Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung

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Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Umfrage: Hat sich Wien durch die Digitalisierung verändert?
                                         Transformation mit Tempo: Wie wir am besten damit umgehen
                                        SOMMER 2018 Wie Wien die digitale Kompetenz der Jungen fördert
                                        Österreichische Post AG, MZ 18Z041393 M, Wiener Gesundheitsförderung gemeinnützige GmbH – WiG, Treustraße 35–43, Stg. 6, 1200 Wien

                                       Gesunde Stadt
                                        DAS MAGAZIN DER WIENER GESUNDHEITSFÖRDERUNG
Foto: Flickr.com©CAYRO The Games

                                       Wien im Wandel
                                       Gesunde digitale Stadt
                                   GS_28_01_cover_k.indd 1                                                                                                                   18.06.2018 11:00 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
WIENER GESUNDHEITSFÖRDERUNGSKONFERENZ 2018

           GESUNDHEIT
           UND DIGITALISIERUNG
           INSPIRATIONEN FÜR DIE PRAXIS
           DER GESUNDHEITSFÖRDERUNG
           Hochkarätige Vortragende                            Wiener Gesundheitspreis 2018:
           Sascha Lobo, Berlin                                 Aus der Praxis auf die Bühne.
           Priv.-Doz. Dr.med.habil. Volker Busch, Regensburg   Moderatorin Heilwig Pfanzelter stellt ausgezeichnete
           Dr.in Claudia Lampert, Hamburg                      Wiener Projekte vor und spricht mit den
                                                               Preisträgerinnen und Preisträgern über ihre
                                                               Beweggründe, ihre Erfahrungen und ihre Erfolge.

                                                               Montag, 10. September 2018
                                                               9:00 bis 17:00 Uhr
                                                               In den Festräumen des Wiener Rathauses

                                                               Teilnahmegebühr: 30 Euro pro Person
                                                               Anmeldung voraussichtlich ab Mitte Mai 2018
                                                               unter: www.wig.or.at

GS_02_03_edi_ihv_kk.indd 2                                                                                18.06.2018 10:29 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Kinder mit ihren Handys –
                                                                                                         ein Anblick, den wir
                                                                                                         alle kennen. Aber wie
            LIEBE LESERIN,                                                                               leben wir „richtig“ in
                                                                                                         der digitalen Welt?
            LIEBER LESER!

            W
                    ir leben in einer Welt, in der
                    wir von nahezu überall auf
                    eine schier unendliche Samm-
            lung von Wissen zugreifen können.
            Einkäufe und Bankgeschäfte tätigen
            wir online, unsere Daten speichern
            wir in der Cloud und was aktuell in
            unserem Leben passiert, teilen wir in
            sozialen Medien. Was vor zwei Jahr-
            zehnten eine vage Vision war, ist mitt-
            lerweile Teil unseres Alltags. Und der
            wird in zehn Jahren noch einmal ganz
            anders aussehen als heute.
                                                                                                        INHALT
            Um mit dem Tempo, in dem sich un-
            sere digitale Welt dreht, mithalten zu
            können, braucht es den Aus- und Auf-
            bau von Kompetenzen. Bei Kindern,
                                                                                                        04   Shortcuts und Stadtregierung
                                                                                                             Inklusive Interview mit Peter
            Berufstätigen und älteren Menschen                                                               Hacker, Stadtrat für Soziales,
            gleichermaßen, um sich in unserer                                                                Gesundheit und Sport
            zunehmend digitalen Stadt zurecht-
            zufinden. Welche Herausforderungen
            es zu meistern gilt und wie wir damit
            umgehen können, greifen wir in der
                                                                                                        07   Hat sich Wien durch die
                                                                                                             ­Digitalisierung verändert?       Susanne Biri und Rudolf Tuppa – keine Scheu
            Sommer-Ausgabe der Gesunden                                                                      Umfrage auf der Alser Straße      vor dem Tablet dank passender App
            Stadt auf.

            Diesmal auch wieder mit dabei: zwei                                                         08   Welt des Homo digitalis
            aktuelle Projekte, die wir näher vor-
            stellen. Das „Netzwerk Gesund im
                                                                                                             Wie reagieren wir am besten
                                                                                                             auf den digitalen Wandel?
                                                                                                                                               22     Aus den Bezirken
                                                                                                                                                      Ein neues Bad, E-Bikes auf dem
            Wiener Kindergarten“ ermöglicht den                                                                                                       Zentralfriedhof, mobile Bücher
            Austausch zwischen städtischen und                                                                                                       – Neuigkeiten in Kürze
            privaten Kindergarteneinrichtungen –
            zum Wohle aller Beteiligten im Kin-
                                                                                                        12    Der Weg in die Zukunft
                                                                                                             „Digital Roadmap“ für
e
            dergarten. Im Rahmen des Projekts
           „Burschen. Leben. Vielfalt“ organisiert
                                                                                                              Österreichs digitale Strategie   24     Seelische Balance
                                                                                                                                                      Die Kindergarten-
            das Männergesundheitszentrum MEN                                                                                                          Mitarbei­terInnen geben
            Workshops, die den Burschen Raum
            geben, ihre eigene Einstellung zu
                                                                                                        14   Wir bauen eine digitale Stadt
                                                                                                             Die Herausforderungen der
                                                                                                                                                      einander Kraft.

            Männlichkeit, Sexualität und Gewalt                                                              Zukunft gemeinsam meistern
            zu reflektieren.                                                                                                                   25     Aufklärung und Reflexion
                                                                                                                                                      In Jugendzentren denken

            Viel Freude beim Lesen!
                                                                                                        16   Digitale Kompetenz fördern
                                                                                                             Wie die Stadt Wien Kinder
                                                                                                                                                      Burschen über Männlichkeit,
                                                                                                                                                      Sex und Gewalt nach.
            Für ein gesundes Leben                                                                           und Jugendliche in der
            in einer gesunden Stadt                                                                          digitalen Welt unterstützt
                                                                                                                                               26     Termine
                                                       Fotos: iStockphoto, Bohmann/Andrew Rinkhy, WIG

                                                                                                                                                      Wichtige gesunde Ereignisse
                                                                                                        18   Am Puls der Zeit bleiben
                                                                                                             Digitale Tools für Menschen
                                                                                                                                                      in Wien, Österreich
                                                                                                                                                      und der Welt
                                 Dennis Beck,                                                                in fortgeschrittenem Alter
                                 Geschäftsführer
                                 Wiener Gesundheits-                                                                                           27     Mein Córdoba!
                                 förderung – WiG                                                        20   Gesundheitssystem im Wandel
                                                                                                             Die Ansprüche an digitale
                                                                                                                                                      Kolumnist Dieter Chmelar
                                                                                                                                                      über ein legendäres
                                                                                                             Gesundheitsinfos ändern sich.            Fußballspiel und seine Folgen

                                                                                                                                                                                  3

    GS_02_03_edi_ihv_kk.indd 3                                                                                                                                                  18.06.2018 10:29 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Bürgermeister Michael Ludwig (M.) mit „seinen“
                                                                                           StadträtInnen (v. l.): Jürgen Czernohorszky,
                                                                                           Peter Hanke, Veronica Kaup-Hasler, Kathrin Gaal,
                                                                                           Peter Hacker und Ulli Sima

                                                                                                             INTERVIEW
                                                                                                             Peter Hacker,
                                                                                                             Stadtrat für Soziales,
                                                                                                             Gesundheit und Sport

                                                                                              Sie wurden als „rastloser Sozialmanager“
                                                                                              bezeichnet. Sehen Sie sich selbst auch so?
                                                                                              Wenn mit rastlos gemeint ist, dass ich viel
                                                                                              Energie und Zeit investiere, um Aufgaben für
                                                                                              die Menschen in dieser Stadt bestmöglich zu
                                                                                              erfüllen, dann ja. Gerade im Gesundheits- und
                                                                                              Sozialbereich braucht es klare Konzepte und
                                                                                              einen guten Überblick – deswegen kommen
                                                                                              mir diese oft zitierten Management-Qualitä-
                                                                                              ten auch im neuen Amt sicher zugute.

                                                                                              In welchen Bereichen werden Sie Ihre
                                                                                              Schwerpunkte setzen?
                                                                                              Mir sind alle drei Bereiche – Soziales,
                                                                                              Gesundheit und Sport – gleichermaßen
                                                                                              wichtig. Natürlich gibt es einige Aufgaben-
        Neue Stadtregierung vorgestellt                                                       stellungen, die mich vorerst verstärkt
                                                                                              beschäftigen werden. Bei der Mindestsiche-
        GESUNDE STADT                                                                         rung wird es eine intensive Auseinander­
                                                                                              setzung mit der Bundesregierung und den

