Exportbericht Myanmar - Januar 2018 - Außenwirtschaftsportal Bayern
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Exportbericht Myanmar
Januar 2018
Außenhandel
Geschäftsabwicklung
Markterschließung
Zoll
Recht
Geschäftsreisen2
Grundlage dieser Broschüre sind die Länderreports der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, die uns die Länderreports
freundlicherweise zur Verfügung stellt. AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ist die
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Weitere Exportberichte sind im AUSSENWIRTSCHAFTSPORTAL BAYERN unter
www.auwi-bayern.de → Rubrik „Länder“ abrufbar.
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ALLGEMEINES ................................................................................................................................... 4
WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN ..................................................................................................... 7
Wirtschaftsdaten ............................................................................................................................ 9
AUSSENHANDEL.............................................................................................................................. 13
GESCHÄFTSABWICKLUNG UND MARKTBEARBEITUNG .............................................................. 14
Normen ........................................................................................................................................ 15
Liefer-, Leistungs- und Zahlungsbedingungen .............................................................................. 15
Bonitätsauskünfte......................................................................................................................... 16
Forderungseintreibung ................................................................................................................. 16
Bank- und Finanzwesen ............................................................................................................... 16
Verkehr, Transport und Logistik ................................................................................................... 17
KORRUPTION – EIN VERMEIDBARES UND GEFÄHRLICHES ÜBEL ............................................. 17
STEUERN UND ZOLL ....................................................................................................................... 18
Steuern und Abgaben .................................................................................................................. 18
Zoll und Außenhandelsregime...................................................................................................... 19
RECHTSINFORMATIONEN .............................................................................................................. 21
Draft Myanmar Companies Law 2017 .......................................................................................... 21
Handelsrecht und gewerbliche Bestimmungen ............................................................................. 21
Firmengründung ........................................................................................................................... 22
Patent-, Marken- & Musterrecht ................................................................................................... 22
Urheberrecht ................................................................................................................................ 23
Lizenzvergabe .............................................................................................................................. 23
Arbeits- & Sozialrecht ................................................................................................................... 23
BAYERISCHES AUSSENWIRTSCHAFTSANGEBOT ....................................................................... 25
INFORMATIONEN FÜR GESCHÄFTSREISEN ................................................................................. 26
WICHTIGE ADRESSEN .................................................................................................................... 29
LINKS ................................................................................................................................................ 36
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ALLGEMEINES
Key facts
Staatsform Demokratische Volksrepublik
Fläche 676.590 km2; Union of Myanmar (unterteilt in sieben
„Teilstaaten” und sieben Divisionen)
Bevölkerung ca. 51,4 Mio. Einwohner (Census 2014,)
Städte Großraum Yangon/Rangoon (7,4 Mio. Einw.),
Region Mandalay (6,1 Mio. Einw.),
Region Bago (4,8 Mio. Einw.),
Region Naypyitaw/Pyinmana (1,2 Mio. Einw.),
Hauptstadt und Sitz der Regierung seit 2006,
Mawlamyaing/Moulmein (450.000 Einw.)
Klima Überwiegend tropisch; heiße Jahreszeit von Februar bis
Mai (bis über 40 Grad im Schatten), Monsunregen von
Mai bis Oktober (bis ca. 35 Grad); im Norden des Landes
angenehmes und trockenes Klima.
Währung Myanmar Kyat (MMK)
1 EUR = 1.350,56 MMK
1 MMK = 0,00073 EUR
(Stand: 17.12.2017)
Historischer Überblick
Die Bevölkerung des heutigen Myanmar besteht aus dutzenden Volksgruppen, die bedeutendsten
davon Burmesen, Shan und Mon. Die Burmesen setzten sich im Laufe der Jahrhunderte durch und
regierten das Land in den folgenden 800 Jahren unter verschiedenen Dynastien. Von 1824 bis
1885 gab es drei Kriege zwischen den in Indien herrschenden Briten und den Burmesen. Burma
wurde schließlich von den Briten erobert. Während der britischen Kolonialherrschaft war Burma
eine Provinz von Indien.
1937 wurden in Burma im Rahmen des britischen Commonwealth eine eigene Verwaltung und
eine eigene Verfassung eingeführt. Im zweiten Weltkrieg wurde es kurzfristig von den Japanern
erobert. 1948 entließ Großbritannien Burma schließlich in die Unabhängigkeit. Die ersten Jahre
waren von staatsfeindlichen Guerilla-Bewegungen, geführt von ethnischen Minderheiten und
Kommunisten, gekennzeichnet.
U Nu, Premierminister in den ersten Jahren nach der Erlangung der Unabhängigkeit, errichtete ein
sozialistisches, an buddhistischen Werten ausgerichtetes System. 1962 unternahm Ne Win, der
Oberbefehlshaber der Streitkräfte, einen erfolgreichen Militärputsch. Ne Win gründete in der Folge
die kommunistische Partei Burmas und verstaatlichte sämtliche Unternehmen, auch kleine
Einzelhandelsgeschäfte. Regimegegner wurden inhaftiert.
Der den drastischen Maßnahmen folgende Zusammenbruch der Wirtschaft zwang Ne Win
schließlich zu Reformen. Unternehmen wurden wieder privatisiert und 1971 wurde eine neue
Verfassung entworfen. 1972 legten Ne Win und seine engsten Vertrauensmänner ihre
Armeeposten nieder. Ne Win wurde in der Folge zum Premierminister ausgerufen. Doch das
nächste Jahrzehnt zeigte, dass auch diese „neue“ Regierung keine Änderung der schlechten
wirtschaftlichen Lage mit sich brachte.
Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA5 Schließlich mündete die Inkompetenz der Machthabenden in landesweiten Demonstrationen. Ne Win wurde zwar gestürzt, doch seine Partei schaffte es, an der Macht zu bleiben. Die folgenden Machthaber waren de facto Marionetten von Ne Win, der sich fortan im Hintergrund hielt. Im Jahr 1988 organisierte er einen weiteren Militärputsch. Als Reaktion auf gewalttätige Unruhen wurde 1988 eine Militärjunta als „State Law and Order Restoration Council“ (SLORC) eingesetzt, welche die Ruhe wieder herstellte. Der Name des Staates wurde vom kolonialen „Burma“ auf die historische Bezeichnung „Myanmar“ abgeändert, um damit das definitive Ende der postkolonialen Zeit zu signalisieren. Die 1990 abgehaltenen Wahlen brachten einen überwältigenden Sieg der Oppositionspartei NLD unter der Führung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Dieser Sieg wurde jedoch vom SLORC nicht anerkannt. Wahlsiegerin Aung San Suu Kyi wurde in der Folge verhaftet, danach unter Hausarrest gestellt. 1995 wurde sie vorübergehend aus dem Hausarrest entlassen, jedoch im Mai 2003 wieder festgenommen. Der „State Law and Order Restoration Council“ (SLORC) wurde Ende 1997 in „State Peace and Development Council“ (SPDC) umbenannt. 1997 erfolgte auch die umstrittene Aufnahme Myanmars in die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN. International stand die burmesische Regierung relativ isoliert da. Die USA verhängten, nachdem bereits 1997 jegliche Neuinvestitionen von US-Unternehmen in Myanmar untersagt wurden, im Jahr 2003 einen Boykott gegen Importe aus Myanmar. Auch die EU und andere westliche Regierungen hatten ihre Gangart gegenüber der SPDC verschärft und Embargos für den Export bestimmter Güter verhängt. Unterstützung der burmesischen Regierung kam allerdings von den asiatischen Nachbarn China und Indien, aber auch Russlands wirtschaftliche Interessen ließen strengere Resolutionen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durch ein Veto scheitern. Nach der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen von buddhistischen Mönchen und Zivilisten 2007 wurden die Sanktionen der US-Amerikaner und der Europäer weiter verschärft. Am 7. November 2010 wurden nach 20 Jahren erstmals wieder Wahlen abgehalten. Am 13.11.2010, kurz nach den Wahlen, wurde Aung San Suu Kyi aus dem Hausarrest entlassen. Mit der ersten Einberufung des nationalen Parlaments trat die neue Verfassung am 31. Januar 2011 in Kraft, Thein Sein, seit 1992 Vorsitzender des SPDC und bis dahin Premierminister, wurde zum neuen Staatspräsidenten bestimmt. Er kündigte bei seiner Einführungsrede umfassende Reformen an (vor allem mit Blick auf die Wirtschaft) und widmete sich den bislang als tabu geltenden Themen Armut und Korruption. Während die Parlamentswahlen 2010 noch von der führenden Oppositionspartei NLD boykottiert wurden, beteiligte sich diese am 1. April 2012 erstmals seit 1990 wieder an der Parlamentswahl und zog anschließend auch in das Parlament ein. Bei den mit Spannung erwarteten Neuwahlen am 8. November 2015 konnte die NLD durch einen überragenden Wahlsieg die absolute Mehrheit in beiden Kammern im Parlament erlangen. Seit 30. März 2016 regiert Präsident Htin Kyaw, ein enger Vertrauter von Parteichefin Aung San Suu Kyi, welche nunmehr das wichtige Amt des „State Counsellor“ innehat und gleichzeitig als Außenministerin fungiert. Aufgrund der 2008 in Kraft getretenen Verfassung ist sie als Witwe und Mutter ausländischer Staatsbürger (ihr verstorbener Ehemann was US-Amerikaner, ihre Söhne kamen in Großbritannien zur Welt) vom Präsidentenamt ausgeschlossen. Die EU Außenminister setzten angesichts der politischen Veränderungen alle bis dahin bestehende restriktiven Maßnahmen gegen Myanmar schon 2013 aus. Eine Ausnahme davon bilden das Militärgüterembargo und das Embargo für Güter zur internen Repression. Auch die Liste der natürlichen und juristischen Personen, die den Finanzsanktionen unterliegen, wurde deutlich verkürzt am 15. April 2012 veröffentlicht (vgl. BAFA). Auch die USA haben letztlich 2016 mit wenigen Ausnahmen fast alle Sanktionen gegen Myanmar aufgehoben, mit dem Ziel, den Demokratisierungsprozess des Landes zu unterstützen. Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
6 Trotz der rasanten politischen und wirtschaftlichen Reformen der letzten Jahre besteht noch immer ein großer allgemeiner Aufholbedarf in infrastruktureller und sozialgesellschaftlicher Hinsicht. Auch die angestrebte Verfassungsreform, der Umgang mit den ethnischen Minderheiten vor allem in den Grenzregionen im Norden und Osten des Landes, die Rechtsstaatlichkeit und Garantie der Menschenrechte bleiben zentrale Schwerpunkte, mit denen sich die Regierung auch in den nächsten Jahren intensiv auseinandersetzen wird müssen, insbesondere auch deshalb, weil das Land heute unter Aung San Suu Kyi, der früheren Nobelpreisträgerin, viel stärker im Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit steht. Mit acht bewaffneten ethnischen Gruppen wurde schon 2015 ein Waffenstillstand erreicht, Anfang März 2017 konnte auch mit sieben weiteren Gruppen ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen werden. Zudem hat Aung San Suu Kyi 2017 den ersten Bildungsstrategieplan Myanmars („National Education Strategic Plan“) eingeführt, der jedem Kind unabhängig von Rasse, Geschlecht, Staatsbürgerschaft etc. eine Schulbildung garantieren soll. Bevölkerung 69% der Bevölkerung sind Burmesen, 9% Shan und 6% Karen. Darüber hinaus leben im Land eine Reihe weiterer völkischer Minderheiten, u.a. Chinesen. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt laut Asian Development Bank (ADB) bei etwa 1,1% zwischen 2008 und 2015. 89% der Burmesen sind Anhänger des Theravada-Buddhismus, es gibt jedoch auch christliche und moslemische Minderheiten. Die muslimische Minderheit der Rohingya wird im buddhistischen Myanmar seit Jahrzehnten verfolgt und ausgegrenzt. Die UN stuft sie als die am stärksten verfolgte Minderheit der Welt ein. Etwa 1,3 Millionen Rohingya leben in Myanmar. Der Konflikt eskalierte Ende August 2017, nachdem zunächst Rohingya-Rebellen im Bundesstaat Rakhaing Soldaten und Polizisten angegriffen und zahlreiche Sicherheitskräfte getötet hatten. Das Militär reagierte mit einem brutalen Vorgehen gegen die Rohingya. Nach Angaben der UN flüchteten seitdem rund 640.000 Angehörige der muslimischen Minderheit nach Bangladesch. Im November schaltete sich China ein und so verkündete am 19. November der chinesische Außenminister Wang Yi einen "Drei- Phasen-Plan" zur Beilegung der Krise. Nur vier Tage später folgte das Abkommen zwischen Bangladesch und Myanmar zur Repatriierung der Vertriebenen. China geht es dabei wahrscheinlich vor allem um die Wahrung eigener Wirtschaftsinteressen: In Rakhaing, in der Stadt Kyaukpyu, baut China einen großen Hafen und eine Sonderwirtschaftszone. Landes- und Geschäftssprache Amtssprache ist Birmanisch, auch Burmesisch genannt,, Geschäftssprache Englisch. Viele Minderheiten, wie etwa die Karen und Shan, verfügen über eigene Sprachen, sprechen Birmanisch jedoch als Zweitsprache. Die generellen Englisch-Kenntnisse der Bevölkerung, v.a. in den Städten, sind meist besser als in anderen südostasiatischen Ländern. Politisches System Der 2011 begonnene Liberalisierungsprozess hat bereits merkliche Änderungen der politischen Landschaft Myanmars hervorgerufen. Der Einfluss der früher herrschenden Militärgeneräle hat sich verringert; die Demokratie hat sich vor allem durch die Wahlen 2015 gefestigt, bei der die NLD 77% der Sitze im Parlament erlangt hat. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Pyithu Hluttaw (Unterhaus) mit 440 Sitzen und der Amyotha Hluttaw (Oberhaus) mit 224 Sitzen. Jeweils 25 % der Sitze sind laut geltender Verfassung für das Militär reserviert Mitgliedschaft in internationalen Organisationen UNO (FAO), IAEA, IBRD, IDA, IFC, ILO, IMF, UNESCO, WHO, UNCTAD, ADB, ASEAN, Weltbank, WTO. ASEM (Europäisch-Asiatische Gipfeltreffen), BIMSTEC (Initiative zur Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
