"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben Blumen, Sterne und Kinder." - Kath. Kindergarten St. Laurentius, Alteglofsheim

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"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben Blumen, Sterne und Kinder." - Kath. Kindergarten St. Laurentius, Alteglofsheim
Kath. Kindergarten
St. Laurentius, Alteglofsheim
Kindergarten St. Laurentius, Kirchplatz 3, 93087 Alteglofsheim

                                                                           Telefon: 09453/93710
                                                                           e-mail:
                                                                           kiga-alteglofsheim@t-online.de

                  “Drei Dinge
      sind uns aus dem Paradies geblieben
          Blumen, Sterne und Kinder.“

                                                                 (Dante)
"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben Blumen, Sterne und Kinder." - Kath. Kindergarten St. Laurentius, Alteglofsheim
Jnhaltsverzeichnis
         Vorwort
1.0.     Vorstellen der Einrichtung
1.1      Name und Anschrift der Einrichtung
1.2      Träger und Trägerleitbild
1.3      Geschichte
1.4      Namenspatron Hl. Laurentius
1.5      Zweckbestimmung
1.6      Einzugsgebiet
1.7      Vorstellen der Räumlichkeiten
1.8      Material
1.9      Personal
1.9.1       Teamselbstverständnis
1.9.2       Allgemeines
1.9.3       Fortbildungen
1.9.4       Vorbereitung der pädagogischen Angebote
1.9.5       Teamarbeit
1.9.6       Aufgabenverteilung
1.10     Öffnungszeiten
1.11     Kindergartengebühren
1.12     Gruppennamen, Gruppenform, Öffnungszeiten und   Beiträge   im
         Überblick
1.13     Finanzierung
2.0 Pädagogische Arbeit
2.1 Zielebaum
2.2 Was möchten wir für das Kind, was soll es erwerben
2.3 Erziehungsstile und Methoden
2.4 Einzelförderung
2.4.1 Beobachtungen
2.5 Gezielte und geleitete Angebote
2.6 Kleingruppenarbeit
2.7 Projektgruppen
2.8 Freispiel
2.9 Offenes Arbeiten
2.10 Tagesablauf in den Gruppen
2.11 Rahmenplan und Förderschwerpunkte
2.12 Wochenpläne (Anlage: Vordruck Wochenplan)
2.13 Vorschulerziehung
2.14 Elternarbeit
2.15 Exkursionen
2.16 Regeln, Grenzen, Aufsichtspflicht
"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben Blumen, Sterne und Kinder." - Kath. Kindergarten St. Laurentius, Alteglofsheim
3.0   Integration
      3.1 Pädagogisches Konzept in der integrativen Gruppe
      3.2 Pädagogisch inhaltliches Arbeiten
      3.3 Personal in der integrativen Gruppe
      3.4 Räumliche und materielle Voraussetzungen
      3.5 Gruppenübergreifende Integration
4.0   Wir öffnen uns nach außen
      4.1 Zusammenarbeit mit dem Träger
      4.2 Zusammenarbeit mit der Gemeinde
      4.3 Zusammenarbeit mit Vereinen
      4.4 Zusammenarbeit mit Fachdiensten
      4.5 Zusammenarbeit mit dem Landratsamt
      4.6 Zusammenarbeit mit der Caritas
      4.7 Zusammenarbeit mit der Schule
      4.8 Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen
5.0   Abschlussspruch: „Erziehen heißt, einem Menschen begegnen“
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Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Einrichtung interessieren und geben
Ihnen mit der Konzeption gerne einen Einblick in unsere Arbeit.
Durch das gemeinsame Erarbeiten und das laufende Überarbeiten der
Konzeption im Team können wir unsere pädagogische Arbeit hinterfragen, neu
definieren und können Ihnen so einen Einblick in unser Kindergartengeschehen
geben.
Am Anfang dieses Heftes sehen Sie das Kindergartenlogo. Es soll die Einheit von
Kindergarten, Familie und Kirche, bzw. gelebtem Glauben darstellen. Durch die
Verknüpfung dieser drei Bereiche können wir unserem Ziel, die Kinder zu
ganzheitlichen, selbstbewussten Menschen im Sinne des christlichen
Menschenbildes zu erziehen gerecht werden.
Dabei ist es uns sehr wichtig, dass sich jeder mit seinen Fähigkeiten,
Bedürfnissen und Besonderheiten in das Kindergartengeschehen mit einbringen
kann, die Kinder, die Eltern, die Teammitglieder und der Träger.
Wir wünschen uns eine gute und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern bei
der sich jeder angesprochen fühlt und sich nach seinen Möglichkeiten mit
einbringt.
Auftauchende Probleme oder Ärgernisse sollen gleich direkt angesprochen
werden, so können Unstimmigkeiten vermieden werden.
Für uns wäre es erstrebenswert, dass sich der Betreuerschlüssel (25 Kinder für
2 pädagogische Betreuer) nicht erhöht, da sonst ein optimales pädagogisches
Arbeiten nicht mehr möglich ist. Auch bei den Buchungszeiten wollen wir das
Wohl der Kinder nicht aus den Augen verlieren.

So hoffen wir auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Eltern und am
Erziehungsprozess beteiligten und freuen uns immer sehr über neue Anregungen.

Viel Freude beim Lesen unserer Konzeption wünschen wir allen Interessierten.

                  Verfasser der Konzeption (in alphabetischer Reihenfolge):
    Frank Silke, Hiltner Heike, Kollert Nadine, Lichtinger Jutta, Rhode Elfriede, Schmid
 Frederick, Schwarzer Melanie, Schweiger Sabine, Sommer Claudia, Spörl Karin, Spyra Maria,
                                        Stocker Birgit)
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1.1. Name und Anschrift der Einrichtung

    Kindergarten St. Laurentius
    Kirchplatz 3
    93087 Alteglofsheim
    Tel.: 09453/93710
    e-mail: kiga-alteglofsheim@t-online.de

1.2. Träger und Trägerleitbild

    Träger der Einrichtung ist die Katholische Kirchenverwaltung,
    vertreten durch
    Herrn Pfarrer Matthias Kienberger
    Kirchplatz 2
    93087 Alteglofsheim
    Tel.: 09453/366

    Trägerleitbild:
    Die katholische Kirchenstiftung Alteglofsheim stellt mit ihrem
    Kindergarten St. Laurentius allen Eltern, die dies wünschen, ein
    hochwertiges kind- und familienorientiertes Angebot zur Bildung,
    Erziehung und Betreuung ihrer Kinder auf christlicher Grundlage zur
    Verfügung. Das Vorbild Jesu Christi, sein Handeln und Wirken ist Maßstab
    für die pädagogische Grundorientierung des Kindergartens.
    Wir sehen uns als Teil der Pfarrgemeinde, was besonders durch die
    gegenseitige Unterstützung und die Vernetzung aller Dienste unserer
    Pfarrei zum Ausdruck kommt. Als Mitglied des Diözesan-Caritasverbandes
    arbeiten wir mit allen Tageseinrichtungen und Diensten der Diözese
    Regensburg zusammen.
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1.3. Geschichte