       F
             risch im Amt als Bürgermeister         rund um Kultur und Wissenschaft           anderen Ländern brauchen, die Neuorganisa-
             präsentierte Michael Ludwig          e­ inbringen zu können. Die Themenge-       tion des KAV steht ebenso an wie die geord-
             Mitte Mai sein neues Team für          biete Wohnen, Wohnbau, Stadterneu-        nete Fertigstellung des Krankenhauses Nord.
        Wien. So zeichnet jetzt innerhalb der      erung und Frauen kommen schließlich
        Stadtregierung Peter Hacker, ehemals       in die erfahrenen Hände der Landtags-       Wie ist Ihr Gesamteindruck vom Wiener
        Geschäftsführer des Fonds Soziales          abgeordneten und Gemeinderätin             Gesundheitswesen?
        Wien, für die Bereiche Soziales, Ge-       ­Kathrin Gaal. Ulli Sima, Stadträtin        Das Wiener Gesundheitswesen hat einige
        sundheit und Sport verantwortlich.          für Umwelt und Wiener Stadtwerke,         ­Aufgaben zu lösen, aber es gibt keinen Grund,
       „Ich komme aus dem Fonds Soziales          Jürgen ­  Czernohorszky, Stadtrat für        den Kopf hängen zu lassen. Ich kenne nieman-
        Wien, der für mich ein Herzstück der       Bildung, Integration, Jugend und Per-       den, der im Ausland oder in einem anderen
        Sozialpolitik ist. Ich habe in dieser      sonal, sowie Maria Vassilakou, Vize-        Bundesland krank wird und sich nicht in Wien
        Funktion viele Gespräche mit Michael        bürgermeisterin und Stadträtin für          behandeln lassen will. Wien hat ein hoch­
        Ludwig geführt. Er hat mich überzeugt,     Stadtentwicklung, Verkehr, Klima-           qualitatives Gesundheitssystem, eine State-
        vom Balkon der guten Ratschläge in die     schutz, Energieplanung und BürgerIn-        of-the-Art-Medizin, Top-Technologien in
        erste Reihe zu gehen“, so Peter Hacker.     nenbeteiligung, verbleiben in ihren        ­zahlreichen Bereichen, tolle Ausbildungsmög-
                                                                                                                                                                     Fotos: www.picturedesk.com (2), David Bohmann, Andrew Rinkhy

       „Soziales und Gesundheit sind eine Ein-      Funktionen.                                 lichkeiten. Der Kern ist also jedenfalls gesund.
        heit, in beiden Bereichen geht es um
        die Menschen dieser Stadt.“            Kompetentes Team. Auch an der                  Welchen Stellenwert räumen Sie der
                                               Landtagsspitze gibt es eine Verände-           Gesundheitsförderung ein?
        Weitere Stadtratsbüros. Der ehema- rung. Ernst Woller, langjähriger Vorsit-           Wer in Prävention bzw. Gesundheitsförderung
        lige Chef der Wien Holding, Peter zender des Kulturausschusses, hat                   investiert, spart langfristig bei Therapie und
        Hanke, übernimmt die Ressorts Fi- künftig das Amt des Landtagspräsiden-               Rehabilitation. Deshalb arbeitet die Wiener
        nanzen, Wirtschaft, Digitalisierung ten inne. „Neben mir steht ein kom­               Gesundheitsförderung daran, gesundes Ver-
        und Internationales. Veronica Kaup- petentes Team, das unterschiedliche               halten zu fördern und gesunde Verhältnisse zu
        Hasler – sie war zuletzt als Intendan- gesellschaftliche Schichten und Grup-          schaffen. Dies in allen Bereichen der Stadt
        tin des „steirischen herbst“ tätig – pen anspricht“, betont Ludwig. „Ich              noch stärker zu verankern, ist unser Ziel mit
        freut sich wiederum, sich in Anliegen freue mich auf die Zusammenarbeit.“     •       dem „Health in All Policies“-Ansatz.

              4

GS_04kk_05kk_shortcuts.indd 4                                                                                                                 18.06.2018 10:30 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Sascha Lobo kommt zur Wiener                                                                  Hilfe bei
                                                               Gesundheitsförderungskonferenz                                                                Essstörungen
                                                               GESUNDE STADT                                                                                 GESUNDHEIT HAT EIN GESCHLECHT

                                                               D                                                                                            W
                                                                    er bekannte Berliner Publizist        Publizist und Autor                                        er bei der Hotline für Ess­
                                                                    und Autor Sascha Lobo ist einer       Sascha Lobo                                                störungen anruft, wird mit
                                                                    von drei internationalen Gästen                                                                  seinen Problemen, Ängsten
                                                               bei der Wiener Gesundheitsförde-                                                              und Sorgen ernst genommen – und
                                                               rungskonferenz 2018. Er wird der Frage                                                        das seit mittlerweile 20 Jahren! Ob
                                                               nachgehen, wie die Digitalisierung un-                                                        Magersucht, Bulimie, Binge Eating
                                                                                                                                                             ­
                                                               seren Körper und unsere Gesundheit                                                            oder Adipositas: Bis dato sind mehr als
                                                               beeinflusst. In seinem Vortrag rückt er                                                       27.500 Anrufe bei der Hotline für Ess-
                                                               die Chancen sowie Risiken des Inter-                                                          störungen eingegangen. Damit betreut
                                                               nets und seine Auswirkungen auf die                                                           das Team während der Beratungs­
                                                               Gesellschaft in den Mittelpunkt.                                                              zeiten rund sieben AnruferInnen am
                                                                                                                                                             Tag – anonym, kostenlos und öster-
                                                               Reize & Kommunikation. Wie sich schäftigt sich in ihrem Vortrag mit                           reichweit.
                                                               unser Gehirn zwischen Reizflut und der Rolle von digitalen Medien in der
                                                               Multitasking in der digitalen Welt zu- ­Lebenswelt von Kindern sowie Jugend-                  Mehrere Faktoren als Auslöser. Ess-
                                                               rechtfindet, beleuchtet Volker Busch. lichen und hinterfragt deren Bedeu-                     störungen sind schwere psychische
                                                               Er ist Facharzt für Neurologie sowie tung in der Erziehung.                                   Erkrankungen. Sie entstehen durch
                                                               für Psychiatrie und Psychotherapie an                                                         ein komplexes Zusammenspiel ver-
                                                               der Universitätsklinik in Regensburg. Gesundheitspreis. Im Rahmen der                         schiedener Faktoren und haben somit
                                                               Claudia Lampert, Erziehungswissen- Konferenz wird auch der Wiener Ge-                         nie nur eine einzige Ursache.           •
                                                               schafterin am Hans Bredow Institut sundheitspreis 2018 verliehen.
                                                               in Hamburg, schlägt die Brücke zur 10. September, 9–17 Uhr, 1., Rathaus
                                                                                                                                              •              Hotline: 0800/20 11 20, Mo–Do, 12–17 Uhr,
                                                                                                                                                             E-Mail: hilfe@essstoerungshotline.at,
                                                               Gesundheitskommunikation. Sie be- Anmeldung: www.wig.or.at                                    www.essstoerungshotline.at

                                                               Grätzel-Cafés: Kostenlose Treffs für SeniorInnen
                                                               GESUNDES ALTERN

                                                               N
                                                                     eue Kontakte knüpfen, sich mit 60 Jahren – gerne auch aus anderen             älter werden in Wien“ durch den
                                                                     Gleichaltrigen aus der Gegend Teilen der Stadt. Im Herbst 2018 folgen         Landesgesundheitsförderungsfonds.
                                                                     austauschen oder über Freizeit- dann zahlreiche weitere Angebote              Dieser wurde im Zuge der Gesund-
                                                                und Gesundheitsangebote in Wien in- für SeniorInnen im 4., 7., 9., 11., 14., 17.   heitsreform gemeinsam von der Stadt
                                                                formieren. All das bieten die Grätzel- und 23. Bezirk.                             Wien und der Sozialversicherung
                                                               Cafés von „Gesund älter werden in
                                                               Wien“ bei kostenlosem Kaffee und „Gesund älter werden in Wien“.
                                                                                                                                                   eingerichtet.
                                                                                                                                                   Termine und Adressen:
                                                                                                                                                                                          •
                                                               ­Kuchen. Sie stehen allen SeniorInnen ­Finanziert wird das Projekt „Gesund          www.wig.or.at
                                                               in Wien offen – ganz ohne Konsum-
                                                                zwang, denn Geld soll kein Aus-
                                                                                                        Zusammenkommen in
                                                               schlusskriterium sein. Die gemütliche
                                                                                                        Wohlfühlatmosphäre:
                                                                Kaffeehausatmosphäre lädt zum Plau-
                                                                                                        Die Grätzel-Cafés
Fotos: www.picturedesk.com (2), David Bohmann, Andrew Rinkhy

                                                               dern, zum Erfahrungsaustausch und
                                                                                                        machen es möglich.
                                                                zum gemeinsamen Pläneschmieden
                                                               ein. Bei Bedarf stehen die Mitarbeite-
                                                                rInnen der Grätzel-Cafés mit Rat und
                                                               Tat zur Seite.

