Defacto! ZUKUNFT. ZUSAMMEN BRINGEN! - Das simul+ Magazin - sachsen.de
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I N H A L T
EIN START MIT
DIE ZUKUNFTSINITIATIVE AUFBRUCHSTIMMUNG
SIMUL+ FOREN, WERKSTÄTTEN PROJEKTE DER EUROPÄISCHEN
UND VERANSTALTUNGEN INNOVATIONSPARTNERSCHAFTENV O R W O R T
II Es ist nicht genug
zu wissen, man muss
auch anwenden.
Es ist nicht genug
zu wollen,
man muss auch tun. II
sagte einst Goethe.
Unsere Welt verändert sich. Die Entwicklungsgeschwindigkeit nimmt zu. Prozesse werden
globaler, komplexer und anspruchsvoller. Einfache Antworten wird es auf die uns gestellten
Herausforderungen kaum mehr geben. Darum gilt es, das Wissen unserer Zeit auch und
gerade für intelligente Lösungen einzusetzen. Entscheidend für die Weiterentwicklung einer
nachhaltigen und zukunftsfähigen Umwelt und Landwirtschaft ist nicht allein die Wissens
generierung, sondern die Überführung neuer Produkte, Verfahren und Technologien in die
praktische Anwendung. Um nicht nur die Absicht zur Veränderung zu formulieren, sondern
auch etwas dafür zu tun, haben wir vor einem Jahr die Zukunftsinitiative simul+ gestartet.
Bereits im ersten Jahr wurden zahlreiche fachspezifische Foren und Workshops durch
geführt. Darüber hinaus begleiten wir den Wissenstransfer im Rahmen unserer simul+
Werkstätten. Dort werden potenzielle Kooperationspartner in den Themenfeldern Ernäh
rungswirtschaft, Landtechnik, Holz und Umwelttechnik zusammengebracht, mit dem Ziel,
gemeinsame Projekte zu generieren. Zudem präsentierten sich im Rahmen der agra2017
erstmals Innovationen, Forschungsthemen und neue Konzepte von Start-Up-Unternehmen
im „agra – Zentrum für Innovation“. Wissenschaftler und Unternehmer fragen das Format
nach, schlagen eigene Ideen für die Weiterentwicklung der Initiative vor und arbeiten in
angestoßenen Projekten zusammen.
Der Start ist gelungen. Wir werden den eingeschlagenen Weg gemeinsam
mit Ihnen erfolgreich weitergehen.
Thomas Schmidt
Sächsischer Staatsminister für
Umwelt und LandwirtschaftV O R S T E L L U N G
DIE ZUKUNFT
WARTET NICHT
Das digitale Zeitalter wird unser Leben tiefgreifend ver
ändern. Auch im Bereich der Umwelt und Landwirtschaft
werden sich durch die Digitalisierung Strukturen und
Prozesse grundlegend wandeln. Diese Entwicklungen
fachübergreifend und mit klugen Strategien zu begleiten,
liegt in der Verantwortung von Politik und Verwaltung.
Das Sächsische Staatsministerium für Um Das Wort simul steht im Lateinischen für
welt und Landwirtschaft (SMUL) hat im „zusammen“. Genau das ist der Ansatz der
Sommer 2016 die Zukunftsinitiative simul+ Initiative, denn zusammen lässt sich mehr
ins Leben gerufen. Ganz gleich, ob es um erreichen. Sachsen ist reich an Ideen, Pro
Themen wie Luft, Wasser, Boden, Strahlung, jekten und an Menschen, die die Zukunft des
Geologie, Klima, Naturschutz, ländliche Ent Freistaates im Blick haben. Unternehmen,
wicklung oder direkt um die Land-, Forst- Forschungseinrichtungen, aber auch private
und Ernährungswirtschaft geht – unter dem Initiativen setzen sich in ganz unterschiedli
Dach von simul+ stellt sich das SMUL aktu cher Weise mit den aktuellen Herausforde
ellen und zukünftigen umwelt- und agrar rungen auseinander. Durch eine zunehmende
politischen Herausforderungen. Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft
und Verwaltung möchte das SMUL gemein
sam mit seinen nachgeordneten Einrichtun
gen und externen Partnern die Entwicklung
von intelligenten Lösungen anstoßen.II simul + ist ein wichtiger Beitrag,
um das vorhandene Potenzial der
Wissens- und Kompetenzträger für
den Standort Sachsen zu bündeln
und nutzbar zu machen. II
Die Zukunftsinitiative des SMUL leistet ative, in die Zukunft gerichtete Konzepte Im Zeitalter von Digitalisierung, dem Inter
einen Beitrag, das vorhandene Potenzial und Projekte, Veranstaltungen und Veröf net der Dinge, der Entwicklung neuer in
der Wissens- und Kompetenzträger für fentlichungen aus den Themenbereichen telligenter, selbstkommunizierender Technik
den Standort Sachsen weiter zu bündeln, des SMUL. können neue Lösungsansätze entstehen,
deutlicher sichtbar und besser nutzbar zu um ökologische, ökonomische und soziale
machen. simul+ ist die Plattform für kre Im Rahmen der Zukunftsinitiative simul+ be Nachhaltigkeitsaspekte noch besser in Ein
kommen Persönlichkeiten und innovative klang zu bringen.