14.05.1924:     die Klosterfiliale der Armen Schulschwestern Unserer
                Lieben Frau wird gegründet.
                Zur     Unterbringung     der    Ordensfrauen      stellt die
                Kirchenstiftung das ehemalige Schul - und Mesnerhaus zur
                Verfügung, das für diesen Zweck renoviert und umgebaut
                worden war.
                Für die Kinder wird ein Kindergarten eingerichtet; außerdem
                steht ein Raum für Handarbeitsunterricht zur Verfügung.
20.04.1941:     Durch einen nationalsozialistischen Erlass wird die
                Handarbeitsschule aufgehoben; Versuche, den Kindergarten
                der klösterlichen Führung zu entziehen scheitern.
1958:           Der neue Kindergarten und ein Pfarrsaal werden mit einem
                Kostenaufwand von 107848,57 DM gebaut.
                Durch steigende Kinderzahlen und Ansprüche reicht der Platz
                im Kloster nicht mehr aus.
                Um die Kosten niedrig zu halten, beteiligen sich neben vielen
                freiwilligen Helfern auch die Schwestern und Pfarrer Fischer
                an der Arbeit.
12.04.1959:     Bischof Michael Buchberger weiht den neuen Kindergarten
                ein.
17.09.1972:     Die Spielwiese und die Spielhalle beim Kindergarten werden
                eingeweiht;
1980:           Im April wird der Kindergarten innen renoviert.
01.02.1992:     Aufgrund hoher Kinderzahlen wird im Pfarrheim eine
                ausgelagerte Gruppe - der Spielkreis - eingerichtet; die
                Gemeinde übernimmt die Trägerschaft
1995:           Ein Anbau an den bestehenden Kindergarten wird nach Jahren
                genehmigt.
05.02.1996:     Der Anbau ist bezugsfertig. Der bis dahin bestehende
                Spielkreis wird in den Kindergarten integriert
14.07.1996:     der Anbau wird feierlich eingeweiht. Die Einweihung
                übernimmt Generalvikar Gegenfurtner. Das Thema der
                Einweihung ( Gottesdienst und Kiga - Fest) ist die Arche
                Noah.
Juni/Juli 2003: Gestaltung des Gartens und Erweiterung der Spielbereiche
                mit Hilfe zahlreicher Eltern, des Bund Naturschutzes und
                finanzieller Unterstützung des Theaterkreises, der Sun Sun
                Sonnenstudios und der Kolpingsfamilie Alteglofsheim.
September 2008: Die Integrative Gruppe wird gegründet und bereichert unsere
                Einrichtung.
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Namenspatron der Einrichtung

Unser Namenspatron ist der Hl. Laurentius. Er wirkte als Diakon in der
Christengemeinde von Rom. Er sorgte im Auftrag seines Bischofs für die Armen,
Notleidenden und Witwen. Er kümmerte sich um die Schwachen, Kranken und
Krüppel.
Als im Jahr 258 Papst Sixtus II. während einer Christenverfolgung durch den
heidnischen Kaiser zum Martyrertod geführt wurde, wurde auch Laurentius
festgenommen.
Der heidnische Richter verlangte nun von dem Diakon, er solle dem Kaiser die
Schätze der Kirche ausliefern. Laurentius ließ daraufhin alle Armen, Lahmen,
Blinden und Notleidenden in den kaiserlichen Palast bringen und sagte zum
Kaiser:
„Schau her! Das sind die ewigen Schätze der Kirche! Sie nehmen niemals ab,
sondern vermehren sich und wachsen immer!“
Laurentius erlitt nach diesen Worten den Martyrertod.

1.4. Zweckbestimmung

Es handelt sich bei unserer Einrichtung um eine familienergänzende Institution.
Die Gruppen sind altersgemischt und koedukativ. Das Klientel sind Kinder im
alter von 3 – 6 Jahren.
Gesetzliche Grundlage ist das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz
(BayKiBIG).
Die Institution steht unter katholischer Trägerschaft, pädagogische Inhalte
orientieren sich daran.

1.5. Einzugsgebiet

Alteglofsheim und nach Absprache mit den entsprechenden Gemeinden und
Einrichtungen auch die Nachbargemeinden.
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1.6. Vorstellen der Räumlichkeiten

Der Kindergarten St. Laurentius verfügt über 4 Gruppenräume mit je einem
Intensivraum, eine Turnhalle mit Materialraum, ein Leisezimmer für
Entspannungs- und Intensivangebote, 2 Küchen, 2 Abstellräume, 2 Putzkammern,
2 Personaltoiletten, 2 Kinderbäder mit je 5 Toiletten, ein Büro, ein
Personalzimmer und ein kleines Zimmer im Altbau. Ferner steht uns ein
weitläufiges Außengelände mit Terrasse, Gartenbeet und verschiedenen
Gartengeräten zur Verfügung.

1.7. Material

     Das Material im Kindergarten soll die Kinder ganzheitlich ansprechen. Die
     Kinder können mit Hilfe der verschiedenen Materialien ihre Fähigkeiten
     ausprobieren und weiterentwickeln.

     Material im Außenbereich:
     Klettergerüst mit Rutsche und Stange
     Vogel-
     Tellerschaukel
     Tunnel
     Berg
     Fühlpfad
     Sandkasten
     Buddelloch
     Wasserpumpe
     mit Wasserlauf
     Insektenwand
     Weidenhaus
     Balancierbalken
     Holzblockhaus
     Wippauto
     Mosaikraupe
     Gerätehaus mit verschiedenen Fahrzeugen            sowie   Garten-   und
     Spielmaterial
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Material im Innenbereich:
      Gesellschaftsspiele für verschiedene Altersgruppen
      Konstruktionsmaterial
      Verschiedenes Bastelmaterial
      Material für Rollenspiele
      Rhythmikmaterial
      Turn- und Sportmaterial
      Fachliteratur
      Didaktisches Material
      Verschiedenes Medienmaterial
      Bilderbücher
      Sinnesmaterial
      Kettmaterial
      Musik- Orffinstrumente.

1.8. Personal

Wichtige Kriterien für die Aufnahme eines Mitarbeiters sind für uns:
Teamfähigkeit, Freude am Beruf, konstruktives und kreatives Arbeiten, die
Fähigkeit sich mit seiner Einzigartigkeit in das Team mit einzubringen, die
Wertschätzung der Kinder, sowie der anderen Mitarbeiter, die Fähigkeit sich in
andere einfühlen zu können, sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur
allgemeinen Reflexion.
Unser Motto in schwierigen Situationen:
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1.9.2. Allgemeines
    Personal in der verlängerten Gruppe:
    1 ErzieherIn (Kindergarten- und Gruppenleitung)
    1 KinderpflegerIn (pädagogische Zweitkraft)
    ggf. 1 pädagogische Drittkraft (Berufspraktikantin, ErzieherpraktikantIn
    o.ä.)

    Personal in der Ganztagsgruppe mit integrierter         überlanger   und
    verlängerter Gruppe:
    1 ErzieherIn (Gruppenleitung)
    1 KinderpflegerIn (pädagogische Zweitkraft)

    Personal in der Vormittagsgruppe und in der überlangen Gruppe:
    1 ErzieherIn (Gruppenleitung)
    1 KinderpflegerIn (pädagogische Zweitkraft)

    Personal in der integrativen Gruppe (s. 3.3)

    Ausbildung der Erzieherin:
    2 Jahre sozialpädagogisches Seminar mit Praktika im Kindergartenbereich
    und im sonderpädagogischen Bereich
    2 Jahre Studium an der Fachakademie für Sozialpädagogik
    1 Jahr Berufspraktikum

    Ausbildung der Kinderpflegerin:
    2 Jahre Ausbildung an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft und
    Kinderpflege, inkl. Schulbegleitendes Praktikum in einer sozialen
    Einrichtung.

    Die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung ist aufgegliedert in die
    praktische Arbeit am Kind und dementsprechender Vorbereitungs- und
    Nachbereitungszeit.

    2 Reinigungskräfte und eine Küchenkraft sorgen für Sauberkeit und gutes
    Essen.

    Die Vergütung des Personals erfolgt nach TVöD.

    Unsere Einrichtung ermöglicht Praktika für
    - Haupt- und Realschüler (Schnupperpraktikum)
    - SchülerInnen der Kinderpflegeschule
    - SchülerInnen der verschiedenen Fachakademien
1.9.3.      Fortbildungen

Die Anzahl der Fortbildungstage richten sich nach dem Ermessen des Trägers.
In unserer Einrichtung werden 5 Fortbildungstage pro Person im Jahr
genehmigt. Durch Fortbildungen hält sich das Personal auf dem aktuellen Stand
bzgl. der pädagogischen Arbeit. Neue Ideen und innovative Ansätze bereichern
die Kindergartenarbeit.

1.9.4.      Vorbereitung der pädagogischen Angebote

Neben der direkten Arbeit am Kind gibt es noch indirekte Tätigkeiten, wie das
Vorbereiten der pädagogischen Angebote und vieles mehr. Diese Zeit wird nicht
in der Kindergartengruppe verbracht, wird aber von der Erzieherin oder der
weiteren pädagogischen Kraft dazu verwendet, um die pädagogische Arbeit mit
den Kindern sicherzustellen. Diese Zeit ist in der Regel in der Einrichtung
abzuleisten. Dienstlich veranlasste Außendienste sind hiervon ausgeschlossen.
Diese Verfügungszeit richtet sich nach der Arbeitszeit der pädagogischen
Kräfte und der Kindergartenleitung, sowie nach der Anzahl der Kinder in einer
Einrichtung. Sie ist ein Qualitätsmerkmal im Kindergarten und Teil der regulären
Arbeitszeit.
In dieser Zeit werden z.B. pädagogische Angebote vorbereitet, Praktikanten
angeleitet, Elterngespräche vorbereitet und geführt, Elternabende vorbereitet,
Absprachen mit Kollegen getroffen (s. Wochenpläne, Rahmenpläne,
Einzelförderung...), Elternbriefe erstellt, Kassenabrechnungen erledigt, Einkäufe
erledigt, finden Gespräche mit Fachdiensten, Träger, Gemeinde usw. statt und
vieles mehr.