7 wirtschaftlichen Kooperation zwischen Bangladesch, Bhutan, Indien, Myanmar, Nepal, Sri Lanka und Thailand), ACMECS (Wirtschaftszusammenarbeit in der Region der Flüsse Ayeyawady, Chao Phraya und Mekong), UNICEF, UNDP, UNIDO. Verhandlungen über ein bilaterales Investitionsschutzabkommen (BIT, Bilateral Investment Treaty) mit der EU wurden ebenfalls bereits aufgenommen. Zentrale Punkte des Abkommens sind unter anderem die Ermöglichung kalkulierbarer und sicherer Investments beider Seiten und eine Diskriminationsprävention. Abkommen mit der EU Am 20. März 2014 wurden in Myanmar die Verhandlungen zum geplanten Investitionsschutzabkommen zwischen der Europäischen Union und Myanmar offiziell eröffnet. Das EU-Myanmar-Investitionsabkommen wird das erste reine Investitionsschutzabkommen auf europäischer Ebene werden, seit durch den Vertrag von Lissabon die Kompetenz für Investitionen von den Mitgliedstaaten auf die EU übertragen wurde. Der Zeitplan für die Unterzeichnung und Ratifizierung steht noch nicht fest. Nach Ansicht der Bundesregierung handelt es sich um ein gemischtes Abkommen. WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN Kurze Charakteristik Myanmar ist ein armes, aber ressourcenreiches Land. Der wichtigste Wirtschaftsbereich war lange Zeit die Land- und Forstwirtschaft, und auch heute noch ist die myanmarische Wirtschaft überwiegend agrarisch geprägt. Das Land verfügt über reiche Bodenschätze (Edelsteine, Silber, Kupfer, Zink, Blei, Zinn etc.), der Bergbau ist jedoch zu einem großen Teil auf veraltete Maschinen und manuelle Arbeit angewiesen und damit wenig produktiv. Myanmar verfügt auch über substantielle Offshore Öl- und Erdgasvorkommen, die gegenwärtig v.a. von chinesischen und thailändischen Unternehmen gefördert werden. Nicht zuletzt aufgrund der politischen Veränderungen und der damit einhergehenden besseren wirtschaftlichen Lage konnte sich der Industriebereich zunehmend in der myanmarischen Wirtschaft etablieren und beträgt nun 34,4% des BIP. Auch der Dienstleistungssektor ist mit 37,7% des BIP im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich gewachsen. Großes Potenzial birgt v.a. der Tourismusbereich. Das Land bietet umfangreiche Natur- und Kulturschätze, wobei die touristische Infrastruktur in vielen Gebieten noch nicht entsprechend gegeben ist. Die Regierung ist bemüht, ausländische Investitionen zu fördern. Ein erster Schritt dazu war das lang erwartete Gesetz für ausländische Direktinvestitionen (FIL), das am 2. November 2012 unterzeichnet wurde. 2012 wurde ein freier Wechselkurs eingeführt (innerhalb einer bestimmten Bandbreite); seit 2013 können Ausländer auch mit Kreditkarten bezahlen und Geld an Bankomaten abheben. Ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivitäten in Myanmar ist nicht registriert, Schätzungen beziffern das Volumen der Schattenwirtschaft auf 70 bis 80% der gesamten Volkswirtschaft. Diese Zahlen schließen Schmuggel, Tauschhandel, nicht registrierte Landwirtschaft und auch illegale Aktivitäten wie den Drogenanbau und –handel mit ein. Myanmar ist nach Afghanistan der weltweit zweitgrößte Produzent von illegalen Opiaten und Schätzungen zufolge der weltgrößte Produzent von Metaamphetaminen, welche über das goldene Dreieck (Grenzgebiet mit Thailand und Laos) nach ganz Südostasien geschmuggelt werden. Auch wird beispielsweise der an sich reglementierte Export von Tropenholz - basierend auf Daten der importierenden Länder - auf das Zweifache des offiziell angegeben Volumens geschätzt. Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
8 2 bis 3 Millionen Burmesen arbeiten als Wanderarbeiter in Thailand und Malaysia. Insgesamt wird geschätzt, dass 10% der Bevölkerung im Ausland arbeiten. Die Überweisungen aus dem Ausland zurück nach Myanmar stellen ebenso einen wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor dar. Wirtschaftslage und Perspektiven Das gesamtwirtschaftliche Szenario stimmt optimistisch, dass Myanmar den mühsamen Pfad zu mehr Wachstum und Stabilität weiter fortsetzen wird. Die Asian Development Bank (ADB) prognostizierte zuletzt für das laufende Fiskaljahr 2017/18 (1. April bis 31. März) einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7,7 Prozent und für 2018/19 eine weitere Steigerung um 8 Prozent. Hauptverantwortlich für das kontinuierlich starke Wachstum in den nächsten Jahren ist der erwartete starke Zustrom von Auslandsdirektinvestitionen, v.a. aus China, Japan, Südkorea und Thailand. Inzwischen ist aber auch ein merklich ansteigender Einfluss von Investoren aus Europa und den USA zu verzeichnen. Neben der Wirtschaftsliberalisierung ist auch der verbesserte Zugang zum Kapitalmarkt für diese positiven Entwicklungen verantwortlich. Er sorgt für erhöhte Wirtschaftsaktivität in zahlreichen Sektoren, vor allem das produzierende Gewerbe und der Tourismus sollten hiervon profitieren. Der Bausektor wird durch den Anstieg von Infrastrukturprojekten und Investitionen aus dem Privatsektor ebenfalls profitieren und einen erhöhten Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten; gleichzeitig ist von anhaltend hohen finanziellen Zuwendungen aus der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit auszugehen. Besondere Herausforderungen und eine Hürde für zusätzliches Wirtschaftswachstum bleiben allerdings mangelnde institutionelle Kapazitäten, hohe Korruption (gemäß Corruption Perceptions Index 2016 hat sich Myanmar zwar verbessert, ist aber weiterhin nur auf Platz 136 von 176 Ländern) und eine nach wie vor inadäquate Infrastruktur, welche vor allem auf die chronische Vernachlässigung und mangelnde Investitionstätigkeit früherer Regierungen zurückzuführen ist. Durch die 2010 begonnene Öffnung gegenüber der westlichen Welt und die inzwischen initiierten Reformen ist das Verhältnis zwischen Myanmar und der internationalen Staatengemeinschaft in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Die internationalen Sanktionen sind inzwischen weitgehend ausgesetzt, Japan erließ dem Land Schulden von fast drei Milliarden Euro, den höchsten Schuldenschnitt von Yen-Krediten in der Geschichte. Anfang 2015 gab Japan schließlich bekannt, die Entwicklung Myanmars über die nächsten 5 Jahre mit 800 Billionen Yen fördern zu wollen. Daher wundert es nicht, dass Auch die ADB (Asian Development Bank) hat das Wirtschaftswachstum Myanmars durch umfangreiche Kredite unterstützt. Durch die Eröffnung eines Weltbank-Office in Yangon hat auch die Weltbank ihren Willen zur verstärkten Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht. Im Dezember 2014 hat die EU zugesichert, Myanmar mit insgesamt EUR 688 Mio. bis zum Jahre 2020 zu unterstützen. Diese Fördermittel sollen in erster Linie der ländlichen Entwicklung, Nahrungsmittelsicherheit und Bildungsinitiativen zu Gute kommen. Im März 2015 schloss die Europäische Investitionsbank (EIB) mit Myanmar eine Rahmenvereinbarung. Dadurch kann die Finanzierungstätigkeit der Bank vor allem in Bezug auf langfristige Finanzierungen in Myanmar aufgenommen werden. Myanmar legt neben China in zunehmendem Maße den Fokus auf Japan und Indien und wird hier versuchen, die Interessen und Kooperationen mit der internationalen Staatengemeinschaft und Entwicklungshilfegebern möglichst breit zu streuen. Auch viele europäische Länder kündigten an, in den nächsten Jahren vermehrt Mittel zur Verfügung zu stellen. Myanmar zählt wie Laos und Kambodscha zu den LDCs (“least developed countries“). Der private Konsum entwickelt sich relativ stabil. Allerdings ist das Niveau überaus niedrig, so dass auch Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
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längerfristig kein gewichtiger Beitrag zur Inlandsnachfrage zu erwarten ist. Mit einem
Tagesmindestlohn von 3.600 K oder umgerechnet 2,65 $ steht Myanmar am unteren Ende der
asiatischen Niedriglohnländer. Die EIU erwartet für das Wachstum des privaten Konsums im
Zeitraum 2017 bis 2021 zwar eine kontinuierliche Steigerung von 4,0 bis auf 6,0%, was aber unter
der Wachstumsprognose des Bruttoinlandsprodukts liegt.