Ideen ein Podium. In thematischen Foren
und bei Symposien werden Methoden, Ver Unter dem Slogan „Zukunft. Zusammen
fahren und Projekte an der Schnittstelle von bringen!“ werden im Rahmen der Zukunfts
angewandter Forschung und Praxiseinsatz initiative Vorhaben unterstützt, die zum
vorgestellt. In speziellen simul+Werkstätten Schutz von Natur und Umwelt, zur Verbes
für die Bereiche Umwelttechnik, Landtechnik, serung der Wertschöpfung und am Ende
Holz und Ernährungswirtschaft treffen sich zur Steigerung unserer Lebensqualität im
Fachleute zum Erfahrungsaustausch. Dabei Freistaat Sachsen beitragen.
wird die gesamte Innovationskette betrach
tet – vom Forscher und Entwickler über den
Planer und Projektanten bis hin zum Produ
zenten, Dienstleister und Anwender.
I N F OR M AT I V:
Weitere Termine
und Veranstaltungen
finden Sie unter:
www.simulplus.sachsen.deEIN START MIT
AUFBRUCHSSTIMMUNG
Den Startschuss für die Zukunftsinitiative PROJEKT 2
simul+ des SMUL gab Staatsm inister
Thomas Schmidt am 24. August 2016. Das synergetische Rechenzentrum der Zukunft
Mehr als 230 Vertreter aus Sachsens Die Cloud & Heat Technologies GmbH installiert Cloud-Server in
Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung Wohn- und Geschäftshäusern und nutzt dabei die durch die Re
diskutierten bei der Auftaktveranstaltung chenleistungen entstehende Abwärme zum Heizen der Gebäude
in Radebeul Fragen und Antworten rund um sowie für die Wassererwärmung. Das spart Energie und führt zu
die Technologien der Zukunft. einer guten CO2-Bilanz.
PROJEKT 3
Hahn oder Henne – der Blick ins Hühnerei
In Zusammenarbeit mit der TU Dresden und der Universi
tät Leipzig hat die Evonta Technology GmbH ein Verfahren
entwickelt, um künftig das Töten männlicher Eintagsküken
zu vermeiden. Mittels der Nah-Infrarot-Raman-Spektro
skopie-Methode ist es gelungen, das Geschlecht bereits
A
nregungen und Impulse gaben Vorträge wie der von Pro- vor dem Schlupf im befruchteten Hühnerei zu bestimmen.
fessor Gerhard Fettweis von der TU Dresden zum neuen
Mobilfunkstandard 5G und die damit in Zusammenhang PROJEKT 4
stehenden Möglichkeiten für Landwirtschaft und Umwelt. Markus
Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen, zeigte Mikroschadstoffe im Abwasser
vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Projekte auf. Mikroschadstoffe sind ein bisher weitgehend ungelöstes Pro-
Im Zentrum der Veranstaltung standen allerdings die nachfolgenden blem im Abwasser. Im Mittelpunkt des bis 2018 laufenden Projekts
sächsischen Akteure und deren Projektideen: „MikroModell“ unter Federführung der TU Dresden steht deshalb
die Entwicklung eines Stoffflussmodells, welches einen besseren
Umgang mit Mikroschadstoffen ermöglichen soll.
PROJEKT 1
Landwirtschaft 4.0 – mit weniger mehr produzieren
Die Agri Con GmbH beschäftigt sich mit Lösungen und Werk F I L M I S C H : mehr Informationen
zeugen des digitalen Pflanzenbaus. Beispielsweise scannen
Sensoren Pflanzen, interpretieren die Messwerte anhand
hinterlegter Algorithmen und signalisieren schließlich dem
Ausbringgerät die optimale Menge für Dünger oder Spritz
mittel.
PROJEKT PROJEKT PROJEKT PROJEKT
1 2 3 4L A N D W I R T S C H A F T 4 . 0 I N S A C H S E N
DIGITALE HELFER IM
STALL UND AUF DEM FELD
Zum simul+
Forum unter dem
Titel „Landwirt
schaft 4.0 in
Sachsen“ kamen
180 Fachleute am
19. Oktober 2016
nach Dresden.
tern aus der Verwaltung beim simul+Forum
V
on Melkrobotern in Milchvieh „Landwirtschaft 4.0 in Sachsen“ über den
ställen bis hin zur Präzisions Stand, Entwicklungspotenziale und Chan wirkungsvoll unterstützt werden, wie Tor
landwirtschaft auf den Äckern cen der Digitalisierung in der Landwirt sten Schlunke vom Milchhof Diera KG dar
befinden sich Landwirte inmitten einer schaft im Freistaat. stellte. Die Digitalisierung ermöglicht die
rasanten Entwicklung. Die Digitalisierung Früherkennung von Erkrankungen, indem
landwirtschaftlicher Produktionsprozesse Experten aus Forschung, Beratung und Pra es möglich ist, den Gesundheitsstatus der
ist eine chancenreiche Entwicklung mit xis zeigten die Potenziale von „Precision Nutztiere zu überwachen und trägt dazu
riesigen Anwendungsmöglichkeiten für Farming“ auf. So verdeutlichte zum Beispiel bei, den Einsatz von Medikamenten zu re
eine ressourcen- und klimaschonende Professor Hans W. Griepentrog von der Uni duzieren. Im Pflanzenbau hilft High-Tech,
Landbewirtschaftung sowie für Tierwohl versität Hohenheim in seinem Vortrag, dass den Bedarf der Pflanzen an Nährstoffen
fördernde Haltungsverfahren. Vor allem der gezielte sensorgesteuerte Einsatz von und Pflanzenschutzmitteln zu präzisieren.
