GKB Währungs-Fokus. Einschätzungen und Hintergründe zur aktuellen Entwicklung an den Devisenmärkten - Graubündner Kantonalbank

Die Seite wird erstellt Julie Feldmann
 
WEITER LESEN
GKB Währungs-Fokus. Einschätzungen und Hintergründe zur aktuellen Entwicklung an den Devisenmärkten - Graubündner Kantonalbank
GKB Währungs-Fokus.
       Einschätzungen und Hintergründe zur aktuellen
       Entwicklung an den Devisenmärkten.

                                              August 2018

                                     Gemeinsam wachsen.

Die Bündner Art der Geldanlage.
gkb.ch/devisen
GKB Währungs-Fokus. Einschätzungen und Hintergründe zur aktuellen Entwicklung an den Devisenmärkten - Graubündner Kantonalbank
US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissions-Präsi-              USD /   CHF    1
dent Juncker erzielten Ende Juli im Handelsstreit eine Eini-     EUR /   CHF    3
gung und stoppten damit vorläufig die Eskalationsspirale im      GBP /   CHF    5
transatlantischen Handel. Konkret will man auf neue Zölle        NOK /   CHF    7
verzichten. Damit sind Autozölle vorerst vom Tisch, zumin-       SEK /   CHF    9
dest solange weiter verhandelt wird. Zudem soll über den         AUD /   CHF   11
Abbau sämtlicher Zölle und Handelsbarrieren für industri-        NZD /   CHF   13
elle Güter gesprochen werden. Der globale Handelskonflikt        CAD /   CHF   15
schwillt derweil aber weiter, wenn auch auf tieferer Stufe. So   JPY /   CHF   17
erstaunt es denn auch nicht, dass an der Währungsfront           EUR /   USD   19
(noch) kein großes Aufatmen zu verzeichnen ist. Die Anle-
ger bleiben vorsichtig.

Die Edelmetalle leiden seit Jahresbeginn unter dem erstark-      Gold          21
ten US-Dollar und haben nun wichtige Unterstützungslinien        Silber        22
gegen unten durchbrochen. Eine selektive Wahrnehmung             Platin        22
der Investoren führt dazu, dass positive News für Edelme-        Palladium     22
talle vernachlässigt werden und der Abwärtstrend weiter an-
hält.
Aussergewöhnlich kräftiges Wachstum
Die US-Wirtschaft ist im 2. Quartal auf annualisierter Basis   In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*

um 4.1% gewachsen. Dies entspricht dem höchsten Wachs-         BIP                       1.5         1.5    2.3         2.8        2.1
                                                               Staatshaushalt**         -6.5        -4.2   -4.6        -5.3       -5.9
tum seit knapp vier Jahren. Mit Ausnahme der Lagerinvesti-
                                                               Leistungsbilanz**        -3.3        -2.4   -2.4        -3.0       -3.4
tionen haben alle Komponenten zum überdurchschnittlich         Inflation***              2.0         1.3    2.1         2.6        2.3
kräftigen Wachstum beigetragen. Der Konsum der privaten        Arbeitslosenrate***       7.0         4.9    4.4         3.9        3.7
Haushalte legte nach einer vorübergehenden Schwäche zu         *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
Beginn des Jahres um 4.0% zu. Die Unternehmensinvestiti-
onen verzeichneten mit 7.3% erneut eine sehr hohe Dyna-
mik, während die Staatsausgaben um 2.1% zunahmen. Der
Aussenhandel schliesslich, lieferte den grössten Wachstums-
beitrag seit Ende 2013. Zusammengefasst kann man sagen,
dass die weltgrösste Volkswirtschaft derzeit auf Hochtouren
läuft – dies unterstützt durch Steuersenkungen und zusätzli-
che Staatsausgaben.

Nächster Zinsschritt dürfte bald anstehen
Anfangs August hat die FED den Leitzins erwartungs-
gemäss unverändert bestätigt (1.75%-2.00%). Darüber
hinaus will die Notenbank an ihrem Plan gradueller
Zinsanhebungen festhalten. Bei der konjunkturellen
Einschätzung verwies das FED neben dem starken
Wachstum auch auf die niedrige Arbeitslosigkeit (Ar-
beitslosenrate aktuell: 3.9%). Zudem honorieren die
Währungshüter die Ausgaben der privaten Haushalte
und die kräftig gestiegenen Unternehmensinvestitio-
nen. Die Marktteilnehmer gehen mit einer mittlerweile
90 prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der
Leitzins im September um weitere 25 Basispunkte an-
gehoben wird.
Prognosen
USD / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                          Bloomberg*
1 Jahr                      1.00                        1.01                         0.94                        0.94                         0.98
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Die starken US-Konjunkturdaten, die anziehenden Infla-                                      3.0
                                                                                            2.8
tionsraten und die steigende Zinsdifferenz zum Schweizer
                                                                                            2.5
Franken spielen weiter in die Hände der US-Valuta.                                          2.3
                                                                                            2.0
 Der „Greenback“ kämpft nun seit rund drei Monaten um                                       1.8
                                                                                            1.5
 Rückeroberung der Parität zum CHF. Aus Bewertungs-
                                                                                            1.3
 sicht ist der USD auf dem aktuellen Level nicht mehr                                       1.0
 günstig. Zudem mahnen die Positionierungs-Daten zu ei-                                     0.8
 ner gewissen Vorsicht. Die „non-commercials“ weisen                                        0.5
                                                                                              07/83    07/88     07/93     07/98      07/03     07/08    07/13     07/18
 mittlerweile eine extreme USD Long Positionierung auf.
                                                                                                               USD/CHF             KKP (Produzentenpreise)

 Wir gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend des USD
 langsam abebben wird.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Keine Änderung in der Geldpolitik der EZB
Ende Juli hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geld-     In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*

politik wie erwartet bestätigt. Laut Draghi ist die Wachs-     BIP                       1.0         1.8    2.5         2.0        1.7
                                                               Staatshaushalt**         -3.2        -1.5   -0.9        -0.6       -0.5
tumsverlangsamung seit Jahresbeginn eine Normalisierung
                                                               Leistungsbilanz**         1.4         4.1    4.0         3.8        3.6
nach einer Phase mit ausgesprochen hohen Wachstumsra-          Inflation***              1.7         0.2    1.5         1.7        1.7
ten. Fast alle Indikatoren haben sich nach dem Rückgang in     Arbeitslosenrate***       9.9        10.0    9.1         8.4        8.1
den vergangenen Monaten aber stabilisiert. Demnach ist ge-     *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
mäss dem EZB-Präsidenten auch in Zukunft mit einem
überdurchschnittlichen und breit abgestützten Wachstum zu
rechnen.