                                                               Start in drei Bezirken. Die ersten
                                                               Grätzel-Cafés öffneten in den Bezirken
                                                               Landstraße, in Meidling und für Pen-
                                                               zing Anfang März ihre Pforten. Sie be-
                                                               grüßen zwei Mal pro Monat nicht
                                                               mehr erwerbstätige WienerInnen ab

                                                               gesunde stadt – Sommer 2018

      GS_04kk_05kk_shortcuts.indd 5                                                                                                                                                           18.06.2018 10:30 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Konferenz zum
       Vernetzen
       SELBSTHILFE & EMPOWERMENT

       W
                er nichts weiß, muss alles glau-
                ben – Selbsthilfe setzt auf Ge-
                sundheitskompetenz“. So lautete
        das Motto der 5. Wiener Selbsthilfe Kon-
        ferenz am 15. 6. in der Wiener Urania. Vor-
        träge, Diskussionen und Workshops
        spürten ­Synergien zwischen den Berei-        Bildtext: (v.l.n.r.) Günther Sidl (Direktor der VHS Urania), Moderatorin Martina Rammer-
        chen Selbsthilfe und Gesundheitskompe-        Gmeiner, Andreas Keclik (Abteilungsleiter in der Wiener Gesundheitsförderung), Christina
        tenz auf, um diese weiter auszubauen.         Dietscher (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz)
        Zentrale Fragen dabei waren unter ande-       und Christiane Ladinig (Selbsthilfe-Unterstützungsstelle SUS Wien)
        rem, wie der Dialog zwischen ExpertIn-
        nen und Selbst­hilfegruppen noch besser        eine Kernaufgabe der Selbsthilfe“ und
        funktionieren kann, wie ExpertInnenwis-       „Gute Gesundheitsinformation finden und             Jugendliche und
        sen aus dem ­Gesundheitsbereich für Pati-      kritisch bewerten“ erlaubten, Erfahrungen
        entInnen leichter zugänglich ist und wel-      auszutauschen. Darüber hinaus konnten              ihre Gesundheit
        che Schlüsselrolle der Erfahrungsschatz        in den Workshops „Gute Gesundheitsin-
        von Selbsthilfegruppen dabei spielen           formation weitergeben“, „Primärversor-              GESUNDER BEZIRK
        könnte. An der Konferenz nahmen zahl-          gungszentren und die Potenziale der Zu-

                                                                                                          W
        reiche VertreterInnen von Wiener Selbst-       sammenarbeit mit Selbsthilfegruppen“,                         as denken Jugendliche über
        hilfegruppen und ExpertInnen aus dem          „Selbsthilfegruppen stärken Gesundheits-                       ihre Gesundheit? Was tut ih-
        Gesundheits- und Sozialwesen teil.             kompetenz“ sowie „Sozialkapital und qua-                      nen gut? Antworten auf diese
                                                       litätsvolle Beziehungen“ neue Ansätze für            und andere Fragen geben Teenager bei
        Workshops. Die Beiträge zu den Themen
       „Förderung der Gesundheitskompetenz –
                                                       Kooperationen erarbeitet werden.
                                                      www.wig.or.at
                                                                                                  •        den ­Jugendgesundheitskonferenzen.
                                                                                                           Aufgrund des großen Erfolgs des Pro-
                                                                                                            jekts in den Vorjahren stellt die Bundes-
                                                                                                           gesundheitsagentur bis zum Jahr 2021
        Gesunde Kinder                                                                                     erneut Vorsorgemittel zur Verfügung.
                                                                                                            Bis dahin setzt die Wiener Gesundheits-
        GESUNDER BEZIRK                                                                                     förderung gemeinsam mit dem Institut
                                                                                                            für Frauen- und Männergesundheit

       W
                                                                                                                                                             Fotos: WIG, Katrin Bruder (5), Zsolt Marton - ZMART - foto-zeit.at
                ie entsteht eine Zeitung? Was                                                               FEM und queraum. kultur- und sozial-
                müssen wir beim Surfen im Inter-         Broschüre für                                      forschung. weitere 20 Konferenzen um.
                net beachten? Wie kann ich mit                                                              Im Zentrum stehen Jugendliche zwi-
        Gruppendruck und Mobbing umgehen?                werdende Eltern                                    schen zwölf und 19 Jahren, die sich im
        Mit diesen und anderen Fragen beschäfti-                                                           Vorfeld der Konferenzen mit ihrer
        gen sich Kinder zwischen sechs und zwölf         GESUNDE STADT                                     ­eigenen Gesundheit beschäftigen. Ge-
        Jahren aus sechs Gesunden Bezirken.                                                                 meinsam erarbeiten sie Ideen und Kon-

                                                         W
                                                                  ird mein Kind gesund sein? Das            zepte rund um Bewegung, Ernährung,
        Konsum & Verhalten. Bis September                         ist eine der grundlegendsten Fra-         Stress, Glück und Wohlbefinden. Die
        wird im Rahmen der Parkbetreuung mit                      gen, die sich werdende Eltern             ersten beiden Jugendgesundheitskonfe-
        den Kindern am Medienverhalten gear-             stellen. In der Broschüre „Pränatal-Dia­           renzen fanden bereits im Juni in den Be-
        beitet und gelernt, wie zu einem sozialen        gnostik. Untersuchungen in der Schwan-             zirken Penzing und Hernals statt. Wei-
        Mitei­nander beigetragen werden kann. So         gerschaft. Gut informiert entscheiden“             tere folgen im Herbst in den Bezirken
        entstehen rund um die Themen „MEDIEN
       – Konsum und Verhalten“ und „WIR – Ich
                                                         des Büros für Frauengesundheit und
                                                         Gesundheitsziele erhalten Sie Basisinfor-
                                                                                                            Innere Stadt, Währing und Döbling.
                                                                                                           www.wig.or.at
                                                                                                                                                    •
        in der Gruppe“ viele kreative Basteleien         mationen über die Pränatal-Diagnostik.
        und Spielideen, die im Rahmen der Kin-           Sie werden in leichter Sprache über
        der-Gesundheitsstraßen auch anderen                            Chancen, Risiken und Unter­
        Kindern und Erwachsenen präsentiert                            suchungsmethoden aufge-
        werden. Sämtliche Termine sind auf der                         klärt und erfahren, an wen
        Website der Wiener Gesundheitsförde-                           Sie sich wenden können.        •
        rung zu finden.
        www.wig.or.at
                                                  •                    Broschüre zum Download:
                                                                       https://bit.ly/2rOmXdw
                                                                                                             Fit dank
                                                                                                             Breakdance
             6

GS_06_07_umfrage_kk.indd 6                                                                                                                   18.06.2018 10:46 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
SCHWERPUNKTTHEMA GESUNDE DIGITALE STADT

                                                                                                                                             Hat sich Wien durch die
                                                                                                                                             Digitalisierung verändert?
                                                                                                                                             UMFRAGE AUF DER ALSER STRASSE
                                                                                                                                             Katrin Bruder

                                                                          „Die Digitalisierung hat Wien insofern verändert,
                                                                           als dass man Parkpickerl, Fahrscheine u. v. m.
                                                                           schon online bestellen kann.“
                                                                          Sissi Kruml, 59

                                                                                                                          „Wie fast jeder Ort ist
                                                                                                                         Wien durch die Digitali-
                                                                                                                          sierung in den letzten
                                                                                                                         Jahren ein Stück näher
                                                                                                                         mit der restlichen Welt               „Die Digitalisierung hat unser Leben in Wien extrem erleichtert.
                                                                                                                            zusammengerückt.“                        Wienerinnen und Wiener, aber vor allem Touristinnen und
                                                                                                                            Timothy Bidwell, 23              ­Touristen profitieren von Google Maps und digitalen Fahrplänen.“
Fotos: WIG, Katrin Bruder (5), Zsolt Marton - ZMART - foto-zeit.at

                                                                                                                                                                                                             Andreas Heiss, 40

                                                                          „Wir entwickeln uns gerade
                                                                          viel zu weit. Vieles ist unnötig,
                                                                          vor allem in Wien. Wenn ich
                                                                           an die ganze Robotertechnik
                                                                           denke, habe ich das Gefühl,
                                                                           dass die Menschen da gar
                                                                           nicht mehr mitkommen.“
                                                                          Sophie Hammerl, 16

                                                                                                                                                                                   „Ich glaube nicht, dass sich in den letzten
                                                                                                                                                                                          Jahren in Wien etwas verändert hat.
                                                                                                                                                                                       Es ist eher alles beim Alten geblieben.“
                                                                                                                                                                                                              Birungi Fischl, 35

                                                                     GS_06_07_umfrage_kk.indd 7                                                                                                                     18.06.2018 10:46 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Das Leben
   findet nicht in
     der digitalen
 Welt statt, auch
        wenn der
  Mensch gerne
 in sie eintaucht.
                                                          Fotos: iStockphoto, Privat

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GS_08_11_thema_service_kk.indd 8   18.06.2018 10:40 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
SCHWERPUNKTTHEMA GESUNDE DIGITALE STADT

                              In der Welt des
                              Homo digitalis
                              DIE WELT WANDELT SICH IN EINEM UNGLAUBLICHEN TEMPO. EIN TEMPO, DAS
                              STRESS BEREITET UND UNSICHERHEIT AUSLÖST. DOCH ANGST IST EIN SCHLECHTER
                              BERATER. SO REAGIEREN WIR AM BESTEN AUF DEN DIGITALEN WANDEL.                                                 Wolfgang Wieser