intelligente Roboter-, Sensor- und Satel Pflanzenschutz- und Düngemitteln neben
litentechnik in Kombination mit moderner ökonomischen Vorteilen auch einen erheb Landwirtschaft 4.0 ist nicht von der Größe
Anwendungssoftware in Smartphones, Tab lichen Nutzen für die Umwelt bringt. der Betriebe abhängig: Über Maschinen
lets und Apps bieten Landwirten ungeahnte ringe, Lohnunternehmen und andere
Möglichkeiten. Vorgestellt wurden auch die Möglichkeiten Formen der Zusammenarbeit sind grund
der Anwendung von Automatisierungslö sätzlich alle Betriebe in der Lage, Nutzen
Staatsminister Thomas Schmidt diskutierte sungen und moderner Sensor- und Re aus der neuen Technikentwicklung zu ziehen
in Dresden mit Vertretern aus Wissenschaft, geltechnik in der Nutztierhaltung. Dabei und damit vom ökonomischen, sozialen und
Landwirtschaft, Landtechnik sowie Vertre kann insbesondere das Herdenmanagement ökologischen Fortschritt zu profitieren.+
S I M U L W E R K S T A T T L A N D T E C H N I K
ES GEHT NICHT
NUR UMS KORN
Die simul+
Werkstatt zur
Landtechnik am
4. November 2016
in Nossen thema
tisierte „Qualitäts
weizen zwischen
Stickstoffdüngung
und Lebensmittel-
produkten“
A
m Beispiel des Weizens diskutierten für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Endprodukte hinsichtlich Preis, Qualität und
Fachleute zur simul+Werkstatt in (LfULG) für Landwirte eingerichteten zehn Eigenschaften. Die Ernährungswirtschaft ori
Nossen über die landwirtschaftli Arbeitskreise für Gebiete mit besonderem entiert sich an den Kundenwünschen. Somit
che Produktion im Spannungsfeld zwischen Handlungsbedarf bei der Stoffeintragsmin entwickeln sich Anforderungen vom Ende der
dem Schutz der Lebensgrundlagen und den derung. Wertschöpfungskette über die gesamte Pro
Anforderungen der Ernährungswirtschaft. duktion hinweg, die Landwirten nur noch
Zur simul+Werkstatt erörterten die Teilnehmer geringe Spielräume und Alternativen lassen.
Hohe Nitratkonzentrationen in Gewässern Ansätze, die den Stickstoffaustrag aus der Neben innovativen Verfahren zur Verbesse
sowie im Grundwasser erhöhen den Hand Landwirtschaft reduzieren helfen. Zudem rung der Stickstoffaufnahme sind aus diesem
lungsdruck, die Stickstoffausträge zu redu wurden Initiativen im Bereich der Ernäh Grund auch regionale Wertschöpfungspfade
zieren. Allein mit schärferen Vorschriften wird rungswirtschaft angeregt, beispielsweise auch mit entsprechenden Sorten-, Verarbeitungs-
sich die Problemlage jedoch nicht ausreichend Getreide mit einem geringeren Proteingehalt und Vermarktungsstrategien von Interesse,
entspannen lassen. Dafür sind die Zusammen zu verarbeiten. die auf proteinärmere Weizenmehle setzen.
hänge und Wirkmechanismen zu vielfältig
und dynamisch. Der mitunter erhebliche Stickstoffeinsatz in Die Weltmarktorientierung nach dem Pro
der Landwirtschaft resultiert aus dem Zwang teingehalt bei Weizen wird sich von Sachsen
Sachsen setzt daher vorrangig auf einen für die Betriebe, im harten Wettbewerb zu be aus nicht ändern. Jedoch sollten verschiedene
kooperativen Weg, um einen effizienteren stehen. Um sowohl der Umwelt wie auch den praxistaugliche regionale Lösungsansätze er
und verlustärmeren Stickstoffeinsatz zu er Landwirten zu helfen, müssen neue Lösungs arbeitet werden. Grundsätzlich müssen alle –
reichen und Stickstoffausträge in die Umwelt wege aufgezeigt werden. Ein wichtiger Aspekt vom Erzeuger bis hin zum Konsumenten –
zu minimieren. Neben einem umfangreichen ist dabei das Konsumentenverhalten. Verbrau sensibilisiert werden, um die Folgen ihres
Förderangebot gibt es die vom Landesamt cher haben bestimmte Erwartungen an die Handelns zu bedenken.S A C H S E N H E B T S E I N E S C H Ä T Z E
SACHSENS
SCHATZKARTE
Zum simul+Forum
„Sachsen hebt
seine Schätze“
am 29. März 2017
in Freiberg prä
sentierten sich
das Landesamt
für Umwelt, Land
wirtschaft und
Geologie sowie
das Oberbergamt.
Daten über den geologischen Aufbau des
Untergrundes sind eine entscheidende In
formationsbasis – interessant nicht nur für systeme weiter- und neu entwickelt werden.
die Rohstoffwirtschaft, sondern auch für Bis hin zu einer „Geologie 4.0“, die Daten für
die Raumplanung und für Infrastruktur Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft
R
OHSA steht für Rohstoffdaten großprojekte. In Verbindung mit den neuen bereitstellen kann.
