Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019

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Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019
Magazin der Lebenshilfe Ansbach
                                                Ausgabe 1/2019

Arbeiten außerhalb der Werkstatt

Ein ganz normaler
Arbeitsplatz
Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019
wir

Liebe Mitglieder, Förderer und
Freunde der Lebenshilfe Ansbach,
liebe Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter,

die Lebenshilfe Ansbach kann          Im Bereich Arbeit hieß es Abschied       Bitte besuchen Sie auch unsere
einen weiteren Meilenstein in         nehmen. Herr Martin Kandert,             anderen Veranstaltungen. Neben
der Betreuung von Menschen            Werkstattleiter in Lenkersheim,          dem Netzwerklauf haben wir auch
mit Schwer- und Mehrfachbe-           geht nach 37 Jahren bei der              thematische Infoveranstaltungen
hinderung in Angriff nehmen. In       Lebenshilfe in seinen wohlverdien-       und Feste unserer Einrichtungen
Brodswinden konnte im Dezember        ten Ruhestand. Wir wünschen ihm          in den Terminkalender
der Spatenstich für den Bau der       dafür alles Gute und seinem Nach-        aufgenommen. Wir freuen uns auf
Förderstätte mit zahlreichen Gäs-     folger, Herrn Matthias Friedrich,        Ihren Besuch.
ten gefeiert werden.                  viel Erfolg in seiner neuen Auf-
Ab 2020 arbeiten dann in den          gabe. Er wird auch die erfolgreiche      Danke an alle Förderer und
neuen Räumlichkeiten 50 Men-          Zusammenarbeit mit der Firma             Spender der Lebenshilfe. Mit Ihrer
schen mit hohem Förderbedarf.         Staedtler fortsetzen, die bereits seit   Unterstützung können wir beson-
                                      10 Jahren existiert.                     dere Angebote für unsere betreu-
Der Treffpunkt Lebenshilfe und das                                             ten Menschen finanzieren.
Café Karl in der Karlstraße in Ans-   Lange war es erwartet worden,
bach konnten den Ansturm beim         jetzt ist es auch terminlich festge-        Herzlichst
ersten gemeinsamen Weihnachts-        legt. Nach der offiziellen Einwei-          Ihr
markt kaum bewältigen. Die Aus-       hungsfeier im KiM in Feuchtwan-
zeichnung „Bayern barrierefrei“,      gen im Oktober laden wir zum Tag
die der Regierungspräsident Dr.       der offenen Tür am Samstag, 11.
Bauer für unsere Räumlichkeiten       Mai ab 10.30 Uhr, ein. Es wird viele
übergeben hat, freut uns sehr. Wir    interessante Einblicke in die Arbeit        Kurt Unger
konnten dort im Werkstattladen        der Einrichtungen im KiM geben.             Vorsitzender
jetzt auch einen Außenarbeitsplatz                                                Lebenshilfe Ansbach e. V.
besetzen.

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Inhaltsverzeichnis
                                                                                                     wir
Die Themen im Überblick
   Bayern barrierefrei: Lebenshilfe ausgezeichnet                                           4
   Erster Adventsmarkt im TREFFPUNKT                                                        5
   20 Jahre Ambulant Begleitetes Wohnen                                                  6-7
   Einweihung des Kinder- und Familienzentrum KiM                                        8-9
   Jubiläum der Außenarbeitsgruppe bei Staedtler                                      10-11
   Jessica Strebel: Außenarbeitsplatz bei der Lebenshilfe                             12-13
   Ruhestand: Hans-Martin Kandert verlässt Lebenshilfe                                    14
   Lenkersheim: Neuer Werkstattleiter stellt sich vor                                     15
   Porträt - So sieht mein Alltag aus                                                     16
   Spatenstich für neue Förderstätte                                                      17
   Vierter Ansbacher Netzwerklauf ist in den Startlöchern                                 18
   Termine und Ankündigungen                                                              19
   Neues Betreuungsangebot / Entschädigungsfonds unterstützt Opfer 20
   Helfen und Unterstützen                                                                21
   Werden Sie Mitglied: Beitrittserklärung zur Lebenshilfe Ansbach                    22-23

 Wege gemeinsam gehen      aufwachsen und lernen    wohnen und leben    arbeiten und gestalten

                                                                                                       3
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wir
                                                                                  Regierungspräsident Dr. Thomas
                                                                                  Bauer (im Bild 4. v. r.) überreichte
                                                                                  das Signet „Bayern barrierefrei“ des
                                                                                  Bayerischen Staatsministeriums für
                                                                                  Familie, Arbeit und Soziales an den
                                                                                  Vorsitzenden der Lebenshilfe Kurt
                                                                                  Unger (2. v. r.). Mit ihnen freuen sich
                                                                                  (vorne von links) der weitere Stell-
                                                                                  vertreter des Bezirkstagspräsidenten,
                                                                                  Titus Schüller, Oberbürgermeisterin
                                                                                  Carda Seidel und Landrat Dr. Jürgen
                                                                                  Ludwig. Den Hebeplattformlift
                                                                                  erprobte Bruno Lindenmeyer.

Lebenshilfe ist Vorreiter
in Sachen Barrierefreiheit
Wege gemeinsam gehen

Der TREFFPUNKT Lebenshilfe und das Café Karl in          kleine Maßnahmen können viel helfen",
der Karlstraße 7 in Ansbach sind nun auch ganz           erklärte der Lebenshilfe-Vorsitzende Kurt Unger.
offiziell barrierefrei. Der Regierungspräsident          Regierungspräsident Dr. Bauer bezeichnete das
von Mittelfranken, Dr. Thomas Bauer, überreichte         Engagement der Lebenshilfe als wichtigen Beitrag
das Signet "Bayern barrierefrei" im Namen des            zu einer inklusiven Gesellschaft. Das Beispiel solle
Bayerischen Sozialministerium.                           anderen Mut machen, sich für Inklusion einzusetzen.
                                                         Landrat Dr. Jürgen Ludwig betonte, dass Barriere-
Das Signet ist ein Zeichen der Anerkennung für alle,     freiheit für jeden irgendwann Thema ist, ob beim
die in Bayern Barrieren abbauen. Barrierefreiheit        Kinderwagen schieben oder im Alter, wenn man
bedeutet im TREFFPUNKT und Café, dass die                vielleicht mit dem Rollator unterwegs ist.
Zugänge ebenerdig sind. Um Stufen im Gebäude
zu überwinden, wurden Hebeplattformlifte für             Dass Ideenklau bei der Barrierefreiheit erlaubt
                          Rollstuhlfahrer installiert.   sei, darauf verwies Titus Schüller, der als Vertreter
                            Außerdem gibt es überall     des Bezirks gekommen war. Auch er lobte den
                               automatische Türöffner.   Vorbildcharakter. Denn der Ausschluss von Menschen
                                                         mit Beeinträchtigung aus dem öffentlichen Raum sei
                                  Um Barrierefreiheit    änderbar, nur brauche es einen kulturellen Wandel,
                                   zu schaffen, muss     um diesen Weg voranzugehen.
                                     nicht immer
                                       der große         Die Lebenshilfe ist die dritte Einrichtung in Ansbach,
                                        Aufwand          die sich mit dem Signet der Barrierefreiheit
                                          betrieben      schmücken darf. Auch das Landratsamt und die
                                           werden,       Landesfinanzschule haben diese Auszeichnung schon
                                           auch          bekommen.