Schweizer Inflation in ruhigen Gewässern
Im Juli ist die Teuerung in der Schweiz auf 1.2% (YoY) ge-
stiegen. Wichtigster Treiber waren auch diesmal die Import-
güter. Während die Inlandgüter um 0.5% zulegten, erhöhten
sich die importierten Güter innert Jahresfrist um 3.4%. Die
Kerninflation, welche die volatilen Komponenten Energie
und Lebensmittel ausschliesst, verharrt derweil aber seit
mehreren Monaten um den Wert von 0.5 Prozent.

Schweiz fundamental stark
Die Schweizer Volkswirtschaft besticht durch ihre Innovati-
onskraft und den flexiblen Arbeitsmarkt. In Bezug auf die
Wettbewerbsfähigkeit bewegt sich die Schweiz seit Jahren
weltweit unter den Top-Nationen. Im Vergleich mit den Eu-
rostaaten kann die Schweiz aber auch mit der tiefen Infla-
tion, der hohen Produktivität und der tiefen Staatsverschul-
dung (
Prognosen
EUR / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                            Bloomberg*
1 Jahr                      1.13                        1.17                         1.20                        1.22                           1.19
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Das erneute Aufflackern von handels- und geopolitischen                                     2.3

                                                                                            2.1
Risiken hat zu einer Flucht in sichere Devisen (wie dem
                                                                                            1.9
Schweizer Franken) gesorgt. EUR/CHF wurde teils wie-
                                                                                            1.7
der unter 1.13 gehandelt.
                                                                                            1.5

                                                                                            1.3
 Während die EZB vorab zumindest ein Ende ihrer milli-
                                                                                            1.1
 ardenschweren Anleihekäufe gegen Ende 2018 in Aus-
                                                                                            0.9
 sicht stellt, hält die SNB weiter still. An eine Zinserhöhung
                                                                                            0.7
 in der Schweiz dürfte nicht vor September 2019 zu denken                                     07/83     07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18
                                                                                                                 EUR/CHF            KKP (Produzentenpreise)
 sein.

 EUR/CHF dürfte mittelfristig wieder stärker notieren.
 Die aktuelle Schwäche von EUR/CHF scheint attraktiv
 um Euro-Bedürfnisse einzudecken.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                                                 
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Gestiegene Brexit-Risiken
Grossbritannien ringt weiter mit der EU um Austrittsbedin-        In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*

gungen und das Risiko eines harten Brexits ist wieder grösser     BIP                       1.2         1.9    1.8         1.3        1.1
                                                                  Staatshaushalt**         -6.2        -3.0   -2.3        -1.8       -1.5
geworden. Die britische Regierung hat zwar ein Weissbuch
                                                                  Leistungsbilanz**        -4.2        -5.9   -4.0        -3.8       -3.5
vorgelegt, welches Bedingungen zur zukünftigen Beziehung          Inflation***              2.5         0.7    2.7         2.6        2.2
zu Europa aufführt. Allerdingst gibt es für den angestrebten      Arbeitslosenrate***       6.7         4.9    4.4         4.4        4.5
sanften Brexit von Theresa May noch keine politische Mehr-        *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
heit. Die eine Seite will einen harten Brexit, die andere will
in der EU verbleiben. Dieses Dilemma konnte die britische
Regierung noch nicht lösen und die Zeit läuft gegen das Kö-
nigreich. Denn das Austrittsdatum von Ende März 2019
rückt näher und von einer Einigung sind die beiden Parteien
noch weit weg. Ohne vertragliche Regelung werden im Ver-
gleich zum jetzigen Stand deutlich höhere Handelsbarrieren
wie Zölle und regulatorische Handelshemmnisse anfallen.
Dies wird sich negativ auf die Konjunktur auswirken. Hatte
sich das Pfund gegenüber dem Schweizer Franken bis Mitte
April deutlich erholt und kurzfristig die Marke von CHF
1.38 überschritten, sieht das Bild mittlerweile wieder deutlich
schlechter aus.

Höhere Leitzinsen
Die Bank of England hat wie erwartet den Leitzins um
0.25% auf 0.75% angehoben. Weitere Leitzinserhöhungen
werden gemäss B.o.E-Governeur Mark Carney nur graduell
und begrenzt erfolgen. Als Grund nannte die Bank of Eng-
land eine zunehmende Inflation und ein nach wie vor starker
Arbeitsmarkt. Weitere Leitzinserhöhungen werden gemäss
Mark Carney aber nicht zu erwarten sein. Die anhaltende
Unsicherheit um den Austritt des Vereinigten Königreichs
aus der EU beschäftigt auch die Währungshüter.
Prognosen
GBP / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      1.26                        1.30                         1.36                        1.39                          1.34
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Die Konjunkturdaten und der Arbeitsmarkt in Grossbritan-                                    4.2

nien zeigen nach wie vor ein intaktes Bild der britischen                                   3.7

Wirtschaft. Allerdings wird dieses Bild stark eingetrübt von                                3.2

dem nach wie vor ungelösten Brexit-Problem. Das Risiko                                      2.7

eines No-Deals ist intakt und würde zu starken Verwerfun-                                   2.2
gen führen.                                                                                 1.7

                                                                                            1.2
Aktuell notiert das Pfund Sterling rund 13% unter der lang-
                                                                                            0.7
fristigen Kaufkraftparität und ist immer noch günstig be-                                     07/83    07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18

wertet (Grafik 5).                                                                                              GBP/CHF            KKP (Produzentenpreise)

Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherhei-
ten in Bezug auf die Brexit-Verhandlungen mit der EU und
deren Konsequenzen für die britische Wirtschaft raten wir
von einem Übergewicht im Pfund Sterling ab.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Seit der Erschliessung seiner Öl- und Gasreserven Anfang
der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts hat das Königreich     In %                  2005-14        2015   2016      2017*      2018*

Norwegen eine enorme wirtschaftliche Wandlung vollzo-          BIP                       1.4         1.6    0.9         1.9        2.0
                                                               Staatshaushalt**         13.7         6.4    3.0         4.0        4.1
gen. Dem Land ist es gelungen, mit der Öl- und Gasindustrie
                                                               Leistungsbilanz**        13.1         8.7    4.6         5.4        5.7
als Rückgrat eine dynamische Wirtschaft zu formen, welche      Inflation***              1.8         2.2    3.6         2.0        2.0
konstante Leistungsbilanz-Überschüsse erwirtschaftet. Nor-     Arbeitslosenrate***       3.6         4.3    4.7         4.3        4.0
wegen weist heute eines der weltweit höchsten Pro-Kopf-        *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
Einkommen aus und die Staatsverschuldung (in % des BIP)
liegt bei moderaten 28 Prozent. Energieprodukte machen
gegen 60% aller Exporte des Landes aus. Dementsprechend
hoch ist die Abhängigkeit Norwegens von der Preisentwick-
lung für Öl und Gas an den internationalen Märkten.