Sachsens – es handelt sich um ein Möglichkeiten der Datenauswertung bieten
Schlüsselprojekt der Sächsischen sie eine wertvolle Grundlage für die geo Letztlich dient das Projekt der Rohstoffsi
Rohstoffstrategie und wird vom LfULG so logische Landesaufnahme. Neben digitalen cherung und steigert die Attraktivität des
wie vom Oberbergamt (OBA) verantwortet. Dokumenten und Karten werden im Pilot Standortes Sachsen für den einheimischen
Ziel des Projektes ist die systematische Er projekt ROHSA 3.1 ein geologisches 3D-Mo und internationalen Bergbau. Es liefert ein
fassung, Sicherung und Verfügbarmachung dell und eine Rohstoffprognose erstellt. malige Datengrundlagen für wissenschaft
aller relevanten – auch in Archiven Dritter Da das Pilotprojekt methodisch Neuland liche Fragestellungen und raumplanerische
vorhandenen – rohstoffgeologischen Daten betritt, wurde zunächst ein etwa 740 Qua Entscheidungen und steigert die Expertise
für Spate und Erze im Freistaat Sachsen. dratkilometer großes Gebiet im mittleren der sächsischen Behörden. Bis 2018 soll mit
Erzgebirge bearbeitet, welches über ein ho ROHSA 3.2 nun ein 2.100 Quadratkilometer
Zum simul+Forum „Sachsen hebt seine hes Rohstoffpotenzial verfügt. Es wurden großes Gebiet bearbeitet werden, welches
Schätze“ in der Alten Mensa der TU Berg vorhandene geologische und rohstoffspe das Gebiet von ROHSA 3.1 vollständig um
akademie Freiberg wurden die Ergebnisse zifische Daten gesucht, erfasst, digitalisiert schließt.
des Pilotprojektes „ROHSA 3.1“ im Beisein und aufbereitet. Für diese umfangreichen
von Staatsminister Thomas Schmidt und Datenmengen mussten Prozesse automa Mehr Infos unter:
Staatsminister Martin Dulig vorgestellt. tisiert und komplexe Datenverarbeitungs www.rohsa.sachsen.de+
S I M U L W E R K S T A T T U M W E L T T E C H N I K
KLEIN, INTELLIGENT,
INNOVATIV SUCHT …
Die simul+
Werkstatt „Inno
vationsf örderung
Umwelttechnik“
fand am 7. April
2017 auf der
Fachmesse für
Entsorgung,
Kreislauf- und
Ressourcenwirt
schaft (terratec)
in Leipzig statt.
leister auftreten und Projektideen fertigen werden? Und wie lassen sich Rückstände
W
ie sich innovative Geschäfts sowie marktreife Produkte und Verfahren von Hormonen und Medikamenten wirksam
ideen und Lösungen entwi weiterentwickeln. aus dem Abwasser entfernen?
ckeln, hängt entschieden
davon ab, dass sich Wirtschaft und Wis Zur simul+Werkstatt standen in vier the Um aus den gewonnenen Ideen praktikable
senschaft ständig austauschen und Koope matischen Arbeitskreisen sowohl unter Lösungen und förderfähige Projekte abzu
rationsmöglichkeiten ausschöpfen. nehmerische als auch wissenschaftliche leiten, werden die beteiligten Unternehmen
Herausforderungen im Fokus. Die 60 Teil und Forschungseinrichtungen nach der Ver
Die Veranstaltung richtete sich an Unter nehmer diskutierten unter anderem anstaltung von den Unternehmen VDI/VDE
nehmen, die innovative Ideen verfolgen und folgende Fragestellungen: Wie können Bio Innovation + Technik GmbH, AGIL GmbH
dafür noch Kooperationspartner suchen. gasanlagen flexibel und steuerbar betrieben Leipzig und Conoscope GmbH unterstützt.
Partner für kleine und mittelständische Un werden, um auch in Zukunft ein zentraler Die drei Beratungsunternehmen sind kom
ternehmen können andere Unternehmen Baustein der Energieversorgung zu sein? petente Partner in Sachen Marktanalyse,
sein, deren Profil die eigene Leistungsfä Wie können wertvolle Rohstoffe aus dem Innovations- und Prozessmanagement,
higkeit ergänzt. In Frage kommen ebenso zunehmenden Anfall von Photovoltaik-Alt Wissenstransfer, Technologiescouting oder
Forschungseinrichtungen, die als Dienst anlagen oder Altbatterien zurückgewonnen Internationalisierung.P H O S P H O R R Ü C K G E W I N N U N G A U S A B F Ä L L E N
KLÄRSCHLAMM ALS
ROHSTOFFLIEFERANT
Das simul+Forum
am 7. April 2017
in Leipzig wid
mete sich der
„Phosphorrück
gewinnung
aus Abfällen,
insbesondere
kommunalen
Klärschlämmen“.