Wirtschaftsdaten
2016 2017 2018
BIP Mrd. USD 64,4 67,0* 74,0*
BIP pro Kopf USD 1.232* 1.272* 1.396*
Wachstumsrate BIP, real % 6,1 7,2* 7,6*
Inflationsrate % 6,8 6,5* 6,1*
Arbeitslosenquote % 4,0* 4,0* 4,0*
Quelle: gtai, Stand November 2017 *)= Schätzungen
„Myanmar“ Markt (BIP, Stabilität, makroökonomische Daten)
Generell ist anzumerken, dass statistische Daten nur begrenzt verfügbar und offizielle Daten des
„Central Statistics Office“ (CSO) zumeist beschönigt sind. Viele Daten sind nicht aktuell oder
werden durch den beträchtlichen Anteil der Schattenwirtschaft verzerrt. Der Anstieg des
nominellen Bruttoinlandprodukts beruht oftmals auf den massiven Preiserhöhungen (siehe
Inflationsraten). Das tatsächliche Wirtschaftswachstum fällt de facto wesentlich schwächer aus.
Makroökonomische Daten, besonders die Voraussagen, sind daher trotz des politischen
Transformationsprozesses mit Vorsicht zu genießen.
Die makroökonomischen Daten und Statistiken zu Myanmar divergieren je nach Quelle sehr stark;
alleine für das Wirtschaftswachstum der letzten 4 Jahre finden sich teilweise sehr unterschiedliche
Werte:
- Weltbank: 2011: 5,9%, 2012: 7,3%, 2013: 8,3%, 2014: 8,5%, 2015: 7,3%
- ADB: 2011: 5,6%, 2012: 7,5%, 2013: 7,5%, 2014: 8,7%, 2015: 7,2%
- EIU: 2011: 4,8%, 2012: 7,3%, 2013: 8,4%, 2014: 8,0%, 2015: 7,3%
Alle Wirtschaftsdaten zeigen aber, dass das BIP in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen
ist. Da der Economist Intelligence Unit (EIU) auch nähere Informationen zur nominellen
Wirtschaftsleistung liefert und es sich um konservativere Schätzungen handelt, wird in der Folge
vor allem aus dieser Quelle zitiert. Das BIP betrug im Jahr 2012 noch USD 54,52 Mrd. und
erreichte 2015 bereits USD 57,35 Mrd. 2016 soll es ca. 62,294 Mrd. USD betragen haben und
2017 soll es auf 65,75 Mrd. USD anwachsen. Das BIP-Wachstum konnte sich damit von noch
+4,5% 2010 auf +7,3% 2015 steigern.
Das BIP-Pro-Kopf hat sich in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt (von ca. USD 700 im Jahr 2007
auf inzwischen knapp über USD 1.300).
Entwicklung des BIP (in Mrd. USD) BIP-Wachstum und Inflationsrate
Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA10
Quelle: EIU Quelle: EIU
Die Verbraucherpreise stiegen im Jahr 2014 im Durchschnitt um 7,1%, 2015 um 11,4% und für
2016 wurde von der EIU eine durchschnittliche Inflation von 5,5% berechnet. Der verstärkte
Preisdruck wird im Wesentlichen auf die Erhöhung der Nahrungsmittelkosten aufgrund eines
knapperen Reisangebots zurückgeführt. Die Preise für Immobilien sind in den letzten Jahren
rapide angestiegen, haben sich zuletzt allerdings stabilisiert.
Bedeutende Wirtschaftssektoren
Land- und Forstwirtschaft
Die Landwirtschaft war lange der dominante Sektor der myanmarischen Wirtschaft. Nun hat er in
den letzten Jahren vor allem in Konkurrenz zum Produktionsbereich merklich an Bedeutung
verloren. 70% der Bevölkerung leben aber immer noch von der Landwirtschaft. Gleichzeitig
erwirtschaftet der Agrarsektor weniger als ein Drittel des des Bruttoinlandsproduktes.
Es werden derzeit 19,4% der totalen Fläche von 68 Mio. Hektar landwirtschaftlich genutzt; weite
Teile der potentiellen Anbauflächen sind Ödland, das zur Bearbeitung nicht geeignet ist. Bei
entsprechender Steigerung der Effektivität der Anbaumethoden hat der Sektor aber durchaus
Zukunftspotential, da die natürlichen Gegebenheiten wie Klima und Bodenbeschaffung
grundsätzlich sehr günstig sind. Die Regierung hat auch Programme zur Steigerung der
landwirtschaftlichen Produktion gestartet, was u.a. zu einer Vergrößerung der Anbaufläche für Reis
geführt hat.
Die Agrarproduzenten haben generell mit hohen Produktionskosten und veralteten
Anbaumethoden zu kämpfen. Auch ständig wiederkehrende Naturkatastrophen setzen der
Landwirtschaft zu, einerseits lange Dürreperioden, die mit den vorhanden, rückständigen
Bewässerungssystemen nur unzureichend bekämpft werden können, andrerseits aber auch
häufige, schwere Überschwemmungen und Tropenstürme, die immer wieder große Ernteausfälle
bewirken.
Die wichtigsten Land- und Forstwirtschaftsprodukte sind Reis (Myanmar lag 2016 mit einem
Exportvolumen von ca. 1,7 Mio. Tonnen weltweit an fünfter Stelle der
Top-Reisexporteure); Hülsenfrüchte, Gemüse, Mais, Kautschuk, Fisch „Wussten Sie,.....
und Meeresfrüchte, Teak- und andere Tropenhölzer. dass Myanmar 2016 der
weltweit fünftgrößte
Reisexporteur weltweit
Durch das kontinuierliche Abholzen der Wälder hat sich der war.“
Baumbestand dramatisch verringert, die Umwelt ist in Gefahr. Diese
Tatsache hat auch die Regierung eingesehen, weshalb man 2014 ein
Exportverbot für Rundholz erlassen hat. Dieses Exportverbot umfasst alle Holzarten, einschließlich
Teak-Holz.