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N e u e s a u s d e m Ve re i n
                                                                                              wir
Neuer
Standort für
Lebenshilfe-
Adventsmarkt
Wege gemeinsam gehen

Der beliebte Adventsmarkt aus der          Großteil war nach zwei Stunden verkauft. Die Bläser rund um
Brodswindener Werkstatt fand im            Lebenshilfe-Mitarbeiter Rudi Gögelein lockten die Gäste schon
Dezember vergangenen Jahres zum            von weitem an. Auch das Café Karl und der Werkstattladen
ersten Mal in der Karlstraße 7 statt.      waren bis 19:00 Uhr geöffnet und zogen viele Besucher an.
Mitarbeiter aus GmbH und Verein hatten     Im Veranstaltungsraum des TREFFPUNKT konnte man bei
sich im Vorfeld eine ganz besondere        Glühwein und Torte, gebacken von der Hauswirtschaft der
Weihnachtsaktion überlegt. Im Innenhof     Wohnheime, bei Live-Musik in weihnachtliche Stimmung
von Café Karl und TREFFPUNKT wurden        geraten. Im Innenhof war neben den Adventskränzen
die weihnachtlichen Gestecke aufgebaut     ein Stand mit selbst hergestellen Produkten aus der
und fanden reißenden Absatz. Der           Förderstätte geboten sowie eine Weihnachtsbude mit
                                           Keramikgegenständen. Auch der Nikolaus, der kleine
                                           Geschenke verteilte, und ein Bratwurstgrill, durften nicht
                                           fehlen. Dabei hatten nicht nur die Gäste großen Spaß am
                                           Adventsmarkt, ob sie nun zufällig oder geplant vorbei
                                           gekommen waren. Auch die Mitarbeiter genossen trotz der
                                           Arbeit den Tag und freuten sich über den großen Zuspruch.

                                           Es ist zwar noch eine Weile hin, aber vorab schon die gute
                                           Nachricht für alle, die den Termin verpasst haben: am
                                           29. November wird es wieder einen Adventsmarkt in der
                                           Karlstraße geben mit vielen Attraktionen.

                                                                                                        5
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wir                                  wohnen und leben

Wege zur Selbstständigkeit:
Amublant Begleitetes Wohnen
seit mehr als 20 Jahren
Wohnen und leben

Der Auszug aus dem Elternhaus        seine Pläne das Elternhaus zu              men hat. Seine Begleitung kommt
ist eine entscheidende Phase im      verlassen nicht auf Zustimmung.            zwar noch mit zur Praxis, er ist aber
Leben junger Menschen. Das-          Seine Mutter glaubte nicht, dass er        allein mit dem Arzt im Zimmer.
selbe gilt auch für Menschen mit     es schaffen könnte auf sich allein         Zwei Betreuer unterstützen ihn im
Behinderung, die diesen Schritt      gestellt zurechtzukommen. Aber             Alltag und richten sich nach ihm
oft etwas später im Leben wagen.     mit 25 Jahren stand sein Ent-              mit den Terminen. Nach und nach
Damit die Selbstständigkeit          schluss fest. „Ich wollte es zumin-        konnte David Ross die Stunden
auch gelingt, gibt es Unterstüt-     dest probieren, zurück hätte ich ja        reduzieren, in denen er das ABW in
zung vom Ambulant Begleiteten        immer gekonnt“, erzählt der heute          Anspruch nimmt. Mittlerweile sind
Wohnen (ABW). Seit 20 Jahren         32-jährige, der in der Lebenshil-          es noch 4,5 Stunden pro Woche,
existiert dieser Dienst bereits      fe-Werkstatt in Brodswinden in der         zu Beginn waren es sechs. Auch
bei der Lebenshilfe Ansbach, der     Pforte beschäftigt ist. Fünf Jahre ist     die Mutter findet es mittlerweile
Menschen mit Behinderung jeg-        es nun her und der Umzug in eine           wunderbar, dass ihr Sohn in seinem
lichen Alters dabei unterstützt,     WG mit anderen Menschen mit                eigenständigen Leben angekom-
möglichst selbstständig zu leben     Behinderung war auch für David             men ist.
und somit zu einer inklusiveren      Ross ein großer Schritt, wie er ein-
Gesellschaft beiträgt.               räumt. Unterstützung fand er beim          Derzeit betreut das Ambulant
                                     Ambulant Begleiteten Wohnen.               Begleitete Wohnen der Lebenshilfe
Gerade Eltern von jungen Erwach-     Mitarbeiter geben Hilfestellung            Ansbach rund 76 Personen und ist
senen mit Behinderung fällt es oft   bei der Haushaltsführung, bei der          damit einer der größten Dienst-
noch ein bisschen schwerer die       Korrespondenz mit Behörden und             leister in Mittelfranken in diesem
eigenen Kinder ziehen zu lassen.     Ämtern oder bei Konflikten in der          Bereich. „Eine Besonderheit ist,
Auch bei David                         WG. Auch die Begleitung zu Arzt-         dass wir nicht nur Menschen mit
Ross stie-                               terminen gehört dazu. „Früher          geistiger Behinderung unterstüt-
ßen                                        konnte ich hinterher nicht           zen. Auch Menschen mit psychi-
                                              wiedergeben, was der              scher Erkrankung werden von uns
                                                Arzt gesagt hat“, erklärt       begleitet", erklärt Einrichtungslei-
                                                    David Ross. Eine            ter Uwe Salvasohn. Die Nachfrage
                                                       Hürde, die er mitt-      steige kontinuierlich an. Mittler-
                                                        lerweile genom-         weile kommt die Mehrzahl der
                                                                                Anfragen von Klienten aus dem
                                                                                Bereich der psychischen Erkrankun-
                                                           Auch der             gen. Klassischerweise führt deren
                                                           gemeinsame Gang
                                                           zum Supermarkt ist   Weg oft nach der Entlassung aus
                                                           eine der Aufgaben
                                                                                einem psychiatrischen Fachkran-
                                                           wobei das ABW
                                                           unterstützen kann.   kenhaus hin zum ABW. Der Dienst
                                                                                soll die Klienten dabei unterstüt-

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wir
                                                                            Petra Horndasch unterstützt
                                                                            ihren Klienten David Ross auch
                                                                            bei der Haushaltsführung
                                                                            und beim Zubereiten von
                                                                            Mahlzeiten..

zen, wieder in einen geregelten      auch bei finanziellen Angelegen-       qualifiziertes Personal gefunden
Alltag hineinzufinden.               heiten. Das Hauptziel besteht          werden muss. Dieses setzt sich aus
                                     darin, die Menschen nach Möglich-      Erziehern, Heilerziehungspflegern
Auch bei Matthias Merz war dies      keit wieder in die komplette Selbst-   und Sozialpädagogen zusam-
der Fall. Nach einem längeren Auf- ständigkeit zu entlassen. Tatsäch-       men. Feinfühligkeit ist gefragt im
enthalt im Bezirkskrankenhaus auf- lich werden deshalb viele Klienten       Umgang mit den Klienten. Das
grund seiner psychischen Erkran-     mit psychischen Beeinträchtigun-       ABW kommt meist zum Einsatz,
kung, verbrachte er zwei Jahre in    gen nur eine Zeitlang begleitet.       wenn der Betreute von der Arbeit
einer Übergangseinrichtung der                                              kommt und nicht unbedingt in der
AWO. Danach folgte der nächste       Die Dienste des ABW sind stark         Laune ist, sich weiteren Herausfor-
Schritt zurück in die Selbstständig- nachgefragt, allerdings steht oft      derungen zu stellen. Gleichzeitig
keit, er zog in eine Wohngemein-     die angespannte Lage auf dem           ist es für viele schwierig, Hilfe zu
schaft. Vier Stunden pro Woche       Wohnungsmarkt Menschen mit             akzeptieren, da sie dadurch an ihre
kommt das Fachpersonal vom ABW Behinderung im Wege, selbst-                 Beeinträchtigung erinnert werden.
und unterstützt den 49-jährigen      ständig zu leben. Bezahlbarer          „Wir können niemanden zwingen,
im Haushalt und bei Arztbesuchen Wohnraum ist schwer zu finden.             das ABW ist ein freiwilliges Ange-
und hilft im beim Backen, was er     Die Lebenshilfe Ansbach tritt des-     bot", stellt Uwe Salvasohn deshalb
gerne macht. Ganz wichtig sind für halb selbst als Vermieter auf und        auch klar. Die Mitarbeiter müssen
Matthias Merz auch die sogenann- unterhält verschiedene Häuser mit          es schaffen, eine vertrauensvolle
ten Entlastungsgespräche. Prob-      Wohngemeinschaften für Klienten.       Zusammenarbeit herzustellen.
leme, die sich aufgrund der psychi- Doch das Problem der Wohnungs-          Denn Ziel des ABW ist es den
schen Beeinträchtigung ergeben,      suche ist nicht die einzige Her-       Menschen in seiner individuellen
sollen möglichst früh erkannt und ausforderung, der sich das ABW            Lebensweise zu unterstützen, ohne
offen angesprochen werden, um        stellen muss. Steigende Klien-         Regeln überzustülpen.
dem Klienten stabil zu halten.       tenzahlen bedeuten, dass mehr