Zinswende in Sicht
Seit dem März stellt die norwegische Notenbank eine Zins-
erhöhung „nach dem Sommer“ in Aussicht. Die norwegi-
sche Wirtschaft läuft weiterhin gut. Die BIP Wachstumsrate
liegt seit fünf aufeinanderfolgenden Quartalen bei 0.6-0.7%.
Laut dem Notenbank Chef Oystein Olsen, wird der Leitzins
nun höchstwahrscheinlich im September angehoben. Seit
März 2016 liegt der Leitzinssatz bei 0.50%.

Eine Umfrage der Norges Bank, bei welcher die zehn gröss-
ten Banken im Hypothekenmarkt von Norwegen teilnah-
men, ergab, dass die Nachfrage nach Hypotheken bei den
Haushalten im letzten Quartal mehr zugenommen hat als er-
wartet. Vor allem bei den variablen Hypotheken hat die
Nachfrage zugenommen. Dies verdeutlicht, dass sich die
Kreditsuchenden langsam mit einer Normalisierung der
Geldpolitik auseinandersetzen.
Prognosen
NOK / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      11.80                       n/a                          13.04                       12.75                         13.02
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Den handels- und geopolitischen Wirren konnte sich auch                                   35.0
                                                                                          32.5
die norwegische Krone nicht entziehen und verlor auf Mo-                                  30.0
natsbasis rund 4% zum Schweizer Franken.                                                  27.5
                                                                                          25.0
                                                                                          22.5
Die Bewertungsseite lässt etwas Raum für eine stärkere nor-
                                                                                          20.0
wegische Krone. Der Zinsstraffungszyklus dürfte allerdings                                17.5
nur sehr gemächlich vonstattengehen, was auch die                                         15.0

Markterwartungen implizieren. Diese liegen bei 36 Basis-                                  12.5
                                                                                          10.0
punkten in den nächsten 12 Monaten.                                                          07/83     07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18
                                                                                                               NOK/CHF             KKP (Konsumentenpreise)

Wir erwarten über die nächsten 12 Monate eine moderate
Aufwertung der norwegischen Krone gegenüber dem CHF.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                    Neutral               Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Schweden verfügt über grosse komparative Vorteile in for-
schungsintensiven Bereichen mit hoher Wertschöpfung.           In %                  2005-14        2015   2016      2017*      2018*

Heute gehört Schweden weltweit zu den innovativsten Län-       BIP                       2.0         3.8    3.1         3.2        2.6
                                                               Staatshaushalt**          0.4         0.2    0.2        -0.1        0.1
dern. Den Löwenanteil am BIP macht mit über 70% denn
                                                               Leistungsbilanz**         6.2         5.2    4.8         4.8        4.9
auch der Dienstleistungssektor aus. Die bedeutendsten In-      Inflation***              1.4         0.7    1.1         1.8        2.2
dustriezweige sind der Fahrzeugbau, die Holz- und Papier-      Arbeitslosenrate***       7.5         7.4    6.9         6.8        7.0
industrie, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie der      *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
Maschinenbau. Die schwedische Volkswirtschaft ist stark
exportorientiert. Bedeutendster Handelspartner ist die Eu-
ropäische Union. Gegen 60% aller Exporte und über zwei
Drittel aller Importe werden mit den Mitgliedstaaten der
EU-28 abgewickelt!

Schwedens Wirtschaft brummt
Die grösste skandinavische Wirtschaft befindet sich inmitten
des längsten ökonomischen Aufschwunges seit den frühen
80er Jahren. Angefeuert wurde der Boom unter anderem
auch durch die grosse Einwanderungswelle seit 2015, welche
den Arbeitsmarkt beflügelte. Die öffentliche Verschuldung
notiert mittlerweile so tief wie zuletzt 1977.

Auf das Jahr hochgerechnet wuchs die schwedische Wirt-
schaft im zweiten Quartal 2018 mit 3.3% (Erwartung: 2.6%).
Dank ausgabefreudigen Konsumenten und steigenden Ex-
porten, konnte damit das bereits sehr starke Wachstum aus
dem Vorquartal gehalten werden.

Druck auf Notenbank wächst
Die starken Wirtschaftsdaten setzen die Währungshüter zu-
nehmend unter Druck, ihre Geldpolitik zu straffen. An ihrer
letzten Notenbanksitzung stellte die Riksbank eine Zinser-
höhung gegen Ende 2018 in Aussicht (Leitzins aktuell:
-0.50%).
Prognosen
SEK / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      10.90                       11.94                        11.65                       12.24                         12.09
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Trotz solidem Wirtschaftswachstum agiert die Riksbank                                     37.5
                                                                                          35.0
sehr defensiv und orientiert sich stark an der EZB. Ange-                                 32.5
sichts des breit abgestützten Aufschwunges dürfte sich die                                30.0
                                                                                          27.5
Notenbank auf Dauer dem Umschwung auf eine restrikti-                                     25.0
vere Geldpolitik nicht verschliessen können.                                              22.5
                                                                                          20.0
                                                                                          17.5
Vorab legt die Notenbank die SEK mit ihrer vorsichtigen                                   15.0
Geldpolitik noch in Ketten, mittelfristig sollte die Krone je-                            12.5
                                                                                          10.0
doch zulegen können.                                                                         07/83     07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18
                                                                                                                SEK/CHF            KKP (Produzentenpreise)

Die Bewertung ist nach wie vor attraktiv (15% unter der
langfristigen Kaufkraftparität) und das Risiko-Renditever-
hältnis der SEK ist weiterhin vorteilhaft.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                    Neutral               Übergewicht
                                                                 
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Australiens Wirtschaft wird vom Dienstleistungssektor do-
miniert (Finanzen, Immobilien und Unternehmens-Dienst-          In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*

leistungen). Fast ein Viertel des Bruttoinlandprodukts          BIP                       2.8         2.6    2.2         2.9        2.7
                                                                Staatshaushalt**         -1.9        -2.4   -1.5        -1.0       -0.8
stammt aber nach wie vor aus dem Rohstoffsektor. Roh-
                                                                Leistungsbilanz**        -4.1        -2.6   -2.5        -2.0       -1.5
stoffe machen annähernd zwei Drittel aller australischen Ex-    Inflation***              2.5         1.3    1.9         2.1        2.3
porte aus. Dementsprechend stark wirken sich entspre-           Arbeitslosenrate***       5.3         5.8    5.6         5.4        5.3
chende Nachfrage und Preisschwankungen aus. Wichtigste          *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
Exportgüter sind Eisenerz, Kohle, Gold, Erdölprodukte
und Erdgas. Mit einem Anteil von fast 23% am gesamten
Aussenhandel, ist China der grösste Zweiweg-Handels-
partner Australiens (vor Japan und den USA). In Bezug auf
die Staatsverschuldung (rund 37% des BIP), gilt Australien
als Musterschüler und wird dementsprechend mit einem
AAA geratet.