1.9.5.      Teamarbeit

Es findet wöchentlich eine Teambesprechung mit dem gesamten Personal statt.
Diese dauert 1,5 Stunden. In dieser Teambesprechung werden alle anfallenden
Termine, Planungen, Inhalte etc. besprochen, welche für die pädagogische und
organisatorische Arbeit von Bedeutung sind.
Ferner werden für größere Aktivitäten (Gartenaktion, St. Martin,
Weihnachtsmarkt, Sommerfest...) Arbeitsgruppen gebildet, die sich außerhalb
der Teamgespräche zu Besprechungen treffen.
1.9.6.     Aufgabenverteilung

Die im Kindergartenablauf anfallenden Aufgaben werden auf die einzelnen
Mitglieder des Teams verteilt. Diese Verteilung erfolgt in der Regel in der
ersten Teamsitzung des Kindergartenjahres und wird in einem Aufgabenplan im
Personalzimmer festgehalten.
1.10. Öffnungszeiten

Der Kindergarten St. Laurentius hat von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr, sowie Freitag
bis 15.00 Uhr geöffnet (genaueres s. 1.12).

1.11. Kindergartengebühren

     Auflistung der Kindergartenbeiträge:
                                  (Stand Sept. 2010)

                     Grundgebühr       Spielgeld       Getränkegeld     Insgesamt
                         Euro            Euro              Euro         mtl. Euro
 3-4 gebuchte           47,-             4,-              3,-             54,-
 Wochenstunden
 4-5 gebuchte
                        58,-             4,-              3,-             65,-
 Wochenstunden
 5-6 gebuchte           69,-             4,-              3,-             76,-
 Wochenstunden
 6-7 gebuchte
                        80,-             4,-              3,-             87,-
 Wochenstunden
 7-8 gebuchte
                        91,-             4,-              3,-             98.-
 Wochenstunden
 8-9 gebuchte          102,-             4,-              3,-            109,-
 Wochenstunden

 Die Gruppengebühren beinhalten Spiel- und Getränkegeld. Das heißt, einen Teil dieser
 Beiträge verwenden wir um Getränke, sowie Spielmaterial und Dinge für den täglichen
                   Gebrauch in den einzelnen Gruppen zu kaufen.

                          Mittagessen kostet:
                             50,- Euro im Monat;
               3,- Euro pro Tag, wenn tageweise gebucht wird.
Geschwisterkinder zahlen die Hälfte und werden von der Gemeinde
Alteglofsheim mit 50% bezuschusst.
Bei Geschwisterkindern aus anderen Gemeinden richtet sich dies nach den
Konditionen vor Ort.
Ferner kann ein Antrag auf Kostenübernahme des Kindergartenbeitrags beim
Landratsamt (Jugendamt) gestellt werden. Formulare hierzu erhalten Sie im
Büro der Kindergartenleitung.
1.12. Gruppennamen, Gruppenform, Öffnungszeiten im
      Überblick

Verlängerte Gruppe:   7.30 Uhr – 13.30 Uhr

Ganztagsgruppe:       7.00 Uhr – 16.00 Uhr
                      Freitags bis 15.00 Uhr
                                               (inkl. Mittagessen)

Überlange Gruppe:     8.00 Uhr – 12.30 Uhr
Verlängerte Gruppe:   7.30 Uhr – 14.00 Uhr
                                               (inkl. Mittagessen)

Vormittagsgruppe:     8.00 Uhr – 12.00 Uhr
Überlange Gruppe:     7.30 Uhr – 12.30 Uhr

Überlange Gruppe:     8.00 Uhr – 13.00 Uhr
1.13. Finanzierung

Unsere Einrichtung wird zu einem kleinen Anteil über den von den Eltern
entrichteten Kindergartenbeitrag finanziert, sowie durch staatliche Zuschüsse.
80% des Betriebskostendefizits wird von der Gemeinde getragen.
20% des Betriebskostendefizits wird vom Träger übernommen.
Seit September 2006 gibt es die kindbezogene Förderung. Das heißt, je nach
Anzahl der Kinder und jeweiliger Buchungszeit wird entsprechendes Personal
bezuschusst.
Auf wirtschaftliche Mittelverwendung wird bei den Ausgaben geachtet.

4.0. Pädagogische Arbeit

Trotz zahlreicher organisatorischer Aufgaben steht für uns die pädagogische
Arbeit an erster Stelle. Diese wird hier definiert und aufgezeigt.

2.1. Zielebaum

Mit den nachfolgenden Zielebäumen definieren wir unsere Einrichtung. Ein
Zielebaum wurde vom Kindergartenteam gestaltet. Der zweite Zielebaum wurde
vom Elternbeirat erarbeitet und drückt aus, was sich die Eltern für ihre Kinder
wünschen.
2.2.     Was möchten wir für das Kind, was soll es
         erwerben

Das Kind soll
 sich wohl fühlen
 selbständig werden
 sich weiterbilden
 seine Persönlichkeit entwickeln
   und entfalten können
 sich in die Gruppe einfinden
   (Teamfähigkeit)
 Raum für Bewegung haben
 Selbstbewusstsein entwickeln
 Raum zum experimentieren haben
 Offenheit erfahren und für sich selbst entwickeln
 konfliktfähig sein
 zum Tun angeregt werden
 die Schulreife erlangen
 Hilfsbereitschaft erfahren und für sich selbst entwickeln

Durch regelmäßige Kinderbefragung, Elterngespräche und Beobachtungen, sowie
gezielt gewählte Methoden wollen wir diese gesteckten Ziele sicherstellen.
2.3.       Erziehungsstile und Methoden

Kurt Lewin teilt die Führungsstile in 3 Bereiche ein:

Demokratischer Erziehungsstil
Der demokratische Gruppenleiter bestimmt wenig Ziele und Mittel und gibt viele
Anregungen für die selbständige Gruppentätigkeit.
Merkmale:
 alle Entscheidungen sind Ergebnis von Gruppendiskussionen, ermutigt und
  unterstützt vom Gruppenleiter
 die Gruppe plant voraus und überlegt Alternativen
 Gruppenzusammensetzungen werden frei gewählt
 Sachliches Lob/Tadel
 Die Tätigkeit des Gruppenleiters besteht zur Hälfte aus Vorschlägen, er gibt
  Anregungen und Hilfestellungen
 Gruppenaktivitäten unterbricht der GL möglichst wenig.

Autoritärer/Autokratischer Erziehungsstil
Der autokratische Gruppenleiter bestimmt die Ziele und Mittel und gibt wenige
Anregungen für selbständige Gruppentätigkeit.
Merkmale:
 der GL trifft Entscheidungen
 der GL bestimmt alle Teilziele und Arbeitstechniken und zwar immer nur den
  nächsten Schritt, so dass die Kinder keine Vorausschau haben
 der GL verteilt die Aufgaben auf Untergruppen, legt aber auch ihre
  Zusammensetzung fest
 der GL hält sich deutlich aus der Gruppe heraus
 seine Tätigkeit besteht zum Großteil aus Befehlen

Laissez-fairer Erziehungsstil (gewähren lassen)
Der laissez –faire Gruppenleiter bestimmt kaum Ziele und Mittel und gibt wenig
Anregungen für die Gruppe.
Merkmale:
   minimale Anteilnahme des GL am Geschehen
   keine Einschränkung für Gruppen- oder Einzelentscheidungen
   verschiedene Materialien werden vom GL angeboten
   der GL gibt zu erkennen, dass er nur Auskunft gibt, wenn er gefragt wird
   der GL unternimmt keine Versuche, den Gang der Dinge zu beeinflussen
   die Gruppe ist sich selbst überlassen, da der GL nur Helfer auf Anfrage ist.
Wichtig in unserer pädagogischen Arbeit ist uns eine partnerschaftliche,
unterstützende und Richtungsweisende Erziehung, durch die das Kind seine
individuelle Persönlichkeit entfalten kann und seinen Platz in der Gruppe findet.