Psychische Erkrankungen entwi-
ckeln sich oft über Jahre. Langsam
beginnt sich dann eine Spirale zu      Kontakt:
drehen, die manchmal mit einer         Uwe Salvasohn
Suchterkrankung einhergeht, oft        Einrichtungsleitung ABW
gefolgt ist von Arbeitslosigkeit und   Henry-Dunant-Str.8
Verschuldung. Um ein geregeltes        91522 Ansbach
Leben zu gewährleisten unter-          Tel: 0981 650 5067-580
stützt das Ambulant Begleitete         E-Mail:
Wohnen nicht nur mit Entlastungs-      u.salvasohn@lebenshilfe-ansbach.de
gesprächen, sondern hilft Klienten

                                                                                                               7
Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019
wir                                                    Kinder- und Familienzentrum KiM

Kinder- und Familienzentrum KiM:
"Vorzeigeprojekt für ganz Bayern"
aufwachsen und lernen

Das neue Kinder- und Familienzentrum KiM ist           besonders der Stadt Feuchtwangen und
mittlerweile ganz offiziell eröffnet. Am 12. Oktober   anderen beteiligten Kostenträgern, die alle
waren Vertreter aus Politik, von Bauunternehmen        zusammenarbeiteten, damit dieses Projekt
sowie zukünftige Kooperationspartner ins KiM           möglichst rasch verwirklicht werden konnte.
geladen, um den Start dieses einzigartigen Projektes   Auch Bürgermeister, Patrick Ruh, sprach
zu feiern.                                             von der „Quadratur des Kreises“, die mit der
                                                       schnellen Errichtung des KiMs geschafft wurde.
Im Mai 2015 hatte man erstmals mit dem Gedanken        „Wenn man will, dann geht’s“, so sein Fazit.
gespielt, ein Kinder- und Familienzentrum zu           Das KiM sei ein Meilenstein für Feuchtwangen
errichten, wie der Lebenshilfe-Vorsitzende, Kurt       in vielerlei Hinsicht, ob aus fachlicher oder
Unger, berichtete. Deshalb galt sein Dank auch         architektonischer Sicht.

                                                       Großes Lob gab es für den Namen „KiM“,
                                                       der für „Kinder im Mittelpunkt“ steht.
                                                       Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber, der aus
                                                       dem Sozialministerium in München angereist
                                                       war, sagte, im Bayerischen stehe „kimm“
                                                       für „komm her“, eine durchaus passende
                                                       Aufforderung. Denn das KiM sei einzigartig in
                                                       Bayern, eine ähnliche Einrichtung für Kinder
                                                         gebe es bislang noch nicht. "Sie haben ein
                                                            Haus mit Vorbildfunktion geschaffen",
                                                              betonte der Ministerialdirektor. Im KiM
                                                                befindet sich neben der Inklusiven
                                                                 Kindertageseinrichtung auch eine
                                                                   Interdisziplinäre Frühförderstelle.
                                                                    Kinder aus der Kita können bei
                                                                     Bedarf, Therapien direkt im Haus
                                                                      wahrnehmen. Desweiteren ist
                                                                       dort die Schulvorbereitende
                                                                        Einrichtung mit
                                                                        Heilpädagogischer Tagesstätte
                                                                        untergebracht. Dr. Markus

                                                                      Kinder aus allen vier
                                                                      Einrichtungen sangen für die
                                                                      Gäste das "KiM-Lied".

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Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019
wir

Symbolischer Akt: Dekan Martin Reutter, Pfarrer Christoph Matejczuk, Geschäftsführer Günther Fohrer, Vorsitzender Kurt Unger,
Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber, Patrick Ruh, Frank Fürhäußer, Gerhard Kleindiek (v.l.n.r.) und Kinder aus der Heilpädagogischen
Tagesstätte durschneiden das Band.

Gruber lobte auch die Großzügigkeit
der Räumlichkeiten, mit der viele
Einrichtungen in der Großstadt nicht
mithalten könnten.

Zum Ende der Einweihung gab es den
kirchlichen Segen von Pfarrer Christoph
Matejczuk. Die katholische Kirche,
mit dem neuen Gemeindebau, der
aus der Hand desselben Architekten
stammt, befindet sich in unmittelbarer
Nachbarschaft zum KiM. Ihm zur
Seite stand dem Pfarrer der Dekan
der evangelischen Kirche, Martin
Reutter, der das KiM mit seinem
inklusiven Charakter als „richtigen und
wichtigen Schritt in Richtung Zukunft"
bezeichnete.

  Der Architekt des KiM, Frank Fürhäußer (links), übergibt
   ein Bobby-Car an den Geschäftsführer Günther Fohrer
                      sowie Kita-Leiterin Sandra Brenner.

                                                                                                                                         9
Ein ganz normaler Arbeitsplatz - Magazin der Lebenshilfe Ansbach Ausgabe 1/2019
wir
                                                                                              Gelebte
                                                                                              Inklusion:
                                                                                              10 Jahre
                                                                                              Kooperation
                                                                                              mit Staedtler
                                                                                              arbeiten und gestalten

                                                                                              Lebenshilfe dann auf der Suche
                                                                                              nach neuen Räumlichkeiten und
                                                                                              bei Staedtler Platz war, folgte 2008
                                                                                              der nächste Schritt. Ein Selbstläufer
                                                         aus allen Bei-                       war das Projekt aber nicht, sonden
                                                       trägen heraus-                         der Leitspruch der Lenkersheimer,
                                                  hören . Die Idee                            dass es "normal ist, verschieden zu
                                             hinter dem Projekt ist,                          sein", musste erst mit Leben gefüllt
                                       dass Menschen mit Behinde-                             werden, wie Werkstattleiter Martin
                                    rung nicht nur in den eigenen                             Kandert berichtete. Er hatte zusam-
                                    Werkstätten Aufträge für Firmen                           men mit Ulrike Wesche, Personal-
                                    abwickeln, sondern direkt in                              leiterin im Sugenheimer Werk, das
Wird es scheitern oder zur Normali- einem Unternehmen mitarbeiten.                            Projekt hauptsächlich vorangetrie-
tät werden? Das war die Frage, die Mittlerweile sind 30 Beschäftigte                          ben. Ängste und Befürchtungen
sich den Verantwortlichen stellte   im Staedtler-Werk in Sugenheim                            gab es auf beiden Seiten, denen
als das Staedtler-Werk in Sugen-    vor Ort, die dort unter anderem                           man versuchte in einem Arbeits-
heim vor zehn Jahren eine Gruppe Verpackungsarbeiten erledigen.                               kreis zu begegnen. Viel Über-
Werkstattgänger aus Lenkersheim Im Vorfeld hatte es bereits eine                              zeugungsarbeit war gerade auch
in die eigenen Produktionshallen    jahrzehntelange Zusammen-                                 bei den Eltern notwendig, deren
aufnahm. Die Antwort darauf         arbeit zwischen der Werkstatt                             Kinder bislang im geschützten
konnte man auf der Jubiläumsfeier und Staedtler gegeben. Als die                              Raum der Werkstatt tätig waren.