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Bergbau und Energie
Myanmar verfügt über große Mineralvorkommen. Gegenwärtig werden Edelsteine wie Saphire,
Diamanten und Rubine, aber auch Schmucksteine wie Jade, sowie eine Reihe von Metallen (Blei,
Zink, Kupfer, Zinn, Wolfram) gefördert. Der Bergbausektor ist aber in Summe nur schwach
entwickelt und arbeitet mit völlig veralteten Methoden und Maschinen.
Schätzungen zufolge verfügt Myanmar über die größten Jadevorkommen der Welt, zumindest 70%
der qualitativ höchstwertigen Jadeite kommen demnach aus Myanmar (nördliche Regionen). Jade
wird schon seit Jahrhunderten abgebaut und in die ganze südostasiatische Region, v.a. aber auch
nach China exportiert. Offiziell wurden im Jahr 2015 ca. 30 Tonnen abgebaut. Der meiste
Jadeabbau und Handel ist allerdings unreglementiert und Teil einer ausgeprägten
Schattenwirtschaft. Als Konsequenz des Reformationsprozesses werden seit Juli 2016 keine
neuen Jadelizenzen mehr vom Staat ausgegeben und abgelaufene nicht mehr verlängert.
Myanmar verfügt auch über bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen (insbesondere im Golf von
Martaban), die zum Teil auch bereits erschlossen wurden. Experten schätzen das
Erdgasvorkommen auf 18 Billionen Kubikfuß und 3,2 Mrd. Barrel Rohölvorkommen. Die staatliche
„Myanmar Oil and Gas Enterprise“ (MOGE) ist verantwortlich für die Exploration und Förderung
von Rohöl und Erdgas. Sie hat mit einer Reihe von multinationalen Ölfirmen (Royal Dutch Shell,
StatOil, ConocoPhillips, Petronas, Unocal, Total, PTT Thailand etc.) Verträge über die
gemeinsame Förderung abgeschlossen.
Der Öl- und Gassektor ist Spitzenreiter bei den Auslandsinvestitionen, mehr als ein Drittel aller
ausländischen Direktinvestitionen fließen in diesen Sektor. 2009 haben China und Myanmar den
Bau einer knapp 3.000 km langen Erdöl- und Erdgaspipeline beschlossen, die von der
bengalischen Küste durch Myanmar zur chinesischen Provinz Yunnan verlaufen wird.
Ähnlich wie bis vor kurzem in Vietnam verfügt Myanmar zwar über erhebliche Rohölvorkommen,
jedoch über keine Raffineriekapazitäten. Es müssen daher raffinierte Erdölprodukte v.a. aus China
und Thailand importiert werden.
„Wussten Sie,.....
dass Myanmar weltweit
Die unzulängliche Energieversorgung ist eines der größten aktuellen über die größten Jade-
Probleme des Landes und stellt v.a. auch für ausländische Investoren Vorkommen und die
ein nachhaltiges Problem dar. Große Teile der Bevölkerung sind viertgrößten
Erdgasreserven
überhaupt noch nicht an das Stromnetz angebunden. Myanmar
verfügt? Eine Pipeline
produziert dzt. etwa 12,000 Mio. KWh Strom, etwa 60% stammen von nach China ist im Bau.
staatlichen Wasserkraftwerken, 24% von staatlichen Gas-Kraftwerken Auch ganz Bangkok
und 16% von privaten Gas- und Wasserkraftwerken. Der Ausbau der wird mit Erdgas aus
Stromversorgung ist jedenfalls auch eine der Prioritäten der neuen Myanmar versorgt.“
Regierung.
Anfang 2016 wurde der sogenannte "Energy Master Plan" vorgestellt. Dieser soll bis 2030 einen
bedeutenden Anstieg der Stromerzeugungskapazität bewerkstelligen. Die Investitionskosten zur
Umsetzung des Planes wurden von der Regierung auf USD 30 Mrd. bis USD 40 Mrd. geschätzt.
Vor allem sollen Projekte zur Erzeugung alternativer Energien durch Solarfarmen und
Windkraftanlagen realisiert werden.
Für Infrastrukturprojekte werden im Besonderen von China verschiedenste Kredite zu vorteilhaften
Bedingungen zur Verfügung gestellt, auch internationale Kreditgeber wie die ADB finanzieren
Projekte in diesem Bereich.
Industrie
Ab März 2010 kam es zu einer zunehmenden Privatisierung (u. a. Häfen, Flughäfen, nationale
Fluggesellschaft, Treibstoffhandel). Hauptprofiteure waren allerdings regierungs- bzw. militärnahe
Unternehmerfamilien.
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Die jahrelangen internationalen Wirtschaftssanktionen – im Besonderen das Einfuhrverbot der
USA – haben die Industrie in Myanmar schwer getroffen. Seit der Aufhebung der Importsanktionen
durch die USA und die EU gewinnt v.a. die Textilbranche zunehmend an Bedeutung. Viele
europäische Textilfirmen haben in den vergangenen Jahren ihre Produktionen nach Myanmar
verlegt. Derzeit gibt es bereits ca. 400 Textilfabriken, weitere sind in Planung.
In der Stahlindustrie sollen zunehmend ebenfalls Joint-Ventures gegründet werden, um die
Stahlproduktion des Landes zu modernisieren und zu entwickeln.
Myanmar wird angesichts der niedrigen Lohnkosten und des wachsenden Heimmarktes auch für
die Autoindustrie langsam interessant. Bis vor kurzem wurden fast ausschließlich gebrauchte KFZ
importiert, zum Großteil rechtsgelenkte Modelle aus Japan. Da in Myanmar Rechtsverkehr
herrscht wurde November 2016 ein Importverbot von Rechtslenkfahrzeugen beschlossen. Auch
deshalb beginnen internationale, v.a. asiatische Hersteller mit lokaler Produktion bzw. Assembling
von Fahrzeugen in Myanmar.
Tourismus
Die Tourismusindustrie wird vor allem von ausländischen Investoren, vornehmlich aus Singapur,
Malaysia, Thailand und Japan, vorangetrieben.
Laut Zahlen der Tourismusbehörden Myanmars besuchen zwischen 1. Januar und 30. September
2017 genau 2.522.154 Touristen das Land, was gegenüber dem selben Zeitpunkt vor einem Jahr
einem Wachstum von 21 Prozent entspricht. An allen gro0en Flughäfen (Yangon, Mandalay,
Naypyitaw) wurden wachsende Passagierzahlen festgestellt, lediglich im Kreuzfahrtsegment waren
die Zahlen rückläufig. Der Großteil der Touristen kommt vor allem aus asiatischen Ländern
(Thailand, China, Japan); dahinter folgen die USA, auch Frankreich, UK und Deutschland liegen
unter den Top-10 Herkunftsländern.
Im Vergleich zu Thailand mit ca. 34 Mio. Besuchern sind dies zwar noch bescheidene Zahlen,
doch das Land hat aufgrund seiner vielfältigen Natur- und Kulturschätze großes touristisches
Potenzial, das auch zunehmend genutzt wird.