Auf diesem Weg hat jeder Erziehungsstil zu seiner Zeit und in der
entsprechenden Situation seine Berechtigung.

Neben den Erziehungsstilen gibt es natürlich noch verschiedene Methoden, mit
denen wir den Kindern erzieherische Inhalte vermitteln wollen. So wollen wir das
Kind ganz im Sinne von Maria Montessori dort abholen, wo es steht – es also
nicht über- oder unterfordern, sondern am Entwicklungsstand des Kindes
ansetzen.
Lerninhalte in der Vorschulerziehung sollen auf spielerische Art und Weise
vermittelt werden, so dass die Freude am Lernen erhalten bleibt bzw. ausgebaut
wird.
Der Spiel- und Lebensraum des Kindes im Kindergarten wird täglich aufs Neue
vorbereitet, es wird für die Entwicklung anregendes, den momentanen
Bedürfnissen des Kindes entsprechendes Spielmaterial bereitgestellt. Dies sind
Inhalte der Montessori – Pädagogik.
Andere Pädagogen bieten ebenfalls Methoden an, mit denen wir uns
identifizieren können und von denen wir überzeugt sind, dass sie der Entwicklung
und Förderung der uns anvertrauten Kinder gerecht werden. Im Folgenden
erhalten Sie einen Überblick über die Methoden verschiedener Pädagogen, die
wir für uns übernommen haben.
Ganz im Sinne von Rudolf Steiner und seiner Waldorfpädagogik wollen wir den
Kindern Sicherheit und Geborgenheit durch entsprechende räumliche
Gestaltung, sowie durch immer wiederkehrende Rituale im Tagesablauf geben.
Im Sinne der Reggio - Pädagogik soll der Kindergarten zum ganzheitlichen
Erfahrungsfeld für die Kinder werden. Auch die Elternmitverantwortung ist uns
für unsere Arbeit sehr wichtig.
Ohne die Mithilfe und das Feedback der Eltern sind viele Dinge in unserer
Einrichtung nicht möglich.
Gemäß des Situationsorientierten Ansatzes wollen wir die Situation der Kinder
und die äußeren Gegebenheiten genau beobachten und auf ihre entsprechenden
Bedürfnisse und Erfordernisse eingehen.
2.4.     Einzelförderung

Bei einer Gruppenstärke von 25 Kindern und einem Personalschlüssel von zwei
pädagogisch ausgebildeten Betreuern ist es nicht immer möglich, jedem Kind eine
individuelle Einzelförderung zukommen zu lassen.
Die beste Möglichkeit zur Einzelförderung bietet sich uns im Freispiel z. B.
Regelspiele, Bastelarbeit, Bilderbücher, gelenktes Rollenspiel...
Voraussetzung für gezielte Förderung sind unsere täglichen Beobachtungen, die
während der Freispielzeit, sowie bei gelenkten Angeboten gemacht werden.
Wenn ein Kind einer besonderen Förderung bedarf, verweisen wir in
Elterngesprächen auf entsprechende Fachdienste (Logopäde, Ergotherapeut...)

2.4.1.      Beobachtungen

Beobachtungen sind immer wertneutral und objektiv. Sie können nur stattfinden,
wenn der Beobachter außen vor bleibt und sich nicht aktiv am Geschehen
beteiligt.
Die Beobachtung ist die Voraussetzung zur Beurteilung des Entwicklungsstandes
und der sozialen Reife des Kindes. Sie dient als Grundlage für
Entwicklungsgespräche mit Eltern und Fachdiensten sowie für jegliche
pädagogische Arbeit. Förderschwerpunkte und Fördermaßnahmen für das Kind
werden daraus evaluiert, gemeinsam mit den Eltern entwickelt und umgesetzt.
(Beobachtungsbogen s. Anlage A1), Die mit jedem Kind angefertigten Portfolio
Mappen unterstützen uns darin, die Beobachtungen und unsere Arbeit
transparent zu machen.

2.5.     Gezielte und geleitete Angebote

                                       Während des Tagesablaufs finden in
                                       Klein- und Gesamtgruppen Angebote
                                       statt, die der Wissensvermittlung, sowie
                                       der Förderung und Einübung Alters
                                       entsprechender Fähigkeiten dient, wie
                                       zum Beispiel Turnstunden, Experimente,
                                       Vorschulerziehung,     Klanggeschichten,
                                       Morgenkreis,          Interaktionsspiele,
                                       Gespräche,      gelenktes     Rollenspiel,
                                       Tischtheater und vieles mehr.
Die Kinder werden dabei ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert
(s. Zielebaum)
2.6.     Kleingruppenarbeit

Da sich in jeder Gruppe Kinder unterschiedlicher Altersstufen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen befinden, kann die Gruppe
dementsprechend in Kleingruppen aufgeteilt werden, z. B. für Turnstunden,
Bilderbuchbetrachtung, Erlernen von Reimen, Fingerspielen, Liedern, für
Entspannungsübungen, Bastelangebote, Märchen, Kochangebote, mathematische
Übungen ...
Alters- und Bedürfnis entsprechende Angebote über- und unterfordern die
Kinder nicht.
Kleingruppenarbeit gestaltet sich persönlicher, konzentrierter, direkt,
individuell, erkennt Lernfelder und Stärken besser. Die dabei gemachten
Beobachtungen sind intensiver.

2.7.     Projektkarbeit

Projektgruppen finden gruppenübergreifend außerhalb der Stammgruppen statt.
Die Kinder können sich je nach Interesse für eine Projektgruppe entscheiden
und sich mit einem Thema intensiv beschäftigen und auseinandersetzen.
Projektgruppen zu den verschiedenen Themen finden meist über einen längeren
Zeitraum statt. Beispiele hierfür sind: Hören, lauschen, lernen, Zahlenland,
Vorkurs Deutsch, Exprimente, Musikgruppe, …

2.8.     Freispiel

                               Das Freispiel ist die kindgerechte Form des
                                                  Lernens.
                           Freispiel nennen wir das Spiel in dem sich das Kind
                           frei nach dem, wie es sich gerade fühlt, nach seinem
                           Entwicklungsstand und seinem Interesse, mit dem
                           bereitgestellten Material im Gruppenraum,
                           in den verschiedenen Spielbereichen (Flur,
                           Kassettenzimmer...) und im Garten beschäftigen
                           darf. (Spielen in der Puppenecke, Verkleidungsecke,
                           Sinnesecke, Lego- und Bauecke, Basteln am
                           Basteltisch, Kneten in der Knetecke, Spielen in den
                           Sinneskartons...).
Im Freispiel sucht sich das Kind das Spielmaterial und den Spielpartner selbst
aus, es setzt sich selbst seine Ziele und Spielaufgaben und bestimmt von sich
aus den Verlauf und die Dauer eines Spiels.
Die Kinder dürfen auch einfach einmal „nichts tun“, denn selbst dabei, nehmen
sie mit ihren Sinnen wahr und lernen vom Spiel der anderen. Oder sie ziehen
sich für eine Weile zurück, weil sie eine Ruhephase brauchen.
Die Aufgabe des pädagogischen Personals im Freispiel ist vorrangig die
Beobachtung, um die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und um ihnen neue
Anregungen geben zu können. Das pädagogische Personal gibt den Kindern
eventuell Hilfestellungen und fördert sie gezielt, je nach Situation.
Die Beobachtung stellt die Grundlage dar, zur Beurteilung des
Entwicklungsstandes und der sozialen Reife des Kindes, ferner ist sie Basis für
Elterngespräche.