Investierten viel Herzblut in das Projekt: Ulrike Wesche   Die "Chorwürner" bestehen aus Mitarbeitern mit und ohne Behinderung
von Staedtler und Hans-Martin Kandert von der              treten öfter gemeimsam auf, wie zum Beispiel beim 10jährigen Jubiläum der
Lebenshilfe.                                               Außenarbeitsgruppe.

10
Neues aus dem Werkstätten
                                                                                                                          wir

                                                                                                Die Vertreter der Lebenshilfe Kurt Unger,
                                                                                                Hans Herold und Dieter Bögelein
                                                                                                (von rechts) freuen sich über die
                                                                                                Verlängerung des Vertrages, den
                                                                                                ihnen Mischa Franz, Geschäftsführer von
                                                                                                Staedtler, übergeben hatte.

Doch „durch tägliche Begegnungen werden Ängste                       sich bewusst, dass an dem Projekt beständig gearbei-
abgebaut und das ist hervorragend gelungen“,                         tet werden muss. „Integration geschieht nicht von
berichtete Kandert. Heute gebe es viele Kleinigkeiten,               selbst, sondern muss wachsen und Zeit gegeben wer-
die zur Integration beitragen und zeigen, dass die                   den“, erklärte Ulrike Wesche. Sie ist aber auch über-
Beschäftigten längst angekommen sind bei Staedtler.                  zeugt davon, dass es ein "Gewinn für beide Seiten"
So ist der Chip zum Stempeln zum Symbol geworden,                    ist. Das Integrationsmodel wurde von Staedtler sogar
dass man Teil der Mannschaft ist und wird von den                    in dessen Verhaltenskodex aufgenommen. "Es zeigt,
Menschen mit Behinderung mit Stolz benutzt. Auch                     dass diese gelebten Werte einen hohen Stellenwert
das Staedtler-Shirt wird von allen getragen und trägt                bei Staedtler haben", erklärte der Leiter des Sugen-
dazu bei, dass Gleichbehandlung herrscht. Man trifft                 heimer Staedtler-Werks, Peter Kugler.
sich in der gemeinsamen Kantine, es gibt Kickertur-
niere mit gemischten Gruppen. Auch im Zuge der                       Nach 10 Jahren ist klar: das Projekt ist nicht geschei-
Jubliäumsfeierlichkeiten fand ein großes Kickerturnier               tert, sondern tatsächlich zur Normalität geworden.
statt. Weiteres Zeugnis des Zusammenwachsens sind                    Gekrönt wurden die Feierlichkeiten mit der Verlän-
die "Chorwürmer", bestehend aus Menschen mit und                     gerung des Vertrages mit der Lebenshilfe-Werkstatt
ohne Behinderung, die nicht nur auf der Feier sangen,                um weitere fünf Jahre. Das Pionier-Projekt hat sogar
sondern regelmäßig auftreten. Auch eine gemein-                      schon Nachahmer gefunden: bei Staedtler in Nürn-
same Nordic Walking Gruppe wird gerade aufgebaut.                    berg und einer Ansbacher Firma.
Die Liste ließe sich fortsetzen. Bei Staedtler ist man

Das Jubiläum wurde in Etappen begangen. Neben der Feier gab es ein   Eine gemeinsame Nordic-Walking-Gruppe traf sich m Zuge der
Kickerturnier mit rund 50 Teilnehmern.                               Jubliäumsfeierlichkeiten für einen Lauf.

                                                                                                                                      11
wir                                   Arbeiten außerhalb der Werkstatt

Ein ganz normaler Arbeitsplatz
arbeiten und gestalten

Das erklärte Ziel der                 "ganz normalen" Arbeitsplatz.      haben mich so akzeptiert, wie ich
Westmittelfränkischen                 Den hat sie im TREFFPUNKT          bin", so ihr Urteil über ihre Prak-
Lebenshilfe Werkstätten ist es,       Lebenshilfe gefunden, wo sich      tikumszeit. Für ihre neue Tätig-
Menschen mit Behinderung in           das Beratungszentrum und           keit braucht sie ein hohes Maß an
die Arbeitswelt zu integrieren.       die Offenen Hilfen befinden.       Flexibilität. Damit sie den Anforde-
Dies bedeutet, dass auch immer        Dort übernimmt sie einfache        rungen entsprechen kann, betreut
wieder Arbeitsmöglichkeiten           Verwaltungstätigkeiten, wie zum    eine Integrationsbegleitung die
außerhalb der Werkstätten             Beispiel, die Post wegbringen,     junge Frau. Carolin Markert von
für Beschäftigte gesucht              Briefe kuvertieren oder kopieren.  der Lebenshilfe besucht sie mindes-
werden. Wie vielfältig diese                                             tens alle zwei Wochen an ihrem
Betätigungen aussehen können          Außerdem ist sie am Empfang im     Arbeitsplatz, um sie in ihrer beruf-
und wer die Menschen auf diesen       Werkstattladen, der sich ebenfalls lichen Tätigkeit zu unterstützen.
Außenarbeitsplätzen sind, stellen     im TREFFPUNKT befindet, tätig.     Eine feste Bezugsperson ist wichtig
wir Ihnen regelmäßig in unserem       Sie kümmert sich um Kunden,        für sie, auch um Probleme anzu-
Mitgliedermagazin        vor.         die auf der Suche nach einem       sprechen. Gemeinsam mit den Mit-
                                      Geschenk sind oder bringt Klienten arbeitern des TREFFPUNKTS und
Jessica Strebel möchte ihr            zum jeweiligen Berater. Sie stellt der Integrationsbegleitung wird ihr
eigenes Ding machen. Dies             selbst auch einige Produkte für    Aufgabenfeld festgelegt. Eine sta-
bedeutet für die junge Frau mit       den Laden her, wie zum Beispiel    bile Struktur und klare Arbeitsan-
einer Lernbehinderung, dass           Topflappen. Dafür hat sie einen    weisungen sind für Jessica Strebel
sie nicht in einer Werkstatt für      Upcycling-Kurs in der Werkstatt    unabdingbar. Sonst kann es passie-
Menschen mit Behinderung              besucht. Vor ihrer Beschäftigung   ren, dass sie sich zurückzieht und
arbeiten will. Stattdessen            im Werkstattladen hatte Jessica    verschließt. Um dies zu verhindern,
wünschte sich Jessica Strebel einen   Strebel bereits einen Arbeitsplatz auch dafür ist Carolin Markert da.
                                      in der Außengruppe bei der Firma Wenn Veränderungen anstehen,
                                      Diehl. Als aber nach knapp einem   braucht Jessica Strebel besondere
                                      Jahr die Möglichkeit kam zu        Unterstützung und muß lange Zeit
                                       wechseln, griff sie zu.           vorher Bescheid wissen.