                                     G
                                                    ibt es ein richtiges Leben in erledigen können. Dadurch entstehen       Mädchen sind signifikant mehr ge-
                                                    der digitalen Welt? Ja, das neue Geschäftsmodelle, Arbeitspro-          stresst. Generell sind 56 Prozent der
                                                    gibt es. Aber es ist für jeden zesse und Berufsbilder. „Aber auch die   weiblichen Jugendlichen häufig bis
                                                    anders: „Das ist von Mensch Kompetenzen, die von Mitarbeitenden         sehr häufig gestresst, bei den männ­
                                                    zu Mensch unterschied- und Lernenden gefordert werden,                  lichen Jugendlichen sind es dagegen
                                                    lich“, sagt Medienpsycholo- wandeln sich“, schreibt Genner in ih-       37 Prozent. Oft gestresste Jugendliche
                                      gin Sarah Genner. Die Wissenschafte- rem Bericht „Digitale Transforma-                zeigen mehr psychische Symptome
                                        rin der Universität Zürich ist Expertin tion“. Wie sich dieser Wandel langfris-     wie Selbstzweifel, Niedergeschlagen-
                                        für die Digitalisierung der Arbeitswelt tig auf unser Leben auswirken wird,         heit und Traurigkeit.
                                        am Institut für Angewandte Psycholo- lässt sich noch nicht absehen. Die Pro-
                                      gie: „Manche sind nur glücklich, wenn gnosen, wie viele Arbeitsplätze und
                                      sie ständig wissen, wie es ihren Liebs- welche Berufsfelder durch Digitali­                        „Handys sollen
                                      ten geht. Newsjunkies brauchen den sierung verschwinden werden, gehen                              abends in keinem
                                        permanenten Nachrichtenstrom. An- weit auseinander. Die OECD geht da-                            Schlafzimmer
                                      deren mag das alles egal sein. Schluss- von aus, dass nicht mehr als zehn                          Platz finden.“
                                      endlich aber geht es darum, Chancen ­Prozent der Jobs einem hohen Digi­                            Constanze Schreiner,
                                        und Risiken abzuwägen.“                     talisierungsrisiko ausgesetzt sind.                  Psychologin
                                                                                   „Wirtschaftshistorisch betrachtet
                                        Digitale Transformation. Tatsäch- ­         haben bisherige Automatisierungs-       Raus aus dem Schlafzimmer. Wie
                                        lich hat sich die Welt in den vergange- wellen jeweils zu einer höheren Nach-       können Eltern helfen? Können sie über-
                                        nen Jahrzehnten rapide gewandelt. frage nach Arbeitskräften geführt und             haupt helfen? Haben sie eine Chance
                                      Der Begriff dafür ist digitale Transfor- neue Berufsfelder und Stellen geschaf-       gegen die digitale Übermacht? Oder hat
                                        mation. Damit wird der tiefgreifende fen“, sagt die Psychologin. Fest steht,        WhatsApp bereits die Erziehung über-
                                      Strukturwandel der Arbeitswelt durch dass das Tempo der Transformation                nommen? Fragen, auf die Sarah Genner
                                      digitale Technologien wie mobile, viele belastet, vor allem natürlich Kin-            im GESUNDE STADT-Gespräch klare
                                      ­vernetzte Geräte, Cloud Computing, der und Jugendliche.                              Antworten hat. „WhatsApp ist nicht der
                                      Social Media, Big Data, künstliche                                                    beste Erziehungsberater“, sagt die Ex-
                                       ­Intelligenz, Robotik und „Internet der Stress wächst. Eine Schweizer Unter-         pertin. „Und für die Eltern ist es wahn-
                                      Dinge“ beschrieben. Letzteres be- suchung (Juvenir-Studie 4.0) hat sich               sinnig anstrengend, ständig Grenzen
                                        zeichnet die Vernetzung von Gegen- mit Stress und Leistungsdruck bei                setzen zu müssen, weil der Sog so stark
                                      ständen mit dem Internet, damit diese 1.500 Schweizer Jugendlichen zwi-               ist. Dass viele Eltern selbst ständig am
                                        (etwa ein Regenschirm mit Sensor) schen 15 und 21 Jahren befasst (Jacobs            Handy hängen, macht es für die Kinder
                                      selbstständig über das Internet kom- Foundation & Prognos, 2015). Die Re-             natürlich noch interessanter. Man ver-
 Fotos: iStockphoto, Privat

                                        munizieren (z. B. mit dem Online-Wet- sultate zeigen: 46 Prozent der Jugend­        gisst die Frontallappenproblematik.“
                                      terdienst) und so verschiedene Aufga- lichen fühlen sich durch Stress und             Zum Verständnis: Der Frontallappen ist
                                        ben für die BesitzerInnen (Meldung an Leistungsdruck überfordert, in erster         so etwas wie das Cockpit im Gehirn und
                                      BesitzerIn: Achtung, es wird regnen) Linie durch Schule, Job und Studium.             auch für die Impulskontrolle verant-

                              gesunde stadt – Sommer 2018
                                                                                                                                                                  9

GS_08_11_thema_service_kk.indd 9                                                                                                                                18.06.2018 10:40 Uhr
Gesunde Stadt - Wiener Gesundheitsförderung
Für Kinder ist entscheidend,
                                                                                               dass sie mit ihren Eltern über
                                                                                               Probleme reden können.

        wortlich. Die Gehirnentwicklung ist wiederum etwa im Auftrag des Schwei-
        erst mit 20, 25 Jahren gänzlich abge- zer Bundesamtes für Sozialversiche-
        schlossen. „Wenn Sie also merken, dass rung einen Elternrat­geber zum Thema
         Ihr Kind nicht mehr schläft, nichts „Medienkompetenz“ erstellt. Darin fin-
         mehr für Schule oder Weiterbildung det sich auch die 3-6-9-12-Faustregel:                                      INTERVIEW
         macht, dann sollten Sie digitale Geräte kein Fernsehen unter 3 Jahren, keine
         nachts aus dem Zimmer verbannen“, so ­eigene Spielkonsole vor 6 Jahren, Inter-                                 Sarah Genner,
        Genner. Eine Ansicht, die auch Psycho- net ab 9 Jahren und soziale Netzwerke                                    Psychologin,
         login Constanze Schreiner vertritt: ab 12 Jahren.                                                              Uni Zürich
       „Handys sollen abends in keinem Schlaf-
         zimmer der eigenen vier Wände sein. Neue Süchte. Ob die digitale Welt ein                       Ist ein nicht digitales Leben
         Eltern müssen Vorbild sein.“              Suchtpotenzial birgt? Eine Frage, die                 überhaupt noch möglich?
                                                   Genner eindeutig beantwortet: „Auf                    Während der Arbeit an meinem
         Internet-Mythen. Gemeinsam mit ­jeden Fall. Es gibt aber noch keinen                            Doktorat war ich bei den Amischen
         Medienforscher Markus Appel hat die Standard, wie man das messen soll, wo                       in den USA. Dort ist es noch möglich.
        Psychologin an der Johannes Kepler die Grenze zwischen exzessiver Nut-                           In den meisten westlichen Ländern
        Universität Linz neun Mythen über die zung und Onlinesucht zu ziehen ist.                        sicher nicht mehr.
        Auswirkungen der Nutzung von Com- Oft wird gefragt, ob stundenlanges
         puter und Internet identifiziert. Unter- Computerspielen süchtig macht –                        Warum?
        sucht wurden u. a. behauptete Aus­ kann, aber muss nicht sein. Die Frage                          Die Verbindung mit dem Internet ist
        wirkungen auf soziale Interaktion, die ist, was der Mensch daneben noch                           so etwas wie ein Sinnesorgan gewor-
        Verringerung gesellschaftlicher Parti- macht. Treibt er Sport? Ist er in der                     den. Viele Leute wären bereit, ihren
         zipation oder die wachsende Einsam- Schule oder im Job erfolgreich? Hat er                       Geruchssinn aufzugeben, müssten
         keit durch Internetnutzung. Ergebnis: persönliche Kontakte?“ Dass Facebook,                      sie sich zwischen diesem und dem
        Die meisten Behauptungen ließen sich Google & Co die Ausbildung zentraler                         ­Internetzugang entscheiden – das
         nicht belegen und konnten widerlegt Fähigkeiten wie digitale Kompetenzen                          hat eine ­Untersuchung tatsächlich
        werden. Sowohl Interaktion als auch und eine Vielzahl „transversaler Kom-                        ­ergeben.
        Partizipation nahmen eher zu, selbst petenzen“, das heißt Kompetenzen
         für die behauptete wachsende Einsam- wie Problemlösungsfähigkeiten, Krea-                       Wie halten Sie es selbst?
         keit konnte kein signifikanter Zusam- tivität, kritisches Denken und Sozial­                    Nachts bin ich offline und im Urlaub
         menhang festgestellt werden.              kompetenz, verhindern, glaubt Genner                  beruflich offline. Ich schaue meine
                                                   nicht: „Zentral ist die Möglichkeit zur               beruflichen E-Mails nicht an. Wenn
        3-6-9-12-Faustregel. Eine nicht zu freien Entfaltung. Das hat unter den                          man ein Autoreply installiert hat und
         leugnende Tatsache ist aber, dass der üppigen Schulprogrammen und den                           trotzdem arbeitet, untergräbt man die
        Wandel zum Homo digitalis große Aus- überbordenden Freizeitprogrammen                            eigenen Bemühungen, sich von der
        wirkungen auf die Eltern-Kind-Bezie- gelitten. Vor der Digitalisierung fürch-                    Arbeit abzukoppeln.
         hung hat. Für die Jugendlichen, die sich ten brauchen wir uns aber nicht, ist
        eigentlich abkoppeln sollten, wird die Schreiner überzeugt: „Die Digitalisie-                    Am Schluss Ihrer Arbeit schreiben
         Loslösung vom Elternhaus schwieriger, rung muss uns keine Sorgen machen.                        Sie, dass es im Sinne der Förderung
         für die Eltern kann es beängstigend sein, Das ist ein völlig falscher Begriff. Noch             von Kreativität und psychischer
        wenn sie versuchen ihre Kinder zu errei- falscher ist es, von Ängsten zu spre-                   Gesundheit von Jugendlichen
        chen und die sich nicht melden. Schrei- chen. Tatsache ist, dass sich die Tech-                  gilt, insbesondere Muße und freies
         ner sagt: „Wichtig ist, und das zeigen nik nicht selbst entwickelt, sondern                     Spiel zu fördern. Aber wie?
                                                                                                                                                         Fotos: iStockphoto, Privat

         auch viele Studien, dass es für Kinder dass Menschen dahinter stehen. Wir                       In Städten ist das gar nicht so einfach.
        ganz entscheidend ist, dass sie mit können mitentscheiden, wie wir un-                           Aber ich denke, Wien ist ein guter Ort,
        ­ihren Eltern über Probleme reden kön- sere Zukunft gestalten wollen. Angst                      auch dafür, einfach rauszugehen: in
         nen.“ Medienpsychologin Genner hat ist ein schlechter Berater.“                 •               den Park oder in den Wald.