Erfreuliche Wirtschaftsentwicklung in „Down Under“
Die australische Wirtschaft zeigt sich in einer guten Verfas-
sung. Einerseits profitiert Australien vom globalen Auf-
schwung nicht nur über eine erhöhte Auslandsnachfrage,
sondern auch über steigende Rohstoffpreise, welche das
australische Güteraustauschverhältnis (Terms-of-Trade)
stützen. Zwar erwartet die Notenbank, dass sich die Terms-
of-Trade (aktuell: 119.3) über die nächsten Jahre abschwä-
chen werden. Letztendlich sollten sie sich jedoch auf einem
immer noch hohen Niveau einpendeln.

Intakte Aussichten für den Arbeitsmarkt
Der Ausblick für den Arbeitsmarkt bleibt positiv. Das an-
haltend solide Beschäftigungswachstum sollte in den nächs-
ten Jahren zu einem graduellen Rückgang der Arbeitslosen-
quote führen. Diese Entwicklung dürfte dazu führen, dass
das momentan noch bescheidene Lohnwachstum mit der
Zeit etwas anziehen sollte.
Prognosen
AUD / CHF                   15.08.18                    ZKB                         CS                           UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      0.72                        0.74                        0.71                         0.74                          0.74
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Die australische Notenbank dürfte weiterhin abwartend                                      2.3
                                                                                           2.1
bleiben. Darauf weisen die jüngst bestätigten BIP-Erwar-
                                                                                           1.9
tungen und die nur leicht angehobenen Inflationsprognosen
                                                                                           1.7
hin.                                                                                       1.5
                                                                                           1.3

Der Leitzins dürfte demnach noch eine Weile auf dem Ni-                                    1.1

veau von 1.50% verharren. Trotzdem ist der Zinsvorteil ge-                                 0.9
                                                                                           0.7
genüber dem Schweizer Franken mit rund 280 Bp. attraktiv
                                                                                           0.5
(Grafik 6).                                                                                  07/83     07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18
                                                                                                                AUD/CHF            KKP (Produzentenpreise)

Der AUD liegt derzeit rund 9% über seiner langfristigen
Kaufkraftparität und ist damit nicht mehr günstig bewertet.
Gleichzeitig sind die Zinsaussichten verhalten (+9 Bp. auf
ein Jahr).

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Neuseeland ist eine kleine, offene Volkswirtschaft und rela-
tiv arm an Bodenschätzen. Der Tourismus hat eine wichtige         In %                  2005-14        2015   2016      2017*      2018*

Bedeutung. Für ein Industrieland etwas untypisch, hat Neu-        BIP                       2.3         2.5    3.1         2.6        2.9
                                                                  Staatshaushalt**          1.0         0.2    0.7         1.0        1.0
seeland einen beachtlichen Primärsektor (Landwirtschaft,
                                                                  Leistungsbilanz**        -5.2        -3.3   -2.8        -3.0       -3.2
Holzwirtschaft sowie Fischerei). Dieser Sektor ist für rund       Inflation***              2.5         0.3    0.6         1.9        1.9
10% der Wirtschaftsleistung des Inselstaates verantwortlich.      Arbeitslosenrate***       5.0         5.3    5.1         4.8        4.7
Über 60% der landwirtschaftlichen Produkte sind für den           *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
Export bestimmt. Im Bereich der Milchprodukte ist Neusee-
land gar der weltweit grösste Exporteur (95% gehen in den
Export). Der Anteil neuseeländischer Milchprodukte an den
weltweit gehandelten Waren in diesem Bereich beträgt über
einen Drittel! Neuseeland gehört zu den am meisten deregu-
lierten Volkswirtschaften weltweit. Die Staatsverschuldung
liegt bei rund 31% des BIP.

Notenbank überrascht Anleger
Anfangs August beliess die neuseeländische Notenbank
(RBNZ) den Leitzins zwar unverändert bei 1.75%. Gleich-
zeitig passte sie den Zinspfad aber deutlich an und erwartet
nun den ersten Zinsschritt erst Mitte 2020! Obwohl sich das
Wachstum jüngst verlangsamt hat, erwarten die Währungs-
hüter, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten für den Rest des
laufenden Jahres wieder zunehmen. Die Abwärtsrisiken für
die Wirtschaft haben sich aber deutlich erhöht.

Während der Wohnungsbau viele Jahre signifikante Wachs-
tumsbeiträge lieferte, schwächelt der Sektor seit letztem Jahr.
Geschäftsumfragen zeigen zudem, dass Firmen künftig we-
niger Geschäftsaktivitäten erwarten. Der überaus flache
Zinspfad der Notenbank unterstützt auch den Arbeitsmarkt
(Arbeitslosenquote im Juni: 4.5%). Dieser hat sich zwar wei-
ter gefestigt, ist im Vergleich zum Niveau vor der Finanz-
krise (3.3%) allerdings immer noch im Hintertreffen.

Quelle: Bloomberg                                                 Quelle: Bloomberg
Prognosen
NZD / CHF                   15.08.18                    ZKB                         CS                           UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      0.65                        n/a                         n/a                          0.67                          0.68
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Mit der Verschiebung der nächsten Zinserhöhung weit ins
                                                                                           1.8
Jahr 2020 hinein, nimmt die neuseeländische Notenbank
                                                                                           1.6
dem NZD die Kursfantasie gegen oben.                                                       1.4
                                                                                           1.2
Zudem wird der „Kiwi“ derzeit mit einer stolzen Prämie                                     1.0

von rund 42% zu seiner langfristigen Kaufkraftparität ge-                                  0.8

handelt (Grafik 5).                                                                        0.6
                                                                                           0.4
                                                                                           0.2
Aufgrund der hohen Bewertung und der Tatsache, dass die                                      07/83     07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18

Notenbank jeglicher starken Aufwertung der Landeswäh-                                                          NZD/CHF             KKP (Produzentenpreise)

rung kritisch gegenübersteht, stufen wir den „Kiwi“ mit Un-
tergewichten ein.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
            
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Kanada ist reich an Rohstoffen wie Öl, Bauholz und Mine-
ralien. Der Löwenanteil (70%) der Wirtschaftsleistung wird     In %                  2006-15        2016   2017*      2018*      2019*

im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Bedeutende Berei-     BIP                       1.7         1.4     3.0         2.2        1.7
                                                               Staatshaushalt**         -1.2        -1.1    -1.0        -0.8       -0.8
che der verarbeitenden Industrie (28%) sind der Automobil-
                                                               Leistungsbilanz**        -2.1        -3.2    -3.0        -3.2       -2.5
und Flugzeugbau, die Metall- und Nahrungsmittelindustrie,      Inflation***              1.7         1.4     1.6         2.1        2.1
die chemische Industrie sowie die Holz- und Papierverarbei-    Arbeitslosenrate***       7.1         7.0     6.3         6.1        5.9
tung. Kanada verfügt hinter Saudi Arabien und Venezuela        *Prognose               **in % BIP                  ***Jahresdurchschnitt
über die drittgrössten Erdölreserven der Welt - vor allem in
Form von Ölsand in der Provinz Alberta. In Bezug auf die
weltweite Erdgas- und Erdölförderung belegt Kanada den 5.
Platz. Dementsprechend stark hängen die kanadischen Er-
löse im Aussenhandel vom Auf und Ab der Ölnotierungen
ab. Die USA sind mit Abstand der wichtigste Wirtschafts-
partner Kanadas. Fast drei Viertel aller kanadischen Waren-
exporte gehen in die USA.