2.9.      Offenes Arbeiten

Offene Arbeit, bzw. der offene Kindergarten findet in unserer Einrichtung
Montag und Freitag im ganzen Haus, sowie Mittwoch zwischen den zwei
benachbarten Gruppen statt.
Freitag treffen sich alle Kinder, sowie das pädagogische Personal in der
Turnhalle des Kindergartens zu einem gemeinsamen Morgenkreis.
In der Zeit von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr dürfen sich dann die Kinder frei im Haus,
sowie auf dem Gelände des Kindergartens bewegen. An diesen Tagen finden
                                           Angebote     in    den   verschiedenen
                                           Gruppen         (Kochen,       Basteln,
                                           Legephase...),    in   der    Turnhalle
                                                              (Bewegungsbaustelle,
                                           Interaktionsspiele,    Katchen...),   im
                                           Leisezimmer (Märchen, Geschichte,
                                           Massage...) und je nach Wetter und
                                           personeller Besetzung im Garten
                                           (Wasserrutschbahn,                Spiele,
Freispiel...) statt. Das Kind entscheidet selber wo, mit wem und was es spielen,
sowie an welchen Angeboten es teilnehmen möchte.
Die offene Arbeit fördert die Selbständigkeit, das Selbstbewusstsein, die
Konfliktfähigkeit der Kinder. Das Kind lernt sich aus der Gruppe zu lösen, kann in
neuen Gruppenverbänden andere Verhaltensweisen aufbauen, sich aus eventuell
festgefahrenen Verhaltensweisen lösen. Das Kind geht seinen Interessen nach
und lernt im Laufe der Zeit alle Mitarbeiter und Kinder der Einrichtung kennen,
was zu einem gruppenübergreifendem Wir-Gefühl führt.
Bei Fallgesprächen sind allen Teammitgliedern alle Kinder bekannt.
2.10. Tagesablauf in den Gruppen

Aufgrund der unterschiedlichen Öffnungszeiten der einzelnen Gruppen, kann in
den längeren Gruppen mehr an pädagogischen Angeboten stattfinden (z.B. eine
Entspannung zum Schluss usw.).
Dennoch gleicht sich der Tagesablauf in den einzelnen Gruppen in folgenden
Eckpunkten:
Nachdem die Bringzeit vorüber ist, in der die Kinder einzeln begrüßt werden und
mit Freispiel ihren Tag beginnen, findet der Morgenkreis statt.
Hier treffen sich alle Kinder der Gruppe und tragen ihre Erlebnisse, was sie
gerade beschäftigt in die Runde. Wir schauen uns die Natur an: Welche
Jahreszeit, welchen Wochentag, welches Datum und welches Jahr wir gerade
haben, zählen die Kinder und schauen wer fehlt. Meistens begrüßen wir uns mit
einem Lied oder wünschen uns auf diese Weise einen schönen Tag. Wir beginnen
den Tag miteinander und erfahren, was wir heute alles machen werden bzw.
überlegen wir uns gemeinsam, was wir die Woche über alles machen möchten.
Auch kleine Fingerspiele, Reime, Interaktionsspiele finden je nach Tagesablauf
und Wochenplan im Morgenkreis statt.
Der Morgenkreis bietet Orientierung und Sicherheit für die Kinder.
Freitags findet der Morgenkreis – vor dem offenen Kindergarten – gemeinsam
mit allen Kindern der einzelnen Gruppen in der Turnhalle statt.
Anschließend beginnt die Freispielzeit (s. o.), ein Tisch wird gedeckt, an dem die
Kinder, wann immer sie Hunger haben, Brotzeit machen dürfen (gleitende
Brotzeit). Natürlich wird im Anschluss an die Brotzeit wieder selbständig
abgespült, um den Platz für das nächste Kind vorzubereiten.
In manchen Gruppen findet am Morgen zunächst eine gemeinsame Brotzeit statt.
D.h. alle Kinder frühstücken gemeinsam. Auch an Geburtstagen findet diese
gemeinsame Geburtstagstafel statt.
Während der Freispielzeit finden auch Kleingruppenangebote (s.o.) und andere
geleitete, gezielte Angebote (s.o.) statt.
Im Anschluss an die Freispielzeit wird gemeinsam aufgeräumt.
Denn wer spielen kann, kann auch wieder aufräumen.
                                                 Je nach Wetter und Stimmung
                                                 der    Kinder   gehen    wir   im
                                                 Anschluss     daran,    bis   zur
                                                 Abholzeit in den Garten.

                                               Einzelne     Veränderungen     im
                                               Tagesablauf behalten wir uns
                                               wegen         spontaner       und
                                               situationsorientierter Ereignisse
                                               vor.
2.11. Rahmenplan

Der Rahmenplan wird zweimal im Jahr verfasst, jeweils für ein halbes Jahr
(September bis Dezember, sowie Januar bis Juli).
Im Rahmenplan werden die verschiedenen Lern- und Entwicklungsbereiche mit
Zielen und Methoden aufgeführt. Die Lern- und Entwicklungsbereiche
(Förderschwerpunkte) lauten:
 Kognitive      Bildung     und     Erziehung     (Mathematische    Bildung,
   Naturwissenschaftliche und technische Bildung, Medienbildung und –
   erziehung, elementare informationstechnische Bildung)
 Kreative Bildung und Erziehung (ästhetische, bildnerische und kulturelle
   Bildung und Erziehung)
 Sprachliche Bildung und Förderung
 Lern- und Leistungsverhalten
 Motorischer Bildung und Erziehung (Bewegungserziehung und –förderung,
   Sport)
 Gesundheitliche Bildung und Erziehung
 Ethisch und Religiöse Bildung und Erziehung
 Sozial- emotionale Förderung
 Umweltbildung und –erziehung
 Musikalische Bildung und Erziehung
Im Rahmenplan wird das Jahresthema angegeben, Jahresschwerpunkte werden
darin aufgeführt, sowie in dem Halbjahr stattfindende Termine.
Der Rahmenplan wird im Eingangsbereich des Kindergartens ausgehängt und ist
für alle einzusehen. Dadurch erhalten Eltern, Erziehungsberechtigte, Freunde
und Verwandte Informationen und einen Überblick über unsere pädagogische
Arbeit, sowie eine Vorausschau über unsere Ferienzeiten, Termine und
Vorhaben.

2.12. Wochenpläne

Der Wochenplan bezieht sich auf den jeweiligen Gruppenalltag. Methoden
werden darin vorgestellt und passend dazu die geförderten Bereiche angekreuzt.
Bestimmte, immer wiederkehrende Rituale, wie Morgenkreis werden nicht täglich
im Wochenplan erwähnt. Bereits im Vorfeld erarbeitet das pädagogische
Kleinteam einer Gruppe einen Wochenplan. Um sich jedoch situationsorientierte
Änderungen vorzubehalten wird der Wochenplan immer rückwirkend, d.h.
spätestens Ende der Woche vor der Gruppentüre ausgehängt.
Der Wochenplan gibt einen Einblick in das Gruppengeschehen. Die Eltern
erkennen, dass ihr Kind durch die Vielfältigkeit der Angebote ganzheitlich
gefördert wird.
Emotionalität
                                        Entwicklungsbereiche

                                                               Sozialisation
                                                               Werteorientierung/Religiösität
   von ____________ bis _____________

                                                               Grob- + Feinmotorik
                                                               Kognition + lernmeth. Kompetenzen
                                                               Kreativität
                                                               Wahrnehmung
                                                               Sprache + Literacy
                                                               Medien + Informationstechniken
                                                               Ästhetik + Kunst + Kultur
                                                               Musik + Rhythmus
                                                               Umwelt + Natur
                                                               Gesundheit + lebenspr. Erziehung
                                        Gruppengeschehen
Wochenplan
                                        T