Klärschlammentsorgern und der Verwal Die Rückgewinnung von Phosphor ist
D
er geplante Ausstieg aus der tung die Gelegenheit, sich zu informieren deshalb so bedeutend, da die derzeit wirt
Klärschlammentsorgung, die und untereinander auszutauschen. schaftlich abbaubaren Phosphorvorkom
Verschärfung des Düngemittel men immer höhere Schadstoffbelastungen
rechts sowie die angestrebte Phosphor Acht Fachvorträge beleuchteten die Situa aufweisen, die sich zudem nur in wenigen
rückgewinnung führen dazu, dass sich die tion aus jeweils unterschiedlicher Sicht. Ein Regionen (China, Marokko, USA) der Erde
Akteure der Abwasserbeseitigung und der leitend wurden die künftigen gesetzlichen konzentrieren. Gleichzeitig ist Phosphor ein
Klärschlammentsorgung Gedanken über Rahmenbedingungen für die Klärschlamm wichtiger Baustein des Lebens, der insbe
zukünftige Entsorgungskonzepte und alter verwertung und Phosphorrückgewinnung sondere als Zusatzstoff in Futter- und Dün
native Entsorgungswege machen müssen. dargestellt. Neben einem Überblick zu ak gemitteln nicht wegzudenken ist.
tuellen bundesweiten Entwicklungen zu
Staatsminister Thomas Schmidt und wei Phosphorrückgewinnungsverfahren wur In seinem Vortrag über die aktuellen Ent
tere 100 Teilnehmer folgten deshalb der den Untersuchungsergebnisse sächsischer wicklungen bei der Phosphorrückgewinnung
Einladung des LfULG und der Sächsischen Akteure präsentiert. Das Spektrum reichte berichtete Dr. Uwe Müller vom LfULG, dass
Landesstiftung Natur und Umwelt zum si dabei von der Verfahrensentwicklung ei es derzeit etwa 50 verschiedene technische
mul+Forum „Phosphorrückgewinnung aus nes Zweckverbands bis zu Erfahrungen Ansätze für die Phosphorrückgewinnung gibt.
Abfällen, insbesondere kommunalen Klär von Aufbereitungstechnologien bei der Einige dieser Verfahrensvarianten befinden
schlämmen“. Der Fachtag bot Vertretern Phosphorrückgewinnung an der TU Berg sich noch in der Entwicklung – für andere
von Planungsbüros, Kläranlagenbetreibern, akademie Freiberg. wird die großtechnischer Anwendung erprobt.+
S I M U L W E R K S T A T T E R N Ä H R U N G S W I R T S C H A F T
ES GEHT AUCH
OHNE ABFALL
Die simul+
Werkstatt war
am 26. April 2017
zu Gast bei der
Friweika eG in
Weidensdorf.
Schwerpunkt
war intelligentes
Recycling.
Einen Überblick zum Stand der Wissen
schaft vermittelte Professor Harald Rohm
vom Institut für Naturstofftechnik der TU
E
lf Millionen Tonnen Lebensmittel Dresden. Oftmals seien gerade in Neben Arbeitsgruppe „Pflanzliche Nebenprodukte“
landen in Deutschland jährlich im produkten sehr hochwertige Inhaltsstoffe Gelegenheit, über Möglichkeiten der Ver
Müll. Den Hauptanteil an dieser enthalten. Anschließend stellte Gastgeber wertung von Apfel- und Beerentrester zu
Verschwendung haben die Privathaushalte. Marko Wunderlich die erfolgreiche Entwick diskutieren. Dass diese Trester auch für die
Aber auch in der Gastronomie, im Handel lung der Friweika eG vor. Das Unternehmen Verarbeitung in hochwertigen Backwaren
und bei den Herstellern gibt es Reserven. verwertet anfallende Kartoffelnebenpro geeignet sind, wurde erst kürzlich in einem
dukte in einer eigenen Biogasanlage. Einer Projekt der TU Dresden bewiesen.
Müssen Reste überhaupt in den Müll? Gibt seits schont dies die Umwelt, andererseits
es eine sinnvolle Verwendung? Wie wird der reduziert die selbst erzeugte Energie auch Die Zusammenarbeit von Herstellern ähnli
Rest zum Rohstoff? Um diese Fragen drehte die Betriebskosten und stellt damit einen cher Produkte ist sinnvoll, um mengenmä
sich die simul+Werkstatt in Weidensdorf mit wesentlichen Einsparfaktor dar. ßige Skaleneffekte ausschöpfen zu können.
der Friweika eG als Gastgeber. Mehr als 50 Allein können nur die wenigsten Hersteller
Teilnehmer diskutierten über die intelligente Unter der Leitung von Romann Glowacki Entwicklungsprojekte finanzieren und den
Verwertung von Nebenprodukten in der Le vom Deutschen Biomasseforschungszen neuesten Stand der wissenschaftlichen Er
bensmittelherstellung. trum in Leipzig hatten die Teilnehmer der kenntnisse praktisch anwenden.N E T Z W E R K A B E N D
PREISGEKRÖNTE
I N N O VAT I O N E N
Beim simul+Netzwerkabend am 4. Mai 2017 auf der
Landwirtschaftsausstellung agra2017 in Leipzig wurde erstmals der
„agra-Preis für Innovation“ vergeben. Die Preisträger wurden aus dem
Teilnehmerkreis des „agra – Zentrum der Innovation“ ermittelt, in dem
Unternehmen, Institute und Bildungseinrichtungen ihre Neuerungen
aus dem Landwirtschaftssektor präsentierten.