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GS_08_11_thema_service_kk.indd 10                                                                                                        18.06.2018 10:40 Uhr
SERVICE

                                        ANGEBOTE, WEBTIPPS & BÜCHER
                                                                                                                                            Das Internet sicher nutzen
                                      Mit digitalen Medien leben                                                                                         Eine Broschüre für alle,
                                     Die Plattform saferinternet.at unterstützt Kin-                                                                     die bisher mit dem Inter-
                                     der, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim                                                                          net noch nicht viel zu tun
                                     sicheren und verantwortungsvollen Umgang                                                                            hatten, aber neugierig
                                     mit digitalen Medien. saferinternet.at ist                                                                          sind, was ihnen geboten
                                     ­Partner des EU-Netz­werks Insafe. Hier gibt es                                                       wird. Ziel ist, SeniorInnen zu ermu­
                                     interessante Broschüren und wichtige Links,                                                           tigen, sich auf unbekanntes Terrain
                                     u. a. zu Hassposting und Cyber-Mobbing.              www.gesundheit.gv.at                              zu wagen und Neues auszuprobieren.
                                      Über diese Plattform können auch Veranstal-         ist das offizielle Gesundheitsportal des         ­Neben Tipps zur Webnutzung für
                                     tungen zum Thema „Sichere Internet- und              Bundesministeriums für Arbeit, Soziales,         Bankgeschäfte, Reisen oder Unter­
                                      Handynutzung“ gebucht werden. Angeboten             Gesundheit und KonsumentInnenschutz.              haltung gibt es auch Infos zu Smart-
                                     werden auch Workshops zur Selbstdarstel-             Dementsprechend seriös und umfangreich            phone und Tablet.
                                      lung im Netz oder zu WhatsApp.                      sind die Informationen auf dieser Seite.          Die Broschüre ist als Gratis-Download
                                     Kontakt: office@saferinternet.at                     Mit Infos zu Laborbefunden, ELGA,               ­erhältlich – www.digitalesenioren.at/
                                     www.saferinternet.at                                 Schwangerschaft oder Hilfe im Notfall.           download/1564

                                       Probleme mit Internet-Käufen                                                                        Gesundheits-Apps
                                     Der Internet-Ombudsmann hilft, wenn Bestel-                                                                        Der Bericht des Instituts
                                       lungen im Internet nicht so reibungslos über                                                                      für Gesundheitsförderung
                                     die Bühne gehen wie erhofft. 2017 wurden                                                                            und Prävention informiert
                                     3.219 Anfragen bearbeitet, vor allem zu Abo-                                                                        über die für Österreich
                                       Fallen, Vertragsstreitigkeiten und Lieferproble-                                                                 ­relevante Ist-Situation im
                                     men. Praktisch: Beschwerden können direkt                                                             Bereich Gesundheits-Apps. Analysiert
                                     auf der Website eingegeben werden. Zusätz-            www.rataufdraht.at                              wird darin auch, wie Gesundheits-
                                       lich gibt es als Downloads umfangreiche             ist seit mehr als 30 Jahren unter der           Apps gestaltet sein sollten, damit
                                     ­Informationen zu Online-Apotheken, dem               Notrufnummer 147 für Kinder, Jugendliche        sie für eine möglichst große Zahl
                                      ­Internet-Verkauf zwischen Privatpersonen, der       und deren Bezugspersonen da und bietet          von Menschen nutzbar sind, und
                                     VerbraucherInnenrechterichtlinie oder dem si-        ­online gut aufbereitete Informationen. Bei-     welche Orientierungshilfen bislang
                                     cheren Umgang mit privaten E-Mail-Accounts.           spiele: Wie man sich im Netz vor falschen       verfügbar sind.
                                     Kontakt: kontakt@ombudsmann.at                        FreundInnen schützt, sich gegen sexuelle        Das Grundlagenpapier ist als Gratis-
                                     www.ombudsmann.at                                     Übergriffe wehrt oder Probleme mit              Download erhältlich – www.oepgk.at/
                                                                                           LehrerInnen be­wältigt.                        _wissenscenter/gesundheits-apps
                                         Hilfe für Süchtige
                                       Im Wiener Anton Proksch Institut werden seit                                                       Digital Detox
                                      mehr als 60 Jahren Alkohol- und Drogensucht,                                                                      In diesem Sachbuch er-
                                      Spiel- und Medikamentensucht, seit einigen                                                                        klärt Daniela Otto mit
                                     Jahren aber auch Kauf- und Internetsucht                                                                           Humor und wissen-
                                        ­behandelt. Zudem werden im Bereich der                                                                         schaftlichem Tiefgang
                                     ­Akademie Fort- und Weiterbildungsangebote                                                                         die psychologischen Hin-
                                     zum Thema Sucht angeboten.                                                                                         tergründe für unsere Me-
                                       Die Grundidee: Positive Veränderungen im                                                           dienabhängigkeit sowie den Ursprung
                                       ­Leben eines Menschen sind immer möglich –         www.lehrerweb.wien                              unserer Vernetzungssehnsucht. Mit
                                        Freude, Lust und Genuss sind die dafür            bietet (auch) umfangreiches Informations­       praktischen Beispielen und zahlrei-
                                      ­notwendigen Ingredienzen, die das L­ eben          material über den digitalen Wandel. Aktuell     chen Übungen weist die Autorin den
Fotos: iStockphoto, Privat

                                       selbst bietet. Auf der Internet-Seite des Insti-   besonders wichtig: Fakten zur verbindlichen     Weg aus der Abhängigkeit.
                                       tuts werden zahlreiche Folder angeboten.           Übung „Digitale Grundbildung“, die im lau-      Digital Detox. Wie Sie entspannt mit
                                     Telefon 01/880 10-0                                  fenden Schuljahr bereits an 178 Neuen Mit-      Handy & Co leben, Daniela Otto, Sprin-
                                     www.api.or.at                                        telschulen und AHS gestartet ist. Im nächsten   ger, ISBN 978-3-662-48967-3; 14,99 Euro,
                                                                                          Jahr beginnt die flächendeckende Umsetzung.     www.springer.com
                                     gesunde stadt – Sommer 2018
                                                                                                                                                                                       11

                             GS_08_11_thema_service_kk.indd 11                                                                                                                        18.06.2018 10:40 Uhr
Der Weg in                                                                                    Die Vermin­derung der Scheu vor elektronischen

       die Zukunft
                                                                                                Assistenzsystemen steht bei Älteren im Vordergrund.
                                                                                                                    Es gilt, Hand in Hand zu arbeiten.

                    DIE „DIGITAL ROADMAP“ FLAGGT ÖSTERREICHS WEG IN DIE ZUKUNFT AUS.
                    INSELLÖSUNGEN WEICHEN SO EINER DATEN-STRATEGIE, DIE VON
                    MEDIEN-SCHULUNGEN BIS ZUM PFLEGEBEREICH REICHT.                                          Roland Graf

        SCHWERPUNKTTHEMA GESUNDE DIGITALE STADT

                 H
                                 asspostings und selbstfah-    len Ministerien, den Bundesländern,          in Österreich. Neben den Punkten, die
                                 rende Fahrzeuge, das Inter-   dem Städte- und Gemeindebund, von          eine gut ausgebaute und leistbare In­
                                 net der Dinge und Start-      den Sozialpartnern und anderen Orga-         frastruktur betreffen, geht es vor allem
                                 up-Förderung, aber auch       nisationen erstellt.                         um die Stellung des Menschen in der
                                 Datenschutz und Pflegero-                                                digitalen Welt. „Kein Kind soll ohne
                                 boter – diese Schlagworte                 „Daten von Patientinnen        ­digitale Kompetenzen die Schule ver-
                     sind alle Teil der digitalen Gegenwart.                und Patienten sind weiter       lassen“, lautet etwa das zweite Leit-
                     Die elektronische Welt ist ihrem We-                  ­gesichert. Die Wissenschaft     prinzip. Die Chancen der Jugendlichen
                     sen nach vernetzt, sie ist ein „virales                kann nach bestimmten, klar      in der Arbeitswelt der Zukunft stellen
                     System“, wie es der Medienphilosoph                    geregelten Kriterien auf        aber nur eine Seite dar, starke Schutz-
                    ­Vilém Flusser nannte. Damit ist aber                  anonymisierte ­Daten             mechanismen sind in den Punkten 10
                     auch ein Umdenken gefragt. Teillösun-                  zugreifen.“                     („Österreich soll weiterhin hohe Daten­
                     gen sind in einer globalen Datenwelt                  Beate Hartinger-Klein,           schutzstandards haben“) und 11 („Wir
                                                                                                                                                                    Fotos: iStockphoto (2), Archiv, TU Wien

                     nicht mehr zielführend. Das Denken in                 Bundesministerin für Arbeit,     wollen eine respektvolle Diskussions-
                     großen Einheiten – wie sie etwa Länder                Soziales, Gesundheit und         kultur im Netz […] sicherstellen und
                     darstellen – hilft hier bedeutend mehr.               KonsumentInnenschutz             fördern“) festgeschrieben. Diese
                     Die bundesweite Strategie dazu wurde                                                 Agenda umfasst massiv auch den staat-
                     in der „Digital Roadmap“ zusammen-        Die digitale Welt und wir. Den Kern          lichen Bereich. Ganz im Sinne von
                     gefasst. Die „Stra­ßenkarte“ in Öster-    bilden zwölf Leitprinzipien für die          Open Government sollen auch die
                     reichs digitale Zukunft wurde von al-     weitere Gestaltung der Digitalisierung      ­Datenbestände der Verwaltung weit­