                                           Eingestiegen war sie in den      Leistung zu bringen ist ihr aller-
                                             ersten Arbeitsmarkt mit        dings auch im Privatleben wichtig.
                                               einem Praktikum bei der      Sie ist als Schwimmerin aktiv und
                                                 Stadt Herrieden, womit     hat im vergangenen Jahr an den
                                                  sie ihrem Wunsch nach     Special Olympics in Kiel teilgenom-
                                                    einem "normalen"        men. Dort konnte sie mit ihrem
                                                     Leben ein Stück        Schwimmteam aus der Ansbacher
                                                     näher kam: "Die        Lebenshilfe-Werkstatt etliche
                                                                            Medaillen einsammeln. Darauf ist
                                                    Als Schwimmerin nimmt
                                                                            sie stolz, genauso wie auf ihren
                                                    Jessica Strebel immer
                                                   wieder an Wettkämpfen    "ganz normalen" Arbeitsplatz.
                                                  teil.

12
wir

Jessica Strebel liebt das
abwechslungsreiche und
kreative Arbeiten im
Werkstattladen.

                              13
wir
Ein Leben im
Dienst für die
Lebenshilfe
arbeiten und gestalten
                                       Hans-Martin Kandert auf seiner offiziellen Verabschiedungsfeier in Lenkersheim.

Nach 37 Jahren Einsatz für die        Zusammen werden wir mit den                    Wohlbefinden unserer Mitarbeiter
Lebenshilfe hat sich der Leiter der   Wohnmobilen die russische Grenze               ist eine wichtige Aufgabe und ein
Werkstatt Lenkersheim, Hans           entlang fahren, da fühlt man sich              ständiger Prozess. Das wird auch in
Martin Kandert, in den Ruhestand      wohler und sicherer. Ansonsten                 Zukunft so bleiben.
verabschiedet. Zuvor haben wir        habe ich Zeit für Angeln, Familie,
noch die Gelegenheit wahrge-          meine Frau, Enkelkinder und zwei                   : Letzte Frage: Welchen Rat-
nommen, ihn zu seiner Zeit bei der    Hunde. Da wird mir bestimmt nicht              schlag geben Sie Ihrem Nachfol-
Lebenshilfe zu befragen.              langweilig.                                    ger, Matthias Friedrich, mit auf
                                                                                     den Weg?
     : Herr Kandert, freuen Sie sich      : Haben Sie in der Werk-
auf den Ruhestand? Was tun Sie        statt alle ihre Ziele erreicht, bzw.           Kandert: Es gibt ein Motto, dass
dann in Ihrer Freizeit?               haben Sie alles so umsetzen kön-               mir sehr am Herzen liegt. „Es ist
                                      nen, was Sie vorhatten?                        normal verschieden zu sein - wir
Kandert: Nach 37 Jahren Dienstzeit                                                   gehen Wege gemeinsam”. Dieses
in der Lebenshilfe freue ich mich     Kandert: Ziele hat man zwar                    Motto, oder diese Weisheit, ist
sehr auf meinen Ruhestand. Die        und sind auch wichtig, doch alle               nicht nur in der Werkstatt an den
Zeit als Werkstattleiter war eine     erreichbar sind sie nicht. Im Großen           Wänden geschrieben, sondern
schöne Zeit, aber auch manchmal       und Ganzen bin ich aber mit dem                auch in allen Bereichen der Werk-
nicht ganz einfach. Mit schwieri-     Erreichten zufrieden. Was noch                 stattarbeit anwendbar. Ob man mit
gen Entscheidungen tat man sich       offen ist, ist die Modernisierung              Firmen, mit Menschen mit Behin-
manchmal schwer. Ich gebe die         der Küche (darum kümmert sich ja               derung oder mit Kolleginnen oder
Verantwortung gerne ab. Wissen        jetzt Matthias Friedrich), oder auch           Kollegen zu tun hat – dieser Spruch
muss man, dass Werkstattleiter        die Erweiterung der Förderstätte.              birgt die Wahrheit in sich. In seiner
kein 8-Stunden-Job ist, Werkstatt-    Die ist zwar für 30 Betreute gebaut,           täglichen Arbeit muss man jedem
leiter ist man rund um die Uhr.       aber jetzt schon wieder überbe-                Menschen in seiner eigenen Art
In meiner Freizeit habe ich viel vor. setzt.                                         begegnen und entsprechend
So freue ich mich sehr auf eine                                                      behandeln. Diesen Gedanken
große Reise im nächsten Sommer.       Das Personal wird zusehends                    möchte ich gerne an meinen Nach-
Da geht es über Schweden, Finn-       belastet. Personalpläne, Sicher-               folger weiter geben. Ich habe so in
land und an der russischen Grenze heitsvorschriften, neue Behinde-                   meiner Zeit die besten Erfahrungen
bis ganz nach oben. Geplant haben rungsarten und Firmenaufträge                      gemacht.
wir dafür sechs bis acht Wochen       mit ihren engen Terminplänen
bei insgesamt gut 9000 km. In Finn- setzen das Personal immer mehr                       : Vielen Dank für das freund-
land werde ich meinen Kollegen        unter Druck. Dabei ist es unser                liche Gespräch. Wir wünschen
und Freund, Fred Barjak, treffen.     Kapital. Das Wohlwollen und das                Ihnen alles Gute im Ruhestand.

14
Neues aus den Werkstätten
                                                                                                        wir
Neuer Werkstattleiter
in Lenkersheim
arbeiten und gestalten

Er übernimmt das Zepter von              Friedrich: Durch das neue Bun-         Kindergärten oder Schulen, wächst
Martin Kandert und freut sich auf        desteilhabegesetz bahnt sich ein       stetig. Nur durch die Modernisie-
seine neue Aufgabe: Matthias             Wandel an, bzw. ist schon voll im      rung ist es möglich, das Angebot
Friedrich ist neuer Werkstattleiter      Gange. Diesen müssen wir sehr          entsprechend auszubauen.
in Lenkersheim.                          genau beobachten. Als gesamt-
                                         heitliche Einrichtung sind wir auf-       : Wie sehen Sie die Werkstatt-
    : Herr Friedrich, wie kamen          gefordert, uns den neuen Heraus-       landschaft in zehn Jahren?
Sie zur Lebenshilfe?                     forderungen zu stellen. Als Beispiel
                                         möchte ich die Öffnung für externe     Friedrich: Die Behinderungsar-
Friedrich: Ich habe einen Meister-       Bewerber nennen, die für uns           ten werden sich verändern, ganz
titel in Elektrotechnik. Als Service-    schlichtweg eine Konkurrenz dar-       klar. Sicher ist, dass die stärkeren
techniker war ich über zehn Jahre        stellen. Haben wir nicht das gleiche   Beschäftigten auf den ersten
in ganz Bayern unterwegs. 2011           Angebot in möglichst besserer          Arbeitsmarkt vermittelt sind oder
habe ich von einer freien Stelle         Qualität für unseren Interessens-      sich zumindest in einem ausge-
als Gruppenleiter in der Werkstatt       kreis parat, könnten wir schnell ins   lagerten Arbeitsplatzverhältnis
Lenkersheim erfahren. Da ich mich        Hintertreffen geraten. Der Markt       befinden. Diejenigen, die noch in
sowieso beruflich verändern wollte       muss also genauestens beobachtet       der Werkstatt verbleiben, werden
(auch die langen Autostrecken            werden, um schnell reagieren zu        mehr, bzw. intensivere Betreuung
wollte ich abschaffen), stand mein       können. Bei Werkstattgängern mit       benötigen. Also auch der Anspruch
Plan schnell fest. Ich bewarb mich       klassisch geistiger- und körperli-     an unsere angestellten Mitarbeiter
und es hat sofort geklappt. Ziem-        cher Behinderung, müssen wir mit       wird nicht einfacher. Fachpersonal
lich schnell erkannte ich zu der Zeit,   sinkenden Zahlen rechnen. Was          und gut geschulte Mitarbeiter sind
dass die Lebenshilfe mit allen ihren     neu ist, ist die steigende Zahl an     Voraussetzung für eine weiterhin
Inhalten genau die Veränderung           Menschen mit seelischer Erkran-        gute Arbeit in allen unseren Ein-
war, die ich suchte. Stück für Stück     kung. Auch das ist ein Thema, mit      richtungen.
wuchs mein Aufgabenfeld. Nach            dem wir uns aktiv auseinander-
einer Fortbildung wurde ich Sicher-      setzen und Lösungen anbieten              : Vielen Dank für das
heitsfachkraft. Parallel dazu hatte      müssen.                                Gespräch.
ich natürlich auch noch meine
Montagegruppe als Gruppenleiter              : Was haben Sie zuerst vor?
zu führen. Als dann eines Tages
feststand, dass Martin Kandert           Friedrich: Ich möchte als erstes
bald in Rente gehen würde, sah           unbedingt die Modernisierung
ich erneut eine Chance. Ich wollte       der Küche vorantreiben. Der
mehr Verantwortung tragen. Auch          Austausch der alten Gerät-
das hat wieder geklappt, das freut       schaften, sowie die Moder-
mich ganz besonders.                     nisierung von Aufenthalts-
                                         raum, sanitären Anlagen
                                         und Umkleiden stehen
   : Was sind ihre zukünftigen           an erster Stelle. Der Kreis
Schwerpunkte?                            der Kundschaft, wie z.B.