LANDWIRTSCHAFT FORSTWIRTSCHAFT
BIOCARE GmbH FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG
Schädlingsbekämpfungsmittel Umweltfreundliche
Stromversorgungssysteme
Das Unternehmen BIOCARE aus Einbeck erforscht, entwickelt Die FAE Elektrotechnik aus Heidenau entwickelt umwelt
und produziert seit über 20 Jahren biologische Pflanzenschutzmit freundliche Stromversorgungsysteme für die Forstwirtschaft auf
tel. Den agra-Preis erhielt das Unternehmen für sein Mittel ATTRA der Basis von Batterien sowie Batterien in Kombination mit Brenn
CAP® gegen Drahtwürmer im Kartoffelanbau. Drahtwürmer fressen stoffzellen. Für diese Innovation gab es den agra-Preis. Die Systeme
tiefe Löcher in die Kartoffeln. Diese können deshalb teilweise nicht von FEA ermöglichen beispielsweise den Einsatz geräuscharmer
mehr vermarktet werden. Neben den Fraßschäden wird zudem die Forstgeräte in Schutzgebieten. Mit den alternativen Generatoren
Ursache für pilzliche und bakterielle Infektionen geschaffen. Das entstehen keine schädlichen Abgase und zudem kann auf was
umweltverträgliche Schutzmittel in Granulatform sergefährdende Treibstoffe verzichten werden.
enthält sowohl einen Lockstoff für Drahtwürmer Mit einem effektiven Wirkungsgrad von bis zu 90
als auch den für Insekten schädlichen Pilz Metar Prozent lassen sich Energieträgerkosten um bis zu
hizium brunneum. 95 Prozent reduzieren.
www.biocare.de www.fae-elektrotechnik.deERNÄHRUNGSWIRTSCHAFT SONDERPREIS
Fraunhofer-Institut für Keramische Lehrlinge des
Technologien und Systeme Staatsbetriebes Sachsenforst
Verfahren zur Reststoffverwertung Verfahren zum Binden
von Nährstoffen
Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und
Systeme (IKTS) in Dresden betreibt anwendungsorientierte Den von der Deutschen Kreditbank gestifteten, mit 1.000 Euro
Forschung für Hochleistungskeramik. Den agra-Preis bekam das dotierten, „agra-Sonderpreis für den innovativen berufsständischen
Institut für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens, bei dem Nachwuchs“ erhielten vier Lehrlinge des zweiten Lehrjahres aus dem
aus Reststoffen, wie sie beispielsweise in Molkereien anfallen, Forstbezirk Leipzig des Staatsbetriebes Sachsenforst. Sie entwi
sauberes Wasser, Dünger sowie Biogas gewonnen werden. Rest ckelten ein Verfahren, bei dem auf natürliche Weise Nährstoffe aus
stoffe aus der Molkenveredelung wurden bislang energie- und geklärten Abwässern gebunden werden. Die vier Lehrlinge fanden
kostenintensiv entsorgt. Die überwiegend flüssigen Bestand damit eine komplexe Lösung, um der drohenden Verkrautung eines
teile der Schlempe können mit dem Verfahren Waldbachs im Colditzer Forst und der Ansied
zu nutzbarem Wasser aufbereitet werden und lung standortuntypischer, zum Teil invasiver
im Produktionsprozess als Frischwasserersatz Pflanzenarten auf einer angrenzenden Wiese
Verwendung finden. entgegenzuwirken.
www.ikts.fraunhofer.de www.sachsenforst.de+
S I M U L W E R K S T A T T L A N D T E C H N I K
EIN SCHWARM
TRAKTOREN
In der Gläser
nen Manufak
tur Dresden
behandelte am
5. Juli 2017 die
simul+ Werkstatt
zur Agrartechnik
das Thema „Au
tonome Systeme
und Schwarm
technologien“.
D
er Landwirt kontrolliert vom Ziel ist es, hochautomatische Erntehel
Schreibtisch aus am Monitor fer zu entwickeln, die flexibel auf andere
das Pflügen, Säen und Ernten gen an das Agrargeschäft und die damit Funktionen und Werkzeuge umrüstbar sind.
der elektrisch betriebenen Roboter. Was verbundenen Anforderungen an die Tech Diese Roboter vernetzen sich untereinan
wie Science-Fiktion klingt, wird in einigen nologie. der und stimmen die Arbeitsprozesse ab.
Jahren gängige Praxis sein. Zu den Partnern gehören die TU Dresden,
Bei der Fülle an Möglichkeiten, die digitale zwei Fraunhofer-Institute aus Dresden und
Einen Vorgeschmack auf die technischen Innovationen mit sich bringen, warnte er Chemnitz, mittelständische Unternehmen
Möglichkeiten und die damit verbundenen zugleich, sich vom Ingenieurgeist zu tech sowie der US-Konzern Deere & Company,
Herausforderungen gab die simul+Werkstatt nologischen Extravaganzen hinreißen zu der Weltmarktführer für Landmaschinen.