NAFTA-Verhandlungen stocken
Die Reform des im Jahr 1994 geschlossenen Nordamerika-
nischen Freihandelsabkommens (NAFTA) zwischen den
USA, Mexiko und Kanada stockt weiterhin. Eine rasche Ei-
nigung wird nun angesichts der jüngsten Präsidentschafts-
wahlen in Mexiko und den Zwischenwahlen in den USA im
November immer schwieriger.

Wirtschaft verträgt höhere Zinsen
Das solide Wirtschaftswachstum hat es der kanadi-
schen Notenbank (BoC) erlaubt, den Leitzins im Juli
auf 1.50% zu erhöhen. Die BoC erwartet, dass die BIP-
Wachstumsraten in den kommenden Jahren über Po-
tenzial zulegen. Rückenwind erhält die Wirtschaft zu-
dem vom höheren Ölpreis. Die Teuerung liegt kom-
fortabel in der Mitte des Zielbands von 1-3%, was den
jüngsten Zinsschritt ebenfalls stützt.
Prognosen
CAD / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      0.76                        0.79                         0.73                        0.75                          0.78
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
In Anbetracht des gestarteten Kräftemessens zwischen den                                    2.1

USA und Kanada, hält sich der kanadische Dollar ver-                                        1.9

                                                                                            1.7
gleichsweise gut. Die amerikanische Seite dürfte den Druck
                                                                                            1.5
abermals erhöhen, um von der kanadischen Seite weitere
                                                                                            1.3
Zugeständnisse beim Freihandelsabkommen zu erwirken.
                                                                                            1.1

                                                                                            0.9
Aktuell notiert der „Loonie“ im Vergleich zur langfristigen
                                                                                            0.7
Kaufkraftparität auf einem fairen Niveau (Grafik 5).
                                                                                            0.5
                                                                                              07/83    07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18

Trotz steigender Zinsdifferenz zum Schweizer Franken                                                            CAD/CHF            KKP (Produzentenpreise)

bleibt eine gewisse CAD-Risikoprämie gerechtfertigt, zu-
mindest bis die NAFTA-Verhandlungen tatsächlich erfolg-
reich abgeschlossen sind.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Die Regierung unter Shinzo Abe will Japan mit aller Macht
aus den Fesseln der Deflation befreien und die global dritt-     In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*

grösste Volkswirtschaft auf den Wachstumspfad zurückfüh-         BIP                       0.6         1.0    1.7         1.1        0.9
                                                                 Staatshaushalt**         -6.9        -6.2   -4.2        -4.0       -3.8
ren. Nebst einem umfangreichen Konjunkturstimulations-
                                                                 Leistungsbilanz**         2.5         3.8    4.0         4.0        3.7
paket und weitreichenden strukturellen Reformen unter-           Inflation***              0.3        -0.1    0.5         0.8        1.1
stützt die Bank of Japan Abes Unterfangen, indem sie viel        Arbeitslosenrate***       4.2         3.1    2.8         2.5        2.4
billiges Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpt. Die japani-     *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt
sche Notenbank hat sich ein Inflationsziel von 2% auferlegt,
welches sie mittelfristig erreichen möchte.

Freihandelsabkommen mit der EU
Japan hat im Juli ein Freihandelsabkommen mit der Euro-
päischen Union besiegelt. Der seit 2013 vorbereitete Pakt
soll Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen, um das
Wachstum anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen. Das Ab-
kommen gilt auch als Signal an US-Präsident Donald
Trump, dem die EU und Japan eine Abschottungspolitik
vorwerfen. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe
sprach von einer „historischen Errungenschaft“.

Japan ist nach den USA und China die drittgrösste Volks-
wirtschaft der Welt. Zusammen zählen die EU und Japan
mehr als 600 Millionen Einwohner und stehen für mehr als
ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Das Frei-
handelsabkommen sieht vor, dass Japan Zölle auf 94 Pro-
zent aller Importe aus der EU abschafft. Unter anderem fal-
len diejenigen auf Käse, Wein und Schweinefleisch komplett
weg. Die EU wiederum schafft Zölle auf 99 Prozent der Im-
porte aus Japan ab. Die Zölle auf Autos sollen allerdings erst
im achten Jahr nach der Implementierung wegfallen. Ziel ist
es, dass das neue Handelsabkommen gegen Ende März 2019
in Kraft tritt.
Prognosen
JPY / CHF                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      0.90                        0.90                         0.90                        0.90                          0.90
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Der japanische Yen hat im Vergleich zum Vormonat leichte                                    1.8

Einbussen in Kauf nehmen müssen. Dies Aufgrund der                                          1.6

Einführung einer „Forward Guidance“ seitens der japani-                                     1.5

schen Notenbank. Diese versichert, dass die Zinsen noch                                     1.3
für längere Zeit sehr tief bleiben werden.                                                  1.2

                                                                                            1.0
Dies ist kongruent mit unserer Erwartung, dass sich die In-
                                                                                            0.9
flation auch in den kommenden drei Jahren unter dem In-
                                                                                            0.7
flationsziel der BoJ von 2% bewegen wird.                                                     07/83    07/88     07/93     07/98       07/03      07/08      07/13   07/18
                                                                                                                JPY/CHF            KKP (Produzentenpreise)

Japan erwirtschaftet jedoch einen hohen Aussenhandels-
überschuss. Die positive Zinsdifferenz des Yen gegenüber
dem CHF (Grafik 6) und die starke Unterbewertung der ja-
panischen Valuta sprechen für eine Stabilisierung von
JPY/CHF.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
In %                  2006-15        2016   2017     2018*       2019*     In %                  2006-15        2016   2017      2018*      2019*
BIP                       1.5         1.5    2.3         2.8        2.1    BIP                       1.0         1.8    2.5         2.0        1.7
Staatshaushalt**         -6.5        -4.2   -4.6        -5.3       -5.9    Staatshaushalt**         -3.2        -1.5   -0.9        -0.6       -0.5
Leistungsbilanz**        -3.3        -2.4   -2.4        -3.0       -3.4    Leistungsbilanz**         1.4         4.1    4.0         3.8        3.6
Inflation***              2.0         1.3    2.1         2.6        2.3    Inflation***              1.7         0.2    1.5         1.7        1.7
Arbeitslosenrate***       7.0         4.9    4.4         3.9        3.7    Arbeitslosenrate***       9.9        10.0    9.1         8.4        8.1
*Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt   *Prognose               **in % BIP                 ***Jahresdurchschnitt