                                                                                                                 15
wir                                   Neues aus den Werkstätten

                                                 Porträt –
                                                 So sieht
                                                 mein Alltag aus
                                                 arbeiten und gestalten

                                                 Lebenshilfe-Beschäftigte erzählen aus ihrem Leben:
                                                 Andrea Meier, 35 Jahre, beschäftigt in der Förderstätte
                                                 der Lebenshilfe-Werkstatt in Lenkersheim.

Wie lange arbeiten Sie schon hier?   Ich bin seit vier Jahren in der Förderstätte.

Was haben Sie vorher gemacht?        Mit 17 Jahren hatte ich einen schweren Autounfall. Seitdem habe
                                     ich viele Einrichtungen besucht und Therapiemöglichkeiten genutzt.
                                     Vor vier Jahren kam ich dann in diese Einrichtung der Lebenshilfe. Für
                                     mich bedeutet dies heute eine gewisse Regelmäßigkeit, die mich sehr
                                     zufrieden stimmt.

Welche Arbeiten machen Sie?          Wir erledigen hier Aufträge aus der Werkstatt. Das ist ohne Ter-
                                     minstress und macht Spaß. Es bringt auch Abwechslung mit in die
                                     Gruppe. Außerdem bin ich viel mit Ergotherapie, Krankengymnastik
                                     und Bewegungstherapie beschäftigt.

Was macht am meisten Spaß?           Knetgummi verpacken gefällt mir ganz gut.

Wie und wo wohnen Sie?               Ich wohne zu Hause bei meinen Eltern in Colmberg. Dort habe ich ein
                                     eigenes Zimmer.

Wie kommen Sie zur Werkstatt?        Der Fahrdienst holt mich täglich mit dem Kleinbus ab und bringt mich
                                     auch wieder nach Hause.

Was gefällt Ihnen an der Förder-     Das Klima hier ist sehr gut. Da gibt’s auch immer etwas zu lachen.
stätte?

Was gefällt Ihnen nicht?             Da gibt es nichts!

Haben Sie Pläne für die Zukunft?     Ich würde gerne mal fliegen. Außerdem gefiele mir auch eine Del-
                                     fin-Therapie. Ich habe gehört, dass es so etwas im Meer mit Delfinen
                                     gibt. Vielleicht bietet sich ja mal die Möglichkeit dazu, wer weiß.

16
wir
Spatenstich für neue Förderstätte
arbeiten und gestalten

Foto v.l.n.r.: Architekt Frank Fürhäußer, Lebenshilfe-Vorsitzender Kurt Unger, die Beschäftigte Carmen Krug, Förderstättenleiterin Heidi Humbert,
Dieter Bögelein, Dr. Thomas Bauer, stv. Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß, Dr.Christian Schoen, den Beschäftigten David Grimm und den
Werkstattleiter Willi Ulm.

Die Bagger waren bereits angerückt und hatten die                         durch den Freistaat Bayern. Regierungspräsident
Bodenplatte gelegt als im Dezember der offizielle                         Dr. Thomas Bauer sagte in seinem Grußwort, dass
Spatenstich für die neue Förderstätte im Ansbacher                        die neue Förderstätte einen wichtigen Beitrag zur
Stadtteil Brodswinden durchgeführt wurde. Für 50                          Inklusion leiste. Denn das Gefühl, mit der eigenen
Menschen mit Schwer- oder Mehrfachbehinderung                             Arbeitsleistung etwas zu bewirken und Anerkennung
entsteht derzeit das neue Gebäude, das sich in                            zu ernten, sei auch für behinderte Menschen wichtig.
unmittelbarer Nähe zu den drei Lebenshilfe-Werk-                          50 Beschäftigten soll zukünftig auf 2400 Quadrat-
stätten befindet. Da in der vorhandenen Förder-                           metern ein geregelter Tagesablauf geboten werden.
stätte ein „extremer räumlicher Engpass“ herrsche,                        41 Plätze sind bereits besetzt, wie der Werkstattleiter
wie der Geschäftsführer Dieter Bögelein in seiner                         Willi Ulm erklärte. Bis Juni 2020 soll das Gebäude
Ansprache ausführte, sei der Bau notwendig.                               fertig sein. Auch vom Bezirk Mittelfranken ist für das
                                                                          Projekt ein Zuschuss von 495.000 Euro angedacht, wie
Die Baukosten belaufen sich auf sechs Millionen                           die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa
Euro, bezuschusst werden rund drei Millionen                              Naaß wissen ließ.

                                                                                                                                              17
wir                             ANSBACHER
                                NETZWERK
                                LAUF

                                                                                                 mbH
                             3. J u l i 2 0 1 9

                                                                                                 nG
                                                                                             tt e
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                              e s t m i t t e l f rä n k i s

Netzwerklauf 2019 –
Bald laufen sie wieder
arbeiten und gestalten

Der Netzwerklauf wird zur Tradition - in diesem                           einem Firmenlauf. Zudem präsentieren sich auf dem
Jahr geht er schon in die vierte Runde. Mittlerweile                      Ansbacher Stadiongelände zahlreiche Firmen, um
sind rund 1.000 Läufer jährlich am Start, Tendenz                         potentielle neue Arbeitnehmer anzusprechen. Es
steigend. Am Mittwoch, den 03. Juli, ist es wieder                        findet also Netzwerken auf allen Ebenen statt und
soweit. Der Termin unter der Woche hat sich bewährt,                      das alles in ungezwungener, lockerer Atmosphäre.
denn viele Unternehmen nutzen die Gelegenheit zu                          Auch sonst wird auf dem Gelände wieder einiges
                                                                          geboten sein, von Losbude, über Kletterturm bis hin
                                                                          zu einer Hüpfburg für Kinder und Live-Musik.