zur Agrartechnik unter dem Titel „Auto lassen und mit Hochtechnologie den Land Gemeinsam investieren sie zwölf Millio
nome Systeme und Schwarmtechnologien“. wirt zu überfordern. nen Euro für das Verbundprojekt, wovon
70 Prozent Fördergelder vom Bundesfor
Mehr als 100 Gäste der simul+Werkstatt Geschäftsführer Thomas Pohlmann vom schungsministerium sind. In den kommen
folgten den Impulsreferaten und Vorträgen Technologie-Unternehmen WTK-Elektronik den zehn Jahren soll der Wachstumskern
ausgewiesener Fachleute. stellte den Teilnehmern das ambitionierte „Feldschwarm“ zwischen Dresden, Chem
Projekt „Feldschwarm“ vor. Dabei handelt nitz und Neustadt in Sachsen über 300
Professor Klaus Höhn, Technikchef beim es sich um eine Kooperation sächsischer neue Arbeitsplätze schaffen sowie einen
Landmaschinenhersteller John Deere, Unternehmen zur Entwicklung neuer jährlichen Umsatz von 200 Millionen Euro
sprach über die globalen Herausforderun Schwarmtechnologien. erwirtschaften.E I P - P R O J E K T E
GEMEINSAM
NACHHALTIG
WIRTSCHAFTEN
Das Programm EIP-AGRI unterstützt
europäische Innovationspartnerschaften
für landwirtschaftliche Produktivität und
Nachhaltigkeit.PROJEKT 1 PROJEKT 2 PROJEKT 3 PROJEKT 4
Agrarmeteorologische Entwicklung eines Implementierung Düngung und
Optimierung von Precision Farming- biologischer Verfahren Unkrautregulierung
Pflanzenschutzmaß Systems zur Sicherung der Stickstoffversor in ökologisch ange-
nahmen flächenhafter Schutz gung im ökologischen bautem Winterraps
güter Kartoffelbau
Partner: Ingenieurbüro Partner: Hochschule für
Albrecht und Partner, Klipp Partner: EXAgT GbR Büro für Partner: Hochschule für Technik und Wirtschaft
hausen OT Sora | Deutscher präzise Agronomie, Ostrau OT Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) | Landwirt
Wetterdienst, Leipzig | RRS Zschochau | Hofgut Raitzen, Dresden (HTW) | Vorwerk schaftsbetrieb Faller,
Landwirtschaftsbetrieb GbR, Hof OT Raitzen | Agrar AG Podemus LWB Bernhard Klappendorf
Klipphausen OT Riemsdorf Ostrau, Ostrau OT Wutzschwitz Probst, Dresden
Laufzeit: Juli 2015 bis
Laufzeit: Oktober 2015 bis Laufzeit: März 2015 bis Laufzeit: Juli 2015 bis Dezember 2017
Dezember 2018 Februar 2019 Dezember 2017
Die Partner möchten agrar- Landwirten, die Acker- und Durch Optimierungsversuche Das Vorhaben möchte über
meteorologische Beratungs- Pflanzenbau betreiben, soll soll eine Zwischenfruchtkom- Stickstoff-Düngung von Win-
werkzeuge entwickeln, um ein in die Betriebsabläufe leicht bination aus Sommerwicke terraps dessen vorwinterliche
Pflanzenschutzmaßnahmen integrierbares und wirtschaftlich und Brassicaceen identifiziert Entwicklung und das Wachstum
unter Anwendung agrarme weitgehend neutrales Precision werden, die sowohl einen ho fördern. So soll eine hohe Un
teorologischer Informationen Farming-System bereitgestellt hen Stickstoff-Vorfruchtwert krautunterdrückung sowie eine
durchzuführen. Es werden Exakt werden, mit dem sie flächen auf die Kartoffel als auch eine hohe Kornertragsleistung des
versuche zur Wirksamkeit von hafte Schutzgüter sichern kön starke Minderung von Rhizoc Rapses im ökologischen Land
Wachstumsregulatoren und nen. tonia-Schäden bewirkt. bau erzielt werden.
Pflanzenschutzmitteln in Abhän
gigkeit von meteorologischen Schwerpunkt ist dabei, im Be Geprüft wird außerdem die Aus einem an der HTW Dresden
Bedingungen bei der Ausbrin reich der Bodenbearbeitung für betriebseigene Erzeugung des durchgeführten Forschungspro
gung durchgeführt. flächenhafte Schutzgüter eine Zwischenfruchtsaatgutes Som jekt ist bekannt, dass sehr früh
automatisierte Begrenzung der merwicke. geschnittene und zu Pellets
So soll ein Modell entwickelt Bearbeitungstiefen auf 5-15 aufbereitete Aufwüchse von
werden, das in der landwirt Zentimeter zu entwickeln. In beiden Teilvorhaben soll eine Weißklee eine sehr gute Dün
schaftlichen Praxis eine ziel betriebswirtschaftliche Analyse gewirkung entfalten.
genauere Anwendung von Außerdem wird das Verfahren der Erzeugungsverfahren vorge
Pflanzenschutzmitteln ermög für die Düngung und den Pflan nommen werden, um die für die Basierend auf diesen Ergebnis
licht. Dieses agrarmeteorologi zenschutz erprobt. Dabei geht es Wertschöpfung optimierten Ver sen soll die Düngewirkung der
sche Wirkmodell könnte dann um eine automatisierte Mengen fahren herausfinden zu können. Leguminosenpellets in Winter
in ISIP integriert oder in anderer begrenzung der ausgebrachten raps geprüft werden. Ziel ist, eine
Form als Beratungswerkzeug zur Betriebsmittel auf den entspre Düngestrategie für viehlos wirt
Verfügung gestellt werden. chenden Teilflächen und Arealen. schaftende Betriebe des ökolo
gischen Landbaus zu entwickeln.