            12

GS_12_13_thema_kk.indd 12                                                                                                                    18.06.2018 10:36 Uhr
gehend öffentlich zugänglich gemacht         möglichen“, meint dazu Sabine The- Die Roadmap folgt der Zeit. Was
                                          werden, um eine allgemeine Nutzung           resia Köszegi von der TU Wien. Sie aber wird 2025 die auffälligste roboti-
                                          zu ermöglichen. Baudaten, inklusive          ­leitet den „Rat für Robotik“ – dieser sche Anwendung in Österreichs Ge-
                                          des historischen Bestands (Wie alt ist       wurde Herbst 2017 vom Bundesminis- sundheitswesen sein? „Man kann da-
                                          mein Haus? Wann wurde es ausge-              terium für Verkehr, Innovation und von ausgehen, dass sich vor allem im
                                          baut?), wie sie die Stadt Wien als Vor-      Technologie ins Leben gerufen – und privaten Umfeld vermehrt Service-
                                          reiter o
                                                 ­ nline hat, wären ein Beispiel für   sieht die wahrscheinlichste Einsatz- und Hilfssysteme etablieren werden.
                                          den BürgerInnen-Datenservice.                möglichkeit in der Pflege dort, „wo Viele Dienstleistungen werden digita-
                                                                                       menschlicher Einsatz sehr aufwendig lisiert und mit künstlicher Intelligenz
                                            Sensible Informationen schützen.           ist“. Dazu zählen etwa technische Un- ausgestattet sein. Ob wir das als robo-
                                           Besonders der Gesundheitsbereich, der       terstützungen beim Heben und Bewe- tische Anwendung wahrnehmen,
                                            beim Austausch von PatientInnen­           gen von mobilitätseingeschränkten hängt davon ab, wie sehr wir die Tech-
                                           daten zwischen ÄrztInnen, Spitälern                                                  nologien in Kategorien einteilen oder
                                            und Versicherungsträgern in digitaler                    „Projekte in Asien zeigen, sie einfach als alltägliche Hilfestellun-
                                            Hinsicht Vorreiter ist, pocht auf den                    dass jene Assistenzsysteme gen annehmen werden“, so Köszegi.
                                           Schutz sensibler, persönlicher Infor-                     erfolgreich sind, die      Freilich könne eine Einschätzung über
                                            mationen, wie sie in der ­Elektronischen              ein komfortables Wohnen
                                            Gesundheitsakte (ELGA) enthalten                       in den eigenen Wänden          Entspannter
                                            sind: „ELGA-Daten werden nur unter                    ­ermöglichen.“                  ­Umgang mit neuer
                                            bestimmten Rahmenbedingungen                          Sabine Theresia Köszegi,         Technik – älteren
                                            freigegeben“, hält dazu Beate Hartin-                 Leiterin des                     Menschen soll
                                           ger-Klein, Bundesministerin für Arbeit,               „Rats für Robotik“                die Scheu davor
                                            Soziales, Gesundheit und Konsumen-                                                     ­genommen werden.
                                            tInnenschutz, fest. „Standesvertretun- Personen, „aber auch intelligente Not-
                                           gen wie die Ärztekammern oder Fach­ fallsysteme wie Sturzdetektion mit
                                           gesellschaften müssen prüfen, ob ein Alarmfunktion“.
                                            wissenschaftliches Interesse an der
                                            aggregierten und anonymisierten Höhere Lebensqualität. Der Pflege-
                                            ­
                                           ­Datenfreigabe vorliegt.“ Wird dieses einsatz macht aber deutlich, was der
                                            Forschungsinteresse bestätigt, ist zu- Wissenschafterin wichtig ist: Roboter
                                            sätzlich die Genehmigung einer Ethik- stellen nicht zwangsläufig die men-
                                            kommission erforderlich.                 schenähnlichen Androiden der Science-
                                                                                     Fiction-Filme dar. Für die Expertin sind
                                            Die digitale Kluft schließen. Denn die Mehrzahl der Roboter derzeit noch
                                           die „Digital Roadmap“ betrachtet die Versuchsobjekte, die nicht in großen
                                            Sicherheit im digitalen Raum als ge- Stückzahlen zum E          ­insatz kommen:
                                            meinsame Verantwortung von öffent- „Die therapeutische U       ­ nterstützung hin-
                                            lichen Institutionen, Wirtschaft und gegen wird zunehmend mit Geräten
                                            BürgerInnen. Letztlich soll das Bemü- und Anwendungen technisiert. Insbe-
                                            hen um die digitale Teilhabe aller Al- sondere pflegebedürftige Personen, die sieben Jahre hinweg „Technologien
                                            tersgruppen bewusst die noch vor- alleine leben oder nur zeitweilig betreut übersehen, die wir heute noch gar
                                            handene digitale Kluft schließen. Geht werden, können damit höhere Sicher- nicht in der Praxis finden“. Auch des-
                                           es dabei bei den Jugendlichen um eine heit und Lebensqualität erfahren.“ Bei halb ist Österreichs „Digital Roadmap“
                                            medienkritische Erziehung, steht bei allen regionalen Unterschieden – Japan dynamisch angelegt und wird an aktu-
                                            älteren MitbürgerInnen die Vermin­ und die USA erleben hier schon eine elle Entwicklungen rund um die Digi-
                                           derung der Scheu vor elektronischen deutlich intensivere Nachfrage – erken- talisierung angepasst. Denn sie soll
Fotos: iStockphoto (2), Archiv, TU Wien

                                           Assistenzsystemen im Vordergrund. nen betagte PatientInnen oft einen auch in der Pflege ein „verlässlicher
                                          „Projekte in Asien zeigen, dass selbst praktischen Nutzen. „Wenn die Bedie- g        ­ emeinsamer Wegweiser in Richtung
                                            bei hoher Technikaffinität nicht alle nung intuitiv erfolgt, dann kann auch digitale Zukunft“ sein.
                                            Konzepte angenommen werden und eine kognitiv beeinträchtigte Person, www.digitalroadmap.gv.at;
                                                                                                                                                                       •
                                            vor allem jene Assistenzsysteme er- wie zum Beispiel eine demenzkranke www.bmvit.gv.at/innovation/
                                            folgreich sind, die ein komfortables Person, Nutzen aus der Interaktion zie- forschungspolitik/robotikrat.html;
                                           Wohnen in den eigenen Wänden er- hen“, so Professor Köszegi.                        www.data.gv.at; www.elga.gv.at

                                          gesunde stadt – Sommer 2018
                                                                                                                                                                             13

GS_12_13_thema_kk.indd 13                                                                                                                                                   18.06.2018 10:36 Uhr
SCHWERPUNKTTHEMA GESUNDE DIGITALE STADT

       Wir bauen eine
       digitale Stadt
                    HERAUSFORDERUNGEN MEISTERN – GEMEINSAM MIT
                    DEN MENSCHEN. WAS WIEN PLANT.                       Wolfgang Wieser

                 D
                                ie Digitalisierung verändert Die Wiener Prinzipien. Im Zuge der       gen wir drei Dimensionen.“ Es geht
                                uns, unser Leben, unsere Erstellung der Digitalen Agenda kris-        um Sicherstellung und Ausbau der ho-
                                Stadt. Wien hat darauf mit tallisierten sich neun Leitmotive für      hen Lebensqualität. „Wir fragen uns,
                                Engagement und Enthusi- das Denken und Handeln aller Beteilig-        was wir für den Klimaschutz tun kön-
                                asmus reagiert. Bereits 2015 ten heraus. Keines dieser Motive ist     nen, wie wir die CO2-Produktion wei-
                                wurde die Digitale Agenda vorrangig, „alle neun Prinzipien sind       ter verringern können.“ Und es geht
                   2020 veröffentlicht. „Die Digitale gleichberechtigt, gleichwertig und              um innovative technische Lösungen.
                   Agenda ist die Digitalisierungsstrate- gleich wichtig“, sagt Huemer. Sie be-       Mit dem entscheidenden Faktor, „dass
                   gie der Stadt, um die Herausforderun- handeln beispielsweise Vertrauen und         sich diese Lösungen nicht einfach über
                   gen der Zukunft meistern zu können“, Sicherheit, Gendergerechtigkeit und           ganz Wien stülpen lassen, sondern von
                   sagt Ulrike Huemer, Chief Information Innovation, aber auch Inklusion, Soli-       Grätzel zu Grätzel unterschiedlich
                   Officer der Stadt Wien. Es ist ein sehr darität und soziale Nachhaltigkeit.        sind“, sagt Huemer. Das heißt, sie
                    umfangreiches Programm, weil es Konkret bedeutet das: „Digitale Verän-            müssen den Bedürfnissen entspre-
                   nicht nur darum geht, wie sich die Ver- derungsprozesse sind eine große            chend interpretiert werden.
                   waltung verändern wird. Es geht um Herausforderung für die Politik,
                   mehr, viel mehr: „Es geht auch darum, die Verwaltung, die Wirtschaft und            Meiner Stadt stets nah. Sogenannte
                   den Aufbau von digitaler Kompetenz für die gesamte Bevölkerung. Die                 Leuchtturmprojekte stehen für beson-
                   in der Bevölkerung, insbesondere bei Stadt Wien stellt sicher, dass dabei nie-      dere Vorhaben. Aktuell sind es acht.
                   Kindern und älteren Menschen, zu un- mand zurückgelassen wird und dass              Das BürgerInnenportal „Meiner Stadt
                   terstützen“, sagt Huemer.                 alle Services für alle Menschen der       stets nah“ ist eines der zeitnah anste-
                                                             Stadt zugänglich bleiben – unabhän-       henden Projekte. „Dabei geht es da-
                    Plan mit Weitblick. Die Digitale gig von Bildung, Herkunft und Ein-                rum, die Services der Stadt personali-
                   Agenda beschäftigt sich auch mit der kommen. Das Inklusionsprinzip ist              siert zur Verfügung zu stellen“, erklärt
                   Stadt als IKT-Standort (IKT steht für daher ein zentrales Anliegen der              Huemer. „Außerdem wollen wir rasch
                   Informations- und Kommunikations- Smart City Wien.“                                 proaktiv reagieren können – lassen Sie
                   technologie, Anm.) und mit der tech-                                                mich das an einem konkreten Beispiel
                   nischen Infrastruktur, insbesondere Mehrdimensionale Smart City. Tat-               erklären: Rechtzeitig, bevor Ihr Pass
                   Breitband und WLAN. Die Digitale sächlich hat Wien eine ganz besondere              abläuft, sollen Sie in Zukunft von uns
                                                                                                                                                      Fotos: iStockphoto, Stadt Wien, Lukas Beck

