/Pollichia-Kurier_37_3.pdf; Stand: 31.12.2021
Kompetenzzentrum              Kompetenzzentrum Wild­bienen gGmbH (2021): Konti­nuierliche Aktualisierung
Wild­bienen                   der Checkliste der Wild­bienen Deutschlands (Anthophila). 
                              https://www.Wild­bienenzentrum.de/projekte/forschung/, Stand: 28.02.2022
Westrich et al. 2011          Westrich, P.; Frommer, U.; Mandery, K.; Riemann, H.; Ruhnke, H.; Saure, C. & Voith, J. (2011):
                              Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen (Hymenoptera, Apidae) Deutschlands
Schönhofer 2019               Schönhofer, A. (2019): Floristische Kartierung zum Projekt „Wein, Weizen, Wild­bienen“,
                              BUND 2019
Schönhofer 2021               Schönhofer, A. (2021): Floristische Kartierung zum Projekt „Wein, Weizen, Wild­bienen“,
                              BUND 2021
Westrich 2018                 Westrich, P. (2018): Die Wild­bienen Deutschlands. Eugen Ulmer
Zurbuchen & Müller 2012       Zurbuchen, A. & Müller, A. (2012): Wild­bienenschutz – von der Wissenschaft zur Praxis.
                              Zürich. Bristol-Stiftung. Bern, Stuttgart, Wien, Haupt

            Große Salbei-                                                                 Schöterich-Mauerbiene
              Schmalbiene                                                              Osmia brevicornis
  Lasioglossum xanthopus                                                               (Foto: Ursula Gönner)
         (Foto: Mirja Neff)

Literatur                                                  21
inks

                        Wild­bienen-Seite des BUND Rheinland-Pfalz:
                        https://www.bund-rlp.de/Wild­bienen

                        Nisthilfen-Flyer:
                        https://www.bund-rlp.de/nisthilfenflyer
                        https://www.Wild­bienen.info/artenschutz/nisthilfen_01.php

                        Aktion Grün: https://aktion-gruen.de/

                        UN-Dekade Biologische Vielfalt: https://www.undekade-biologischevielfalt.de/

Nisthilfe, Blühfläche
    und Steinhaufen
     für Wildbienen
  (Foto: Jens Müller)

                                                     Im Erdboden
                                                 nistende Wild­biene
                                                 (Foto: Tatjana Schneckenburger)

                                                  Einsaat Blühmischung
                                              (Foto: Michael Leukam)

                                         22                                                    Links
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Bitte Betreff „Wild­bienen“ angeben, danke!

                                                      Es blüht für Wild­bienen
                                                   (Foto: Elke Goldschmidt)

Spendenkonto                                  23
mpressum
Herausgeber:

BUND Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

Hindenburgplatz 3
55118 Mainz
www.bund-rlp.de
Wild­bienen@bund-rlp.de

V.i.S.d.P.: Sabine Yacoub

Texte: Mareike Rest, Alexandra Stevens, Michael Leukam, Mirja Neff

Redaktion: Alexandra Stevens

Bildnachweise Titelseite:
Garten-Blattschneiderbiene Megachile willughbiella (Foto: Mirja Neff)
Rebzeilenbegrünung (Foto: Michael Leukam)
Einsaat Blühmischung (Foto: Daniel Schuhmacher)

Layout & Corporate Design: Heidi Weibel

Druck: Druckerei Lokay, Gedruckt auf 100 % Recycling-Papier, Auflage 500
Mainz, im März 2022

Diese Broschüre wurde im Rahmen des BUND-Projektes „Blühendes Rheinhessen –
Wein, Weizen, Wild­bienen“ erstellt, das vom Ministerium für Klimaschutz, Um-
welt, Energie und Mobilität im Rahmen der Aktion Grün gefördert wird.

Das BUND-Projekt „Blühendes Rheinhessen – Wein, Weizen, Wild­bienen“ wurde
2019 als Projekt „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Diese Aus-
zeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise
für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

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