                                        g
                                        a
                                                                                                   Montag   Dienstag   Mittwoch   Donnerstag   Freitag
2.13. Vorschulerziehung
                                                  Die         Vorschulerziehung
                                                  beginnt mit dem Eintritt in
                                                  den Kindergarten. Das heißt
                                                  in dieser Zeit wird das Kind in
                                                  seinen          verschiedenen
                                                          Entwicklungsbereichen
                                                  (Sprache,             Motorik,
                                                  Sozialverhalten, Emotionaler
                                                  Bereich, Kognitiver Bereich,
                                                  lebenspraktischer Bereich...)
                                                  bestmöglich auf die Schule
                                                  vorbereitet.
                                                  Im Alter von 3-5 Jahren
                                                  lernen        die       Kinder
verschiedene Lern- und Förderangebote kennen (s. Rahmen- und Wochenplan).
In ihrem letzten Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt (normalerweise das 6.
Lebensjahr) werden die Kinder zu „Vorschulkindern“. Sie werden explizit
gefördert, der Anspruch an Ausdauer, Konzentration, Selbständigkeit wird
angehoben, die Kinder werden noch mehr in die Entscheidungen und Abläufe des
Kindergartenalltags mit einbezogen.
Das Vorschuljahr beinhaltet besondere Aktionen und Feste:
 Kinderkonferenz (Austausch zwischen allen Vorschulkindern)
 Projektgruppen: Einmal in der Woche, an einem festgelegten Tag, treffen
   sich die Vorschulkinder. Sie dürfen sich ein Projekt aussuchen zu dem sie
   gern mehr erfahren und machen möchten. Die Projektgruppen laufen über
   einen Zeitraum von vier Wochen. Anschließend werden die Gruppen getauscht.
   Im Anschluss daran, dürfen sich die Kinder neue Projekte aussuchen.
 Es wird mehrmals wöchentlich das Programm zur phonologischen Bewusstheit
   durchgeführt. Es handelt sich dabei um Schulvorbereitende Sprachspiele.
   („Hören, lauschen, lernen –Sprachspiele für Kinder im Vorschulalter“ von P.
   Küspert und W. Schneider, Verlag Vandenhoeck und Ruprecht)
 Gestaltung des Jahreskalenders
 Mathematische Erziehung im Zahlenland
 Mitgestalten bei Festen und Feiern
 Abschlussandacht der Vorschulkinder
 Vorschulausflug mit Übernachtung
 Differenzierte spezielle Angebote (z.B. Erlebnispädagogisches Projekt:
   „Höhle“, uvm
2.14. Elternarbeit

   Elternarbeit ist ein sehr wichtiger Bereich unserer
Arbeit. Die Eltern vertrauen uns das wertvollste an, das
sie besitzen – ihr Kind. Dieses Vertrauen wissen wir sehr
  zu schätzen. Da ist es nur selbstverständlich dass ein
 regelmäßiger Austausch, sowie eine partnerschaftliche
                 Elternarbeit statt findet.

Elterngespräche:
Für alle Eltern besteht die Möglichkeit, über den Entwicklungsstand des Kindes
zu informieren. Teils durch ein intensives Entwicklungsgespräch (mindestens
einmal jährlich), dem eine Beobachtung vorausgeht, teils durch Tür und
Angelgespräche. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass nicht vor dem Kind über das
Kind gesprochen wird.

Elternabende:
Über das Jahr finden Elternabende mit verschiedenen Inhalten statt. Festen
Bestand im Jahresablauf hat eine Wahlparty im Oktober, hierbei wird der
Elternbeirat gewählt und den Eltern ein thematischer Einblick in unsere Arbeit
gegeben. Des Weiteren gibt es den Elterninfoabend, der gegen Ende des
Kindergartenjahres stattfindet und den Eltern der Kinder, die ab September in
den Kindergarten gehen grundlegende Informationen zum Kindergartenalltag
gibt, sowie Ängste und Befürchtungen abbauen soll.
Je nach Thema, Interesse der Eltern und situationsbezogener Gegebenheiten
finden noch weitere Elternabende statt. Diese werden vom Kindergartenteam
oder einem Referenten vorbereitet und durchgeführt. Durch diese Abende
werden pädagogische oder kreative Inhalte vermittelt.

Hospitation:
Jedes Jahr werden „Schnuppertage“ für die neuen Kinder mit ihren Eltern
angeboten. Dabei kann die Familie das Gruppengeschehen kennen lernen.
Spontane Hospitationen der Eltern sind nach Absprache mit dem
Kindergartenpersonal ebenfalls möglich.

Elterncafe:
In regelmäßigen Abständen organisieren die Eltern im Eingangsbereich des
Kindergartens ein gemütliches Kaffee trinken. Dabei entstehen neue Kontakte,
ein Austausch ist möglich und ein Gemeinschaftsgefühl kann wachsen.
Feste:
Hin und wieder finden Feste für die ganze Familie oder nur für die Eltern statt
(z.B. Elternfasching). Ebenso wie beim Elterncafe soll auch hier ein gegenseitiges
Kennen lernen und ein Austausch ermöglicht werden. Das daraus entstehende
Gemeinschaftsgefühl soll den Eltern Freude an der Mitarbeit im Kindergarten
geben bzw. die Scheu davor nehmen.

Mithilfe bei Festen:
Auf die Mithilfe der Eltern bei verschiedenen Festen und Aktionen kann der
Kindergarten nicht verzichten. „Gemeinsam sind wir stark“.
Denn der Erlös kommt letztlich dem eigenen Kind zugute. Außerdem erhalten die
Eltern so einen Einblick „hinter die Kulissen“.

Elternbeirat:
Der Elternbeirat wird am Anfang des Kindergartenjahres gewählt (s. hierzu auch
Bayerisches Kindergartengesetz 2. DVBayKiG 12.20 §§ 1 bis 11).
Der Elternbeirat trifft sich mindestens viermal im Jahr zu einer öffentlichen
Sitzung im Kindergarten. Er hilft dem Kindergartenteam bei Adventsmärkten,
Basaren, Festen usw. Er ist eine unverzichtbare Unterstützung für alle, ein
reflektierendes und beratendes Gremium sowie Sprachrohr für die Belange der
Eltern.

Elternaktionen:
Diese finden je nach Belange des Kindergartens statt. So findet beispielsweise
zweimal im Jahr eine Gartenaktion statt. Diese Elternaktionen unterstützen das
Kindergartenteam dabei, den Kindergarten liebevoll und innovativ zu gestalten.
Eltern können ihr Fachwissen mit einbringen und sich je nach Elternaktion
beteiligen. Auch hierbei spielt das gegenseitige Kennen lernen, der Austausch
und der „Blick hinter die Kulissen“ eine wichtige Rolle.

Buchausstellungen, Fachzeitschrifen für Eltern (z.B. „Mobile“)
2.15. Exkursionen

Wir wollen uns als Einrichtung nach außen hin
öffnen, sowie das Lernumfeld der Kinder
erweitern. Aus diesem Grund unternehmen wir
folgende Exkursionen in Jahresablauf:

 Spaziergang durch das Dorf und zum
   Spielplatz.
 Dabei fördern wir das bewusste erleben der
   Natur       im    Jahreszeitenablauf,    die
   Orientierung im Dorf und erkunden das
   kindliche Lebensumfeld.
 Waldtage/Waldwochen
 Wir fördern dabei das bewusste Erleben der
   Natur. Das Kind nimmt Veränderungen des
   Waldes im Jahreszeitenablauf wahr und
   entdeckt den Wald als Spiel-, Lern- und Bewegungsbereich. Das Kind erkennt
   die Schutzbedürftigkeit des Waldes (Umwelterziehung/Umweltschutz).
 Besichtigung von Einrichtungen im Dorf, z.B. Bäcker, Metzger, Feuerwehr,
   Gärtner, Schloss, Zahnarzt, Arzt, Apotheke, Bücherei, Bauernhof,
   Wertstoffhof... je nach Jahresthema.
 Wir fördern dabei die Orientierung im Dorf, erkunden das kindliche
   Lebensumfeld. Die Kinder bekommen einen Einblick in die Berufswelten.
 Besuch der Grundschule um den Kindern den Übergang vom Kindergarten zur
   Grundschule zu erleichtern und um einen fachlichen Austausch mit dem
   Lehrpersonal zu fördern (Kooperation Kindergarten/Grundschule).
 Theaterfahrt
 Wir fördern dabei ein kindliches Interesse für Kultur und erweitern den
   kindlichen Erlebnisbereich vom Dorf zur Stadt.
 Vorschulausflug (je nach Interesse der Kinder, diese dürfen mitentscheiden).
 Erweitern des Erlebnisbereiches der Kinder, ferner werden sie in ihrer
   Selbständigkeits- und Reifeentwicklung unterstützt.
Je nach Jahresthema können sich spontane Exkursionen ergeben.
2.16. Regeln, Grenzen, Aufsichtspflicht

Irina Prokov sagt: „Grenzen sind der Weg des Kindes“ und meint damit, den
Kindern einen Halt, eine Orientierung im Leben zu geben. Mit unseren Regeln und
Grenzen wollen wir dies ebenfalls tun. Ansonsten würde Chaos im Kindergarten
herrschen und kein Kind würde sich mehr wohl und geborgen fühlen.