M E H R I N FOR M AT ION E N: www.landwirtschaft.sachsen.de/EIP-AGRIPROJEKT 5 PROJEKT 6 PROJEKT 7 PROJEKT 8
Pflanzenbauliche Stra Erprobung Rot- und Konzeption einer Anbaustrategien
tegien zur Optimierung Weißklee-Pellets zur tiergerechten, für ökologisch
von Öko-Gemüse- Proteinversorgung von ergonomisch-umwelt wirtschaftende
speiseerbsen Legehennen freundlichen Milchviehbetriebe in
Rinderstallanlage Mittelgebirgslagen
Partner: Hochschule für Tech Partner: LandGut Naundorf
nik und Wirtschaft Dresden GmbH | Zentrum für an Partner: Agraset-Agrargenos Partner: Hochschule für Tech
(HTW) | ÖBS Ökobauernhöfe gewandte Forschung und senschaft e. G., Naundorf bei nik und Wirtschaft Dresden
Sachsen GmbH, Dresden | Technologie e. V. an der HTW Rochlitz | Universität Leipzig, (HTW) | Agrofarm 2000 GmbH
Elbtal Tiefkühlkost, Zweignie Dresden (ZAFT) Veterinärmedizinische Fakultät | Eichigt | Gäa – Vereinigung
derlassung der Frosta AG Architektur- und Ingenieurbüro ökologischer Landbau e. V.
Laufzeit: Mai 2015 bis
Günther, Erlau | Beratende
Laufzeit: Januar 2016 bis Juli 2017 Laufzeit: April 2017 bis
Ingenieure SHN GmbH, Erlau
Dezember 2017 Dezember 2019
| f.u.p. Dresden – Dr. Fritsche
Unternehmens- und Personal
Die Projektgruppe versucht
entwicklung, Freital
Im Rahmen des Vorhabens durch eine hohe Schnittfre- Ziel des Vorhabens ist es, für
wird das pflanzenbauliche quenz von Rotklee und Weiß Laufzeit: Januar 2015 bis auf ökologischen Landbau
Verfahren für Gemüseerbsen klee ein sehr proteinhaltiges und Dezember 2018 umstellende Betriebe im Mit
weiterentwickelt, um den Ertrag hochverdauliches Konzentrat telgebirge, die Milch erzeugen,
im ökologischen Anbau unter futtermittel für die Legehen innovative Strategien im Acker
sächsischen Anbaubedingungen nenfütterung zu erzeugen und Das Pilotprojekt T.I.E.R. ist bau zu entwickeln.
deutlich zu steigern. aufzubereiten. Teil eines umfangreicheren
Investitionsvorhabens. Von Dafür werden neue Ansätze zur
In einer Feldversuchsserie wird Außerdem sollen drei vollwertige EIP-AGRI werden im Pilotprojekt Verbesserung des Anbaus von
der Einsatz von Dammkulturen Futterrationen für Legehennen unter anderem folgende Vor Mais, Winterraps und Körnerle
und verschiedenen biologischen erstellt werden, wobei die Ei habenteile gefördert: Bau einer guminosen verfolgt. Im Vogtland
Pilzbekämpfungsstrategien (Rhi weißversorgung auf Basis von Entmistungseinrichtung, die zu gibt es für dieses Projekt mehr
zovital, Tilecur, Gesteinsmehl Sesamkuchen, Rotkleekonzentrat verringerten Ammoniakemis faktorielle Feldversuche.
und Einbettung in Grünkompost) bzw. Weißkleekonzentrat erfolgt. sionen führt, Speicherung und
geprüft. Bewertet wird das Futtermittel Verwendung von aufbereitetem Verbessern soll sich damit die
anhand der Eizahl, Eiersortierung Regenwasser der Dachentwäs betriebliche Wertschöpfung im
und dem Anteil von Schmutzeiern. serung als Brauchwasser, Ent ökologischen Landbau unter
wicklung und Installation einer kühl-feuchten Standortbedin
Übergeordnetes Ziel ist es, die zuverlässigen, energiesparenden gungen.
Eignung sehr junger Futterlegu und wirtschaftlichen Beleuch
minosenaufwüchse als alternati tungsanlage, Entwicklung und
ves Eiweißkonzentratfuttermittel Einrichtung eines besonderen
in der ökologischen Legehen Tierbehandlungsbereiches.
nenhaltung zu prüfen.Herausgeber: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) Postfach 10 05 10, 01076 Dresden Bürgertelefon: +49 351 564-6814 Telefax: +49 351 564-2059 E-Mail: info@smul.sachsen.de www.simulplus.sachsen.de Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Ansprechpartner: SMUL, Referat EU, Internationale Zusammenarbeit, Markt, Ernährungsnotfallvorsorge Redaktion: genese Werbeagentur GmbH Gestaltung und Satz: genese Werbeagentur GmbH Druck: Harzdruckerei GmbH Foto: SMUL (2, 6, 8, 11, 15, 17, 18); genese Werbeagentur GmbH (3); www.fotolia.de: Thomas Aumann (10), view7 (12), fotofund (13), Budimir Jevtic (16), blende11.photo (19) Countrypixel (19), zlikovec (19); www.istockphoto.com: JacobH (Titel, 20), senorcampesino (Titel, 20), tekinturkdogan (Titel, 20), Lezh (19); www.shutterstock.com: oksana2010 (9) Redaktionsschluss: 2. August 2017 Auflagenhöhe: 1.000 Stück, 1. Auflage Papier: Gedruckt auf 100 % Recycling-Papier Bezug: Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei: Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung Hammerweg 30, 01127 Dresden Telefon: +49 351 210-3671 Telefax: +49 351 210-3681 E-Mail: publikationen@sachsen.de www.publikationen.sachsen.de Verteilerhinweis Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwen- det werden. Dies gilt für alle Wahlen.
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