                                                                          Der neue Schirmherr ist gleichzeitig auch der neue
                                                                          Bezirkstagspräsident Armin Kroder. Die Chefs von
                                                                          Bezirk und Sparkasse wechselten sich bislang ab mit
                                                                          der Schirmherrschaft und zeigen somit ihre Verbun-
                                                                          denheit mit dem Netzwerklauf.

                                                                          Anmelden kann man sich online wieder über die
                                                                          Netzwerklaufseite ab sofort:
                                                                          www.ansbacher-netzwerklauf.de. Den ersten
                                                                          800 Anmeldern ist ein Laufshirt sicher, die späteren
                                                                          Anmelder gehen leider leer aus. Also, früh anmelden!
                                                                          Interessierte können über die Facebook-Seite des
                                                                          Netzwerklaufs auf dem Laufenden bleiben.

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wir
            Termine und Ankündigungen
                                        Wege gemeinsam gehen

Wohnheim-Feste                                       Info-Abende des Betreuungsvereins
                                                     "Gesetzliche Betreuung, Vorsorgevollmacht
Sonntag, 05. Mai 2019, 11:00 – 17:00 Uhr             und Behindertentestament"
Wohnheim Feuchtwangen
Ringstr. 27                                          Donnerstag, 04. April 2019, 19:00 – 21:00 Uhr
91555 Feuchtwangen                                   TREFFPUNKT Lebenshilfe
Sonntag, 02. Juni 2019, 11:00 – 17:00 Uhr            Karlstraße 7
Wohnheime Ansbach                                    91522 Ansbach
Henry-Dunant-Straße 8
91522 Ansbach                                        Mittwoch, 09. April 2019, 19:00 – 21:00 Uhr
                                                     Interdisziplinäre Frühförderstelle
Sonntag, 07. Juli 2019, 11:00–17:00 Uhr              Rosengasse 17
Gabrieli-Haus                                        91541 Rothenburg ob der Tauber
Vogteiplatz 11
91567 Herrieden                                      Dienstag, 07. Mai 2019, 19:00 – 21:00 Uhr
                                                     Werkstatt Feuchtwangen
                                                     Esbacher Weg 20
Tag der Offenen Tür                                  91555 Feuchtwangen
Samstag, 11. Mai 2019, 10:30–16:30 Uhr
Kinder- und Familienzentrum KiM                      Donnerstag, 23. Mai 2019, 19:00 – 21:00 Uhr
Am Bleichwasen 1                                     Heilpädagogische Tagesstätte
91555 Feuchtwangen                                   Steinweg 19
                                                     91567 Herrieden

4. Ansbacher Netzwerklauf
Mittwoch, 03. Juli 2019, ab 15:00 Uhr
Stadion Ansbach

Mooswiesencafé
Sonntag, 22. September – Dienstag,
24. September, 13:00–16:30 Uhr
Wohnheim Feuchtwangen
Ringstr. 27
91555 Feuchtwangen

                                                                                                     19
wir
                                                     Neues Angebot
                                                     in Feuchtwangen
                                                     Wege gemeinsam gehen

                                                   Immer mehr Menschen mit Behinderung scheiden auf-
                                                  grund ihres Alters aus den Werkstätten aus. Damit diese
                                                Menschen lernen ihren Ruhestand sinnvoll zu gestalten,
                                            gibt es die "Tagesstrukturierenden Maßnahmen" (TSM). Auch
                                         Menschen mit Behinderung, die vorübergehend keine Werkstatt
                                    oder Förderstätte besuchen, können dieses Angebot in Anspruch neh-
                               men. Dieses reicht von Mittagessen, Entspannungsangeboten, gemeinsamen
                      Spielen und Musizieren bis hin zu Ausflügen.

Die Lebenshilfe Ansbach unterhält ein solches Betreuungsangebot in den Räumen des Wohnheimes in Ans-
bach. Dieses Angebot soll nun ausgedehnt werden: ab April 2019 wird es eine solche Einrichtung auch in
Feuchtwangen geben. Standort wird das alte Postgebäude sein, das einen barrierefreien Zugang hat und fuß-
läufig des Zentrums liegt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: Lebenshilfe Ansbach e. V., Tel: 0981 650 5067-0,
E-Mail: wohnenundleben@lebenshilfe-ansbach.de.

 Entschädigung für erlittenes Unrecht
 Wege gemeinsam gehen
 Geld heilt nicht alle Wunden,       Psychiatrien gelitten haben und     Beratungsgespräch wird das
 aber kann ein Mittel sein,          die von den Folgewirkungen          Vorgehen besprochen. Nach
 erlebtes Unrecht zumindest          noch immer beeinträchtigt           Prüfung des Antrags bekommt
 anzuerkennen. Menschen, die         werden. Außerdem können sich        man die Entscheidung mitgeteilt.
 in deutschen Einrichtungen          Personen melden, die in ihrer       Bei Anerkennung können die
 der Behindertenhilfe oder           Jugend für solche Einrichtungen     Opfer bis zu mehrere tausend Euro
 Psychiatrien vor 1990 Leid und      gearbeitet haben, ohne dass für     Unterstützungsleistung erhalten.
 Unrecht erfahren haben, können      sie Sozialversicherungsbeiträge
 sich für Unterstützungsleistungen   gezahlt wurden.                     Kontakt
 anmelden. Dafür wurde die                                               Bayerische Anlauf- und
 Stiftung Anerkennung und Hilfe      Wie stelle ich den Antrag?          Beratungsstelle der Stiftung
 von Bund, Ländern und Kirchen                                           Anerkennung und Hilfe
 ins Leben gerufen.              Bestimmte Voraussetzungen               Zentrum Bayern Familie und Soziales -
                                 müssen für die Anmeldung                Bayerisches Landesjugendamt
 Wer kann einen Antrag stellen? erfüllt sein. Ein erster Schritt ist     (ZBFS-BLJA)
                                 die Kontaktaufnahme mit der             Tel.: 089/18966-2500; E-Mail:
 Anmelden können sich Menschen, Anlauf- und Beratungsstelle.             anlaufstelle.stiftung@zbfs.bayern.de
 die als Kinder oder Jugendliche Diese übernimmt dann die                Nähere Info unter:
 wegen der Unterbringung in      Anmeldung und Antragstellung,           www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de
 einer stationären Einrichtung   die bis zum 31. Dezember 2019
 der Behindertenhilfe oder in    möglich ist. In einem persönlichen

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Helfen und unterstützen
                                                                                                          wir
Wir danken allen Helfern und Unterstützern!
                                                                       Spende vom Lions Club Ansbach

                                                                       Die Bücherwürmer der Förderstätte in
                                                                       Feuchtwangen freuten sich über eine
                                                                       großzügige Bücherspende. Der Lions Club
                                                                       Ansbach veranstaltete im Brückencenter einen
                                                                       Bücherflohmarkt. Die übriggebliebenen Bücher
                                                                       durfte die Lebenshilfe für ihr "Bücherwurm"-
                                                                       Projekt in Feuchtwangen mitnehmen, in dem
                                                                       Menschen aus Werkstatt und Förderstätte
                                                                       eine Tätigkeit am PC geboten wird und das
                                                                       erfolgreich angelaufen ist. Vielen herzlichen
                                                                       Dank an den Lions Club Ansbach für die
                                                                       Spende!

Spende von Bäckerei an die Werkstatt

Vielen Dank an die Bäckerei Pfanz für eine Spende von
500,- Euro. Seit 2017 gibt es zur Weihnachtszeit keine
Kundengeschenke mehr. Stattdessen wird das Geld für
einen guten Zweck ausgegeben. Diesmal ging der Betrag
an die Westmittelfränkische Lebenshilfe Werkstätten GmbH
nach Ansbach. Werkstattleiter Willi Ulm nahm den Scheck
entgegen, rechts im Bild Anna und Johannes Pfanz.