Keine Änderung in der Geldpolitik der EZB
Ende Juli hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geld-
politik wie erwartet bestätigt. Laut Draghi ist die Wachs-
tumsverlangsamung seit Jahresbeginn eine Normalisierung
nach einer Phase mit ausgesprochen hohen Wachstumsra-
ten. Fast alle Indikatoren haben sich nach dem Rückgang in
den vergangenen Monaten aber stabilisiert. Demnach ist ge-
mäss dem EZB-Präsidenten auch in Zukunft mit einem
überdurchschnittlichen und breit abgestützten Wachstum zu
rechnen.

Aussergewöhnlich kräftiges Wachstum in den USA
Auf der anderen Seite des Atlantiks läuft die Konjunktur-
Maschinerie aber noch deutlich heisser. Die US-Wirtschaft
ist im 2. Quartal auf annualisierter Basis um 4.1% gewach-
sen. Dies entspricht dem höchsten Wachstum seit knapp
vier Jahren. Mit Ausnahme der Lagerinvestitionen haben alle
Komponenten zum überdurchschnittlich kräftigen Wachs-
tum beigetragen. Der Konsum der privaten Haushalte legte
nach einer vorübergehenden Schwäche zu Beginn des Jahres
um 4.0% zu. Die Unternehmensinvestitionen verzeichneten
mit 7.3% erneut eine sehr hohe Dynamik, während die
Staatsausgaben um 2.1% zunahmen. Der Aussenhandel
schliesslich, lieferte den grössten Wachstumsbeitrag seit
Ende 2013.

Nächster Zinsschritt der FED steht vor der Türe
Zusammengefasst kann man sagen, dass die weltgrösste
Volkswirtschaft derzeit auf Hochtouren läuft – dies unter-
stützt durch Steuersenkungen und zusätzliche Staatsausga-
ben. All dies spricht dafür, dass die FED ihren graduellen
Straffungszyklus aufrechterhält. Die Marktteilnehmer ge-
hen mit einer mittlerweile 90 prozentigen Wahrschein-
lichkeit davon aus, dass der Leitzins im September um
weitere 25 Basispunkte angehoben wird.
Prognosen
EUR / USD                   15.08.18                    ZKB                          CS                          UBS                           Bloomberg*
1 Jahr                      1.13                        1.16                         1.27                        1.30                          1.22
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

GKB Beurteilung
Der Euro verliert derzeit an Wert, weil der Kurszerfall der
                                                                                            1.5
türkischen Lira Sorgen um einige europäische Banken mit
                                                                                            1.4
viel Geschäft in der Türkei hervorruft. Demgegenüber
bleibt der US-Dollar aufgrund der starken Konjunkturdyna-                                   1.2

mik in den USA und der weiter steigenden Zinsdifferenz                                      1.1

zum Euro gesucht (Grafik 5).                                                                0.9

                                                                                            0.8
Kurzfristig bleibt der Euro in der Defensive. Mittelfristig
                                                                                            0.6
sollte das Wachstum in der Eurozone gegenüber den USA                                         07/83    07/88     07/93     07/98       07/03     07/08       07/13   07/18

aufholen. Zudem steuert die EZB zwar langsam aber sicher                                                        EUR/USD            KKP (Produzentenpreise)

aus dem Krisenmodus heraus. Die Normalisierung der eu-
ropäischen Geldpolitik dürfte alsdann den Euro unterstüt-
zen. Euro Bullen benötigen jedoch noch Geduld. Im weite-
ren Jahresverlauf dürfte der Euro zum US-Dollar die Marke
von 1.20 nicht nachhaltig überschreiten.

GKB Handlungsempfehlung
    Untergewicht                   Neutral                Übergewicht
                                       
Empfohlenes Gewicht versus strategische Allokation.
Gewinn-Potential nach Handlungsempfehlung:
Übergewichten: > 5%; Neutral: ± 5%; Untergewichten: < -5%
Prognosen
1 Jahr (1 oz)               15.08.2018                  LBBW                         CS                          UBS                         Bloomberg*
Feinunze Gold               USD 1‘180                   USD 1‘400                    USD 1‘250                   USD 1‘375                   USD 1‘283
Grün = Anhebung Kursziel ggü. Vormonat / Rot = Senkung Kursziel ggü. Vormonat / Schwarz = Unveränderte Prognose ggü. Vormonat
*Konsensschätzung: Median der Währungsprognosen aller externen Datenanbieter, welche Bloomberg qualifizierte Daten zur Verfügung stellen und die entsprechenden Veröffent-
lichungs-Kriterien erfüllen.

US-Dollar-Stärke belastet
Seit längerem warten Marktteilnehmer auf eine Erholung                                     80     1
                                                                                                      in USD    in CHF     in EUR
beim Goldkurs. Getrieben werden diese Erwartungen von                                      60     1
geopolitischen Verwerfungen. Von Seiten der Konjunktur                                            1
                                                                                           40
steht kein unmittelbarer Grund für eine Trendumkehr beim                                          1
                                                                                           20     0
Gold an. Aktuell läuft die Weltwirtschaft noch äusserst ro-
                                                                                                  0
bust, obwohl erste Anzeichen auf eine Abkühlung in gewis-                                   0
                                                                                                  0
sen Regionen wie Europa hindeuten. Von Seiten des US-                                     -20             YTD          1YR          3YR           5YR          10YR
                                                                                                      YTD         1YR           3YR            5YR          10YR
Dollars ist ebenfalls keine Unterstützung für einen Kursan-                                           -8.98       -6.72         6.36          -13.19        50.57
stieg im Gold zu erwarten, ganz im Gegenteil. Im Monat Juli                                           -7.27       -4.81         8.10           -7.79        36.33
hat der USD gegenüber den wichtigsten Währungen zuge-                                                 -3.89       -3.88         3.92           1.15         94.49

legt. Aufgrund der negativen Korrelation zu Gold ist dies
eines der Hauptgründe für die anhaltende Kursschwäche in-
nerhalb des Goldes in diesem Jahr. Hält die Dollar-Stärke
weiter an, bleibt der Druck auf den Goldpreis intakt. Hinzu
kommt eine zuletzt geringere Nachfrage von Seiten China
und Indien, sowie von Zentralbanken. Jüngst hat die Türki-
sche Nationalbank gar ihre Bestände reduziert, um damit die
heimische Währung zu stützen.