Allgemeine Regeln, die den gesamten Kindergarten betreffen, inklusive
Außenbereich und Garten:
 Mit Ausnahme des Turnraumes und des Gartens dürfen die Kinder im
   Kindergarten nicht laufen – Verletzungsgefahr!
 Nach Beendigung der Spielzeit oder Verlassens einer Spielecke sollen die
   Kinder eigenverantwortlich aufräumen.
 Konfliktlösung der Kinder darf nicht durch Kratzen, Beißen, Hauen bewältigt
   werden.
 Die Freiheit jedes einzelnen Kindes hört da auf, wo die Freiheit des nächsten
   beginnt. Den Kindern wird das so erklärt: Was Du nicht willst, das man mit dir
   macht, darfst Du auch nicht mit einem anderen machen.
 Es sollen keine Getränke von zu Hause mitgebracht werden, Getränke werden
   vom Kindergarten gestellt (Ausnahme: Sojamilch am Milchtag)
 Jedes Kind hinterlässt bei den gleitenden Brotzeit, seinen Platz wie er ihn
   vorgefunden hat (Geschirr abspülen und abtrocknen)
 Maximal einmal in der Woche kann ein Spielzeug von zu Hause mitgebracht
   werden. Ausnahme: neue Kinder, die das Stofftier zum festhalten als
   Bezugspunkt brauchen.
 Für mitgebrachtes sind die Kinder selbst verantwortlich.
Zusätzlich zu den allgemeinen Regeln bestehen individuelle Gruppenregeln , die in
den verschiedenen Gruppen unterschiedlich sein können.

Durch die oben genannten Regeln werden den Kindern Grenzen gesetzt.
Natürlich ergeben sich im Alltag immer wieder Situationen in denen wir den
Kindern Grenzen setzen. Dies wollen wir mit einer liebevollen und
wertschätzenden Konsequenz tun.

Aufsichtspflicht:
Das Kind muss von den Eltern bis zur Gruppentüre gebracht werden, mit der
Begrüßung beginnt die Aufsichtspflicht des pädagogischen Personals.
Die Aufsichtspflicht des Personals endet mit der Verabschiedung des Kindes und
die Übergabe an die berechtigte Abholperson.
Abholberechtigte Personen sind Personen, die auf der Abholliste vermerkt sind
und die uns ausdrücklich von den Erziehungsberechtigten genannt werden. Kinder
unter 12 Jahren sind nicht Abholberechtigt.
3.0 Integration

Seit September 2008 bieten wir im Kindergarten St. Laurentius eine integrative
Gruppe an. Wir sehen dies als große Bereicherung für unsere Einrichtung, für die
Familien und für das Verständnis im Dorf.
In einer Integrativen Gruppe werden ca. 3-5 Integrativkinder gemeinsam mit
anderen Kindern betreut. Da sich jedes Kind unterschiedlich entwickelt und
manche in einigen Teilbereichen eine besondere Förderung benötigen, ist die
Integrative Gruppe eine große Chance
Integration bedeutet, dass im Rahmen einer kleinen Gruppe, Kinder mit
besonderem Förderbedarf in individueller Weise gefördert und in den Alltag
integriert werden.
Voraussetzung für die Integration ist, dass ein Integrationsantrag beim Bezirk
Oberpfalz – Sozialverwaltung gestellt wird. Diesem Integrationsantrag liegt ein
ärztliches Attest von einer anerkannten Institution zu Grunde.
Der Antrag muss jedes Jahr neu gestellt werden.
Es kann sein, dass ein Integrativkind im darauf folgenden Kindergartenjahr nicht
mehr als solches anerkannt wird, da der Grund der Integration nicht mehr
vorliegt. Je nach Beeinträchtigung des Kindes sowie durch eine intensive,
fachliche Förderung im Kindergarten und durch die Zusammenarbeit mit
Fachdiensten und Elternhaus ist es möglich, dass die Lernfelder ausgeglichen
werden.

Gründe einer Integration können sein:
   •     Teilleistungsstörungen in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen
   •     Entwicklungsverzögerung
   •     Seelische Auffälligkeiten
   •     Auffälligkeiten im Verhalten
   •     Körperliche Beeinträchtigungen
   •     Geistige Beeinträchtigungen
   •     Diagnostizierte Behinderungen
   •     Von Behinderung bedrohte Kinder

Bei jeder Integration wird geprüft ob unsere räumlichen und pflegerischen
Voraussetzungen den Bedürfnissen des Kindes entsprechen.
3.1 Pädagogisches Konzept in der integrativen Gruppe

Die Förderung aller Kinder findet wie in der Konzeption beschrieben statt. Wir
legen Wert auf die Umsetzung der Inhalte des BEP, auf die gezielte individuelle
Förderung der Kinder. Wichtig ist uns dabei auf die Bedürfnisse der Kinder
einzugehen. Unsere Arbeit in Projektgruppen kommt auch in der integrativen
Gruppe zum Tragen. Die Integrativkinder sollen in ihren Entwicklungsbereichen
so unterstützt und individuell gefördert werden, dass sie an dieser
Gemeinschaft aktiv und akzeptiert teilnehmen können. Wir orientieren uns dabei
an den Lebenssituationen der Kinder und alle Kinder lernen miteinander
und voneinander. Jeder hat etwas zu geben und bringt es in die Gemeinschaft
mit ein.
   •     tägliche Rituale geben den Kindern die nötige Struktur und Sicherheit
         zum unbeschwerten Lernen
   •     das gemeinsame Lernen in kleinen Gruppen ermöglicht es jedem Kind,
         sich individuell mit einzubringen. Es ermöglicht dem Pädagogen in
         adäquater Weise auf die einzelnen Kinder einzugehen. Die Interessen
         und besonderen Förderbedürfnisse der Kinder stehen dabei im
         Vordergrund (s. auch Projektgruppen).
   •     Wichtig ist uns ein zielgerichtetes Fördern, ohne die Kinder dabei zu
         verplanen. Wir orientieren uns dabei an der individuellen
         Lebenssituation des Kindes, das so sein darf wie es ist, ohne sich
         verbiegen zu müssen.
   •     Gemeinsam erarbeitete, gesellschaftliche Regeln und Grenzen
         bestimmen auch in dieser Gruppe den Alltag (s. Konzeption 2.16)
   Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich auf den Integrativkindern, die
   durch die zusätzlich finanzierte Fachkraft in spezieller Weise gefördert
   werden (s. 3.2 pädagogisch inhaltliches Arbeiten)
3.2 Pädagogisch inhaltliches Arbeiten

 Art der Förderung          So setzen wir dies um                   Zeitrahmen
Anamnese                •        Intensive Elterngespräche     Vor Eintritt in den
                        •        Ausfüllen des                 Kindergarten
                                 Anamnesebogens
                        •        Informationsgespräche mit
                                 Therapeuten, Fachdiensten
                                 und vorhergehenden
                                 Einrichtungen
Intensivkinder          •        Je nach individueller         Innerhalb der ersten
                                 Gegebenheit wird nach         Monate wird die
                                 einer angemessenen            Intensivperson
                                 Eingewöhnungsphase jedes      herausgefunden. Vorlieben
                                 Integrativkind von einem      und Affinitäten der
                                 Pädagogen intensiv betreut    Kinder haben dabei
                                 (Intensivkind).               Vorrang.
                        •        Der Pädagoge kennt dieses     Die Betreuung erfolgt das
                                 Kind besonders gut und        ganze Jahr über.
                                 setzt sich noch einmal
                                 intensiver mit diesem Kind
                                 auseinander.
Förderpläne          s. Anlage                                 Diese werden
                                                               vierteljährlich
                                                               überarbeitet und
                                                               aktualisiert
                                                               (s. Beobachtungsbögen für
                                                               alle Kinder, einmal im Jahr)
Fallgespräche im        •        der Fall wird im Team         Je nach Bedarf wird dies
Team                             vorgetragen und               als TOP im Team mit
                                 pädagogisch diskutiert        aufgenommen

Elterngespräche         •        es handelt sich dabei um      Einmal im Quartal
                                 Entwicklungsgespräche         ausführlich und zwischen
                                 über das Kind. Als            Tür- und Angel
                                 Grundlage hierfür dienen
                                 die Förderpläne