Auch die Regierung bemüht sich um den Ausbau des Tourismus und lässt die berühmtesten
Tourismusstätten renovieren. Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur wurden neben der
staatlichen Fluglinie Myanmar Airlines zwei private Gesellschaften (Air Mandalay und Yangon
Airways) gegründet, die nun ein dichtes Binnenflugnetz bedienen. Auch
viele internationale Fluglinien, darunter Thai Airways, haben Myanmar „Wussten Sie,.....
inzwischen in ihr Flugprogramm aufgenommen. dass Myanmar trotz der
teilweise fehlenden In-
frastruktur eine sehr
Investitionen (allgemeine, öffentliche etc.) geschätzte
Touristendestination
Öffentliche Großinvestitionen wurden in den letzten Jahren vor allem ist, wobei Plätze wie
getätigt, um die bestehenden Defizite in der Infrastruktur Yangon, Bagan oder
auszugleichen. Auffällig ist die starke Zunahme der ausländischen der Inle Lake zu den
Top-Destinationen in
Direktinvestitionen in Myanmar. Südostasien gehören“
Die ausländischen Direktinvestitionen belaufen sich akkumuliert auf
insgesamt 1.378 Projekten auf 74,5 Milliarden US$. Nach Herkunftsländern stehen wertmäßig
China und Singapur mit Anteilen von 26 und 25 Prozent an der Spitze vor Thailand (15 Prozent),
Hongkong (10 Prozent), Vereinigtes Königreich (6 Prozent) und Südkorea (5 Prozent). Nach
Sektoren dominiert anzahlmäßig die Warenproduktion mit 811 Projekten vor Erdöl und Erdgas
(154) und dem Gastgewerbe (71). Wertmäßig führen Erdöl und Erdgas (30 Prozent) sowie der
Energiesektor (28 Prozent) vor Transport und Kommunikation (12 Prozent), der Warenproduktion
(11 Prozent), Immobilien (5 Prozent) und dem Tourismus (4 Prozent).
Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA13 Arbeitsmarkt (Arbeitskräfte, Arbeitslosigkeit, Ausbildung, etc.) Myanmar verfügt über etwa 30 Millionen Arbeitskräfte. Die größte Gruppe davon sind junge Menschen zwischen 15 und 28 Jahren, die ca. 13 Mio. Menschen ausmachen. Viele von ihnen wollen naturgemäß auch wirtschaftlich von der politischen Öffnung profitieren. Personen unter dem Arbeitsalter von 15 Jahren machen 25% der Bevölkerung aus. Laut CIA Factbook beträgt die Arbeitslosenrate 5%. Inoffiziellen Daten zufolge ist jedoch über ein Drittel der Bevölkerung unterbeschäftigt, Tagelöhnertum ist weit verbreitet. Eine 2013 erfolgte, erste landesweite Erhebung zu Einkommen und Beschäftigung bezifferte die Arbeitslosigkeit mit 37%, wobei ca. ¼ der Bevölkerung in Armut lebt. Das Bildungssystem in Myanmar war seit 1988 ständiger Willkür der Militärdiktatur ausgesetzt. Die Universitäten wurden 1988 und 1996 nach Studentenaufständen für zwei bis drei Jahre geschlossen. Lange war die Bildungsreform ein unerledigter Punkt auf der politischen Agenda. Letztendlich wurde 2017 der erste Bildungsstrategieplan Myanmars (“National Education Strategic Plan“) eingeführt. Jedes Kind soll garantiert und unabhängig von Rasse, Geschlecht, Staatsbürgerschaft etc. eine Schulbildung erhalten. Konsumverhalten Myanmars volkswirtschaftliche Gesamtrechnung steckt erst in der Gründungsphase, die ersten verfügbaren offiziellen Statistiken sind überaltet und in ihrer Qualität zu hinterfragen. Das erste umfassende "Myanmar Statistical Yearbook 2015" des frisch etablierten Myanmar Statistic Information Service offenbarte im Kapitel "Households and Social Issues" erst nur Daten aus dem Jahr 2012. Demzufolge beliefen sich 2012 die Haushaltsausgaben auf 167.434 K, was zum damaligen offiziellen Wechselkurs von 641 K/US$ demnach 261 $ entsprach. Der Großteil des Budgets entfiel auf Nahrungsmittel und Getränke mit einem Anteil von 63%. Hierbei dominierten einfache Grundnahrungsmittel wie Reis (15,2), Fleisch (8,2) und Gemüse (6,4%). Das restliche Budget mit einem Anteil von 37% verteilte sich zuvorderst auf Transportausgaben (5,7), Benzin und Strom (5,4) sowie sonstige Haushaltsgüter (4,3%). Arbeitskosten, Lohnniveau Mit einem Jahreseinkommen von 1.269 US$ pro Kopf bildete Myanmar 2016 das Schlusslicht der zehn Mitgliedsstaaten der ASEAN Economic Community. Aufgrund von vermehrten Protesten für höhere Löhne und besseren Arbeitsbedingungen wurde 2015 erstmals ein Mindestlohn in Höhe von umgerechnet ca. EUR 2,50 /h eingeführt. Anlass waren vor allem die vermehrten Streiks in der Textilbranche. Die Regelung gilt allerdings nicht für Betriebe mit weniger als 15 Angestellten. Zwei bis drei Millionen Burmesen arbeiten als Wanderarbeiter in Thailand und Malaysia. Die Überweisungen aus dem Ausland zurück nach Myanmar stellen einen wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor dar. AUSSENHANDEL Das Handelsvolumen erreichte in der 1. Hälfte des laufenden Fiskaljahrs 16,5 Milliarden US$ und lag damit um 2,8 Milliarden US$ über dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Überseehandel repräsentierte hierbei mit 77 Prozent oder 12,7 Milliarden US$ den größeren Part vor dem Grenzhandel. Der Import wuchs stärker als der Export auf 9,2 Milliarden US$, so dass das Defizit der Handelsbilanz um 11 Prozent auf 2 Milliarden US$ anstieg. Für das Gesamtjahr 2017/18 erwartete das Ministerium für Planung und Finanzen ein Handelsvolumen von rund 29 Milliarden US$. Im Folgejahr 2018/19 prognostizierte die Economist Intelligence Unit (EIU) einen Anstieg auf über 34 Milliarden US$. China bleibt stärkstes Lieferland. Stark aufrücken konnte Singapur dank wachsender Reexporte; dahinter folgen Japan, Thailand, Malaysia, Indonesien, Indien und Südkorea. Die größten Absatzmärkte Myanmars sind China (Hydroenergie) und Thailand (Erdgas). Die meisten Ein Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
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Deviseneinnahmen erwirtschaften Erdgas, Agrar- und Tierprodukte, Bekleidung und Mineralien.
Der Import konzentriert sich auf Nahrungsmittel, Kraftfahrzeuge, Maschinen, Chemieprodukte,
Stahl und Baumaterialien. Langfristig dürfte die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen den
Import stärker vorantreiben, während niedrige Rohstoffpreise den Export beeinträchtigen. Folglich
dürften die Defizite in der Handels- und Leistungsbilanz weiterhin spürbar zunehmen.