Eine mögliche Zuspitzung des Handelskonfliktes und eine
damit einhergehende Aktienmarktkorrektur könnte eine
Trendumkehr einläuten. Dass ein solches Szenario eintref-
fen wird, ist jedoch schwer abzuschätzen und eher unwahr-
scheinlich. Auf längere Sicht könnte die sich anbahnende
Zinswende in Europa und damit Stärkung des Euros gegen-
über dem US-Dollar dem Gold zugutekommen.

Die Graubündner Kantonalbank hat Gold in der strategi-
schen Asset Allocation verankert und momentan eine neut-
rale taktische Gewichtung umgesetzt. Als Portfolioergän-
zung leistet Gold einen wertvollen Beitrag.
Silber
Wie der grosse Bruder Gold geriet Silber in den letzten Ta-                   Kurs per 15.08.2018    2016    2017     2018
gen unter starken Druck. Seit der letzten Ausgabe verlor das     Silber (1 oz, USD)          14.8   15.0%   6.3%    -12.4%
weisse Metall rund 5.8%. Zurzeit ist die Supportlinie bei        Platin (1 oz, USD)         782.8   1.3%    2.8%    -15.7%
USD 15 heftig umkämpft und es ist mehr als unsicher, dass        Palladium (1 oz, USD)      882.3   21.0%   56.2%   -17.0%
diese Marke gehalten werden kann. Es könnte ein Ausver-
kauf bis USD 14.60 pro Unze stattfinden, bevor eine nach-
haltige Bodenbildung einsetzt. Nur eine schnelle Rückkehr
über USD 15.26 würde die Lage aufhellen und den Abwärts-
trend brechen. Leider sprechen die aktuellen Einflussfakto-
ren nicht für das Edelmetall. Viele Schwellenländer-Wäh-
rungen haben gegenüber dem USD abgewertet, was den
Kauf von Silber in diesen Ländern verteuert. Der immer
noch herrschende Handelskonflikt dämpft die Aussichten
für die Wirtschaft und sorgt für Verunsicherung. Da für Sil-
ber – im Gegensatz zu Gold – die Industrie der wichtigste
Abnehmer ist, kann von dieser Seite keine Unterstützung er-
wartet werden. Alles in allem sieht es eher düster aus für die
kurzfristigen Notierungen des Metalls. Da nun aber bereits
fast alles gegen das Metall spricht und einiges bereits in die
Preise eingeflossen ist, ist hier auch die Chance intakt, dass
es zu einer positiven Überraschung kommt.

Platin und Palladium
Platin hat weiterhin einen schweren Stand und ist unter die
wichtige Unterstützungslinie bei 800 USD gefallen. Aus
technischer Sicht ist ein Abrutschen des Preises auf USD
770 pro Unze in greifbarer Nähe. Eine schnelle Rückkehr
auf über USD 811 wäre jetzt wichtig, um den Markt ein po-
sitives Signal zu senden. Nach wie vor gilt allerdings, dass
nicht viele Faktoren für Platin sprechen. Die immer noch
präsente Dieselaffäre und der starke Dollar halten das Edel-
metall fest in ihrem Griff.

Nachdem Palladium in den letzten Jahren nur eine Richtung
kannte und von einem Höchststand zum nächsten eilte, ist
das Jahr 2018 wesentlich anspruchsvoller für das Metall. Ei-
nerseits ist es sicherlich zu einer Überbewertung gekommen,
nachdem Palladium alleine im Jahr 2017 um über 56% an
Wert zulegen konnte. Andererseits drücken auch hier der
Handelskonflikt und der starke US-Dollar auf die Gemüter
der Anleger. Mittlerweile ist die USD 900-Marke unterschrit-
ten worden. Kann die Widerstandslinie bei USD 890 gehal-
ten werden, ist eine technische Erholung durchaus möglich.
Handelsgewichteter Wechselkurs
Der handelsgewichtete Wechselkurs zeigt den Aussenwert der inländischen Währung gegenüber den Währungen der wichtigs-
ten Handelspartner. Er wird in der Regel als Index (TWI – Trade Weighted Index) ausgewiesen und errechnet sich als Durch-
schnitt der bilateralen Wechselkurse in einem Währungskorb. Der handelsgewichtete Wechselkurs dient als wichtiger Indikator
für die internationale preisliche und kostenmässige Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.

Aktueller Kurs        Aug     Sep     Okt    Nov     Dez      Jan    Feb    Mär      Apr    Mai     Jun      Jul     YTD
31.07.2018             '17     '17     '17    '17     '17      '18    '18    '18      '18    '18     '18     '18      2018
USD/CHF      1.0000    -0.4    0.7     3.0    -1.5    -0.8   -4.6     1.7    1.3     3.4    -0.7     1.0    0.7       2.6
EUR/CHF      1.1684    0.4     0.1     1.5    0.8     -0.1   -1.0    -0.5    2.2     1.6    -4.1     1.0    0.8       -0.2
GBP/CHF      1.3223    -2.7    4.8     2.0    0.4     -0.8    0.3    -1.5    3.2     1.5    -4.1     0.2    0.9       0.3
NOK/CHF      12.345    1.2    -1.6     0.2    -2.8    0.6     1.6    -1.1    1.8     1.3    -2.8     1.4    1.3       3.6
SEK/CHF      11.283    1.2    -1.8     0.4    -1.0    1.0    -0.6    -3.6    0.2    -1.0    -1.7    -0.3    1.7       -5.2
AUD/CHF      0.7403    -1.0   -0.4     0.7    -2.5    2.2    -1.2    -2.2    -0.3    1.7    -0.5    -1.4    0.9       -2.9
NZD/CHF      0.6770    -4.9    1.6    -2.4    -1.3    2.8    -0.7    -0.8    1.2     1.0    -1.1    -2.5    0.7       -2.3
CAD/CHF      0.7593    -0.7    0.9    -0.1    -1.4    2.0    -2.6    -2.7    0.7     4.0    -1.9    -0.4    0.6       -2.4
JPY/CHF      0.8895    -0.0   -1.6     2.1    0.0     -1.4   -1.6     4.0    1.7     0.5     0.0    -0.9   -0.8       2.8
Handelsgewichteter Wechselkurs
Der handelsgewichtete Wechselkurs zeigt den Aussenwert der inländischen Währung gegenüber den Währungen der wichtigs-
ten Handelspartner. Er wird in der Regel als Index (TWI – Trade Weighted Index) ausgewiesen und errechnet sich als Durch-
schnitt der bilateralen Wechselkurse in einem Währungskorb. Der handelsgewichtete Wechselkurs dient als wichtiger Indikator
für die internationale preisliche und kostenmässige Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.