                   Agenda wirft somit einen umfassen- Sicht auf „Smart City“: „Wenn man in             eine Verständigung mit der Frage be-
                   den Blick auf die Zukunft. Von beson- Asien fragt, was eine Smart City ist,         kommen, ob er verlängert werden soll.“
                   derer Bedeutung ist, dass sie gemein- dann ist das im Prinzip ein Technolo-         Gearbeitet wird auch an umfangrei-
                   sam mit den Bürgerinnen und Bürgern gie-Konzept“, sagt Huemer. „Verein-             chen strukturellen Veränderungen.
                   erarbeitet worden ist. „Jeder Punkt facht formuliert: Wie muss eine Stadt          „Die IT-Abteilungen des Magistrats,
                   ­basiert auf einer Anregung, einer Idee, sein, wenn ich sie heute auf einer grü-    des KAV und des AKH Wien werden
                   einem Wunsch der Wienerinnen und nen Wiese errichte? Das ist aber nicht             zu einer IT-Abteilung“, kündigt
                   Wiener“, hält Huemer fest.                unser Konzept. In Wien berücksichti-      Huemer an.

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GS_14_15_thema_kk.indd 14                                                                                                             18.06.2018 10:47 Uhr
Patientin im Gespräch mit einem
                                                                                                         Arzt: PatientInnen sollen dort
                                                                                                            betreut werden, wo sie am
                                                                                                             besten behandelt werden.

                                                                                                                                                           INTERVIEW
                                                                                                                                                           Ulrike Huemer,
                                                                                                                                                           Chief Information Officer

                                                                                                                                              Welche Herausforderungen gilt
                                                                                                                                              es in Zukunft zu meistern?
                                                                                                                                              Es muss uns klar sein, dass die Digita-
                                                                                                                                              lisierung in jeden Lebensbereich Ein-
                                                                                                                                              gang gefunden hat. Eine Stadtverwal-
                                                                                                                                              tung ohne IT funktioniert nicht mehr.
                                                                                                                                              Dazu kommt, dass die BürgerInnen an
                                                       Beste Behandlung. Tatsächlich ist Gesundheits-Telefonnummer 1450.                      die Stadtverwaltung Ansprüche wie
                                                      eine Vernetzung der Gesundheits­ Dort erfährt man, wohin man sich im                    an ein privates Unternehmen stellen,
                                                       anbieter notwendig, „um effizienter zu Krankheitsfall am besten wendet.                wie man es von einer Bank oder
                                                       arbeiten“, sagt Gerhard Kainz. Seine Kainz: „Damit sollen die Ambulanzen               einem Versanddienst erwartet. Digi­
                                                     ­Aufgabe ist es, in Wien E-Health zu entlastet werden. Sie sollen frei sein für          talisierung bedeutet auch, dass man
                                                      ­organisieren. Das Ziel ist eine gemein- Menschen, die eine Behandlung in               Prozesse modernisiert und neu denkt.
                                                       same Strategie der Dienststellen der einer Ambulanz brauchen.“                         Dass man die Zufriedenheit der Kun-
                                                       Stadt Wien, nichtstädtischer Einrich-                                                  dinnen und Kunden erhöht. Dass die
                                                       tungen, der Spitäler und des KAV: „Un- Info-Austausch. Von Bedeutung ist in            Wege kürzer und effizienter werden.
                                                       ser Gesundheitssystem hat eine hohe diesem Zusammenhang auch der Aus-
                                                                                                   tausch von Informationen. Kainz:           Wien ist auch ein wichtiger
                                                                    „Den hohen Anspruch           „Ganz wichtig für uns ist ELGA.“ Weil        ­Standort für Informations- und
                                                                    können wir uns nur leisten,    die elektronische Gesundheitsakte           Kommunikationstechnologie.
                                                                    wenn wir effizienter           ELGA diesen Austausch möglich              Tatsächlich wissen viele nicht, dass
                                                                    werden. Deshalb wollen wir     macht. ELGA funktioniert als Basis, auf    wir eine ganz starke IT-Branche haben.
                                                                    die Erkrankten dorthin         der Anwendungen aufgebaut werden           Diese 6.000 Unternehmen mit 55.000
                                                                    bringen, wo sie am besten      können – „Applikationen wie die E-Me-      Arbeitsplätzen haben eine ­höhere
                                                                    behandelt werden. “            dikation, der wir entnehmen können,        Wertschöpfung als der Tourismus.
                                                                    Gerhard Kainz,                 welche Medikamente verschrieben und        Unser Ziel ist, Wien noch stärker als
                                                                    Koordinator der Wiener         welche schon abgeholt wurden. Oder         Standort zu positionieren und zu
                                                                    E-Health-Strategie             der E-Impfpass, in dem Impfungen           ­präsentieren. Wiens Bürgermeister
                                                                                                   elektronisch gespeichert sind“, sagt       Michael Ludwig möchte
                                                      Arbeitsteilung. Das heißt, wir haben Kainz. Damit können Wechselwirkun-                 Wien als Digitalisierungshaupt­-
                                                      einen hohen Bedarf, Informationen gen von Medikamenten verhindert
                                                      ­                                                                                       stadt etablieren.
                                                       zwischen den Einrichtungen weiter­ werden, der Impfpass ist stets aktuell.
                                                       ­
                                                       zugeben. Das ist deshalb eine                                                          Wie soll Wien in zehn Jahren
                                                       Herausforderung, weil diese sehr kom- Flexibilität und Lernen. Das ist eines           funktionieren?
                                                       plex sind. Um effizienter zu arbeiten, ist der Wiener Prinzipien. Dieses besagt:       Die Online-Services sollen stark aus-
Fotos: iStockphoto, Stadt Wien, Lukas Beck

                                                      eine Vernetzung der Gesundheitsange- Um die Herausforderungen der digita-               gebaut sein. Alles, was ich online ma-
                                                       bote notwendig.“ Es braucht Effizienz, len Transformation zu meistern, be-             chen will, muss auch online möglich
                                                       um den hohen Anspruch der Gesund- darf es einer lernenden Organisation,                sein. Ich denke, dass sich das Mobili-
                                                       heitsversorgung aufrechtzuerhalten. die ein hohes Maß sowohl an                        tätsverhalten stark verändern und
                                                    „Deshalb wollen wir die Patientinnen Beweglichkeit (Agilität) als auch Flexi-             sich dadurch der CO2-Ausstoß verrin-
                                                       und Patienten auch dorthin bringen, bilität, Fehlerkultur und Verände-                 gern wird. Auch im Gesundheitsbe-
                                                       wo sie am besten behandelt werden“, rungsbereitschaft aufweist.
                                                       sagt Kainz. Helfen soll dabei die neue www.digitaleagenda.wien
                                                                                                                                          •   reich wird die Digitalisierung noch
                                                                                                                                              viel stärker stattfinden.

                                                     gesunde stadt – Sommer 2018
                                                                                                                                                                                15

                                             GS_14_15_thema_kk.indd 15                                                                                                         18.06.2018 10:47 Uhr
SCHWERPUNKTTHEMA GESUNDE DIGITALE STADT

       Digitale Kompetenz
       der Jugend fördern
                    MIT ZAHLREICHEN PROJEKTEN UND AKTIVITÄTEN UNTERSTÜTZT DIE STADT WIEN
                    KINDER UND JUGENDLICHE DABEI, SICH IN DER DIGITALEN WELT ZURECHT-
                    ­Z U­F INDEN UND SICH MIT IHR KRITISCH AUSEINANDERZUSETZEN.                                      Martina Stehrer