Alle Informationen über den Außenhandel finden Sie unter GTAI – Wirtschaftsdaten kompakt –
Myanmar.
GESCHÄFTSABWICKLUNG UND MARKTBEARBEITUNG
Wirtschaftspolitik
Trotz der rasanten politischen und wirtschaftlichen Reformen der letzten Jahre besteht noch immer
ein großer allgemeiner Aufholbedarf in vielen Bereichen. Die im Frühjahr 2016 angetretene neue
Regierung unter der de-facto-Leitung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sieht sich
vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Das Hauptaugenmerk der neuen Regierung liegt aber
sicher in der Schaffung eines investitionsfreundlichen Wirtschafts-und Investitionsumfelds, um die
dringend benötigten ausländischen Investoren ins Land zu bringen. Mit dem neuen
Investitionsgesetz wurde bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan.
Empfohlene Vertriebswege
In den meisten Fällen erfolgt der Vertrieb über einen lokalen Importeur/Agent bzw. Großhändler.
Nur in Ausnahmefällen ist der Verkauf direkt an den Endkunden möglich.
Werbung
Klassische Werbung. Es gibt immer mehr private Anbieter im Marketing- und Werbebereich.
E-Business
Der Internetzugang in Myanmar ist in weiten Teilen des Landes nur eingeschränkt oder gar nicht
vorhanden; nur 13% der Bevölkerung verfügen über einen Internetzugang. Die Verbreitung von
Computern bzw. Internet ist bei weitem noch nicht ausreichend für E-Business westlichen
Standards.
Wichtigste Zeitungen
Im August 2012 verkündete die Regierung, die Medien nicht länger zensieren zu wollen.
Zeitungsartikel müssen vor der Veröffentlichung nicht mehr vorgelegt werden, allerdings müssen
publizierte Texte auch weiterhin bei der Prüfstelle eingereicht werden, um mögliche Verstöße
gegen Verlagsrechte festzustellen. Viele Journalisten unterwerfen sich immer noch der
Selbstzensur. Kritische Berichterstattung ist noch immer wenig verbreitet, da Journalisten immer
noch die bestehende Gesetzeslage fürchten, welche in der Vergangenheit oft zur Inhaftierung von
Reportern herangezogen wurde. Auf dem Worldpress Freedom Index 2016 wurde Myanmar
lediglich an Stelle 143 von 180 gereiht.
The New Light of Myanmar (Tageszeitung, staatl., englisch oder burmesisch)
Kyeymon („Der Spiegel“ – Tageszeitung, staatlich, burmesisch)
Myanma Alinn („Licht Myanmars“ - Tageszeitung)
The Daily Eleven Newspape“ (auch als englische Version online,
http://www.elevenmyanmar.com/)
Weekly Eleven News Journal (Wochenzeitung);
7 Days News Journal (Lokal in Yangon, nur in burmesischer Sprache, auch online)
The Yadanabon (staatliche Tageszeitung)
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Myanmar Business Today (Wirtschaftswochenzeitung, englisch und burmesisch,
online nur in englischer Version, http://www.mmbiztoday.com/)
The Myanmar Times & Business Review (Wochenzeitung)
The Irrawaddy (erscheint monatlich, unabhängig, Sitz in Thailand, online in
englischer Sprache, https://www.irrawaddy.com/)
Wichtigste Messen
Informationen zu aktuellen Ausstellungen in Yangon sind auf der Homepage der Stadt abrufbar:
http://www.yangoncity.com.mm/news_events/index.asp
Informationen über vom Freistaat Bayern geförderte Messen finden Sie bei Bayern International
www.bayern-international.de oder http://www.auma.de/
Normen
Es besteht kein einheitliches Normensystem. Die verlangten Normen gehen aus den jeweiligen
Ausschreibungsunterlagen hervor.
Europäische und internationale Normen erweitern Absatzmärkte. Normen senken
Transaktionskosten und fördern die Zusammenarbeit. Die DIN ist die für die Normungsarbeit
zuständige Institution in Deutschland und vertritt die deutschen Interessen in den weltweiten und
europäischen Normungsorganisationen. Rund um die zentrale Dienstleistung der Normung bietet
die DIN, in der Regel über den Beuth Verlag, eine Reihe von Dienstleistungen an, die den Zugang
zur Normung und zu Normungsverfahren, zu den Normen und Norminhalten erleichtern:
Kongresse, Tagungen, Lehrgänge, Seminare, Beratung und Auskunft. Kontakt: Deutsches Institut
für Normung e. V., Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Tel: +49(0)30-26010, Fax: +49(0)30-
26011231, E-Mail: info@din.de , Internet: www.din.de
Liefer-, Leistungs- und Zahlungsbedingungen
Incoterms® sind Auslegungsregeln für die elf am häufigsten verwendeten, mit drei Buchstaben
abgekürzten, Handelsklauseln. Sie sind weltweit einheitlich verwendbar und helfen dem Anwender
die Errichtung internationaler Kaufverträge zu vereinfachen. Sie regeln die Pflichten für Käufer und
Verkäufer im Hinblick auf Transportorganisation, Beladung, Entladung, Kosten, Versicherung und
Zollabwicklung. Der wohl wichtigste Regelungsinhalt ist jedoch der Komplex des
Risikoüberganges. Dieser regelt welche Vertragspartei zu welchem Zeitpunkt das Risiko des
zufälligen Verlustes, der zufälligen Beschädigung oder einer sonstigen Verschlechterung der Ware
zu tragen hat.
Die Wahl des richtigen Incoterms® hängt u.a. von der Wahl des Transportmittels, der
Zahlungskondition, dem optimalen Risikomanagement und dem tatsächlichen Umfeld eines
Geschäftes ab. Verwenden Sie niemals EXW, wenn der Käufer nicht in der Lage ist, zu verladen
oder die Lieferung steuerfrei in ein Drittland erfolgen soll, sehen als Verkäufer von FOB ab, wenn
hinter dem Vertrag ein Akkreditiv steht und verwenden Sie DDP höchstens im b2c Bereich. CPT
gibt dem Verkäufer ein hohes Maß an Kontrolle über den Transport, bedeutet aber auch hohes
Risiko für den Käufer, welches jedoch durch entsprechende Transportversicherungen abgefangen
werden kann.
Zahlungskonditionen
Angebote erfolgen meist in USD. Aufgrund des Devisenmangels sind Geschäftsabschlüsse auf
Akkreditivbasis empfehlenswert. Größere Investitionen werden nur bewilligt, wenn sie aus
Exporterlösen finanziert werden (“Buy-Back Arrangements”).
Zu beachten ist auch die Möglichkeit einer Exportkreditversicherung. Dafür steht Ihnen in Bayern
der private Versicherungsmarkt (Atradius, AKA, Coface) sowie die LfA Förderbank Bayern und das
staatliche Exportgarantiesystem Euler Hermes oder KfW zur Verfügung. Während der private
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Versicherungsmarkt schwerpunktmäßig im Bereich der sog. „marktfähigen“ Risiken tätig ist,
können bei Euler Hermes „nicht marktfähige“ Risiken unter Deckung genommen werden.