                                                           rocket-media rockt!

                                                           Die Firma rocket-media aus Dinkelsbühl hat an die
                                                           Lebenshilfe 3.550 Euro gespendet. Das Unternehmen,
                                                           das Software-Lösungen für Firmen entwickelt, spendet
                                                           regelmäßig einen festgelegten Prozentsatz, der sich an den
                                                           Mitarbeiter-Gehältern orientiert, für karitative Zwecke.
                                                           Offiziell übergab Geschäftsführer Peter Passeck (rechts im
                                                           Bild) den Spendenscheck. Das Geld will die Lebenshilfe dafür
                                                           verwenden, Menschen mit Behinderung ein Freizeitangebot
                                                           zu finanzieren. Wir bedanken uns ganz herzlich!

                                  Unterstützen Sie die Lebenshilfe Ansbach!
                   Sparkasse Ansbach · IBAN: DE32 7655 0000 0160 2904 74 · SWIFT-BIC: BYLADEM1ANS
             VR-Bank Mittelfranken West eG · IBAN: DE35 7656 0060 0000 0493 44 · SWIFT-BIC: GENODEF1ANS

                                                                                                                    21
wir                                                                    Helfen und Unterstützen

                                Wir brauchen Sie!
Werden Sie Mitglied bei der Lebenshilfe Ansbach!
Die Lebenshilfe Ansbach e. V. ist ein lebendiger Verein, der engagierte Menschen an seiner Seite braucht,
ob Eltern von Kindern mit Behinderung, andere Angehörige, Menschen mit Behinderung selbst, Freunde
wie Förderer und Ehrenamtliche. Unsere Arbeit reicht von der Förderung von Geburt an über Schul- und
Berufsausbildung, Schaffen von angemessenen Arbeitsplätzen, Unterstützung beim Wohnen bis hin zur
Begleitung im Rentenalter. Wir verstehen uns als Interessenvertreter, Berater und Dienstleister für Menschen
mit Behinderung.

Auch Sie können die Arbeit der Lebenshilfe Ansbach als Mitglied unterstützen. Die Höhe des
Mitgliedsbeitrages bestimmen Sie selbst. Der Mindestbetrag beträgt 30,- Euro pro Jahr. Um Mitglied zu
werden, füllen Sie bitte unsere Beitrittserklärung aus und senden diese unterschrieben an die
Lebenshilfe Ansbach e.V., Hardtstraße 1, 91522 Ansbach.

Jedes Mitglied erhält mehrmals pro Jahr unsere Mitgliederzeitschrift „wir“ mit aktuellen Beiträgen aus der
Lebenshilfe Ansbach und interessanten Einsichten in die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Das Magazin
wird Ihnen kostenfrei per Post zugesandt. Selbstverständlich stehen Ihnen auch unsere umfangreichen
Beratungsangebote kostenlos zur Verfügung.

Jedes Mitglied zählt! Unterstützen Sie uns, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern.

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Beitrittserklärung
Als Elternteil/Förderer* erkläre ich hiermit
meinen Beitritt zum Verein Lebenshilfe Ansbach e. V.
Ich bin bereit, einen Jahresbeitrag von                               € steuerbegünstigt zu zahlen.
(Der Mindestbeitrag beträgt 30,00 €. Der Mindestbeitrag für Ehepartner von Mitgliedern beträgt 23,00 €.)

Nachname, Vorname:                                                           geb.: 
Straße, Hausnummer:                                                          Tel.: 
PLZ, Ort:                                               E-Mail: 


Ort				Datum				Unterschrift
Eine Zuwendungsbescheinigung ab einem Betrag über 200,00 € wird auf Wunsch zugesandt. Bis 200,00 € gilt
der Kontoauszug als Bescheinigung für das Finanzamt.
* Nichtzutreffendes bitte streichen.

Ermächtigung zum Einzug von Mitgliedsbeiträgen
Anschrift des Vereins (Zahlungsempfänger):
Lebenshilfe Ansbach e. V., Hardtstraße 1, 91522 Ansbach
Ich ermächtige die Lebenshilfe Ansbach e. V. Zahlungen von meinem u. g. Konto für meine Mitgliedschaft mit-
tels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der Lebenshilfe Ansbach e. V. auf
mein Konto gezogene Lastschrift einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem
Belastungsdatum, die Erstattung des belastenden Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditins-
titut vereinbarten Bedingungen.

Nachname, Vorname (Kontoinhaber): 
Straße, Hausnr.:                                             PLZ, Ort: 
IBAN: 
SWIFT/BIC:                                          Kreditinstitut: 


Ort				Datum				Unterschrift

Datenschutzklausel:
Ich erkläre mich einverstanden, dass vorstehende Daten für Vereinszwecke in einer EDV-gestützen Mitglieder-
und Beitragsdatei gespeichert werden. Der Verein Lebenshilfe Ansbach e. V. ist verpflichtet, seine Mitglieder der
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern e. V. und der Bundesvereinigung
Lebenshilfe e. V. zu melden. Übermittelt werden dabei nur Name und Anschrift, ggf. die Vereinsmitgliedsnum-
mer. Ohne dieses Einverständnis kann diese Mitgliedschaft nicht begründet werden. Der Verein beachtet die EU-
DSGVO und gibt Ihnen die Möglichkeit, sich bei Fragen an den Datenschutzbeauftragten zu wenden. Weitere
Infos unter https://www.lebenshilfe-ansbach.de/helfen-und-spenden/mitglied-werden/.

Ort				Datum				Unterschrift
Lebenshilfe Ansbach e. V.                                    Westmittelfränkische
Hardtstraße 1                                                Lebenshilfe Werkstätten GmbH
91522 Ansbach                                                Hauptwerkstatt und Verwaltung
                                                             Hardtstraße 1
Telefon 0981 9525-0                                          91522 Ansbach
Telefax 0981 9525-100
E-Mail: wegegemeinsamgehen@                                  Telefon 0981 9525-0
lebenshilfe-ansbach.de                                       Telefax 0981 9525-100
                                                             E-Mail: arbeitenundgestalten@
                                                             lebenshilfe-ansbach.de
TREFFPUNKT Lebenshilfe
BeLA
Beratungsdienst der Lebenshilfe Ansbach                     Impressum
Karlstraße 7
91522 Ansbach                                                     -Magazin der Lebenshilfe Ansbach
                                                            Herausgeber:
Kostenlose und unverbindliche Beratung                      Lebenshilfe Ansbach e. V. und
für Menschen mit Behinderung aller                          Westmittelfränkische Lebenshilfe Werkstätten GmbH
Altersgruppen, für Angehörige und                           Hardtstraße 1
rechtliche Betreuer                                         91522 Ansbach
                                                            Redaktion und Gestaltung:
Zu erreichen:                                               Nathalie Lober, Harald Eisner
Mo - Fr: 09:00 – 12:00 Uhr                                  (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
und nach Vereinbarung
                                                            Layout:
Telefon 0981 4663-1700                                      CORBEAU werbeagentur
Telefax 0981 4663-1707
E-Mail: beratung@lebenshilfe-ansbach.de                     Druck:
                                                            SOMMER media GmbH & Co. KG, Feuchtwangen

                             Zeit schenken!
                             Ehrenamt – jeder Einsatz zählt
                             Haben Sie Lust auf Herausforderung?
                             Dann zeigen Sie Einsatz und schenken Sie Zeit!
                             Tel: 0981 4663 -1701 | ehrenamt@lebenshilfe-ansbach.de

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