Zusammenarbeit mit      •        Es findet ein Austausch       In regelmäßigen
den jeweiligen                   über die Entwicklung des      Abständen
                                 Kindes statt.
Fachdiensten
                        •        Weitere Fördermaßnahmen
                                 werden abgesprochen
                        •        Wenn möglich werden
                                 Förderhefte angelegt, die
                                 dem Austausch über den
                                 aktuellen Entwicklungs- und
                                 Förderstand dienen
                        s. nächste Seite!
Spiel- und     •   Unter Berücksichtigung der    Allgemeine Förderung s.
Lernangebote       individuellen Kompetenzen     Konzeption
                   der Integrativkinder
                   werden Förderangebote         Diese speziellen Spiel-
                   erarbeitet                    und Lernangebote finden
               •   Als Grundlage hierfür         täglich statt.
                   dienen die Förderpläne (und
                   genaue Beobachtungen)         Essentiell ist die
               •   Diese Lernangebote finden     Freispielzeit, denn hier
                   hin und wieder in             können die gelernten
                   Einzelsituationen statt       Inhalte im Kontakt mit
                   (wenn erforderlich)           den anderen Kindern
               •   In der Regel werden jedoch    umgesetzt und
                   Kinder mit hinzugenommen,     ausprobiert werden.
                   welche die Entwicklung des    Der Pädagoge steht den
                   Integrativkindes anregen      Kindern dabei in ihrer
                   und die Integration           freien Entfaltung zur
                   fördern.                      Seite.
               •   Eine Einzelförderung durch
                   Spezialisten (Logopäde,
                   Ergotherapeut,
                   Psychologe…) muss auch
                   weiterhin zusätzlich
                   stattfinden.
               •   Es werden dem
                   Integrativkind dabei
                   lebenspraktische
                   Fähigkeiten mit auf den
                   Weg gegeben, die ihm dabei
                   helfen, mit seiner
                   Beeinträchtigung im Alltag
                   zurecht zu kommen.
               •   Die sozialen und
                   emotionalen Fähigkeiten
                   aller Kinder werden durch
                   die Integration immer
                   gefördert
3.3 Personal in der integrativen Gruppe

In dieser Gruppe arbeiten ein/e ErzieherIn, ein/e KinderpflegerIn und ein/e
HeilerziehungspflegerIn im Team zusammen.
Ab drei anerkannten Integrativkindern wird ein Heilerziehungspfleger
bezuschusst und folgendermaßen finanziert:

   •     40% durch die Gemeinde
   •     40% durch den Freistaat Bayern
   •     20% durch den Gewichtungsfaktor der vom Bezirk gewährt wird.

3.4 Räumliche und materielle Voraussetzungen

   •     Bauliche Gegebenheiten werden oft in ihrer Bedeutung überbewertet,
         stellen jedoch in der Regel im Kindergartenbereich keine wesentlichen
         Hindernisse für Kinder mit Behinderung dar. Dies gilt gleichermaßen
         für Materialien. Gegebenenfalls prüfen das Kindergartenteam, die
         Eltern und das Fachpersonal im Einzelfall, ob spezifische räumliche
         Veränderungen oder Anpassungen notwendig sind.
   •     Räumliche Veränderungen sollten von vorneherein so geplant und
         ausgestaltet werden, das sie allen Kindern offen stehen.
         o (Quelle: Integrativer Kindergarten e.V.)

3.5 Gruppenübergreifende Integration

Wir haben uns im Team gemeinsam sehr intensiv mit Integration beschäftigt.
Förderpläne und Konzeptionen wurden gemeinsam erarbeitet und auch die
Selbsterfahrung spielte dabei eine wichtige Rolle.
Integration ist nicht die Aufgabe einer einzelnen Gruppe. In dieser Gruppe
herrschen zwar die optimalen Bedingungen (geringere Gruppenstärke, mehr
Personal). Dennoch ist es der Anspruch der gesamten Einrichtung, Integration
stattfinden zu lassen. Wir orientieren uns dabei an den Lebenssituationen der
Kinder - alle Kinder lernen miteinander und voneinander. Jeder hat etwas zu
geben und bringt es in die Gemeinschaft mit ein.
4.0 Wir öffnen uns nach außen

Ohne die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wäre der
Kindergartenalltag nicht möglich. Es handelt sich dabei um ein wechselseitiges
agieren, geben und nehmen.

4.1. Zusammenarbeit mit dem Träger

Der Träger des Kindergartens ist die Kirchenstiftung Alteglofsheim, Kirchplatz
2, vertreten durch Herrn Pfarrer Josef Rohrmeier.
                                                 Er       wird       von     der
                                                 Kindergartenleitung        über
                                                 anstehende Angelegenheiten
                                                 und Veränderungen informiert
                                                 und        bespricht       seine
                                                 Entscheidungen        gemeinsam
                                                 mit ihr.
                                                 Der Träger hat die
                                                 letztendliche Entscheidungs-
                                                 gewalt über alle Belange und
                                                 die Geschäftsführung des
Kindergartens inne. Des weiteren unterstützt er uns in der religiösen Erziehung
mit der Gestaltung der Gottesdienste im Festkreislauf des Kirchenjahres.

4.2 Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Die Gemeinde unterstützt uns in vielen finanziellen Fragen, wofür der
Finanzangestellte zuständig ist. Sie übernimmt 80% des Betriebskostendefizits
und aufgrund einer Absprache mit der Gemeinde wird diese über Anschaffungen,
die einen Wert von 500 Euro überschreiten informiert.
Der Bürgermeister ist der Hauptansprechpartner.
Im Januar treffen sich alle Vereine und Institutionen in der Gemeinde, um alle
anstehenden Termine zu besprechen.
Die Termine des Kindergartens werden an die Gemeinde weitergeleitet und von
dieser im VG-Kurier öffentlich gemacht.
Die Gemeindearbeiter sind uns behilflich bei Arbeiten die das Außengelände
betreffen und unterstützen uns in handwerklichen Arbeiten.
4.3 Zusammenarbeit mit Vereinen
Ferner arbeiten wir mit Vereinen und Institutionen des Ortes zusammen. Die
Vereine unterstützen den Kindergarten in seiner Arbeit, bei verschiedenen
Festen, Aktionen, Projekten und deren Sicherheitsmaßnahmen.
Wir arbeiten verstärkt zusammen mit der Feuerwehr (St. Martin,
Kartoffelfest...), Bund Naturschutz (Gestaltung des Garten) und mit dem Obst-
und Gartenbauverein (Apfelpressen, Gestaltung eines Hochbeets...), Spielkreis...

4.4 Zusammenarbeit mit Fachdiensten

Da uns aufgrund der Gruppenstärke und des Betreuerschlüssels eine individuelle
Einzelförderung aller Kinder nicht immer möglich ist, verweisen wir in
Einzelfällen auf Fachdienste.
Voraussetzung hierfür sind intensive Beobachtungen und Elterngespräche.
Wir verweisen vor allem auf Logopäden (welche die Sprachentwicklung der
Kinder unterstützen), Ergotherapeuten ( welche die Wahrnehmung des Kindes,
sowie das Körperbewusstsein und das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften
unterstützen), Motopädagogen (welche die motorischen Fähigkeiten der Kinder
unterstützen), sowie Erziehungsberatungsstellen und Frühförderstellen.
Nach Absprache mit den Eltern und deren Einverständnis finden
Entwicklungsgespräche mit den entsprechenden Fachdiensten statt. Auch
teaminterne Fachgespräche mit verschiedenen Fachdiensten bereichern unseren
Kindergartenalltag.

4.5 Zusammenarbeit mit dem Landratsamt

Das Landratsamt, speziell das Jugendamt veranstaltet einmal im Jahr eine
Leiterkonferenz mit rechtlichen und organisatorischen Inhalten.
Außerdem informiert das Landratsamt über erzieherische und schulische
Inhalte. Die Übernahme des Kindergartenbeitrags wird ebenfalls beim
Jugendamt beantragt. Formulare hierfür sind bei der Kindergartenleitung
erhältlich.
Die Personalkosten des Kindergartens werden vom Jugendamt bezuschusst.
Einmal im Jahr muss ein Jahresplanungsbericht im Jugendamt abgegeben
werden. Auch über die Mitglieder des Elternbeirats, die Konzeption usw. wird
das Landratsamt von uns informiert.
Das Gesundheitsamt bietet Beratungstage für Hör- und Sprachauffällige Kinder
an und führt im Frühjahr Hör- und Sehtests mit den Vorschulkindern durch.
Diese Tests sind Voraussetzung für die Schuleinschreibung.
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