Als „nicht marktfähig“ gelten Risiken außerhalb der EU und OECD mit
„Wussten Sie…
Ausnahme von Südkorea, Mexiko und Türkei bzw. wenn die Risikodauer dass seit Anfang 2013
(Produktionszeitraum + Kreditlaufzeit) mehr als zwei Jahre beträgt. das Bezahlen mit
Kreditkarte in
Bonitätsauskünfte Myanmar möglich
ist?“
Nur äußerst schwer erhältlich. Trotzdem empfehlen
wir eine Reserve an
druckfrischen
Forderungseintreibung Dollarnoten
Sehr schwierig durchzusetzen. mitzunehmen
Preiserstellung
Meistens in USD, Verschiffungshafen ist im Regelfall CIF Yangon.
Bank- und Finanzwesen
Offizielles Zahlungsmittel ist der Kyat. Trotzdem werden als Zahlungsmittel meist US-Dollar
verwendet. Die meisten Preise und Gebühren für Waren- und Dienstleistungen werden in US-
Dollar festgesetzt. Seit Anfang 2015 bieten Myanmars Banken auch Kreditkarten an,
Bankomatkarten bereits seit 2011. In immer mehr Supermärkten etc. ist Zahlen mit Karte möglich.
Das lang präferierte Barzahlen ist neben den Kartenzahlungen aber noch weitgehend verbreitet.
Börse:
Mit dem „Securities Exchange Law“, welches am 31. Juli 2013 in Kraft getreten ist, wurde der
regulative Grundstock für eine nationale Börse gelegt. De facto gab es bereits vor Juli 2013 eine
Aktienbörse, wo allerdings nur zwei Titel sporadisch und unter teils nicht eindeutig geregelten
Rahmenbedingungen gehandelt wurden. Anfang 2017 waren vier Unternehmen an der Börse
notiert
Geschäftsbanken
Am 12.Juli 2013 bestätigte der damalige Präsident das „New Central Bank Law“, welches der
Zentralbank Central Bank of Myanmar, als nunmehr eigenständiges Organ, größere
Unabhängigkeit vom Ministry of Finance ermöglicht. Damit wurde die Voraussetzung dafür
geschaffen, dass der nationale Bankensektor zunehmend auch für internationale
Geschäftsbanken geöffnet werden konnte.
Ausländische Banken erhielten bis 2014 keine Lizenzen für Bankgeschäfte, auch wenn bereits 35
ausländische Banken mit Repräsentanz-Büros in Myanmar vertreten waren. Im
September/Oktober 2014 erfolgte schließlich die erste Erteilung von Bankenlizenzen an
ausländische Finanzinstitutionen. Von 25 Bewerbungen wurden zunächst neun Lizenzen an
ausländische Banken vergeben, im Jahr 2016 folgten weitere vier Lizenzen. Dabei handelte es
sich um:
Australia & New Zealand Banking Group Ltd,
Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ Ltd.,
Sumitomo Mitsui Banking Corp.,
Mizuho Bank Ltd.,
Bangkok Bank Public Co.,
Industrial & Commercial Bank of China Ltd.,
Malayan Banking Bhd.,
United Overseas Bank Ltd., (Singapur)
Oversea-Chinese Banking Corp., (Singapur)
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The Joint Stock Commercial Bank for Investment and Development of Vietnam
(BIDV)
Shinhan Bank
E. Sun Commercial Bank Ltd.
State Bank of India
Zu den wichtigsten Geschäftsbanken zählen die folgenden: Myanmar Foreign Trade Bank, Yangon
Cooperative Bank, Myanmar Citizens Bank, Yangon City Bank Ltd., Kanbawza Bank Limited
(KBZ), Myawaddy Bank Limited sowie eine Reihe ausländischer Bankrepräsentanzen: Thai Military
Bank, Siam City Bank, Bank of Ayudhya, Thai Farmers Bank, BNP Paribas, DBS Bank, United
Overseas Bank of Singapore.
Verkehr, Transport und Logistik
Der Großteil der Transportwege in Myanmar ist entweder für Ausländer nicht zugänglich oder stark
unterentwickelt. Es gibt innerhalb des Landes zwar sowohl ein Eisenbahnnetz als auch Straßen,
allerdings sind die Eisenbahnen langsam und überfüllt und die Straßen sehr schlecht und oft nicht
asphaltiert.
Die staatliche Eisenbahnbehörde Myanmar Railways (MR) betreibt ein 5,403 km langes,
meterspurbreites Eisenbahnnetz, bestehend aus 858 Bahnhöfen und Haltestellen, welches sich
von Süden nach Norden erstreckt, mit Zweigverbindungen nach Osten und Westen; MR betreibt
auch die Yangon Circular Railway, Yangon's Nahverkehrseisenbahnnetz. MR betreibt 18
Frachtzüge, 379 Passagierzüge und befördert über 100,000 Passagiere täglich.
In der Millionenstadt Mandalay sind bei Unwettern vier von fünf Straßen nicht befahrbar.
Etwa 25 Flughäfen können in Myanmar mit kommerziellen Fluglinien erreicht werden. Zu der
staatlichen Luftlinie Myanmar Airways kommen inzwischen einige private Fluglinien wie Air
Mandalay, Air Yangon oder FMI Air Charter Ltd.
Der internationale Seehafen Yangon wird vor allem für den Export von Textilien benutzt, weitere
Informationen sind auf der Homepage der Myanmar Port Authority verfügbar.
Im November 2010 wurde der Vertrag für den Dawei Tiefseehafen unterzeichnet, der in drei
Phasen in zehn Jahren gebaut werden soll. Die erste Phase umfasst ein Investitionsvolumen von
mehr als USD 8 Mrd. Hauptbauträger ist der thailändische Baukonzern Italian Thai Development.
Neben dem Tiefseehafen ist dabei auch ein umfassender Industriepark geplant, der vor allem die
chemische Industrie und die Schwerindustrie anziehen soll. Der Baubeginn 2013 wurde jedoch
unterbrochen und noch ist unklar wann das Projekt weitergeführt werden soll. Ein Problem stellt
vor allem der Protest der lokalen Bevölkerung dar, vor allem von denjenigen Bewohnern, die ihren
Grundbesitz aufgrund der Bauvorhaben abgeben mussten. 2015 hat auch Japan sich dem Projekt
neben Myanmar und Thailand als gleichberechtigter Partner angeschlossen.
Daneben befindet sich außerdem der Tiefseehafen Thilawa, Myanmar International Terminals
Thilawa (MITT), etwa 25 km südlich von Yangon in Bau. Der internationale Mehrzweckhafen
befindet sich im Eigentum der japanischen Hutchison Port Holdings (HPH) und kann rund um die
Uhr betrieben werden. Die erste Phase des Milliardenprojektes wurde bereits abgeschlossen. Im
Zusammenhang mit dem Tiefseehafen besteht außerdem die Thilawa Special Economic Zone in
der Thanlyin-Kyauktan Gegend südlich von Yangon, welche vor allem exportorientierte Industrie-
und produzierende Gewerbe mit Steuervergünstigungen und –anreizen anziehen soll. Der Großteil
der Erstinvestoren dürfte japanischer Herkunft sein. Die Arbeiten an einem neuen Terminal haben
bereits begonnen und sollen bis 2018 fertig gestellt werden (Zone B).
KORRUPTION – EIN VERMEIDBARES UND GEFÄHRLICHES ÜBEL
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