Aktueller Kurs           Aug    Sep     Okt     Nov     Dez      Jan     Feb    Mär      Apr     Mai     Jun      Jul         YTD
31.07.2018                '17    '17     '17     '17     '17      '18     '18    '18      '18     '18     '18     '18          2018
EUR/USD       1.1684     0.8    0.6      1.5    -2.3    -0.7    -3.6     2.1     -0.8    1.8      3.5    -0.0    -0.1          2.8
EUR/CHF       1.1684     0.4    -0.1    -1.5    -0.8     0.1     1.0     0.5     -2.1    -1.5     4.2    -1.0    -0.8          0.2
EUR/GBP       0.8836     3.2    4.7      0.4    -0.4    -0.8     1.3     -1.0    1.0     -0.1    -0.0    -0.8     0.1          0.5
EUR/NOK          9.464   -0.7   -1.7    -1.3    -3.6     0.6     2.7     -0.6    -0.4    -0.2     1.3     0.4     0.6          3.8
EUR/SEK       10.355     -0.8   -2.0    -1.1    -1.9     1.1     0.5     -3.2    -1.9    -2.5     2.5    -1.3     0.9          -5.1
EUR/AUD       1.5783     1.5    -0.5    -0.8    -3.3     2.3    -0.2     -1.7    -2.4    0.2      3.8    -2.4     0.1         -2.7
EUR/NZD       1.7257     5.6    1.5     -3.8    -2.1     2.9     0.3     -0.3    -0.9    -0.6     3.1    -3.5    -0.1         -2.2
EUR/CAD       1.5388     1.1    0.8     -1.5    -2.2     2.1    -1.6     -2.2    -1.4    2.4      2.3    -1.4    -0.2         -2.2
EUR/JPY       131.35     0.4    -1.7     0.5    -0.8    -1.4    -0.5     4.5     -0.5    -1.1     4.3    -1.9    -1.5          3.0
Übersicht Konti.

Konto                           Eignung                                          Kontoführung                    Abschluss       Rückzugsmöglichkeiten
Kontokorrent EUR                Schneller und unkomplizierter Zah-               CHF 15.- pro Quartal            Quartalsweise   Unbeschränkt
                                lungsverkehr in Euro.

Privatkonto EUR                 Privater Zahlungsverkehr und Bargeld- CHF 48.- pro Jahr1                         Jährlich        Unbeschränkt
                                bezug in Euro.

Sparkonto EUR                   Flexibles Sparen in Euro.                        Kostenlos                       Jährlich        Gegenwert CHF 25‘000.-
                                                                                                                                 pro Monat2

Fremdwährungskonto              Wechselkursverluste vermeiden.                   CHF 6.- pro Quartal             Quartalsweise   Unbeschränkt
(exkl. EUR)

Metallkonto                     Virtuelle Aufbewahrung3 und Handel               0.300%4                         Keiner5         Unbeschränkt6
                                von Gold, Silber, Platin, Palladium.

1) Kontogebühr   kann je nach Vermögen/ Kredit/ Nutzung bis zu 100% reduziert werden.
2) Für höhere Beträge als CHF 25‘000.- 35 Tage Kündigungsfrist.
3) Mindesteinlagen: Gold, Platin und Palladium: 100 Gr, Silber: 5 Kg.
4) Silber 0.500%, Mindestgebühr pro Metallkonto und Gattung CHF 75.- pro Jahr.
5) Jährlicher Kontoauszug.
6) Bei einem physischen Bezug werden je nach Metall und Form Barrenaufschläge und/oder Mehrwertsteuern verrechnet.

Die aktuellen Zinssätze finden Sie unter
https://www.gkb.ch/de/ueber-uns/kontakt-services/konditionen/zinsen-konditionen/zinsen-konten

Für weitere Fragen ist Ihr Berater gerne für Sie da.

Devisentermingeschäft.
Mit einem Devisentermingeschäft kauft oder verkauft der Kunde einen Währungsbetrag an einem zukünftigen Fälligkeitstermin
zu einem heute verbindlich vereinbarten Umrechnungskurs. Devisentermingeschäfte werden ausserbörslich gehandelt und sind
eine unbedingte Verpflichtung der Vertragsparteien zur Zahlung oder Lieferung bei Fälligkeit des entsprechenden Kontraktes.
Termingeschäfte eignen sich hervorragend, um Kursrisiken auf zukünftigen Zahlungsströmen abzusichern. Bei entsprechender
Risikofähigkeit bieten sie aber auch die Möglichkeit, um gehebelt an der Entwicklung eines Wechselkurspaares zu partizipieren.

Devisentermingeschäfte werden im Devisenhandel ab CHF 50‘000.- Gegenwert abgeschlossen, wobei eine Laufzeit von 1 Wo-
che bis 12 Monaten üblich ist.

Devisentermingeschäfte sind margenpflichtige Geschäfte, erfordern spezielle formale Voraussetzungen und sind aufgrund ihrer
besonderen Merkmale und Risiken aufklärungspflichtig. Ihr Kundenberater ist für Sie da und hilft Ihnen kompetent weiter.
Diese Publikation wurde von der Graubündner Kantonalbank aufgrund von öffentlich zugänglichen Informationen, intern erarbeiteten Daten sowie an-
deren unseres Erachtens verlässlichen Daten erstellt. Für deren Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann dennoch keine Gewähr
übernommen werden. Dem Anleger muss bewusst sein, dass die abgegebenen Informationen und Empfehlungen der Graubündner Kantonalbank sich in
Anbetracht einer Veränderung des wirtschaftlichen Umfeldes jederzeit verändern können. Ein positiver Verlauf eines Wertpapiers in der Vergangenheit
ist kein Garant für eine ebenso positive Entwicklung in der Zukunft.
Diese Publikation darf nicht ohne Zustimmung der Graubündner Kantonalbank vervielfältigt oder an andere Personen verteilt werden, insbesondere
nicht direkt oder indirekt an Bürger oder Einwohner von Kanada, den Vereinigten Staaten, Grossbritannien oder anderen Ländern, in denen der
Vertrieb durch das Gesetz eingeschränkt ist. Wer diese Publikation erhält, sollte sich dieser Einschränkung bewusst sein und sich daran halten.
Die Publikation ist ausschliesslich für informative Zwecke verfasst worden und beinhaltet keine Empfehlung, kein Ansuchen oder Angebot, irgendeine
Währung, ein Wertpapier oder ein anderes Finanzprodukt zu kaufen oder zu verkaufen. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Publikation
nicht eine ganzheitliche und anlegergerechte Beratung ersetzen kann. Wir bitten Sie deshalb, bei einem zu treffenden Entscheid Kontakt mit Ihrem Kun-
denberater aufzunehmen.
Sie können auch lesen