                   Y
                                ouTube-Videos anschauen,        dersetzung bieten und Anlaufstelle Blogs oder Apps wie musical.ly, mit
                                via WhatsApp Neuigkeiten        sein.“ Vielfach werden gemeinsam mit ­  denen Musikvideos erstellt werden
                                austauschen oder sich auf       der „neuen“ Generation Projekte ent- können. Pantucek-Eisenbacher: „Un-
                                Instagram präsentieren:         wickelt, die einerseits deren Medien- sere Aufgabe ist, die Geschlechter-
                                Kinder und Jugendliche          kompetenz schulen, andererseits Ver- klischees aufzubrechen. Und das ge-
                                sind längst in der Welt der     trauen schaffen. Die MitarbeiterInnen lingt auch zunehmend.“ Um die
                    digitalen Medien zu Hause. Ihre Kom-        des Jugendtreffs Steinbauerpark haben Jugend­arbeiterInnen untereinander
                    petenz auf den Plattformen zu fördern,      sich etwa einen spielerischen Zugang stärker zu vernetzen und einen intensi-
                    ist seit Jahren eine Aufgabe der Mitar-     zum Thema Medienkompetenz über- ven Austausch zu ­ermöglichen, wurde
                    beiterInnen der Offenen Jugendarbeit.       legt und mit den Teens die interaktive ein eigener Internet-Blog erstellt.
                   Aktuelle Studien wie das Screenagers*        Ausstellung „Evolution of Media“ ge-
                    International Research Project „Digi-       staltet. Diese tourt nun durch die Ein- Wie werde ich YouTuberIn? An
                    tale Medien in der Österreichischen         richtungen der Wiener Jugendarbeit.     oberster Stelle der Berufswünsche von
                   ­Jugendarbeit“ belegen, dass es wichtig                                              Jugendlichen rangiert heute „YouTu-
                    ist, diesem Thema mehr Aufmerksam-          Nutzung von Social Media. Mädchen berIn“. Was das wirklich an Arbeit be-
                    keit zu schenken.                           und Burschen nützen soziale Medien deutet, erfahren sie im „creators camp“
                                                                unterschiedlich. Während Burschen – einem kostenlosen Workshop für You-
                     Digitale Lebenswelt. 2017 hat die          eher Videospiele spielen oder anderen TuberInnen zwischen 14 und 19 Jahren.
                     ­ agistratsabteilung 13 – Bildung und
                     M                                          beim Spielen zusehen, interessieren Das ist nur eines von zahlreichen
                     außerschulische Jugendbetreuung als        sich Mädchen vor allem für Beauty- ­Angeboten des wienXtra-medienzen­
                     Schwerpunktthema Medienkompetenz
                     festgelegt. Christina Pantucek-Eisen-
                     bacher, Sozialarbeiterin und Fachko­                                                           Mädchen und Burschen haben
                     ordinatorin des Schwerpunktthemas,                                                              einen selbstverständlichen
                    ­erklärt: „Bei der Offenen J­ ugendarbeit                                                        Umgang mit neuen Medien.
                    geht es darum, in die L  ­ ebenswelt der
                    Jugendlichen einzutauchen. Medien
                     bzw. soziale Medien sind heute Teil da-
                     von. Hier hat ein großes Umdenken
                     stattgefunden.“ Teenager nützen heute
                     selbstverständlich Smartphones.
                    Trotzdem brauchen sie Unterstützung,
                     etwa wenn es um Sicherheit oder Mob-
                     bing oder sexuelle Belästigung geht.
                     Pantucek-Eisenbacher: „Jugendarbeit
                     soll Raum für eine kritische Auseinan-

            16

GS_16_17_thema_kk.indd 16                                                                                                              18.06.2018 10:48 Uhr
„Offene Jugendarbeit
                                                                                                                    bedeutet, in die Lebenswelt
                                                                                                                    der Jugendlichen
                                                                                                                    einzutauchen.“
                                                                                                                    Christina Pantucek-
                                                                                                                    Eisenbacher,
                                                                                                                    Sozialarbeiterin der
                                                                                                                    MA 13

                                                                                                       trums. Die Einrichtung der Stadt Wien
                                                                                                         lädt Jugendliche bis 22 Jahre zum
                                                                                                       ­Experimentieren ein. Die Palette reicht
                                                                                                                                                      Bei einem IBM-Workshop beschäftigten sich SchülerInnen der 2. Klassen
                                                                                                       dabei vom Geräteverleih, zum Beispiel
                                                                                                                                                      des Diefenbach Gymnasiums mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“.
                                                                                                       von Videokameras, über Schnittplätze
                                                                                                         und Workshops bis zur Beratung. Alle
                                                                                                       Angebote sind kostenlos. Aber auch gen wie WhatsApp, Snapchat & Co lebnisse reichen von unangenehmen
                                                                                                        ­Erwachsene – Eltern, LehrerInnen oder meist intensiv. Über die zugrunde lie- Fragen über Erpressung mit Nackt­
                                                                                                       JugendgruppenleiterInnen – erhalten genden Techniken wissen sie wenig Be- fotos bis hin zu Cyber-Grooming –
                                                                                                         hier Unterstützung etwa durch Vor- scheid.“ Ziel des Projekts ist, digitale der Online-Anbahnung von sexuellen
                                                                                                       träge zu Themen wie „Computerspiele Kompetenz an Wiens Schulen zu brin- Kontakten mit Kindern und Jugendli-
                                                                                                      – was und wie viel?“                          gen und Begeisterung für Berufe mit di- chen.“ Eine von SOS-Kinderdorf und
                                                                                                                                                    gitalem Schwerpunkt zu schaffen.             Rat auf Draht beauftragte Studie hat
                                                                                                         DigitalCity.Wien. Mit der Frage                                                         ergeben, dass fast 30 Prozent aller
                                                                                                      „Künstliche Intelligenz – Science Fic- Berufe mit Zukunft. Um neue Job- Kinder und Jugendlichen von sexuel-
                                                                                                       tion oder Wirklichkeit?“ beschäftigten perspektiven geht es bei „Future Jobs“, ler Belästigung im Internet betroffen
                                                                                                       sich die SchülerInnen der 2. Klassen des einer Initiative der Wirtschaftsagentur sind. Birgit Satke: „Wichtig ist eine
                                                                                                       Diefenbach Gymnasiums im 15. Bezirk. Wien. Das Programm wendet sich an gute Medienerziehung. Kinder und Ju-
                                                                                                       Sie besuchten im Rahmen der Digital- SchülerInnen der 6. und 7. Schulstufe. gendliche müssen wissen: Wo muss
                                                                                                       City.Wien-Bildungsinitiative einen Im Rahmen von Workshops lernen sie ich vorsichtig sein, was kann ich von
                                                                                                       Workshop bei IBM. Nach einer kurzen Berufsfelder abseits des Mainstreams, mir preisgeben und was nicht. Gefragt
                                                                                                         Einführung lernten sie den Supercom- wie App-Entwicklung, Robotic Engi- sind auch die Eltern, ihre Kinder bei
                                                                                                         puter „Watson“ kennen und konnten neering und Umwelttechnologien, Online-Aktivitäten zu begleiten, sie
                                                                                                       selbstständig am Laptop künstliche In- kennen. Im Austausch mit Menschen, aufzuklären und zu ermutigen, kritisch
                                                                                                       telligenz erleben. Die DigitalCity.Wien- die in den Branchen tätig sind, entwi- und selbstbewusst zu sein.“ Aber auch
  Fotos: iStockphoto, Claudia Kanonier/Urban Innovation Vienna, Irene Nagl-Rohrmoser, David Bohmann

                                                                                                       Bildungsinitiative wurde 2014 von der ckeln sie selbst Produktideen für An- bei Themen wie Cybermobbing und
                                                                                                       Stadt Wien, dem Wiener Stadtschulrat wendungen, Roboter und erneuerbare Computerspiel- bzw. Internetsucht
                                                                                                         und der Wiener IKT-Wirtschaft ins Le- Energielösungen.                                  wird Hilfe bei Rat auf Draht gesucht.
                                                                                                         ben gerufen. IT-ExpertInnen b  ­ esuchen                                                Gesundheitsstadtrat Peter Hacker:
                                                                                                       ehrenamtlich Schulen und erzählen                                                        „Der Online-Bereich hat im Leben von
                                                                                                         aus ihrer Praxis. Sie stellen innovative                „Das Agieren auf Online-        Jugendlichen einen hohen Stellenwert.
                                                                                                       Projekte und Trends vor und schulen                        Plattformen kann zu            So viele Chancen die Digitalisierung
                                                                                                       den verantwortungsbewussten Um-                            Über­forderung führen.         bietet, birgt sie auch Risiken wie
                                                                                                       gang mit den neuen Technologien. 34                        Wien bietet Kindern und        Cyber­mobbing. Die Stadt Wien setzt
                                                                                                       verschiedene Kurse und Workshops                          Jugendlichen Unterstützung.“ daher laufend Maßnahmen, die zu ei-
                                                                                                       sind über eine Plattform buchbar. Clau-                   Peter Hacker, Stadtrat für      nem gesunden Umgang mit den neuen
                                                                                                       dia Kanonier von Urban Innovation Vi-                     Soziales, Gesundheit und Sport Medien und Technologien der Zukunft
                                                                                                       enna/Smart City Agency, die im Auf-
                                                                                                       trag der Stadt Wien die D
                                                                                                                                                                                                 beitragen.“
                                                                                                                                      ­ igitalCity. Rat auf Draht. „Fake-Profile und das www.medienkompetenzja.wien;
                                                                                                                                                                                                                                   •
                                                                                                       Wien-Bildungsinitiative ­koordiniert Versenden von Nacktbildern sind www.medienzentrum.at;
                                                                                                         und betreut: „Die Kinder und Jugendli- ­derzeit wichtige Themen für Heran- www.digitalcity.wien/bildungsinitiative;
                                                                                                       chen kennen sich im digitalen Bereich wachsende“, weiß Birgit Satke von Telefon 147, www.rataufdraht.at;
                                                                                                        recht gut aus und nützen Anwendun- der Helpline Rat auf Draht. „Die Er- www.wirtschaftsagentur.at

                                                                                                      gesunde stadt – Sommer 2018
                                                                                                                                                                                                                                          17

GS_16_17_thema_kk.indd 17                                                                                                                                                                                                                18.06.2018 10:48 Uhr
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